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Full text of "Codex diplomaticus Lubecensis = Lübeckisches Urkundenbuch"

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URKUNDEN-BUCH 


(JrT 


Stadt    Lnbeck. 


Herausgegeben 


V«>11 


dem  Vereine  for  Lnbeckische  Geschichte  and  Alterthamskmide. 


Sechster  Theii. 


^^      -^      T.^^ 


Lnbeck, 

Ferdinand      G   r  a   u  t  o   f  f . 


1881. 


pi^Ml 


*    ■ 


7 


CODEX 
DIPLOinATIClUi§{  LUBECEISISL 


< 


I^iibeekisches    Urkundenbuch. 


1"*  Abtheilung. 


ITrkundenbaeli  der  litadt  Ijjibeck. 


Sechster  Theil. 


liiibcck, 


F  e   r  (i   i   n  a   n   li      G   r  a   ii   t   «>  f   f 


ISM. 


Register 


108 


.j«  ^  .^ 


Kimtg  Sigismund  bezeugt,  dass  die  viei'  Lubecker  Burger  Johann  Grove,  Heinrich 
Schonenberg y  Marquard  Schutte  und  Eler  Stange,  Letzterer  durch  einen 
Bevollmdchtigten,  dem  Konig  Erich  von  Ddnemark  eine  Ehrenerklarwig  ge- 
geben  haben,  entbindet  sie  aller  Verpflichtungen  gegen  ihn  wegen  der  ihm 
zugesagten  16000  Gulden  und  nimmt  sie  und  die  game  Stadt  Liibeck  in 
seinen  Schutz.     0.  J.     (1417.)     Jul  13.^ 

VVir  Siginund  etc.  Bekennen  etc.,  das  fur  vns  kornen  sind  Johan  Groue, 

Heinrich  Schonenberg  vnd  Marquard  Schutze,  burger  zu  Lubeke,  vnd  Gotfridus 

Homut,  procurator  Eler  Starigen,  burgers  daseibs,  von  desselben  Elers  wegen, 

vnser   vnd   des    richs    lieben    getruen,     vnd    hand    sich    fur   vnserr    kuniglicher 

^naiestat  redlich    vnd    offenlich   belobet  von  dem  durchluchtigen,  hochgebornen 

'Urslen  Erik,  kunig  zu  Tenmark,  zu  Sweden  vnd  zu  Noi'wegen,  der  Wenden  vnd 

derGothen   kunig  vnd  Herczogen  zu  Pornern,  vnserin  lieben   bruder,  das  er  sich 

gnediclich  an  in  bewiset  habe   vnd   das   sy  ouch  demselben  Erik   zu  arge  nihtz 

geseyt  haben.   Sy  haben  sich  ouch  offenlich  vor  vns  erkant,  das  derselb  vnser 

*> ruder    rates  vnd  tates  vnschuldig   sy,    dem    heiligen  Romischen    riche  die  stat 

t«ubeke  zu  entfremden  oder  von  im  zu   bringen.   Als  euch  (sic)  die  vorgenanten 

^urgere    vnserm   lieben   getruen   Heinrich    Coppen    von   Zedelitz,    ritter,   Josten 

ftote,  vnserm  schriber,    vnd  Peter  Wacker,    vnserm  hofschriber,   dienern    vnd 

'i^ben  getruen,  gelobt,  versprochen,  verschriben,  versigelt  vnd  vereydiget  haben, 

S^cn  Costnitz  in  vnserm  kuniglichen  houe  zu  tziehen    vnd  von    dannen  nicht  zu 

^cheiden  6n  vnser  willen  vnd  vrlob,  vnd  als  dieselben  Heinrich,  Jost  vnd  Peter 

^€»ri  egenanten  vier  burgern  zusprach  getan  haben  vmb  sechtzehentusent  rinische 

S^lden,  die  sy  vns  zu  eyner  schenke  solden  gelobt  haben,  als  dann  das  in  dem  brief 


1)  Vgi  Bd.  y  8.  670  fg.     1416,  Jul.  18,  waren  die  in  der  Urkunde  Genannten  in  Liibeck,  Sigismund  in  Eng- 
land; 1418,  Juli  13,  war  Sigismund,  nach  Schluss  des  Concils,  nicht  mebr  in  Kostnitz. 

1 


S  1417.     Jul.  13. 

duruber  geinachet  ey^eritiicher  begriil'en  ist.  also  haben  wir  die  i-orgeoanteo 
Jobarj  Groueii.  Heinricb  Schoneniberg^  Marquarl  Schutzeii  vnd  EJer  Stan^ 
8olicber  vurgescbribner  ^^elubd.  versprecbnuss^  verschriburig  %'nd  ejde  gentzlick 
viid  gar  ledig  vnd  lure  i^etzeit  vnd  gelassen.  lasseri  vnd  zelen  sy  ouch  also  led^ 
vnd  loze  iiiit  rechter  wissen  in  craTt  diss  briefs  vnd  Roinischer  kuniglicher  maht- 
volkouimenbeit.  wan  sy  vns  von  der  vorgenanten  an&prache  wegen  nihts  schoidij 
sin  vnd  wir  ouch  nihtz  anders  von  in  wissen  dann  gutz^  %'nd  wir  wollen  oock 
sy  aile  viere  vnd  die  stat  Lubeke  vnd  die  burgere  vnd  inwoner  daselbs  gemeio- 
Jich  oder  sunderlich  von  der  vorgenanten  sechtzehentusend  gulden  wegen  furbass 
mere  nit  aniangen  oder  ansprechen  durch  vnsselb  oder  andere  in  kein  wis,  is 
all  geuerde.  Wir  halden  sy  ouch  vnd  sy  sind  ouch  in  vnsern  kuniglichen  gnadeo 
als  vnser  liebe  vnd  getrue  burgere  vnd  vndertane,  wir  haben  in  ouch  vnser 
gnedig  vrlob  gegeben^  us  vnserm  kuniglichen  hoFe  zu  tziehen^  wann  vnd  wobin 
sy  wollen^  vnd  wir  gebieten  ouch  dorumb  alien  vnd  iglichen  vnsern  vnd  (ies 
richs  vndertanen  vnd  getruen  ernstlich  vnd  vesticlich  mil  disem  brief^  das  sy 
die  vorgenant  Johan^  Heinrich,  Marquart  vnd  Eler  durch  der  vorgeschribenn 
sache  gelubd^  versprechnusse^  verschribung,  veisigelung  vnd  eyde  willen  furbass 
mere  nicht  aniangen^  ansprechen^  hindern  oder  irren  in  kein  wise,  als  lieb  in 
sy.,  vnser  vnd  des  richs  swar  vngnade  zu  vermiden.  Mit  vrkund  etc.,  appenso. 
(jeben  zu  Costentz,  nach  Cristi  etc.,  an  sant  IVlargarethen  tag. 

Ad  mandatum  domini  regis  i 

Johannes  Kirchen.  I 

Autdt'f  lij'i/k»IU*ji»tratur  Konuj  Siyumundt  {Bd,  F,foL  44  hj  in  dem  K,  u,  K.  Haua-  Ho/-  mnd  StaaUarckiv  «  W*** 

Mity^th^Ut  ron  dem  Direvtor  deiBelben^  Ritter  von  Arnetk. 

ir 

J^*rf  J>yf'.^//Mf4ier  Marquard  von  Dame  hekennt  stch  schuldigj  dem  Prtester  Henmnj 
//vyA«  wtd  df^  Schwester  desselben  jdhrltch  eine  Leibrenie  zu  zahlea^ 
Hn,     sS%:.  11. 

\g  ^4tt\u'^l^  vHu  Oamen,  borgermester  der  stat  Lubeke.  Bekenne  vndi 
li''v/^  VJ.4  #>!/;•/«'  in  di»»Mni  breue  vor  allesweme,  dat  ik  vnde  myne  eruen  de 
<#/4>M.4i  hifu  iU-nuynn^'  Hoyken,  prestere,  vnde  Elsebeen,  siner  suster,  rechte 
v^Mhkif.  i.^*Ai  ^AtUUpu  %t-hu\i\\c\\  sint,  dewyle  se  beide  leuen,  vte  vnsen  redeste 
fcu<l«)4ii  *U'  ^y  U*'\Ap^u  bynnen  vnde  buten  Lubeke,  yewelkes  jares  vnbewore 
to  l^hivi^^*-  hy$mih  i^uh^'kf  teyne  mark  lubesch  der  suluen  niunte,   alse  upp 


4  1417.     Nov.  30. 

vnde,  uls  wij  berichtet  sin,  so  hebben  se  in  der  Mase  genomen  eyn  grot  schip 
mit  heringe.  Leuen  vrunde,  dit  scriue  wy  juwer  leue,  vp  dat  gi  ju  yo  to  vor- 
jaeren  darna  weten  to  richten,  vnde  wy  vormoden  vns  wol,  dat  wi  unse  vrede- 
schepe  in  de  see  hebbende  warden,  gelijk  als  wy  de.s  eens  gedragen  hebben. 
Sijt  Gode  beuolen.     Screuen  under  vnsem  secrete,  in  sunte  Andreas  dage. 

Consules  ciiiitatis  Lubicensis. 

Nack  einer  im  Rathsarchiv  :u  Reval  hefindlichen,  vermuthlich  von  Dorpat  dahin  gesandten  Ahsch^i/t  gedruckt  im  Lief,- 

EstL'  u.  CurL  Urk.-B.  Bd.   V  No.  2179, 

IV. 

Albrecht  F,  Herzog  von  Mecklenburg^  quittirt  den  Rath  von  Lubeck  iiber  den  Empfan^ 
van  100  m^  Lub.  Pf.    1418.    Jan.  6.' 

Wij  Albert,  van  der  gnade  Codes  hertoge  to  iVIekelenborch,  greuo  to 
Zwerin,  to  Stargarde  vnde  Rozstocke  here.  Bekennen  vnde  betugen  openbare 
in  desseme  breue  vor  alsweme,  dat  vns  de  ersamen  manne,  heren  borger- 
mestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke,  alsodanne  hundert  mark  penninghe 
lubesch,  also  se  vns  uppe  dat  fest  Winachten  negest  vorgan  vmme  sunderger 
vrundschop  willen  to  vnseme  hoeffslage  scholden  geuen  hebben  na  lude  eres 
breues,  wol  to  danke  nach  vnser  vrundliken  begeringe  to  vnser  noge  entrichtet 
vnde  betalet  hebben,  de  wy  vort  in  vnse  nut  vnde  behofF  utgelecht  vnde  gekeret 
hebben.  Vnde  van  den  vorscreuenen  hundert  marken  late  wij  de  vorscreuenen 
borgermestere  vnde  radmanne  quid  vnde  loes,  se  vnde  ere  nakomelinge  dar 
nummer  vmme  to  manende  in  tokomenden  tijden.  To  tuge  is  vnse  ingesegel 
mit  vnsen  willen  gehenget  vor  dessen  breff,  de  geuen  vnde  screuen  is  na  der 
bord  Cristi  dusent  verhundert  vnde  achteyen  jare,  uppe  der  hilgen  Dryer 
koninge  daghe. 

iVarA  dem  Original.     Mit  anhangendem  Siegel.     Ea  ist  das  hei  So.  €16  in  Bd.    V  beschriebene. 


1)  Vgl.  Bd.  V  A9  616. 


1418.     Jan.  12. 


V. 


Urfehde  des  Hetnrtch  Mankemos  unter  Biirgschaft  seiner  Brfider  Dietrich  und  Ger- 
hardy  der  Bruder  Ebel  und  Hermann  von  Aschen,  des  Hans  KremeVj  Henning 
Luderj  Bemhard  von  Aschen  und  Heinrich  Knake.     1418.     Jan.  12. 

Ik  Hinrik  Mankmos.     Bekenne  openbar  in  dessem  breue   vor  allesweme, 
dat  ik  den  erebaren  heren,  borghermesteren  vnde  radmannen  der  slad  Lubeke, 
oren  borgheren,    denren  vnde   den    oren  zamentliken  vnde   enen  esliken   by  zik 
zunderghen  vnde  oren  nakomelinghen  ene  rechte  orneyde  dan  hebbe  vnde  do  mit 
kraft  desses  breues  van  der  zake  weghen  aize  van  quaden  vnuorbunden  reden  vnde 
worden,  de  ik  oner  de  vorbenonteden  borghermestere  vnde  radmanne   der  vor- 
screuen  stad   Lubeke  dan  scholde  hebben,  dar  ik  in   eren  sloten  vniine  zat  vnde 
de  vorbenomeden    heren  hoch   mochten   richtet  hebben,   dat  doch  vmme   beede 
wyllen   der   meynen    hensestede  thogeuen    is   gantzliken.     Des    vorlate    ik   gantz 
vnde  altomale  vormiddelst  mynie  ede  vor  my  vnde  vor  mynen   eruen  vnde  vor 
alle  inyne  maglien,   gheboren  vnde  vngheboren,  vnde    vor  alle    de    ghenen,    de 
vmme  mynen  willen   don  vnde  lathen  willen^  al  der  maninghe  vnde  wrake,  vnde 
loue  dat  in  guden  truwen  stede  vnde  vast  vnuorbroken  to  holdende,  dat  ik  der 
zflluen    vorbenomeden    heren    borghermestere    vnde    radmanne    vnde    der    erer 
nummer  vygent   vverden    wil    noch  ensclial,   edder   nenient   van    myner  weghen, 
noch  darmede  vmmegan,  dat  ze  ofte  de  oren  beschedeghet  scholen  werden,  noch 
in  rade  edder  dade,  hemelik  edder  openbar^  to  lande   ofte  to  watere.  Alle  desse 
vorscreuen    stflcke    lone    ik    Hinrik    vorbenonjed    den    vorscreuen    heren    vnde 
den   oren    to   ewyghen    tyden    to    holdende    sunder    yengherleyge    arghelist    mit 
gantzen  vorbedachten  mode,  vrygen  willen  unbedwunghen  stauedes  edes  to  den 
hilghen   ghesworen  vppe  dessen   bref  mit  vtstreckeden    armen   vnde  vprichteden 
vingheren,  dit  to  holdende  in  aller  der  wyse,  aIze  vorscreuen   is.   Vnde  ik  Ebel 
van  Aschen  vnde  Hermen  van  Aschen,  brodere,  Hans  Kremer,  Henningh  liflder, 
Bernd   van  Aschen.,    Hinrik  Knake,   Tydeiik   Mankemos   vnde  Gherd  Mankemos, 
brodere    des  vorbenomeden    Hinrikes,    wonaftich   to  Nygenbrandeborgh ,  vordan 
louen    gantzliken   vnde    dar    gud  vor  to  wesende  vor  alle  vorbenomeden   stucke 
vnde  artykele  zunder  yengherleyge  hfllperede  ghestlikes  rechtes  edder  werlikes. 
VVeret  ok  zake,   dat  id  God  vorbeede,  dat  vredebrake  worde  van  vseme  vorbe- 
nomeden vrunde  Hinrike  in  aller  vtdruckinghe,  word  edder  wyse,  aIze  vorscreuen 
is,  zo  scholde  wy  vorbenomede  medelouers  vnde  willen  inryden  to  Lubeke,  wen 
nvv    darto    eschet    werden    edder   manet   werden    van  den  vorbenomeden   heren. 


6  1418.     Jan.  12. 

vnde  dar  nicht  vl,  id  schee  mit  gantzen  willen  der  vorschreuenen.  Tho  merer 
betuchriisse  vnde  bewaringbe  desser  vorschrefien  stdcke  zo  hebbe  ik  Hinrik  myn 
ingheseghel  init  den  ingheseghelen  myner  inedeiouers  myt  willen  vnde  myt  wolbe- 
radenen  m6de  benghen  lathen  vor  dessen  bref.  Schreuen  vnde  gheuen  na 
der  bord  vses  heren  Cristi  verteynhundert  jar  darna  in  denie  achteynden  jare, 
des  midwekens  in  den  achtedaghen  Epyphanye  der  werden  hochtyd. 

Siieh  dem  Original.     Mit    den    neun    anhangenden  Siegeln.     Heinrirh  Mankemoa:    Siegel  rund^  2Vio  Ctm.    Auf 
stehentlem  Schild  drei  Mohrenkopfe  im   Rechtaprofil,   2,  1.     Umachrift:    +  S'  hIRRIK  ^  fflTIRKfflVS 

Ebel  von  Asr/ion:  Siffgel  unkenntlich.  Hermann  von  Aschtn:  Siegel  rund,  '?Vio  ^''"'      Ueber  einem 

gflchnten  Schild  staht  ein  Helm  im  Hechtsprojil  mit  Helmdecke.     Leider  ist  das  Wappenbildy  sowie  die  Helm- 
zier  rollig  rerdntckt.    Umsc/iri/t:   +    S"  heRfflTCRRI    *   D0   71   .   .    hflR  Han«  Kremer:  Siegel 

rund,2%oCtm.Hau8markeohneSchild,8.Homet/er/ra/.14,J%fl63.Um8chri/t:  +  8  KKRS  ♦  KRBfflaR 

Henning  Lnder:  Siegel  rund  2^1^  Ctm.    Auf  stehendem  Svhild  eine  achrdglinks  gelegte  GUycke.   Umachri/t. 
+    8   KTIRRIRK  x  LVDaR  Bemhard  von  Aachen:   Siegel  rund,    2%^  Ctm.     Auf  atehendem 

Schild   ein  Helm  en  face,    mit  drei  Dolchen    beateckt.     Umachrift:    +    8'  BBK6(R -i-  VHR-  2I8GhBR 
Hf'inrich  Knake:  Siegel  rund,  2^j\o  Ctm.     Auf  atehendem  Schild  zwci  Rohrenknochen.     Umachrift:  ~y"   8  " 
KIRRIK  M  KRTtKBx  Dietrich  Mankemoa:  Siegel  rund,  2%o  Ctm.     Auf  atehendem  Schild  drei 

Mohrenkopfe  in  Hechtai^ofiL  2,  1.   Umachrift:  -f  8  TIDBRIK  x  (D7IRKfflV8  x  Gereke  Manke- 

moa: Siegel  rund,  2»/,o  Ctm.     Dasaelbe   Wappenbiid.     Umachrift:   +   8   GllBRBKa  x  (QTIRK   .    .    . 

VI. 

Erik  V.  und  Bernhardt  Herzoge  von  Sachsen-Lauenburg y  bestdtigen  dem  Vogte  des 
Btsthums  Ratzeburg  die  ihm  und  seinen  Nachfolgem  von  ihrem  Vetter,  dem 
Herzog  Erich  III.,  verliehene  Lehnware  aber  die  Kirchspielskirche  in  Berge- 
dorf  und  die  Kreuz-Kapelle  bei  Bergedo?/.  1418.  Jan.  21. 

>V  ij  Erik  vnde  Bernd^  van  Gades  gnaden  brodere^  hertoghen  to  Sassen, 
Westualen  vnde  Engheren.  Bekennen  vnde  betugben  openbar  an  desseme 
tieghenwardighen  breue  vor  alle  den  ghennen,  de  ene  zeen,  horen  edder  lezen, 
dat  vor  vns  sind  ghewezen  de  erwerdighen  ghestliken  heren,  prauest,  prior 
vnde  dat  gantze  capitel  der  kerken  Raceborch,  vnde  hebben  vns  noghaftighen 
inyd  vnses  vedderen,  herteghen  Erikes  van  Sassen,  anders  ghenoniet  berteghe  van 
Bergherdorpe  zeligher  dechtnisse,  bezeghelden  breuen  weten  ghedan  vnde  war 
ghemaket,  dat  de  erbenomede  vnse  veddere  vor  zijk,  zyne  eruen  vnde  vor  alle 
zyne  nakonielinghe  heft  gbeghund  vnde  gheuen  to  ener  ewighen  ghaue  ewich  to 
bliuende  deme  voghede  der  erbenoineden  heren,  prauestes,  prion's  vnde  capittels, 
de  to  der  tijd  ere  vaghed  is ,  vnde  alle  zynen  nakomelingen,  vogheden  des 
prauestes,  prioris  vnde  capittels  erbenomed,  de  leenware  der  kerspelkerken  bynnen 
Bergherdorpe  niyd  der  capellen  des  hilghen  cruces  darsulues  buten  Bergher- 
dorpe, alse  zyn  bezeghelde  breff  darvpp  gheuen  vnde  screuen  clarliken  innehold 


1418.     Jan.  21.  7 

vnde  dat  wol  vlwizet,    wolkeri    breff  vnses   vedderen,   gifft   vnde    ewighe   ghaue 
ivy  herteghen  Erik  vnde  Bernd  erbenomed  rnyd    vnsen   eruen  vnde    myd  vnsen 
nakomelinghen  beleuen^  befiulborden  vnde  bestedighen  vnde  willen  den  stede  vnde 
vast  holden  van  worden  to  worden  to  ewighen   tijden  vnde  dar  nurnmer  tieghen 
wesen  edder  tieghen  d6n  noch  myd  worden  noch  myd  werken,  myd  rade  edder  myd 
dade.  Vnde  wy  vorzaken  ok  an  dessem  tieghenwardighen  breue  alien  vryheyden, 
priuilegien,  breuen,  rechticheyden  vnde  endrachlen,  de  vnse  vader  hertich  Erik  van 
Sassen  zeligher  dechtnisse  wanne  mochte  maket  hebben  myd  den  erbenomeden 
beren  praueste,  priori  vnde  capittele  vmme  desse  erbenomede  leenware  der  kerken 
vnde  capellen    des    hilghen    cruces    to  Bergherdorpe,    de    tieghen    vnses  vorbe- 
nomeden  vedderen  breff,  gifft  vndeghane  vnde  deme  erbenomeden  vaghede«  zynen 
nakomelinghen   vnde  deme  praueste,    priori  vnde    capittele   to  vorvanghe  edder 
to  schaden  mochte  wesen,    vnde  vorzaken  ok  alien   behulpinghen  alles  rechtes, 
ghestlikes    vnde    werlikes,    de    vns,    vnsen    eruen    vnde    vnsen    nakomelinghen 
mochten  komen  to  hulpe,  vnde  deme  erbenomeden  vaghede,  zynen  nakomelinghen 
edder  deme    praueste,    priori    vnde   capittele    vnde  eren  nakomelinghen   to  vor- 
vanghe edder  to  schaden,  dar  desse  erbenomede  breff,  ghifft  vnde  ewighe  ghaue 
vnses  erbenomeden  vedderen   mochte  mede  ghekrenket  vnde  ghebraken  werden. 
Hijr  an  vnde  ouer  hebben  wezen  vnse  truwe  manne  vnde  rad,  her  Hermen  van 
Gandersem,  Hinrik  Schakke^  Detleff  Schakke,  Heyneke  van  Tzule,  Bertold  Dal- 
dorp  vnde  vele  andere  vnser  manne.     Vnde  des  to  tughe  vnde  merer  bekante- 
nisse   der  warheyd    hebben  wy    hertich  Erik    vnse    grote    inghezeghel  vnde    wy 
hertich  Berend  vnse  luttke  inghezeghel  erbenomed  vor  vns,  vnse  eruen  vnde  vor 
vnse  nakomelinghe  myd  willen^  vulbord  vnde  wittscop  henghen  laten  vor  dessen 
openen    breff*,    de    gheuen    vnde    screuen  is   to  Raceborch,    na  der   bord   Cristi 
veerteyn  hundert  jar  dar^ia  an  deme  achteynden  jare,  an  deme  daghe  Agneten 
der  hilghen  juncvrouwen. 

Nach  dem  Original,  Mit  beiden  anhangenden  Siegeln,  Das  eine  ist  das  grosse  Reitersiegel  Eriks  IV,  he- 
schrieben  Bd.  V  No.  39,  hier  etwas  beschddigt.  Das  andere,  das  kleine  Siegel  des  Btrzogs  Bernhard,  ist 
noch  starker  beschddigt  und  insbesondere  von  der  Umschrift  nichts  mehr  zu  lesen. 


8  1418.     Jan.  2S. 


VII, 


Johannes  Bertrammi]  Testamentsexecutor  des  Bruno  von  Paworn,  ubergiebt,  da  es  ihm 
in  mehreren  Jahren  nicht  gelungen  isU  die  durch  das  Testament  den  Vicaren 
der  Petri-Kirche  angewiesenen  4  mfi  jahrlicher  Einkiinfte  von  dent  Bathe 
zu  Kiel,  und  4  7n^  von  dem  Bathe  zu  Neustadt  zu  erhalten,  den  Vicaren 
das  Testament  und  uberldsst  es  ihnen,  ihre  AnsprHche  selbst  wetter  zu  ver- 
folgen.     1418.    Jan.  28. 

in  nornine  Domini  anien.  Anno  natiuitatis  eiusdeni  inillesimo  quadringen- 
tesimo  decinio  octauo^  indictione  vndecima,  die  vero  vicesima  octaua  tnensis 
Januarii.  hora  vesperarum  vel  quasi,  pontificatus  sanctissinii  in  Cristo  patris  ac 
domini  nostri^  doniini  Martini  diuina  prouidencia  pape  quinti,  anno  primo^  in 
mei  notarii  publici  subscripti  testiumque  infrascriptoruni  ad  hoc  vocatorum  et 
rogatoruni  presencia  constituti  personaliter  discreti  viri  ^  domini  Thidericus 
Runglie,  Symon  Kyritz^  Cristianus  Dorland^  Martinus  Velehauer  et  Thomas 
Crugher,  perpetui  vicarii  in  ecclesia  beati  Petri  Lubicensi,  [ex  vna,]  pro  se 
ipsis  et  nomine  omnium  vicariorum  eiusdem  ecclesie  existencium,  ex  vna,  et 
Johannes  Bertrammi,  eciam  dicte  ecclesie  vicarius  perpetuus  ac  testamentarius 
siue  executor  testamenti  seu  vltime  voluntatis  cuiusdam  domini  Brunonis  de 
Paworne,  quondam  presbiteri  necnon  vicarii  perpetui  in  ecclesia  beati  Petri 
Lubicensi  predicta^  solus,  ut  asseruit^  superstes,  parte  ex  altera^  idem  dominus 
Johannes  Bertrammi,  testamentarius  modo  vnicus  predictus,  senio,  ut  asseruit^ 
grauatus,  adeo  quod  vlteriori  execucioni  testamenti  supradicti  commode  ne- 
quiret  preesse  et  presertim  emonendo  certos  annuos  redditus.  videlicet  a  pro- 
consulibus  et  consulibus  Kilonensis,  Bremensis  diocesis,  quatuor  marcarum  annuos 
perpetuos  redditus  totidemque  a  proconsulibus  et  consulibus  Noue  Creinpe, 
Lubicensis  diocesis,  opidorum  annis  singulis  certis  in  ternn'nis  exsoluendos,  per 
dictum  testatorem  emptos  et  comparatos,  prout  in  litteris  desuper  confectis  in 
pergameno  conscriptis,  sanis  et  integris,  opidorum  predictorum,  ut  apparuit, 
sigillis  appendentibus  sigillatis.  ibidem  in  medium  productis  et  exhibitis  constabat 
luculenter,  et  pluribus  transactis  annis  non  solutis  (sic)  redditus  huiusmodi,  sed  sibi 
retentis  licet  de  facto.  iNe  igitur  ex  toto  predicti  testatoris  frustraretur  intencio 
ac  prefati  debitores  de  ipsorum  maliciis  conmiodum  reportarent,  huiusmodi 
reddituum  octo  marcarum  litteras  ac  ipsum  testamentum  siue  vltiuiam  volunta- 
tem  domini  Brunonis  predicti  in  publicam  formam  per  discretum  virum  Hinricum 
Kuueman,    publicum    imperiali    auctoritate    notarium    redactum    et   subscriptum 


1418.     Jan.  28.  9 

dictis  doininis  vicariis  in   presencia  onmiuin   vicariorum  ecclesie  beati  Petri  Lu- 
bicensi  sponte  et  libere  perpetuis  ternporibus  habendum  tradidit  et  presentauit, 
ipsos  redditus  futuris  ternporibus  debendos  vnacum  restantibus  debitis   ad  emo- 
nendum  et  subleuandum  ceteraque    omnia  et-  singula   Facienda    sibi  vigore  dicti 
testamenti    concessa    et    iuxta    tenorem    eiusdem    distribuendos    in  locum    suum, 
melioribus  modo  et  forma  quibus  potuit^  constituit  et  ordinauit^  transferendo  in 
60S  omnia  jura,  actiones  reales,  vtiles  et  directas,   tacitas  et  expressas,  et  alias 
quascunque,  quas  dictus  dominus  Joharmes  Bertrainmi   contra  et  aduersus  pro- 
consules  et  consules  opidorum   prefatorum  Kylonensis  et  Noue  Crempen  habebat 
occasione  debitorum   predictorum,  ita  quod  ipsi  vicarii  possint  et    vfileant  dein- 
ceps  contra  eosdem  coniunctim  uel  diuisim  agere  uel   defendere,    experire,  ex- 
cipere,  replicare  et  se  tueri,   petere  quoque  et  extorquere  predictam  pecuniam, 
dampna,  expensas  et  interesse  in  judicio  et  extra   coram  quocunque  judice  com- 
petenti,    promisitque  michi  notario  subscripto  solempniter    stipulanti,   premissa 
omnia  et  singula    se  uelle  grata ^  rata  atque  firma   perpetuo   habere   et  in   nullo 
contrauenire  sub  ypotheca  et  obligacione  oninium  suorum   bonorum.  Super  qui- 
bus onmibus  et  singulis  supradicti  vicarii   pecierunt  a  me  notario  publico  infra- 
scripto  sibi  vnum   et   plura   publicum  et   publica  fieri  instrumentum  sen    instru- 
t'lenta  melioribus  modo  et  forma.  Acta  sunt  hec  in  ecclesia  beati  Petri  Lubicensi, 
^nno,  indictione  etaliis,  quibus  supra^  presentibus  ibidem  discretis  viris,  dominis 
Hermanno  Schelen   et  Reymaro  Kedink,  presbiteris  Coloniensis  et  Razeburgensis 
diocesis,  testibus    ad   premissa  vocatis  pariter  et  rogatis. 

(Notariatsztichen.)  Et  ego  Johannes  Schabbe,  clericus  Lubicensis  diocesis, 
publicus  imperiali  auctoritate  notarius,  quia  premissis  omnibus  et  singulis,  dum 
^ic,  vt  premittitur,  fierent  et  agerentur,  vnacum  prenominatis  testibus  interfui 
^aque  sic  fieri  vidi  et  audiui,  ideoque  hoc  presens  publicum  instrumentum  pro- 
pria mea  manu  conscriptum  exinde  confeci  et  in  banc  publicam  formam  redegi, 
quam  signo  et  nomine  meis  solitis  et  consuetis  signaui  rogatus  et  requisitus  in 
fideni  et  testimonium  omnium  premissorum. 

Nach  dem  Originale. 

VIII. 

Verabredung  wegen  einer  Zahlung  in  Brugge.     1418.     Feb.  13. 

Arnoldus  Vlotowe  presens  huie  libro  recognouit  pro  se  et  suis  heredibus, 
4Uod  ipse  vendidit  Engelkino  Hagelstein  et  suis  heredibus  XXII  libras  grossorum 


10  1418.     Feb.  13. 

flainingensium  justo  ernpcionis  titulo  in  foro  Bruggis  post  festum  Pasce  proxinie 
futuro  amicabiliter  persoluendas.  Et  si  dictus  Artmldus  predictam  solucioneiti 
non  faceret  in  dicto  terinino,  tanc  antedictus  Engelke  potest  recatnbiare  dictanr) 
summam^  sicut  juris  est  pagiinenti,  de  loco  antodicto  usque  ad  ciuitatein  Lubeck 
absque  alicuius  contradictione. 

Nach  eintrr  Inscription  des  Niederatadthuchs  vom  J,  1418,  Jnvocavit. 


Quittiruny  des  Raths  von  Kiel  und  der  Viialienbruder  wegen  einei*  hezahlteii  Summe. 
1418.     Feb.  13. 

Domini  consules  dederunt  litteras  suas  pleni  respectus  domino  Johanni 
Dartzow  et  Famulo  suo  lohanni  Saldenberge  ad  quitandum  consules  Kylonenses 
et  fratres  nomine  vitalien  de  quadam  summa  pecuniarum^  quam  predicti  donni- 
nus  Johannes  et  Johannes  Familiaris  suus  a  predictis  subleuauerunt  et  recope- 
runt,  et  dicti  domini  consules  quitauerunt  et  dixerunt  dictos  consules  Kylonenses 
et  fratres  vitalien  quitos  et  solutos  de  dicta  summa.  Insuper  dicti  dominus 
Johannes  et  Famulus  suus  coram  consilio  et  huic  libro  promiserunt  predictos 
dominos  de  concilio  racione  illius  indempnes  conseruare. 

Ncu^h  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1418,  Inrocarit. 

Der  Ritter  Siegfried  von  Wendingen  und  Nicolaus  Buntslow  erkldren  dem  Rathe  von 
Ltibeckj  weshalb  sie  nicht  Vermitiler  des  Zwistes  desselben  mit  den  Grafen 
von  Oldenburg  sein  konnen,  ermahnen  vbrigens  zur  Versohnlichkeit  und 
Billigkeii.     0.  J.    (1418.)     Feb.  14.' 

Vnsen  wylligen  denst  vnde  wes  wy  gudes  vormoghen  to  aller  tit.  Ersamen 
leuen  heren  vnde  besunderen  gunner.  Wy  hebben  vornomen,  dat  gy  teghen 
de  edelen  juncheren  Dideryk  vnde  juncher  Kersten,  greuen  to  Oldenborch,  etliken 
vnwyllen  suUet  hebben,  edder  wat  de  sake  sin,  des  en  hebbe  wy  nycht  vor- 
nomen, vnde  als  wy  vorstan  hebben,  so  beden  se  sik  darto,  wat  se  iu  van  eren 
vnde  rechtes  wegen  plichtich  sint  to  donde,  dat  wyllen  se  mit  wyllen  don  vnde 
wolden  des  wol  bliuen  by  den  lande  to  Vryslant  vnde  by  vns.  Vnde  oft  iu  een 
sulk  gadelik  were,  so  en  stundet  vns  doch  in  dessen  lope  nycht  to  donde  vmme 


1)  Die  Jahreszabl  ergiebt  sich  aus  dem  der  bald  erfolgteo  SUhoe.    Vgl.  M  20  u.  24. 


1418.     Feb.  14.  11 

andere  notroftighe  vnde  rnerklike  sake  wyllen  vnses  aldergnedighesten  heren^des 

Romeschen  konyngs,  vnde  des  hilghen   rykes^  de  wy  teghen  de  van  Gronynghen 

vnde    de  Ostvresen    to    donde    hebben.     Doch    so    bidde    wy    in    niyt   vruntliken 

ernste  vnde  vlite,  dat  gy  de  vorghenanten    greuen  van  Oldenborch   wedder  be- 

schedenheit  ghenen  vnwillen  bewisen  en  wilt,  sunderlik  darvinnie,  dat  wy  erer 

bulpe  vnde  erer  lant  to  vnses  aldergnedighesten  heren,  des  Romeschen  konyngs, 

vnde  des  hilghen  rykes  saken  vorscreuen  wol  bedoruen,  vnde  oft  se  an  jeneger 

wise  van  iu  bekumniert  worden,  des  wy  nycht  en  hopen^  dat  solde  in  den  vor- 

screuenen  saken  en  grot  hindernisse  niaken,  de  suluen  saken  gy  doch   niyt  lyue 

vndegude  wedder  helpen  vortsetten,  als  vnse  aldergnedigheste  here,  de  Roniesche 

konynk,  iu  als  des  hilghen   rykes   ghetrtiwen  wol  to  belouet.     Ok  so  vorsee  wy 

vns,  dat  wy  vnune   der  suluen  vnses  aldergnedighesten  heren^  des  Roinesschen 

konyngs^  sake  wyllen  noch  to  iu  konien  werden      Moghe   wy   dan    ichtes    darto 

denen,  dat  gy  niyt  den  suluen  van  Oldenborch  juwe  sake  to  guden  vreden  vnde 

to  rasten  setten  moghet,  dat  wyl  wy  niyt  gansen  vlite  vliteliken  gherne  na  vnsen 

besteii  vormoghen  don.     Screuen  to  Deuenter^  vp  sint  Valentins  dach. 

Syuerd  van  VVendinghen,  ryther, 
vnde  Niclawes  Buntslowe. 

Aufschrift:     Den    ersarnen    vnde    wisen    borgherrnesteren    vnde    rade    der 
slede  to  Lubeke,  vnsen   besunderen  leuen  heren  vnde  gunneren. 

I^ach  dem  Original  auf  Papier^  welches  niemals  beaieyelt  gewesen  ist. 


Konig  Sigismund  tragi  der  Stadt  Liibeck  auf,  dem  Kloster  Marienwold  so  oft  er- 
for  der  Itch  in  Koniglichem  Namen   Schutz   zu  verleihen.     1418.     Feb.  15. 

uigismundus,  Dei  gracia  Romanoruni  rex  semper  augustus  ac  Hungarie, 
Dtilmacie^  Croacie  etc.  rex.  Honorabilibus  proconsulibus.  consulibus  et  com- 
niunitati  ciuitatis  Lubicensis,  nostris  et  imperii  sacri  fidelibus  dilectis,  graciam 
ft'giarn  et  omne  bonum.  Honorabiles,  fideles,  dilecti.  Inter  illas  gloriose  rei- 
publice  curas^  quibus  Romani  regni  fastigium,  cui  auctore  Domino  licet  in- 
^uflicientibus  meritis  presidemus,  assidue  meditari  nos  ammonet,  specialissime 
Jn  votis  gerimus,  quomodo  ecclesiasticas  et  religiosas  personas  in  simplicitate 
<^ordis  virtutum  Domino  Famulantes,  quorum  precibus  apud  '  Altissimum  juuari 

1)  apnt  2. 


42  1418.     Feb    15. 

confidinius,  a  niolestiis  et  violentorum  hominiim  ofTensionibus  defensemus.  Sane, 
licet  honorabiles  et  religiosos,  abbatissam  et  confessorern  ac  vtruinque  coriuen- 
tuin  sororum  et.  fratrum  monasterii  sancte  Marie  virginis  gloriose  et  sancte 
Birgitte  in  Marienwold  Razeborgensis  '  diocesis  in  ducalu  Saxonie  ordinis  sancti 
Saluatoris.  deuotos  noslros  dilectos,  tarn  in  capite  quam^  in  membris,  cum 
vniuersis  et  singulis  personis,  subditis  et  familiaribus,  opidis,  villis.  prediis,  pos- 
sessionibus  bonisque  et  rebus  quibuscunque  in  nostrum  et  sacri  Romani  im- 
perii saluaguardiam,  tuicionem,  defensionem  ac  protectionem  receperimus^  spe- 
cialem,  quia  tamen  locorum  distancia  prohibente  ac  negociorum  varietatibus 
innumeris  impediti  gubernacioni  dicti  monasterii  ac  pertinenciarum  eius,  prout 
necessitas  id  exposceret,  personaliter  adesse  non  valemiis,  idcirco,  de  probata 
fide  et  legalitate  vestris  plenam  tenentes  fiduciam^  considerantes  nichilominus, 
monasterium  predictum  cum  suis  bonis  et  pertinenciis  vobis  et  ciuitati  vestre 
vicinitate  Fore  propinquum,  fidelitati  vestre  committimus  et  damns  virtute  pre- 
sencium  facultatem  et  omnimodam  potestatem,  ymmo  auctoritate  Romana  regia 
vos  seriose  requirimus  et  hortamur,  quatenus  hac  nostra  iussione  Treti  nostro 
et  imperii  sacri  nomine  prefatos  abbatissam,  confessorem  et  vtrumque  conuen- 
tum  cum  vniuersis  et  singulis  personis,  subditis  et  Familiaribus,  opidis,  villis, 
prediis,  possessionibus  bonisque  et  rebus  quibuslibet,  que  ad  presens  obtinent 
vei  in  futurum  ipsos  contigerit  justis  titulis  adipisci,  in  suis  jure  et  iusticia 
utiliter  confouentes,  ipsos  in  eisdem  vel  eorum  aliquo  contra  iusticiam  non 
permittatis  impediri,  molestari  per  quempiam  vel  turbari,  sed,  vbi  vobis  con- 
stiterit,  quemquam,  cuiuscumque  status^  dignitatis  vel  condicionis  existat,  in 
premissis  vel  aliquo  premissorum  iniuriam  eis  intulisse  in  preterito  vel  in- 
ferre  inantea  seu  grauamen,  si  id  notorium  Fuerit,  inmediate  debitam  et  con- 
dignam  eis  fieri  procuretis  emendam.  Si  vero  res  fuerit  dubia,  extunc  veritate 
comperta  presumptores  ipsos  ad  satisfactionem  huiusmodi  arcius  racione  preuia 
compellatis,  facientes*  auctoritate  predicta,  quod  decreuimus',  districtius  ob- 
seruari  et  execucioni  eOicaciter  demandari,  presentibus  ad  nostre  et  successorum 
nostrorum  voluntatis  beneplacitum  tantummodo  duraturis,  presenciutn  sub  nostri 
regalis  sigilli  appensione  testimonio  litterarum.  Datum  Constancie,  anno  Domini 
millesimo  quadringentesimo  decimo  octauo,  quinta  decima  die  F'ebruarii,  regno- 
rum  nostrorum  anno  Hungarie  tricesimo  pritno,  Romanorum  vero  octauo. 

Sack  eiriem  von  dem  Rathe  von  Luheck  selbst  mit  anhangendem  Secret  der  Stadt  ausgestellten   Transsumpt  vom 
1.  JtiU  1465,     Verglichen   mit  der  Eintragung   in   K.  Sigismunds   Reichsregistraturbuck   Bd.    F  Jol,  940    im 


1)  Razemburgensis  2.         2)  et  2.         3)  recepimus  2.         4)  faciendo  2.         5)  decreueritis  2. 


1418.     Feb.  15.  13 

• 

K,u.K,Hau9't  Ho/-  und  Staatsarchiv  in  Wien  C2j,  deren  Abweichungen  hemerkt  sind,  Der  Eingang  lautet: 
Wy  borgermestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke,  Bekennen  vnde  betughen  opembar  in  vnde  mit  dessem 
breue  ror  aUeswemef  dat  wy  to  behuff  vnde  truwer  hand  der  geistliken  vnde  innighen  personen  beiderleye 
kunne  des  klosters  Marientoolde  vor  Molne  belegen  vppe  vnser  treaerie  in  ener  besUzgenen  laden ,  darto  ze 
den  slotel  hebben,  in  guder  vorwaringhe  hebben  ent/angen  enen  openen  breff  vppe  pergamynt  gescreuen,  den 
erscreuenen  personen  dorch  den  allerdorchluchtigesten  hochgebornen  furaten  vnde  hern ,  hem  Sigiamundum, 
wandaghes  Romischen  koninghe  etc.  seliger  dechtnisae,  gnedichliken  gegeuen  vnde  mit  ziner  konigliken  Maieatad 
ingeaegele  voraegetd,  ao  dat  iracheen,  den  toy  vngedelget ,  vngecancelleret ,  ledegantz  vnde  alichtea  alier  vor- 
dechtnisae  anich  hebben  be/unden,  ludende  van  tvorden  to  warden  in  dem  latine  aldua  —  —  —  DerSchluaa: 
Vnde  wante  wy  borgermeatere  vnde  radmanne  vorbenomed  aulken  breff  in  alter  mathe,  ao  voracreuen  ateit, 
becunden  hebben,  dea  hebben  wy  vnaer  atad  aecret  witliken  hengen  lathen  an  deaaen  breff.  Gheuen  vnde 
acreuen  na  der  bord  Criati  vnaea  Heren  dusend  veerhundert  im  viffvndeaoatigeaten  jure,  am  auende  Viaitacionia 
Marie  glorioae  Virginia, 

XII. 

Winrichy  Bischof  von  Oesel,  hittet  den  Deuischordensmezster,  sein  in  Danzig  lagern- 
des  Getreide  nach  Lubeck  ausfiihren  zu  dUrfen.     1418.     Feb,  24. 

Uiise  oelrnodige  inriige  gebet  in  Gode  vnde  wes  wy  gndes  vormogen^ 
rnit  aller  behegelicheit  touoren  gescreuen.  Erwerdige  lieue  her  homeistei.,  sun- 
derlix  grote  gunner  vnde  vrund.  Wy  bidden  unde  begeren  juwer  ersanien  her- 
licheit  to  weten,  dat  wy  Brande^  vnsern  dener,  dissen  jegenwerdigen  brefwiser, 
ut  hadden  gesant  van  vnserwegen,  to  segelen  to  Lubeke  mit  vnseni  korne  vmine 
willen  der  suluen  to  Lubeke,  wes  erne  vnser  korn  dar  guide,  dat  geld  van  vnser 
wegen  dar  ut  to  geuene.  Also  vorstaeck  vnde  vorzarte  en  de  wint,  dat  he 
sunder  sinen  willen  quam  in  juwe  herlicheit  to  Dansske,  des  wy  schadene,  vm 
dat  he  des  nicht  wedder  utuoren  mochte,  genomen  hebbet.  Sunder  wy  hebben 
doch  wol  vornonien  van  oppenbaringe  des  suluen  Brandes,  dat  gi  erne  vni  vnser 
kuntschopp  willen  gunnende  weren,  dat  he  des  vornomeden  korns  ein  deils  ut 
voerde,  des  wy  ju  tomale  vlitliken  sere  danken.  Vortmer,  hue  her  homeister, 
so  bidde  wy  juwe  louesarnen  erwirdicheit  mit  sundergen  begerlichen  beeden, 
dat  gi  denie  ergenomeden  Brande  dat  korn  van  vnser  wegen,  wes  dar  noch 
gebleuen  is,  utvolgen  laten,  vnde  vort  mit  ganzem  vlite  ok  biddende  vnde  be- 
gerende,  dat  gi  eme  van  vnser  beede,  vordenstes  vnde  leue  willen  des  gunnen 
willen,  dat  he  en  twintich  leste  gersten  dar  vort  kopen  vnde  vtschippen  moge, 
went  wy  tor  noet  dat  geld  to  Lubek  vtgeuen  moten  vnde  ok  anders  nu  tor  tid 
der  betalinge  nicht  vulendigen  noch  vullenbringen  kunnen.  Beedet  to  vns,  wes 
wy  doen  kunnen  vnde  mogen,  went  dar  wille  wy  in  alien  tiden  mit  vnserm 
vlite  bereede  to  wesen  juwer  herlicheit   vakenomed,    de    God   almechtich  vriste 


14  1418.     Feb.  24. 

vnde  sterke    gesund    to   langeri    saligen    tiden.     Gescreuen    vp    vnserin   slote   tor 
Arnsberg,  up  sunte  iMathias  dach,  vnder  vnsenn  secrete,  XVIII. 

Winricus,  Dei  et  apostoljce  sedis  gracia 
ecclesie  Osiliensis  episcopus. 

-iVac/t  einem  dem  Original  auf  Papier  im  Ordntsarchiv  zu  Konifjaberg  entnommenen  Abdruck  im  Lie,-  Esth.-  und 

CurL-UrL'Buch  lid.  5  No,  2204. 

Urfehde  des  Claus  Koutng  von  Travemilnde  unter  Biirgschaft  der  Lubecker  Burger 
Johann  von  der  Heyde  und  Eccard  Brole.     1418.     Fehr.  28. 

Ik  Clawes  Koningh  van  Travemunde.  Bekenne  openbare  an  dessein 
breue  vor  allesweine,  dat  ik  den  erbaien  heren.>  borghemesteren  vnde  ratmande 
(sic)  der  slad  Lubeke,  eren  borgheren,  denren  vnde  den  eren  vnde  eren  na- 
komelinglien  ene  rechte  orveyde  ghedan  hebbe  vnde  do  niyd  krafte  desses 
breues  van  der  sake  weghen^  dar  ik  in  eren  sloten  vinine  sat,  vnnne  ouervorens 
willen  van  Traueniunde  in  dat  lant  tho  Mekelenborch  vnde  wedder  van  dem 
lande  tho  Mekelenborch  in  dat  lant  tho  Holsten  quadp,  vnreklike,  schedelike  lude 
der  lande  beyde,  dar  ik  niede  beteghen  was.  Vnde  des  vorlate  ik  vorniiddelst 
niynie  ede  vor  my  vnde  vor  myne  eruen  (u,  s.  w.  wie gev)6hnh'ch).  Vnde  ik  Johan 
van  der  Heyde  vnde  Eggherd  Brote,  borghers  tho  Lubeke.  loueii  (u.s.w.wie  ge- 
wohnlich).  Screuen  na  tJodes  bord  dusend  veerhundert  jar  in  deme  achteynden 
jare,  des  ersten  mandaghes  na  sunte  Mathias  daghe  des  hilghen  apostel. 

Savh  dem  Originai.  Mit  drei  Siegeln.  Zwci  sind  Hausmarkett,  Johann  run  der  Heifdt:  Siegel  rund,  «V  Ctm. 
Eine  Fran  in  faltenreichcm  Gewand  halt  einen  Helm  tiber  einen  gelehnten  Schildy  auf  welchem  ein  narh 
recfits    springender  Schafbock   liegt.      Hclmzier    nirht    deutlich,     Umschrift ,    so    weit    nrhaltcn  •'      ...    VdU 

.  er  .^w^/:  fjtibt. 

Reyner  von  Calven  verkauft  eine  Rente  aus  seinem  Gute  Gross- Schenkenherg.  HI 8. 
Marz  20. 

Dominus  Reynerus  de  Caluen,  consul  Lubicensis,  recognouit  coram  libro, 
se  vendidisse  magistro  Johanni  Lowentkoper,  canonico  Lubicensi,  XIII  mrc.  lub. 
annuos  perpetuos  redditus.  solvendos  in  quolibet  festo  beati  Martini  confessoris 
intra  muros  Lubicenses  pro  ducentis  marcis  lubicensibus  jam  solutis  et  nuuie- 
ratis  in  et  de  tota  villa  curn  suis  pertinenciis  Groten  Schenkenbercli^  sita  in 
diocesi  Razeburgensi ,  secundum  modum  in  littera  super  huiusrnodi    vendicione 


1418.     Marz  20.  15 

conscripta  et  sigillo   ipsius   donnni    Reyrieri  sigillata    conteritum.     Salua    sibi    et 
heredibus  suis  gracia  reempcionis  pro  precio  prescripto. 

Spdier  durchstrichen  mit  der  Bemerkung:  Deleui  ex  mandato  prefati  dornini 
Johannis  Lowentkoper. 

Nach  eint^r  Inscription  des  Niedersfndtbvchif  vom  J,  1418,  Palmarum. 


Die  Bruder  des  Dommtkanerklosters  zur  Burg  in  Lubeck  urkunden  iiber  die  Stijtungen 
des  Peter  Huek  zu  Gunsten  ihres  Klosters  und  iiber  die  ihm  zugesagten 
Leistungen.     1418.     Mdrz  25. 

VVy  brodere  Roberlus,  prouincial  van  Sassen,  inester  in  der  hilghen 
scrift,  Marquardus^  prior,  Johannes,  lezemester,  Johannes  snpprior,  vnde  wy 
andern  alle  des  closters  to  der  Borch  to  Lubeke  predeker  broder  ordens. 
Bekennen  vnde  don  openbare  an  dessem  breue,  dat  de  erbar  ynnighe  man 
Peter  Huk,  borgher  to  f^ubeke,  grote  milde  almissen  vmnie  God  vnde  vmme 
syner  zele  salicheyt  yn  vorghanden  tyden  heft  ghegheuen  vnserne  clostere  vnde 
sunderghes  to  deuie  buwete  vnses  nygen  kores,  vnde  wil  ok  vnde  denket  noch 
yn  tokomenen  tyden  vnseine  kloster  iner  almissen  to  gheuende  vnde  mer  ghudes 
to  donde,  alzo  dat  he  wil  maken  vnde  bekosteghen  laten  achter  vnseme  hoghen 
altare  ene  nyge  taffelen,  darynne  stan  moghe  besloten  vnde  wol  bewaret  dat 
werde  hilghe  sacrament  des  hilghen  lichames  vnses  Heren  Jhesu  Cristi  in  ener 
nionstrancien  edder  in  enen  marienbilde,  vnde  wil  bekosteghen  ok  twe  lampen 
to  holdende,  de  darsulues  dach  vnde  nacht  to  ewighen  tyden  bernen  vor  deme 
hilghen  sacramente.  Vnde  wy  scholen  de  doren  edder  de  taffelen  vor  deme 
suiuen  hilghen  sacramente  to  aller  tyd  vpsluten  vnde  openen,  wanne  iumment 
van  den  armen  luden  vor  deme  richte  to  deme  dode  ys  vorordelt  vnde  syne 
bicht  spreket  in  deme  huseken ,  dat  darto  ghemaket  ys  vor  vnseme  nygen 
tore,'  vppe  dat  alzodanne  arme  lude  myd  ynnicheyt  dar  denne  yo  moghen 
seen  vnde  anbeden  dat  werde  hilghe  sacrament  vnde  Gode  beuelen  ere  zele, 
eer  ze  ghan  to  deme  dode.  Vnde  vppe  dat  wy  so  groter  milder  almissen  vnde 
iiiennigberhande  woldat,  de  de  vorscreuene  ynnighe  man  Peter  Huk  vnseme 
clostere  heft  alrede  ghedan  vnde  denket  noch  to  donde,  nicht  vndanknamich 
^n  syn  vnde  wezen,  so  hebbe  wy  alle  myd  ghuden  vrygen  willen  vnde  myd 
wolbedachten    mode    deme    suiuen   erbaren    ynnighen    manne    Peter  Huke    vnde 

I)  cf.  Bd.  IV  R.  375. 


16  1418.     Marz  25. 

synen   r€»chten  eruen  dat  grote    altar  in   vnserne  nygen    kore   sunderghes  tog 
leghi»t    vnde  ouergheuen    to    ener    ewighen   vicarie,    alzo    dat   he    inach    dat 
synen  willen  vnde   na  syner  ynnicheyt.    aize    id    em    allerbest  behaghet.    vor 
latpn   syren,  vnde  vortnier  vorpliclite  vnde  vorbinde  wy    ok  vns  vnde    alio  v 
nakoinelinghe  darto..   dat  wy    daghetkes   willen    lezen    edder   singhen    laten    • 
niissen    to   denie   siiluen   altar   Gode    vnde    syner    werden    nioder   IVlarien    to 
vnde  to  loue  vnde  des  vorghenoineden  Peters  Hukes  vnde  al  syner  vrunde  ze 
to  trosto.   Vortmer  niach  de  sulue  erbare  ynnighe   man  Peter  Huk  legghen   la 
vor  syk  vnde  vor  syne  rechten   eruen  vorden.vut  des  zuluen   altares  enen  liks 
na  synen  willen,   welke    tyd  dat  em   des  haghet,    vnde  de  stede  vor  derne  v 
de   hebbe  wy  em   ouerghegheuen  vnde  sunderghen   besclieden  vor  syk  vnde 
syne  eruen  to  ener  bigraft,  wan   he  edder  welk  van  synen  eruen   begheret  vi 
kezot    syne    graft    by    vns    to    hebbende    na    syme    dode.     Vortmer  wil  wy  vi 
scholen  ok  na  syme  dode  syne  iartyd  alle  iar  to  ewighen  tyden  niyd  vns  begl 
des  auendes    myd   vigilien   vnde  des  morghens    myd    selemissen,  vnde    laten 
syner  zelen   detiken  van  vnseme  predekstole    alle  sondaghe    vnde   alle  vryda^ 
to  ewighen   tyden,   so   vakene  alsmen   lest  vnse  dodenbuk  vnde    biddet  vor  a 
de   ewighe  dechtnisse   myd  vns   hebben.    Vortmer,   weret   ok    dat   in   tokomer 
tyden  de  sulue  ynnighe  man  Peter  Huk  begherede  vnde  wolde  dessen   breff  la 
vornygen  vnde    myd    articlen    vorwandelen    vnde    beteren    to    vromen     vnde 
nutticheyt    vnses    closters,   des   schole   wy    vnde   willen    syner   ynnicheyt  ghei 
ghunnen    vnde    wezen    em   darynne  volgaftich ,    welke    tyd    dat    he    dat  van 
eschet.     To  ener  sekerer    bewisynghe  vnde    tuchnisse    alle   desse    vorscreuei 
stukke  stede,  vaste  vnde  sunder  feyl  to   holdende   hebbe  wy    vnses    prouincij 
vnde    vnses    closters    yngheseghele    ghehenghet   vor    dessen    breef.     Gheghei 
vnde  ghescreuen  to  Lubeke,  na  Godes  bort  dusend  yar  vnde  verhundert  in  de 
achteynden  jare  darna,  in  vnser  leuen   Vrowen  daghe  der  Annunciacien. 

Niich  dcm  auf  der  Stadtbihliothek  b^Jindlichen  Copiaritis  des  Bunjklosters  foL  0  <"• 

XVI. 

Der  Rath  von  Luheck  ersucht  den  Rath  von  WismaVy  in  Verbindung  nut  Rest 
und  Utralsund  die  Ostsee  gegen  die  Vitalienbruder  zu  schiitzen,  viit  h 
weis  darattfy  dass  er  selbst  nebst  Hamburg  die  gleiche  Aufgabe  hinsichti 
der  Nordsee  erfiille.     1418.     Marz  27. 

V  nsen  vrundliken  grod  vnde  wes  wy  gudes  vormdgen  tovorn.     Ersaii 
leuen   frundes.  Alse  gy  schriuen,  wo  de  vitalienbrodere  vte  sin  gemaket  to  (k 


1418.     Marz  27.  17 

Kyle,  jw  vnde  vns  twey  schip  genomen  hebben  etc.  vnde  vorder  sin  gewest  vor 

juwer  hauene,  jd  vnde  vns  to  beschedigende,  vnde  begeren,  dat  wy   ernstliken 

den  vam  Kyle  darvmme  vorscryuen  willen  etc.^  hebbe  wy  wol  vorstan  vnde  be- 

geren  jfi  weten,    alse   jd  wol  vordenken  mach,   wo   wy   vns   schededen  van  der 

negesten  dachuard  to  Lubeke.  dat  gy,  de  van  Rostdgk  vnde  de  vam  Sdnd  vreden 

schoiden  desse   zee  vnde   de  jdwe   van    stunden  an   vtmaken,  des  gi   doch  noch 

nicht  gedan  hebben,  des  vns  vaste  vrSinde  nomet,  vnde  wy  vns  darvp  voriaten 

hebben  vnde    hebben    de  vnsen    mit   groten    kosten    vnde   arbeid   geverdiged  to 

J-lamborch,   darsulues   de   zee    to  vreden  etc.,   vnde  were   beter  gewest,    dat  gi 

viide  desse  anderen  vorscreuen  stede  desset  also  nicht  geannamed  hedden,  wen 

ol  to   besorgen   is,   dat   mer   schade   n6ch   darvan    komen    m6chte.     Hirvuime, 

uden  vrundes,  hebbe  wij  jd  vnde  den  andern  steden  eer  gescreuen  vnde  beden 

v^iide    bidden   noch,   dat  gi   de   jfiwe   van  stund  vtinaken,    de  vitalienbrodere   to 

scken  vnde  de  zee  to  freden^  vnde  jo  eer  yo  leuer.     Des    dfincket  vns   wol  en 

notdrdfft  sin,  wen  wor  gi  des  nicht   endon   vnuertogelik,   dar   wert   den  langen- 

i9v6ch  groter  schade  van  komen,  alse  vorscreuen   is.     Sunderken   wille   wy   den 

vam  Kyle  hirvmme  schriuen,  doch   besorge  wy,  dat  id  wenich  helpe.  Ok  schriue 

^rij  den  van  Rostogk   vnde  vam  Sunde  vmme  dessen   suluen   saken.     Bidde   wy, 

dat  gi  en  ere  breue  vnuortogelik  willen  senden.  Syd  Gode  beuolen  salich  vnde 

gesund.     Screuen  an  dem  hilgen  dage   to  Paschen,  vnder  vnsem  secret,  mille- 

simo  CCCCXVIli. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:  Honorabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus  et 
consulibus  Wismariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original  %m  Rathaarchiv  zu    Wismar, 

WtVielm  Hose  bekennt^  von  den  Frankfurter  Burgern  Cord  Yridag  und  Hinze  von 
Merle  im  Auftrage  des  Ruths  von  Liibeck  die  ihm  von  dem  Konig  Stgis- 
mund  angewiesenen  4000  rhetmschen  Gulden  empfangen  zu  haben.  1418. 
Marz  29. 

ik  Wiihelm  Hase.  Bekenne  vnde  betughe  openbare  in  dessem  breffe 
'^^or  allesweme,  dat  ik  von  Corde  Vridaghe  vnde  Hinczen  von  Merle,  borgern 
^o  fVanckenford,  van  wegen  der  ersamen  borgermeistere,  radmanne  vnd  meyn- 
b^ide  der  stad  Lubeke  to  myner  noghe,   willen   vnd   genssliken  to  dancke  wol 

3 


i8  1418.     Marz  29. 

opgebored  vnd  entfangen  hebbe  de  veer  dusent  rynschen  gulden  gud  van  goidc 
ynde  zwar  genoch  van  gevirichte,  de  my  de  allerdorchliichtigeste  vorste  vnc 
here,  herr  Syghemund,  Romisscher  koningk  etc.^  myn  allergnedigeste  leue  here 
an  den  ersamen  rad  vnd  menheyde  der  stat  Lubeke  vorwiset  vnd  my  ok  Hinril 
Rapesuluer,  borgermester,  master  Johan  Vos,  auerster  schriuer  der  stad  Lubeke 
ergenant,  von  der  vorgenanten  borgermeister,  ratman  vnd  menheide  wegen  vor 
segeld  hadden,  vnde  dancke  den  suiuen  borgermester,  ratmannen  vnd  menheyde 
van  mynes  ergenanten  gnedigesten  heren,  des  Romysschen  koninges,  vnde  oh 
myner  egenen  weghen  vruntliken  vmme  ghude  betalynge,  vnde  voriate  sc 
vnde  ere  nakomelinge,  Heinrik  Rapesuiuer^  mester  Johanne  Vosse  ergenande 
vnd  ere  eruen  vnd  ok  de  ergenanten  Corde  vnd  Heinczen  van  mynes  vaken- 
benomenden  gnedigen  herren,  des  Romysschen  koninges^  wegen  vnde  vor  mj 
vnde  vor  myne  eruen  van  de  vorgeschreffen  veer  dusent  rinschen  gulden  vi^eger 
vnd  siichtes  van  aller  ansprake  vnd  maninge  genczliken  quyd^  ledich  vnde  los. 
also  dat  noch  myn  gnedigester  herre,  de  Romissche  konningk  ergenant,  noch  ik 
noch  efFte  myn  eruen  effte  ymand  van  vnser  wegen,  geistlick  effte  wertiik,  dai 
enigherleye  wys  in  tokomenden  tiden  mer  vp  saken  entscholen  noch  en  mogen 
To  merer  tuchnysse  der  warheid  alle  desser  vorschrefen  stucke  hebbe  ik  Wil- 
helm  Hase  ergenante  myn  ingesegel  mit  gudem  wilien  vor  mynen  vakenomeden 
gnedigesten  herren,  den  Romisschen  konning,  vor  my  vnde  myn  eruen  hengen 
heten  vor  dessen  breff,  de  schreuen  vnd  gheuen  is  to  Francfurt,  na  Godes  bord 
dusend  veerhundert  vnd  in  dem  achteindem  jaren,  des  negesten  dinxetages  na 
Paschen. 

Noch  dem  Original.  Mit  anhctngendem  Siegd,  Eh  i»t  rund,  3  Ctm,  In  einem  au9  Kreisabschrtitten  geUldeten 
und  von  einem  Kreise  umgebenen  Dreipaaa  steht  ein  viergetheUter  SchUd.  Im  ersten  und  vierten  Felde  ein 
steigender  Hase,  im  ztociten  und  dritten  ein  Eberkopf  mit  geoffnetem  Rachen,  Umschri/t:  Ip  S'  Wifljfflll 
Ip  \as  ^  6f   ip  WOfSfft  J<? 

Kimig  Sigtsmund  hefiehlt  dem  Rathe  von  Lubecky  am  Tage  nach  Jacobi  vor  ihm  zu 
erscheinenj  um  sich  wegen  seiner  Weigerungy  Molln  dem  Herzoge  Erich  von 
Sachsen-Lauenburg  zuruckzugebeny  zu  verantworten.     1418.    Apr.  1. 

Wir  Sigmund,  von  Gotes  gnaden  Romischer  kung,  zu  alien  czijten  merei 
des  richs,  vnd  zu  Vngern,  Dalmacien,  Croacien  etc.  kung.  Embieten  den  er 
samen  burgermeistern,  ratmannen  vnd  burgern  gemeiniich  der  stat  Lubectfl 
vosern  vnd  des  richs  lieben  getrAen,  vnser  gnad  vnd  alles  gut  vnd  tun  dch  kur^ 


20  1418.     Apr.  2. 

Dartzowe^  laycus  Lubicensis,  ad  ecclesiam  sanctaruin  monialium  beati  Jo^ 
hannis  Ewangeliste  Lubicensem  gerens  deuocionem  specialem  desideransque  in 
ea  in  augmentnm  diuini  cultus  et  in  remissionem  suorum  et  progenitorunn  ipsius 
peccaminum  dotare  vnam  nouam  perpetuarn  vicariam  ad  altare  situm  in  parte 
australi  primum  in  ascendendo  sub  organis  per  eundem  Johannem  constructum, 
Deo  et  nobis  ac  ecclesie  nostre  Lubicensi  quadraginta  octo  marcharum  lubi- 
censium  denarioruni  annuos  et  perpetuos  redditus,  quos  obtinet  in  consulatu 
Wisniariensi  annis  singulis  et  terminis  ad  hoc  deputatis  et  concordatis  soluen- 
dos,  prout  in  iibro  ciuitatis  eiusdem  ac  litteris  desuper  confectis  sigilloque  con- 
sulatus  eiusdem  plenius  dicitur  contineri,  pro  dote  dicte  vicarie  instaurande 
pure  propter  Deum  ac  liberaliter  obtulit^  donauit  et  assignauit,  nobisque  suppli- 
cans  humiliter  et  denote,  quatinus  de  et  ex  predictis  quadraginta  octo  mar- 
caruin  redditibus  di^^to  Johanni  fundatori  vsuFructum  vigintiquatuor  marcharum 
prefatorum  reddituum  duntaxat  quoad  vitam  suam  pro  honestate  status  sui 
conseruandi  reseruare  ac  huiusmodi  redditus  sub  ecclesiastica  libertate  et  pro- 
tectione  recipere  ac  de  et  super  ipsis  tamquam  super  dote  assignata  vnam 
perpetuam  vicariam  in  dicta  beati  Johannis  Ewangeh'ste  ecclesia  ad  altare  pre- 
dictum  in  et  ad  laudem  ac  honorem  omnipotentis  Dei^  beatorum  Bartholomei 
apostoli,  Siiuestri  pape,  Anthonii  conPessoris  et  decem  mih'urn  martirum  atque 
diuini  cultus  augmentum  fundare,  creare  et  instaurare  et  quatuor  marcharum 
lubicensium  denariorum  perpetuos  redditus,  quos  de  redditibus  predictis  preli- 
batus  Johannes  Dartzowe  venerabili  capitulo  nostro  pro  suorum  progenitorum  ani- 
marum  salute  in  die  animarum,  quamdiu  vixerit,  ipso  vero  ab  hac  vita  dece- 
dente  pro  ipsius  et  suorum  progenitorum  animarum  salute  et  ut  ipsi  participes  sint 
omnium  bonorum  operum,  que  fiunt  in  ecclesia  nostra  Lubicensi,  denote  de- 
dit,  obtulit  et  assignauit  per  ipsius  vicarie  possessorem,  qui  pro  tempore  fuerit, 
extunc  et  inantea  de  dictis  suis  viginti  quatuor  marcharum  redditibus  annis 
singulis  in  predicta  die  commemoracionum  animarum  ante  omnia  integre  sol- 
nendos  eidem  venerabili  capitulo  nostro,  ac  duarum  marcarum  redditus  monia- 
libus  dicti  monasterii  et  totidem  vicariis  et  presbiteris  eiusdem  monasterii  siue 
ecclesie  vigiliis  et  misse  pro  defunctis  in  anniuersario,  ut  prePertur,  ipso  Johanne 
fundatore  et  non  alias  defuncto  in  dicta  beati  Johannis  ecclesia  interessentibus 
pro  memoria  sua  peragenda  reseruare  dignaremur.  Nos  igitur  Johannes,  episcopus 
preFatus,  predicti  Johannis  off'erentis  desideria,  voluntatem,  donacionem,  obla- 
cionem,  reseruacionem  et  supplicacionem  in  Domino  commendantes  ac  ea  grata 
et  rata  habentes  supradictos    quadraginta  octo  marcarum   lubicensium    denario- 


an  1418.     Apr.  2. 

I>ei    ^iihui^  aiiiios  in  dicto  nionasterio  continue   seruiuit  et  qui  actu  sit  sacerdos, 
t*i  »*<!   \icp.    cuni    collacio   huiusmodi    ad    dictum    nostrum   venerabile   capitulDi 
>|;ei:laut*nt,  .nidi  qui   per  duos  annos  continue  in  ecclesia  nostra   Lubicensi  8e^ 
uiuil.      Vohiinu8  e<:iaiii^  quod  idem  vicarius   in  choro  et  ecclesia    beati  Jobanoii 
pirJnla  diuuiJd  ufficii.s^  ut  ceteri  vicarii^  interesse  teneatur^  quodque  eciam  li- 
i:Miiu^.    qui    pro  t«Mnpore   ad    huiusmodi    vicariam    institutus  Fuerit,   dominis  (l^ 
4:iino    vi    c-apitulu    ecclesie    nostre    predicte    in    omnibus    et   per  omnia  debitai 
ubrdM*ni:i«ini  et  cuniiuelam   facere  ac  solitum  de  obseruandis  statutis  et  cuomk* 
huiiiiiiMiA  oiuniiem   noHire  ecclesie   Lubicensis  prestare  iuramentum  teneator,  ic 
pMilii  «'pA  rMM?  dfbeat  memoriarum  et  consolacionum  inter  eiusdem  ecclesie  bead 
JoliiihhiA  vMHiion  dialribuendarum.    Collacionem  uero  dicte  vicarie  iuxta  preM 
JiiliMMiiM  lundMtonta  ailVctum  venerabilibus  et  circumspectis    viris,    doniinis  (l^ 
mint  ri   I'Npilulii  «'rrli'Mie  liubicensis,  ac  jus  patronatus  religiosis,  dominabusak* 
b(4ll<««i\    piMiMa««*  «M    (Minuentui    monasterii    predicti   alternis  vicibus  concedinua 
«t|   ilululMriiHm,  il^   l^imen   quud  dictus  Johannes  Dartzowe  in  vita  sua  ad  dictaa 
\h»mi(iiM,   quui'MwiA    vkuu    vacare    contigerit^    personam    ydoneam^    et    post  eia 
imMliMM    dhh'    n*liKioAi«^    domint*    abbatissa^    priorissa    et    conuentus   monasterii 
iiiiMtH'M,    piUiMi   VM'4<  pri'^enlare    et   deinde    dicti   domini    decanus    et    capitolofl 
|i|i|p«'lMN  llilMi(«  iiMMponbnii  poterint^  ut  premissum  est,  eandem  vicariam  cob* 
llMir       lit    «|i4<*>i'i**    OMMIMJIM   et    singulorum    premissorum    testimonium   sigilliui 
|i\i4lnMM  vmMMMi   alU'll^'  ciipiluli   nostri   predicti   presentibus   est   appensum.   B 
iui«    MbvilMM,  viiM*dMi(MnUH,  tolumque  capitulum    ecclesie    Lubicensis,    quia  pr^ 
mlMla    uHiiillMia    el    alnnulia    connensimus    et  de    nostra    expressa   voluntate  et 
v^UNVUau,  Ml   piMMiHMItns  /'wr.la  nunt  et  ordinata,  ideoque  sigillum  capituli  nostri 
UMU  aJ|l*il»«  MMM'KUidi  in  I'hristo  patris  et  domini  nostri,   domini  Jobanaia^ 
ttWUVMlU  1<mI«Mi*«»»*»  aiipl'Mdii:li,  presentibus  litteris  in  testimonium  est  appensaflk 
\U\\\\\\  \^\  •M'hun  IimImiIiis  «nno  a  natiuitate  Domini  millesimo  quadringentesion 
^V(«^«V«  MiMMM,  »mI»I»«I«'  "»••<•  ^Uuuinicaiu  Quasimodogeniti. 


•    ,  4,.iwn.A<*  Mi/i*/i    umBvhi/ti  »•  loitnanis :  Dai :  GRHain  apisaopi  aaoLasM 

**l*|.l-|^||||j||  ///M  Hiryfl  de»  Capiteia  ist  von  der  Schnur  abgeschnitten. 


22 


1418.     Apr.  2. 


per  duos  annos  in  dicio  monasterio  continue   seruiuit  et  qui  actu   sit  sacerdoi, 
et  ea  vice^    cum    collacio   huiusmodi    ad    dictum    nostrum   venerabile   capitoloi 
spectauerit^  •nisi  qui   per  duos  annos  continue  in  ecclesia  nostra   Lubicensi  8e^ 
uiuit.     Volumus  eciam^  quod  idem  vicarius   in  choro  et  ecclesia    beati  Johaniui 
predicta  diuinis  ufficiis^  ut  ceteri  vicarii^  interesse  teneatur^  quodque  eciam  ri* 
carius.    qui    pro  tempore   ad    huiusmodi    vicariam    institutus  Fuerit,    doininis  d^ 
cano    et    capitulo    ecciesie    nostre    predicte    in    omnibus    et   per  omnia   debitw 
obedienciam  et  cunsuetam   Facere  ac  solitum  de  obseruandis  statutis  et  cooMie 
tudinibus  eiusdem  nustre  ecciesie  Lubicensis  prestare  iuramentum  teneator,  ic 
particeps  esse  debeat  memoriarum  et  consolacionum  inter  eiusdem  ecciesie  belli 
Jobannis  vicarios  distribuendarum.    CoUacionem  uero  dicte  vicarie  iuxta  prelirti 
Johannis  Tundatoris  affectum  venerabilibus  et  circumspectis    viris,    doniinis  k^ 
cano  et  capitulo  ecciesie  Lubicensis,  ac  jus  patronatus  religiosis,  dominabusib* 
batisse,   priorisse  et   conuentui   monasterii    predicti   alternis  vicibus  concedinM 
et  indulgemus,  ita  tamen  quod  dictus  Johannes  Dartzowe  in  vita  sua  ad  dictii 
vicariam,   quociens    earn    vacare    contigerit,    personam    ydoneam,    et    post  Mi 
mortem   dicte    religiose,    domine   abbatissa,    priorissa    et    conuentus   munastrri 
predicti,    prima  vice  presentare    et   deinde    dicti   domini    decanus    et    capitoloi 
perpetuis  Futuris  temporibus  poterint,  ut  premissum  est,  eandem  vicariam  coi* 
Ferre.     In    quorum   omnium   et    singulorum    premissorum    testimonium   sigillx 
nostrum  vnacum    sigillo  capituli  nostri   predicti    presentibus   est   appensum.    ft 
nos  Albertus.  vicedecanus,  totumque  capitulum    ecciesie    Lubicensis,    quia  pffr 
missis    omnibus    et    singulis    consensimus    et   de     nostra    expressa    voluntatf  ft 
consensu,  ut  premittitur.  Facta  sunt  et  ordinata,  ideoque  sigillum  capituli  nofllli 
vna  cum  sigillo  reuerendi  in  Christo  patris  et  domini  nostri,   domini  Jobani^ 
episcopi  Lubicensis  supradicti,  presentibus  litteris  in  testimonium  est  appensM 
Datum  et  actum  Lubeke,  anno  a  natiuitate  Domini  millesimo  quadringenteaitft! 
decimo  octauo,  sabbato  ante  dominicam  Quasimodogeniti. 

Nach    dem    OriginaL     Mit   an   grunseidenen  Schnuren    hangendem  wohlerhaitenen  Siegel  de»  Bitckaft,   &■ 
elliptischf  ^/jo  Ctm.  hoch.    Unier  einem  Baldachin  steht  die  Madonna  mit  Nimbus^  eimem  ffekromiem 
kind  auf  dem  linken  Arm  und  ein  Lilienscepier  in  der  rechten  Hand  tragend,     Unter   derteibem 
betender  Bischo/  zwiachen  sicei  Wappen.     Vom:  ein  av/recht  ntehende»  Kreus  (Bittkym  LShed^ 
drei  Bcfirdgrei^hte  Baiken.     Umschrift:     S*   lOMaBlS  :  DBI  :  GRffaiH  aPISQOPI   Q^ 
LVBIQ0IISIS.  J^f^  Siegel  des  Capitela  ist  von  der  Schnur  abgeschtnitem. 


J'l 


24  1418.     Apr.  17. 

vnde  stede  vrede  twisghen  vnsen  gnedighen  heren  Diderik  vnde  Kersten^  greon 
vorbenoined,  vnde  den  ersarnen  borgerniestern  ^  rade  vnde  gansen  nieobeid  ti 
Hainburch  vnde  van  Lubeke  witlich  is^  also  v/y  vnderrichted  syn  van  vnsn 
gnedighen  heren  vorbenomed^  vnde  vnse  borgermester  Vrederik  Bock  vanworie 
to  woide  mede  ghehandeld  heft  vnde  ghcdeghedinghed,  vnde  hebben  desvinm 
merer  betuchnisse  willen  desser  vorscreuenen  stucke  vnser  stad  ingesegel  n\ji 
willen  hanghen  heten  to  dessen  breue.  Datum  anno  Domini  M  CCCC  XVII, 
dominica  Jubilate. 

Nach  einer  unbeglaubigten  Abschri/t  auf  Papier.     Aus  dcr  unter  No.  24 /olgenden  Urkunde  vom  12,  Jvni  trgiiAi  9A» 

dasa  der  Vertray  in  etioas  verdnderter   Weise  zum  Ab$chlu88  gekommen  ist 


Die  Rathmdnner  Ttdemann  Cemtin  und  Johann  Wulf  bertchteii  dem  Rathe  «• 
Hamburg  liber  thre  Verhandlunyen  mil  den  Graf  en  von  Oldenburg  wrf 
senden  den  Entwurf  etnes   Vertrags  (No.  20).     0.  J.     (1418.)     Apr.  IS. 

Willigen    denst    in    alien.    Ersanien    heren.     Juwer    wisheit  gheleue  tbo 
weten^  dat  wy  vp  den  sondach  Jubilate   to  worden  synd  gewesed   myd  joncher 
Kersten^  greue  tho  Oldenborch,  vmme  vn willen,   dede   was   twisschen   der  stad 
Hamborg    vnde    den    vorbenonieden     )uncheren    vnde    greuen    tho    Oldenborch, 
des    he    syk    hoge    beclaged,    dar    wy    myd  meer  worden   inghesproken  hebbei 
vmme    des    besten  willen    also,    dat  wy    gheramed    hebben   vp  juwc    behagbend 
also,    dat  alle  vnwille,    veyde,    schade,   yd    sy    ghescheen,    wo    dat    ghescbeeo 
zi,   schal   vruntliken    vnde    gutliken    hen    ghelecht   syn,    vnde    schal    en    evich 
sone    vnde   stede   vrede     syn    vnde    bliuen   twisschen    der    stad   Hamborch  vnde 
den  vorbenomeden  juncheren  vnde   greuen  van  Oldenborch,  (vnde  se)  willen  der  < 
stad  Hamborch  tho  denste  vnde  tho  willen  wesen,   wor  se  dat  myd  eren  vnde 
myd    redelicheit    don    mogen   vp    der  stad   koste,   vnde   wo  de  deghedinghe  tbo ; 
ghegan  synd,  dat  vinde  gi  an  dessem  inghesloten  sedelen.   Wy  hadden  gherne 
gheseen,   dat   de   ene   schade    den    anderen    vorbod   hadde,   doch    dat   konde  ^J 
nicht  hebben.     Aldus  so  hebbe  wy  gheramed   vp  juwe    behagend:   wil   juwe  er- 
samicheit    schenken    den    vorbenomeden    jungheren    vnde    greuen    Diderik  vnde 
Kersten  van   Oldenborch    veerhundert    rynsche    ghuldene  vp    sunte  Jacop  dach 
tho  vntrichten  by  juncher  Sybed  edder  wor  he  jv  scrift,  dat  juw  nicht  aflegeo 
zi,   so    schullen    desse    deghedinge,    alse  de  tzedel  ynnehold,    vast    vnde   stede 
bliuen  tho  ewighen  daghen,   vnde   tho  besegelende,    also  de  ynnesloten  tzedeli 
ynnehold.  Oft  wy  vns  ok  jerghend  ane  vorsumed  hadden,  dat  nutte  vnde  vroai 


26  1418.     Apr.  22.  oder  23. 

zin,  de  dachuard  bynnen  Bremen  tho  besendende^  alse  des  ersten  gheramel 
was,  myd  den  wy  ock  vnse  radescumpane  darsiilues  senden  willen.  wente  de 
ei'werdige  in  Gode  vader  vnde  her  ertzebiscop  van  Bremen  ze  an  gbeleyde 
besorghen  wil,  alse  he  vns  ghescreuen  heft.  Ok  so  hebbed  vns  de  rad  m 
Bremen  ene  vthscrift  ghesand  enes  breues^  den  de  juncheren  van  Oidenborcb  n 
se  ghescreuen  hadden,  ynneholdende^  dat  de  vnse  velich  wesen  schollen  aSnk 
tho  vor  se  siiluen  vnde  al  de  ghenne.  dede  vmme  eren  willen  don  vnde  litH 
wilien,  also  dat  de  van  Lubeke  vnde  wy  de  dachuard,  alse  des  erst  vorramei 
ward,  nicht  vorlegghen  willen  vmme  des  besten  willen,  dat  wy  dar  ane  wegbei, 
vnde  bidden  vruntliken,  dat  gi  dit  also  den  ergenomeden  juncheren  vorkundigbeo, 
dat  se  ock  der  dachuard  bynnen  Bremen  warden^  alse  des  erst  gheramed  ii. 
Vnde  wes  den  van  Lubeke  vnde  vnsen  vrunden,  wan  se,  icht  Godwyl,  to  Bre 
men  zin,  in  desser  zake  wedderuard,  dat  willen  se  juw  denne  wol  benalen. 
Darvmme  so  begheren  de  van  Lubeke  vnde  wy,  dat  gi  vort  des  besten  rainea^ 
alse  gi  gherne  don,  vnde  van  dar  nicht  en  varen.  Dat  wille  wy  gerne  vo^ 
schulden. 

Nach  einer  im  Archiv  b^findlichen  Abtchri/t  axtf  Papier. 


Die  Rathmdnner  Cord  Brekewold  und  Detmar  von  Tunen  bertchten  dem  Rathe  vm 
Lubeckj  dass  sie  nach  den  in  Hamburg  empfangenen  Mittheilungen  dit 
Tagefahrt  in  Bremen  fUr  nUtzlich  halten.     0.  J.     (1418.)     Apr.  23. 

V  runtlike  grute  mit  begeringe  alles  guden  tovoren.  Ersamen  leuen  heren 
vnde  vrunde.     Willet  weten,   alse  wij  to  Hamborg  gekomen   weren,   spreke  wij 
mit  dem  rade  darsulues  vmme  vnse  werue  vnde  sunderges  vmme  de  dachuart  etc. 
Darup,  leuen  heren,  se  vns  to  kennende  geuen^  wo  dat  en  des  donrdages  spade  ^ 
breue    van    hern   Tideman   Serntyne    vnde    hern   Johan  Wulue  gekomen    weren, 
desuluen  se  vns  lesen  leten,    dar  se   mank   andern  worden  in  gescreuen,  vnde 
wo  dat  se  mit  den  juncheren  van  Oldenborch  des  sondaghes  Jubilate  to  wordeo 
gewesen  hebben  vnde  hebben  sik  so  mit  em  vordreghen,    datmen    en   vp  sunte 
Jacobs  dach  negest  komende  geuen  scholde  IIII^  rinsche  gulden,  so  wolden  de 
vorbenomeden    juncheren    van    Oldenborg    besegelen    vnde    louen    enen    steden 
vasten  vrede  etc.,  alse  gij  dat  vterliker  vindende  werden   in  der  van  Hamborg 
breue  mit  den  copien  der  vorbenomeden  scriffte.    Hirup,  leuen  heren,  hebbe  wy 
gesproken  vnde  mit  den  van  Hamborg  ouerweghen^   vnde  bevruchten  vns  wol, 
dat  id  men  een  aflecged  vnde  en  loes  fundament  en  sy,  vp  dat  se  vnse  vrunde 


1418.     Apr.  23.  27 

yd  der  zee  mede  bringen  mogen.     Ok  so  dunket  vns,  dat  wij  nicht  darane   so 

wol  besorghet  vnde  vorwart  en  sin.  alse  wij  scholden.    Darvmme  sint  wij  eens 

geworden  vmme  des  gemenen  besten  willen^  dat  wij  de  dachuard^  alse  geramet 

ys,  holden  willen^   darane  wy  gerne   des   besten    ramen  willen.     Ok  so  screue 

wy  hern  Tidemanne   vnde    hern    Johanne   vorscreuen    antworde   vp  eren   breflP, 

alse  desse  copie  ynneholt  hirynne  besloten.     Ok  hebbe   wij  gesproken   mit  den 

van  Hamborg  vmme  Marquard  Tymmen,    darup    se  vns  antworden,   dat  se  sik 

mede  beworen    hebben  vnde  willen   na   claghe  vnde   na   antworde   in   twen   efte 

dren  dagen    de   sentencien   iu    in    beiden    siden   bescreiien  besegelt  senden,  dar 

gy  iu  na  richten  moghen.     Ok,  leuen  heren,  wes  iuwe  wisheit  nutte  dunket  na 

lude  der  copien^  dat  moghe  gy  vns  sunder  sument  benalen^  dar  wil  wij  gerne 

des  besten  ane  ramen.     Vorder,  leuen  heren,  hebben  vns  de  van  Hamborg  be- 

riebtet,  wo  dat  dat  schip,   dat   vnse  vrunde   mede   vte   hebben   tor  zewart,   dar 

moten  se  alle  mand  vor  gheuen  V  mark  vnde  hundert,  darvan   hebben   se  vte 

gheuen  L  mark,  vmme   dat  ander  hebbet  se  vns  ghemant,    dar  wij   en  to  ant- 

worden^  dat  se  dat  iu  vorscriuen  scholden.    Sijd  Gode  beuolen.   Screuen  vnder 

mynen  Cord  Brekewoldes  ingesegel,  an  sunte  Georgii  dage. 

Cord  Brekewoll. 
Detmar  van  Tune. 
Aufschrift:     Eisamen   wisen    mannen,    heren    borgermeistern    vnde    rad- 
mannen  der  stad  Lubeke,  vnsen  sundergen  guden  vrunden,  gescreuen. 

Nctch  dem  Original  auf  Papier,     Das  aufyedrUckie  Siegel  (Preasel)  ist  tindevtlich. 


I 


Die  Graf  en  Dietrich  und  Christian  von  Oldenburg  urkunden  Hber  die  von  ihnen  mit 
den  Stadten  LUbeck  und  Hamburg  geschlossene  Siihne.     1418.     Juni  12. 

Wij  Diderik  vnde  Kersten  brodere,  van  Codes  gnaden  greuen  tho  Olden- 
borgh.  Bekennet  vnde  betughed  openbar  in  dessem  breue  vor  alien  luden,  dat 
wij  vns  leeffliken  vnde  vrundliken  hebben  vorscheeden  vnde  vorsfined  to  ewighen 
tijden  vnde  eenen  steden  vasten  vrede  ghegheuen  vor  vns,  vnse  eruen,  nako- 
meiinge  vnde  vnse  knechte  vnde  vor  alle  de  ghenne,  dede  vmme  vnsen  willen 
doen  vnde  laten  willen  vnde  ok  van  rechte  doen  vnde  laten  schuUen,  beyde  to 
lande  vnde  to  watere,  myt  den  ersamen  heren,  borghermesteren  vnde  radmannen 
▼ndegantzen  meenheyden  der  stede  Lubeke  vnde  Hamborgh,  vmme  alle  schelinge 
vnde  IwidracKt,  de  twisschen  vns  vnde  en  wente  an  dessen  dach  ghewest  syn,  in 

4* 


28  1418.     Juni  12. 

desser  naschreuener  wijse:  dat  wij  vorbenomeden  greuen^  vnse  eruen  vnde  ofr 
komelinge  dat  nvminenner  haten  offte  wreken  willen  edder  an  en  offte  da 
eren  wreken  laten,  vnde  willet  ok  ofTte  vnse  eruen  vnde  nakomelinge  schuUet 
nemande  in  tokonienden  tijden  an  vnsen  ghebeeden,  steden  vnde  sloten  eot- 
holden,  husen  vnde  lieghen,  den  coopman  to  beschedighende,  vnde  de  gheseiki 
vnde  vthliggers,  de  wij  nv  tor  tijd  bij  vns  hebben,  de  wille  wij  myt  eren  schepH 
so  by  vns  beholden,  dat  se  denie  coopmanne  vth  vnsen  lande,  hauenen  vnde 
ghebeede  neenen  schaden  doen  schullen.  Vnde  desse  ewighen  sdne  vndevrede 
loue  wij  Diderik  vnde  Kersten,  greuen  vorbenoined,  vor  vns,  vnse  eruen  TDde 
nakomelinge  vnde  vor  vnse  knechte  vnde  vor  alle  de  ghenne,  dede  vmme  vosea 
willen  doen  vnde  laten  willen  vnde  van  rechte  doen  vnde  laten  schullen.  deB 
erbaren  borghermesteren  vnde  radmannen  der  stede  Lubeke  vnde  Hamborgb, 
vnde  alle  articule,  stucke  vnde  word  so  stede  vnde  vast  sunder  arch  edder  list 
vnvorbroken  to  holdende  in  ghuden  truwen,  vnde  hebben  des  to  tughe  vnde  b^ 
kantnisse  beyde  vnse  ingheseghele  witliken  vnde  myt  willen  vor  dessen  breff 
henghed  laten.  Vnde  wi)  borghermestere  vnde  radmanne  der  stede  to  Breuieo 
vnde  to  Oldenborgh  bekennet  openbare  in  dessem  breue,  dat  wij  vmme  bede 
willen  der  erghenanten  iunckheren  Diderikes  vnde  Kerstens,  greuen  to  Olden- 
borgh, to  witlicheyt  desser  vorscreuenen  stucke  vnser  stede  ingheseghele  tnede 
vor  dessen  suluen  breff  hebben  hengen  laten,  dede  gheuen  vnde  screuen  is  na 
Codes  bord  dusent  iar  veerhundert  jar  darna  in  deme  achteynden  iare,  des 
neghesten  sondaghes  vor  sunte  Vites  daghe  des  hilghen  mertelers. 

A'otA  einer  im  Archiv  befindlichen  Abschrift,  duf  iceirher,  anacheinend  von  der  Hand  eines  Liibischen  Schreibfr^f  6f 

merkt  iat:  een  breeff  rorseyfilt  ran  den  greuen  van  Oldenborg  den  steden  nabesrreuen. 


Der  Rath  und  die  Geineinde  zu  Molln  urkunden  liher  die  von  ihnen  dem  Rathe  von 
Lubeck  geleistete  Huldigung.     1418.    Jun.  14.^ 

\\  y  borgermeystere,  radtmanne  vnde  meynheyde  des  wyckbeldes  Molne. 
Bekennen  vnde  belhugen  apenbar  in  dessem  breue  vor  alsweme,  dat  wy  vnde 
vnse  vorfaren  van  dem  yrluchtygen  fursten  vnde  heren,  heren  Erike,  hertogen 
to  Sassenn,  yegenwardigen  hertogen  Erikes  synem  vader,  vnde  hertogen  Johan, 
synem    broder,    denn  God   gnedich    sy,    vnde    van    eren    vorfaren,    hertogen  to 


1)  Die  Auflstellnng  dieser  Urkonde  kann  nur  von  dem  Rathe  von  LQbeck  yeranlasst  sein,  in  der  Absicblr 
Bich  ihrer  in  dem  Prozesse  gegen  den  Herzog  Erich  Ton  Lanenbnrg  su  bedienen. 


30  1418.     Juiii  14. 

bidden  ji\  dat  gij  den  van  Rost6gk  dessen  vnsen  breff,  den  wy  jA  hirmede  senden, 
vnvertogelik  vort  an  se  willent  schicken.  Screuen  des  dinxedages  vor  Viti,  vnder 
vnsem  secret.,  rnillesimo  CCCC  XVIII. 

Consules  Lubicenses. 
Aufschrtft:  Honorabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconrsulibus  e 
consulibus  Wisniariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

N<ich  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu    Witmar.     Mit  aufyedrucktem  wohierhaitenem  Secret. 

Lenimeke  von  Buchwald  leistet  dem  Rathe  von  Lubeck  Urfehde  und  versprichty  tl 
einen  Monai  lang  mit  zehn  Gewaffneten  zu  dienen.     1418.    Jun.  17. 

ik  Lenimeke  van  Bocwolde,  knape^  heren  VoUerdes  sone  seligher  decht- 
nisse.    Bekenne  openbare  an  dessenie  breue  vor  allesweme^  dat  ik  den  erbaren 
heren,  borghermeisteren  vnde    radniannen    der    stad   Lubeke,    eren    borgheren, 
deneren  vnde    den    eren  vnde    eren  nakomelinghen  vnde    aile    den    jennen,   de 
desse    sake   mede   anrorende  sint,    nnt  vrigein  willen   ene   rechte   orveyde  dan 
hebbe  vnde  doe  mid  craft   desses  breues   vmme  des   oueruanghes,   hindernieze 
vnde  wait  willen,   den  ik  den    eren  vnde   deme  kopman   dan    hebbe,   dar  ik  an 
eren  sloten  vnmie  sad,    dat  doch  de  erbaren  heren  mid  rechte  suarliken  nioch- 
ten  gherichtet  hebben,  dat  se  my  doch  vmme  bede  vnde  vruntiiker  leue  willen 
myner   vrund   vnde    myner    thogeuen    hebben ,    also  dat  *ik    den    vorbenomeden 
heren   schal   vnde   wil   en   to   den[n]ende    eyn    mant  al    vmme   sulF  teynde  mid 
gleuitMi   weraftich    vppe    myn    eghen    euenture,    vppe    der   vorbenomeden    heren 
koste    vnde   voderinghe,    wanner    dat    ik  vnde    de    myne    in    to    Lubeke     riden 
vnde   dar  wedder   vet,    vnde    seal    vnde    wil   dat   don,    wanner   se   dat  van   my 
esschende  sint.     Vnde  ik  Lemmeke  vorbenomed  vortmer  ghansliken  vorlate   al 
der   maninghe  vnde    wrake,   de  van   desser  vorscreuenen   sake   komen    moghen, 
vermid[del]delst  myner  ede  vor  my  vnde  vor  myne   eruen  vnde   vor   alle   myne 
maghe,  geboren  vryle  vngeboren,   vnde   vor  alle   de    jennen,   de   vmme   mynen 
willen    don   vnde    laten    willen,    to   ewighen   tiden   to   holdene   in   guden   truwen 
sunder  jenigerleie  argelist.,  also  dat  ik  dersuluen  vorbenomeden  heren,  borg^eren 
vnde  den  eren  nummer  viand   werden  wil  vnde   noch  en   schal  vmme  der  vor^ 
benomeden  sake  willen  edder  nement  van  myner  weghen  noch  jenigherleie  (wis) 
se  vnde    de    eren  beschedeghen    wil,    noch    in    rade  oFte  in  dade   (sin)  hemelik 
edder  openbare,    to  lande  edder  to  watere,  dat  se   beschedighet  werden^  vnde 


1418.     Juni  17.  31 

ioue  dit  rnit  vrigen  willen  vnbedwunghen  stauodes  edes  to  den  hilgen  gesuoren 
mid  vtstfeckeden  armen  vride  vprichten  vinghereri^  dat  ik  desse  orveide  vnuor- 
broken  holden  M^il  vnde   al   de   anderen  vorscreuenen   stucke.     Vnde  wy  DetlefiF 
van  Bocwolde,  des  erbenomeden  Lemmeke  broder^  Ludeke  van  Bocwolde.,    Dei- 
lefif  van  Bocwolde  Snoten  sone,  Eler  Ratlowe,  Marquard  van  Sigghein.  Joachim 
Kuren,  Johan  Hummersbuttel,    knapen^    bekennen   vnde    betughen   openbare  an 
desseme  suluen  breue^  dat  de  erbenomede  Lemmeke   alle   artikele  vnde  stucke 
louet  heft    in  al    der  wise  alse^  vorrAret  is,    mid  vnseme   willen,    vulbord   vnde 
hete,  vnde  wy  mid   em   hir  enbauen   louen   ok  in  guden  truwen  stede  vnde  vast 
to  boldene  mid  ener  sameden  hand  sunder  jenigherleie  arghelist  vngliescheiden 
fnde  ein  jewelk  vor  al,  dat  al  desse  vorscreuenen  stucke  van  vns  vnde  van  den 
vnsen  vorghenanten   vnuorbroken  sunder  jenigherleie  insaghe  holden  werden  in 
tokomenen  tiden.     To    ener  groteren    betuchnisse    vnde  merer    bewaringhe    alle 
desser  vorscreuenen  stucke  vnde  artikele  so  hebbe  wy  Detleff  van  Bocwolde,  Lu- 
deke van  Bocwolde,  Detleff  van  Bocwolde,  Eler  Ratlow,  Marquard  van  Sigghem, 
Joachim  Kuren,  Johan  Hummersbuteie  vnse  ingheseghele  mid  dem  inghezeghele 
des  erbenomeden  Lemmekens  in   rechter  endracht  witliken  an   dessen   breff  ge- 
lianghen  laten.  Screuen  na  Codes  bord  dusend  verhundert  in  deme  achtey(n)den 
^are,  des  neghesten  vrigdaghes  na  Viti  des  hilgen  mertelers. 

Nath  dem  Original  mit  siebttn   anhangenden  Siegeln.     Dcut  des    Detlev    Buchwald,   Bruder  des  Lemmeke,  fehlt 
*anscheinend  abgeschnitten.  Ijemmeke  von  Burhwald,  vgl.  Siegel  des  M,'A.  Heft  3  p.  13. 

Mart/vard  von  Sigghem,  Heft  6,  p.  148.  Joachim  Kuren,   Heft  J,  p,  37.  Johann  Hummers- 

huitel.  Heft  5,  p.  77.  Detlev  Buchwald,  Snoten  Sohni  Siegel  rundy  2^lio  Ctm.  Auf  stehendem  Schilde 

ein  Bnrenkopf  mit  weit  aufgesperrtem  Hachen,  rec.hts  gekekrt.    Umschrift  unleserlich.  Ludeke  Buch- 

toald:  Siegel  rund,  3  Ctm.    Auf  dem  Schilde  ein   rechtsgekehrier  Bdrenkopf  mit  weit  aufgesperrtem  Rachen^ 
Krone    und  Zunge  undeutlich.      Umschrift    unleserlich.  Eler  Ratlow:    Siegel  rund,    2^!^  Ctm.     Auf 

stehendem  Schilde  cine  quergelegte  linke  Spitze.     Umschrift  undeutlich, 

XXVIU. 

Lemmeke  von  Buchwald  htttet  den  Rath  von  Lubeck  fiir  sich  tmd  die  Setnen  um 
Schutz  gegen  einen  Dtenstknecht  Namens  Glaus  Werners.  0.  J.  (Anfang 
des  funfzehnten  Jahrhunderts.)  *) 

V runtlike  grote  myt  begheringe  alles  gudes.  Wetet,  erliken  heren 
borghermester  vnde  ratman  der  stat  Lubeke,  wo  en  denstknecht,  de  Clawe 
Werners  hit,  de  myk  in  schuldinge  holt,  dar  he  myk  vnde  de  mynen  vmme 
hynnert    in    iwer    stat.     Bidde   iu   vruntliken,    dat  gi    den   suluen    erbenomeden 

1)  Diese  Urknnde  and  die  beiden  folgenden  sind  in  Ermangelang  bestimmter  Anhaltspiinkte  fiir  die  Datirang 
hier  angeschlossen,  weil  die  drei  Aassteller  in  ^  27  gemeinschaftlich  genannt  sind. 


32  Anfang  des  runFzehnten  Jahrhunderts. 

Clawe  vor  my  bidden  willen,  dat  he  inyk  al  sulker  vnrechten  hynnernisse  quith 
lathe.  Wert  dat  he  my  yerghen  worvmme  schuldighen  wolde,  so  wil  ik  ailei 
rechtes  bi  iw  bliuen  to  dotide  vnde  tho  nemende.  Varet  wol  tho  Gode.  Screoei 
vnder  myme  yngesegel. 

By  my  Lemmeke  van  Bucwolde. 
Atifschrift:  An  de  erwcrdighen  heren,  borghermester  vnde  ratman  derslil 
Lubeke^  kome  desse  breP. 

Ncu:h  dcm  Original  auf  Papier,    Mit  Resten  des  aufyedruckten  SiegeU, 


Detlev  von  Buchwald  schretht  an  den  Rath  von  Lubeck  in  Bezug  auf  erne  ungert^ 
fertigte  Beschuldtgung  seines  Krugers  in  Altona^  Ludeke  Holste,  durch  dm 
Fuhrrnann  aus  Liibecky  Eler  Vlunke.  0.  J.  (Anfang  des  funfzehntf% 
Jahrhunderts.) 

\  runtliken  grote  mit  begheringhe  alles  guden.  VVillet  weten^  erwerdigbeo 
heren  borghermester  vnde  rad  dei  stat  Lubek^  wo  my  claghet  heft  myn  krogher 
to  Oltena,  Lutcke  Holste,  vnde  sin  husvrowe,  wo  en  driuer  in  iwer  stad  is,  des 
sin  name  het  Eler  Vlunke^  de  secht^  wo  he  penninge  in  sime  huse  vorlorenbeft, 
vnde  secht,  dat  he  vnde  sine  husvrowe  de  vunden  hebbet,  dat  he  em  doch  to 
vnrechte  ouersecht^  alse  se  claghen  vnde  dar  recht  vor  beden,  dar  se  vorder  to 
segghen:  wil  he  ere  recht  dar  nicht  vmme  nemen,  erer  en  wil  mit  em  en 
glogendich  yseren  darvmme  antasten.  Dar  Vlunke  vorder  up  secht,  dat  he 
twe  hibesche  ghuldene  seen  heft^  de  suluen,  de  he  vorlos^  vnde  vunden  heft  bi 
eneme  karmanne,  des  sin  name  hit  Tideke  Schoulenborch,  ok  iwe  borgher  is^ 
alse  Vlunke  secht,  dat  em  myn  lanste  edder  sin  husvrowe  de  suluen  twe  ghul- 
dene gheuen  heft,  dat  he  em  ok  to  vnrechte  ouersecht,  alse  he  des  tut  in 
erbenomeden  karman^  vnde  heft  en  vnde  sine  husvrowen  mit  sulken  wordeo 
ruchaftich  maket.  Bidde  iw  denstliken  mit  alien  vlite,  dat  gi  willen  vnnerwisen 
den  erbenomeden  Vlunken^  dat  he  mime  armen  lansten  erbenomed  vnde  siner 
bedderuen  husvrowen  wil   lik   don    vmme  sodanich  vnlik,   alse  he  em  ouersiecht 

I 

heft,  wente    gi    mynes    mannes   vnde    siner    bedderuen    husvrowen    to    rechte  A 
mechtich  sin.     Weset  Gode  beualen  sunt  vnde  salich  to  langhen   tiden. 

Detlef  van  Bucuolde  Snoten  sone. 
Aufschrift:    Den  erwerdighen    heren    borghermesteren   vnde    rad    der  stat 
Lubeke  kome  desse  bref. 

Nctch  dem  Original  in   Brief  form  auf  Papier   mit  den  Siegel-Einschnitten ,  dcm  Streifen  fur  den  Brie/tehiuss  tmd  it 

Spur  des  aufgedrUckt  gewesenen  SiegeU, 


Anfang  des  runfzehnten  Jahrhunderts.  33 


Ekr  Ratlow  vertheidigt  stch  gegen  den  Rath  von  Liibeck  wegen  einer  thm  zur  Last 
gelegten  Rduberei    0.  J.   (Anfang  des  funfzehnten  Jahrhunderts.) 

Minen  vruntliken  grut  touoren.  Erwerdyghe  heren  vnde  ghuden  vrunde. 
Wyllet  welen,  dat  ik  juweri  breff  wol  vornornen  hebbe,  also  gy  schryueri,  dat 
ik  hebbe  en  houetman  ghewesen  oppe  denje  velde.  Des  wetet,  dat  ik  wyl  to 
Lubeke  inryden  des  neghesten  daghes  na  sunte  Mertene  vnde  wyl  my  des  wol 
veranlwerden,  wo  my  dat  nen  sunderghe  nod  en  beneme.  Ok  also  gy  schryuen 
vmme  den  vanghen^  den  ik  jv  schal  quyt  gheuen^  den  hebbe  ik  jo  langhe  quyd 
gbeuen  vnde  he  heft  langhe  vte  ghewesen.     Schreuen   vnder  mynen  ingesegel. 

Eler  Ratlow. 

Aufschrift:  Den  erwerdyghen  heren  borghermesteren  vnde  radmannen  der 
Stat  to  Lubeke  gescreuen. 

A'ocA  dem  Original  auf  Papier  an    der  Registratiir.     Mit    aufgedrUcktem    aehr    beschddigtem   Siegel.      Ziemlich 
iesbar  ist  noch  die  Umschri/t:  +    S*   BLaRaS   <^    RKZLOWeLU, 


DerKnappe  Godeke  Rodewold  urkundet  iiber  die  von  thm  mit  dem  Rathe  von  Lubeck 
geschlossene  Siihne.     1418.     Juni  24. 

ik  Godeke  Rodewold,  knape.     Bekenne  vnde  betuge  openbare  in  desseni 
breue  vor  alsweme,  dat  alle   vnwille,  schelinghe,  twedracht  vnde  veyde,  de  ge- 
weset   sint    bet    in    dessen    dach   twisschen  den    ersamen  heren  borgermesteren 
i^Dde  radmannen   vnde  der  menheyd  der  stad   Lubeke  samentliken  vnde  besun- 
deren  vnde  my  vnde  alle  den  mynen,    gentzliken    vnde    al    to  eynen  vruntliken 
ende  bygelecht,  gevlegen ,    vorened  vnde    gesonet    sin,    also    dat   noch    ik   noch 
oement   van    myner  wegen    dar   in  tokomenden  tijden    rtier   vp  saken  enscholen 
noch   enwillen.     Vnde  ik  schal  vnde    wil    der   vorscreuen    heren    borgermestere 
vnde  radmanne,   erer  menheid  vnde  der  eren    beste   truweliken   weten,    weruen 
vnde  don,  wor  ik  kan  vnde  mach.    Ok  enwil   noch  enschal  ik   ere  vyend  in  to- 
komenden   tijden    nummer   werden  vnde  wesen,    vtgenomen    in    mynes  i^echten 
heren  openbaren   krijge.      Vnde  de   summe   geldes,   dar  se   mynen  willen   vnde 
vruntscop  mede  gemaked  hebben,  de  hebbe   ik    van   en   to   mynen  willen   vnde 

gantzer  noge  in  gereden.,  telleden  penningen  vntfangen  vnde  gekered,  wor  my 

ft 


des  luste^   vnde    ik   vorlate  se   des    ok    in    craft    desses    breues  gentzliken   quiU 
leddich  vnde  los  van  aller  nanianinge.     Vnde   to   merer   tuchnisse   der  warheid 
alle   desser  vorscrenenen   stucke   hebbe   ik    Godeke   erbenomed   rnyn    ingezegel 
mit  guden  willen  gehenged  vor  dessen  breft.    Datum  anno  Domini  i^l  CCCC  XVUl^ 
ipso  die  Natiuitatis  sancti  Johannis  Baptiste. 

iVooA  dem  Original.     Mit  anhangendem  SiegeL     Rs  ist  rund,  S  Ctm.     Ueher  einem  gelehnUn  Schiid,   der  ein 
mit  rier  au/liegenden  Pfdhlen  beiegten  Qverbalken  zeigt,    steht  ein    rechtsgekehrter  Heim,    welcher  mit  x 
P/auenachwdnzen  hesteckt  istf  Hber   einem   Wulst^   twischen  dena^lben    ein  dritter  P/auensekwant  geMturz 
Helmdecke  in  Form  von  drei  Bdndern,  nach  corn  ragen  zwei  Bander  hervor.     Umschri/t:  S'   gv6fftc4-<<< 

roJfwofl  <►  «0 


Die  in  Liibeck  versammelten  Hansestddte  geben  eine  Entscheidung  in  einer  Klag 
mehrerer  Liibecker  Burger  gegen  den  Rath  von  Rostock  wegen  rUckstdndig 
Rente.     1418.    Nach  Juni  24. 

item  so  sint  vor  den  steden  geweset  etlike  erbare  borgere  van  F^ubeke 
mit  namen  her  Hinrik  Meteier^  Thomas  Kerkring.  Johan  van  Damen^  Thymme 
Hadewerk  vnde  hebben  sik  beclaget  van  den  van  Rozstoke  vmme  ere  vorsetene 
rente  vnde  schulde^  de  se  ene  lange  vore  entholden  hebben,  darto  de  ersame 
her  Hinrik  Cattzowe,  sendebode  der  ergenanten  der  van  Rozstoke  geantwordet 
heft  etc.  Vnde  na  beyder  deel  rede  vnde  antworde  seden  de  stede^  se  scholden 
darvmme  tozamende  gan  vnde  vorsoken^  eft  se  sik  in  vruntscop  mochten  vor- 
gan.  Des  sint  de  ergenanten  clegere  van  Lubeke  vor  vns  wedder  komen  vnde 
hebben  vns  berichted,  dat  se  sik  mit  den  van  Rozstoke  nicht  vorgan  konden, 
vnde  beden  de  stede^  dat  se  en  ghnnnen  woiden,  dat  se  mit  rechte  inanen 
mochten,  gestlik  edder  werlike,  de  van  Rozstok  ergenant,  so  lange  dat  se  van  en 
vornoget  worden.  Also  beden  de  stede,  dat  se  noch  darfnede  eyn  vruntlik  be- 
stand  lijden  wolden  went  to  Paschen  ersttokomende,  deme  se  so  gerne  don 
wolden.  So  spreken  wij  stede  vt  vor  en  recht:  etFt  de  van  Lubeke  nicht  vor- 
noged  edder  betaled  worden  van  den  van  Rozstoke  up  Paschen,  so  vorscreuen 
is,  dat  denne  desse  clegere  van  Lubeke  [denne]  dat  mogen  manen  na  vtwisinge 
erer  breue  mit  gestiiken  edder  mit  wertlikem  rechte,  wo  en  dat  bequemest  is.^ 

Au8  der  lAbecker  Handnchri/t  des  Hanserecesaes  von  1418,  Joh.  Bapt 

1)  Nach  einem  Beschlusse  der  Hansestftdte  von  1417,  Joh.  Bapt.  dnrfte  ein  Biirger  gegen  den  andem  lor 
Einmahnung  einer  Schnld  geiBtliches  Recht,  ansscr  weiin  ihm  das  stftdtische  Gerioht  Beistand  Tersagta, 
nicht  anrnfen.  „Vortmer  hehhen  de  stede  vorramet,  dat,  wor  eyn  horgher  in  ener  heniestad  dem  aoderan 
Bohaldioh  ys,  dat  seal  eyn  dem  anderen  afvordcren  vnd  manen  mit  der  stad  rechte  ynde  dat  nyneme 
geistliken  manne  to  manende  yplaten,  alse  yere  cme  in  der  stad  recht  schen  moge." 


1418.     INach  Juni  24.  35 


Die  in  Lubeck  versammelten  Sendeboten  der  Hansestddte  fordem  von  dem  Rathe  von 
Einbeck  Ersatz  dafur^  doss  vor  Jahren  Mitglieder  des  alten  Bathes  und 
andere  aus  Lubeck  Vertriebene  von  Einbeck  aus  ungeachtet  des  thnen  von 
dem  Rathe  daselbst  geyebenen  Geleites  durch  den  Herzog  Erich  von  Braun- 
schweig vherf  alien  und  zur  Zahlung  einer  grossen  Summe  gezwungen  wur- 
den.     1418.    Nach  Juni  24. 

1  ost  salutacioriem.  Leuen  vriinde.  De  erbare  rad  der  stad  Lubeke,  vnse 
besunderen  vrunde,  hebben  vns  wol  berichtet^  wo  in  vortijden,  do  de  ersamen^ 
deolde  rad  vnde  ere  vrunde^  vte  Lubeke  gheenged  weren,  se  ichteswelke  van  en, 
alse  endeel  eres  radescutnpane  vnde  endeel  erer  inedeborgere^  vpzenden  woiden 
by  vnsen  heren,  den  Romischen  koning^  des  se  sinen  geleydes  breff  hadden. 
Vode  alze  de  suluen  in  iuwe  stad  quemen  vnde  iw  vnder  andern  worden  beden, 
dat  gij  en  iuwe  geleyde  inede  gheuen,  also  gij  deden.  dat  en  do  iuwe  her  her- 
toge  Erik  ute  juwer  stad  na  reed  vnde  vengk  se  ute  juwer  stad  vnd  dar  wedder 
in  vnder  vnses  hern^  des  Romischen  koninges^  vnde  juweni  geleyde;  vnd  de 
jenne,  de  gij  en  inede  gheuen  hadden  van  juwen  denren,  se  to  leydende^  de 
billiken  bij  en  schulden  gebleuen  hebben^  se  to  beschuttende,  reden  van  en 
vnd  vorleten  se^  allene  se  doch  wol  irkanden^  dat  id  juwe  here  whs;  vnd  dar 
enbouen  schattede  he  en  ai\  eyne  merklike  sumnien  geldes^  alse  XXIX^  vnde 
L  gulden  ane  perde,  hane  vnde  rede  gelt  also  gud  alze  V^  gulden^  der  gij 
suluen  en  deel  entfingen.  Yodoch  so  enwuslen  se  mit  juwem  ergenanten  heren 
anders  nicht  denne  leue  vnde  vruntsoop.  Vnde  wente,  leuen  vrunde,  dit  allcnt, 
alsowij  berichtet  sin,  ute  juwer  stad  in  iuwea)  leyde  vnd  dar  wedder  in  geschen 
ys,  so  bidde  wij  iu  vruntliken,  dat  gij  id  by  iuweme  vakenomeden  hern  alzo 
vorarbeiden,  dat  den  vorscreuenen  van  Lubeke,  vnsen  frunden,  sodane  ere 
schade  vorbot  werde,  vppe  dat  gij  des  in  nynen  schaden  enkomen,  wente  se 
dar  nicht  niede  besitten  en  willen.  Vnd  wo  des  ok  nicht  en  schege,  so  ys  id 
vns  mit  en  also  gewand,  dat  wij  se  vorscriuen,  vorbidden  vnd  by  eren  rechten 
bJjuen  moten  Vnd  wes  vnse  vrunde  van  Lubeke  vnses  vruntliken  vorscriuen- 
des  hijrane  geneten  inogen,  begere  wij  vns  vnuotorgerd  to  scriuende  bij  dessein 
boden.     Sijt  Gode  beualen  etc. 

Radessendebodeh  etc. 

A9f9  der  in  Lubeck  befindlichen  Handschri/t  des  Hanaerecesaes  von  1418,  Joh,  BapU      Das  Schreiben  trdgt  die  Ueber- 

schri/i:  Littera  miasa  Embecenaibus  ob  rogatum  dominorum  conavlum  Lubieensium. 


,       N*. 


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^ 
< 


1418.     Vor  Jiili  12.  37 

inynes  heren,  des  koninges^  coplude  vnde  vndersaten  alle  den  steden,  dar  se 
geweset  sin^  dat  en  anders  nicht  denne  ere  vnd  gud  wedderuaren  ys  ane  van 
(lessen  vorscreuenen  van  Reuele^  de  ere  egene  bod  suiuen  nicht  gebolden 
hebben,  aise  en  lichte  wol  horde,  men  hebben  des  ergenanten  mynes  heren, 
des  koninges,  vndersaten  grofliken  beschediget,  vorweldet  vnde  vorvnrechted, 
aize  iu  desse  brefbringer  vurder  mer  vnderrichtende  werd,  dan  ik  iu  schriuen 
kan.  Hirumme  bidde  ik  vruntliken  juwe  erbarheid,  dat  gij  se  hijr  an*e  vnder- 
wisen  willen^  dat  se  sik  suiuen  hirane  richten.  wente  ik  node  zeghe,  dat  es 
my  vurder  nod  dede,,  vor  myner  herscop  to  clagendej  worvan  begere  ik  eyn 
vrunllik  antword  van  iu  wedder  to  scriuende,  bedende  ouer  my  etc.  Screuen  to 
Nyborch'  etc.,  anno  1^  »CCC(!;  XVIIl. 

Nach  einer  Ahschrift  in  der  Luheck^r  Handschri/t  des  Hanserecesses  von  1418,  J  oh.  Bnpt, 


Der  Rath  von  Lubeck  ertmedert  dem  Ritter  Christian  Ntclesson,  dass  die  Revaler  nur 
das  Verbot  des  Handels  mit  Russland  in  AusfUhrung  gebracht  haben.  1418. 
Jul  12. 

rLer  Kersten,  besundere  gude  vrund.  AIze  gij  vns  gescreuen  vnd  ge- 
claget  hebben  ouer  de  van  Reuele,  dat  se  des  heren  koninges  vndersaten  groten 
ouerval  vnd  schaden  gedan  hebben,  etiiken  ere  gud  genomen  vnd  etiiken  ere 
schepe  gehindert  vnd  vp  eede  gedrungen,  dat  nen  recht  ys  noch  geweset  hefft, 
vnd  secgen,  dat  sij  eyn  bod  der  menen  henzestede  etc.,  des  willet  weten,  da^ 
wij  iuwen  breff  hebben  lezen  laten  den  zendeboden  der  menen  henzestede, 
nfiank  welken  ok  weren  de  zendeboden  der  van  Reuele.  Des  was  den  menen 
steden  indechtich,  wo  vmme  schelinge  vnd  twidracht  twischen  dem  copmanne 
vnd  den  Russen  were  geboden  vnd  gesat  van  den  meynen  henzesteden,  den 
Russen  noch  aff  noch  to  to  vorende  vmme  des  gemenen  besten  willen.  Wor- 
onime,  wat  de  van  Reuele  gedan  hebben,  dat  hebbet  se  van  beuelnisse  der 
We  gedan  dem  menen  besten  to  nutte  vnd  to  gude,  alze  wij  dat  ok  vor  tij- 
Jen  vnsem  gnedigen  heren,  dem  koninge  van  Dennemarken  etc.,  gescreuen 
hebben.  Hirumme  bidde  wij  juwe  leue  mit  fruntliker  begeringe  vnd  vlitiger 
sndacht,  dat  gij  de  van  Reuele  hirane  nicht  vordenken,  sunder  wes  se  alzo 
gedan  hebben,  to  dem   besten   keren  vnd  se  vnd  de  ere  vnd  den  gemenen  cop- 

1)  Verschrieben  ffir  Wyborch       Kerstcn  Niclesson  war  Vogt  in  Wiburg.     Vgl.  Lief-,  Estb  -  \\.  Curl.-Urk.-B. 
Tb    V  ^  2241,  2249,  2295. 


38 


1418.       Juli  12. 


man  riergen  arie  en  hinderen.  Dat  will**  wij  vnune  jiiwe  ieue  gerne  vruntlikeo 
vorschulden^  wor  wij  rnogen.  Screuen  des  dinxedages  vor  Margarete,  vnder 
der  van   Lubeke  secrete,     (sic.) 

Consules  Lubicenses. 

Sack  tiner  AL^chrift  in  dem  lAbcckfr  Manuscript  des  Hanterecesaca  von  1418^   Joh.  Bapt. 


Kiinig  Sifjismund  ladet  den  Rath  von  Lubeck  zum  zweiten  Male^  vor  ihm  im  Geridi 
zu  erscheuierif  um  auf  die  Klage  des  Herzogs  Erich  vo7i  Sachseti'Lautir 
burg  wegen  der  Stadt  Molln  zu  aniworten.     1418.     Aug.  2. 

\V  ir  Signiund^  von  Gotes  gnaden  Roniischer  kung,  zu  alien  tzijten  merer 
des  riclis.  vnd  zu   Vngern,    Dalniacien^  Ctoacien  etc.   kung.     Einbieten  den  er- 
sanien   burgernieistern,  ratniannen  vnd   burgern  getneinlicii  der  stat  zu  Lubeke, 
vnsern  vnd  des  richs  lieben  getruen,    vnser    gnad   vnd    alies  gut,    vnd  tun  ucb 
kunt  mit  disseni,  daz  wir  zu  gericht  gesessen  sin  zu  Baden,  auF  dem  Frythoue, 
vfldiesen  tag,  als  diser  brief  gegeben   ist,  vnd  daz  doselbst  fur  vns  kome  in  ge- 
richt der  hochgeborn  Bernd,  hertzog  zu  Sachsen,  zu  Engern  vnd   zu  Westualen, 
vnser  lieber  nheim  vnd   iurst,  an   stat  vnd  von  wegen  des  hochgeboren  Ericks, 
audi  hertzogen  zu  Sachsen,    zu  Engern  vnd  zu  Westualen,    sins  bruders,  vnd 
mit  sinem  gantzen   vnd  vollen  gewalt  vnd  liess  do  ein  abschrillt  des  ladbriefs', 
als    ir   von    des    egenanten     hertzog    Ericks    clage    vnd   von    der    stat  Moln   mit 
sampt   den    czollen  doselbst  vnd    mit  aller  ander  irer  zugehorunge  wegen,  uch 
vor  vns  des  nechsten   tags    nach    sant  Jacobs    tag    nehst   vergangen    zu   uerant- 
worten  geladen  waret,  vnd  clagt  also  durch  sinen   fursprechen,  ais  rebt  ist^  iQ 
uch  vnd  derselben  stat  Moln  mitsampt  den  zollen   doselbst  vnd  aller  ander  irer 
zugehorunge,    das  alles  von  vns  vnd  dem   heiligen   riche    zu  lehen  get  vnd  der  { 
vorgenante  Erick  von   vns    mit    andern  sinen    herlikeiten   tzu    lehen    empfangei 
hat,  als  er  meynt,  sin   erste  clage  vnd  bede  doruf,  vnd   bat  im  an   einer  vrteil 
zu  erfaren,  diewil  ir  nicht  da  weret  noch  nyemand  von  ewern  wegen,  der  das 
von  ewern  wegen    vnd   an   ewrer  stat  verantwort,  waz  denn   furbass   des  vorge* 
nanten    Ericks    rehten    dorumb  were,    wann    uch    doch   der   vorgenante   ladbrief 
reht  vnd  redlich  geantwort  were,  als  er  auch  des  den  boten  alsbaid  vor  vns  Id 
gericht  stalt.     Do    fragten  wir   die  fursten,    die  by  vns  an  dem  gericht  sassen, 
dorumb  des  rehten.     Die  erteilten  dorumb  einhelliglich  zum  rehten,  wir  solten 


1)  Vgl.  J^i   18. 


1418.     Aug.  2.  39 

ucb  ewern    andern   rehttag  setzen   vnd  verkunden  vber    sechs  wochen  vnd  drey 

tage   nach  dem  tage  vnd   uch  diser  gegenwertig  brief  geantwort  were,  vnd  solt 

uch  das  verkunden   vnd  diesen  brief  antworten  ein  erber  man,  der  wapensgenoss 

were,  der  auch  Haider  fur  gericht  kome  vnd  swure  zu  den  heiligen,  daz  er  uch 

den   brief  geantwort  het.     Dorunib  von  Romischer  kunglicher   maht  vnd  gewalt 

setzen    vnd    bescheyden    wir    uch    dorumb    ewern    andern    rehttag   fur  vns  oder 

wem    wir    die    sache    beuelhen    in    unsein   kunglichen    houe  vber   sechs  wochen 

vnd  drey  tage  nach  dem  tag,  als  uch  diser  brief  geantwort  ist,  rehts  gein  dem 

vorgenanten  Erike  zu   pflegen.     Wann  tet  ir  des  nicht,    man  wurde  dorumb  zu 

och  furbass  rehten  vnd  in  der  sache  tun,  das  sich   dann  von  rehts  wegen  dorum 

zu   tund    geburt.     Geben    zu  Baden ,    vnder   vnsem   vnd   des  heiligen  richs   hof- 

gerichts   vffgedrucktem    insigel ,    nach    Cristi    geburt   viertzehenhundert   jar   vnd 

dornach  in   dem  achtzehenden  jar,  des  nehsten  dinstags  nach  sant  Peters  dach 

ad   vincula,  vnserer  riche  des  Vngrischen  etc.  in  dem  XXXII  vnd  des  Romischen 

in    detn  achten  jaren. 

Petrus  Wacker. 

JSach  dem  Original  im  Koniglich  Preussiscken  Staat$archiv  in  Sehieswig.     Mit  als  Pressel  aufgedrucktem  Siegel 

des  Konig  lichen  H of  gerichts. 


^agearttkel  des  Raths  von  Lubeck  gegen  den  Herzog  Erich  von  Sachsen-Lauenburg. 
1418.     Aug,  3. 

Jurbaren  vnde  wysen  manne?i,  heren  borgermesteren  vnde  radmannen, 
^ulmechtige  radessendeboden  der  stede  van  der  Dudeschen  henze  nu  tor  tyd 
^nnen  Lubeke  to  dage  vorgaddert,  besunderen  leuen  frunde.  Alse  wy  vnse 
clage  vnde  ansprake,  de  wy  vnde  de  vnsen  to  dem  hochgebornen  vorsten  vnde 
heren,  heren  hertogen  Erike  van  Sassen  etc.,  hebben,  vnde  der  wy  by  juwen  er- 
i^arbeyden  gebleuen  zyn  an  rechte  edder  an  vruntscoppe  to  vorschedende,  so  sette 
Wy  borgermestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke  vnde  geuen  van  vnser  vnde 
der  vnsen  wegen  vnse  clage  vnde  ansprake  tegen  den  ergenanten  heren  her- 
togen  van  Sassen  in  derwyse,  alse  hyr  nascreuen  steyt,  vnde  begeren  van  vns, 
▼an  vnser  vnde  der  vnsen  wegen,  de  ergenante  here  hertoge  van  Sassen  darto 
vnde  to  enen  isliken  stucke  hyr  nascreuen  antworde  vnder  sinem  ingesegele, 
vnde  wor  he  nich  to  antworden  wolde,  hope  wy,  dat  he  des  dorch  recht  schoie 
i^orwonnen  zyn,  wes  he  ok  nicht  bekennich  wesen  wolde,  hope  wy,  to  bewysende, 


40  1418.     Aug.  3. 

also  wy  van  rechte  schoien,  vride  beholden  vns  de  macht  an  desser  suiuea 
scrift,  icht  wy  jenigen  schaden  nier  bevragen  konnen,  den  de  sulue  here  her- 
toge  vns  edder  den  vnsen  gedan  heft,  dat  wy  jw  den  schaden  bescreuen  aue^ 
geuen  rnogen  er  der  vorschedinge,  vnde  ok,  dat  wy  desse  vnde  der  vnsen  an- 
sprake  vorbeteren,  voranderen,  korten  edder  lengen  niogen,  icht  vns  des  nod 
vnde  behofl*  worde,  dar  wille  wy  vnde  de  vnsen  vnuorsumed  ane  wesen  to 
vnseine  vnde  der  vnsen  rechte. 

Int  erste  so  sette  wy  vnde  clagen,  dat  vnser  stad  de  ergenante  herloge 
Erik  van  Sassen,  bouen  dat  he  vns  vorbreuet  vnde  bezegelt  hadde  vnde  heft, 
dat  he  vnse  vnde  der  vnsen.  vyend  nununernier  werden  wolde  noch  en  scholde, 
dar  he  vnser  niochte  to  rechte  niechtich  wesen,  also  wy  bewysen  inogen  vnde 
willen  niit  sinern  breuen,  vnse  wicbeide  Molne  vmbeclaged,  vnuorwared  vnde 
vnentsecht  heft  afgewunnen,  gebrand  vnde  vns  vnde  den  vnsen  darane  vnde 
dar  vninielanges  wonende  beroued  vnde  niit  gewald  vnde  wedder  ere  vnde 
recht  grofliken  besohediged  in  der  wy^e,  alse  hyrna  allentelen  gescreuen  vnde 
articulered  steyt.  Vnde  wolde  he  ok  secgen.  dat  he  sik  to  den  eren  an  vnser 
stad  vorwaret  hadde,  so  te  wy  vns  an  dat  recht  vnde  gesette,  dat  keyser  Ka- 
rolus,  vnses  gnedigen  heren  des  Roniischon  koninges  jegenwardigen  selige 
vader,  darvan  gesat  vnde  niit  der  gulden  bullen  na  vulborde  der  hereri  kor- 
uorsten  vnde  anderer  vorsten  vnde  andersaten  des  Roniischen  rikes  bezegeld 
heft,  dat  enie  jo  to  vorne  an  vnde  vorder  den  eineni  anderen  billiken  teuiede 
vnde  geborde  to  holdende,  welkes  gosettes  lud  aldus  is  etc.:  Et  eos,  qui  de 
cetero  aduersus  aliquos  justani  ditl'idacionis  causani  se  habere  fingentes,  ipsos 
in  locis,  vbi  doinicilia  non  optinent  aut  ea  conuiiuniter  non  inhabitant^  in- 
temppestiue  detidant,  declaranius  dampna  quecunque  per  incendia,  spolia  uel  ra- 
pinas  ditlidatis  ipsis  cum  honore  suo  inferre  non  posse.  ^  Et  quia  patrocifian 
non  debent  alicui  Fraus  et  dolus,  presenti  constitucione  et  in  perpetuuin  vali- 
tura  sancinius,  dididaciones  huiusinodi  quibuscunque  dominis  aut  perso- 
nis,  cum  quibus  aliqui  Fuerint  in  societate ,  Familiaritate  uel  honesta  quauis 
amicicia  conuersati,  sic  factas  uel  fiendas^  inposterum  non  valere,  nee  licere, 
pretextu  diffidacionis  cuiuslibet  quempiau)  invadi  per  incendia.  spolia  uel  rapi*. 
nas,  nisi  diHidacio  per  tres  dies  naturales  ipsi  diffidato^  personaliter  vel*  in 
loco^  ubi  habitare  consueuit,  publice  Fuerit  intimata  possitque  de  intimacione 
huiusmodi   per  testes  ydoneos*  fieri  plena  fides.     Quisquis  secus  quenipiani  dif- 


1)  Aurea  Bulla,  c.  XVII.     Dc  diffidationibus.     Vgl.  Emminghaua^  corpus  juris  Germanici  Th.  1  p.  35. 

2)  Im  Ms.  figendas.  3J  Im  Ms.  diffidando.  4)  Im  Ms.  ct.        5)  Im  Ms.  ydonyos. 


1418. 


Aug.  3. 


41 


fidare  uel  invadere  inodo  premisso  presuinpserit,  inramiam  eo  ipso  incurrat,  ac 
si  nulla  diffidacio  facta  esset;  quern  eciain  tanquam  proditorem  per  quoscum- 
que  judices  penis  lega[bi]libus  statuimus  castigari  etc. 

Vnde  wente  de  ergenante  hertoge  Erik  sinen  entsecgebreflF  nicht  en- 
sande  bynnen  Lubeke  edder  bynnen  Molne^  noch  sine  entsecginge  in  der  suluen 
stede  welke  vorkundigen  let^  sunder  do  he  Molne  airede  gewunnen  vnde  wol 
hair  vorbrand  hadde^  quani  sin  entsecgliebreft'  erst  to  Trauenmunde,  so  steid 
hyr  ut  vnde  vt  deme  vorscreuenen  keyserliken  gesette  vnde  ok  ut  sinen  breuen 
de  he  vns  bezegeld  heFt,  wo  he  sik  an  vnser  stad  nioge  vorwared  vnde  vns  vnde 
den  vnsen  desse  nagescreuenen  schaden  gedan  hebbe.  To  dem  ersten^  in'  deme 
dat  he  vnser  stad  den  hoff  bynnen  Molne  affbrande  mit  siner  tobehoringe, 
nenie  wy  schaden: 

int  ersle  VIIF  mark 

item  an  IIII  perden,  de  van  dem  hone  nomen  worden,  LX  mark 
item  an  grapen^  ketelen  vnde  kannen  to  vnser  kokene  beho£F  XX  mark 
item  nam  de  ergenante  here  hertoge  vte  vnsen   tollen  kisten  C  niark 
item  de  torne  uppe  der  sluse  kostede  IF  mark 
it^m  let  he  breken  van  der  sluse  iseren  vppe  X  mark. 
Item  nemen  vnse  borgere  to  Molne  in  dem  vorscreuenen  vorsatlikenbrande 
^nde  roue  desse  nascreuenen  schaden: 


'^^rslen  Schomaker  .     .     .     .     C  mrc. 

*^anneman .  CL     ^ 

^<>deke  Zedorp C     ^ 

^^  ressemansche C     * 

^^erneke  Pesser     .     .     .        LXXX     * 

^^^  ester  Jacob CL     ^ 

^yzansche        C     ^ 

^'^^ns  Berndes C     ^ 

^^^ter  Fund L     * 

^^inmeke  Meyer    ....        CL     ^ 
—  4  awes  Zedorp   ....      LXXX     ^ 

'-•  •to  Kuter X  mrc.  et  C 

^^lowe  C  mrc. 

^  I  rik  Go(l)tsmit       .     .     .      CCCC     . 

T^ideke  Vur CC     ^ 

■^^rsten  Brand XL     ^ 


Hatenheten XXX  mrc. 

Hogeclawes C     s^ 

Bramstede C     ^ 

Borchard  van  Breniis       .     .     .    C     « 

Hermen  Wilde XXX     . 

Heynek  Neyt L     * 

Stute  van  Gysenstorp       .     .    CCC     * 
Tydeke  Herdink       ....       CC     ^ 

Berchman CCC     ^ 

Brutfyn CC     ^ 

Diderik  Grand CC     *» 

Ludeke  de  Kulen    .     .    XXX  mrc.  et  C 

Bynnenvors C  mrc. 

Tydeke  Reymers     .     .      XX  mrc.  et  C 

Ecgerd  Grand C  mrc. 

her  Bertold  Hertoge    .      XL  mrc.  et  C 


42 


1418.     Aug.  3. 


Hans  Kersern C  mrc. 

Pantemansche CL     ^ 

Bernd  Brucge XL     * 

Staueleke C     * 

Reyneke  Folter LX  ^ 

Clawes  Jode CCC  ^ 

Brun  Kerzen CL  * 

Henneke  Predeker        .     .     .     .    C  ^ 

Brand  Scroder XL  * 

Bredeiield       ....      XX  mrc.  et  C 

Vunstorp CL  mrc. 

Heyneke  Lore CL  *= 

Stenbekker     ....      XX  mrc.  et  C 

Wedderhoued LX  mrc. 

Pamperinsche LX  ^ 

Hans  Kersern C  * 

her  Gland CL  ^ 

Heyneke  Springup       .     .  XL  ? 

Wolter  Bissowe C  * 

Waltuossche XXX  ^ 

Arnd  Bussow LX  *= 

Ludeke  Piper LX  ^^ 

Struk LXX  ^ 

Panssenhagen L  .^ 

Heyne  Kutele CC  * 

Langemake C  ^ 

Gorbeke XXX  ^ 

Dytmer  Predeker    ....    CCC  ^ 

Clawes  Sabensse     ....      CC  ^ 

Cort  Roper CIj  ^ 

Brun  Martsen XXX  ^ 

Holtorp L  ^ 

Vuzune XL  ^ 

Peter  Dene L  ^ 

Turlut XL  * 

Duncker XXX  < 


her  Jordan   .      .     .     .     , 

.     .     .    L  n 

Godeke  Wegener   .     . 

.     .      XL 

Clawes  Brumrner   .     . 

.     .      XL 

Hernien  Gus      .     .     . 

.     .      XX 

Vicco  Greben     .     .     . 

.     .      CL 

Cord  Wilier        .     .     . 

.     .      CL 

Tideke  Habe      .     .     . 

.      LXXX 

Albert  Disnacke      .     . 

.     .      CL 

Siuert  Stubbe     .     .     .     , 

.     .      XL 

Drauene 

.    .   XXX 

Stint 

LXXX 

Scheie        

.     .     .   L 

Gnarrik 

.     .      CL 

Pattense 

.      XL 

Heyne  Grote      .     .     .     , 

.   XXX 

Beke  M oilers      .     .     . 

.     .        M 

Berchstede 

.      CL 

Lutowe 

.      CC 

Kruzing 

LXXX 

Dulstok 

,     .      XL 

Borchwedel 

LXXX 

Imtnenhusen       .     .     .     . 

.  XXX 

Henning  Holt     .     .     .     . 

,     .  XXX 

her  Lore  

,     .      CC 

Clawes 

.      CL 

Brucman 

.     .    C 

Bernd  Lore         .     .     .     . 

.      LX 

Langewilken       .     .     .      . 

.      CC 

Bruniener 

.      CC 

Hennike  Hals     .     .     .     . 

cccc 

Gellich  Rosenborch     .     . 

CCCL 

Clawes  Wur 

LXXX 

Radeke  Scappe .     .     .     . 

.      CC 

Hennike  Kutel    .     .     . 

.    .   CCC 

Vadder  Johan     .     .     .     . 

.      CL 

Vollan        

.      XL 

1418.     Aug.  3. 


43 


Waker CL  inrc. 

Crosse CL     * 

Damerowe XL     ^ 

her  Vrestorp C     ^ 

Vitus CL     - 

her  Kroger CC     ^ 

her  Brand CCC     * 

her  Rike CC     ^ 

Peseke LX     ^ 

Bier XXX  inrc.  et  C 

tlinrik  Vur CC  mrc. 

rymme  Holste XXV     ? 

Witling XXV     . 

W  liken  Voget     .....  XXV     . 

Wiiluerod        CL     t- 

^Idepollene CC     ^ 

-•aiicowe CC     ^ 

-•udeke  Sabensse    ....      CL     ^ 
-udeke  Brand     .     .     .      XL  mrc,  et  C 

'^ns  Dusow C  mrc. 

Vulter  Habe CCC     ^ 

'ermen  Bruns CCL     ^ 

liiirik  Cruse       .     .     .       CCCCCC     ^ 
a  cob  Henke       .     .      LXXX  mrc.  et  C 

'ans  Prutze        C  mrc. 

iatow LXXX     . 

^eter  Reynek     ....   X  mrc.  et  C 
lichael      ....      LXXX  nirc.  et  C 
'eynek  Dreger       ....     XL  mrc. 
ydeke  Lore       ....      LXXX     -- 
'ermen  Lore      .     .     .     .  X  mrc.  et  C 

tans  Holste X     ^        et  C 

'larquarl  Scroder  ...     .     XV  mrc. 

^amerowe L     ^ 

^>wartowe LXXX     ^. 

**uscow CL     ^ 


Hans  Herder IIIF  mrc. 

Ludeke  Hamborch        ...       V^  ^ 

Holbe LX  ^ 

her  Danneke C  ^^ 

Peter  Wegener        .     .      XX  mrc.  et  C 

Ludeke  Wegener    ....  LXX  mrc. 

Heyne  Dregers  wiff     .     .     .      XL  * 

liemmeke  Bercowe      ...       W  ^ 

Hermen  Kreye XL  ^ 

Pluchsole \j  s 

Hermen  Schilling    ....      LX  ^ 

her  Disnacke CL  * 

her  Schilling XXX  * 

Hartman         XXVI  * 

Bate XL  * 

Hermen  Hunger      ....  XXX  ^ 

her  Wangelow CC  ^ 

her  Rulowe C  ^ 

VoUerd  Visscher     .     .     .       XXX  ^ 

her  Peter XXX  * 

Hans  Bocke XL  * 

Reme XXX  ^ 

Culebus XL  ^ 

Drewes  Hunger       .     .     .        XXX  ^ 

Olde  Krege XL  . 

Godeke  Schillink C  ^ 

HuUevulle XX  ^ 

Gobele XXX  ^ 

her  Boken C  * 

Hinrich  Sten L  ^ 

Templym LX  ^ 

Willem        XX  . 

Beke  Vogedes XX  ^ 

Enner  Carnificis      ....      LX  ^ 

Eylenhorst LXX  ^ 

Bernd  Hamme C  ^ 

6* 


Item    so    heft  de  Hilgegest  bynnen  Molne  an   siner   kerken  vnde    an  bi 
weten,  ornat  vnde  alle  siner  tobehoringe    to  beiden   altaren   schaden   genami 

van  des  vorscreuenen  brandes  wegen        M  mark. 

Item  hebbe  wy  van  des  vorscreuenen  brandes  vnde  roues  wegen  schaden 
genomen  an  doren,  tornen,  bussen  vnde  anderen  weren  M  mark. 

Item  hebben  vnse  vorscreuene  borgere  vnde  de  nu  nicht  jegenwardich 
en  zyn,  in  dem  vorscreuenen  brande  schaden  namen  vppe  M  mark. 

Vortmer  so  vorbrande  vrowen  vnde  manne  bynnen  vnsem  wicbelde  Molne -^ 
in  dem  vorscreuenen  brande,  dar,  also  wy  hopen,  de  ergenante  here  hertoge  * 
van  Sassen  vns  lykes  vnde  andwordes  van  phchtich  sy. 

Item  is  ok  de  ergenante  hertoge  ichteswelken  vnsen  borgeren  to  Molne 
witliker  schuld   plichtich.  de  se  gerne  betaled  hadden    .     .     .     L  mark. 

Item  entweldigede  de  ergenante  hertoge  den  vorstenderen  des  Hilgen* 
gestes  bynnen  Molne  VIII  mark  geldes,  de  se  hadden  an  dem  dorpe  Berchowe 
vnde  in  der  molen  darsulues^  dar  se  withke  bezegelde  breue  vnde  orkunde  vp 
hadden,  de  en  ok  in  dem  vorscreuenen  blende  vorbrand  worden. 

Item  nemen  vnse  denre  to  Molne  in  dem  vorscreuenen  vorsatliken 
brande  vnde  roue  dessen  nascreuenen  schaden,  alse  dat  em  genomen  vnde 
vorbrand  ward 

Hans  Gruwel  in  erue  vnde  gude XLV  mark 

Tydeke  BuUe XXX     . 

Hinrik  Dreyer XXI      * 

Rime VII      . 

Polinge XX      * 

Pawei  Kopken V 

Heyneken  Westphale XIIII      ^ 

Item  harns,  dat  vnsen  denren  to  Molne  in  der  vorscreuenen  schicht  vor- 
brande  vnde  genomen  wart^  was  also  gut  alse       .....       L  mark 

Item  Hacheden  vp  der  Nedderen  sluse  wart  genomen  vppe XXVIII  ^ 
Item  Ludeken  to  der  Vredeborch        ......       XXVIII      ^ 

Item  deme  sluse  mestere  vor  Molne  vorbrande  vnde  wart  genomen  vppe 

LX  mark 

1)  Die  Anxahl  der  bier  genaDnten  Peraonen  ist  i79,  der  Gesammtbetrag'des  von  ihnen  aogegebenen  Soha4Mi» 
81,446  n^ 


1418.     Aug.  3.  47 

rechtp,   alse  wy  hopen^  weike  maninge  vnde  voruolch  doch  van  sineiii  ouersten 
noch  anders  jeinende   to   der   tyd  nicht  geschen  en  was. 

Item  efte  de  ergenante  hertoge  wolde  secgen,  dat  he  vmme  alle  vor- 
screuene  schichte  mit  der  stad  Lubeke  gevlegen  vnde  vorened  were,  vnde  toge 
des  to  der  stad  Lubeke  bezegelden  breue,  dar  secge  wy  to,  dat  de  jenne,  de 
8Jk  to  der  tyd  vor  borgermestere  vnde  radlude  to  Lubeke  helden,  dat  ouerto- 
^  geuen  nicht  mechtich  en  weren.  Ok  so  enweren  se  des  ingezegrls  nicht 
mechticli.  wat  to  uorzegelende  vppe  de  stad,  ere  borgere  vnde  inwonere,  sunt 
dein  male  dat  den  suhien,  de  sic  do  vor  borgermestere  vnde  radlude  helden, 
vppedafum  des  breues  alle  regement,  radstol  vorwesinge,  boke,  slotele,  porten, 
ingezegele  vnde  andere  herlicheide  der  stad  Lubeke  mit  des  hilgen  rikes  rechte, 
dat  doch  nicht  hemelik.  sunder  auer  alle  Dudesche  land  was  openbar,  afgedeled 
vnde  afgevunden  was,  des  wy  ten  an  de  rechtbreue,  vnde  hopen  hyrumme, 
dat  de  degedinge  scholen  vnkreftich  vnde  machtlos  wesen,  nademe  dat  se 
nicht  geschen  vnde  geuen  syn  van  den  jennen,  den  dat  ryke  regiment,  slotele, 
bokp,  ingesegele  etc.  todeled  vnde  togevunden  hadde,  vnde  truwen  to  Gode 
vnde  to  rechte,  dat  de  zake  noch  gentzliken  open  sta.' 

Item  nam  hertoge  Johan,  dem  God  gnedich  sy,  ichteswanne  des  erge- 
nanten  hertogen  Erikes  broder,  vp  den  prouest  to  Razeborch  to  Demeren  koye, 
de  her  Jordan  Plescowen  tohorden,  de  sine  bur  van  Vytoliestorpe^  dar  in  de 
weyde  gedreuen  hadden,  dar  doch  vp  gedegedinged  wart  vormiddest  Hinrike 
ran  der  Gartowe  vnde  Hinrik  Schacken,  also  dat  de  ergenante  hertoge  Johan 
hern  Jordan  vor  de  koge  vorscreuen  schulde  geuen  XIIII  mark,  doch  so  is  des 
nicht  geschen. 

Item  so  let  de  ergenante   hertoge   Erik    mit   gewald  eyn  recht  holden    to 

Tzanskeneue  in  Wicger  Brekewoldes  gude,  vnses  borgers,  vnde  vnderwant  sik  des 

saiuen  gudes  vor  dat  syne,  vnde  darvp  dat  he  sik  des  gudes  vnderwant,  reden 

de  Holsten,  syne  vyande,    dar  yn   vnde   nemen   an   perden   vnde  an  queke  vppe 

Ul^  mark,  vnde  wy  hopen  to  rechte,  nademe  de  schade  van  siner  wegeri.,  also 

irorscreuen   is,  geschen  is,  he  schole  Wicgere  den  schaden  vorboten. 

Item  ys  de  ergenannte  hertoge  Wicger  Brekewolde  erbenomet  schuldich 
^XIX  mark,  dar  he  witlike  orkunde  vp  heft,  de  erne  doch  bet  herto,  aJlene  he 
ar  doch  vele  vmme  gemanet  heft,  nicht  mochten   betalet  werden. 

Item  let  de  ergenante  here   hertoghe  enem  vnser   borgere   geheten    [der 

1)  Diese  AnfTassang  der  Vertrftge  vom   19.  Jan.  1410    (Bd.  V  ^V  294,  295)    hat  spAtcr  das  Konigllche  Hof- 
gericht  nicht  best&tigt.     Vgl.  M  56.  2^  lies  Victoriestorpe,  jetzt  Torriesdorf 


NarAe  fehlt)    neinen    eyn   perd  darunime^    dat  id  vppe  der  Eliie  in  dem  strande 
init  eneme  vote  int  ys  trad,  vnde  zede,  id  were  vorboret,  dat  doch  teghen  recht 
ys,  vnde  allene  he  dat   sulue   perd,   dem    erbenonieden   (der  Name  fehlt)  louede 
wedder  to  geuende,  so  en  ys  dat  doch  nicht  geschen. 

Item  let  de  ergenante  hertoge  nemen  Cieneuelde,  enem  katenmann^^ 
vnsem  borger,  llll  perde,  II  kogele,  II  zedele,  II  swerde  vnde  II  tome,  gerekermt 
vppe  XXX  mark,  vnde  allene  he  eme  de  to  Razeborch  louede  to  geldende,  d^*  s 
woi  III  jar  is^  so  en  is  des  doch  nicht  geschen. 

Item  nam  Herman  Scharpenberg,  des  ergenanten  hertogen  man,  her-*' 
Johanne  Crispin^  vnses  rades  kumpan,  tor  Wuluenowe,  devt^yle  he  buten  Lubek  '^ 
was,  in  koyen,  zwinen  vnde  anderen  dingen   vp  IP  mark. 

Item    schattede    de     ergenante    hertoge   vnsen    borgeren  Clawes    Holster*^ 
vnde  Hinrik  Toben  atl'  XL  rede  mark  vnde  III  par  hasen,  dat  par  van  XII  schill.. 
bouen  cr  gerede,  dat  he  en  nam,  vnde  dat  schach  in  dem  kryge   vorscreuen. 

Item    is    de    ergenante    hertoge   vnser   stad    schuldich   11^   mark   lub.   van  ^ 
des  dammes   vnde   gruntwerkes   wegen    der  molen   tor  Bokhorst,   dar   wy  sineo 
besegelden  breff  vp  hebben;    begere  wy,  dat  he  vns  de,  also  sin  breff  bewysed, 
betale.* 

Item  beswared  de  ergenante  hertoge  de  vnsen  mit  vmplichtigen  tollen 
vp  der  Stekenitze  vnde  vp  der  Waknitze,  des,  also  wy  hopen,  he  nicht  don  en 
moge  noch  en  schole  van  rechtes  wegen. 

Item  heft  de  ergenante  hertoge  ouer  de  vnse,  de  in  sinem  lande  quick 
plegen  to  kopen,  enen  vnwonliken  tollen  gesad,  also  dat  se  moten  geuen  van 
ener  ko  also  vele,  van  einen  schape  edder  swine  also  vele  etc.,  wy  hopen  to 
rechte,  dat  he  den  afdon  schole. 

Item  let  de  ergenante  (hertoge)  eneme  vnser  borger  geheten  Sparke 
nemen  ene  pannen,  de  he  wolde  sant  hebben  to  Stade,  vnde  let  se  bringen 
vppe  Louenborch,  de  also  gu<l  was,  alse  XLV  mark. 

Item  deyt  de  ergenante  hertoge  wedderstand  vnsen  borgeren,  de  datwer 
vppe  deme  Ratzeborger  see  vorstan,  indeme  dat  he  se  vorwelden  let  in  erer 
vischerie  legen  de  bezegelden  breue,  de  sine  olderen  darvp  gegeuen  hebben. 

Item  sette  wy  vnde  clagen,  dat,  indeme  do  wy  in  handelinge  weren  mit 
dem  irluchtigen  vorsten  hertogen  Erike,  ichteswanne  des  ergenanten  hertogen 
Erikes    vadere    milder    dechtnisse,    vmme  den    grauen    de    Deluene    geheten    to 


I)  Der  Ilerzog  war  vcrpflichtot,  die  U&lftc  der  UntorhaltungskostcQ  zu  tragen.    Vgl.  Bd.  V.M  S94  8.  3S5. 


1418.     Aug.  3.  49 

grauende  vnde  verdich  to  makende^  des  he  doch  van  dem  heren  koninge  Alberte 
van  Sweden  etc.  guder  dechtnisse  nicht  vryen  en  konde,  dal  men  ene  groue, 
vmme  ansprake^  de  sine  herlicheid  darto  hadde,  vnde  schulde  de  sulue  here 
koning  Albert  sine  gunst  darto  keren,  dat  de  vorscreuene  graue  vortgank  krege, 
wy  musten  erne  louen  VI^  mark  lubesch,*  vnde  darentegen  wart  gedegedinged 
vnde  vorramed,  ok  iouede  id  vns  ok  de  erbenomede  here  hertoge  Erik,  deme  God 
gnedich  sy,  mundliken,  dat  wy,  wanne  de  vorscreuenen  XVII  jare  vmmekomen 
weren,  alse  wy  den  tollen  up  den  vorscrenenen  grauen  allene  upboren  scholden, 
darna  noch  X  jare  den  suiuen  tollen  ok  allene  upboren  schollen  vmme  den 
willen,  dat  wy  koning  Alberte  erbenomed  vornogeden,  alse  vorgescreuen  is, 
worvinrne  wy  hopen,  dat  wy  den  vorscrenenen  tollen  noch  jo  X  jar  vpboren 
scholen,  edder  de  ergenante  hertoge  Erik  schole  vnsen  willen  maken  vmme  de 
vorscreuenen  VP  mark. 

Alle  desse  vorbenomede  clage,  ansprake  vnde   articule  bliue  wy  borger- 

niestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke  van  vnser  stad,  vnser  borgere  to  Lu- 

beke  vnde  to  Molne,  vnser  denre  vnde  lansten  wegene  mit  craft  desses  breues 

by   jw    erbaren     heren    borgentiestere    vnde     radmanne,     vulmechtige     rades- 

sendeboden   der    gemenen   stede  van  der  Dudeschen  henze    nu   tor  tyd  bynnen 

Lubeke  to  dage  vorgadderd,  vnsen  leuen  vrunden,  in  rechte  edder  vrunscop  to 

schedende,  vnde  bidden  begerliken,  dat  juwe  erbarheyde  den  vakenomeden  heren 

hertogen    van    Sassen    etc.     vnde    vns    also   darouer    vorscheden    willen,    doch 

by  dessem    vnderschede,    weret    dat    juwe    erbarheide    desse    zake    in    rechte 

nicht  vorscheden    en    wolden,    dat    juwe   erbarheyde   ok    denne    nyne    vruntlike 

schedinge  af  en  secgen,  wy  en  weten  to  voren,  wo  de  vrunscop  luden  schole, 

vnde  dat  de  vruntscop  affgesecht  werde  mit  vnsen  willen.     To  merer  tuchnisse 

desser  vorgescreuenen   stucke  is  vnser  stad  secret  na  vnsem   hete  vnde  willen 

g^edrucket  neddene  vor  desse  scriift.  Datum  anno  Domini  M  CCCC  XVIII,  ipso 

die  Inuencionis  sancti  Stephani. 

Nach   dem   Concept   auf  Papier,     Ea    charakteriairt  sich  aU  soiches  durch  die  an    tvoei  Stelien  vorhandenen 

LudkeUy  die  vor  der  Uebergahe  der  Schri/t  haben  ausge/ttUt  sein  mHaaen. 


I)  140S,  Oct.  22.     Vgl.  Bd.  V  .^  57  u.  58. 


50 


1418.     Aug.  3. 


Klageartikel  des  Herzogs  Erich   V.  von  Snchsen-Lauenbury  gegen  die  Stadt  Libd 
1418.     Aug.  .?.» 

VVy  Erik,  van  Godes  gnaden  hertoge  to  Sassen,  to  Engheren  viide  West- 
ualen,  des  Roinischen  rikes  korforste  vnde  marschalk,  bringen  an  iu  ersamm 
radessendeboden  der  Dudeschen  liensestede  nii  to  Liibeke  vorgaddert,  vnses 
lenen  frunden,  alse  an  vse  schedeslude  dess^e  nagescreuene  articule  vnde  setlinge, 
dar  wi  mede  anspreken  den  rad  vnde  de  borgliere  to  Lubeke  vor  vnse  rechL 

To  deni  ersten  male  van  hern  Crispins  wegen  etc.  Vnde  wi  enwillel 
darniede  nicht  vulborden  vnde  ok  nicht  tolaten  vnde  nenerleye  wys  bekeooea 
articule  eFte  settinge  dessuluen  heren  Johannis  Crispins  in  desser  sake,  de  he 
jeghen  vns  setten  inochte^  wente  se  sint  vnrecht,  vndreplik,  vnendich  gesellel, 
gemaket  vnde  ghedichtet  vnde  bedacht  vnde  nicht  war,  degher  vnde  al  thegheo 
dat  mene  recht,  alse  en  jewelk  erkennen  niach,  de  se  anziith,  vnde  oft  sethujet 
worden,  so  inochten  se  doch  em  nicht  helpen  efte  vromen,  vnde  mocbten  vds 
ok  in  vnseai  rechte  nicht  hinderen  efte  schaden. 

In  dat  erste  sette  wy  vnde  willen  tughen  alse  verne,  alse  vs  des  not  is 
vnde  nicht  vorder^  dat  de  greueschop  to  Rasseborg  rnit  al  erer  tobehoringe, 
mit  nianschop  vnde  guderen,  bynnen  vnde  buten  erer  vnde  ander  lande  land- 
schedinge,  heft  ghehort  vnde  is  geweset  vser  saligen  olderen,  hertogen  to  Sasseo 
etc.,  X  XX  XXX  XL  C  jar  vnde  dar  enbouen  so  lange,  dat  des  nemao  anders 
denken   rnach,  vnde  is  noch  vse  also  vnde  vser  brodere. 

Item  alse  liggen   vse  dorp  Crummesse.^  Nyenmarke  in   vser  vorscreueneo 
greuescop    vnde    horen    darto,    vnde   sint    vser   olderen    de    vorscreuene  tyd  g^ 
weset,  vnde  sin   nfl   vse  vnde   vser  brodere  vnde  anders  nemandes,  vnde  liggea 
darynne  vnde  sint  eyndeelvser  vorscreuenen  greueschop  vnuorden(k)licb  dat  is, 
war,  witlich  geriichte  vnde  landkundich. 

Item  dat  vele  der  manschop  gheheten  van  Crummesse,  alse  by  naiuen 
her  Eghard,  ridder,  her  Eghard  von  Crummesse,  ridder,  siu  sone,  de  suluen 
dorpe  van  vsen  vorscreuenen  olderen  hadden  to  lene  vnde  en  ridderdenst  daraff 
deden,  alse  ere  nakomelinge  wente  herto  vnsen  olderen  vnde  vs  vortan  gedar 
hebben,  vnde  wan  se  nicht  leng  denen  konden  efte  wolden,  dat  se  denne  vsei 
olderen  efte  vs  de  vorschreuenen  gudere  vorleten,  dat  is  witlik  vnde  openba 
recht  vnde  warheit  vser  land. 


1)  Vgl.  Bd.  V  M  622. 


1418.     Aug.  3.  51 

Item  so  hebbe  wy  nfl  de  vorscreuenen  gudere  vunden  in  vnechter  were 
hy  her  Johan  Crispin]  vorscreuen,  also  dat  se  nu'  van  vsen  olderen  efte  vs 
vorlaten  sin  efte  vorlegen  dein  suluen  hern  Johanni  Crispin.  Spreke  her  Johan 
Crispin  in  saken  efte  anvalle  edder  mende  he  to  bewisende,  dat  he  etliken  van 
Crummesse  penninge  efte  summen  geldes  hadde  geienet  vppe  de  vorscreuenen 
vse  dorpere  efte  gudere,  vnde  eft  he  darvp  ere  breue  hadde  vnde  bewisen 
konde,  so  seal  he  dorch  recht  ok  vser  olderen,  hertogen  to  Sassen  etc.,  breue 
hebben  vnde  bewisen  konen,  dat  ere  wille  vnde  vulbord  darmede  gheweset  sy, 
vnde  schal  ok  billiken  bewisen,  dat  he  zodanen  riddersadel  hadde  vnde  vns 
sodanen  deost  don  konde  na  vsern  willen,  aise  de  van  Crummesse,  vnde  alse 
sik  geboret. 

Item  eft  her  Johan  Crispin  seggen  wolde  efte  an  sinen  articulen  scriuen, 
dat  he  de  suluen  dorpere  vnde  gudere  an  sine  ghewere  gehad  hadde^  so  segge 
wy  vnde  setten  in  desse  scrift,  dat  wy  in  tiden  darna,  als  vse  leue  vader  her- 
toge  Erik,  hertog  to  Sassen,  starf,  vse  vorscreuene  greueschop  mit  alle  erer 
tobehoringe  to  vns  nemen  als  vnse  vederlike  erue  in  vrede  vnde  rouwelikeit, 
als  wy  scholden,  dat  is  openbar  vnde  war. 

Item  so  sette  wy  vnde  menen  to  bewisende,  dat  wy  in  dem  jare  na 
Cristi  vses  Ueren  gebord  M  CCCC  XII  na  vses  vorscreuenen  vaders  dode  de 
vorscreuene  vse  greueschop  vpiiemen  mit  alle  eren  dorpen,  landen,  mannen 
vnde  luden,  gerichten  vnde  rechte,  mit  gemeneme  nutte  vredelik,  rowelik  vnde 
uutlik  sunder  jemandes  weddersprake^  hinder  ofte  bekummernisse,  men  dat  allene 
herJoban  Crispin  secht,  dat  halue  dorp  to  Crummesse  etc.,  alse  vorscreuen  is, 
hore  erne  to,  doch  nicht  allene  mit  vnrechte,  sunder  deger  vnde  al  wedder  dat 
gemene  recht,  reddelicheit,  wedder  God^  wedder  beschedenheit  vnde  gude  zede 
vnde  gheschicht,  vnde  nicht  mit  rechte. 

Item  so  sette  wy  vnde  menen   to   bewisende ,    dat  wy  darna  in  den  vor- 
screuenen tiden  tosamen  leten  esschen  vnde  geboden  to  komende   darvmme  vse 
manne  vnde  truwen  rad  vnde  richtere,  Johanne,  Hinrik,  Ludeken  Schacken,  Hinrike, 
Henneken  vnde  Otten  van  Crummesse,  Hinrik  van  der  Chartowe  vnde  andere  vele 
vser  manne   vppe    de   brucge    to   Ratzeborg   vnde    leten    darsulues  clagen  ouer 
den  suluen  hern  Johanne  Crispin  van  des  vorscreuenen  hinders  vnde  vnrechtes 
wegen.     De    suluen    richtere   vunden  vns  vor    recht,    wij    scholden    den    suluen 
item  Johanne  vor  recht  esschen  vnde  laden.     Dat  dede  wy,  alse  vnses  landes 

1)  Es  ist  ricbtig,  dass  Erich  III.  und  Erich  IV.  nur  die  Verkftnfe  der  von  Crummesse  an  Gerd  und  Hermann 
Danow,  nicht  die  an  Johann  Crispin,  bestfttigt  haben.     Vgl.  Bd.  IV  M  649.  Bd.  V  J^  270. 

7* 


52  1418.     Aug.  3. 

wonheit  vnde  recht  is,  vp  enen  rechten  richtedach  vnde  seker  rechtesi 
vnde  leten  eme  de  ladinge  in  rechten  tideii  vnde  in  openen  scriften  vnder  i 
ingesegel  by  waraftigen  boden  vorkundigen  vnde  ene  esschen  vnde  aldiis  la 
weike  vnse  richtere,  recht,  clege're,  ladinge  vnde  gerichte  de  sulue  her  J 
vorsmade,  vorsumede  vnde  vnwerdich  duchte,  procuratoren  ofte  antword 
sendende.  Darvmme  he  vs  billichliken  ward  vordelet  an  den  kosten  vnde 
uellich  in   dat  gerichte,  vnde  wunnen  in  der  sake  dat  erste  ordel. 

Darna  van  stund  in  dem  suluen   richte  ward  vs  de  andere  ladinge  eri 
alse    vorscreuen    is,    ouer  den  suluen   hern  Johan,  weIke  ladinge    wy   em 
digen    leten    na    der  wise  der    ersten    ladinge,    alse   eme    de    vorkundiget 
Darna,  alse  de  rechte  tyd  vmme  quam,  vnde  in  dem   rechten  vornomenen  rii 
dage   vnde   to    rechter   tyt   queme   wy  vor  dat  vorscreuene  recht,  de  erger 
her  Johan  quam  nicht  vnde  vorsumede  vnde  vorsmade  dat  recht,  richtere 
klegere,  vnde  wart  vns  botvellich  gedelet  vnde  in  der  koste,  vnde  wunner 
andere  ordel  vnde  beden  de  drudden   ladinge. 

Darna,  als  de  sulue  her  Johan  dat  drudde  recht  vorsmade,  vorsui 
vnde  nicht  vorkomen  wolde,  als  he  de  ersten  twe  gerichte,  richtere,  i 
vnde  klegere  vorsmad  hadde,  vorsmade,  vorsumede  vnde  nicht  vorquam, 
wart  he  vordelet  botuellich  in  dat  gerichte  vnde  vns  vordelet  in  den  ko 
vnde  vse  vorscreuenen  dorpere  worden  vser  herschop,  vs  vnde  vnsen  brod 
togevunden  na  rechter  ansprake  vor  deme  rechten  richtere,  vnde  deger 
al  mit  rechte,  vnde  worden  vor  deme  gerichte  vnde  vormiddels  deme  ricl 
in  dat  gud  vnde  in  de  rechten  were  der  gudere  gesettet  mit  rechte,  mit  h 
vnde  mit  munde,  vnde  dem  suluen  Johanne  wart  sodane  vnrechte  bekum 
nisse  efte  were,  eft  men  dat  so  nomen  mochte,  mit  rechte  vordelet  vnde  de 
verboden  vnde  en  ewelyk  swigent  angelecht  mit  sinem  gebreke.  Dat  is  v 
ruchte,  openbar,  vnde  is  war. 

Item  also  sette  wy  vnde  willen  bewisen,  so  vernfe  vns  des  not  is,  d? 
den  jaren  vnses  Heren  M  CCCC  XV  de  alderdorchluchtigeste  forste,  de  Romi 
koning,  vnse  gnedige  here,  vns  mit  den  suluen  guderen  samentiiken  mit 
suluen  vser  vorscreuenen  greueschop  belenet  heft  vnde  de  vorscreuenen  re 
gestedeget,  gegeuen  vnde  vulbordet.     Dat  is  witlik  vnde  war  vnde  bewislil 

Item  sette  wy  vnde  willen  bewisen,  also  verne  vns  des  not  is,  da 
sulue  her  Johan  Crispin  na  der  vorscreuenen  tyt  vnse  vorscreuene  dorpere  Ci 
messe  etc.  sik  tosecht  heft  vnde  heft  vppenomen  van  vsen  buren  vnde  mai 
vnse   tintze,  renthe,    gudere  vnde   jarlike   guide   wedder  God   vnde    recht,  y 


1418.     Aug.  3.  53 

heft  vns  vnde  vspn  broderen.,  vser  herschop  de  suluen  dorpe  vnde  gudere,  were, 
besittinge  vnde  sodane  rechtes  erues  besittinge  entweldiget  vnde  rofliken  ge- 
nomen  tegen  God,  tegen  vse  vorscreuene  ordelde  recht  vnde  jegen  des  hilgen 
rikes  beleninge  vnde  gemene  vrede  niit  sullefwald.  Dat  is  openbar  vnde  war. 
To  deni  anderen  nnale  schuidege  wi  den  rad  vnde  stad  to  Lubeke,  dat 
se  vns  vorsatich  werden  eres  openen  besegelden  breues,  den  wy  van  en  hebben 
vppe  drehnndert  lubesche  mark  jariiker  rente/  der  se  vns  na  lude  des  breues 
plichtich  sint  to  geuende  alle  jar  vnde  vns  de  vorseten  hebben  to  langen  tyden 
alse  in  dat  achtede  jare,  wente  se  vns  van  den  vorscreuenen  rentlien  men  to 
ener  tyd  als  vppe  sunte  Mychels  dach  na  lude  des  erbenomeden  breues  de 
helfte  der  jarliken  rente  alse  anderlialfhundert  mark  gegeuen  hebben  vnde  an- 
ders  daratV  nicht.  Des  is  der  vorsetenen  rente  also  vele  alse  drevndetwintech- 
hundert  mark  veftich  mark  myn,  hopen  se  sin  vns  an  dem  rechte  der  vor- 
screuenen vser  vorseten  rente  plichtich  to  geuende.  alse  recht  is,  vnde  ores 
openen  besegelden  breues  ph'chtich  to  holdende,  vnde  setten  dat  an  dat  recht. 
Vnde  dat  inhoid  des  besegelden  breues  Iflt  van  worden  to  worden  aldus  (Folgt 
die  Urkunde  Bd.   V  Ao  29  6.) 

Item  schuidege  wy  den  rad  vnde  de  stad  Lubeke,  dat  se  vns  vnse  vederlike 

erue,  alse  vnse  stad  Molne  mit  erer  tobehoringe,  de  wy  mit  anderen  vnsen  landen 

van  dem  ryke  to  lene  hebben,  vorentholden  vnde  hebben  vnde  besitten  vns  vor 

mitwald  vnde  mit  vnrechte,  esschen  de  vorscreuene  vnse  stad  van   en  wedder, 

hopen,  se    sint   vns    des    an    dem    rechteti   plichtich.     Spreken  de  vorscreuenen 

van  Lubeke  hyr  enjegen,  Moine  sy  ere  pand    vnde  sy   en  vorpandet  van  vnsen 

vorelderen   ifte  voruaren^  vnde  teen   des  vppe  opene   bewysinge,   dar   secge  wy 

entegen   vnde   setten  vor  vnse    recht,    vnse    veddere    hertoge  Erik    wonaftich  to 

Bergerdorpe  seliger  dechtnisse,    de    em   de  vorscreuene    vnse   stad   vorpandede, 

en  hadde  nyne   macht,  ichte    en    mochte  in  dem  gerechte  de  vorscreuene  vnse 

stad  den  van  Lubeke  efte  jemende  nicht  vorpanden,  vorsetten   ichte  jenigerleye 

wis  vte  siner  ichte  vte  siner  vedderen  edder  erer   eruen,   vnse  olderen,    weren 

noch  besittinge  bringen  sunder  vnser  elderen  zamentliker  vulbord,  de  dar  doch 

to  der  tyd    nicht  to  enschach,  wente  id   men  sin  lyflucht  was,  nademmale  alse 

vnse  veddere,  hertoge  Erike    saliger    dechtnisse  vorgenant,    eyn   pape  gewyged 

vnde  beplichted   to  der  epistolen  was^,    dat  noch  wol  landkundich    vnde  war    is 

vnde  wy  wol  bewysen  mogen,  als  recht  is,  vnde  darto,  wes  er  siner  tyd  darane 

1)  Bd.  V  AS  296,  443.  2)  Vgl.  ^  25  und  Anmerkung  das. 

3)  ^gl*  Kobhe^  Gesch.  d.  Herz.  Lauenburg,  Bd    2.  S.  58. 


54 


1418.     Aug.  3. 


vorpaiided  was  van  herloge  Alberte.  dat  is  alle  schen  sunder  des  rykes  vb# 
vnser  elderen  vulbord.  ais  doch  iMolne  des  rykes  lengud  vnde  vnse  vederib 
erue  is. 

Spreken  ouer  hyr  entegen  de  van  Lubeke^  dat  vnse  vader  saliger  decbt* 
nisse^  wy  efte  vnse  brodere  en  de  vorscreuenen  breue,  daran  Moine  vorpanM 
ward^  conferuieret  liebben  init  nageuenen  breuen  etc.^  dar  secge  wy  eojegei, 
dat  se  vns  de  breue.  wat  se  der  van  vnseni  brodere  efte  van  vns  bebben,  A 
geenget  vnde  gedrowed  liebben,  wan  wy  van  en  vnse  vederlike  erue  alseMolir, 
dat  se  niit  vnrechte  vnde  sunder  des  rykes  vulbord  beseten  vnde  nocb  besiltn, 
gerne  bi*crechtiged  efte  gewunnen  hadden,  vnde  drungen  vns  denne  de  breie 
aH',  wan  se  vns  niit  eren  niedehulperen  to  hoge  beweldiget  worden,  hopen.  dit 
se  alsodaner  breue  an  deni   recliten   nicht  geneten  niogen  ofte  scholen. 

Vortnier  selte  wy  an  vnse  recht,  dat  wy  eynen  openen  bezegeldeo  brflj 
van    den    van    Lubeke    hebben,    de    van  worde    to   worde    an    latine   ludende  il 
aldus     (Folgt  die  Urkunde  Bd.  Ill  M  324). 

Hope  wy,  nadenie  alse  witlik  is  vnde  wy  wol  bewysen  niogen,  dat  w 
sint  gift  des  erbenonieden  breues  jo  jarlikes  hoge  bouen  de  sunitne^  alseneget* 
hundert  mark  vnde  vertich  mark,  van  Molne  vnde  siner  tobehoringe  vpgeboreJ 
hebben;  wes  se  dar  embouen  jarlikes  vpgeboret  eft  entfangen  hebben,  dat  ff 
bewysen  mogen,  dat  scliole(n  se)  vns  wedderkeren  mit  rechte  eft  afslan  an  defl 
summen,  dar  wy  iMolne  vore  losen  scholefi,  efl  vns  an  den  rechten  tovundei 
worde,  dat  wy  em   Molne  aflosen  scholden. 

Wolden  se  ok  ere  nyen  breue  ten  bouen  dessen  erbenonieden  vnsrt 
bretl'  vnde  den  darmede  doden,  so  secge  wy  to  eren  nyen  breue,  als  wj  ef 
gedan  hebben,  vnde  bouen  dat  so  hebben  de  breue  inne,  de  wy  vnderaoder 
geuen  hebben,  dat  de  nyen  breue  den  olden  nicht  schaden  scholen  etc.,  hopeo^ 
dat  vnse  breff  darmede  by  macht  bliuen  schole  vnde  vns  de  van  Lubeke  den 
holden  scholen. 

To  dessen  vorscreuenen  artikelen  sette  wy  an  vnse  recht  vnde  seggen, 
de  van  Lubeke  hebben  beseten  wente  herto  vnde  noch  besitten  vnde  hebben 
vnse  vorscreuone  stad  Molne  mit  wukere  vnde  is  wuker  in  aller  wyse,  alse  ea 
de  vorpandet  is,  hope  wy,  als  id  vmme  wuker  van  rechte  gan  schal,  wes  s( 
bouen  ere  summon,  dar  en  Molne  vore  vorpandet  is,  jwerle  van  der  suluei 
stad  efte  eren  tobehoringen  vpgebord  efte  jenigerleye  wys  genoten  hebben,  di 
se  vns  dat  an  dem    rechten    plichtich    sint  wedder   to  geuende    vnde    vnse  sts 


56 


1418. 


Aug.  3. 


deden  in  vnser  herscop  alse  vt  den  dorpen.  dede  licgen  an  vnseni  lande  Muk 
behoren  dern  closter  sunte  Johanse  vnde  dein  Hiigen  Geisten  vnde  van  dn 
gudereii^  dede  Gerd  Vogedes  wyf  heft,  welke  bede  vs  doch  geistiik  vnde  weril 
hebben  ouergeuen  vnde  enlwydet.  wente  dat  de(r)  herscop  gude  wonlike  nodbede 
weren  vnde  sin,  vndo  hebben  vs  der  geweigert  niit  wait  ieghen  gude  wonhek^ 
hopen,  se  sint  vs  dar  wandel  vnime  plichtich  vnde  de  bede  noch  vttogiinneufc 
(geuende?). 

Vortnier  so  hebben  ere  bure  van  Holenbeke  vns  vse  holte  aFghehouwei 
heymelik  vnde  openbare  vnde  wech  gevuret,  dat  witlik  is,  hopen,  se  scholei 
se  vns  darvninie  to  rochte  setten. 

Itoni  schuldige  we  de  van  Lubeke,  dat  se  vnde  de  van  Molne  sunt  der 
tyd,  dat  se  sik  an  de  van  Lubeke  holden,  vaken  vnde  vele,  beide  by  dage  vn<le 
by  nachte,  vns  vnde  vsen  inannen  vse  bur  van  vsen  houen  entforet  vnde  eni* 
bracht  hebben  an  ere  stede  sunder  vse  vulbort  vnde  witschop,  vnde  vse  hoae 
vuibesettet  leten,  dar  vse  lant  nicht  en  cleyne  af  vorwostet  is  vnde  wy  des 
groten  schaden  hebben^  den  wi  achten  wol  vppe  twintech  dusent  mark,  dit 
witlik  vnde  war  is,  hopen,  se  scholen  vns  den  schaden  an  dem  recbte 
wedderkeren. 

Ok  schuldege  wy  se^  dat  ere  denere  ichteswanne,  alse  Jodenblut,  Pam- 
perin,  vnde  ere  medehulpere  vellen  vsem  manne  Heruien  Kaarlowen  saliger 
dechtnisse  an  sinen  hoT  to  Roggelin  vnde  slogen  em  darinne  sine  knecbte 
dot  vnde  pucheden  em  den  hof  vt  vnde  nenien  em  dat  kort  vnde  cleine,  alse 
he  dar  hadde,  vnde  deden  em  dat  vnuorclaget  vnde  vnuoruolget  vor  vsem  vi- 
dere  eFte  vor  vs,  alse  wy  men  leue  vnde  vrun(t)schop  mit  den  van  Lubeke 
wusten,  des  de  sulue  Hermen  Karlouwe  sah'ger  dechtnisse  vor  vs  sinen  schaden 
beclaghede  vnde  achtede  wol  vppe  viHiundert  lubesche  mark,  hope  wy,  se 
scholen  sinen  sonen  Hanse  vnde  Vicken  Karlouwen   den  schaden  vorboten. 

Vortmer  schuldige  wy  se,  dat  ere  denere  vaken  vnde  vele  hebben  genouien 
vt  vseme  vnde  vser  manne  gerichte  beide  schuldich  vnde  vnschuldich  sullef* 
weldigen  an  vse  vulbort,  alse  openbar  Marquart  Stal  grep  vsen  armen  man 
Hinrik  Eluer  to  Roseborch  in  sinen  egenen  hus  vnde  vorde  ene  to  Lubeke  io 
sunder  richte  vnde  rede,  dar  se  vs  vnde  vse  manne  ane  vorw^ldigheden,  wente 
wy  efte  vse  manne  em  nu  broksam  worden  rechtes  to  helpende,  wen  se  wene 
anclageden  in  vsem  gerichte,  hopen,  se  scholen  vs  dar  bote  vmme  don,  vndl 
schatteden  erne  af  XXV  mark  mit  vnrechte. 

Ok  so  entholden  se  jarlike    renthe    van  twen   vicarien    in  der   kerken  t 


58 


1418.     Aug.  4. 


Der  Hofrichter  des  Kmigs  Sigtsmund^  Graf  Johann  von  Lupfen,  transsumtrt^  & 
Urkunde  vom  19.  April  i359,  in  welcher  der  Rath  von  LUbeck  sick  w* 
pjlichtety  nicht  mehr  ah  940  infi  jdhrlich  aus  den  EinkUn/ten  von  MSb 
zu  erheben.     i418.     Aug.  4. 

VVir  graf  Johans  von  Luppfen,  lantgraf  zu  Stulingen  vnd  herre  zu  Hohn- 
nack,  des  allerdurchluchtigisten  fursten  vnd  herren^  hern  Sigmunds,  Romischei 
kungs,  zu  allentziiten  nierers  des  richs^  vnd  zu  Vngern  etc.  kungs,  hofrichtff. 
Bekennen  vnd  tun  kunt  offembar  init  disein  brief  alien  den,  die  in  sehen  o^ 
horen  lesen,  daz  wir  einen  brief  gantz  gereclit  vnd  vnuersert  in  bermut,  scbrift 
vnd  insigel  gesehen  vnd  verhort  haben,  der  von  wort  zu  wortte  geschribn 
stund  vnd  lutet  also:  (Folgt  die  Urkunde  Bd.  Ill  JS'i  324).  Vnd  des  zu  vrkoal 
haben  wir  des  heiligen  Roniischen  richs  hofgerichts  insigel  an  disz  vidimus  ta 
hengken.  Geben  zu  Baden,  des  nehsten  donerstags  nach  sant  Peters  tag  ti 
vincula,  nach  Grists  geburt  viertzehenhundert  jar  vnd  dornach  in  dem  acht- 
zehenden  jare. 

Petrus  Wacker. 

Nach  dem  Original  im  Koniglich  Preuasischen  Staataarrkiv  zu  Schieawig.      Von  dem  ankangenden  Ho/geriektfiiegd  i^ 

die  grosaere  Hdlfte  erhalten.     Mitgetheilt  ton  dem  Staataarchivar  Dr.  Hilie. 

Vertrag  wegeii  der  Schulen  zwischen  dein  Rath  und  dein  DomcapiteL  1418.  Aug*  & 

ijuoniam  non  nisi  in  pacis  tempore  bene  colitur  pacis  auctor,  debita  igitor 
meditacione  reuohientps,  quomodo  iam  longis  retroactis  annorum  curriculis  inter 
reuerendum  patrenj^  dominum  Herniannuni  Dwerg,  decretorum  doctorem  sedisqM 
apostolice   prothonotarium    ac    scolasticum   ecclesie  Lubicensis,   ex  vna^  necnon 
quosdam    ciues   et   incolas   ciuitatis  Lubicensis   ac   ipsam  ciuitatern   LubicenseiB 
super  eo,  quod  in  ipsa  ciuitate  Lubicensi  ipsi  ciues  .diuersas  scolas.  vulgaritet 
scrifscole  nominatas^  in   preiudicium    et  lesionem  juriuin   ipsius  scolastrie  Lubi- 
censis contra  ipsius  voluntateni   et  absque  eius  licencia  tenere  et  in  ipsis  scolis 
scolares  ad  scribendum  et  alias  diuersimode  instruere  et  precium  ab   ipsis  sco- 
laribus  habitum  sibi    usurpare    presumpserunt   et   presumunt,   necnon    dampnis^ 
expensis,  penis  et  interesse  in  Romana  curia  questionis  extitit  materia  ventiiata, 


1)  Offenbar  auf  Gesuch  des  Henogs  Erich  von  Lauenburg.     Vgl.  die  Anm.  zu  .^  25. 


1418.     Aug.  7.  61 

Xlill. 

Antwcrt  des  Herzogs  Erich  von  Sachsen-Lauenburg  auf  die  Klage  des  Rathes  von 
Lubeck.     1418.     Aug.  7. 

Wy  Eryk,  van  Codes  gnaden  hertoge  to  Sassen  etc.  Bringen  an  juw, 
ersamen  wisen  manne,  borgermestere  vnde  radmanne,  radessendeboden  der 
Dudesschen  hensestede  nu  to  Lubeke  vorgaddert^  vnse  leuen  vrunde,  vnse  vnde 
vnser  manne  antwerde  tegen  clage  vnde  ansprake  der  borgermestere  vnde  rad- 
manne  der  stad  Lubeke. 

To  dem  ersten  so  neme  wi  vt  vnde  antwerden  to  dem  stucke,  alse  se 
scriuen:  ,,vnde  vfor  he  nicht  to  antworden  wolde,  hope  wi.,  dat  he  des  dorch 
recht  scole  vorwunnen  syn/^  dar  antworde  wi  enteghen^  dat  wi  in  dem  rechte 
nicht  endoruen  vorwunnen  wesen,  icht  wy  en  to  etiyken  eren  anclagen  nicht 
en  antwerden,  dar  wy  van  rechte  nicht  en  doruen  to  antwerden. 

Darmede  so  essche  wy  van  en  al  erer  ansprake  vnde  schuldinge  ene 
rechte  were,  hopen,  ze  sint  vs  des  van  rechte  plicht  to  donde,  alse  wi  se 
esschet  hebben. 

Item  so  benine  (!)  wy  an  vsen  antworden,  icht  wy  to  ichteswelken  eren 
sculdingen  mer  wen  en  antworde  zetteden,  dat  dat  erste  den  lesten,  dat  leste 
dem  ersten  edder  erer  nerghen  en  vnderander  dem  anderen  scaden  scole,  ift 
dat  doden. 

To  der  ersten  sculdinge  antwerde  wy,    ais  se  vns  sculdigen,   dat  wy  en 

vorbreued  vnde  besegelt  hebben,  dat  wy  ere  vyande  nicht  werden  scolen,  wor 

^  erer  to  rechte  mechtich  weren  etc.,  dat  se  vns  bynnen  dessem  guden  louen 

vnde  zate  [vs]  vsen  man  Hermen  Scacken   afgrepen   vnde   den   stockeden   vnde 

blockeden   vnde    pynigeden    in    erer  stad,   dar  wy  vmme   screuen  vnde   an  der 

vorscreuenen  velicheit  vnde  zate  vormaneden,  men  se  vns  den  nicht  quyt  geuen 

wolden,  wol  dat  se  ene  mit  wait  vnde  mit  vnrechte  hadden,  vnde  erer  dar  nicht 

londen  to  rechte  mechtich  wesen,  dar  se  vns  louebreker  ane  worden  also,  alse 

men  in  den   rechte  louenbrekeren  nynen  louen  darf  holden. 

Item  alse  se  scriuen,  dat  wy  en  ere  wicbelde  Molne  aFgewunnen  vnde 
afgebrand  hebben  vnde  dat  wy  vse  entseggebreue  nicht  en  sanden  binnen 
Lubeke  ifte  bynnen  Molne,  dar  antwerde  wy  to,  dat  vns  des  vmme  der  vor- 
screuenen louenbrake  willen  nyn  behof  was,  als  se  to  der  tyd,  alse  wy  Molne 
wunnen,  de  schinbare  lofienbrake  noch  by  syk  hadden,  wente  se  den  suluen 
Schacken  geuangen  vnde  gebunden,  stocket  vnde  blocket  bynnen  Lubeke  hadden 
vnde  ene  to  des  bodels  hus  gesed  hadden  vnuorsculdes,  dat  me  doch  nynen  guden 


62  1418.     Aug.  7. 

inanne  niyt  eren  edder  iiiit  rechte  vnuorsculdes  don  inach.  vnde  vs  dar  nyii 
lyk  edder  wandel  vmrne  gedan  hadden.  Jodoch  so  worde  wy  vnde  weren  hirup 
ere  viende  vnde  sendeden  vnse  entseggebreue  witlyken  vnde  lydege  tnith  en, 
dat  dar  vs  hirvnnne  nyne  sendende  to  eren  vurder  behoF  was,  alse  to  Traue- 
niunde  an  eres  vogedes  lius,  vnde  weren  ere  entsechte  vyende,  vnde  wat  wi  an 
de  vorscreuene  vser  stad  Moine  vnde  an  al  deni  schaden,  den  se  dar  to  nonien, 
samentliken  edder  besunderen  deden  edder  gedan  hebben,  dat  hebbe  wy  niit 
eren  dan  vnde  willen  des  vse  ere  vorantworden,  als  vns  dat  an  vorstlyker  vnde 
rytliker  achte  teniet,  vnde  wo  vnde  wur  vs  dat  boret  to  donde,  vnde  hirup  vt- 
nenie  wy  an  alle  dissen  vsen  antwerden  roF  vnde  brand,  dar  wille  wy  nicht  to 
reclile  gan,  wente  wi  vse  ere   darane  vorantworden  willen,    alse  vorscreuen   is. 

Item  so  antwerde  wy  to  der  vorscreuenen  clage  van  Molne  vnde  dem 
schaden,  dat  to  der  tyd.  alse  wi  vse  erue  Molne  wunnen^  de  stad  xMolrie  der 
van  Lubeke  nicht  en  was  mit  rechte  vnde  noch  nicht  en  is  vnde  erer  nvner- 
leye  wys  wesen  hadde  zint  der  lyd*  dat  se  vie  Molne  vnde  vt  erer  tobehoringhe 
eren  houetsuniinen,  dar  en  Molne  vore  stund,  icht  se  niit  rechte  id  vor  en 
pand  hebben  inochten,  upgebord  hadden,  men  de  sulue  stad  was  vnde  is  vse 
erue^  wat  wi  darane  deden,  dat  dede  (wy)  vser  stad  vnde  vsen  borgeren  van 
Molne,  vnde  den  van  Lubeke  nicht;  hopen,  wy  sint  en  dar  nynes  antwerdes 
in  dem  rechte  vnime  plichtich. 

Item  so  antwerde  (wy)  en  to  al  den  schichten  vnde  scaden,  de  se  scriuen 
an  al  erer  anclage   van  Molne,   dat   darouer   ene   vulkomen   gantzlike   zone    ge- 
degedinget  vnde    gemaket   is;    darane  vnde    ouer  weren  vor   degedingeslude    de 
hochgeborne  furste  hertog  Hinrik   van  Brunswick    vnde  van   Luneborch    zeliger 
dechtnisse  mit  sinen  guden  luden,  als  by  namen  de  eddele  her  Ludolf,  here  to 
Werberge,  her  Hinrik  Wale,  prouest  to  Ebbicstorpp,  her  Harney(d).  prouest  to 
Luchow,   her  Hinrik  Veltem,   her   Hartwich   Hest,    her  Werner   van  Bodendyke, 
her  Guntzel  van   Bertensleuc,    her   Bertold   van   Oldenshusen    vnde   Ludelef  van 
Estorpp,  vnde  ersamen  rade  vt  den  steden,  als  benoinelken  i)er  Marquard  vnde 
her  Albrecht   geheten    Screye   vnde    her    Hiltmer    Lopowe    van    Hamborch,    her 
Albert  van   der  Molen   vnde  her  Hinrik  Bere  van  Luneborch,  alse  wy  disser  vor- 
screuenen zone  vnde  vorenynge  der  stad  Lubeke  opene  besegelde  breue  hebben, 
mit  eren  groten   ingesegei,  des  de  stad  to  Lubeke  also  lange  jar  gebruket  heft, 
alse  vs  des  in  dem  rechte  nod  is. 

Item,  alse  scriuen,  dat  de,   de  do  borgermestere  vnde  radmanne   weren 
to  Lubeke,  vnmechtich  weren  der  stad  ingesegei,  darmede  to  besegeiende   etc., 


1418.     Aug.  7.  63 

we  mogen  datwol  bewisen,  dat  erer  stad  grote  ingesegel  hanged  vor  den  sone- 

breue,  den  wi  hebben^    vnde  de  jenne^  de    do    in    den    rade    to  Lubeke   weren^ 

eren  rad  vnde  radesstol  noch  mede  besitten^  vnde  en   deel  borgermestere  vnde 

radmanne  vnde  noch  andere  inwonere  vnde  borgere    mit  en  vnvorwised  in  der 

stad  sin;  wer  se  mechtich  weren  edder  noch   niechtich  sin,   dat  late  wi  in  dat 

ryke,  dat  dar  to  richtende  heft^  dar  wi  ouerbodich    sin    vor  to  antwerdende  in 

den  zaken. 

Alse    ok    oner    vns    scriuen,  dat    wi    vs    vnderwunden    hebben    mit    wait 
niennich   iar  binnen  den  XVII  iaren  des  toln   vppe  den  grauen  etc.,  dar  dod  se 
vns  mit  der  wald  vnrecht  ane,  wente  vsem  vadere  seliger  dechtnisse  dessuluen 
tolns    erste    besittinge    in    dem    suluen    erbenomeden    degedingen    todegedinget 
iMrard  van  den  erbenomeden   fursten   vnde  heren,  ridderen  vnde    knechten    vnde 
steden,  als  dan  der  suluen  erbenomeden  ere   bref  innehold^  des  wi  hopen  darto 
to  rechte  to  netende,  vnde  vse  vader  besad  den  io  rowelken  vnde  heft  en  vort 
V8  geeruet,  vnde  wy  hebben  ene  to  langen  iaren  vnde  dagen  rowelken   beseten 
vnde  had,  vnde    hebben    ene  van    den    ryke  to  lene,    hopen    ok,    dat    alsodane 
forste  vnde    heren,    riddere  vnde  knechte,    alse  vorscreuen  sin,   vnde   de  erbe- 
nomeden   borgermestere  vnde  radlude  der   stede  Hamborch    vnde   Luneborg   vs 
ienige   machtlose   ifte  valsche  zonebreue  ifte  degedinge  togedegedinget  hebben, 
'^ente   wi    vorware    weten,    dat    se   dar    alto    eriyk   to   weren    vnde  sin.     Ok  en 
fiebbe  wi    van     dem    zuluen    toln    nicht    mer  upgeboret,   wen    de    van    Lubeke 
liebben  gedaen,    vnde   hebben    vele  niyn  wen  se,    vnde   se   vele    mer,   wen  wi, 
daraf  upgeboret,  dar  wi  doch  van  vnsem  dele  den  grauen  hebben  mede   buwen 
holpen  vnde  noch  don. 

Item,  alse  scriuen   van   her  Jordans  Plescowen   wegen,  dat  vse  broder  her- 
t«ge  Johan  guder  dechtnisse  eme  VIII  mark  scolde  (sculdich)  wesen  van   koyen 
etc.,  dat   is  vns  vnwitlykj    wes    he    uppe    usen   doden    brodere    bewisen    kan    na 
Joder  hant  an  den   rechte,  des  wille  wi  gerne  entgelden  in  der  zake. 

Item,  alse  scriuen  van  Vl^icgherd  Brekewoldes  wegen  vmme  dat  gud  to 
Tiantzekeneve  etc.,  dat  gud  to  Tzantzekeneve  vnde  wes  Wicgerd  heft  in  vsem 
'iinde,  dat  is  vse  vnde  sint  dar  mit  rechte  vnde  mit  richte  an  gewised,  alse  gi 
so  vnser  anclage  wol  openbare  vinden. 

Item.,  alse  scriuen  van  dem  suluen  vorgerorden  Brekewold  wegen  vnmie 
iXlX  mark  schult  etc.,  dat  is  vns  vnwitlyk,  vnde  ift  des  wes  sy,  dat  he  bewisen 
moge,  zo  secge  wi  dar  eniegen,  dat  wi  vmme  witlykes  brokes  wegen  also,  als 
dp  sulue  Wicger  vs  roflyken    vse   holt   afgehowen    hadde    laten   vmme   de  Sten* 


64  1418.     Aug.  7. 

horst  vten,  vns  mit  richte  vnde  iriit  rechte  hebben  geweret  laten  vnde  sint  mit 
rechte  vfised  an  al  dat,  dat  he  vnder  vns  hadde.  also  heft  vns  dat  richte  de 
vorscreuene  schult  togevunden^  icht  he  des  wes  bewisen  kone. 

Item,  also  se  scriuen  van  eneni,  dem  wi  en  brokuellich  perd^  dat  vs  so 
vallen  was,  neinen  etc.,  wen  se  vns  den  benomen,  so  wille  wi  dar  gerne  to 
antworden,  jodoch  so  betalede  wi  ener  tyd  vmme  vruntliker  bede  willen  her 
Jordens^  als  he  dat  warfvan  des  rades  wegen  van  Lubeke,  enem  en  perd.  dat 
was  rot,  mit  reden  penningen,  des  wi  in  den  rechten  nicht  ph'chtich  hadden 
wesen. 

Item,  alse  scriuen  van  Cleneveldes  wegen  etc.,  dar  antwerde  wi  to.  dat 
vns  dat  gantz  vnwitlyk  is,  vnde  wen  wi  des  enkede  vormundert  worden.  wor 
vnde  wenne  dat  geschen  sy,  so  wille  wi  dar  gerne  to  antwerden. 

Item,  alse  scriuen  vmme  Hermen  Scharpenberge  van  her  Crispins 
wegen  etc.,  dar  antwerde  wi  to,  dat  id  vns  vnwitlyk  is,  men  wi  willen  gerne  mit 
Hermen  darvmme  spreken  vnde  siner  to  rechte,  als  wi  hopen.  in  der  sake 
niechtich  wesen. 

Item,  alse  scriuen  van  Clawes  Holsten  vnde  Hinrik  Toben  etc.,  dar  ant- 
werde wi  to,  al  de  sake  vnde  schichte  gesonet  sin,  also  wi  vorscreuen  hebben. 

Item,  alse  scriuen  van  IF  mark  schult  van  des  dammes  vnde  gruntwerkes 
wegen  der  molen  to  der  Bochorst  etc.,  dat  is  vns  tomale  vnwitlyk.  Item  also 
se  scriuen  van  deme  toln  uppe  der  Stekenisse  vnde  vppe  der  Wokenisse  etc., 
sege  wi^  den  toln  heft  vse  vader  eruet  vnde  hebben  de  in  vnsen  hebbenden 
were  vnde  guder  besittinge,  hope,  wi  siut  dar  neger  to  beholdende.  wen  se, 
vns  de  mit  slichten  worden  aftosprekende.  Item,  alse  scriuen  van  vnwontlyken 
toln  van  deme  queke  etc.,  dar  antwerde  wi  to.  dat  wi  nvnen  vnwontlvken  toln 
up  ere  hebben  gesad,  men  wi  hebben  mit  rade  vnser  manscop  vmme  vses 
besten  willen  up  dat  quek  an  vseme  lande  en  sette  settet,  hopen.  dat  wi  en 
nvues  antwerdes  darvmme  plichtich  sin^  wente  wi  vse  land  hebben  vn:>  van 
deme  rvke. 

Item,  alse  scriuen  van  ene  pannen,  dede  Sparken  tohorde  etc..  antwerde 
wi,  dat  de  panne  bekummert  is  by  vs  van  vsem  manue  Hermen  Soarpenberg, 
als  van  der  van  Stade  we^en,  darvmme  dat  se  sineme  vedderen  den  koi>  af- 
howen;   kan  he  se  entsetteu,  dat  seal  vse  wille  wul  wesen. 

Item,  alse  scriuen  van  wedderstande  an  visscherie  to  deme  were  up  dem 
Razeborger  zee  etc.,  wen  se  vs  benomen.  wat  wedderstand  id  sy  der  visscherie, 
so  wille  wi  gerne  darto  antwerden. 


1418.     Aug.  7.  65 

Item,  alse  scriuen  van  degedingen  niit  vsem  vadere  seJiger  dechtnisse., 
alse  vmme  den  grauen  de  Deluene  geheten,  alse  se  darmede  an  benomen  ko- 
niog  Alber(t)  guder  dechtnisse  etc.,  wes  se  des  scriuen  in  der  schuldinge,  dar 
antwerde  wi  to,  dat  it  vs  gantzlyken  vnwitlik  is,  vnde  secgen  dar  neen  to. 

Item  so  sette  (wy)  in  vse  antwerde  tegenansprake,  in  watterleye  wys  de 
?aQ  Lubeke  vs  anspreken  van  toln  wegen,  vnde  seggen,  alle  de  toln,  de  wi 
opgeboret  hebben  edder  noch  hebben,  de  hebbe  wi  rnit  rechte,  vnde  vse  vader 
heft  vs  darmede  beeruet,  vnde  hebben  se  van  deme  ryke  to  lene,  hopen,  de 
an  dem  rechte  to  beholdende. 

Setten  ok  an  vnse  antwerde,  dat  up  dem  dage  to  Zarowe  afgesecht 
ward^  dat  wi  vmme  lande  vnde  hide,  vmme  slote  vnde  vmme  ere  tobehoringhe 
vnde  vmme  vse  toln  vnde  wes  wy  hebben  van  deme  ryke,  anders  nerghen  to 
rechte  wolden  gan,  men  vor  dat  ryke^  dar  wi  de  af  hebben,  alse  sik  des  de 
degedingeslude  merkliken  vordenken  mogen. 

Item  so  hebbe  wi  vns  to  alien  dissen  vorscreuenen  vsen  antwerden  vor- 
meringe,  vorbeteringe  vnde  vorhalinge  wend  to  der  tyd  der  vorschedinge,  wo 
vns  des  an  dem  rechte  not  vnde  behof  is,  (vorbeholden). 

Ersamen  vorsigtigen  borgermestere  vnde  radmanne,  vulmechtige  rades- 
sendeboden  der  Dudesschen  hensestede  nu  to  Lubeke  to  dage  vorgaddert,  leuen 
vrunde.  Alle  disser  vorscreuenen  vser  antwerde  samentliken  vnde  besunderen 
blioe  wi  bi  iuw,  des  wi  van  rechten  mogen  bi  iuw  bliuen,  in  vruntscop  edder 
in  rechte  to  vorschedende,  mit  beholdinge  vnser  vdnemynge  vorscreuen,  vnde 
me  vs  de  vruntscop  tovorn  witlik  do,  er  men  se  udsecht,  dat  se  io  sche  mit 
vsem  willen.  To  tuge  vnde  warheid  hebbe  wi  vnse  ingesegel  mit  willen  drucket 
laten  benedden  an  desse  scrift.  Datum  anno  Domini  M  CCCC  XVIII,  dominica 
proiima  ante  festum  Laurencii  martiris  gloriosi. 

Sack  einer  vermuthlich  dem  Rathe  von  Lubeck  mitgetheilten  AbachrifU 


1418.     Aug.  7. 
JULIUL 

Antwort  den  Ratfu  von  Luheck  auf  die  Klage  des  Herzogs  Erich.     141 S.     Aug.    7. 

io  des  iriuchtigen  vorsten.  bertogen  Erikes  van  Sassen  etc.^  anctage^ 
de  he  vor  )w  erbaren  beren  borgerrneistere  vnde  radman.  vulmechtige  rades- 
•endeboden  der  gemenen  $tede  van  der  Dudesschen  henze  bynnen  Lubeke  to 
daghe  vorgaddert,  vnser  beider  gekorne  scbedeslude.  bescreuen  ouergeuen  heff't 
teghen  vns  den  rad  to  Lubeke.  vnse  borgere  vnde  denere^  gheue  wij  jw  ok 
vnse  nascreuen  antworde  bescreuen^  vnde  beholden  vns  vnde  den  vnsen  darane 
touoren  an,  dat  wi  alichtes  unverbunden  sin  willen,  jennich  sette  edder  artikel 
in  vnseni  antworde  begrepen  hogher  to  tHghende  edder  to  bewisende,  den  vns 
vnde  den  vnsen  nod  vnde  behoeft'  ys  vnde  to  rechte  ghebored. 

Vnde  vppe  dat  jw  erbaren  heren,  vnsen  schedesluden,  vnde  alien  vromen 
luden  vnse  antworde  vnde  recht  deste  openbarer  sy,  so  zette  wij  ichteswelke 
stucke  vor  vnde  in  vnse  antworde^  der  vns  to  vnser  antworden  behoefF 
ys,  de  stucke  wij,  alse  verne  vns  des  nod  were  vnde  nicht  vorder,  wol  bewijsen 
niochten  mit  rechte. 

Int  erste  zette  wij,  dat  Lubeke  alse  eyne  keyservrie  stad  van  X  XX  XXX 
XL  L  LX  C  jaren  vnde  lenger  bouen  alle  mynschen  denken  sunderge  vriheit 
vnde  olde  louelike  wonheit  gehat  hefft  went  upp  dessen  dach,  dat  nymant, 
de  den  stoel  des  rades  besittet,  erue  vnde  gud  hebben  edder  kopen  en  schal 
buten  Lubeke,  darvan  he  heren,  vorsten,  vrien  edder  enigeme  anderen  manne 
manschup  efte  denst  plichtich  sij*  efte  to  yenighem  anderen  rechte  mochte  ver- 
bunden  sin,  dat  ys  eyn  apenbar  geruchte  vnde  waer. 

Item,  dat  ichteswanne  her  Segebode  Crispin  zeh'ger  dechtnisse,  hern 
Johan  ('rispins  vader,  lange  vor  XXXII  jaren  dat  halue  dorp  Crummesse,  de 
mole  darsuUies,  de  groten  visscherye  in  deme  zee  tu  Beyendorpe  vnde  dat 
halue  durp  INyemarke  mit  alle  eren  tobehoringen  vnde  eghendome  darane^  nicht 
vdgescheden.  alse  vryg  erffgud,^  vnde  anders  nicht  en  wiste,  dan  dat  de  gudere 
vry  erlgudere  weren,  also  ok  her  Johan  Crispin  anders  noch  nicht  en  weet, 
attgekoft  heft  redelikes,  steden,  vastes  eruekopes  Marquarde  van  Crummesse 
vnde  alle  sine  erfnamen. 

Item,  dat  de  ergenante  her  Segebode,  hern  Johans  zelige  vader,  den   stol 


I)  //acA,  l)«a  alte  Ltib.  Rooht,  S.  804.  8)  Vgl.  Bd.  4  M  363.  366.     Die  folgende  weitlAuaige  Aos- 

einanderteUung  llUst  sohliesaon,  dass  dem  Rathe  beide  Ausfertignngen  vorgelegen  haben.    Er  beriicksich- 
tigt  luerat  M  366  den  ervekop,  dann  ^  863  den  tceddeschat. 


1418.     Aug.  7.  67 

ies  rades  to  Lubeke  to  der  tiit  vor  derne  kope,  in  deme  kope,  na  deme  kope 
weote  to  sineme  ende  mit  eren  vnde  rechte  beseten  hefft^  vnde  he  in  deme 
soloen  gelike  na  sineme  dode^  vnde  dat  her  Seghebode  darumme  scholde  vnde 
mocbte  vor  ene  (vnde)  sine  eruen  der  stad  louelike  vriheit  vnde  gewonte  an  vnde  to 
(deo)  vorgenanten  guderen  bruken  vnde  gheneten. 

Item,  dat  de  ergenante  her  Johans  Crispins  vader,  dewile  he  louede,  na 
irigheit  vnde  gewonde  der  stad  Lubeke  de  vorscreuenen  gudere  alse  vrie  erf- 
pidere  van  macht  des  vorscreuenen  kopes  in  openbarliker  rostliker  vrier  be* 
Mttinge  vnde  weren  hadde  beth  in  synen  doet  van  der  tiid,  dat  de  vorgenante 
Harquard  van  Crummesse  vor  zik  vnde  sine  eruen  den  vorscreuenen  koep  to 
atedeghende  vnde  bij  macht  holdende  der  vorscreuenen  gudere  udgingen  vnde 
vortegben,  welker  he  de  rechte  besitter  was^  alse  vrye  eruegudere  vnde  nicht 
leengudere,  vnde  so  beseten  hadde  tovoren  in  menigen  jaren  rostliken  vnde 
roDwIiken  sunder  yemandes  ansprake. 

Item,  dat  her  Johan  Crispin  na  dode  sines  zeligen  ergenanten  vaders 
aJD  rechte  vnvorscheidene  erfname  was  vnde  bleefF  vnde  hefFt  de  vorscreuenen 
gudere  mit  eren  tobehoringen  alse  vrig  erlFgudere  in  sine  were  vnde  besittinge 
entfangen,  alse  dat  syn  zelige  vader  vore  vnde  he  na  sineme  dode  de  lenger 
den  XXXI  jar  vnde  mannighen  dach  in  rostliker  were  vnde  besittinge  gehat 
bebben  sunder  weddersprake  edder  schuttinge  enighes  rechten  des  vorbenome- 
den  eddelen  fursten  effte  siner  vorevaren  vnde  des  gelikes  Marquardes  van 
Crummesse  de  suluen  gudere  vnde  sine  voreuaren  beseten  hadden  rosth'ken 
vade  rouwliken  darvore  to  mannighen  langen  jaren  alse  vrye  erfgudere  sunder 
jemandes  bisprake. 

Item   so   sette  wi,   sintdemmale   dat  sin    vader   tovoren    beseten   hefft   de 

vorscreuen  gudere  alse  vrie  erfFgudere  vnde   he  darna  in   deme  ghelike   lenger 

daooe  XXXI  jar  vnde  mennighen  dach   vnde  noch  de  were  also  darane  heuet, 

4at  be  des  negher  to  beholdende  sy,  dat  de  gudere  sin  vrye  erff  gudere,  danne 

ie  hertoghe  erbenomet,  dat  se  leengudere  sin,  na  Sassesschem  rechte,  dar  de 

^ere  beleghen  sin,  in  deme  XLIIII  capittele  des  andern  bokes  des  Sassesschen 

fpeigels' vnde  in  deme  boke  des  schedeklotes^  vppe  dat  Sassenspeighel  gemaket. 

I)  Sftchs.  Landr.  B.  II  Art.  43  $  1.  Sve  on  gat  erne  seget  to  lone,  unde  en  ander  seget,  it  si  sin  egen; 
spreket  seH  mit  geliker  were  an,  jene  mat  it  bat  to  egene  behalden  mit  tyier  soepenen  getage,  denne  die 
andere  to  lene.     S.  die  Citate  in  der  Homey er'scheu  Ausgabo  des   Sachsenspiegels.  S)  Richtst 

Landr.  Cap.  87,  $  1.  Claget  en  nppe  gut  undo  secht,  it  si  sin  leen,  de  ander  seobt,  it  si  sin  egen,  unde 
bebbe  gi  beide  nene  gewere  daranne,  so  Trag,  wedder  du  ioht  ueger  tu  bebaldende  sist  dines  egenes  an 
deme  gude,  edder  it  jene  tu  lene  neger  tu  bebaldende  si.  So  vintme,  du  sistes  neger.  So  vrag,  wo  du  dat 
eigen  bebalden  scolest    So  yintme,  mit  drier  scepen  tuge. 

9» 


68  1418.     Aug.  7. 

Item  sette  wij  vnde  is  eyn  kentlich  recht.  dat  eyn  islik  sin  recht,  s 
maninge  vnde  ansprake  mach  vorsumen,  vorspaden  vnde  vorachteren,  also 
erne  sine  vorsumenisse,  vorspadinge  vnde  achterlad  in  rechten  tyden  to  gant: 
vorlust  sines  rechtes  vnde  to  schaden  siner  ansprake  mach  komen,  der  von 
nicht  to  netende,  dat  ys  openbar  vnde  waer. 

So  sette  wij,   eft   wol    de    ergenante   eddele    furste    edder  sine  voruai 
ichteswanne  jennich  recht  an  den  vorscreuenen  guderen  gehad  hadden,  alse 
sik  in  sinen  articulen  vormetet,  dat  unmoghelik  ys  to  louende  vnde  des  wij  ei 
nicht  en  bekennen  efte  to  en  stan^  so  were  doch  dat  recht  in  sik  suluen  do 
machtloes   vnde    vellich    gheworden,    nademe    dat   he    noch    sine   voruaren   d 
vorscreuenen  koep  der  gudere  noch  ere  besittinge  bynnen  der  tijd  des  recht 
alse  XXXI  jar  vnde  dach,  nicht  bispraket  noch  ghehindert  en  hebbet.    Vnde 
Marquard  van  Crummesse  vnde  sine  voruaren   to  mannighen   jaren  tovoren  I 
seten  hadden    alse  vrig    erfpgudere  vnde    nicht    lengudere    sunder  jemandes 
sprake  wente  vppe  de  tijd,  alse  sin  vader  in  de  besittinge  quam,  want  se  her 
Segheboden  erst  to  deme  kope  vnde  na  to  der  besittinge  zweghen  vnde  volgl 
hebben,  vnde  dicke  vnde  mennichwerue  ghebeden  hebben  sinen  vader,  dat 
wolde  liden   bede  up  dat  gud  lijk  sinen  undersaten,   de   erne    siner   bede    ni( 
en  weigherden,  vnde  doch  ny  dat  gud  anspraken  alse  ere  lengudere,  eft  he  ( 
bede  wol  weigherde. 

Item  ok^  nademe  dat  sin  vader  tovoren  vnde  he  na  in   deme  namen  syr 
rechtes  wol  betaleden  erlTliken  kopes    eriiken    in   gudem  geloven,   anders   ni( 
wetende,   dan   dat   vrig  erffgudere  weren,  vnde  mannighen  dach  noch  en  we 
ane  bedrenghenisse    de    vorscreuen  gudere  ghewunnen  vnde  se.leng  wan  XX 
jar  sunder  middel  ane   alle   ansprake   vnde    bewernisse   in    rouweliker  were  I 
seten  vnde  vredeliken  gebruket  hebben,  alse  he  dat  bewisen  mach,  eft  des  n 
were,  vnde  ok^  dat  sin  zelighe  vader  vnde    he   van    alsodanen  eriiken    eren 
deren  vrig  vnde  loueliken  geboren  vnde  ere  ere  vnde  gude  gheruchte  gewai 
hebben^  dat  se  alle  ere  gudere    mit   eren   hebben    vnde    besitten    moghen  vr 
eren   erfnamen  nalaten  to  brukende,  so  hefft  de  erbenomede  eddele  furste  al 
dane  sine  ansprake  vorsumet,  vorspadet  vnde  ghentzliken  vnmechtighet,  wei 
se    doch  vnmechtich  was  vnde    noch   ys,   also  dat  se  in  deme  rechte  nenerl 
macht   noch   vortghank  hebben    en    schole    noch    eme   jenigerleie  huipe  don 
moghe,  sunder  wes  he  hijr  en  bouen  darane  deyt  vnde  vortsettet,  dat  deit 
wedder  gemene  recht,  wedder  God  vnde  alle  reddelicheit. 

Item,  dat  eyn  leenhere  sin  leenrecht  vorlust  bynnen  XXXI  jaren  vnde  er 


1418.     Aug.  7.  69 

daghe,  efft  he  des  gudes  bynnen  der  vorbenoineden  tijd  nicht  erivordert,  de 
dat  gud  alse  vryg  erffgud  besitten  so  lange  tijd,  alse  vorscreuen  steit,  dat  secht 
de  glose  des  keiserrechtes  ouer  de  capittele  keyser  Cordes, '  de  eyn  Sasse 
was,  in  deme  boke  des  lenrechtes  in  deme  rechte,  dat  also  angheit:  Haec  sunt 
cajntukiy  in  deme  C.  Praeterea,  vppe  dat  wort:  non  prescripcione,  dar  so  steit: 
Sed  de  qua  preseripcione  intelliges  tu,  nuinquid  intelliges  eciam  de  prescrip- 
cione  XXX  annorum  uel  XL?  Responsum:  de  preseripcione,  que  datur  titulum 
babentibus  sen  X  annornni  inter  presentes  uel  XX  inter  absentes,  secundum 
quod  de  hoc  dicitur  C.  de  preseripcione  longi  temporis  X  uel  XX  annorum^  que 
merito  hie  dicimus  non  obstat,  cum  alienacio  ipso  iure  nulla  fuit,  quod  enim 
ab  inicio  non  tenet,  tractu  temporis  conualescere  non  potest,  ut  in  constitu- 
cione  Frederici  Imperialem,^  non  intelligendo  de  preseripcione  XXX  uel  XL 
annorum,  per  quam  omnis  tollitur  actio,  ut  C.  de  preseripcione  XXX  annorttm 
Sicut^  contra  desides  enim  et  sui  juris  contemptores  introducte  sunt  huius- 
modi  prescripciones  odiose,  cum  differencia  debeat  esse  inter  desides  et  vigi- 
lantes, ut  C.  de  annali  excepcione  Ut  perfectius*  et  lege  ultima  in  fine,*  vigilan- 
tibas  enim  jura  subueniunt,  ut  que  in  fraudem  creditorum  lege  Pupillus^  in 
fine,  nee  enim  credendum  est,  Romanum  principem,  qui  jura  tuetur,  huius- 
modi  verbo  totam  obseruacionem  de  preseripcione  longi  temporis  multis  vigi- 
liis  excogitatam  atque  inuentarn  euerti  velle  ut  argumento  C.  de  inofficioso 
testamento  Si  quando.  Ok  secht  dat  Sassenrecht,^  dat  eghen  vnde  erue  de 
Sasse  mach  vorswighen  bynnen  XXXI  jaren  vnde  daghe,  in  deme  XL  artikele 
des  ersten  bokes,  a  contrario  suscipit:  Vil  meer  mach  eyn  here  sin  lee(n)recht 
vorsumen,  wanth  mach  eyn  dat  meste,  dat  sin  vrig  erff  eghen,  vorsumen 
bynnen  der  vorscreuenen  tijd,  dat  vele  mer  ys,  vil  de  beth  mach  eyn  bynnen 
der  vorbenomeden  tijd  vorsumen  sin  lenrecht,  dat  vele  myn  ys,  darumme 
secbt  de   schedeklot   des   Sassenspeighels^:   claghet   een    vpp    gud   vnde  sprekt, 

1)  II.  Fend.  40.  Das  Cnpitel  trUgt  die  Uebcrschrift :  De  capitulis  Conradi  und  fAngt  an:  Haec  snnt  capitnla, 
quae  rex  Conradus  fecit  in  Roncalia  de  beneficiis.  Die  hier  in  Betracht  kommcnde  Qlosse  bezieht  sich 
anf  den  Satz  des  Capitels:  .,Practerea  nt  liceat  dominis,  omnes  alienacioncs  fendi  factas  nnlla  obstante 
praescripciono  revocare"  und  anf  das  Wort  praescripcione. 

S)    IL  Feud.  55.     Imperialem  decet  solcrtiam. 

3)  1.  3  Cod.  de  praescr.  XXX  vel  XL  annorum  7,  39. 

4)  1.  2  Cod.  de  annali  except.  7,  40. 

5)  L  3.  Cod    eodem. 

8)   L  24  Dig.  quae  in  fraudem  creditorum  42,  8. 

7)  1.  35  Cod.  de  inofficioso  testamento  3,  28. 

8)  Sftehs.  Landr.  B.  I.  Art.  29.  An  egcne  unde  an  huven  mach  sik  die  Sasse  versvigen  binnen  drittich  jaren 
nnde  jar  undo  daghe,  nnde  er  nicht. 

))   S.  die  S.  67  Anm.  2  citirtc  Stelle,  welche  im   §  2  also  fortfUbrt:     Heddcsta   it  aver  beseten   jar   unde 


i 


1418.     Aug.  7.  73 

eroe  vorgheues  ment  to  entFernende^  des  wij  doch  to  Gode  vnde  to  rechte 
hopen,  dat  he  nicht  doen  en  schol^  noch  en  moghe. 

Item,  eft  wol  de  erbenomede  here  hertoge  mit  jenigen  zaken  bibrachte, 
dit  men  sinen  tuch  horen  scholde,  des  wi  doch  hopen,  dat  in  deine  rechte 
Denerleie  wijs  sin  en  moghe,  nademe  dat  her  Johan  deme  rechte  vnde  tughe 
negbest  is.  vnde  eft  he  alle  sine  artikele  tuget  hadde,  nochtent  en  mochte  dat 
DJcht  wol  Stan,  nademe  dat  her  Johans  vader  vnde  he  lenger  dan  over  XXXI 
jaren  vnde  manigen  dach  mit  rechtem  erfkope  in  de  besittinge  treden  sin 
vnde  beseten  hebbet,  sunder  sine  efte  siner  vorvaren  bisprake.  Doch  sette 
wij  vor  her  Johans  recht,  dat  he  nenerleie  punt  ofte  artikele  mit  sinen  leen- 
mannen,  denstmannen,  richteren,  reden,  amptluden,  vndersaten,  noch  mit 
nenen  anderen  luden,  de  eme  mit  eeden,  horsame,  gebode  edder  enighen 
vrachten  vorplichtet  sin,  tugen  en  moghe,  nademe  dat  he  sin  man  van  den 
gaderen  nicht  en  is,  sunder  he  vnde  sine  vorevaren  de  vorscreuenen  gudere 
alse  vrie  erff'gudere  hebben  beseten,  alse  vore  geroret  is,  vnde  were  zwarlik 
enen  jewelken,  de  vrig  gud  beleghen  hadde  in  eyner  herschop,  dat  de  here 
mit  twen  ofte  meren  siner  manne  mochte  tugen,  dat  dat  lengud  were^  vnde 
dan  alsodane  tuch  in  deme  rechte  scholde  helpen,  wente  dar  were  vaer  an, 
dat  dan  mannich  man  sines  gudes  moste  qwijd  ghan. 

Item,  alse  de  here  hertoghe  Erik  zettet,  dat  (he)  de  vorbenomeden  gudere 

niit  richte  vnde  mit  rechte  in  rouwliker  were  hebbe  gehat  vnde  (her  Johan)  en 

der  were  mit  sulfwalt  entweldighet  hebbe,  des  secge  wij,  dat  de  here  hertoghe 

van  Sassen    ny   mit  richte    vnde  rechte,   alse    recht  ys,  in  der  gudere  were  sij 

^ekomen,   vmme   zake  willen,   alse   vorscreuen  is.     Ok  so  hefft  her  Johan  her- 

toghen  Erike   van  Sassen    der  gudere   mit   sulfwalt   nicht   entweldighet,    sunder 

van  richte,   rechte,   ordele   vnde   gebeide  des  hofgerichtes  des  Romisschen  ko- 

ninges,  koning  Ruprechts  zeligher  dechtnisse,  vnde  des  Romisschen  rykes,  wente 

de  olde  rad  gewunnen  hadde  vnde  noch  hefft   mit  ordele  vnde  mit  rechte  des 

nkes  wedderropinge   vnde   vornichtinge   der    vorvestinge,*    de    de   borgere   van 

Uibeke   ouer    see   vnde   ere  vrund  gedan  hadden,  so  veie  als  an  en  was,  vnde 

<lat  men    enen    jewelken    wedder    laten    scholde   to   sinen   guderen,    der   sik   de 

l^orgere   vnderwunden    hadden,    vnde    dat   hofgerichte   hot   se   wedder   setten  in 

we  were  vnde   besittinge,   vnde   bot    alien   heren,   vorsten,   vryen,  steden  vnde 

vndersaten,  dat  se  deme  olden  rade  gemenlik  vnde   besunder  helpen  scholden, 

dat  86  wedder  to    besittinge    erer    gudere,   de   en   so   teghen    recht   entferdiget 


I)    Bd.  V  M  274. 


10 


1418.    Aug.  7.  75 

dach  ynne  gewesen  hebbent  sunder  bisprake,  recht  vnde  vulmechtich  sij  vnde 
to  ewigen  tiden  vortghank  hebben  schole,  vnde  dat  her  Johan  negher  to  be- 
holdende  sy,  dat  de  gudere  sine  vryg  erfgudere  sin,  dan  de  here  hertoghe 
Erik  vorbenomet,  dat  de  gudere  erne  to  lene  tobehoren,  vnde  dat  her  Johan 
vnde  sine  eruen  de  vorscreuen  gudere  mit  aller  tobehoringe  erfliken  vnde 
ewichliken  besitten  vnde  vort  vor  vry  gud  vorkopen  rnoghen,  vnde  dat  de  er- 
benomede  hochgeborne  Furste  noch  sine  eruen  darane  nuinmerineer  tosecgent 
efte  ansprake  hebden  en  scholen  jenighes  rechtes,  gheestlikes  edder  wernt- 
likes,  vnde  dat  alle  ansprake  vnde  recht  in  sinen  artikelen  begrepen  dot,  un- 
mechtich  vnde  vorsweghen  sin,  vorsumet  vnde  vorspadet  vnde  nicht  geesschet 
noch  ghevordert  bynnen  der  tijd  vnde  daghen  des  rechtes,  vnde  dat  se  vort- 
mer  nyne  stede,  inacht  noch  vortghank  hebben  en  scholen,  vnde  dat  vorder 
alle  gerichte,  de  he  in  sinen  artikelen  roret,  rnachtloes  sin  vnde  van  vorsat- 
liker  wait  vnde  nicht  van  rechte  gheschen  en  sin,  vnde  dat  he  nener  lenware 
der  vorscreuenen  gudere  schole  bruken,  vnde  dat  he  de  allene  vppe  gewal- 
dichlik  unrecht  entfangen  hebbe,  vnde  dat  her  Johan  wedder  an  sin  gud  mit 
richte  vnde  mit  rechte  des  Romisschen  rykes  gekomen  sy  sunder  jennighe 
sulfwalt,  vnde  dat  he  hern  Johanne  vnde  sine  eruen  vor  sik  vnde  sine  eruen 
alle  ansprake  vnde  beswaringe  afdon  schole  mit  richtinge  aller  koste,  schaden 
vnde  bindernisse,  de  her  Johan  darumme  lide  vnde  leden  hebbe,  vnde  vort 
allent,  dat  her  Johan  in  deme  rechte  helpen  mach,  dat  bidde  wij  mit  alien 
vorscreuen  puncten  na  der  besten  wise  des  rechtes,  samentliken  vnde  islik 
besunderen,  mit  ghewonliker  betuchnisse  des  rechtes,  vnde  vorder  nicht  dan 
vns  nod  ys. 

In  der  materie  twisschen  dem  eddeleh  heren  vnde  hern  Johanne  we- 
sende  so  heft  he  sin  recht  vnde  zake  in  den  vorscreuen  artikelen  vnde 
puncten  in  slichten  worden  bescreuen,  beholdende  vns  vullenkomene  macht,  alle 
vnde  islike  artikele  vnde  puncte  to  vormerende,  to  vormynnerende  vnde  to  vor- 
beterende,  udtolecgende  vnde  to  donde  vnde  vorder  ieghen  sine  sake  mer  to 
scriuende  etc. 

Item  so  sette  wij  teghen  den  artikel,  dar  he  inne  schuldiget  den  rad 
nnle  de  stad  Lubeke,  dat  se  erne  vorsatich  werden  enes  openen  breues  ge* 
rored  in  siner  antsprake  etc.,  dat  de  borgermeistere  vnde  raed  der  stad 
Lubeke  vppe  datum  des  breues  weren  buten  Lubeke,  entweldighet  herlicheide, 
regimentes,  porten,  slotele,  bokere  vnde  ingeseghele,  weike  en  doch  alle  to 
d^r  tijt   mit   des   rykes   rechte    toghedelet   vnde  gheordelt,   vnde  den  ghennen, 


b 


1418.     Aug.  7.  77 

littbeke  vor  alle  ansprake  vppe  ere  koste  vnde  schaden  scholen  verantworden 
vnde  der  stad  des  kopes  waren  vor  allesweme,  alse  de  breue  udwisen,  alse 
vorgheroret  ys,  weike  breue  wij  juw  heren  schedesluden  doch  gerne  vor- 
bringen  willen,  efft  des  behoeff  is. 

Item,  alse  he  secht,  dat  de  slad  hebbe  erne  breue  affgheenget  vnde 
nouwet,  dat  de  stad  des  unschuldich  is,  dar  secge  wij  to:  liker  wijs,  alse  de 
ersten  breue  van  sinen  voruaren  der  stad  liubeke  geuen  sin  init  gudern  vrien 
wilien,  so  sin  ok  alle  andere  breue  vppe  Molne  sprekende  ghegheuen  mit 
wolberadem  mode  vnde  gudem  willen  van  hertoghen  Erike  etc.  vnde  sinem 
vadere,  alse  dat  opembar  genoch  is,  vnde  dat  hertughe  Erik,  sin  vader  vnde 
sin  broder  Molne  wolden  hebben  bekrechtighet,  alse  he  bekennet,  teghen  de 
stad  Lubeke,  de  Molne  in  besittinge  vnde  rouwliken  weren  hadden  na  udwi- 
singe  der  breue  van  eren  vorvaren  beseghelt,  de  se  billikest  holden  scholden, 
nademe  se  erFnamen  weren  vnde  he  noch  is,  dar  wolden  se  ghewalt  ane  doen, 
alse  se  deden,  welke  wait  men  wol  moste  sturen,  eft  men  konde  etc. 

Item.)  efft  de  hertoghe  wol  enen  openen  beseghelden  breff  hadde,  alse 
he  settet,  des  wij  nicht  tostan.  vnde  dat  wij  scholen  na  ghiffte  des  breues 
hebben  vpgenomen  ene  groten  summen  etc.,  dar  secge  wij  to,  dat  de  breff 
nicht  udwiset,  eft  de  stad  Lubeke  van  Molne  etc.  des  jares  mer  vpboret,  dan 
IX^  vnde  XL  mark  lubesch,  dat  dat  bore  deme  hertoghen  edder  den  sinen. 

Item  de  breff  hefft  twierleye  sin,  enen,  dat  de  stad  Lubeke  moghe  vp- 
fcoren  IX^'  vnde  XL  mark  vnde  nicht  mer,  vnde  so  h§t  tantum^  in  deme  breue 
so  vele  als  allene  in  deme  Dudescheme,  de  ander  sin  is,  dat  de  stad  Lubeke 
moghe  vpboren  van  Molne  so  vele  alse  IX^  vnde  vertich  mark,  doch  so  ludet 
de  breff  nicht,  dat  se  nicht  mer  moghen  vpboren,  vnde  so  hetet  tantum  in 
Dudesscheme  alse  so  vele,  warumme  en  is  de  stad  in  deme  synne  des  breues, 
alse  tantum  hei  alse  so  vele,  hertoghe  Erik  vnde  den  sinen  van  der  vorder  vp- 
boringe,  der  wij  doch  nicht  tostan,  nicht  plichtich,  na  welkeme  synne  Lubeke 
des  breues  bruken  mach  etc. 

Item,  eft  de  breff*  wol  ghegheuen  were,  des  wij  nicht  tostan,  so  is  he 
docb  ghedodet  mit  deme  nyen  breue,  den  hertoghe  Erikes  vader,  sin  vader 
vnde  he  suluen  der  stad  Lubeke  hebben  ghegheuen,  wente  de  lesten  deghe- 
dinge  breket  de  ersten,  efft  des  nicht  bewart  wert  in  den  lesten  deghedingen, 
in  welken    wol   steit,   dat   de   nye   breff  den  alden,   den  de  stat  van  deme  her- 

I)   Bd.  Ill   M  384   S.  33S.    Der  Rath    entwickAlt  hier  eine  andere  Auffassang,  als  dort  in  der  Ueberschrift 
der  Urknnde  Ansdmck  gefnnden  hat. 


i 
t 


1418.     Aug.  7.  79 

• 

pand,  alse  de  erste  brefF  vnde  de  lesten  breue  udwisen,  scholen  se  unschedelik 
vnder  ander  wesen,  alse  dat  de  leste  bre£F  sprekt.  Warumme  so  en  hefft  de 
sUd  Lubeke  Molne  vnde  sine  tobehoringe  nicht  beseten  mit  woker^  sunder 
wat  de  stad  hefft  vpgheboret^  dat  hefft  se  vpgheboret  alse  dat  ere,  dar  se 
deme  hertoghen  vnde  den  sinen  nicht  plichtich  van  is.  Dat  ok  de  stad 
Lobeke  dye  vnde  vorderff  steit  in  Molne^  dat  wiset  de  olde  breff  clarliken  ud 
in  enem  artikele  aldiis  ludende:  Eciam  si  dictum  opidum  Molne  cum  pre- 
tactis  suis  appertinenciis  a  consulibus  et  ciuibus  Lubicensibus  sepetactis  tra- 
dicione,  expugnacione  seu  alia  fraudulenta  adinuencione  aut  alio  quouis  niodo 
alienatum  fuerit,  quod  Deus  nolit,  extunc  nos  bujusmodi  opidum  et  alia  pre- 
missa  perdidisse,  ipsi  vero  suam  pecuniam,  quam  ob  hoc  expenderunt,  debent 
perdidisse  et  extunc  nos  cum  nostris  vasallis  toto  posse  nostro  ad  hoc  juuare 
deberous,  quod  dictum  opidum  iMolne  cum  suis  appertinenciis  valeant  reha- 
bere  etc.  ' 

Item,   teghen  den  artikel,   dar  de  hertoghe   vns  anschuldighet  van  vnses 

borgbers  wegene,  Wicger  Brekewoldes,  vmme  Tzanskeneue  etc.,  dar  secge  wij 

to  van    Wicgers    wegene,   dat   Sanskeneue    des   hertoghen    van    Sassen    lengud 

vnde  erue  nicht  en  sy,  sunder  Wicgers  vorbenomed  vrie  erffgud  sy,  vnde  sint 

deiD  male   he   vele   jare   in   rouwliker  were   des  gudes  vnde  besittinge  alse  vry 

erffgudere    sij    gewest   vnde    noch    in    der   were    vnde    besittinge    is   van    recht- 

likeme  vnde  redelikeme  kope,  alse  dat  sine  breue  clarliken  udwisen,  so  sy  he 

negber  to  bewisen.  dat  dat  gud  sin  vrig  erfpgud   sy,   dan  de   hertoghe^  dat  dat 

8yn  leengud  sy.     Ok  so   sette   wij,   dat   dat  gud  Sanskeneue  licht  in  der  tobe- 

boringe    der   stad   Molne,   warumme,   efft    dat   gud   leengud   were^   so  horde  de 

leenware  to  der  stad  Lubeke,    vnde   nicht  deme    hertoghen,  na    udwisinge    der 

breue,   olde   vnde   nye,  ouer  Molne    ghegheuen.  welker  stad  willen  vnde  gunst 

Wicger  Brekewolt    hefft,    als  em  des  van    rechte   not  ys  vnde  alse  de  hertoghe 

secbt  in    deme  suluen   artikele,    vnde    eft  Wicger   der   guder  welk  mer  hebbe, 

dar  he  mit  rechte  an  ghewiset  sy,  dar  secge  wij  to,   dat  de  hertoghe  noch  an 

Sanskeneue   noch    an    jenich    ander    gud,    dat   Wicger   Brekewolt   in    hebbender 

were  hefft,  mit  rechte  ghewiset  sy  etc. 

Item,  alse  de  hertoghe  claghed^  wo  dat  Mornewech,  vnse  borgher, 
Tideken  Campouwen,  sinen  armen  manne,  bynnen  Lubeke  afgheschattet  hebbe 
KXX  mark  mit  gewalt  vnde  vnrechte  etc.,  dar  secge  wij  to,  dat  Mornewech 
lemaode  besehattet  en  hebbe   mit  gewalt  edder  unrechte.     Broke  auer  we  an 

1)     Bd.  m  S.  331. 


80  1418.    Aug.  7. 

deine  were  vp  deme  Ratzeborger  zee  vnde  siner  tobehoringe,  dar  twe  vicaric 
mede  bewedemet  sin.  rnoghen  de  vicarij  edder  Mornewech  van  erer  weghe 
richten  edder  richten  laten  mit  rechte,  wente  se  dat  recht  darane  hebbei 
hoghest)  zijdest  vnde  alle  andere  rechte  vnde  gerichte,  aise  de  breue  clarlike 
udwisen^'  de  de  vicarij  vnde  Mornewech  gerne  vorbringen  willen,  eft  men  de 
beghere,  vnde  hirumme  en  niach  he  sik  ok  in  dat  vorscreuene  were  mi 
rechte  nicht  hebben  wisen  laten,  alse  he  scriflPt.  Vnde  des  gelikes  secge  wi 
ok  to  deme  anderen  stucke  van  Morneweges  vnde  DetleflF  Matten  weghen  etc, 
de  Eghard  Springe  vnde  Scheie  Hinrik  bynnen  Lubeke  scholen  ghehinder 
vnde  in  burghehand  gebrocht  hebben  mit  gewalt  vnde  vnrechte,  dat  se  de 
nicht  gedan  hebben  mit  wait  edder  mit  vnrechte,  sunder  darumme^  dat  se  n. 
vele  guder  underrichtinge  vnde  warninge  den  vorscreuen  were  negher  ghe 
visschet  hebben,  dan  se  van  rechte  don  mochten  na  udwisinge  der  breue  u| 
dat  wer  sprekende,  dat  de  vorscreuen  vicarij  edder  Mornewech  edder  anderswe 
deme  de  vicarij  des  ghunnen,  richten  moghen. 

Item,  alse  de  hertoghe  claghet,  dat  erne  Gherd  Voghedes  wijff  sinei 
tollen  vorbehalte  vp  de  Wakenitze  vnde  dat  wij  ene  beweringe  don  in  utwar 
vp  der  Stekenitze  mit  wait  vnde  mit  vnrechte  etc.,  dar  secge  wij  to,  dat  W 
dar  bewisinge  to  hebben  van  keyseren  vnde  koningen,  dat  wij  vnde  de  vnse 
nenes  toUnes  vp  der  Wakenitze  edder  udware  vp  der  Stekenitze  plichtich  < 
sin,  vnde  he  wet  id  ok  wol,  dat  wij  sodaner  udware,  tollen  edder  wo  dat  het< 
schal,  nicht  plichtich  en  sin. 

Item,  alse  he  claghet,  dat  wij  ene  de  bede  to  twen  tiden  vorunthold^ 
hebben,  de  he  dede  in  siner  herschop,  alse  ud  den  dorperen,  dede  horc 
deme  Hilghen  Gheiste  vnde  sunte  Johanse  bynnen  Lubeke,  vnde  ok  Ghei 
Voghedes  wyue,  darto  secge  wij  int  erste,  dat  Gherd  Voghedes  wijff  de  be( 
udghaff,  do  des  hertoghen  suster  erst  beraden  wart,  vnde  hopen,  dat  se  d< 
nicht  anderwerue  udgheuen  en  dome.  Auer  van  des  Hilghen  Gheists  vnde  suni 
Johans  guderen,  dar  secge  wij  to,  dat  de  godeshuse  vp  de  gudere  beseghek 
breue  hebben,  dat  se  vryg  vnde  entslagen  sin  van  alien  alsodanen  bede 
Were  auer  dat  se  weike  gudere  hadden,  dar  se  alsodaner  breue  nicht  vp  ( 
hadden,  dat  men  daraff  do,  alse  sik  dat  ghebort. 

Item,  alse  he  claghet  van  vnser  bure  weghen  to  dem  Holenbeke,  de  en 
scholen  sin  holt  affghehouwen  vnde  entforet  hebben  etc.,  dar  secge  wij  to,  v 
he    de    buren   vor   vns   beclaghen   laten,  wij  willen   erne   gerne  rechtes  ouer  ; 

1)     Urk.  B.  d.  Bisth    Liibcck,  Bd.  1  J^2  239,  472. 


1418.     Aug.  7.  81 

vnde  ouer  eynen  jeweliken,  dar  he  ciaghe  to  hefft,  de  vns  boret  to  vordeghe- 
dingende,  behulpen  wesen. 

Item^  alse  he  claghet^  dat  wij  vnde  de  van  Moine^  dewile  se  sik  an  vns 
^holden  hebben,  vakene  vnde  vele  sine  vnde  siner  rnanne  bure  van  eren 
honen  entforet  hebben  bij  daghe  vnde  bij  nachte  etc.,  dar  secge  wij  to,  dat 
wi)  des  nicht  ghedan  en  hebben  vnde  weten  ok  nynnande  van  den  vnsen,  de  dat 
ghedan  hebbe,  wiste  he  auer  wene  van  den  vnsen,  de  dat  mit  unredelicheit 
yeghen  recht  ghedan  hebbe,  dat  late  he  vns  weten  ^  dar  wille  wy  gerne  by 
don^  also  sik  dat  gheboret 

Item,  alse  he  claghed,  dat  vnse  denere  Jodenblot,  Patnperyn  etc.  sinen 
manne  Herman  Carlouwen  an  sinen  hoff  vellen  to  Rocgelin  vnde  slogen  erne 
%m  knechte  vnde  pucheden  erne  sinen  hoff  etc.  vmbeciaghet  vor  sinem 
vader  efte  vor  em  etc.,  dar  secge  wij  to,  de  sulue  Herman  vnde  sine  knechte 
scbinden  den  copman  vp  der  straten,  dar  vns  vaken  vnde  vele  ciaghe  van 
quemen,  vnde  allene  wij  dat  vorclagheden  vor  des  ergenomeden  her- 
toghen  Erikes  vader  in  breuen  vnde  ok  muntliken,  vnde  ene  ok  suluen 
beden  vnde  warnden^  dat  he  dat  lete,  so  en  halp  vns  dat  doch  nicht.  Doch 
int  lateste  brochte  vns  bewijslike  nod  darto  van  den  beschedigheden,  dat  wij 
ene  vnde  sine  knechte  soken  mosten.  Vnde  wes  dar  vorder  ane  schach^  alse 
eft  den  roueren  dat  gherouede  gud  wedder  nomen  wart  edder  se  gheslaghen 
edder  ghewundet,  dat  dede  wij  mit  rechte  vnde  mochten  dat  woi  don  na  inne- 
bolde  der  breue,  de  wij  van  deme  hilghen  rijke  damp  hebben,'  vnde  darumme 
en  sin  wij  des  ergenanten  Hermans  sonen  nenen  schaden  plichtich  to  vor- 
botende,  wente  wij  darane  nicht  ghedan  en  hebben,  den  dat  wij  mit  rechte 
don  mochten. 

Item,  alse  he  claghet,  dat  Marquart  Stal  sinen  arroen  man  Hinrik  Eluer 
to  Roseborg  grep  in  sinem  eghenen  huse  vnde  vorede  ene  to  Lubeke  in  vnde 
schattede  erne  afiF  XXV  mark  etc.,  hir  schal  Marquart  by  komen.  Vnde  alse 
he  scrifft,  dat  vnse  denere  vakene  beide  schuldeghe  vnde  vnschuldighe  uthe 
sinen  vnde  siner  manne  gerichte  nomen  hebben  mit  sulfwalt  ane  eren  willen 
etc.,  dar  secge  wij  to,  eft  se  de  schuldighen  dar  udgenomen  badden,  dat 
naochten  se  na  vnseme  hete  don  van  vnser  vorscreuen  breue  weghen,  de  wij 
vfin  deme  ryke  hebben,  auer  se  en  hebben  dar  nymande  udghenomen,  de  un- 
schuldich  were,  id  en  were,  dat  he  openbarliken  beruchtet  were  mit  mysdaet. 


1)    Vgl.  Bd.  IV  M  822. 

11 


1418.     Aug.  7.  83 

scholen  de  stad  Lubeke  vor  alle  aiisprake  vride  vor  allesweme  vryen  vnde  ver- 
antworden,  vnde  dat  he  sine  anclaghe  vppe  Molne  vnde  sine  tobehoringe  mit 
nnbeschede  gedan  hebbe  vnde  noch  do,  vnde  he  vnde  sine  eruen  des  vorder 
nicht  don  scholen,  he  edder  sine  eruen  hebben  de  summen  gheldes  betalt  so 
vnde  dar,  alse  ere  beseghelden  breue  udwisen,  vnde  dat  de  van  Lubeke  de 
nyen  breue  hertoghen  Erike  edder  den  sinen  nicht  afipghenouwet  edder  afghe- 
enget  hebben.  Vort,  dat  de  latinessche  brefF  ynneholdende,  wo  de  stad  Lubeke 
jarlikes  nicht  mer  vpboren  schole,  den  IX^  vnde  XL  mark  etc.,  alse  he  secht, 
fhedodet  vnde  vornichtet  sy  niit  deme  lesten  nyen  breue  vnde  ok  doch  deme 
bertogben  vnde  den  sinen  to  nenen  schaden  edder  hulpe  schole  stan.  Vortmer, 
dat  de  stad  Lubeke  vpneme  van  Moine  vnde  siner  tobehoringe  alle  nut,  vp- 
kome,  vrucht  vnde  anvalle,  alse  van  ereme  rechten,  reddeliken,  ghekoften 
^de  sunder  jennighen  woker,  vnde  dat  de  hertoghe  dat  vmbilliken  in  sinen 
artikelen  sette,  sunder  dat  he  des  to  ewighen  tiden  schole  swighen  na  udwi- 
singe  der  olden  breue  myt  den  nyen,  vnde  de  stad  Lubeke  an  Molne  vnde 
siner  tobehoringe  to  ewighen  tyden  vinbekunimert,  erret  vnde  moghet  laten 
schole  na  udwisinge  siner  breue,  vnde  der  stad  Lubeke  vollenkomelken  halden, 
alse  sine  vorvaren,  sin  vader  vnde  he  darna  beseghelt  hebben,  vnde  darna 
Wicger  Brekewolt  an  Sansekeneue  etc.  vnghehindert,  erret  vnde  nioget  schole 
laten,  sunder  en  vnde  sine  eruen  rouwliken  vnde  rostliken  to  ewijghen  tijden 
schole  laten  sitten  vnde  Sansekeneue  mit  siner  tobehoringe  late  bruken,  alse 
he  dar  mit  rechten  vnde  reddelikem  kope  vnde  mit  rowliker  besittinge  to 
vnde  an  ghekomen  is  na  udwisinge  siner  breue  vnde  des  vorgherorden  sines 
antwordes,  vnde  dat  he  alle  andere  artikele  in  siner  claghe  vns,  vnse  borghere 
vnde  vnse  denere  ghentzliken  affdo,  vns  vnde  se  van  der  weghen  qwijt,  ieddich 
vnde  loes  to  latende,  na  ynneholde  der  vorscreuen  vnser  antworde. 

Geuen  vnder  vnsem  secrete,  na  Godes  bord  veerteynhundert  iar  darna 
m  deme  achteinden  jare,  des  sondaghes  vor  sunte  Laurencius  daghe  des  hilgen 
mertelers. 

^ocA  dem  Original^   einer  aua  aechs  eimelneUf  zusammengendhten  Stucken  bestehenden  3,15  Meter  langen  Per- 
gamentrolle,  im  Siadtarchiv  zu  Luneburg. 


IV 


Die  Bathssendeboten  von  zehn  Stddten  heurkundeiiy  dass  und  in  welcher  Wet 
ihnen  von  dem  Herzoge  von  Lauenburg  und  den  Stddten  Lilbeck  ur 
Hamburg  die  Beilegung  ihrer  Zwistigkeiten  ubertragen  set.    1418,    Aug.  1\ 

Wy  borgermestere  vnde  radinanne^  radessendeboden  der  stede  Coln< 
Bremen,  Dorpmunde,  Rostok,  Stralessund,  Wysmer,  Luneborch,  Grypeswoli 
Monster  vnde  Ozenbrugge.  Bekennen  vnde  betugen  openbare  in  desseni  breu 
vor  alswerne,  dat,  in  deine  alse  wy  van  den  radessendeboden  der  genieyne 
stede  wegen  der  Dudesschen  henze  bynnen  Lubeke  vorgaddert  to  daghe  gesan 
weren  tegen  den  hochgebornen  vorsten,  hertogen  Erike  van  Sassen  etc.,  t 
Zarowe,  vnime  efft  wy  ieniger  vruntlicheid  vorramen  konden  twisschen  de 
ergenanten  hern  hertogen  vnde  den  van  Lubeke  vnde  Hainborch.  de  in  vr 
willen  vnde  Scheie  weren  vnde  zyn,  darsulues  to  Zarowe  na  langen  degedinge 
van  beyden  delen  vorramet,  gesloten  vnde  annamed  wart^  alse  de  twe  scrift 
darvp  vorramet  vtwiset,  der  de  ene  screff  uiester  Pawel,  der  stad  scriuer  t 
Lubeke,  vnde  de  anderen  her  Hinrik  Kok,  des  ergenanten  hern  hertogen  pap^ 
vnde  der  ok  eyne  vmme  de  anderen  geuen  ward,  alse  de  niester  Pawel  sere 
dem  heren  hertogen,  vnde  de  her  Hinrik  Kok  screflF,  den  vorscreuenen  rades 
sendeboden  der  gemenen  stede,  welke  scrifte  van  worde  to  worden  aldus  luder 
Witlik  sy,  dat  des  donredages  na  Jacobi  nyest  vorleden  vorgaddert  weren  i 
Zarow  de  hochgeborne  vorste,  hertoge  Erik  van  Sassen  etc.,  vnde  vulmechtig 
radessendeboden  der  stede  Lubeke  vnde  Hamborch,  dar  de  suluen  radessend^ 
boden  Lubeke  vnde  Hamborch  vmme  voreninge  wilien  aller  tozage,  de  de  ei 
genante  her  hertoge  to  en  vnde  den  eren,  vnde  se  vnde  de  eren  wedder  t 
siner  herlicheid  vnde  den  sinen  bet  an  dessen  dach  gehad  hebben,  mit  sik  ge 
brocht  hedden  ichteswelke  radessendeboden  van  der  gemenen  stede  wege 
vorscreuen,  twisschen  dem  ergenanten  heren  hertogen,  vp  eyne  zyden,  vnd 
den  van  Lubeke  vnde  Hamborch,  vp  de  anderen  zyden,  vorarbeydet  hebbei 
also  dat  beyde  partye  erbenomed  alle  tozage,  de  se  malkanderen  hadden,  i 
vruntscop  edder  rechte  to  vorschedende  geset  hebben  to  enem  gantzen  end 
by  de  vorscreuenen  radessendeboden  der  gemenen  stede  in  desser  wyse,  d< 
beyde  partie,  de  hertoge  ergenant  vnde  de  van  Lubeke  vnde  Hamborch^  ej 
islik  alle  sine  ansprake,  de  he  to  dem  anderen  hefft,  besegelt  ouerantworde 
schal  laten  in  midweken  erst  tokomende  in  Hennyng  Stonehaueren  hus  an  di 
molenstrate  den  radessendeboden  van  Luneborch,  de  denne  des  hern  he 
togen  vorscreuen  ansprake  antworden  scolen  den  van   Lubeke  vnde  Hamborcl 


UiS.     Aug.  10.  85 

vnde  der  van    Lubeke    vnde   Hamborch   ansprake   wedder   dem    hern    hertogen 
erbenomed ,   vnde    vppe   desuluen   ansprake   scolen    beyde    vorscreuenen    partie 
ere  bezegelde   antword   to  Lubeke   schicken   vnde    hebben    by   den  radessende- 
hoAen  der  gemenen   stede  vorscreuen   en   8ondage    erst   tokomende    vort    ouer 
ichte  dagen.     Ok   seal   eyn    islik    vorscreuen    partie    in    siner   bezegelden    an- 
sprake mede  gescreuen  hebben^   wes    en   de  vorscreuenen    radessendeboden  na 
den  vorscreuenen   anspraken  vnde  antworden    in    vruntscop    na    beyder   willen 
edder  in  rechte  to  edder  aff  zecgen^  (dat  se  dat)  also  holden  vnde  nergen  vurder 
token  en  willen.    Des  to  tuchnisse  sint  desser  scrifte  twe^  de  enen  heft  de  erge- 
oante  here  hertoghe  vnde  de  anderen  de  radessendeboden  vorscreuen.    Datum 
anno  Domini  millesimo  CCCC^  XVIII%   feria   quinta,   ut  supra.     Vnde   desses  to 
merer  tuchnisse    der   warheid   so  hebbe  wy  borgerinestere  vnde  radrnanne  der 
stad  Wysmer  vnse  ingesegel  vmme  bede  willen  der  gemenen  hensestede  rades- 
sendeboden   vor   dessen    breff  gehenget.      Datum   anno   Domini    millesimo    qua- 
dringentesimo  octauo,  ipso  die  beati  Laurencii  martiris. 

Sack  dem   in  dopptlter  gleichlautender  Ausfertigung  im  Archiv   hefindlichen  Originate  mil  anhangendem  Siegel. 

Der  Burgermeister  Banzkow  in  Wismar  fordert  den  Burgermeister  Jordan  Pleskow 
aufj  am  ndchsten  Frettag  nach  Schwerm  zu  kommen.   0.  J.  (1418.)  Aug.  14.^ 

Minen  vrundliken  grud  myd  begheringe  alies  guden.  Leue  her  Jordan, 
billet  weten,  alse  vmme  juwe  werff,  dat  gi  my  bevolen  to  Lubike.,  dat  hebbe 
<k  gbebracbt  in  vnsen  rad.  also  dat  de  dat  hebben  vord  bearbeydet  laten  myd 
^y  by  vn^en  heren  van  Mekelenborgh,  vnde  de  willen  en  sonauende  morghen 
^ol  vro  ryden  van  Zverin,  vnd  ze  senden  iw  erer  leydo  brefF,  dar  gi  wol  velieh 
^p  ryden  moghen.  Hirvmme  so  richted  iw  darna,  dat  gi  en  vrigdaghen  auende 
^n  to  Zverin,  dat  gy  en  sonauende  vordan  myd  em  ryden  vppen  dach.  Sijd 
Code  beuolen.  Screuen  vnder  her  Nycolai  Reuentlowen  inghesegel^  hertogen 
Alberdes  kenseler  to  Zverin,  des  ik  bruke,  in  vnser  Vrowen  auende  assumpcionis. 

Johan  Bantzecowe,  borgermester 
tor  Wysmer,  juwe  in  alien. 

Au/schrtft:      Deme    vorsichtighen    wysen    ersamen    manne,    her    Jordan 
Reschowen,  borgermestere  to  Lubike,  sinen  besundern  vrunde,  gescreuen. 

NoeA  dem  Original  auf  Papier.    Mit  unkenntiichen  Resten  des  in  rothem  Waehe  au/gedruckten  Siegele, 

1)  Dm  Bdixeibeii  ist  hierher  geaetit  in  der  Annahme,  daas  es  sioh  aof  den  Prosess  des  Bathes   Yon  Lfibeok 
ait  itm  HtHMf  Brieh  tod  Saohsen-Laaenborg  nnd  anf  die  in  beaorgende  Aohtserklftning  besieht. 


86  1418.    Aug.  15. 

Aufzeichnung  in  Betreff  ezner  Auslosung  aus  der  Ge/arigenschaft.     1418.     Aug. 

Domini  consules  dederunt  suas  litteras  respectiuaies  uel  pleni  respeci 
Petro  Hdn.  Johanni  de  Northeirn  et  Johanni  tor  Boken  ad  streiiuutn  niilit( 
Jons  Grym  pro  assequendis  ab  eo  \\\^  inarcis,  quain  summam  predicti  det 
runt  dicto  tniiiti  pro  liberacione  eorum,  quia  detinuit  eos  in  carceribus  mir 
iuste,  ad  que  constituerunt  predicti  Petruin  Hdn  suum  plenipotentem  procui 
toreiii,  vnde  dominus  Albertus  de  Ponte,  consul,  et  antedictus  Petrus  H6n  pi 
iniserunt  dominos  consules  pretextu  illius  penitus  indempnes  conseruare. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstcuitbuchs  vom  J,  1418^  Aasump.  Mar. 

XliVlI. 

Urkunde   uber   Sttftung  von    Seelmessen  in   dem  Dominikanerkloster  zur   Burg 
Gxmsten  der  Diener  des  Raths.     1418.     Aug.  22. 

We  brodere  Robertus^  tnester  in  der  hilghen  scriFt  vnde  provincial  v 
Sassen,  Marquardus,  prior^  Johannes^  leseniester,  Johannes,  vnderprior,  vn 
alle  wi  anderen  ghemenen  brodere  des  klosters  van  der  Borch  to  Lubeke  pi 
dikers  orden.  Bekennen  openbar  vnde  betughen  vormiddelst  desser  seri 
dat  wi  vmme  ynnigher  bede  vnde  begheringhe  willen  der  erbaren  lude,  Hi 
inich  van  Plesse,  voghet,  Hinrich  van  Drenten,  schenke,  Gherd  van  Ake 
inarschalk,  Allebrecht  Rust  vnde  Hunold^  schaffers,  vnde  alle  der  anden 
denere  der  heren  vnde  der  stad  van  Lubeke,  vns  vnde  vnse  nakomelinghe 
ewiglion  tiden  vorplichtet  vnde  vorbunden  liebben,  dat  wi  en  vnde  eren  n 
koniclinghen  scolen  vnde  willen  gheuen  vnde  delaftich  inaken  alle  vnser  gudc 
wt*rk  vur  vnseai  heren  Gode,  de  in  vnseme  vorscreuenen  kloster  God  l< 
^chende  werden  van  vns  vnde  vnsen  nakomelinghen  dach  vnde  nacht  to  ewigbc 
tiden,  vnde  willen  vnde  scolen  laten  lesen  in  vnser  kerken  to  der  grone 
capellen  altare,  beleghen  in  der  norden  siden,  to  der  ere  Godes  vnde  sin< 
leuen  modor  vnde  to  troste,  hulpe  vnde  salicheit  desser  vorbenomeden  rad( 
vnde  stud  denere  sele  vnde  erer  nakomelinghe  sele  vnde  erer  aller  vrove 
vnde  kindero  sele  ene  ewighe  missen,  vnde  alle  iar  scole  vnde  wille  wi  i 
one  ino^helike  tid,  wen  en  dat  behaghet,  se  vnde  ere  nakomelinghe  beghi 
••ne*  in  deme  iare  des  auendes  myt  vigilien  vnde  des  morghens  myt  selemiss 
:u  owi^hen  tiden.  likerwis  alse  wi  beghan  iarlikes  de  anderen  kristenen  seh 


1418.     Aug.  22.  87 

4e  myt  vns  ewighe  beghenknisse  vnde  dechtnisse  bebben.     Vortmer  dat  vorbe- 

nomede  altare  moghen  se  siren  myt  tafelen,  gherweten,   kelcken   vnde   boken 

na  erer  roogelicheit,    aUe  se  willen    vnde    vormoghen    in    tokomenden    tiden. 

Vppe  dat  nu  desse  erghenoineden  erbaren  denere  nicht  vndanknamich  en  weren 

alsodanigbes  ghestliken  gudes  vnde  alsodaner  groten  vorbindinghe,  so   hebben 

se  unseme  vorscreuenen  klostere  ghegheuen   an    eyne  miide   almissen    vnde  to 

FolleDkomener  noghe  bered  sostich  lubesche  mark^  vnde  de  hebbe  wy  van  en 

entfanghen  vnde  hebbe  se  an  vnses  klosters  nutticheit  witliken  ghekert.     Ouer 

desse  vorbenomede  sostich  mark  penninghe  scholen  nicht  vellen,  mynren  edder 

to  vorvanghe  wesen  ienegherleye  wiz  den  veer  vnde  twintich  scillinghen  ghel- 

des,  de  wi  iarlikes  van  erer  beghenknisse  weghen  pleghen  van  en  vptoborende. 

To  ener    vuUekomenen   betuchnisse  alle    desser   vorscreuen    stucke    hebbe   wi 

▼nses  klosters  ingheseghel  witliken    vnde    myt  vulbord    vnde   beradenen    mode 

▼or    dessen     breff    ghehenghet ,    vnde    ik     broder    Robertas ,     vorbenomede 

inester  vnde    provincial    van  Sassen,    hebbe    mynes    ammetes    ingheseghel    by 

Tnses  klosters  ingheseghel  vmme  besundergher  begheringhe  willen  desser  vor- 

benomeden  erbaren  lude  ghehenghet  vor  dessen  bref,  de  ghegheuen  vnde  ghe- 

screuen  is  na  Godes  bord  dusent  vnde  verhundert  iar   vort  in   deme   achteyn- 

deD  iare,   in  deme  achteden  daghe  vnser  leuen  Vrowen  hemmeluard. 

Au8  dem  an  der  Stadtbibltothek  befindiichen  Copiarius  des  Burgklosters,     FoL  10^, 

AmeHus  Luchaw  verpfdndet  seme  Habey  tnsbesondere  das  zum  Grundstuck  Lauerhof 
gehortge  Inventar  an   Bur  chard  von  Htldensem.     1418.    Aug.  24. 

Amelius  Luchowe   pro   se   et   suis   heredibus   presens  libro  recognouit, 
se  juste    empcionis   tytulo   vendidisse   Borchardo   de   Hildensem    et    suis   here- 
dibus omnia   bona  sua  mobilia  et  immobilia   et  presertim  varende  haue,  sicut 
Aabet  in  et  sub  sua   curia    tom    Louwen   juxta   siluam   Swerin   prope   Lubeke, 
sicot  jacet,  equos,  ones,  boues,  vaccas,  pecora,  porcos  et  omnia  animalia,  que 
▼iuont,  parue  et  magne^   utencil(i)a   predicte  curie  pertinencia,  semina  agro- 
ram,  que  sunt  in  terra,  et  quidquid  de  illo  euenire  potest,  pro  C  et  VIII  marcis 
Jub.    den.    in    festo  beati    Martini    proxime    affuturo    in    numerata    pecunia    et 
absque    ulteriori    dilacione    amicabiliter    persoluendis.      Eciam   dictus   Amelius 
promisit  et  arbitratus  est,  si  in  termino  predicto  dictas   C  et  VIII  marcas  non 
soloeret,  quod  tunc  omnia   bona    predicta   debent  pertinere  realiter  Borchardo 


88  1418.     Aug.  24. 

antedicto  et  suis  heredibus  hereditarie  cum  istis  faciendum  dimittendum  iu 
placitum  et  voluntatem  suam  absque  aliqua  cuiuscunque  contradictione.  In 
per  Johannes  Crowel  recognouit  cum  suis  heredibus^  promisit  et  arbitra 
est,  predictum  Borchardum  aut  suos  heredes  de  dampnis  et  interesse  ab  on 
defectu  preseruare. 

Nach  ciner  Inscripiion  des  Niederftadtbuchs  vom  J.  1418,  Bartkolomei. 


Verpachtung  einer  Bude  an  einen  Pastetenbdcker.     1418.     Aug.  24. 

JJominus  Tydemannus  Morkerken  pro  se  et  s«is  heredibus  presens  lit 
recognouit,  quod  ipse  dedit  et  assignauit  Ludekino  Pasteydenbecker  et  Tels( 
eius  vxori,  ad  vitam  eorum  bodam  suam  superius  platea  sancti  Johannis,  sic 
jacet  prope  Fontem  ibidem,  sic  tamen,  quod  dictus  Ludeke  uel  dicta  Telse,  ei 
uxor,  annuatim  uel  singulis  annis  redditus  dare  et  soluere  debent  X  marcari 
lub.  den.  antedicto  domino  Tydemanno  aut  suis  heredibus  et  totidem  vm 
pasteydam  et  vnam  tortam,  sicut  (in)  nupciis  sunt,  in  quolibet  anno,  in  quib 
nupciis  dictus  Ludeke  seruiebat  ad  dachhochtiden.  Insuper  predictus  doinia 
Tydemannus  promisit,  .predictam  bodam  cum  suis  appertinenciis  cum  structu 
in  esse  integram  et  saluam  tenere  et  conseruare.  Eciam  si  dominus  Tyd 
mannus  dictam  bodam  cum  suis  appertinenciis  alicui  vendere  vellet,  eqi 
bene  dictus  Ludekinus  et  Telse,  eius  vxor,  manere  et  inhabitare  debebunt  i 
dicta  boda  ad  eorum  vitam  pro  precio  antedicto. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1418,  Bartkolomei. 


Erne  Anlethe  unter  Verpfdndung  von  Waareru    1418.  SepL  1. 

Johannes  de  Northeim  et  Conradus  Vridach  pro  se  et  eorum  heredibc 
presentes  libro  recognouerunt,  se  teneri  coniuncta  manu  Hinrico  Melberch,  Re; 
nekino  Kracht  et  eorum  heredibus  in  IlIF  et  XXXII  marcis  lub.  den.  in  fesl 
Penthecostes  proxime  afFuturo  absque  ulteriori  dilacione  in  numerata  pecuni 
amicabiliter  persoluendis,  pro  quibus  eis  dederunt  in  custodia  dicte  sumir 
pecunie  tres  fluele,  XIII  tafltas  de  serico,  II  pecias  aureas  gesprenghet,  IF  ' 
X  S  rangelaken.  Eciam  arbitrati  sunt  predict!,  si  in  predicto  termino  die 
solucio  non  iieret,  tunc  dicti  Hinricus(et)  Reynekinus  aut  eorum  heredes  possu 
antedictam  summam  acquirere  vel  querere  de  predictis  bonis  ad  placitum 


1418.     Sept.  1.  89 

iroluntatem  eorum.  Insuper  promiserunt  dicti  Johannes  et  Conradus  antedictos 
Wnricuin^  Reynekinum  et  eorum  heredibus  (!)  ab  omni  defectu  indempnes 
coDseruare. 

Durchstrichen  mtt  der  Bemerkung:     Deleui  in  presencia   et   ex   iussu   pre- 
dict! Reynekini  Kracht  et  ad  relacioneni  Magistri  Pauli. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1418,  Egidii. 

lil. 

Der  Rath  von  Lubeck  ersucht  den  Rath  von  Wtsmar  dringendy  zu  einer  auf  den 
ndchsten  Sonntag  verabredeten  Zusammenkunft  mtt  dem  Herzoge  von 
Lauenburg  und  dem  Rathe  von  Hamburg  Abgeordnete  nach  Molln  zu 
senden.     1418.     Sept.   6. 

Ynsen  vruntliken  grot  rnit  begeringe  alles  guden  tovorn.  Ersamen 
leuen  besunderen  vrundes.  So  jfl  lichte  wol  vordencken  mach,  dat  vortijden 
enes  dages  vorramet  was  to  Molne  twisschen  deme  hertogen  van  Sassen,  den 
van  Hamborch  vnde  vns^  de  to  der  tijd  aueslagen  wart  etc. ,  is  nv  enes 
andern  dages  darsulues  vdrramet,  de  nv  am  sdndage  negestkomende  schal 
weseo.  Wfirvmme,  leuen  vrundes,  desse  ergenante  here  van  Sassen  jw  sunder- 
ken  biddet,  so  wy  jw  wol  berichten  willen,  wenne  wy  tosamende  komen,  vnde 
wij  juwe  leue  ok  bidden  mit  vrflnth'ker  begeringe,  dat  gij  juwe  vrunde  hebben 
vnde  den  dach  besenden  willen ,  also  dat  se  n^  en  sondage  en  auent  negest 
komet  to  Mdlne  willen  sin  yn  der  herherge.  Wille  wy  vmme  juwe  leue  gerne 
fruntliken  vorschulden,  wor  wy  mogen,  vnde  begeren  juwe  gutlike  bescreuene 
antworde.  Sijt  Gode  beuolen  salich  vnde  gesund.  Screuen  vnder  vnsem 
secrete,  des  dinxedages  vor  Natiuitatis  Marie  millesimo  CCCCXVIII*. 

Consules  Lubicenses. 

Au/schrift:     Honorabilibus    et  circumspectis  viris,    dominis  proconsulibus 
et  consulibus  Wismariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu  Wtsmar.    Mit  Resten  des  aufyedrUckten  Secrets, 

Urfehde  des  Glaus  Langhehoyke  und  des  Hans  Horst.     1418.     Sept.  6. 

ik    Clawes    Langhehoyke    vnde    Hans    Horst.      Bekennen    openbare    an 
dcsseme    breue    vor    allesweme,    dat   wy    den   erbaren   heren,    borgermeystern 

12 


00  1418.     Sept.  6. 

VDde  radniannen  der  stad  Liibic,  eren  borgheren^  deneren  vnde  den  eren  vi 
eren  nakoinelinghen  ene  rechte  orveide  gliedan  hebben  vnde  duen  myd  ci 
desses  breues,  dar  wy  an  eren  sloten  vmme  seten  van  der  sake  weghene, 
wy  eynen  bezeghelden  bref  van  vnser  sfilfies  hete  gheuen  Hans  Ni 
manne,  eneme  knechte  des  arnbachtes  der  tyrnmerlude,  aise  dat  hee  eci 
vnde  rechte  gheboren  were.  Vnde  wy  vorbenomeden  ene  gherne  to  vnsei 
cumpane  des  vorbenomeden  ambacbtes  entfangen  hebben  wolden  vnde  screu 
in  der  wyse  den  breff  to  deme  rade  van  Hamborgh  vnde  vnderwfinden  v 
rades  sake  vnde  scrifiend  der  vorbenomeden  heren  van  Lubeke,  des  wy  do 
billichliken  nicht  scholden  ghedan  hebben,  vnde  de  vorbenomeden  heren  d 
anders  mochten  an  vns  gherichtet  hebben  vnde  wy  men  ere  stad  vnde  ghebei 
darvmme  vorsuoren.  Des  vorlate  wy  altomale  (u.  s.  w.  me  gewohnltch).  1 
merer  betughnisse  alle  desser  vorscrevenen  stucke  so  hebbe  wy  Clawes  Lang 
hoyke  vnde  Hans  Horst  Clawes  Langhehoyken  inghezeghel  henghet  iaten  vi 
dessen  brefF,  des  wy  hir  to  desser  tid  sameliken  to  bruken.  Datum  anno  D 
mini  miilesimo  quadringentesimo  decimo  octauo,  post  Egidii  feria  tercia. 

Nack  dem  OrigineU,    Mit  anhangendem  Siegel  (Hausmarke), 

Die  Rathe  von  Rostocky  Stralsund,  Wismar  und  Greifswald  bevoUmdchtigen  c 
Lubecktschen  Ahgeordneten,  das  Schloss  Tondem  von  den  Rtttem  Ntcda 
von  Buchwald  und  Detlev  von  Ahlefeld  wieder  anzunehmen.  1418.  Sept  2l 

Wij  borgermestere  vnde  radmanne  der  stede  Rozstok,  Stralessund,  Wy 
mer  vnde  Grypeswold.  Bekennen  vnde  betugen  openbare  in  dessem  breue  v< 
alsweme,  dat  wij  endrechtliken  vulmechtich  gemaked  hebben  vnde  vulmechtic 
maken  in  craft  desses  breues  de  erbaren  radessendeboden  der  stad  Lubek 
de  de  rad  darsulues  vp  sunte  Michels  dach  hebbende  werden  bynnen  Sieswi 
van  vnser  aller  wegen  wedder  to  entfangende  van  hern  Nycoiawese  van  Boe 
wolde  vnde  hern  Detleue  van  Aneuelde,  ridderen,  dat  slot  Tonderen  mit  sin< 
tobehoringen  also,  alse  de  van  Lubeke  vnde  wij  eme  dat  geantwordet  hebb( 
Vnde  wes  de  vorscreuenen  radessendeboden  van  Lubeke  darbij  denne  v( 
donde  vnde  iatende  werden,  dat  wille  wij  zamentliken  vnde  besunderen  st( 
vnde  vast  holden  sunder  inzage.  Vnde  des  to  merer  tuchnisse  is  der  stad  } 
der  Wismer  ingezegel  van  vnser  alter  wegen  vnde  des  wij  alle  zamentliken 

1)  VgL  M  3. 


1418.     Sept  21. 


91 


tor  tijd  hijrto  bruken,  gehenged    vor   dessen   breff.      Datum    anno   Domini    M^ 
CCCC*  XVIII%  ipso  die  beati  Matbei  apostoli  et  ewangeliste. 

Sitth  dem   Original  im  Koniglichen   Oeheimen   Archiv  zu  Kopenhagen,     Mit  wohlerkaltenem  Siegel  der  Stadt 
WiMmar.    Miigetheiit  von  Dr.  Koppmann. 

ULV. 

Der  Rath  von  Lubeck  fordert  den  Rath  von  Reval  auf^  thm  den  Betrag  des  dort 
erhobenen  PfundzoUs  thunlichst  hold  in  Wachs  zu  ubersenden.  J 41 8. 
Sept  23. 

Vnsen  vruntliken  grot  mit  begeringe  alles  guden  tovorn.  Ersamen  leuen 
vrandes.  Alse  ju  wol  indechtich  macb  wesen,  wo  van  den  steden  de  auesche- 
dinge  was  uppe  der  negesten  dachuart  to  Lubeke  vorgaddert  van  des  punt- 
tolien  wegen  mit  ju  etc.,  begere  wi  vruntliken,  dat  gi  den  suluen  juwen  punt- 
toDeD  wiUet  vormaken  in  was  vnde  vns  den  vnuortogerlik  willet  bestellen  to 
Ubeke  vnde  dat  vorwaren,  so  gi  enkedest  mogen,  wente  wi  nu  tor  tijd  grote 
koste  moten  hebben  in  der  see,  de  vitalienbrodere  to  vorstoren,  der  rede  vele 
to  der  see  is.  Leuen  vrundes.  Den  van  Rige  vorscriue  wi  ok  desses  suluen 
geiijk,  vnde  bewiset  ju  Truntliken  sunder  vortogeringe  hirane,  dat  wille  wi 
vmme  jw  gerne  vorschulden^  wor  wi  mogen.  Ok,  guden  vrundes,  bidde  wi,  dat 
|i  der  von  Pernawe  punttollen  ok  willet  bestellen  vns  to  werdende  vnde  mit 
JDvem  puntgelde  vorsorgent,  so  vorscreuen  is.  Sijd  Gode  bevolen.  Screuen 
voder  vnsem  secrete,  des  fridages  na  3unte  Matheus  dage  des  hilgen  apostels, 
miUesimo  im'  XVIII.  So  bidde  wi  juwe  leue  ok,  dat  gi  dessen  vnsen  breff 
ID  de  van  Rige  vorder  willet  bestellen,  wente  wi  ene  in  dessem  geliken  ok 
voncriuen,  so  vorscreuen  is,  vmme  eren  punttoUn  vns  to  bestellende. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Ersamen  vnde   vorsichtigen   mannen,   heren    borgermesteren 
vnde  ratmannen  to  Revele,  vnsen  besunderen  guden  vrunden,  detur. 

Nae&  einem  tiem  Original  im  Revaler  Rathstu^chip   entnommenen  Abdruck  im   Liv-,   Esth-  und   Curldndiaehen 
Urkundenlmch  Bd,  JT  No-  ^^^i. 


1)  im  der  Abdruck. 


12* 


92  1418.     Oct.  11. 

Der  Rath  vo7i  Lubeck  schreibt  dem  Rathe  von    Wismar^  dass   er  wegen  etne 
Ribnttz  stattgehahten  Vorfalls  vorldufig  alien  Handelsverkehr  mtt  Mec 
^wr^,  folgh'ch    auch    mtt    Wismar    und  Rostock,   abbrechen  mussej 
ubrtgensy  bet  dem  Herzoge  Schritte  zu  thun,  damit  die  Differenz  ausgegh 
werde.     1418.     Oct.  11. 

Unsen  vruntliken  gr6t  mit  begeringe  alles  guden  tovorn.      Ersanien 
sundern  guden  vrundes.     Ji^  mach  lichte   wol  indechtich  \vesen,  wo   wij   ji 
leue    vortijden  gescreuen   hebben,    dat    vnse    schencke    vns    tosede    van    ju 
heren  hertogen  Albertes  vnde  der  Ludemanne  wegeri^  dat  alle  donde  twissc 
vns  vnde  den  Ludemannen  in  gAtlicheid  scholde  stan  wente  to  Wynachten  nej 
koinet  etc.     NA  sin  morgelang  vor  vns  gewest  etlike  coplude,  de  vnse  bor^ 
nicht  en    sin,   vnde  hebben    vns   berichtet,   dat  se   vnde  <^re   gfid   nA   kortli 
to  Rybbenitz  bekummert  vnde  vpgeholden  sin  worden  vnde  se  darsulues  to 
hilgen  mdsten  sweren,  dat  se  vnse  borgere  nicht  weren,  vnde  ock  dat  gdd 
vns  nicht  to  hus  en  horede,  dat  vns  vnlymplick  duncket  sin,   dat   men    vns 
vorworden  also  vorkortet.     Hirvmrne,  guden  vrundes,  hebbe  wij  den  vnsen  \ 
boden,  juwes  vorbenomeden  heren  straten  to  myden  vnde  nicht  to  soken,  v 
bidden  juwe  leue,  dat  gij  mit  den  juwen  bestellen,  dat  se   buten  vnsen   bdr 
vnde  landwSren    blyuen,   wente  wy  nynen   waghen   noch  gud    darinne    laten 
willen,  solange  dat  vns  suike   vorwort  vnde    tosage   geholden  werde    vnde 
men  vnsen  ergenanten  schencken  also  nicht  wortlos    en    make.      Wij    bege 
ok,  dat  gij  nicht  vor  vnwilien  nemen,  dat  wij  desse  nedderlecginge  der  stra 
aldus  moten  don,  wente  gij  suluen  wol  erkennen  mogen,   welk   n6d    vns    d; 
bringhet.     Doch  kunde  gij  wes  gddes  noch  hirinne  enden  bij  juwen  ergenan 
heren,  seghe  wij  gerne,  vnde  des  jdwe  guthke  bescreuene  antworde.     Ock 
ghere  wij,  dat  gij  desses   den    von   Rostock  vorder  willet   vorkundigen,    dat 
mit  den  dren  bestellen,  dat  nymant  in  vnse  bdme  vnde  lantwere  sdke  mit 
ghenen,  so  vorscreuen  is.     Sijd  Gode  beuoien.     Screuen  vnder  vnsem  seer 
des  dinxedages  negest  na  sunte  Dyonisius  dage,  millesimo  CCCCXVIIP. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus  et  circumspectis  viris,    dominis   proconsuli 
et  consulibus  Wismariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

NcLch  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu   Wismar*     Mit  liesten  des  aufgedruckten  Secrets, 


1418.     Febr.  14  und  Oct.  22.,  93 

Erkldrung  des  Magistrals  zu  London  uber  die  Befreiung  der  Hanstschen  Kaufieute 
vofi  den  thnen  absetten  der  Zollheamten  abgeforderten  neuen  Abgaben. 
1418.    Feb.  14  und  Oct.  22.' 

Vniuersis    et    singulis    christifidelibus    presencium    continenciam    visuris 

vel  audituris   maior   et   aldernianni   ciuitatis  Londoniensis  salutem    et   vtriusque 

hominis  sospitatem.     Cupientes  ex  oFBcii  nobis  commissi  debito   veritatis   testi- 

monio  subvenire^  ut  tenemur,  hinc  est^  quod  tenorem  cuiusdam  record]  intuiti 

in  camera   Guihalde    ciuitatis    antedicte    in    libro    signato    cum    littera   J.^    folio 

ducentesimo  tercio  decimo  vniuersitati  vestre  ac   omnibus  et   singulis^   quorum 

interest  vei    interesse    poterit^    duximus    exemplificandum    verba    subsequencia 

continentem. 

Nono    die    Februarii    anno    regni    regis   Henrici    quinti    post    conquestum 

quinto  venerunt  hie  coram  Ricardo  Merlawe,    maiore,   et  aldermannis    ciuitatis 

Londoniensis   Gobell  Glinsner,    Tidmannus    Questenbergh,    Lodowicus   Wodyng- 

husen,  Bertrammus   Cleyhurst  et    alii   plures    mercatores    de    hansa    Aimannie, 

qui  domum   habent  in  London^    Guihaldam   Theutonicorum   vulgariter   nnncupa- 

tam,  pro  se  et  tota  societate  sua   de  hansa  et  domo  predicta  grauem  facientes 

qoerimoniam  taliter  in  effectu  continentem,  quod,  cum  tam  per  diuersas  cartas 

progenitorum  domini  regis  nunc  eisdern  mercatoribus  concessas  et  per  eundem 

regem  confirmatas   quam    per    diuersas    composicidnes   et   recorda    inter    comu- 

nitatem  dicte  ciuitatis  et  ipsos  mercatores   facta    et   in  Guihalda    dicte   ciuitatis 

inrotulata   concessum  sit  et  concordatum,  quod  ijdem  mercatores  in  omnibus  et 

singulis  libertatibus  et  liberis  consuetudinibus  suis,  quibus  vsi  fuerunt  et  gauisi 

ex  antiquo^    manutenerentur   et  seruarentur,    et   quod   super   ipsos   mercatores. 

bona  vel  mercimonia  sua  custuma  noua  vel  indebita    per  dominum    regem,  qui 

pro  tempore  fuerit,  heredes,  successores   aut   officiarios   suos   quoscumque    non 

poneretur,  sed  quod  ipsi  mercatores  tam  in    persona   quam    bonis   et   mercimo- 

niis  suis  de  pontagio,  pannagio^  et  muragio  et  omni  exactione,    prisis  vel  pre- 

stacione  aut  aliquo  alio  onere    super   ipsos   mercatores,    bona    vel    mercimonia 

sua  imponendo  essent  quieti;  quod,  et  licet  ipsi  mercatores  de  hansa  Alemannie 

et  domo  predicta  in  London  existentes  tam  in  personis  quam    bonis   et   merci- 

moniis    suis    virtute    cartarum    et    composicionum    predictarum    ab    omnimodis 

custumis,  exactionibus  et  oneribus,  preter  ilia,  que  in  cartis  et  composicionibus 

1)  Vgl.  Bd.  V  JS/S  185  and  209.  2)  Im  Orig.  pannagiOi  bei  Lappenberg  pauagio. 


d4  1418.     Febr.  14  und  Oct.  22. 

predictis  continentui.,  semper  hactenus  quieti  fuerint  et  exonerati,  Henricus  Rede 
tainen  et  Johannes  Gedney,  nunc  vicecornites  ciuitatis  London,  macbinantes 
prefatos  mercatores  voluntarie  pregrauare  et  exactionem  ac  onus  nouum  et  in- 
debitum  super  ipsos  iuiponere,  certas  custumas,  videlicet  duos  denarios  de 
quolibet  dolio  vini  et  duos  denarios  de  qualibet  cipba  salis  per  ipsos  adducta 
ciuitati  vel  educta  a  ciuitate,  et  de  qualibet  biga  carcata  cum  allece^  cum 
lignis  vocatis  waynescot,  bowsstaves,  pice  et  tarre  et  aliis  mercimoniis  duos 
solidos,  et  de  cera,  flax  et  werk  et  omnibus  aliis  mercimoniis  alias  nouas  im- 
posicioiies  ac  diuersa  alia  custumas,  prestaciones,  subsidia  et  onera  de  prefatis 
mercatoribus  et  contra  tenorem  cartarum  et  compositionum  predictarum  ac 
liberlatum  et  liberarum  consuetudinum  suarum  a  tam  longo  tempore  opten- 
tarum  et  vsitatarum  soluenda  iam  nouiter  et  indebite  exigerunt  et  eos  ea 
occcisione  distrinxerunt,  supplicantes  dictos  maiorem  et  aldermannos,  quatenus 
venire  juberent  coram  eis  erga  certum  diem  tunc  sequentem  tam  dictos  vice- 
cornites quam  mercatores  antedictos  simul  cum  onmibus  et  singulis  euidenciis 
et  recordis,  que  merita  causarum  hinc  et  inde  postubrent  vel  in  eisdem  vale- 
rent  quoquomodo,  vt  ijdem  maior  et  aldermanni  auditis  et  intellectis  demandis 
et  allegacionibus,  ex  vna  parte,  quam  obiectis  et  responsionibus,  ex  altera, 
ambiguitatem  tollent  et  euellent  ac  remedium  perpetuis  temporibus  obseruan- 
dum,  ita  quod  in  dubium  aniodo  non  vertatur,  statuere  et  irreuocabiliter  sta- 
bilire  dignarentur,  dicti  quoque  maior  et  aldermanni  dictorum  mercatorum  pre- 
cibus  tamquam  iustis  et  racioni  consonis  fauorabiliter  inclinati,  nolentes,  in 
quanto  poterint,  mercatores  predictos  extra  libertates  suas  aliqualiter  trahi, 
venire  fecerunt  coram  eis  die  Lune,  quartodecimo  die  Februarii  tunc  proximo 
etc.,  tam  dictos  vicecomites  quam  dictos  Gobellum  Glinsner  et  omnes  alios 
mercatores  de  hansa  et  domo  predicta  in  London  existentes.  Et  dicti  vice- 
comites, per  dictos  maiorem  et  aldermannos  super  premissis  allocuti,  defen- 
dunt  iniurias  suppositas  quoad  singulas  exactionem  et  custumas  predictas  etc.,  et 
dicunt,  quod  dicti  mercatores  iniuste  queruntur  uersus  eos,  quia  dicunt, 
quod  ipsi  tenent  de  domino  rege,  sicut  et  alii  vicecomites  coram  ^  eis  tenue- 
runt  vicecomitatus  London  et  iMiddlesex,  cum  omnibus  custumis,  rebus  et  com- 
moditatibus  eis  qualitercumque  spectantibus  et  pertinentibus  ad  Feodi  firinam 
pro  certa  summa  dicto  domino  regi  in  scaccario  suo  soluenda  etc.,  et  dicunt, 
quod  omnes  vicecomites  hactenus,  a  tempore,  quo  non  extat  hominum  memo- 
ria,    tam    tempore,    quo    libertas  dicte    ciuitatis    quam    vicecomitatus     predict! 

1)  coram  vor,  hier  vor  der  Zeit  gebraaoht 


1418.     Febr.  14  und  Oct.  22.  95 

fuerint  in  inanu  regis,  in  titulo  regis  et  racione  firme  sue  de  comitatu  predicto 
babuerunt  et  percipere  consueuerunt  in  auxiliuni  firme  sue  de  quolibet  merca- 
lore  extranet)  duos  denarios  pro  quolibet  dolio  vini    educto    et  adducto  ciuitati 
de  custuma  debita  ex  antiquo  et  de  quolibet  inercatore  extraneo   pro   qualibet 
cipha  salis  educta  et  adducta  ciuitati  duos  denarios  de  custuma  debita  ex  antiquo, 
et  dicunt,  pro  eo  quod  dicti  mercatores  sunt  extranei  mercatores  et  per  diuersas 
vices  eduxerunt  diuersa  dolia  vini  et  ciphas  salis  extra  ciuitatem  predictam  ad 
vendendum,   ipsi    vicecomites  exigerunt    de    ipsis    custumas    predictas   tanquam 
regi  pertinentes,   et   ipsis   virtute   vicecomitatus   predicti   racione    officii    sui    in 
aniilium  firme  ex  antiquo  debitas  et  de  nouo  super  ipsos  mercatores   non   im- 
positas,  prout   ijdem   mercatores    superius    allegauerunt    etc.,    et    quas    quidem 
costuinas  omnes  mercatores  de  hansa  et  domo  predicta  infra  London  existentes 
vicecomitibus  London,  qui  pro  tempore  fuerunt,   semper  retroactis  temporibus 
soluere  consueuerunt  etc.     Et  hoc  ijdem  vicecomites  parati  sunt  verificare  etc. 
Et  predicti    mercatores    protestando,    quod    non    cognoscunt  aliqua    per    dictos 
vicecomites  superius  allegata,  dicunt,  quod  ipsi  nee  predecessores  sui,  merca- 
tores de  hansa  et  domo  predicta  in  London  existentes,  aliquibus  vicecomitibus 
hactenus  custumas  predictas  vel  earum  aliquam  seu  aliqua    alia  subsidia,  pre- 
fitaciones  vel   onera   non   soluerunt,    set   inde    totaliter   semper   quieti    fuerunt, 
quousque    dicti    nunc    vicecomites    ex    iniuria    sua    propria,     contra    tenorem 
cartarum    et   composicionum    predictarum,    vt    predicitur,    custumas,    subsidia, 
prestaciones  et  onera  predicta  super  dictos  mercatores  ac  bona  et  mercimonia 
6ua  nouiter  et  indebite  imponi  fecerunt  etc.    Et  hoc  ipsi  mercatores  parati  sunt 
Verificare,    et    de    hoc   ponunt    se   super  recordum  librorum   in    thesauraria   et 
Camera  Guihalde  dicte  ciuitatis  existencium  etc.    Et  dicti  vicecomites  similiter, 
^tc    Et  super  hoc,  quia  visis  prius  et  intellectis  diuersis  libris  et  recordis  in 
thesauraria  et  camera  predicta  habitis    et   factis    in    hac  parte    compertum    est 
diclis   maiori   et   aldermannis,    quod    dicti    mercatores    ab    omnibus    huiusmodi 
coiisuetudibibus,  custumis,  prestacionibus,  subsidiis   et   oneribus  semper   quieti 
Aienint  et  exonerati  etc.,  et  quod  custume    predicte   nouiter   et   indebite   super 
'P808  mercatores  et  bona  ac  mercimonia  sua  contra  tenores  cartarum  et  com* 
posicionis  ac  libertatum  suarum  predictarum  imposite  fuerunt,  ideo  per  dictos 
■naiorem    et    aldermannos     consideratum    est    adtunc    et    ibidem,    quod    dicti 
inercatores    occasione   predictarum    custumarum,  prestacionum,  subsidiorum  et 
oiierum  quorumcumque   versus  dictos  vicecomites  et   successores  suos    omnino 
&int  quieti   et   penitus   exonerati,   jure  domini  regis  et  aliorum  quorumcumque 


i 


96  1418.     Oct.  22. 

semper  saluo.  In  cuius  quidein  exetnplificacionis  testimonium  nostri  maioratus 
sigillum  presentibus  duximus  apponendum.  Scriptum  London  predicta,  vicesimo 
secundo  die  mensis  Octobris,  anno  regni  regis  Henrici  quinti  post  conque- 
stum  sexto. 


Nach  dem  OrigincU.    Mil  anhangendem  zvm  grosseren  Theile  toofUerhaltenem  SiegeL   Auch  gedruekt,  aus 

Copialbuche  und  unter  Vergleichung  mit  einer  Hamburger  AbscKrift  auf  Papier,  in  Lappenberg^   Urkun^ 
tiche  Gesch.  d,  hanaiachen  Stahlhofs  in  London  sub  No    LXVI,     Das  Siegel  ist  rund,  3^  Centim.     In  der 
Afitte  erscheinen  zwei  Heilige  neben  einander  sitsend^  rcchts   ein  Bischof  mit  segnender  Rechten    und  einem 
Kreuzesstab  in  der  Linken,   links  der  Apostet  Pauius  mit  dem  Schtoert,  beide  unter  reichen    Thurwickea, 
zwischen  welchen  die  gekronte  Madonna  mit  dem  Ckristkind  angebracht  ist,     Ein   unter  den  HauptfigureB 
befindliches   Wappenbild,   von   ein   Paar   Lowen  ais  Schildhaltern  begieitet,  ist  nur  theilweise  erJuUten  md 
nivht  mehr  erkennbar,     Nach  aussen   erscheinen  nock    ein  Paar  Manner  mit  geistUchen  HUten  und  Paimn-' 
zTjceigen    —    und   oben    zum    Abschluss    ein  Paar  geflUgelte    knieende  EngeL     Die    Umackri/t    •    -    •    9mt 

mm ctuilafis  itonboti: 

Herzog  Rudolf  von  Sachsen  und  Luneburg  sendet  dem  Rathe  von  Liibeck  ei%4 
Qutttu7ig  uber  den  Empfang  der  im  Jahre  1418  fdlltgen  StadUteu^ir. 
1418.     Oct.  22. 

VVir  Rudolff,   von    Gotes  gnaden   zu    Sachsen    vnd   Lunemburg  herczo^) 
pfalczgrafie  zu  Sachsen,  graffe  zu  Brene,  burggraffe  zu  Magdeburg,  des  heilige 0 
Romischen    riechs    ertzmarschalk   etc.      Embieten   den   erbaren  wiesen   burger* 
meistern  vnd  ratmannen  der  stad  zu  Lubik  vnsern  grus  vnd  guten  willen  zauor- 
Liben   besundern   gute    frundes.     Als  vmb    die    jargulde,    die   ir    vns   von   de0 
heiligen    Romischen    riechs    wegen   alle   iar   ufF  vnser  Vrouwen    tag    natiuitatitf 
geben  vnd   beczalen  sollet,  als  das   vnsers  gnedigesten    heren,  des  Romiscbei^ 
konighes,  qwietbrieff,  den  ir  inne  habt/  uswieset,  des  senden  wir  dorumb  cza 
uch  den  erhaftigen  hern  Reinharde,  meister  des  hoffes  zu  Lichtenberg,  VDsern 
rad  vnd  lieben  andechtigen,  zceiger  dicz  brieffes,    vnd  bitten   uch    mit  fliesM^ 
das   ir    im    dieselbe  iargulde   von   dissem    iare    von    vnsern    wegen  gebet    vnd 
beczalet.    Vnd  wenn  ir  im  die  genczlichen  beczalet  habt,  so  sagen  wir  uch  der  von 
dissem  iare  in  dissem  vnsern  oftenen   brieffe   qwiet,   ledig  vnd   lohes.     Des  xu 
bekentnisse  dabi   wir   vnser   ingesiegel   an  dissen  brieif  lassen  hengen.     Gebin 
zu  Beltitz,  nach  Crists  geborte  viertzenhundirt  jar  dornach  in  dem  achtzenden 
iare,  am  sunnabende  nach  sand  Lucas  tage. 

Nach  dem   Original.     Mit   anhangendem   Siegel,    beschrieben  Bd,    V  No,  628.      Fine  besiegelte   Quittun^  diet 
Heynhardus  Porsiti,  meyster  des  houea  zunte  Anthonii  to  Lichtenberghe,  vom  1.  Nov,  ist  angelegt» 


1)  Vgl.  Bd.  V  M  621. 


^  fiOL     Oct. 


Ciir»for  ■*<^.  rurlU  Mimnti  ssicSirTk^n  .lom  •Tmaarpn.  ^an  .31  w«»r<?  beuolbei 
4^4  ^r  fii^  4ftr4i^  or  4ic:i  niacm  tiui  iiaffi  ii  §ait.  Cki  it^^^^'^g  «ir  d:-?  herre 
vnrt  ritt^r.    ti^   lie   ait    3ti    teu   an   J«»ni    aaoB&rrcace    sa^Zi^a.    ri«?s    rebten.    di 

r«^ht  :5H:  aift  ^t^r  Tarsmaote  Jaoaan  van  <ips  •sspnantm  ti»^rtxo^  Encks  wegen  z 
den  Qiiczermey^em.  rannannra  vaii  surzem  x^memacaen  :-^r  ?tat  Lubec 
vnri  zn  iahann  Crispin,  rannanne  za  Lafaecku  be^aafter  ^<»4:I.i£t  heL  also  solt  e 
dem  zencfate  vszwarten:  wer^  trremanil.  der  Ja^  verantwort.  so  solt  er  si 
dritte  spnchte  vit  "Heseib^n  van  Liibet:k  vnii  auch  den  e^enanten  Johan 
Crispin  behalden  haben.  Domff  retlt  aber  der  vorzenante  Conrat  von  der  voi 
geoanten  burzermeyster.  raananne  vnd  bnrzer  zemeiniicb  %on  Lubeck  wege 
darcfa  sinen  farsprecfaen  also:  dieselben  van  Labeck  wereo  hertzog  Erick  gc 
nicbts  schnidijc  vnd  walten  das  wiisen  nacb  der  stat  za  Lobeck  rrijheit  vn 
gewonbeit.  ais  reht  isL  Domff  liesz  der  varzenante  Jobann  ein  vidimus  eir 
briefe  lesen.  der  van  worte  zn  worte  latet  stlso:  ^Fohjt  die  Urkunde  Bd. 
No.  296)^  TuA  redt  domf.  er  zetmete.  die  von  Lnbecke  solten  vber  solic 
brieoe  nicbts  wijsen.  Donif  aber  der  Torzenante  Conrat  aber  von  der  vc 
Lnbecke  wegen  redt^  sr  hetten  dem  itzzenanten  bertzog  Ericken  nach  dc 
obgeschnben  brie£&  in  dem  vidimos  be^fien  lute  Tnd  sage  genng  getan  vr 
begeret.  das  man  in  tage  Tnd  stnnde  dortzn  gebe.  so  solten  dieselben  vc 
Lnbecke  das  wol  wisen  Tnd  znbringen.  Dawider  aber  der  obgenante  Johan 
von  bertzog  Ericks  wegen  redt,  man  solt  in  keinen  schub  noch  tag  in  d< 
sacbe  geben,  wann  disz  das  dritte  vnd  letste  gericht  were.  Do  fragten  w 
aber  die  herren  vnd  ritter  des  rehten,  die  namen  in  aber  mit  laube  ei 
gespreche,  vnd  als  sy  wider  in  das  gerichte  geseszen  waren  vnd  wir  sy  vrte 
zu  sprechen  gemant  hetten,  do  sprachen  sy  alle  einhelliclichen  fur  reh 
nach  klage  vnd  antwort,  rede  vnd  widerrede  vnd  nach  des  obgeschriben  vidimi 
vszwijsunge  so  geben  sy  den  obgenanten  von  Lubecke  keinen  schub  me,  dan 
mohten  sy  vflF  diesem  gerichte  icht  brieue  oder  kuntschafft  furbringen,  d 
solt  man  verhoren  vnd  solt  dann  dornach  beschehen,  das  reht  istj  brechte 
sy  aber  nichts  fur,  was  dann  des  gelts  nach  des  obgeschriben  vidimus  lui 
vnd  sage  noch  vszstunde,  das  solten  die  obgenanten  burgermeystere,  radmanr 
vnd  burgere  gemeinlich  der  stat  zu  Lubecke  dem  vorgenanten  hertzog  Erickc 
vszrichten  vnd  betzalen.  Dornach  des  dinstags  nehst  kome  aber  doselbst  fi 
vns  in  gerichte  der  ofFtgenante  Conrat  von   der  egenanten  von  Lubeck  weg€ 


i418.    Oct.  25.  99 

vnd  liesz  aber  einen  sendbriefe  von  den  von  Lubecke  vnd  ouch  ein  zedel  lesen 

vnd  Qieynt  ye,  die  obgenante  sache  were  von  den  hensteten  verrichtet,  dortzu 

so  were  ein  erber  man,  der  wappensgenosz  were,  der  die  zijt  zu  Lubeck  gewest 

were,  als  die  sachen  an    die  benstete  gestalt  were  worden,   der  wol   vmb  die 

sache  west,   das   man   den    dorumb    verhoret.     Dawider    aber    der    obgenante 

iohann  von   hertzog  Ericks  wegen   redt  durch  sinen  fursprechen,  er  west  von 

keiner  ricbtigunge    nichts,    vnd   der  sendbrieF  nocb    die    zedel  sollen    im   van 

hertzog  Ericks  wegen  an  sinen  rehten  keinen   scbaden    bringen.     Doruf  warde 

aber  von  den  berren  und  rittern  erteilt,  als  rebt  ist,  es  solt  bij   der  gestrigen 

TTteil  beiijben  vnd  solt  der  offtgenante  Johann  von  hertzog  Ericks  wegen  vnd 

an  siner  stat  sin  dritte  gerichte  gein  den  obgenanteh  burgermeystern,  ratmannen 

vnd  burgern  gemeinlich  der  stat  zu  Lubecke  vnd  zu  Johann   Crispin   besunder 

kebebt  haben.     Mit   vrkund   disz    briefs    versigelt  mit  des   heiligen   richs   hof' 

gtrichts  anhangendem   insigel.      Geben   des    egenannten   dinstags  vor  Symonis 

el  Jode,  nach  Cristi  geburt  viertzehenhundert  jar   vnd   dornach   in  dem  acht- 

uhenden  jare.  Petrus  Wacker. 

Naek  dem  Originai,   Mit  anhangendem  Siegel  und  Rucksiegel  des  HofgerichU,    LeUteree  ist  sehr  vootU  erhalten, 
ereteree  tkeiiweise  beeehddigt,     VgL  Roemer-Buchner  No.  72. 


Beitimmungen   uber   die  kunfttge    Verwendung   einer  zur  Zeit  dem  Pfarrherrn  in 
Rensefeld  zustdndigen  Rente.     1418.     Oct.  28. 

^otandum,  quod    alias  anno    Domini   millesimo  CCCCXVIII,  Symonis   et 

Jode,  per  dominos    consules    deputati    fuerunt  domini   Hinricus  Rapesuluer   et 

Conradus  Brekewoid,    proconsules,  recognouerunt  concordasse  dominum  Bene- 

fclQiD  Wittenberge,  plebanum  in  Renzeuelde,   ex  vna,  et   Johannem  Westhaff 

cam  consensu   suorum  fratrum,   parte  ex  altera,   in    modum   eiusdem  tenoris 

viMicet  talis:     De  ersamen  her  Hinrik  Rapesuluer  vnde  her  Cord  Brekewold, 

W^rmestere     to    Lubeke,    hebben    gededinget    twisschen     hern    Benedictus 

Vittenberge,  kerkhere  to  Renzevelde,  vp  ene  syd,  Hanse   Westhoue,  vp    ander 

ifd,  mit  vulborde  siner  brodere,  alse  vmme  X  mrc.  lub.  pen.  wiekbelde  rente, 

rfe  her  Hinrike   Westhouen    seligen,   disser  vorbenomeden   H»nse»  vnde  siner 

irodere  vader,  togescreuen    slan    in    der   stad  Lubeke  ouersten    boke  in  dem 

negeden    blade.      Disser    vorben^omeden   X    mrc.    wickbeide    rente    scbal    her 

Benedictus  ergenant  brukende  wezen   to  syneme   leuende  vnde   lyue,  vnde  by 

13* 


MO  Uia    Ocl.  28. 

dem  suiaen  synem  leaende  efffce  in  syme  leslen  raach  her  Benedictus  de  X  in 
wickbelde  rente  ^euen  to  ener  vicarie  Tmtne  Codes  willen  vnde  in  Codes  ei 
wanne  vnde  war  oini»  des  geinstet  Vnde  wan  ok  disse  vorgheuinghe  a  I 
^scfaen  i&.  so  schalinen  de  1  mrc.  wickbelde  rente  aflFschriuen  vnde  se  wedd 
laten  toscnuen  txj  der  vteane.  dar  «  her  Benedictus  ergenant  to  gheuet  vn 
^euen  heuet  .^dos  vnde  hirmede  schoien  disse  vorscreuenen  party^^i 
jC^nsJiken  g^tscfaeden  vnde  ^eeni^et  sin  sunder  vorder  maninge  vnde  tosa^^l 
jp^istlikes  etJFte  wertiikes  gertchtes  vnde  recbtes. 

JVoni  itmrr  bmeriptiom  -iw  SMerwiaiii^mekg  ran  /.  1418,  Sym.  et  Jud. 


Qniittinu  ie'tf  Htmiluxrd  Porsetiy  Meisters  des  Antaniushofes  in  Ltchtenberg,  uber  c 
wni    ier  :ytadt  Lub^ck  be::ahlte  Reichssteuer.^     1418.    Nov.  1. 

Ik  Kt^vuharduft  Porseti^  ineysler  des  houes  zunte  Anthonii  to  Lichte 
ber^he^  md  vnd  ^endebode  des  bocb^bomen  vorsten  vnd  grotmechtigen  here 
ber^u  Ruduipb;?^  ti>  Sawen  vttde  Luoeborg  hertogben,  phaltzgrauen  to  Sass« 
etc.  vttd^  vW  bi%^ii  Rotnischea  rykes  ertzemarscbalkes.  Bekenne  vnde  betuj 
v^pt^uibar^  ill  deT$$«ftu  breu<»  vor  alsweme,  dat  ik  van  wegen  vnd  to  behoff  d 
ei-^^uauteo  luyuM^  ^oedi^n  bereo  van  dem  ersamen  rade  der  stad  Lubel 
t\>v  uo^h^  ^fttfcitik^ii  vnd  aile  eotfan^n  kebbe  de  sture,  de  de  sulue  rad  vi 
de  ^tj*d  tubeke  dem  irr^ettanten  inynen  gnedigen  heren  van  des  hiigen  Rorr 
^cbea  t>ke«  w^^^h  ^cbukli^  ^eworden  weren  vp  vnser  Vrowen  dach  natiuital 
ii>e^t  vvrledeux  d^rvmuie  ik  van  deta  ei^nanten  mynen  gnedigen  heren  gesai 
wtt«  to  deui  wr^cr^ueaeu  rade  der  stad  Lubeke  mit  siner  gnaden  lotfbrei 
vmle  ^uiUucien^  aUv  be^^iedeliken ^  dat  ik  van  dem  vorscreuenen  rade  di 
liUd  tubekv  eitt^Vu^  acht^uudert  rinsche  gulden  vnd  neghen  rinsche  guide 
vvtY  lube»\b^  M'biUiM^^  vihI  lUI  penninge  der  suluen  munte,  welke  guldene  al 
^ud  wei'^M  \ik\\  ^sdde  \iid  »war  genuch  van  gewichte,  isliken  guldene  vor  vij 
lt>>a  Ai'hillMi^^'  lube^^h  luxa  twe  penninge  der  suluen  munte.  Vnd  dess 
vor^tM'ui'dt^  ttUMiUM^  iu«keii  in  lubescheme  payemente  sos  hundert  pund  lubescl 
Vuili^  drttnt^ii  W  m<>ivr  tMcbui»»e  der  warheyt  hebbe  ik  Reynhardus  erbenome 
my II  iiigt^tti^Dirl  ii^tdwiUioblikeii  gehenged  vor  dessen  bre£P.  Datum  anno  Domii 
milleiiiimi  i)UMdiui(|iMiU'iiimM  deciiuo  octauo,  ipso  die  Omnium  sanctorum. 

A'ui»A  iiiiiM  i^ftvfMt4/  M^i  tfi^tH^/f^iUfwi  ^^M^yfi.  £#  ar  nm<i,  ^  Ofm.  Inmerhalb  einer  Umgebung  ron  dt 
h>0tMnhiHtAutH^H  uhJ  .in 9%  S^t*^m  *$^i  Mil  Sckiiii^  Qu/  ttffickem  drei  Kurhute,  2y  i,  stehen  und  darut 
ttu  4t*tumH^J^4ct.^      {^it\*Aty1;  M -f  t  4  pltCfpl0ri#  It  l^tdhl 

1)     Vgl.  .W  ft? 


1418.     Nov.  2.  101 


Z)er  Rath  von  Lubeck  zeigt  dem  Rathe  von  Wismar  an^  dass  ihm  der  zur  Ver- 
handlung  mtt  Rostock  angesetzte  Tag  m'cht  gelegen  set]  dass  er  jedoch  der 
Aufforderung  des  HerzogSy  zu  einem  noch  zu  bestvmmenden  Tage  Jemanden 
dahin  zu  sendeUy  entsprechen  und  davon  nach  Rostock  Nachricht  gehen 
werde.     1418.    Nov.  2.' 

Unsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  touoren.  Ersamen 
leuen  vrunde.  Juwen  breif  inholdende,  wo  gij  enes  dages  vorramet  hebben 
twisschen  den  Ludemannen  vnde  vns,  bynnen  juwer  stad  to  zijnde  des  dinxedages 
na  Martini  erst  to  komende  etc.,  hebbe  wij  wol  vornomen  vnde  wij  en  konen 
vppe  den  vorscreuenen  dinxedach  nymande  in  juwe  stad  senden  vmme  der 
sake  willen,  auer  wij  hadden  juwen  heren  hertogen  Alberte  vmme  enen  dach 
gescreuen  bynnen  juwer  stad  to  holdende,  de  vns  wedder  screflF,  he  wille  vns 
enen  dach  tekenen  in  juwer  stad  to  zijnde,  vnde  vppe  den  dach  wille  wij  de 
TanRozstoke  ok  vorboden,  de  dar  denne  de  Ludemanne  mit  sik  bringen  mogen. 
Wij  beuelen  jw  Gode.  Screuen  vnder  vnsem  secrete,  des  midwekens  na  alle 
Godes  hilgen  dage,  anno  XVIII. 

Consuies  Lubicenses. 

Aufschri/t:  Prudentibus  et  discretis  viris,  dominis  proconsuhbus  et  con- 
SQlibus  Wismariensibus,  amicis  nostris  dilectis,  detur. 

Natk  dem  Original  im  Rathnarchiv  zu   Wismar.     Das  aufyedrtickte  Secret  ist  grosstentheils  abgesprungen, 

Kdnig  Sigismund  spricht  uber  die  Stadt  Lubeck  im  Allgememen  und  uber  den  Rath- 
mann  Johann  Crispin  insbesondere  wegen  Nichterscheinens  vor  dem  Hof- 
gerichte  auf  ergangene  Ladung  die  Acht  aus.     1418.     Nov.   7. 

Wir  Sigmund,  von  Gotes  gnaden  Romischer  kung,  zu  alien  tzijten  merer 
des  richs,  vnd  zu  Vngern,  Dalmacien,  Croacien  etc.  kung.  Bekennen  vnd  tun 
leant  offembar  mit  disem  brief  alien  den,  die  in  sehen  oder  horen  lesen.  Wann 
der  hochgeborn  Erick,  hertzog  zu  Sachsen,  zu  Engern  vnd  zu  WestFalen,  vnser 
Ijeber  obeim  und  furst,  vff  die  burgermeistere,  ratmanne  vnd  burgere  gemein- 
lich  der  stat  zu  Lubeck  vnd  ufiP  Johann  Crispin,  ratmanne  doselbst  zu  Lubeck, 
Jbesunder,  an  vnserm  vnd  des  heiligen  Romischen  richs  hofgericht  souerre 
geclagt  vnd  erlangt  hat,  als  recht  ist,  daz  sy  durch  solicher   irer  vngehorsam- 

1)  Vgl.  ^55. 


1418.     Nov.  7. 


ii^it  will^fi,  rlorurnb  rJaz  f^y  sich,  riacbdem  vnd  sy  von  des  itzgenanten  hertiog 
Kri^.li4   cUi^i^   wfj^^ri    an    dasselb    hofgericht   geladen    vnd    furgeheischeo  wirei 
y(A  dorn^iich  von  irii  an  dein  ersten,  dem  andern  und  dem  dritten  hofgerichten 
Uf^cU^i  i*urd#^n«   ab  den  egenanten   hofgericbts   reht  ist,  g^g^o  solicher  clage 
^^A*'V    dorch    mcb    hfiber   noch   durcb    nyernand   anders    verantwort   oder  rer- 
K^turh^u    hab#rn.    in    vnitere    vnd    des    heiligen    richs   achte   geurteilt  siod,  als 
iU^nn^lhi'fi  horgi5rif:htH  rcbt  ist,  daz  wir  dorumb  von  Romischer  kunglicher  maht 
vnd  {^#'Walt  diffMflbi'n  bnrgernieistere,  ratmanne  vnd  burgere  gemeinlicb,  niaones- 
fr^Ah^'hf    vnd  vImt  vifrtzfhiui  jar  alt,   der  8tat   zu  Lubeck  vnd  auch  den  obge- 
UHhU'h  Johann  (jiHpin  kesunder,  in    vnsere    vnd    desselben    richs    achte  geUn 
Vhti  (T^kundift  vnd  vmz  vnsiM'ni  vnd  des  richs  fride  vnd  schirme  genommen  vnd 
in    lii'ft     vnlridi*    Ki'Hetzt    haben,    und     daz    wir    auch    allermenigh'ch    allerley 
(r.^'friMnMrhiiilt  mil  in  giuneinlich  vnd  sunderlich  zu  haben  verbotten  haben,  vnd 
If^t'hiiftt'n  donufih  alh^n  vnd  iglichen  fursten,  geistlichen  vnd  werltlichen,  grauen, 
fiijiMi  lM'ir<*n^  dinNlhUon,   rittern,   knechten,  burggrauen,  lantrichtern,  richtero, 
vo((lrn^  Mni|ilhjti«n)  burgiTineistern,  schultheissen,  scheffen,  reten  vnd  gemeinden 
^iiil  iilliMi  HfidiM'n  vnHiM*n  vnd  des  richs  vndertanen  vnd  getruen,  den  diser  brief 
fMf'koiniM«*n  %virdi*t,  bij  vnsern  vnd  des  richs  rehten   vnd  gehorsamkeit  ernstlik 
yhi\   vifiilif(h(:h    mil  diaom   brief,  daz  sy   die   vorgenanteu    burgermeistere,  rat- 
rminiM*    vnd     burgrri^    gemoinlich,    niannesgeslecht    vnd    vber    viertzehen   jare 
hU^  iU'i  MiftI  /li  liiibrck   vnd  Johann  Crispin,   vnsere   vnd  des   richs  offembare 
lu'UiiU'Pi,  riu'biiii/  w<*d(9r  husen  noch  houen,  etzen  noch  trencken,  noch  keinerley 
KiMnitinnrhftll'l  mil   in  haben   noch   die    iren    haben    lassen,   weder   niit   kauffen 
imiU  mil   VfrkHiillVn  noch  mil  keinen  andern  dingen,  heynilich  oder  offenlicb, 
noiih  III  kiMiM*rli*y  wiJHe,  aunder  dem  obgenanten  hertzog  Ericken  vnd  alien  deo 
ulniui  vIV  diOMi'lbiMi  echtore,  gemeinlich  vnd  sunderlich,  getrulich  vnd  ernstlich 
iM^hnllliMi  Mill  vnd  ny  nuch  in   alien  steten,  slossen,  gerichten  vnd  gebitten  vnd 
an  alliMi  i^ndfMi  ku  wuHaer  vnd  zu  lanrfe,  beyde  von  vnsern  vnd   des  richs,  des 
viirK<'iiMiiiiui  liiM'Uog  Krioka  vnd  auch  der  sinen   wegen   vffhalden   vnd    als  des^ 
iii*llit<ii     rirhn    oll(*mbari»    vnd    vngehorsame    echtere    furbaszmere    bekummern^ 
iMilftnUiii^  itiiKrirnu  vmIiim^  vnd  mil  in  tun  vnd  gefaren  soUen,  als  man  mit  des 
ht'liiH^ii  nrliM  ollnnbari^n    vnd    vngehorsamen    echteren    billich   vnd    von    rehts 
wi'^iMi  Inn  vnd  gt*rarrn  huI    alsuil  vnd  alslang,  hisz  dai  sy  in  vnsere   vnd   des 
rirhn  Hiiadtf   vnd   (nrhuraamkeite  widerkommen   sind^  als  recht  ist.     Wann    wai 
iiUo   an   dt^iiHtdhrn   echt<*rn   gMchteht  vnd  getan   wtrdet,    dainil  sol   noch   mag 
von  kmIiIh  wrfit^'n  nyiMuand  missetun  noch  gefreueln  wider  vns,   das  ergenantc 


1418.     Nov.  7.  f05 

ricbe  noch  siist  wider  nyemand  anders.  noch  wider  keinerley  gericht^  geistlichs 
noch  werltlichs,  lantfride,  lantgericht^  stetgerichte,  frijheit  noch  gewonheite  noch 
^der  kein  ander  ding  in  dheinwijse.  Were  auch  dise  vnsere  kungliche  gebotte 
frenellich  vberfure  oder  die  nicht  hilte,  tete  oder  nach  seinem  vermogen  voll- 
(iirte,  der  oder  die  wurden  in  soliche  vnsere  vnd  des  vorgenanten  richs 
achte  vnd  pene  verfallen  glicherwijse,  als  die  vorgenanten  echtere  verfallen 
siod,  man  wurde  auch  dorumb  zu  dern  oder  den  richten,  als  des  vorgenanten 
vnsers  vnd  des  heiligen  richs  hoFgerichts  recht  ist.  Mit  vrkund  diszs  briefs 
versigelt  niit  vnserm  vnd  desselben  hofgerichts  anhangendem  insigel.  Geben 
10  Regenspurg,  nach  Cristi  geburte  viertzehenhundert  jar  vnd  dornach  in  dem 
achtzebenden  jare,  des  nechsten  montags  vor  sant  Martins  tag,  vnserr  riche 
des  Vngrischen  etc.  in  dem  czweyunddryssigisten  vnd  des  Romischen  in  dem 
D^rnden  jaren. 

Petrus  Wacker. 

Nach  dem  Original  mit  anhangendem  Siegel  in  dem  Koniglich  Preusaischen  Staatsarrhiv  in  Hannover.  Auf 
der  Riickseite  stehen  von  anscheinend  gleichzeitiger  Hand  die  Worte:  Dar  de  kcyser  Sigismundvn  heft  de 
Lubeaehen  ghedan  in  syne  acht  van  hertogen  Erikes  wegen  van  Sassen.     M  CCCC  vnde  XVII J. 

liXlIl. 

Kmg  Sigismund  macht  den  Herzogen  Johann  und  Albrecht  von  Mecklenburg  An- 
zetge  von  der  uber  die  Stadt  Lubeck  ausgesprochenen  Acht  und  befiehlt 
ihnen,  in  Gemdssheit  des  Urtheils  zu  verfahren.     1418.     Nov.   7. 

Wir  Sigmund,  von  Gotes  gnaden  Romischer  kung,  zu  alien  tziten  merer 
des  richs  vnd  zu  Vngern,  Dalmacien,  Croacien  etc.  kung.  Embieten  den  hoch- 
gebornen    Johansen    vnd  Aibrechten,    hertzogen   zu    Meckelnburg  etc.,    vnsern 
lieben  obeimen  vnd  fursten,  vnser  gnad  vnd  alles  gut,  vnd  tun   uch   kunt   mit 
disem  brief,  daz  der  hochgeborn  Erick,  hertzog  zu  Sachsen,  zu  Engern  vnd  zu 
Westualen,  vnser  lieber  oheim  vnd  furste,  uff  die  burgermeistere,  ratmanne  vnd 
borgere  gemeinlich  der  stat  zu  Lubeck  vnd  uf  Johann  Crispin,  ratmann  doselbst 
xu  Lubeck,  besunder,  an  vnserm  vnd  des  heiligen  Romischen  richs  hofgerichte 
souerr  geclagt  vnd  auch  mit  rechter  vrteil  erlangt  hat,   das  sy   in   vnsere   vnd 
desselben  richs  achte  geurteilt  sind,   als  des  itzgenanten  hofgerichts  recht  ist, 
md  das  wir  dorumb  dieselben    burgermeistere,   ratmann   vnd   burgere  gemein- 
lich,   mannesgeslechte    vnd     uber   viertzehen    iar    alt,     der    vorgenanten    stat 
Lubeck  vnd  auch  den  vorgenanten  Johann  Crispin  in  soliche   achtp   getan  vnd 
gekundet     haben,    als    das    soliche    achtbrieue    doruber    gegeben    eigentlicher 


i 


104  1418.     xNov.  7. 

uszwiseri.  Daruinb  von  Rorniscber  kunglicher  inacht  vnd  gewalt  gebieten  wir 
uch  bij  vnsern  vnd  des  ricbs  rechten  vnd  gehorsamkeit  ernstlich  vnd  vestig- 
licb  mit  disem  brief^  das  ir  vns  vnd  demselben  riche  zu  eren  vnd  zu  liebe, 
dem  rechten  vnd  auch  dem  egenanten  hertzog  Erick  vnd  alien  den  sinen  zu 
hiltfe  mit  den  obgoschriben  vnsern  vnd  des  ricbs  offembaren  ecbtern  nach  lut 
der  vorgenanten  achtbrieue  tun  vnd  gefaren  vnd  alien  ewern  mannen,  dienern 
vnd  vnderseszen  das  zu  tund  ernstlich  gebieten  sollet,  den  wir  das  auch  also 
gebieten  mit  disem  brief  vnd  bij  solichen  penen  in  den  vorgenanten  acht- 
brieuen  nemlich  begriffen.  Geben  zu  Regenspurg,  vnder  vnserm  vnd  des 
vorgenanten  hofgerichts  uFgedrucktem  insigel,  nach  Cristi  geburt  viertzehen 
hundert  iar  vnd  darnach  in  dem  achtzehenden  iare,  des  nechsten  mentags  vor 
sant  Martins  tag,  vnser  riche  des  Vngrischen  etc.  in  dem  XXXII  vnd  des 
Romischen  in  dem  nunden  iaren.  Petrus  Wacker. 

Nach  dem  Original  im  Grosaherzog lichen  Geheimen  und  Hauptarchiv   in  Schwerin,     Auf  der  ROckBeite  iieki 
man  nur  noch  sehr  schwache  Spuren  dea  ehemals  aufgedrUckten  Siegels. 

Gletche  Anzetge  des  Konigs  Sigismund  an  die  Markgrafen   Friedrich  und  Wtlhebr-^ 
von  Meissen.     1418.     Nov.  7. 

Wir  Sigmund,  von  Gotes  gnaden  Romischer  kung,  zu  allencziten  mer&Y 
des    richs,    vnd    zu    Vngern,    Dalmacien,    Croacien    etc.   kung.      Embieten   den 
hochgebornen    Fridrichen    vnd   Wilhelmen,   marggreuen    zu    Mychsen    vnd  lant- 
greuen  zu  Duringen,  vnsern  lieben  oheimen    vnd    fursten  (der  Hhrige  Thetl  des 
Schreibens  tst  genau  wie  No.  63). 

Original  im  Koniglich  Preussiachen  Staatearchiv  in  Hannover.    Da%  aufgedrOckte  Siegel  ist  zum  grotiten  Tkfi*^^ 
abgesprvngen, 

IjILV. 

Konig  Sigismund  benachrichtigt  die  Hansestddte^  doss  die  Stadt  LHheck  in  die  Acht 
erkldrt  sei^  und  hefiehlt  ihnen,  die  Gemeinschaft  mit  der  Stadt  abzubrech^^ 
1418.    Nov.  7. 

Wir  Sigmund^  von  Gotes  gnaden  Romischer  kung,  zu  allentzijten  me^^^ 
des  richs,  vnd  zu  Vngern,  Dalmacien,  Croacien  etc.  kung.  Embieten  d^^ 
ersamen  burgermeistern,  scheffen^  ratmannen  vnd  burgern  gemeinlichen  all^ 
vnd  iglicher  stete  von  der  Tutschen  hense,  vnsern  vnd  des  richs  lieben  getru( 


1418.     Nov.  7.  105 

vnser  gnad  vnd  ailes  gut  vnt  tun  uch  kurit  mit  disern  brief,  (u.  $.  w.  gletchlautmd  mtt 

No.   63  his)   vszwijsen.      Dorumb   von   Romischer  kunglicher   maht  vnd  gewalt 

gebieten   wir  uch  bij  vnsern   vnd   des   richs   rechten   vnd  gehorsamkeite   ernst- 

lich  vnd  vesticlich  mit  disem    brief^    daz    ir    die    vorgenanten   vnsere    und    des 

richs  offembare   echtere   Furbasz    mere   weder    huset    noch    houet,    etzet   noch 

trenkt,    noch    keinerley  gemeinschafft    mit   in    habet,    noch    die    ewern    haben 

lasset  in  dheinwijse,  sunder  dem  obgenanten   hertzog   Erick   vnd  den   sinen   viT 

dieselben    echtere   gemeinhch   vnd  sunderlich   nach   lut   der   vorgenanten    acht- 

brieue  getrulich  vnd  ernstlich  beholfFen  sin  sollet  alsuil   vnd   alslang.   bisz   daz 

sy  in  vnsere  vnd  des   richs   gnade   vnd   gehorsamkeite  widerkommen   sind,   als 

recht  ist.     Wann  wer  des  nicht  tut,  der  wird  in   soliche   achte   vnd    pene  ver- 

failen,  als  die  vorgenanten  echtere  verfallen    sind,   man   wirt   auch   dorumb    zu 

im  richten,  als  des  vorgenanten  vnsers  vnd   des  heiligen  richs  hofgerichts  recht 

isL   Geben  zu   Regenspurg,    vnder  vnserm    vnd  des    heiligen  richs  hofgerichts 

vFgedrucktem  insigel,  nach  Cristi  geburt  viertzehenhundert  jar  vnd  dornach  in 

dem  achtzehenden    jare,    des    nechsten    montags  vor   sant  Martins    tag,    vnser 

riche  des  Vngrischen  etc.  in  dem  XXXII  vnd  des  Romischen  in  dem  nunden  jaren. 

Petrus  Wacker. 

Sack  dem  Original  im  Koniglich  Preussischeu  Staatsarchiv  in  Hannover.     Mit  dem  wohlerhaltenen  als  Pressel 
aufgedriLckten  Siegel  des  Hofgerichts. 

Gleiche  Anzeige  an  den  Rath  von  Liineburg.     1418.     Nov.   7. 

Wir  Sigmund,  von  Gotes  gnaden  Romischer  kung,  zu  allentziten  merer 
des  richs,  vnd  zu  Vngern,  Dalmacien,  Croacien  etc.  kung.  Embieten  den 
fcurgermeisteren ,  ratmannen  vnd  burgeren  gemeinlichen  der  stat  Lunemburg, 
vnsern  vnd  des  richs  lieben  getruen,  vnser  gnad  vnd  alles  gut  vnd  tun  uch 
kond  mit  diesem  briue,  (das  Folgende  lautet  ganz  wie  in  No.   65). 

^%»a/  ti»  Koniglich  Preussiichen  Staatsarchiv  in  Hannover.     Mit  Resten  des  aufgedruckten  Hofgerichtssiegels, 


U 


Vromold  Warendoyy  urkundet  uher  den  von  ihm  geschehenen    Verkauf  des   GuU 
Bergrade  an  das  Kloster  zu  MarienwohL     1418.     Nov.  11.^ 

in  Codes  namen    amen.     Nacb   deme   dat  de  dachtnisse    der   mynschi 
vorgheetlik  is,   sterflik  vnde  vnstede,  des  moed  me  de  dynk,  de  gescheen  s; 
an  der  tijd  vnde  scholen  blyuen  to  ewigher  tijd,   an    openbaringhe   der  schri 
bestedeghen    vnde    beschriuen.      Des    do    ik    Vromold    Warendorp    witlik    vn(  3 
openbare    vor    alien    louyghen    luden    an    dessem    openen    breue,    de   joto   sy^^^ 
edder  noch   to   komende,    dat    ik   mit    virillen    vnde   wol   vorebedachteme   mod^ 
mit  gantzer   vryger   vulbord    mynes    leuen  zones,  her  Johannes   Warondorpe  ^ 
vnde  vnser  rechten  eruen  hebbe  vorkoft  den  geestlyken  erbaren  h'iden,  suster^  i 
vnde  broderen  des  closters  to  Marienwolde  by  Molne,  dat  ghued   to  Berkrod^^' 
dat  dar  licht  an  deme  vorstendome  to  Sassen  in  deme  kerspele  to  Notse,  ni  i 
alle  syner  tobehoringhe,  vryheit^  eghendoem  vnde  richte,  an  alter  macht,  ala^c 
de  houetbreue  vtwysen,  de  darvp  geschreuen   vnde  gheuen  syn.  vor   veerhuKi- 
dert  mark  lubescher  penninghe.  de  se  my  to  ener  noghe  wol   betalet    hebheti- 
Unde   wes   dat   ghfid    beter   is   wen    desse   vorbenomede    summe   na    vtwysinglie 
myner  breue,  dede  ik  damp   hebbe,   dat  gheue   ik   Vromold    myt   mynen    eruen 
vorbenomed  mit  ghudeme  vryghen  willen  den  vorbenomeden  geestliken  sustere/i 
vnde  broderen  to  der  merynghe  vnde  to  ener  ewighen  byblyuynghe  des  closters, 
vnde  wyse  se  an  alle  vryheit  vnde  eghendoem  ewich  to  brukende,   alzo  ik  dat 
vryghest    hebbe    ghekofl    mit    myneme   wolleworuenen    ghude    van    Otten    van 
Rytzerouwe,   alzo  de    breue   [de]    darvppe   gheuen    syn,    an  aller   vryheit    vnde 
witlicheit,    mit    gantzer    medevulbord    vnde    vplatinghe    des    erbaren    vorsten 
hertich    Erykes    van    Sassen    des    olderen,    deme    God    gnedich    sy.      To    ener 
groterer    bekantnisse   so    hebbe    ik    Vromold  Warendorp    mit    myme    zone    her 
Johanne  mit    vnsen  eruen   vorbenomed    mit  willen    vnse  ingheseghel   gehenget 
lathen  vor  dessen  breeff,  de  gheschreuen  vnde   gheuen   is  na    der   bord  Codes 
veerteynhundert  iar  in  deme  achteynden  jare,  in  deme  daghe  des  hilghen  heren 
sunte  Mertens. 

Sack  dem  OrigincUe.  Mit  swei  Siegeln,  Vromold  Warendorp:  Siegel  rund^  ^/^j  Ctm.  Auf  stehendem  Schild 
ein  Kreuz,  welches  zwexfarbig  angegehen  ist  Umschri/t:  S' VROflDOLDVS  WKReNDORP. 
Johann  Warendorp:  Siegel  rundy  2^  Ctm,  Die  Siegelfldche  ist  mit  einem  Bogen/riess  vmgeben.  In  der 
Mitte  darauf  steht  das  Monogramm  XPI   Umschri/t:  S.  io^atwis  <►  warfllJorp  <»•  pfBri 


l)  Vgl.  Bd.  IV  M  605,  606,  611. 


108  1418.     Vor  Nov.  15. 

drage  is  schade  geschen  vorder  wen  den  Hollandern,  den  wille  wy  den  ghennc 
gerne  mogeliken  vnde  vruntliken  richten  vnde  legeren  vnde  eren  willen  darvmir 
inaken,  also  wi  vns  ok  alrede  also  den  mesten  deel  bewiset  hebbet  mit  vrun 
liker  legeringe  by  den  ghennen,  den  sodane  schade  gheschen  is,  vnde  noc 
alle  daghe  na  dessem  vordraghe  gerne  doen  vnde  doen  willet  etc.  Des  is  vr 
van  vlochmeren  to  wetende  worden,  wo  de  stede  clagebreue  ouer  vns  scriue 
vnde  hebben  ere  vorgadderinge  vnde  raet  to  vnsem  ergesten^  des  wy  nac 
dessen  vorscreuenen  vruntliken  vordraghe  nenewijs  to  en  modende  zint.  Vorde 
so  hebbe  wy  vniine  sodanes  geruchtes  willen  vnse  gelouigen  boden  vnde  breu 
by  den  van  Lubeke  vnde  van  Hamborgh  ghehat,  vnde  hebben  van  en  essche 
laten,  wer  ze  noghafftich  zyn  in  dessen  vorscreuenen  vruntliken  vordraghe  m 
vns,  went  wy  vns  nergen  na  vurder  richten,  wen  dat  wy  mit  en  desse  vorgt 
handelden  vruntliken  voreyninghe  holden  willen.  Des  kan  vns  van  den  stede 
neen  antwerde  to  wetende  werden.  OflFt  ze  nv  wol  menden,  wy  hadden  en  i 
dessen  vordraghe  .wes  gekortet,  alse  wy  hopet,  dat  wy  nicht  en  hebben,  s 
wille  wy  dat  gerne  handelen  laten  vnse  heren  vnde  vrunde  vnde  willet  ds 
alweghe  vmme  antwerden  vnde  don  also  vele,  alse  vnse  gnedighe  here  va 
Munstere,  vnse  gnedige  here  van  Hildensem,  vnse  leue  here  greue  Erik  va 
der  Hoyen,  juwe  raet  vnde  gy  spreken,  wes  wy  van  ere  vnde  rechtes  weghen 
plichtich  zint  to  donde.  Ok  efft  desse  vorgescreuen  stede  ouer  vns  m 
homode  vallen  wolden  wedder  ere  vnde  recht,  dar  desse  vorgescreuen  herei 
juwe  raed  vnde  gij  vnser  alleweghe  mechtich  to  zint,  so  hope  wy  na  gud( 
vruntschapp,  der  wi  to  juwen  rade  vnde  ju  modende  zint,  dat  juwe  raed  vnd 
gij  to  vnserm  ergesten  vnde  schaden  genige  volge,  hulpe  edder  vorder  do 
willen,  vnde  begeren  mit  vruntliker  andacht,  dat  gij  spreken  vnde  bidden  de 
ersamen  juwen  raed  to  Bremen,  efft  ze  vnde  gij  vnse  ergeste  ervoren,  dat  a 
vns  dan  beden  to  eren  vnde  to  rechte,  dar  gij  vnde  zee  vnser  alwege  vu 
mechtich  to  zint.  Guden  vrunde.  Weset  vns  hijrane  to  denste  vnde  to  willei 
dat  wille  wy  gerne  vruntliken  vorschulden,  wanne  vnde  war  juwer  stat  vnd 
ju  des  behuff  is.  Vnde  wes  wy  vns  in  dessen  saken  to  juwem  rade  vnde  j 
godes  vormoden  mogen,  bidde  wi  juwe  vruntlike  bescreuene  antwerde  I 
dessen  boden.     Vnder  vnsem  ingesegel. 

Nack  einer  Absckri/t  atif  Papier, 


1418.     Nov.  15.  109 


Die  Grafen  Dietrich  und  Christian  von  Oldenburg  drUcken  den  Rathen  von  LUbeck 
und  Hamburg  ihr  Bedauem  aus,  dass  deren  Abgeordnete  abgereist  seien, 
ohne  Abschied  genommen  zu  haben^  und  versichem,  dass  sie  die  eingegan-^ 
genen  Verpflichtungen  getreu  beobachten  werden.     0.  J.  [1418.)*    Nov.  15. 

Diderich  vnd  Kersten, 
greuen  to  Oldenborch. 

Vnssen  vruntliken  grut  cnit  gunstiger   andacht   touorn.     Guden    vrundes. 

Wi  begern   iw   weteri,    dat    bi   vns   hebben    gewesen   vnsser  hersscopp   manne, 

Tosse  borgermestere  vnd  raet  to  Oldenborch  vnd  hebben  vns  vorgebracht^  also 

eo  in  der  tijd  der   affschedinge   to   Oldenborch   to   kennende   geuen    hadden    de 

ersamen  her  Detmar  van  Thflne,  raetman   der  stad  Lubeke^  her  Johan  Kletze, 

raetman  to  Hamborch,   her   Herbort   Duckel,    raetman    der   stad    Bremen,    vnd 

her  Reymer  Eystede,  raetman  to  Stade,  sendeboden  desser   vorgenanten  stede, 

wo  vnd  in  welker  wijs  se  menden  vnd  wolden    riden   van   Oldenborch,    also   se 

Du  dar  latest  weren,  vnd  hadden    sik   anbringen   laten,   also   se   vorluden   leten 

geghen  vnsse  vorscreuenen  manne  vnde    raet,   dat  wi   de   degedinge,   de  desser 

vorbenomeden  stede  sendeboden  darbivorn  mit  vns  gedegedinget  hebben,  korten 

efft  wandelen  wolden   in   desser  wijs,   dat  de    vtliggers   sik   menden   wedder   to 

redende   in  de   zee,    dat  doch  so   nicht   en   was  vnd   nach   vnsserm   vnd    iuwem 

vordraghe    nicht   wesen   schaK    vnd  de   ersamen    vorbenomeden   sendeboden   en 

schuUen    den    ghennen,    de    se    suike    sake    anbrachten,    hirna    de    bet     nicht 

geloflen,    went   wi   dat   wol    besorgen    vnd    vorwaren    willet,    dat    bynnen    dem 

bestande  twisschen  den   van   Hollant   vnd    vns   vt   vnssen    landen,   gebeden    vnd 

haoenen  bi  vnsser  wisscopp  sunder  argelist  dem  koppmanne  to  watere  word  neen 

scbade  scheen  schal  vnd  ok  de  vtliggers  nicht  to  watere  van  vns  rumen  scholen, 

men  to  lande  wort,  vnd  willen  den  degedingen  truweliken  so  volgen,  also  vorramet 

18.   Dem  coppmanne,  den  wi  legeringe  nach  vnsserm  vordrage  plichtich  sind,  de 

wille  wi  to  korter  tijd  vruntliken  legeren  vnd  eren  willen  maken,   also   wi   vns 

ok  airede  een  deel  bi   den   gennen    bewiset   hebben,    de   in    schaden    sint,    vnd 

willen  vns  so  holden  vnd  richten,  also  vorramet  is.     Wi  bidden   mit  vruntliker 

andacht,  dat  gij   ervaren    bi   den    ersamen   her   Detmare    van    Th(ine    vnd    her 

Jobanne  Kletzen  vorscreuen,  wo  se  dat  anqueme,  dat  se  sunder  vnsse  wisscopp 

von    Oldenborch    reden    vnd    nicht    affbeyden   wolden,    dat    wi    mochten    bi    se 

j;ekoinen  hebben,  also  vnsse  dre  borgermestere  sik  darto  boden,  dat  de  wolden 


na  vns  Diderike,  greue  vorscreuen,  gereden  hebben^  dat  wi  mochten  vmm 
ere  werue  vnd  bodesscoppe  samtliken  gesproken  hebben,  do  vnsse  leue  brode 
en  wedder  boet  vnd  ok  en  wol  vordencken  mach,  do  wi  vnd  se  vns  schededei 
in  der  cappellen  to  Oldenborch^  dat  wi  en  segeden^  were  dat  vnsse  leue  brodei 
vpp  ere  bodesscopp  nicht  bi  se  queme,  so  wolde  wi  bynnen  ener  stunde  bi  se 
komen,  wan  se  vnsser  begernde  weren.  Hirvnime  is  vns  wnder,  dat  se  also 
reden  van  Oldenborch  vnd  vnsser  tokumst  nicht  beiden  wolden,  vnd  bidden 
des  iuwe  vruntlike  bescreuen  antworde,  wes  iw  des  van  her  Detmere  vnd  her 
Johanne  vorbenonied  weddervare.  Weset  Gode  bevalen.  Screuen  des  init- 
wekens  na  sunte  Mertens  dage,  vnder  vnssen  ingesegelen. 

Aiifschrift:  Den  ersanien  wisen  luden,  borgermesteren  vnd  raden  dei 
stede  von  Lubeke  vnde  van  Hamborch,  vnssen  guden  vrunden,  vruntliker 
gescrcuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.      Von  den  aufgedrUckten  Siegeln  ist  wenig  erhalten. 


Die  Grajen  Dietrich  und  Christian  vo7i  Oldenburg  ersuclien  den  Rath  von  Hamburi 
ii7n  Antivort  auf  ihre  Botschaft  nach  vorgdngigem  Einvemehmen  mit  den 
Rathe  von  LHheck  und  versichem,  dass  sie  sich  an  den  eingegangenef 
Vertrag  immer  gebunden  glauben.     0.  J.  (1418.     Nach  Nov.  15.) 

Dyderik  vnde  Kersten^ 
greuen  to  Oldenborgh. 

Vnsen  vruntliken  grud  mit  begheringe  altes  gudes  touoren.  Ersanier 
guderi  vrundes.  Alse  wij  in  vorledenen  tijden  bij  iuw  ghesand  hebben  mil 
vnser  credencien  vnde  bodeschop  vnsen  gheleuegen  dener  Gherd  Stalfhorste 
de  vns  heftt  to  kennende  gheuen,  wo  gij  iuw  gutliken  darto  bewised  hebben 
vnse  bodeschop  van  em  to  horende,  vnde  annamed  hebben  vord  to  bringend 
by  den  erbaren  raed  van  Lubeke,  vnde  wes  iuw  Staffhorst  van  vnser  wegen 
to  kennende  hefft  gegheuen,  hope  wij,  dat  gij  dat  ok  also  wilien  vorkundighe 
den  van  Lubeke,  wanne  vnde  wor  gij  erst  tosamende  komen,  went  wij  allc 
stucken,  alse  de  ersamen  sendeboden  der  stede  mit  vns  ouer  en  ghekomc 
8ind  vnde  ok  alse  Staffhorst  an  juw  ghebodeschoped  hefft,  gheloffliken  vnde  in 
truwen  wilt  holden  vnde  mit  sulkeme  ghelouen  beuestenen,  dat  vnse  vordrac 
nerghen    mede    schal    ghekrenked   effte  ghemynred  werden,   vnde   wilt  vns    t 


1418.     Nach  Nov.  15.  Ill 

tucbten  mit  alien  diiighen.  Unde  efft  den  van  Lubeke  vnde  iuw  diichte^  dat  wi} 
iuw  ienighen  artikel  icht  vorkorted  hadden,  alse  wij  nicht  en  hopen,  dar  wille 
wij  alleweghe  ere  vnde  rechtes  vinme  pleghen  vnde  alle  andere  stucke  allike 
gberne  truweliken  holden,  alse  vorramed  is,  vnde  bidden,  guden  vrundes,  des 
erbaren  rades  van  Lubeke  vnde  iuwe  samtlike  gutlike  bescreuen  antwerde  van 
breuen  vnde  bodeschop,  alse  wij  de  samtlik  bij  iuw  ghehat  hebben.  Screuen 
fnder  vnsen  ingesegel. 

Aufschrift:    Den  ersamen  wisen  luden,  borgermesteren  vnde  raed  der  stad 
Hamborch,  vnsen  guden  vrunden,  gescreuen. 

Nach  einer  Absckrift  auf  Papier, 


Der  Ritter  Bemd  von  Plesse  zu  Arpshagen  verkauft  dem  Nicolaus  Bustroy,  Vicar 
an  der  Marten  Ktrche  an  dem  Altar  der  Bergenfahrer  in  der  Kapelle 
unter  dem  Thurmj  und  den  Aelterleuten  der  Bergenfahrer  etne  jdhrliche  Rente 
von  40  7n^  aus  seinen  Giitern  Stellshagen  und  Niedem  Klutz j  jenem 
24  tn^y    diesen  16  in^,    g^g^^  empfangene  Zahlung  von    500  w^    und 

unter   Vorbehalt  des  Ruckkaufs.     1418.     Nov,  25. 

\ 

VVytlik  sy  alle  den  ghennen,   de   dessen    breff  zeen    edder   horen   lesen, 

dat  ik  Bernd   van   Plesse,   ridder,   wonaftich   to  deme   Erpesbagen,   vnde    niyne 

eroen    mit    wolberadenen    willen    vnde    myt    vulborde    niynes    gnedigen    heren, 

I    beren  Johannes,  hertogen    to    Mekelenborgh   etc.,   vnde   alle    der  ghennen,  de 

dat  to  rechte    vulborden    scholden^    redeliken   vnde    rechtliken    hebben   vorkoft 

[    Tnde  yppelaten,  vorkopen    vnde   vplaten   in    kraFt  desses  breues    deme   erliken 

I    naone,    hern    Nicolaus    Bustr6yen,    vicaryo    in    vnser    Vrowen    kerken    to    der 

Bergervarer  altare  vnder  den  tornen,  vnde  synen  nakomelingen,  den   de    kop- 

man  van  Bergen  de  vicarye  tor  tijd  vorlenende  werd,  vnde  den  olderluden  des 

copmannes  vnde  deme  menen  copmanne  van  Berghen  to  Lubeke  wesende  vnde 

eren  nakomelingen  vor  vijfhundert  mark  lubescher  penninghe,  de  ik  to  mynen 

willen  gantz  ndghaFtigen   van   en   vntfangen    hebbe   wol   ghetellet   vnde   vort  in 

fliyne  vnde   myner    eruen   nut  ghekeret  vnde   vtegheuen   hebbe,   vertich    mark 

ewiger    jarliker   renthe    lubescher    penninghe,    alse    hern    Nicolaus    Bustrdyen 

veervndetwintich   mark   ewiger  renthe  vor  drehundert  mark  penninghe   to   der 

Boloen  vicarye  behuff,  de  he  heft  to  dem   vorscreuen   altare,   vnde    den    older- 


luderi  vnde  gheineynen    copmanne   van    Bergen   soesteyn   mark   ewigher   renthe 
vor  twehundert  mark  penninghe  to  erer  vnde  erer  nakomelinge  vnde  der  jennen 
behutf,  den  se  de  suluen  renthe  vplatende  vnde  ouergheuende  werden,   se   syn 
gheistlik  eder  werlik,  to  betalende  alle  jar  den  suluen  heren  INicolaus  vnde  synen 
nakomelingen^   olderluden    vnde   ghemenen    copmanne    van    Bergen    vnde    eren 
nakomelinghen   vppe    sunte   iMartijns    dach    des    hilgen  bisschopes  sunder    vor- 
togherrnge    bynnen  der  stad   Lubek  wol  to  dancke  vnde   vmbeworen,   vp    inyne 
vnde   inyner  eruen   egenen  koste^  arbeyt  vnde  euenture  in  vnde  vt  alle  inynen 
ganlzen  houen  in  deme  Stellershagen  vnde  Nedderen  Klutze^  belegen  in  denie 
kerspele   to  deme  Klutze  des  stichtes  to  Ratzeborgh,  dar  ik  noch  veftich   mark 
ewigher  renthe  vnvorkofl't  vnde  vnvorset  ane  hebbe,   alse   in   deme   houe,    den 
de  Vblkmersche  myt  eren  kinderen    nu    buwet,   achteyn    mark^   in   Hans    Sinyt- 
hagens  houo  achte  mark,  in  Hans  Prangen  houe  verteyn   mark^  in  deme  houe^ 
dar   Hans    Schuneman   ynne  wonet   to   deme  Nedderen  Klutze,   ses    mark    vnde 
darsulues  in  Gildemesters  houe  veer  mark,  vnde  vt  alien  der  vorscreuenen  houe 
vnde    gudere   tobehoringe,    id    sy    bewegelik    ofte    vnbewegelik,    ghebuwet    oFte 
vnghebuwet^  droge  eder  nat,  alse  se  in  eren  enden  vnde  landscheden  beleghen 
vnde    begrepen   sind,    mit   alleme    rechte    vnde   richte,   ouerst,    myddelst    vnde 
sydest,  in  hals  vnde  in  hand,   vnde   slichtes   myt    aller   vrigheid,    alse   ik    vnde 
myne   voruaren    der  vorbenomeden    houe,   gudere   vnde    renthe   ie   vryest    glie- 
bruket  vnde  beseten  hebben,  also  beschedeliken,  dat  ik  eder  myne  eruen  eder 
anders   yemand  scholen    efte    mogen   nicht    nemen    eder   vpboren   vt  densuluen 
houen  vnde  guderen  vnde  alle  erer  tobehoringe,  ofte  ienigherleye   dinghe  eder 
richte  holden  efte  holden  laten,  er  de  vorscreuene  her  Nicolaus  Bustr6ye  vnde 
syne  nakomelinge,  de  olderlude   vnde  copman  van  Bergen  vnd  ere  nakomelinge 
ere  vorscreuenen  vertich  mark  ewiger  renthe  alle  jar  wol  to    danke  entfangen 
hebben    bynnen  Lubek   vmbeworen.     Vnde  an    desser   betalinghe  scholen    nicht 
hinderen    efte    schelen    orloghe,    veyde,    herenbot,    bede,     bescliattinge     eder 
bekummeringe  efte  yenige  andere   anvalle    vnde    beswaringe.      Weret   auer   dat 
se  yenich  ghebrek  eder  hinder  dar  ane  hedden,  so  scholen  vnde  willen  ik  vnde 
myne  eruen  eder  anders  yemand  vns  myt  den  vorbenomeden  houen  vnde  guderen 
vnde  alle  erer  tobehoringe  nenewijs    beweren   edder   der   broken,    id    ensy   dat 
den  Kuluen  hern  Nicolas,  synen  nakomelingen,  olderluden  vnde.  copmanne  vnde 
eren   nakomelinghen    ere   vorsetene    renthe   myt    aller    vnkoste,    schaden    vnde 
hindere,  de  se  denne  darvmme  dreuen  vnde  leden  hebben,  altomale  betalet  sy 
wol  to  erer  n6ghe.    Ok  hebbet  se  vnde  ere  nakomelinge  vrye  vnde  vulle  macht, 


1418.     Nov.  25.  113 


dat  se   de    vorbenomeden   vertich    mark    retithe    jewelikes    jares    vt    densuluen 

houen^  guderen  vnde  eren  tobehoringen  mogen  panden  efte  patiden  laten,  weme 

sewillen,  wanner  vnde   wo   uaken   en   des   behu£F   is^  vnde    bringen   de    pande 

uoForuolget  bynnen  ofte  buten  dat  land  to  Mekelenborgh,  wor  id  en  bequemest 

is,  in   ere   behold  sunder  alien   broke   gheistlikes   vnde  werlikes   rechtes   vnde 

sunder  alien  wedderstald  enes  iewelik^n.     Also  hebbe   ik  se  vnde  ere  nakome- 

iinghe  in   besittinge   der   vorscreuenen    renthe   vnde   gudere   myt   kraTt    desses 

breues  ghevoret.     Vnde  ik  vnde  myne  erueh  scholen  vnde  willen  en  vnde  eren 

nakomelingen    der  suluen   houe,    gudere   vnde    erer   tobehoringhe    vnde   darane 

touoren  der  vertich  mark  ewiger  jarliker  renthe  rechte  waren,  vryen,  entweren 

vnde    beschermen    vor    aller    ansprake    enes    ieweliken,    ieghenwardigen    vnde 

tokoinende,  vp  vnse  eghene  koste^  schaden,  arbeyt  vnde  euenture.   Ok  ne  scholen, 

ne  mogen  vnde  ne  wiUen  ik  eder  ntyne  eruen   eder  anders  iemand  desse  vor- 

screuene  houe  vnde  gudere  gantz  eder  enes  deles   eder  andere  renthe   darane 

I   vorkopen,   vorgheuen,  vorsetten  efte  vorlaten   eder  ichteswes  in  alle  erer  tobe- 

boringe  vormynren  eder  vorergheren  sunder  der  ergenomeden  hern  Nicolaweses, 

syner  nakomelinge^  der  olderlude  vnde  copmannes  vnde  erer  nakomelinge  vul- 

borde  vnde  willen.     Jodoch   hebben   se  van  gnaden  gegeuen  vnde    ouergheuen, 

dat  ik  vnde  myne   eruen,    dewyle  wy   leuen    vnde    waren,    vnde   na  vnser  aller 

f    dode  vnse    gnedigen    heren    van  Mekelenborgh    de    vorscreuenen    vertich    mark 

ewiger  jarliker  renthe  wedderkopen  moghen  alle  jar   in   sunte   iMartijns    daghe, 

wan  wy  en  den  wedderkop  en  half  iar  touoren  toseggen  vnde  wytlik  don,    vor 

vijfhundert    mark    lubescher    penninge,    en    vnde    eren    nakomelingen    myt    der 

plicfatigen  renthe   vnde    myt   alien   schulden    bynnen   der   stad   to   Lubek    vmbe- 

woren   to  betalende    in    ener    summen    mit    guden    penningen,   alse    dar   denne 

gbenge  vnde  geue  sind,  vtghenomen  dat  hole  gheld.     Vortmer,  wanner  myner 

medelouere  welk  van  desser  werlde  vorschedet,  so  scholen  vnde  willen  ik  vnde 

myne  eruen  in  den  erslen  veer  wekenen  na   syneme    dode    enen    anderen   also 

guden   borgen    in   syne   stede  weddersetten    myt  sodaner  vorwaringe,    dar    her 

IVicolao,    olderluden   vnde   copmannen    vorbenomed    wol    ane    noghe,    souakene 

alse   des   behuff  werd,    vnde    dar    nene    togheringe    ane   to    donde.     Alle  desse 

vorescreuenen  stucke   loue  ik  Bernd   van  Plesse,    ridder   vorbenomed,   vor    my 

vnde  myne  eruen  vnde  vor  vnse  nakomelinge  mit  vnsen   nascreuenen    borghen 

vnde  medeloueren  myt  ener   samenden    hand   den   ergenomeden    hern    Nicolaus 

fiustrdyen   vnde  synen  nakomelingen,   den  de  vicarie  vorlenet  werd,  olderluden 

vnde  ghemenen   copmanne   van    Berghen    vnde    eren    nakomelingen    vnde    den 

15 


1418.     Dec.  20.  115 

liXXIIL 

Jdkannes  Ktrchefij  Proionatar  des  Ramtschen  Konigs  bescheimgt  den  Emp/ang  der 
%hm  von  dem  Rathe  von  Luheck  zu  zahlenden  Letbrente  von  30  rhemischen 
Gulden.    1418.     Dec.  20. 

Ich  Johannes  Kirchen,  des  Romischen  kunigs  prothonotari.  Bekenn 
offeulich  mit  disem  brief,  das  mil*  der  ersani  wise  man,  her  Conrat  Fritag, 
korger  zu  Frankfurt,  von  wegen  der  von  Lubeke  beczalt  hat  drissig  guter 
rioscher  gulden,  die  mir  von  in  zu  libgeding  vf  sant  Michels  tag  nechste  vor- 
giagen  erschinen  sind.  Vnd  dorumb  sag  ich  dieselben  von  Lubeck  vnd  Conrat 
denelben  erschinen  drissige  gulden  quitt  mit  disem  brief,  vnd  hab  des  zu 
nkond  min  insigel  zu  ende  diser  schrift  gedruket.  Geben  zu  Heydelberg, 
Mch  Grists  geburt  XIIIF  jare  vnd  dornach  in  dem  ahtczehenden  jare,  an  sant 
Thomas  abend. 

Naek  dem  OriginaL  Mit  unter  das  ScAreiben  gedrucktem  PresseL  Auf  demaelben  iat  ala  WappenbUd  eine 
Kirche  (kleine  KapeUe)  zu  erkennen,  jedoch  iat  die  Umschri/t  in  der  Havptaache  (dem  Familiennamen)  nicht 
Uabar,     Daa  Siegel  iat  rund,  miaat  i^io  ^^* 


Hermann  Kremer  ersucht  und  bevolhndchttgt  die  Rathmdnner  Tidemarm  Steen  und 
Tidemann  Cemtniy  den  ihm  von  den  Grafen  von  Oldenburg  zugesagten 
Schadensersatz  zu  erheben.     0.  J.  (1418.y 

Witlik  sy  iu,  her  Tydeman  Sten  vnde  her  Tydeman    Serrentyn,    dat   ik 

badde  geschepet  in  schipper  Koppin  Petersson  schip   van  Hamborch  V  schyn- 

mesen  vlakes  kurlandesches  vissches,  dede  my  kosteden  erstes  koppes  LX  mark 

▼ode  hundert  lubesch,  also  ik  vorrichtede  to  Oldenborch  vp  dem    radhus  vor 

her  Kord  Brekewolde  vnde  her  Detmer  vnde  vor  den  anderen    heren  van  den 

Bteden,  her  Johan  Wygen  vnde  her  Johan  Klesen,  dar  Stafhorst  jeghenwardich 

was,  also  dat  my  junchher  Dyderik  vnde  junchher  Kersten  loueden  vor  dessen 

goden  luden,  dat  se  my  wol  betalen    wolden  dessen   summen    in    dren    daghen 

ofte  in  veren  to  vntwyfele.     Des  lach  ik  darna  XII  daghe   bet   so   langhe,   dat 

ber  Detmer  dar  wedder   quam  van   Lubeke,   do    radvraghede   ik   myt   em,    do 

red  he  my,  dat  ik  to  hus  toghe,  went  men  seghe,  wo  men  et  anders  makede. 

Item  so  bebbe  ik  hir  ok   na  vorteret  wol  X  rynsche  gulden.     Dessen  summen 


1)     YgL  M  SI  iind  Anm.  sa  M  68. 

15» 


116  1418. 

gheldes   make   ik   in    mechtich    to   donde   vnde    to   latende  van  myner  weghen^ 
To  ener  tuchiiisse  so   bebbe   ik  Herman  Kremer   myn   inghezeghel  ghedrukkeft 
vppe  desse  ruUen.     Item  so  badde  Hans  Vos  dyt  sulue   scbip    mit   solte  laden, 
dat  se  em  wedder  gheuen,  dar  desse  V  schynmesen  inne  weren. 

Sack  dem  Original  auf  Papier.     Mit  untergedrOvktem  Siegel  (Hausmarke  in   einem  Sechspass  nebst  Umschri^^ 

dock  Beides  undeuilichj. 


Entscheidung   des  Baths  von  Lubeck  in  einer  Klage  wegen  nicht  gelieferten  Maizes. 
1419.    Jan.  6. 

JNotandum,  quod  piacitatum  est  inter   dominum  Johannem  de   Hamel<n^ 
Jobannem  Waterhusen,  Hinricum  Wetendorp^  ex  vna,  et  Jobannem  Poppen^i^i 
parte  ex  altera,   in    modum  sequentem  et  talis   est.     Joban   Waterbusen   v  Kide 
Hinrik  Wetendorp  van  orer  vnde  des  ersamen  bern  Jobann  van  Hamelen  we^gen 
hebben  angededinget  vor  dem  rade   to  Lubeke   den  ersamen    Jobanne  Popp  ^n- 
dike,  ratman  to  Woldiner,  vmme  XV  leste  moltes,  de  be  one  scbolde  leuer^jret 
bebben,  alse  ore  denckbreue  an  beidentsiden  darouer  clarliken  innebolden  vnde 
utwisen,    so  bebben    ok   darouer  de   ratberen    to    Lubeke  gedelet,    dat   Jobana 
Poppendik  ergenant  bynnen  jare  vnde  dage  nocbafftige  bewisinge  schal  bringen, 
dat  yd  ome    berenbode    vnde   nodzake   benomen    bei)be,  dat    be    dissen    erbe- 
nomeden  soUik  molt  to  recbten   tiden  nicbt  leuereren    en    konde   etc.     Hirvore 
bebben  Hinrik  vam  Orde  vnde  Marquart  Scbutte,  de  wonet  in  der  Aluesstraten, 
dissen  vorscreuenen  bern  Joban  van  Hamelen,  Joban  Waterbusen  vnde   Hinrik 
Wetendorpe  gelouet,    eflFt  Joban   Poppendik    bynnen    disser  tid    afHiuicb    worde 
edder  sodanne  bewisinge  nicbt  en   brocbte,   alse  vorscreuen  is,   dat   se   denne 
dissen  vorscreuen  willen  antwerden  vnde  genocb  don  in  aller  wise,  alse  Joban 
Poppendik   suluen    don    scbolde   vnde    mocbte.      Vorder   so    bebben    de    suluen 
Joban  Poppendik  vnde  Hermen  Poppendik,  sin  broder,  vor  sik  vnde  ore  eruen 
jegenwordicb  dem  boke  bekant  vnde  sik  vorwillekoret,  dat  se  desse  vorscreuen 
Hinrik  vam    Orde,   Marquart   Scbutten    vnde   ore    eruen    van    alien    vorscreuen 
lofften  vnde  scrifften  gentzliken  scbadelos  willen  bolden. 

Naeh  einer  Imeription  de$  Niederstadtlmehs  vom  J,  1419,  Epiph.  Dom. 


1419.     Jan.  31.  117 


Bertram y  Abt  in  Retnfeld,  Balduin  von  WendeUj  Prior  des  Klosters  Michaelis  in 
LUneburgy  und  die  Rathssendeboten  von  Hamburg  und  LUneburg  siiften 
eine  Svhne  zwischen  dem  Rath  und  dem  Domcapitel  in  LUbeck  wegen  des 
Verhdltnisses  einiger  GrundstUcke  in  Genin.     1419.     Jan.  31. 

\Vy    Bertrarnmus,    abbet    des   clusters    to   Reyneuelde^   Baldewinus    van 
Wenden,  decretorum  doctor,  prior  des  closters  to  sunte  Michaele  to  Luneborg, 
Vfide  wy  borgermestere  vnde  radmanne  der  stede  nascreuen,  alse  van  Hamborgh 
Hinrick  van    dem    Berge,    borgermester,   Johan    Wye   vnde   Erijk    van   Tzeuen, 
radmanne,  van  Luneborg  Albert  van  der  Molen,  Hinrik  Viscule,  ridder^  borger- 
mestere, vnde  Johan  Schellepeper,  radrnan.     Bekennen   vnd  betugen  openbar  in 
dessern    breue    vor   alswenie,    dat    in    deme,    alse    wy    vmme    bede    willen    der 
ersamen    heren   des   rades    der   stad    Lubeke    bynnen    Lubeke    gekomen    weren, 
twisscben    den    ersamen    vnde    vorsichtigen    heren,    dem    cappittele    to    Lubeke 
irnde  en  tho   degedingende   vmme   schelinge   willen,  de   twisschen    en    was    van 
gbudere  wegen,  de  Wilhelm  Schonewedder,  Gherd  Palmedach,  Hinrick  Molner, 
Arnd  Stendal  vnde  Hans  Bonen    wedewe^    borgere    to    Lubeke,   alse    erfgudere, 
alse  se  menden,  hadden  an  dem  dorpe  Ghynnyn,  belegen  vor  Lubeke,  de  suluen 
nascreuenen  borgere  na  velen  vruntliken  handelingen  wolberadenes  modes  enes 
drogen  vnde  vryliken  bekanden  in  vnser  vnde  der  ersamen  heren  borgermeistere 
Yode    radmanne   des    rades    to    Lubeke,    alse    Jordan    Plescowen,    Hinrik   Rape- 
xoloers.  Curd  Brekewoldes,  Hermen  Westfales,   Tideman  Stenes   vnd   Lodowich 
'    Crulles  iegenwardicheid,  dat  se  de  vorscreuen  gudere  na    ghifte   desses  breues 
alse  ere    pand  vnde  hureghudere  hebben,   besitten   vnde   bruken    scholen   vnde 
willen,  eres  geldes,  dat  se  in  den  gudern  hebben,   alse  an    der  zaet,   stocken, 
wekengare,  tymniere  vnde  thunen,  to  wardende,   alse   in  dem  lande   to  Holsten 
koregades  recht  is^  vnde  den  heren,  dem  capittele   vorscreuen,    dar    vort   van 
tho  donde  burrecht,  vnde  id  ok  vmme  den  denst  to  holdende,  alset  van  oldinges 
geweset  vnde  wonlick  is.    Vnde  scheged  ock,  dat  erer  weick  in  den  vorscreuen 
gnderen  brokaftich  worde,  so  schal  (he)  in  deme  gude  to  rechte  stan  na  deme 
rechte,  dar  de  suluen  gudere  ane  belegen  syn.     Vnde  desses  to  merer  betuch- 
oisse  so  hebbe(n  wy)  vorscreuen  degedingeslude  dor  bede  willen   des  capittels 
▼ode    der    borgere   to    Lubeke   vorbenomed    vnse    ingesegele    vor   dessen    breff 
gebenget,  de  geuen  is  to  Lubeke,  in  dem  iare  vnses  Heren  dusent  veerhundert 

■ 

negenteyn,  des  dingesdages  vor  vnser  Vrouwen  dage  to  Lichtmyssen. 

Sack  eimer  Absehrift  im  Registrum  quartum  Capituii  No,  LVII,  eingetragen  unter  der  Uebertchrift:     Quedam 

notabilia  pronunciacio  »uper  villa  Ohennyn, 


.  I 


Der  Rath  von  WismaVy  thetlt  dem  Rathe  von  Lubeck  mity  dass  der  Herzog  von 
Mecklenburg  bereit  set\  dahtn  zu  mrkeUy  dass  die  uber  Lubeck  ausge- 
sprochene  Acht  wieder  aufgehoben  werde.     0.  J.  (1419).    Feb.  23.^ 

Vruntliken  grut  myd  begeringe  alles  guden  vorscreuen.  Ersamen  leu^i 
vrunde.  Alse  gi  vns  wol  hebben  vorstaen  laten  vnde  ok  doch  wol  iruar^r 
hebben,  dat  de  hochgeborne  Furste,  hertoch  Erich  van  Sassen  etc.,  jw  yn  d^ 
heren  Romischen  konings  vnde  des  hilgen  rikes  acbte  gebracht  HefTt,  dat  hebb^ 
wij  vnseme  heren  hertoch  Johanne  gudliken  vorstaen  laten  vortniddelst  vns^] 
sendeboden  vnime  anders  werue[r]s  willen  to  em  gesant,  biddende  sine  gnade 
sik  vruntliken  darmede  to  bekuinmerende  vnde  gunstigen  hulplik  (to)  wesende 
dat  de  zake,  van  wes  wegen  de  vorscreuene  achte  vppestaen  is,  vruntlileer 
vorlecht  vnde  sleten  niochte  werde(n),  dar  he  gutliken  to  antwarde  vnde  zede,  dal 
he  iw  syne  breue  vmme  der  vorscreuenen  zake  willen  kortliken  senden  woLde. 
Vnde  wij  vormoden  vns,  wille  gi  yn  der  vorscreuenen  zake  wes  by  em  setten, 
dat  he  sik  letTliken  vnde  vruntliken  darane  bewisende  werde.  Wes  gi  hirane 
vortsetten  willen,  sette  wij  bi  iuwe  vorsichtige  wysheid,  de  God  salich  beware 
to  langen  tijden.     Screuen  an  sunte  Matthias  auende,  vnder  vnsem  secret. 

Consules  Wismarienses. 

AufschrifV.  Prudentibus  et  honestis  viris,  dominis  proconsulibus  et  con  ^ 
sulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  notris  sincere  dilectis,  detur. 

IJacK  dem  Original,     D<u  avfyedriickte  Siegei  ist  grosstentheiU  abgeaprungen. 

Dietrich  und  Christian,  Grafen  van  Oldenburg^  ersuchen  den  Rath  von  Hamburg 
abermals  um  Antwort  auf  ihre  Botschaft  nach  vorgdngigem  Einvemehmen 
mit  dem  Rathe  von  LUbeck,  und  versicheruy  dass  sie  sich  durch  den 
eingegangenen  Vertrag  immer  gebunden  glauben.     0.  J.  (1419.)    Mdrz  i.* 

Dyderik  vnde  Kersten, 
greuen  to  Oldenborgh. 

Vnsen  vruntliken  grut  mit  begerliker  andacht  touoren.  Leuen  heren 
vnde    ersamen    guden    vrundes.      Alse   wij    in    vorledenen    tijden    to    den    van 

1)  Die  Jahreszahl  ergiebt  sich  aui  dem  Zosammenhang  mit  den  flbrig^n  Urkonden.     Ygl.  M  60. 
9)  Ygl.  ADm.  su  M  68. 


1419.     Marz  1.  119 

Lubeke  vode  iuw  sarnentliken  vnse  vruntiiken  breue  gesand  vnde  gehad  hebben 

fnde  na  den   tijden  vnse  gelouigen  bodescbop  by  Gherde  van  Staffhorst,  vnsem 

getrawen^i  auer  by  iuw  in  iuwe  stad  Harnborch  vmme  des  besten  willen  gesand 

bebbeo,  den  gij   vruntiiken   in  sinen   gelouigen    bodescoppen   van    vnser   wegen 

in  deme  stole  iuwes  rades  entfengen,    dar  he   iuw  muntliken   vppe  sine   beue* 

linge  van  vns  to  kennende  gaff  vnde  witlik  dede    vnse  vruntiiken   begere   vnde 

willen,  vord  vormiddest  iuwer  beschedenheid  an  de   van  Lubeke   to    bringende^ 

ibe  wjj  ok  na  den  tijden  in    iuwen    vruntiiken    breuen   erkanden,   dat    gij    iuw 

Tmme  vnsen  willen  dar  gerne  mede  beweren    wolden   vnde  vorarbeyden   laten, 

dat  den   van    Lubeke   dat    witlik    worde    init    muntliker    anrichtinge   van    iuwes 

ndescumpanen  vnde  ok  niit  vtscrifft  vnser  breue^  des  gij  verinodeden  vns  dar 

wol  en  antwerde  van  wedder  to  konvende,  des  doch  noch  to  tiden  nicht  geschen 

is.    Guden   vrundes.      Wij   don    an    iuw   vnse    vruntiiken   vormaninge    na   iuwer 

scriflft  vnde  begeren  mit  denstliker  andacht,  dat  gij  vorhandelen   laten   bij   den 

fan  Lubeke,   dat   vns    noch   van   en   vnde   iuw   vp    vnse    breue    vnde    bodescop 

werde  iuwe  gudlike  antwerde,   went   wij  vns  nerghen  na  richten,  wen   bij  deni 

fnintliken  vordrage  to   bliuende,   alse   de    ersamen    sendeboden    der   stede    mit 

fQ8  in  scrifft  ouer  en  gheworden  sind.    Duchte  iuw  vnde  den  steden,  dat  ienich 

brake  an  vns  geschen  were,  alse  wij  hopen,  dat  des  nicht  en  sy,  dar  wille  wij 

allewege   vmme    antwerden    vnd    don    also   vele,    alse   vnse    leuen    heren   vnde 

Ame  spreken,  vnse  gnedige  here  van  Munster,  vnse  gnedige  here  van  Hildensem 

vnde  vnse  leue  here  greue  Erik   van   der  Hoyen   vnde  andero   gude   stede,   de 

mse  vrunde  sind,  des  wij  van  ere  vnde  rechtes  wegen  plichtich  sind  to  donde. 

Gnden  vrundes.     Werdet  vns   in   dessen   saken   to   denste   vnde   to   willen,    dat 

wille  wy  gerne  vruntiiken  vorschulden  in  geliken  offte  in  groteren  saken,  wor 

wij  roogen.    Weset  Gode  beualen.    Screuen  des  ersten  midwekens  in  der  vasten^ 

foder  vnsen  ingesegelen. 

Auf9chrift:    Den  ersamen  wisen  luden,  borgermesteren  vnde  raed  der  stad 
Harnborch,  vnsen  guden  vrunden,  gescreuen. 

Naeh  einer  Abaehri/t  auf  Papier, 


Bemhard  Travelmann  qutttirt  uber  em  ihm  von  den  Mitgliedem  des  alien  Baths 
gemachtes  Geschenk.    1419.    Marz  5. 

jBernhardus  Trauelman  pro  se  et  suis  heredibus  presentibus  libro  recog- 
Booit,    se   percepisse    et    ad    sufficienciam   subleuasse   ab    honorabilibus    viris, 


120  1419.     Mazs  5. 

dominis  de  antique  consilio  Lubicensi^  qui  olim  extra  ciuitatem  Lubicensem 
fuerunt^  CC  inarcas  lub.  den.,  quas  sibi  dederunt  de  eorum  bona  voluntate  pro 
suo  seruicio,  quod  idem  Bernhardus  eis  fecit,  interim  quod  fuerunt  extra 
ciuitatem  Lubicensem,  pro  quibus  eciam  pecuniis  dictus  Bernhardus  nnultum 
regraciabatur  et  pro  se  et  suis  heredibus  dictos  dominos  de  antiquo  consilio 
Lubicensi  et  eorum  heredes  totaliter  dimisit  quitos  et  solutos  ab  omni  ulterior! 
monicione  seu  impeticione.  Insuper  dictus  Bernhardus  promisit  et  arbitratuff 
est,  quod  debet  et  wit  predictorum  dominorum  melius  facere,  interim  quod 
viuit,  iuxta  omneni  suam  possibilitatem  absque  dolo  et  fraude. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1419^  Tnvocavit. 


Erich   V.y  Herzog  von  Sachsen-Lauenbtcrg,  urkundet  uber  seme  Aussohnung  mtt  dem 
Rathe  von  Lubeck  und  mtt  Johann  Crispin.     1419.     Mdrz  18. 

Allen  heren  vnde  vorsten,  geistliken  vnde  werltliken,  ridderen  vnde 
knapen,  landen  vnde  steden,  vnde  alien  Fromen  luden,  se  sien  wat  states  ofte 
werdicheyt  se  sien,  dar  dese  gegenwortige  breff  thokumpt,  enbede  wy  Erik,  van 
Godes  gnaden  hertoge  tho  Sassen,  Engeren  vnde  Westphalen,  des  hilligen 
Romischen  rykes  korvorste  vnde  marschalk,  vnsen  Fruntliken  denst,  behegeliken 
vnde  fruntliken  gruet,  enem  isliken  na  sinem  state,  vnde  begeren,  juw  leuen 
heren  vnde  guden  frunden  witlick  tho  synde,  dat  de  ersamen  borgermeistere^ 
radmanne  vnde  meinheid  der  stad  Lubeke  vnde  ock  besundern  her  Johan 
Crispin,  radman  darsulues,  sik  na  gebade  vnde  rechte  vnsers  allergnedigsten 
leuen  heren  Sigismundes,  Romischen  konings^  allewege  merers  des  rykes,  vnde 
tho  Vngern,  Dalmacien,  Croacien  etc.  konings,  vnde  des  hilligen  rykes  hofge- 
richtes  in  rechten  horsame  sick  fruntliken  mit  vns  vorgaen  hebben  van  der 
zake  wegen,  darumme  wy  se  vor  des  ergenanten  vnsers  allergnedigsten  leuen 
heren,  des  Romischen  konings.  vnde  des  hilligen  rikes  hofgerichte  laden  vnde 
in  des  hilligen  rykes  achte  bringen  laten  hadden,  alse  gy  lichte  de  breue  van 
dem  suluen  vnserrn  allergnedigsten  heren,  dem  Romischen  koninge,  darup 
vthgesant  wol  empfangen  vnde  vernomen  hebben,  also  dat  wy  vnde  vnse 
brodere  en  dancken,  vnde  bidden  juw,  leuen  heren  vnde  guden  frunde,  alio 
samentliken  vnde  besunderen,  dat  gy  de  vorschreuen  van  Lubeke,  vnse  frunde, 
de  eren  vnde  besundern  hern  Johan  Crispine  erbenomed,  nademe  se  sick  vnsem 
ergenomeden    allergnedigesten    heren,    dem    Romischen    koninge,    vnde    syner 


1419.     Marz  18.  121 

gnaden  vnde  des  hilligen  rykes  rechte  tho  even  vnde  in  rechten  gehorsame 
frontliken  mit  vns  vorgaen  hebben,  vmme  der  vorschreuen  acht  vnde  sake 
willen  nicht  vngunstig,  hinderlick  edder  schedelik  syn  an  lyue  vnde  gudern, 
sunder  weset  en  vmme  vnser  leue  willen  in  eren  rechtverdigen  saken,  wor  en 
des  nod  vnde  behof  is,  gunstich,  forderlick  vnde  behulpen,  vnde  wille  wy 
Ymme  juw  alle  samentliken  vnde  besunderen  willichliken  gerne  vorschulden, 
'  HOT  wy  mogen.  Vnde  desses  tho  merer  tuchnisse  der  warheit  is  vnse  inge- 
segel  mit  vnsem  willen  vnde  na  vnsem  bete  gehenget  vor  dessen  bref.  Datum 
in  castro  nostro  Lowenborgh,  anno  Domini  MCCCCXIX^  decima  octava  die 
mensis  Marcii. 

Sack  einer  bei  den  Aden  hefindlichen  Ahschrift.    Auch  aufgenommen  in  von  Metiers  ausfuhrliche  Beachreibung 

der  Stadt  Lubeck,  Th.  I  p.  609. 


Lie  Bruder  Peter y  Hetnrtchy  Gottschalk  und  Ludeke  Ludemann  bekennen,  von  dem 
Rathe  von  Lubeck  den  thnen  von  den  Rdthen  von  Rostock  und  Wismar 
zugesprochenen  Schadenersatz  empfangen  zu  haberL     1419.     Mdrz  21.^ 

Wij  Peter,  Hinrik,  Gosschalk  vnde  Ludeke  brodere  geheten  Ludemanne. 
Bekeonen  vnde  betugen  openbare  in  dessem  breue  vor  alsweme,  dat  vns  de 
ersamen  heren  borgermestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke  vmme  alle 
scbelinge  vnde  tozage,  de  wij  to  en  hadden  edder  jenigewijs  mochten  gehad 
hebbeo  van  vnser  egenen  wegen  edder  van  des  schepes  wegen,  dat  Arnde 
Grawerde  tobehored  hadde^  vul  vnde  al  gedan  vnde  wol  entrichtet  hebben  to 
vnser  noge,  alse  de  ersamen  rade  der  stede  Rozstok  vnde  Wismer,  dar  wij 
des  in  beyden  sijden  to  ende  vt  darbij  gebleuen  weren,  darvp  vorscheden 
hebben,  also  dat  wij  en  danken,  vnde  vorlaten  se,  ere  menheyd  vnde  alle  de 
ere  van  der  wegen  quid,  leddich  vnde  los  vor  vns  vnde  vnse  eruen  van  aller 
namaninge  vnde  willen  ok  ere  beste  gerne  weten  vnde  don,  wor  wij  konen 
vnde  mogen.  Vnde  desses  to  merer  tuchnisse  der  warheid  sint  vnse  ingezegele 
mit  vnser  aller  willen  witliken  gehenget  vor  dessen  breff.  Datum  anno  Domini 
,    M*  CCCO  XIX,  ipso  die  beati  Benedicti  abbatis. 

N<ich  dem  Original.     Mit  vier  anhangenden  Siegeln  (Hauamarken). 


0  V^  M  55,  61. 


16 


\ 


i22  1419.     Marz  25. 


Erich  V.y  Herzog  von  Sachsen-Lauenburgy  hekennty  von  Johann  Crispin^  Rathmai 
zu  Lubecky  fiir  die  Bestdiiguiig  des  Kaufs  der  Crummessischen  Gut 
300  m^  empfangen  zu  haben.     1419.     Mdrz  25. 

VVy  Erik,  van  Codes  gnaden  hertoge  to  Sassen^  Engeren  vnde  Wea 
phalen  etc.  Bekennen  vnde  betugen  openbare  in  dessern  breue  vor  alswem 
dat  wij  van  dem  ersamen  hern  Johanne  Crispine,  radmanne  to  Lubeke,  r 
vnsen  willen  vnde  to  vnser  gantzen  genoge  entfangen  hebben  de  drehunde 
mark  lubesch  der  suluen  munte,  de  he  vns  na  degedinge,  der  de  rad  to  Lun< 
borch  twisschen  vns  vnde  enie  vorramed  hadden,  geuen  scholde,  vppe  dat  ¥f 
erne  vnde  sinen  eruen  vnde  nakornelingen  de  gudere  Crunmiesse,  Nyeniark 
vnde  den  see  to  Beyendorpe^  de  her  Segebode  Crispin^  ichteswanne  sin  vad« 
milder  denhtnisse,  gekoft  hefft  van  Marquarde  van  Crummesse^  knapen^  na  lud 
des  breues,  den  de  sulue  IVlarqnard  hern  Segeboden  erbenomed  vnde  sine 
eruen  darvp  bezegelt  heft^  confirmereden  vnde  bestedigeden,  alse  wij  em 
darvp  vnse  bezegelden  vulbord^  confirmacion  vnde  bestedinge  gegeuen  hebbei 
vnde  laten  ene  vnde  sine  eruen  van  der  CCC  mark  wegen  quid,  leddich  vnd 
los  van  aller  namaninghe^  vnde  hebben  des  to  merer  tuchnisse  der  warhey 
vnse  ingezegel  vor  vns,  vnse  brodere  vnde  vnse  eruen  willichliken  henge 
heten  vor  dessen  brefip.  Datum  anno  Domini  MCCCCXIX,  ipso  die  Annun 
ciacionis  Marie  virginis  gloriosissime. 

N(Mch  dem  Original  im  Koniglich  Preussiachen  Oeheimen  StaaUarchiv  in  Berlin.     Mit  einem  Reste  dea  kleint 

herzoglichen  Siegels, 


Bericht  des  Protonotars  Hermann  von  Hagen  an  den  Rath  von   Lubeck  uber  seii 
Sendung  an  den  Kurfursten  Rudolf  von  Sachsen.    0.  J.  (1419)    Mdrz  25 

Minen  getruwen  willigen  vnde  schuldigen  denst  tovorn.  Ersamen  leuf 
heren.  Ik  bidde  iw  denstliken  to  wetende*  alse  ik  quain  by  de  amplude  1 
Tangermunde  vnde  mid  6ne  redede  irvarende  vmme  legenheid  des  heren  mar 
greuen  van  Brandenborch  vnde  ok  des  heren  Rdmschen  koninges^  wor  ik  I 
se  bequemeliken  komen  vnde  vinden  mochte  etc.,  leuen  heren,  na  velen  rede 

1)  Das  Jahr  ergiebt  sicb,  abgcseheD  yon  dem  historischen  Zusaromenhangc,  auch  ans  den  Daten,  die  in  d 
Briefe  selbst  yorkommen.  Der  Freitag  yor  Laetare  war  zugleicb  der  Tag  yor  Marili  Verkflndigung ,  < 
24.  Mftrz,  Laetare  also  der  26.  Mftrz,  Ostem  der  16.  April.     Das  war  im  J.  1419  der  Fall. 


1419.     Marz  25.  123 

antworden  vnde  'vnderwisingen  van  den  genanten  ampluden  en  konde   ik  nicbt 
eygeotlikes  van  en  vorneinen,  sunder  en    duchte   des^   wen    ik  qweme  by    den 
beren  hertogen  Rudolffen  van  Sassen,  de  konde  my  to  guder  mate  aller  leghen- 
heid  wol  vnderwisen,  wente  he  deghelikes  bodeschop  hadde  an  de  heren  Rom- 
schen  koning    vnde    marggreuen,    vnde   des   gelikes    antworde   van   en   wedder- 
rmine,  vnde  se  vormodeden  sik  ok^  dat  ik   dar   vindende   worde    den  bisschop 
van  Brandenborch  vnde  hern  Wirochen  van  Trutlingen,  ridder,  des  margreuen 
rede,  de  my  ok   wol  konden  yn   alien   saken   vndei'wisen       Vnde,    leuen    heren, 
de  genanten  amptlude  en  getruweden  my  ok  by  dagbe  nicht  yn  velicheid  laten 
to  bringen  van  Tangermunde  wente  to  Ratndwe,  vnde  leten  my  by  nacht  voren. 
Vode  do   ik   to   Ratndwe   qwam,   ervur  ik    van    den    burgermesteren,   wo    ik  by 
digbe  reden   hadde ^    dat   ik   were    geschindet    worden,   wente    de    rouere    den 
gantzen  dach  vp  alien  wegen  vor  Ratndwe  hadden  geholden  etc.    Darna,  leuen 
beren,    ais    ik   to    Wittenberch    qwam^    do    was    de    here  hertoge   van    Sassen 
nicbt  dar,  sunder  he  was  to  Leuenwerde^  teyn  myie   van   dannen,   also   red    ik 
mit  eynen  perde  vnde  led  my  voren  van  Wittenberge  to  Leuenwerde   vnde  led 
de  wile   Rupenstorpes    perd    vnde    mynen    knecht    to    Wittenberg,   wente    dat 
NJue  perd  nerghen  mer  komen  mochte.     Vnde,  leuen  heren,  alse  ik  qwam  to 
Leuenwerde,  do  ervur  ik  darsulues,   dat  de  schencke   van   Syd6we   nicht  were 
byonen  landes,  sunder  he  were  by  dem  heren  Romschen  koninge   in  Vngeren, 
fode  de  here  hertoge  van  Sassen  vnde  sin  broder  hertoge  Albrecht  entvengen 
my  gudliken   van    juwer  wegen,    vnde  beden  my,  dat  ik   my   enthelde  bed    des 
aoderen   dages,    se    wolden    my   gnedichliken    vorhoren.      Des    suluen    anderen 
dages  qwam  ik  vor  de  vorsten  vnde  ere  rede  vnde  las  ene  iuwe  breue,  dar  gy 
iw  ione  vorbeden,  vnde  ok  dat  vidimus,  dat  de  van  der  Wismer  bezegelt  hebben, 
vode  berichte    se   vorder,    wo    sik   alle    saken    vnde    handel   vorlopen    hadden 
twisscben    juwer   ersamicheid  vnde    dem    ergenanten    heren    van    Sassen,    vnde 
kngede    se    vorder    an    van    juwer    wegen,    eren    vedderen    hertogen   Erike  to 
voderwjsende,  dat  he  iw  vngemakes,  arbeid  vnde   schaden   verdrdghe   vnde    iw 
>   ok  wedder  brochte  vte  sodaner  achte^  dar  he  iw  mid  vorsnellinge  vnde  vnrede* 
licbeid  yn  gebracht  hadde,  vnde  nadem    dat  gy    eren  gnaden   des    rikes  sture 
gfaenen,  so  bopede  gy  to   eren  gnaden,   se   wolden    iw  io   vorbidden   vnde    by 
lechte  beholden,  wen,  wor  des  nicht  en  schude  vnde  gy  vorder  mit  erem  ved- 
deren to  kryge  qwemen,  so  were  to  besorgen,  gy  worden    iv   vnrecht  erweren 
fode  dat  darmede  ere  gnaden  der  sture  eyne  wile  mochte  binderstellich  blyuen. 
Desses  lede  ik  ene  vore^  alse  van  my  sulues,  vnde  berichtede  se  ok,  wo  gy 

16  • 


1419.     Marz  25.  125 

bebben,  efft  wy  de  sake  yn  gudlichoid  mochten  bygelecht  hebben.  Do  sprak 
^  hertoge,  dar  wulde  he  gerne  to  behulplik  wesen,  vnde  he  en  verstunde 
nicbt  anders,  denne  dat  de  sulue  schencke  de  sake  gewonnen  vnde  iw  in  de 
icbte  gebracht  hadde,  vnde  enwere  id  nicht  geschen,  so  were  he  doch  yn  dem 
oamen  vie  dessem  lande  also  gescheden,  by  dem  Romschen  koninge  so  lange 
to  bliuende,  dat  he  iw  recht  affmanede,  vnde  erne  duchte  geraden  sin,  dat  gy 
iw  noch  gudliken  van  erne  sliten  vnde  helpen  laten,  wente  he  de  were,  de  iw 
vil  vndenstes  by  dem  Romschen  koninge  vnde  ok  wol  vii  denstes  in  tokomen- 
den  tiden  niochte  don.  Do  sprak  ik:  Leue  gnedighe  here,  wolde  sik  de  schencke 
lyropliken  laten  vinden  vnde  ene  beqwemelike  summe  nemen,  ik  vormodede 
my,  dat  dem  schencken  wol  vrundschop  weddervore,  vnde  bewisede  he  sik 
traweliken  yergen  in  myner  heren  denste,  ik  vormodede  my,  myne  heren  en 
leten  des  vnuorgudet  nicht  biyuen,  vnde,  gnedighe  here,  dat  juwe  gnade  dem 
scbencken  hyrvmme  wold^  vorscriuen,  eft  ik  mit  eme  wes  wOrde  vorsoken, 
dat  he  sik  denne  lymplik  late  vinden.  Dar  antworde  de  hertoge  to:  Leue  her 
Hertnen,  ik  wil  nv  en  mandage  vtryden  wente  to  Prage  by  den  koning  van 
Behemen  vnde  vermode  my,  my  werde  van  erne  Lussitzer  land,  dat  heft  vns  de 
schencke  bearbeydet,  vnde  van  Prage  wil  ik  myne  eygene  bodescop  don  an 
den  Romschen  koning  yn  Vngern  vnde  dem  schenken  ernstliken  verscriuen, 
wan  gy  by  eme  komen,  dat  he  sik  gudlik  late  vinden.  Vnde,  leue  heren,  de 
here  hertoge  van  Sassen  hefft  my  hemeliken  gesecht,  dat  de  Romsche  koning 
sy  yn  Vngern,  dat  he  sik  ok  nicht  en  vermode,  dat  he  ouer  de  Venedier  tehe 
myt  syner  egenen  personen,  sunder  yn  Vngern  moge  ik  ene  vinden.  Ok  ver- 
mode he  sik,  dat  de  marcgreue  van  Brandenborch  in  dessem  somer  nicht  wol 
moge  komen  yn  de  marke,  vnde  de  sulue  marggreue  hebbe  Wiglensen  schencken 
vnd  hern  Peler  Heilborg  gesand  to  dem  koninge  yn  Vngern,  vnde  wan  ik  by 
den  marggreuen  kome,  de  konne  my  wol  wider  aller  legenheid  vnderwisen. 
Leuen  heren,  de  here  hertoge  led  my  vorstan,  wo  gy  eme  de  sture  vormynner- 
den  also,  dat  gy  eme  scholden  den  gulden  betalen  to  teyn  schillingen  to  rekende, 
alse  de  olden  register  inne  holden,  vnde  mened  des  groten  schaden  to  hebbende, 
ok  dat  gy  eme  noch  plichtich  weren  teyn  jar,  alle  jar  hundert  gulden  to  be- 
talende,  der  gy  eme  viflhundert  betaled  hebben  vnde  noch  vitfhundert  hinder- 
stellig  sin,  vnde  bad  my,  iw  hyrvmme  to  verscryuende,  ene  yn  dessen  vorscreuen 
to  vernoghende.  Vorder,  leuen  heren.  des  vridages  vor  Letare  in  vnser  Vrowen 
auende  quam  my  juwe  bode  to  Wittenberge  mid  juwen  breue,  darinne  gy  my 
scryuen,  dat  gy  iw  vrundliken  verghan  hebben  mit  deme  hertogen  van  Sassen, 


viide  voider  begherende  sin,  dat  ik  tny  to  Wittenberge  vorholden  schole  80 
lange,  dat  gy  my  juwen  anderen  boden  senden^)  leuen  heren,  dem  wil  ik  also 
gerne  ddn,  vnde  bidde  juwe  ersamheid  denstliken,  dat  gy  mid  der  bodeschop 
nicht  lange  silmen,  vnde  wes  gy  my  mit  der  bodeschop  also  vorscriuen,  dar  wil 
ik  my  gerne  truwelken  na  richten  na  ai  mynen  vermoghen,  vnde  wen  ik  by 
den  schencken  kome  yn  Vngern,  so  wil  ik  des  besten  mid  eme  gerne  ramen. 
Ik  besorge  my  ok^  dat  de  Romsche  koning  iw  vte  der  achte  to  latende  sik 
vaste  swar  wolle  werden  maken  vnde  mene  lichte,  ene  grote  summen  geldes 
darvan  to  hebbende.  Hirvnime  wil  ik  hemeliken  vorsoken  mid  dem  marg- 
greuen,  eft  he  macht  hebbe  van  des  koninges  wegen  des  hoFgerichtes,  yn  synen 
affwesende  iw  vte  der  achte  to  latende,  nadem  gy  den  kleger  vernoghed  hebben, 
so  wolde  ik  eme  darvmme  van  juwer  wegen  en  mogelik  geschencke  gerne 
verspreken.  Were  auer  des  nicht,  so  wolde  ik  mid  eme  ouerenkomen,  dat  he 
dem  koninge  darvmme  vorscreue  vnde  ene  bede^  dat  he  eme  macht  gheue 
edder  eme  de  breue  van  der  achte  to  latende  sendede.  mid   iw  darvmme  enes 

# 

to  werdende.  Vnd  queme  dat,  dat  ik  de  sake  vor  deme  koninge  jo  soken  mod, 
kan  ik  denne  mid  ener  lymplicheid  van  eme  scheden,  dat  do  ik  gernej 
enmochte  ik  auer  nicht,  dat  bringe  ik  wedder  to  iuwer  ersamheid  vnde  wii 
iw  ok  van  ISurenberg  verscriuen,  wo  ik  van  dem  margreuen  schede,  vnde  worde 
des  notdrofft,  ik  wolde  iw  enen  eghenen  boden  darvmme  senden.  Darmede  syd 
Gode  bevolen,  my  to  gebedende,  alse  juwem  vnderdenigen  denere.  Screuen 
vnder  myme  secret,  in  vnser  Vrowen  daghe  annunciacionis. 

Juwer  dener  Hermannus 
vamme  Haghen. 

Auf  einem  eingelegten  losen  Zettel:  Ok,  leuen  heren,  eft  sik  dat  also 
makede,  dat  desse  bode  er  to  hws  qweme,  er  gy  my  den  anderen  senden,  so 
verscriuet  my,  wes  ik  mechtich  mdge  wesen  mit  dem  koninge,  efft  he  my  de 
saken  io  to  hoch  wolde  teen,  vnde  enlated  my  hir  nicht  lange  lygen,  wen  de 
teringe  kostlik  hyr  is  yn  der  vasten,  vnde  nadem  de  hertoge  nicht  hir  en  is, 
so  werd  my  de  tyd  tomale  lang. 

Aufschrxft:  Den  ersamen  wisen  heren,  burgermesteren  vnde  radmannen 
der  stad  Lubeke,  mynen  gunstighen  leuen  heren, 

dd. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,    Daa  aufyedrOckte  Siegel  (PresteQ  iat  undeuUichm 


1419.     Marz  26.  127 


Erich  F.,  Herzog  von  Sachsen-Lauenburg  ^  hestdtigt  dem  Johann  Crispin  den  Ver- 
kauf  des  halben  Dorfes  Crummesse  mil  der  Mvhle  daselbst,  des  halben 
Dorfes  Niemark  und  des  Sees  bei  Beidendorf  unter  Vorbehalt  des  bestdn- 
digen  Rilckkaufrechtes  fUr  sich  und  seine  Nachkommen.    1419.    Mdrz  26. 

Wy  Erik,    van  Godes  gnaderi    herloge   to   Sassen,   Engeren   vnde   West- 

pbalen,    des    hilgen    Romischeri    rykes    koruorste    vnde    marscbalk.      Bekennen 

Tnde  betugen  openbare  in  dessem  breue  vor  alsweme,  dat  de  ersame  her  Johan 

Crispin,  radman  to  Lubeke,  vnde  sine  eruen  niit  vnser,  vnser  brodere  vnde  vnser 

eruen  vnde  nakonielinge  willen  hebben    vnde    besitten   jegenwardichiiken,   vnde 

hebben  vnde  besitten  mogen  an  tokoinenden  tijden  dat  gud  to  Crummesse,  Nye- 

marke  vnde  den   see    to   Beyendorpe    na    lude    des    breues,   den    iMarquard   van 

Crnmmesse  mit  sinen  borgen  an  deme  suiuen   breue  genomed   hern  Segeboden 

Crispine  vnde  sinen. eruen  darvp  gegeuen  heft,  vnde  wij   bestedigen,  vulborden 

▼nde   mechtich    maken    den   suiuen    breti*  van   rechter  witscop    van   worden    to 

worden,  aise  he  luded  in  alle  sinen  puncten  vnde  articulen,  lykerwijs  aise    eft 

he  hijr  ingescreuen    were,   welk   bref  sik    begynnet  aldus:^     Allen  dennen,   de 

desse  jegenvirardigen  scrifTt  seen  edder  horen  lezen,  bekenne  ik  Marquard   van 

Crummesse,  knape,  openbare  to  betugene,  dat  ik  etc.,  vnde  sik  endiget  aldus: 

Vppe  dat    alle    desse    vorscreuen    stucke    vnde   articule    (Folgt  der   Schluss   der 

Vrkunde  Bd.  IV  No.  366),  hern  Johanne  Crispin  vorscreuen  vnde  sinen  eruen 

mil  gift  desses  breues.    Jodoch  so  beholde  wij  vns,  vnsen  broderen  vnde  vnsen 

eruen  ok  den  wedderkop  vnde  de  losinge  der  vorscreuenen   gudere  vor  dusent 

mark  lubescher  penninge  van  dessen  ergenomeden  hern  Johanne  Crispine  vnde 

sinen  eruen  to  alien  tijden,  wan  vns  dat  bequeme  is,  to  betalende   na   inholde 

des  vorgerorden    breues.     Des   to   tuchnisse   hebbe   wij    vor  vns,    vnse   brodere 

ynde  vnse  eruen  vnde  nakomelinge  vnse  grote  ingezegel  mit  vnsen  guden  vnde 

vryen  willen  an  dessen  breff  gehanged  laten.    Datum  anno  Domini  MCCCCXIX, 

dorninica  die,  qua  cantatur  Letare  Jerusalem. 

Naeh    dem   Original  im   Koniglich  Preussischen    Geheimen   Staataarchiv    in   Berlin.     Mit    anhctngendem,   itark 

beschddigtem  Reiteraiegel  des  Herzogt, 


1)  TgL  Bd.  JV  M  S66. 


128  1419.     Marz  29. 


Fernerer  Bericht  des  Protonatars  Hermann  van  Hagen.     1419.     Marz  29. 

Minen  getruwen  schuldigen  willigen  denst  touorn.  Ersamen  gunstighen 
leuen  holden  heren.  Ik  bidde  juwe  ersamheid  demodichliken  weteu.  also  ik 
to  Wittenberge  gelegen  byn  na  ]uwen  scrifften  vnde  bevelnisse,  vnde  alsodun 
is  her  Trulle  van  dem  Romschen  koninge  komen  vnde  van  hynnen  gereden 
van  des  konings  wegen  mid  bodeschop  an  den  koning  van  Dennemarken,  vnde 
duncket  my,  nadern  ik  van  erne  irvaren  konde  vnde  ok  van  synen  knechten, 
dat  de  bodeschop  vaste  grod  vnde  sware  is,  vnde  lichte  wedder  de  hensestede 
vnde  sunderken  wedder  jw.  So  bringet  de  sulue  her  Trulle  dem  koninge  van 
Dennemarken  des  Romschen  konings  geselschop,  alse  den  lyntworm  yn  gold 
vnde  edelstente  vormaket,'  dat  my  de  sulue  her  Trulle  heft  laten  seen,  vnde 
morgelang  vro  red  ik  myt  ene  na  Wittenberge  eyne  halue  myle  vnde  quam 
mit  erne  to  worden  so  verne,  dat  he  my  sede  in  hemelicheid,  dat  gy  enen 
alto  vngnedighen  heren  hedden  an  deme  Romschen  koninge  vnde  grofliken 
vor  ene  bracht  weren,  dat  gy  vnde  de  henzestede  enen  bund  hedden  gemaked, 
sinen  gnaden  vnhorsam  to  wesen^  vnde  efft  de  koning  vor  Lubeck  qweme,  dat 
gy  lichte  ene  nicht  wolden  yn  laten  als  juwen  heren.  Ok  vormodede  he  sik, 
dat  desses  en  del  vte  Lubeke  komen  were  an  den  koning  vnde  ok  dem 
koninghe  to  uorstande  gheuen  were,  dat  grot  twidracht  were  twisschen  dem 
rade  vnde  der  menheid.  So  hefft  de  koningh  her  Trullen  beuolen,  nicht  to 
Lubeke  noch  to  den  steden  to  rydende,  sunder  to  hertogen  Johanne  van 
Mekelenborch,  to  anderen  forsten  dar  vmmelang  vnde  to  dem  koninge  van 
Dennemarken  yn  nodliken  saken,  vnde  he  vnuortogelik  weddervmme  mod  an 
den  Romschen  koning.  De  sulue  her  Trulle  hefft  my  ok  hemeliken  secht,  dat 
he  nicht  anders  en  wete,  dan  dat  de  Romsche  koning  in  dessem  somer  wille 
sin  an  der  zee,  de  stede  to  visiterende,  vnde  vort  an  den  koning  van  Denne- 
marken  vnde  darneghest  yn  Vresland  etc.  Leue  heren,  in  alien  dessen  vor- 
screuenen  saken  hebbe  ik  iw  vorantwordet,  so  ik  lymplikest  konde  vnde  mochte, 
des  nicht  alles  notdrofl't  is  to  scriuende.  Doch  hebbe  ik  hern  Trollen  gebeden, 
wan  he  kome  to  der  Wismer,  dat  he  heren  Jordan  to  sik  wille  vorboden  to 
Gneuesmolen,  eme  alle  juwe  aniicghende  sake  hemeliken  to  erkennende  to 
gheuen,  vnde  dunket  my  geraden  sin,  dat  gy  van    stunden  an   juwe   kuntschop 


1)  Ueber  den  von  K.  Sigismund  im  Decbr.  1408  gestifteten  Dracbenorden   vgl.  Aschbach,  Gesch.   KMer 
Sij^munds  Bd.  I  S.  263. 


1419.     Marz  29.  129 

darvmme  hedden  to  Swerin  effte  tor  -Wismer  bij  her  TroUen.  wen  ik  my  ver* 
mode,  dat  he  wol  twey  efFte  dre  daghe  by  hertogen  Jobanne  bliue,  vnde  is  nutte, 
dat  gy  wene  bij  em  hebben,  to  irvarende  vmme  alle  vorscreiiene  zake, 
wente  yk  besorge,  dat  hertoge  Jobanne  ene  afiFwise  iw  to  besendende  efFte  to 
sprekende,  vnde  lated  alle  vorscreuene  sake  hemelik  bliuen.  Ok,  leuen  heren, 
alse  daling  is  my  komen  Hans  Marktvoged,  juwe  dener,  vnde  heift  my  bracht 
eDe  missiuen,  darinne  ene  informacien  van  alien  iuwen  anlicgenden  saken 
vDde  darto  enen  openen  bref  mid  enen  anhangenden  ingesegel  des  heren  her- 
togen  Erikes  van  Sassen  vnde  mid  dren  missiuen,  ene  an  den  Romschen 
koning,  de  anderen  an  hertogen  Jobanne  van  Beyeren,  de  drudden  an  den 
greuen  van  Lopfen,  vnde  darto  twe  informacien  in  latine,  to  beholdende,  dat 
de  Romscbe  koning  vnde  de  niargreue  van  Brandenborg  vor  iw  scriuen  an  den 
paues  etc.  Leuen  heren,  alle  scrifte,  breue  vnde  informacien  van  juwer  vnde 
bern  Johans  Crispins  wegen  hebbe  ik  to  guder  mate  wol  vornomen  vnde  wil 
my  darinne  arbeiden  vnde  bewisen,  so  ik  ailertruwelikest  kan  vnde  mach,  bij 
vnsem  heren  dem  Romschen  koninge,  dem  marcgreuen  van  Brandenborch  vnde 
anders,  wor  des  behoff  werd,  vnde  iw  ok  sunder  bodeschop  nicht  laten  van 
Nurenberge  vnde  van  dem  Romschen  koninge^  efft  des  nod  worde,  vnde  bidde 
des  geliken  weddervmme,  vnde  wil  my  ok  bearbeiden  mid  dem  Schencken  van 
Sydowe,  als  ik  iw  vorscreuen  hebbe,  want  her  TroUe  my  sede,  dat  des  en 
grod  nodtrofft  sij,  wente  de  sulue  Schencke  dem  koninghe  deghelikes  yn  den 
oren  lighe,  wedder  iw  to  donde,  wor  he  mach.  Ok  sede  my  her  Trolle  vmme 
de  twintich  dusent  gulden  der  konighinnen,  dat  id  nutte  were,  dat  men  yn  vrunt- 
schopen  van  er  schedede,  wen  id  iw  den  langen  wech  vil  schaden  mochte 
bringben.  Vnde,  leue  heren,  morgen  wil  ik  my  erheuen  na  Nurenberge  vnde 
vurder  na  Vngern^  to  dem  Romschen  koninge,  vnde  arbeiden  vppe  soliche  macht, 
als  gij  my  vorscreuen  hebben.  Worde  men  my  auer  dat  werk  vorsetten  vnde 
to  hoch  teen,  dat  wii  ik  iw  vorscriuen  edder  auer  suluen  by  iw  vnuortogelik 
komen.  Leuen  heren,  mishaged  iw  ichtes  in  alien  dessen  vorscreuenen  scrifften, 
edder  scholde  ik  wes  mer  mechtich  sin,  dat  vorscriued  my  na  by  juwem  eghenen 
boden,  des  besten  wil  ik  gerne  ramen,  vnde  wolde  God,  dat  ik  alle  dond  vmme 
nicbt  aue  bringhen  konde,  dat  wolde  ik  also  gerne  don,  alse  guide  dat  myner 
eghenen  personen.  De  almechtige  God  juwe  ersamheid  lange  tijd  behoden 
^lle  wolmogende  vnde  gesund,  my  to  gebedende  alse  juwem  dener.  Screueri 
des  midwekens  na  Letare,  vnder  myme  secrete. 

Juwe  dener  Hermannus 
vam  Hagben. 

^  17 


i30  1419.     Marz  29. 

Aufschrtft:  Den  ersamen  vnde  vorsichtigen  heren,  borgerrnesteren  vnde 
radmannen  to^Lubeke,  mynen  gbunstigen  leuen  heren,  mid  vnderderiicheid 
gescreuen. 

Ncteh  dem  Original  cm/  Papier,    Mit  Spuren  eine$  aufyedruekt  gewesenen  Siegeh, 


Die  Bruder  Dietrich  und  Christian^  Grafen  voti  Oldenburg^  verpjltchten  sich  gegen 
die  Hansestddte y  die  Kaufleute  nicht  zu  beldstigeUy  aiLch  Seerduber  und 
Vitalienbruder  nicht  zu  unterstdtzen.     1419.     Apr.  1. 

VVij  Diderik  vnde  Kersten  brodere,  van  Godes  gnaden  greuen  to  Olden- 
borch.  Bekennet  vnde  betughet  openbare  in  dessern  breue  vor  allesweine,  dat 
wij  vns  vruntliken  vorenighet  vnde  vordroghen  hebben  mit  den  ersamen 
radessendeboden  der  stede  Lubeke^  aize  her  Tidemanne  Stene^  her  Tydemanne 
Serrentine  vnde  de,  de  de  rad  dartho  gheschicket  hadde,  als  her  Hinrik  van 
Hasbergen,  her  Hinrik  Hellingstede^  her  Detwerde  van  der  Hude  vnde  her 
Gherde  van  Dettenhusen,  borgermeisteren,  van  Hamborch  her  Johanne  Wyen 
vnde  her  Erike  van  Tzeuen,  vnde  van  Stade  her  Symon  van  Drochtersen,  nv 
tor  tijd  to  Bremen  vorgadert,  to  truwer  hant  der  ghemenen  hensesteden  in 
alle  desser  wise^  als  hijr  na  ghescreuen  steit,  dat  wij  van  stund  an  schiillen  vnde 
willen  vth  vnsser  herschup,  lande  vnde  ghebeden  vorlaten  allerleye  vthliggers, 
zerouers,  ofte  wo  men  de  nomen  wil,  to  lande  wart  vnde  to  water.  Vnde  wij 
vnde  vnsse  eruen^  de  in  tokomenden  tijden  na  vns  komcn  moghen^  scholet 
noch  en  willet  nenerleye  wijs  to  ewighen  tijden  yenigherleye  zerouers,  vitallien* 
broder  ofte  vthliggers,  wo  men  de  benomen  mach,  holden^  heghen  ofte  husen 
edder  yemande  des  steden  in  vnser  herschup,  stad^  lande,  sloten  vnde  ghebeden, 
den  ghemenen  kopman  dar  vth  ofTte  dar  in  to  beschedighende^  sunder  alle 
arghelist.  Vnde  wij  schuUet  vnde  willet  truweliken  holden  in  aller  macht  alle 
beseghelde  breue,  de  wij  den  steden  van  der  hense  samentliken  edder  besunder 
in  vortijden  ghegheuen  hebben.  Alle  desse  vorscreuenen  stucke  vnde  der  en 
yewelijk  hebbe  wij  Diderik  vnde  Kersten  brodere,  greuen  van  Oldenborch  vor- 
screuen,  ghelouet  in  guden  truwen  vnde  ghesworen  mit  vpgherichteden  vingheren 
stauedes  edes  to  den  hilghen  vor  vns  vnde  vnse  eruen,  louet  vnde  sweret  jeghen- 
wardich  in  desser  scrift  den  ersamen  radessendeboden  Lubeke,  Bremen,  Ham- 
borch vnde  Stade  vorbenomed  to  truwer  hant  der  ghemenen  hensestede  stede, 
uast    vnde    vnvorbroken    to    holden    to    ewighen   tijden    sunder    alle    liste,    vnde 


1419.     Apr.  1.  131 

bebben  des  to  ener  openbarer  bekantnisse  vnsse  inghese(ge)le  hanghen  heten 
to  dessem  breue.  Vnde  wij  borghermeister  vnde  radmanne  der  stad  Oidenborch, 
dat  wij  desse  vorscreuenen  stucke  vnde  artikele  mede  ghebandelt  vnde  ghede* 
dinghet  hebben^  so  hebb^  wij  vnsse  stad  ingesegel  mede  hanghen  to  dessem 
breue  in  den  jaren  vnsses  Heren  M^  CCCC^  darna  in  dem  neghenteynden  jare, 
des  sonnauendes  na  der  dominiken^  als  men  singhet  Letare. 

Sack  einer  Abtchri/t  on/  Papier,  Au/  der  Ruckseite  sind  die  Worte  bonum  eat  geschrieben,  Eine  andere 
Abichri/t,  mit  der  Bezeichnung  senundaf  befindet  sick  au/  einem  Blatte,  au/ dessen  Ruckaeite  eine  Abschri/t 
det  Vertraga  vom  12,  Juni  1418  ateht  vnd  als  prima  bezeichnet  ist  Der  Vertrag  ist  auch  gedruckt  Catsel^ 
SawmU.  ungedruckter  Urkunden.     S,  82. 


Der  Rath  von  Danzig  ersucht  den  Rath  von  Lvbeck  um  dessert  Beistand  zur 
Wiederauffindung  von  Guterny  welche  bet  Jutland  schiffbruchig  geworden 
und  vermuthlich  unter  verdnderter  Verpackung  und  Bezeichnung  nach  Lubeck 
und  anderen  Stddten  gebracht  seien.     1419.     Apr.  8. 

Vruntlike  erbedinge  beheglikes  dinstes  aitijd  touorn.     Ersame  gunstigen 

•  vrunde.     Juwer  wisheidt  gelieue  to  weten,   dat  vor  vns   in   sittendem    rade   ge- 

komen   sin    Henrik    van    Staden,    vnses    rades    medecompan,    Plonius    Propken, 

Henrik  Slechter,  vnse  leuen    medeburger^   Hans   vam  Hagen^   Euerd   Rynkrode, 

koeplude,  vnd  hebben  vns  van  irer  vnd  eczliker  anderer  erbarer  koeplude  wegen 

apembarende  to  kennende  gegenen^  wo  sie  warhaftichliken  hebben  erfaren,  dat 

in  des  hern  bisschops   van  Wentzusell   gebiede  eczlike  gudere  vnd    mit   namen 

vyfflich    stucke    wasse,    viefF    leste    hotter,    werk    vnd    anderley    gut    den    vor- 

screoeoen  vnsen   medeburgeren  vnd  koepluden  tobehorende.  de  sie  in  schipper 

Claus  Prangen  schepe,  dat  jarling  leyder  by  der  Trendele  gebleuen  is,  als  wy 

loaen,  juwer  ersamcheid   wol   sin    vorgekomen,   mede   gehat   hebben,   to   lande 

geslagen   sin    vnd   darsuluest   geberget,  weike    gebergede   guder   de    sulue   her 

bisschop,   als  wy  van  en  vernemen,   eyns  deels  hebbe    vorkoft   vnd    eyns  deels 

hebbe  vorgeuen,  vnd  de  jenen,  den   he  se  vorkouft  vnd  gegeuen  heft,    hebben 

de  guder  in    andere    gestalt   gebracht    vnd    nianier    laten    maken,    als    dat   was 

rmbtosmeltene  in  cleyne  bodeme  vnd  de  hotter  vmbgesteken  in  ander  tonnen, 

vnib  kentnisse  willen  der  merke,  de  daruppe  weren   gescreuen,   de   wy   vns   nv 

Torseben,  eyns  deels  villichte  in  sulker  wise  in  juwer  stad  vnd  anderen  hense- 

Bteden  dar  vmmelang   belegen    werden  gesleten,  dat   yo    zere   wedder   de    eyn- 

drechtige   ordinancia    in  vortijden   vor  grot  nutte   von   den   gemeynen    erbaren 


17» 


der  hensestede  radessendeboden  gemaket.  als  sulk  zeedriftich  gut  nymande  to 
kopene  na  ynholdinge  des  recessus^  were.  Worumme,  leuen  vruride,  wy  juwe^ 
vorsenige  wisheidt  getruweliken  bidden,  dal  gy  vmb  vnses  vordinstes  willen  in 
desen  saken  Lodewigen  Greueroden  viid  Johanse  Ilhorn,  juwen  medeburgeren, 
de  de  ergenoineden  personen  van  irer  vnd  anderer  koeplude  wegen,  als  in 
deme  apenen  machtbreue  darouer  gemaket  eigentliken  gerurt  wert,  vor  vns 
darto  gemecbtiget  hebben,  willet  juwe  vordernisse  vnd  bulpe  bewisen,  oft  se 
in  juwer  stat  edder  in  andern  steden  vnimelang  belegen,  oft  sust  ymands,  de 
van  en  vordan  dartho  gesettet  vnd  gekoren  wurde,  van  sulken  gudern  als 
bouengescreuen  steyt,  anquemen  vnd  mit  der  warheidt  befunden,  dat  se  de  by 
juwer  bistendicheid  vnd  gunstigen  todoen  erfordern  mogen  vnd  dat  desuluen 
guder  na  des  ergedachten  recesses  vtwisinge  sunder  vil  ander  bekummernisse 
werden  gerichtet.  Dat  willen  wy  kegen  juwer  louesamcheidt,  wor  wy  mogen, 
gerne  gutliken  widder  vordienen.  Gescreuen  to  Danczik  vnder  vnsem  secret, 
am  hilgen  Palmauende  im  jar  XIX. 

Radmanne 
Danczik. 

Aufschrift:    Den  louesamen  groter  wisheidt  mannen,  heren  burgermeister 
vnd  radmannen  der  stad  Lubek,  vnsen  gunstigen  leuen  vrunden. 

N<ich  dem  Original  auf  Papier,     Mit  au/gedrScktem  gut  erhaltenem  Siegel. 


Der  Rath  von  Luheck  hittet  den  Rath  von  Wismar  um  seine  Theilnahme  an  einer 
demndchst  m  Plon  stattfindenden  Verhandlung  mit  den  Graf  en  von  Holstein. 
1419.    Apr.  30. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  touoren.  Ersamen 
leuen  vrunde.  Also  gij  wol  voruaren  hebben  van  juwes  radescumpanen,  de 
gij  in  den  wintere  nyest  vorleden  vmnie  vnser  bede  vnde  leue  wilien  bynnen 
Plone  gesand  hadden  bij  vnse  degedinge,  de  wij  helden  mit  der  herscop  van 
Holsten  darsulues,  dar  wij  jw  letHiken  vmme  danken  vnde  ok  willichliken  gerne 
vorschulden  willen,  wo  dat  de  vorscreuene  herscop  van  erer  vnde  erer  rnanne 
wegen  vnde  vnses  radescumpane  van  vnser  vnde  der  vnsen  wegen  dallinge 
ouer  achte  dagen,  dat  is  des  sondages  Jubilate,  vmme  der  vorscreuenen  dege- 
dinge  willen  in  beyden   sijden    sin   scholen   bynnen   Plone    na    lude    der  denke- 


1419.     Apr.  30.  133 

brPQe  darvp  vorrained,  der  gij,  also  wij  menen,  vtscrift  hebben,  also  bidde 
YJj  jowe  ieue  vriintlikon^  dat  gij  vp  den  vorscreuenen  sondach  juwes  rades- 
compane  hebben  willen  bynnen  Plone^  darmede  ouer  vnseri  degedingen  to 
lijnde  vnde  darto  to  helpende,  dat  de  vorscreuene  herscop  vnde  wij  mogen 
?orscheden  werden.  Sijt  Gode  beuolen,  vns  desses  eyri  vruntlick  antword  to 
scriuende  bij  dessen  boden.  Screuen  vnder  vnseni  secret,  vp  den  sondach 
Nisericordia  Domini,  anno  XIX^ 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus    et   circumspectis   viris,  dominis  proconsulibus 
el  consulibiis  Wismariensibus,  amicis  notris  dilectis,  detur. 

iVacA  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu   Wismar,     Das  aufgedruckte  Secret  ist  grosatentheiU  abgesprungen. 


Konig  Sigismund  hebt  die  auf  die  Klage  des  Herzogs  Erich  von  Sachsen-Lauenburg 
und  des  Albrecht  Schenk  von  Landsberg  uber  die  Stadt  Liibeck  im  Allge- 
meinen  und  den  Rathmann  Johann  Crispin  insbesondere  verhdngte  Achi 
vn'eder  auf.     1419.     Mai  1. 

Wir    Sigmund,    von    Gotes    gnaden    Rornischer    kung,    zu    alien    tzijten 

merer  des  richs,    vnd   zu  Vngern,    Dalmacien,    Croacien    etc.    kung.     Bekennen 

vnd  tuD    kunt   offembar   mit   disein    brief  alien    den,    die    in    sehen    oder   horen 

lesen.   Wann  die  burgermeistere,  ratrnanne  vnd  burgere  gerneinlichen  der  stat 

XQ  Lubeck  vnd  Johann  Crispin,  ratman  daselbst  zu  Lubeck,  besunder  von  clage 

wegen  des    hochgebornen    Ericks,    hertzogen    zu    Sachsen,    zu    Engern    vnd    zu 

Westualen,    vnsers   lieben    oheimen    vnd    fursten,    vnd    auch    dieselben    burger- 

meistere,   ratrnanne    vnd    burgere   gerneinlichen   derselben   stat   zu   Lubeck   von 

clage  wegen  des  edeln  Albrechts  Schencken    von    Landsperg,   heren   zu  Sydow, 

vnsers  rats  vnd  lieben  getruwen,  in  vnser  vnd  des  heiligen  richs  achte  geurteilt, 

getan  vnd  gekundet  warn,  vnd  wann  sich  dieselben   burgermeistere,    ratrnanne 

vnd  burgere   gerneinlichen    vnd    ouch    der   vorgenante   Johan    Crispin    besunder 

mit  den  vorgenanten  hertzog  Erickeri  vnd  ouch  Albrechten  Schencken  dorumb 

gotlich  gesunet  vnd  gentzlich  verrichtet  haben  vnd  vnsern    hoFrichter   vnd   hof- 

schri|ber  vmb  ire    rechte,    die    in    von    der    vorgeschriben    beder    achte    wegen 

^eburet  haben,  auch   ein  genugen  getan   haben,  vnd  wann   dieselben  Erick  vnd 

Ubreebt  vns    vnd    dem    itzigen  vnserm    hofrichter    dorumb  geschriben  vnd    vns 

lemutiglich  angeruffen  vnd  gebeten  haben,  dieselben  burgermeistere,  ratrnanne 


vnd  burgere  gemeinlichen   vnd   den   vorgenariten   Jobann   Crispin    besunder  vss 
solichen  vorgenanten  acbten  gnediglichen  zu  iaszen^  des  haben   wir  angesehen 
soliche  deinutige  bete  vnd  aucb,  daz  dieselben   burgermeistere,   ratmanne   vnd 
burgere  geineinlichen  zu  Lubeck  vnd  Johann  besunder  zu  vnser  vnd  des  rich* 
gnade  vnd  gehorsanip   widerkomen   sind    vnd*  den    vorgenanten    beden    clagern^ 
vnsern   hoFrichter    vnd   hofschrijber  vmb   ire   rechte   ouch   genug  getan   baben, 
als  vorgeschriben  slet.  vnd  haben  darumb  mit  wolbedachtein  mute  vnd   recbter 
wiszen   die  obgeschriben    burgerrneistere,   ratmanne    vnd   burgere   gemeinlicheo  j 
der  Stat  Lubeck  vnd  Johan  Crispin^  vnsern  vnd  des    richs   lieben   getruwen,  io 
vnsere  vnd  des    richs    gnade    vnd    gehorsainkeit  voider   emphangen^    vnd    haben 
sy  iisz  den   vorgenanten   beden  achten  gnediglichen  getan  vnd   gelazen   vnd  un 
dem   vnfried  vnd   vngemeinschaft  der  lute  genomen  vnd   in  vnsern  vnd  des  richs 
fried   vnd  ouch  allerineniglichs  gemeinschaft  wider  gesetzt^  vnd   haben  in  ouch 
widergegeben    alle    ire    rechte.  vnd    Frijheite   emphahen    laszen^    nemen,    setzen 
vnd  geben  in  vorder  in  kraft  disz   briefs  vnd  Romischer  kungh'cher  macht  vd* 
komenheite^    vnd    gebieten    darumb    alien  vnd  iglichen  fursten,    geistlichen  vnd    ^ 
werltlichen^  grauen,  frijen  herren^  rittern^  knechten,  burggrauen^  landtrichtern^   -. 
richtern,  vogten,  amptluten,  burgermeistern,  schultheiszen^  scheffen,  reten  vnd 
gemeinden    vnd    alien    andern    vnsern    vnd    des    richs    vndertanen    vnd    getrue^^ 
ernstlich  vnd  vestiglich  mit  disem  brief,  daz  sy  die  offtgenanten  burgermeister^^ 
ratmanne   vnd    burgere   gemeinlichen   der  stat   Lubeck  vnd  Johann  Crispin    h&^ 
sunder  von   der  vorgenanten    beder   achte    wegen    furbazmer   nicht   myden,    ait  "^ 
grijfen,  bekummern,  leydigen  oder  betruben  in  deheinwise  bij    vnsern    vnd  de^ 
heiligen  Romischen   richs  hulden.     Mit  vrkund  disz  briefs  versigelt  mit  vnserii^ 
vnd    des    vorgenanten  hofgerichts    anhangendem    insigel.     Geben    zur  Blindem* 
burg,  nach  Cristi  geburt  viertzehenhundert  jar  vnd  darnach  in  dem  nuntzehen* 
den  jare,  des  nechsten  mentags    nach    dem    suntag,    als    man    in    der    heiligen 
kirchen  singet  Misericordia  Domini    nach  Ostern,   vnser    riche   des   Vngrischen 
etc.  in  dem  drijunddrijszigisten  vnd  des  Romischen  in  dem  nunden  jaren. 

Petrus  Wacker. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  Siegel  uud  ROcksiegeL     VgL  Roemer-BOchner  No.  72. 


1419.     Mai  20.  135 


» hansischen  Aelterletite  in  Brugge  bertchten  deii  Hansestddten  und  dem  Rathe 
von  Lubeck  uber  die  dortige  PfundzoUerhebung.     1419.     Mai  20. 

m 

V  rentlike  groyte  vnde  wes  wy  glides  vormogen  tovoeren.  Erbaren  heren 
e  guden  vrende.  Also  gij  vns  gescreuen  hebberi^  dat  wy  Clawese  Mese* 
ine  antwerden  solden  sodaene  ghelt,  alse  van  des  ponttollen  weghene  wente 
;ente  Mertijns  niisse  to  hijr  by  vns  vntfangen  vt^ere,  so  hebbe  wy  deni  vor- 
'uenen  Clawese  daervan  VF  XCII  ??  X  schill.  VII  grote  vlames  oldes  gheldes 
ntwordet^  alse  he  iv  heren  wol  mach  hebben  ouergescreuen.  Vort  so  zijn 
sedder  sente  Mertijns  nnsse  vorscreuen  van  des  vorscreuenen  pontgheldes 
;hene  yngekomen  ter  somnie  van  11^'  XXVIII  S  XII  schill.  grote  vlames  nyes 
Ides.  Vortnier,  erbaren  heren.  so  heuet  vns  de  gemene  coepman  van  der 
lie  to  London  in  Engelant  wesende  eynen  breyff  gesant^  gelijck  alse  de 
)ie  hijr   ynne   besloten    vtwisende    ys,    des   wy    iv    heren    zeer    ernstail'tigen 

■ 

Mende  zijn,  dat  gij  daervp  sodanen  raed  willen  hebben.  dat  gij  heren  vnde 
gemene  coepman  van  der  Duetschen  henze  al  vmme  daervan  vrubeschadiget 
oege  bliuen,  alse  gij  wol  merken,  dat  des  wol  van  noeden  ys.  God  vnse 
?re  moete  iv  alle  tijt  bewaeren  in  zaeien  vnde  in  lyue.  Gescreuen  vnder 
asen  ingezeghelen,  vpten  XX^"  dach   in   iMeye,  int  jaer  XIIIl^  XIX. 

Alderlude  vnde  de  gemene   coepman   van   der 
Duetschen   henze  nu  to  Brucge  in   Vlanderen  wesende. 

Aufschri/t:  Honorabilibus  magneque  prouidencie  viris,  dominis  nuncijs 
'OSDJaribus  ciuitatum  hanze  Theutonice  proxime  in  ciuitate  Lubecensi  congre- 
ndis,  et  precipue  dominis  proconsulibus  et  consulibus  eiusdem  ciuitatis 
becensis,  amicis  nostris  sincere   preamandis. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Die  drvi  aufy^druckten  Siegel  itind  ahgesprungen. 

JLCI. 

irichj  Graf  von  Holstein,  klagt  dem  Rathe  von  Lubeck  das  Verfahren  des 
Otto  Schinkel  und  erkldrty  dass  er  nach  wie  vor  bereit  set,  in  seinem  Verhdlt- 
niss  zu  ihm  sich  einem  Rechtsspruch  der  Stddte  zu  unterwerfen.   1419.  Jun.  6. 

Hinricus,  Dei  gracia  Stormarie  princeps, 
Holtzacie  et  in  Schouwenborg  comes. 

Vnsen  vruntliken  groet  touorn.  Guden  vrunde.  Alze  vmme  den  vrede, 
gy    myd  anderen  steden  ramet  hadden  twisschen  vns  vnde  Otten  Schinkele, 


136  1419.     Jun.  6. 

de  nv  veerteynnacht  na  Pinxsten  nv  wesende  vthgheit,  vnde  went  he  den  da( 
den  wy  myd  eine  an  dessem  yeghenwardighen  Pinxsten  vp  iuwe  vnde  andei 
stede  vorrainent  scholden  hebben  gheholden,  vns  heft  wedderboden,  alze  gy 
sinem  breue^  den  he  vns  ghesand  heft,  wol  hebben  ghehort,  de  iuw  vnde  d 
anderen  steden  nv  latest  to  Lubeke  up  deine  reuentere  van  vnsen  vrund 
lesen  wart^  hirvmme,  giiden  vrunde,  jTt  Otto  in  tiiden  na  dem  vthghande  ( 
vredes  vns  edder  de  vnse  vthe  des  konynghes  van  Denemarken  ghebeden  vnde  ( 
wedder  tho  yenighewiis  myd  roue,  myd  brande  edder  in  anderer  wiise  beschedegc 
vnde  sik  an  vns  vorhalede  vnde  wy  dar  wes  weddervmme  deden,  dar  en  men 
wy  vnsen  vrede  myd  deme  koninge  nicht  mede  to  vorbrekende,  nademe  ( 
wy  recht  to  nemende  vnde  to  donde  ieghen  Otten  erbenomed  hebben  wes 
vnde  noch  syn  ouerbodich,  dar  gy  vnser  moghen  mf'chtich  to  wesen,  alze 
myd  mufide  vnde  myd  breuen  iuw  vnde  anderen  steden  aldus  langhe  hebb 
gheboden  vnde  noch  beden  vor  vns  to  bedende,  vnde  begheren  iuw  des  lal 
to  vordenkende.  Screuen  vnder  vnsen  ingesegel,  des  dinghesdages  in  d 
Pinxsten,  anno  CCCCXIX. 

Aufschrift:     Den    wijsen    beschedenen    borgermesteren    vnde    radmanr 
der  stad  Lubeke,  vnsen  guden  vrunden,  gescreuen. 

Noch  dem  Original  auf  Papier.     Mit  geringen  Hesten  des  aufgedriickten  SiegeU, 

Der  Rath  zu  Lilneburg  bezeugty  doss  Ludolf  Brasche,  Burger  in  Uelzeriy  ret 
mdssiger  Besitzer  ernes  halben  Chors  Salz  in  Lunehurg,  dieses  an  W 
Witeke  oder  jeden  andem  getreuen  Inhaber  des  Kaufbriefs  kdufiich  01 
lassen  habe.     1419.    Jun.  8. 

JNos  consules  ciuitatis  Luneborgh,  Hinricus  Viscule^  Hinricus  Bere,  H2 
wicus  Bene,  Johannes  de  Empsen,  Johannes  de  Molendino,  Ludolphus  Tobi 
Johannes  Rese,  Hartwicus  de  Molendino^  Gotfridus  Tzerstede,  Johannes 
Ollensen,  Hermannus  Cruse  et  Johannes  Semmelbecker.  Protestamur  in  I 
scriptis,  quod  Ludolphus  Brassche,  ciuis  in  Vlssen,  pro  certa  et  condi( 
pecunie  summa  sibi  totaliter  persoluta  cum  heredum  suorum  et  omnium,  quor 
quomodolibet  interfuit,  consensu  vendidit  et  in  iudicio  resignauit  Wultf  Wite 
nostro  ciui^  et  suis  heredibus  uel  presentem  litteram  cum  sua  voluntate  habc 
dimidium  chorum  salis  in  salina  Luneborg  quolibet  flumine  in  domo  Bremin{ 


I 


1419.  Jun.  8.  137 

io  sartagine,  que  vocatur  wechpanne^  jacente  ad  dextram  manum  in  introitii 
ipsius  domus,  jure  hereditario  ac  proprietario  perpetuo  possidendum,  jure  ciui- 
totis  nostre  in  premissis  penitus  saluo.  Predictum  autein  dimidiuin  chorum 
salis  quondam^  videlicet  anno  Domini  M®  CCC*  XXIP,  in  feria  tercia  proxima 
post  dominicam  Reminiscere^  Bernardus  Brassche,  ciuis  in  Vlssen^  a  domina 
Hechtilde,  quondam  relicta  Frederici  de  Netze^  Bernardo  et  Conrado,  eius  pueris 
rite  comparauit^  ut  in  quadam  littera  nostre  ciuitatis  sigillo  sigiilata  et  per 
DOS  visa  patuit  euidenter.  Datum  anno  Domini  millesimo  quadringentesimo 
decimo  nono,  feria  quinta  proxima  post  festum  Penthecosten,  nostre  ciuitatis 
sub  sigiilo  in  testimonium  omnium  premissorum  presentibus  appenso. 

Nach  dem  Original,     Mit  anhangendem  Siegel. 

XCIU. 

Der  Rath  von  Rostock  erkldrt  dem  Rathe  von  Lubeck  seine  Zitstimmung  zu  den 
von  demselben  gemachten  Vorschldgen  hinsichtlich  der  Beantwortung  zweier 
von  dem  Kaufmannsrathe  in  Brugge  gestellten  Antrdge.     1419.     Jun.  10. 

Vnsen    vruntliken    grud    vnde   wes    wy    gudes    vormogen    touoren.      Be- 

sunderligen   leuen    erbaren   vrunde.     Juwen    breff  an   vns    gesant^   dar   gy   ane 

scriuen,  dat  de  copman  van  Brugge  den    menen   hensesteden  vnde  yw   hebben 

gesand  enen  bre£F,  des  iuwe  leue  vns  heft  gesand  ene  uthscrift  in  iwme  breue 

besloten    vnde    begerende    sint,    yw    to    benalende   vnde    to    vorscriuende    vnse 

ghuddunkent^   wes  gy   deme   copmanne    van    vnser    vnde    iuwer    wegen    wedder 

scriuen,  hebbe  wy  mank  andern  worden   wol  vornomen  vnde  gudliken  entfangen 

etc.    Begere  wy  iuwer   vorsichtigen   wisheit   to    wetende,    dat   vns   ghuddunket 

nulte  vnde  radsam  sin  vppe  iuwen  behach  vnde  vorbeterent  en  to  vorscriuende: 

vorgat  sik  de  Schottesschen  nicht  snelleken  mit  deme  copmanne  in  Vlanderen 

wesende^  dat  me  yt  denne  holde,  aise  de  recessus  inneholt  vnde  uthwiset^  des 

de  nienen  stede  van  der  hense  mit  yw   rameden   in  deme  souenteynden '   jare, 

aize  verne  vns  dat  tidege  noch  benalt  werd  van  deme  copmanne,  dat  de  Schotten 

sik  nicht  mid  en   vorgan.     Ok,   leuen  ersamen   vrunde,    scryft    de  copman   van 

seroueryge,  dar^  uppe  deme  strome  schen  schal  wesen  wol  mit  negen  schepen^ 

dunket    vns    nutte    vnd    ghud  sin    uppe    iuwe    behach    vnde   der    anderen    stede 

Forbeterent  by  yw  belegen,   dat  gy    darvmme   scriuen    van    vnser    aller   wegen 

1)  Oberhalb  dieses  Wortes  ist  noch  geschrieben:  edder  achteynden, 

3)  So  steht  deotlicb  da,  das  Relatirpronomen  ist,  wie  Afters,  aasgelassen. 

18 


1419.    Jun.  11.  139 

worde  vor  einen  hofrichter,  das  ir  die  ergenanteri  burgermestere,  rete  vnd  ge- 
meinde  von  mynentwegen  usz  des  heiligen  ricbs  achte  wollend  laszen,  wanne 
se  des  vod  euch  bittende  vnd  begerende  sin.  Das  ist  myn  guter  wille  vnd 
wort.  Tzfi  merer  betzugnisse  habe  ich  Albrecht  Schenck  etc.  ergenant  myn 
iogesigel  wissentlich  vnd  mit  gutem  willen  an  dessen  breff  gehenget  heiszen, 
der  geben  ist  noch  Cristi  gepurte  dusent  veerhundert  vnd  in  dem  nuentzehen- 
den  jaren,  des  irsten  sontags  noch  Pingesten. 

Naek  dem  Original  mit  anhangendem  SiegeL     Es  ist  rundj  2'^Jiq  Ctm,     Auf  ntehendem  Schild  ein  aufgerichteter 

Lowe,    Umschri/t:  -[-S:  afBrfdJf :  scdjmft :  vo :  tabifpq  .  .  . 

xcv. 

Eiae  Zahlung    des    Erzhischofs    von  Riga    an    die    apostolische    Kamrner  in  Rom. 
1419.    Jun.  15. 

ijudowicus  de  Bailionibus  pro  se  et  suis  heredibus  coram  libro  recog- 
nouit,  se  percepisse  et  ad  sufficienciam  subieuasse  a  domino  Nicolao  Moring, 
cappellano  reuerendissimi  in  Christo  patris  et  domini,  Johannis,  archiepiscopi 
Rigensis,  et  nomine  dicti  domini  archiepiscopi  sexcentos  ducatos  de  camera, 
(|uam  summam  dictus  Ludowicus  presentare  velit  et  debet  camere  apostolice 
infra  hinc  et  festum  sancti  iVlartini  proxime  aifuturum.  Eciam  predictus  Ludo- 
wicus  arbitratus  est  et  prou)isit.,  antedicto  domino  archiepiscopo  Rigensi  in 
dicto  termino  sub  expensis  dicti  domini  archiepiscopi  Rigensis  a  dicta  camera 
apostolica  quitanciam  ordinare  et  presentare.  Insuper  Gerhardus  de  Boeris,* 
et  Lucas  Lammeshouet  vna  cum  predicto  Ludowico  coniuncta  manu  fideiubendo 
promiserunt^  predictum  dominum  archiepiscopum  Rigensem  ab  omni  defectu 
iodempnem  preseruare  racione  predicte  scripture. 

Spdier   hinzugefUgi:     Vigore    vnius    littere    aperte    cum   sigillo    pendente 
prefati  archiepiscopi  Rigensis  ista  scriptura  est  cancellata  et  dicta  littera  jacet 
loferius  in    cista    in    cancellaria    camere    Hermannij^     millesimo    etc.  CCCCXX, 
fiarbare,  ad  relacionem  magistri  Pauli.^ 

Naeh  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  14 W,  Corp,* Chr. 


1)  In  einer  Inscription  von   1420  Palm,  werdun  Lad  wig  de  Bailionibus  und  Gerhard  von   Boeris   erwfthnt 
wait  dem  Znsatz:  ambo  dicti  de  Walen. 

S)  Yennnthlich  Hermann  von  Hagen,  Secretair  des  Raths. 

8j  Paul  Ton  Oldenburg,  Secretair  des  Raths  seit  1408;  auch  in  M  50  genannt. 


18» 


1419.     Vor  Jun.  23.  141 

wol  wedder  van  en  gegan    hebben   mit  gemake   vp    de   holde;    do   spreken   de 
meynheid  vnd  loueden  vnd  sworen  en  anderwerue.  dat  se  vriliken  vort  ginghen, 
86  en  scholde  nymand   argheren  effte   beschedigen,  sunder  do   se   starke   noch 
weren,  do    venghen   ze   se   vnd    slogen   er   en    del   doet  vnd   schynneden   se   in 
dessen  gelouen,  also  vorscreuen  steit.    Des  clageden  greue  Kersten  vorbenomed 
viid  ik  dat  dem  rade  van  Bremen,  dat  vns  dit  in  dessem  uorscreuenen  gelouen 
schen  were,  vnd  bekoreden  se,  dat  se  twisschen   vns  vnd   der   meinheid   daghe 
bearbeiden  wolden  vnd  wesen  vnser  rnechtich   to   rechte:  hadden   de   meinheid 
vnse  vrend  mit  eren  gevangen,  dat  ze  se  vor   vanghene    helden,   were   des    ok 
oicbt,  dat  se  de  vanghenen  qwijd  gheuen.    Do  enwolden  se  sik  nyner  rechtdage 
Vfidei*winden,  sunder  se  wolden    gerne   bearbeiden    enen    vruntliken   dach,   ofFte 
sc  vns  icht  in  vruntschopen  scheden   mochten.     Des  qweme   wij  tosamende   to 
daghe  vnd  scholden  der  vruntschop  vornemen.     Do  ludede  de  vruntschop  also, 
dat  se  vns  nicht  euene  en  qwam,  men  wij  beden  vnd  bekoreden  se  anderwerue, 
dat  se  vnser  rnechtich  weren   to  eren  vnd   to   rechte,  vnde   de   meinheid  wolde 
des  gelik  ock  gerne  ere  vnd  rechtes  by  en  gebleuen  hebben.    Do  en  wolde  de 
rad,  de  dar  weren,    des  nynewijs    to    sik    nemen.     Do    des    jo    nicht    schen    en 
mochte,  do  bede  wij  se,  dat  se  sik   mit   dem   lande   nicht   beweren    en    wolden, 
▼nd  wolden  vns  ock  nerghen  an  to  vnwillen  wesen,  efft  wij  vnse  recht  jerghen 
an  vormanen  mochten.     Se   spreken,   se   hadden   dat    vmme   vnser   leue   willen 
a\so  lange  gelaten,  dat  se  sik  mit  dem  lande  nicht  beworen  en    hadden,    vnde 
enwolden  sik  dar  ock   nicht   mede    beweren    to   vnsen    vnwillen.     Dar    danckede 
wij  ene  vore.     Do  wij  do  wedder  van  den  da!2:he  qwemen,    do    red    greue  Ker- 
rten  vorbenomed  anderwerue  by   den    rad   van    Bremen   vnd   bekorede   vnd   bad 
w,  dat  se  vnser  noch  wolden  mechtich  wesen   to  eren   vnd   to   rechte,   wy   en- 
wolden vnses  rechtes  by  nemende  leuer  bliuen,  den  by  en,  vnd   leten    vns   dat 
Fordenen,  wij  en  hadden  dar  ock  anders  nene  heren  efte  stede  ingetoghen,  den 
se.    Des  enwolden  se  nenewijs  to  sik  nemen,  dat  se  vnser  to  rechte  mechtich 
wesen  wolden.     Leuen,  ersamen  heren.      Nv  claghe  ik   iw   swarliken  ouer  den 
/ad  Van  Bremen,  dat  se   bouen   all   dijt  vorbod   vnd   vorword   [sik   hebben]    sik 
liebben  vnderwunden  en  del  des  landes  to  buten    Jaden   vnd   hebbet   dat   ange- 
Domen  vnd  my  des  entweldighet  to  mynen  vnwillen  in  guder  handelinghe    vnd 
Fruntscop,  dar  ik  mit  en  an  sad  vnd    en  wiste   nicht  den  lefF  vnd  gud  mit  en 
dat  myn  vnd  myner  vrende  ewighe  vorderffnisse  is,    vnd   bidde   iw   vrundliken, 
dat  gij  vmme  mynes  denstes  willen  vnderrichten   den  rad  van  Bremen,   dat  de 
noch   vnbeworen  sin  mit  dem  lande  vnd  laten  my  daran  besitten,  alse  my  vnde 


niynen   vr^nden   vnse  eideren   daC   ^eemet    hebben,    vnd   oemen    my    vnd    rnyne 
vrend  darvor  to  denste.      Vnd  wes  ik   (uwer   beriditiage    bijran   g^neten    mach^ 
biddp  ik  van  ener  illiken  ataii  jawe  i^dfike  antworde   VDQortoghe(r)d.     Mocht^ 
ik  ock  juwer  vnd  myner   aaderen   beren    vnd   vrend   berichlinge    nicht   genetex^ 
kegiien  de  van  Breint-iu  etit  ik  den  to  vorderen  vnwiUen  vnd   to  veyde  mit  e  ^ 
queine  vnd  :^  bes4:hetlisede.    so  bidde  ik  iw.   leaen    ersamen    vrundes,   dat   ^  ^] 
my   darvinine  ntcnt  lo    vnwillen   ensin    vnd   laten   my   dat   keghen    iw    vordene      ^ 
vnd    denckeu   an    «tat    zrote    vnrecht   ¥ud  zewalt.    dal   my   de   van    Bremen   dc^vt 
sunder  luyne  >chuiae.      Vnd  we  desfies*  breues  ene  vtscrifft   wille,    de    neine  &^     e 
vnd  late  lieii   bodeii    vort   ^an.     Go«i   beware   |w   snnd.      Screuen    vnder   mym       ^ 
inge^ege^. 

Stack  -wmer  M^ekrift  «■/  Pvpier, 

xcirii. 

Chri^iMUy  ^rntf  f*oa  Oiiiefiburrjy  ^r^bi  den  Raihen  von  Lubeck  und  Hamburg  uhi 
die  Fmde  ztct^'htrn  dem  Haupilintf  Sibeth  und  den  Butjadingem  und  ubt 
Jc/.<    ?va    defu    Huihe  t^on   Bremen  dabet   beobachMe    Ver/ahren,   mit  Bitt^* 
d^Hstiben  iH   '.mer  Aendertauf  desseU)en  su  termoyeru     0.  J.  (1419.     Vo^^ 

kei'sten^  greue  to  Oidenborch. 

\  iiseii   \ruiithken  ^rut  mit   vnseme  denste   vnde  wes   wy    gudes    vurin 
j^hen   tovoiii.     Leueu  hert^n  mi^^  ;^uuder^ben  guden  vrundes.     Wi    begheren  i 
wetriu  dat  ^1   m  vor^aii^neu  tiiden  bebben  gbekundighet  ene  vede  der  menhe 
lu  butch  Jade  vmme  ^iibete^  willen^  boftliug  to  Rustriugen,  vnd  anderer  tozag 
den  ddt  laud  svii   i^  vinm4»  vnbon^mes  willeu,  den  se  an  em  vnde  sinen  vru 
deii  dedeii       AK'^o   ^tevkede   ^i  vns^  darto   mit  vnsen  vrunden    vnde  wolden   int* 
dem    l(iude    to    jichepe   vnde   vn^^e   borghere   vnde   reyseghe   knechte   alrede   e 
di^l    jt'^^*'**'*^'^*'    liadden    vude   werew  vpp   den    b6iden   vnde   weren    to   roue   vnd 
llio  briuidt^  kvmien.      \Uo  wi  aldu$  vor  deui  lande    leghen    vnd  wolden    dar  in  j 
no  wttil  d<it  ftlievi^let  mit  deghedingen  vud  wi  besorgheden  des  landes  ewigherp 
vohUmIV.      Ohi    wail   ilh^^^beue«    en   loue  vns.    Sibete    vnd    vnsen    vrunden    in 
drnnrr  wn»^   dttl   ^e  Sibete  vnd   eren   hofllingen   in    dem  lande    scholden   truwe 
vnd  holt  woAeii    vnd   viidertianicb   in  ailer  wis,   also   em    dat   Edo    Wommeken, 


-i 


144  1419.     Vor  Jnn.  23. 

winder!  wolden  vnd  nernen  dat  to  sik,  dat  vns  altomale  nicht  helpen  en  mochte, 
se  en  setten  dat  by.  Bynnen  desser  tijd  dat  wi  en  dat  boden  vnd  se  vnser 
inechtich  weren,  hebben  se  sik  vnderwunden  en  dSl  des  landes  to  buten  Jade, 
dat  wi  an  claghe  vnd  an  sulker  tozaghe  hebben,  alse  hir  vorscreuen  steyt,  vnd 
dat  vorscreuene  land  Sibetes,  hoftling  to  Rustringen,  eldervader  vnd  vederlike 
erue  is,'  vnd  hebben  sik  dar  vorder  tho  ghesterket  mit  wapender  hant  vnd  sint 
in  dem  suluen  lande,  vnse  vrunt  to  beschedeghende,  des  wi  hopen,  dat  se  vns 
vnd  Sibete  mit  beschede  nicht  ddn  en  moghen.  Worvnune  bidde  wi  |w,  leuen 
heren  vnd  sunderghen  guden  vrunde,  dat  gi  willen  vnderrichten  den  vorbe* 
nonieden  rad  van  Bremen,  dat  se  vns  vnd  Sibete  an  den  vorscreuenen  lande 
vngheenget  vnd  vngehirider(t)  laten.  Oat  wille  wi  gherne  keghen  jw  vorschui* 
den  vnd  vordenen,  wor  wi  konen  vnd  moghen,  dat  vns  dar  niner  claghe  ofte 
nianynge  vorder  vinme  n6t  en  zi,  dat  wi  doch  lefier  lethen.  Wes  wi  juwer 
berichti(n)ghe  hiran  gheneten  moghen,  beghere  wi  juwe  bescreuene  antwerde, 
dar  wi  vns  weten  na  to  richtende.  God  sy  mit  jw.  Screuen  to  Oldenborcb, 
vnder  vnsem  ingesegel. 

Aufschrtft:  Den  ersamen  wisen  luden,  borghermesteren  vnd  radheren 
der  stede  Lubeke  vnde  Hamborch^  vnsen  besunderghen  holden  vrunden,  vrund- 
liken  ghescreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,     Das  Siegel  ist  grosatentheiU  ahgesprungen. 

XCVIIl. 

Der  Rath  von  Hamburg  theilt  dem  Rathe  von  Liibeck  beide  vorhergehende  Brtefe 
mit  J  den  des  Graf  en  I'm  Original  j  den  andern  in  einer  AbschrifL  1419. 
Jun.  23. 

Vnsen  vruntliken  grut    myd   alles   gudes    begheringe   tovoren.     Ersamen 
guden  vrundes.     Willet  weten,  dat  also  dailingh  vppe  dessen  dach  quemen  vns 
desse  ingheslotene  twe  breue  van  den  greuen  van  Oldenborch  vnde  van  Sybete, 
houetlinghe  to  Rosteringhe,  vnde  wy  begheren   vns  to  benalende    iuwe  gudduo- 
kent  en  wedder  to  scriuende,  des  wy  ok  ander  wise  gherne  ramen  willen.     Ok* 
ersamen  guden  vrundes,  so  beghere  wy,  dat  gi    vns    den   openen    bref  wedder 
senden  Sybetes,  wente  wy  ene    ok    toghen    vnde    wisen   willen    den    van    Stade.  ■ 
Gode   zyd   salich    vnde   sunt    beuaien.      Screuen    vnder    vnser   stad    secrete,    in  i 
vigilia  sancti   Johannis  Baptiste,   anno    XIX^      Vnde'  begheren,    dat  gi  nicht  to 

1)  Von  hicr  an  andere  Handscbrift  bis  za  Ende. 


.1 

i 


1419.     Jun.  23.  145 

vnwillen  nemen^  dat  wy  der  van  Oldenborch  bref  erst  vpghebroken  hebben. 
Gk^  ersamen  guden  vrundes,  alse  iuwes  radeskumpane  latesten  woruen  to  den 
unsen  to  Sanskenneue^  iuwer  ersainicheit  to  scriuende  dat  antwerde  van  den 
van  Luneborch  vnde  vnser  weghen,  beghere  wy  iuwer  wisheit  to  wetende,  dat 
wy  van  groten  nodliken  werves  weghen  nicht  leddioh  en  syn,  sonder  wan  wy 
des  leddich  syn^  so  wil  wy  iu  dat  antwerde  gerne  benalen,  vnde  beglieren,  dat 
nicht  to  vnwillen  to  nemende. 

Consules  Hambiirgenses. 

Aufschrtft:     Honorabilibus  ac  circumspectis  viris,  dorninis   proconsulibus 
ac  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  sinceris,  detur. 

Sack  dem  Original,     Das  au/gedrUckte  Siegel  i8t  theilweise  erhalten. 


Der  Rath  -von  Bremen  bertchtet  dem  Rathe  von  Lubeck  uber  das  feindseltge  Ver- 
fahren  des  Hduptltngs  Stbeth  von  Rustringen  und  btttety  ihm  deshalb  Vor- 
stellungen  zu  machen,     0.  J.  (14  i  9.     Vor  Jul  3.)^ 

Ynsen  vruntliken  grut  myt  alle  deme  dat  wy  gudes  vorinoghen,  touorn. 

Ersamen  guden  sunderghen   vrunde.     Wy    begheren    yuwer   ersamicheit  weten, 

datSybet,  houetiing  to  Rustringe,  vnsse  borghere  gheuangen  vnde  en  ere  schepe 

vnde  gude  ghenonien  heift  vnvorwaret  syner  ere  an  vns,  so  wy  nicht  wen  leue 

vnde  vrundschupp  vnde  nene  veyde  edder  vnwillen  mit  erne  en  wisten,  dar  wy 

an  erne  vmme  screuen  vruntliken  biddende,  dat  he  vnssen  borgheren  der  veng- 

nisse  quijt  lete  vnde  en  ere  schepe   vnde   ghude   weddergheuen    wolde:    hedde 

he  vns  edder  vnssen  borgheren  ycht  totoseggende,    wy  wolden    erne   don,   des 

wy  erne  van    ere    vnde    van    rechtes   weghene    plichtich  weren;    dat   vns    nicht 

bescbeen  en  mochte,     Worvmme  wy  yu    vruntliken  bidden   myt  gantzem   vlite, 

dat  gy  darvinme    ernstliken    willen    scriuen    an    Sibete    vorbenomet    van    yuwer 

vnde   der   inenen    henzestede   weghene    biddende.    dat    he    vnsse    borghere    der 

vengnisse  quijt  late  vnde  en  dat  ere  wedder  gheue:  hebbe  he  vns  vnde  vnssen 

borgheren  ycht   totoseggende,  gy   vnde   de   menen   henzestede   schullen    vnsser 

niecbtich  wesen  to  eren  vnde  to  rechte,   dat   vns   nener   claghe   vnde   yu    vnde 

den  stedeu  ghemeenliken    nener   manynge  dar  vorder  vmme  not   en   sy.     Vnde 

wes  gy  an  erne   scriuende   werdet,   dat  gy   vns   des    ene    copien    willen   senden 

I)  Der  Brief  ist  ersichtlich  gleichzeitig  mit  dem  folgenden  geschrieben. 

19 


myt  dessen  suluen  boden.  Ock  is  vns  to  wetende  wdrden,  wo  de  sulue  Sybe^  ^ 
syne  bodeschup  vte  hebbe  yn  Westfresland,  vmrne  vytalienbrodere  to  vorgad^  — 
rende  vor  der  Wezere  vnde  vor  der  Elue,  den  kopinan  mede  to  beschedeghendi 
vnde  wan  zee  groter  schepe  krighen  kflnnen,  so  willen  zee  darinede  yn  d^ 
zee,  den  ghemenen  kopman  mede  to  beschedeghende,  dar  urioghe  gy  des  bestei 
mede  ramen.  Leuen  heren  vnde  vrunde,  yu  bir  so  vruntliken  an  to  bewysendi 
also  wy  gherne  don  wolden,  efft  yt  yu,  den  yuwen  vnde  anderen  henzestedei 
also  ghewand  were,  dat  wille  wy  gherne  vruntliken  vorschulden,  wor  sycl 
dat  gheboret,  vnde  wes  yu  hirvan  wedderuarende  wert,  bidde  wy  yuwe  vruni 
liken  antworde  wedder  myt  deme  ersten.     Screuen  vnder  vnsser  stad  secreU 

Consules  ciuitatis  Bremensis. 

Aufschrtft:     Honorabilibus    viris,    dominis    proconsulibus    ac    consulibu 
ciuitatis  Lubicensis,  dominis  ac  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original,     D<u  au/gedruckte  Siegel  itt  grosatentheiU  abgesprungen. 

c. 

Der  Rath  von  Bremen  herichtet  dem  Rathe  von  Hamburg  das  fetndseh'ge  Verfahr 

des  Hduptlings  Sibeth  von  Rustrtngen  und  htttet,  ihm  deshalb  VorsteUungr^  n 
zu  machen.     0.  J.  (1419.     Vor  Jul.  3.) 

Vnsen  vruntliken  grud  mid  alle  deme  des  wy  gudes  vormoghen.    Ersame-   xi 
guden  besundern  vrundes.     Wy  beghern  (u.  s.  w.  gleichlautend  mit  No.  99  bt'^rJ 
totosegghende,  gy  scolen  vnser   mechtich   wesen   to   eren    vnde    to    rechte,   d^a^^ 
vns  nener  claghe  vnde  iv  vnde  vns  nener  maninghe  dar   vorder  vmme   nod  e 
sy;  vnde  wes  gi    an   eme  scriuende  werden^   dat  gi   vns  des    willen   ene   copf 
senden  mid  dessen  vnsen  boden.     Ok  is  vns  to  wetende  worden,  wo   de  sulu 
Sybed   sine    bodeschop  vte    hebbe    in    Westuresland,    vmme   vitalienbrodere    t^^ 
vorghaderende  vor  de  Wezere  vnde  vor  de  Elue,  den  copman  mede  to  besche^ — ' 
deghende,  vnde  wan  se  groter  schepe   krighen   kdnnen,   so   willen   se   darmed^ 
in  de  zee,  den  ghemenen  copman  mede  to   beschedighende,   dar    moge   gi  de9 
besten    mede   ramen.     Leuen  heren   vnde   vrunde,  jv    hir    so  vruntliken    an    to 
bewisende,   alse   wy   gerne   don   wolden,    oft    id    iv  vnde  iuwen    borghern    also 
ghewant  were,  dat  wyl  wy  gerne  vruntliken  vorschulden,  wor  sik  dat  ghebord^ 
vnde  des  iuwe  antwerde,  wat  iv  van  eme  wedderuard,  bidde  wy  vns  to  benalende. 
Screuen  vnder  vnser  stad  secret. 

Consules  ciuitatis  Bremensis. 


1419.     Vor  Jul.  3.  147 

Au/schrtft:     Den  ersamen  wisen   luden,   heren   borgermestern    vnde   rad- 
maooen  to  Hamborch  etc. 

Nach  einer  dem  fblgenden  Briefe  (No,  101)  beiliegenden  Abachri/t  auf  Papier, 

GI. 

Der  Rath  von  Hamburg  sendet  dem  Rathe  von  Luheck  Ahscknft  des  vorstehenden 
Schreibens  und  btttet  um  Mttthetlung  der  Beschlussej  die  der  Rath  von 
Lubech  darauf  fassen  werde.     1419.    Jul.  3. 

Yruntliken  grud  mid  alles  gudes  begeringe  tovoren.  Ersamen  besun- 
dern  guden  vrundes.  Wy  begheren  iuwer  wisheid  to  wetende.  dat  de  van 
Bremen  vns  ghescreuen  hebben,  alse  desse  ingeslotene  cedule  vnde  vtschrift 
innebolt,  vnde  vormoden  vns,  dat  se  iv  an  der  wise  ok  ghescreuen  hebben,  vnde 
od  iuwe  wisheit  den  van  Bremen  dar  wedder  vp  scriuen  wille  vnde  Sybete, 
des  beghere  wy  ene  vtschrift,  dar  wy  denne  gherne  na  ramen  willen,  ok  en 
to  scriuende.  Gode  zyd  salich  vnde  zund  beualen.  Screuen  vnder  vnser  stad 
secrete,  des  mandaghes  (na)^  vnser  leuen  Vrouwen  visitacionis,  anno  XIX^ 

Consules  Hamburgenses. 

Aufschrtft:    Honorabilibus    ac    circumspectis   viris,  dominis  proconsulibus 
ac  consulibus  Lubicensibiis,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  presentetur. 

Nach  dem  Original,     Dae  aufgedruckte  Siegel  ist  groaeientheile  abgesprungen. 

Der  Rath  von  Bremen  schretbt  dem  Rathe  von  Hamburg  uber  die  Fehde  zwischen 
dem  Hduptltng  Stbeth  und  den  Butjadtngem  und  rechtfertigt  sich  wegen 
der  von  Ersterem  gegen  ihn  erhobenen  Beschwerden.  0.  J.  (1419.  Vor 
Jul  5.)^ 

Unsen   vrundliken   grut  mid    begheringe   alles  guden   touorn.     Ersamen 

sondergen  vrunde.    So  Sibet,  houetling  in  dem  verdendele,  an  de  van  Lubeke, 

jim  vnde  de  van  Stade  gescreuen  heFt  na  vthwisinge  der  copien  an  vns  gezand, 

she  wo  he   to  vnwillen  sy  gekomen  myd  der  menheid  buten  Jade  vnde    hebbe 

darrnime  mid  sinen  heren  vnde  vrunden^  sundergen  mid  den  heren  van  Olden- 

1)  Der  Tag  Marift  Heimsuohang  fiel  im  J.  1419  auf  einen  Sonntag.    Mehr,  am  auf  dienen  Umstand  bestimmt 
fejosaweiMii,  ala  irni  eine  Anslaasnng  anzudeuten,  ist  das  na  in  Klammern  eingesetzt 

9)  Die  dentlichen  BesiehuDgen  auf  das  Schreibeft  Sibeths  {M  96)  begrfinden  die  Datirung. 

19* 


1419.     Vor  Jul.  5.  149 

<le8  entweldiget  to  zinen  vnwillen,  iuw  biddende,  dat  gij  vns  wiilen  vnderrichten 
etc.,  leuen  heren,  wes  wij  gedan  hebbet^  hebben  wij  gedan  vinme  des  ghernenen 
besten  wiilen,  vnde  hopen,  dat  wij  erne  darvmme  nichtes  plichtich  en  zin; 
macb  he  vns  auer  claghe  nicht  vorlaten,  de  van  Lubeke,  gij  vnde  de  van  Stade 
schollen  vnser  darto  allewege  mechtich  wesen  to  eren  vnde  to  recbte,  so  wij 
low  dat  ok  er  hebben  gescreuen,  went  wij  van  der  vorworden  nicht  en  weten. 
Screuen  vnder  vnser  stad  secret. 

Consules  ciuitatis  Bremensis 

Aufschrift:  Honorabilibus  ac  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
et  consuiibus  Hamburgensis  ciuitatis,  nostris  singularibus  amicis. 

Nach  einer  dent  folgenden  Brief e  (No.  103)  beiliegenden  Abnchrift. 

cm. 

Ikf  Rath  von  Hamburg  sendet  dem  Rathe  von  Lubeck  ezne  Abschrift  des  vorstehen- 
den  Briefes.     0.  J.  (1419.)     Jul  5. 

Vrundliken  grut  tovoren  vnde  wes  wij  gudes  vormogen.  F^rsamen  leuen 
besunderen.  Alse  gij  vns  kortliken  iuwe  breue  sprekende  an  de  van  Bremen 
xanden,  mach  iuw  wol  vordenken,  vnde  wij  ok  dosulues  na  lude  iuwes  breues 
an  de  van  Bremen  screuen,  darup  ze  vns  ere  breflike  antwerde  wedder  gezand 
bebben,  des  wij  iuwer  leue  vthscrift  zenden  van  worde  to  worden  na  lude  der 
cedelen  hirane  besloten.  Wes,  besundern  vrunde,  iuw  dar  vorder  radsam  vnde 
DQtte  ane  gedan  dunked,  bidde  wij  van  iuwer  ersainheid,  vns  dat  to  benalende. 
Code  zijt  beualen.  Screuen  des  middewekens  na  vnser  Vrowen  dage  visi- 
tacionis,  vnder  vnsem  secrete. 

Consules  Hamburgenses. 

Aufschrift:  Honorabilibus  ac  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
^t  consuiibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Ncuih  dem  Original,     Das  aufgedrUckte  Siegel  ist  groastentheils  ahgesprungen. 

CIV- 

Betehmrde    des  Ritters   Axel   Petersson  uber  die   Ritter    Schack   RantzaUy    Johann 
Stake  und  Detlev  von  Ahlefeld.     1419.    Jul  13. 

Wytlik  si  alssweme,  de  dessen  breff  seen  ofthe  horen  lesen,  dat  ik 
^rt  beschedighet    vnde    berouet    bynnen    enen    vrede,    den    my    her   Schakke 


Rantzowe,  her  Johan  Stake  vnde  her  Detleff  van  Aneuelde  myt  eren  med 
hulperen  belouet  hadden,  vnde  des  wart  my  een  deel  wedder,  des  misse  i 
dat  rny  noch  nicbt  wedder  worden  is,  LXXXVI  mark  lub.  an  steder  gheld  « 
sunder  den  schaden,  dat  myne  knechte  ghetondet^  worden.  Dar  hebbe  ik  vel 
boden  by  hern  Schakken  vnde  sine  medelouere  vmme  hat,  beydes  muntlike  ^ 
vnde  mit  breuen,  vnde  hebbe  en  mede  schreuen,  were  dat  se  my  nicht  end^^ 
den,  des  se  my  ph'chtich  weren,  so  wolde  ik  ouer  se  claghen  heren  vnde  stede 
vnde  alien  bedderuen  iuden.  Dat  en  heft  my  bette  her  wedder  en  nicht  gh^= 
holpen,  also  dat  my  jenigherhande  redlicheyd  van  en  wedderuaren  konde.  Da^n 
vmme  so  claghe  ik  dat  alien  bedderuen  Iuden  ouer  de  erlosen  scheike  er 
lofles,   vnde    bidde^    se  daran  tho    vnderwisende,    dat    se    my    don,    des   se  n 


plichtich  sint,  vp  dat  ik  se  so  ouell  nicht  handelen  darff  vnde  manen;  vnde  e^  i 
schut  my  des  nicht  van  en,  ik  wil  se  so  swerliken  honen  vnde  lesteren,  al^o 
ik  dat  alderswerlichst  denken  vnde  dichten  kan,  also  ik  vmme  lofte  don  mac  fti. 
Tho  thughe  alle  desser  vorscreuen  stukke  so  hebbe  ik  myn  ingheseghel  b  e>- 
nedden  vnder  desse  schrifft  drukken  laten.  Datum  anno  Domini  M^  CD^  XI^? 
in  die  beate  Margarete  virginis  gloriose. 

By  my  Axel 
Petersson,  ritder. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,     Mit  untergedrucktem^  jedoch  unkenntlich  gewordeuem  und  nur  tkeilweise 

erkaltenem  Siegel. 

cv. 

Der  Bitter  Otto  Sestede  bekennty  fur  die  von  den  Stddten  Lubeck,  Wismar  und 
Rostock  setnen  Unterthanen  genommenen  acht  Ochsen  Ersatz  emp/angen  zu 
haben.     1419.    Jul  17. 

Ik  Otte  Seestede,  ritter.  Bekenne  vnde  betughe  vor  my  vnde  vor  myne 
eruen  openbare  in  dessem  breue  vor  allesweme,  dat  my  de  ersamen.  borger- 
mestere  vnde  radmanne  to  Lubeke  vrundliken  vornoghed  vnde  to  dancke  wol 
betalet  hebben  achte  ossen,  de  vor  tijden  der  stede  vrunde,  alse  Lubeke, 
Wismer  vnde  Rozstock,  mynen  vndersaten  genomen  hebben  vnder  Vemeren  t6 
eren  kosten,  do  se  weren  in  der  zee.  Hyrvmme  vorlate  ik  vor  my  vnde  myne 
eruen    vnde    van    myner    vndersaten    wegen,    den    de    suluen    ossen    genomen 


1)  Im  Original  ist  hier  eine  Lticke.     F(ir  mehr  als  swei  Buchstaben  ist   nioht   Kaom.     Ein   Theil    dea    w 
Bcheint  erkenDbar,  sonst  miisste  man  ghedodet  lesen. 


152  ^  1419.     Aug.  1. 

vnde  Albert,  vnse  brodere,  alle  dre  greuen  to  Holsten,  reddelken  vnde  recht* 
liken  hadden  vorkofft  in  vortyden,  eer  de  land  gedelet  worden,  den  erbaren 
heren  dekene  vnd  capitele  der  kerken  to  Lubeke  vor  achtehundert  marck  lubesch 
dat  recht,  alse  dat  hogheste,  iniddeiste  vnd  sideste,  dat  se  do  hadden  in  des 
suluen  capittels  dorpen.,  belegen  by  Lubeke,  alse  Ghinnyn,  Nedderbutzowe, 
Ouerbutzowe,  Homberge  vnde  Johansuelde,'  vnde  des  sint  nu  na  de  sulueo 
deken  vnde  capittel  to  Lubeke  ens  gheworden  myt  vns  vnde  wy  myt  en,  dat 
se  vns  bouen  de  achtehundert  uiarck  hebben  gedan,  beret  vnde  betaled  to  vnser 
noge  sostehalff  hundert  mark  hibesch,  weike  wy  an  vnser  vnd  vnser  herschop 
vnde  vnser  eruen  nut  gekered  vnd  vthgegeuen  hebben.  Vnd  hirunune  so  hebbe 
wy  iiiit  wolberadeneni  mode,  vulborth  vnd  behegelicheyd  vnser  eruen,  vnser 
truwen  raetgeuer  vnde  all  der  gennen,  der  ere  vulbord  dar  to  esschende  was, 
den  vorbenomeden  heren  deken  vnd  capitele  to  Lubeke  vor  de  vorscreuen  twe 
summen  pennynge  also  vele,  alse  vor  verteindehalF  hundert  marck  lubesch, 
redelken  vnde  rechtliken  vorkoft  [hebben],  vorkopen  vnde  vorlaten  in  desser 
scriFt  vor  vns  vnd  vnse  eruen  dat  vorscreuene  recht,  dat  nu  an  vnser  herschop 
vnde  an  vnsem  dele  is  belegen  vnd  begrepen,  alse  dat  hogheste,  myddelste 
vnd  sydeste,  in  des  suluen  capittels  dorpen,  Ghinnyn,  Nedderbutzow,  Ouerbutzow, 
Hamberge  vnd  Johansuelde,  also  dat  de  vorbenomeden  heren  deken  vnde 
capittel  to  Lubeke  moghen  vnd  scholen  dessviluen  rechtes  vry  vnd  vmbeworen 
bruken,  hebben  vnd  besitten  na  ererne  willen  sunder  alle  hinder.  Weret 
auer  dat  de  suluen  heren  yemand  in  dem  suluen  rechte  vorweldigen  efte  be- 
weren  edder  hinderen  wolde,  so  schoien  vnd  willen  wy  vnd  vnse  eruen,  wan 
wy  darto  essched  werden,  lyck  vnsen  egen  herschop  vnde  rechte  en  truwlyken 
behul|>en  vnd  bystentlyk  wesen.  Ock  so  enscholen  de  buren  der  suluen  vyff 
dorpe  vns  nicht  mer  doen  efte  pliclitich  wesen,  men  alse  dat  meyne  landt 
to  Holsten  deyt.  Vortrner  so  hebben  de  vorbenomeden  heren  (deken)  vnd 
capittel  to  Lubeke  dor  sunderliker  leue  vnd  vruiitschup  willen  vns  vnd  vnsen 
eruen  des  gegundt,  dat  wy  vnd  vnse  eruen  na  twelff  yaren  na  ghifte  desses 
breues  mogen  dat  vorscreuen  recht  wedderkopen  van  den  vorscreuen  hern 
deken  vnd  capittel  to  Lubeke  vor  verteyndehaltf  hundert  mark  lubesschei 
pennynge,  de  denne  to  Lubeke  genge  vnde  geue  sint.,  to  betalende  in  ene 
summen,  den  wedderkop  en  yar  tovorn  ene  tho  kundigende.  Vnde  went 
schelinge  vnde  twisselinge  twisschen  vns  vnd  den  vorbenomeden  heren   deken 


1)  In   ciner   Urkunde   vom    7.   Juui  Cmiddcwokcn   na  des  hilligcn  lye  hams  daghc)    1396,   die  das   Kcgistrc 
cbenfalls  enthftlt. 


1419.    Aug.  1.  153 

vnde  capittele  to  Lubeke  wesen  heft,  aise  van  des  rechtes  vnd  dorpes  wegen 
to  Voderrode,  so  sint  wy  des  vnderwised  vnde  is  witlick  vor  vns  gemaked,  dat 
dat  sulue  dorp  to  Voderrode  rnyt  alleine  rechte,  hogest,  middelst  vnde  sydest, 
is  vnd  hort  to  den  vorscreuenen  heren  deken  vnd  capittel  to  Lubeke.  Vnde 
to  merer  betuchnisse  all  desser  vorscreuenen  stucke  so  hebben  wy  mit  willen 
vnde  witschop  vnse  ingesegel  henged  iaten  vor  dessen  brefiF.  Hyr  hebben  an 
vnde  ouer  wesen  to  tuge  her  Herinen  van  Buren,  domhere  to  Hamborch,  her 
Otto  Sluter.  vnse  capellan,  her  Herdingh  Stake,  ritter,  Henneke  vnde  Eler 
Ratiow,  brodere,  Hinrik  Brukdorp  hern  Hinrikes  sone,  knapen.  Datum  in 
castro  nostro  Segeberge,  anno  Domini  millesimo  quadringentesimo  decimo  nono, 
ipso  die   beaii  Petri  ad  vincula. 

Nach  einer  Abschri/t  im  Registrum  quartum  Capituli  No.  LVIII. 

CVIIL 

her  Rath  von  Reval  schretbt  dem  Rathe  von  Lubeck  uber  die  Zwi'sttgkettj  in  die  er 
mit  Lambert  von  Velen  gerathen  seiy  und  bittet  um  genaue  Angabe  theils 
der  GrUndey  aus  welchen  der  Bruder  desselben  Bernhard  in  Liibeck 
gefdnglich  eingezogen  seij  theils  der  Art  und  Weise^  in  welcher  er  bei  seiner 
Freilassung  Urfehde  geleistet  habe.     1419.     Aug.  4.^ 

Jurwerdige  grote  mit  aller  beheglicheit  vorgescreuen   vnd   allent    dat   wy 

gudes  vormogen.      Erzamen    leuen    heren,    besundergen   gfiden   vrunde.     JiWer 

vorzichtigen   wysheit   beghere   wy   ghdtliken    tho   wetene,  dat   vns   een    persone 

Lamberd  van  Velen,  anders  gheheiten  Lamberd  van  Vreden,  nv  tor  tijt  deyner 

tbo  Raesborch ,  vorflolget  vnd  vorclaged    doch   vnvorschuldes    van    syns    broder 

wegen  Berndes  van  Velen,  den  juwe  erzamicheit  in  tyden  vorleden  in  jiWer  stat 

^    vencknisse  zittende  hadden.    Vnd  Lamberd  de  zeged,  dat  zyn  broder  van  vns  vnd 

van  vnser  coplude  wegen  vppghezettet  worde  darvmme,  dat   he   in    her   Thflrd 

Bunden   deynste   in    des    heren,    des    konynges    van    Denemarken,    oppenbaren 

kryge   den  Russen    gfid   halp    nemen,   des  duch  nychten   is,   men    alze   wy   vor- 

nomen  hebben,  dat  he  tho  Lubeke  ghenck  vnd   drofiwede  deme  copmanne  vnd 

vragede  na  des  copmannes  merken,  dat  van  erne  van  gdden  lAden  behort  wart, 

vnd  dar  wart  he  vmme  vppgezatt.    Darna  qwam  de  sulue  Lamberd  vorscreuen 

hijr  vor  vnsen  rad    mit   beruen   luden,    vnd    he    bad    vns    hochliken    mit   synen 

1)  Ygl.  Bd.  V  M  843,  335. 

20 


1419.     Aqg.  4.  iSS 


liken  da t  allererste^  dat  gij  kunnen  vnd  mogen,^  wante  vns  vnd  dem  copmanne 
bi|r  grote  macht  ane  leget.  Hijrmede  beware  iv  de  aimechtige  God  an  lyue 
vod  an  zeele  to  ewigen  tijden.  Gbescreuen  vnder  vnsem  secrete,  des  negesten 
vrydages  na  sunte  Peters  dage  ad  vincula,  anno  X1X^ 

Borgermestere  vnd 
radnf)anne  tbo  Redale. 

Auf  einem  betge/ugten  Zettel:  Item,  leuen  beren,  so  wetet,  dat  de  erzame 
roan  Janyke  Haenpmos,  bodetman  tbo  Raesborg,  van  anvalle  ber  in  vnse  stat 
vpp  vnse  rathfls  qwam  des  sondages  vor  vnser  leuen  Vrodwen  dage  assump- 
cjonis^  vnd  bracbte  Lamberte  van  Velen  mil  ziicb,  vnd  Lamberd  de  bescbuldi- 
gede  vns  vor  erne  darvmme,  dat  syn  broder  Bernd  van  Velen  in  jflwer  stat 
Tppgesat  wdrde  van  vnser  wegen  vnd  vnser  c6pIAde  wegen  vnd  dat  be  vmme 
der  zake  willen,  dat  be  den  Russen  dat  gud  balp  nemen,  in  ber  Tbiirdurs 
deynste,  aize  wy  iuwer  wijsbeit  ok  vore  gescreuen  bebben.  Dar  antworde  wy 
tho,  dat  wy  rades  vnd  dades  vnscbuldicb  weren,  dat  syn  broder  vppgezat  ward, 
Tnd  wy  hedden  also  vernomen,  do  be  to  Lubeke  qwam,  do  gbenck  be  dar  vnd 
droAwede  deme  copmanne  vnd  vragede  na  der  coplude  merke,  darvmme  worde 
he  vppgezat^  alse  wy  vornomen  bedden.  Do  segede  be,  be  woldet  bestSn  laten, 
bit  dat  be  mit  iuwer  vorzicbtige(i)t  gesprdken  bebbe,  vnd  be  wil  weten,  van  wes 
wpgen  dat  syn  broder  vpgesat  sij.  Leuen  beren,  off  iv  bijr  wat  van  vdre  valle, 
80  macb  zijck  iuwe  wijsbeit  bijrna  weten  tbo  rycbtene. 

Aufschrift:  Den  erzainen  vorzicbtigen  wijsen  mannen,  beren  borger- 
roesteren  vnd  radmannen  der  stat  tbo  Lubeke,  vnsen  leuen  vrunden,  kome 
dosse  breff  mit  werdicbeit. 

Naeh  dem  OrigincU  auf  Papier,     Dcu  aufgedruckte  Siegel  iat  noch  toohierhaiien. 

m 

Verkauf  von  Renten  in  Gross  Bunsdorf  und  Schwanbeck.    1419.     Aug.  8. 

\  (jerardus  Roze  presens  libro  recognouit,  se  pro  se  et  suis  beredibus  et 

omnibus  et   singulis,    quos   boo    tangere   posset,    libere    resignasse    et   totaliter 

diinisisse  domino  Yordano  Plescowen,  proconsuli,  et  Nicolao  Robelen,  ciui  ciui- 

taiis  Lubicensis,  et  ipsorum  beredibus  ilias  XCVI  marcas  den.  lub.  perpetuorum 

1)  Die  Urfebde  enthftlt  die  Worte:  noch  nemcmd  van  myner  wegene, 

9)  Dai  wer  der  IS.  Augnst    Man  maas  annehmen,  daaa  der  Rath   ron  Reral  bis  dahin  keine  Gelegenheit 
■aAmden  battei  den  am  4.  August  geachriebenen  Brief  abauaenden. 

20  • 


reddituum  annuatim,  quas  ipse  habuit  in  villis  Groten  Bunstorpe  et  Swanen- 
beke  secundum  tenorem  litterarum  desuper  conFectaruin  et  sigillatarum,  quas 
idem  Gerardus  antedictis  domino  Yordano  et  Nicolao  in  presencia  in  Christo 
patris  et  domini,  domini  Jobannis.^  episcopi  ecclesie  Razeburgensis,  et  coram 
eodem  domino  episcopo  sponte  et  liberaliter  presentauit  et  tradidit,  renun- 
ciauitque  antedictus  Gerardus  omni  juri^  quod  ipse  et  sui  heredes  habuerunt 
in  prescriptis  redditibus.  bonis  et  litteris  et  eciam  quouismodo  habere  potuisseni, 
nunquam  eciam  per  amplius  causaturus  super  eisdem. 

Antedictus    dominus    Yordanus    Pleskowe    et    Nicoiaus    Robele    presentes 
libro  recognouerunt,  se  et  ipsorum  heredes  teneri  Gherardo  Rosen  prenominato    : 
toto  tempore  sue  vite  singulis  annis  super  Festo  beati  Martini  episcopi  hyemali    j 
expedite  dari  et  erogari  centum  marcas  lub.  den,   videlicet  dominus    Yordanus 
et  sui  heredes  L  et  Nicolaus  et  sui  heredes  L.   Ipso  eciam  Gerardo  demum  defuncto 
sepedicti  dominus  Yordanus  et  Nicolaus  et  ipsorum  heredes  nemini  vltra  tenP- 
buntur  respondere  de  prescriptis  C  marcis  vitalicii.    Et  vt  prescripta  per  eosdt*cn 
dominum    Yordanurn    et    Nicolaum    ipsorumque     heredes    firma     et    inconvul&a 
obseruentur  et  teneantur^  (ideiubendo  coram  hoc  libro  promiserunt  cum  domino 
Yordano  Hinricus  Plescowe  et  Johannes  Lange  et  cum  Niooiao  Johannes  Gerw«*r 
et  Johannes  Reder. 

Predictus  dominus  Yordanus  recognouit,  quod  ipse  ad  sui  et  dic^ 
Nicolai  vsum  in  sua  custodia  habet  litteras  super  villis  Groten  Bunstorpe  ^t 
Swanenbeke. 

Nach  einer  Inscription  des  ^itideratadtbuchs  vom  J.  1419,  Cyriaci, 

Der  Rath  von  Reval  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeck  uber  seine  Zwistigkeit  m^' 
Glaus  Doeck  and  rneldet  fernery  dass  derselbe  ein  russisches  Schiff  g^^ 
nommeny  init  Bitte,  falls  er  nach  Lubeck  kanimej  thn  und  seine  Gefdhrte^^ 
zur  Rechenschaft  zu  ziehen  und  die  Giitei*  anzuhalten.     1419.     Aug  9. 

Ijirwerdige  grote  mit  aller  beheglicheit  vorgescreuen  vnd  allent  dat  wjf 
gAdes  vormdgen.  Erwerdi^e  heren  vnd  leuen  vrunde.  JAwe  vorzichtige  wisheit 
beghere  wy  ghiltliken  tho  wetene,  dat  vns  een  persone.  Clawes  Doeck  geheiten, 
vorclaget  vnd  voruolget  he5et  vor  den  vogeden  hijr  ouer  in  Zweden,  als  gij 
lichte  wol  vornomen  hebben.  Thom  ersten  so  claget  he  ouer  vns  vmme  de 
teyn  leste  heringes,  de  he  in  jdwer  stat  gecoft  hadde  vnd  wolde  de  in  Zweden 


1419.  Aug.  9.  157 

Tnd  vord  vppe   de  Rdssen    ghefiord   bebben,   alze   iuwe   wysheit   dat  lychte   wol 

Tornam,  vnd  vorboden  eme,   dat   he  dat   hoenycb    dar    weder  vorkopen  moste^ 

alze  wy  vornoiiieri  hebben^  dar  he  groten  schaden  vp  vns  vmme  rekent.    Thoin 

andern  male  so  claget  he^  dat  he  een  schipp  niit  ghersten  vnd  mit  molte  ge- 

laden  hijr  vor  vnser  stat  in  deme  Wfllflessunde  lyggende  hadde,  derne  wy  doch 

insyn  beste  men  ene  warnynge  deden,  alze  de  schepe  in  deme  kryge  tfisschen 

deme  heren,   deme  konynge,   vnd   den  Holsten    heren  genomen   worden,  dat  he 

mit  den  anderen  schepen,  de  hijr  reyde  legen^  vmme    velicheit  willen   segelen 

solde^  des  he  nycht  to  gude   nam   noch  achtede  vnd  segelde  allike  wol  vor  den 

anderen    schepen    syne    verde,   dar    he    ok   groten    schaden    vp    rekent.      Thfim 

dorden  male  so  claget   he^  alze   van    eens    schepes    wegen^  dat  horde  hijr   tho 

bus  vnsem   borger^  dat  hadde  he  geladen   mit  solte  in  PrAtzen^    vnd    dat  solde 

vort   tho   Wyborch    gesegelt    hebben,   vnd    dat    solt  dat   scholde    vort    vppe    de 

Rflssen  ghegan  hebben    bynnen   der   vorbodenen    reyse,    alzet    latest    mit    deme 

copmanne  vnd  den  Rfissen   bflten  stont.     Des  kore  (wy)  in  dat  beste  vnd   hoden 

deme  schippere^  dat  he  dat  schijpp  hijr  inleggen   solde,  wante  dat  Inch  in  deme 

Wfllfleszunde.     Darna  schreflF  vns  de  sflliie    Clawes    synen    breff,    den    wy    noch 

bebben,  dat  dat  solt  vnd    loAwant^   dat   in    deme   suluen    schepe  were,    dat    dat 

Hinrike  van  Treyden    thobehorde  vnd    anders   nymande,    dat   wy    eme    dat    ant- 

worden    scholden.      Dat  dede   wy    na    synem   breue  vnd   antworden   dat  solt  vnd 

dat  louwant  deme  vorscreuenen  Hinrike  van  Treyden,  dar  he  ok  groten  schaden 

vp  rekent.      Hijrvmme  so  were  wy  mit  deme  suluen  Clawes  Doeke  vmme  gudes 

vnd  gemakes  willen   hijr  tho   deghedingen.    dar  vrome   vnd  erbare  lude  an    vnd 

ouer  weren  vnd  sunderlikes  vnse   here  de  cumpthur  tho  Reflale,  dar  he  manck 

niannychuoldigen  deghedingen   esschede  van   vns  VUF  mark  rygesch,  dar  vnse 

deghedingeslude    to    antworden,    dat  duchte  en   vmmogeliken  gheesschet  wesen. 

I    Do  sloch   he   aff   vnd    esschede   VF   mark    rygesch,    myn    en    wolde    he    nycht 

bebben.     Darvpp  bode  wy  eme,  dat  he  syner  zake   by  IIIl  beruen   luden  syner 

vrunde   ghans   van    handen   bleue,    des   ghelijkes   wolde   wy    ok   don,    vnd    vnse 

here  de  compthur  de  scholde  een    ouerman    dartho   geweset   sin.     Kunden    alle 

de  gnden  lude  kennen^  dat  wy  eme  wes  plegen  weren,  wy  woldent  eme  gerne 

gbedan  hebben.     Dat  vorzegede  he  vnd   wolde  dar  nynerleye   wijs  tho.    Hijren- 

bouen  qwam  he  nv  des  maendages  vor  sunte  Laurencius  dage  vnd  nam  tflsschen 

der  Uwe  vnd   hijr  een  schijpp  myt  syner  zeltschopp,  dat  anders  nycht  dan  rdsch 

^ud   ynne  hadde  vnd  dat  den  Rfissen   horde,  vnentzecht,  dar  ene   grote  summe 

rudes  ynne  was  van  wasse  vnd  van  werke,  vnd  do  he  dat  schipp  vnd  gfid  ge- 


^-.^-**** 


^IVVN,' 


.V-- 


191    i^A^i^^   ihr  de  Rdssen   vppe   dat   lant   vnd    sande    vns   by    de  w. 

^«fif^  ^iidifjj^ebreff'  vnd  schreff  vns  darynne,  dat  he  mil  syne^  m. 

«*li  >i^  ^r^r€»ii  wil,  de  vns  zoeken^  vnd  dat  wy   den  Rfissen  ere>  m 

s,%j—!$*h  >*.i)%/I«ieu>  den  he  en  ghedan  hedde,  schege  des  nicht,  he  wolJ  < 

.vj**.   »**  ^iMiaiNMO  lyue  vnd  vnseme  gflde.     Hijrvmme,   leue  heren,  off  d  < 

tt  %v«3>^  %%^iscivuei)  mit  syner  seltschopp  effte  dat  gfid  tho  iv  komet^  offt  < 

o^  xv4^tv*chen  konnen^  bidde  wy  juwe  vorzichticheil.  dat  tho  arbeden^, 

.».    ^^a   vj^^eholden    vnd   becummert   werde    vnd    dat    den    personen    sche*'^ 

.^      .U*\^   ivcht   is,  vnde   dit   ok    vort    tho  vorwarende    an   de  Wendesche^  m 

vvN*^     ^^   '^    bi'lejfen  vnnme  des   ghemeynen    copniannes   willen,    de   dar   in    vom:*- 

^,,x     \iiuuc  kuuien  mach,   vnd  ok  vmnie   vnses   vordeynstes   willen.     Hijrinecl  c 

..;;    \H'4>i    iOiiiechtigen    Code    beuolen.      Ghescreuen    mit    der    haest    an    suni.^ 

.^.:ouv»UA  anende,  vnder  vnsem    secret,   anno  XIX.     Item,  leuen  heren,  byddc 

>K\    tMN^t'    wysheit,    ok  dit  sulue    to    schryuende   vnd    tho    bestellende    mit    d^wi 

xvsi^'do  vppe  Schone. 

Radmanne  tho  Reuale. 

Aufschrift:  Den  erwerdigen  vorzichtigen  vnd  wijsen  mannen,  her^n 
borgerniesteren  vnd  radmannen  tho  Lubeke,  vnsen  leuen  vrunden^  kome  dus^e 
bi'tiiV  mit  themeliker  werdicheit. 

Ncu:h  dem  Original  auf  Papier,     Das  aufgedrUckte  Siegel  i$t  groastentheiU  abgesprungen. 

m 

€XI. 

fJte  Hansischen  Aelterleute  in  Brugge  machen  den  Rath  von  Lubeck  aufmerksc^^ 
auf  einen  mit  Unrecht  erhobenen  Pfundzoll  und  ersuchen,  denselhen  zuruc^J^' 
zuzahlen.    1419.    Aiu/.  17. 

Y  rentlike  groyle  vnde  wes  wy  goedes  veimoeghen  tovoeren.  Heren 
vnde  gueden  vrende.  Juwer  wisheyt  wilte  ghelieuen  to  wetene,  dat  Rotgher 
van  Dortmunde  vns  eynen  breyff  vnder  iuwer  stad  signette  ghebracht  heuet, 
daerynne  ghij  heren  tughen,  dat  he  int  jaer  XIIIF  XIX,  in  sente  Ambrosius 
daghe,  in  shipher  Ghalsowe  vnde  in  schipher  Kaisowe  bynnen  iuwer  stad  vp 
F  vnde  XX  marck  zijnen  ponttolien  betait  hedde,  dat  doch  ys  jeghens  der 
ghemeenen  stede  ordinancie  by  dessen  poente,  also  gij  seluen  wol  weten: 
Vortmer  schal  neyne  stad  van  der  henze  van  neneme  guede   pontghelt  nemen^ 

I)  Liv.-Emh.-  u.  Curl-Urk.-Buch  Bd.  V  M  2J66;  Tgl.  ebcnd.  M   2882,  2383,  2384,  2421. 


1419.     Aug.  17.  159 

dat  to  Vlanderen  seghelen  sal^  men  van  schepen  anders  waer  seghelende  mach 
eyne  yslike  stad  der  henze  pontgelt  vpboeren  by  swoeren  eden.  Vnde  hijrvmme 
so  hebbe  wij  hijr  van  den  vorscreuenen  Rotgher  vp  de  vorscreuenen  C  vnde 
XX  marck  ponttollen  vpgheboert  na  der  vorscreuenen  stede  ordinancien^ 
begherende,  dat  em  sodaene  ponttollen.  den  he  met  iv  gegeuen  heuet,  moeghe 
wedder  werden  vnde  dat  des  nicht  meer  geschee.  God  vnse  here  moete  iv 
bewaeren  in  zielen  vnde  in  lyue  to  langen  tijden.  Gescreuen  vnder  vnsen  inge- 
segelen,  vpten  XVIP°  dach  in  Augusto,  int  jaer  XIIIF  XIX. 

Alderlude  des  gemeynen  copmans  van  der  Duetschen  henze 

nu  to  Brugge  in  Vlanderen  wesende. 

Aufschrift:     Honorabilibus   et   mague   discrecionis  viris,    dominis  procon- 
sulibus  ac  consulibus  ciuitatis  Lubeoensis,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

l^ach  dem  Original  auf  Papier,     Die  drei  aufyedrHekten  Siegel  aind  fast  unkenntUch  geicorden, 

GXII. 

Der  Rath    von  Lubeck  entschetdet  als   Schtedsrtchter   uber   mehrere   zwischen    den 
Stddten  Hamburg  und  Luneburg  streitige   Verhdltnisse.     1419.     Aug.  26. 

Wy  borgermestere    vnde   radmanne    der   stad  Lubeke.     Bekennen   vnde 
betugen  openbare  in  desser  scrift  vor  alsweme,  dat,  alse  de  ersamen  rede  der 
stede  Hamborch  vnde  Luneborch,  vnse  besunderen  ieuen  vrunde,  se  na  malkes 
willeD  in  vruntscop  edder  in  rechte  to  vorschedende  vmme  alien  vnwillen  vnde 
schuldinge,  de  erer  eyn  to  dem  anderen  hadde,  na   bescreuenen  vnde  bezegel- 
den  clagen  vnde  antworden,  de  se  vns    an    beyden    tzyden    ouergeuen    hadden, 
b;  vns  gebleuen  weren  vnde  doch  na  der  tyd,  se  daraen  slichtes  in  vruntscop 
to  vligende  vnde  to  vorschedende,  by  vns    gesad   hebben,    so   secge   wy   en    na 
6rer  beyder    clagen    vnde    antworden    vormiddelst    vruntliker    inraminge    der 
6rwerdigen  vedere  vnde  heren,   heren    Boldewines,    abbates    to   sunte    Michele 
iynnen  Luneborch,  heren  Johannis,  abbates  to   dem   Schermbeke,   vnde    heren 
Hiorikes   Walen,   prouestes   to  Ebbekestorpe,    vor  vruntscap,    alse    hyrna    ge- 
screuen steyd. 

Int  erste,  alse  de  van  Hamborch  in  dem  ersten  artikele  erer  clage  vnde 
jiJen  punten  daran  gerored  scriuen,  dat  se  vnde  ere  borgere  deme  rade  to 
Loneborch  in  ereme  kryge  tegen  ere  heren  to  perde  to  hulpe  reden  vnde  ere 
itad,  liue  vnde  gudere    mit   Hue   vnde  gude  truweiiken  entsetten    vnde   redden 


hulpen^'  darumme  se  vte  erer  stad  kemerie  eyne  grote  summe  geldes  vor- 
kosteden  vnde  ok  eyne  grote  summe  geldes  to  des  kriges  behoff  vppe  rente 
nemen.  dar  se  vte  erer  kemerie  iarlykes  rente  vore  geuen  mosten  vnde  noch 
eyn  deel  moten,  daruan  se  to  achter  sin  houedstoles,  rente  vnde  scbadeo 
XV^  LXXX  mark  XV  schilling  II  penning;  vnde  vord,  alse  des  ergenanten  rades 
van  Hamborch  borgere  manen  vmme  XVI"  marke  lubesch  vor  wedderlecgin|[e 
erer  tzoidie^  de  se  to  des  rades  van  Luneborch  kryge  vtegeuen  vnde  an  venk* 
nisse  vnde  erem  harnssche  to  schaden  genomen  hebben;  vortan,  alse  de  suloen 
rad  van  Hamborch  roren,  dat  se  vmme  der  van  Luneborch  willen  IIIF  pund 
lubesch  vorkosted  hebben  vmme  des  slotes  willen  Horborch,  vnde  dat  se  van 
des  suluen  slotes  wegen  schaden  genomen  hebben  vpp  IF  gulden,  de  se  deo 
heren  van  Oldenborch  geuen  mosten,^  vnde  darto  IF  pund,  de  eres  rades 
cumpane  vortereden  vppe  den  dagen^  de  se  mit  den  heren  van  Oldenborch 
holden  mosten  vmme  des  slotes  willen  Horborch  etc. 

Hyrup  na  antworde  des  rades  van  Luneborch,  dat   se    vns    vppe   desseo 
vorscreuen  artikel  vnde  islik  punt  darane  gerored   bezegeld  ouergeuen  hebben, 
secge  wy  vor  vruntscop,   dat,   nademe   de    van    Luneborch    en    deel    der   punte 
vorgerored  nicht  to  enstan,  vnde  der  ok  en  deel  also  nicht  to  enstan,  alse  de 
van  Hamborch   de  gesat  hebben,  vnde  se  ok  mennichwerue  grote  kosten,  var6 
vnde  arbeyd  to  lande  vnde  to  watere  vmme  der   van  Hamborch   willen   willich-   | 
lyken  gedan  hebben,  dat  se  ok  noch,  wanne  des  behoff  were,  vmme  erer  leu^ 
vnde  des  gemenen   besten  willen  gerne  deden,  dat  de    rad   van    Hamborch   den 
van    Luneborch    aller    maninge   in    deme    vorscreuen    artikele    gerored    verlaten 
scholen,  beyde  van   aller  houedstoles,  rente,  kosten  vnde  schaden  wegen.    Vnd^ 
desgelykes   scholen   de    rad    van   Luneborch    den    van   Hamborch   vorlaten   all^f 
maninge,     de    se   in   erem    antworde    vppe    dessen    vorscreuen    artikel    geror^^ 
hebben.     Vnde  de  van  Hamborch  scholen  ynneholden  XVF   marke,   de   se  en*' 
fangen    hebben    van   losinge    der    slote   Horborch,    Blekede    vnde    Ludershusefii 
dar  se  de  prelaten  vmme  in  maninge  gehad  hebben.^     Vnde  leden    ok    de  vaU 
Hamborch  dar  wanne  maninge  vmme  van   den   prelaten,    der   maninge    scholed 
de  van   Luneborch   den    van    Hamborch    benemen    vnde   entheuen,   vnde    de   rad 
vnde  de  borgere  van  Hamborch  scholen    deme  rade   van    Luneborch   alle    breue 


1)  Das  war  im  J.  1396,  Auch  Ldbeck  war  bel  diesem  Fcldznge  bctlieiligt.  Vgl.  Lappcnberg,  TrmtsigMi| 
Cbronik  S.  112  a.  Anm.  das.  Grautoff,  Lfib.  Chroniken  1,  374  fg.  Koppmann,  KiimniereireohnaQg«ii  4ir 
Stadt  Hamburg  2,  1.  8.  11. 

2)  Aucb  dabci  war  Ldbeck  betheiligt.     Vgl.  M  34  u.  Koppmann  a.  a.  O.  S.  29. 

3)  Bd.  IV  M   661. 


162  1419.    Aug.  26. 

darumme,  dat  se  ere  borgere  to  vnrechten  vnde  vnwontliken  tolne  bynneo 
Hamborcb  to  geuende  gedrungen  hebben  etc.,  darup  secge  wy  vor  vruntscop: 
Isset  also,  aise  de  van  Hamborcb  gescreuen  hebbet,  dat  se  noch  de  van 
Luneborcb  noch  anders  gemende  to  vnrechten,  vnwontliken  tolne  gedrungen 
hebben  edder  drengen,  wente  de  toUen  kunipt  to  erer  herscop,  vnde  en  nicht, 
vnde  se  sik  ok  des  tollens  nicht  to  en  then,  so  endoruen  de  van  Hamborcb 
to  de  articule  nicht  antworden. 

Vnde    wy    borgermestere    vnde    radmanne    der  stad   Lubeke  vorscreueo 
beholden    vns  vulie  macht  vnde   gantzen  gewald  in   cra£Ft  desser  vorgerorden 
vnser  vruntliken   schedinge,  effte    der  ergenomeden  beyden   partye  edder  erer 
welke  in  enigen  worden  edder  sproken  der  vorscreuen  vorschedinge   twiuelaff- 
tich  edder  schelich  worden,  dat  der  suluen    worde   vnde  sproke   dudinge,  ver- 
claringe  vnde  schede  by  vns  vnde  anders  nymende  stan  en  schole. 

To  merer  tuchnisse  desser  vorscreuenen  dinge  sint  desser  scri£Fte  dre, 
de  eyne  vte  der  anderen  gesneden  alenes  ludende,  der  de  rad  van  Hamborcb 
eyne,  de  rad  van  Luneborcb  de  anderen,  vnde  wy  borgermestere  vnde  rad- 
manne der  stad  Lubeke  de  dorden  hebben.  Datum  anno  Domini  MCCCCXIX, 
sabbato  post  festum  beati  Bartholomei  apostoli  et  martiris  gloriosi. 

Noch  dem  Original  im  Siadtarchiv  gu  Hamburg,  ohne  Siegel, 

CXIU. 

Albrecht  Schenk  von  Landsberg,  Herr  von  Sydowj  bekenntj  von  dem  Rathe  von  Lvbed^ 
die  Hdlfte  der  ihm  zugesagten  1500  Gulden  empfangen  zu  haben.  141^* 
Aug.  27.' 

Ik  Albrecht  Schenke  von  Landisberch,  herre  to  Sydow.    Bekennen  opetm^ 
bar  mit  dissem  briue  vor  mik   vnd    myne   eruen    alien,   die    dissen    briff  sebf 
oder  horen   lesen,   dat   ik  von    den    ersamen    vnd    wisen    radmannen   der   stacf 
Lubik  von  den  vefteinhundert  gulden,  die  mik  von  on  in  oren  briue  glouet  sin, 
achtehalfiF   hundert  gulden   nach  ynholdinge   ores   briues  woi   to  gnuge   betalet 
bin  in  der  stad  Magdeborch  yn  tegenwerdicheit  der  ersamen  Werner  Furhaken 
vnd  Ludiken  vom  Kelre,  burgermester  der  genante  stad,  Em  Johann,  proueste 
to  Werlicz,  oren  schriuer,  Hermann  Hoenboden  vnd  Hansen  Ritpicz,  radmanne, 
vnd  ik  qwite  vnd  late  loez  die  ergenante  radmanne  vnd  burger  gemeinlich  der 

1)  Vgl.  M  83  S.  194,  1S5;  M  138. 


1419.    Aug.  27.  163 

itad  Lubik  der  achtehalff  hundert  gulden  yn  kraft  dicz  briues,  to  bekentniss 
mit  mynen  sigiil  vorsigelt  nach  Cristi  gebort  vierteinhundert  jar  yn  dem  negen- 
teiDden  jare,  am  nehesten  sundage  nach  Bartholomei  dez  heligen  apostels. 

Neush  dem  Originai,    Mit  unter  das  Schreiben  gedrucktem  Pressel, 

GXIV. 

der  Rath  von  Reval  meldet  femer  dem  Rathe  von  Lubecky  doss  ClaiLS  Doeck  in 
dem  Schlosse  zu  Abo  in  Gefangenschaft  seiy  und  bittety  bet  dem  Konige 
(Erich)  dahin  zu  vnrken,  doss  er  gebUhrend  bestraft  werde.   1419.  Aug.  29.^ 

JUirwerdige  grote  mit  aller  beheglicheit  vorgescreuen  vnd  allent,  dat  wy 
godes  vormogen.  Erzamen  leuen  heren  vnd  besunderge  gude  vrunde.  Juwer 
Torzichtigen  wijsheit  beghere  wy  tho  wetene^  dat  de  persone  Clawes  Doeck 
gheheiten^  dar  wy  juwer  wysheit  in  vnsen  breue  ok  vore  van  gescreuen 
hebben,  th(o)  Abow  vppe  deme  slote  ghevangen  ziltet,  vnd  dar  hebbet  se  ok 
dat  scbipp  vnd  dat  gud,  dat  he  ghenomen  hadde,  vnd  syner  seltschop  is  noch 
achte  mit  een  deel  van  deme  enwech.  Hijrvmme,  leuen  heren  vnd  vrunde, 
bidde  wy  iuwe  vorzichtigen  wisheit  mit  alleme  vlijte  begerende,  dat  gij  dat 
schryuen  sunder  zumen  schryuen  vnd  bearbeden  dat,  alze  gij  ailerhogeste 
kunnen,  an  den  heren,  den  konynck,  dat  de  sulue  Clawes  na  syme  vordeynste 
gherichtet  werde;  wante  schut  des  nycht,  wy  bevruchten  vns,  dat  de  copman 
vnd  wy  in  vordreit  vnd  schaden  komen  mogen.  Leuen  heren,  hijr  prouet 
dat  beste  ynne  sunder  zumen,  wante  vns  vnd  deme  copmanne  hijr  grote  macht 
s^ne  leget.  Hijrmede  zijt  dem  almechtigen  Gode  beuolen.  Ghescreuen  vnder 
voseme  secreet,  an  sunte  Johannes  dage  Decollacionis,  anno  XIX. 

Borgermester  vnd 
radmanne  tho  Reuale. 

J  Aufschrift:    Den  erzamen  vorzichtigen  vnd  wyse*!  mannen,  heren  borger- 

mesteren  vnd  ratmannen  tho  Lubeke,  vnsen  leuen  vrunden,   kome  dusse    breff 
iDft  werdicheit. 

Nach  dem  OrxgincU  auf  Papier.    Das  aufgedruckte  Siegel  ist  grosstentheiU  abgesprungen. 


1)  VgL  M  no. 


2V 


164  1419.     Sept.  7. 

cxv. 

Der  Rath  von  Wismar  schretht  an  den  Rath  von  Lubeck  wegen  etner  Zusammenr 
kunft,  die  der  letztere  mit  dem  Fursten  von  Wenden  in  Wismar  zu  halten 
heahsichtiyte.     1419.     Sept.  7. 

Vnsen  vruntliken  grut  mit  begheringe  alles  guden  vorscreuen.     Ersamen 

leuen  vrunde.     Alze  gi  vns  latest  screuen  van  des  heren  van  Wenden  wegene, 

dat  gi  mit  em  enen  dach    holden  wolden    bynnen    vnser   stad    etc.,    des    hebbe 

wy  iruoren,  dat  de  vorscreuene   here  van   Wenden   den   vorghescreuenen   dach 

nycht  besenden  kan,  vnde  wo  dat  gelegen  is,  des  scholen  iuw  vnse  sendeboden, 

de    to   der   negesten    dachuard    bi    iuw    komende   werden,    wol    berichten.     Sijt 

Gode    beuolen.      Screuen    an   vnser  Vrowen    auende   erer    bord,    vnder    vnsem 

secret,  anno  XIX^ 

Consules  Wismarienses. 

Aufschrift:  Honorabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
et  consulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Ntich  dem  Original  auf  Papier.     Dat  aufgedruckte  Siegel  Ut  grosstentheiU  ahgesprungen. 

cxvr 

Johann  IV.,  Herzog  von  Mecklenburg ,  bekennt,  von  dem  Rathe  von  LUbeck  die  ihfn 
von  demselben  versprochenen,  ndchste  Weihnachten  fdlligen  100  m^  LHh. 
Pf.  zum  Hufschlag  empfangen  zu  haben.     1419.     Sept.  22, 

Wy  Johan,  van  der  gnade  Codes  u.  s.  w.  {Der  Inhalt  ist  mit  unwesent- 
lich  abweichendem  Wortlaut  ganz  wie  Bd.  V  No.  369  und  414).  Screuen  in  den 
jaren  des  Heren  verteynhundert  negenteyn,  des  vrydages  na  sunte  Mathei  dage 
des  apostol. 

Nach  dem  Original  mit  anhangendem  Siegel,  beschrieben  Bd,   V  M  369. 

GXVII. 

Die  Gemeinde  von  Stade  schreibt  dem  Rathe  von  LUbeck  und  den  in  Lvheck  ver- 
sammelten  Hansestddten,  dass  sie  sich  keineswegs  in  Aujruhr  gegen  thren 
Rath  befinde.     0.  J.     (1419).     Sept.  28.' 

Vrfintlike  grut  mit  denstiikeme  willen  voreghesant.  Guden  zftndergen 
vrunde  vnde  heren.     Juwe  breue  hebbe  wy  myt  vlyte   wol  vornomen,   dar   wx 


1)  Der  Brief  ist  die  Erwiedernng  auf   eine   Warnung,   welche   die   Hansestftdte    too  Lftbeok 
14.  Septbr.  (Exalt,  sancte  cracis)  an  die  Gemeinde  von  Stade  gerichtet  batten.     Dieselbe  ist  anfgeieiohiMt  ia 


1419.  Sept.  28.  166 

juwen  willen  vnde  begheringhe  innychliken  ane  irkant  hebbeii,  wodanewis  juwe 
vorzicbticheyt  vns  lieFt  togbescreuen,  dat  ichteswelke  personen  vnzer  borghere 
scholden  wezen  wedder  vpgheworpen  alze  nye  houetldde,  des  wy  vns  zegghen 
vnschuldich ,  wente  vmme  twedracht  willen  etliker  personen  vnzes  erzamen 
rades  vnde  der  borghere  scheckede  vnze  menheyt  der  borghere  ichteswelke 
myddelers  twusschen  deme  rade  vnde  den  borgheren,  alle  twedracht  to  vore- 
neghende.  Nu  myt  der  hfllpe  Godes  de  vnwille  byghelecht  wart,  nu  is  nen 
borgher  de  ene  hogher  wan  de  ander,  zfinderghen  nyne  houetlfide  myt  alle, 
noch  niyt  jenighen  eden  vorbunden.  Bidde  wy  iuwe  vorzichticheit  to  wetende, 
dat  ichteswat  vnwille  vnde  twedracht  hadde  zik  irheuen  twusschen  etliken 
personen  vnzes  rades  vnde  vns  borgheren,  welke  twedracht  vnde  vnwille  vrunt- 
liken  vnde  gutliken  in  beyden  syden  is  gansliken  byghelecht,  alze  jw  de  he- 
ren  vnzes  rades  wol  rnoghen  vnderrichten,  aizo  dat  wy  vnzen  rad  wyllen  eren 
vnde  bolden  in  erentrikeme  state,  en  horzain  vnde  vnderdanich  to  wezende  vnde 
ereme  rechte  bystendich  in  alzodaner  maiestaten  vnde  werdicheyt,  alze  wy  en 
in  rechtuerdicheit  plichlich  zyn  to  donde,  alze  vnzen  holden  her^n.  Worvmme 
wy  ouer  bidden  iuwe  wysheit  myt  vlijte,  dat  gy  vns  borghere  vnde  de  vnze 
willen  vorderen  vnde  vromelik  zyn  in  iuwer  erwerdeghen  stad  Lubeke  edder 
wor  wy  iuwer  vordernisse  moghen  gheneten.  Dat  wylle  wy  iuwer  erwerdicheyt 
vnde  den  juwen  gherne  afdenen,  wor  wy  nioghen.  Screuen  vnder  Peter  Gu- 
den  vnde  Hermens  van  der  Osten  secrete,  des  wy  zamentliken  hirto  bruken, 
in   deme  auende  zunte  Michaelis  des  hilghen  ertzeengels. 

Menheyd  vnde  ambachte  myt  aller  vor- 

gadderynghe  der  borgere  to  Stade. 

Aufschrzft:     Den  vorzichtegen  erzamen  heren,  borghermestere  vnde   rat- 

heren  der  stad  Lubeke  vnde  den  ghemenen  radessendeboden  der  stede  van  der 

Dudesscben  benze  nu  to  der  tijd  bynnen  Lubeke  vergaddert  kome,  desse  vnze  bre£F. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Die  aufgedruckten  Siegel  aind  abgesprungen. 

Erich   K,  H^zog  von  Sachsen-Lauenburg ,  quittirt  den  Rath  von  Luheck  uber  den 
Empfang  der  ihm  schuldtgen  150  m^  hub.  Pf.    1419.    Sept.  29. 

Wy  Erik,  van  Godes  gnaden  hertoge  to  Sassen,    to    Engheren  vnde  to 
Westnalen,  kfirfurste  vnde  marschalk  des  rykes.     Bekennen  vor  alsweme ,    dat 


Wiflusr'iehen  Sammlimg  der  Hansereoesse  Yol.  II  fol.  188  i.  Ebendaselbst  steht  aaoh  ein  karzes  Sohreiben  an 
iftu  Ssth  Ton  8Ude,  foL  1S8  t.  Die  Jahreszahl  ergiebt  sioh  aus  mehreren  den  weiteren  Verfolg  der  Angelegen- 
Ibtii  betigffend«n  Bohreiben,  soerst  ana  •^126. 


166  1419.     Sept.  29. 

vns  de  ersamen  borgermestere  ynde  radmanne  tho  Lubeke  fruntliken  vnde  tho 
danke  wol  betalet  hebben  anderhalFhundert  mark  lubescher  penninghe,  de  se 
vns  vp  dessen  jegenwardigen  sunte  Michaelis  dach  plichtich  M^eren,  vnde  laten 
en  der  vorscrevenen  sumrnen  quyd,  leddich  vnde  log  vor  vns  vnde  vnse  bro- 
dere  vnde  vnse  eruen.  To  tughe  hebbe  wy  vnse  ingheseghel  an  dessen  bref 
ghehengt  heten.  Geuen  na  Godes  bord  verteynhundert  jar  an  deme  negen- 
teynden  jare  darna^  an  sunte  Michaeles  daghe. 

Ncich   dem   Original  mit  anhangendem  Siegel.    Es  ist  dataelbe  wie  Bd,  V  M  622, 


Der  Ritter  Erich  Krummendik  schretbt  dem  Rathe  von  Lubeck  und  den  Ahgeordn 
neten  von  Rostock  und  Wtsmary  doss  er  die  Brief  e  an  den  Konig  (Erich) 
haldthunlichst  ubersenden  wolle  und  meldet  Einiges  in  Betreff  der  Fehde 
der  Stadt  Lvheck  mit  Heinrich  Tarnewitz.     0.  J.  (1419).  Oct  2.* 

Vruntliken  grdt.  Wetet^  guden  vrunde.  clat  my  de  brefie  quemen  alse 
dalling,  de  mynes  heren  gnade  hebben  schai ,  vnde  de  nvil  ik  gerne  v&rdan 
vorderen,  des  eersten  des  ik  kan^  doch  so  vorm6de  ik  my,  dat  ik  se  mynem 
heren  nicht  benalen  kan  eer  nd  an  sondage  vdrd  oder  VIII  dagen  edder 
vmme  de  tiid,  darna  wil  ik  jd  een  antwerd  darvan  schicken,  des  eersten  des 
ik  kan.  Ok  alse  gi  scriuen,  wo  de  hertoge  den  togrepe  stdren  wil,  dat  wil  ik 
hiir  ok  scrifien,  des  besten  des  ik  kan,  bet  also  lange,  dat  jd  myn  here  dar 
wes  af  scrift  vnde  gi  een  antwerde  van  erne  krigen.  Ok  alse  gi  scriuen  vmme 
Tarnevitzen,  mynes  heren  gnaden  witlik  to  donde,  wes  juwe  vrunde  van  Lu- 
beke  ouerbodich  weren  wedder  eni,  deme  wil  ik  so  gerne  d6n,  vnde  wil  sinen 
gnaden  seggen ,  alse  ik  hdrde.  Ok  alse  gi  scriuen  dat  to  bestellende,  dat 
Tarnevitze  nynen  togrepe  do,  des  wetet,  dat  he  hiir  nicht  en  is,  darvmme 
kan  ik  dat  nicht  myt  em  bestellen,  men  wolde  he  is  my  gehdrd  hebben,  so 
ne  scholde  he  juwe  vyend  nicht  geworden  wesen,  vnde  ne  schal  jfl  ok  nicht 
beschedigen  hiir  vth  desser  jegene  edder  dar  in,  dar  ik  dat  keren  kan.  Gode 
sijd  beuolen.  Screuen  to  Runtofte,  des  mandages  na  deme  dage  sancti  Michae- 
lis archangeli,  meo  sub  sigillo. 

Eric  Crummedijk,  ridder. 


1)  Die  Jahreszahl   orgiebt  sicb  theils  aus  *M   124,  theils  aus  den  Im  Frdhjahr   14S0  folgenden  weitoraa 
YerhandlimgeD  mit  Heinr.  Tamewitz.     Vgl.  M  121. 


1419.     Oct.  2.  167 

Aufschrtft:  Den  ersamen  wysen  vorsichtigen  mannen,  borgermesteren 
vnde  ratmannen  der  stad  Lubeke  vnde  den  sendeboden  der  stede  Rozstok  vnde 
Wysmer,  synen  guden  vrunden,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Von  dem  au/gedrOckten  Siegel  iat  wenig  erkalten. 


Der   Rath  van  Rostock  zetgt  dem  Rathe  von  Luheck  an^  aus  welchen  Grunden   der 

Burgermetster  Heinrich  Buck  am  ndchsten  Freitage  nicht  in   Wismar  setn 
kanne.    1419.     Oct.  3. 

Vnsen  vruntliken  grot  myt  begerunge  alles  guden  touoren.  Ersamen 
besunderen  guden  frunde.  So  gi  scriuen,  dat  gi  de  iuwen  sendende  werden 
to  der  Wysmer  nu  en  frydage  negest  tokomende  in  der  herberge  to  wesende, 
begerende,  dat  wy  her  Hinrik  Buke,  vnsen  borgermester,  darto  vonnogen  wol- 
den,  darsuluest  ok  to  wesende  up  de  sulue  tijt^  dar  wolde  gi  Cord  Kystenbuke 
myt  iuw  hebben,  dar  de  juwen  myt  alien  vlyte  sik  mede  bekummeren  scolen, 
dat  de  sake  tuschen  en  beyden  gevlegen  vnde  gesleten  werde  etc.:  leuen 
frunde,  willet  weten,  dat  wy  hern  Hinrik  Buke  erbenomed  desses  werues  vor- 
Stan  hebben  laten  vnde  he  dat  gerne  so  wolde  gehoiden  hebben  vnde  wy  ene 
ok  gerne  darto  wolden  vormogen  vnde  gevordet  hebben  vmme  guder  endracht 
▼nde  slitenheit  willen  tuschen  den  beyden.  Jodoch,  leuen  frunde,  so  gi  lichte 
wol  iruarende  werden,  dat  vnse  landesheren  myt  mannen  vnde  steden  in  wller 
macht  reysende  werden,  dar  wy  de  vnsen  na  alter  vnsen  macht  to  perden 
mede  to  senden  moten  van  stund  an,^  so  en  kan  de  vorscreuene  her  Hinrik 
Buk  to  desser  tijd  dar  van  sodaner  nodsake  vns  alien  aniiggende  nicht  komen 
myt  synen  frunden,  de  he  dar  gerne  mede  ouer  hedde,  dat  wy  iuw  bidden 
▼or  nenen  vnwillen  to  nemende.  Sijt  Gode  beuolen.  Screuen  vnder  vnsen 
secrete,  des  negesten  dinxedages  na  Remigii,  anno.  etc.  XIX. 

Consules  Rozstokcenses. 

Aufschrtft:     Commendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsuli- 
bus  et  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.    Mit  Resten  des  au/gedrOckt  getoesenen  SiegeU. 

i)  Efl  war  der  Zog  snr  Befreimig  des  Herzogs  Johann  III.  yon  Stargard  ana  der  GefaDgenschaft  des  Mark- 
grafen  tob  Braadenbiirg.    Boll,  (Resell,  des  Landes  Stargard  2,  116. 


168  1419.     Oct.  4. 


Curd  Mertens  bertchtet  dem  Burgermetster  Hemrtch  Rapesulver  uber  die  Atisfuhn 
rung  der  ihm  erthetlten  Aufirdge  und  fugt  andere  Neutgketten  und  Ge^ 
ruchte  hmzu.     0.  J.    (1419).    Oct.  4.^ 

Minen  willigen  vnderdanigen  denst  tovorn.    Wettet,  leuen  heren^  aize  ik 
van  iu  schede  to  Nienmunstere,   alze   vmme    den    bre£P,   den    ik   Hinrik    Terne- 
wisch  wedder  senden  scholde,   den   sande   ik  eme   wedder  des   anderen    dages, 
do  ik  to  hus  quam^  to  Buchkehaue.     Do  de  bode  dar  quain,  do  was   he   vtge- 
lecht  myt  twen    schepen    vnde   hadde   myt   sik   XXIIII  werafiPtige,   alze    my   vor 
var  secht  is.     Vnde  hir   ligget    nocht  wol  XX  fittaligen    to   Slesewik,    de   erne 
gerne    folgeden     vnde    kunnen     neyne    schepe    krigen.      Item    alze    vmme    da^ 
andere  werif,    dat  gy   my   bevolen    hadden,    dar    was   ik    vmme    vp    genne   81^ 
Flenseborch  wol  VI  myle^  vnde  was  lench  vtte   wen    achte   dage,   dat    ik  nicikC: 
wedder  komen  kunde.     Des  schul  gy  welen,  dat  alle  de  henzlude   von   Flense- 
borch vnde  van  deme  Nyenhus,  van  Oppenra  vnde  van  Hadersleue,  van  RipevB 
vnde  van  Coldinge  sint  getogen   to  deme  konninghe,  beyde  to  watere   vnde  t^^ 
lande,  vnde  is  nicht  eyn  to  buse  bleuen,   sunder   her  Erik  Crummedik    allene^^ 
vnde  de  wel  ok  segelen    in    twen    dagen    edder   in    dren.      Item    hebbe    we   d^ 
tydinge,  dat  de  konningh  schuUe  togrepen  hebben  myt  deme  kopmanne.     Wer^ 
dat  war  is,  des  en  wet  ik  nicht.    Ok  schal  de  konningk  eynen  dach  holden  du 
an  sondage  negest  to  komende  is  to  Odensse,    vnde    dat   is    my   hemeliken   to 
welende  worden  van  eynem  guden    vrunde    vt    Denemarken ,    dat    he    dar   sine 
gantze  macht  to  hope  bringet,  vnde  de  suiue  sede  my,   dat   de    samm(el)inghe   i 
ginge    tegen    de   Holsten    heren.      Gy    leuen    heren,    ik    wet    iu    nicht    mer    to    i 
scriuende  to  desser  tijd,    wen    gude    nacht  vnde    mynen  denst,    vnde    sit    Gode    ' 
bevolen  to  ewigen  tiden.    Screuen  to  Gottorpe,  in  sunte  Franciscus  dage,  vnder   ' 
mynen  inggese(ge)l. 

Cort  Mertens. 

Aufschrtft:     Den    erbaren    heren    borgermeyster   her   Hinrik   Rapesuluer  j 
to  Lubeke  kome  desse  breff. 


Nach  dem  Original  auf  Papier.     Vom  Sie^el  ist  kaum  nock  etwas  aichtbar, 
Vgl.  .VT  119. 


steden,   de    nu   latest   van    Sleswik    reden^    bi    vnseri   vedderen    greuen    Hinri£ 
vnde  bi  vns  weren  to  Segheberghe,  dar  gi  vns  seden,   dat   gi    dat    so   mil  cJ  m 
koningbes    sendeboden    besteilet    badden  ^     dat    van    erer    siden     nement    m  ^ 
scbolde  jemande  vanghen    eder  berouen    vnde   also   vp   der   straten    padhuclie^ 
etc.,  vnde  wi  seden  des  ghelyk,  dat  also  to    besteliende  van    vnser    siden   et:cr, 
guden  vrunde,  sodder  der  tijd  hebben  vor  vns  ghewesen  ersten  vnse  borgli€^t*< 
van  dem  Kyle,  alse  Hermen  Howschilt,  Henneke  Scherteke,   Marquard   Langhe- 
maken    vnde    hebben   vns   geclaget,    dat   Hermen   Haghen    mit  siner   seitschop 
hebben  en  vift*  perde  ghenomen  so   gud  alse   XXIIII  mark,  item  Henneken  Ko- 
jegher  van  dem   Kyle   nemen   se  V   perde   vnde    hebben   se    alle   vanghen   vnde 
hebben  louet  intokomende  to  Hoptorpe  bi  Hadersleue.    Item  so  is  vnsen  luden 
vth  Kerherde  XIIII  perde  ghenomen,  item  her  Erik  Nickelsen  nam  vnsen  bun- 
den  vlh    Horsbuherde  IX   ossen,   vnde   nu    an    desser   weken    neghest    vorgban 
nam  de  sulue  Hermen  Haghen,  Mattes  Storm  mit  eren  hulperen  vnsen  borgher 
ran  Ekernvorde,   Michele  Schomaker,   en    perd   van   X    marken    vnde    vengheri 
0ne  vnde  moste  en   an   anghelen  XXX  mark  verborghen  vnde   IIII   elen    leyde- 
Ikchffn  wandes,  vnde  de  sulue  Michel  Schomaker  sede  vns,  dat  Hermen  Haghen 
mit  fiiner  seitschop  ghinghen  to  bus   vppe  RuntofiPt,    dat   her  Erike  Crummen- 
AiU^  hord.     Guden  vrunde,   konde  gi  hirvmme    scriuen    vnde   wad   gudes   darto 
don,  dat  vnse  hide  loz  worden   vnde  en    dat  ere    wedder  worde    vnde  dat    des 
Uhl'lijk   nicbt  mer   en    schude,    dat  seghe    wi    gerne    vnde   wolden    dat    gerne 
vruntliki'n  vorschulden,  vpp  dat  vns  vorder  nener  maninghe  mit  jemande  dar- 
vrrirni*    nod    were.      Wes   gi    hirbi    don    konen    offte    willen,    beghere    wi    juwe 
ftUfilUUf*  bencreuene    antwerde.      Screuen   an   den   dage    Dyonisii,  vnCer    vnsen 
lofi^A^ft^lf  anno  XIX. 

(Mil  anderer  Handschrift)  Item  so  heft  vns  Otte  Schinkel  muntliken 
%fvMi^  dut  H<*nfien  Haghen  mit  sinen  hulperen  sine  knechte  nicht  en  sin,  doch 
AfjMid  i\^n%^  nchade  vt  des  koninges  gebeden  vnde  dar  wedder  in. 

Au/nchrifl:  Den  ersamen  wisen  borghermestern  vnde  radmannen  der 
Mm/1  to  Lfibi^ke,  vnsen  guden  besunderen,  detur. 

Swih  dtm  Original  a\if  Papier,    Mit  geringen  Reaten  des  au/gedrUckten  SiegeU. 


172  1419.     Oct.  14. 

antedictis  vicariis  ob  tutelarn  maiorem  presentauit,  eloquuntur^  XXIIII  marca- 
rum  perpetuos  redditus  pro  III^  marcis  lub.  den.^  quas  idem  Vromoldus,  at 
coram  libro  recognouit,  in  promptis  numeratis  et  datiuis  denariis  lubicensibus 
in  suinma  vna  recepit  et  sufBcienter  leuauit  ab  eisdem  vicariis. 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederatadtbuchs  vom  J.  1419,  Kalixti. 


Der  Rath  von  Hamburg  zeigt  dem  Rathe  von  Lubeck  seine  Bereitwilltgkeit  an,  den 
wegen  der  Stadt  Stade  gefassten  Beschluss  in  der  ndchsten  BUrgersprache 
zu  verkiindigen^  auch  in  einem  Zwist  der  Stadt  Lvbeck  mit  dem  Graf  en 
Heinrich  von  Holstein  seine  V ermittelung  eintreten  zu  lassen.  O.  J. 
(1419).     Oct.  14. 

Vruntliken  grut  touoren  vnde  wes  wy  gudes  vormogen.  Ersamen  be- 
sunderen  guden  vrunde.  Vnses  radeskumpane,  dede  latest  by  iuw  in  iuwer 
stad  weren  handelende  van  den  van  Stade^  hebbet  to  vns  ghebracht,  wo  dat 
gy  vor  dat  beste  weghen,  dat  mo  in  der  zake  vortuare  na  ynneholde  des 
recesses,  alse  de  gemenen  stede  engedregben  hebben.  Also  wil  wy  en  maii- 
daghe  negestkomende  to  der  bursprake  dar  kundigen  laten,  wo  gy  vns  vor 
der  tyd  anders  nicht  enbeden,  vnde  willen  myd  vnsen  borgeren  dar  vorder 
nycht  vmme  spreken.  Vnde  alse  gy,  leuen  vrunde,  begeren,  dat  wy  de  vnse 
en  dingesdage  negestkomende  hebben  willen  to  Segeberghe  vmme  der  zake 
willen  twischen  vnsem  heren  greuen  Hinrike  vnde  iuw  wesende,  dar  wil  wy  de 
vnse  gerne  senden  alse  gude  middelere  an  beyden  tziden,  alse  we  in  vortyden 
ok  gerne  gedan  hebben.  Vnde  weret,  leuen  vrunde,  dat  de  dach  wedderboden 
worde,  so  beghere  wy,  dat  gy  vns  dat  benalen,  dat  de  vnse  dar  nycht  vor- 
geues  riden  doruen.  Gode  zyd  beualen.  Screuen  vnder  vnser  stad  secret,  in 
dem  daghe  sunte  Calixti  des  hilgen  paueses  vnde  mertelers. 

Consules  Hamburgenses. 

Aufschrtft:  Honorabilibus  ac  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibas 
et  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  dilectis. 

Nach  dem  Original.     Mit  aufgedrUcktem^  theiiweise  noch  erhaltenem  Siegei. 


i 

i 


1419.     Oct.  16.  173 

CXXVII. 

Der  Rath  von  Schleswig  schreiht  dem  Rathe  von  Luheck^  es  set  em  unwahres  Ge- 
rucht,  dass  Volqutn  Hollander  dort  etnen  Kriegszug  zur  See  ansruste,  und 
er,  der  Rath,  werde  iiberhaupt  feindselige  Unternehmungen  von  dort  aus 
nicht  dulden.     0.  J.     (1419).     Oct.  16. 

Vnsen  vruntliken  groot  tovorn.  Leuen  sundergen  vrundes.  Juwen  bref 
an  vns  ghesant  wy  wol  vornoinen  hebben,  also  gy  scriuen  vrnnie  Volqwyn 
Hollander  vnde  syn  selscap^  wo  se  rnit  vns  wesen  scholden  in  vnser  stad  vnde 
scholden  sik  vtreden  in  der  zeo^  vinine  den  coopnian  to  beschedigende,  des 
nicht  en  is  vnde  is  juk  vnrecht  vorebracht^  wente  sedder  der  tijd  gy  mit  vns 
latest  weren,  so  wart  Volqwyn  vorscreuen  nicht  rnyt  vns  gheseen  edder  vor- 
noinen. do  toch  he  wech  mit  Hinrik  Tarnevitze.  Vnde  wilien  des  numment 
steden,  so  vern  wy  it  vorvaren  konen,  de  vt  vnser  stad  liauene  vnde  ghebe- 
den  to  der  zee  varen  scal^  jw  vnde  den  coopman  to  beschedigende.  Were  ok 
dat  wy  des  ghelikes  anderswor  vorvaren  konden^  dat  wille  wy  jw  kundich  doon 
sunder  vortoch.  Bedet  an  vns  vnde  sijt  Gode  bevalen.  Screuen  vnder  vnsen 
secret,  in  sunte  Gallen  dage. 

Consules  Sleswicenses. 

Aufschrift:  Honorabilibus  viris  et  discretis  dominis  proconsulibus  ac 
consulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  sinceriter  diligendis,  reuerenter 
presentetur. 

Ncirh  dem  Original  auf  Papier.     Dan  aufffedruckte  Siegel  iat  abg esprit n gen. 

CXXVIII. 

Heinrich  III.,  Graf  von  Holstem,  verschreibt  dem  Heil-Geist  Hospital  in  Lilbeck  fur 
einezur  Einlosung  Rendsburgs  gemachte  Anleihe  von  1000  rri^  eine  jlihrliche 
Rente  von  100  mj^  aus  den  Einkiinften  von  Fehmarn.     1419.     Oct.  25. 

Wy  Hinrik,  van  Codes  gnaden  greve  to  Holsten,  Stormarn  vnde  to 
Schouwenborgh.  Bekennen  vnde  betugen  openbare  in  dessem  breue  vor  alles- 
weme,  dat  wy  rnit  wolberadenem  mode,  rechter  wetenheit  vnde  mit  wilien  vnde 
vulbort  vnser  rechten  eruen  vnde  alle  der  jennen,  der  ere  vulborde  van  rech- 
tes  wegen  darto  to  eschende  weren,  vnde  van  rade  vnser  getruwen  radgheuen 
reddeliken    vnde   retliken    vorkoft   vnde    vpgelaten    hebben,    vorkopen,    vplaten 


I 


176  1419.     Oct.  25. 

inghesegiiele  rait  guden  willeri  hengen  heten   vor  (lessen   breff.      Vnde   wy  Her- 
dingk  Stake^  Schacke  Rantzouwe,  Laurentins  Heesten,  Detlef  Rixstorp,   riddere^ 
Ludeke  van  Bockwolde,  Henneke  Ratlowe,  Hinrik  Broktorp  to  Stendorpc,  Detlef 
van    Bockwolde     tor    Syrave,    Junge     Detleff    Wensin,    overbode,    Detle£P    van 
Bockwolde    her    Volradessone^    Marquard    van     Sicgem    her    Ovensone ,    Luder 
Heesten,  iMarquard  Stake,  Hinrik  Kule,  Jachiin  Breyde^   Jachini   Kuren,   Hinrik 
Broktorp  her  Hiniikssone^    Eler   Ratlowe   Ciawesessone   vnde   Hinrik    van  Boci- 
wolde  her  Nicolaussone.    knapen,   rede    vnde    nianne    der   ergenonieden    herea^ 
here  Hinrikos  vnde  here  Alwes,  herthogen    to    Siesswick,   vnde    here    Hinrikes^ 
greue  to  Holsten.  bekennen  vnde  betugen  apenbare  in  desseui  breue  vor  alles* 
wenie,  dat  alle    desse    vorscreuen    stucke    vorkopes,    vorlatinge    vnde    vplatinge 
des  ergenomeden  vnses  heren  greven  Hinrik   vp   de   vorscreuen    hundert   mark   , 
ewiger  jarliker  renthe,  vnde  dat  de  houetsumme  alse  dusent  mark  lubesch,  de  van   j 
dem  suluen   vnsen   heren^  greve  Hinrik,  darvor  entfangen  svn,  ghekoinen   vnde    j 
wand  sint  to  wedderlosinge  des  slotes  Rendesborch,  dat  hern  Detleve  Rixstorpe  J 
vorsat  vnde  vorpandet  was,  vnde  dat  ok  de  vorgenomeden  vnse  heren^  hertogB 
Hinrik  vnde  hertoge  AliT,  eren  willen   vnde  gantzen  vulbord  darto  gheuen  vnde 
mit    dem    ergenonieden    vnsen    heren,    greve    Hinrik,    alle    vorscreuen    stucke 
samentliken  vnde  hesundern  stede  vnde  vast  to  hoidende  beseghelt  hebben  mit 
vnser  aller  vnde  veler  nieer  der  ergenomeden    vnser   heren    rede   vnde    manae 
wetende,  willen,  vulbord  vnde  rade  geschen  sind,    vnde    hebben    des   to    merer 
tuchnisse    der    warheit    vnde    groter    zekericheid     vnde    bevestinge    aller    vor- 
screuen  stucke    sametliken   vnde    besundern    vnse   ingheseghele    mit    den   inge- 
seghelen  vnser  erbenomeden  heren  witlichliken  hengen  heten   vor  dessert   breff. 
Datum  anno  Domini  millesimo  quadringentesimo  decimo  nono,  ipso  die  sancto- 
rum martirum  Crispin!  et  Crispiniani. 

iVocA  einem  dem  Original  im  Geheimen  Archiv  in  Kopunhagcn  entnommenen  Abdruck  in  der  Zeitschri/t   der    GeteU' 
scha/t  fur  die  Qeschichte  der  Herzogthumer  Schleswiy-Holstein  und  Lauenburg.     Bd,  4,  »S.  286. 


Kdmmerer^  Geschworne  und  Gemeinde  des  Landes  zu  Fehmam  versprecheUy  nodi 
Anwetsung  des  Grafen  lietnrich  von  Holstetn  den  Vorstehem  des  HeiLr 
Geist  Hospitals  in  Liibeck  eine  jdhrliche,  far  800  ni^  gekaufte  Rente  wm 
100  mfl.  his  zu  der  en  Ablosung  zahlen  zu  wollen.     1419.     Oct  25. 

Wy  kemerere,  sworen  vnde  meynheit  des  landes  to  Vemeren.    Bekenoen 
vnde  betugen  openbare  in  desseme  breue  vor  alsweme,     dat  desse   vnse   goe- 


1 

j 


1419.  Oct.  31.  181 

belt  myt  vlyte  otmodichliken^  dat  gy  willen  leefliken  vnde  vruntliken  juwen 
erwerdegen  raed  vnderrichten,  dat  ze  vns  der  zwaren  last  vnde  borden  entheuen 
mde  vorkezen.  Dat  wille  wy  en  vnde  iuw  alle  weghene  gherne  afdenen,  wor 
■wy  mogben.  Wes  wy  iuwer  vredezamen  bede  vnde  vnderrichtinghe  hirane 
gheneten  inoghen  vormyddelst  hulpliker  gunst  vnde  vordernisse,  bidde  wy  juwe 
bescriftlike  antworde  myt  den  ersten.  God  zy  myt  jw  ewichliken.  Ghescreuen 
vnder  vnzen  ingheseghele  Peter  Gude^  Herman  van  der  Osten,  Hinrik  van  Hel- 
uenze  vnde  Wolter  Scroder,  der  wy  zamentliken  hirto  bruken,  in  deme  hil- 
ghen  auende  des  hochgheloueden  Testes  Alle  Godes  hilghen. 

Menheyd  vnde  ambachle  der  ghemenen 

borghere  vnde  inwonere  to  Stade. 

Aufschrift:  Den  erzamen  vorzichteghen  wizen  mannen,  Marquart  Schut- 
ten,  Borchard  van  Hildensem  vnde  den  ghemenen  borgheren,  kopmannen  vnde 
ambachten  to  Lubeke  wezende^  vnzen  guden  holden  vrunden 

detur. 

Nack  dem  Original  auf  Papier,     Die  au/gedruckten  Siegel  sind  nicht  mehr  kenntlich. 


\ 


Der   Ritter  Erich  Krummendtk  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeck,    doss  der  Kontg 

den  Tamemtz  nicht  in  Schutz  nehmen  wolle^  und  heschwert  sich  Hber  vor- 
gekommene  Beraubungen  wdhrend  des  Friedens.     0.  J.     (1419).     Oct  31. 

Vruntliken  grut  touoren.  Wetet,  guden  vrunde,  alse  ik  jii  lesten  toscreff, 
dat  ik  jfi  een  antwerde  schicken  wolde  van  mynen  heren  deme  koninge,  dat 
sende  ik  jA  nfl^  vnde  juwe  werf  warf  ik  vmme  Tarnevitzen,  alse  gi  my  befiolen 
badden,  vnde  my  duncked,  myn  here  is  des  rades,  dat  he  ene  nicht  entholden 
ipril  wedder  jA/  vnde  ik  was  darby,  dat  he  yd  em  sede^  dat  be  jfi  nicht  be- 
scbedigen  scholde.  Ok  alse  gi  my  screuen  van  deme  hertogen,  wo  he  wol 
bestellen  wolde,  dat  dar  neen  togrepe  scheen  schohle,  dat  en  is  nicht  wol  ge- 
holden.  Den  Flensborgern  is  sodder  ere  koo  genomen  vnde  her  Merten  Jens- 
sen  syne  wilden  perde  alse  gud  alse  IF  lub.  mark  penninge,  vnde  enem 
mynes  heren  denere,  Clawes,  do  is  genomen  ailed,  dat  he  in  synem  bus  hadde, 
▼ode  ok  ward  Hartwich  Arnekile  genomen  IIII  perde  vth  synen  huse,  de  ok 
mynes  beren  dener  is,  vnde  enen  borger  to  Flensborg  ward  genomen  sin  cram 

1)  y^/L  M  1S4. 


182 


1419.     Oct.  31 


vnde  enein  I  last  heringes  vnde  inennigerleye  desgeliken,  dat  gescheen  is  sodder 
der  tijd,  dat  ik  jfi  n&  lesten  sprak,  des  jQ  to  vele  to  scriuende  were.  Vnde 
de  dyt  gedan  hebben,  de  sin  altornale  in  des  hertogen  vrede  begrepen,  sunder 
Pawel  Dosenrode,  de  is  nA  mynes  heren  vyend  geworden,  wo  de  vrede  anden 
wesen  scbal,  alse  de  vredebreff  vthwyset.  Vnde  de  entschuldeginge,  de  de 
hertige  darane  hebben  wil,  alse  ik  vormode,  dat  is  dat,  dat  se  nfi  to  Rakes- 
borg  to  hfls  wesen  scholen,  men  wol  weed  ik  yd,  wen  is  {lies  id)  en  dar  vor- 
drut,  so  sin  se  allikewol  to  hAs,  wdr  de  hertige  wat  heft.  Is  dat  denne  een 
gud  vrede,  dat  kone  gi  wol  bedencken.  Men,  guden  vrundes,  dat  gi  dar  an- 
ders  vp  dechten  vnde  bestellen  dat  also,  dat  de  vrede  bet  geholden  werde, 
vnde  dat  hir  wat  likes  vmme  schege,  dat  dfichte  my  ndtte  wesen j  schud  det 
nicht,  so  wille  gi  in  grote  vordechtnisse  darvmme  komen,  vnde  des  juwe  ant-- 
werde,  wes  ik  mynen  heren  deme  koninge  darane  toscriuen  mach.  Gode  sijt 
beuolen.  Screuen  to  Flensborg,  an  deme  auende  AUe  Godes  hilgen,  vnder 
mynen  ingesegel. 

Erik  Crummendijk,  ridder. 

Den    ersamen    vorsichtigen   borgermesteren   vnde    radludeo 
vnde    den    ersamen    sendeboden    der    stede    Rozslok    vnde 


Aufschrtft: 
der    stad    Lubeke 
Wismer  detur. 


Nach  dem  Original  auf  Papier.     Dm  aufgedruekte  Siegel  ist  theiiweite  erhaiten. 


Vromold    Warendorp    uberweist    mit   Zustimmung    des    Klosters    Marienwold    dm-] 
Vicar  en   in    der  Marien   Kir  eke    eine  fur   300  m^    von  ihuen  gekaufk 
Rente  von  24  rrijf.  aus  dem  Dorfe  und  Gute  Bergrade.     1419.     Nov.  2.* 

ik  Vromold  Warendorpe,  Herman  Warendorpes  sone  ichteswanne  bor^ 
ghers  to  Lubeke.  Bekenne  openbare  vor  alien  louighen  luden,  de  dessen  ye* 
ghenwardighen  breflP  zeen,  horen  yPte  lesen,  dat  na  vulbord  der  erbaren  geist 
lyken  personen,  moder  vnde  vaders  vnde  aller  snstere  vnde  brodere  der  con- 
uente  to  Marienwolde  by  Molne  beleghen  an  deme  stichte  to  Razeborgh^  den 
ik  Vromold  vorbenomet  myt  mynen  eruen  gegheuen  hebbe  vnde  vorlateo^l 
gheue  vnde  vorlate  na  inyneine  dode  to  eneme  ewyghen  testamente  dat  ghiid< 
to   Berkrode    myt  alle   syner   vryheit,    so    de    breue    vtwysen,    dede   ik    danrpJ 

1)  Vgl.  M  67  und  185. 


1419.     Nov.  2.  185 

hebbe  vnde  der  er  vulbord  darto  eschende   was,   hebbe  vorkoft  vnde   vorkope, 
Tpgelaten  vnde   vplate   an    kraft    desser   scrift   den    erlyken    heren,    ghernenen 
vicariesen  an  vnser  Vrowen  kerken  to  Lubeke,  yeghenwardigen  vnde  tokornen- 
den,  vor  CCC  mark  lubescher  pennynghe,  de  se  my  to  dancke  wol  ber^d  heb- 
ben  vnde  nochaftigen    getellet  vnde   betalet  hebben,  de   ik    vort   in    myne    nud 
fhekeret  hebbe,  XXIIII  mark  jarlyker  ewyger  rente  lub.  pen.  in  vnde  vt  deme 
gantsen  dorpe  vnde   gude   to  deme    Berkrode    beleghen    in    deme    kerspele    to 
NJitxee  des  vorscreuenen  stichtes  mit  alle  syner  tobehoringe,  richte  vnde   vry- 
heit^    to  betalende    alle   jar    bynnen    der   stad    to   Lubeke   vppe    sunte   Mertins 
dach   des  hilghen  byschopes  sunder  vortogh  vnde  yenigherleye    hinder   in  ener 
soinmen  vmbeworen,  alzo  dat  de  vorbenonieden   vicariese    nyne  koste   efte   ar- 
beid   darvp  dreghen  scholen.     Desser  rente  vnde  ghudes  to  groter  bewaringhe 
so  hebbe  ik  Vromold  vorbenomet  niyt  wyschop   vnde    beleuinghe   der   erbeno- 
meden  sustere  vnde  brodere  der  beyden  conuente  to  Marienwolde  geantwordet 
den    vorbenomeden    heren    vicariesen   to   truwer   hand   der  vorbenomeden   con- 
oente  alle  de  breue  der  vriheid  desses  vorscreuenen  gudes,  so  ik  de  gy  vriest 
hebbe  besethen,  de  ik  Vromold  io  to  ener   gyft   mank   den    leuendighen,    alzo 
vor    en   blyuende,  en  ewich  testament  des   closters   by   myner   reddelyken  vor- 
nuftyghen    wolmacht    vtghekoren    vor    alien    hebbe    an    dessem    vorbenomeden 
^hode,  alze  rechte  ware    erfnamen    to   der   ere  Godes   an    ewicheit  to    eriliker 
I    besittinge,    alzo  ift   ik  edder    desse    vorbenomeden    sustei^e    vnde    brodere    na 
i    myneme  dode  desse  vorscreuene  rente   nicht   vt  engheuen,    dat   God    vorbede, 
I    alzo    vorscreuen  ys,   so   moghen    vnde    scholen    desse    vorbenomeden    vicariese 
'  myt  kraft  desses   breues   bruken   vnde   besitten   des  vorscreuenen   dorpes  vnde 
^des  na  allem  inholde  der  beseghelden  houedbreue,  de   ik   en   darvp   gheant- 
:  wordet  bebbe,  alzo  langhe  bed  se  hebben  ere  vorsetene  rente  myt  den  kosten, 
de  se  darvp  ghedan  hebben,  to  erer  noghe.     Jodoch  hebben  de  vorbenonieden 
faeren   vicariese  my   vnde   den    vorscreuenen   susteren   vnde    broderen  de  gnade 
gegbunt^  dat  ik  vnde  see  na  myine  dode  de  vorscreuene  rente,  dorp  vnde  gud, 
vnde     de    openen   besegelden   houedbreue  wedderkopen    moghen   alle    jar   vppe 
sante   Mertins  dagh  vor  CCC  mark  lub.  pen.  en  vnde    eren    nakomelingen   myt 
.  der  plicbtigen    rente  vmbeworen    to   betalende    bynnen  der  stad  to   Lubeke   in 
]  ener  summen  myt  guden  penningen,  alze  dar  denne  ghenge  vnde  gheue   sint. 
Dorgh   desses  anvalles  vnde  hopinge  der  meringhe  der  denste  Godes  so  hebbe 
wy  mene  sustere  vnde  brodere  io  to  vnde  an  tokomender  tijt  der  conuente  to 
Marienwolde    ghelouet   vnde    ghesecht,  louen    vnde   seghen   den   erliken    heren 


184  1419.    Nov.  2. 

■ 

vicariesen  to  Lubeke  an  vnser  leuen  Vrowen  kerken  vnde  eren  nakoinelingen, 
desse  vorscreuene  articule  vnde  stucke,  en  yewelik  by  sik,  stede  vnde  %'ast 
to  holdende.  To  groterer  bekantnysse  aller  vorscreuenen  stucke  in  guden 
truwen  sunder  alle  argelist  vnde  behelpinge  stede  vnde  vast  to  holdende  so 
hebbe  ik  Vromold  Warendorp  erbenorned  myn  ingheseghel,  vnde  wy  Hinricus 
Huxer,  confessor,  Mechtildis  van  Bremen  an  der  stede  der  ebdischen  niyt 
gantzer  endracht  beyder  conuente  to  Marienwolde  vnsers  conuente  inghesegbel 
inyt  Vromoldes  myt  gudem  wolberadem  wyllen  vnde  wyschop  an  dessen  breff 
ghehangen,  (de)  gegheuen  ys  na  Godes  bord  dusent  jar  veerhundert  vnde 
neghenteyn  jar,  des  negesten  daghes  na  Alle  Godes  hilghen  dagbe. 

Nack  dem  OrxginaL     Mit   anhangendem  Siegel  des  Vromold  Warendorp,   das  des   Kiosters  fehlt.     Das  Siefsl 

dieses    Lubecker  Burgers  weicht  von   den    sonstigen   Siegeln    der   Familie  dieses  Namens   in   LUbeci  «L 

Es  ist  rund,  2*Iiq  Cttn.     Auf  stehendem  Schitd  stekt  ein  grades  gleichschenkeliges  KrevZy  durch  nwkt  fm^ 

klare  Schraffirung  schcint  eine  wechselnde  Farbe  angedeutet,   Umschri/t:  I  S*  VROODOLT  WKR6ND0BP 


T 


Johann  /.,  Bischof  von  Ratzeburgy  bevollmdchtigt  den  Propst  Ulrich  und  den  Dmr 
herm  Marquard  Andeleff,  das  der  Witiwe  des  (Lubechischen  Burgers) 
Gerd  Vogt  verpfdndete  Dorf  Herrenburg  durch  Ruckzahlwig  der  Pfand- 
summe  wieder  einzulosen,     1419.    Nov.  6. 

\V  y  Johan,  van    der  gnade  Godes   vnde   des  Romeschen    stoles   byschop 
tho  Razeborch.    Maken  mechtig  dy  erwerdighen  hern,  hern  Olrik^  provest,  vnde 
hern  Andeieff,  domhern  vser  kerken    tho  Razeborch,  in    desseme  jeghenwardi- 
gen  breve,  vtthoghevende  vnde   to   betalende   den    eriiken  heren,    hern   Jordan 
Pleskow  vnde    hern  Cord  Brekev^olde,    borghermestere    der    stad    tho    Lubeke, 
vormundere  der  eriiken  vrowen,  Gherd  Voghede  seh'gher  dechtnisse  husvrowei 
vnde  erer  kindere,  van  vser  weghen  soes  hundert  mark,  dar  vse  dorp  Hereo- 
borch  Gherd  Voghede   vorbenomed    vnde    synen    eruen   vorpandet  vor  is  vnde 
vorsettet,  vnde   hern  Olrik,    provesle,   vnde   hern   Marquard  Andeieff  vorbeoo*  ' 
med  wedder    to    entfanghende    dat   vorbenomede    dorp    vnde    ghut   Herneborch 
vnde  dy  breve,  dy   van    vsen   vorvaren    vnde    vseme    capittele   darvp    besegheh 
synt.    Des  tho  tughe  so  hebbe  wy  byschop  Johan  vorbenomet  vse  secret  laten 
henghen  vor  dessen  breff,  de  gheuen  ys  vnde  schreven  vppe  vseme   slote   thol 
deme    Schonenberghe,    na    Godes    bort    dusent    jar    verhundert    jar    in    deme 
neghenteynden  jare,  des  mandaghes  na  Alle  Godes  hilghen  daghe. 

Naeh  dem  Original  im  RaUehurger  Domarchiv  in  Neustreliis,  ron  weichem  das  Siegel  ahgesprungen  Ut.     MUgetMlt 

vom  Archivrath  Pastor  Maseh, 


IftS  1419.     Nov.  9. 

gherne  vruntliken  bewysen  to  aJl^n  tyden,  dar  jv  Got  dat  ewighe  Ion  vore 
gheue.,  ynde  gheue  yns,  d^t  jfghen  juwe  erw^rdichiBylt  o^tbii)o4ic|ilj.ken  tp  yi>jr- 
denende.  Juwe  ^rwerdipheyjt  sterke  vnde  bewarj?  Qot  to  Lapghen  tyd^n.  Screuen 
des  dfinnersdages  vor  iMartini,  vpder  vnsei^  secrjpjte,  annp  XIX. 

Bertraminus,  abbas  in  Reyneueld, 
humilis  a.c  dfiuotus  vester  in  Cristo. 

Aufschrift:     Den  erwerdighen  heren,   borghermestern  vnde  radheren  der 
stad  Lubeke,  vnsen  gunstighen  heren  vnde  vrunden  in  Gode,  detur. 

NcLch  dem  Original  avf  Papier.     Mit  geringen  Resten  des  aufgedruekten  SiegeU. 


Hans  Mornewech  uberllisst  dem  Rathe  von  Lubeck  das  Patronatrecht  uber  zwei  von 
seinen  Vorfahren  gestiftete  Vicarien  in  der  Kirche  des  St.  Johannis  ^  Klo^ 
sters  in  Lubeck,  so  wie  audi  sein  Recht  an  das  Wehr  im  Ratzeburger 
See.     1419.    Nov.  10. 

Ik  Hans  Mornewech.  Bekenne  vnde  betuge  openbare  in  dessem  breue 
vor  alsweme,  dat  ik  mit  willen  vnde  vulborde  myner  eruen  vnde  alie  der 
jennen,  der  ere  vulbord  darto  to  esschende  was,  den  erbaren  beren,  borger- 
niesteren  vnde  radniannen  der  stad  Lubeke,  jegenwardigen  vnde  tokomenden, 
mit  vryen  willen  ouergegeuen  vnde  vorlaten  hebbe,  ouergeue  vnde  vorlate  in 
crafiFt  desses  breues  de  leenware  der  Iwyer  vicarien,  de  myne  vorolderen 
gemaket  hebben  in  sunte  Johannis  Ewangelisten  kerken  to  den  closteriuncvrowen 
bynnen  der  stad  Lubeke,  vnde  darto  de  herlicheyd  vnde  alient,  des  ik  bette 
herto  vnde  myne  olderen  vor  my  gehad  vnde  braked  hebben  in  dem  were 
vppe  deme  Razeborger  zee  vnde  in  ziner  tobehoringe.  Unde  desses  to  merer 
tuchnisse  der  warheyd  vnde  vaster  bewaringe  is  myn  ingezegel  mit  mynen 
guden  willen  vnde  van  mynen  hete  gehenged  vor  dessen  breff.  Datum  anno 
Domini  MCCCC  XIX%  in  profesto  beati  Martini  episcopi. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  Siegel.      Es   ist    rund,  2*Iiq  Ctm.     In  einem  Sechsptua,  der  au9  drti 
Kreiifragmenten   und  drei  Spitzen  gehildet  wird,  ateht  der   Wappenaekild  mit  einem  Tiackao^ragtm.     Dm* 

9chri/t:  •:  s'lokis  (DORuawaG 


1)  Vgl.  J>i  149  and  Bd.  Y  J^  333,  405,  614. 


■I 

i 


1419.    Nov.  11.  187 

CXXXVIII. 

Alhrecht  Schenk  von  Landsherg,  Herr  von  Sydowy  bekennty  von  dem  Rathe  von 
Lubeck  ahermals  750  Gulden  und  somit  die  ihm  schuldigen  1500  Gulden 
voUstandig  emjpfangen  zu  haben.     1419.     Nov.  11.^ 

Ik  Albrecht  Schencke  von  Landisberch^  herre  to  Sydow.  Bekenne  opem- 
bar  mit  dissem  briue  vor  alien,  die  on  sehn  adir  horen  lesen,  dat  Hans  von 
Czelle,  diner  der  radmanne  to  Lubek,  von  dersetuen  radmanne  wegen  vor  den 
^rsameh  radmannen  vnd  inningemestern  to  Magdeborch  up  orer  louen  von 
myntweg^n  Ern  Mertine  von  der  Letcze,  mynen  capplane,  achtehalfhundert 
rinscAe  gulden  von  den  vefteinhundert  gulden,  die  sij  my  schuldich  weren  vnd 
oren  op^hen  briff  darouer  gegeuen  hadden,  wol  to  dancke  gegeuen  vnd 
betalit  heft.  Der  vefteinhundert  gulden  secge  ik  ergenante  Albrecht  Schencke 
deh  vorgenanten  radmannen  to  Lubik  genczlik  quyd,  ledich  vnd  loez,  darmede 
iIl  on  ok  den  houetbrif  ouer  d\e  veftein  hundirt  gulden  gegeuen  bij  dem  mege- 
nanCen  Hanse  von  Czelle,  orem  diner,  wedir  gesand  hebbe.  To  bekentnisse  vor- 
sigelt  myt  myneni  ingesigil,  nach  Cristi  gebort  virteinhundirt  jar  yn  dem 
negeDtei'nden  jare,  am  sunauende  send  Martini  dage  des  heligen   bisschops. 

Narh  dem  Original.     Mit  anhangendem  Siegel,    Ea  ist  tund^  2*/jo  Cfm.    Au/  st^hendem  Schilde  ein  nach  rechti 
awfgeriehUier  Lowe.     Umschri/t:      y   SrofBrft^f: VO  :  faM/Bg    (die  Schri/t  iat  nieht  unhedingt  sicher)'. 


Urfehde  des  Heinrich  Meylan  vmter  Burgschaft  des  Heinrich  Huxer.    1419.  Nov.  11. 

Ik  Hinrik  Meylan.  Bekenne  opembare  in  dessem  breue  vor  aMesweme, 
dat  ik  den  erbaren  hern  bormesteren  vnde  ratmanne  der  stat  Lubeke,  borghern, 
denern  vnde  den  ern  vnde  eren  nakomelinghen  eyne  rechte  orpheyde  ghedan 
hebbe  vnde  do  myt  kraft  desses  breues  van  nemendes  weghene  vnde  roues 
vp  der  vryen  strate,  dar  ik  an  eren  sloten  vnime  sat,  vnde  des  vorlate  ik  vor- 
myddelst  mynen  ede  (u.  s.  w.  wie  gewohnlich).  IJnde  ik  Hinrik  Huxer  bekenne 
openbare  (u.  s.  w.  wie  gewohnlich).  To  merer  betuknisse  alle  desser  vdr- 
screileneh  gtucke  so  hebbe  ik  Hinrik  Meyelan  vorbenomed  myn  ingesegel  myt 
naynes  medelouers^ngeseg^l  henget  laten  mit  wilien  ah  dessen  breff,  na  Codes 
bort   dusent  veerhundert  neglienteyne,  des  daghesr  Martini  des  hilgheft'biscopes. 

Hack  dem  Original.     Mit  beiden  Siegeln.     Heinrich  Meylan:     Siegel  rund,  2  Ctm.     Auf  dem  Schilde  ateht  eine 
Pfiug9tK(kr:    ffMstkf^t  Undeiitlich.  ^inr.  Huxer:  Siegel  rund,  2*1^0  Ctm.    Auf  dem  Schilde  steht  ein 

Vogelkopf  rechts  gewandt:     Umschri/t:   QittHR  VOfRquitl'  (der  Name  war  alio:  Hinr.   Volquih  van  Huxer). 


l);Vglf  M*  119: 

24* 


I 


Der  Rath  von  Gottingen  druckt  dem  Rathe  von  Luheck  sein  Bedauern  aus,  doss  die 
Stadt  Stade  den  Beschlussen  der  Hansestddte  zumder  gehandelt  habe^  u-^^d 
verheisstj  die  Gemeinschaft  mit  ihr  ahzubrechen.     1419.    Nov.  13. 

Ynse   willege   vrimtiike    deinst    touorn.      Ersamen    wisen    manne,   leu  c>n 
heren  vnd  guden  vrunde.    Alse  vns  iuwe  ersamicheit  gescreiien  bebben,  wu    cie 
gemeynen    stede   der   Dudeschen    hense    ouer    eyneme    jare    in    deme    sommer 
bynnen  iuwer  stad,  de  to  dagen  vorgadert  weren,  to  nut  vnd  to  bestentnisse  deme 
gemeynen  gude  ittewelke  gesetle  vnd  ordenunge  by  gesworen  pynen  to  holdende 
eyngeworden  sin^  vnd  wo  de  von  Staden  sek  vnredeliken  vnd  vnordeliken  teg^en 
sodan  gesette   vnd   ordenunge    holden^    darvmme    ineinscop    vnd    handelinge     to 
holdende    myt    den   von    Staden    de   stede    gemeinliken    vorboden    hebben,   vnd 
begheren,  dat  we  eder  de  vnse  neyne  meynschop  nnyt   on  hebben   vnd    on   ok 
nicht  tovoren  etc.:   leuen    vrunde.    sodan    vnhorsam    vorneme   we   tomale   node 
von  den  von  Staden  vnde  wolden  gerne,  dat  des  neyn  noit  were,  vnd  enhebb^n 
des   nicht   er  geweten,   vnd   willen    nnyt    vnsen    medeborgheren    vnde    koplud^i^ 
bestellen,  alse  we  vorderst  inoghen,  dat  dat  also  myt  den  von  Staden  gehold^^^ 
werde.     Vnd  wes   we,    leuen   heren   vnd    vrunde,    iuwer   ersamicheit   to   wille*" 
vnd  deinste  wesen   mochten,   dat  deden   we    myt  gantzem   flite  gerne.     Datu^*^ 
nostro  sub  secreto,  in  die  beati  Brixii,  anno  etc.  XIX. 

Consules  in  Gottingen. 

Aufschrift:    Den    ersamen    wisen    mannen,     borgermesteren    vnd    dem^ 
rade  to  Lubeke,  vnsen  leuen  heren  vnd  vrunden,  detur. 

N<u:h  dem  Original  auf  Papier.     Das  aufgedriickte  Siegel  ist  theiiweiae  erhalten, 

Der  Rath  von  Luheck  gestattet  dem  Bischof  von  Lubeck^  dem  Propsty  den  zw^f 
Domherren  und  dem  Kirchhemm  zu  St.  Aegidien,  die  aus  der  Wacknitg 
in  die  Stadt  gehenden  Wasserrohren  zu  benutzen^  um  das  Wasser  m 
ihre  Hofe  zu  leiten  und  Sode  anzulegm.     1419.    Nov.  18. 

Wy  Jorden  Pleskouwe,  Cord  Brekewold,  Hinrik  Rapesuluer,  borger- 
meistere,  Hinrik  Meteler,  Tideman  Junge,  Reyner  van  Caluen,  Johan  Crispin^ 
Albert  tor  Brucgen,  Marquard  Bonhorst,  Nicolaus  von  Stiten,  Herman  Westfael^ 


i 


1419.     Nov.  18.  189 

Johan  van  Hamelen,   Alberd   Erp,   Tideman    Steen.   Delmar   van    Tflne,   Johan 
YanHeruorde,  Lodewich  Krul,  Johan  Dartzouwe,  Johan  Bere,  Tideman  Tzerntin, 
Tideman  Morkerke,  Johan   Gherwer   vnde    Bertold   Roland^   radmanne   der  stad 
Lubeke.      Bekennen   vnde    betugen   oponbar  in    desseme   brene   vor  allesweme, 
dat,  also  vnse  voruaren  vmrne  sunderger  woldaed  vnde  leue  willen,  de  de  erbaren 
heren,  prouest,  deken  vnde    capittel   to  Lubeke   gedaen    vnde    bewiset   hebben 
vnser  stad^    an    vortiden    geghund    vnde    beorlouet    hadden  ^    alse    sik    etiike    in 
vnseme  rade  noch    sittende  wol  vordenken,    dat   se   dat  Wokenitze    water,    dat 
van  deme  rade   uppe   denie   Huxerdamme    in    de    stad    vorrniddelst    pipen    vnde 
ronnen  geleidet  wert,  vthe  welken   ronnen   edder  pypen  en  dat    allerbequemest 
were,  mochten  leiden  vnde  bringen   in  ere  houe,  beleghen    to   der  vrigheit  des 
domes,  vnde  des  waters  gelike  vnsen  borgern  broken    in   der  wise,    alse   hyrna 
gescreuen  steit,  des  se  doch  bette  herto  nicht  gedan    hebben,   nu    vmme   vor- 
derer  woldaet   vnde   vrundschop    willen,   de    de    vorbenorneden   heren    prouest, 
deken  vnde  capittel  to  Lubeke  vns  vnde  vnser  stad  gedan  vnde  bewiset  hebben 
vnde  besunderen    in   stucken,    de   vnser    stad   to   ewigen    tijden    vromelik   vnde 
I    helplik  wesen   mogen,  also  vulborde  wij   borgermeistere  vnde  radmanne   vorbe- 
I    nomed  vor  vns  vnde  vnse  nakomelinge  mit   vulborde   vnser   borgere,   dat  vnse 
here  de   biscop,   prouest  vnde   twelflF  domheren   der  kerken    vnde   kerkhere   to 
sunle  Ylien    to    Lubeke    vnde    islik    besunder   in   ere    houe    vnde    wedeme,    also 
Goschalcus    Warendorp,     Albertus    Rodenborch  ^    Johannes    Rostok,     Johannes 
Louwentkoper,  Wulfardus  Rantzouwe,   Hermannus  Samyt,  Hermannus  Dwerch, 
Hinricus    Westhoeff,    Tidericus    Schepenstede,     Bernardus    Ekhoeff,    Johannes 
Bortzouwe  vnde  Johannes  de  Pulcrafago,  domheren,  nv  besittere  der  twelfF  dom- 
houe,  vnde  her  Nicolaus  Butzouwe,  kerkhere  to  sunte  Uien,  vnde  ere  nakome- 
linge to  ewigen   tijden  van  deme  erbenomeden  rade,  ronnen,  pipen   dat  vorbe- 
noniede  water  leiden  in   de  houe  vnde  wedeme  vorscreuen,    vthe   welker  stede 
en  dat   allerbequemest    vnde    beuelligest    ys,    vnde    dat    sulue    water   inbringen 
vnde  zode  maken    in    densuluen    houen    vnde   wedemen     nv  edder   wanner   en 
eren  nakomelingen  vnde  enen  isliken  besundern  dat  bequeme   is  vnde  werd  in 
:okomenden  tijden,   so   beschedelken,    dat   sodanne  ronnen  vnde    pipen,    de    se 
ecgen  laten,  also  gelecht  werden,  dat  in  den  vorbenorneden  houen  vnde  wede- 
nen  dat  water  van  deme  rade  mintliken  moge  komen,   gelike   anderen    zoden, 
under  argelist,  vnde  nicht  so  syde,  dat  id  den  anderen  zoden  schedelik  edder 
oruanglik  sy.    Vnde  de  leidinge,  de  se  also  leidende  werden,  scholen  se  maken, 
»earbeiden  iaten  vnde  stande  holden    by  eren   eghenen  kosten,  sunder    to  des 


190  1419..    Nov.  la. 

rades  beteringe,  vnde  alle    andere    anval   van    Aes    suluen  rades    vnde    leidinge 
edder  anderer  leidinge  wegea,   wanne  vnde   vro   vakene   des  nod  schegiie  vnde 
behoeff  is  edder  worde,  scholen  se  vryg  vnde    vnuorplicbtet   wesen.      Vnde   da< 
sulue   water   en    schal    nemand    van    vnsen    borgeren    ieiden    laten'   vortan    vtbe 
eren  pipen  edder  ronnen  bxiten  den   vorbencnneden   houen    vnde   der   wedemen 
sunder  vnsen  wiilen,    vnde    welk    borgher   vortan    dat   water    mit    vnsen    willen 
vthe  eren  ronnen  edder  pipen  leidende  werd,  de  schal  na  antale    to    der   bete- 
ringe  lecgen  vnd  betalen  der  pipen  vnde  ronnen   vorbenonned  van  der  stede  av\ 
to  rekende,  dar  de  domheren  erst  vthe  der  stad  pipen  de  leidinge  beghynner^, 
wente  to  der  stede,  dar  he  vort  vdleidel,  vnde   nemand   van   vnsen    borgher^  n 
schal  vthe  den  pipen  bynnen   den  vorbenomeden  houen  vnde  wedemen  belege^  n 
dat  water  Ieiden   moghen  sunder  vnser  beider  vulbort  vnde  endrechtigen  wilieHTi. 
Were  auer  dat  wy  dat  waterrad  wanne  affleden  edder  gantzliken  vorghan  letei^^, 
dat    nioghe    wij    don    ane    der  vorbenomeden    heren    edder    erer    nakomelin^  ^ 
weddersaghe,    men    lede    wy    edder    vnse    nakomelinge    dat    edder    desgelik  i  ^ 
andere  stede  efte  andere  leidinge,  in  welker  mate  dat  dat   schude,    so   scholen 
de  suh'ien  heren  des  bruken  lyk  vnsen   borgeren  vrig  vnde  vmbeworen  in  alter 
mate,  also  vorscreuen  is.     Vnde  wenne  de  leidinge    also   edder  to  tokomenden 
tiden  werd,  dat  de  nabdren   by   den    wedemen,   also    to   vnser   leuen   Vrouwen, 
to  sunte  Petere,  efft  ene  wedeme  darto  queme,  vnde  to  sfinte  Jacobe  zode  van 
der  leidinge  hadden,  so  dat  de  vorbenomeden  wedemen  den    naburen  likerwys 
bequemeliken  dat  water  hebben  mochten,  so  schole  wy  en  des  waters  leidinge 
ok  ghunnen  in  aller  wys  like  den   domheren  vnde  wedemen  vorbenomed,    also 
vorgerored  ys.     Ok  so  enscholen  de  erbenomeden    heren  in  eren  houen  edder 
wedemen    vorbenomed   nyne   visdike   noch   stede    vdulote   grauen,    maken    noch 
maken    laten,    noch    liden,    dar    dat    water    den    borgeren   vnde   en   suluen    to 
vnnutte    mede    vorspildet  werde.      Were   auer    dat    vns   darane    edder    an    eren 
zoden    misduchte,    so   scholen   de   heren    vrundliken   ghunnende   wesen,    wanne 
wy  deme  dekene  edder  in  syner  stede  sittende  dat  enen  dach  tovoren  kAndigen, 
dat    wy  twe   vthe    vnseme   rade   darto   senden    vnde   seen   laten,    dat    dat    also 
bolden  werde,^  also  vorscreuen  is.    Werel  dat  dar  gebrek  ane  worde  vflnden,  d&t 
schaUne*   deane    deme    dekene   edder    in   syner  stede  wesende   witlik    dbn,    de 
schal  dat  mit  vulbort  des  capittels  also  bestellen  vnde  maken,  dat  dat   gebrek 
afifgedan    vnde    bigelecht    werde.      To    merer    tuchnisse-   vnde    beuestinge    alle 
desser  vorscreuenen    stflcke  zamentliken    vnde   besunderen    hebbe    wy    borger- 
meist^re   vnde   radmanne  erbenomed  vnser  stad  ingesegel    hengen    heten    vor 


492  1419.     Nov.  20. 

mans    van  Brugge   vnde   des   rades   van   Stade   hebbe   wij    viol    vornomen    vnde 
begeren   iw   weten,   dat   vns  radesam  vnde    nutte    dunket^    datme   sunder   straf- 
finge    vnde    sunder  rechtuerdinge  den  vnhorsam   nicht  hennegaen  late^   den  de 
coplude  der  van  Hainborch  yn  Vlanderen  wesende^  weygerende  den    pdnttoUeu 
^ttogeuende   etc.,    doen    vnde   daen    hebben^    vnde    dat  gi    deme    copmanne   to 
Bruggen  vorscriuen,  dat  se  sodanen  vnhorsani  pynegen   vnde   nnyd   reddelcbeid 
straffen.     Vurder,  alse  se  snriuen  vmme  den  punttollen  noch  en  jar  edder  twe 
vptoborende  etc.,  is  vnso  wille^  datme  den  punttollen  nynerleye  wijs  andersworlo 
legge,    men    dar   he   to   schicket   is   van   den   menen   steden,'   vnde   dunket  vns 
sere  nutte  wesen,  dat  me  den   punttollen  affdd  vnde  vorlegge   yo   eer  jo  leuer, 
wente  wij  vele  vnwillicheid  vnde  vordretlike  wort  van  des  wegen  iruaren  hebben, 
darvan  grot  arch  vntstaen  mochte.     Vortmer,  leuen  vrunde,    dunket    vns  nicbt 
nutte  wesen,  dat  me  de  van  Stade  vppe  sodane  scriuent,  alse  se  iw  vorscreuen 
hebben,   wedder   yn    de    hense  vorkundige,    ane   se   hebben    sik   denne    vdllen- 
komichliker    rechtuerdiget.      Sijd    Gode    beuolen.      Screuen    des    mandages   na 
Elizabeth,  vnder  vnsen  secret,  anno  XIX. 

Consoles  Wismarienses. 

Aufschrift:      Prudentibus    et    honestis    viris,     dominis    proconsulibus    el 
consulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  sinceris,  detur. 

Nach  dem  Original,     Mit  aufgedrucktem^  theUweise  erhalt^nem  Siegel. 

Verkauf  etner  Rente  in    Siockelsdorf  an  die    Vicar e    der  Aegidien  - Kirche.     1419. 
Nov.  25. 

(jonradus  Zouenbom,  morans  in  Stockelstorpe,  recognouit,  se  rite  et 
racionabiliter  vendidisse  communibus  vicariis  ad  sanctum  Egidium  in  ista 
ciuitate  vnam  marcam  den.  wicbeldes  annuatim  in  et  de  suis  curia  et  here- 
ditate,  quas  inhabitat  ibidem,  quam  ipse  reemere  poterit  pro  X  marcis,  cum 
ipse  hoc  prescriptis  vicariis  ad  vnum  medium  annum  ante  predixerit,  et  pro 
defectu  stabunt  omnia  sua  bona  mobilia  in  prescriptis  curia  et  hereditate 
existencia  pro  pignore. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  torn  J,  1419^  Catharine. 


1)  Vgl.  M  111. 


4 

i 


1419.     Nov.  26.  193 


€&IiT. 


Der  Rath  von  Rostock  antwortet  dem  Rathe  von  Lvbeck  auf  etn  Schretben  beziiglich 
des  Pfundzolls  in  Brugge  und  des  Ausschlusses  der  Stadt  Stade  aus  der 
Hanse.    1419.    Nov.  26. 

Ynsen  fruntliken  grot  touoren.  Ersamen  ieuen  sundergen  frunde. 
Juwen  bref  myt  den  copien  des  copmans  van  Brugge  van  der  van  Harnborch 
vnde  ander  stukke  wegen  vnde  ok  des  rades  van  Staden^  dar  gi  up  begeren, 
iuw  vnsen  willen  to  scriuende  etc.,  hebbe  ^i  wol  vornomen.  Hirvrnme,  Ieuen 
frunde,  dunket  vns  nfitte  wesen,  dat  me  de  ordinancien  van  des  punltoiien 
wegen  beholde  in  bestentnisse,  alse  des  de  hensestede  samentliken  ens  geworden 
synt,  vnde  den  nicht  af  en  legge.,  ane  id  en  schee  myt  volbort  der  hense- 
stede, de  des  ens  geworden  synt,  vnde  weret  dat  we  darane  brokaftich  worde, 
dat  me  dat  corrigere  vnde  holde  na  uthwisinge  des  recessus  damp  vorramet. 
Vnde,  Ieuen  frunde,  van  des  copmans  wegen  van  Brugge  dunket  vns  nfltte 
vnde  is  vnse  wille,  dat  me  den  punttollen  anders  nergen  to  legge,  denne  to  den 
kosten,  dede  voregan  syn,  vnde  gi  wol  weten,  wo  des  vorramet  is,  dar  he  to 
schal.  Vurdermer,  Ieuen  frunde..  van  der  van  Staden  wegen  dunket  vns  nfltte 
wesen,  dat  me  deme  so  volge,  alse  des  beghunt  is,  vmme  meres  dwanges  vnde 
ernstlicheit  willen.  Salich  to  Gode.  Screuen  vnder  vnsen  secret,  des  sondages 
na   8unte  Katherinen  daghe,  anno  etc.  XIX. 

Consules  Rozstokcenses. 

Auf  etnem  betgeiegten  Zettel:  Ok,  Ieuen  frunde,  bidde  (wy)  iuw  vmme 
vnse  andeel  van*  des  punttollen  wegen  to  uorarbeydende,  dat  dat  vns  tor  hant 
bomen  nioge,  wente  vns  des  ser  behof  is.  Dat  wille  wi  gerne  vorschulden, 
wor  wi  konen  vnde  moghen. 

Aufschrift:  Commendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsuli- 
bus    et  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nustris  sincere  dilectis,  detur. 

JViocA  dem  Original  auf  Papier,     Dan  aufgedrUcktc  Siegel  ist  zum  grosseren  Theile  abgeaprungen, 

CXIi¥I. 

Eine  Schuld  an  die  Letchnamshruderschoft  zur  Burg.     1419.     Nov.  28. 

XLinricus  van  Caluen  presens  libro  recognonit,  se  et  suos  heredes  teneri 
prouisoribus  fraternitatis  Corporis  Christi    ad  Vrbem   apud  predicatores   et  ipsi 


85 


494  14ia    Nov.  28. 

fraternitati  in  IIIF  et  XXXII  marci^  hih^  dv^.^  cum  pars  parti  ad  vnuin  mediuui 
^nnuin  hoc  antepredixerit^  persoluendis^  pro  quibus  vna  cum  eodeiii  Hinrico 
Vritze  Grawerd  pro  se  et  suis  heredibus  coniuncta  manu  fideiubendo  proini- 
serunt. 

Spdter  htnzugefugt :     Jussu   Lamberti   Vrolinges  et  Lamberti    Wikinghoff, 
prouisoruin  fraternitatis  preFate,  deletum  anno  etc.  XXXI,  Fabiani  et  Sebastiani. 

Nach  eintr  Inscription  dee  Niederstadtbuchs  vom  J.  1419,  fer.  Ill  post  Katherinam, 

cxiiinii. 

Bin  Vermdchtntss  an  das  Het'L^Getst  HospitaL     1419.    Nov.  50. 

Julizabeth,  legitiraa  vxor  Gerardi  Rentzels,  coram  consilio  et  apud  bunc 
Kbrum  recognouit,  se  teneri  Elizabeth  Porgetzen,   magistre   ad  Sanctum  Spin- 
tum  huius  ciuitatis,  in  III  marcis  den.  hib.  vitalicii  singulis  annis  toto  tempore 
ipsius  magistre  vite,  pro  quibus  ipsa  de  consensu  mariti   sui    prenominati  pro- 
prietatem  sue  domus^   quam  inhabitat,    site   in    platea   carnificum,   sicud  jacet, 
prouisoribus  domus  Sancti  Spiritus  prescripti  coram  consilio   impignerauit.    Et 
si    contingeret    eciam   prescriptam   magistram    mori    ante   predictam    Elizabeth, 
tunc  ipsa  Elizabeth   toto  tempore   sue    vite   vti   debebit    prescriptis    III    marcis; 
ipsa  vero  demum  defuncta  prescripta  domus  debebit  vendi  et   de  pecuniis  inde 
prouenientibus    debent    comparari    tres    marce   den.   wicb.,    de    quibus   singulis 
annis    vna    marca   debebit    distribui    inter  sacerdotes   ad   prescriptum   Sanctum 
Spiritum    et  pro  istis  iidem  sacerdotes  debebunt  duabus   vicibus   singulis  annis 
perpetue    peragere   memoriam  antedicte  Elizabeth   videlicet   vigiliam  et   missam 
pro  defunctis.  relique  vero  due  marce  debent  singulis  annis  presentari  magistre 
domus    prescripte,   que   pro    tempore    fuerit,  per    prouisores    pretactos,   et  ilia 
debet  cum  eisdem  II  marcis  comparare  pro  infirmis  in  prescripta  domo  bonam 
cerevisiam.     In  prescripta   omnia  et  singula   consensit   prenominatus   Gerardus. 

Nock  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1419,  Andree, 

Eine  Stiftung  zu  geistlichen  Zwecken  in  der  Petri-Kirche,     1419.     Nov.  30. 

Johannes  et  Yodocus  fratres  dicti  Rasman  presentes  libro  recognouerunt 
quod  ipsi  singulis  annis  de  ipsorum  bonis  dare  debebunt  II  marcas  in  honoretr 


i98  1419.     Dec.  1. 

quia  anno  Domini,  indictione,  die,  rnense  et  pontificatii,  quibus  supra,  ac  hora 
terciaruin  uel  quasi  in  ciuitate  predicta  donacioni  ac  coUacioni  et  abdicacioDi 
juris  patronatus  huiusmodi  per  domiiium  preposJtum,  iit  premittitur,  factis  ac 
confirmacioni^  ratiticacioni  et  approbacioni  huiusmodi  in  curia  habitacioois 
reuerendi  patris,  domini  episcopi  supradicti,  vnacum  bonorabilibus  et  discretis 
viris  Johanne  Schabbe,  notario  dominorum  capituli  ecclesie  Lubicensis,  ac 
Tyderico  Witten  et  lieynero  Valkenborgh^  presbiteris  Lubicensibus,  testibus  ad 
hoc  vocatis  specialiter  et  rogatis,  presens  interfui  eaque  sic,  ut  premiUituri| 
fieri  vidi  et  audiui.  ideoque  de  mandato  reuerendi  patris  predicti  boo  presens 
publicum  instrumentum  mea  propria  manu  conscriptum  exinde  confeci^  iiludque 
signo  et  nomine  meis  solitis  et  consuetis  sub  sigillo  antedictorum  signaui 
rogatus  et  requisitua  in  fidem  et  testimonium  omnium  et  singulorum. 

Netrh  dem  Original,     Mit  beidcn  ankangenden  Siegein, 

Cli. 

Heinrichy  Herzog  von  Schlesmig  erkldrt  dem  Rathe  von  Lubeck  seine  BerettunUigkeii, 
an  einer  Verhandlung  in  Schleswtg  theUzunehmen  und  den  verabredeten 
Frieden  zu  halten.     0.  J.  (1419).     Dec.  i.* 

Henricus,  Dei  gracia  dux  Slesvicensis, 
comes  Holtzazie,  Stormarie  etc. 

Vnsen  vruntliken  grud  mid  begheringe  alles  guden  tovorn.  Ersamen 
borgermestere  vnde  radmanne,  guden  vrunde.  Alse  gy  vns  nA  latest  mang 
andern  worden  hebben  screuen,  ersten  van  des  daghes  weghen  to  Sleswik  to 
holdende  mit  dem  koninghe  vppe  den  sondach  der  hilghen  drevaldicheit  neghest 
volghende  etc.,  guden  vrunde,  des  ghelijk  vnderrichtede  vns  wol  juwes  rades 
borgermester,  her  Hinrik  Rapesuluer,  to  Moysling  bynnen  kortes,  deme  wy 
seden,  wi  welden  dar  gerne  bi  vnsen  vedderen  greuen  Hinrike  vmme  riden 
vnde  vnsen  rad  darbi  vorboden,  mit  en  darvmme  to  sprekende.  Des  en  hebbe 
wi  noch  nicht  ghedan,  doch  wille  wi  gerne  kortliken  dat  also  bearbeyden 
vnde  scriuen  jO  des  en  antword  bi  vnsen  eghenen  boden.  Vortmer,  alse  gi 
scriuen  van  des  vredes  weghen  to  hebbende  wente  to  suntte  Michahelis  dage 
neghest  komende  etc.,  den  vrede  wille  wi  gerne  holden,  alse  des  verramet  is. 
Item,  also  gi  scriuen  van  des    vredebrakes   vnde   togrepes  weghen   etc.,  is   des- 

1)  Die  Jahreaasahl  crgiebt  sich  aus  J^  142. 


4419.     Dec.  4.  499 

gicht  ghescbeen^  des  wi  in  dem  rechte  entghelden  scolen,  dat  wille  wi  gerne 
bi  lA  Tnde  bi  vase  vrunt  setteri.  Ok  so  wille  vri  dar  gerne  vor  wesen,  wor 
wi  iiiogben,  dat  dar  vorder  nenerleye  puchgerye  vnde  togrepe  bynnen  desser 
ti^d  en  schee^  wente  weret  dat  id  jemant  van  den  vnsen  dede,  dar  wille  wt 
to  don 7  alse  vns  van  recbte  bord.  Sijt  Gode  beualen.  Screuen  to  Gottorpe, 
des  negbesten  vridages  na  Andree^  vnder  viisen  inghesegel. 

Aufschrift:     Den    ersamen   wisen     borgermestern    vnde    radmannen    der 
8tad  Lubeke,  vnsen  guden  besunderen  vrunden,  detur. 

iVacA  dem  Original  auf  Papier,     Das  aufgedruckte  Siegel  i$t  abgesprungen. 

CLI. 

Johann,  Erzhischof  von  Bremen^  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeck  wegen  der  Zunsttg- 
keiten  in  Stade  und  fnttet  um  dessen  Rath.     0.  J.  (1419).     Dec.  11. 

Johannes,  Dei  gracia  sancte 
Bremensis  ecclesie  archiepiscopus. 

Vnsen-  gunst  myd  vruntlikem  grute  vnde  begeringe  alles  gudes  touorn. 
Ersamen  gude  sunderge  vrunde.  Juw  mach  lichte  wol  witlik  sin  worden^  wo 
Johan  Bock  vnde  Hinrik  Dreyer,  borgeriiiester,  vnde  Hinrik  Stegeriian,  radman 
vnser  stad  Stade,  vormiddelst  den  borgeren  darsuiues  vthe  denne  rade,  vthe  der 
stad  vnde  van  erem  gude  sin  geenget,  alze  wij  doch  de  suluen  Johan  vnde 
Hinrik,  borgerniestere,  vnde  Hinrik,  radman  erbenoniet,  vor  erwerdige  lude 
des  rades  to  Stade  in  vortyden  hebben  bekand  vnde  ny  arich  van  en  horet 
hebben.  So  wij  vornomen  hebben,  dat  gij  den  inwoneren  vnser  stad  Stade 
vorscreuen  vmine  der  suluen  sake  willen  inenschop  der  stede  vnde  handelinge 
der  kopiude  hebben  vorboden.,  des  begere  wij  iuwe  ersamicheid  wetende,  dat 
wij  in  twen  tiden  mit  vnsem  capitteie,  vnsen  prelaten  vnde  denn  rade  vnser 
stad  Bremen  vnde  andern  guden  luden  bynnen  Stade,  vmme  endracht,  vrede 
vnde  vruntschop  twischen  den  vorscreuenen  Johanne  vnde  Hinrike,  borger- 
mesteren,  vnde  Hinrike  Stegeman,  radman,  vnde  den  borgeren  to  makende^  sin 
gewesen.  Alse  wij  de  vruntschop  twischen  dessen  vorbenomeden  partyen  nicht 
Tinden  mochten,  wente  de  borgere  en  wolden  nenerleye  wise  de  vorscreuenen 
,  Johan,  Hinrike  vnde  Hinrike  Stegeman  vor  borgermestere  vnde  radmanne  in 
der  stad  Stade  liden,  [vnde]  do  boden  vnde  leten  boden  de  vorbenomeden  Johan 
Bock,  Hinrik  Dreyer  vnde    Hinrik   Stegeman,   dat  wij,    vnse    capittel,    prelaten, 


200 


1419.     Dec.  11. 


vnse   stede    vnde    vnse    rnanscopp    erer  dryer   to   eren    vnde   to    rechte    scoldea 
mechtich    wesen ,    edder   gij    vnde  de    gemenen    hensestede    scolden    erer    des 
gelikes  to  eren    vnde   to    rechte    mechtich   wesen,    dat    de    borgere    vnser    stad 
Stade  vorscreuen  to  den  tiden  vorleden  vnde  noch  to  tiden  vorleggen,  dat  vns 
doch  sere  vnvochlik  dnncket  wesen.     Begeren  wjj  iuwe    ersamicheit    biddende, 
dat  gij   den    vorscreuenen  Johan   Bocke,    Hinrik  Dreyer,   borgerniesteren ,    vnde 
Hinrik  Stegenianne^   radnianne  vnser  stad  Stade  erscreiien,  gunstich,  bistendich 
vnde  vorderlik  to  ereme    rechte   willen    wesen,   wenthe  gij    eres   rechtes    vinme 
allerleie   anciage    vnde    tosage    vullenkomen    mechtich    sint   vnde   scollen    wesen. 
Vnde  wes  wij   in  dessen  saken  vorbat  na  iuweme  willen  vnde  rade  ddn   moghen, 
dar  willen  wij  vns  iuwer  ersamicheit  behegeliken  ane  bewisen,  vnde  wes  Hinrik 
Dreyer    erscreuen    nu    to  der    tijd   in    dessen    vorscreuenen   saken    to    iuw    van 
vnser  weghen  vorbat  weruende  is,  des  belouet  erne  in  alle  der  mathe,   oft  wij 
suluen   niit  iuw  yegenwardigen   spreken.     Vnde    des   juwe    antwerde    begere  wi| 
in   dessen  saken,  dar  wi)   vns  moghen  weten   na  to  riclitende.    Juwe  ersamicheit 
sterke  God   to  langen  tiden.     Screuen  vppe  vnseme  slote  Vorden,  des  negesten 
mandages  vor  sunte   Lucien  dage,   vnder  vnseme  secrete. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vorsichtigen  wisen  borgermesteren  vnde  rade 
to  Lubicke  vnde  den  erbaren  radessendeboden  der  gemenen  hensestede, 
vnsen.  guden  vrunden,  gescreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  aufgedriickte  Siegel,  das  den  Brief  schlosa,  ist  ahgesprungen. 

CliU. 

Johami  van  Dulmen^  Bischof  von  Liibeck,  bestatigt  eine  iwn  den  Testamentsexecutoren 
des  Priesters  Heinrich  Runemann  aits  dessen  Nachlass  in  der  Petri-Kirche 
gestiftete  und  mit  einer  von  dem  Kloster  St.  Michaelis  in  Lilneburg  zu 
zahlenden  jdhrlichen  Rente  von  SO  uCfl  ausgestattete  Vicarie.  Gewahlt  soU 
nnr  werden  unus  de  lectoribus  ferialibus  chort  vel  sacrista  ecclesie  Lubl- 
censis.     1419.     Dec.  12. 

Au8  dem  im  Besitz   drs    Vcreins  fiir  Schiesw.'Hol8t.-I.^ucrib.  Gfschirhtc  befindlichen   Diplomatarium  Luheretise  A'o.  SL 

ClilU. 

Johann  von  Duhnen,  Bischof  von  Liibeck^  bestatigt  eine  von  dein  Priester  MaUhiai\ 
Roye  in  der  Petri-Kirche  gestiftete  und  mit  einer  von   dein  Domcapitel  zu\ 
Ratzeburg  za  zaJdenden  jdhrlichen  Rente  von  24  m}/>    ausgestattete    Vicarie, 
Gewahlt  werden  soil  nur  unus  presbiter  de  lectoribus  ferialibus  chori  ault\ 
sacrista  ecclesie  Lvbicensis.     1419.     Dec.  12. 

Aus  dem  im   Besitz  d>s   Vereins  fiir  Schlesw.'Holst.-Ijauenh.  Geschichte  befindlichen  Diplomatarium  Lubecertue  xVo.  8Z 


200  1419.     Dec.  11. 

vnse  stede  vnde  vnse  inanscopp  erer  dryer  to  eren  viide  to  rechte  scoldea 
mechtich  wesen ,  edder  gij  vnde  de  gemenen  hensestede  scolden  erer  des 
gelikes  to  eren  vnde  to  rechte  mechtich  wesen,  dat  de  borgere  vnser  stad 
Stade  vorscreuen  to  den  tiden  vorleden  vnde  noch  to  tiden  vorleggen,  dat  vns 
doch  sere  vnvochlik  duncket  wesen.  Begeren  wij  iuwe  ersamicheit  bidderide, 
dat  gij  den  vorscreuenen  Johan  Bocke^  Hinrik  Dreyer,  borgermesteren ,  vnde 
Hinrik  Stegeinanne^  tadinanne  vnser  stad  Stade  erscreuen^  gunslich,  bistendicb 
vnde  vorderlik  to  erenie  rechte  willen  wesen,  wenthe  gij  eres  rechtes  vtnme 
allerleie  anclage  vnde  tosage  vullenkomen  mechtich  sint  vnde  scollen  wesen. 
Vnde  wes  wij  in  dessen  saken  vorbat  na  iuweme  willen  vnde  rade  d6n  moghen, 
dar  willen  wij  vns  iuwer  ersamicheit  behegeliken  ane  bewisen,  vnde  wes  Hinrik 
Dreyer  erscreuen  nu  to  der  tijd  in  dessen  vorscreuenen  saken  to  iuw  van 
vnser  weghen  vorbat  weruende  is,  des  belouet  erne  in  alle  der  mathe,  oft  wij 
suluen  mit  iuw  yegenwardigen  spreken.  Vnde  des  juwe  antwerde  begere  wi| 
in  dessen  saken,  dar  wi)  vns  moghen  weten  na  to  richtende.  Juwe  ersamicheit 
sterke  God  to  langen  tiden.  Screuen  vppe  vnseme  slote  Vorden,  des  negesten 
mandages  vor  sunte   Lucien  dage^  vnder  vnseme  secrete. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vorsichtigen  wisen  borgermesteren  vnde  rade 
to  Lubicke  vnde  den  erbaren  radessendeboden  der  gemenen  hensestede, 
vnsen.  guden   vrunden,  gescreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,     Das  anfgedruckte  Sieget,  daa  den  Brief  schlosSf  xst  ahgesprungeru 

Clill. 

Johavn  van  Duhneriy  Bischof  von  Liibeck,  bestatigt  cine,  von  den  Testamentsexecutoren 
des  Priesters  Heinrich  Runemann  aus  dessen  Nachlass  in  der  Petri'-Kirche 
gestiftete  und  mit  einer  von  dem  Kloster  St  Michaelis  in  Lilneburg  zu 
zahle7iden  jdhrlichen  Rente  von  30  mp  ausgestattete  Vicarie.  Gewdhli  sdl 
nur  werden  unus  de  lectoribiis  ferialibus  chori  vel  sacrista  eccleste  Lubi- 
censis.     1419.     Dec.  12. 

Au8  dem  im  Beait:   dea    Vereina  fiir  SchU'fw.-Holat.-ljauenb.  Geachirhte  befindlichen   Diplomatarium  Lubecense  No.  SI. 

Clilll. 

Johann  vo7i  Duhnen^  Bischof  von  Lubeck,  bestatigt  eine  x*on  dem  Priester  Matthias 
Boye  in  der  Petri-Kirche  gestiftete  nnd  mit  einer  von  dem  Domcapitel  zu 
Ratzeburg  zu  zahlenden  jcihrlichen  Rente  von  24  m)h  ausgestattete  Vicarie. 
Gewdhlt  werden  soil  nur  unus  presbiter  de  lector ibus  ferialibus  chori  aut 
sacrista  ecclesie  Lvbicensis.     1419.     Dec.  12. 

Aus  dem  im   Bcaitz  dfs    Vereina  fur  Schleaw.'Holat^-Lauenb,  Geachichte   befindlichen  Diplomatarium  Lubecense  So.  82m 


I 


902  1419.     Dec.  14. 

van  deme  punttoUen  vnde  ok  ander8wor^  dat  wy  sainentliken  vnse  deel  by 
yw  vinden  mochten  vppe  vnser  Icuen  Vrowen  dach  to  Lichtmissen  negest  to 
komende  etc.  Hirvmme,  leuen  vrunde^  bidde  wy,  dit  also  to  arbeidende  vnde 
vns  iuwe  gutlike  antworde  hirvan  to  scriuende,  wes  yw  hir  to  willen  ane  is, 
dat  wy  vnsen  vrunden  vorscreuen  vortan  benalen  niogen.  Salich  to  Gode. 
Screuen  vnder  vnsen  secret,  des  negesten  donredages  na  vnser  leuen  Vrowen 
dage  Concepcionis,  anno  etc.  XIX. 

Consules  Rozstokcenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus    et    prudentibus    viris,    dominis    proconsulibus 
ac  consulibus   ciuitatis  Lubek,    ainicis  nostris   sincere  dilectis,  presens    detur. 

Sack  dem  Original  auf  Papier,     Von  dem  aufgedrUckten  Siegel  ist  der  grotaere  Theit  der  Umichri/t  erhaiten, 

CliVl. 

Der  Rath  von  Lubeck  verheisst  dem  Rathe  von  Rostock^  fur  Uebersendung  des  in 
Flandern  erhobenen  Pfundzolls  und  Vertheilung  desselben  an  die  einztlnen 
Stddte  Sorge  tragen  zu  wollen.     0.  J.  (Nach  1419.     Dec.  14). 

V  runtlike  grute  tnit  begeringe  alles  guden  touoren.  Ersamen  leuen 
besunderen  vrunde.  So  gi  vns  scriuen,  wo  de  van  denie  Stralesunde,  Gripes- 
wolde  vnde  Stetin  init  ju  samentliken  gehandelt  hebben  van  des  punttoUes 
wegen  in  Flandern  etc.,  begerende  van  vns^  darvnwne  to  scriuen  dem  copman 
in  Flandern,  wes  darvan  geuallen  were,  dat  gi  samentliken  juwe  del  by  vns 
vinden  mochten  vp  vnser  Vrowen  dach  to  Lichtmissen  etc.:  leuen  vrundes, 
wy  willen  hirvn)me  gerne  scriuen  dem  copman  in  Flandern,  dat  se  bestellen 
vnuertogerdes  sodanne  gelt  van  dem  punttoUen  hir  ouer  gen  Lubekej  wes 
denne  ju  vnde  andern  erbaren  stederi  darvan  boren  niach,  dar  bewise  wy  vns 
gerne  inne  na   vnserrn  vermogen.     Gode  etc.   beuolen. 

Sack  dem  Concept  auf  Papier  mit  der  Ueberschri/t :  ad  Rostockcemea. 

CJLVII. 

Erwtederung  des  Raths  von  Lubeck  an  den  Erzbischof  Johann  von  Bremen  auf  desien 
Schreiben  in  der  Angelegenheit  der  Stadt  Stade.     0.  J.  (1419).     Dec  16. 

V  nsen   fruntliken  denst  vnde  wes  wy  gudes  vormogen  touorn.    Erwerdige  I 
in  God   vader   vnde    here.      Alse   juwe    erwerdige   herlicheit   vns   scriuet    mangk 
mer  worden  vmme  den  handel  twisschen  juwer  stat  Stade,   den   borgeren  dar- 


fi. 


i4i9.     Dec.  16.  fl03 

sulues  vp  ene  sijt,  Johanne  Bocke,  Hinrik  Dreyer^  borg;ermesleren,  vnde  Hinrik 
Stegemanne,  vp  andere  sijt^  wo  juwe  herlicheit  darinne  gearbeidet  liebbe  to 
vrontschop  vnde  eindracht,  dat  de  van  Stade  allet  vorlecht  hebben,  so  hefift 
ok  desse  ergerorde  Hinrik  Dreyer  van  )uwer  wegen  an  vns  gebracht  vnder 
mer  worden,  dat  wy  darto  don  wiilen,  helpen  vnde  raden,  dat  de  van  Stade 
gestrafFet  werden  vmine  dessen  ouervang  vnde  vnhorsam^  gy  willen  vns  vnde 
andern  steden  darto  behulpen  sin  etc^,  hebbe  wy  temelken  entFangen  vnde  wol 
voruomen  vnde  dancken  juwer  leuen  fruntliken  juwer  gunst,  vordernisse  vnde 
guden  willen  in  dissen  saken,  vnde  bidden  juwe  erwerdigen  leue  weten,  dat 
wy  mit  andern  steden  de  van  Stade  hirvnnne  vorwiset  vnde  vtgelecht  hebben, 
dat  nymant  menschop  edder  handelinge  mit  ene  hebben  schal,  vnde  ok  bestalt 
vnde  vorboden,  en  noch  afiF  edder  to  tovoren  to  water  effte  to  lande.  Doch  is 
vns  wol  verkomen,  wo  de  van  Vtzeh6  vnde  etiike  ander  vt  dem  lande  to  Hol- 
sten  en  tovoren.  Hirvmme  duchte  vns  gud  sin  ^  dat  juwe  herlicheit  desses 
aldus  ok  lete  vorbeden  in  juwen  landen  vnde  gi  darvmme  willen  scriuen  den 
Holsten  heren^  dat  se  yd  ok  also  vorbeden  laten  in  eren  landen  vnde  sunder- 
ken  den  van  Vtzeh6,  dat  de  en  nicht  mer  tovoren.  Des  gelik  wille  wy  en 
gerne  vorscriuen  vnde  se  bidden,  so  wy  fruntlikest  moghen..  desses  aldus  to 
bestellen  vnde  to  holdende.  Wy  beuelen  juwe  erwerdige  leue  Gode  to  langen 
tiden  wolmogende  vnde  gesund.     Screuen  des  sonnauendes  na  Lucie. 

Consules  Lubicenses. 

Naeh  dem  Concept  auf  Papier  mit  der  Ueberachri/t :  archiepiscopo  Bremensi. 

Der  Rath  von  Lubeck  sendet  dem   Rathe  von  Hamburg  eine   Abschrift  seiner   Er- 
toiederung  an  den  Erzbtschof  von  Bremen^     0.  J.  (1419.     Dec.  16). 

Vruntiiken  grut  mit  begeringe  alles  gudes  touorn.  Ersamen  leuen  be- 
sunderen  vrundes.  Alse  gi  vns  scriuen.  dat  Hinrik  Dreyer  an  iw  breue  bracht 
mit  anderen  weruen  des  erwerdigen  in  God  vaders  vnde  hern,  hern  Johans, 
ertzbisschop  to  Bremen^  des  gi  vns  auescrifft  hebben  gesand,  des  gelik  hefFt 
vns  desulue  Hinrik  ojc  breue  antwerdet  vnde  an  vns  geworuen  etc.  Vnde  so 
gi  vorder  bidden,  dat  wy  iu  auescrifft  willen  senden,  wo  wy  dem  ergenanteii 
iieren  ertEbischop  van  Bremen  wedder  scriuen,  de  auescrifft  sende  wy  ju  hir 
inne  v^rsloten,  dar  moghe  gi  vp  vorseen  wesen,  vp  juwe  vorbeteren*  Wy 
fceoelen  in  Gode. 

Naeh  dem  Concept  oatf  Papier  mit  der  Uehertehr^ftt  ad  Hamhurgenaee, 

26» 


a04  1419.     Dec.  21. 

Ztischrift  zu  getreuen  Hdnden.     1419.     Dec.  21. 

(jotfridus  van  Tyla  (et)  Alheidis,  eius  vxor,  pro  se  et  sueque  (sic)  here- 
dibus  coram  consilio  et  hoc  libro  recognouerunt,  se  coniuncta  inanu  teneri 
Johanni  Houeinan  in  IF  et  XVI  marcis  iub.  den.,  pro  quibus  sibi  due  (sic) 
domos,  que  liberi  (sic)  sunt,  in  platea  sancti  Johannis,  in  quarum  vna  olim 
inhabitabat  Siffridus  Slukup,  sicut  jacent,  coram  consiiio  impignorauerunt. 
Insuper  dictus' Johannes  Houeman  pro  se  et  suis  heredibus  coram  libro  recog- 
nouit,  quod  prenominata  summa  non  est  sui,  sed  sibi  asscripta  ad  fideles 
manus  domini  Nicolai  de  Stendele'  ad  vitam  dicti  domini  Nicolai,  et  post  suam 
mortem  peruenit  ad  capitulum  Ratzeburgense  et  ad  vnam  vicariam  ibidem 
instaurandam. 

Naeh  einer  Inscription  des  NiederatadtbuchB  vom  J.  1419,  Thome, 

m 

Markgraf  Friedrich  von  Brandenburg  ermahnt  den  Rath  von  Luheck^  sich  gutiick 
mit  dem  Fursten  Balthasar  von   Wenden  zu  vergleichen.    1419.     Dec  26.^ 

Friderioh,    von    Gots    gnaden  marggraue   zu 
Brandenburg  vnd   burggraue  zu  Nuremberg. 

Vnsern  gunstlichen  gruss  zuuor.  Ersamen  weysen  lieben  besundern. 
Der  hochgeborn  Balthasar  von  Wennden,  herre  zu  Werrle,  hat  vns  Furbracht, 
wie  ir  im  rechtes  ausgeet  etc.  Begem  wir  vnd  bitten  uch  mit  besundenn 
fleiss  vnd  ernsle,  das  ir  gliche  vnd  biiliche  wege  Fur  uch  nemen  woUeiit.,  hat 
er  vns  gesaget,  das  er  desglichen  auch  thun  wolle,  das  wir  auch  gein  uch 
verschulden  vnd  mit  Fleisse  dancken  wollen.  Wo  aber  das  von  uch  nit  beschee, 
des  wir  nit  enmeynen,  so  ist  vns  der  obgenante  Balthasar  von  Wennden  allso 
gewant^  das  wir  in  nit  nachlassen  wollen.  Geben  zu  FranckenFord,  an  sant 
SteiTans  tag,  anno  a  natiuitate  Domini   etc.  XX^ 

Aufschrift:  Den  ersamen  vnd  weysen,  vnsern  lieben  besundern  burger- 
meistern  vnd   rademannen  der  stat  zu   Lubecke. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Vom  Sieget  sind  nur  unbedeutende  Reste  erhalten. 

1)  Nicolaus  Stendal  war  ein  Priester,   Inhaber  der  aus   dem  Wehr  ira  Ratzcboi^ger  See   dotirten   Vioarie   ia 
der  Kirchc  des  St.  Jobannis-Klostcis.     (JV  149.^ 

2)  Der  Markgraf  Friedrich  bcfand  sicli  am  26.  Decbr.  1 41 9  in  Frankfurt,  in  den  letsten  Tagen  des  Jfthrw 
1420  dagegen  in  B5hmen.  Der  yon  ibm  zum  Hauptmanu  der  Mark  Brandenburg  bestellte  Ritter  too  TreatliDfHl 
bezengt  seine  Abwescnheit  in  einem  Schreiben  vom  1.  December  1420.  Vgl.  aacb  Riedel,  Gesoh.  d. 
Kdnigsbauses  2,  330.  372.     Der  Weihnacbtstag  ist  also  bier  als  der  Anfang  eines  neuen  Jabres  angenommen. 


1419.     Nov.  30.  —  Nach  Dec.  25. 


205 


Funf  Briefe,  hetreffend  einen  Zwtst  ztvischen  dem  Lubechschen  Vogt  in  Molln, 
Marquard  Staly  und  dem  Jdger  des  Herzogs  Albrecht  V.  von  Mecklenburg^ 
Hetnrich  Grope.     1419.     Nov.  30.  —  Nach  Dec.  25. 

1. 

Albertus^  Dei  gracia   dux 
xMagnopolensis  etc. 

Vnsen  frnntliken  ^rut  vnde  gunst  tovoren.  Leue  besundergen.  Vnse 
swineiegher  Hinrik  Grope  heft  viis  berichtet,  wo  juwe  voget  to  IVlolne  em 
drowet  vnde  veidet.  Bidde  wy  juw  rnit  flite^  dat  gi  van  stund  dat  zo  bestellen, 
dat  he  des  nicht  en  do.  Scbelet  ern  to  vnseni  knechte,  wy  willen  em  rechtes 
gerne  behelpen,  vnde  weret  dat  he  ene  hirenbouen  veyden  wolde,  so  mochte 
dar  vurder  vnwille  van  komen.  Des  wy  begeren  juwe  antwerde.  God  sy  mit 
juw.      Screuen  an   sunte  Andreas  dage,  vnder  vnserii   ingesegei  (Nov.   30). 

Aufschrijt:  Den  ersamen  borgerrnesteren  vnde  ratniannen  der  stad 
Lubeke,  vnsen  leuen  besundergen^  gescreuen. 

Das  aufyedruckte  Sifgul  ist  groistentheiU  abgesprungnn. 

2. 

Vnsen  gunst  vnde  guden  willen  louorn.  Marquard.  Wy  begeren  dy 
weten.  dat  de  hochgeborne  furste  vnde  here,  her  Albrecht,  hertoge  to  iVlekelen- 
borch,  vns  vorscreuen  heift,  alse  disse  ingeslotene  auescrifft  sines  breues  inne- 
boldet.  Worvnmie  wy  begeren  vnde  willen,  dat  du  vns  van  stund  an  vor- 
scriuesl,  wo  de  zaken  geleghen  sin  vnde  worvmrne  du  Hinrike  Gropen  veydest 
vnde  drawest,  vnde  ok  sulke  veyde  mit  ome  in  fruntliker  veiicheit  latest  bestan,, 
so  lange  dat  wy  myt  dy  muntliken  hirvrnnie  to  worden  komen.  Dat  is  vns 
van  dy  sunderken  to  willen.     Gescreuen  .  .  . 

Consules  Lubicenses. 

Marquarde  Stale,  vnsem  voghede  to 
Molne  vnde  leuen  getruwt^n. 

3. 

Vnsen  fruntliken  denst  mit  begeringe  ailes   gudes    touorn.     Hochgeborn 

'    furste.      Juwen  breff  an  vns  gesand,    darinne  juwe  herlicheit  scriuet  mang  mer 

worden,    wo   Hinrik    Grope,    juwe    swinejegher,    ju    berichtet   hebbe,    dat    vnse 


a06  1419.     Dec.  14. 

voghet  to  IVlolrie  erne  drawe  vnde  veyde  etc.,  hebbe  wy  temelken  entfangen 
vnde  wol  vernomen^  vnde  bidden  juwe  herlicheit  weten,  dat  wy  vnsen  erge- 
nanten  voghet  darvnime  willen  to  reden  setten  vnde  ervaren^  wo  de  zaken 
geleghen  sin,  vnde  alsedenne  juwer  herlicheit  dat  gerne  benalen,  wen  vns 
nicht  ieff  were,  dat  He  vnsen  init  den  juwen  in  vnwilien  vnde  vordrete  scoiden 
sin.  Juwe  herlicheit  sij  Gade  beuolen  to  langen  tiden  wolmoghende  vnde 
gesund.     Screuen  Fcria  quinta  post  Lucie  (Dec.   14). 

Consoles  Lubicenses. 

Denie  hochgeborn  fursten  vnde  heien,  hern  Alberte,  hertogen  to  Meke- 
lenborch   etc.,   vnserrn   gunstigen   vorderer,   mit  werdicheit  geschreuen. 

4. 

Albertus,  Dei  gracia  dux 
iVIagnopolensis,  comes  Zwerinensis  etc. 

V  nse  gunst  tho  voren.  Leuen  besunderghen.  Alzo  wy  jw  wol  er  ge- 
screuen  hebben^  alzo  vinnie  Marquard  Stale,  dat  hee  drowet  vnde  veydet 
Hinrik  Gropen,  vnsenie  jeghere,  vnde  hee  vor  Marquard  nerghene  jagben 
dore,  bidde  wy  jw  vnde  begheren,  dat  gy  nocht  Marquard  darane  berichten, 
dat  hee  vnsenie  knechte  vngheinakes  vordreghe  vnde  ene  myt  ghemake  late, 
wente  wy  likes  vnde  rechtes  ouer  eni  niechtich  sin,  dat  he  vnser  bede  hirane 
nete.  Dat  wille  wy  hoghe  ieghen  iw  vorschulden.  Weret  dat  des  nicht  en 
schege,  so  bevruchte  wy  vns  inyt  jw  dat  vorder  tho  groteme  vnwilien  to 
kaniende,  vnde  begheren  des  jwe  antwerde  by  dessenie  baden.  Screuen  vnder 
vnseine  ingesegele,  in  den  hilgen  daghen  to  Wynachten  M*  CCCC*  XIX  (Friihestens 
Dec.  26).^ 

AufschrifU  Den  ersamen  borgherniesteren  vnde  ratmannen  tho  Lubike, 
vnsen  besundergen,  karne  vnse  breff. 

Das  aufgedruckte  Siegel  ist  fast  gdmlich  abgeaprungen. 

Vruntliken  denst  vnde  wes  wy  gudes  vermogen  touorn.  Hochgeborn 
furste,  gunstige  here.  Alse  juwe  herlicheit  vns  vortiden  vnde  nu  auer  ge* 
screuen  hefft,  wo  Marquard  Stal,  vnse  voget,  drawe  vnde  veyde  Hinrike  Grope, 
juweni    jegere    etc.  ^    begere    wy    juwer    herlicheit   weten,    dat    wy   dem    suiuen 

I)  Zu  der  Annaliinc,  dass,  wic  bei   ^W   160,  mit   Weihnaeht  em  nenes  Jahr  begonnen  Bd,  lag   hier  kifia 
bcstrnimender  Grund  vor. 


I 


1419.     Nach  Dec.  25.  207 

Marquard,  vnsem  voget^  darvnime  gescreiien  hebben^  de  vns  wedder  hetft 
enboden,  dat  he  soike  veyde  vnde  vnwillen  mit  Hinrike,  juwern  jeger,  gerne 
in  Fruntlicheit  wille  laten  bestan^  so  lange  dat  he  by  vns  koine ^  so  wille  he 
vns  wol  vnderwisen^  wo  de  zaken  in  syk  suiuen  sin  vnde  wat  tosaghe  he  hebbe 
to  juwern  ergenanten  knechte  Hinrike.  Vnde  wes  vns  denne  van  orne  wedder- 
varet^  dat  wille  wy  juwer  herlicheit  benalen  vnde  vns  gerne  darinne  bewisen, 
dat  sodanne  vnwille  bygelecht  werde,  wen  vns  nicht  leff  were,  dat  de  vnsen 
niit  den  juwen  in  twistinge  scolden  sin. 

Die    Brief e  dea    Herto^a  nach   den    Originalen,   an    wtlchen   Reste   der  Siegel  vorhanden    siridf   die  Brief e  des 

HcUhs  nach  den  Coneepten. 

CliJ^Il. 

Der    Lubecker   Burger    Henning    Rene   vermacht    der    Kirche   zu  Berkenthin    einen 
Hopfenhof.     1420.     Jan.  5. 

Ik   Hennyng  Rene    anders    ghenoniet    Stonehauere,    borgher    to    Lubeke. 

—  —  Item  gheue  ik  den  zeken  to  Parkentin  vp  dessit  Molne  to  twen  iaren 
jewelkes  iares  VI  par  scho,  item  den  hoppenhoF^  den  ik  hebbe  bynnen  Parkentin. 
Des  houes  seal  myn  wiF  Taleke  brukaftich  wesen,  dewile  dat  se  ieuet.  Wan 
se  vorstoruen  is,  so  seal  de  sulue  hoppenhof  bliuen  bi  der  kerkeri  to  Parkentin, 
dar  gheue  ik  ene  to  ewighen  tiden  to  blyuende  by  alsulkem  beschede,  dat  de 
seken  darsulues,  de  dar  to  der  tijt  sint,  alle  iar  to  ewighen  tiden  van  deme 
Buluen  hoppenhoue  scolen  hebben  1  mrc.  penninge,  vp  dat  se  Got  vor  my 
bidden,  vnde  de  kerkhere  to  Parkentin,  de  dar  ieghenwardich  sit  vppe  der 
kerken,  de  seal  van  deme  suiuen  hoppenhoue  alle  jar  to  ewighen  tiden  hebben 
XII  schillinge.  dar  he  myner  sele,  mynes  wyues  Taleken  vnde  Cord  Baroldes,  mynes 
omes,  alle  hilghe  daghe  vnde  to  hochtiden  to  ewighen  tiden  vore  denken  seal 
van  dem  predikstole.  Wes  denne  dar  vorder  meer  af  kumpt  van  deme  vor- 
benomeden  hoppenhoue,  dat  scolen  vpboren  de  sworen  to  der  kerken  Parkentin, 
dat  gheue  ik  dar  to  deme   buwe  der  kerken  to  ewighen  tiden  darbi  to  blyuende. 

—  —  Screuen  in  den  jaren  vnses  Heren  veerhundert  in  deme  twyntichsten 
iare.  in  deni  auende  der  hilghen   Drier  koninge. 

Aua  dem  Testamente  des  Henniny  Rene. 


208  1420.     Jan.  6. 

CliXIII. 

Erwtederung  des  Baths  von  Lubeck  auf  das   Schretben  des  Markgrafen  Friedrich 
von  Brandenburg.     0.  J.  (1420).     Jan.   6.^ 

JL  ost  salut.  Hochgeborne  vorste,  grotinechtige  here,  besundere  ghunner. 
Juwer  herlicheid  brell,  de  vns  vgebroken^  geantwordet  werd,  ynneholdende^,  wo 
de  eddele  her  Balthazar  van  Wenden,  here  to  Werle,  iuwer  herlicheid  vore- 
brocht  hebbe,  dat  wy  enie  rechtes  vtghan  etc.,  hebbe  wy  wol  vornomen,  vnde 
dat  vns  de  ergenomede  her  Balthazar  dat  ouersecht,  dar  deyt  he  vns  sere  to 
kort  vnde  sinen  niotwillen  ane.  Wy  enhebben  ok  ny  yeniendes  rechtes  vore- 
wescMi  edder  entghan  vnde  enwillen  ok,  eft  God  wil,  nicht  don,  den  alse  wy 
billiken  vnde  init  redelicheid  don  mogen.  Ok,  ieue  here,  the  wy  vns  des  an 
den  erwerdigen  vader  vnde  heren,  den  bischop  van  Zwerin,  vnde  an  den 
ersarnen  rad  der  slad  Wismer,  dat  wy  vns  tegen  den  ergenomeden  heren 
Balthazar  vorboden  hebben,  weret  dat  he  vns  io  nynes  vngetnakes  vnde  an- 
sprake  vordregen  wolde,  dat  wy  vppe  legelike  dage  tegen  ern  komen  wolden, 
sine  ansprake  to  horende  vnde  dar  redeliken  to  to  antwordende,  vnde  de 
vorscreuene  here  biscop  vnde  de  rad  to  der  Wisnjer  vnde  andere  vnse  vrunde 
scholen  vnser  vp  legelike  dage  tegen  den  suluen  heren  Balthazar  to  eren  vnde 
to  rechte  vnde  to  aller  redelicheid  tnechtich  wesen  na  siner  ansprake  vnde 
vnser  antworde.  Vnde  vnse  bodeschop,  de  wy  kortliken  bi  iuwe  herlicheid 
sendende  werden^  schal  iuwe  herlicheid  der  zake  grundliken  vnderwysen,  also 
dat  iuwe  herlicheid  wol  irkennende  werd,  dat  sik  de  zake  anders  heft.,  den  se 
vor  iuwe  herlicheid  gebrocht  is.  Juwe  grotniechtigen  herlicheid  beware  God 
to  langen  saligen  tyden,  bedende  ouer  vns.      Epiph.   Dom. 

Consules  etc. 

Deni   hochgeboren   fursten   vnde  grotfnech- 
tigen  heren,  hern  Frederike,  niarggrauen 
to  Brandenborch   etc.,  vnsem  leuen.  gne- 
digen   heren,  detur. 

Nach  dem  Concept  auf  Papier. 


i)  Die  Jabreszahl  ergiebt  sich  aus  .M  160. 
2)  Lies  vpgebroken.     Vgl.  .^^  164. 


1420.     Jan.  6.  209 

CLXIV. 

Der  Rath  von  Lubeck  beschwert  sich  gegen  den  Ritter  Bernd  von  Plesse  uber  die 
Anhaltung  eines  Boten  des  Markgrafen  von  Brandenburg  und  die  Oeffnung 
eines  Schreibens.     0.  J.  (1420.     Jan.  6). 

Jiirsanie,  gude  vrunt.  De  here  rnarggraue  van  Brandeborch,  vnse  holde 
here,  hefft  vns  gesand  enen  breft\,  de  vns  doch  vormiddelst  sinem  boden 
gebracht  is  apenet  in  disser  wise^  alse  vns  de  sulue  bode  berichtede^  also:  alse 
de  bode  vor  juwem  houe  her  gereden  was,  volgeden  erne  na  dre  vte  juwern  houe, 
de  ene  venghen  vnde  den  vorscreuenen  breff  neinen  vnde  vorwareden  den  boden  so 
lange^  dat  gi  gehalet  worden  vte  juweni  houe  vnde  mil  den  vorscreuenen  dren 
vnde  ok  demsuluen  boden  ghingen  vp  den  kerkhoff  vnde  leten  dar  den  vor- 
screuenen vnses  heren  des  inarggrauen  breft'  an  vns  gesand  vpbreken  vnde 
lezen^  des  sik  de  vorscreuene. vnse  here,  de  niarggraue,  vnde  wy  jo  nicht  be- 
sorget  en  hadden,  vnde  ok  jo  nicht  temelik  noch  redelik  is,  vnde  en  is  ok 
nicht  vele  er  gehoret,  dat  men  vorsten  vnde  stede  breue  also  vpgebreken  hebbe, 
vnde  were  vns  ok  leff,  dat  yd  nicht  geschen  en  were,  wente  wy  dar  nicht 
myn  to  don  en  moghen,  wy  en  moten  darmede  varen,  alse  sik  dar  billiken 
vnde  van  redelicheit  wegen  mede  to  varende  gebord,  vnde  moten  dat  ok  open- 
baren,  dar  sik  dat  geboret.  Duchte  iw  auer,  dat  gi  dar  redelike  entschuldinge 
entegen  hedden,  de  wolde  wy  gerne  weten.  Sijt  Gode  beuolen,  vns  desses  eyn 
vnvortogerde  antword  to  scriuende  bi  dessen  boden. 

Consules  Lubecenses. 

Dem   strengen   ridder,   hern    Bernde   van 
Plesse,  vnsem  guden  vrunde,  gescreuen. 

Saeh  dem  Concept  auf  Papier.    Dies  Concept  und  dan  zu  No.  163  atehen  axtf  den  beiden  Seiten  eines  und  desselben  Blattes, 

Konig  Stgismund  bejiehlt  dem  Rathe  von  Lubeck j  die  jahrliche  Stadtsteuer,  so  lange  er  lebe, 
dem  Herzog  Albrecht  III.  von  Sachsen  zu  entrichten.    0.  J.  (1420).    Jan.  11.^ 

Wir  Sigmund  etc.  Embieten  den  ersamen  burgermeistern ,  reten  vnd 
burgern  gemeinlich  der  stat  zu  Lubeke,  vnsern  und  des   richs   lieben   getruen, 

I)  Der  Befehl  SigisronndB  vom  23.  Jnli  1417,  die  Steuer  fflr  immer  au  Herzog  Rudolf  zu  entrichten,  ist 
jibgedmckt  Bd.  V  M  681.  Das  K.  und  K.  Haas-  Hof-  und  Staatsarchiy  in  Wien  euthKlt  noch  einen  sich  nur  auf 
mn  Jahr  betiehenden  Befehl  Tom  81.  Aug.  1411.  Rudolf  starb  am  14.  Jan.  1419.  Ihm  folgte  sein  Bruder 
▲Ibrecht.  Sigismand  hielt  im  Januar  1420  einen  Reichstag  in  Breslau,  auf  welphem  auch  der  Herzog  Albrecht 
resend  war.     Aschbach,  Geschichte  Kaiser  Sigmunds  3,  37. 

27 


aiO  1420.     Jan.  11 

vnser  gnad  otc.  Wann  die  gewonlich  steore  vns  vnd  dern  riche  von  eiich  vnd 
der  Stat  Lubeck  jerlich  fallende  des  hochgebornen  Albrechten^  herczogen  za 
Saxen^  vnsers  iieben  oheimen  vnd  kuiTursten,  vordem  von  vnsern  voiTarn  am 
riche  verschriben  vnd  nu  an  in  koinmen  ist^  vnd  wann  dorurnb  vnser  gancze 
tneynung  vnd  wille  sind^  das  er  vnd  sin  erben  vnd  nyeniand  anders  dieselb 
steure  alle  jare,  diewile  wir  in  ieben  sin,  ufheben  vnd  innenien  soUen^  dorumb 
so  heissen  wir  vnd  gebieten  euch  ouch  von  Rotnischer  kunglicher  macht  ernst- 
lich  vnd  vesticlich  niit  disem  brief,  das  ir  die  steure,  die  dann  vns  vnd 
dem  riche  vf  vnsrer  Frowen  tag  natiuitatis  nehst  vergangen  erschinen  ist^  vnd 
ouch  aile  vnd  igliche  andere  steure,  die  dornach  uF  vnser  Frowen  tag  natiui- 
tatis vns  vnd  dem  riche  jerh'ch  erschinen  wirden,  deni  vorgenanten  Albrecht 
oder  sinen  erben  oder  irer  gewissen  bottschaFt  von  vnsern  vnd  des  richs  wegen 
vnd  an  vnser  stat^  diewile  wir  Ieben,  beczalen,  geben  vnd  entworten  soUen 
on  alles  vercziehen  vnd  widersprechen.  wann,  so  ihr  das  getan  habt,  so  sagen 
wir  ycz  als  dann  vnd  dann  als  ycz  vor  vns  vnd  das  rich  euch  vnd  ewern 
nachkommen,  burgere  vnd  die  stat  zu  Lubeke  der  vorgenanten  steure  aller 
vnd  iglicher  die  vorgenanten  czyte  vnser  lebtag  quitt  vnd  ledig  mit  disem  brief, 
nemlich  wollen  wir  vnd  meynen  ernstlich,  das  ir  euch  an  des  vorgenanten 
Albrechts  oder  siner  erben  quitbriefvon  der  vorgenanten  steure  wegen  alle  jar, 
diewile  wir  in  Ieben  sint,  benugen  lasset  vnd  das  ir  ouch  keyner  andern  vnser 
quitbriefen  doruF  wartet  oder  die  zuwort  habt^  by  vnsern  vnd  des  richs  hulden. 
Mit  vrkund  etc.  maiestat.  Geben  zu  Bresslaw,  nach  Cristi  etc.,  des  nehsten 
donerstags  nach  der  heiligen  Dryer  kunig  tag. 

Per  dominum  G(eorgiurn),  episcopum  Patauiensem, 
cancellarium,  Michael  de  Priest. 

Av8  K.  Siffismiifids  ReichH-Registraturbiich  Bd,  G.  FoL  36  b.  mit  der  (Jeberschri/t:  Quitancia  ciuitatitt  Lubeke^ 
im  K.  und  K.  Haus-  Ho/-  nnd  Staataarchic  zu  Wien.  Mitgetheilt  von  dem  Director  desseib^n.  Hitter 
von    Arneth. 

Quittung    des  Hei^zogs  Albrecht    von    Sachsen  und  Luneburg    uber    die   zu   Maricte 
Geburt  1419  fdllige  Stadtsteuer.     1420.    Jan.  16.^ 

Wir  Albrecht,  von  Gotes  gnaden  zu  Sachsen    vnd    Lunetnburg   herczog, 
pFaltzgrafFe  zu  Sachsen^  graffe  zu  Brene,  burggra£Fe  zu  Magdeburg,  des  heiligeO' 

1)  Vgl.  J)fS  57. 


1420.     Jan.  16.  211 

Roinischen  riechs  ertzinarschalk  vnd  kurfurtte.  Bekennen  vnd  beczugen  offent- 
lichen  mit  dissem  brieti'e  vor  ydernian,  also  als  die  erbaren  wiesen  burger- 
ineistere  vnd  ratmanne  der  stad  Lubeke^  vnsir  liebin  besundern  frundes,  die 
jerlicbe  sture  von  des  heiligeii  Roinischen  riechs  wegen  a!le  jerlichen  uF  vnser 
Vrouwen  tag  natiuitatis  vns  zu  geben  pflichtig  sien^  als  das  vnsers  gnedigesten 
bern,  des  Romischen  koninghes^  quietbrieff  vns  darubir  gegeben  eigentlichen 
uswieset,  vnd  wann  die  egenanten  burgermeistere  vnd  ratrnanne  der  egenanten 
8fad  Lubeke  dem  ersamen  hern  Reinharde,  meister  des  hoffes  zu  Lichtemberg. 
vDserm  liebin  andecbtigen,  die  sture  von  dijsseai  nehst  vorgangen  iare  von 
viisern  wegen  gentzlicben  gebin  vnd  beczalen,  so  sagen  wir  in  vnd  der  stad 
zu  Lubeke  die  sture  von  dissem  nehst  vorgangen  iare  in  dissem  vnserm 
oflFennen  brieffe  qwiet^  ledig  vnd  lohes.  Des  zu  bekantnisse  habin  wir  vnser 
ifigesigel  an  dissen  brieff  lassen  hengen.  Gebin  zu  Breslaw.  nach  Grists  geburte 
virczenhundirt  iar  dornach  in  dein  czw^iM^zigesten  iare,  am  dinstage  nach  dem 
achten  tage  der  Drier  koninghe  tage. 


Nach  dem  OriginciL     Mit  ^nkangendew  SiegeL     Ea  isi  rund,  4  Cfm.     Daa  Sieyei  gieicht  dem    des   Her  togs 
Rudolf  (Bd.  VNc,  628),  nur  tat  die  Umschri/t  anders,  nnmlich:  affifrii  J  6ci  J  gra  J  6uci^  foxonif  Jffjfonffiort^  J 


Domherren  Johannes  Lomentkoper  und  WvXfard  Rantzau^  als  wdhrend  der 
Sedisvacanz  des  Bisthums  Lvbeck  t'07i  dem  Domcapitel  bestellte  Ver^ 
waiter  desselben,  bestatigen  erne  von  dem  Raihmann  Johann  Darsow  und 
desseH  Brudersohnen ,  den  Brudem  Hermann^  Gerhard^  Bemhard  und 
Johann  Darsow  in  der  Marten  Kirche  an  einem  Altar  an  der  Nordseite 
der  Absis  gestiftete  und  mit  40  rnjfc  jdhrlichen  Einkiinften  aus  den  Dor  fern 
GrosS'Siemz  und  Lindow  (Ksp.  Schonbergj  Diocese  Ratzeburg)  ausgestattete 
Viearie.  Geu^dhlt  soil  nur  werden  unus  de  lectoribus^  sacrista  ant  organista 
vel  unus  presbiterj  qui  singulis  diebus  feriis  terciis  officium  predicationis 
in  ecclesia  Lubicensi  redpiatj  seu  unus  de  choralibus  aut  aliis  servitoribus 
ecclesie  seu  capttuk]  qui  per  annum  integrum  in  servicio  ecclesie  vel  capi- 
iuli  servivit     1420.    Jan.  18. 

Aus  dem  im  Beaitz  der  Oeaellscha/t  fur  Schleaw.'Hoist.-Lauenb.  Geachichte  bffindUchen  Diplomatarium 

Lubecenae  No.  85. 


S 


-• 


212  1420.     Jan.  19. 

CliXTIII. 

Die   DomheiTen   Johannes    Lowentkoper   und    Wulfard  Rantzau^  ah  wdhrend   der 
Sedisvacanz    des    Bisthmns    Lubeck    vom    Domcapitel    bestellte     Verwalter 
desselbeUy  bestattgen  eine  von  dent  Rathmann  Tidemann  Morkerke  und  dem 
Burger    Brunold    Warendorp    aus    dem   Nachlass    des    Conrad   Hohus  tn 
einer  von  demselben  erbauten  Kapelle  in  der  Jacobi  Ktrche  gestiftete  und 
mit  24  7iifi  Einkunften  aus  etnem  Chor  Salz  in  der  Saline  zu  Liinehurg 
ausgestattete    Vicarie.     Gewdhlt  werden  soil  Jiur  unus  de  lectoribus  chon 
vel  sacrista  aut  organista  seu  unus  de  choralibus,  qui  per  integrum  annum 
in  tall  officio  servtvit     1420.    Jan.  19. 

Aus  dem  im  Beaitz  der  GeselUchaft  fur  Schlesw. -Hoist, 'Lauenb.  Geschichte  befindlichen  Diplomatarium 

Lubecefise  No.  84, 


Die    DomheiTen  Johannes    Lowentkoper   und    Wulfard   Rantzau,   als  wdhrend  der 
Sedisvacanz  des  Bisthums  Lubeck  von  dem  Domcapitel  bestellte   Verwalter 
desselbeny  bestattgen  eine  van  dem  Lubecker  Burger  Ludeke  Niestad  gestiftete 
und  mit  8  rn^  jdhrlicher  Einnahmen  von  dem  Rath  zu  Neustadt  und  16  i)$ 
aus  dem  Hofe  Seedorf  und  dem  Dorfe  Schlamersdorf,  die  von  dem  Knappen 
Heinrich    Meinerstorp    gekauft   sindy    ausgestattete    Vicarie    in    der   Petri 
Kirche  an  einem  Altar  an  der  Siidseite  der  Kirche  ungefdhr  in  der  Mttte. 
Bestimmungen  hinsichtlich  der  Wahl  sind  wie  in  No.  167.    1420.  Jan.  26. 

Aus  dem  im  Besitz  der  Gesellschaft  fur  Schlesw. -Hoist, -Lauenb.  Geschichte  befindlichen  Diplomatarium 

Lubecense  No.  88, 


Papst   Martin  V.  incorporirt   die   Geniner  Pfarrkirche    einer   Distincten  ^  Praebende 
des  Domcapitels.     1420.    Jan.  31. 

Martinus  episcopus,  seruus  seruorum  Dei,  ad  futurain  rei  memoriam. 
Sedis  apostolice  prouidencia  circumspecta  circa  statiim  ecclesiarum  et  eccle- 
siasticaruin  personaruii)  omnium  salubriter  dirigertdum  prospicit  diiigenter  ac 
personis  ipsis^  ut  in  earum  necessitatibus  releuamen  suscipiant,  se  graciosam 
libenter  exhibet  et  benignam.  Sane  venerabilis  fratris  nostri  Johannis,  episcopi 
Lubicensis,  nobis  nuper  exhibita  peticio  continebat,  quod  fructus,  redditus  et 
prouentus  discrete^  singularis  siue  distincte  prebende  ecclesie  Lubicensis^  quam 


214  1420.     Jan.  31. 

rales    apostolice    sedis    uel    legatorum    eius    litteras    impetrarinl^    eciam    si    per 
eas    ad    inhibicionein.    reseruacionern  et    decretuin    uel    alias    quomodolibet   sit 
processuin  ^    quas    quidein    litteras    et   processus    habitos   per   easdern    ad    parro- 
chialein  ecclesiain    predictarn    volunius    non    extendi ^^    sed    nullum    per    hoc    eis 
quoad  assecucionetii   parrochialiuixi  ecclesiarurn  et   beneticioruin   alioruui   preiu- 
diciuni  generari,   et  quibuslibet  aliis  priuilegiis,   indulgentiis   et  litteris   apostcK.. 
licis^    gt^neralibus  ur\  specialibus^    quoruincumque    tenorurn    existant,    per   qu^ 
presentibus    non    expressa    uel    totaliter    non    inserta    effectus    eoruni    impedir^  j 
valeat  quomodolibet  uel  dittVrri  et  de  quibus  quorumque  totis  tenoribus  de  uerb^: 
ad   uerbum  habenda  sit  in    nostris  litteris  mentio   specialis.     Nos   enim  exnuac: 
irrituni   decfrnimus  et  inane^  si  secus  super  hiis  a  quoquam  quauis  auctoritate 
scienter  vel  ignoranter  contigerit  attemptari.    Nulli  ergo  hominum  liceat,  banc 
paginain   nostre   vnionis^  annectionis^   incorporationis,  voluntatis,   statuti  et  coo- 
stitutionis  intVingere  vel  ei  ausu  temerario  contraire.    Si  quis  auteu)  hoc  attemp- 
tare  presumpserit^  indignationem  omnipotentis   Dei  et   beatorum  Petri   et  Paiili 
apostolorum   eius   se   nouerit   incursurum.     Datum   Florencie,  11  kal.  Febniarii, 
pontificatus  nostri  anno  tercio. 

Sack  einer  Abaohrift  im  RegUtfum  quartum  Oapitvli  No.  LXVL 

Der  Rath  von  Hamburg  urkundet  nber  das  zmschen  den  Stddten  Lubeck  uitd 
Hamburg  geschlossene  Bundniss  zur  Bekriegung  der  Herzoge  Erich  wtd 
Bernhard  von  Sachsen-Lauenburg.     1420.     Feb.  2. 

VVy  borgermestere^  radnianne  vnde  menheyde  der  stede  I^heke  vikU? 
Hamborch.  Bekennen  vnde  betugen  openbare  in  dessem  breue  vor  alsweiiie^ 
dat  wy  vns  vmme  vnwillen.,  schaden,  oueruang  vnde  gewald,  de  de  irlucbtigen 
vorsten,  her  Erik  vnde  her  Bernd,  hertogen  van  Sassen  etc.,  vnde  de  ere  vtt0 
vnde  den  vnsen  bevt^yset  vnde  gedan  hebben,  dar  vns  doch  nyn  redelicbeyd 
vmme  schen  enmochte,  allene  vnser  eyne  der  vorscreuenen  stede  de  andereis 
vruntliken  to  en  vorscreff,  mit  wolberadeuein  mode  endrechtliken  vnde  VM 
nod  wegene  vorbunden  vnde  gezatet  hebben,  saten  vode  vorbyndea  vns  ^ 
in  crafft  desses  breues  tegen  vnde  vp  de  vorscreuenen  hertogen  Erike  Vttdft 
hertogen  Bernde  vnde  alle  de  gennen^  de  to  erer  hulpe  stan  edder  sik  dar  mi- 
stekende  werden^  se  sin  we  se  sin,  vmme  der  vorscreuenen  zake  wiiien,|  ^atao. 
dat  wy  ere  vyende  werden  vnde  wesen  scboien  vnde  ivillen.    Vnde  in  deaaemil 


i420.     Feb.  2.  2i5 

krijge    sclial    viiser   eyn    deine    anderen    truwelikeri    trostiik    viide    to    ende    vth 
behulpen  wesen    to   perde,    to   wagene,    to    schepe    vride    to    vote    rnit    gantzer 
n\acht,  doch    eyn    isiik   vp   sine    egene   koste    vnde    euenture.      Doch    so   schole 
wij  vorscreuene  stede  to   des   vorscreuenen    krijges   behoff  vnde  anders   nergen 
to  vnde  den  krijch  al  vth  eyne  jewelke  touoren    an    hebben    vnde    holden    twe- 
hundert  gewapend    vnde   hundert    schutten    alle    to    perde.      Weret    ok    dat   wij 
lamentliken  wes  don  wolden  to  schepe^  so  schole  wy,   de  rad  van    Hamborch, 
i    den  van   Lubeke  schepe  schicken  gelijk  vns  suluen   vrnme  eyn   redelik.     Ok  en 
I    scbal  sik  vnser  nyn   niit  den   ergenanten   iieren  vnde  eren    hulperen  jenigerwys 
sonen^  vreden  edder  jenich    bestand    rnaken    sunder  des   anderen    vulbord,   alle 
de  wijie  vnser  eyne  der  anderen   to  eren   vnde   to  rechte    mechtich    is.     Weret 
ok  dat  wy  in   dessenie  ki^ge  jenige  lande,  stede,  slote  edder  veste  zamentliken 
edder  besnnderen  wunnen,  de  schole  wy  in  beyden  syden  hebben  vnde  beholden. 
Neme  wy  nk  zamentliken   jenigen  vrornen   in   vangenen,   dignissen  eft  in  nanien^ 
den  schalnien    delen    na    niantale    Her   werafftigen    lude,    de    den    vronien    vor- 
woruen  hebben.      Wor  wy  ok  zamentliken   reysen   moten,   dar  schal    vnser    eyn 
by  d^me  anderen  wesen  to   rechter  t^d,  alse   he  geessched  wert.    Villet  ok  dat 
wy  nod  vnde   behoff  kregen   hulpe   van   buten   luden^  dar  schole  wy  vmme  toza- 
mende    komen.    darvmme    to    sprekende,   wo    men    dat   darvrnme    holden    wille, 
Wei-et  ok  dat,  wanne  desse  krych    vorsoned    vnde    gevlegen   weie.    mis  jemend 
zamentliken    efte    besunderen    veyden    wolde    vrnme    zake    willen,    do    in    deme 
suluen  kryge  geschen   weren,  dar   schal    vnser   eyne   deme    anderen    truweliken 
vnde  to  ende  vth  bystendich  ane  wesen.     Vortmer,  scheged  ok  na  vlege  desser 
scbelinge,  dat  de  ergenanten  heren   van  Sassen   vnde  de  eren   eyne  vnser  erbe- 
nomeden    stede    veyden    vnde    vngemakes    jo    nicht    vordregen    en    wolden    vnde 
sik  an  rechte  nicht  wolden   nogen  laten^  d^r  vnser  eyne  der  anderen  to  mech- 
tich were,  so  schal  vnser  eyne  by  der  anderen  to    ende    vth  truweliken   bliueri 
mit  gantzer  macht  vnde  nyne  sone,  vlege  edder    bestand  angan    sunder  willen 
vnde  vulbord   vnser    beyder.      Desse    tozate    vnde   vorbund    scholen    waren    teyn 
jar  lang  na  gi£Ple  desses  breues  sunder  middel  negest  komende.     Welker  vnser 
A  van    dessen    vorbenonjeden    twen    steden    in    dessem    lesten    vorbunde    nicht 
'  leng  wesen   en  wil,  de   schal    der    anderen    dat    eyn    jar    touoren    vorkundigen. 
^e  desse  vorscreuenen  stucke  zamentliken  vnde  besunderen  loue    wy    borger- 
mestere  vnde  radmanne  der  ergenomeden   stad   Hamborch    vor   vns   vnde    vnse 
jiakomelinge  den    vorbenomeden     borgermesteren    vnde    radmannen     der    stad 
Labeke    vnde    eren    nakomelingen    stede,    vast    vnde    vnuorbroken    to    holdende 


216  1420.     Feb.  2. 

sunder  argelist  an  guden  truwen,  vnde  hebben  des  to  merer  tuchnisse  vnser 
stad  ingezegel  witliken  vnde  niit  guden  willen  vor  dessen  suluen  breff  gehenget 
laten.  Geuen  to  Haniborch^  na  Godes  bord  dusent  verhundert  darna  in  deme 
twintigesten  jare,  vp  vnser  leuen   Vrowen  dage  to  Lichtniissen. 

Nach  (Jem  Original.  Mit  anhangendem  Siegel  der  Stadt  Hamburg*  In  dem  Hamburgischen  Archiv  befindet 
sich  die  an  demsflbrti  Tngf  in  Liibeck  ausgesiellte  Urkunde,  nbrigens  gleicMautend ,  nur  dost  am  SehluMte 
die  Namen  der  beidt^u  Stddte  in  umgekehrter  Reihen/olge  genannt  werden. 

Nachweis  eines  Handelsgeschdfts  des  Tidema7m  Steen     1420.     Feb.  10. 

Johannes  van  Bunne,  ciuis  Coloniensis^  et  Johannes  van  Mentze,  ciuis 
Lubicensis^  presentes  libro  recognouerunt,  se  et  ipsorum  heredes  coniuncta 
inanu  terieri  domino  Tidemanno  Sten,  consuii,  et  Wilhelmo  Richerdes  et  ipsorurn 
heredibus  ex  parte  varii  operis^  quod  ab  ipsis  emerant  et  receperant  ad  sui 
voluntatem  sufticienter,  V^  marcas  lub.  et  LX**  marcas  eiusdem  monete  Martini 
proxime  afTuturo  expedite  persoluendas. 

Spiiter  hinzugefugt:  Deleui  in  presencia  et  ex  iussu  prefatorum  doinini 
Tidemanni  Steen  et  Wilhelmi  Richerdes. 

Johannes  van  Bunne^  ciuis  Coloniensis^  et  Johannes  van  Mentze,  ciuis 
Lubicensis,  presentes  libro  recognouerunt,  se  et  ipsorum  heredes  coniuncta 
manu  teneri  domino  Tidemanno  Sten,  consuli  huius  ciuitatis,  et  suis  heredibus 
in  V^  et  XI  marcis  den.  lub.  Martini  proxime  affuturo  expedite  persoluendis. 

Spater  hinzugefugt:  Deleui  in  presencia  et  ex  mandato  dicti  domini 
Tidemanni  Steen. 

Nach  zwei  Inacriptionen  des  Niederafadtbucks  vom  J.  1420^  Scholastice. 

Die  Domherren  Johannes  Lowentkoper  und  Wulfard  RantzaUj  als  wdkrend  der 
Sedtsvacanz  des  Bisthums  Liibeck  von  dem  Domcapitel  besteUte  Admnd^ 
siratoren  desselben,  bestdtt'gen  erne  in  der  Petri  Ktrche  von  den  Brudem 
Hasse,  Johann^  Prtester^  und  Ntcolaus,  Late,  gesttftete  und  mit  24  m^ 
Einkilnften  aus  Hohen  Schonbergy  Ksp.  Kalkhorsty  Diocese  Ratzebttrg, 
welche  von  dem  Bitter  Bemd  von  Plesse  gekauft  sind,  ausgestatteti'^ 
Vicarie.  Htnsichtlich  der  Wahl  werden  die  in  No.  167  gestroffene^i  Be* 
stimmungen  wtederholt.     1420.     Feb.  16. 

Au8  dem  im  Besitz  der  GeaelUchaft  fur  Scblesw.-Holat-Lauenburg,  Geschichte  befindlichen  Diplomatarium 

Lubecenne  No.  86, 


1420.     Feb.  16.  217 


CliXXlV. 


LHe     Domherren  Johannes  Lowentkoper  und    Wulfard    Rantzau,  als   wdhrend  der 

SedisvacaJiz  des  Bisthums  Lubeck  von  dem  Domcapttel  zur  Verwaltung 
desselben  bestellte  Administrator en^  bestdtigen  eine  von  dem  Priester  Hermann 
Koning  gestiftete  und  mit  24  rrij^  jdhrlichen  EinkHnften  aus  dem  Dorfe 
Honhageny  Ksp.  Nusse,  ausgestattete  Vtcarie  in  der  Marien  Kirche  in  der 
vterten  Kapelle  an  der  Nordseite.^  Gewdhlt  soil  nur  werden  (wie  in 
No.  167)  unus  de  lectoribus  vel  sacrisia  aut  organtsta  seu  de  choralibus 
unus  aut  presbiterj  qui  singulis  di'ebus  ferits  terciis  officium  predicatwms 
%n  ecclesia  Lubicensi  recipiat  seu  alius  servitor  ecclesie  seu  capitult,  qui 
per  integrum  annum  in  servtcio  ecclesie  seu  capituli  servivit.    1420.    Feb.  16. 

Jku9  dem  im  Beaitz  der  GeaelUchaft  fur  Sc/Ueaw.-Holst.-Lauenb.  Geschichte  befindlichen  Diplomatarium 

Lubenense  No.  87, 

Der    Rath  von   Rostock   erkldrt   dem  Rathe  von  Lubeck^  dass  er  den  nach  Lvbeck 

ausgeschriebenen  Tag  nicht  besenden  konne,  jedoch  den  Beschlussen  wegen 
der  Schddtgung  des  Kaufmanns  in  Flandem  und  des  Pfundzolls  sich 
anschliessen  wolle,  bittet  um  seinen  Antheil  an  dem  Ertrage  dieses  Zolls, 
und  erkldrt  sich  endlich  bereity  zum  Widerstande  gegen  die  im  Sunde 
sich  sammelnde  Seemacht  beizutragen.     1420.     Feb.  29. 

Vnsen  fruntliken  grot  myt  begeringe  alles  giiden  touoren.  Ersamen 
leuen  sundergen  frunde.  Juwe  begher  vortnyddest  juwen  sendeboden  Johann 
Joden  myt  ichteswelken  scriften  an  vns  gesant  hebbe  wi  wol  vornomen. 
Hirvmme,  leuen  sundergen  frunde,  willet  weten,  dat  wi  van  nodsake  wegen 
vnser  herscop  vnde  vns  anliggende,  so  gi  lichte  wol  iruaren  hebben,  van  eres 
slotes  Gorlosen'  vnde  deme  gantzen  lande,  dar  wi  myt  gantzer  macht  to  don 
moten,  de  vnsen  up  de  tijt,  so  gi  begeren,  bi  iuw  nicht  hebben  konen,  dat  wi 
iow,  leuen  frunde,  bidden  von  nenen  vnwillen  to  nemende,  wente  id  us  neen 
quat  wille  deyt.  Vnde,  leuen  frunde,  wi  begeren  alse  vmme  den  schaden,  dede 
westwerth  geschen  is,  dat  gi  myt  anderen  steden,  dede  bi  iuw  komende  werden, 


1}  In  deinelben  Kapelle  bestand  noch  eine  andere  Vicarie.    Beiden  Vicaren  gcmcinsam  wird  die  Unterbaltang 
4n  Kapelle  auferlegt  dnrch  die  Bestimmung:     Volumus  eciam,  qnod  vicarius  dictam  capellam  una  cum  convicario 
in  eadem  in  tecto  et  fenestris  et  aliis  attinenciis  suis  in  esse  conservare  teneatur. 
S)  6  ran  toff,  Li;b.  Chroniken  2,  507. 

28 


218  1420.     Feb.  29. 

den  copman  besorgen,  des  besten  gi  konen,  dat  de  moge  ghekeret  werden. 
Vnde^,  leuen  Frunde,  alse  vmme  den  punttollen  beghere  wi  den  anders  nergen 
totokerende,  den  alse  des  vorramet  is,  wente  wi  vnse  andel  nene  wyse  vnt- 
beren  konen  eflt  willen,  begherende  ok,  leuen  Frunde,  alse  vinme  vnse  andeel 
van  des  punttollen  wegen,  dat  vns  nu  tor  tijt  toboren  (mag),  dat  gi  dat  ouer- 
scriuen  laten  in  Vlanderen  vnde  syn  vns  des  behulpen,  dat  id  vns  werdeo 
moge  myt  den  ersten,  wente  vns  des  is  wol  behoff.  Vurdermeer,  leuen  Frunde, 
wes  gi  vortan  ramende  werden  van  des  punttollen  wegen  to  vnser  aller  beboff 
vnde  beste,  dat  wille  (wy)  vnsen  wech  lyke  anderen  steden  gerne  so  holden. 
Ok,  leuen  Frunde,  vmme  de  samelinge  in  der  see  bynnen  Sundes,  de  sik  vor- 
heuet,  weddertostande,  wes  gi,  leuen  Frunde,  myt  anderen  steden  hirane 
setten  to  donde,  dat  wille  wi  vnsen  wech  na  vnsen  parttale  lyke  andere 
steden  so  gerne  holden.  Got  sy  myt  iuw  to  langen  saligen  tijden.  Screue 
vnder  vnsen  secret,  anno  etc.  XX%  quinta  Feria  proxima  post  Inuocauit. 

Consules  Rozstokcenses. 

Aufschrift:     Commendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsular 
bus  et  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,    Mit  Resten  des  aufgedruckten  Secrets. 


€IiXXTI. 

Glaus  Lembeke  erkldrt  sich  gegen  den  Rath  von  Lubeck  bereity  die  Frage,  ob  sdn 
Dienstverhdltntss  zu  dem  Kontge  von  Ddnemark  rechtmdssig  und  ehrenhaf^ 
seiy  dem  Schiedsspruch  desRomtschen  Konigs  zu  unterwerfen.  1420.  MarziO^ 

Vruntliken  denst  tovorn  vnde  wes  ik  ghudes  vermach.  Wetet,  gjT 
erliken  heren  borghermester  vnde  ratman  to  Lubeke,  dat  ik  my  vaken  vnder 
vele  vorboden  hebbe  theghen  de  herthoghinnen  van  Sleswyk  vnde  ere  kyndere,- 
were  dat  en  dar  ychteswes  ane  scheelde,  dat  ik  my  to  mynem  heren,  deme 
koninghe  van  Dennemarken,  seth  hebbe.  so  wolde  ik  myt  en  komen  hebben 
vor  enen  heren,  de  vns  lyke  weghen  wesen  hadde  in  deme  rechte,  edder  war 
my  van  rechte  herd  hedde  to  komende.  Hedde  de  here,  dar  ik  myt  en  vor 
komen  hadde,  my  to  rechte  vunden  na  tosprake  vnde  na  antworde,  dat  ik  myt 
eren  by  mynem  heren,  deme  koninghe  vorbenomed,  mochte  bleuen  hebben, 
dat  ik  dat  ghedan  hadde;  hedde  he  my  ok  ghevunden,  dat  ik  dat  myt  ereo 
nicht  mochte  dan  hebben,   so   wolde  ik   dat  ghelaten   hebben   vnde   wolde    dar 


I 


1420.     Marz  iO.  219 

denet  bebben,  dar  my   van   ere   weghen    borde    to   denende,   wente   ik   inynem 

heren,  deme  koninghe,  anders  nenen  deenst  ghezecht  hebbe,  wan  ik  erne  myt 
eren  don  mach.  Vnde  desses  hebbe  ik  vaken  vnde  vele  ouerbodich  weset 
teghen  de  vorscreuen  hertoghinnen  vnde  eren  kynderen  beyde  vor  heren  vnde 
vor  steden  vnde  vor  ridderen  vnde  knechten.  Des  ghelyk  hebbe  ik  dar  vaken 
vnde  vele  screuen  heren  unde  steden^  dat  nianghem  bedderuen  inanne  witlik  is, 
vnde  en  konde  de  vorscreuen  herthoginnen  vnde  ere  kyndere  dar  ny  to 
bringben,  dat  se  vmme  dyt  vorscreuen  myt  my  to  rechte  wolden,  dar  ik  doch 
vele  swares  arbeydes,  koste  vnde  theringhe  vmme  had  hebbe,  dat  ik  dat  gherne 
8een  hadde,  dat  se  vmme  dyt  vorscreuen  myt  my  to  rechte  komen  hadden. 
Yodoch  hebbe  ik  dar  so  vele  vmme  arbeydet,  dat  herthoghe  Hinrik  van  Sles- 
wyk,  greue  to  Holsten  vnde  to  Stormeren,  myt  my  eyns  gheworden  is,  waner 
he  my  veer  weken  tovoren  tozecht  myt  synem  breue,  edder  ik  eme,  so  schal 
ik  myt  synem  vulmechtighen  boden  suluen  edder  enen  vulmechteghen  van 
myner  weghen  senden  vor  den  allerdorluchtichsten  vorsten  vnde  heren,  den 
Romeschen  koningh,  to  rechte,  wer  ik  myt  eren  by  mynem  heren,  deme  konin- 
ghevan  Dennemarken,  blyuen  mach  eme  vnder  oughen,  so  schal  ik  dat  don;  mach 
ikdatmit  eren  nicht  don,  so  schal  ik  dat  laten,  dar  to  vorscheydende  na  tosprake 
VDdena  antworde.  Also  hebbe  ik  deme  dorluchtighen  vorsten,  herthoghen  Hinrike 
vorbenomed  tozecht,  dat  ik  Hannes  van  Hardenberghe,  mynen  leuen  dm,  myner  vul- 
mechtich  to  wesende  wyl  vppsenden  des  neghesten  dinxstaghes  na  deme  sondaghe 
toMytvasten  neghest  kumpt  vor  den  allerdorchluchtichsten  vorsten  vnde  heren, 
den  Romeschen  koningh,  dar  rechtes  to  netende  vnde  to  entgheldende  van 
myner  weghen  in  sulker  wyse,  alze  vorscreuen  is,  vnde  serine  jw  dyt  hyrvmme 
to,  dat  id  jw  wytlik  wesen  schal,  wo  ik  dat  vorvolghet  hebbe  vnde  vorvolghe, 
datik  my  to  mynem  heren,  deme  koninge  van  Dennemarken,  seth  hebbe,  effte  dar 
anderswe  wat  vpp  zegghen  wolde,  wan  ghud,  dat  he  my  dat  myt  vnrechte  don 
acbolde,  vnde  beghere  des  mer  vortokomende,  beyde  vor  heren  vnde  vor  stede, 
vnde  bydde  jw  deenstliken,  dat  gy  dyt  wilien  nasegghen  van  myner  weghen. 
Darinede  bevele  ik  jw  Ghode  almechtich.  Screuen  vnder  mynem  inghesegel, 
oa  Gbodes    bord    verteynhundert   jar    darna    in    deme    twyntighesten   jare,    des 

Jiegbesten  sondaghes  vor  Mitvasten. 

Clawes  Leembeke. 
Aufschrift:     Den  erliken  dughentzamen   heren,  borgermesteren    vnde  rat- 

mannen  der  stad  to  Lubeke,  kome  desse  breff. 

Naek  dem  Original  auf  Papier,     Vom  aufgedrUckten  Siegel  aind  nur  achwache  Reate  Hhrig. 

28* 


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firti-ins     *"•    nrnitir   lu   :ie*^nst  in  dem  heilipo 
v;4jLrr::i*-fi    rzeuenden  eyns  jares  alter 
.ir-:^:> ::!•!—.    ir^aiea.    ::ipttt?l   wnd  persoDeo  ii 
-=-=     -it^    •-'^  i^^o^ticntHi  jntfue  doruber  segebn 
er-    -^-^^r-iii^    ^<inanner».    bis^rhoue  za  Brandem- 
-  -::^:?^.   -:^e-  uiur   ierseUi»»n  babsdicfaen  briene, 
/r     •  *jkK  Tnmt-iiica  ^vrnuer  .lie   vn^ehorsaraen  n  1 
i'  -'     -  ■  -^     "f     :^    .i:.-iifuiiii   ▼**r3dii:aer    hande.     SoideD  wir 

T  .   'i  .—    -     .  .    •.^—    -..:-  i"'i-ii?    .'mi  vratlertao   anruffeD  vnd  die 

v--r  :  i»-       ■-  -     '~:^'-.     '^-iin^-'i     '  ■ihir«n    lasst^a.    verstet  ir  wol,  dlX 

U'  '.    ^r  --      --T^-r;;i^     -\i    --^r-ermasze  f<«!sofaeen    mochtp,  vnd  Got 

r>  ^  t,.  -.  I,'  :..  1*^*1  V—--  -111  .'n.s^r  iiaai^ch  gemote  ist  grosilick 
•:,■--•  .*v*/-'.  :.x:  v--  *:i  -jii^inrr  z^r-x^  vno£?«w  volden.  mochten  wir 
<---     :.•  •;.  .     :^    %*---       ::.:     i»*m    -z^-iancea    :zi»hend    ein   ende  gewinnefc 

fi%;  .  -JT'"      V  •        :    *▼*•    .••;.»    Ti,[  -•5;ii:a«fa  •Jttch  ouch  ruit  gaiiczein  emit 

^fA   f!  -/.>.    ;.^.  I- •    :  •  2:-*"T-::i.i.^.   j:    -fi-iu   wnd  ouch  tnit  den  prelaten,  s) 

'^\u  if«r.--.  '.r.  -, :-;  tt-  -  ::.  :- :  .nifj  3 'jfi««t  rn  der  stal  bij  euch  vnd  nahend 
vn.li  '-ij^ir.  2*-i,«r»-^' .  .•-t*'"  •?"•!  •?  rii^-'iii'^a  vnderwisen  wollet,  daz  vns  von 
<I«A  r/'h'f.'l-  fs^s^r.  -  T  - -r.'Mirrn-ii  «:•:«*  von  in  widerfare^  daz  wir  nit  not 
hiilMin,  i\i>t\kU\\f  ft'.^  -A^:r.\.:r.  r.ir.-:-^  inrruruffen,  Doran  beweist  ir  vns  sunder- 
In  In*  iliriKt  vnd  'AoliT^'-^.i^ri.  ^ri  wir  fcesern  des  von  euch  ewer  beschribne 
iimUimI  iit'hi'ft  7M  \9X'':z\h\i.  des  dinsta^s  vor  Letare.  vnser  richs  des  Hungri- 
m  lii'ii   I'll.   Ml  i|«-rri   XXXIII  vnd   dfs  Ron^ischen  in  dem  X  jaren. 

i'fi-  dorniniJiri  G(eorj;iuiii).  episcopum  Patauiensein, 
riinndhirinrii.   Mich,  de  Priest. 
\nt'stlinl't:     Dm   iTHamfn   burgermeistern    vnd   ratmannen    der   statt  M 
I.uImmK.  vii/imii   vnd   di*H   rirliH  lieben  getruen. 

.ViiiA  .^»•  tht^finiii  nuf  I'npirr.     Mit  aU  Pretsel  aufyedriiettem  SiepeL 


1420.     Marz  17.  223 

in  den  festeii  der  hillighen  apostelen  Philippi  et  Jacobi  vnde  der  hilligen 
fnncvrouwen  siinte  Dorothern^  der  he  erer  beide  belde  tughet  heuet,  vppe  dat 
nilue  allar  wille  wi  vnde  scholen  vnde  vnse  nakomelinghe  de  homyssen  laten 
lingben  to  kore  to  den  vorbenomeden  altar,  vnde  beide  de  missen  vnde  de 
vespere  vppe  vnsen  groten  orghelen  alle  iar  to  ewighen  tiden.  Vnde  vppe 
lit  van  vns  vnde  van  vnsen  nakomelinghen  alle  desse  vorgescreuenen  artikule 
TDghebrokeii  vnde  vnvormynnert  gheholden  werden,  so  heuet  vns  de  vorbeno- 
nede  her  Hennyng  an  zyme  testament  gegeuen  twyntich  lubesche  mark  wicbelde- 
leothe  by  deme  rade  to  Lubeke.  to  brukende  in  der  wise,  alse  nascreuen  steit^ 
ibo  dat  wi  VI  mark  darvan  keren  willen  vnde  schullen  an  ene  koste  myt 
lyDe  den  broderen  vp  zunte  Katherynen  dach  to  donde.  wan  wi  began  de 
dachtnisse  hern  Hennynghes  vnde  der  zynen  vorbenomed,  vnde  dar  scholen 
jegbenwordicb  mede  wesen  der  neghesten  eruen  vnde  vrunde  viue  ofte  zesse« 
fDde  dat  ouerghelt  schole  wi  vnde  willen  keren  to  vnses  closters  behoff,  wor 
wi  des  bedoruen.  Jodoch  wille  wi  vnde  scholen  de  vorbenomeden  XX  mark 
gheldes  iariikes  vorschoten  vnde  der  stat  plicht  darvan  entrichten.  Vnde 
vorde  de  vorbenomede  renthe  vtgheioset.  so  wille  wi  vnde  scholen  myt  rade, 
vulborde  vnde  medewetent  der  kynder  des  vorgenanten  hern  Hennynges,  ere(r)  vor- 
mundere  vnde  eruen  dat  ghelt  bynnen  der  stad  eder  buten  wedder  anlegghen, 
also  dat  alle  desse  vorgescreuenen  articule  yo  scholen  vnde  moghen  gheholden 
irerden  to  ewighen  tiden.  Dyt  loue  wy  vor  vns  vnde  vnse  nakomelinghe  stede 
vnde  vast  to  holdende  zunder  aller  arghelist  vnde  hulperede  werlikes  offte 
^estlikes  rechtes.  Des  to  ener  wisser  tuchnisse  so  hebbe  wy  myt  wolbera- 
denen  mode  vnde  myt  witlicheit  myt  eneme  inghesegel  des  prouinciales  vor- 
kenomed  vnde  vnses  closters  inghesegel  ghehenghet  an  dessen  brett*,  de 
ghegheaen  vnde  screuen  is  na  Godes  bort  dusent  veerhundert  an  deme  twin- 
t^hesten  jar,  an  sunte  Ghertrudes  daghe  der  hilligen  juncvrowen. 

AuM  dem  Copiarius  des  BurgkloBtern  foL  10  h. 


Fine  Schuld  an  das  Kloster  in  Ahrenshoeck.     1420.     Marz  17. 

Wilhelmus  Schoneweder  presens  libro  recognouit,  se  et  suos  heredes 
teneri  conuentui  fratrum  Karthusiensium  in  Arnesboke  terre  Holtzacie  et  in 
ityocesi  Labicensi  in  quatuor  marcis  denariorum  perpetuorum  reddituum 
Bingiilis    annis    quater   in    anno    erogandis    et    soluendis,    videlicet    in    quoiibet 


224  1420.     Marz  17. 

quartali  anni  vnaiii  inarcam  uel  quatuur  stopas  vini  Renensis.  Idem  eciam 
Wilhelinus  debebit  prescriptis  fratribus  pretactos  redditus  ante  obituni  suum 
ita  certos  facere,  quod  iideni  fratres  et  ipsoriitn  successores  in  hoc  bene  sint 
cauti  et  prouisi,  ycnino  et  contenti. ' 

Spdter  hinzygrfiigt:  Vrornoldus  Warendorp  cum  littera  procuratoria 
conuentus  in  Arnsboken  et  in  presencia  fratris  Pauli  Grambeken  eiusdem  ordinis 
jussit  dictani  scripturani  deleri. 

Nach  einer  In  script  ion  des  S  ivderatadtbuchs  vom  J.  1420 ^  Letare, 


Die   Domherren    Johannes   Lowentkoper  und    Wulfard  Rantzau,    als  wdhrend  der 
Sedisvacanz  des  Bisthwns  Luheck  von  dem  Domcapitel  bestellie  VerwaUer 
desselben^    bestlitigen    eine    von    den   Luhecker  Burgern  Albert  Grate  und   I 
Reyneke  Craft  gestiftete   und   mit   24  m^   jdhrlicher  Einkunfte  aus  dim   j 
dem  Albert    Grote   gehorigen    Dorfe   Rondeshagen   ausgestattete   Vicarie  in    ^ 
der  Petri  Kirche.     1420.     MSrz  22. 

Au8  dem  im  Besitz  der  GeselUcha/t  fur  Schleaw.-HoUt.-Lanenb.  Geachichte  befindlichen  Diplomatafium 

Lubecctisc  No.  05. 


Erich  y  Konig  von  Ddnemarky  schldgt  dem  Rathe  van  Lubeck  einen  anderen  Tagf   ; 
als  den  festgesetzteUy  fur  die   Verhandlungen  mit  dem  Graf  en  von  Holstein 
vory  bittety   dass   die  Stddte  ihre  Mitwirkung  fortsetzen^   sendet    Abschrifl 
eines  Brief es  an  den  Graf  en  Heinrich  und  spricht  schliesslich  die  Hof[nunij 
ausy    dass   die  Stddte  ihm   die  Stadt  Schleswig  jeder  Zeit  auf  Erf  orders 
zuriickgeben  werden.     1420.     Marz  23. 

Ericus^  Dei  gracia  Dacie,  Swecie,  Norwagie, 
Sclauorum  Gotorumque  rex  et  dux  Pomeranie. 

\  nsen  vruntliken  grut  touoren.  Wetet,  guden  vrundes^  alse  gy  vns 
toscreuen  vnde  ok  by  vnsenie  rade  entboden^  dede  by  den  juwen  to  Sleswik 
do  van  der  stede  weghen  dar  weren  vinuie  eu^u  andern  dagh,  den  wi  holden 
scholden  n)yt  den  Holsten  to  sunte  Johannes  daghe  to  niitsoniere  in  alier  wijs, 

I)  Nacb  cincr  andein  iDscription,  vom  8.  Mai  (Epimachi)  desselben  Jahres,  bckcnnen  sich  die  BrCider  Bextold 
und  Wilhclm  Schoncwcddcr  nocli  zn  einer  Schuld  von  100  m{(  an  das  Klostcr,  in  zwei  Terminen,  n&chsto  Michaelis 
and  Ostern,  zii  bczalilen. 


i 


1420.    Marz  S3.  225 

Ase  de  dagh  vorramet  was  to  Sleswik^  alse  dar   gij   do  weren  ^   dar  wi   jw   do 

vedder  vp  screuen,  dat  vns  de  dagh   nicht  gheddeli)k  en  were  to  holdende  to 

sante  Johannes  dagbe  vmme  anderer  legbenbeyt  willen^  alse  yt  vns  vnde  vnsen 

rijken   anliggende   ys,    men   wi    woiden    ene    gherne   holden    vppe   der   hilghen 

Dreualdicheit  sundaghe  alse   achte  daghe   na   Pingxsten  negest  komende.     Dar 

screue  gij  vns  do  wedder  vp  van  der  stede  weghen,  dat  gij  dat  by  den  Holsten 

irbejden  woiden,  vft  se  den  suluen  dagb  vp  de  tijd  bolden  woiden,   vnde   wes 

gij  darane  bearbeideden  by  en,  dat  wolde   gij  vns  kortliken   to   wetende   doen. 

Dir  ys  vns  nicbt  a£F  to   wetende   worden,   wes   gij    darane    bearbeidet  hebben, 

VDde  aldus  late  gij   vns  ane  antwort,   also   dat   wi    nicht   en   weten    van    juwer 

leghen  vns  jerghen  na  to  richtende.    dar  gij   doch   langer  tijd   nogh   to  gehat 

hebben.     Wolde  gij  vns  darvan  wes  hebben   to   wetende   daen,   dat  gij    id   wot 

mocbten    hebben    gedaen,    wo    gij   dat   menet,   des    en   vorneme   wi   so   enkede 

DJcbt,  alse  vns  des  lichte  wol  bedarfF  were,  mer,   guden  vrunde,  vns  duncket, 

gij  willet  dat  werk  laten^  alse  dat  werden  wil.    Doch  so  hope  wi  jo  vnde  vor- 

naden  vns  gent^liken  an  jw,  dat  grj  dat  jo  also  bestellen  wrilen,  dat  vns  vnse 

stad  Sleswik,  de  wi  jw  vppe  louen  antwordet   hebben,    in    aller   wise    so   vrigh 

tedder  werde,  welke  tijd  wy  des  to   rade   synt  de  to   annamende   edder  willen 

lonamen  laten,    vnde   dat  gij  de    land   vnde   lode   wedder   an    vns    wisen   also 

nigb,  alse  wi  se  hadden   vnde  se  jw  antwordeden   vnde    an    jw   wiseden    vnde 

wiseo  leten  vppe  louen*     Guden    vrunde,    dat   wi   jw    dyt  so   vterlrken   scriuen 

Tnme  de  stad,  dat  do  wi  darvmme,  dat   vns  ouel  to   donde   steyt,   dat  wy   jw 

cue  stekende   tijd   seggen   edder    toscriuen,   welke    tijd    wi    vnse    stad    wedder 

nioamen  willen,  wente  gij  weten  wol,  dat  vns   de   noet  darto    drenget,   dat  wi 

le oiechtliken  annamen  inoten,  vnde  dat  magh  vns  wedder  vnde  wynt  benemen, 

so  dat  wf  nene  stekende  tijd  soken  konen.     Darvmme   hope  wi^  dat   gij    id   jo 

ibo  bestellen   willen,  welke    tijd    wi    komen    vnde   se    geeschen    edder    eschen 

laten,  dat  se  vns  denne  jo  vrigh  gewerde,  vnde  vornioden   vns   des    gentzliken 

to  jw,  dat  gij  jo  dar  nicht  na  stan,  dat  wi  jerghen  ane  vorsnellet  werden.    Des 

/We  vnvortogherde  antwerde.     In   Christo   valete.     Scriptum  Lunden,   sabbato 

proximo  ante   dominicam  passionis  Domini^  nostro  sub  secreto,   anno   etc.  XX. 

Ilem  sa  serine  wi  vnseme  oeme  van   Holsten   nw  enen  breff  to,  des  wi 

w  ene  wtscrifFt  hirinne  besloten  senden. 

Aufschrtft:     Den   erbaren    vorsichtighen   borghermesteren   vnde    ratluden 
er  stad  Lubeke,  vnsen  guden  vrunden. 

k4  dem  Original  auf  Papier.    Deu  ah  Pressel  avfgedruckte  Siegal  Ut  unkenntlich  gevoorden,  Mit  heiliegender  Abschrift, 

S9 


226  1420.     Marz  23. 


Erichf  Konig  von  Ddneinarky  fordert  den  Graf  en  Heinrich  von  Holstein  aufy  wegen 
der  wdhrend  des  Friedens  geschehenen  Gewaltthdtigkeiten  mit  ihm  in  Ver^ 
handlung  zu  treten.     1420.     Mdrz  23. 

Ericus,  Dei  gracia  etc.  (mie  in  No.  182). 

Wetet,  ieue  oem  van  Holsten,   alse  vinme  dessen   vrede,    den  de  sted^^ 
twischen  )w  vnde  vns  gedeghedinget  vnde  secht  hebben,  bynnen    deme   suluei^ 
vrede  ys  vns  vnde  den  vnsen  vele  vnwillen  schen  van  jw  vnde  den  juwen,  aise  ai^H 
dotslaghe^  an  roue  vnde  lande    vnde  lude  entweldighet  vnde  an    menniglierlei^^ 
ouerwalt  vnde  vnrechte,  alse  jw  en  deel  wol  witiik  gedaen  ys  van  vnser  weghen-^ 
wat  dat  is,  vnde  wi  noch  wol  witiik  inaken  inoghen,  vnde  hebbet  rechtes  dar-— * 
vmme  begherende  weset  van  jw,  dar  vns  docb  n^n  antworde  van  komen  konde,i«i^ 
dar  wi  ane  vornemen  konen,  dat  gij  dar  rechtes  ouer  helpen  wilt.    Leue  oeoi^ 
wolde  gij  jw  noch   darto    othrnodighen    vnde  doen    vnde   helpen    vns   also    vele, 
alse    recht    wore   van   disses    vorbenomeden    vredes   weghen  vnde  van  anderen  " 
vredebrake,  de  in    vortijden    geschen    ys    vnde    vinme  des    wi    jw    totoseggende . 
hebben,    vnde  deden  vns    so    vele,    alse    recht    were,    vnde    nemen    des    gelijk 
wedder  van   vns,   vft  gij    vns    worvnime   totoseggende   hadden,    des   wi    gherne 
ouerbodich  willen  wesen,  dar  bidde  wi  gherne  vlitliken  vnime,  leue  oem.     Dyt 
vorscreuen  nemet  to  synne  vinme  Godes  willen  vnde  dencket   vppe  mennighes 
armen  mans  vorderff,  dotslagh,  mord,  roif  vnde  vele  vnwillen,  de  daraif  entstan 
mach,  vft  gij  vns  rechtes  weygherden,   alse   wi   doch    hopen,    dat    gij    jo    nicbt 
en  doen,  wente  vnseine    hern    Gode    schal   dat    bekant    wesen,    dat   wi    jw    des 
vngherne  weygheren  willen,  dar  gij  recht  ane  synt.    Leue  oem,  des  gelijk  doet 
vns  wedder  vmme  de  leue  Godes  vnde  vmme  mennighes  vorderues  willen,  dat 
darvan  entstande  ys,  alse  vorscreuen  steyt.    Scriptum  Lunden,  sabbato  proxiino- 
ante  dominicam  passionis  Domini,  nostro  sub  secreto,  anno  etc.  XX. 

^ach  einer  dem  Brief e  an  den  Rath  beigelegten  Abschri/t. 


Urfehde  des  Bergenfahrers  und  BUrgers  in  Bergen  Hans  Nyestad.    1420.    Mdrz  28. 

Ik  Hans  INyeslad,  bergeruare,  wonafftich  to  Bergen  in  Norwege  vnde 
borger  darsulues.  Bekenne  vnd  betuge  openbare  in  dessem  breue  vor  als- 
weme,  dat  ik  den   ersamen   vnde  wijsen    mannen,   heren    borgennesteren    vnde- 


1 


288  1420.     Marz  31. 


Preis  des  Hop/ens.    1420.     Mdrz  31. 

(jonradus  Sydenbecker  coram  libro  recognouit,  quod  in  sua  domo,  in 
qua  inhabitat,  jacent  et  sunt  centum  wigariter  droment  hoppen,  quas  ipse 
Conradus  vendidisset  Nicolao  Robele  et  Johanni  Reder.  et  dictus  humulus  debet 
esse  in  se  similis  et  bonus  absque  fraude.  Vnde  tamen  prefati  Nicolaus  et 
Johannes  coram  libro  recognouerunt,  se  teneri  soluere  prenotato  Conrado 
Sydenbecker  et  suis  heredibus  pro  dictis  centum  droment  hoppen  centum  et 
XIII  marcas  lub.  den.  in  festo  Margarete  proxime  affuturo  ultra  ad  annum 
expedite  et  absque  ulteriori  dilacione  persoluendas. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbucha  vom  J,  1420,  PcUmarunu 


Vicko  von  Vitzen  schreibt  dem  Burgermeister  Jordan  Pleskow,  doss  der  dem  Hetnnck 
Tamewitz  zugesagte  Friede  angenommen  seL     0.  J.  (1420).     Marz  31.^ 

An  den  erwerdyghen  her  Yorden  Pleskowe,  borgermester 
to  Lubeke,  myme  guden  vrunde,  kome  dusse  bre£P. 

Mynen  denst  to  alien  tyden.  Wetet,  gude  vrunt  her  Yorden,  alse  ik 
iw  sprak  van  Hinryck  Tarnevytzen  weghen^  vFt  gy  van  Lubeke  ewen  vrede 
myt  em  holden  wolden,  des  sede  gy,  (gy)  werens  aliene  nycht  mechtich,  gy  wolden 
gerne  myt  deme  rade  darvmme  spreken  vnde  wolden  my  ene  antworde  seggen^ 
sedder  sede  gy  my.  gy  hadden  myt  en  darvmme  spraken  vnde  wen  ik  yd  iw 
toscreue,  so  scholde  he  juwer  velych  wesen,  dat  hebbe  ik  Hinrike  secht  van 
juwer  weghen,  dat  he  to  der  Wysmer  schal  komen  vnde  schal  juwer  velych 
wesen  vnde  der  juwen,  des  sta  ik  vor  enen  vrede,  bede  vor  iw  vnde  vor  em 
wentellll  weken  na  Paschen  van  dysser  tijd,  dat  desse  breffscreuen  is,  vnde  hebbe 
id  dan  vmme  juwes  besten  wyllen  vnde  syns,  dat  ik  gerne  seghe,  dat  gy  iw 
wol  vorlykeden,  dat  were  my  leff,  dat  iw  alsulkes  dynghes  nyn  ndt  endede  to 
beyden  syden.  Vnde,  leue  her  Yorden,  vorwart  my  darane,  alse  ik  iw  to  loue 
vnde  my  dar  macht  ane  lycht.  Darmede  beuele  ik  iw  Gode.  Screuen  vnder 
mynem  inghesegele,  Juncghe  Vycke  van  Vytzen,  in  Palmedaghe,  vnde  ik  quam 
em  er  nycht  to  sprake. 

iVocA  einer  Abschri/t  auf  Papier, 

1)  Die  Jahreszahl  ergiebt  sioh  aus  M  190,  wo  der  im  J.   1420  am   Sonntag  Quasimodogeniti   in   Wismar 
gehaltene  Hansetag  erwtthnt  wird. 


1420.     Nach  Marz  31.  W9 

CIiXXX¥IlI. 

Vicko  von  Vxtzen  zeigt  dem  Burgermmter  von  Wismar  Johann  Banzkow  an,  doss  er 

dem  Heinrich  Tamemtz  den  ihm  von  dem  Rathe  von  Lubeck  zugesagten 
Friedeti,  attcK  doss  er  sichei*  nach  Wismar  kommen  konne^  mitgetheilt  habe. 
0.  J.  (1420.    Nach  Marz  31.) 

An  den  erwerdigen  heren,  her  Johan  Bantzecowen, 
borgerniester  to  der  Wysnier  etc. 

minen  griit  touoren  vnde  wes  ik  gudes   vormach.      Wetet,   gude   vrund, 
her   Johan  Bantzekowe^    alse   gij  my    berichteden,   dat   gij    eynen    ende    hadden 
van    den  Lubeschen  van  Tarneuitzen  wegene  vnde  gij  id  etne  toscreuen  hadden, 
dar  he  er  velich  scholde  wesen,  des  wetet,  dat  erne  noch  bode  noch  breff  gekomen 
is,    er  ik  to  ern  quarn  in  Palme  sondage,  dat  ik  erne  alle  dink  berichtede,  alse 
gij    my  suluen  zeden,  dat  he  velicli  scholde  ouerkomen^  vnde  hebbe  em  eynen 
vrede   secht  van  juwer  wegen,   dat  he  velich  vnde  leydet  schal  wesen  in  juwer 
stad,     wente  he   hijr   [nicht]   anders   nicht   komen    wolde,    vnde    hebbe   em    dat 
gesecht  vmme  juwen  willen.     Hyrvmme  vorwaret  my  daran^  alse  ik  iw  to  loue 
vnde    ik    woi  wet^   alse   gij    don,   vnde    hebbe  den  Lubeschen    eynen    vrede   to- 
screuen van  siner  wegen  van  Palme  sondage  an  M^an  IIIl  weken  na  Paschen,  vnde 
hebbe  Tarneuitzen  dat  gesecht  van  erer  wegen,    dat   he    ok    schal    erer   velich 
mresen   wente    to  der  tijd,   wente  her  Jorden   my    dat    suluen    gesecht    heft    van 
des   rades  wegen,  wen  ik  em  eynen  vrede  toscreue  van  siner  wegen,  des  schal 
ik    mechtich  wesen,  vnde  wolden  em  so  holden.    Dit  hebbe  ik  vppe  eren  louen 
vnde    bidde  jw,  dat  gij  se  also  berichten^  dat  se  my  den  louen  holden,  alse  ik 
hope^   dat  se  woI  don.     Darmede  beuele  ik  iw   deme    almechtigen  Gode,   vnde 
sendet   my  eyn  antwerde  van  en  vnde  bedet  ouer  my  to  alien  tijden  alse  ouer 
ja^ren   vrund. 

By  my  Vycke  van  Vitzen, 
vnder  mynen  ingesegel  gescreuen. 

Nach  eiiier  Ahschrift  auf  Papier. 


Der    Rath  von  Lemgo  berichtet  dem  Rathe  von  Lubecky  dass  er  die  Angelegenheit 

zwischen  emem  Lubeckischen  Burger  und  Heinrich  dem   Wenden  geordnet 
habe.    1420.    Apr.  4. 

Vnsen    vruntliken    denst  touoren.     Ersamen    leuen    heren    vnde   ghuden 
vrunde.      Wij    begeren   juwe    ersamicheit   weten,    dat  wij    juwen    breff  an    vns 


230  i420.     Apr.  4. 

gesand  hebt  wol  vorstan  vnde  hebt  darvcnme  gespraken  myd  Hiririk  dem  Wende, 
vnde  de  iieft't  vor  vns  gesecht  in  jegenwordicheit  juwes  medeburgers,  dat  he 
erne  dat  sin  richlen  vnde  wedergeuen  wille  twisschen  hir  vnde  des  ersten 
sondages  na  Paschen  erst  to  komende,  vnde  is  de  sundach,  so  men  singet  in 
der  hilgen  kercken  Quasiinodogeniti.  Vnde  kunde  wij  gicht  ddn^  dat  jv  to 
willen  vnde  to  dancke  were,  dat  dede  wij  alle  tid  tnyt  vlite  gerne.  Juwe 
ersamicheit  bede  alle  tid  auer  vns.  Gescreuen  vnder  vnsem  secrete ,  sub 
anno  Domini  M®  CCCC^  XX%  feria  quinta  in  Cena  Domini. 

Proconsules  et  consules 
Lemegoenses. 

Aufschrift:    Den  ersamen  vorsichtigen  wisen  beschedenen  borgermestereD 
vnde   ratinannen   to   Lubeke,  vnsen  leuen  ghuden  bisundern   vrunden,  gescreuen. 

Sack  dem  Original  auf  Papier.     Mit  aufgedrUcktem  SiegcL 

cxc. 

Der  Rath  von  Wtsmar  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeck  wegen  der  Rustungen  der 
Stralendorpy  wegen  des  Engelke  Bartscherer  und  wegen  Heinrich  Tam^ 
wttz.     0.  J.  (1420).    Apr.  4\ 

V  runtliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  touorn.  Ersamen  leuen 
vrunde.  Juwen  breff  hebben  wij  wol  vornomen,  ynneholdende,  wo  iw  vorkomea 
sy,  dat  Stralendorp  myd  vns  sik  berede  niyd  lude,  harnsche  vnde  schepe  to 
der  seewart  etc.,  vnde  dat  gi  iw  vormoden,  dat  wij  jo  besorgen,  dat  rt 
vnseme  depe  nyne  schepe  komen,  dat  den  steden  vnde  deme  menen  copniaone 
to  schaden  vnde  to  voruange  komen  niochte  etc.  Leuen  vrunde,  dat  hebbe 
wij  vlilliken  betrachtet  vnde  hebben  dai  loffte  vnde  borgen  vore  nomen  van 
Vicke  Stralendorpe  vnde  synen  broderen.  Ok  leuen  vrundes,  alse  gi  scriuen 
van  Engelken  Baartscheres  wegene,  wij  danken  iw  darvmme,  dat  gi  iw  vlitlikea 
darmede  bekummert  hebben,  vnde  he  schal  myd  synen  vrunden,  alse  gi  scriueih 
veleget  vnde  leydet  van  vns  wesen.  Vortmer,  leuen  vrunde,  willet  weten,  dat 
Hinric  Tarneuitze  ys  to  vns  yn  de  stad  gekomen  vnde  wil  myd  iw  vrede  vndt 
velicheid  gherne  lijden  betle  veer  wekene  na  Paschen  vnde  wil  myd  den  iuwea, 
de  myd  vns  komende  werden  vp  den  sondach  Quasimodogeniti,  vmme  vruntUker 


i)  An  diim  in  dicsem  Briefc  erwJlhnten  Tage  Quasimodogcniti  (April  14)  wurdo  UfO  in  WUmar  ein  H 
tag  gchalten. 


vp  desse  tid  wol  gelegen  is,  to  der  dachuart  to  komen,  vmme  der  markede 
willeii,  de  bir  anstaride  sin,  daririne  en  islik  sioer  vrunde  vnde  sines  selaes^ 
profit  gerne  don  solde.  Ok  so  is  vns  de  tid  sere  kort  geuallen  vormiddelsls 
dat  vns  juwe  breue  nicbt  eer  en  quemen  vnde  ok  dat  somigbe  van  vnsei 
vrunden  by  des  heren  rade  vnde  den  veer  leden  des  landes  to  Ghend  gewesei 
hebben,  so  dat  syk  nyniant  darto  wol  inochte  bereyt  hebben.  Men  wy  willeicr: 
ju  alle  stucke  clarliken  ouerscriuen  mit  den  ersten,  dat  wy  mogben,  vnd 
begheren  van  ju  heren,  dat  gi  dyt  int  beste  nernen.  Ok,  erbarn  heren,  alt 
gi  van  den  Spaniardes  schriuen,  weret  dat  wy  rat  an  ju  gesocht  hadden,  di 
vns  de  Spaniardes  vntsegeden,  vnde  eer  de  schip  vte  deme  Swene  segelde 
so  wolde  gi  vns  juwen  rat  vnde  gudgeduncken  darinne  gerne  mede  gedeic 
hebben  etc.,  des  wille  juwe  vorsenicheit  weten,  dat  vns  de  Spaniardes  vnd 
wy  en  ny  vntsecht  hadden,  men  so  wes  dat  se  vns  gedan  hebben,  dat  hebbe 
se  sunder  alle  redene  vnde  bescheyt  gedan ,  gelijk  alse  gi  ok  wol  vorsta 
mochten  vte  den  bryeue,  den  wy  ju  darvan  to  andern  tiden  screuen.  God^ 
vnse  here,  beware  ju  alle  alle  tid  in  sele  vnde  an  lyue.  Screuen  vnder  voseoo 
ingesegel,  vpten  Guden  vridach  vor  Pascen,  int  jar  XIIIF  vnde  XX. 

Alderlude  vnde  de  getnene  kopinan  van  der 
Dutschen  hense  nu  to  Brugge  in  Vlandern  wesende. 

Nttch  einer  Abschri/t  auf  Papier  mit  der  UeherscAri/t :     Honorabilibus  et  circumapeciis  ffiris,  dominiB  prtiComaMmm 

et  consulibua  ciuitatis  Lubecensis,  amicia  noatris  sincere  dUeetis. 

Der  Rath  von  Wtsmar  schreibt  dem  Rathe  von  Lubecky  dass  der  dem  Hemrio^ 
Tamemtz  zugesagte  Frtede  von  Luheckischen  Soldnem  verletzt  worden  i«%' 
und  ersucht  zugleich,  die  auf  den  ndchsten  Sonntag  angesetzte  Tagefahrl 
etwas  fruher  zu  halten.     0.  J.  (1420).    Apr.  7. 

Vruntliken    grut   vnde   (wes)  wij    gudes   vormoghen   vorscreuen.     Leuen 
vrunde.     Hinric  Tarneuitze  hefft  vns  berichtet,   dat  Vicke  van   Vita&en   hefift  bj 
em  gewest  vnde  hefft  em  van  iuwer  wegene  velicheid   vnde   vrede  seght  vppe 
ene  beschedene  tijd,  welken  vrede   he   anoauiet  hefft  also   to    holdende,    vnde 
dat  doch  bynnen  der  tijd  de  iuwen  etlike  houelude,  syne  deenre^  grepen  vnde 
vangen  hebben  vnde  hebben  de  bracht  to  der  Hilghenhauene.    Des  beghert  de 
erbenomede  Hinric  Tarneuitze  van  iw,  dat  gi  myd  den  vorscreuenen  grepenen- 
luden  nicht  hasten  willen,  see  vurder  to  argende,   wente  he  wil   see  vordege- 


I 


1420.     Apr.  7.  233 

dynghen  vor  de  synen.     Ok,  leuen  vrunde^  beghert  de  erbenomede  Hinric,  dat 

p  wolden  korten  den  dach,  de  vorramet  is  tusschen  iw    vnde  em  to  holdende 

yn  sondaghe    neghest    tokomende    etc.,    dat    gi    den    vor    deer    tijd    yegen    eiri 

boiden  wolden,  wente  he  seecht,    dat  de    here   koningh   van   Dennemarken    em 

yn  synen  breuen  vorscreuen  hebbe,  dat  he  schole   to  syner   herlicheid   komen, 

so  he  erst  kan  etc.     Leuen  heren  vnde   vrunde.      Wes    gi    hirane   doen   willen, 

dat  wij   deme  erbenomeden  Hinrike  vor  een  antwarde  segghen  scholen,  bidde 

wij  vns  wedder  to  vorscriuende  by  dessem   boden.    Sijd  Gode  beuolen.    Screuen 

an  Pasche  daghe,  vnder  vnsen  secret. 

Consules  Wismarienses.   . 

Au/schrtft:     Prudentibus    et   circumspectis    viris,    dominis    proconsulibus 
et  consulibus   ciuitatis  Lubicensis,    amicis  nostris  dilectis,  detur. 

Nach  dem  OriginaL     Das  aufgedruckte  Siegel  ist  grusstentheila  abgesprungen, 

CXCIII. 

Verzeichntss  der  Soldner  und  Dtenstleute  des  Heinrich  Tarneivitz.     0.  J.  (1420). 

Dyt  synt,  de  Hinrik  Tarneuisse  vordeghedinget  vor  syne  knechte: 

Henneke  Smyd.  Wychman. 

Peter  Smering.  Johann  van  deme  Sete. 

Conradus.  Alerd   Vrese. 

Cflrd.  Henneke  Scheie. 

iohan  Scheling.  Henneke  Schryuer. 

Heyneke  Rdter.  Hinrik  Stureman. 

Rodewold.  Meynert  Hyntzen. 

laurentius.  Mattes  Berndesson. 

Ludeke  Horneborgh.  Otto, 

tfermen  Langetop.  Helmych. 

Nermen  Bade.  Hans  Peltzer. 

flinrik  Eler.  Vos. 

AacA  ewer  Au/seichnung  auf  Papier,  ursprunglich  vermulklich  aU  Anlage  zu  dem  vorhergehenden  Schreiben 

aus   Wismar  hieher  gesandt.^ 


1)  Atif  demaelben  Blatte  finden  sich  Notisen  fiber  Gegenstllude,  die  zu  einer  Verhandlung  kommen  sollten, 
tranter*  Tan  den  guldenen,  in  den  gnden  steyt  dux,  in  den  andern  dns  (dominus),  wohl  eine  Hinweisung  auf 
tnzaireode  fidsche  Ooldrndnsen. 


30 


234  1420.     Apr.  7. 

C1LCW¥. 

Vei'fiigung    uber    ein    Haus    zu    Gunsien    einer    Vtcan'e    m    der    Aegtdien    Kirche. 
1420.    Apr.   7. 

JJominus  Ludowicus  Krul,  consul  Lubicensis^  coratn  iibro  recognouit^ 
quod  sibi  asscripta  est  in  superiori  Iibro  ciuitatis  quedain  dwer  doinus  prope 
curiam  parrochialem  et  ex  opposito  parrochialis  ecclesie  sancti  Egidii.  sicut 
jacet^  in  qua  eciam  pronunc  inhabitat  dominus  Johannes  Vette^  presbiter^  et 
quod  dicta  doinus  non  est  dicti  domini  Ludowici^  sed  est  sibi  asscripta  ad 
tideles  manus  dicti  domini  Johannis  Vetten.  Prefatus  tamen  dominus  Johannes 
Vette  ob  reuerenciam  et  ob  salutem  anime  sue  coram  Iibro  recognouit,  se 
totaliter  dedisse  et  dimisisse,  dedit  et  dimisit  eandem  domum  cum  suis  apper- 
tinenciis,  quod  post  suam  mortem  euenire,  cadere  et  cedere  debet  ad  vicariam 
altaris  beate  Virginis  ante  chorum  parrochialis  eiusdem  ecclesie  sancti 
E"idii  iuxta  disposicionem  seu  ordinacionem  prouisorum  Holdes  van  Dulrnen 
uel  collatorum  predicte  vicarie,  ita  videlicet  quod  dicti  prouisores  uel  collatores 
possunt  eandem  domum  vendere  et  cum  istis  pecuniis  prefataiii  pecuniam 
nieliorare  cum  certis  redditibus,  sicut  eis  melius  videbitur  expedire. 

Sach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1420^  Pasce. 

cxcv. 

Jjer  Rath  von  Lubeck  erwtedert  dein  Rathe  von  Wtsmary  dass  der  durch  Vicko  von 
Vitzen  dem  Tarnewitz  zugesagte  Friede  gehalten  werden  solle^  die  verabredete 
Tagefahrt  aber  nicht  beschleunigt  werden  konne.     0.  J.  (1420).     Apr.  9^ 

KrHamen   leuen   vrundes.    Juwen  breff  an  vns  gesand,  darinne  gi  scriueii 
vnder  mer  uorden,  wo  Vycke  van  Vytzen  Hinrick  Tarnevitze  van   vnser  wegeo 
ifn<*n   vrede  vnde  velicheit  gesecht   hebbe   etc.,   hebbe   wy   wol   vernomen  vnde 
bijni'r**n  jnwer   leuen    fruntliken    weten,   alse   desulue    Vicke    van    Vitzen   juwem 
borf^i-rmftHlere,  her   Johanne  Bantzkawen,    vnde   ok  vnsem  borgermestere,  hern 
Jord«-n   PleHCowen,    den    vrede  toscreuen    hefft,    dat    de    jo    also  schal  geholdett 
vf^nU*u.     So  Hchoien   ok  vnse  vrunde,  de  wy  vp  O"«simodogeniti    in    juwe  stal 
to  da^hi?  Henden,  vorder  mit  juwer  leue  hir  vt  reden.    Vnde,  leuen  vrundes,  «o 
l^i  Mcriuen,  dat  wy  den  dach  mit  Hinrik  Ternevisse  vorkorten  wolden  etc.,  des 
m\U'i  wclen,  dat  wy  van   vnledicheit  wegen   mit  ander  daghen  vor  Quasimodo* 
^i?nfti  Ko  belastet  sin,  dat  wy  des  nicht  don  konen,  jodoch  scolen   vnse  vrunde 
difri  dach  vp  Quasimodogeniti  mit  eme  so  holden,  alse  des  vorramet  is  worden, 
God#f  J»yd   beuolen   etc.     Feria  tercia   post  Pasca. 

Naeh  dem  Concept  auf  Papier. 


236  1420.     Apr.  14. 

tovoren  verkundigen  vnde  witlik  d6n  bynnon  Liibeke^  doch  so  schole  wij  tovorer 
yn    beyden   sijden    vnse    vrunde    darto    teen   vnde    bruken   der    dart6    vnde    ver 
soken,  efft  men  sodanne  schuldinge,   alse    wij    to    ene    meneden    to    hebbende. 
vrundiiken    mochte    hennelecghen.     Vnde    vppe    dat    wij    vnde  vnse  eruen   vndi; 
nakomelinge    alle    desse    vorscreuenen    stucke    sanientliken     vnde     en     jewelik 
besunderen    de    bet    holden    vnde    vns    dar   de    vruntliker    vnde    truweliker    ane 
bewijsen,  so  hebben  vns  de  vorscreuenen  heren  borgermestere  vnde  radrnanne 
leffliken  geschencket  veerhundert  mark  lubesch  der   suluen  munte^   de  wij  van 
en    in  guden   reden  getelleden  lubeschen  penninghen  to  vnser  n6ghe  vnde    wol 
to    dancke    entfangen    vnde    in    vnse    vnde   vnses    landes    nut    gekeret    hebben. 
Vnde  darto  hebben  se  vns  mildichliken   t6gheuen  vnde  qwijd  gelaten  alsodanei 
penningschulde.,  alse  wij  ene  verbreuet  vnde    besegelt   hebben^    doch  also,    eft 
en  jemend   mit  vns  samentliken  jenige  penningschuld    vorbreuet   vnde    besegel 
hadde,  dat  se  de  mogen   manen,  vnde  dar   wille   wij    en^    efft    se    des    van    vm 
begeren,  mit  frunllikem  vorscriuende  vnde  verbiddende  truwehken  to  behulpe^ 
sin.      Alle    desse   vorscreuenen    stucke   samentliken   vnde    besunderen    loue    w 
here  Baltazar  erbenomed  vor  vns  vnde  vnse  eruen  vnde  nakomelinge  den  voa 
screuenen  heren   borgermesteren  vnde    ratmannen    der   stad   Lubeke   vnde   ere* 
menheid    vnde    den    oren    in    guden    truwen  stede,  vast    vnde    vnuerbroken    t 
holdende  sunder  alle    list   vnde  ynsage    vnde  hebben    des    to    merer    tuchniss 
der  warheid  vnser  ingesegel  vor  vns    vnde   vnse    eruen    vnde    nakomelinge   mi 
gddem  vriem  willen  gerne  hengen  heten  vor  dessen   brelF.     Vnde  wij   Wilheln 
van  Codes  gnaden  here  to  Werle,  bekennen  vnde  betugen  openbare  in  desse 
suluen   breue^   dat   alle    desse  vorscreuen  dedinghe  vnde   fruntliken    handelin 
mit  vnsen  willen  vnde  vulborde  gescheen  sin,  vnde  hebben  des  to  merer  tu( 
nisse  der  warheid  vnse  ingesigel  mit    vnses  ergenomeden    leuen   broders  hoi 
Baltazares  ingesigel   willichliken  hengen    heten    vor  dessen   breff,    de  geghei 
vnde  screuen  is  na  Codes  bord  veerteynhundert  jar  vnde  darna   yn  dem  tw 
tigesten  jare,  vp  den  sondach  alse  men  singet  yn  der  hilgen  kerken  Quasi 
dogeniti. 

Netch  dem  Original.     Mit  beiden   anhangenden  Siegein.     Balthasar:     Siegel  rundy   ^'/lo   ^^'»-     ^«   einewL 
au8  Krevtahachnitten  gebildetfn   Sechspaas   steht   Hber  gelehntem   Schild  mit  gekrontem  Stierkopf  fit 
auf  welchem  der  haibe  Stierkopf  dea  Schildea  liegt,  der  mit  funf  Pfauenfedern  in  einem  Buach  bea 
Umachri/t:    :«'  BaflOSar  6fi  0ra:6nt   6e  tDerfe  WUhetm:     Siegel  rund,  3  Ctm.      Genau 

vorige  Siegel,   nur   ist  daa   Bild  umgekehrt^    der  Helm  und  der  Schild  rechta  gelehnt,   ebenao   die 
die  bei  dem   Vorigen  nach  linka  gerichtet  aind.     Umachri/t:    S'wit^t(m  t.  bti  t  t  gra  X  ini  bt  Wttt 


238  1420.     Nach  Apr.  14. 

also  gij  wol  weten,  vnde  wor  sik  de   vinderi  scholden.     Vnde  wij  danken   iuwer 
leue  vrundliken,  dat  gij  vns  dar  arie  volchaftich  werden  vnsen   niedeborgern  to 
geinake,  also  dat  se  ere  breue  vp  den  werktollen  des  iares  an  iw  ouerschicken 
vor    Lichtniissen,    alsenie   dar  nu    afschedede    to    Odeslo^    vnde    gij    mogen    des 
ok  gantzen   tovorsicht  to  vns  hebben^  dat  wij  to  iuwer  beste  dat  also  bestellen 
willen^  eft  id   vns  suliien  guide,  wente  vns  iuwe  schade,  dar  wij  id  wisten  vnde 
init  redlicheid  kereri   fiiochten,  let  were.     Wij    willen    ok    hern    Nicolawese    van 
Stiten  scriuen,   dat   he   de    bure   vte   den    vere    dorpen    pande    van    des    denstes 
wegen  vnde,  eft  he  iuwer  hulpe  dar  to    behoue,    begere    wij,    dat    gij    eine    de 
schicken,    wanne    he    iw    dat     vorkundiged.      Vurder,    leuen    vrunde,    alse    gij 
scriiH'n,  dat  iw  wol   to  willen  sij,  dat  gij,  de  van  Luneborg  vnde  wij  tosamende    i 
qwemen   vmine  der  tozate  willen,    dat    is  vns  gentzliken    also    ok    wol  to  willen 
vnde  begeren  vrundliken,  dat  gi)  darvmnie  vnde  ok  vmme    andere    zake  willen 
juwe  vrunde   hir  hebben  willen   in   vnser  stad  an   deni  vrijdage  erst  tokoniende, 
wente  hir  de  Prusseschen  stede,  de  van  Rostock  vnde  van    der  Wisnier  denne 
wesen  willen;   ok   hebbe   wij    den   van    Luneborch   darvinme    gescrenen,   dat  se 
hir  darvnirne  senden  vnde  des  nicht  enlaten.    Juwen  bred*  an  den  inarchgrauen 
van  Missen  hebbe  wij   rnit  den    vnsen    den    boden   geantwurdet    vnde    wij   leten 
ok   den    boden    enen    volghen,   vmme  to  wetende,    wer   de    bode  to  Louenburg 
togha,  vnde  is  ok  vnse  wille  wol,  dat  men  sik  an  den  heren  Romischen  koning 
van    der    suluen    zake    wegen    tosaniende    vorholde    vnde   de    zake    den   yennen 
beuele,  de  darhen  ridende  werden.    Wij   hebben  ok  den  van  Bremen  van  iuwer 
vnde  vnser  wegen  gescreuen  na  lude  der  copien  hir  ane  besloten,  begerende, 
dat  gij  en   den   brett'  benalen  willen.    Ok,  leuen  vrunde^  alse  iw  radsam  dunked, 
den  van  Amstelredamme  to  scriuende  vp  der  van  Deuenter  breff  an   iw  gesand, 
dem  hebbe  wij  also  gerne  gedan   vnde  senden  iw  der    copien,   wo    wij    en    ge- 
screuen  hebben,  hir  ane  besloten.     Wij  danken  iw   ok,  leuen  vrunde,  gudliken 
van  vnsers  medeborgers  wegen   Diderik   Raphones,    vnde   wille    dat    in    geliken 
gerne  vorschulden,  wor  vnde  wanne  wij   mogen.     Sijt  Gode  beualen. 

Soi'h  dem  Concept  auf  einem  Blatte,  toelrhes  ubrigena  zu  dem  Ftecesse  de»  :u    IVismar  am  J4.  April  gchcUtenen 

Hanaetages  gehort. 


SMO  1420.     Apr.  17. 

gedaen,  dat  God  beteren  inoete,  viiirne  welken  schaden  wy  hijr  vor  des  heren 
raede  vnde  den  veyr  leden  troest  vnde  hulpe  versocht  hebben^  darvan  vns  neyn 
troest  vnde  hulpe  ghescheyn  en  mach^  also  wy  nocli  vernenien,  men  se  hebben 
versocht,  dat  wy  den  vorscreuenen  Spaniarden  sekere  vry  bestand  vnde  velicheit 
eyn  jaer  lanck  wolden  gheuen  ter  zee  vnde  dat  men  bynnen  der  tijd  mochte 
degedingen  vnde  beseyn,  ofTtmen  icht  guedes  to  den  saken  mochte  doea,  alse 
warby  'dat  se  to  eynen  gueden  eende  mochten  komen,  warvp  dat  wy  en  ver- 
antword  hebben,  dat  id  nicht  in  vnser  macht  en  zij,  sodaene  velicheit  vnde 
bestand  to  gheucMie,  want  de  ghenne,  de  van  den  Spaniarden  beschadi- 
ghet  zijn,  hijr  alle  in  den  lande  nicht  en  zijn,  n\en  dat  wy  jv  heren  dat  gherne 
onerscryuen  wolden,  vmme  van  jv  hijrvan  juwen  willen  to  vernemene.  Vnde 
want  de  Spaniarde  desse  sake  an  vns  nicht  versocht  en  hebben  seluen,  so 
dunket  vns,  dat  se  dit  anders  nerghent  vtnme  en  doen,  dan  vmme  de  sake  in 
vortogeringe  to  brengene,  gelijck  alse  de  sake  van  den  Schotten  vertoghert 
zijn,  vnde  merken  wol,  dat  darvan  neyne  beteringhe  noch  gereetschap  ghe— 
scheen  en  solde.  Also  en  dunket  vns  nicht  nutte  wesen,  dat  men  hijrva 
enich  bestand  gheue,  men  wete  ander  bescheid,  alse  warby  vnde  warvp  d«^l 
men  sik  verlaten  moeghe.  Vnde  hijrvmme,  erbaren  heren,  so  wilt  hijrvp  k>y 
juwen  wysen  raede  vorseyn  wesen  in  der  besten  maete,  dat  ghy  konnen,  dsil 
de  vorscreuene  schade  moeghe  belecht  vnde  gebetert  werden.  Vnse  vren cJc 
van  coepluden  liggende  in  Engeland  hebben  vns  wol  to  wetene  gedaen,  %^^tJ 
dat  den  Engelschen  vnse  schaden  tomale  leet  zijn  vnde  dat  her  Johan,  A^s 
konynges  broeder  van  Engeland,  montlike  suUe  gesecht  hebben:  1st  sake  dat 
de  stede  vnde  coepman  van  der  henze  icht  willen  doen,  vmme  eren  schad«?n 
vp  de  Spaniardes  to  wrekene,  he  wille  en  bystandicheit  vnde  hulpe  doen  ri^et 
demnte,  dat  he  vormach,  want  he  kennet  wol,  dat  de  schade,  de  den  van  der 
henze  van  den  Spaniardes  gedaen  ys,  dat  dat  zij  mestelick  vte  dem,  dat  alse  souiB  g« 
shipheren  van  der  henze,  de  ouer  eynen  jaere  in  Engeland  gerostiert  waer  m^n, 
met  den  Engelschen  mosten  zegelen  in  Spanien,  vmme  se  to  beschadig^^  i^e. 
Vnde  oeck  so  wy  vornemen,  wert  dat  men  hijrvmme  nicht  en  dede,  dat  d^^x'b 
de  westersche  reyse  solde  verloeren  werden,  vnde  oeck  de  stede  vnde  coep 
al  vmme  in  dessen  lande  cleyne  solde  geachtet  werden,  oeck  alse  wy 
andern  tijden  gescreuen  hebben,  wert  dat  imand  van  den  vnsen  den  Spani 
eneghen  schaden  deden  in  der  zee,  alse  enighe  scheppe  offte  gued  to  nfe-- 
offt  se  dat  seker  vnde  vry  in  der  henze  stede  solden  moeghen  brengh 
begeren  wy  noch  hijrvan  juwer  vterliken  antworde  na  gheleghentheit  d 


846  1420.     Mai  12. 

CCVI. 

Der  Ritter  Erich  Krtimmendik  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeck  wegen  der  bevor- 
stehenden  Tagefahrt  in  Schleswig  und  wegen  der  Versenkung  von  Schiffen 
in  die  Schlei.     0.  J.  (1420).     Mai  12.' 

\  runtlikeo  griit  touorn.  Wetet,  guden  vruride,  alse  ik  iiiene^  dat  mynes 
heren  gnade  |fi  gescreuen  heft,  dat  he  den  dagh  holden  wil  to  Sleswic  iiiit 
den  Hoizsten  heren  also,  alse  gy  eni  dat  gescreuen  hebben,  vnde  screeff  ]& 
inede  biddende^  dat  gi  de  juwen  dar  jo  mede  by  senden,  vnde  rnede,  dat  he 
my  hijr  in  der  jegene  hebben  wolde^  vnde  dat  gi  dat  also  inyt  my  vorarbeyde- 
den  vnd«^  ik  niyt  )i%  vnde  des  eendrogen^  wat  de  waringe  wesen  scholde^  dat 
de  synen.  de  he  sendende  worde  vppe  den  dagh  to  Sleswic,  dat  se  dar 
velich  koiuen  inochten^  oft  sik  dal  so  vunde^  dat  he  dar  suluen  nicht  kocnende 
worde:  nu  wetet^  guden  vrunde,  dat  ik  hijr  nu  bin^  vnde  wille  gi  des  wes 
vorarbeyden  vnde  niyt  my  eendregen.  so  mete  gi  des  so  vorramen,  dat  gi 
jfi  des  vorwaren  myt  den  Holzsten  heren,  also  dat  gi  des  vorwaret  sin,  vnde 
senden  my  juwen  openen  besegelden  breft'  van  des  rades  wegen,  de  ynne  holde, 
dat  de  genne,  de  dar  komende  werden  van  mynes  heren  wegen,  vorwaret  sin 
in  velicheyt  to  vnde  atf  sunder  alle  arigh,  vnde  dat  gi  dat  ok  also  bestellen 
myt  deme  hertigen,  dat  he  my  ok  sende  synen  openen  besegelden  breff,  ludende 
van  desseme  suluen  synne  vnde  dar  mede  vore  lofie  vnde  besegele  hf^v  Schacke 
Rantzouwe,  her  Otte  Zestede,  her  Johan  Stake,  her  Laurencius  Heysten,  her 
Detletl*  van  Aleflelde  vnde  her  Hinric  van  Aleflelde.  Vnde,  guden  vrunde,  wes 
gi  hijr  ane  vorarbeyden  willen,  dat  dot  in  der  ti)d,  also  dat  de  dagh  nicht 
vorsuined  en  werde,  dat  men  nyne  hulperede  neme,  alse  men  ere  dan  heft. 
Ok  welet,  guden  vrunde,  dat  ik  my  des  besorge,  dat  yd  sik  wunderliken 
wil  makende  werden,  nademe  alse  ik  vorneme,  alse  men  yd  hijr  ansetted, 
wente  ik  weet  dat  wol,  gi  hebben  mynes  heren  gnaden  gescreuen,  dat  he  dat 
jo  so  bestellen  scholde,  dat  dar  neen  togrepe  en  schege  vor  desseme  dage. 
Dat  weet  ik  wol,  dat  he  dat  gedan  heft,  men  eme  gript  men  af  lande  vnde 
slote,  alse  Swaflestede,  dat  ik  in  mynen  weren  hadde  in  alsulker  wyse,  alse 
dat  was,  vnde  ik  scholde  jo  mynen  heren  den  koning  to  eneme  heren  hebben, 
let  men  denne  den  togrepe  wol?  dat  merke  gi  wol.  Ok  buwet  men  een  nye  slot 
to  Ekerenuorde  vnde  ik  weet  dat  wol,  de  vredebreff,  dar  gi  dessen  vrede  vp 
gemaket  hebben.  ynneholt,  dat  men  nynerleye  nye    buwe    buwen    schal   bynnen 

1)  Vgl    M  200 


248  1420.     Mai  20. 

vnde  wyilen  my  to  worden  wesen.  Des  weteL  dat  ik,  eft  Got  wil,  wil  wesen 
inorgen  auent  to  Vlensborch.  Wille  gy  denne^  dat  ik  to  iw  ryderi  schal,  vnde 
dunket  iw^  dat  gy  my  in  velycheyde  wol  vorwaren  konen,  so  wil  ik  it  gerne 
don.  Wille  gy  ok  to  my  ryden  to  Vlensborch,  so  wil  ik  iw  in  velycheyde 
wol  vorwaren.  Varet  wol  an  Gode.  Screuen  to  Hadersleue^  des  negesten 
mandages  vor  Pynxten,  vnder  myme  inghezegele. 

Erik  Krummendyk,  ridder. 

Aufschrift:     Deme  erliken  manne,    her  Hinryk  Rapesuluer,  bdrgermester 
to  LAbekc,  myme  guden  vrunde^  kome  desse  breff. 

Naush  dem  Original  auf  Papier,     Das  au/gedrUckte  Siegei  ist  theilweise  erhalten, 

CCVIII. 

Der  Ritter  Erich  Krummendik  beglauhigt  bet  dem  Burgermeister  Rapesulver  seiner^^ 
Kapellan  Jacob.     0.  J.  (1420).     Mat  21. 

Vruntlyken  grut  touorn.  Leue  sunderge  vrund.  Ik  bydde  iw  to  weteiid^  ^ 
dat  gy  so  wol  d6n  vnde  louen  dessen  jeghenwardich  breffwyser,  her  Jacot^  ^ 
myn  cappellane  vnde  scriuer,  nw  to  desser  tyid,  wes  he  to  iw  weruende  i^, 
vnde  bydde  iw  darvmme  vruntliken,  dat  gy  my  des  nycht  en  wegheren.  L1< 
beuele  iw  Gode.  Screuen  to  Flensborgh,  des  dinghesdaghes  neghest  vor 
Pinghsten,  vnder  myn  ingesegel. 

Erik  Krummendik,  ridder. 

Aufschrift:     An    mynen   leuen    sundergen   vrund,    her  Hinrik  Rapesuiuer^ 
borghermester  to  Lubik,  kome  desse  breff. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,     Das  avfgedruckte  Siegei  ist  theiiweise  noch  vorhanden, 

CCllL. 

Erich,  Konig  von  Ddnemarky  bittet  die   in   Schleswtg  anwesenden  Abgeordneten 

Stddte  dringend,   eine    Versohnung   mit  dem  Herzog    Hemrich  zu  Stav^d€ 
zu  bringen.     1420.     Mai  27. 

Ericus,  Dei  gracia  Dacie,  Swecie,  INorwagie  regnorum, 
Sclauorum  Gothorumque  rex  et  dux  Pomeranie. 

\  nsen    vruntliken    grut    tovoren    gesant.      Guden    vrunde.      Alse 
vakene  vnde  to  velen  tijden  ghebeden  hebben,    beide  muntliken   vnde    ol 
vnseren  breuen.  dat  gij  id  vmme  Godes  willen  vnde  vmme    mennighes 


890  1420.     Mai  28. 

OCX. 

Johann^  Erzbischof  von  Bremen,  btttet  die  in  Schlesmg  versammelten  Abgeordneten 
der  Stddtey  die  Stadt  Stadewieder  in  die  Hanse  aufzunehmen.  1420.  Mai  28. 

Johannes^  Dei  gracia  sancte 
Bremensis  ecclesie  archiepiscopus. 

\  nsen     vruntliken     behegeliken     willen    n\yd    heyllsamer    grute    touorn. 
Ersanien  besundern  guden  vrunde.     Juwen  breff'  lesten   an    vns  gesand,    inne- 
holdende^  dat  men  richten  scolde  to  Stade  ouer  vere^  de  dar    gemaket   hadden 
twydracht  vnde   vpsate   vnde    in   anderen   steden    des   gelyk    ok    gerne   gemaket 
hadden^  myt  mer  worden  hebbe  wy  wol  vorstan  vnde  begeren  iv  darvp  weten, 
dat  yd  nenerleyewijs  steyd  to  donde,  dat  men  richte  ouer  de  vere  vorscreueo,     ] 
wente  dar  inochte  alsodanne  schade,  vordret  vnde    vnwille   van    komen   bynnen 
Stade,  de  vndrechlik,  vorderfilik  vnde  vnvorwinlik   weren.      Hirvmine    zo  bidde 
wy  iv  vruntliken  vnde  myd    allem  vlite    deger,   alse    wy   hogest   mogen^  dat  j[i 
dat   richtent    niyd   den   vorgenanten   veren    aTsetten   willen    vnde    dat    gi   vmme 
vfifter   bede  vnde  leue  willen  de  van  Stade,  vnse  leuen  getruwen  borgere  vnde 
vndersaten,  wedder  laten  vnde  steden  willen  an  de  hense  vnde  laten  yd  bliueo 
myd  den  van  Stade   by  den  stucken  vnde  artikelen,  alse  wy  dar  twisschen  dem 
rade  vnde  borgeren  dat  gescheden  vnde  gedegedinget  hebben,  alse  wy  vns  des 
to  juwer   ersamicheit    vnde   vruntscop    gensliken   wol    getruwen.      Dat  wille  vy 
vruntliken  myd   iv  vnde  juwem  kopmanne  gerne    vor    ogben    hebben   vnde  vor- 
»culden*  wor  sik  dat  also  gebord,   vnde    begeret    desses   juwes    vruntliken   aot- 
wordtftt  wedder  by  dessem  vnsem   boden.     Screuen  in  vnsem   slote    Vorde^  des 
difixeil'd^eu  in  der  hochtit  Pinxten,  vnder  vnsem  ingesegel,  in  dem  M  CCCC  XX 
fMr^  fiach  der  bord   vnses  Heren. 

Au/schrift:    Den  ersamen  vorsichtigen  wisen  mannen,  radessendeboden  der 
%t^d^  nil  to  tiden  to  Slessewick  vorgaddert,  vnsem  leuen  besundern  vrunden,  detor. 

Sof'h  dem  (Jriginal  auf  Papier.     Mit  geringen  Re$ten  de»  au/gedruckten  SiegeU. 

if  ij*if  hr'uef  Ini  von  dem  HansetAge    1420,  Quasimodogeniti   (Apr.  14.)  an   den  Ersbiscbof  geschrieben  asi 
^jfcvv"  ;     IC/w^r«Ji;j^»U;  in  ('rinVt  vadcr  vnde  gnedige  here.     Juwen   breff  hebbe  wy   tuchtliken  vntfangcn   vnde   wd 
K^»/4.v*A>*i/,  *ix^  gij  9^yiu*:Uf  dat  gij  den  vnwillen  vnde  twedracht,  de  in  iuwer  stad  Staden  gcwesct  synt,  ▼mntUkea 
¥*^t9^i^/l\/^  vu4^'  ¥\f.i/;in  bcbben  etc.    Leue  gnedige  here.    Dat  de  yorscrenen  twedracht  vorlecht  is,  dat  is  vns  le!^ 
vu«/  f*-/'  ^-^r  iWi-AtufM  fto  UMttn  de  van  Staden  gedaen  tegen   de  ordinancie    vnde  eendracbt  der  mcnen  henae-^ 
i^A/^   *u.Ca,  i^.Mff.u  d«;  outrrtfAfM ;  wan  se  dat  gberechtuerdiget  vnde  gbcrichtet  hebben,  sundergen  in  veer  personen, 
i;^  4A-4  \mK/:f¥4M  h//«i«:flfjd«;  nynt  ghcwesen  vnde  in  anderen  steden  des  ghelykes  ok   gerne  gemaket  hadden,   inds 
i»M>  »*.  <^.'A,  ^Kit^.tuAt^u  vor  Attn  ouertrede  na  ythwisinge  erer  ordinancien  noch  ghedaen  hebben :  wes  wij  en  deniw 
v^  iCK.iJKA   *u4^  niiUiti  k-rfn  konen,   dar  wille  wij   gerne    vurder   an   spreken   vnde   vns  vruntliken   bewisen  vmme 
,v>i»4^  wxUt  vtUUcftf  fUtM  l/«*U;n  <Iat  wij  konen.    (Hanserecess.) 


1420.     Mai  29.  251 

GCXI. 

Stddte  Lubeck  und  Hamburg  urkunden  uber  das  mit  dem  Markgrafen  Friedrich  L 
von  Brandenburg  abgeschlossene  Biindmss.     1420.     Mai  29. 

Wy  borgerineistere  unde  ratman  der  stede  Lubeke  unde  Hamborch. 
l&ekeniien  openbare  nriit  dissem  breve,  dat  wy  uns  mit  dem  dorchluchtigen 
hocbgeborn  vorsten  unde  heren,  hern  Vrederken,  niarggreven  to  Brandenborch, 
des  hilghen  Romesschen  rikes  ertzkamerer  unde  borchgreve  to  Nurenberghe^ 
vorenet  hebben  na  mate,  alse  hir  nageschreven  stSt.  Tom  ersten,  dat  wy 
ergenanten  stede  umme  sinen  willen  der  hocbgeborn  vorsten.  hertogen  Erikes 
unde  hertogen  Berndes  van  Sassen  unde  orer  brodere,  vyende  werden  scholen. 
Dar  na  scholen  wy  obgenanten  stede  up  sunte  Johannis  dach  to  middensomere 
scherest  komet  berede  sin  mit  verhundert  mit  glevien  unde  mit  twenhundert 
schutten  to  perde  up  unse  eghen  eventure  unde  koste,  unde  worde  men  des 
bedorffen,  so  schole  wy  uns  vorder  sterken  mit  v6tvolke  na  redelicheit.  Were 
ok  dat  wy  edder  unse  amptlude  unde  de  ergenante  vorste  samentiiken  ichtes 
worben  to  velde  qwemen  unde  vorsten,  heren,  ridder,  knechte,  borgere,  gebure 
venghen  edder  reysighe  have  gewunnen,  dat  schal  men  delen  na  antale  der 
werhafftigen  lude.  Gewunne  wy  ok  samentiiken  stede  eder  slote  edder  vor- 
dingeden,  dat  schai  uns  steden  hallF  unde  dem  obgenanten  marggreven  halfp 
werden.  Were  ok  dat  wy  edder  unse  amptlude  unde  de  obgenante  marggreve 
SQoderken  ichteswat  gewunnen  an  gevangenen,  steden.  sloten,  dingetale  edder 
r^ysiger  have,  dar  unser  ener  by  dem  andern  nicht  enwere,  wat  denne  en 
iszlik  del  gewunne,  dat  schal  he  sunderken  beholden.  Were  ok  e£Pte  jenich 
vorste,  ridder  edder  knecht  des  vorgenanten  marggreven  vyend  worde  bynnen 
dissem  kryghe  umme  der  hertogen  wi]len  van  Sassen,  so  schole  wy  vnde  de 
onsen  ieghen  den  vorsten,  rittern  unde  knechten  dem  obgenanten  marggreven 
onde  den  synen  truwelken  behulpen  wesen.  Des  gelik  scholen  de  ergenante 
marggreve  unde  de  syne  uns  unde  den  unsen  wedderumme  truwelken  behulpen 
vesen.  Ok  schal  de  ergenante  marggreve  umme  unsen  willen  der  genanten 
hertogen  unde  erer  brodere  unde  der  jennen,  de  umme  orerr  willen  in  de 
^jde  komen,  vyende  bliven  bed  sunte  Michahelis  dach  negest  komet.  Bynnen 
^f  tid  en  schal  syk  nymant  van  dissen  ergenanten  partigen,  alse  de  ergenante 
'^^  marggreve  unde  wy  vorscreven  stede,  affsonen  sunder  des  anderen  vul- 
^^^  unde  willen.  Were  ok  dat  yd  na  sunte  Michahelis  daghe  krich  bleve,  so 
Vchole  vy  lo  dem  ergenanten    marggreven   up   ene  geleghene   stat   riden    unde 


V- 


■w.-t 


254  1420.     Jun.  2. 

CCXIV. 

Der  Ritter  Erich  Krummendik  beschwert  sich  bei  den  Sendeboten  der  Stddte^  doss 
die  Geleitsbrie/e  nicht  emgetroffen  seien^  und  zeigt  ihnen  an^  da^s  die  Ddnen 
bereit  seieriy  ihnen  Sicherheit  nach  Flensburg  zu  geben.    0.  J.  (1420).  Jun,  2, 

Vruntliken  grflt  touorn.  Wetet,  guden  vrunde,  alse  hern  Hinrik  Rape- 
sulder  wol  vordencken  mach^  dat  ik  van  em  schedede,  dat  ik  bestellen  scholde, 
dat  de  genne,  de  d«Mi  dagh  soken  scholden  van  mynes  heren  wegen,  hi/r 
betiid  koinende  worden^  vppe  dat  de  dagh  nicht  vorsfimed  en  worde,  also 
hebbe  ik  gedan,  vnde  se  hebben  hi)r  gewesen,  sodder  nfl  an  niytweken  was, 
vnde  her  Hinrik  vorscreuen  sede  niy^  he  wolde  dat  tydege  noch  bestellen 
vmnie  de  velicheyt  vnde  de  vorwaringe  in  alsulker  wiis^  alse  ik  em  suluen 
sede  vnde  alse  ik  dar  ok  to  Lubeke  vmme  fi^escreuen  hadde.  Vnde  dar  hebbe 
ik  <»k  anderwariie  vmme  gescreuen  by  mynen  papen  to  Sleswic  vnde  willik 
gedan^  dat  mynes  heren  raad  hijr  were^  vppe  dat  dat  dar  io  neen  vorsumenisse 
an  en  qneme.  Vnde  my  en  kurnpt  noch  pape  wedder  edder  ander  bodeschap, 
vnde  dar  mysduncked  mynes  heren  vrunden  sere  ane^  de  liijr  sin^  dat  en  neen 
antwerde  en  kumpt,  wente  se  seggen,  se  sin  hijr  myt  voller  macht  van  mynes 
heren  wegen^  den  dagh  in  aller  wiis  also  to  holdende,  alse  de  begrepen  is, 
men  nfl  en  nyne  velicheyt  vnde  vorwaringe  bestellet  is.  Nfl  wiilen  se  here  j 
veligen  alle,  de  dar  sin  van  der  stede  wegen,  vnde  ok  wen  de  hertige  dar  inede 
by  hebben  wil,  vnde  wiilen  de  in  velicheyd  sunder  arich  wol  vorwaren,  vppe  dal 
dat  men  weten  mach,  dat  men  deme  dage  io  vdl  d6n  wil^  vnde  myn  h<  re  nicht 
en  beghered  meer  den  recht.  Gode  almechtich  sijd  befiolen.  Sereuen  to 
Flensborg,  an  deme  dage  der  hilgen  dreflaldicheyt  sondage,  vnder  mynen  ingesegel. 

Erik  Crnmmedijk^  ridder. 

Aufschrlft:      Den    ersamen    sendeboden    der    stede    van    der    Uudeschen 
hense  nd  tor  tiid   vorsammeld   to  Sleswic  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  aufgedruckte  Siegel  ist  sichthar. 

ccxv. 

Der  Ritter  Eri^h  Krummendik  giebt  den  stddtischen  Abgeordneten  nochmals  an,  was 
die  auszustellenden  Geleitsbriefe  enthalten  mdssenj  und  erbietet  sich,  falls 
sie  es  varziehen,  ihnen  Geleitsbriefe  fur  Flensburg  zu  schtcken.  0,  J. 
(1420).     Jun.  3. 

Vruntliken    grut   touorn.      Wetet,    guden    vrnnde^    dat    my    is    een     breff 
gekomen  van   deme  hertogen^  des  ik  jfi  ene  vthscrift  sende,  den  leed  ik  mynes 


256  1420.     Jun.  3. 

C€XV1. 

Der  Ritter  Erich  Kritmmendik  schldgt  den  Lvbeckischen  Abgeordneten  vor,  die  Tage- 
fahrt  in  Flensbiirg  zu  halten.     0.  J.  (1420).    Jun.  3. 

Vruntliken  grfit  touorri.  Wetet,  guden  vrunde,  alse  ik  den  sendeboden 
der  stede  nfi  gescreuen  hebbe,  issyd  dat  jfi  duncked^  dat  sik  dat  lenger  vor- 
tegeren  wil,  so  en  duchte  yd  my  nicht  vnnfltte  wesen,  dat  gi  jfl  des  vorwogen, 
hebbe  gi  dat  zwareste  gedan,  dat  gi  dyt  IQtteke  nd  vortan  deden  vnde  riden 
vort  here  to  rnynes  heren  vrunden^  de  hijr  sin^  gi  mochten  dar  lichte  ander 
synne  ano  vinden.  Gode  sijd  beuolen.  Screuen  to  Flensborg^  des  inanedages 
na  des  sondages  to  Trinitatis.  vnder  mynen  ingesegel. 

Erik  Crumniedijk,  ridder. 

Aufschrift:  Den  ersanien  hern  Hinrik  Rapesiiluer,  borgermestere  der 
stad  Lubeke,  vnde  hern  Tydenianne  Stene,  ratmanne  darsulues,  detur. 

Nctch  dem  Original  auf  Papier.     Das  aufgedruckte  Siegel  ist  theilweise  erhalten. 

CCXVII. 

Der  Rath  von  Lubeck  schreibt  an  den  Biirgermeister  Heinrtch  Rapesulver  und  den 
Rathmann  Tidemann  Steen  wegen  einer  HochzetL     1420.     Jun.  3. 

Vruntliken  grut  vnd  wes  wij  gudes  vorniogen  tovoren.     Ersainen    leuen 
vrundes.     Wij  begeren  iuw  weten,    dat    vnse    vrundes    to    hus    koinen    sin    vnd 
hebben  der  brutlacht  enen   gantzen    ende^    also  dat    de    brutlacht   schai    wesen 
bynnen  Lubeke  vp  sunte  Johans  dach  to  niiddenzoniere  erst  koinet.    Hijrvnune  ' 
so  bidde  wij  jflw^   leue  her  Hinrik^  gat  gij    van  stunden   an  spreken    init   deme 
inanne.   dar  gij    vns   aff  seden,   mit  deme   gij   geredet   hadden    tor   Arnsboken,  J 
vnde  mit  erne  een  werden,    effte  he  dat    don    kone,   dat   he    sik   darto    beredel 
vnde  kome  yo  vppe  desse  vorscreuene  tijd,  sunte  Johans  dach^  to  desser  brut*- 
lacht  to  Lubeke,  vppe  dat  wy  erne  herberge  mogen  bestellen.     Vnde   wes  iuw. 
hirinne    weddervaret,    verscriuet    vns    vnuortogelik   jiWe   antworde.      Gode   sijd! 
beuolen.     Screuen  vnder  vnsen  secret,  des  mandages  vor   vnses   Heren   licham 
dage,  anno  M^  CCCC  XX^ 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:      Den    ersamen    wisen     mannen,    hern    Hinrike    Rapesuluere^i 
borgermestere,  vnde  hern  Tydemanne  Stene,  radmanne  to  Lubeke,  vnsen  besu 
deren  leuen  vrunden,  geschreuen. 

Nach  dem  Original,     Das  aufgedruckte  Secret  ist  theilweise  erhalten. 


258  1420.     Jun.  8. 

ergherende^  dar  gi  iw  menen  mede  in  to  theinde^  vnde  wy  doch  wol  daghe 
recbtes  vnd  aller  moghelicheid  ouer  vnsen  bolen  mechtich  sind,  vnde  be  vmme 
vnsen  willen  myd  dem  marcgreuen  van  Brandenborg  in  veyde  komen  is.  Vnde 
were  dat  de  vnwille  nu  tor  tyd  tuscben  vnsen  bolen  vnde  den  van  Hamborg 
vnde  iw  scbege,  so  vrucbte  wy,  dat  dar  vnwille  vnd  argb  af  schen  mocbte, 
dat  wy  doch  vngerne  sSn.  Worvmme  bidde  wy  iw  viitigen,  dat  gi  darvore  zin 
vnd  wesen  vnd  scriuen  to  dem  van  Hamborg,  wente  schelet  en  vnd  iw  icht  to 
vnsem  bolen  van  Zassen,  wy  sind  siner  to  daghe,  to  rechte  vnde  to  aller 
moghelicheid  mechtich,  vnde  wy  vorbeden  em  to  daghe  vnde  to  rechte,  vnde 
wes  unse  bole  vnser  bede  vnd  vorscriuens  hirane  gheneten  moghe,  bidde  wy 
juwer  antwerde  wedder  bescreuen.  Zijd  Gode  beuolen.  Screuen  tor  Wysmer, 
vnder  vnsem  secrete,  des  sonnauendes  na  Corporis  Christi. 

Aufschrift:    Den  vorsichtighen  wysen  beschedenen  luden,  borgermesteren 
vnde  radmannen  to  Lubike,  vnsen  leuen  besunderen,  ghescreuen. 

Nach  dem  OrigincU  auf  Papier,     Daa  Siegel  tst  abgeapmngen. 


Joliann  (Graf  von  Hoy  a),  Bischof  von  HUdesheimy  ermahnt  den  Rath  von  Lubeck 
zu  einer  Versohnung  mit  dem  Herzog  Erich  von  Sachsen-Lauenburg* 
0.  J.  {1420y 

Johan,  bisschop  to  Hildensem. 

Vnsen   groit   touorn.     Wysen    bescheyden  lude.     Alse   vnse  leue  broder 
¥f$d  here  van  Munster  vnd  wy  an  jv  geschreuen  hadden  van  wegen  vnses  leuen 
h^reu   vnd    omes    hertogen    Erykes  van   Sassen,  darup  gy  iuwe   antworde  vnd 
riii^ricbirhande  gebrek  hebt  wedergescreuen,  des  suluen   gelyk  hadden   vns 
rn^^d  von  Homborgh  ok  oren  gebrek  vnd  antworde  gescreuen  etc.    Darvp  ha( 
wy  vnie  bodeschop  gedan  an  den  ergenanten  vnsen  ohem,  vnd  he  hadde  wed( 
by  ^nn  nyne  erbaren  bodeschop  vnd  leet  vns  vnderrichten,  dat  he  gerne  allii 
^i'hrek  twisschen  ome  vnd  jv  wolde  hebbin  beseen  laten  vnd  datmen   darupj 
1l^ifl**fl^i*Uken  twisschen  ju   vnd   ome   gehandelt   hedde,  wo  id  sek   gebord   heddi 
dsil  ofue  nicht  gehelpin   mdchte.     Vnd  bouen  alle    dingk    so    hedde    he   vnd 
juwi*  itchelinge  gezat  an  de    bescheyden    lude,   den    rad    to    Luneborgh,   juk 
ucUt^yiUuit"  nach  fruntschop  eder  in  rechte,  dar  gy  auer  des  nicht  enwolden 


I)  Urn  gl«icbeo  lohalts  wegen  hier  aDgeschlossen.    Jedenfalls  ist  der  Brief  Tor  Aiubnioh  der  Fehde, 


260  i4SiO.     Jun.  9. 

gutlike    bescreuen    antwerde    bi    dessem    jegenwardigen.      Screuen    to   V 
des  sondages  neest  na  des  hilgen  Lichamen  dage,  vnder  vnsem  secret. 

Aufschrift:     Den  vorsichtigen  wiseri  borgermestern    vnd    radmann< 
stad  to  Lubeke,  vnsen  leueri  besundern,  detur. 

Nach  dem  Oriyinal  auf  Papier.     Das  Siegel  ist  abgeaprungen. 

CCXXII. 

Der  Rath  von  Liibeck  zeigt  dem  Herzog  WUhelm  von  Braunschweig  den  Empfant 
Schreibens  an  und  verheisst  weitere  Antwort.    0.  J.  (1420.   Nach  J 

Dem  hochgebornen  fursten  vnde  heren,   hern  Wilhelme, 
to  Brunswic  vnde  Luneborch  hertogen^  vnsern  gunstigen 

leuen  heren. 

Vnsen  fruntliken   denst   vnde   wes    wy    gudes    verniogen    tovorn. 
geborne  furste,  leue  besundere  here.     Alse  juwe  herlicheit  vns  scriuet  v 
hochgebornen   fursten    wegen  van  Sassen  vnde    van   Mekelenborch    etc., 
wy  temelken  entfangen  vnde  wol  vernomen  vnde   bidden  juwe  herlicheit 
dat    endeles    vnser    borgernriestere    vnde    ander    vnse  inederadeskumpane 
to  hus  en  sin,  vnde  aise  de   erst   komende  werden,   wille    wy    iuwer    hei 
vnse  antwerde  gerne  wedder  benalen.     Juwe    grodmechtige    furstlike   hei 
God  lange  tiden  behoden  wille  wolmogende  vnde  gesund. 

Nach  dem  Concept  auf  Papier. 

CCJLJLm. 

Erwiederung  des  Raths  von  Liibeck  auf  das  Schreiben  des  Herzogs  von  Brauns 
0.  J.  (1420.    Nach  Jun.  9.) 

JjLochgheborne  vorste,  mechtige  here.  Juwen  breeff  rorend 
vnwillen  tusschen  dem  heren  hertoghen  Eryke  van  Sassen  vnde  vns  etc. 
wy  wol  vernomen.  Des  beghere  wy  juwer  herlicheyt  to  wetende,  dat  vo 
jaren  de  her  hertoghe  vorbenompt  vmme  ytlyke  zake  weder  syne  vnde 
vorvaren  beseghelde  breue  vns  vor  des  allerdorluchtighesten  vorsten 
heren,  hern  Sighemundt,  Romeschen  koninghes,  vnses  allergnedighesten 
hoffgherichte  laden  vnde  vorclaghen  leet.  Vnde  wanne  wy  wol  swarer  kos 
sake  thegen  en  hadden,  alse  wy  ok  noch  hebben,   so   worde   wy   des  em 


262  1420.     Jun.  15. 

vnitne    welk    scliep    vnde    gued    des    heren    raed    vnde    dat    geniene    land    van 
Vlandern    viis    groete  kost   vnde    moyenesse    gedaen    hebben    vnde    hedden   den 
schaden  van  den  vorscreuenen  schepe  gherne  vp  den  coepman  gebracht  to  betalne 
sender  schult  vnde  vordente^    vmme  dat  id  by  Oesteriingen  solde  gedaen  zijn, 
alse  se  segeden,  vnde  se  oeck  nieer  sake  den  coepuianne   tolegghende   weren, 
de  to  lanck  to  scryuen  weren  vnde  de  doch  in  der  warheit  also  nicht  en  zijn, 
van   den   welken    wy    vns   verantworden    vnde    vntschuldichden,    also   verre  dat 
wy  verhopende    weren,   dat   wy   des  verdrach  solden  gehad  hebben.      Men  sint 
den   tijdeii,  dat   en   ter  kennessen  gekoinen  ys,  dat  de  vorscreuene  lose   partije  j 
met   den   schepe   vnde   guede    in    Pruyssen   geleydet  weren    in   sulker   maniere, 
aise   gij    sehien    wol    weten,    darvan    jv    de    stede    van    Pruyssen    eynen    breyff 
gescreuen    hadden,    des    gij    vns   copie   ou^rsanden    vnde   des  gelikes   de  stede 
van  Pruyssen   vns  darvan  oeck  eynen   breyff  gescreuen  hadden.   so  hebben  vns 
des  vorscreuen  heren   raed  vnde  dat  geniene  land  wedder  vp  nye  gemoyt  vmme 
des   gelikes   willen    vnde    vmme    dat   des    guedes    vten    vorscreuenen    schepe  in 
Pruyssen  eyn  deel  solde   verkoift  zijn.      Darvp   dat  wy  enne  verantworden,  dat 
sulk  geleyde,  alse  en  dar   gegeuen   were^    dat  dat   gedaen    were    vmme  beters 
willen,  vnmie  dat  gued  in  sekere  hande  to    krygene,    vp    dat   id    den    ghennen, 
de  darto  recht  hadden,  mochte  zijn  wedder  geworden,  so  were  dat  schep  buten 
der  reyde  van   Pruyssen    gebleuen    vnde   verdoruen,   lykerwijs    alse    juwe  copie   1 
vnde  ere  breyff  desse  dinghe  claerliken  vtwyseden,  welken   breyff  wy  des  heren 
raed  vnde  den  lande  togeden  vnde  lesen  vnde  bogherden,   dat  se    deme  coep- 
manne  van  desser  sake  vngemakes  vnde  moyenesse  verdroeghen,  darvp  dat  se 
vns  wedder  verantworden,    so  wes    se   darvp    to    raede   worden,    dat    solde  vns 
wol  to  wetene  werden.      Aldus  so    weren    eyn    deel   des    heren    raede   vnde  dat 
gemene  land  hijr  ghijstern  vergaddert  ter  dachuard,    dar  se  vns    by   en    deden 
komen   vnde  vorlegeden  vns  alle  de   handelinge,    de  se  met    vns   vnde   wy   met 
en  van   des  vorscreuenen  schepes  vnde  guedes  wegene  gehad  hadden^  int  eende 
van  erer  reden  seggende  in   fornien  van   rechte,  dat  wy  van  den  vorscreuenen 
schepe    vnde   guede   solden    verrichtinge   offte    beteringe  doen   offte    doen   doen 
tusschen  dit  vnde  vnser  Vrouwen  daghe  Lechtmessen   naestkomende,  vnde  dar 
des  nicht  en  gesche  bynnen  desser  vorscreuenen   tijt,  so  wolden  se  dat  holden 
vp  de  ghenne,  de  vyt  Pruyssen   zijn,  vmme   dat  welke  wy  met  enne  vele   rede 
vnde  worde  hadden^  gelijck  alse  wy  to  andern   tijden  met  en  gehat  hadden,  dal 
vns    doch    al    nicht   bathen    en    mochte,   vnse   segeden,   dat  se    hijr    by   lynnen^ 

\)  lynnen,  Linicn  ziohen,  genau  sich  richten. 


264  1420.     Jun.  18. 

ccxxv. 

Hetnrich,  Herzog  von  Schleswig  und  Graf  von  Holsteiny  bittet  den  Rath  von  Lubeck, 
seine  und  des  Grafen  Heinrich  von  Holstein  Vermittelung  in  dem  Streite 
mit  dein  Herzog  Erich  anzunehmen.     0.  J.  (1420).     Jun.  18. 

Hiiiricus.  Dei  gracia  dux  Siesvicensis, 
Holtzacie.  Stoniiarie  etc.  comes. 

V  nsen  vruntliken  grud  mid  begheringhe  alias  guderi  tovorn.  Ersamen 
guden  vrunde.  Wi  begheren  iw  weleii,  dat  vnse  om,  hertich  Erick  van  Sassen, 
vns  heii't  ^hescreuen .  wo  dar  twidracht  vnde  vnwille  twiskeri  knne  vtide  iw 
vnde  den  van  Hamborch  sy,  vnde  begheret,  dat  wi  iw  vnde  den  van  Haoiborch 
scriuen  vnde  ene  to  rechte  vorbeden,  wente  vnse  vedder^  greue  Hinrik  van 
Holsten,  vnde  wi  mid  vnsen  vnde  sinen  rade  scolen  ouer  em  vulmechticb 
wesen  alles  rechten  vnde  vruntliker  schedinghe  vnde  vppe  leghelike  daghe 
darvmme  to  komende,  wo  gi  des  ghelyk  wedder  don  etc.  Guden  vrunde,  des 
bidde  wi  vruntliken^  dat  gi  mit  den  van  Hamborch  hirvpp  vordacht  sin,  vnde 
d6n  vnde  nemen,  wes  heren  vnde  vrunden  dunket  moghelyk  wesen  an  rechte 
vnde  an  vruntschop  twisken  iw  an  beyden  siden,  dat  dar  vorder  neen  vnwille 
van  ansta  van  beider  weghen.  Dar  do  gi  vns  sunderghen  dank  vnde  willen  ane. 
Wes  gi  hir  ane  d6n  willen,  boghere  wi  iuwe  vruntlike  bescreuene  antworde 
bi  dessen  jeghenwardighen,  dat  wi  vnsen  Sme  wedder  moghen  benalen.  Sijt 
Gode  beualen.  Screuen  to  Gottorpe,  des  dinghesdages  na  Viti,  vnder  vnsern 
ingesegel. 

Aufschrift:  Den  ersamen  wisen  borghermesteren  vnde  radmannen  der 
stad   to  Lubeke,  vnsen  guden   besundern  vrunden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  Siegel  tat  abyesprungen. 

CCXXVI. 

Heinrich,  Graf  von  Holstein,  bittet  den  Rath  von  Lubeck,  seine  und  des  Herzogs 
Heinrich  von  Schleswig  Vermittelung  in  dem  Streite  mit  dem  Herzog  Erich 
anzunehmen.     0.  J.  (1420).     Jun.  20. 

Hinricus,  Dei  gracia   Stormarie   princeps. 
Holtzacie  et  in  Schowenborg  comes. 

Vnse  vruntlike  grute  mid  begheringhe  alles  guden.  Erliken  bor^^er- 
mestere  vnde  radmanne.    De  hochgheborne  vorste  vnde  here,  here  Erik,  hertoge 


266  1420.     Jun.  22. 

GCXXVIII. 

Der  Rath  von  Dordrecht  urkundet  uber  die  vor  ihm  gemachte  eidliche  Aussage 
glaubhafter  Manner  y  dass  Wilhelm  Eggert  und  Dietrich  der  Braune  stch 
in  das  Silher  getheiU  haben,  von  welchem  die  Bruder  Tile  und  Betemann 
Lose  behaupten,  dass  es  thnen  von  Dietrich  als  Zollner  m  GeervUet 
genommen  sei.     1420.    Jun.  22. 

Wi  burgermeisters,  scepenen  ende  raet  der  Steele  van  Dordrecht.  Doen 
kont  alien  luden,  dat  op  heden  datum  des  briefs  voer  ons  in  onsen  rade 
gecomen  siin  in  proprien  personen  gude  eerbare  mannen  waerdich  van  geioue, 
onse  poirteren,  ende  hebben  voer  ons  mit  opgerechten  vingeren  gestaefts  eedes 
liifliken  ten  heiligen  gezworen,  dat  hem  witliken  ende  kenliken  is^  dat  Wiliem 
Eggert,  voirtiits  threserier  te  HoUant,  ende  Dire  die  brwn^  in  dien  seluen 
tiden  tolner  tot  Gheeruliet,  tegader  deelden  ende  gedeelt  hebben  aisulc  ziluer, 
als  Tyle  Lose  ende  Bethman  Lose  gebruedern  clagende  ^iin,  dat  hem  hi  Dire 
die  brwn  voirseid  voirtiits  tot  Geeruiiet,  doe  hi  aldaer  tolner  was,  ghenomen 
wert.  Voert  seiden  ons  desse  selue  getugen,  dat  hem  witlic  ende  kenlic  is, 
dat  Wiliem  Eggert  vorscreuen  gerne  weder  gekeert  hadde  voer  dit  ziluer  vor- 
seid  een  seker  somma  van  gelde,  alsoe  verre  alsmen  gheen  veruolch  noch 
namaninge  meer  hier  of  en  hadde  willen  doen.  In  kennessen  deser  tugenesse 
hebben  wi  onser  stede  segel  hier  aen  doen  hangen.  Ghegheuen  den  twee 
ende  twintichsten  dach  in  Junio,  in  den  jare  ons  Heren  duzent  vierhondert 
ende  twintich. 

N(tch  dem  Original,  Mit  anhangendem  SiegeL  Es  ist  rund,  7'/|o  Ctm.  Etn  Thorthurm  mit  offner  P/orte  umd 
haibherabgetassenem  Failgatier  toird  von  twei  runden  Thiirmen  fiankirt;  er  ist  viereckig,  rmei  Stoekwerte 
hoeh  und  mit  vier  Zinnen  abgedeckt,  Eine  Mauer  schliesst  sick  rechts  und  links  daran  und  unuekUesst 
einen   rauten/ormigen   Raum.      Der  Orund  ist  mit  Blattranken  bedeckt,      Umsckrtft:      -I-    SIGILLVfll: 

OPI . . . .  DORDReCkT  2CD  :  QTCVSHS 


Hetnrich,  Herzog  von  Schlesmgy  giebt  dem  Rathe  von  Lubeck  Kermtniss  von  mehreren 
Seitens  des  Konigs  wdhrend  des  Friedens  verubten  GewaltthdHgkeiten.  0.  J. 
(1420).    Jun.  26. 

Hinricus,  Dei  gracia  dux  Sleswicensis, 
Holtzacie,  Stormarie  etc.  comes. 

Ynsen  vruntliken  grut  touorn.     Ersamen  leuen   vrundes.     Wij    begeren 
juw  weten,  dat  nu   in   sunte   Johans   Baptisten   dage   edlike   van    des   koninges  ] 


268  1420.     Jul.  2. 

antedictus  dominus  Tidemannus  tradidit  nuptui  filiam  suamBerteken^  assignando 
sibi  in  dotem  cum  Hinrico  Vocken  XIIIF  mrc.  tub.  den.^  et  quod  inclaustrauit 
filiam  suam  Metteken  in  Czerrentin,  quod  eciam  cum  redditibus  eidcm  compa- 
ratis  et  inuestitura  constetit  IIIF  mrc.  lub.  den.  de  istis  pretactis  tribus  millibus 
marcis,  sicut  in  presenti  libro  de  anno  Domini  IVI  CCCC  XII,  O"^siinodogeniti,' 
plenius  continetur,  ita  quod  prescripte  III^  marce  de  ipsorum  omnium  scitu 
et  consensu  minorate  sunt  usque  ad  summam  XII^  marcarum.^  sic  sane  quod 
quilibet  aliorum  puerorum  dicti  domini  Tidemanni  a  Taleken,  prideni  sua 
legitima  uxore^  genitorum  optinebit  de  prescriptis  IIP  marcis  duntaxat  III^  marcas. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1420,  Visit,  Mar. 

Aufzeichnung  liber  eine  Schuld  an   die  Leichnams- Bruderschaft  auf  dem    Muhlen- 
damm.     1420.     Jul  2\ 

Arnoldus  de  Stendele  et  Reymarus  Borstuelt  pro  se  et  suis  heredibus 
coram  libro  recognouerunt,  se  coniuncta  manu  teneri  Fraternitati  Corporis  Christi 
de  aggere  molendinorum  apud  ecclesiam  Lubicensem  et  illius  societatis  proui- 
soribus  ad  eius  vsum  in  C  et  VII  marcis  lub.  den.  festo  Penthecostes  proxime 
affuturo  amicabiliter  persoluendis,  et  dicte  C  et  VII  marce  sunt  de  illis  ducentis 
et  XIIII  marcis,  que  in  presenti  libro  scripte  sunt  de  anno  etc.  CCCCXV, 
Michahelis,  et  incipit  Arnoldus  de  Stendele  et  GotPridus  de  Tyla.^ 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1420,   Visit  Mar, 


Adolph,  Graf  von  Holstein,  nimmt  den  Ludeke  Rahoysen  als  seinen  Diener    an  und 
nimmt  ihn  in  seinen  Schutz.     1420.    Jul  12. 

VVy  Altf,  van  Codes  gnaden  greue  to  Hol;$ten,  Stormarn  vnde  to 
Schowenborch.  Bekennet  vnde  betflghet  openbar  in  dessem  breue  vor  alle 
den  ghennen,  de  one  seet  edder  horet  lesen,  dat  wy  dossen  jeghenwordighen 
Ludeken  Raboysen,  bewyser  dosses  breues,  hebben  ghenomen  in  vnse  bescherm 
vnde  hebben  one  entfl'angen  vor  vnsen  knecht,  so  dat  wy  one  truwelken  ghelyk 
anderen  vnsen  knechten  vnde  ghesynde  vorbidden  vnde  vordeghedingen  willet, 
wor   wy    kunnet   vnde    moghet,    vnde    bidden   alle    fflrsten,    heren,    Fitter    vnde 

1)  VgL  Bd.  V  M  409.  2)  Vgl.  Bd.  V  JW  808. 

3)  Die  iDBcription  besagt  einfach,  dass  die   beiden  Gknannten  sioh   zu  einer  Sobnld   Yon   SI 4  n^,  niehtte 
Pfingiten  zu  bezahlen,  an  die  Leichnamsbrttderaobaft  aaf  dem  HQblendamm  bekennen. 


.  ^^^k... 


1420.     Jul.  12.  269 

knechte^  stede  vnde  alle  vrome  lude,  de  vnse  hereri  vnde  gflde  vrund  syn  vnde 
de  vmme  vnsen  willen  ddn  vnde  lateri  willet^  dat  de  den  vorgenanten  Liideken^ 
vnsen  knecht^  eren,  vorderen  vnde  beschermen  vmme  vnsen  willen  vnde  nerghen 
an  hinderen  an  line  noch  an  gfide.  Dat:  wille  wy  gerne  vruntltken  in  gheliken 
vnde  meren  saken  vordenen  vnde  vorschulden.  To  merer  tucbnisse  dosser 
stucke  hebbe  wy  vnse  secret  drucken  heten  beneden  dosse  scriftt  vp  spacium 
dosses  brenes.  Datum  Schowenborch,  anno  Domini  M®  CCCC^  XX%  in  profesto 
Margarete  beate  virginis. 

Ohne  Au/arhri/t.     Narh  dem  Original  auf  Papier.     Mit  aU  Pressel  vntergedrucktem  kleinen  Sicgel  des  Gra/efi. 


L>er  Rath  von  Neustadt  erwiedert  dem  Rathe  von  Lubeckj  dass  er  dessen  Wunsche 
in  Bezug  auf  das  dorthin  gekommene  Schiff  soweit  thunlich  erfullt  habe. 
1420.    Jul  19. 

lemelike  gruthe  tovoren.  Leuen  heren.  Willet  weten,  dat  wy  juwen 
bref  wol  vorstan  liebben  van  dem  schepe  vnde  gude,  alzo  vor  juw  vorrychted 
IS,  dat  de  manne.,  de  dartho  lioren,  hir  vnde  to  Hamborch  tho  hfls  horen  etc. 
Des  wetet^  dat  wy  des  vpsates,  rades  vnde  dades  nicht  hadden  to  donde  vnde 
an  den  zaken  nicht  by  weren,  juwe  manne  efte  ghud  zo  tho  hyndernde.  Vor 
vyghende  ghud  is  dat  bracht  an  vnse  havende  sunder  vnsen  willen^  )odoch  zo 
'  hebbe  wy  vmme  juwer  bede  willen  arbeydet.^  dat  de  manne  vnde  ghud  quyd 
ghelaten  syn.  Gode  syd  bywolen.  Screuen  des  vrygdaghes  vor  Marien  Magda- 
lenen,  anno  XX*. 

Consules  Nyenstad. 

Aufschrtft:     Honorabilibus    viris    et    prudentibus,    dominis    proconsulibus 
ceterisque  consulibus  ciuitatis  Lubeke,  amicis  nostris  sincere  preamandis,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  au/gedrUckte  Siegel  ist  gdmlich  abgesprungen. 


^t  hansischen  Aelterleute  in  Brugge  setzen,  in  Veranlassung  eines  tJorgekommenen 
FalleSy  aus  einander,  dass  es  nothwendig  set\  ihnen  die  voile  Jurisdiction 
uher  die  dort  stch  au/haltenden  Kaufleute  zu  belassen^  da  eine  Schmdlerung 
derselben  dem  gesammten  Deutschen  Kaufmann  zum  Nachtheil  gereichen 
werde.    1420.    Jul  22. 

V rentlike  grote  vnde  wes  wij  gudes  vermogen   altijd   touoren.     Erbaren 
heren  vnde  guden  vrunde.  Juwen  breff  gegeuen  in  sunte  Vites  dage  latest  vor- 


270  1420.     Jul.  22. 

leden     inneboldende    van    derne    richte    hijr    van    dem    copmanne    Tydenianne 
Raphone    vnde    siner   wedderpartye   gewijset^    alse   van    zeligen   Hanses    vamrne 
Hagen    wegene^    hebbe  wij    entfangen    vnde   wol    vorstan^    vnde    begeren    juwer 
vorsenigen  wysheyd   darvp  to  weten,  alse  wij  den  heren  van  Lubeke  to  andern 
tijden  ouerscreuen,  dat  gij  heren  van  en  wol  vorstan   hebben^   dat   van    desser 
vorscreuenen    zake    na     clage    vnde    antworde    vnde    na    den    gescriffte    vnde 
kennessen,    de  de  copman  darafF  hadde,  wijsede  recbt,    alse    sik    dat    geborde 
vnde  aldus  lange  bij  den  copman  gewonlik  is  gewesen  na  den  ordinancien  vnde 
macht  eiiie  van  den  gemenen  hensesteden  irioued   vnde   vorleent,    vnde   ok  na 
den    priuilegien    vnde    vrijheyden    hijr    van    den    heren    vnde    sinen    iande    deo 
geineynen  steden  vnde    copmanne    gegeuen,  de  weike   ordinancie,    macht   vnde 
vrijheyd  bij    juwen   voruaren    den   copmanne   sunder  vorsenigen  rade    hijr  nicbt 
vorleent  vnde  vorworuen  zijn^  alse  gij  suluen  wol  irkennen  mogen,  want,  solde 
de  copman  hijr   eynen   copman    mogen    richten,   vnde   eyn    andere,    de    hijr  in 
rechtes  dwange  gekomen  were,  vor  iw  heren  wysen,  vmme    dat   juwe    borgers 
an  de  jcnne,   de  hijr   angesproken  worde(n),    ok  tachter  weren,  alse  de  heren 
van  Lubeke  vns  to  anderen    tijden    van    desser    zake    ouerscreuen,   dat    somige 
van    eren  borgers   an  Hannes  vamme  Hagen  vorscreuen   ok    tachter    weren,  so 
scholde  manich  schamel  gezelle  des  sins  hijr  to  achter  gan,    dar    he    sik  des 
sinen  wol  genaked  hedde.     Want,  so  wanner  eynige    partye   hijr    vor  den  cop- 
man   qwemen,    so    moste    de   copman   alletijd   erst    alvnmie    in     de    henzestede 
ouerscriuen,  eft  jemand  dar   van    eren    borgers    weren,    de    an   den   jennen,  de 
hi)r   angesproken    worde,   icht   to    achter    were,   vnde   alse    dat    also    bevundea 
worde,  so  moste  de  copman  de  zake  vor  de  gemeynen    stede  wijsen,    dar  mit 
rechte    to    schedende,    dar    sere    misselke    luden   solde,   alse    de    inwoners  van 
dessen  Iande  oflt  van  anderen  hijr  vor  den  copman  vp  jemande  recht  versochten. 
Ok  mochte   ymand    mit   sinen    ouermode    vnde    vmme    dat   he    bij    gelde   were, 
alse    desse    vorscreuene    Raphon,    scheten    eyn    recht,    dat    he    jegens    eynea 
schamelen  gesellen  hedde,    so   dicke    alse    eme    dat   geleuede,    so   scholden  de 
armen  darbij  mit  alien   vorderuet    werden,    vmme    dat    se   ere    recht    nicht  en 
solden    vermogen    vor  de   stede    to   uoruolgende,    vnde    ok    solde    des    copmans 
recht  darmede  mit  alle  to   nichte    gan   vnde   nicht  geachted    werden,    also  dat 
bij  iw  (heren) ^  wol  to  merkende  is  vte  groter  vntruheyd  vnde  vngeloffsamheyd, 
de   gii   den   seluen    tolecgende  (sin,  de)  hijr  staen,  vmme  des   copmans    rechtK 


J 


1)  Die  eingekUmmorten  Worte  sind  erg&nzt;  das  Papier  ist  an  den  Stellen  darohl5chert 


1420.     Jul.  22.  271 

cheyd   vnde   vrijheid   to   uorwarne,   vnde    sunderlinges   den   alder(luden),    de   vp 
eren  eyd'  hijr  gekoren  sint,  elliken  bij  sinen  rechte  vnde  vrijheyd   to  holdene, 
nadem  dat  gij  in  juwen  breue  scriuen^  dat  gi)  nicht  en  willen^  dat  de  copman 
mil  der  niacht  em  van  den  steden  vorleent  ymande  vorwelden,  darane  gij  den 
copman    sere    to    kort    don^    want    be    ny  darna    enstond    noch,    oft   God    wil, 
nummermer  don  sal^  iinande  to   uorweldene.      Ok   en   sal   dat   nymand    mit  der 
warheyd  vp  enie  mogen    brengen^  dat  ymand    bij   erne   vorweldet    sij,   men    he 
heiiet  hijr  elliken  so  gedan,  alse  he  dat  vor  Gode  vnde  der  werlt  wille  bekand 
wesen.     Vnde  ok  en   solde  de   copman    node    sen,    dat  ymand    in    sinen   rechte 
vorweldet  mochte  werden,    also  dat  wol  kentlik    is,    want,    alse    de    copman    to 
aoderen  tijden  vornam^  dat  de  erbaren  heren  in  somigen    hensesteden  in  eren 
rechte  mochten  sin  vorweldet  worden,  so  heuet  de  copman  darvmme   mit   line 
vnde  gude  gearbeydet,  dat  to  wedderstaene    vnde  to   vreden    vnde   endracht   to 
brengene  in  also  vele,  alse  he  konde  vnde  mochte.    Vnde  ok,  vmme  dat  deme 
copman  let  were,   den    heren    in   den   hensesteden    enige   gewald    vnde   ouerdat 
gedaen  to  werden,  so  vorkundiget    men    dagelix    dem   gemeynen   copman    also- 
dane  ponte,  alse  in  deme  recesse  bij   den  gemeynen  steden  geordineret  sin,  vp 
dat  sik  elk   sine  vrende  vnde   sik    suluen    moge   warnen   vor   sodane    pene,    de 
darvp  gesat  is.     Ok  medde  so   verbutmen    elkerlijk,    houeslike   to  wanderne    in 
sinen  worden  vnde  hanteringhen,  vnde  weret  dat  enich  in  etliken  van  den  vor- 
screuenen  poenten  brokatftich  gevunden  worde,  dat  wolde   de  copman    vp   den 
vorbalen  mit  em,  dat  em  darto  schuldich  vnde  temelik  were  to  doene,  dat  eyn 
^nder  daran  denken  solde.    Des  gelikes  hadde  sik  de  copman  to  iw  heren  wol 
^orroodet,    dat   gij   ok   solden    gedan    hebben,    so  wanner    enich  were,   de   den 
copman  vnhorsam  worde   vnde   mit  homode    vnde    smaheyd   dem    copmanne  to 
bewijsene,  vor  wolde  gan,    alse   desse    vorscreuene    Raphon    gedan    heuet,   des 
(dijkes  ny  geseen  efte  gehoret  en  is  vor  den  copman,  alse  wij  den  heren  van 
Lobeke  to  anderen   tijden  screuen.     In    also    verre   alse   gij    den    copmanne   so 
groten  louen  wolden  geuen  alse  Raphone,  so  wert  wol  temelik,  dat  he  sodane 
Forbeteringe   darvore  dede,    dat  id  alien   anderen    qweme    to    eynen    exemple. 
Men  wille  gij  heren,  dat  wij  hijrmede  solen  lijden  vnde  nicht  en  willen  gedogen, 
dat  he  hijrvore  beteringe  do,  also  sik  dat  geboret,  des  wij  doch  nicht  en  hopen 
oa  der  kennisse,   de  gij  hijraff  van   vns    hebben,   so    solle    gij    in    lokomenden 
tijden   wol   beuinden,   so    wes   hijrvan    komen    sal.      Vnde   vmme   eyn   erger   to 


1)  Im  Mnraseript  ein  Schreibfehler:    eyn. 


272  1420.     Jul.  22. 

schuwene.  so  willen  de  coptnaii  vnde  de  jenne,  dc  hijr  dat  recht  vnde  de  vrij- 
heyd  des  copinans  to  uorwarne  hebben^  sik  hijrinne  qwijten,  so  dat  de  vor- 
screuene  Raphon  vor  de  vorscreuene  ouerdat  vnde  sinaheyd  bij  der  bote  van' 
mark  geldes  vnde  des  copnians  recbte  alsodane  beteringe  don  sal,  alse  darto 
behorende  is,  vppe  dat  andere  bij  em  in  siner  gewald  vnde  ouerdat  nicht  ge- 
sterket  en  werden,  vnde  hopen,  dat  de  gemeyne  hensestedc  dat  iiicht  to 
vnwillen  vnde  in  arge  van  dem  copmanne*  willen  nemen,  men  to  groteri  willen 
vnde  danke,  want  anders  so  en  solde  hijr  nyn  gudman  staen  van  der  stede 
wegen,  vmme  des  copmans  recht  vnde  vryheyd  to  beschermene,  darvan  dat 
deme  copmanne  moynisse,  laest  vnd  vordrytes  dagelix  genuch  ankoineri,  so  dat 
id  wol  redelik  were,  dat  de  copman  van  dusdaner  ouerdat  vnde  luoyriisse  van 
siner  selscop  hijr  bouen  redenen  vnde  beschede  vmbelast  mochte  bliuen,  men 
dat  eyn  deme  anderen  bijstandicheyd  vnde  hulpe  bewijsede,  de  rechticheyd 
vnde  vrijheyd  hijr  to  uorwaren.  Dat  were  dem  copmanne  grotlike  wol  van 
node.  Got,  vnse  here,  mote  jw  allewege  bewaren  an  zeylen  vnde  an  lieue. 
Gescreuen  vnder  vnsen  ingesegelen,  vp  den  XXIl**"  dach  in  Julio  int  jar  XIIII^ 
vnde  XX. 

Alderlude  vnde  de  gemene  copman  van  der 
Dudeschen  henze  nu  to  Brucge  in  Vlanderen 

wesende. 

Sach  einer  Abtchri/t  auf  Papier  mit  der  Ueberschrift:  Honorabilibus  ac  magne  prudencie  riris,  dowumit 
ftunciis  consularibus  ciuitatum  home  Theutonicey  die  beati  Viti  martiria  proxime  elapso  Ijubeke  congregaiu^ 
et  precipue  dominis  procouMulibus  et  consulibuB  ciuitatia  LubicensiSy  amicis  noatritt  sincere  prediiectia, 

Der  Rath  van  Lubeck  meldet  dem  Rathe  einer  hefreundeten  Stadt  ( Wismar  i)  neuer* , 
dings  geschehene  Rduhereien  zttr  See,  vnd  far  der  t  sie   aufy   alsbald  gegen 
die  Rduber  auszuziehen.     1420.    Jul  26. 

nsen  vruntlyken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vermoghen.     Ersameti  leuen  j 
besunderen    vrende.      Wy   begheren    juw    to   wetende,   dat    der   zeerouere   vele,  \ 
alse  by   twehunderden,    to  der  Nyenstad    in    deme    lande    to    Holsten    wesende 
alrede  vele  schepe,  alse  bynnen   dren  daghen  teyne,   ock  myt   kosteleine   gude 
dem    kopmanne    vnde   den   steden   tobehorende  ghenomen   hebben   vnde    stedes^ 
in  der  zee  zind,  vorder  den  kopman  to  beschedighende,  vnde  nene  schepe  vor 

1)  Die  Zahl  fehlL 


1420.    Jul.  26.  273 

sik  ben  laten,  dar  wy  doch  dicke  vmme  screuen  den  heren   van   Holsten  vnde 

ock  vnse  muntlyke  bodesscop  ghedan  bebben,  de  vns  docb  nicht  helpen  mochte 

edder  macb.     Oft  man  derae  in<  tijden  nicbt  weddersteyt,  so  besorgbe  wy  vns^ 

dat  de  lose  partye  so  groet  werde,  dat   man  er  oueie  wedderstan   kone,   vnde 

de  stede    vnde    kopman   in   groten    verderflyken    scbaden    komen,   darvan    vele 

quades  in   den  steden    vprysen    mocbte.      Begbere    wy,    dat   gy   van    stund    an 

juwe  were   in  de    see  scbicken,   de    losen    partyen    weddertostande,   wante   wy 

dating  sunder  sument  wellen  vtwesen,  vnde  des  nicbt  vorleggen,  alse  wy  gbens- 

liken  to  jw  verbopen,  vnde  vns  des  juwen  willen  vnde  meynungbe  sunder  togbe- 

ringhe  by  dessen  boden  wedder  scryuen.     Sijt  Gode   beualen.     Screuen    vnder 

vnser  stad  secret,  des  anderen  dagbes  na  Jacobi,  anno  XX. 

Nach  dent  Concept  auf  Papier. 

CCXXX  VII. 

Der  Rath  von  Lubeck  schreibt  dem  Egidius  von  Campe,  Vicar  in  Hamburg^  ilber 
die  von  Neustadt  aus  von  Vitalienbrudem  untemommenen  Seerdubereien. 
0.  J.  (1420).    Jul  26.' 

Vnsen    vruntlyken   grut  myt   wunsscbe    alles    beyles   tovoren.     Ersamen 
beren,  leuen  besunderen  vrende.     Alse  wy  jw  gbysteren  screuen,  wo  de  beren 
van  Holsten  de  vitalienbrodere  vpbalden  bysunder  to  der  Nyenstad  vnde  deme 
kopmanne    vnde    vnsen    borgberen  groten  vndrecblyken   scbaden    tokeren    etc., 
<les  hebben  de  vitalien   van    nyes   alse   gbysteren  en  grot  scbep   myt  kostelem 
gude  vnsen  borgberen  tobeborende  gbenomen  vnde  stark  in  der  see  zint,  vmme 
nieer  schepe  to   nemende,  vnde   wattan  wy   darvmme   mester  Pauwele   to   der 
Nyenstad    gbesand    bebben,   so  vermode   wij    vns    docb,    dat   vnsen   borgberen 
Dene   redelicbeyt   weddervaren    kone,    sunder    dat    se   vnse    borgbere   al    mer 
vnde  mer  bescbedigben    scbolen.     Darvmme  ys  des    noet,   welle   wy   vnwillen 
vnde  twidracbt  mank  vnsen  borgberen  anicb  wesen,  dat  wy  dat  to  lande  vnde 
to  watere  keren,  alse  wy   best  mogben   vnde  konen.     Warvmme  wy   vlytlyken 
begheren,  dat  gy  myt  der  were  sunder  sument  byr  ouerkomen   vnde   docb   id 
so  besorgben,  dat  jw  vnderwegbene  nicbt  argbes  wedervare.    Begbere  wy  ock, 
dat  gy  myt  vnsen  vrenden  van  Hamborcb  darvmme  spreken,  dat  ze  bearbeiden, 
dat  deme  kopmanne  vnde  vnsen  borgberen  scbepe  vnde  gudere  wedder  werden 

I)  Die  Jahreszahl  ergiebt  sich  aus  den  dazu  gehdrigen  datirten  Briefen. 

35 


S76  i4S0.    Aug.  4. 

konjnghe    senden  wolden,    alse    langhe    dat    me   en   antworde   hadde    van    den 
HoUten  heren  etc.     Des   wetet,  leuen   zunderghen   vrunde^  dat  wy    vmme  des 
dotolages  wiilen  Degheners  Bucgenhaghen    leyder   Gode   gheclaget  nicht  konen 
irnses  radessendeboden  to  den  Holsten  heren  myt  den  juwen  vnde  myt  den  van 
der  Wyi»rner  senden,   dat  wy  bidden  vor  nenen  vnwillen   to   nemende^   men  de 
anderen    vnses   radessendeboden   wille   wy  gherne   alse  langhe    tagheren^   beth 
vns  van  iw  tidynghe  weddervaret,  dat  gi  by  den  Holsten  heren  hebben  gheweset. 
Vnde  bidden  iw,  leuen  ersamen  vrunde,  dat  gij  vmme  des  menen  besten  wiilen 
enkede  voruaren   vnde   iw  laten    to  wetende   don   van   den   heren   van   Holsten, 
oft  ze  rechtes  vmme  des  wiilen,  dat  se  scfggen,  dat  de  konyngh  den  stekedacb 
nicht  gheholden  heft  vnde  he  darvmme  sin  recht  schal  vorloren  hebben,  willeo 
bliuffn  by  heren  vnde  by  steden  vnde  ok  erer  houetsake.    Weret  dat  de  koning 
zin  recht  dar  nicht  mede  vorloren  hebbe  edder  oft  ze  rechtes,  alse  vorscreuen 
is,    by  heren  vnde  steden   nicht    bliuen   wiilen,   dat   gi   dat  yo    enkede  van  en 
voruaren^  dat  me  vor  den  heren   koning   moghe   bringhen,   vnde  dat  gi  denne 
daran    myt  juwen   rade   vurder   spreken,    oft   ze  rechtes  nicht   wolden    van  zik 
gan,    dat  me   denne   by   dem   heren  konynge,  de    dat    beste   recht    hadde  vnde 
rechtes  by  heren  vnde  steden  wolde  bliuen,  bleue,    dat  vns   nutte  dunket,  dat 
men  by  deme  bleue,  de  dat  recht  nichten  vl^oghe,  vnde  senden  iuwe  radessende- 
boden  to  dem  konynge,  wente  wy   vns   yo    vorsecht    hebben,    by    deme   rechte 
to  biytiende,  vnde  moten  yo  de  lenghe   by   dem    bliuen   vnde    enen   wech  slan, 
vppe  dat  de   copman   vrede    moge    hebben,   welke    boden    gi    also    vulmecbtigh 
senden,  alse  wy  de  vnsen  don,   dat  se   nyn   weddertoch   nemen,   alse    by   dem 
konynge  to  bliuende,  oft  de  Holsten  heren  dat  recht  afiFwerpen,    vppe  dat  dar 
nene    langho    togherynghe    van    kome.     Wat   iuwe    guddunckent    hirvmme   is. 
bidde  wy  vnM   en    antworde    darvan    to   scriuende.     Scriptum  dominica  post  ad 
vinciihi  Pfflri. 

Smh  tUm  Original  anf  Papier,     Das  aufyedruckte  Siegel  i$i  fast  gdnzlich  abgcsprungen. 

Consules  Stralessundenses. 

AiifHchrifl:    llonorabilibus  magne  discrecionis  viris,  dominis  proconsulibus^ 
4*1  conMiilJbuH  ciuilatis  Lubicensis,  amicis  nostris  predilectis,  detur. 


J 


1420.     Aug.  5.  277 

Balthasar,  Herr  von  Werkj  versichert  den  Burgermeistem  Pleskow  und  Rapesulver, 
dass  er  das  geschlossene  Bundniss  treu  halten  werde,  und  bittet  um  Will- 
fdhrigkett  in  der  Angelegenhett,  die  er  durch  seinen  Kapellan  Johannes 
Bran  voi'tragen  lasse.     0.  J.  (1420).  Aug.  5.^ 

Baltazar,  van  Codes  gnaden 
vorste  to  Wenden,  here  to  Werle. 

Vnsen  vruritliken  ghrut  vnde  wes  wi  ghudes  vormoghen  tovoren.    Leuen 
sunderghen    vrundes.      Alse    gi    vnde    wi    vns    tosaniende    an    ghuder    endracht 
i^runtliken  vorghan  hebben,   des  do  wi    iv   to   wetende,    dat   wi    dat   to   ende  so 
bolden  willen^  vnde  weren  beden  hochliken  vmine  veftich  wapende  vnser  inanne 
'  vp  iawe  ergheste  to  sendende^   dat    wi    nenerleye   wijs   dachten    to    donde    vnde 
nicht  don  willen.  men  to  denie  iouen,  dar  wij  myt  jw  ane  sitten^   schole  gi  iv 
ghentzliken  to  vorlaten^   vnde   hebben  ok    afkeret   andere   heren,  vnse   vrunde^ 
d€  ere  manne  wolden  vp  iuwe  ergheste  sant  hebben,  vnde  willen  iiiwes  besten 
t^men  vnde  weten,    wor  wi  konen  vnde  rnoghen.      Des  beghere  wi  ok   van    iv. 
Vnde,   leuen    vrundes,    wi    bidden    iv    mit    ghantzeni    vlite,    dat    gi    vns    willen 
kpwisen    willen    an    deme    werue,    dat    Johannes    Brun,    vnse    jeghenwardighe 
capellan^  to  iv  nv  to  der  tid  van  vnser  weghene  weruende  wert,  vnde  belouen 
em  des,  oft  wi  iv  suluen  muntliken  spreken.    Dat  wille  wi  ieghen  iv  hochliken 
f  vorschulden.     Sid  Gode  beuolen.    Screuen  yn  vnsen  slote  Plawe,  des  mandages 
ror  Laurencii,  vnder  vnsen  yngesegel. 

Aufschrift:  Den  erewerdighen  vorsichtighen  mannen,  her  Jordan  Ples- 
kowe  vnde  her  Hinrik  Rapesuluer,  borgermestei^n  to  Lubek^  vnsen  sunderghen 
TTunden,  geschreuen. 

Original  auf  Papier,     Mit  Resten  des  den  Brief  schliesaenden  SiegeU. 


1)  Mit  Besiehnng  auf  die  am  14.  April  1420  abgeschloaseDe   Sfibne   {M  196)  und  auf  die  Fehde   mit  dem 
ffenog  Ton  Lauenbarg  datirt. 


I 


Die  Eroberuiig  und  der  Erwerb  Bergedorfs  dnrch  die  Stadte 

Liibecl£  und  Hamburg. 


C€XIil. 

Fehdebricf  der  Stadt  Luheck   an   die   Herzoge  Erich   und  Bemhard   von    Sachsen- 
Lauenburg.     1420.     Jul   7. 

VVetet,  hertoge   Erick   vnde   hertoge   Bernd   van   Sassen,   Engeren  vnde  ; 
Westfalen^    dat   wy    borgermestere,   ratmanne   vnde   menbeit    der    stad   Lubeke 
juwe  vnde   juwer  broder(\   geistlik    vnde  werltlik  manscbop^   undersaten,  juwer 
land  vnde  lude  (viand  wesen  wilien)   vnde    al  dor  jennen^   de   wy   vmrne  juwen 
willen  vnde  vniine  des  bocbgebornen   forsten   vnde  grutuiecbtigen  heren  willen, 
her  Frederikes,  niarggreuen  tu  Brandenborg,   dar  id  vns  nu    tor  tid  also  mede 
gewant  is^  vnde  ok  vmrne  ander  sake  willen^  de  uns  forder  darto  [to]  bewegeD,  ; 
vnde  willen  des  vnse  vnde  der  jennen  ere,  de  vmine   vnsen   willen    niit  juw  to   1 
veide  kornen^    j^g^"    juw    vnde   de   jenne^    de    vmrne   juwen   willen    init    vns  to 
veide  komen^  genzliken  vorwaret  weten  vnde  holden.     Des  to  merer  betuchni8 
so    hebbe    wy    vnser   stad    secret   inwendich   gedrucket   an    dessen    breff.     Ge- 
schreuen   na  Godes  bort  dusent  verhundert  jar   in  deme  twintigesten  jare^  des 
sondages  binnen  den  achte  dagen   na  vnser  Vrouwen  dage  Visitacionis. 

Scich  einer  spdteren  Abschrift  auf  Papier. 

Fehdebrief  der  Stadt  Hamburg  an  Dieselben.     1420.     Jul.  8. 

Wetet,  hertoge  Erick  vnde  hertoge  Bernd  van  Sassen^  Engern  vnde 
Westfalen,  dat  wy  borgermestere,  ratmanne  vnde  ntenheit  der  stad  Hamborg 
juwe  vnde  juwer  brodere.  geistlik  vnde  werltlik  manschop^  juwer  lande  vnde 
lude  vnde  al  der  jennen^  de  wy  vmine  juwen  willen  veiden  mogen^  vigeni 
wesen    willen    vmrne    des    hochgebornen    forsten    (vnde)    grotmechtigen    heren 


1420.     Jul.  14.  281 

hee  sine  ome  nichl  vorlaten  mochte    noch    en    wolde,   welken    bref  wy  wedder 
vorseghelden  vnde  derne  boden  vt^edder  deden  vnde  (he)  wedder  red  tho  sineme 
heren  vnde  tauende  cnen   bref  wedder  brochte,  welken   bref  de  van  Hamborch 
senden  an  eren  rad,  vort   an    iw   tho   sendende    myt   den    weruen,    ghelik   alse 
hir  vorscreuen    ys    na   inholdinghe   des   hertoghen    breues^    alse   yorscreuen    ys. 
Ok  so  sande  de  sulue  hertoghe  enen   bref  den  ghoden  luden,  dede  by  vns  vnde 
by  den  van  Hamborch  sint  vte  sineme  lande,  eschende  by  sinen   hulden,   gho- 
deren  vnde  lenen,  van  stund  an  van    hir   tho   hus    to    ridende;    weret   sake    dat 
id  nicht  en  schude,  so  muste  he  darmede   varen^    alse  recht  were^    darvp    see 
VD8  vragheden,  ofte   wy   ok    recht    vorleght   hadden,    dar    wy    vp    antwardeden, 
dat  wy  rechtes  ouerbodich  weren  vnde  gherne  recht  ghenomen  vnde  ghegheuen 
hadden,   alse    dat   wol  witlik    were.     Darvp   see  deme  hertoghen    ere    antwarde 
vorscreuen    hebben^    vnde    de    hertoghe   see   ouer   anderwerue    gheeschet   heft, 
dar  see  ouer  vorantwardet  hebben  vnde  anders  noch  nicht  vornemen^    see    en 
willen  by  vnser  hulpe    bliuen.      Item,    leuen    heren,    menen   wol   de   van    Ham- 
borch, ofte  vns  dyt  wol  vnscode  myt  deme  sclote.  dat  ze  ene  drehundert  vnde 
wy  des  ghelikes  hir   leten   sunder   perde  vnde    seghen,    wes   de    vord    bringhen 
konden,  wente  id  thomale  vaste  ghetrosset  vnde  vorbolwerket  ys.    Ok  wil  iuwe 
vysheyt  weten,    dat  de   spise,  dar   gy    vmme  screuen,    dat   wy    de    vntfanghen 
hebben  vnde  noch  enes  so  vele  hebben  halen  laten,  wente  wy  hir  vele  volkes 
kebben    vnde  noch    nene   ko   ghehalet   hebben,   nademe   alse   vns  gheseght    ys, 
|dat  see  thomale  vte  deme   lande   ghevloghent  ys,    vnde   noch    men   VIII   koghe 
|Vor  vordinghenisse  ghekreghen  hebben,  vnde  hebben  wes  gheramet,  dar  wy  des 
^sten  gherne  by  don   willen,    ofte    id    sik   so    voruolghet.      Leuen   heren    vnde 
inde,  bidden  denstliken,  vmme  alle  desse  vorsoreuenen  stukke  tho  sprekende 
ide  vns  des  iuwe  ghotlik   antwarde   sunder   vorthogeringhe    tho    entscriuende, 
ir  wy  vns  na  richten  moghen,    by   desseme   boden,   vnde   ok   dat   gy    hertoch 
^ilhelme  iuwe  antwarde  scriuen.    Hirmede  sit  Gode  beuolen  tho  langhen  tyden 
le  bedet  ouer  vns.    Ghescreuen  tho  Bergerdorpe,  des  sondages  vor  Diuisionis 
lostoloruni,  vnder  Jordan  Plescouwen  ingesegel,  des  wy  alle  hirtho  bruken. 

Jordan   Plescouwe. 
Tydeman  Sten. 
Dideric  Morkerke. 

Aufschrift:    Den  erwerdeghen  vorsichteghen  heren  borghermesteren  vnde 
nmnnen  der  stad  Lubeke,  vnsen  leuen  etc.,  detur. 

Nach  dem  OrigincU  auf  Papier.     Das  Siegel  ist  abgespmngen. 


1420.    Jul.  15.  285 

ruchte  is  hir  alzo,  dat  He  schold^  wewiy  to  Swerin;   wat   des    in    der    warheyt 

is,   dat  vorbode  gy  dar  bet  vt^  wan  wy  hir.     Ok   so   is  dat   gherucbte   bir,   dat 

se  vele  baueren  bebben  gbevdrt   na  Domnisse.     Item   so   zande   ik  den  suluen 

boden,  den  ik  nu  en  sonauende  by  iw   hadde    to   Lubeke,   vort    to    her   Jorden 

vp   den    suluen   sonauent  spade    ut   desser  stat  myt  den  suluen   breue^,    den  gy 

em  gheantwart  hadden,  vnde  myt    myner   bodesschop   to   her  Jorden,   vnde  de 

sulue  bode  is  my  noch  nicht  wedder  komen,  dar  bin   ik  vmme    bemoghet     Ik 

hebbe  sorghe,  dat  he  wor  ghetdvet  sy.     Item   so   hadde  des   hertighen    voghet 

vorbodet  Marquart  Stale  to  sik  to  komende  to  Maryenwolde  vnde   was  van  em 

begberende,  dat  de  bur  van   sines  heren   weghen   vnde  ok  de  vnse   hir  vmme- 

lank  beleghen  mochten  vredezam  er  korne  to  zamende  bringben  vnde  en  deme 

anderen  twe  oFte  dre  daghe  den  vrede  vor  vp  to  segghende,    alzo   dat   de   bur 

van  beyden    siden   dar   nicht   ouer  ghevanghen    ofte   gheslaghen   werden^    vnde 

dit  scref  ik  her  Jorden,  wente  ik   en    dorste  my  des  allene  nicht  vnderwinden. 

Wes  juwer  wisheyt  hirane    guddunket,    dat    moghe    gy    my   to    enbeden.     Got 

spare  jw  ghesunt   to   ewigher  tijd.      Ghebedet  ouer   my.      Ghescreuen    in    aller 

apostel  daghe,  to  Molne. 

By  my  Albert  Erpe. 

Auf  einem  betgefugten  Zettel:  Item,  leue  her  Kort,  alzo  ik  iw  er  ghe- 
screuen hebbe^  dat  id  nutte  hadde  ghewezet,  dat  gy  hir  in  hadden  ghesand 
XX  edder  XXX  myd  gleuighen  deme  voghede  to  huipe,  vnde  dat  duchte  deme 
rade  vnde  my  noch  gans  nutte  wezen,  dat  gy  dat  noch  deden,  alzo  gy  alder- 
^rste  konden,  vnde  sumen  dar  nicht  mede,  wente  krighen  se  erst  dat  rident 
hir  in  melande,'  dat  en  is  vor  desse  stat  vnde  ok  vor  Lubeke  nicht,  wente 
wy  en  konen  em  myt  dessem  hupen,  den  wy  hir  bebben,  nicht  ghekeren.  Hir 
weze  iwe  wisheyt  vp  vorsen,  dat  i^  io  sche,  dat  gy  vns  senden^  alzo  gy  mest 
enberen  moghen,  vp  dat  wy  dat  rident  myt  em  hir  in  melande'  begripen,  so 
vil  wy  se  woi  to  hus  beholde,  dat  se  vor  Lubeke  nen  grot  werf  bebben  scholen. 
Dea  iw  antwerde,  Kort. 

Aufschrift:     Deme    erwardygen    hern  Kurt  Brekewolde,   borgermester  to 
Uibeke. 

Nach  dem  OrigincU  auf  Papier.     Das  Siegel  Ut  abgesprungen. 


l\  fllir  i»mm    l»mjtm     Iw^    r. ••.<!« 


2B4 


1420.     Jul.  16. 


OCXLVUL 

Wilhehij  Herzog  von  Braunschweig  und  Luneburg^  ersitcht  den  Rath  von  Hamburg 
um  stcheres  Geleit  fur  die  von  ihm  ah  Friedensvermittler  zu  sendenden 
Abgeordneten.     0.  J.  (1420).    Jul  16. 

Wilhelm,  to  Brunswic 
vnde  Luneborg  bertoge. 

Ynsen  gunst  vnde  guden  willen  tovoren.  Leuen  besundern.  Wenne 
wy  01180  rede,  beyde  inanne  vnde  stede,  in  iuwe  stad  denken  to  sendende  vmme 
alsodanne  Feyde^  twidracht  vnd  vnwiUen,  de  twisgen  iuw  vnd  dem  hochgebornen 
fursten,  hern  Ericke,  hertoghen  to  Sassen  etc.,  is,  vruntliken  to  sprekende,  vnd 
bidden^  dat  gi  de  vnde  de  dar  mid  ene  komende  werden,  in  geleyde  vnd 
felicheyt  vd  vnd  to  bus  vor  iv  vnd  den  iuwen  vnd  vnuoghe  mid  worden  vnd 
werken  vorwaren  willen  vnd  vns  des  iuwen  bref  senden,  wenne  wy  vnses  omhs 
van  SasHon  vorscreuen  to  eren,  to  rechte,  to  frunschop  vnd  aller  bescheiden- 
heid  vp  vnvortogherden  legheliken  daghen  to  plegende  mechtich  syn,  als  wy 
iuw  vnde  den  van  I^ubeke  to  veer  tiden  vorghescreuen  hebben  vnd  vor  ene  ghe- 
beden  hebben,  dar  vns  doch  neyn  antwerde  oF  gheworden  is,  als  wy  vns  des 
to  iw  nicht  vormodet  hedden:  alse  bidde  wy  noch,  dat  gi  vns  desser  vorgbe- 
screuenen  stucke  by  dessen  jeghenwardegen  iuwe  gudlike  antwerde  vnvorto- 
gherd  senden.  Dat  wille  wy  vmme  iv  vnde  de  iuwe  alletid  gerne  vorschulden. 
Gegeuen  to  laineboroh,  des  dinxedages  neghest  na  Margarete,  vnder  vnsem 
secret. 

Sack  rinrr  Ahsckri/'t  un/  Papier  mit  der  Ueber»ekri/i:     CfmtulibuM  HawUmrgensibus. 


GCXIiVUI. 

Wilhelmy  Herzog  von  liranmchweig  und  LUneburg,  beglaubigt  bet  den  Rdthen  wm 
Liibeck  und  Hamburg  $emen  Abgeordneten  Hermann  SoltatL  O.  J.  (1420). 
Jul.  17. 

Wilhelnu  to  Brunswich 

vnde  Luneborch  hertoge. 

Vnsen  gunst  vnde  willen  tovoren.  Borgermestere  vnde  rad  to  Lubeke 
vnde  Han)borch,  guden  besunderen.  W^-  bidden  iw  myt  vlite,  wes  desse 
ieghenwardege  Hermen  Soltow,  vnse  dener,  van  vnser  weghene  teghen  iw 
weruende  werd,  dat  iu  em    des   van   vnser   wegbene    gensliken    louen,   offt  wy 


Si86  1420.     Jul.  18. 

iveren  hir  by  der  hand  zin,  dat  me  dat  darvmme  nicht  en  late,  vnde  dat  iuw^ 
vnde  vnse  vrUnde  dat  sulue  sloet  bestallen  io  er  io  leuer,  vnde  icht   dit  iuwer 
wisheit  also  bebaghet,  so  beghere  wy,  dat  gy   iuwen  vrunden   to  Bergherdorpa 
wesende  vnde  vns   sunder   togheringhe  darvan   iuwen  willen  scriuen.    Gode  zy 
beualen.  Screuen  vnder  vnseni  secret,  des  donnerdaghes  na  Diuisionisapostolorui 

Consules  Hamburgenses. 

Aufschrift:    Honorabilibus  et  circuinspectis    viris,    dominis  proconsulibofliM^ 
et  consulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  predilectis. 

Scuih  dem  Original.     Mit  Resten  de»  aufgedrnckten  SiegeU, 

Friedrich  /.,  Markgraf  von  Brandenburg,  heglauhigt  bet  den  Rdthen  von  Lubeck  unJ 
Hamburg  seinen  Abgesandten.     0.  J.  (1420).    Jul  24. 

Fridricli,   von    Gotes   gnaden    inarggraue    zw 
Brandenburg  vnd   burggraue  zu  Nuremberg. 

Vnsern  gunstlichen  grus  zuuor.  Ersamen,  Fursichtigen  vnd  weiseOf 
besunder  lieben.  Es  kompt  zu  euch  vhser  lieber  getruwer,  Bernhard  von  der 
Schulenburg,  ritter,  oder  Hermann  Cuden,  burgermeister  czu  Salczwedel.  Bittei; 
wir  euch  mit  sunderm  fieis,  welcher  also  czu  euch  kompt  vnd  von  vnseni 
wegen  an  euch  werbende  ist,  ir  wolt  im  des  genczlichen  als  vns  selbs  glaubel 
vnd  hierinnen  tun,  als  wir  euch  sunder  getrawen.  Geben  zu  Ganzaw,  an  sai 
Jacobs  abend,  anno  etc.  XX^ 

Aufschrift:     Den    ersamen    fursichtigen    vnd    weisen,    vnsern    besundi 
lieben  burgermeistern  vnd  den  retten  der  stette  Lubeck  vnd  Hamburg. 

S<ich  dem  Original  auf  Papier.     Das  Siegel  ist  abgesprungen. 

Der   Rath  von  Lubeck  sendet  seinen   Abgeordneten  in   Bergedorf  Verhaltungsn 
0.  J.  (1420).    Jul  25. 

Vnsen    vruntliken    grut    mit    begheringhe    alles   guden.     Ersamen   1< 
bysunderen  vrunde.     Wy  begheren  iuw  to  wetende,  dat  wy  oppe  desse  till 
vnser  schriuer  neyn  senden  koniien,  wante   ok  mester   Pawel   nicht    to  h 
vnde  mester  Johan  by  vns  in  synen  afwesende  jo  behouen,  sunder  wy  hegl 


1420.     Jul.  25.  287 

dat  gij  in  beyden  syden  tusschen  deiri  hcreii  van  Luneborcb  oppe  sin  werff 
vnde  der  stad  van  Luneborgb  oppe  ere  werff  des  besten  ramen,  so  wy  ok 
bewilleden  veriniddelst  her  Heniianne  oppe  derne  daghe  to  der  Vredeborgh 
vnde  ok  by  dernsuluen  juw  to  Hamborcb  entboden  hebben,  doch  dat  gij  alzo  jo 
van  hertoghe  Wilhelme  scheden,  als  dat  affschedent  was  oppe  deine  dagbe  to 
der  Vredeborgh  mit  hertoghe  Johan  van  Mekelenborgh.  Vorder  so  beghere 
Mrij^  als  gij  de  Ripenborgh  mit  Godes  hulpe  gewunnen  hebben,  dat  gij  dan  van 
stvnd  an  sunder  sument  rnit  den  voike  to  bus  komen  vnde  vnse  vrunde  van 
Hamborgh  vnderrichten  vnde  esschen,  dat  se  vns  wedder  volghen  vor  Rasse- 
borgh  mit  sulker  macht,  also  wy  en  vor  Bergerdorpp  gevolget  sin.  Vnde  efft 
dan  hertoge  Wilhelm  edder  anders  we  wat  endes  dedinghen  konne^  dat  dat 
dan  vnder  deme  roke  sch^.  Ok,  leue  her  Jordan,  so  hebbe  wy  her  Johan 
loden  an  de  stede  versant  etc.,  darvmme  kunne  wy  juw  den  nicht  senden^  ok 
hopende,  dat  gij  kort  by  vns  komen  vnde  juw  siner  neyn  not  en  sy.  Ok,  ieuen 
heren,  so  hebbet  de  vytalyen,  de  by  dem  heren  van  Holsten  sin,  vns  vnde 
deni  kopinanne  vnser  gud  vnde  schepe  ghenomen,  dar  vns  nicht  mede  steyt 
to  lidende,  scholde  wy  ok  darvmme  mit  en  eyn  orlighe  to  lande  wert  ansian. 
Darvmme  bidde  wy,  dat  gy  ernstliken  mit  vnsen  vrunden  van  Hamborgh  dar- 
vmme spreken,  dat  se  vorarbeyden  by  eren  heren  ernstliken,  dat  vns  des  en 
wandel  sche  etc.  Syt  Gode  beuolen.  Screuen  an  sunte  Jacobs  daghe,  vnder 
mester  Johan  Vusses  ingesegele. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabili  ac  circumspecto  viro,  Georgio  Saltwedele,  vicario 
^cclesie  Hambnrgensis,  amico  suo  predilecto. 

iVocA  dem  OrigincU  auf  Papier.     D<u  Siegel  ist  abgeaprungen, 

CCI.11. 

^emerer  Bericht  des  Jordan  Pleskow  uber  die  Einnahme  von  Riepenburg  und  den 
Wunsch  des  Raths  von  Hamburg,  in  Liibeck  Lebensmittel  zu  kaufen. 
0.  J.  (1420).    Jul  25. 

Minen  willigen   denst  vnde  wes   ik    gudes    vermach   tovoren.      Ersamen 

len  heren  vnde  vrunde.     Ghistern   na    vesper  tijd    qwam    her  Hermen,   juwe 

laer,  to  Hamborcb  vnde  brachte   juwe   werff  an   my  vnde   hern    Tydemanne 

ne  vnde  vorder   na   vnsem   rade   an    vnse   vrunde,   de   van   Hamborcb,   vnde 

miner  ynbringinge,  wo  gij  ervaren  hadden^   dat   dem   hertogen   van   Sassen 


1420.    Jul.  25.  289 

ard  hadden,  enie  helpen  haueren  vnde  ander  dont  bestellen,  gelik  alse  de 
lamborch  vns  gedan  hebben,  wente  se  sik  vruntliken  vnde  wol  yn  dem  geliken 
OS  bewiset  hebben.  Ok  weset  verseen  vppe  sudane  zake^  der  vns  notdorfft 
behoff  is,  wente  wij  an  beydentsyden  nicht  menen  to  ruwen.  Screuen 
r  niynem  ingesegel,  in  sunte  Jacobus  dage. 

Jorden  Pleskowe. 

Aufschrift:  Den  ersamen  heren  burgermesteren  vnde  radmannen  to 
^ke,  mynen  leuen  heren  vnde  vrunden,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,     Das  Siegel  itt  ahge$prungen, 

irfm,  Herzog  von  Braunschweig  und  Luneburgj  beglaubigt  bei  den  Rdthen  von 
Lubeck  und  Hamburg  den  Bertold  von  Vermessen  und  den  Hermann  von 
Chuden.     0.  J.  (1420).    Jul  26. 

Wilhelm,  to  Brunswig 
vnde  Luneborg  hertoge. 

Vnsen  gunst  vnde  guden  willen  touorn.  Vorsichtigen  wisen  lude,  guden 
le.  Wij  senden  to  )w  dessen  jegenwardigen  Bertolde  van  Vermessen. 
n  raed  vnde  leuen  getruwen,  vnser  meynynge  van  vnser,  mit  sampt  Her- 
n  van  Chuden,  des  hochgebornen  fursten,  vnses  leuon  vaders/  hern  Frede- 
^s,  marcgreuen  van  Brandenborg  vnd  borgreuen  to  Nurenberge,  raade,  van 
r  wegen  mit  iw  to  reden^  vnde  bidden  iw,  dat  gi  dem  vppe  desse  tiid  vns 
sn  geliik  belouen  willen,  daran  do  gi  vns  besundern  danck.  Gegeuen  to 
sen  vpper  Luw,  vppe  sunte  Annen  dach,  vnder  vnseme  secrete,  anno 
ini  millesimo  quadringentesimo  vicesimo. 

Aufschrift:  Den  vorsichtigen  wiisen  luden,  borgermesteren  vnde  rSden 
stede  Lubeke  vnde  Hamborg,  vnsen  guden  vrunden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.    Da»  Siegel  ist  abgeeprungen. 


1)  Henog  Wilbelm,  geb.  1400,  heirathete  14S3  Caecilie,  die  Toohter  des  Karf&raten  Friedrich  I.  yonBranden- 
Die  Heirath  wurde  in  einem  Vertrage  su  TaDgennflnde  am  80.  Juni  14S0  bestimmt,  konnte  Jedooh  wegen 

r  Jogend  der  Braat  damals  nooh  nicht  Tollzogen  werdeo.  Biedel,  Gesohichte  dea  Preusaiaohen  K5nig8- 
3,  S68. 


37 


mt  uaa  Jol  3l 

CCUT. 

D^n   for^ichtizh^rs  wis^^n  loden.  borsera. esters  mde  radmannen 
n^,t  ^l^fr   Lot>^ck^  vnde  Hamborch.  iDTr.en  sodeD  fronden.  detur. 

JJiri^ri  vnirifiik^-n  denst  toooren.    Vorsicbtisheo  wisen  liide,  leueri  frunde. 
\lz  jk    "if-'i*-    ii^rru^u    van    Choden    gistern    to   Hamborch    Fan    jaw    scheidedefl 
rtufhfr  o^f»  ff^d^  <rU,-  fi^tet.  dal  rnrn  enedise  here,  hertose  Wilhelm,   hir  nicht 
to  Uin^f-n  M  vnd^   h^    i«    rmme    de    suluen    desedin^e    te^hen    sjnen    feddereo 
ijh^rred^'ri   vnd**  h^fft  jf-we    gheleide   hinder   ern   wol    bestalt    myt    sinen    inannen 
vnd^  d^n^reri.  de  hir  to  Winsen  listen  rode  ^ppe  iuw  warden,  de  suhien  juw 
Hfu  ^onauende  lo  Ki^lineen  vpnemen  vnde  juw  fort  wante  to  Liineborch  bringen 
nchfill^n   vnd^  arn  ^ondajse  fort  wante  to  Luchow.  an  veiicheit  vth  vnde  to  hus 
wol  %'orwar^n.    alz  juw  dat  de  suiue  myn  gnedighe  here,  bertoghe  Wilhelm^  io 
%\uffu\  fr^^debreue  ok  schriuende  wert.  wennte  yk  em  de  schriffte  der  Fredebreue  ' 
%'an  »tund   tauerid^«  alz  \k  erst  to  Wirisen   qwam.   bij  eynem   ridende   boden  na 
Dande.  vnd^  so  Fro  my  de  sulue  breff  kumpt.  des  yk  daliiig:  warde^  wyl  yk  den 
van  Hiund  juw  sunder  togheringe   senden    vnde   juwen    FredebreflP  wedder  halen 
IhUui,     Ok.   leuen  frunde.    ride    ik    van    stund    te^en    mvnen   heren  van  Sassen, 
myt  (If^ni  yk  vmme  desse  degedinge  spreken  wylle,  dat  he  den  frede  myd  den 
ninen   alho  bestelie.  dat  myn  her  hertoge  Wilhehn.  gij  vnde  de  juwen  destebat 
darin   vorwaret  nin.     I^euen   Trunde,  hirvp  moge  gij  iuw  myd  den  juwen  richten, 
wennto  myn   here  jiiwe  ^eleide  wol  bestalt  hefft   vnde  juw   ok  sinen    fredebreff 
yo  8endet.     Ok   en    dorfle   gij   juw   nicht  eher   denne    vppe    den    sonauend  van 
Hamborch  irheuen,  wennte  am  sondage  schal  men  to  Luchowe  in  de  herberghe 
komen.     Hirmede  hebbet  gude  nacht,  vnde  wes  yk  juw  vnde  den  juwen  denen 
mach^  dat  do  yk  aile  tijd  gherne.    Gescreuen  to  Winsen,  am  mydweken  neghest 
na   Pantalion,  vnder  mynem  signet. 

Bertold  van  V^ermessen. 

Nach  einer  Abachri/t  auf  Papier, 


1420.     Jul.  51.  291 

Der  Rath  von  Hamburg  erkldrt  sich  gegen  deri  Rath  von  Lubeck  bereit,  an  einer 
Tagefahrt  zur  Verhandlung  mit  den  Abgeordneten  des  Markgrafen  von 
Brandenburg  thetlzunehmen.     0.  J.  (1420).     Jul.  31. 

Vrundliken  grut  tovoren  vnde  wes  wij  gudes  vormogen.  Ersamen  leuen 
besundern  vrunde.  Alse  iuwer  leue  wol  kentlik  is  van  sodanem  werue^  alse 
de  duchtige  vnde  beschedenen  lude  Bertold  van  Vermersen  vnde  Hermen  van 
Cbuden,  borgermester  van  Soltwedein  to  juwen  vrunden  vnde  vns  an  vnser  stad 
brachten,  vnde  gij  vns  ok  sodder  up  gescreuen  hebben,  dar  de  suluen  vnde 
wij  na  lude  juwes  breues  vorder  ane  spreken  vnde  scrifte  karnen  leten  na  lude 
der  cedelen  hir  ane  besloten,  de  ze  ok  mid  zik  neinen,  darvp  an  vns  ane- 
langh  Bertoldes  bref  vorbenomed  is  gekomen.  des  wij  juwer  leue  en  uthscrift 
zenden,  vnde  ift  juw  gheleuet^  de  dachuard,  alse  gij  weten,  mid  juwen  vrunden  . 
to  besendende,  wille  wij  vnse  vrunde  der  gheliken  gherne  mede  senden.  Ok, 
leuen  vrunde,  hebbe  wij  Karowen,  juwen  dener,  dessen  jeghenwardigen,  hirup 
by  vns  sunder  sine  vorsunienisse  beholden  vnde  begheren,  em  dat  nicht  to- 
tokerende.  Gode  zyt  sund  vnde  zalich  to  langen  tyden  beualen.  Screuen  an 
sunte  Peters  auende  ad  vincula,  vnder  vnsem  secret. 

Consules  Hamburgenses. 

Aufschrift:    Honorabilibus  ac  circumspectis    viris,  dominis   proconsulibus 
et  consulibus  ci.uitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  dilectis. 

Nach  dem  Original,     Mit  Resten  des  au/gedruckten  SiegeU. 


CCLVl. 

;  Friedebrief  des  Herzogs  Wilhelm  von  Braunschweig  und  Luneburg  Namens  des 
Herzogs  Erich  von  Sachsen-Lauenburgy  auch  Geleitsbrief  fur  die  Zusammen- 
kunft  in  Luchow.     0.  J.  (1420.    Aug.  l.y 

Wy  Wilhelm,  van  Codes  gnaden  hertoge  to  Brunswick  vnde  Luneborgh 
etc.  Don  kund  vnde  offenbare  alle  den  ghennen,  de  dessen  breff  zeen  ofte 
horen  lesen,  dat  wy  den  ersamen  borgermesteren  vnde  radmannen  der  stede 
Labeke    vnde   Hamborgh    vnde   alle   den   ghennen,   de   vmme    eren    willen    mid 


l)  Der  8.  August  Ut  der  Anfangstermin  ffir  den  Frieden.    Es  ist  anzunehmen ,   dass  die  beiden  Friedebriefe 
Toriiergehenden  Tage  aiugefertigt  wurdeD. 


* 
37 


292  (1420.    Aug.  1) 

deme  hochgeborne  Fursten^  hern  Erike,  hertoge  to  Sassen  etc.,  vnde  sinen 
broderen,  vnsem  leuen  ohrne,  sind  to  veyde  gekoinen,  van  des  suluen  heren 
hertogen,  siner  broder  vnde  alle  der  ghenne  wegen,  de  vmrne  eren  willen  mid 
den  van  Lubeke  vnde  Hamborgh  vnde  den  eren  sind  beveydet,  enen  guden 
vasten  vrede  seggen  vnde  louen  sunder  arch  vnde  begrip  mid  dessem  breue, 
angande  am  vridage  morgen  negest  komende  vnde  warende  bet  des  ersten 
sondages  na  Laurencii  sunder  middel  volgende  den  dach  al  uth.  Ok  scholle 
wy  vnde  willen  de  erbenomeden  van  Lubeke  vnde  van  Hamborgh  mid  eren 
vrunden,  (^e  den  dach  am  sondage  negest  komende  to  Luchow  beridende  warden, 
to  Eyslinge  vpnemen  vnde  in  vnsem  geleyde  voren  vnde  vorwaren  laten  in 
velicheid  vth  vnde  to  hus.     Des  etc. 

Nach  einer  Abschri/t  auf  Papier, 

CCIiVIl. 

Die   Stddte  Lubeck  und  Hamburg  urkunden    uber    einen    abgeschlossenen    Waffen- 
sttllstand.     0.  J.  (1420.    Aug.  1.) 

m 

\Vy  borgermestere  vnde  radmanne  der  stede   Lubeke   vnde    Hamborgh. 

1 

Bekennen  openbare  in  dessem  breue  vor  allesweme,  dat  wy  vmme  des  hocn- 
gebornen  fursten  vnde  heren,  hern  Wilhehns,  hertogen  to  Brunswick  vnde 
Luneborgh,  willen  mid  deme  heren  hertogen  Erike  to  Sassen,  Engern  vnde 
Westualen  etc.,  sinen  broderen  vnde  alle  den,  de  vmme  eren  willen  vns  ent- 
secht  hebben,  vor  vns  vnde  vnse  vrunde,  de  vmme  vnsen  willen  mid  en  sind 
to  veyde  gekomen  vnde  ok  vmme  vnsen  willen  don  vnde  laten  willen,  enen 
guden  vrede  liden  vnde  holden  sunder  argh  vnde  begrip,  antogande  nu  am 
vridagen  morgen  negest  komende  vnde  vord  warende  bet  des  ersten  sondages 
na  sunte  Laurencius  dage  sunder  middel  volgende,  den  dag  al  uht.  Des  to 
orkunde  vnde  witlicheid  hebbe  wy  borgermestere  vnde  radmanne  vorbenon^ed 
dessen  breff  mid  der  stad  Hamborgh  secrete  gevestend  laten,  des  wy  bir 
samentliken  to  bruken.     Geuen  etc. 

Nach   einer   Ahschrift  auf  demselben  Blatte  Papier,  auf  weiehes  der  Friedebrief  des  Herxogs    Wilhelm   (No,  256) 

geichrieben  ist. 


MS4  14iiU.     Aug.  6. 

schen   hereii  vnd  Stettinschen  heren  fur  vnsen  gnedigesten  heren,  den  Romscbe^ 
etc.  kung,  tzu  komen  vmb  all  sache,  es  treffe  lehen  oder  ander  sache  an,  nicht 
auszgeooinen,  das  rechte  vor  seinen  gnaden  tzil  nemen  vnd  zu  geben. 

Itein^  were  in  aber  das  nicht  fuglich,  Fur  vnsern  heren  den  koning  tz  i 
komen,  so  wil  inyn  here  inarggraue  auff  einen  genanten  gelegen  tage  mit  ic 
komen  vff  gleiche  schidslute,  das  rechte  aber  tzu  nemen  vnd  zu  geben  viii  t 
alle  sache,  doch  das  ein  rechte  mit  dem  andern  tzugee;  hett  dann  mein  here 
marggraue  icht,  das  er  mit  rechte  oder  eren  nicht  haben  solt,  das  wolte  er 
lassen,  was  er  aber  mit  rechte  oder  eren  haben  soit,  das  er  auch  daby  belybe. 

Item  solcher  erbietung  hat  meyn  here  marggraue  dem  von  Wenden  ain 
schrifl't  geben,  vnd  was  der  sache  in  obgeschribener  masze  auif  in  komen  vnd 
auf  geliche  schidslute,  das  haben  se  verslagen  etc. 

Nach  einer  Aufzeichnung  auf  Papier.     Die  drei  Ictzten  Absdtze  stehen  auf  der  RUckseite. 

Wilhelniy   Herzog  von  Braunschweig   und  Lilneburg,  sendet  den  Rdthen  von  Luhec^ 
und  Hamburg  seinen  Frtedebrzef.     0.  J.  (1420).     Aug.  11. 

Wilhelm,  to  Brunswig 
vnde  Luneborg  hertoge  etc. 

Vnsen  gunst  vnde  guden  willen  tovoren.  Vorsigtigen  lude,  gudeo 
frunde.  Also  gij  vns  gescreuen  hebben^  dat  gij  den  frede  vnde  dag,  de  to 
Luchow  twischen  dem  hertogen  van  Sassen  vnde  iuw  ouersproken  ward, 
annamen  vnde  holden  willen  etc.^  des  sende  wy  iuw  vnsen  fredebreff  vnde 
hebben  dat  ok  vnsem  fader,  dem  marcgreuen,  vnde  anderen,  den  des  to  donde 
is,  gescreuen,  dar  gij  iuw  na  richten  mogen,  vnd  dat  gij  vns  an  alien  syden, 
also  gij  vns  toscreuen  hebben,  an  dem  frede  uorwaren,  daruor  wy  stan,  dat  is 
vns  wol  to  danke.  Gheuen  to  Winsen  vp  der  Lu,  des  negesten  sondages  na 
Laurencii. 

Den  vorsigtigen  wisen  luden,  borgermesteren  vnd 
radmannen  der  stede  Lubeke  vnde  Hamborch,  detur. 

jVooA  einer  Abschri/t  auf  Papier, 


I 

1 


1420.     Aug.  11.  295 

WtVtelmy  Herzog  von  Braunschweig  mid  Lunebtirg,  verhetsst  den  Stadten  Lubeck 
7ind  Hamburg,  some  auch  Alleriy  welche  stch  in  Fehde  mtt  den  Herzogen 
von  Sachsen-Lauenburg  befnden,  Frieden  auf  vierzehn  Tage.  1420. 
Aug.  11. 

VVy  Wylhelm.    van    Godes   gnaden   to   Brunswig   vnd   Luneborg    hertoge. 

fiekennen  vnd  don   kund  openbare  alie  den  jennen^  de  dessen  brefF  sehen  edder 

horen  lesen,    dat   wy   den    ersamen    borgermestern    vnd    radnnannen    der    stede 

Lubeke  vnde  Hainborch   vnd  alle  den  jennen,  de  vmme  eren    wyllen    mit   deine 

licchgeborne  fursten,  hern  Ericke  to  Sassen  etc.  hertoghen,  vnd  sinen   brodern, 

vnsen  leuen   ohemen,  syn  to  veiden  ghekomen,  vnd  des  suluen  hern  hertoghen, 

sinpp  broder  vnde    aller   der  jenner  weghen,   de    vinme   eren    wyllen    myd    den 

g'henanten   van   Lubeke  vnde  Hamborg  vnde  den  eren  sin  befeydet,   einen  guden 

vaslen    frede    seggen    vnd    louen    sunder   arch    vnde    begrip    mit    dessem    breue, 

vppe  dalling    datum    desses    breues    antogande    vnde   vort    warende    wante    des 

neghesten  sondaghes   na    sunte    Bartholomeus   daghe   sunder   myddel    volghende 

den  dach  al  vt.     Des  to  oikunde  vnd  wytlicheit  hebbe  wy  vorghenante  hertoge 

Wylhelm    vnse    secret   neden    an    desse    schrift   heten    drucken,    de    ghegheuen 

ys  na  Godes   bort  dusent  verhundert  vnd  darna   in   deme  twintighesten  jare,  des 

neghesten  sondaghes  na  Laurencii   des  hilghen   rnertelers. 

Sack  p.iner  Absrhrlft  aitf  Papier. 

•Oer  Rath  von  Hamburg   sendet  dem  Rathe  von  Lubeck  ein  Schreiben  des  Herzogs 
Wtlhelm  von  Braunschweig  nebst  Friedebrief  desselben.  0.  J.  (1420).  Aug.  11. 

Vrundliken  grut  tovoren  vnde  wes  wy  gudes  vormoghen.  Ersamen 
ieuen  vrunde.  Alse  wy  gisterne  juwer  wisheid  screuen,  dat  wy  deme  hoch- 
geborne  fursten  vnde  hern,  hertogen  Wilhelme,  juwen  vnde  vnsen  vredebref 
^esegeld  gezand  hebben,  des  is  anelang  vns  siner  herlicheid  besegelde  bref 
ip  den  vrede  vnde  ok  en  sendebreff  an  juw  vnde  vns  sprekende  wedder  komen^ 
en  wy  upgebroken  vnde  lezen  hebben,  dar  wy  juwer  ersamheid  utscrifte  van 
>nden  an  den  cedeien  hirane  besloten,  up  dat  juwe  wisheid  zik  darna  wete 
ricbtende  vnde  mit  dem  vrede  bestellen,  alse  zik  dat  behor.et.  Sijt  Gode 
>ualen.     Screuen  des  negesten    sondages  na   Laurencii,    vnder   vnsem   secret. 


1420.    Aug.  14.  297 

CCIiXIlI. 

Johann  Banzkow,  Burgermeister  von   Wisrnar,  fordert  den  Jordan  Pleskow   auf,  am 
ndchsten  Freitag  Abend  in  Schwerin  zu  sein.     0.  J.  (1420).     Aug.  14. 

Mynen  vrundliken  grud  inyd  hegheringe  ailes  guden.    Leue  her  Jordan. 

Willet  weten,  alse  vmme  juwe  werff,  dat  gi  my  bevolen  to  Lubike,  dat  hebbe 

ik  ghebracht  in  vnsen  rad,  also  dat  de  dat  hebben  vord  bearbeydet  laten  myd 

my  by  vnsen  heren  van  Mekelenborgh,  vnde  de  willen  an  sonauende  morghen 

vul  vro    lyden    van    Zwerin,    vnde   ze   senden   iw   eren    leydebreff,    dar    gi   wol 

velich  vp  ryden  moghen.    Hirvmme  so  richted  iw  darna^  dat  gi  en  vrigdaghen 

auende  zyn  to   Zverin,  dat  gy  en  sonauende  vordan  myd  en  ryden  vppen  dach.' 

Sijd  Gode  beuolen.     Screuen  vnder  her  Nycolai  Reuentiowen  ingheseghel,  her- 

togen   Alberdes   kenseler,   to   Zverin,   des   ik    bruke,    in    vnser   Vrowen   auende 

assumpcionis. 

Johan  Bantzecowe,  borgermester 
tor  Wysmer,  juv^^e  in  alien. 

Aufschrift:     Deme     vorsichtighen     wrysen    ersamen    manne,    her   Jorden 
Pieschowen,  borgermestere  to  Lubike^  sinem  besundern   vrunde  geschreuen. 

Nach  dem  eigenhdndigen  Original  auf  Papier.     Vom  Siegel  sind  nur  Theile  erhalten. 


CCIiXlV. 

Gekitsbrief  der  Herzoge  Johann  IV.  und  Albrecht  V.  von  Mecklenburg  fur  die 
Abgeordneten  der  Stddte  Lubeck  und  Hamburg  zu  Hirer  Reise  nach  Perle- 
berg  und  zuriick.     1420.     Aug.  14. 

Wy  Johan  vnd  Albrecht,  van  Codes  gnaden  hertoghen  to  Mekelenborgh, 
greuen  to  Zverin  etc.  Bekennen  vnd  betughen  in  dessem  openen  breue,  dat 
wy  hebben  ghevelighed  vnd  leyden,  leyden  vnd  velighen  myd  craft  disses  breues 
de  ersamen  borgermestere  vnd  radmanne  der  tvyger  stede  Lubike  vnd  Ham- 
borgh,  also  dat  ze  vnd  de  yenen,  de  ze  mede  bryngen,  scholen  velich  vnd 
»ydet  syn  vppe  den  dach,  de  nu  en  sondaghe  wesen  schal  to  Perleberghe  to 
fdende  dor  vnse  land,  stede  vnd  slote  vor  vns  vnd  vor  al  de  ghennen,  de 
\me  vnsen  willen  don  vnd  laten    willen,  af  vnd   tho   sunder  alle   argh.     Des 

]}  Nemlioh  DAob  Perleberg,  wo  am  88.  Aagiut  der  Friede  mit  dem  Markgrafen  Friedrich,  und  aach  der 
«4a  mwiachen  Lflbeok  imd  dem  Henog  Exioh  gesohlosaen  wurde. 

38 


298  1420.     Aug.  14. 

to  tughe  hebbe  wy  Johan  vnd  Albrecht  vorbenomed  vnser  boyder  inghesegel 
drucken  laten  vp  desseii  breff,  de  gheuen  vnde  screuen  is  to  Zverin,  in  vnser 
Vrowen  auende  erer  hemmeluard^  na  Codes  bord  verteynhundert  jar  darna  in 
deni  XX  jar. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Beide  Siegel  Bind  untergedriickt     Das  erste  ist  beinahe  rolUtdndig,  das    letzter^  nur 

zum  geringeren  Theile  erhcUten. 

Entimirf   der    Stddte    zu   einem   Friedensschluss    mit    den    Herzogen    von    Sachsen- 
Lauenhurg.     1420.     Aug.  22. 

Anno  etc.  XX.     Quinta  feria  ante  Barthoiomei. 

lorn  ersten  willen  de  stede  Lubeke  vnd  Hamborch  de  sl6t  Bergerdorp, 
Ripenborch^  Kuddeworde  vnd  den  tollen  to  Eyslingen  mit  der  vere,  de  se  dem 
heren  hertogen  van  Sassen  vnd  synen  broderen  bynnen  openbarer  veyde  aff- 
gewunnen  vnd  ingenomen  hebben^  beholden  mit  alien  oren  tobehoringen,  geist- 
lik  vnd  wertlik,  ghesten  vnd  merschen,  rechticheid,  vogedige^  gerichte,  schalten, 
boltingen,  wateren^  weiden,  tegheden,  wisschen,  vischerighen,  weren,  den  ker- 
spelen  vnd  landen  Kerkwerder,  Oldegamme,  Nigeghamme,  Korslake,  edder  wo 
se  genant  sin,  nicfites  vtgenomen,  alse  he,  syne  vorvaren  vnd  de  synen  des 
gebruket  hebben,  mit  dem  hogesten  vnde  sydesten. 

Item  so  schal  desse  ergenomede  here  hertoge  van  Sassen  der  stad 
Lubeke  wedder  antworden  vnd  ouergheuen  enen  bretf  mit  der  stad  Lubeke 
ingesegele  versegelt,  sprekende  vppe  drehundert  mark  lub.  pen.  dem  erge- 
nomeden  heren  van  Sassen  to  gheuende,  den  erne  vor  tijden  de  nyghe  rad  to 
Lubeke  versegelt  hefft. 

Item  desse  erbenomede  here  von  Sassen  vnd  syne  brodere  schollen 
dessen  erbenomeden  steden  vor  sik  vnd  ore  eruen  innewendich  achte  dagen 
bynnen  der  stad  Lubeke  versegeln  enen  brefF^  darmede  de  stede  vorwared 
mogen  sin  vp  desse  vorscreuene  slote  vnde  gudere  mit  alien  oren  tobehoringen, 
wo  de  genant  vnd  gelegen  sin,  so  vorscreuen  is,  ewichliken  vnd  gensliken  to 
beholdende  sunder  allerleye  ansprake  geistlikes  vnd  wertlikes  (rechtes),  vnd 
schollen  den  steden  desser  slote  mit  oren  tobehoringen  recht  warende  wesen 
vor  vnd  teghen  allesweme. 

Vortmer  vmme  alle  ander  ansprake,  de  se  an  beidentsiden  vortiden  ouer- 
gheuen hadden  den  steden,  vnde  de  ene  ok  sedder  der  tid  geschen  sin^  willen 


1420.     Aug.  22.  299 

de  stede  biiuen  by  veer  steden^  alse  Stralensund^  Rostok^  Wismer  vnde  Lune- 
borch,  edder  by  den  van  Luneborch  allene,  in  vruntscoppe  edder  in  rechte  to 
vorschedende. 

Item  hijrmede  schollen  desse  ergenomeden  heren  van  Sassen,  syne  brodere 
vnd  ore  eruen  rnit  dessen  vorscreuenen  steden  gensliken  gerichtet,  gesonet 
viid  vorenet  sin  aller  ansprake  vnd  tosage^  de  se  vnderander  gehat  hebben 
bet  an  dessen  dach,  vnde  desse  ergenomeden  heren  van  Sassen  schollen  de 
stede  Lubeke,  Hamborch^  Luneborch,  den  kopman  vnd  de  straten  truwelken 
beschuren,  verdedingen  vnd  beschirmen  na  all  orem  vermogen.  So  schal  ok 
desse  artikel  yn  dessen  vorscreuenen  breue  mede  gerored  werden,  vppe  dat 
alle  dont  deste  bet  to  Fruntschop  vnd  louen  moge  komen.  Ok  so  schal  desse 
brefl*  alien  andern  breuen,  Lubeke  vnde  Hamborch  van  dissem  vnde  alien  andern 
[.  heren  van  Sassen  vorsegelt,  vnschedelik  vnde  nicht  to  vorvange  sin.  sunder 
en  islik  by  siner  vuUen  macht  to   biiuen. 

Ncuih  einer  Aufzeichnung  auf  Papier, 

CCIiXVI. 

Die  Herzoge  Erich ^  Albrecht,  Magnus,  Bernhard  und  Otto  von  Sachsen-Lauenburg 
treten  den  Stddten  Liibeck  und  Hamburg  die  Schlosser  Bergedorf  und 
Riepenburgy  den  Zoll  zu  Esslingen  und  die  Hdlfte  des  Sachsenwaldes  ab. 
1420.    Aug.  23. 

Wy    Erik,    Albrecht,    Magnus.    Bernd    vnde    Otto,    brodere,    van    Codes 

tnaden    hertogen    to  Sassen,    to    Engheren    vnde    to    Westfalen    etc.     Bekennen 

for  vns  vnde  alle  vnse  eruen,  als  van  der  slote  weghene  Bergerdorpe,  Ryben- 

\Tch  vnde  den  toUen  to  Eyslinge  mid  der  vere,  de  vns  de  stede  Lubeke  vnde 

imborch  in  openbarer  veide  afghewunnen  vnde  inghenomen  hebben,  beholden 

ibolen  in  rouweliker  were  vnde  besittinge  mid  al  eren  thobehoringen,  gheist- 

vnde    werlik,   mid    deme    haluen    wolde    ghenant   des    hertogen    wold    vnde 

\er    thobehoringe,    to    brukende    mid    aller    rechticheid    nichtes    vtghenomen, 

;h  hebbe  wy  vtghenomen    de   jacht,   de   schal   vnse    biiuen.      Ok    schole    wy 

le  willen  der  stad  Lubeke  antwerden  enen  breff  mid   der  stad   Lubeke  inge- 

;el  vorsegelt,  sprekende  vppe  drehundert  mark  lubesscher  penninge  vns  tho 

lende,  den  in  vortyden  de  nyge   rad   to   Lubeke    vorsegelt    hait.      Vnde   wy 

[ben  vnde   louen   vor  vns   vnde    vnse   eruen,    dat    wy  de    ergenanten    stede 

\ke    vnde   Hamborch    vmme    desse    vorgenante    schicht    vnde    veide    noch 

le  de  ergenanten  slote,  tollen  vnde  vere  mid  alle  eren  thobehoringen,  alse 


300  1420.     Aug.  23. 

vorscreuen  steid,  nummermer  mid  nenerleye  maninge^  veide,  ansprake,  gheistii 
noch  werlik,  anlanghen  noch  bedeghedingen  scholen  nene  wys,  sunder  de  erge 
nanten  stede  scholen  de  ergenanten  slote,  tollen  vnde  vere  mid  eren  Ihobe 
horingen,  alse  vorscreuen  steid,  nu  vnde  to  ewyghen  tyden  vredesam  besittej 
vnde  beholden^  vor  vns  vnde  alle  vnse  eruen  vnghehindert,  ane  gheverde  vnd< 
arghelist.  Ok  schal  desse  breft'  vnschedelik  sin  den  breuen,  de  wy  edder  vns< 
eideren  den  van  Lubeke  vnde  Hamborch  ghegeuen  hebben,  sunder  se  scholer 
alle  by  kreften  vnde  vulmechten^  vnde  ok  desse  brefF  in  krafft  vnde  vulmach* 
bliuen.  Ok  alle  schelinge  vnde  vnwille,  de  wy  to  en  ghehat  hebben  vnde  sei 
tho  vns  bet  vppe  dessen  dach,  scholen  ghans  vornichtet  vnde  aue  wesen.  01 
schal  in  desser  richtinge  alle  veide  van  vns  vnde  alle  den^  de  vmme  vnsei 
ivillen  in  de  veide  ghekomen  sint  mit  dessen  ergenanten  steden  Lubeke  vnd< 
Hamborch  vnde  de  mid  en  in  de  veide  ghekonien  sin.^  ghensliken  aue  vnd< 
vorrichtet  sin.  Vnde  hebben  des  tho  thuge  vnde  bekantnisse  alle  vnse  ingesegelc 
an  dessen  brefli*  ghehenget  laten.  de  gheuen  is  to  Parleberge,  na  Godis  bor« 
v^rteinhundert  jar  darna  in  deme  twintigesten  jare,  an  sunte  Bartholomei  aucnd< 
des  hillighen  apostels. 

Nach  dem  Original.  Mit  den  anhangenden  Siegeln  der  funf  Herzoge.  Das  Archiv  hesitzt  attch  ein  15t6 
Mai  18.y  (Montag  nanh  Exaudi)  von  dem ^  Dechanten  ^  dem  Senior  und  dem  Capifel  der  Domkirnhe  awy^ 
atelltes   Vidimus  dieser  Urkunde.  Erich   V.  beschrieben  Rd.   V.  No.  000.  Berz,  Bernkarti 

Siegel  rund,  2^;io  Cim.  In  einer  Umgebung^  wie  hei  dem  vorigen  Siegely  steht  Hber  dem  gelehnten  SckiUM 
mit  dem  Rautenkranz  der  Steckhelm  mit  kf einer  Dec.ke,  iiber  der  Krone  erkebt  sich  ein  P/aventredei 
Umschri/t:     S'   affierli   buds  faxonie  Herz.    Magnus:     Siegel  rund,   4   Ctm.     Auf   der  Siegei 

Jidche,  die  dicht  mit  Roschen  bedeckt  istj  steht  hinter  einem  geneigten  Schild  mit  dem  Rautenkranz  Johannes 
der  Tdufer  mit  deni  I^amm  Gottes,  auf  welches  er  zeigt.  Umschri/t:  sigirTum  o  magni  o  fptfcopi  « 
CawinfnfiS  ^?^5^^  Herz.  Bemhard:  Siegel rundy  ^I^q  Ctm.    In  dhnlicher  Form,  toie  bei  Bernhard^i» 

der    Schild    mit    Helm    und  F/auenschweif   verziert.      Umschri/t:     S'   •»   6txmxb'x  <k   ^MCis   ^   faXOIliC  ^ 
Herz,  Otto:    Siegel  rund,  2'^!^^  Ctm,    Dem  vorigen  sehr  dhnlich.    Umschri/t:  S*  -«>  OlfOltiS  ->  Jucis  •>  foXOllU^ 


CCLXVII. 

Protestation  des  Herzogs  Erich  von  Sachsen- Lauenbzirg  und  seiner  Bruder  gege 
die  ihnen  im  Perleberger  Frieden  abgedrungene  Abtretung  der  Schlosse 
Bergedorf  und  Riepe7iburg.     1420.     Aug.  23. 

in  nomine  Domini  amen.  Anno  Domini  millesimo  quadringentesim 
vicesimo^  indictione  tercia  decima,  die  Veneris  vicesima  tercia  mensis  Augusli 
hora  prima  vel  quasi  ^  pontiGcatus  sanctissimi  in  Christo  patris  et  domini 
domini  Martini,  diuina  prouidencia  pape  quinti,  anno  tercio,  in  mei  notari 
publici  testiumque  infrascriptorum  rogatorum  presencia  constitutus  personalitei 


•••J 


1420.     Aug.  23.  301 

illustris  princeps  ac  dominus,  dominus  Ericus.  dux  Saxonie^  Angarie  et  West- 
falie,  [et]  illustres  et  nobiles  principes  et  duces  Johannein  et  Casimii(uin)/ 
Mega(lo)polehsem  et  Stetinensein  duces^  ibidem  presentes,  audientes  et  intelli- 
gentes,  interrogauit^  anne  ipsi  cum  fratribus  suis  de  voluntate  et  consensu 
suoruin  fratrum  ad  faciendam  omnem  justiciam  et  equitatem  proconsulibus  et 
consulibus  ciuitatis  Lubecensis  et  opidi  Hamburgensis  ac  vniuersitatibus  eorum 
super  omnibus  et  singulis  causis  ciuilibus,  prophanis  et  criiuinalibus,  per  eos 
seualiquos  eorum  sibi  aut  fratribus  suis  motis  vel  mouendis.  coram  quibuscunque 
judicibus^  arbitrariis  seu  bonis  viris  per  eos  ad  hoc  eligendis^  et  presertim 
coram  illustrissimo  et  serenissimo  principe  ac  domino,  domino  Sigismundo, 
diuina  prouidencia  Romanorum  rege,  (se)  pronos  et  paratos  obtulissent  et 
exhibuissent.  Qui  domini  Johannes  et  Casimir,  duces  prefati^  responderunt  et 
dixernnt  in  hec  verba,  quod  ipsum  dominum  Ericum,  ducem  prefatum,  ac 
ipsiiis  fratres  una  cum  aliis  ceteris  dominis  et  principibus  ad  omnem  justiciam 
et  equitatem  et  amiciciam  eis  uel  uni  illorum  de  ciuitate  uel  opido  prefatis 
mioistrandani  per  quoscunque  judices  per  eos  eligendos  et  presertim  coram 
rege  Romanorum,  coram  diuersis  nobilibus  et  militaribus  viris  pronos  et  paratos 
obtulissent  et  exhibuissent.  Ipsas  oblaciones,  exhibiciones  et  presertim  ad 
standum  pro^  eis  vel  altero  illorum  in  via  equitatis,  juris,  amicicie  vel  justirie 
coram  quibuscunque  judicibus  prenominatis  [)renominati  proconsules  ac  vniuersi- 
tates,  ut  asserunt,  friuole  renuernnt,  abiecerunt  et  spreuerunt. 

Cum  prefati  proconsules,  consules  ac  vniuersitates  ipsuin  dominum 
Ericum  et  suos  fratres  in  certis  castris,  videlicet  Bergerdorpe  et  Rypenborg  cum 
eorum  attinenciis,  una  cum  certis  theloneis  in  Eyslingen,  hereditate  paterna 
in  possessione  pacifica  et  quieta  liabitis,  necnon  aliis  villis,  curiis  et  mansis, 
fat]  in  vaiore  trium  milliurn  marcarum  de  quolibet  anno  in  certis  redditibus, 
fiolenter,  ut  prefatus  dominus  Ericus  asseruit,  spoliassent^  insuper  ipsi 
Lubicenses  annuatim  dicto  domino  Erico,  suis  fratribus  (et)  heredibus  in 
trecentis  marcis  lubicensibus^,  ut  asseruit,  fuerunt  obligati,  prout  in  iittera  per 
eos  sigillata  hoc  clarius  apparuit^  istam  litteram  super  recognicione  debiti 
confectam  Lubicenses  sibi^  restitui  repostulauerunt,  quam  propter  vim  et 
timorem  eis  fecerat  et  promiserat  representari,  timensque  dictus  dominus  Ericus, 
le  et  suos  fratres  per  potenciam  et  violenciam  per  dictos  proconsules,  consules 
IC  vniuersitates  in    rnajoribus    spoliari.      Et   prenotatus   dominus   Ericus   pro   se 


])  Der  Abdrack  hat  beidc  Namen  im  Nominativ.  2)  Im  Abdruck:     in. 

3)  Im  Abdruck:     trecentas  marcas  lubicenses.  4)  Statt  Lubicenses  sibi  im  Abdruck:    Lubiccn^t^M^. 


L. 


302  1420.     Aug.  23. 

et  nomine  suoruni  rratrnm  tactis  pectoribus  dixit  et  asseruit  in  consciencia 
sua  queruiose  cum  sui  cordis  amaritudine  et  profunditate,  quod  super  prefata 
violencia  sibi  et  i'ratribus  suis  (contra)*  Deum  et  justiciam  per  ipsos  procon- 
sules^  consules  ac  vniuersitates  prefatos  in  dominio^  territorio,  castris,  curiis, 
villis  suis  et  patrimoniis  facta,  illata  et  inducta  quasdam  litteras  super  hoc 
confectas^  hie  eciam  insertas,  ab  ipso  domino  Erico  et  fratribus  suis  sigillari^ 
postularunt,  cum  quibus  actiones  perpetuas  dictorum  dominorum  reconveniendi 
coram  quibuscurique  judicibus  de  repeticione  patrimonii^  ut  preferlur,  violenler 
alieriati  excludere  presumunt.  Nunquam  tanien^  ut  manifesta  voce  dixit,  ad 
ipsas  litteras  nee  ad  contenta  in  eis  adhibuit  nee  adhibebit.  ut  asseruit^  con- 
sensum  et  voluntatem^  sed  tantum  easdem  litteras  propter  vim  et  metuni,  qui 
eciam  |)ossit  cadere  in  constantem^  sigillasset.  Super  premissa  protestacione 
et  aliis  prenarratis  dominus  Ericus^  dux  Saxonie  etc.,  requisiuit  me  notarium 
infrascriptum,  ut  sibi  unum  vel  plura  conticerem  instrumentum  vel  instrumental 
tociens  quociens  necesse  fuerit  vel  oportet.  Acta  sunt  hec  in  oppido  Perle- 
berge,  in  domo  honesti  viri  Johannis  Berneri ,  laici  Havelbergensis  diocesis, 
anno,  indictione,  mense.  die,  hora  et  pontificatu  premissis,  presentibus  illustri-  ; 
bus  et  nobilibus  dominis  Johanne  et  Casimir.,  IMega(lo)polensi  et  Stetinensi  ducibus, 
necnori  honorabilibus  dominis  Jolianne  Vleyen,  Laurentio  Heysonis,  ecclesiaruin 
panochialium  in  Lauenburg  et  Cumerowe^  rectoribus  Raceburgensis  et  Cami- 
nensis  diocesis,  testibus   ad   premissa   vocatis,   rogatis  et  specialiter  requisitis. 

Tenor  harum  (litterarum),   de   quibus    fit    mentio,    de  verbo    ad    verbum 
sequitur  et  est  talis:     (Folgt  der   Vei'tray  No.  266). 

Et  ego,  Johannes  Achym,  clericus  Bremensis  diocesis,  publicus  imperiali 
auctoritate    notarius,    quia    huiusmodi     protestacioni     per    illustrern    et    nobilem 
principem  et  dominum  Ericum,  ducem  Saxonie  etc.,  facte  omnibusque   aliis  et 
singulis  premissis,  ducn  sic  iierent  et  agerentur,  vna  cum  prenominatis  testibus 
presens  fui  eaque  omnia  sic  fieri  vidi,  ideo  hoc  presens  publicum  instrumentum 
propria   inanu   mea    conscriptum    signo    et   nomine    meis    solitis    et    consuetis  in 
fidem    et   testimonium    omnium    et   singulorum    premissorum   signaui    rogatus  et 
specialiter  requisilus. 

Nos  Johannes  et  Casimir,  Mega(lo)polensis  et  Stetinensis  duces,  coram 
vniuersis  presencia  visuris,  audituris  et  inspecturis  publice  protestando  recog* 
noscimus,    quod    illustres    et    nobiles    principes    et    dominos,    dominos  Ericum 

1)  Statt  contra  stelicn  im  Abdruck  mehrere  PuDkte. 

2)  Im  Abdruck  sigillatum,  S)  Im  Abdruck  Cuincro6o. 


1420.     Aug.  23.  303 

Albertum,   Magnum,    Bernarduni    et   Ottonem,    fratres   carnales,   duces   Saxonio 

etc.,  ad  parenduin    et  ad  standum  cum  proconsulibus,   consulibus    ac    vniuersi- 

tatibus  ciuitatis  Lubicensis  et  oppidi  Hamburgensis  coram  serenissimo  et  illustris- 

simo  domino^  domino  Sigismundo,  Dei    gracia    Romanorum    rege,    in    via   juris, 

JQSticie,  eqnitatis  vel  amicabilis  concordie  vna   cum  aliis  principibus  et  notabi- 

iibus  viris,  tociens  quociens,  obtulimus  et  exhibuimus  pronos    et   paratos    esse, 

eciam  coram    quibuscuiique    aliis    judicibus    ipsis    Lubicensibus    ac    Hamburgen- 

sibiis  vniuersitatibus  convenientibus  per  eos  eligendis.    Quod  prefati  proconsules, 

consules    ac    vniuersitates    in    preiudicium    sacri    imperii  Facere    renuerunt  (et) 

friuoie  refutarunt.     Et  si   prenominati   duces  et   domini    necnon    eorum    heredes 

oolofrint    [de]    omnibus    suis    castris    et    prediis    hereditatis    a    majoribus'    per 

ipsos  Lubicenses  et  Hamburgenses  per  violenciam  spoliari,  ex  necessitate,  metu 

et  tiinore   promisit   dominus    Ericus.,    dux    prefatus,    pro    se    et    nomine    suorum 

fratrum    ipsis    Lubicensibus    et   Hamburgensibus    sigillare^   litteras    hie   superius 

insertas,  cum   quibus^  repeticionem    et    restitucionem    castrorum    (et)    bonorum 

prefatis    ducibus   et    dominis    per   ipsos   Lubicenses   et   Hamburgenses   violenter 

spoliatoruin    excludere    presumunt. *    Necnon    ipsi    Lubicenses    ducibus    prefatis 

et  doniinis  in   trecentis   marcis  lubicensis    et   currentis    monete    fuerunt   singulis 

annis  exsolvendis  obligati   et  astricti,  prout  in  littera  aperta  per  ipsos  Lubicenses 

sigillata    huiusmodi   obligacio    clarius    apparuit,   et   subleuacionem     pacificam    in 

preteritis  annis  habiierunt  et  possedorunl.      Et   premissam   litleram   proconsules 

et  consuies  Lubicenses  eis   representari   poslulauerunt,  quam   ipsis    restitui   pro- 

iniserat    propter    metum,    vim,    violenciatn    et    timorem,    quamvis    tamen    idem 

dominus  Ericus   dux    pro   se   et  nomine   suorum   Fratrum    ad  preFatas   litteras    in 

instrumento  insertas  numquam  adhibuit  consensum   et  voluntatem,  nee  ad  huius- 

lodi  littere  obligacionis  representacionem,    sed    ex   necessitate  metus,    ut   pre- 

rtur,  duntaxat  promissa   Fecit. ^     In   cuius    rei    testacionem    presentem    litterarn 

I    cum    instrumento   prescripto  sub  dato   incarnacionis,   prout    in   instrumento 

mtinetur,  fecimus  et  jussimus  appensione  communiri  notris  cum   sigiliis. 

Nach  einem  Ahtlruok  in  th'r  Notitia  Actoruni^  Heil.   VII.^ 

1)  Im  Abdrack  heredihus  in  majoribns.  2)  Im  Abdruck  si<;illatiiiT). 

9)  Im  Abdruck  omnibus  —  —  presuniun/t/r.  4)  Iin  Abdnick  statt  /nit  cinigc  Punkto. 

5)  Im  Abdruck  nostro, 

6)  Daa  iBt  cine   in   dem   8.    g.   Mollnischcn  Prnzess  im   J.    1739   crscbitMicnc   Lnncn1)argiscli(;   Stnatssclirift. 
l«C&beckuche    Staatsscbrift ,    1742   crscbienen,  f,RemonBtration   des   znr   Mullnischen    Saclicn    nicht    gchurigen 

itorial-Streits**  bat  den  Protest  ebcnfalls  aufgcnommen,  jedocb  mit  Hinweglassung  des  letztcn  Theils  desselbcn. 
^erbleib  des  Originals  ist  unbekannt.  Im  K&n.  Prenss.  Staatsarcbiv  zu  Scblcswig  befindet  sich  cine  Deutsche 
netxang  ana  dem  17.  Jabrbnndert.  Eine  Verbesserung  der  Fehler,  wclclic  der  Abdruck  augcnsclicinlich  entb&It 
lie  sam  Tbeil  der  nnbebillflichen  Ansdmcksweisc  dea  Originals  suznscbreiben  sein  mugcn,  ist  vcrsucht  worden. 


304  1420.     iNach  Aug.  23. 

CCIiXVllI. 

Erich  v.,  Herzog  von  Saehsen-Lauenburg,  vertheidigt  sich  gegen  die  Beschiddigwjj 
dass  er  den  Jordan  Pleskow  auf  dessen  Reise  nach  Perleberg  heindich 
habe  gefangen  nehmen  wollen.     0.  J.  (1420.     Nach  Aug.  23.) 

Erik^  van  Codes  gnaden 
hertoge    to   Sassen    etc. 

Vnssen  guden  gunst  vnde  vruntliken  grud  vorscreuen.  Ersamen  guden 
vrundes.  Wy  don  iw  weten,  dat  wy  iruaren  hebben^  wo  dat  juwe  vogbet  to 
Molne,  Marquard  Stal,  schole  gesecht  hebben,  dat  wi  juweme  borgerraestere, 
her  Jorden  Pleskowen,  scholden  vorholden  hebben  mid  twinchtich  ghewapen, 
ene  to  grypende  vppe  der  reize,  do  he  to  deme  inarchgreuen  gheweset  hadde 
etc.  Des  beghere  wi  iw  weten,  dat  dat  nicht  war  en  is  vnde  he  dat  vns  ouer- 
lucht,  wente  wi  dat  ny  en  dachten  vnde  dat  node  don  woiden^  dewyle  wy  mid  iuw 
an  guder  vruntschop  sitten,  vnde  dat  wol  anders  wolden  vorantwerden,  wen  he 
de  man  were,  wente  he  en  is  des  mannes  nicht.  Bidden,  guden  frundes,  i 
dat  gi  erne  destebet  nicht  enlouen,  wente  he  vns  dat  mit  vnrechte  ouersecht  i 
heft.    Wy  beualen  iw  Code.     Screuen  vnder  vnsem  secrete. 

Aufschrift:     Den    ersamen    wysen    borgermesteren    vnde    radmannen  der 
stad  Lubeke,  vnsen  guden  vrunden,  gescreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  Siegel  ist  abgesprungen. 

CCLXIX. 

Albrechi  III.,  Kurfurst  von  Sachsen,  ersucht  den  Rath  von  Lubecky  thm  die  Stail- 
steue7'  nach  Magdeburg  zu  schicken.     1420.     Aug.  26.^ 

Albrecht,  von  Gotes  gnaden  zu  Sachsen 
vnd  Lunemburg  herczog,  des  heiligen 
Romischen   riechs  erczmarschalk  etc.  j 

Vnser  gunst  vnd  guten  willen  zuuor.     Erbarn  wiesen  lieben    besundero, 
gute  frundes.     Als  vmb  die  jerhche  sture,  die  ir  vns  jerlichen  von  des  heiligen 
Romischen    riechs    wegen    vfF   vnser   Frauwen    tag   Natiuitatis   pflichtig    siet  itt 
geben,  bitten  wir  vnd  begern  von  euch  mit  fliesze,    das  ir  es  virfugen   woldet, 
das    vns    dieselbe    sture    von    dissem   jare    vfT  disse  czijt  zu  Magdeburg  wurdel 

1)  Vgl.  M  165. 


1420.     Aug.  26.  305 

E^^czalt,  wann  wir  von  krige  wegen,  als  ir  selbist  wol  gemergken  moget,  nicht 
p^^oX  dohen  geschigken  konnen,  vnd  vns  woldet  verschrieben,  in  wes  huss  ir 
r^ans  alda  woldet  beczalen.  So  wolden  wir  die  vnsern  mit  vnsern  qwietbrieffen 
l^irczu  schigken,  vnd  thut  vns  das  zu  fruntschaft  vnd  zu  wiilen,  das  woilen 
^MV  gerne  vmb  euch  virschulden.  Kondet  ir  es  aber  nichl  getun,  das  ir  vns 
/^43ldet  verschrieben,  wann  wir  die  vnsern  mit  vnsern  qwietbriefen  darvmb  bie 
ac?Ji  haben  sullen,  so  woilen  wir  sie  darczu  schigken.  Und  ouch  was  disser 
k^^enwertiger  er  Wilhelm  Meister  zu  Mocker,  vnser  lieber  andechtiger,  zu 
uc^ii  von  derselbe  sture  wegen  von  vnsern  wegen  werben  wirdet,  das  ir  im  das 
wollet  glouben.  Daran  tetet  ir  vns  sunderlich  zu  dangke.  Geben  zu  Wittem- 
berg,  am  montage  nach  sand  Bartholomeus  tage,  anno  etc.  CCCCXX^ 

Aufschrift:     Den   erbarn    vnd   wiesen   burgermeistern   vnd   rate  der  stadt 
Lubegk,  vnsern  besundern  guten  frunden. 

Nach  dem  Original.     Mit  geringen  Resten  des  aufgedruekten  SiegeU, 


Der  Rath  von  Lubeck  schreibt  an  die  Ltejldndischen  Stddte  wegen  der  in  der 
Newa  stattgehahten  Beraubung  Russischer  und  Deutscher  Kaufieute.  1420. 
Aicg.  26. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vormogen  tovoren.    Ersamen 

leuen  vrunde.     Wi  hebben  wol  iruaren,  wo  ichteswelke,  alse  Vicke  van  Vitzen 

vnde  Vicke  Stralendorp,    mit  eren   medehulperen    beide    Russchen   vnde   Dude- 

schen  copmanne  in  der  Nu  grofliken  beschediget    hebben,  dat  doch  etlike   van 

ju  wol  mochten,  alse  wi  berichtet  sin,  afgekert  hebben,  des  vns  sere  vorwundert, 

<iat  id    nicht    en    schach,    wente    gi    alle    jo    wol    weten,    wo    des    copmannes 

ordinancie  darvan  vtwiset.     Vnde  wente  wi  ok  besunderen  irvaren  hebben,  wo 

dar  ein    mede    geweset   sij,   geheten    Wyneke   Ghelreman,    de    binnen   Revalle 

eweset  vnde  dar  van  dem  copmanne  van  der  vorscreuenen  schicht  angesproken 

,  den  me  dar  doch  nicht  vmme   angripen   en   wolde  vppe   rocht   vnde  vmme 

rvaringe  willen,  dat  men   siner   schuld  edder   vnschuldicheid   mochte   to   der 

rde  gekomen  wesen,  dat  vns  ok  in  der  warheid  nicht  nutte   dunket  sin   vor 

Dudeschen  kopman.     Ok,  alse  wi  vornemen,  so  scholde    de  sulue  Wyneke 

len  Revalle   vorlud    hebben  laten   in    jegenwardicheid   ichteswelker   Russen, 

^e  borger  to  Lubeke  were;    des  willet,  leuen  vrunde,  weten,  dat  de  erge- 

59 


306  1420.    Aug.  26. 

nante  Wyncke  en  vorvluchtich  man  is^  mit  wiue  vnde  kinderen  ut  vnser  stsi 
entweken,  vnde  vnse  borger  lange  lid  nicht  geweset  en  is.  Vnde  wente  i 
vns^  leuen  vrunde,  bevaren,  dat  deme  Dudeschen  kopmanne  van  der  schici 
vnde  besunderen  van  der  wegen,  dat  de  ergenante  Wyncke  heft  voriuden  iatc 
vor  den  Russen,  he  were  vnse  borger^  schade  enstan  mochte  van  den  Russei 
so  bidde  wi  jw,  dat  gi  dat  also  besorgen,  dar  des  nod  vnde  behoF  is,  dat  c 
Dudesche  kopman  van  der  wegen  nicht  beschediget  en  werde.  Ok  hebbe  i 
darvmme  an  de  Novgarders  gescreuen  in  der  besten  wise,  so  ivi  nriochtei 
vnde  entschuldiget  de  stede  vnde  den  Dudeschen  kopman  hirane,  alse  gi  best 
mogen,  vnde  vns  jo  besunderen  van  des  ergenanten  Wyneken  wegen,  also  di 
he  vnse  borger  nicht  en  si,  vnde  ok  nicht  en  were  lange  tijd  vor  der  vo 
screuenen  schicht.  Guden  vrunde,  bewiset  iw  hijr  so  vorderlik  bi,  alse  gi  I 
des  gemenen  kopmans  besten,  gelik  vns  allen^  jo  vorplichtet  sin.  Dat  wille  v 
vmme  juwe  leue  gerne  vorschulden.  Sijt  Gode  bevolen.  Screuen  vnder  vnse 
secrete,  des  mandages  na  sunte  Bartolomei  dage,  anno  XX^ 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrtft:  Erbaren  vnde  wijsen  raannen,  heren  borgermesteren  vnd 
radmannen  der  stede  Rige,  Darpte  vnde  Revalle,  vnsen  leuen  vrunden  sament 
liken  vnde  besunderen,  kome  desse  breff. 

Nach  einem  dem  Original  im  Revaler  Rathsarchiv  entnommenen  Abdruck  im  Liv.'Esth,'  und  CurL  Uric-Buck 

Bd.  3  No.  2499. 

Die  Rathe  von  Luheck  und  Hamburg  delmeiren  die  Urkundey  die  sie  dem  Herzo^ 
Erich  von  Sachsen-Lauenburg  auszustellen  sich  verpjlichte7i,  sobald  en 
ihnen  den  Perleberger  Vertrag  mit  seinem  Siegel  besiegelt  zugesteUt  hahef^ 
werde.     1420.    Aug.  30. 

Wij  borgermestere  vnd  radmanne  der  stede  Lubeke  vnd  Hamboreb 
Bekennen  vnd  betughen  openbare  in  desseme  breue  vor  allesweme,  dat  wi 
dem  irluchtigen  fursten  vnd  heren,  hern  Erike,  hertogen  to  Sassen  etc.^  als 
verre  he  vns  den  breff  schicket,  alse  des  verramet  is,  den  he  vnd  alle  syn 
brodere  besegelt  hebben,  bynnen  veer  weken  na  datum  desses  breues,  enc 
openen  brieff  besegelt  gheuen  schollen  vnd  willen  mit  vnser  vorscreuenc 
stede  anhangendem  secret  van  worden  to  worden  ludende,  alse  hirna  g 
screuen    steit.     Wij   borgermestere  vnd   radmanne  der  stede  Lubeke   vnd  Hai 


310  1420.     Sept.  3. 

7.  Frodcrik  van  Schaghcn,  Diderik  van  Luttcn,  Frederik  van  Locn,  Wolter  van  den 

Johan  van  Wechgeld,  Berend  Gropordorp,  Eucrd  van  Iloltorp,  Deterd  Wetscher 
van  Astorpc,  llinrik  van  dcm  Beic,  Herberd  van  den  Porsenberghe  vndc  Joh; 
Dincla,  knapen.  Sept.  8.  (an  vnser  leuen  Vrowen  daghe  erer  ghebord).  Die 
Erstgenannten  bekenncn  zugleich,  dass  sie  wegen  der  Banncrftihrung  befriedigt  se: 

8.  Hinrik  Blome,  llinrik  Westuclingh,  Johan  van  Manslo,  Curdes  hern  Johans  sones  son 

Ilans  van  Ganipen,  knapen.     Sept.  8.  (an  vnser  Icuon  Vrowen  dage  erer  bord). 

9.  Curd  Buesghe,  Clawes  van  Decberch,  Berend  Roymers,  Hans  Heydhorst,  Dorheker,  \ 

van  Elmendorpe,  Griffer,  Curd  de  beste,  Hinric  D(u)singh,  Frederic  Post,   Curd  A 
Godeke,  knapen,  Rabodesemniele,  Enghelke,  Johan  van  dem  Broke,  Bere  (Bo)ke, 
Post,  Osterholt,  Bertold,  knapen,  Dcghener,  Tydeman,  Ropeke  vnde  Johan  van  dem 
kiiapc.     Sept.  9.  (des  raandaghes  na  vnser  leuen  Vrouwen  daghe  erer  ghebord): 

10.  Stcneke    van    Hamnie,    knape.     Sept.   9.  (des  mandaghes    na   vnser  leuen   Vrouwen 

erer  ghebord). 

11.  Johan  van  Mandeslo  de  eldere   vndc  Johan   van  Mandeslo  de  jungere,  Frederic  Po! 

Ludeke  Vrese,  knapen.  Sept.  9.  (des  mandaghes  na  vnser  leuen  Vrowen  dagi 
ghebord). 

12.  Gherd  Brand  vnd  Grote  Berend,  knapen.     Sept.  IQ.  (an  dem  dinxedaghen  na  vnsci 

Vrouwen  daghe  erer  ghebord). 

13.  Frederick  Post,  Johan  van  Mandeslo  Berteldcs  sone,  Ludeke  Vrese,  Johan   Kokingh, 

van  Monnighhusen,  Bode  van  Gummeren,  Volkwin  van  Staden,  Bruggewech,  L 
Honwide,  knapen.     Oct.  14.  (des  mandages  vor  sunte  Gallon  daghe). 

14.  Diderik  Amendorp  de  jungher,  Faber,  Johan  van  der  Lippe,  Herberd  Klonk,  Gherke 

Ludeman  Redeke,  knapen.     Oct.  15.  (des  dinxdaghes  vor  sunte  Gallon  daghe). 

15.  Wilken  Vrese,  Hans  Butzouw,  Vrouwenschutte,  Hans  Lippe,  Clawes  Vrome,  knapen.    ( 

(des  dinxdages  vor  sunte  Gallon  daghe). 

16.  Arnd  de  Bever,  Ropeke   Rusche,  Volqwin  de  Holler,   Marquard  Schiptorp  vnde  B 

van  Aschwede,  knapen.     Oct.  15.  (an  sunte  Gallon  auende  des  hilgen  bichtigers). 

17.  Beneke  Welters,  Peter  van  Hauense,  Veghebanck,  knapen.     Oct.   15.  (des  dinxdagi 

sunte  Gallon  daghe). 

18.  Johan  van  Verne  vnde  Peter  van  Rekelinghusen,  knapen.    Oct.  16.  (an  sunte  Gallon 

19.  Johan  van  Hamme  anders  geheten  Scopel  van  Hamme,  knape.     Oct.  16.  (an  sunte 

daghe). 

Die  Kosten  des  Feldzugs  werden  bei  Kuppmann,  K&mmereirechnuDgen  2,  35  angegeben,  wie  folg 

Exposita   ad  gwerram   ducis  Saxonie   cum  soldatis  et  expensis   ac  stipendio  et  equis  des 

5540'a8/jf7V 
Ad  usum  castri  Ripenborgh:  375  Q  14/?  11  i^. 

Soldquiitung  des  Knappen  Woldemar  Breide.    1420.     Sept  4. 

Ik  Woldemar  Breide  knape.  Bekenne  vnd  betugbe  openbare  in  d 
breue  vor  allesweme,  dat  my  de  erbaren  heren,  borgermestere  vnd  radi 
der  stad  Lubeke,  Hinrik  Vyncke,  Wostenbagen,   Marquard  Scriuer   vnd 


1420. .  Sept.  4.  311 

Herder  vmrne  alien  denst,  den  ik  ene  denede  to  erem  krige.,  den  se  hat  hebben 
(ubereinsttmmend  mil  No.  273  bis)  vp  to  sakende.  Dps  to  merer  betuchnisse 
hebbe  ik  niyn  ingesegel  henget  laten  an  dessen  breff\  de  screiien  vnd  gheuen 
is  na  Godes  bord^  verteynhundert  jar  darna  yn  dem  twyntigesten  jare,  des 
middewekens  vor  vnser  leuen  Vrowen  dage  natiuitatis. 

Ntteh  dem  Origifuti.    Mit  anhangendem  Siegel.    Ea  ist  rundj  2*  ,o  Ctm,    Auf  gtflehntem  Sckilde  ein  au/geriehteter 
rechUgeutandter  gekronter  Lowe,     Umschri/t:    Sl%iS\xm    J^    WOf«rr   jC   6xt\it   J^ 

Soldquittung  des  Aschwin  von  Kramme  und  seiner  Genossen.     1420.     Sept,  5. 

Ik  Asschwin  vnd  Hans  geheten  van  Kramme^  Ernst  von  Reden,  Hinrik 
iran  Boltzem,  Arnd  van  Rotzingen,  Lyppolt  van  Rotzingen,  Hermen  van  Tossem, 
Olrik  van  Ilten,  Volkmer  Perssig,  Hans  Knycghe,  Cord  Bokeler,  Ludeleff  Knycghe, 
Hans  vnd  Brand  van  Lenten,  Hans  Parke,  Stacins  van  Wennyngluisen,  Bertold 
van  Ilten,  Reineke  vnd  Hinrik  Holtgreuen,  Hinrik  van  Stemnie,  Luder  van 
Stedern,  Hinrik  van  Netelingen,  Hinrik  Knycghe,  Albert  van  Geynsen,  Dyderik 
Knycge,  Herbord  Honhorst,  Hinrik  van  Reken,  Hermen  Honhorst,  Hinrik  van 
Gledingen,  Herbord  van  Goltern,  Geuerd  van  Botmer,  Hans  Lyppe,  Hinrik 
Kromhof,  Brun  van  Grone,  Ludeman  Herderod,  Eylert  vnd  Ludenian  Tanteland, 
Hinrik  Rodenborch,  Hans  Ouink,  Heyne  van  Oltbruwen,  Bertold  Eldassen, 
Kreuet,  Hermen  Kukeman,  Ludeman  Gestorp,  Hans  Jegher,  Tyle  van  Hederssen, 
Tydeman  Dykman,  vedder  Hinrik,  vedder  Hilmer  vnd  alle  andere,  de  mit  vns 
vorscreuen  to  desser  tyd  sin  gekomen  in  der  van  Lubeke  denst,  se  sin  wepener, 
^apende  knechte,  schutten,  schiltknechte,  klouere,  edder  wo  se  genand  sin. 
Bekennen  vnd  betngen  openbare  in  dessem  breue  vor  allesweme  vor  vns  vnde 
vnse  eruen,  dat  vns  de  erbaren  heren,  borgermestere,  radmanne  vnd  de 
?emenen  borgere  der  stad  Lubeke  vmme  alien  vnsen  denst,  den  wy  ene  to 
rem  kryghe,  den  se  gehat  hebben  mit  hertogen  Erike  van  Sassen,  synen 
oderen  vnd  oren  hulperen,  gedan  hebben,  vnsen  willen  to  vnser  genoghe 
rvmme  gemaked  hebben^  beyde  van  vnsem  zolde  vnd  vordele,  dat  se  vns 
eden  to  geuende,  vnd  ok  vmme  alien  anderen  schaden,  den  wy  in  orem 
Ue  genomen  hebben,  id  sy  an  luden,  perden  edder  wo  de  genant  sy,  nichtes 
nomen,  also  dat  wy  one  lefliken  vnd  Fruntliken  dancken.  Vnd  hirvmme 
te  wy  erbenomed  alle  desse  vorscreuen  ersamen  heren,  borgermestere 
'atmanne,  de  gemeynen  borgere  vnd  de  stad  Lubeke  vmme  desses  willen 
mme  alierieye  andere  ansprake,  de  wy  to  ene  hirvmme  hebben  mochten. 


1420.     Sept.  7.  313 

CCIiXXVlI. 

Soldquittung  des  Heinrtch  Kremptn.    1420.     Sept.  7. 

• 

Ik  Hinrik   Krempin.      Bekenne    vnd   betuge   openbare   in    dessem    breue 

vor  alleswenie,   dat   my    de   erbaren    heren^    borgermestere    vnd    ratmanne    der 

stad  Lubeke,  Hans  van  Oppum,   Hinrik  van  der  Heyde,    Jacob  Vrese,   Hermen 

Rode,   Hinrik  Kone,  Werneke   Berndes,   Hinrik   Bersouvir,    Hinrik   van    der  Aire 

vnd  Clauwes  Junge,  goltsmede  to  Lubeke,  vnime   alien   denst,  (ubereinstimmend 

mit  No.  273  bis)   vp   to  zakende.      Des   to   merer   betuchnisse   hebbe   ik   Hinrik 

erbenomet  myn    ingesigel   gehenget  heten  an   dessen  breff.     Gheuen   na    Godes 

bord  verteynhundert  jar  darna  in  dem  twintigesten  jare,  in  vnser  leuen  Vrowen 

auende  natiuitatis. 

A^acA  dem  Original,     Mit  anhangendem  SiegeL     Es  iat  rundy  2^iio  Ctm,     Auf  dem  Schilde  zwei  schmale  schrdglinke 

Baiken.    Umschrift:    s'  +  Omrift  +  Rrrmpw  +  I//  + 

Soldquittung  en  des  Heinrich    Wicker  t,    Hemrtch  Nering   und  Johann   Kyff.     1420. 
Sept.  8. 

ilinricus  Wichert  pro  se  et  suis  heredibus  coram  libro  recognouit,  quod 

doniini  consules  Lubicenses,  Bernardus  Osenbrugge    et  Hinricus  Stur^   sibi    pro 

ooini  suo  seruicio,   quam  eis  fecit  in    eorum   gwerra    cum   Erico,   duci   Saxonie 

Kc,  satisfecerunt  racione  sui  stipendii  et  aliis  suis  dampnis.  siue  sit  in  equis^ 

armis  et  aliis  bonis^  quibuscunque  sint,  et  pro  tanto  eis  multum  regraciabatur, 

rnde  prefatus  Hinricus  Wichert  predictos  dominos   consules,   Bernardum   Ozen- 

brugge^    Hinricum    Stur    aut    totam    communitatem    et    ciuitatem    Lubicensem 

pretextu  illius  penitus  dimisit  quitos  et  solutos  ab  omni  ulteriori  monicione  seu 

impeticjone. 

I  Hinricus  Neringk  et  Johannes  Kyff  pro  se  et  suis  heredibus  coram  libro 

^Jlecognouerunt,  quod  domini  consules  Lubicenses,  Geuehardus  Tymmerman, 
i6jfiridu8  Veckinghusen  et  pueri  der  Lunesschen  eis  pro  omni  eorum  seruicio, 
ttoani  eis  fecerunt  in  eorum  gwerra  cum  Erico,  duci  Saxonie,  satisfecerunt 
rvcjone  eorum  stipendii  et  aliis  dampnis,  siue  in  equis,  armis,  bonis,  quibus- 
pooque   sifit,  et  pro  tanto  eis  multum  regraciabantur,  propter  quod  prefati  Hin- 

I)  IMe  hier  nnd  in  der  folgenden  Inscription  gcnannten  Personen  sind  ohne  Zweifel  Aelterleute  von  Aemtem, 
dem  Batbe  SOldner  su  stellen  hatten. 

40 


■ 


314  1420.     Sept.  8. 

ricus  et  Johannes  cum  eoruni  faniiliaribus  predictos  dominos  consules,  Geue- 
hardum.  Sirfridum  et  pueri  der  Lunesschen  aut  totam  conimunitatern  et  ciuitateiii 
Lubicenseni  pretextu  illius  penitus  diniiserunt  quitos  et  solutos  ab  omni  ulteriori 
monicione  seu  impeticione. 

Nach  2wei  Inscriptionen  dea  Niederttadtbucha  vom  J.  1420,  Naiir.  Mar, 


Fine  Zahlung  fur  Bernstein  an  den  Deutschen  Or  den.     1420.     Sept  8. 

IVyneke  Gudc  pro  se  et  suis  heredibus  coram  libro  recognouit^  se  teneri 
Hinrico  Krumvot  et  suis  heredibus  in  LXX  marcis  lub.  den.  amicabiliter  per- 
soluendis^  propter  quod  idem  Hinricus  fidejubendo  promisit  nomine  preFati 
Kyneken  Dytmaro  Keyser,  familiari  ordinis  Theutonicorum,  pro  prefata  summa 
ex  parte  lapidibus  wlgariter  bernsten. 

Nctch  einer  Inscription  dea  Niederatadtbucha  vom  /.  1420^  Nativ.  Mar. 


Soldquittung  des  Peter  Rohr^  Hemrich  Bisse^  Heinrich  Wackerbard  und  Eler   Wulf. 
1420.     Sept.  8. 

Ik  Peter  Ror,  Hinrik  Bisse,  Hinrick  Wackerbard  vnde  Eler  WulflF. 
Bekennen  vnd  betugen  openbare  in  dessem  breue  vor  allesweme  vor  vns  vnde 
vnse  eruen^  dat  vns  de  erbaren  heren^  borgermestere  vnd  ratmanne  der  stad 
Lubeke,  Hans  Hauekendal,  DetleflP  Meyer,  Hans  Specht,  Bertoid  Burmester  vnd 
dat  gantzer  becker  ampt  der  stad  Lubeke  vmme  alien  denst  (ubereinstimmend 
mit  No.  273  bis)  vp  to  zakende.  Des  to  merer  betuchnisse  hebbe  ik  Peter 
Ror  erbenomed  vor  my  vnd  vmme  bede  desser  vorscreuenen  vor  se  myn 
ingesegel  an  dessen  breff  gehenget  heten,  des  wy  erbenomede  mede  brukende 
sin  to  desser  tyd.  Gheuen  na  Godes  bord  dusent  veerhundert  vnd  in  dein 
twintigesten  jaren,  in  vnser  leuen  Vrowen  dage  natiuitatis. 

Sach  dem  Original.    Mil  anhangendem  SiegeL     Fa  iat  rund,  2*/^^  Ctm.    Attf  atehendem  Schiide  tier  quergelegte  reckt^ 

Spitzen.     Umachri/t:     PfffT    ••    tOr   -     ♦ 


J 


316  1420.     Sept.  10. 

CCIiXXXlll. 

Soldqutttung  des  Heinrich  von  Hademerstorpy  Hermann  Vrythofy  Peter  Lotiwe,  Rudolf 
von  dem  Berne,  Rughemarkertj  Heinrich  Winkelmann  und  Marquard 
Storm.     1420.     Sept.  10. 

Ik  Hinrik  van  Hadeinerstorp,  Hermen  Vrythoff,  Peter  Louwe,  Ruloff  van 
den  Berne,  Rughemarkert,  Hinrik  Winkelman^  Marquart  Storm.  Bekennen  vnde 
betughen  openbar  in  dessen  breue  vor  allesweme  vor  vns  vnde  vnse  eruen^  dat 
vns  de  erbaren  heren,  borghermestere  vnde  ratmanne  der  stad  Lubeke,  Euert 
Moylke^  Johan  van  Tzerben  vnde  dat  gantze  paternoster  ampt  der  stad  Lubeke 
vnime  alien  denst  (libereinstimmend  mit  No.  273  his)  vp  to  sakende.  Des  to 
merer  betuchnisse  hebbe  ik  Hinrik  Hademerstorp  erbenomed  vor  my  vnde  vmme 
bede  desser  vorscreuenen  vor  see  myn  ingeseghel  an  dessen  breff  ghehenghet 
heten,  des  wy  erbenomeden  alle  mede  brukende  sint  to  desser  tyd.  Gescreuen 
na  Codes  bord  M  CCCC  vnde  in  deme  XX^^"  jare,  de(s)  ersten  dinxdages  na 
Natiuitatis  Marie. 

Nach  dem  Original.  Mit  anhangendem  SiegeL  Es  tat  rund^  2*;,o  Ctm.  Auf  stehendem  Schiide  ein  Schrdgkreus, 
in  dessen  vier  Winkeln  je  ein  Ring  steht.  Die  Umschrift  int  rollig  unleaeriich.  Daa  Siegelbild  atimmf  mit  dem 
Wappen  der  Familie  v,  Hademstorf  aua  Hannover  Hherein.  Vgl.  H.  Orote,  Geachl.  ti.  Wappfnhuch  d. 
Kon.  Hannover  C,  62, 


Der  Rath  von  Wz'smar  verlangt  wiederholt,  dass  voti  der  PfundzolUEinnahme  in 
Briigge  Rechnung  ahgelegt  und  ihm  sein  Antheil  ausbezahlt  werde.  1420. 
Sept.  20. 

Vnsen  vruntliken  grut  myd   begeringe  alles  guden  vorscreuen.    Ersamen 
besundergen  leuen  vrunde.     Alse  wij   vakene  screuen  vnde  beden  hebben  vmme 
vnse  andeel  van  des  punttoUen  weghene,    den  de  copman   to  Brugge   yn  Flan«  j 
deren    vntfangen    hefft,    dat    vns  rekenschop  darvan  weddervaren   mochte,    des  '^ 
beghere  wij  noch,  dat  gi  willen   bestellen,   dat  vns   vnse   andeel   van    dem  vor- 
screuenen  punttollen  ouergheuen  vnde  antwordt  werde,  vnde  dat  dar  rekenschop 
van  sche  den  yennen,  de  dar  recht   ane   synt,  wente   vns    dunket,   yo    dat   lenk  t 
vorlenget    werd,   yo   id    myn    vor   vns   alien   ys.      Sijd   Code   beuolen.       Screuen 
vnder  vnsen)  secret,  anno  XX%  in  vigilia  Mathei. 

Consules  Wismarienses. 

Aufschrift:     Prudentibus  et  honestis  viris,  dominis  proconsulibns  et  con- 
sulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original.     Mit  aufgedrucktem  tkeilweiae  erhaltenem  Siegel. 


J 


318  1420.     Sept.  26. 


Die  Rathe  von  Stralsund,  Rostock,  Wismar,  Greifswald  und  Stettin  fordem  die 
Hansischen  Aelterleute  in  Briigge  auf,  Rechnungsablage  uber  den  dort 
erhohenen  Pfundzoll  einzusende^i.     0.  J.  (1420).     Sept.  26.^ 

\  nse  vruntiike  grute,  leue  vnde  vrundscop  tovorn.  Ersamen,  leuen 
besundern  vrunde.  Vns  hebben  vorstan  laten  de  radessendeboden  Rostock, 
Wismer^  Gripeswold,  Stettyn  vnde  de  rad  to  dein  Sonde,  wo  se  in  vortyden  iw 
ere  breue  screuen  hebben  van  des  ponttollen  wegen,  den  gi  entfangen  hebben, 
dat  gi  den  scolden  antwerdet  hebben  den  ersamen,  vnsen  vrunden,  den  van 
Lubeke.  vnde  darmede  ciare,  enkede  rekenscop  to  scriuende,  wes  gi  darvan 
vtegheuen  hebben  vnde  noch  inbeholden  hadden.  Is  dat  dat  ghescheen  is, 
so  bidde  v/i  iw  dat  to  vorscriuende  vnsen  vrunden,  den  van  der  Wismer.  Weret 
ouert  dat  id  njcht  gheschen  were^  so  bidde  wi  iw^  dat  gi  dat  ok  den  van  der 
Wismer  scriuen,  wat  darane  hindert,  dat  id  nicht  ghescheen  is,  vnde  senden 
darvan  noch  de  rekenschop  clarliken,  alse  ene  den  van  Lubeke  vnde  ene  den 
van  der  Wismer,  de  dat  vortan  mogen  benalen  den  andern  steden,  den  dat 
roret.  Sijt  Gode  beuolen.  Screuen  des  donredages  vor  sunte  Michele  dage, 
vnder  der  van  deme  Stralessunde  secrete,  des  wi  alle  vp  desse  tyd  hirto 
bruken. 

Radessendeboden  der  henzestede  n5  vp  desse 
tyd  to  dem  Stralessunde  vorgaddert  vnde  de 
rad  van  deme  Stralessunde. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vorsichtigen  mannen,  den  olderluden  des  meiien 
copmans  to  Brugghe  in  Vlanderen  liggende,  vnsen  leuen  besunderen  vrunden, 
detur  van  der  Dudeschen  hense. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,     Mit  Reaten  des  aufgedrUckten  Siegels. 

C€Iil[XX¥ll. 

Der  Knappe  Ileinrich  Tarnewitz  entsagt  alien  Anspriichen  an  die  Stadt  Lubeck  uni, 
an  den  Rath  derselben.     1420.     Oct.  18.  i 

Ik  Hinrik  Tarnevitze,  knape.     Bekenne  vnde   betuge  openbare  in   dessenH 
breue   vor    alsweme,   dat   ik   de   erbaren    heren,  borgermestere  vnde    radmannd 


1)  Der  Pfundzoll  war  bis  Martini  1419    bewilligt.     Das   Schreiben   beziebt  sicb   aaf  frfibere  AuflbrdenufP* 
und  kann  daher  nicbt  friiher  fallen.     Aucb  waren  die  St&dte  um  die  Zeit  in  Stralsund  versammelt. 


1420.     Oct.  18.  319 

<|er  stad  Liibeke,  ere  menheyd,  denre   vnde    inwonere   gentzliken    vnde   al   vor- 

laten    hebbe   vnde   vorJate   se   in    crafft   desses    breues    qwijt,    leddich    vnde   los 

van  aller  ansprake^  de  ik  to  en  hadde  vnde  jenigewijs   bet    in    dessen   dach   to 

en    rnochte  gehad  hebben^  also  dat  ik  dar  nummermer  vp  zaken  enschal  noch 

enwil,   vnde  nymand  van   myner   wegen,    gestlik  noch  werlik,  vnde   hebbe  des 

lo    merer    tiichnisse    der   warheyd    myn    ingesegel    mit   guden   willen   gehenged 

vor  dessen   brelF.     Vnde  wij   Hartich  Schotze  vnde  Gherd  Negendank,    knapen, 

wente  vns  desse  vorscreuene  vorclaringe  witlik  is,  so  hebbe  wij  vnse  ijigezegele 

mit    des    ergenanten   Hinrikes   Tarneuitzen    ingezegeie   vinme    merer    witiicheyd 

willen  gehenged   vor   dessen    breff.      Datum   anno   Domini  MCCCCXX%   ipso  die 

beali  Luce  Ewangeliste. 

Nach  dem  Original.     Mit  den  drei  anhangenden  Siegeln.     Heinrick  Tamewitz:     Siegel  rund,  2*/io  Ctm.     Auf 
stehendem   Schitde    ein  mit   Wellen  belegter  rechter  SchrnghaUcen.     Umftchri/f  ztrivchen   geschnurten  Kreis^n: 

S'  .  fitnriftr    Y    T    uil$t  y    r    r    ■  Heinrick  Schotze:     Siegel  rund,  2'/,o  ^'''w*    -^"Z  stehendem 

Schild  ein  gekronter  nach  rechU  utehendcr  Schwan.      Umschrift:      +  S  Oorfic^  4^   5(^01^  ^^«D 
Gerd  Negendank:    Siegel  S   rundj  3    Ctm.     Ueber  gelehntem  Schilde  mit  einer   quergelegten   rechten  Spitze 
steht  ein  Helm,  dessen  Helmzi^r   undeutlich  ist;  der   xnnere  Kreis   des  Schri/trandes  toird  von  zehn   Halb- 
bogen     begleitet,     die     Lilien     an    den    Spitzen    tragen.       Die    Umschri/t    lautet:      5*    *    2J^^>*I{5>^     99^ 

%  .  .  fgQen6anR 

CCIiXXXVllI. 

Txdimus  des  Bischofs  Johann  von  Ratzehurg  iiber  einen  Ausspruch  des  Kaiseis 
Sigismund,  nach  welchem  der  alie  Rath  von  Luheck  nicht  verpflichtet  isty 
eine  von  dem  neuen  Rathe  dem  Burger  Johann  Canys  in  Koln  zugesagte 
Leibrente  zu  bezahlen.     1420.     Oct.  2S. 

Wij   Johan,    van    Codes  vnde  des    peuestliken   stoles  gnaden  biscop  der 

kerketi   Razeborch.     Bekennen    vnde    betugen    openbare    in    dessem    breue    vor 

•Isweme,    dat   wij    enen    des    alderdorluchtigesten    vorsten    vnde    grotmechtigen 

Jieren,  heren  Sygemundes,    Romischen    koninges,    allewege    merers   des   rijkes, 

fflde  to  Vngeren ,    Bemen    etc.    koninges,    vnses    aldergnedigesten   leuen    heren 

breff   mit    siner     koningliken     maiestaten     angehangenen     ingezegeie     bezegeld 

^zeen    hebben,   darane    wij    na    vlitiger    vorhoringe    vnder    anderen    articulen 

ftevunden  eynen  artikel  aldus  ynneholdende:    Als  ouch  die  obgenanten  burgere, 

He  roan  genennet  hat    den    newen    rad,    von  iren,  der  gemeinde    vnd   stad   zu 

[Lobeke  wegen  eynem  burgere  der  stad  zu  Coln^   genant   Johan  Canus,    ettlich 

;olte  oder  liflFrente,  (ubereinstimmend  mit  Ed.  V  S.  702  und  703  his)  kein  vnstaden 

der  scheden  brengen  solle  oder  moge  in  keinwis,     Vnde  dat  wij  biscop  Johan 


380  1420.     Oct.  23. 

erbenoined  dessen  vorscreuenen  artikel  in  dem  vorgerorden  vnses  aldergnedi- 
gesten  heren,  des  Roinischen  koninges  ergeriomed,  breue  bevunden  hcbben«  alze 
bijr  vorscreueri  steyd,  so  hebbe  wij  des  to  tuchnisse  der  warheyd  vnse  jngezegel 
hengen  heten  vor  dessen  breff.  Datum  anno  Domini  MCCCCXX%  ipso  die 
beati  Seuerini  confessoris. 

Sack  flem  Original.     Mil  vorhandenem  Siegelhande,  von  welchem  das  Siegel  aJbgehchnitten  zu  sein  scheinL 


Der  Rath  von  Lubeck  verwendet  sich  bei  dem  Herzog  Albrecht  von  Mecklenburg  fur 
die  Besitzer  der  Ladung  eines  bei  Ribnitz  verungluckten  Schiffes.  1420. 
Oct.  25. 

Duci  Alberto. 

JlLochgeborne  vorste,  gunstige  here.  Vor  vns  sint  geweset  ichteswelke 
vnser  inedeborger  vnde  ere  gesellen,  vorclarende^  wo  in  korten,  Gode  entfannet, 
eyn  schip  vorghing  vnde  bleue  in  der  Rybbenitzer  wi|k,  dar  se  ere  gudere 
ane  hadden,  de  iuwe  vogbede  behindert  hebben.  Worumme,  leue  here,  w\\ 
iuwe  herlicheid  andachtliken  bidden  mit  viite  begerende,  dat  gi  den  vorscreuenen 
vnsen  medeborgeren  vnde  den  eren  ere  gudere  vry  vnde  hinderlos  wedder 
geuen  vnde  den  yeniien  antwerden  laten,  de  bi  den  guderen  sin  van  erer 
wegene,  wente  iuwe  herlicheid  wol  wet,  dat  wij  vnde  de  vnse  van  iuwer  her- 
licheid saiigen  vorvaren  van  sodaner  behindernisse  sunderlikes  gevryet  sin  vnde 
ok  tegen  alle  recht  is,  den  yennen,  de  God  also  geplaged  heft,  dat  ere  to 
behindernde  vnde  to  entvromende.  Dat  wille  wy  vmme  iuwe  grotmechtige 
herlicheid  allewege  willichliken  vorschulden,  wor  wij'mogen,  de  God  beware 
to  langen  saiigen  tiden,  vns  desses  eyn  gunstige  vnvortogerde  antword  to 
scriuende  by  dessen   boden.     Anno  XX%  Crispini  et  Crispiniani.  ^ 

Nach  dtm  Concept 

ccxc. 

Der  Rath  von  Lubeck  verlangt  von  dem  Herzog  Johann  von  Mecklenburg  die  Ruck-- 
gabe  (jestrandeter,  in  dessen  Gebiet  geborgener  Outer.    0.  J.  (1420.    Oct  25.) 

Duci  Johanni   Magnopolensi. 

ilochgeborne  vurste,  gunstige  here.  Alse  wij  iuwer  herlicheid  er 
gescreuen  vnde  ok  vnse  mundliken   bodeschop   bi  iw   gehad   hebben»    biddende, 

1)  In  ein^m  AhnlicheD,  auf  demselben  Blatte   Papier  im  Concept  gesohriebenen  Briefe  wird    der   RaUi   tob 
Kostock  um  seincn  Beistand  in  diescr  Angelegenhcit  ersucht. 


322  1420.     Oct.  28. 

C€XC1I. 

Eine  Schuld  an  einen  Burger  in  Utrecht^  in  Antwerpen  zu  bezahlen.    142  0.   Oct  28. 

iiolauus  et  Goswinus  fratres  dicti  Cumhar  et  Johannes  Gerwei.,  filius 
Hinrici  Gerwer,  presentes  recognouerunl,  se  et  ipsorum  heredes  coniuncta 
manu  teneri  Johanni  Birgers,  ciui  Traiectensi,  in  C  et  LXX  florenis  arnamen- 
sibus  Penthecostes  proxirne  affuturo  sibi  aut  suis  heredibus  in  nundinis  Antwer- 
piensibus  amice  persoluendis. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbnchs  vom  J.  1420,  Sym.  et  Jude* 

CCXCllI. 

Quiitung  des  Herzogs  Albrecht  von  Sachsen  und  Luneburg  uber  die  zu  Maria  Gehurt 
1420  fallig  gewesene  Reichssteuer,     1420.     Nov.  1. 

VVir  Albrecht,  von  Gotis  gnaden  zu  Sachsen  vnd  Lunemburg  herczog, 
pfaiczgraue  zu  Sachsen,  graue  zu  Brene,  burggraue  zu  Magdeburg,  des  heiligen 
Romischen  riechs  erczmarschalk.  Bekpnnen  offentlichen  mit  dissem  brieffe 
alien  den^  die  in  sehn  oder  horen  lesen,  also  ais  die  erbarn  wiesen  burger- 
meister  vnd  radmanne  der  stadt  Lubeke,  vnsere  lieben  besundern  Frunde^  vns 
alle  jerlichen  die  sture  von  des  heiligen  Romischen  riechs  wegen  pflichtig  sien 
zu  geben,  als  sie  das  vnsers  gnedigesten  hern,  des  Romischen  konynges,  qwiet- 
briefe  daruber  inne  haben,  vnde  wann  dieselben  burgermeyster  vnd  ratmanne 
der  egenanten  stadt  Lubegke  dieselbe  sture  von  dissem  jare  deme  ersarnen 
INicolaus  Gorestorife,  vnserm  lieben  andechtigen,  zceiger  dicz  brieues,  von  vnsern 
wegen  gentzlichen  beczalet  vnde  gegeben  haben,  so  sagen  wir  in  der  von 
dissem  jare  in  dissem  vnserm  oifenn  briefe  qwiet,  ledig  vnd  lohes.  Des  zu  bekente- 
nisse  haben  wir  vnser  ingesigel  an  dissen  brieff  lassen  hengen.  Geben  lu 
Wittemberg,  nach  Grists  geburte  vierczenhundert  jar,  darnach  im  czwenczigesten 
jare,  am  fritage  an  Allerheiligentage. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  SiegeL    (Beschriehen  zu  No,  166), 

CCXCIV. 

Der  Knappe   Marquard   Schacke  verkauft   das   Dorf  Bdlau   und   das  halbe    Dorf 
Breitenfelde  an  das  Kloster  Marienwold.     1420.     Nov.  11.^ 

in  Godes  namen   amen.     Nachdeme   dat  de  telynghe  der  lude    vorgheyt 
vnde  kumpt,  so  is  des  behuef  vnde  noed,  dat  me   de   dynk,    de  dar    ewyglecfa 

1)  Vgl.  Bd.  V  M  474,  475. 


1420.     Nov.  ii.  323 

rfjolen  biyuen,  [^^t]  ^y^  schrift  beeweghe  vnde  veste^  wente  de  dachtnisse  der 

cie  ys  vnstede  vnde  vorghenlyk.    Des  bekenne   ik  IVlarquard  Schacke  Volrades 

^irje,  knape,  myt  mynen    rechten    eruen    openbare    vor   alien    louegben    iuden, 

»cle  zyn  vnde  konien  rnoghen,  vnde  do  wytlyk  an  desser  scrift,  dat  ik  an  wol 

i^dachten    m6de    vnde    vrygen    wyllen    hebbe    beleuet    vnde    vulbordet^    beleue 

ide    vulborde    vor   niynen    gnedighen    heren    van    Zassen,    hertoch    Eryk    vnde 

ertoch  Bernde,  den  kdp   vnde    vorlatynghe   mynes   rechten    vaders   erue^   also 

B    Belowe  vnde  dat  halue  dorp  to  Bredenuelde    myd    aller   tobehorynghe    vnde 

rygheyt,    aizo   rnyn    broder   Ludeke    Schacke    zeligher   dechtnisse   vorkoft    heft 

nde  voriaten  to  eneme  ewyghen  erfkope  to  deme  deenste  Godes,  syner  ieuen 

noder  Marien  vnde  der  hilghen  vrouwen  sunte  Byrgitten  myd  aller  beleghynghe 

vnde  tobehorynghe..  zo  dat  beleghen   is  an  eren  veitmarken.  ende  vnde  scheden^ 

uiyd  acker  buwet  vnde  vnghebuwet^  myd    weyde^    holtynghe^    zo    dat   de   wynt 

weyget,  visscheryge,  dyke  vnde  vissche,  wysschen,  myd  aller  nud    vnde   tynse, 

myd  alme  rechte  vnde  ryohte,  h6ghest  vnde  sydest,   an   hande  vnde  an    halse, 

niyd  deme  roekhone,  na  vthwysynghe    ok   aller   artykele  der   breue,   dede    myn 

broder   Ludeke   vorbenomet   darvp    ghegheuen    heft^    beleue    ik    vnde    vulborde 

allomale  myd  mynen  rechten  eruen,  vnde  schal  desses  gudes  eyn  recht   warer 

wesen  vor  boren  vnde  vor  vngheboren  vnde  ok  myd  mynen  eruen,  dar  nummer- 

tneer  vp  zaken,  noch   nychtes   nycht   darane   to    beholdende    sunder   helpeword 

edder  nygevunde,    men    alle  arch  vnde  valsche   lyst  ghentsliken    torugghelecht. 

Nach  dessen  voreghescreuenen  artykelen    vnde   vthwysynghe   der    breue   mynes 

broders  Ludeken,  deme  God  gnedich  zy,  dar  ik  myd  rechter  wytschop  an  dem 

nen,  dar  yk  mede  inne  benomed  sta,  myn  inghezeghei  mede  hebbe  vore  ghe- 

^nghet  laten    to   ener    nierer    bekantnisse,    so    vorlate   ik    vor    dessen    tughen 

s;hescreuen,  so  ik  eer  hebbe  vore  voriaten  vor  mynen  gnedeghen  heren  vor- 

oined,  hertoghen  to  Zassen,   alle   dyt  vorbenomede   gud    to  eneme   rechten 

;hen  erfkope  den  erwerdeghen  ghestleken  personen,  susteren  vnde  broderen 

oonuente  des  klosters    to   Marienwolde   an    deme   stychte   to   Razeborch    by 

%  dar  yd  to  ghekoft  is  vnde  tobescheden  van  her    Borgherde   Sawdel,   de 

^as    een    recht    houetman    van     des    klosters    weghen    to    Mariendale     by 

Dat  alle  desse  vorescreuenen  stucke  vnde  artikele   een  jewelk  by  syk 

'nde  vast  gheholden  werden  an  aller  macht  sunder  alle  arych,  to  ewyghen 

tede  vnde  vast  to  blyuende,  so  hebbe  ik  Marquard  Schacke  vorbenomed 

:hezeghel  also  eyn  ware  houetman  ghehenghet   laten    vor  dessen   breff. 

'  Otte  van  Crumesse,  Bertold  Schacke  vnde  Vromold  Warendorp,  thughe 

41* 


Etne  Schuld  an  die  Kalandshruderschaft  zum  Heiligen-GetsL     1420.     Nov.  25^ 

Marquardus  Bodendorp  pro  se  et  suis  heredibus  coram  consulibus  ci 
hoc  libro  recognouit^  se  teneri  fraternitati  kalendarum  Sancti  Spirilus  in  Lubek, 
Johanni  de  Lengerko  et  Gerrardo  de  Akeri^  dicte  Fraternitatis  Pratribus,  ad 
fideles  rnanus  in  XXIUI  marcis  lub.  den.^  quando  pars  parti  per  medium  annum 
ante  predixerit^  amicabiliter  persoluendis^  pro  quibus  sibi  proprietatem  bode 
sue  vnder  den  remensnidern^  sicut  jacet^  coram  consilio  impignorauit. 

Nach  finer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1420^  Katherine. 


CCXCVll. 

Der  Ritter  von   Treutlingeriy    Hauptmann  der  Mark  Brandenburg,  schreibt   an  den 
Bath  von  Lubeck  wegen  des  Herm  Gans  (von  Putlitz).     1420.     Dec.  V 

Mein  freuntlichen  willigen   dinst  alizeit  mit  fleis  zcuuor.    Ersamen  lieben 
herren   vnd   freund.      Als   ir   itzund   bey    ewrm    eigen    boten    meins    herren   des 
marggraueri  gnaden  von  der  nahm  vnd  der  gefangen  euch  vnd  andern  geschehn 
vnd  von    hern  Gans    wegen  geschrieben  habt  etc.,   das    haben    meins  gnedigeii 
herren  herren  rethe  vnd  ich  wol  vernommen  vnd  das  hab  ich  hern  Gans  nach 
irem    rathe,    so   ich    allertreftlichst   vnd    best    konde,   darvmb   geschrieben    vnd 
hab    im    auch  in  demselben  meinem  brieii*  ewrs  briefl's   ein  abschriefl't  gesanlh 
vnd  hoft'e,  das  er  sich  darin   beweisen  werde,  als  er  das  meins   herren  gnaden 
vnd  sein    landen    vorantwurten    wolle.      Auch    so    thu    ich    euch   sunderlich  zcu 
wissen,    das    nieins    herren    gnad    des    marggrauen  zcu   diesser  zceit  nicht   hie, 
sunder    zcu    meinem    herren,    dem    Romischen    koninge,    ist,    der    in    zcu   sein 
gnaden  zcumal  ernstlich  vnd   freuntlich  gefordert  het  vnd  er  im  des  mit  nichte 
gewegern   konde,  als  ir  das  selber  wol  in  diessen  ingeslossen    abschrifften    des 
gnanten   meins  gnedigen  herren,   des   Romischen   kunigs,    selbs   wol    vornemen 
mugt,  des  zcukunftt  alle  die  seinen  vnd  ich  teglich  wider  wartende   sein.     Vnd 
so  Frw  er  denn  zcu  diessen  landen  wider  kumpt,  so  wil  ich  im  von  stund  ewrn 


1)  Das  ^Schreiben  scheint  sich  auf  eine  Beschwerde  za  beziohcn,  die  der  Rath  bei  dem  Karfflrsten  Friedrich 
iiber  den  Herrn  Gans  erhoben  hat  Auch  die  in  dem  Schreiben  erw&hnten  Abschriften  der  Kaiserlicben  Briefe 
liegen  bei  deu  Acteu.     Sie  enthalten  nur  die  Aufibrderung  Sigismunds,  an  seinem  HoXe  lu  erschelnen. 


.  * 


328  (14SaO?).     Dec.  1. 

vnser  leuen  Vrowen  willeri,  des  he  my  sede  tovoren  vnde  my  den  dach  d 
lecht  hadde,  des  my  doch  van  em  nicht  scheen  en  konde,  men  he  antwor 
my,  dat  id  were  alto  spade,  vnde  konde  id  dar  nicht  scheden,  dar  my  doi 
neen  recht  van  em  schnde.  Do  bat  ik  ene  dorch  God,  ufte  he  ienighe  schi 
dinghe,  he  edder  de  sinen,  to  my  hadden,  des  myn  ere  ghfilde,  dar  woide 
eme  recht  vmme  worden  hebben,  des  he  vnde  de  sinen  vppe  myne  eren 
segghende  hadden  hat,  des  he  dar  nicht  van  mik  hebben  woIde.  Hirvmme 
bydde  ik  iw  dorch  God  vnde  dorch  vnser  leuen  Vrowen  wilien,  dat  gy  vor  n 
scriuen  vnde  bidden,  dat  he  my  noch  recht  werde,  wente  gy  vnde  alle  bedderi 
lude  scholen  mynes  rechtes  wlkomen  mechtyc(h)  wesen.  Ok  beghere  ik  iw 
wetende,  ghuden  vrunden,  dat  my  hertich  Aleff  vnde  hertich  Gherd  zee 
hadden,  dat  se  my  wolden  helpen  to  eren  bolen,  dat  he  my  scholde  recht 
pleghen,  vnde  des  en  hebben  se  my  nichtes  hoiden,  vnde  ok  hadden  se  n 
zecht,  dat  ik  schoide  velechet  vnde  leidet  wesen  in  eren  sloten  vnde  sted( 
vnde  wore  se  des  macht  hadden,  des  se  auer  nicht  geholden  hebben,  vn( 
hadden  my  vnde  vnde  myne(n)  wiue  zecht,  dat  se  se  wolden  by  rechte  holdc 
vor  allesweme,  des  hebben  se  auer  nicht  gheholden,  men  de  eren  hebbc 
myneme  wiue  vnde  myne(n)  kifidere(n)  nomen,  wat  se  hebben,  vt  eren  stedc 
vnde  sloten  vnde  dar  wedder  in,  vnde  wy  en  kennet  fstatt  konnet  oder  kunnt 
nene  vrede  edder  velicheit  in  eren  ianden  hebben.  Hirvmme,  alse  vorscreuc 
is,  dat  se  my  dat  nicht  en  hoiden,  so  hebbe  ik  en  raad  vnde  manscop  vpp 
zecht  vnde  wat  ik  em  zecht  hebbe,  wente  gy  wol  kennen  konen,  dat  ik  c 
quad  to  denende  hebbe^  wan  ik  nene  vrede  in  eren  Ianden  hebben  mach,  wen 
dat  dar  nene  heren  to  sint,  den  ik  leuer  denet  hadde  edder  noch  dende,  ws 
se  my  rechtes  pleghen  wolden  vnd  hoiden  wolden,  des  se  my  zecht  hebbe 
alse  vorscreuen  is.  Siit  Gode  beualen  to  ewyghen  tyden.  Screuen  to  Runto 
des  sondaghes  neghest  na  sunte  Andres  daghe,  vnder  mynen  ingesegel. 

Herbort  Krummedike. 

Aufschrift:    An  den  eriyken    heren,    borghermester  vnd  ratlude   der  si 
to  Lubeke,  sinen  guden  vrunden,  ghescreuen. 

Sach  dem  Original  auf  Papier,     Das  au/pedrtickte  Siegel  ist  gdmiich  abgesprungen. 


334  1420. 

qui  pro  tempore  fueiint^  soluerunt  per  aliquot  annos  solum  dues  marcas, 
Dominus  Bertoldus  propositus  anno  Domini  M  CCCC  XX  pluries  consulatum 
monuit,  ut  quatuor  marcas  soluerent  vel  per  libros  racionum  eorum  sibi  osten- 
derent^  quod  per  XL  annos  solum  duas  marcas  soluissent,  sed  neutrum  eorum 
facere  voluerunt.     Recuperet  qui   poterit.  * 

Aus  dcm  Ucgistrum  (juartum  CapituU  So.  LX,  d, 

CCCIV. 

Vertrag  des  Bischofs  Johann  (Scheie)  und  des  Propstes  Bertold  mit  den  Vorstehern 
des  St.  Jurgen  Hauses  wegen  des  Zeknten  von  etnem  zu  diesem  Hofe 
gehorigen  Acker,     1421.    Jan.  12. 

VVy  Johan,  van  Godes  vnde  des  Romeschen  stoles  gnaden  bisscop^ 
Bertoldus,  prouest  der  kerken  to  Lubeke.  Don  witlik,  bekennen  vnde  betughen 
vor  al  den  ghenen,  de  dessen  brett*  seen  edder  horen  lesen,  dat  wy  myt  wiiien 
vnde  myt  vulbort  vnses  cappittels  dor  sunderliker  bede  wiiien  vnde  begheringhe 
der  ersamen  beren,  borghermesteren  vnde  rade  der  stad  Lubik,  vnde  heren 
Albertus  Erpe  vnde  Lodewicus  Krul,  ratman,  vormunderen  vnde  vorstenderen 
des  buses  vnde  houes  sunte  Jurgens  vor  Lubeke,  hebben  ene  endracht  myt  en 
ghemaket  vnde  se  myt  vns  vruntliken  vordreghen,  also  van  des  ackers  wegben^ 
de  beleghen  is  by  sunte  Jurgens  houe  in  dat  suden  aluaste  by  deme  houe, 
also  me  gheyt  to  Crummesse  to  der  luchteren  hantwart,  de  heft  in  de  lenge 
LV  roden  vnde  in  de  breyde  XXXVIl  roden,  vnde  heft  der  grauen  vmine  sik, 
vnde  in  dat  osten  enen  thun,  dar  wy  de  teynden  gharuen  to  tegheden  ane 
hebben  in  desser  wyse,  dat  de  vormundere  ofte  de  vorstendere  moghen  den 
acker  vtdon  vnde  vorhuren  to  hoppen  edder  to  kolgharden  efte  in  anderer 
wyse,  wo  en  dat  ghedelikest  is  jewelkes  jares,  also  se  durest  konen.  Vnde  des 
scholen  se  vns  alle  jar  in  tokomenden  tyden  vppe  sunte  Martens  dach  vor  vnsen 
tegheden,  den  wy  darane  hebben,  bereden  vnde  betalen  vnbeworen  ses  mark 
lubesch,  des  enen  jares  deme  bisscoppe  vnde  des  anderen  jares  deme  proueste, 
de  to  der  tyd  synt.  Vortmer  schegfiet  also,  dat  se  den  seluen  acker  in  to- 
komenden tyden  wolden  ghensliken  wedder  vnder  den  phich  bringhen,  alze  he  vor 
was,  (lal  moghen  se  don.  vnde  denne  schole  wy  vnsen  tegheden  darvan  vuren 
ghelik  alse  wy  vnde  vnse  voruaren   bette  herto  dan   hebben.    Were   it  ouer  dat 

1)  You  viel  splltcrcr  Hand  biuzugcfugt:     Jam  anno   1700  ct  citra  nihil  datum. 


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336  1421     Jan.  18. 

dicte  capelle  vicarius  perpetuis  temporibus  debet  et  potest  prefatos  redditus 
singulis  annis,  wigariter  verschoten.  pro  LIlIl  marcis  lubicensium  denariorum 
dominis  consulibus  huius  ciuitatis. 

A'or/i  einer  Inscription  des  Siederntadtbuchi  vom  J,  1421,  Prisce, 

CCCVl. 

Aufzeichnung  uber  eine  von  Seiten  der  Weinherren  der  Lubecker  Bank  ubertrageney  von 
dieser  aber  wegen  inzwischen  eingetretener  Insolvenz  nicht  geleistete  Zahlung. 
1421.     Jan.  18. 

lierniannus  Holkreye^  ciuis  Luneburgensis,  nouiter  anno  elapso  vendidit 
dominis  wigariter  den  winheren  duo  plaustra  vini  pro  vna  certa  sunitna  pecu- 
niaruni^  ita  quod  dicti  domini  soluerent  dicto  Hermanno  LXX  inrc.  tub.  in 
banco  Lubecensi  apud  RudolfTum  Cumhar^  quam  solucioneni  dictus  Heriiiannus 
ibidem  acceptauit  et  contentus  erat  per  integrum  mensem  ante  recessuin 
dicti  RudoIFK.  Sed  tamen  post  recessum  dicti  Rudolfli  prefatus  Herinannus 
impetebat  dominos  consules  et  antedictos  consoles  videlicet  de  winheren  pro 
dictis  LXX  mrc.  iub.  den.  etc.  Sed  tamen  placitatum  est  inter  partes  in 
presencia  Johannis  Witik,  Brand  Hoymans^  Johannis  Holthusen  et  Hinrici 
Gripeshorn,  quod  pretacti  domini  consules  et  domini*  de  winheren  dicto  Hermanno 
Holkreye  de  jure  nichil  tenebantur,  propter  quod  idem  Hermannus  pro  se  et 
suis  heredibus  coram  consilio  et  hoc  libro  dimisit  dictos  dominos  consules  de 
winheren^  ciuitatem  et  communitatem  Lubicensem  hac  de  causa  ab  onmi 
ulteriori   monicione  sen   impeticione   penitus  quitos  et  solutos. 

Sack  diner  Inscription  des  Siederstadtbuvhs  vom  J.  1421,  Priscc. 

CCCVIl. 

ISoldqiiittung  des  Hans  Huxer.     1421.     Jan.  20. 

Ik  Hans  lluxer.  Bekenne  vnde  betuge  openbare  in  dissem  breue  vor 
ailesweme^  dat  my  de  ersamen  heien,  borgermestere  vnde  ratman  der  stad 
Lubeke^  vnd  dat  schomaker  ampt  darsulues  vmme  alien  denst^  den  ik  ene 
gedan  hebbe  in  erem  krige,  den  se  hadden  mit  hertogen  Erike  van  Sassen 
vnde  synen  brodern  vnde  eren  hulpern^  gedan  vnde  gemaket  hebben  rnynen 
willen   to  der  noghe  van   allem   tzolde..    den    se    n»y    loueden    to   geuende^    vnde 


i 


338  1421.     Feb.  12. 

heid  suluen   wol  v/el^  des  sik  de    here    meyster  dar  gantzliken  entschuldegede, 
also  dat  he  van   en   des  vordregen   wart.     Vortmer  so  hebbe  wij   vornonien  van 
vnsen    copluden,   de    to  Nowerden    vorkeren^    dat    de    irluchteghe    furste    vnde 
here,    koningh  to  Denmarken^    sik   ok   entschuldeget  he£Pt  jegen  de  suluen  van 
Nowerden  van  des  vorscreuen  gudes   wegen,   vnde    dat    id    inyt   den  INowerdei's 
en  openbare  gheruchte  is,    also    dat   dat   vorscreuene    gud    to    der  Wisrner  ge- 
komen  is  vnde  dar  vpgeschepet,  item  de  Russen,  de  dar  bij  deme  suluen  gude 
weren,    bij    der  Wisiner   vppe  sloten  dar  vmmelanges  belegen  noch  gevangheii 
sitten.    des    wij    sere    hochliken    genioyet    sin,    also    dat  wij    vnde  de  vnse  myt 
eneghen  gude^    dat    icht  van  werde  is,    dar    nicht   vorkeren   noch  varen  doren, 
wente  wy  vns  bevruchten,  weret  dat  icht  van  redeliken  Dutschen  copluden  vnde 
gude  to  Nouwerden   qwenie,  dat  se  syk  daran  holden  scholden,  went  dat  se  an 
ereiri  schaden  vornoghet  worden.    Worvmine,  ersamen  heren  vnde  leuen  vrunde, 
wij   myt  gantzer  andacht  iwe  ersamheid   bidden,    dat  gij    myt    iwem  wisen  rade 
vnde   myt  iwer  iiulpe  also  bestellen,    dat  dat  vorscreuene    gud  den  Russen  be- 
horende  vnde  en  ghenomen  is,    wedder  geuen  werde  effte   nochaflTtigen  behlet, 
vnde  de  Russen,  de  gevanghen  sin,  los  gelaten  werden.    Isset  dat  et  nicht  en 
schud,    nademe    dat    dat    gud    in    ene    hensestad    gekomen     is     vnde   dar  vpge- 
schepet,    so  bevruchte   wij   vns  des,   dat  de  gemeyne  Dutzsche  copman  de  No-     1 
werdesche  reyse  darvmrne  myden   mot  myt  mer  schaden,   des  to  bevruchtende 
steyd,    de  daraif  komen   mach.    Wes   iwe  ersamheid  hirane  to  nfit  vnde  prolile 
des  gemeynen   besten  mogen  vorsen  vnde  schicken  vns,   dat  willet  scriuen  n»yt 
den    erslen,    dat    wy    vns    darna    richten    mogen,    also    des    nod  vnde  behoff  is. 
Item,    ersamen    heren    vnde    leuen  vrunde,   so  hebben   de  heren  vnde  prelatcn 
vnde  de  rilter  vnde  knechte  myt  vns   to  lande  enen  dach  gheholden  vppe  deni 
Waike,    dar    de    heren    sin    ens    geworden    vnde    willen    ernstliken    gheholden 
hebben,  dat  nen  copman   besundergen  coppere,  tyii  edder  andere  gud,  dar  men 
were  van   maken   mach.   vppe  de  Russen  sail  voren,    vnde  geuen  dat  selue  den 
steden  to  kennende,  dat  wij    dat  vorbeden  solden,  vnde  spreken,  weret  dat  dar 
we    mede    beslasren    worde,    dat    wolden    se    so    richten,    dat    dar    en    ander   by 
denken    solde.     Dat    also    vorantwordet  wart,    dat  ginghe    allene    vns    nicht  an, 
sunder  de  gemeyne  henzestede,  de  to  der  Nowerdes  reyse  behoren,  vnde   were 
van  oldinges  ene  copenschop  gheweset,    by  namen    copper  vppe  de  Russen  to 
vorende,  vnde  bidden  iw  des,  leuen  heren,  dat  gij  dat  an  de  heren  to  LifTlande 
also  vterliken  vnde  in  gantzer  meninge  willen  scriuen  myt  hulpe  vnde  rade  der 
stede,  de  gij  darto  hebben  mogen,  dat  de  copman  bliue  by  older  vriheid   vnde 


540  1421.     Feb.  18. 

cccx. 

Johann   /F.,    Herzog    von    Mecklenburg^    quittirt    den    Rath   von    Luheck    uber    de?i 
Empfang  von  100  m^.     1421.     Feb.  18.' 

VV  y  Johan,  van  Godes  gnaden  hertoge  to  Meklenborg  etc.,  greue  to 
Swerin.  Bekennen  apenbare  in  desseme  jeghenwardighen  breue,  dat  wy 
hebben  quyd  vnde  16s  ghelaten,  laten  los  vnde  quyd  hundert  lubesche  mark  nu 
van  desseme  yare  deme  ersainen  rade  to  Lubeke  van  den  pennighen,  de  see 
vns  vmme  vruntscop  to  vnser  hulpe  vnde  beh6ff  yarlyken  pleghen  to  gheuende  etc. 
Des  to  ener  betuchnisse  hebbe  wy  Johan  vorbenomet  vnse  inghesegel  laten 
inyd  wytscop  drucken  benedden  vppe  dessen  apen  breff,  de  ghescreuen  ys  na 
Godes  bort  verteygen  hundert  yar  darna  in  deme  envndetwynteghesten  yare, 
des  dinxtedaghes  vor  Oculi. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  untergedrUcktem  grosstentheils  erhaltenem  Sifgel. 

CCCXl. 

Verhandlung    uber    eine   Rente    des    Domtnikanerklosters    zur    Burg    in    Klein-Mist. 
1421.     Mdrz  9.^ 

JNotandum^  quod  Tydekinus,  Reymarus  et  Wiggerus  fratres  dicti  de 
Oldendorpe  coram  consilio  inpetiuerunt  priorem  et  conuentum  ordinis  pre- 
dicatorum  Vrbis  in  ciuitate  Lubicensi  pro  perpetuis  redditibus  sex  marc.  lub. 
den.  singulis  annis  subieuandis  in  ininori  villa  iMyste^  sita  in  parrochia  Heme- 
borch,  qui  ledditus  olim  fratri  Hinrico  Wittenborge  et  fratri  Hinrico  Olden- 
dorpe dicti  ordinis  appertinebant,  sicut  in  litteris  desuper  confectis  clarius 
continetur.  Sed  tamen  dicte  partes  per  amicabiles  tractatores  et  compositores, 
videlicet  dominos  Jordanum  Plescowe,  Conradum  Brekewolt  et  Hinricum  Rape- 
suluer^  proconsules^  per  dominos  consules  ad  hoc  deputatos,  finaliter  concor- 
dati  sunt,  quod  predicti  prior,  fratres  et  conuentus  prefati  ordinis  debent  de 
jure  perpetuis  temporibus  dictas  sex  marcas  reddituum  in  prefata  villa  Myste 
retinere  et  habere  absque  alicuius  contradictione,  et  sic  ista  causa  totaliter 
est  sopita  et  terminata,  propter  quod  prefati  Tydekinus^  Reymarus  et  Wiggerus 
Oldendorpe    fratres    pro    se    et    suis     heredibus    coram    consilio    et    hoc     libro 

1)  Vgl.  Bd.  V  J^  369.  414.  454.    Eine  gleiche,  nicbt  zum  Abdruck  gekommene  Qaittung  ist  noch  Torhauden 
vom  18.  Decbr.  1416. 

2)  Vgl.  Bd.  V  JVr  408. 


edder  iiakoinelinge    don^    vnde  denne  schole    wy  vnsen    tegeden   darvari    vuren, 
also    vnse    voruaren    dan    hebben.     Were    it    ouer    dat    de    sulue    acker    edder 
hoppenhof  nich  ghans  wuste  leghe,  also  dat  he  to  hoppen  ofte  kol  buwet  worde 
edder  yenegherleye  mlt  ghans  edder  en   del  bruket  worde,  so  scholeri  se  allike 
wol  de  III  mark  ghansliken   betalen,  also  vorscreuen   is.     Were  ouer  ok  dat  de 
sulue    acker    edder    hoppenhof  ghans  to  yenigher  tyd  wuste  leghe,  also   dat  de 
nyn  nfit  edder  orber  brochte  edder  van   quenie,   so  schal  he    edder  syne   nako- 
melinge  de  wyie   vns  edder  vnsen  nakomelingen  dar  nichtes  van  plichtich  wesen 
van   teynden  edder  van  den  III  mark  gheldes  vorbenomet.    Vnde  des  to  tuchniss 
vnde  merer  bewaringe  so  hebbe  wy  beyde  vnse  ingheseghele  myt  vnses  cappittel 
ingheseghel   vor   dessen    bref  ghehenghet.     Vnde    wy    borghermestere  vnde  ra 
vorscreuen,  wente  al  desse  vorscreuen  stucke  dor  vnser  begheringe  vnde  wylle 
aldus  ghehandelt  vnde  vultaghen  synt,  also   hebbe  wy  ok  vnser  stad  ingheseghe 
vor  dessen  bref  myt  witscop  ghehenghet  to  tuchnisse  desser  vorscreuen  stucke^ 
Vnde  desser  breue  synt   twe,  der  heft  yewelk   partige  enen,  de  screuen   synt  I 
Lubeke,    anno    Domini  millesimo    quadringentesimo    vicesimo    primo,    dominie 
qua  cantatur  Judica.' 

Sack  dem  Original.     Alit  dvn  vier  anhanyenden  Sieffcln, 

CCCl^lII. 

Der  Proj)stj  die  Priorin  und  das  gesammte  Kloster  zu  Reinbeck  quittiren  die  Stddt 
Lubeck  und  Hamburg  uber  den  Ersatz  wegen  des  in  dei*  Fehde  von  142i 
erlittenen  Schadens.     1421.     Mdrz  0. 

Wy  Hinrik  Gerwers,    prouest,    Alheidt    Hummersbuttel,    priorinne,    vnd 
dat  ganze  convent  des  closters  to  dem  Reinebeke   belegen    in    dem  stichte  va 
Bremen    bekennen    endrachtliken    vnde    betugen    apenbar   in  dissem   breue  v(^     ^ 
alsweme,  dat  sik  de  erbaren  manne,    heren   borgermeistere  vnde  ratrhanne  de 
stede  Lubeke    vnde  Hamborg,    mit    vns   vnde  wy  mit    en    vmme  alien  schaden 
den  se  vns,  vnsem  closter  vnde  vnsen  vnderdanen  vnde  lansten  beth  an  disse 
dach  gedan  hebben,  vnde  besundern   in  howunge  vnde  beforunge  vnses  closters 
holten,  der  se  gebruket  hebben   tho  buwung  vnde  beuestung  eres  slptes  Berger- 
dorpe  vnde  wor  se  des  vurder  behotf  tho  hadden,  vnde  ok  in  korne^  dat  se,  ere 
soldener  vnde  de  ere  vnses  closters  vndersaten  vnde  lansten  affvorderden  in  den 


-T 


1)  An  demsolben  'I'age  haben  der  BUchof  und  der  Propst  auch  einen  gans  gleichUutoDdeii  Veiimg  kU 
Besitzer  des  benachbarten  Grundstdckes,  Glaus  Juncvrouwe,   abgeschlossen ,   welches   dieselbe  Antdahmnig 


1  n^^^    ...iJ    ti.^:«<v    k<k**..     .~:~    J.,    j it r> u 


gheweset  hebben,  to   bearbeydende^  den  suluen  vriwilleii  afftoleggende,  des  vf\\ 
en   ok   nee   enthort   hebben,    vnde    beghereden    ne    anders    men    rechtes,    doch 
bynnen  den  suluen  daglien  vnde  vrede,  de  gij  daraff   niakeden    vnde    tusschen 
den  Holsten  heren  vnde  vns  deghedingeden  al  vppe  den  raani,  dat  wij   vns  yo 
rechtes   vorniodet  hadden    to   wedderuarende,   so   ys   vns   anders    nicht  wedder* 
varen,   men    van   der  iiand  ghebrocht  vnde  attghewunnen  vnse  slote,   land  vnde 
lude^  alse  Sieswick^   Zwauestede^  Ekerenuoide  vnde  meer  lande,   der  jw  to  vel 
to  scriuende    were.     Hijrvmme    doet    wol    vnde    latet   de   juwen    nd    to  Pinkste 
vppe  den  vorscreuenen  dagh  jo  komen   in   der  wijs^  alse   vorscreuen  ys,   went 
gij    vorwar    louen    moghen.    dat   wij    dar    so  lange  mede  ghebeden  hebben,   da 
hebbe   wij    darvp   ghedan,   dat    wij    jo   gherne  segben,    dat  de  kopman  vnde  e 
jewelik    bedderue    man    vredes   vnde    rechtes    gheneten    mochte;    kan    vns    oueia.  ^ 
nw  jo  nen  recht  wedderuaren,  so  vorsee  wij    vns  des  gentzliken  to  jw  vnde  t 
den  menen  steden,   dat   gij   vnde  se  vns  jo  also  groten  willen  wedder  bewisen. 
alse   wij    des   groten   scliaden    hebben^    dat    wij    )uwen    sendeboden    vredes   vnd 
daghe  nee  enthort  hebben,   dar  wi    dessen    vorscreuenen   schaden  jo  oner  ghe- 
nomen    hebben.     Hijrmede    beuele   wij   jw    Gode.     Scriptum   Kopenhauen,    ferics^ 
secunda    proxima    post    dominicam   Fassionis  Domini,   nostro   sub   secreto,   ann^ 
etc.  XXP. 

Aufschrift:  Den  vorsichtigen  erbaren   borghermesteren  vnde  ratluden  de 
stad  Luheke,  vnsen  guden  vrunden. 

Sack  dcm  Oriyinal  auf  Papier.     Mit  Jlesten  des  in  rotheta    Wacha  au/</eJ  nick  ten  Siegeis. 

cccxv. 

Der  Rath    von  Ltlbeck    erkldrt    sich    zur   Theilnahme  an    den    Verhandlungen  ax 4/ 

Fehmarn  bereit.     0.  J.     (1421.     Nach  Mdrz  10.) 

Ijeredicheit  williges  denstes   erwerdichliken   vorgescreiien.     Irluchtigest        ^ 
hochgeborne    vorste,   gnedige    here    vnde   holde    ghunner.      Juwer    koninglikei 
gnade   breft',    darane    de   sulue   iuwe   gnade    biddet.    dat    wij    de    vnsen    sendei 
willen  vppe  den  dach.,    de    to  Pinxsten    erst  to  komende  wesen  schal  twisschen 
iuwen  gnaden  vnde  den  Holsten  heren  etc.,  hebbe  wij  werdichliken  entFangen  vnde 
wol    vornomen,    vnde  alse    wij    bette    herto    dar    allewege   gerne   gudwillich   to 
geweset  sin,  eft  wij  icht  gudes  darto  mochten   gedan    hebben,   dat   de   vnwillen 
twisschen    iuwen   gnaden    vnde    den  Holsten    heren  wesende  mochten  to  vrund- 
liker  zate  gekomen  hebben,   also  wille  wij  vmme  iuwer  gnade  leue  willen,  der 


1421.     (Nach  Narz  10.)  345 

Vfij  allewege  gerne  behegelik  sin,  wor  wij  mogen,  vnse  vrunde  gerne  senden  to 
dein  vorscreuenen  daghe,  de  dar  alse  gude  middelere  gerne  to  helpen  scholen 
des  besten,  dat  se  mogen,  dat  alsodane  vnwillen,  alse  vorgerort  is,  vorrayddelst 
uiedewerkinge  des  bilgen  ghestes  to  vrundiiker  zate  kornen  mogen.  Juwe 
koninglike  hochwerdicheid  vnde  vorstlike  gewald  sterke  vnde  beware  God  to 
langen  salicheiden  etc. 

Juwer  koningliken  gnade 

odmodige  borgermester  vnde 

radmanne  der  stad  Lubeke. 

Nach  dem  Concept  auf  Papier. 

CCCXVI. 

S'uhm  der  Bruder  Henning  und  Heinrich  Glavatz  mit  der  Stadt  Lilbeck  unter 
Burgschaft  des  Vicko  Blucher  zu  Fitzen  und  des  Ludeke  Blucher  zu 
Kehrsen.     1421.     Mdrz  16. 

VVij  Henning  vnde  Hinrik   brodere  gheheten  Glauatzen.     Bekennen  vnde 
"^tugen  openbare  in  dessern  breue  vor  alsweme,   dat  wij  vns  mit  den  erbaren 
^^^innen,   heren    borgermesteren    vnde    radmannen   der  stad    Lubeke,   vruntliken 
morgan,  voreniged  vnde  to  ende  gezoned  hebben  vinine  alle  schelinge,  vnwillen 
^nde   veyde,    de  wij    bet    in    dessen  dach   mit  en  vnde  den   eren  gehad  hebben, 
^1^0  dat  wij  dar  nicht  iner  vp  zaken  scholen   noch    enwillen,   noch  jemand  van 
^nser  wegen;  vnde  wij  zaten   vns  vruntliken  to  en  in  craflFt  desses  breues,  also 
^^t  wij    ere  beste  truweliken    weten,    weruen    vnde    don   willen,    wor   wij  konen 
''^'^de    mogen.     Wij    enwillen    ok    noch    enscholen    ere    vnde    der    eren    vyende 
^^mmer  werden,  id  enschege  denne  vmme  der  Mekelenborgeschen  heren  willen, 
^•^de  so  scholde   wij   vns   sunderges   an    en   vorwaren.     Ok  so  enwiile  wij   noch 
^•ischolen   ere  vyende,   rouere  vnde   voruesteden  lude   nicht   husen    efte  houen, 
^^ch  jenigerleye  gunst  edder  vordernisse    bewijsen.     Alle  desse    vorbenomeden 
stucke  loue  wij  Henning  vnde  Hinrik  erbenomed  den  vorscreuenen  heren  borger- 
i^esteren    vnde    radmannen    bij    truwen    vnde    bij  eren  stede,    vast  vnde  vnuor- 
btoken    toholdende,    sunder    argelist.     Vnde    wij   Vicke   Blucher,    wonafftich    tor 
^itzen^    vnde  Ludeke  Blucher,   wonafftich    to    Kersem,    brodere,    knapen,   louen 
in  crafft    desses    breues    vor    vns   vnde    vnse  eruen  den  erbaren  heren  borger- 
mesteren vnde  radmannen  der  stad  Lubeke,  dat  de  ergenomeden  Henning  vnde 
iJinrik  alle  vorscreuenen  stucke  zamentliken  vnde  besunderen  stede,  vast  vnde 


44 


348  1421.     Apr.  6. 

marcas  et  XXXVIII  marcas  lub.  den.,  que  equaliter  pertinent  sibi  et  magistro 
Paulo  Oldenborch,  protbonotario  huius  ciuitatis,  cuilibet  medietas  dicte  surnme 
Vllt^  et  XXXVIIf  tnrc,  cum  quibos  idem  Jordanus  negociari  et  mercari  debebit, 
interim  quod  ipsis   ambobus  hoc  placuerit  super  mutuis  lucro  et  dampno. 

Spdter  hinzugefugt:  Magister  Pauius  Oldenborch  antedictus  coram  libro 
recognouit,  se  a  Jordano  Plescowen,  filio  Jordani,  subleuasse  et  percepisse  IlIF 
florenos  episcopates  et  XXX  florenos  episcopates  in  minoracionem  summe  ante- 
tlicte  et  lucri  cum  eadem  summa  adepti  et  lucrati.    Anno  XXV®,  Arnolffi.    (Jul.  18.) 

Naeh  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  142 ly  Miaeric,  Dom. 

CCCILXM. 

Aufzeichnung  uber  etn  von  Jordan  Pleskow  dem  Kanzler  des  Herzogs  von  Schlesroig 
gemachtes  Darlehen.     1421.     Apr.  13. 

Uominus  Marquardus  Gorue,  cancellarius  ducis  Sleswicensis  et  comitis 
Holtzacie,  et  Arnoldus  de  Stendele  pro  se  et  suis  heredibus  coram  libro 
recognouerunt,  se  coniuncta  manu  teneri  Jordano  Plescowen,  filio  domini  Jordani, 
proconsulis,  et  suis  heredibus  in  LXXIIII  marcis  lub.  den.,  Michahelis  proxime 
affuturo  amicabiliter  et  expedite  persoluendis,  pro  quibus  deposuerunt  et 
inpignorauerunt  dicto  Jordano  unum  cinguhun  argenteum  et  deauratum.  Dictus 
dominus  Marquardus  promisit.  se  velle  ordinare  a  domino  Adolfo,  comite 
Holsacie,  vnam  litteram  sigillatam  dicto  Jordano  in  quatuordecim  diebus  sequen- 
tibus;  prefatus  Arnoldus  de  Stendele  promisit  dicto  Jordano  Plescowen^  se  velle 
sibi  stare  pro  omni  defectu,  si  aliquis  contingeret  in  premissis. 

NcLch  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1421,  Jubilate, 

CCCXXII. 

Der  Convent  der  Dominikaner  zur  Burg  erkldrt^  dass  der  Bnider  Helwig  von 
Geismer  die  ihm  von  Peter  Huek  eingerdumte  Wohnung  nicht  longer,  als 
es  dem  Letzteren  genehm  set\  benutzen  solle.     1421.     Apr.  22. 

Wy  brodere  Marquardus,  prior,  Hermannus,  lezemester,  Johannes,  sup- 
prior,  vnde  al  de  ghemene  brodere  vnses  closters  to  der  Borch  yn  der  stat  to 
Lubeke.  Bekennen  in  dessen  breue,  dat  de  erbare  man  Peter  Huk  heft  vmme 
begheringhe  vnde  beedes  willen  der  oldesten  vnses  cloesters  broder  Helwighe 
van  Geysmer,  enen   vadere  vnde  brodere  des  vorbenomeden  cloesters,  vorlene^ 


3S0  1421.     Apr.  23. 

ael  de  parte  soluere^    quod    ipse   hoc  liberiter  velit    facere   absque  dolo,  et  ia 
hoc  dicti  creditores  erant  contenti  et  crediderunt  verbis  suis. ' 

Nach  eitier  Inscription  des  Niederateuitbucht  vom  J,  1421,  Georgii, 

Renten  aus  Fehmarn.     1421.     Apr.  23. 

Johanni  Clingenberge  liberaliter  dedit  donacione  inter  viuos  et  resignavit 
sibi  coram  consilio  Bertrarrimus  Clingenberg,  eius  patruus,  XIX  marcas  reddi- 
tuum  iiiifius  nil  sol^  quos  ipse  habuit  in  villa  Potgarde  sita  in  terra  Ymbrie 
et  illas  X  marcas  redditus^  quas  ipse  habuit  in  villa  Bammerstorpe  sita  ibidem 
secundum  tenorem  duarum  scripturarum  annotatarum  anno  CCCCI%  Lamberti^' 
nunc  cancellatarum,  quos  redditus  consilium  iussit  antedicto  Johanni  asscribi. 
8aIuo  tamen  Bertrammo  predicto  suo  vitalicio  in  eisdem. 

SiiL'h  einer  Inscription  dcs  NiederstadtbucKs  vom  J.  1421,  Georyii, 

AU/recht  K.,  Ilerzog  von  Mecklenburg,  uberweist  die  ihm  von  dem  Rathe  von  Lubeck 
nachste  Weihnachten  zu  zahlenden  100  fn^  dem  Lubecker  Burger  Tile 
liuntmaker.     1421.     Apr.  27.^ 

W  i)  Albrecht^  van  Godes  gnaden  hertoge  to  Mekelenborch,  greue  to 
ZwiTin.  to  Stargarde  vnde  to  Rozstok  here.  Bekennen  vnde  betugen  openbare 
in  ili*ni>eiu  breue  vor  alsweme^  dat  wij  dem  beschedenen  Tylen  Buntmakere, 
bof'^4'r  to  Lubeke^  vnde  sinen  eruen  gewijset  hebben  an  alsodane  hundert 
marke  lubesch  der  suluen  munte.,  alse  vns  de  erbaren  heren^  de  rad  der  stad 
Lubeke.  vppe  Wynachten  erst  tokomende  vmme  sunderger  vruntscop  willen 
geui^nde  werden  to  hulpe  vnses  hoiVslages,  vnde  wijsen  se  daran  in  cratft 
desbes  breues^  also  datde  erbenomede  Tyle  vnde  sine  eruen  vnd  anders 
nymand   van    vnser  wegen    de   vorscreuenen    hundert  marke   entfangen   scholen. 

1)  L'cbcr  die  zwcitc  Zahlung  findct  sich  uoch  folgendc  Inscription:     1421.     Oct.  81.      (Undccim    mill,  virg.) 
Notauduiii,  quod,  Hicut  alias  Uulauus  Cumhar  coram  procousulibus  huius  ciuitatis  jurauit,  quod,  cum  dominus 

I>cus  bibi  dmct  lautam  proHperitatem,  quod  ipso  posset  totaliter  ucl  in  parte  soluere  illas  XXVI^  marcas  lub.  deo, 
de  quibus  canit  scriptura  huic  libro  annotata  hoc  anno,  Georgii,  quod  ipse  hoc  libenter  Tcllet  facere  absque  dolo 
etc.,  ita  idem  liolauus  taod(j  coram  consilio  de  nouo  iurauit  prcscriptum  articulom  et  iuramentum  gratum  et  firmom 
teuere  absque  dolo  uialo  et  fraudc. 

2)  Vgl.  Hd.  V  M  28.     Der  Uebcrgang  der  Renten  auf  Bertram  Klingenberg  ist  nicht  nachcuweisen. 

3)  Vgl.  M  4. 


^[ 


352  (1421.)     Mai  19. 

here  solen  hebben  jewelk  sine  schedesheren  in  eren  schepe  mydden  vp  dem 
Sunde  vnde  en  dem  anderen  sine  claghe  bescreuen'  ouergheuen  vnde  wider 
tho  holdende,  so  de  dach  ghenomen  is,  vnde  der  scrift  ghenoch  tho  donde,  de 
darvp  begrepen  is.  Wes  wij  vorder  moghen  arbeyden,  dat  do  wij  gherne.  Item 
so  dot  wol  vnde  sendet  vns  de  scrift,  de  de  here  konynk  vnde  de  Holsten  heren 
bezeghelt  ouergheuen  tho  Sleswek.  Item  so  welle  wij  gherne  spreken  myt  den 
steden,  so  gij  vns  ghescreuen  hebben.  Varet  eweliken  wol  tho  Gode.  Ghe- 
screxien   des  mandaghes  na  der  hilghen  dreualdighet  daghe. 

Hinrik  Rapesuluer.  Tideman  Morkerke. 

Aufschrift:  Dem  erwerdighen  heren,  her  Jordan  Pleskowen,  borgher- 
mester  tho  Lubeke,  detur  littera. 

Sack  dem  Original  auf  Papier.     Mit  liesten  des  SiegeU. 

Auslosung  aus  der  Gefangenschaft.     1421.     Mai  25. 

Marquardus  Parke,  Hartwicus  Butzowe,  Johannes  Baike,  Nicolaus  Brun, 
Otto  Foze,  Arnoidus  Lemezik,  Marquardus  Holste  et  Jacobus  van  Danne  presentes 
libro  promiserunt  pro  se  et  ipsorum  heredibus,  quod  quilibet  ipsorurn  velit  et 
debebit  domino  Tidemanno  M6rkerken  ad  fideles  manus  strennui  famuli  Stenonis 
Basse  Natiuitatis  sancti  Johannis  Baptiste  proxime  afl'uture  vltra  ad  vnum  annum 
expedite  erogare  et  soluere  decern  marcas  lub.  den.  ex  parte  captiuacionis 
Johannis  van  Rene,  qui   idem  Johannes  captus  erat  per  dictum  StenonemJ 

Xach  ciner  Inscription  des  N ivdersladtbuchs  rom  J.  1421,   Urbani. 


Friedrich^  Markgraf  von  Brandenburg,  ersucht  die  in  Lubeck  versammelien  Raths- 
sendeboten  wiederholt  urn  Fiirsprache  bei  dem  Rathe  von  Lubeck  fur 
Hermann  Poling.     0.  J.     (1421.      Vor  Jun.  2.)^ 

Vnsen  gunstigen    grut    vnde    alles    gud    tovoren.     Ersamen    vorsichtigeo 
vnde    wijsen,    leuen    besunderen.      Als    wij    jw    vormals    gescreuen    vnde    beden 

1)  Die  Schrift  des  Kiinigs,  Antwort  auf  die  Anklagc  der  Holsteinischen  HerrcD,  datirt  Femersand,  Mai  23, 
1421,  ist  nacli  dem  Origina]  im  Geheimen  Archiv  in  Kopcnhagcn  gedruckt  in  Scjdolin,  Diplomatarium  Flent- 
borgense  Bd.  I,  8.  260  fgg. 

2)  Joliann  von  lienc  liatte  demnach  einc  Scbatzung  von  80  mjL  zu  entrichtcn.  Ueber  den  Enipfang  dicser 
80  m^  quittiren  1424,  Ascens.  Dom.  (Juni  21),  Namens  des  Steuo  Basse,  Brano  Warendorp  and  HeiDrich  t.  CalvcB 
als  Nachlasscnratoren  des  inzwiscbcn  verstorbencn  Dietr.  Morkerke. 

3)  Vgl.  Bd.  V  M  581. 


354  (1421.     Jun.  2.)  ' 

wijsen,    alse   sik  des  juwe  herlicheyd    to    vns    vormodede.     Juwe  grotrnechtigen 
herlicheit  vnde  vorstlike  gewald  de  beware  etc. 

Xach  dem  der  Danziger  Handschrift  des  Recesses  con  1421  beigelegtem  Concept,    Mitgetheilt  von  Dr.  Koppmann. 

Der  Knappe  Heinrich  von  Buchwald  verkauft  dem  Rathe  von  Lubeck  fur  21  n$ 
einundzwanzig  der  besten  aus  seinen  sammtlicheri  Eichenwaldwigen  amzu- 
wahlenden  Eichen.     1421.     Jun.  12. 

Ik  Hinrik  van  Bokwolde,  knape^  hern  Nicolaweses  sone.     Bekenne  vnde 
betuge    openbare    in  dessem   breue   vor  aisweme,    dat    ik    init    vulborde  alle  der 
jennen^    der  ere  vulbord  van   rechtes    wegen    darto    to  esschende  was,    den  er- 
sainen   mannen,  heren   borgerinesteren   vnde   radmannen   der  stad  Lubeke,  rede- 
liken    vnde    rekliken    vorkofft    hebbe    eynvndetwintich    ekene    bonie,    de   alder- 
besten,    de    se    konen    eftte   mogen  vtkezen    laten   vte  alie  mynen   holtingen^  id 
sij   to  der  Wenzine  edder  wor  ik  se  hebbe,  vor  envndetwintich  marke  hjbescher 
penninge,  de  ik  van   en   in  gereden   telleden   penningen  tor  noge  vnde  na  minen 
willen  entfangen  vnde  vort  in  myne  vnde  myner  eruen  nottrofFtige  nut  gekeret 
hebbe,    welker    borne    se    vnde    ere    denre    bruken    mogen  mit  alien   eren  tobe- 
horingen,  alse  se  in   eren   enden   begrepen  sin,  vnde  se  zanientliken  edder  allen- 
telen   howen  vnde  wechuoren  laten.   wanne  vnde  wo  en  vnde  eren  denren,  den 
»e  dat  beuelen,  beqweniest  is.     Vnde  ik    vnde    myne    eruen    scholen   en  ok  der 
vor«creuenen   envndetwintich  borne  waren   vnde  vrijen  van  aller  ansprake,  vnde 
jk  vndif    myne    eruen    scholen    en    darto  schicken  wegevry  in   vnde   vt,    bomval 
Vfidf*  hude  vry,  zomere  vnde  stelleholt,  vnde  wes  se  vnde  ere  denre  van  holte 
dhrio    to    arbeyde    behouen,    mogen    se    in   mynen    holtingen    vmhowen.     Vnde 
yifHuue  ok  der  vorscreuenen   heren  vnde  der  stad  denre  de  vorscreuenen  borne 
vfk^Xfn,  HO  scholen  se  des  mechtich  sin,  de  suluen    borne   to    borende  vnde  to 
Morxokende,   wer  se  bynnen  dicht  vnde  en  gedelik  sin.     Were   ok   denne  weike 
tfidicht  vnde  en  vngedelik,    dar    mogen    se    andere    dichte    home   wedder  in  de 
nt$r(Ur    vore    kezen.     Were    ok    dat    jemend    hemeliken    efle    duffliken     de    vor- 
ni'.f$'MifU*iti  borne  huwe  gantz  edder  etlike  vnde  de  enwech  vorede,  dar  scholen 
i\^  vorucreuenen   heren  vnde  stad  vnde  ere  nakomelinge  dat  recht  hogest  vnde 
n^At'Wi  \u  hals  vnde  in  hand  ane  hebben    vnde   anders   nemend.     Ik   vnde  myne 
^tu^$$  #»ri»cholen  ok  noch  en  willen  nyne  ekene  home  vte  vnsen  holtingen  vor- 
koif^fi^    (fv   de   kore    der    vorscreuenen    envndetwintich    borne  geschen   is.     Alle 


1421.     Jun.  12.  355 

rlesse    vorscreuenen    stucke    zarnentliken    vnde    besundereri   loue    ik  Hinrik    van 

^okwolde  erbenomed  vor  my  vnde  myne  eruen  den  vorscreuenen  heren,  borger- 

ifiesteren  vnde  radmannen  der  stad  Lubeke^  vnde  eren  nakomelingen  stede,  vast 

\rtide  vnuorbroken  to  holdende  sunder    arich    vnde    inzage,  vnde    hebbe    des  to 

f^i^erer  tuclinisse  der  warheyd  myn  ingezegel  witliken   iiengen  heten  vor  dessen 

b  «*ef.    Geuen   in  den  jaren  vnses  Heren  verteynhundert  vnde  envndetwintich,  des 

clc^nredages  vor  sunte  Viti  dage. 

Nach  dem  Original,     Mit  anhangendem  Siegei,      Vgi.  Sieget  des  M.-A,     Heft  S  p.  IS. 

CCCXXXII. 

JO>^r  Convent  der  Dominikaner  zur  Burg  nimmt  den  Heinrich  Hymteke  gegen  Zahlung 

von  20  W^  und  Ueberweisung  seines  gesammten  Besitzes  auf  den  Todesfall 
ah  Knecht  an.     1421.     Jun.  14. 

VVy  brodere  Marquardus^  prior,  Johannes,  supprior,  Johannes  Schowen- 
l^oi'ch,  Nykolaus  Broker,  Conradus  Wedeghe,  Hinricus  Schonenberch    vnde  alle 
'^vy    anderen  brodere  des  closters  tho  der  Borch  tho  Lubeke  des  prediker  orden. 
^^kennen  openbarliken  vnde  betughen  in  desseme  breue,  dat  wy  eendrachtliken 
vntfanghen  hebben  Hinryke  Hyniteken  to  eneme  knechte  vnde  to  eneme  dener 
^'^ises  cloesters,  alzo  langhe  aize   he  leuet,  dat  he  des  morgens  in  der  kercken 
^^^Ipe  missen  lesen  vnde  do,  wes  he  vormach,  vnde  gha  des  daghes  des  cloesters 
^^erf,  wor  de  prior  ene  sendet,  bynnen  der  stat  to  Lubeke,  vnde  schai  em  tho 
^tende  vnde  tho  drinkende  gheuen  in  der  koken  like  enen  broder,  demme  spiset 
^o    reuentere.     Vppe  dat  nv  desse  vorbenomede  Hinrik  nicht  vndanknamych  en 
were  vnde  sy  zodanes  gudes  vnde  gunste,   zo   heft   he  vnseme  cloester  gheuen 
XX   mark  lubesch  nv  rede  vnde  na  syme  dode  allent,   dat   he  heeft  vp  eerden, 
\d  sy  beweghelik  eft  vnbewegheh'k  myd  bysprake  aller  ansprake,  de  darvp  vallen 
uiach  van  jeneghen    mynschen.     In    ene    vaste    betughenisse    aller    desser    vor- 
screuenen stucke  zo  hebbe  wy  vnses  cloesters  ingheseghel  henghet  vor  dessen 
Wef,  de  ghegheuen  is  na  Godes  bort  M^CCCC®  in  deme  XXI  jare,  in  sunte  Vitus 
vnde  Modestus  auende  der  hilghen   mertelere.     Uir    heft    an    vnde    auer  wesen 
Gherd  van  Aken,  Albert  Rust  vnde  Hflnold. 

Au8  dem  Copiarius  des  Burgklosters  fol.  12  b. 


45* 


366  142L     Jun.  18. 

OCCXXJLIU. 

Der  Rath  von  Wismar  sendei  dem  Rathe  von  Liibeck  einen  Brief  der  Gewand- 
Schneider  in  Lubeck  an  die  in  Wismar  uneroffnet  zuruck  und  behdlt  sick 
das   Weitere  vor.     1421.    Jun.  18. 

Ynsen  vruntliken  grut  myd  begeringe  alles  guden  vorscreiien.  Ersamen 
leuen  vriinde.  Desse  yniieslotene  breff'  ys  gesand  den  olderliiden  der  want- 
snydere  vnser  stad  van  den  juwen,  des  wij  doch  van  en  bildelken  scholden 
vnbesorget  hebben  wesen,  wente  vns  nach  vnseme  guddunckende  to  kort  darane 
scheen  is.  Hirvmme  sende  wij  iw  den  suluen  breff^  de  nicht  vpgebroken  vnde 
myd  vnseme  signete  besegeld  is^  biddende  andachtliken,  dat  gi  den  suluen  breff 
bij  iw  beholden  willen  so  lange^  dat  vnse  sendeboden  by  iw  komen^  gudliken 
myd  en  denne  daran  sprekende  vnde  bestellende,  dat  wy  vnde  de  vnsen  myd 
sodanem  scriuende  vnbelastet  mogen  blyuen.  Sijd  Gode  beuolen.  Screuen  des 
mydwekens  na  Viti,  vnder  vnsen  secrete,  anno  etc.  XXP. 

Consules  Wismarienses. 

Aufschrift:  Prudentibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus  et 
consulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  sinceris,  detur. 

Sack  dem  Original.     Mit  fheilweisf  erhaltenem,  avfgedrtirktem  SiegeL 

Der  Rath  von  Luneburg  zeigt  dem  Rathe  von  Lubeck  die  Ankunft  von  Abgeordneten 
an.     1421.     Jun.  19. 

Vnsen  vruntliken  denst  touorn.  Ersamen  heren,  besunderen  leuen 
vrunde.  Alse  gi  vns  gescreuen  hebbet,  darumme  wille  wy  unses  radeskumpane 
in  iuwer  stad  hebben,  alse  wy  dat  ersten  enden  konnen.  Wy  beualen  iw  Ghode 
gesund  to  langen  tyden.  Screuen  under  vnser  stad  secret,  des  negesten  donre- 
dages  na  sunte  Viti  dage,  anno  etc.  XXI*. 

Consules  Luneborgenses. 

Aufschrift:  Coinmendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
et  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Sack  dem  Original  auf  Papier,     Das  aufgedriickte  Siegel  ist  erkalten. 


I 


358  1421.     Jun.  24. 

CCCXXXVI. 

Aufzelchnung  uber  die  Ueberlassung  von  Prohnsiorfy  Bovendorf  und  Hosing  an  den 
Burgermeiater  Jordan  Pleskow.     1421.     Jwi.  24. 

JJorninus  Tydeinannus  Tzeirentin  et  Borchardus  de  Hildetisern   pro  se  et 
suis  heredibus  coram  libro   recognouerunt^    quod^    licet  doiiiinus  Jordanus  Ples- 
cawe,    huius    ciuitatis    proconsul,    et    ipsi    prideiii    habuerunt    simul    bona  dicta 
Pronstorpe,  Bouendorpe,   Roze  et  decern    tnarcas  denariorurn   wicbeldes  in  villa 
Gholenbeke,  necnoin  septem  areas  in  Elerstorpe  sitas  in  terra  Holtzacie^  secun- 
dum tenorem  litterarum  super  istis  confectarum,  tamen   nunc  eadem  bona  cum 
omnibus  suis  appertinenciis  appertinent  et  appertinebunt  per  amplius  veraciter 
ipsi  antedicto  domino  Jordano  soli  suisque  heredibus.      Jidem    eciam    doininus 
Tydemannus  et  Borchardus  renunciauerunt   pro   se    et  ipsorum  heredibus  omni 
iuri,  quod  ipsi  usque  hue  habuerunt  in   prescriptis  bonis  et  suis  appertinenciis^ 
necnon  in  litteris  super   istis  confectis,  amplius   super  istis  nunquani  causaturi 
nee  per  se  nee  per  alios  quoscunque,  proniittentes  eciam,   quod,  si    aliqua  uel 
alique    inveniretur    seu    invenirentur    littera    seu    littere    ipsis    per    antedictum 
dominum  Jordanum  super  prescriptis  bonis  sigillata  seu  sigillate,  quod   talis  et 
tales  debebit  et  debebunt  esse  invalida  et  invalide  ymmo  simpliciter  et  annullate. 

Nach  eincr  Inscription  den  S  icdarstadibitchs  vom  J,  142 1,  J  oh,  Bapt. 

CCCXXXVIl. 

Der  Rath  von  Liibeck  schreibt  an  den  Rath   von  Reval  hinsichtlich  des   Verhots   des 
Ilandels  mit  Russland.     1421.     Jul  1. 

V  nsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wi  gudes  vormogen  tovoren.  Ersamen 
leuen  frunde.  Wente  wi  warliken  iruaren  hebben,  dat  ichteswelke  rovebare  sin, 
de  sik  ute  des  kopmans  rechte  gegeuen  hebben  vnde  sunderlike  wage  soken, 
den  Russen  gud  totovorende,  mid  en  to  kopslagende  tegen  innehold  der  schra, 
vnde  ok  lichte  vvol  ein  del  sin,  de  des  gelikes  don,  de  noch  borgergeld  hebben 
in  den  steden,  vnde  wente  dit  alle  den  steden  dunket  ein  grot  vorderF  vnde 
"voruang  sin  der  stede  vnde  des  gemeinen  Dudeschen  kopmans,  de  Ruslande 
plecht  to  vorsokende^  so  sin  de  stede,  vppe  dessen  dach  binnen  vnser  stad 
vmme  der  vnde  anderer  sake  willen  to  dage  vorgaddert,  vmme  des  gemeineu 
besten  willen  eindrechtliken  overeingekomen  vnde  hebben  gesloten,  hijr  open- 
bare  in  den  steden  to  bedende,  dat  nymand  by  line,  gude  vnde  ere  de  Nu  noch 


1421.     Jul.  1.  359 

flusland  vorsoken  edder  init   jenigeri  Rnssen  kopslagen  efte  handelinge  hebben 

^fi   schal.     Vnde    de    stede    begeren,    dat   gi    init  den  ersten    hijr    overscriuen, 

-v*^e  de  jenne  sin,  de  sik  in  vorscreiiener  wise  vte  des  kopmans  rechte  gegeuen' 

vnde   init  den  Russen  kopslaget  hebben,  vnde  ok  we  id  to  desser  tijd  mer  deit. 

V^nde  alse  de  stede  hijr  dit  aldus  gesloten  vnde  boden  hebben,  begeren  se,  dat 

gi     des   geliken    mit    ju    ok    beden,    vnde    ok    also    strengeliken    vorwaren  vnde 

g€?sloten  holden,    bet   dat    ju    de  stede  darvan  anders  wes  benalen,    vnde  bedet 

ok,  leuen  vrunde,  by  der  vorscreuenen   pene,  dat  men  nicht  en  vorkope  in  also- 

daFie  lande,    darvan    to    bevarende    is,    dat    id    vppe    de    Russen    rnoge    gevoret 

Aiv^c^rden.      Vnde    wanme    dit    also    strengeliken   holdet.    vormode  wy  vns,    dat  id 

init  den  Russen  deste  er  to  enern  guden   ende  kotnen   moge.     Wi   begeren  ok, 

dat  gi   id   by  juwer  herscop  van  denn  orden  gndliken  vorarbeiden,  dat  se  id  also 

soliicken  vnde  vogen  vmine  des  gemenen  besten  willen,  dat  id  de  eren  ok  holden, 

alse  hijr  vorgeroret  is.    Vurder,  leuen   vrunde,  alse  vmme  de  gevangenen  Russen 

etc^')    dar    hebbe    wy    mit    grolen    kosten  also  vmme  gearbeitet,    dat  wi   hopen, 

dat    se  los  werden,    vnde    also    vro    dat    gescheen  is,   wille    wy    ju   dat  benalen. 

Auer  vmme  alsodane  gud,  alse  en  genomen  is,  enwete  wy  noch    tor  tijd  nyne 

wyse,  wente  de  jenne,  de  dat  gud  genomen  hebben,  in  der  stede  macht,  horsam 

vnde  gerichte,  alse  gi  lichte  wol  weten,    nicht   en  sin.     Ok,  alse  wy  vornomen 

hebben,   so  en    quarn    alsodanes  gudes   in   dat  Wismeische  deep  nicht,  den  XVI 

stucke    wasses.    dat  doch   tohand  van    den,    de    dat  genomen    hadden,    van    dar 

wedder  gevoret    ward.      Duchte  ju   ok,    leuen   vrunde,    hemeliker    wyse    to  irva- 

vende:  eft  de  Russen  los  worden,  alse  wi  hopen,  dat  id   schen  schole,  wei^de 

^opman,    wan  de  Russen  los  weren,    darup    icht  Ruslande  velich   mit  line  vnde 

gude  soken  mochte,  vnde  scriuet  vns  des  jo  juwe  antword.     Sijt  Gode  bevolen. 

Screuen    vnder    vnsem    secrete,    up    vnser    leuen    Vrowen    auend    visitacionis, 

anno  XXr. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:    Prudentibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus  et 
consulibus  Revalliensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Ncuih  einem  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu  Reval  entnommenen  Abdruok  im  Lie/»'Esth.~  nnd  Curldndischen 

Urkundenbuch  Bd.    V  No.  2506. 


1)  VgL  M  309,  326,  333. 


360  1421.     Jul.  3. 

CCCXXXVllL 

Der  Rath  von  Lubeck  schretht  dem  Rathe  von  Wismar  uber  das   VerhdUniss  zu  den 
Russen.     1421.    Jul.  5.* 

Vruntliken  grot  vnde  wes  wij  gudes  vorinogen  touorn.  Ersaiiien  leuen 
vrundes.  So  gij  vns  scriueii^  dat  de  Russen  bij  juw  sin  in  juwer  stad^  dat 
hore  wi)  gerne,  vnde  vorder  begeren,  dat  wij  darvp  willen  vordacht  sin^  wo 
dat  men  id  myt  en  vortsette  etc,  leuen  vrundes,  were  vns  juwe  breff  vor 
twen  dagen  eer  kumen,  so  wolde  wij  den  Lijfflandeschen  steden  vterliker  dar- 
van  gescreuen  hebben,  dan  wij  gedan  hebben,  jodoch  vorinode  wij  vns,  dat 
kortliken  schepe  van  vns  werden  segeln,  so  wiile  wij  den  Lyfflandescheri  steden 
darvninio  scriuen,  dat  se  darvmme  ere  kuntscop  bij  den  Russen  hebben,  wo 
wij  vns  vorder  hyrinne  holden  niogen,  dat  vns  vnde  den  steden  to  dein  besten 
konie,  vnde  hirvp  nioge  gij  de  Russen  alzo  bij  juw  vorwaren,  one  dat  beste 
to  donde  so  lange,  dat  wy  init  jw  vorder  darvmme  to  worden  komen.  Gode 
sijd  beuolen.  Screuen  viider  vnsem  secrete,  des  donrdages  na  Visitacionis 
Marie,  anno  etc.  XXI. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:  Honorabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
et  consulibus  Wismariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Xach  dem  Orijiual  im  Rathsarchiv  zu    Wismar.     Mit  lies  ten  des  aufgedruckten  Secrets. 


Der  Rath  von  Brugge  urkundet  uber  die  Aussage  des  Johann  de  Vos,  dass  er,  unah^ 
hdngig  von  Heinrich  Greverade  und  dessen  Genossen,  in  einem  Rechtsstreit 
mit  Eler  Lamsyde  wegen  38  Pass  Wein^  die  von  den  Spaniem  genommen  , 
worden^  begriffen  set.     1421.     Jul.  3.^ 

Allen  den  ghonen,  die  dese  lettren  zullen  zien  of  horen  lesen,  borch- 
meesters,  scepenen  ende  raed  vander  stede  van  Brugghe  saluut.  Omiiie  dat 
recht  wille  ende  redene  begheert,  dat  men  orconde  warachteghe  zaken,  so  eyst, 
dat  wy  V  certiiiern  ende  orconden  by  dessen  onzen  lettren,  dat  voor  ons  commeo 
es  vpten  dach  van  hederi  Jan  de  Vos,  onze  medepoorter,  de  weike  ons 
verclaerst   heift    bi    zinen    eede    hem    met    vpgherechten    vingheren    hooghelike 

I)  Vgl.  .V  309,  326.  2)  Vgl.  M,   199,  224. 


364  1421.    Jul.  30. 

borgeren  vnde  copluden  hern  Kersten  Niclesson  bref  lesen  laten,  up  dat  sik 
en  islik  vor  schaden  moge  vorwaren.  Jodoch^  leuen  vrundes,  is  vns  wol  vor- 
komon,  wo  na  der  tijd^  alse  ju  der  stede  vnde  vnse  breue  konien  weren  van 
desser  vorscreuenen  ordinancien^  vorbedinge  der  Russeschen  reisen  etc.,  ut 
juwer  stad  van  den  juwen  schepe  scholen  gesegelt  sin  mit  gude  to  den  Russen. 
dat  vns  unbillich  dunket  wesen.  begere  wi,  eft  dat  also  were^  dat  gi  darbi 
vaeren  na  ordinancien  der  stede,  alse  sik  dat  gebore,  vnde  ok  bestellen  vnde 
vorvaren  laten,  dat  sodaniges  den  steden  vnde  deme  geinenen  copnian  to  vor- 
vange  nicht  nier  en  schee,  anders  de  stede  inosten  vorder  darup  vordacht 
wesen.  Vorder,  leuen  vrundes^  juw  mach  wol  vordenken,  dat  ju  to  mer  tijden 
vorscreuen  is  worden  van  des  punttollen  wegen  mit  juw,  den  her  gen  Lubeke 
to  schicken,  darup  gi  screuen,  gi  hadden  den  vorteret.  Leuen  vrunde,  gi  weten 
doch  suluen  wol,  dat  de  punttol  gelecht  wart,  tor  menen  koste  were  darmede 
in  der  see  to  holdende,  de  wy  mit  andern  steden  vmme  vns  belegeri  swarliken 
vnde  mit  groten  kosten  gedan  hebben  etc.  Hirumme  wy  begeren,  dat  gi  vns 
sodanen  punttollen  noch  sendent  mit  der  rekenscop,  up  dat  den  steden  vnde 
vns  niner  vorder  maninge  darumme  noed  dorue  sin,  dat  is  vns  van  juw  wol  to 
willen.  Gode  sijd  bevolen.  Screuen  vnder  vnsem  secrete,  des  negesten  mid- 
wekens  vor  ad  vineula  Petri,  anno  etc.  XXP. 

Consules  Lubicenses. 


Aufschrift:     Den   ersamen  etc. 

iVaoA  einem  dem  Original  im  Hathsarchiv  zu  Reval  entnomtnenen  Ahdrvck  im  Lie/.-Eatk.-  und  CurL   Urk.-Buch 

Bd.  V  No.  2669. 

CCCXIilll. 

Der  Rath  von  Miinster  urkundet  uber  die  dem  Prtester  Bemd  Kolle  erthetUe  Voll- 
macht  zur  Beilegung  eines  Zimstes  der  Vormunder  des  Rudolf  Kerkring 
mit  dem  Rathe  von  Lubeck  entweder  durch  giitliche  Vereinbaruvg  oder  durck 
schiedsrichterliche  Entscheidung  des  Raths  von  Lilneburg.     1421.     Aug.  5. 

\V  y  borgermestere  vnde  rad  der  stad  to  Monster.  Bekennet  vnde  be- 
tuget  openbar  in  dussem  breue,  dat  vor  vns  gekomen  sind  Gerd  vnde  Lambert 
Kerkeringh,  Roleff  Belhold  vnde  Johan,  sin  sone,  vormunder  Roleffes,  echten 
kindes  seligen  Bertoldes  Kerkeringh,  vnses  borgers,  vnde  Jutte,  echte  vrouwe 
seligen  Bertoldes  vorgenant  vnde  Roleffes  moder,  vnde  hebbet  in  der  besten 
wyse,  als  dat  gescheyn  mochte  vnde  solde,   mogich  vnde  vulmechtich  gemaket 


•t 


J 


1421.     Aug.  5.  565 

cJc'n    ersanien    hern  Bernde    Koilen^    prestere   vnde    canonike   to  sunte  Ludgere 

in   vnsir  stad,    alsodane   sake    vnde    twijdracht^    als  ys    twijsschen    den  ersamen 

vnsen  guden  vrunden,  borgermesteren  vnde  raide  der  stad  to  Lubeke,  vnde  en, 

aJse    vnnine    schuldich    geld    vnde    vorsetene    rente    vnde    andere    schulde   vnde 

sohaden    darvan    komende^    in  vruntschop  vnde    gudlicheiden   to   scheden    vnde 

hentoleggende   vnde    vortichtnisse    vp    se   to    donde,    edir,    off  des    n6d    worde, 

rechtes    by    den    ersamen    mannen^    borgermesteren    vnde    raide  to  Luneborgh, 

vnsen  leuen  vrunden^  darvmme  to  bliuende  vnde  myd   rechte  to  vorderne  vnde 

olv    alsodane  gud   vnde  gelt  van   dem    vorgenanten    raide    van   Lubeke    to    boren 

vnde  se  darvan  quid   to  laten   vnde  vort  alle  dat  darane  to  donde  vnde  to  laten, 

dat  de  vormundere    vnde    Jutte    vorgenant    suluen    don    vnde  laten   solden   vnde 

niochten,  off  se  dar  yegenwordich  weren,  stede  vnde  vast  to  holdende  allp  dat 

her   Bernd   vorgenant  in   dussen  saken   donde  wert,  ane  arghelijst.    Des  to  tuge 

h€*bbe  wy  borgermestere  vnde  raid  vorgenant   vnsir  stad  secret  an  dussen  breff 

gehangen.     Datum  anno  Domini  \PCCCC*^XXI%  ipso  die  Oswaldi  regis. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangemhm  Stadtserret. 

CCCXIilV. 

Urfehde    dps    Volkmar   Gronow^    Detlevs   Solvit    des    Arnd   Sieen    und   des   Bertold 
Rttzerau.     1421.     Aug.  6. 

>V  y    Volkmer    Gronow    Detleues    sone.,    Arnt    Sten,    Bertold    Ritserouwe. 

B^kennen  vnde   betugen  (ti.  s.  w.  wie  geicohnllch  his)  to  holden    sunder  argelist, 

Wumiue  dat  wy    in    eren    slolen    vnde   vencknisse    vorwart   vnde   gesat   weren 

^iTime  sake  willen,  de  se  an  vns  in  dat  hogeste    mit   rechte    mochten  gerichtet 

"^Hen,  hadden  se  dat  nicht  gelaten   vmme  bede  willen,    alse   dat  wy  ouer  der 

suluen  heren  gebede  vorbenomet  mit   wait   ouerbroken    hebben    vnde   gestagen, 

uat  wy  billyken  nicht  scolden  gedan  hebben,  vnde  se  doch  gentzliken   beholden 

n^ogen    al,    wes    se  vns  darouer  genomen   hebben,    vnde    vorlaten    see   des  alle 

vnde  bysundergen   by  truwen   vnde  by  €»ren  vnde  by  vnsen  ede  vor  vnse  eruen, 

ror  alle  vnse  vrunde,  geistlik  edder  werlik,  van  aller  maninge  vnde  wrake  [vnde 

wrake]  vnde  sweren  vp  dessen   breff  mit  vtstreckeden  armen  vnde  vprichteden 

Wngeren  vmbedwungen   mit  vrygen  willen  vnde  ane  jenigherleye  vruchte  edder 

vare  sunder  arghelist    stauedes    edes    to  den   hilgen^    dat    wy    willen    ere    beste 

t^eten,  weruen  vnde  don,  wor  wy  konnen  vnde  mogen,  heymeliken  vnde  openbar, 


in    rade^    in    dade.    vnde   wy    dancken    en    alles    gudes.     To    merer  betuchnisse 
desser    vorscreuenen    stucke    so  hebbe  wy  Volkmer,   Ami    vnde  Bertolt   vorbe- 
nomet    vnse    ingesegele    witlyken    init  wilien  hengen  laten   an    dessen    bref,   ie- 
gegeuen  vnde  screuen  is  in   den   jaren    vnses  Heren  IV1^CCCC*XXI%    des    niidde— 
wekens  vor  Laurenti. 

Nach  dern  Original.  Mit  drei  anhangenden  Siegein.  Volkmar  Gronow  8.  Siegei  des  M.-A.^  Heft  5  p.  71. 
Amd  Steen:  Siegei  rund,  2V«  Ctm.  Auf  gelehntem  Schild  ein  Vogelfuss^  der  einen  runden  Stein  oder 
Kugel  in  der  Klaue  halt.     Umschri/t:  S  :  ttrwl  lI^Nif^^   (lew  O  .   .  «  Bertold  RUztram 

8.  Siegei  des  M.-A.,  Heft  6,  p.  103, 


CC€XIiV. 

Statuteii  des  Marten  Kalands   in   der  Kirche  des  Johannes  auf  dem  Sande.     142L 
Aug.  18. 

Statutuni  rratriim  kalendaruni  beatae  Mariae  virginis 
in   capella  sancti  Johannis  in  arena. 

rundata  dudum  certis  ac  rationabilibus  de  causis  cultumqne(ad)  amplian- 
duin  diuinum  in  Holtzatia    pro  ecclesiarum    parrochialiun)   rectoribus   in    diocesi 
Lubecensi  per  reuerenduin    in  Christo    patrein    et    doniinuni  Borchardum,    olim 
episcopuin  Lubecenseni,    sub    titulo    beatae   Mariae    virginis   kalendaruin    frater- 
nitate,  et  postea   nonnullis  aliis  de  causis  de  Holtzatia  ad  ciuitatem  Lubecensem 
et  ad  ecclesiam  sancti  Johannis  in   arena  translata  et  deducta/  per  longa  tem- 
pora   ibidem   per  eosdem   rectores  aliosque  praelatos  et  vicarios  ad  Fraternitatein 
eandem  assumptos  et  receptos  singulis  annis  in  missis   et   vigiliis   iuxta    funda- 
tionem   eandem   peracta  et  continuata,   et  licet,   vt  prefertur,    fraternitas    huius- 
modi  super   rectores    predictos    originaliter   Fundata    extiterit^    paucissimi   tarnen 
hactenus  ipsam  intrare  curauerunt.     Ne  igitur  Fraternitas    predicta  tani   salabri 
proposito    et    intentioni    instituta   cessare   videretur,    tot    personae,    canonici    et 
vicarii  aliaeque    personae    in   ciuitate    Lubecensi    per   longa    tempora    ad    frater- 
nitatem  praedictam  sunt  assumpti  et  quotidie  in  deFectum  rectorum  praedictoruin 
recipiuntur.    Ne  institutio  rectoribus  antedictis,  vt  verisiiniliter  timetur,  tradatur 
obliuioni,  ideoque  nos  Joannes  Tzeuer,  decanus.  ceterique  Fratres  vnanimi  consensu 
statuimus  et  ordinauimus  ac  tenore  presencium  statuimus  et  ordinamus,  vt  tiunierus 


1)  Die  Uebersiedolung  nach  Liibeck  geschah  zur  Zeit  des   Bischofs  Eberhard  von    Attendom. .   VgL    Uik.* 
Buch  d.  Bisth.  Liibeck  Ai  562  u.  Anm.  das. 


I 


368  1421     Aug.  18. 

silio  camerarii  aut  aiiorum^  si  opus  Fuerit.  In  primis  etiam  curct  ad  opera 
pietatis,  propter  quae  fraternitas  sancte  instituta,  ut  diuinum  ofTicium  tarn  pro 
mortuis  quain  pro  viuis  deuote  fideliterque  exequatur  et  continuetur  sine 
negligentia. 

De  priuiiegiis  decani  inter  fratres. 

Uecanus  in  conuentu  fratruni  semper  suprenium  habeat  locum  et  patienter 
audiat  quemlibet  votum  ferentem^  secundum  quod  ratio  et  conscientia  vniuscuius- 
que  dictat  ad  proposita   vel  proponenda. 

Semper  decani  est^  auditis  vocibus  concludere  pro  saniore  parte  voto- 
run^  provt  suadet  vtilitas  et  necessitas  exposcit. 

Statuimus  etiam,  quod  auctoritatem  habere  debeat  infligendi  poenam 
discretam  delinquentibus  secundum  consilium  et  consensum  seniorum  fratrum 
pro  qualitate  personae  et  quantitate  excessus. 

De  qualitate  recipiendorum. 

Ante  omnia  consideranda  est  vita,  conditio  et  integra  fama  tnorumque 
bonorum  status  illorum,  qui  sunt  admittendi  ad  Fraternitatem,  nee  quouis  modo 
admittantur  falsarii,  periurio  aut  Furto  notati,  seditiosi  aut  proni  ad  vindictain 
faciendam  centra  iuris  ordinem,  ne  vnius  ouiculae  macula  tota  grex  male 
audiat  et  inticiatur. 

De  numero  fratrum. 

Quamuis  Fratribus  praescriptum  sit  gratiosum  et  episcopate  statutuni  de 
numero     non    extendendo,     exilitas     tamen     prouentuum     et     inde     proueniens  I 
tenuitas  distributionis   impedit,    quominus    ad    plenum    possit    numerus    expleri.  J 
Conclusum  est  igitur  vnanimi  consensu,  ne  ammodo  vltra    duodecim    admittan-l 
tur,  donee  prouentuum  quantitas  increscat  et  ex  pia  largaque  bonorum  virorumJ 
beneKcentia  augeatur.     Vbi  tamen  et    quando    quispiam    diuino    tractus    spiritaf 
bonorum  operum    et    eleemosinarum,    quae    fieri    solent,    particeps   fieri    concQ- 
piuerit  et  vltra   praescriptum    numerum    admitti   laborauerit,    ille    numeratis  ad 
minus    trecentis    vel    quadringentis    marcis    summae    capitalis    ad    augmentum 
distributionis  admitti   potest,  etiam  ad  participationem  omnium  emolumentoruni| 
si  sacerdos  Fuerit,  dummodo  tamen  prius  seruierit  et  statutis  Fratrum  se  subieceriL' 
Et  in  hoc  casu  vana  promissio  locum  non  habebit,  sed  numeratio  pecuniae  impo* 
nendae,  ne  Fratrum  portiones  abbreuientur.  Quod  si  praelatus  aliquis  aut  praeposituSy 
decanus  aut  pastor  alicuius  ecclesiae  Lubecensis  pro  sua  magnificentia,  liberie 
litate  et  Fauore  summam   praedictam  transgredi  velit,  non  debet  pati  repulsam^  ^ 


1421.    Aug.  18.  369 

praesertiin  vbi    fratribus    et   eorurri  statutis    se    conrorrnare  humiliauerit.     Sunt 
etistm  in  hoc  cum  praelatis  multa  dispensanda  pro  iudicio  decani  et  seniorum. ' 
Haec    ex    antiquissiino    nostro    libro    originali    pargameno    de    verbo    ad 
veMrbmn  fideliter  desutnpta  sunt. 

Nach  einer  auf  der  StadtbibUothek  befindlkhen  Abschrift  aus  dem  Anfange  des  siebemehnten  Jahrhundert$, 

CCCXIiVI. 

Ur^ehde  des  Gerd  Berkhahn  unter  Burgschaft  des  Heinrich  Berkhahn  von  Luttenmark 
und  Heinrich  Berkhahn  von  Rensdorf.     1421.     Aug.  20. 

Ik  Ghert  Berkhan.     Bekenne    vnde    betuge    openbar    in    desseme    breue 

vor   alleswenie  (u.  s.  w.  mie  gewohnlich  bis)  sunder  argelist^    darumme  dat  ik  an 

ere  vengnisse  geset  was,    dar   se  my  doch    mochten   an  inyn  hogeste  gerichtet 

hebben,    hadden    se    dat   vmnie   vrunde   bede   wille   nicht   gelaten,    alze   dat   ik 

wedderstal  deaie  rechte  dede   vnde  tohow  vnde   sloch   darouer  der  stad  knechte 

vnde  denre,  dat  ik  billike  nicht  scolde  gedan  hebben,  vnde  scolde  my  an  deme 

''^chte  noget  hebben   laten.     Dat   vorlate    ik    al    vnde    besundergen    bij   truwen 

vnde  bij  eren  vnde  bij  myneme  eede  vnde    vor    myne    eruen,    vrunde,    geistlik 

vnde  werlik,  aller  maninge  vnde  wrake  vnde  swere  up  dessen  breff  mit  vtstrecke- 

d^ffi  armen  vnde  vprichteden    vingeren    vnde    vmbedwungen    stauedes   eedes    to 

<l&n  hilgen  sunder  argelist,  dat  ik  ere  beste  weten,  weruen  vnde  don  wil,  wor 

ik    kan  vnde  mach,  heymelyken  vnde  openbar,  in  rade  in  dade,  vnde  ik  dancke 

en    alles    gudes.     To    merer    betuchnisse    desser   vorscreuen    stucke   so    hebbe 

ik  Ghert  vorbenomet  myn  ingesegel  mit  myner  medelouer  ingesegele,  alze  mit 

Hinrik  Berkhan  to  Lutkenmarke   vnde   mit  Hinrik  Berkhan   to  Rensdorpe,   vnde 

bekennen  vnde  belugen  an  dessen  breue,   dat  Ghert  Berkhan,   vnse  vrunt,  alle 

desse   vorscreuenen    stucke    holden    schal    sunder   jenigherleie    argelist,    henget 

laten  an  dessen  bretf.    Gesreuen  in  den   jaren   vnses  Heren  dusent   verhundert 

XXI,  des  middewekens  vor  Bartholomei. 

Nach  dem  Oriyinal,     Mit  zioei  anhangenden  Siegeln,   das  dea  Heinr.  Berkhahn    von  Luttenmark  iat  vom  Siegelbande 

abgesprungen, 

1)  Hier  unmittelbar  angeschlosson  siod  noch  folgende  zwei  Zosfttse : 

Anno  Domini  1559  considerantes  fratres  temporum  iniquitatem  annonaeque  et  omniam  reram  oaritatem  ao 
e  contra  proaentaum  et  distribationis  tenuitatem  concloserant,  nisi  tamen  ex  causis  ex  alieni  gratia  alitor  contingatf 
rt  ad  tempuB  nnmenu  fratram  octonario  concladatur. 

Anno  Domini  1598  fratres  baud  exigaam  summae  capitalis  perpessi  iacturam  annonaeque  oaritatem  insaper 
eoJiiiderantefl,  ne  redditus  fratmm  abreuiarentur,  vnanimi  consensu  statuerunt,  vt  numero  sextenario  frateroitas 
tciminaretar. 

47 


370  1421     Aug.  28. 

CC€JLIiVIl. 

Der  Rath  vo7i  Wismar  schreibt  dem  Rathe  vo7i  Luheck^  doss  Herzog  Johann  berd 
seij  dem  Rathmann  Albrecht  Erp  einen  besiegelten  Schuldbrief  zu  schicken, 
Letzterer  jedoch  zuvor  noch  einen  andern  Burgen  in  Heinrich  Quitzows 
Stelle  wdhlen  miisse.    1421.    Aug.  28. 

Vnsen    vruntliken    grut    myd   begheringe   alles   guden   vorscreuen.      Er- 
samen  besundergen  leuen  vrunde.    Alse  de  erbare  mester  Pawel,  iuwe  scriuer, 
latest  by  vns  wesende  to  vns  warff  van  der  zake  heren  Albrechtes  Erpes  wegen 
etc.,    hebbe  wij  muntliken  vorwordet  myd  vriseme    heren,   hertoch  Johanne,  so 
wij  best  konden,  vnde  vnse  ergenante  here  heflFt  vns  berichtet,  dat  he  den  breff, 
de  vppe  de  vorwissunge  vnde  betah'nge  des  gheldes  vorramet  was,  gerne  wolde 
bezegeld  schicken    hern  Erpe  vorbenomed,   wo   he  vor  Hinric  Qwitzowen   enen 
anderen    guden   man   to   borghen    kesen    wolde,    wente    de    erbenomede  Hinric 
Qwitzowe  dar  nicht  vore  louen  enwil.     Vnde,    leuen    vrunde,'    duncket  iw  niitte 
wesen,    so    magh  her  Erph  darvp  vordacht   wesen    vnde    kesen    enen    anderen 
borghen  vor  Henric  Qwitzowen    vnde  volgen  den  deghedingen,    alse    de   darvp 
begrepen  syn.     Sijd  Gode  beuolen.     Scriptum  in  vigilia   Decollacionis   Johannis 
Baptiste,  nostro  sub  secreto,  anno  XXF. 

Consules  Wismarienses. 

Aufschrift:     Frudentibus   et    honorandis    viris,    dominis    proconsulibus  et 
consulibns  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  sinceris,  detur. 

Nach  dem  Original.     Das  aufgedtuckte  Siegei  iMt  zum  grosser  en  Theile  erhalten. 

C!C€XIi¥lIl. 

Biirgschaft  wegen  moglicher  Unzuldnglichkeit  einer  Quittung.     1421.     Aug.  29. 

Dominus  Reinerus  de  Caluen,  consul,  Johannes  Pape  et  Hermannus 
Westual  coram  libro  coniuncta  manu  promiserunt  Johanni  Houeman,  si 
et  in  quantum  ista  quitancia  non  esset  sufHciens  propter  aliquem  defectum 
sigilli,  quam  frater  Gerlacus  Letzsch  ordinis  sancti  Johannis  in  Francfurt  super 
ir  et  FiXXX  florenos  Renenses  sigillauit  et  misit  priori  in  Andersscho  in  Zelan- 
dia,  tunc  prefati  dominus  Reynerus,  Johannes  Pape  et  Hermannus  Westual 
volunt  dicto  Johanni  Houeman  stare  pro  omni  defectu,  donee  usque  dictus  frater 
Gerlacus  mittet  vnam  aliam  quitanciam   prefato  priori  in  Andersscho. 

Spdter  hinzugefiigt:     Deleui   in  presencia  et  ex  iussu  Johannis  Houeman. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1421,  DecolL  Joh,  Bapt 


I 


1421.     Aug.  29.  371 

Zuversichtsbrief  des  Raths  von  Liiheck   an  Sibethy  Hduptling  in  Rustringen.     1421. 
Aug.  29.' 

l)omini  consules  dederunt  litteram  suam  respectiualem  domino  Tyde- 
inanno  Tzerrentin,  T.  Ker(k)ring,  Jo(hanni)  Ouerkamp  et  T(ideinanno)  Zolinge 
ad  Sybeten  in  Rustringe  pro  recuperatione  aliquorum  bonorum  per  raptores  in 
marl  spoliatorum,  vnde  prefati  Tidemannus  Tzerrentin,  T.  Kerkring^  Johannes 
Ouerkamp  et  Tidemannus  Zoling  promiserunt^  dominos  consules  pretextu  illius 
penitus  indempnes  preseruare. 

Nctch  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1421,  Decoll.  Joh.  Bapt. 

CCCIi. 

J^er  Rath  von  Lubeck  erbietet  sich  gegen  den  Rath  von  Wismar^  wegen  etnes  im 
Fehmarschen  Sunde  geschehenen  Seeraubs  die  nothigen  Schritte  zu  thun^ 
bittet  zugleichy  fur  die  ndchsten  Tage  selbst  ein  Schiff  in  die  See  zu  schicken. 
1421.     Sept.  6. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  touoren.    £rsamen 

leuen  besunderen  vrunde.     Juwen  breff  van  dem  zeroue^  de  ergisterne  schach 

in    dem  Vemerssunde  etc.,  hebbe  wij  wol  vornomen,   vnde  de  ersame  her  Cord 

Brekewold  vnde  her  Herman  Westphal  hadden   vns   ok  er  der  tijd,   dat   vns  de 

^ulue  juwe  breflP  qwam,    juwer  begeringe  berichted  van  des  zeroues  wegen,   de 

dachlikes  schud,    vnde  wente  wij,   leuen  vrunde,    vnse    vrunde    mit   groter  kost 

gehad  hebben    bi)    den    heren    hertogen  van  Sieswijk,    de    nu   wedder   gekomen 

sint  vnde  darvan  wij  vornemen,  dat  id  so  hoge  vorarbeydet  is,  dat  to  hopende 

is,  dat  id,  eft  God  wil,  twisschen  den  heren,  dem  konige  van  Denemarken  vnde 

den  vorscreuenen  hertogen,  to  ^rderem  vrede  komen  moge,  welke  vnse  vrunde 

Finme  des  suluen  willen  wedder  bij  den  heren  koning  zegelen  moten,  vnde  wij 

ok  vnse  bodescop  bet  in    dessen  dach    vmme    des    vorsreuenen    zeroues    willen 

in  denie    lande    to    Holsten    gehad    hebben    vnde    auermorgene    vnse    drepliken 

bodescop  darvmme  senden  willen  bij  de  vorscreuenen  heren  hertogen,  so  bidde 

WJJ  iw,  dat  gij  vmme  des  besten  willen  XL  edder  L  werafftich  in  de  zee  schicken, 

1)  1426  Invocavit  (Feb.  17)  warden,  uacb  InscriptioneD  des  Niederstadtbuchs,  zwei  Zuversichtsbriefe  an  Keno 
teo  Broke  gsscbickt,  einer  zur  Wiedererlangung  des  Takels  and  Taawerks  eines  verunglOokten  Sebiffes,  einer  zur 
Wiedererlangung  der  in  demselben  befindlich  gewesenen  Stockbolmer  BQrgern  gebdrigen  GQter. 

4<* 


V  eddir  VI  dage  darinne  to  licgende  vnde  to  uoruarende,  wor  de  zeeroff  here 
koinei,  vnde  also  vro  vnse  bodescop  wedder  to  hus  kumpt,  so  wille  wij  iw 
scriuen  van  stund  an,  wes  vns  van  den  vorscreuenen  heren  hertogen  van  deme 
zeroue  wedderuared,  vnde  wes  wij  dar  denne  vurder  to  don  scholen^  dat  wille 
wij  gerne  don.  Hijrvmme,  leuen  vrunde,  bewijset  iw  hijr  vlitich  ane.  Sijt  Gode 
beuolen.  Screuen  vnder  vnsein  secrete^  des  sonauendes  vor  vnser  leuen  Vrowen 
dage  natiuitatis,  anno  XXP.     Vnde  desses  iuwe  vrundlike  antword. ' 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:  Honorabilibus  et  circuinspectis  viris,  dominis  proconsuiibus 
et  consulibus  Wysmariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Ncich  dem  Original  im  Rathsarehiv  zu   Wismar.     Das  aufgedruckte  Secret  ist  grosstentheiU  abgesprungen* 

CC€IiI. 

Johann  Bismarky  Burger  in  Stockholmj  bekennt,  von  den  Vormundem  der  Elisabethj 
Tochter  des  Adolf  Greveradey  843  rri^  als  Aussteuer  empfangen  zu  hahen. 
1421.     Sept.  8. 

Johannes  Bysmarke,  ciuis  Stokholmis,  pro  se  et  suis  heredibus  coram 
libro  recognouit,  se  ad  sufficienciam  subleuasse  et  percepisse  VIII^  marcas  et 
XLIU  marcas  lub.  den.  a  testamentariis  et  prouisoribus  Elizabeth,  filia  AdolfH 
Greueroden  bone  memorie,  videlicet  a  domino  Petro  van  der  Lynden,  Bertoldo 
van  der  Vorde  et  Ludowico  Greueroden,  quas  VIIF  marcas  et  XLIII  marcas  dicti 
testamentarii  et  prouisores  prefati  Johanni  Bysmarken  cum  dicta  Elizabeth 
dederunt  in  dotem,  vnde  Johannes  Bysmarke  nomine  sui,  dicte  Elizabeth  et 
omnium  aliorum  eorum  heredum  prefatos  testamentarios  et  prouisores  et  cum 
hoc  testamentum  dicti  Adolffi  Greueroden  cum  eorum  heredibus  pretextu  illius 
penitus  dimisit  ab  omni  ulteriori  monicione  seu  impeticione  quitum  et  solutum. 
Insuper  dictus  Johannes  Bysmarken  ex  superhibundanti  cautela  et  securitate 
promisit,  antedictos  testamentarios  et  prouisores  pretextu  illius  penitus  indempnes 
preseruare. 

Nach  einer  Inscription  des  S iederstadtbuchs  vom  J.  1421,  Natir.  Marie. 
1)  Der  letzte  iSatz  von  andercr  Handschrift. 


374  1421.     Jun.  1.  bis  Sept.  22. 

niaca   prauitas  interueniret    seu    eciam  oorruptela.     Et    nichilominus    ibidem   in 
eadeiii    hora    idem    iiiagister  ISicolaus    taiiiquam    canonicus    ecclesie  Lubicensis, 
dictincta  sua   prebenda   prebendatus,  vigore  incorporacionis  eidem  sue  disiincte 
preberide  de  dicta  parrochiali  ecclesia  in  Gennyn  juriumque   et  pertinenciarum' 
illius  a  sanctissiino  domino  nostro  papa  Martino  predicto  graciose  Facte,  posses- 
sionem    eiusdem     ecciesie     pairochialis     iuriumque     et     pertinenciarum   ipsius 
corporalem,  realem  et  actualem   propria  auctoritate  reapprehendit  et  in  signum 
possessionis    huiusmodi    reapprehense  circulum  ferreum,   per  quern   janue  dicte 
ecclesie  attrahuntur.,  pulsando  tetigit  presentibus  discretis  viris  Ludolpho  Rendai, 
clerico,    et    Bertoldo  Vos,   laico    Verdensis    et   Myndensis    diocesis,    testibus  ad   ^ 
premissa   vocatis    specialiter    et  rogatis.    Deinde  anno,  indictione  et  pontificatu, 
quibus  supra,  die  autem  sexta   mensis  Julii,  hora  vesperorum  uel  quasi,  coram 
reiwvenilo   in   Christo    patre    ac    domino,    domino  Johanne,    episcopo  Lubicensi, 
in    castro  Oytin  Lubicensis    diocesis  constitutus    supradictus    magister    Nicolaiis 
Sachow  honestum  virum^    dominum  Andream  Hanen,    presbiterum  Lubicensem, 
presentem,  tanquam  ydoneum  ad  perpetuum  vicariatum  dicte  ecclesie  in  Gennyn 
instituendum  prelibato  domino  Johanni,  episcopo  Lubicensi,    preseiitauit   illique 
curam  animarum    eiusdem    ecclesie    committi    instanter    postulauit.     Quod  cum 
pref'atus  dominus  Johannes,  episcopus  Lubicensis,  consonum  racioni  conspiceret, 
precibus    dicti    magistri    Nicolai    inclinatus    huiusmodi    presentacionem     adrnisit 
dictoque  domino  Andree  humiliter  id  eciam    petenti    proclamacionem,    ne    iuxta 
doctrinam  apostoli  manus    sibi    nimis   cito    imponeret,    decernendo  cunctis,  qui 
contradicen*  voluerint,  terminum  trium  dierum   execucionem  huiusmodi   procla- 
ma<:ionih  imm<Mliate  sequentem    peremptorie    assignauit,    presentibus    venerabili 
et  riKMimKpf'cto  viro,  domino  Bertoldo,  preposito  Lubicensi,   decretorum  doctore 
eximio,    el  dfHcr^'to  viro  Ludolpho  Kendal,    clerico  Verdensis   diocesis    predicto, 
tetttibuh    ad    hoc    vocatiH    specialiter    et    rogatis.      Insuper   anno,     indictione    et 
pontificatu,  quibiih  Hupra,  die  vero  vicesima  prima  mensis  Septembris,  hora  quasi 
vehpi'iorum  m^^moratuM    reuerendus    pater    dominus   Johannes,    episcopus   Lubi* 
censis,  in  ciuiidii*  <*t  Hua  curia  episcopali  Lubicensi  ad   prefati  magistri  Nicolai 
Sar:how  ibidf^m   prchi'iitih  instanciam  in  omnibus  et  per  omnia  venerabili   domino 
Bertoldo,  prepohito   Lubicensi  predicto,  ad  omnia  et  singula   inPrascripta   facien- 
dum    et    decernendum,    cum    certis    de    causis    personaliter    hiis    interesse    non 
potuerat.  commihit  plenarie  vices  suas,    presentibus    discretis  viris  Alberto  vaa 
dem  Brake  et    dicto  Ludolpho  Rendal,   clericis  Verdensis    diocesis,    testibus   ad 

1)  rcctius:  juributtque  ct  pcrtincnciis. 


1421.     Jun.  1.  bis  Sept.  22.  377 

personaliter  residere  debeat  in  dicta  ecclesia  parrochiali  in  Gennyn.    Qua  quidenn 

cedula,  ut  premittitur.    per  commissariuni    predictum    pronunciata    et   intellecta 

supradicti    domini    Nicolaus    canonicus    et   Andreas    institutus     matura    delibe- 

racione    prehabita    omnia    et    singula    in    eadem    cedula    per    ipsuin    dominum 

commissariuni  volita,  ordinata   et  decreta  pro  se  et  successoribus  suis  tainquam 

in  perpetuuni  obseruanda  sponte  et  libere  ac  expresse  suscipientes  ratificauerunt 

et  approbarunt.    Quibus  sic   peractis  prefatus  dorninus  prepositus  comniissarius 

cummisit  venerabili    viro,   domino    Conrado   Abbenborg,   archidiacono    in    Mode- 

storp  in   ecclesia   Verdensi^  ibidem   presenti  et  suscipienti^  ut   dictum    dominum 

Andream   in  et  ad  corporalem^  realem  et  actualem  possessionem  dicti  vicariatus 

seu    dicte    parrochialis    ecclesie    in    Gennyn    induceret.      Qui    mox     ad    dictam 

ecclesiam    parrochialem    accedens    vnacum    me    notario    et   testibus   infrascriptis 

ipsum  dominum  Andream  rectorem  seu  perpetuum  vicarium  ad  eandem  ecclesiam 

manu  tangendo  cornu  altaris  et  claues  ecclesie  sibi  tradendo  in  signum  posses- 

sioriis   presencialiter    induxit.      Et    preterea    plures   circumstantes    dicto   domino 

Andree  rectori  siue  vicario  sic   inducto  realiter  oblaciones  in  pecunia  oft'erebant. 

Super  quibus  omnibus  et  singulis  premissis  sepedicti  domini^  magister  Nicolaus 

et  Andreas,  coniunctim  et  diuisim  me  notarium  publicum  subscriptum  in  quolibet 

tempore    actorum    huiusmodi    seorsum    requisiuerunt,    ut    super    hiis    et    eorum 

quolibet    diuisim,    si    opus   est^    vnum    uel    plura    publicum    seu    publica    ipsis 

conficerem    instrumentum    seu    instrumenta,     presentibus     honorabilibus     viris, 

domino   Johanne   Brunonis^    canonico  Vtynensi  Lubicensis  diocesis.    et   discreto 

viro  Alberto  van  der  Molen,  clerico  Verdensis  diocesis,  testibus  ad   hoc  vocatis 

pariter    et    rogatis.      Et  quia  nos  Bertoldus,  prepositus   et  comniissarius  supra- 

<lictus,  acta  huiusmodi    nos  concernencia  sic,  ut  premittitur,  gessimus,  ideo  ad 

inaiorem     euidenciam    presencia    sigillo    nostro    vna    cum    subscriptione    notarii 

lussinius  et  fecimus  communiri.    Et  ego  Heyso  Dransueld,  clericus  Maguntinensis 

diocesis,  publicus    imperiali    auctoritate    notarius,   quia    huiusmodi    resignacioni, 

presentacioni  ^    commissioni,    institutioni,    collacioni,    pronunciacioni,     decreto, 

fatificacioni  et  induxioni   aliisque  onmibus  et  singulis^  dum  sic,  ut  premittitur^ 

fierent    et    agerentur,    vna     cum    prenominatis    testibus    presens    interfui    eaque 

sic  fieri    vidi    et   audiui,    ideo   presens    publicum    instrumentum   per  me  tideliter 

conscriptum    exinde    confeci    et  in   banc   publicam    Formam    redegi,   quam    signo 

et  uomine    meis    solitis    et    consuetis    vnacum    appensione    sigilli    dicti    domini 

prepositi,  commissarii,  signaui  et  communiui   rogatus  et  requisitus    in   fidem   et 

testimonium  omnium  et  singulorum   premissorum. 

Nach  airier  Ahschrift  im  liet/istrum  quartum  Capituli  So.  LXVIl. 

48 


378  1421.     Sept.  30 

CCCIilV. 

Johann  Scheie^  Bischof  von  Lubeck^  hestdtigt  eine  von  dem  Lubecker  Burger  Johann 
Stenbeke  gestiftete  und  mit  24  w^  jdhrlicher  Renten  aus  drei  Hdtisem  in 
Wismar  ausgestattete  Vtcarie  in  der  Marten  Kirche  an  dem  letzten  Altar  hinalh 
gehend  an  der  Sudsette.  Der  Vicar  soU  singulis  diebus  ante  pulsum  et 
missam  signi  mtssas  celebrare,  chorum  visitare  et  divtnis  interesse.  GewaM 
werden  soil  nur  unus  ex  maioris  et  sancti  Jacobi  ecclesiarum  scolarim 
rectoribus  aut  ex  lectortbus  chori  vel  succentor  vel  sacrista  sub  obligatime 
personalis  residencie.     1421.     Sept  30. 

Au8  dem  im  Beaitz  der  GeaeiUchaft  fur  Schleau>,'Holst'Lauenb,  Geachichte  hefindiirhen  Diplomatarwm 

Lubecense  No,  91, 

CCCIiV. 

Heinrich   F.,  Konig  von  England^   vriederholt  die   am  25.  November  1413  von  ihm 

den  Hansestddten  erthetlte  Bestdtigung  dei'  ihnen  von  den  fruheren  Konigen    1 
Englands  gegebenen  Privilegien.     1421.     Oct  1. 

llenricus,  Dei  gracia  rex  Anglie  et  Francie  et  dominns  Hibernie.  Om- 
nibus, ad  quos  presentes  littere  peruenerint,  salutem.  Inspexinius  cartam  domini 
Henrici:  nuper  regis  Anglie,  patris  nostri,  de  confirmatione  Factam  in  hec  verba, 
(Folgt  die  Urkunde  Bd.  V  No.  480).  Nos  autem  cartas  et  litteras  predictas 
de  huiusmodi  libertatibus  et  quietanciis  minime  renocatis  de  auisamento  et 
assensu  dominorurn  spiritualium  et  temporaliuni  in  parliamento  nostro  apud 
Westmonasterium  anno  regni  nostri  primo  tento  existentium  acceptamus, 
approbamus,  ratiticamus  et  dilectis  nobis  nunc  mercatoribus  Alemannie  et 
successoribus  suis  confirmamus,  prout  carte  et  littere  predicte  racionabiiiter 
testantur  et  prout  iidem  nunc  inercatores  et  predecessores  sui  libertatibus  et 
quietanciis  predictis  a  tempore  confectionis  cartarum  et  litterarum  predtctarum 
rationabiliter  vti  et  gaudere  consueuerunt.  In  cuius  rei  testimonium  has 
litteras  nostras  fieri  fecimus  patentes  teste  Humfredo,  duce  Gloucesterensi^  custode  . 
Anglie,  apud   Westmonasterium,  primo  die  Octobris,  anno  regni  nostri   nono. 

Per  ipsum  regem  et  consilium  suum  in   parliamento.  ; 

Selby.  i 

Auf  dem    Umschlag:     Extractum     per    Johannem    Mapilton    et    Ricardnm  I 
Selby,  clericos.  | 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  wohlerhaltenem  Siegel  mit  Rfinksiegel. 

] 


1421.     Oct.  5.  379 

CGCIiVI. 

D^T  Rath  von  Lubeck  ersucht  den  Rath  von  Reval,  eine  von  mehreren  Lubeckern 
vor  dem  Verbot  des  Handels  mit  den  Russen  gekaufte  Partei  Wachs  an 
dieselben  verabfolgen  zu  lassen.     1421.     Oct*  5. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vorrnogen  tovoren.  Ersamen 
ieuen  vrunde.  Vns  hebben  berichtet  her  Bertold  Roland^  vnses  rades  cumpaii, 
Tideke  Rolant,  sin  broder^  Hans  Luneborch,  Hinrik  Bramstede^  Kersten  Eckhoff 
vnde  Werner  Hozeringe,  vnse  medeborgere,  wo  dat  en  ere  vrunde  vor  dem 
bode,  dat  de  stede  tegen  de  Russen  vnde  vmme  des  menen  besten  willen  up 
de  Russchen  reise  geordineret  hebben,  ichteswelk  was  gekoFt  hebben,  dat  gi 
en  nicht  besegein  vnde  volgen,  laten  willen,  alse  wonh'ch  is,  des  se  hinder 
vnde  schaden  nenien.  VVorutnnie,  Ieuen  vrunde,  wy  ju  bidden^  dat  gi  en  aiso- 
dane  was  besegein  vnde  volgen  laten,  nademe  dat  id  vor  dem  vorgerorden 
bode,  dat,  alse  wy  vornemen,  bewislik  is,  gekoft  ward,  uppe  dat  de  vnsen  des 
nirien  vurderen  schaden  ennernen.  Dat  wille  wy  vmme  juwe  leue  gerne  vor- 
schulden,  wor  wy  mogen.  Sijd  Gode  bevolen.  Screuen  vnder  vnsem  secrete, 
de^s  sondages  na  sunte  Remigii  dage,  anno  XXK 

Consuies  Lubicenses. 
Aufschrift:     Honorabilibus  et  circumspectis  etc. 

A^ocA  tinem  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu  Heval  entnovimenen  Abdrttck  im  Lie/.'Estk.-  und  Curl.   Urk.'Buch 

bd.    V  No.  2667. 


CCCIiVIl. 

Der  Rath  von  Lubeck  ersucht  den  Burgermeister  von  Wt'smar,  Johann  BanzkoWy 
um  welter e  Bemtihung,  den  Streit  des  Abts  von  Reinfeld  mit  Heinrich 
Quitzow  und  Claus  Parkentin  auszugleichen.     1421.     Oct.   7. 

Vnsen   vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  touoren.     Ersame 

leue   vrund.      Dewijle    gij    vnde    her   Jordan    Plescowe,    vnse    borgermester,    in 

Pruizeii  weren,*  is  wol  gescreuen  Hinrike  Quitzowen  vnde  Clawese  Parkentine, 

dat  se   de   zake   twisschen    deme    heren    abbete    van    Reyneuelde   vnde    en    van 

gfnachthagens  wegen  in  gude  bestan  leten,  bet  dat  gij  vnde  her  Jordan  erbe- 


1)  Sie  warcn  dahin  gesandt,  um  bei  dem  Ordensmeister  die  Abstellung   des  von   ihm  erhobenen  Pfundzolls 
%n  erwirken. 

48* 


380  1421.     Oct.  7. 

iioined  wedder  to  lande  qweinen.     Also,  leue    vrund,    bidde  wij,  dat    gi)    vrnme 
vnser  leue  wiilen  mit  den  ergenanten  Hinrike  vnde  Clawes?  enes  legeliken  dages 
vorramen,    dar    se    mit    Beneken   Smachthagene    vnde    eren    vrunden    vnde  de 
here    abbet    vorscreuen    mit    sinen    vrunden    vredezameliken    tozamende   koriien 
mogen,  vmme  to  vorsokende,  eflmen  se  vruntliken  vlyen   moghe^    vnde  dat  gij 
mit  den   ergenanten  Hinrike,  Clawese  vnde  Beneken  ok  yo  mede   vorarbeyden, 
dat  alle  dond    bet   to   deme   dage    vnde    den    dach    vt    in    gude    bestande   bliue, 
vnde  wo  gij  des  suluen  dages  vorramen,  latet  vns   yo    tijd  genoch   to   wetende 
werden,  also  dat  wij   dat   deme   vorscreuenen    heren    abbete    vort    vorkundigen 
mogen.      Vnde   wij    begeren    ok,   eft  gij    also   eynes   dages    vorramende   werden, 
dat  gij  dar  yo  mede  bijkomen,   wente   gij    er   ouer   den    zaken    vnde    dar  nutte 
bij  sijn.     Dar  bewijse    gij    vns    vruntliken    wiilen    ane,   vnde   wes   yw  in    dessen 
dingen  wedderuared,  begere  wij  vns  to  benalende  mit  den   ersten.    Wij  hebben 
ok    den    ergenanten    Hinrike    vnde    Clawese    vorkundiged,    dat    wij    iw    hijrvan 
gescreuen    hebben.      Sijt    Gode    beuolen.      Screuen    vnder    vnsen    secrete,   des 
dinxedages  vor  sunte  Dionisij  dage,  anno  XXI. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:  Ersamen  vnde  wijsen  manne,  hern  Johanni  Bantzekowen. 
borgermestere  to  der  Wysmer,  vnsem   guden  vrunde. 

Mar/i  ilrm  (Original  im  Jiathaarchiv  zu    IVigmar,     Mit  aufgedrncktem  heinahe  rolhidndig  erhalt^^nfun  S^rrf-t. 

CCCIiVlll. 

Der  Rath  von  Liibeck  ersucht^  den  Lubeckischen  Kauileuten  Hinrich  Greverade  und 
Heinrich  Stark  zur  Wledererlangung  der  Weine  behuljltch  zu  seiv,  tcelcke 
ihnen  von  Spaniern  abgenommen  und  nach  Rochelle  gebracht^  dort  von 
Jumsischen  Kaujlenten  gekauft  und  nach  England  gefUhrt  warden  seren. 
1421.     Oct.  ,9.' 

Wij  borgermestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke.  Bekennen  vnde 
betugeri  openbare  in  dessem  breue  vor  alsweme,  dat  in  deme,  alse  in  dessem 
jegenwardigen  jare  vppe  den  dach  der  hilghen  teyndusent  riddere  Hinrik  Greue- 
rode,  vnse  leue  medeborgher,  was  vor  den  erbaren  heren  radessendeboden  der 
stede  van  der  Dudeschen  henze  bynnen  vnser  stad  to  dage  vorgaddert,  sik 
beclagende,   wo   dat  erne  vnde  Hinrike  Starken,  ok   vnsem   medeborger,   in  vor* 

1)   Vgl.  M  339. 


l421.     Oct.  9.  381 

tijden    ichlesweike    wine    vnde    parte    schepes    van    den    Spanyerden    genoinen 

weren,  de  to  Rossele  van  ichteswelken  van  der  vorscreuenen    henze  tegen  der 

gemeynen     vorscreuenen    henzestede    ordinancien    gekofft    vnde     in     Engeland 

gebrocht   worden,   den    ergenaaten    Hinrike  vnde  Hinrike  van  den   vorgerorden 

heren   radessendeboden   togevunden   vnde   togesecht    ward^   dat   se   sik  zainent- 

iijken  vnde  besunderen  holden  mogen    an    de  yennen^    de   alsodane   wine    vnde 

parte    schepes,    alse    vorgerored    is,    tegen    der   stede   ordinancien    gekofl't    efte 

entfangen   hebben.  vnde  sik  ok  an   ere  gudere    holden   mogen    mit    rechte,   wor 

se  de  ankomen.  vnde  hijrvmme  bidde  wij  eynen  jewelken,  dar  desse  ergenanten 

H inrik  vnde  Hinrik  tokomende  werden^  dat  se  en  zamentliken  vnde  besunderen 

in    vorderinge  eres  vorscreuenen  scliaden   vmme  des    rechten    vnde   vnser   bede 

willen  truwelijken  vorderlik  vnde  behulpen  sijn,  wente  wij  dat  in  eynen  gelijken 

g^€*rne  denken  to  uorschuldendo,  wor  wij   mogen,  vmme  eynen  jewelken.     Vnde 

dosses  to  merer  tuchnisse  is  vnser  stad  secret  gehenget  vor  dessen  breff.    Datum 

anfio  Domini  MCCCCXXP,  ipso  die  beati  Dionisii  martiris  et  sociorum  ejus. 

Narh  einem    Vidimus  des  Bisohofs  Jnhann  von  Lubeck  vom  10,  Febr.  1424.^ 

Vier  Zuversichtsbrie/e  des  Raths  von  Lubeck.     1421.     Oct.  16. 

Domini  consules  dederunt  litteras  suas  respectiuales  Hinrico  Schencking, 
Bertoldo  Langen,  Hinrico  van  der  Linden  et  Johanni  van  der  Linden  ad  con- 
sules et  capitaneos  terre  Frisonie  Suderhoueden  et  Bulerwig  pro  assequendis 
quibusdam  eorum  bonis  ibidem  abductis  et  submersis  et  periclitatis,  vnde  pre- 
f^ati  ornnes  promiserunt  coniuncta  manu  dominos  consules  pretextu  illius  penitus 
al)  omni   defectu  indempnes  preseruare. 

Et  simili  modo  dederunt  litteras  suas  respectiuales  Hinrico  Schencking 
ft  Andree  de  Hachede  ad  capitaneos  et  incolas  communes  terre  Dytmarcie  pro 
sssequendo  ibidem  similia  bona  submersa  et  periclitata.,  vnde  prefati  promi- 
serunt coniuncta   manu   dominos  consules   indempnes   preseruare. 

0  Die  Beglanbignng  lautet :     Wij  .Johan,  van  Godes  vnde  des  peiiestliken    stoles   gnaden   biscop  der  kcrken 

to  Lnbeke.     Bekenncn  vnde  betugen  openbare  in  desser  scriflft,  dat  wij  gezecn  vnde  mcrklikcn  bcbben  lezcn  bored 

eynen  opeoen   breff,    besegeld  mit   der   stad   Lubeke    angcbangeden    secrete,   welkcn   breff  wij   gantzrn,    gerccbten 

Tode  Toaorsereden  an  scrifiten,  permynte  vndo  ingesegolo  vnde  slicbtcs  allcr  vordechtnisso  vndo  arges  wanes  anicb 

bemnden  bebben  van  worde  to  worde  hidcndo,   alse   hijr    nascreuen    steyt:  —  —   —   Vnde   dat  wij   biscop    Joban 

Torbenomed  dessen  Torscreuenen  breff  in  aller  wijse,  alse  vorscrencn   is,   bcvundcn   bcbben,   so    bebbe   wij  des  to 

merer   witlicbeyd  vnse   ingesegel   hengen   beten   vor  dcsse  scrifft.     Datum  anno   Domini  MCCCCXXIIIlo,   ipso   die 

be«te  Scolastice  virginis. 


as  1421    Oct  16. 

Donimi  coaaatg:i  4g4ermml  Utirram  soaoi  respeciiualem  TydekinoBerchuseo 
ad  Sybeten.  hoaetlise  im  KostriBgeik  pro  asseqoendo  vnuin  lerlingum  panni, 
¥Bde  idem  Tjdekiaos  el  Jaeabvs  Bcamslede  promiserunt^  domiiios  consules  ab 
•oiai  defeclu  penito:^  UMleiapiics  presemare. 

DutiUAt    ciMiiiuiesft  detWmal  kiterani  suain   respectiiialein    Petru    Misturpe 


ad  alderuiaAAtt^  euiiiauuiiiuiL  meffcalonioi  haiise  Tbeutonice  Brugis  Flandrie 
pru  ass^equeadisi  «{iubu:>daf&  koat:^  ibtdeoi  per  mortem  Hinrici  Mystorp  derelictis, 
vude  ideui  Petru^  Nii^arp^  Ladekiass  Rslio^  el  Policarpus  Dartzowe  promiserunt 
douiiito;^  ctinsules  prete^Ltii  Mims  coaittncia  manu  penitus  indempiies  preseruare.* 

>;«rA   Imigrmaumn   i^  Smtder^imdAmdU  rom  J.  1421,  GaUi. 


CCCLX. 

yffrpaaicufuf  ffffUis  Gruridjtict;^  in  Padelugge.     1421.     Oct  18.^ 

lliiiricus  Hjtinecuaan^  %tlticas  in  Padeluche^  pro  se  et  suis  heredibus 
coram  libro  reco^iuouU.  5e  recepisse  a  Ludekino  Nienstade  et  suis  heredibus 
viiam  curiam  ibtdeui  in  Padelucbe  cum  suis  agris.  Frustis  et  terris^  sicut  iacet, 
in  hurauu  pro  quibu:>  dictu:>  Hmrtcus  Hanueuiann  dicto  Ludekino  et  suis  here- 
dibus aiitiuatuu  dabil  V||  marcas  lab.  den.  et  quartam  gharuain  pro  hura. 
Insurer  dictus  Hiuricus  Hannemann  pro  se  et  suis  heredibus  coram  iibro 
rtHo^uouil>  se  tenert  dicio  Ludekino  iNienstade  et  suis  heredibus  in  XLII  inarcis 
lub.  den.  aiiucabiiiler  persoluendis.  Insuper  Nicolaus  Gerdes,  Johannes^  Johannes 
el  iMari|uanlus.  tilii  dicli  .\icoiai.  coniuncta  manu  promiserunt  antedicto  Lude* 
kino  ^lensUde  el  suis  heredibus  pro  Hinrico  Hannemann.  videlicet  quod  I 
ilirlu>  llinru  us  llannemann  colere  debet  diclam  curiam  in  Padeluche  per  quinqoe 
iuinos    intejsios  sequentes  et  super  dicta    curia    manere   absque   dolo  et  fraude. 

.Vv4\-.%   :••••?*    ImsKfiff^M  Ycjf  Siexiffrstuiitlfmcks  rom  J.  142 fy  Luce. 

I 

CCCIiXl. 

J)vr   liittl^  **<*'♦  Strahutni  t^rsucht  den  Hath   von  Lubeck   um  seine    Vermittelung  zvt 
liiicktjuhf  von  iiiiivrn  aus  einem  von  Holsteinern  genommenen  Schiffe.    0.  X 

\  hhr   viniilhke   ^ruthe   vnde  wes  \vy   gudes    vormogen    tovorn.      Ersain 
liMirn   hi'irii   vmlr   vrundc.      Kllike  vnser  borgere  hebbet  vns    vorstan    laten, 

I)  /<iivrirti(^liihliiii«lr  (Un  IvAihii   \\\  KrbschafUauigclcgttDheitun  nach  8cbr  verochiedenon  Gcgenden  bin  kumi 
IiUiiHk   v*"       '^"*'^'  liUullKi^r  wunUn  8olobe  Bricfc  vou  andcrn  Orten  bior  zur  Legitimation  producirt. 
y)    V«l.    Ii«l.    V   .W  MW.  3)  Vgl.  JVf.  364. 


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1421.     Nov.  17.  385 

en    to    der    Wysmer   to   wetende    wart,    dat    en    schip    schole    vthghezegelt  sin 

vth    der    Trauene^    dar   vnse    borgere    vnde    ok    de    iuwen    gud   ynne    hadden^ 

dat   de  Holsten  scholen  genomen  hebben,  vnde  wy  doch  men  alle  gud  mit  den 

Holsten  hereri  weten,  vnde  oft   welkem    van    eren    mannen    to    vs    wes    schelde 

sunderges,  dat  steit  vppe  iw  vnde  den  andern  steden^   ouer  vs   rechtes   mech- 

£igh  to  wesende.    Worvmme  bidde  wy  iw,  leuen.sundergen  vrunde,  dat  gi  willet 

ffuwe  bodeschop  darvmrne  senden    vnde    vorhoren,    wo    sik    dat    heft^    vnde  dat 

tp^arbeyden,  also  wy  wol  weten,  dat  gi  glierne  don,    dat   vnsen    borgheren   ere 

^mjd  wedder   werde.     Dat   wille   wy   gerne    vordenen    vnde    begheren    des    iuwe 

sirvtwerde.     Scripturn  Feria  secnnda  ante  beate  Elisabeth,  nostro  sub  secreto. 

Consules  Stralessundenses. 

Aufschrift:     Ersamen  wyzen   mannen,  heren  borghermesleren    vnde    rad- 
(r»3nnen  der  stad   Lubeke,  vnsen  leuen  sunderghen  vrnnden,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  Resten  des  au/gedruckten  Siegels. 

yiargarethey  Wittwe^  und  Wilhelniy  Sohn  des  Reyner  von  Calven,  verkaufen  dem 
Godeke  Pleskow  15  rri^  Rente  aus  ihrem  Dorfe  Gross  Schenkenberg  fur 
250  m^.     1421.     Nov.  22. 

Wilhelmus  de  Caluen^  filius  doinini  Reineri  bone  memorie^  et  Margaret  a, 

felicta  dicti  donnni  Reineri,  pro  se  et  siiis  heredibiis  coram  libro  recognouerunt, 

*e  coniuncta  manii  vendidisse  pro  \U^  rnarcis  lub.  den.    Godekino  Plescawen  et 

Suis  heredibns  XV  mrc.  lub.  den.    redditus    in    et    de    villa    eorum    tom    Groten 

Scbenkenberge,  videlicet  super  quolibet    festo   Pasce    medias    et   super   quolibet 

festo  Michahelis   subsequente    medias    amicabiliter   et   expedite   dicto    Godekino 

sut  suis    heredibus  persoluendas.      Sed    tamen    idem  Wilhelmus,   Margareta    aut 

eorum   heredes  obtinuerunt  se  reempcionem   prefatorum   reddituum   pro    prefata 

samma,  quando  dicto  Godekino    aut    suis    heredibus    per    medium    annum    ante 

preintimarunt.      Eciam  Wilhelmus    et  Margareta   promiserunt   Godekino    et   suis 

heredibus,  quod  Benedictus  de  Caluen   ad   hoc  adhibere  debebit  in    sua    aperta 

//ttera    sigillata    suum    consensum   et   voluntatem.      Insuper    idem    Wilhelmus   et 

Margareta    aut    eorum    heredes    preFatam    villam   nullo    modo    debent    alicui    in- 

pignorare,  vendere  seu  alienare,  donee  dicta  venditio  antedicte  ville  reddituum 

Sodekino  Plescawen  aut  suis  heredibus  durabit. 

Nach  einer  Inscription  den  Niederntadtburhs  vom  J.  1421,  Cecilie. 


^w. 


},uuOino    led   Hs^r^ns  Alhr'cnt  -dh    :iiehju!n   »ind  Lindmrg   uber  den  Empfang  der 
.'/I   ^^tnrf'   14:21  'aHuwn   S^ftcfuste^fer.     t42L     Nor.  28.* 


O) 


»v  .r  yhr^ticu.  /«>u  *Wu&  sn^iaan  hi^rtramt  xu  Sacbsen  vnd  zu  Luneiiibua 
LHaiCTf^graue-  ul  rhhuiLsieAi.  irss-  iit*iiieHi  Bai]us«rbrm  hecks  ertzniarschalk  vnd  kur- 
:ar&€e.  3«H6iMHurfi  #ifefuJJira  /ml  Uiiui  kunc  out  lii&sen  briue  alien  den,  die  in 
3«fieii  iuer  lurtffi  .e:i«^fi»  laat^  'lie  erttaroa  vhiI  wiesen  burgeriueistere  vnd  rat- 
uaiJAie  ler  ?iai  I.uAiie«k.  viustfn?  liiHieu  ci«tsuniierB«  soliehe  jerliche  sture,  die  sie 
ieiii  itftiijsHi  rtctfi^  jtlicau:^  sien.  viu^  «4m  «ii»  richs  wegen,  als  vns  dieselbe 
'^;.ui^'  V  :a  *?c:i«^  'tHxranMAin  i^sc  vua  «ius»*fu  pare  folkdnilich  und  wol  beczalt 
liiuif!^  nu  iurvitia  ?<;  ^^"^^  wir  vuii  taa^iea  die  egenauten  burgernieistere.  rat- 
iiatiii-  aa  we  ^uii%.^e  .:r9ue^iie  •it*r  9C;iC  Lobek  der  vorgeschrebin  sture  voo 
ai^^^ui  aie  ^•-Miziiv:*!  |Hiiic,  .etti^  vmi  lu;^w  Hit  vrkund  dis  brines  versegilt  iiiit 
vri5<'Mi  i4i;^^»uiiiL*'»i  u^r^*^^»J*  •iebin  au  Witteuiberg,  nach  Gotis  gebort  virczen- 
'uaiue4«     a«    ii^ittac*.!     ui  n^vtivrnie^ewtsttcfti^sitea  fare,  am  fritage  nach  sent  Kathe- 


'r      i'..  •'     '  i   Nf'iu-i'i/Ki    et^iitfftuit  he  Butft  u,m  Terwendung  fur  die  Ruckerstattung 
ui>    S.'Uff^^    itv^  C'uMii^  cy^tuJDuhmxnfr   ^nd  der   in  deinselben   genommenm 

\  ri^e  ^tuturik'*   4,1  uce   %tiae   we>   wy   ^udes   vorniogen    tovorn.     ErsanieB;^ 
Icucii    wunJo       ^:istf   i>%iixi^ere  hebbet  vs  clegheliken  gheclaget,  dat  de  Holstei 
bcuu   >iuvic  otv   >iuJct$aCv«   t*n  ^toten  schaden  dan  hebben   vppe    der  zee  vnd( 
iukIi   vtUc   vist^iv  Jvu   ^Hvic  >uuderluti**s  »m  erne  schipheren  Clawes  Zeiandesuarefj 
d.u    \%\    i^^    v^v>l   01    atl    ici^K'>^^^*^^«»    hebbeiu   de    vth    iuwen    hauen    zegelde    vni 
^ht*iu»uun    js,  vIvU    vK*    ^u>^n    \ele    ^udes^    vune    badden^    vnde    ok    de    van    del 
iuuuNwolvIo   ^uv{   xtjuo   njvlJeii.      Ntmue    wes  willen,   leuen    vrunde,   wy    iw   vlil 
likni    iMvlvlon,    al>o   x^"^    '^^^    ^*^^^'    stndere    vrunde,    Haniborgh,    Rostock,    Wysnie^ 
^hrlMMlrii    vuvlv*   >ouuu'u    Iw'bbiMu  dut  iti   iuwe  drapliken  bodeschop   willet  sendi 

I)  V.I   M  <*> 

M   |>u    l»»i«Hui:    lu».   iliivu  iiuuivl  tu   vlciw   Au>  •W   ;>6i>    und    370    ersicbtlicbcu  Zusammunhaog   dicscr   Ai 
It  M  nliou   Dill  »lv  .     ..K  kIi6i»vi:;   6ui  S|.iuvhc  gvkomiucucii  AUciiduug  eincr  Gcsandtschafi  der  Stfidtc    uach  Flcnsbl 
/III    \m^kI»  •*  •"•>«r.  »*^"*  Suvii>  Awijiohvu  Koui^j  Krioh  uud  den  Uerrcu  von  Uolstein. 


1421.     Nov.  28.  385 

mil  den  van  Hamborgh,  de  wy  dar  sunderliken  vmme  beden  hebben.  to  den 
vorscreuenen  heren  van  Holsten^  bearbejdende  truweliken,  dat  vnsen  borgheren 
ere  ghenomene  gud  wedder  werden  moghe  vnde  dat  se  vs  gbeneten  laten  der 
grolen  koste  vnde  arbeit^  de  wy  vinirie  eren  willen  ghedan  hebben  vnde  mit 
en  anders  yo  nicht  en  weten  wen  alle  vruntschop^  vnde  de  vnsen  ere  gud 
^vedder  laten  werden.  Vnde  oft  dat  schen  nioge  edder  nicht ^  bidde  wy  vs  to 
scriuende  by  den  ersten,  wente  wy  dar  also  nicht  mede  besitten  willen.  Leuen 
vrunde,  hir  willet  iw  gutliken  ane  bewysen,  alse  wy  weten,  dat  gi  gerne  don. 
Dat  wille  wy  gerne  vordenen.  Sijd  Gode  beualen.  Scriptum  feria  VI*  post 
sunte  Katherine,  nostro  sub  secreto. 

Consules  Stralessundenses. 

Aufschrift:     Honorandis    inagne   sapiencie  viris,  doininis  proconsulibus  et 
corisulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  sincere  preamandis,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  Resten  des  aufgedrUckten  Siegels. 

Der  Rath  von  Grei/swald  richtet  die  gleiche  Bitte  an  den  Rath  von  Lubeck.     0.  J. 
(1421).    Nov.  29. 

Vnse  vruntlike  grute   vnde    wes   wy   gudes    vorrnoghen.      Leuen    vrunde. 

Wyklaghen  Juw,  dat  de  heren  van  Holsten  vnde  ere  vnderzaten  vnsen  borgheren 

groten  schaden  dan  hebben  vppe  der   zee    vnde    noch    dAn,    vnde    in    dat   leste 

bebbet  zee  ghenomen  enen  schipheren  ghenotnet  Clawes  Zelandesuarer,  vnsen 

borgher,   de    vte   der    Trauen    ghezegheld    was,    dar   juwe    borghere,    borgher 

vamme  Sunde  vnde  vnse  borgher  ere  gud  mede  inne  hebben,  dat  de  Holsteschen 

M  Jbenomen  hebben,  doch  wy  nyne  veyde  edder  arch  mit  en  wusten,  dar  see  dat 

vmme  don.     Worvmme  bidde  wy,  leuen  vrunde,  dat  gy  mit  juwen  boden  willen 

arbeyden  to  den  Holsteschen  heren  na  der  besten  wyse,  dat  see  dat  ghenomene 

gad  laten  wedder  werden,  den  id  tohoret.     Wat  juw  darvan  wedderuaret,   alse 

eft  dat  sebeen  kone  edder  nicht,  dat  gy  vns  des  een  breflik  antwerde  benalen. 

Screuen  in  sunte  Andreas  auende,  vnder  vnsem  secrete. 

Ratmanne  to 
Grypeswold. 
Aufschrift:  Den  erebaren  vornomener  wysheyd  mannen,  heren  borgermeste- 
ren  vnde  ratmannen  der  stad  Lfibek,  vnsen  sunderghen  ghunstigen  guden  vrunden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  Resten  des  aufgedruckten  Siegels. 


rri- 


K  -Z    ^ 


SAf  da  Cbaa  Sedandsvarer  genommen  hahe 

y   wfkd  der  genommenen    GuU 


%ctii» 


Clm^s  Selandesvarer  nemen   vor  df 
fcil  ersre  er  houetrnan 
Oyefcorch, 
Borch, 

e  horde   de   snycke    to   vnd( 


IB  deni  bode  to  Oidenborch, 
ffinmii   Giuieciiiaa^  Iftroder,   ok    wonaftich   in  dem 


IVc^r  iji^M<u  >«uiMi  to  Scietuvanfe. 

Ct9L^e«s  H^rti^uk  ian^iw^  to  Edmriidrdte. 

t^irti;:^  JoiNbtt  >uu^.  tor  tj^it  iMide  bi  OMenborch, 

H^itt%MiH  viioe  (te¥tntM\  Uer  t^mr  tooame  veid  ik  nicht,  ok  vth   dem  lande 

ViKtwt.  evH  :iiUj(tii«ut<.  :$tH«ra  t!im«iiiteti  wett  ik  ok  nicht. 

Vv^iitiKH  itH4iv\h»  iM»  iiim«H^  ^r$t  5lar^iiard  van  Sicgem^  deme  geuen  se 
o%»»  ii^va^«a:o  iiUkt^M^  Ul  cutiut»ti  $ulhr$.  hirm  U  broder  van  Aneuelde^  de  qwemen 
t%>  Oil  v|>  sl^ii  sii^aiK  i%^«  ^iTAjtm  $^  I  Eau$l  s<4les  rude  I  tunne  raues  vnde  VI 
tWii^vi  wi>fiK*i.  atti^^r  ltN%i*Nt  $tf  uk  ite  iwrscreoen  deues  in  eren  gebeden. 
UviH  Ul  %\i  ^^ui  iV^4*'4l>t»4§^r^  Ar  ¥0^4  bi  Kdenvirde,  dem  geuen  se  XIX  tunnen 
vvi^vvv  Ut.vNi.H  .Wao  %€!<$.  XVIttL  $utt%fer  ifc  $e  vlhgeret  hadden,  de  wonen  tor  1 
\ivS4cvi.wK  u»  tuikciiWivh  >iti^  Kdt^ii^tJnfc.  Item  ok  krech  Breide  Rantzowe 
viiUt  xviiv  %%^WlHvu  ^vwi  vieii  Ijiktfu.  A^  $i?  de  XII  lakene  wedder  kregen,  der 
viv^v  Mils   vKtt   aulu>>ii<K^  l^  dk  b^ftb^  wech  voren  in  sinen  vodersacke.  ^ 

\v»;iuui     uiiivu  >te^  >«tb  vitMM  $cbep^  III!  teriinge  wandes^  XIII  last  soltes,; 
\   xUkK^^    lvvM^vii4KV!wvhe<v    ^Ul    kv/rf   rifkehtiite,    llll^^    punt    cypollensad,   I    tunne 
\.i»Hx  \uvK^   I   vvu»U^i   >fcal54^^ck^^  I  tumie   vlakvissches,   I   kisten    mid    klederen 
\Mvlv    »nit   ivvU^**    |,»voniM*^w^  itU  ^ud   ;ilie  XL  mark  iubesch,    noch  I  kisten  mil 
kUsUiVM   Nu^v  uiU  (.HHaua^^M^  «l4  ^ud  ^le  XXX  mark  lubesch,  noch  C  guld 
\MvJv  \\\  i^Mlvicu   ti*   i¥4^H  ^i^ld^.    Item  X  mark  lubesch^  ok  rede  penninge, 


(1421.)  387 

se  nernen.     Item  L  mark  sundesch^  de  se  dem  schipheren  nemen  an  angkeren 
vnde  an  toiiwen.     Item  VIII  engelsche  deken  vnde  I  blau  ypersch  laken. 

Naeh  einer,  vermuthlieh  einem  der  Brief e  au»  StraUund  oder  Grei/atoaid  abaehriftlich  ang^legtenj  Au/zeichnung  auf 

einem  Biatte  Papier, 

GCCIiX¥II. 

Der  Rath  von  Lubeck  ersucht  den  Rath  von  Wismar  um  dessen  TheUnahme  an 
etner  abermaligen  Verhandlung  in  Flensburg  und  Gottorp^  um  die  Ange- 
legenheit  ztvischen  dem  Konig  Erich  und  den  HoUteinischen  Herren  zu 
Ende  zu  bringen,  wobei  auch  die  Seerduberei  zur  Sprache  kommen  konne. 
1421.     Dec.  1. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wij  ghudes  vormoghen  touoren.  Er- 
satiien  leuen  vrunde.  Alse  gij  wol  weten,  dat  wij  latest  de  ersamen  hern 
Hinrik  Rapesuluere,  vnses  rades  borgermester,  vnde  her  Tideman  Morkerken, 
VQses  rades  cumpan^^  vmme  des  gemeynen  besten  willen  gesand  hadden  bij  den 
beren  koning  van  Denemarken,  alse  van  des  vnwillen  wegen  twisschen  dem 
suluen  heren  koninge  vnde  den  Holsten  heren^  de  doch  to  Copenhauene  legen 
^ol  VII  weken  mit  groten  kosten^  darsulues  wachtende  des  heren  koninges 
^okumpst,  also,  leuen  vrunde,  vorarbeydeden  vnde  bewijseden  sik  de  erbeno- 
^^eden  vnse  vrunde  in  den  dingen,  alse  se  vlitigest  konden  vnde  mochten,  dar 
se  bij  den  vorscreuenen  heren  koninge  na  weruen  vnde  ramen,  de  se  mit 
sik  hadden  van  den  Holsten  heren,  alle  dinge  gemened  hadden  to  eynen 
gantzen  vasten  ende  to  bringende,  des  doch  vmme  ichteswelker  artikele  willen 
van  den  Holsten  heren  vtgesat  nicht  schen  en  konde,  also  dat,  dar  de  here 
Wing  vor  eynen  ouerschedesheren  eft  ouerman  vtgesat  hadde  den  Romischen 
koning,  de  Holsten  heren  vtsatten  dat  Romesche  rijke  etc.,  vnde  ok  andere 
stucke.  Vnde  vppe  dat  nu  der  groten  kosten  vnde  arbeyd,  de  gij,  de  van 
Aozstoke,  van  dem  Stralessunde  vnde  wij  hijrane  vakene  vnde  lange  tijd  truwe- 
liken  vnde  mit  vlite  gedan  hebben,  nicht  gans  vorloren  ensin,  hebbe  wij  ouer 
vorarbeyden  laten  vormiddest  den  ergenomed^n  vnsen  vrunden,  dat  de  here 
Jconing  bynnen  den  achte  dagen  na  sunte  ISicolai  dage  erst  tokomende  wesen 
wi]  to  Flensborch  vnde  de  Holsten  heren  to  Gottorpe,  vnde  wij  hopen  to  Gode, 
wanne  juwe,  der  van  Rozstoke,  der  vamme  Sunde  vnde  vnse  vrunde  darbij 
komen,  dat  alle  ding  wol  vppe  gude  puncte  geordineret  werde,  wente  de  here 
koning  in  den   dingen   gerne  sprake   liden  wil    mit   den    Holsten    heren.     Vnde 

49* 


388  1421.     Dec.  1. 

weiite  de  here  koning  jw^  de  anderu  vorscreuen  stede  vnde  vns  in  sinen  breuen 
gebeden  heft,  dat  wij  de  vnsen  mede   senden   to    deni   dage,   alse    gij    in    sinen 
breuen  wol  vinden^  so  bidde  wij  iw,  dat  gij    des    nynewijs   envorlecgen,  gij  en 
hebben    jiiwe    vrunde    sunder  afttoch    hijr  an   deni    midwekene   erst    tokomende 
vort  ouer  achte  dagen   des  auendes   in    der   herberge^   de   van    stunden    an  des 
donredages    darna    mede    vort    rijden    inogen    vppe    den    dach,    wente   gij  wol 
irkennen.  dat  vns  alien   dar   grote    rnacht   ane   licbt^    dat   de    vnwille    to   guder 
zate  konien   niochte.     Ok  is   vns    alvmme    nod,   ernstiiken    to    sprekende    beyde 
mit  den    heren    koninge    vnde    den    Moisten    heren    vnime    den    groten    schaden 
vnde  zerouerye,    de    vns    alvmme    geschen    is    vnde    dachlikes   schut,    dat  vns, 
vnsen    steden    vnde   den    vnsen   to   groten    hindere    vnde   vorderue    kumpt.     Si|l ' 
Gode   beuolen,    vns    desses    eyn   vnuortogerd    antword    to    scriuende  bij    dessein 
boden.     Wi)    bidden    ok,    leuen    vrunde,    dat    gij    desse    anderen    breue   sunder 
zument  ouer   de    nacht   senden    to   Rozstoke,   wente    dar    hastlik    nod    mede  is. 
Vortmer,  leuen    vrunde,    bidde   wij  iw,   dat   gij  juwen  vrunden,    de   gij    to  dem 
vorscreuen    dage   sendende    werden,    vulle    macht    mede    gheuen,    den    Holslen 
heren   velicheyd   to  zecgende  vor  den   heren  koninge  vnde  de  sinen   to  vnde  aff, 
alse  eft  de  Holsten  heren  vppe  des  heren  koninghes  breff  nicht  rijden  enwolden, 
alset  ok  ouerme  jare  schach,  wente  wij  den  vfisen  alsodane  macht  mede  geuen, 
dat  86  mit  den    juwen    vnde    der  andern    vorscreuen  stede    sendeboden  darvore] 
secgen   mogen,  eft  des  behoflF  worde.     Screuen  vnder  vnsem  secrete,  des  man- 
dages  na   sunte  Andree  dage,  anno  XXI. 

Consnies  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus    et    circumspectis  viris,  dominis   proconsulibus 
et  consulibns   VVysmariensibus,  amicis  nostris  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu    Wismar.     Mit  noch  erhaltenem  aufgedrncktftm  Secret. 

CCCIiXVIlI. 

Knuiq  Ertch,  unter  miederholten  Klagen  iiber  die  Feindseligkeiten  der  Holsteiimchm^ 
Herren,  bittet  den  Rath  von  Lubeck  um  seine  Theilnahme  an  einer  Yer^^ 
handlung  mit  denselben.     1421.     Dec.   5.  , 

Ericus,  Dei  gracia  Dacie,  Swecie,  INorwagie, 
Sclauorum  Gotorumque  rex  et  dux  Pomeranie. 

Unse  vruntlike  grute  tovoren.    Wetet,  guden  vrunde,  dat  wi  juwen  brel 
vns  nulekest  ghesant  vornomen  hebben,  dar  gij  inne  schriuen,  wo  gij  by  vnsemi 


392  1421.     Dec.  6. 

Euerdes.  Jurien  vnde  Tydeke  brodere  gelieten  de  Jurigen,  eruen  hern  Tydeman 
Jungen^  Hans  Lange.  erue  Marqwart  Langen,  Clawes  Syole,  erue  Hinrik  Luderod, 
her  Johan    van    Hamelen    vnde   Hans   Crawol,   vorrnundere   hern    Schotlen,    her 
Johan    Cierwer,    erue    sines   vaders,    Hinrik   Berlin,    erue    Johan    Warendorpes, 
Hans  Luneborch,   erue  sines    vaders,    Johan    Crawei,    erue    sines    vaders,   Hans 
Chngenberch  vnde  Tyiiime  Hadewerk,  vorrnundere  Jermers,  Vromolt  Warendorp, 
vormunder    Hans   Clingenberges,    Hans    Clingenberch.    vorniunder    Perlzeuales, 
Kersten    vnde   Hans    brodere   van   Rentelen,   eruen    eres    vaders,   her   Lodewich 
Crull,  erue  Olrik  Nienstades,  Clawes  Bromes,  erue  Blornenrodes,  Tydeke  Brekel- 
velde    vnde   Kersten    van   Rentelen,    eruen    Pepersackes   vnde    Bertramnies  van 
Rentelen,  Tynime  Hadewerk,  vorrnundere  Bodenwerders,  Hans  Krawel.  vormunder 
hern  Dancqwardes  vam  Zee,  her  Cord  Brekewolt  vnde  her  Tydeman  Tzerrentin, 
vorstendere  des  werkhuses    sunte    Peters,   Clawes    Bromes   vnde   Gotschalk  van 
Wickede,  vorrnundere  Euerd  Klingenberges  vnde  vorstendere  des  gasthuses  in 
der  molenstrate,  vor  vns  vnde  vor  vnse  eruen  vor  deni  rade  vnde  jegenwordich 
vor  deni  boke  hebben   bekant,  dat  wy  alle  vnde  en  jewelk  tor  noghe  entfangen 
hebben  van  den   ersamen  heren   borgermestern    vnde    ratmannen   to   Luneborcb 
allent,  wes  vns  vnde   den,   der   wy   eruen,   vorrnundere  vnde  nakornelinge  sind, 
van  vorbreueden  houetstole    boren   niochte,    weike   houetstol    vnde    houetsumme 
sundergen    in   den   breuen,    de   wy    van    en   darvp   hadden,    genoniet  stan.    Der 
suluen  houetsunime  vnde  breue,  de  vor  desseine  daghe  van   dern   erbenoineden 
rade  to   Ijuneborch,    van    eren    radeskunippanen    vnde    borgeren    sint    gegeuen, 
vnde  vortiner  der  nianinge  vnde  sculdinge,  de  wy  bette  herto  van   der  erbeno- 
nieden   breue  wegen  to  en   hebben  gedan   odder  noch  don   niochten  vninie  vnse 
nastendige  vorsetene  rente  vnde  allent,    des   se   vns   vnde    vnsen    eruen,  vnsen 
nakonielingen   vnde  den  jennen,  der  wy  in  desser  zake  eruen  edder  vorrnundere 
edder  vorstendere  sind,  wente  an   dissen  dach    plichtich    niochten    sin   gewesen, 
do  wv   ene  gantze  vorticht  vnde  laten  des  den   vorscreuenen   rat  to  Luneborch, 
eres  rades  kumppane  vnde  borgere  quid  vnde  los,  nynerieye  wis  darvp  to  zakende 
edder  darvnime  to  manende  in  tokomenden  tiden,  vnde  hebben  darvp  to  erer  behoff 
van    vns   geantwordet   sodanne    breue,    alse    wy    vppe    de    suluen    houetsummen 
vnde    rente    van  en    besegelt   hadden.      Doch    so    synd   hern    Clawes    van    Vrden 
breue  vorlecht,  darvore   loue    ik   Johan    Dartzowe,    ratrnan    to    Lubeke.^    dat   ik 
vnde  myne  eruen  den   rat  to  Luneborch   van  der  wegen  schadelos  holden  wille. 
Were  auer  dat  darenbouen  noch  jenige  breue  vor  dissenie  dage   gegeuen   vor 
bracht    worden,    de    vns    edder    vnsen    welken   vorbenomet,    vnse    eruen    eddei 


1421.     Dec.  6.  393 

uakomelingen  edder  den  jennen,  d^er  wy  vormundere  vnde  vorstendere  sind, 
anroreden  disser  vorscreuenen  zake  haluen  vnde  dar  men  den  velebenoaieden 
rat^  eres  rades  kumppane  vnde  borgere  niede  manen  vnde  sculdigen  eifte  manen 
edder  sculdigen  laten  niochte^  de  scholen  maclitlos  wesen  vnde  en  nicht  to 
schaden  koinen.     Jussu  doininorurn  Hinrici  Rapesuluer  et  Conradi  Brekewolt.  ^ 

Ncich  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1422,  Reminiscere. 


CCCIiJLXIL 

J^er  Rath  von  Rostock  sckreibt  dem  Rathe  von  Lubecky  dass  er  durch  plotzlich  ein- 
getretene  Umstdnde  gehindert  set,  Abgeordnete  nach  Flensburg  zu  schicken, 
erkldrt  sich  jedoch  im  voraus  einverstanden  mit  Allem^  was  die  Stddte 
beschliessen  werden.     1421.     Dec.   7. 

Vnsen  vruntliken  grut  myt  begerunge  alles  guden  touoren.  Ersamen 
leuen  sundergen  viunde.  Juwen  bref,  dar  gi  ane  begeren^  de  vnsen  to  sendende 
to  derne  dage,  dede  geramet  is  tuschen  deme  heren  koninge  van  Dennemarken 
vnde  den  Holsten  heren  to  Vlensborch  etc.,  hebbe  wi  rnank  anderen  worden 
wol  vornoinen.  Hirvmme,  leuen  vrunde,  willet  weten,  dat  wi  de  vnsen  dar 
alrede  to  geschikket  hadden,  to  deme  dage  to  ridende.  Nu  is  vns  alsuik 
notroflik  werf  angekomen  van  vnser  herscop  vnde  der  Wendeschen  heren 
wegen,  dar  vns  vnde  eren  landen  vnde  luden  alsodane  dyg  vnde  vorderf  ane 
licht,  dat  wi  to  desser  tijt  de  vnsen  dar  nicht  senden  konen,  dat  wi  iaw,  leuen 
vrunde^  bidden  nicht  vor  vnwillen  to  nemende,  vnde  wes  de  iuwen,  leuen  vrunde, 
dar  myt  anderen  der  stede  sendeboden  handeien    in    dat   beste  vor    vns    alien, 

dat   schai    vnse   wille   wol   wesen    vnde   gi   synt   vnser  dar   wol    mechtich    ane. 

Sijt  Gode    beuolen.      Screuen   in   der    vorhochtijt   vnser  leuen   Vrowen   concep- 

<^ioni8,  anno  etc.  XXI. 

Consules  Rozstokcenses. 

Aufschrtft:     Honorabilibus  et  circumspectis  viris,   dominis   proconsulibus 
et  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

l^aeh  dem  Original  auf  Papier.     Mit  Resten  des  aufgedriickten  Siegeis. 


I)  Nioht  alle  bier  in  Bezug  genommene  Sobaldverschreibungen  des  Ratbs  von  Lfineburg  lassen  sicb  nacb- 
weuen.  VgL  Bd.  IV  M  269.  Urk.-Bucb  d.  St.  Lflnebnrg  Bd.  2  M  1000,  1061.  Sudendorf,  Urk.Bucb  zur 
Oeech.  d.  Hen5ge  v.  Braunscbw.  u.  Liineb.  Tb.  5  p.  CXLV. 


50 


L 


ipso    iure   similiter    dicto    banno    irnperiali    subiaceret,    a    quo    nullatenus   extr^ 
heretur    nisi    prius    ab     ecclesia    beneficio    absolucionis    obtento;      et    insup^ 
ordinauerat,  ut  nullus  ecclesiasticani   personam  in  criminaii  questione  uel  ciai] 
ad  iudicem  secularem  trahere  presumeret  contra  easdem   canonicas  sanction  c 
et  constituciones  imperiales^  quod  si   secus    Taceret,    actor   a   suo   jure   cadeK*^ 
et  iudicatum    non    teneret   et   judex   foret  extunc  iudicandi  auctoritate   priuatus 
quodque    judices    tentporales,    qui    ciericis    et    personis    ecclesiasticis    iustici?mn 
denegare   presumerent,    tercio  requisiti  suam  iurisdictionem  amitterent.  consti 
tucionem    ipsam    de    consilio    eciam    fratrum    suorum    sancte    Romane    ecclesia 
cardinaliuNi^  qui   tunc    erant,    auctoritate    apostolica    approbans    et    confirmans. 
ipsam   mandauit  inuiolabiliter  obseruari  necnon  statutarios,  scriptores  ac  viola- 
tores    predictos    excommunicatos    eadem    auctoritate    nunciari.      Et    deinde     »d 
audienciam  diue  niemorie  Caroli  quarti^  eciam  Romanorum  imperatoris  semper 
augusti,    deducto,    quod   nonnulle   seculares   persone    in    potestatibus    et    ofliciis 
publicis  constitute,  videlicet  duces,  marchiones,  comites^  barones  et  alii  doinini 
temporales,  necnon  consules  ciuitatum,  opidorum,  villarnm  et  locoruni  rectores 
in  diuersis   prouinciis  eiusdem  imperii  Dei  timore  postposito   statuta   singula ria 
et  iniquas  ordinaciones  motu   proprio  et  de  Facto  contra    ipsas    personas   eccl^- 
siasticas  et  ecclesiarum    libertates    ac  earum   priuilegia   condiderant  iilisque    de 
Facto  et  publice   vtebantur  contra  canonicas  et  legititnas  sanctiones,  utpote  quod 

• 

nulla  bona  temporalia  in  potestatem  ecclesiasticani  transFerrentur  et  ne  clerici 
in  sacris  ordinibus  constituti  ad  agendum  et  testificandum  in  ciuilibus  et  maxima 
in  piis  causis  aliquatenus  admitterentur  quodque  excommunicati  laici  et  publice 
denunciati  in  ciuili  Foro  minime  repellerentur,  et  insuper  predicti  domini  tef'*' 
porales,  consules  et  rectores  per  secularem  potestatem  res  et  bona  clericorutYv 
occuparent,  arrestarent  et  oblaciones  cristiBdelium  imminuerent  atque  restri^' 
gerent,  exactiones  et  tallias  indebitas  de  bonis  et  redditibus  ecciesiarufn 
exigerent  et  extorquerent,  possessiones  ecclesiarum  et  personarum  earundeni 
deuastarent  incendiis  et  rapinis,  contractus  inter  clericos  et  laicos  legitifD^ 
Factos  ad  libros  ciuitatum,  villarum  et  locorum  predictorum  inscribere  et 
sigillare  recusarent  donataque  et  legata  ad  Fabricas  et  ecclesiarum  structuras 
contra  prelatorum  voluntatem  et  aliorum,  quorum  intererat,  temere  vsurpare 
presumerent  in  Fraudem  et  odium  clericorum.  de  bonis  eciam  et  rebus  eorun- 
dem  clericorum,  que  non  causa  negociacionum  sed  pro  propriis  eorum  usibuft 
per  eorum  terras  ducebant  seu  duci  Faciebant,  theloneum  exigere  et  recipere 
non  verebantur,  et  conFugientes  ad  ecclesias  et  earum  cimiteria  inde  extrahere 


1421.     Dec.  8.  397 

contra  canonicas  et   imperiales   sanctiones   huiusmodi    presumpserant   et   presu- 
mebant^  idem    Carolus    imperator   tamquani    cristianissimus    princeps   volens   in 
premissis  prouidere  de  reinedio  salutari^  eciam  de  quorundam  principum^  ducum/ 
coinitum^  rectorum  fideliumque  aliorum  sacri  imperii  sepedicti  consilio^  auotoritate 
imperial!  quecunque  statuta  et  consuetudines  predicta  tamquam  per   canonicas 
et  ciuiles  sanctiones  expresse  reprobata  cassauit^  irritauit  et  annullauit  ac  cassa 
et   irrita   niilliusque  esse  voluit  roboris  uel  momenti,    precipiens   sub    pena    im- 
perialis    banni    vniuersis   et  singulis  principibus,  dominis  temporalibus^    consuli- 
bus,    potestatibus    et    aliis    in    officiis    publicis    in    eodein    imperio    constitutis, 
quatinus  extunc  ipsorum  statuta    et    ordinaciones^    sicut    in    preiudicium    eccle- 
siastice  libertatis  edita   fuerant,  omnino  reuocarent  et  de  luce  tollerent  quodque 
secundum  ea  non  iudicarent  amplius  nee  sentencias   dictarent^    aut    eisdem    in 
iudicio  uel  extra  iudiciuin  quomodolibet  pro  se  et  contra  eandem  ecclesiasticam 
libertatern    potirentur.      Pronunciauit    insuper    el    eadem    decreuit    auctoritate, 
quod^    quicunque    iaicus^    cuiuscunque    status    aut    conditionis    extiterit,     ausu 
sacrilego  et  proprie  temeritatis  audacia  sacerdotem  uel   clericum  secularem  uel 
religiosum  di£Fidaret^  proscriberet^  captiuaret,  spoliaret,  occideret^  mutilaret  aut 
in   carcere  detineret,  uel  huiusmodi    maleficia    perpetrantes   scienter    receptaret 
uel  eis  fauorem   prestaret,  preter  penas  a  sacris  canonibus  et  legalibus  sanctio- 
uibus   in    tales    inflictas    eo    ipso    redderetur   infamis    et    omni    honore    priuatus 
nee  ad   placita   uel  consilia   nobilium    admitteretur  quouismodo^   hortans  insuper 
iu    Domino     et    requirens    ecclesiasticos    prelatos    in    illis    partibus^    in    quibus 
^ommitterentur  talia^  constitutes^    ut  legem    imperialem    huiusmodi    per    eorum 
^cclesias  ac    synodos    publicarent,    ne  transgressores  huiusmodi  per  simulatam 

• 

^S^oranciam  suam   valerent  in   hac    parte    maliciam    excusare^    prout    in    consti- 

^utionibus  et  sanctionibus   conciliorum    et  Honorii    predictorum   et   imperialibus 

Prefatis  plenius  continetur.     Cum  autem^  sicut   lamentabili   querela    venerabilis 

fi'atris  nostri  episcopi  et  dilectorum  filiorum  prepositi,  decani^  capituli^  canoni- 

corum  et  personarum  ecclesie  ac  vniuersi  cleri  ciuitatis  et  diocesis  Lubicensis 

nuper  accepimus^  nonnulli  principes^  duces^  comites,  barones  et  alie  seculares 

potestatcs    earundem    constitucionum   et    sanctionum    canonicarum    et    legalium 

forsan  ignari  contra  ipsas  ab  episcopo,  preposito,  decano,   capitulo^  canonicis, 

personis  ecclesie  et  clero  prefatis  ac  dignitatibus  et  aliis  beneficiis  ecclesiasticis 

forundem  communiter  uel  diuisim  forsan  tallias  et  gabeilas  et  alias  exactiones 

li/icitas    hactenus    extorserint    et    adhuc    extorquere    nitantur,    et    eciam    bona 

episcopi,  prepositi,  decani,   capituli,   canonicorum,   personarum    ecclesie,   cleri, 


1421.     Dec.  8.  399 

uel  fauorem  presencia  pro  monicionibus  et  requisicionibus  per  vos  de  ipsis 
Paciendis  tute,  secure  uel  commode  haberi  nequiret^  nos  vobis  moniciones  et 
*equisiciones  huiusmodi  ac  citaciones  quaslibet  per  edicta  publica  locis  affigenda 
)ublicis^  de  quibus  sit  verisimilis  coniectura,  quod  ad  noticiam  dictorum  cita- 
orum  et  monitorum  huiusmodi  peruenire  valeant,  faciendi  plenam  et  liberam 
oncedimus  tenore  presencium  potestatem,  volentes,  quod  moniciones  ac  requi- 
iciones  et  citaciones  huiusmodi  perinde  ipsos  citatos,  requisitos  et  monitos^  ut 
remittitur,  arctent,  ac  si  eis  facte  et  insinuate  presencialiter  et  personaliter 
xtitissent,  non  obstantibus  tarn  pie  niemorie  Bonifacii  pape  octaui,  eciam 
redecessoris  nostri,  quibus  cauetur,  ne  aliquis  extra  suam  ciuitatem  uel 
iocesim  nisi  in  certis  exceptis  casibus  et  in  illis  ultra  vnam  dietam  a  fine 
lie  diocesis  ad  indicium  euocetur,  seu  ne  indices  extra  ciuitatem  et  diocesim, 
:i  quibus  deputati  fuerint^  contra  quoscunque  procedere  aut  alii  uel  aliis  vices 
uas  committere  seu  aliquos  vltra  vnam  dietam  a  fine  diocesis  eorundem 
rahere  presumant,  dummodo  ultra  duas  dietas  aliquis  auctoritate  presencium 
ion  trahatur,  ac  de  personis  ultra  certum  numerum  ad  indicium  non  vocandis, 
|uam  aliis  constitucionibus  apostolicis  contrariis  quibuscunque,  aut  si  aliquibus 
i^oniniuniter  uel  diuisim  a  sede  apostolica  indultum  existat,  quod  interdiri, 
suspendi  uel  excommunicari  aut  extra  uel  ultra  certa  loca  ad  indicium  euocari 
non  possint  per  litteras  apostolicas  non  facientes  plenam  et  expressam  ac  de 
uerbo  ad  uerbum  de  induito  humsmodi  mencionem.  Datum  Rome  apud  sanctum 
Petrum,  sexto  Idus  Decembris,  pontificatus  nostri  anno  quinto. 

Nach  einer  in  die  Urkunde  rorn   1.  Mai  1430  au/geiwmmenen  Ahschrift. 

CC€EiXXlV. 

^'K/^hde  des  Ludeke  von  Buchwald  und  seiner  Sokne  Heinrich  und  Detlev.     1421. 
Dec.  10. 

Ik  Ludeke  van  Boekwolde  vnde  Hinrik   van  Boekwolde  vnde  Detleft*  van 

Boekwolde.  bevde  des  vorbenomeden  Ludekens  van  Boekwolden  sons.     Bekennen 

vnde  betugen  (u.  s.  w.  wie  gewohnlich  bis)  to  holdende  sunder  arghelist,  darumme 

dat  Borchart  van  Buekwolde,  des  vorbenomeden  l^udekens  van  Boekwolde  sone 

vnde  Hinrikes    vnde  Detleves    broder    erbenomed,    afighestoruen  is    in    der  stad 

to    Lubeke,    vnde    des    vorlate    wy   see    alle    samentliken    vnde    besunderen    by 

^ruwen  vnde  by  eren    vor   vns,    vor  alle  vnse    maghe    vnde    vrunde,   gheistlike 

^nde  werltlyke,  also   dat  en   van    vnses   vrundes   wegen    Borchardes    erbenomet 


400  1421.     Dec.  10. 

nunirnermer  inaninge  ofte  wrake  vmme  schen  en  schal,  vnde  louen  vort^  dat 
vry  ere  beste  willen  vfeien  (u.  s.  w.  me  gewohnlich  bis  zu  Ende).  Gescreuen  io 
den  jaren  vnses  Heren  dusent  verhundert  vnde  envndetwintich,  des  nriiddewekens 
vor  sunte  Lucien  dage  der  hilgen  juncvrouwen. 

Ncuih  dem  Original.  Mit  drei  anhangenden  Siegeln,  Die  Siegel  lasaen  doa  Wappenbild,  den  nach  rechts 
gekehrten  Bdrenkopf  mit  aufyesperrtem  Rachetiy  deutlich  erkennen^  die  Umschri/ten  jedach  sind  nieht  mtkr 
zu  leeen, 

Urfehde  des  Ludeke  von  Buchwald^  unter  Burgschaft  seiner  Vettern  Stvert  von  Buck- 
wald  zu  Johannisdorf  y  Scheie  Detlev  von  Buchwald  zu  Rethtmsch  und 
Lange  Detlev  von  Buchwald  zu  Sierhagen.     1421.     Dec.  10. 

Ik  Ludeke  van  Boekwolde^  knape.     Bekenne  vnde  betughe  (u.  s.  w.  wie 
gewohnlich  bis)  to  holdende  sunder  argelist,  darumme  dat  ik  in  eren  sloten  vnde 
vengnisse  vorwart  vnde  ghesat  was,  vnde    vorlate    see  (u.  s.  w.   wie  gewohMi 
bis)  dancke  en  alles  gudes.      Vnde   wy   Syuert   van    Boekwolde   to    Johanstorpe, 
Scheie  Detleii'  van  Boekwolde  to  der  Redewisch  vnde  Lange  Detleff  van  Boek- 
wolde   to   der    Syrawe,    knapen,    des    vorbenomeden    Ludeken    van    Boekwoldes 
vedderen,  bekennen  vnde  betugen  openbare  in  desseme  jegenwordigheu  breue, 
dat  wy  mit  samender  hand  gelouet  hebben  vnde  louen  in  krafift  desses  breues 
den  erbaren   heren,  deme  rade  der  stad  Lubeke  vnde  eren  nakomelingen,  vnde 
willen  en  dar  gud  vor  syn,  dat  de  vorbenomede  Ludeke  van  Boekwolde,   vnse 
vedder,  alle  desse  vorscreuen  articule  vnde  stucke  samentlyken  vnde  besunderen 
vnvorbroken  holden   seal    sunder    argelist.      To    merer    betuchnisse    alle    desser 
vorscreuen  stucke  so  hebbe  ik  Ludeke  van  Boekwolde  vorbenomed  myn  ingesegel 
mit  mynen  erbenomeden  medeloueren  ingesegelen  mit  willen   vnde  wolberaden 
mode   henget   heyten    an    dessen    bretl',    de    ghescreuen    is    in    den    jaren   vnses 
Heren    dusent   veerhundert    vnde   envndetwintich,    des    middewekens    vor   sunte 
Lucien  dage  der  hilgen  juncvrouwen. 

Nach  dem  Original.     Mit  vier  anhangenden  Siegeln.     Nur  das  des  Scheie  Detlev  ist  noch  erkennbar. 

Vgl.  Siegel  des  M.-A.  Heft  3  p.  13  So.  34. 


1 

J 


402  1421.     Dec.  12. 

leet  nemen  van  stunden  van  vnser  Vrowen  kerkdoren.  Wille  gi  de  scriffte  dem 
koninge  openbaren,  dat  sette  wij  to  juwer  wisheit.  Gode  syd  beuoien  to  langen 
saligen  tiden.    Screuen  in  sunte  Lucien  auende,  vnder  vnsem  secrete,  CCCCXXI. 

Consules  Liibicenses. 

Aufschrift:  Den  ersamen  hern  Hinrike  Rapesuluer,  borgermester,  vnde 
hern  Dyderken  Morkerken,  ratmanne  to  Lubeke,  vnsen  lenen  besundern 
vrunden,  detur. 

Nach  dem  Original.     Mit  Spuren  des  aufyedrOckt  gewe$enen  SiegeU. 

CCCIiXXVIll. 

Quittung  des  Matthaeus  Goltsmedj  Dieners  des  Herzogs  Albrecht  von   Sachsen  und 
Lunehurgj  uber  die  Hdlfte  der  jdhrlichen  Stadtsteuer.     1421.     Dec.  13.^ 

ich  Matheus  Goldsmed,  eyn  gesworner  dyner  des  hochgeborn  Fursten 
vnd  herren,  herren  Albrechts,  herczogen  zcu  Sachsen  vnd  zu  Lunemburg,  des 
heiligen  riechs  ertzmarschalk  vnd  kurfurste,  myns  gnedigen  lieben  herren. 
Bekenne  vnd  beczuge  offentlich  mit  dissem  briue  vor  idermanne,  das  mich  der 
egenante  myn  gnediger  herre,  her  Albrecht,  herczog  zcu  Sachsen  vnd  zca 
Lunemburg  etc.,  mit  eynem  gloubes  vnd  mit  eyme  fulwaltigen  qwytbriue  gesand 
hatte  zcu  den  ersamen  herren  burgermeistern  vnd  ratmannen  der  stat  Lubek, 
ufiPzcuheben  vnd  zcu  entfangen  sdliche  sture  vnd  czinse,  der  die  egenanten 
burgermeistere,  rat  vnd  stat  Lubek  dem  heiligen  R6mischen  Heche  vnd  dem 
Romischen  konnynge  pflichtig  sien  jerlich  vnd  mynem  egenanten  gnedigen 
herren  von  Sachsen  von  des  Romischen  konnynges  wegen  zcu  geben,  als  im  die 
von  deme  allerdurchluchtigesten  herren,  herren  Sigemunde,  Romischen  konnynge, 
verschriben  sien,  welcher  sture  die  helfle,  als  virdehalbhundert  marg  vnd  funff- 
vndczwenzig  marg  lubekscher  pFennynge,  mir  Matheo  die  egenanten  burger- 
meistere, rat  vnd  die  stat  Lubek  von  wegen  myns  vorgeschrebin  gnedigen 
herren  von  Sachsen  gentzlich  vnd  wol  beczalet,  vnd  die  ich  zcu  der  nuge  ful- 
komiich  vflFgeboret  vnd  entFangen  habe.  Vnd  ich  Matheus  vorgenant  sage  vnd 
verlasse  hirvmb  von  myns  erberurten  gnedigen  herren  von  Sachsen  vnd  von 
mynen  wegen  desse  vorgeschrebin  burgermeistere,  rate,  gemeyne  vnd  die  stat 
Lubeke  disser  vorberurten  helFte  der  sture  von  dissem  jare  gentzlichen  qwyt, 
ledig  vnd  los.    Czu  merer  beczugnisse  habe  ich  Matheus  dissen  briefiF  geschreben 

1)  Vgl.  JSS  363. 


404  1421.     Dec.  16. 

Aufschrift:     Den  ersamen   her   Hinrike   Rapesuluer   vnde   her  Tidemanne 
Murkerken,  radmannen  to  Lubeke,  vnsen  ghuden  besundern  vrunden,  ghescreuen. 

Nach  dem  Original  au/  Papier.     Mit  theitweise  erhaltenem  Siegel. 

Papst  Martin  V.  tragi  dem  Bischof  Johann  Scheie  von  Lubeck  aufy  eine  Vicarie  in 
cler  Marten  Kirche  dem  Amte  des  Decans  des  Domcapitels  zu  incorporiTetij 
falls  er  sich  durch  eine  anzustellende  Untersuchung  von  der  Zwechnassig- 
keit  solcher  Massregel  uberzeuge,     1421.     Dec.  17. 

Martinus    episcopus,    seruus    seruorum    Dei,    venerabiii    fratri    episcopo 
Lubicensi  salutem  et   apostolicarn    benedictioneiii.      Ad   ea    libenter   intendirnus^ 
per    que    personis    ecclesiasticis,    presertim    dignitatibus    preditis,    de    congrue 
prouisionis  auxilio  consulatur.     Exhibita  siquidem  nobis  nuper  pro  parte  dilecti 
filii,    Johannis    Bonrad,    decani    inaioris    ecclesie    Lubicensis,    in    utroque  jure 
licenciati,   peticio   continebat,    quod    fructus,    redditus    et    prouentus    decanatus 
dicte  ecclesie,  qui  inibi  dignitas  non  tamen  maior   existit   post   pontificalem  et   | 
ad  quern  quis  per  electionem  assurnitur  et  cui    cura    iinroinet   aniinarum,   cum 
sex  marcharum   argenti  secundum    comrnunem    estimacionem    valorem   annuum 
non    excedant,    adeo    sunt    tenues    et    exiles,    quod    ex    illis    decanus    eiusdem 
ecclesie  pro  tempore  existens  iuxta  status  sui  decenciam  et  exigenciam   ipsius 
ecclesie  commode  sustentari   nequeat  et  alia   racione  dicti  decanatus  sibi  incuiii- 
bencia    onera    supportare,    quodque    plerumque   contigit,    quod,    decanis   dicte 
ecclesie,  qui  fuerunt  pro  tempore,  propterea  se  ab  eadem  ecclesia   absentanti- 
bus,  diuinus  cultus  et  cleri  ciuitatis  Lubicensis  in  eodem  cuitu  debita  regulacio 
non  mediocriter  interim  tepuerunt.     Qu^ire  pro  parte  dilectorum   tiliorum,  pre- 
positi  et  capituli  dicte  ecclesie,  ac  prefati  Johannis  decani  nobis  fuit  humiliter 
supplicatum,  ut  perpetuam  vicariam  sine  cura  in  ecclesia  beate  Marie  Lubicensi, 
quam  dilectus    filius  Gerardus    Puel,   perpetuus   vicarius,    in    eadem    obtinet  et 
cuius  collacio   et   prouisio   ac   omnimoda    disposicio    ad    decanum    pro    tempore 
existentem    et    capituium    predictos    ex     eiusdem     vicarie    primeua    Fundacione 
canonice    facta    pertinere   dinoscitur,    cuiusque    Fructus,    redditus    et    prouentus 
tredecim  marcharum  argenti  puri  secundum  communem  extimacionem  predictam 
valorem  annuum  non  excedunt,  cum  omnibus  juribus  et  pertinenciis  suis  eidem 
decanatui    in    subsidium    sustentacionis    et    releuamen    onerum    predictorum    in 
perpetuum  incorporare,  annectere  et  vnire    de   benignitate  apostolica    dignare- 


1421.     Dec.  17.  405 

KW^s*.     Nos  igitur  de  premissis  certain  notici^m  non  habentes  huiusmodi  suppli- 
cacionibus  inclinati  Fraternitati  tue  per  apostolica  scripta   mandamus,  quatinus, 
s\  vocatis,  qui  Fuerint  euocandi,  ita  esse  repereris  et  nil  racionabilis  in  contra- 
rium  deductum  Fuerit  et  probatum,  super  quibus  tuam  conscienciam  oneramus, 
vicariam    predictam    cum    omnibus    iuribus    et    pertinenciis    supradictis    eidem 
decanatui  auctoritate  nostra  perpetuo  incorpores,    vnias  et  annectes,    ita    quod 
cedente  uel   decedente  preFato  Gerardo  uel   eandem  vicariam  alias  quomodolibet 
dimittente,  liceat  decano  dicte  maioris  ecclesie,  qui  erit  pro  tempore,  vicariam 
ipsani   auctoritate    propria  libere  apprehendere,  necnon   illius   Fructus,    redditus 
et    prouentus  huiusmodi  integre  percipere  ac  in    suos    et    dicti    decanatus   vsus 
conuertere   et    perpetuo  retinere^   alicuius    alterius   licencia    super    hoc   minime 
requisita.    Volumus  autem  et  auctoritate  apostoh'ca  statuimus  tenore  presencium 
et  eciam  ordinamus,  quod,  si  incorporacioneiil,  annexionem  et   vnionem    huius- 
modi per  te  vigore  tenoris  eiusdem  fieri  contigerit,  ut  preFertur,  extunc  inantea 
perpetuis    Futuris   temporibus,    quocienscunque    preFatus    decanus,    qui    erit    pro 
tempore,  alias  quam  in  negociis  dicte  maioris  ecclesie  aut  de  expressa  licencia 
dictorum  (sic)  capituli  ab  ipsa  maiori  ecclesia  se  absentauerit  et   in    ea    conti- 
nuam  residenciam  non  Fecerit  personalem,  omnes  et  singuli  huiusmodi  Fructus, 
redditus    et    prouentus    tam     ex    decanatu    quam    vicaria    predictis    huiusmodi 
dbsencia   durante  prouenientes  integre  cedant  et   assignentur   dilecto   filio  vice- 
decano  dicte   maioris  ecclesie  pro  tempore  existenti,  qui  interim  illos  percipere 
ac  in  suos  et  eiusdem  decanatus  usus  conuertere  libere  et  licite  possit  et  debeat, 
ct  eciam   medio  tempore  omnia   et  singula  ipsius  decanatus  incumbencia  onera 
supportare  teneatur,  quodque  decanus  seu  vicedecanus  predicti,  prout    eos  pro 
rata  temporis   contingit,    per   aliquem   ydoneum    presbiterum    ad    eorum    nutum 
pro  tempore  deputandum  et  amouendum  teneantur  et  debeant  predicte  vicarie 
facere  debite  deseruiri  in   diuinis  et  alia  eius  onera  integre  supportare  consueta, 
non  obsantibus  constitucionibus  apostolicis  necnon    statutis    et    consuetudinibus 
dicte  ecclesie  beate  Marie  iuramento,  confirmacione    apostolica   uel    quacunque 
firmitate  alia  roboratis  ceterisque  contrariis  quibuscunque,  seu  si    aliqui   super 

prouisionibus    sibi    Faciendis   de   huiusmodi   mpA   aliis    beneficiis    ecclesiasticis   in 

• 

iJJis  partibus  speciales  uel  generales  apostolice  sedis  uel  legatorum  eius  litteras 

impetrarint,  eciam  si   per  eas  ad  inhibicionem,  reseruacionem    et  decretum  uel 

alias  quomodolibet   sit   processum,   quas   quidem   litteras   et    processus    habitos 

per  eosdem  ad  ipsam  vicariam  volumus  non  extendi,   sed  nullum   per   hoc   eis 

quoad  assecucionem  beneficiorum  aliorum  preiudicium  generari,  et  quibuscunque 


i 


406  1421.     Dec.  17. 

priuiiegiis^  indulgenciis  et  litteris  apostoiicis  generalibus  uel  specialibus,  qu 
rumcurnque  tenorum  existant^  per  que  presentibus  non  expressa  uel  totalitc^ 
non  inserta  effectus  eorum  inipediri  valeat  quomodolibet  uel  differri  et  d  < 
quibus  quorum  quidem  totis  tenoribus  habenda  sit  in  nostris  litteris  menci  ^ 
speciaiis.  INos  enim  exnuric  irritum  decerninius  et  inane,  si  secus  super  hiii 
a  quoquam  quauis  auctoritate  scienter  uel  ignoranter  contigerit  attemptarJ 
Datum  Rome  apud  sanctum  Petrum,  decimo  sexto  kal.  Januarii,  pontificatts ^ 
nostri  anno  quinto. ' 

Nach  dem  Reyiatrum  guartum  CapituU  No,  LXL 


Der  Rath  von  Lubeck  giebt  seineti  in  Flensburg  bejindlichen  Abgeordneten  Nachric^^ 
von  Rdubereien  der  Vitalienbruder  und  von  der  Ankunft  eines  Abge$andt^^^ 
des  Konigs  Sigismund  in  LUbecL     1421.     Dec.  20. 

Vruntliken  grot  vnde   wes  wij  gudes  vormogen   touorn.     Ersamen   leue't 
beren  vnde  vrundes.      Wij    begern   ju   weten,    dat    en    geruchte    hir    komen  i£ 
mit  vns  to  Lubeke,  wo  dat  de  vitalien  mit  twen  snycken  vthgelecht  hebben  in 
de  zee  van  Ekeludrde  der  grdpnisse  groben,   vnde   en    deel   vth   der   Nyenstad', 
vnde  scholen  genomen  hebben  etlike  schuten  vnde  schip  mit  L  perden   in  d^r 
zee,    de  suluen  perde   se    torn    Kyle   vnde    to    Lutkenborch    scholen    togebrocbt 
vnde  gevored  hebben  etc.      Worumme..   leuen   heren,  wij   juw  gutliken  bidden^ 
dat  gij  hirvp  vorseen  willent  wesen,  eft  dat  in  der  warheit  aizo   sij,   wente  en 
geruchte  hir  is,   wo   de   vitalien    de    lude    in    den    schepen    ouer   bord    scholen 
geworpen  hebben,  vp  dat  nen  clage  darna  kome  vorder  bij  dem  heren  hertogen 
van  Slesswijk,   dat  beste  hirinne   to   donde    na   juwer   mogelicheit.     Ok,    leuen 
vrundes,  aIzo  daling  is  bodescop  her  gekomen  in  vnse  stad  van  vnsem  gnedigeo 
heren,    dem   Romisschen   koninge,   we  de    bodesscop  is,    moge   gij    suluen  wol 
merken  etc.,  weike  bodesscop  vnser  vrunde  enem  in  vnsem  rade  wol  berichted 
hefTt,  wo  aizo  morgen  noch  en  bode   to   em    komende  werde  in  vnse   stad^   de 
em  volge  mit  breuen  van  vnsem  erbenomeden  heren,  dem  Romisschen  koninge, 
in  welken  breuen  de  Romissche  koning  scriued  dem  heren  koninge  van  Denne- 
marken    vnde     dem     heren    hertogen    Hinrike     van    Slesswijk,    se    esschende, 

1)  Die  Incorporation  ist  von  dem  Bisckof  von  Lubeck,  Johann  Scheie,   am   7.   April  14M   car   Auaflihruiig 
gebracht. 


1421.     Dec.  20.  407 

manende  vnde   se    vruntliken    biddende,   dat  en   islik    deal    syne    rede    vp    ene 

genante  korte  tijd  bij  em    hebben    vnde  senden   scholen    to    Brunne   in   Merren 

efte  in   Bemen^  darsulues  menet  %nse  here,  de  Romische  koning,  de  partien  to 

vorhoren,   se   to    vorscheden  vnde  in  vruntscopen    entwey   to  settende    na    aller 

gutlicheit;  welke  disse  bodesscop  wij  vns  vormoden,  dat  se  schier  vnde  in  kort 

bij  den  heren  koning  van  Dennemarken  vnde  den  heren  hertogen  van  Slesswijk 

werdet  kornen,   alse   denne   gi    alle   dond    darvan    deste   bed   werden    vornemen 

etc.     Hirumme,  leuen  vrundes,  wij   juwer   leuen   disset   vorscriuen    vnde   witlik 

don,  vp  dat  gij  )w  darvan  wes  weten    to    richtende,   dar  gij    ok    deste    bed    vp 

mogen  vorseen  wesen.    Wij  beuelen  juw  Gode  to  langen  saligen  tijden.    Screuen 

vnder  vnsen  secret,  in  sunte  Thomas  auende  des  hilgen  apostels,  anno  etc.  XXK 

Consoles  Lubicenses. 

Aufschrtft:  Den  ersamen  vorsichtigen  hern  Hinrike  Rapesuluer,  borger- 
mesler,  vnde  hern  Dyderke  Morkerken,  ratman  to  Lubeke,  vnsen  besundern 
leuen  vrunden,  geschreuen. 

Nach  dem  Original.     Mit  Spuren  den  aufgedriickt  geweseuen  Siegels. 

CCCLXXXllI. 

Der  Badstover  Matthias  Seliges  verp/h'chtet  stchy  die  in  seinem  Hause  eingemauerte 
Badewanne  nur  mit  Zustimmung  des  Rathmanns  Ludwig  Krull  zu  ver- 
kaufen  oder  zu  verpfdnden,     1421.     Dec.  25. 

Mathias  Seliges,  balniator    in    fosse   Dangqwardi    stuba,    pro    se   et    suis 

heredibus  coram  libro  recognonit^  quod   sartago   ista    cum    suis   appertinenciis, 

<|Qe  in  dicta  stuba   permurata  stat.  non  est  sui,  sed  est  et  pertinet  permanere 

8pud  proprietatem  dicte  stube.     Idem  Mathias  arbitratus  est  et  promisit,  quod 

ipse   nee    sui    heredes    aut    possessores   dicte    stube   velint    aut    debent    dictam 

sartaginem  vendere,  inpignorare  seu  alienare  quouismodo,  nisi  sit  de  voluntate 

et  consensu  domini    Ludowici  Crul    et   suorum    heredum,    qui    sunt    possessores 

reddituum  prefate  stube. 

Nach  einer  Inscription  des  S iederstadtbnvhs  vom  J.  1422^  Nativ.  Christi. 


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s  consilio 
in  Untom, 
M.    ?sninuc3Lnm-ni    ir?*banTiin     fe^""    LodekiDom  de 
ainrn    mn  laii    riaiiii::uiii»:  t^xamiocmi^e  domioi 
^^T^j^iLrr^    r  Tui::!    l..^iiE«fiinan   -"^    vnues-sa   xboc?*  'liiinc  3i£  sOMh^  carceres^  tnoe 
ii~*^Cw     .•:ia^::<r«-     ic*iizi2n       -^UmOMM^f^   ?liie    'fc    3iic:inijs^    3KL«B:stil    Lodekinoffl 
^•=^-"'*-?r-^:La^     it-'itrni     iiXsinip    niALiuoe    ut   Kvnutus    rarnjres   docouioniin  con-^ 
tuiu:::       ^r-     luihu^    .auamess^    Tjuiuhi^    amaantss    ^q*^    et    Huincns    XieDStat: 
Muiuj^t.::!    iiiAiixi   iiiF>iii2»-*iaa   TrnmiAgtf ■  aul  iumuu^  iuasaiibm&>,   sic  facere  obse^j 
liir^   ^  imiinfr    "B»it*r»       iisane**   t^xniii    nuiiu    Jubaaiii?^  Westoal  el  Johanoet] 
'r<iH>iiiui**3     i-jiiiuncTa      nuuu    7uieua«»iini     mmiserTxaC   t&xni&ES    coosulibos  prk] 


-  J- •  ~ 


.^tr-rur^cit^    mr    it^  3emdr^uuiL     EMicai   fisssa   consulatiis  et  ill 
-•fta.:;uii»?«n     Min.in    Z^nn»ijr     le    TjiintHi*      ^**ic!i    r^r  -Eir  iftritf,   trmf  den 


iVr/  ;/'cv^.    «  V-.     .^r*"   ^  ic<.'^i?47t.'7i    T«irf£^ 


-n.'T    i*»  ->"' 


^nv  J"   >-tf^   JtamfL.  Dntm^ 


Ijerranias    Rerkhaae    et    Uiile*    rxor   eras  iesitima.  (pro)   se  el    eoi 

heredibLs.  coram  iii^^o  reca^noiienuil,  se  cooiiincla  mana  teneri  Germ 
Bruggeman  et  suis  heredibos  in  X  marcis  lob  den.  Nalioilalis  sancli  Johai 
Baptiste  proxime  affalore  amicabililer  el  expedite  persoloendis ,  pro  quibi 
iiauem  eorum,  quern  diclos  Gerrardos  docil  soper  aqua  Slekeniise,  coral 
libro  impi^orauerunt.  Insaper  dicli  Gerrardos  el  Hiile  proroiserant  et  arbil 
sunt^  si  in  antedicto  lermino  solocionis  diclam  peconiam  non  persoloei 
tunc    idem    Gerrardos    Bruggeman    debet  et   potest   diclam   navem    rendere 


j 


1422.     Jan.  6.  413 

cum  ista  Facere,  sicut  cum  suo  proprio  empto  naui.  Tamen  riictus  Gerrardus  Berk- 
hane  obtinuit  sibi  talem  potestatem,  quod  potest  dictam  nauem  ducere,  laborare 
el  se  cum  hoc  nutrire  usque  ad  prefatum  terminum  Natiuitatis  saiicti  Johannis.' 

N<ich  einer  Inscription  des  Niederatadtbitcha  vom  J.  1422,  Epiph.  Dom. 


Papst  Martin  V.  nimmt  das  Kloster  zu  Marienwold  unter  den  Schutz  des  heiltgen 
Petrus  und  hestdtigi  die  demselben  friiher  verh'ehenen  Rechte  und  Freiheiten. 
1422.    Jan.  18. 

Martinus    episcopus,    seruus    seruorum    Dei.      Dilecto    filio,    priori^    et 
dilectis   in    Christo   filiabus,    abbatisse  et   conuentui   monasterii   sancte   Brigitte 
in  Marienwolde   ordinis   sancti   Augustini   sancti   Saluatoris   nuncupati   Razebur- 
gensis   diocesis,   salutem  et  apostolicam  benedictionem.     Cum  a    nobis  petitur, 
quod  iustum  est  et  honestum^   tarn  uigor   equitatis   quam   ordo  exigit   racionis, 
ut  id  per  solicitudinem  officii  nostii  ad  debitum  producatur  efFectum.    Eapropter, 
dilecte  in  Domino  Hli   et  dilecte   in   Christo   filie,   uestris   iustis   postulationibus 
grato  concurrentes  assensu  personas  uestras  et  monasterium  uestrum  sancte  Bri- 
gitte in  Marienwaide  predictum^  in  quo  diuino  estis  obsequio  mancipati,  cum  omni- 
bus bonis,  que  impresenciarum  rationabiliter  possidetis  aut  in  futurum  iustis  modis 
prestante    Domino    poteritis    adipisci^    sub    beati    Petri    protectione    suscipimus 
atque   nostra,    omnesque  libertates    et   immunitates    a    predecessoribus    nostris, 
Romanis  pontificibus,  siue  per  priuilegia  aut  alias  indulgencias  nobis  et  eidem 
monasterio    uestro    concessas     necnon    libertates     et    exemptiones    secularium 
exactionum  a  regibus,  principibus  aut  aliis   christifidelibus   rationabiliter   nobis 
et  monasterio  uestro  indultas,  sicut  eas   iuste    et   pacifice    possidetes,  nobis  et 
per  uos  eidem  uestro  monasterio  auctoritate  apostolica  confirmamus  et  presentis 
scripti  patrocinio  communimus.    Nulli  ergo  omnino  hominum  liceat  banc  paginam 
nostre  confirmationis   et  communitionis   infringere   uel   ei   ausu   temerario   con- 
traire.      Si    quis    autem     hoc    attemptare    presumpserit,    indignationem    omni- 
potentis  Dei  et  beatorum  Petri  et  Pauli  apostolorum  eius  se  nouerit  incursurum. 
Datum  Rome  apud  sanctum  Petrum,  XV  kalendas  Februarii,  pontificatus  nostri 
aono  quinto. 

l^€tch  dem  Ori^naL     Mit  an  grun-  und  rothseidenen  Fdden  anhangender  Buile, 
^i^— ^— — »— ^^— 

1)  Qeth.  Berkhftn  war  also  Stecknitzfabrer  and  zagleich  Besitzer  seines  Schiffes.  Spftter  ttnderte  sich  dies 
YgflilltiuM.  Nor  Kanflente  waren  Besitzer  der  Stecknitzschiffe,  die  Stecknitzfahrer  fiihrten  sie,  dorften  aber  nicbt 
ffUfpft  EigeDthUmer  sein.  Uebrigens  verpf&ndete  derselbe  Gerh.  Berkbabn  dasselbe  oder  ein  anderes  ibm  geb5riges 
BAitt,  Mai  10   (Cantate),  an  Job.  van  der  Wyden  fdr  6  n^L. 


I 


1422.     Feb.  5.  416 

OGCXGII. 

Z^er   Convent    der  D&mtnikaner    zur   Burg   macht    den  Johann  Brawe    und    dessen 

Ehefrau  aller  guten   Werke,  die  in  dem  Kloster  geschehen,  theilhaftig  und 
verpfiichtet  sich  zu  Memorien  fur  dieselben.     1422.     Feb.  5. 

Wy  broder  Robertus,  prouincialis^  Marquardus^  prior,  Hermannus,  leze- 

m ester,  Johannes,   supprior,   vnde  wy  anderen  ghemenen   broder  des  cloesters 

van  der  Borgh  to  Lubeke  predikers  orden.  Bekennen  openbare    vnde  betughen 

vormiddels  desser  scrift,  dat  wy  vmme  ynnigher  bede  vnde   begherunge  willen 

des  erbaren  mannes  Johan  Brawe,  borger  to  Lubeke,  vns  vnde  vnse  nakonielinge 

to   ewigen  tiden  vorplichtet  vnde  vorbunden   hebben,  dat  wy   erne  vnde  Geeze, 

sijn   huusvrow,    vnde   zinen    olderen  scholen    vnde   willen    gheuen    vnde    maken 

delaftich  aller  vnser  guden  wercke  vor  vnsem  heren  Gode,   de  in   vnseme  vor- 

gescreuen  cloester  God  leet  scheende  werden  van  vns  vnde  vnsen  nakomelingen 

dach  vnde  nacht,  vnde  willen  vnde  scholen  laten  lezen  an  vnser  kercken  to  der 

bilgen  Drier  coninge  altare  to  der  eren  Godes   vnde  syner  lieuen  moeder  vnde 

[      der  hilgen  Drie  coninge  vnde  to  troste,  hulpe  vnde  salicheit  desses  vorbenome- 

I      den  Johan  Brawe  sele  vnde   Geeze,  syner  huusvrowen,  vnde  syner  elderen  sele 

een  ewige  missen  vnde    na   eren   dode    so   schole   vnde   wille   wy   erer  dencken 

to  ewigen  tiden  van  vnseme  predekstole  myt  den  anderen  kristenen    selen,    de 

vns  beuolen   synd,    alle    sundaghe .  vnde    vridage    vt   vnsem    dodenboke.      Vnde 

sunderlinge   wan   desses   vorbenomeden   Johan    Brawe   jartijt   kumpt,   so   schole 

wy  vnde  wylle    ene   vnde  Geeze,    sijn   huusvrowe,    vnde    sijn    elder    began    des 

auends  mit  vilyen  vnde  des  morgens  myt  selemissen  to  ewigen  tiden,  likerwijs 

also  wy  began  jarlikes  de  anderen  kristenen  selen,  de  myt  (vns)  ewige  begenknisse 

vnde  dechtnisse  hebben.     Alle  dusse  vorscreuen   stucke  vnde    artikele  loue   wy 

vast  vnde  stedo  to  holden  to  ewigen  tiden,  wan  vns  neen  sunderlik  vnde  merk- 

lik  nodsake  darinne  hinderne   is.      Vp  dat   nv  dusse  vorbenomede   erbare   man 

Man    Brawe    nicht    vndanknamich    en    were    alsodanes    geystliken    gudes    vnde 

alsodaner     groter     vorbindinge,     so    heft     he     vnseme     vorgescreuen     cloester 

gegeuen     an    eyne     milde     aelmissen     vnde     to     vullekomener     noghe     bered 

veftich     lubesche     mark,     vnde     de     hebbe     wy     van     eme    vntfangen     vnde 

hebben     se     an     vnses     cloesters    nutticheyt    wytliken    ghekeret.       To     ener 

vullekomener    betuchnisse    alle    desser    vorgescreuen    stucke,    so     hebbe    wy 

vnses    cloesters    ingesegel    wytliken    vnde    wol    beradenen    modes    vnde    myt 

willen   alle  vnser    broderen    vor   dessen  breif  ghehenghet,    de  gescreuen  is  na 


416  1422.    Feb.  5. 

Godes    ghebord    M*   CCCC^   in    denie    tweentwintichsten    jare,    vp    sunte    Aga- 
then  dach. 

Aus  dem  Copiarius  des  Burgklosten  fol.  13  a. 

t 

OGCXCIU. 

Joh.  Hovemann^  Eingesessener  in  Wendisch  'Ramhowy  und  seine  Sohne  uberlassen 
dem  Domcapitel  in  Schwerm  ihr  demselben  schon  verpfdndetes  Erbe  in 
Wendisch  Rambow  unter  einem  Vorbehalt  fur  den  Fally  dass  das  Dom- 
capitel es  spdter  verkaujen  sollte.     1422.     Feb.  10. 

JNotandurn,  quod  inter  capitulum  Swerinense^  ex  vna,  Johannem  Houe- 
nian^  villicum  in  Wendesschen  Rambawe^  Johannem,  Hinricum  et  Hermannum, 
eius  filios,  parte  ex  altera,  discordia  fuit  exorta  ex  parte    vnius   herescindii  in 
dicta  villa  Wendesschen  Rambawe,  sita  in  parrochia  Gallcntin.    Sed  tainen  per 
dominos  Jordanuin  Plescawen  et  Conraduin  Brekewolt,  proconsules  Lubicenses, 
dicte    partes    amicabiliter   concordat!   sunt,  ita    quod   dicti  Johannes   Houeman, 
Johannes,  Hinricus  et  Herniannus,  sui  filii,  antedictum  herescindium   cum  suis 
appertinenciis  prefato  capitulo  Zwerinensi   et  Johanni   Buntzel   eoruni   procura- 
tori,  penitus  dimiserunt  et  quod  nee  ipsi  uei  eorum  heredes  affuturis  tempori-  , 
bus  amplius  nuUam  impeticionem  seu  monicionem   super  hoc   facere  debebuot 
quouismodo.     Insuper   si    capitulum  Swerinense   antedictum   herescindium  cum 
suis  appertinenciis  alicui  vendere    vellent,    si    tunc    plus   de    hoc    veniret  ultra 
XX  marcas  lubicenses,  que  capitulum  in  dicto   herescindio    habet,    istud  debet 
cadere    seu   venire    super  prefatum  Johannem  Houeman,   Johannem,   Hinricuo) 
et  Hermannum,  eius  filios,  uel  ad  eorum  heredes.    Cum  istis  prefate  partes  ab 
jnvicem  sunt  separatim  (sic).^  vnde  se  mutuo  unus  alterum   dimiserunt  quitum 
et  solutum  ab  ulteriori  monicione  seu  impeticione  pretextu  illius.    Hie  presentes 
intererant  et  fuerunt  honorabiles  domini  Hermannus  Sammyd,  canonicus  Lubi- 
censis,  Johannes  Caluorde,  canonicus  Swerinensis,  et  prefatus  Johannes  Buntzel, 
vicarius  in  ecclesia  Zwerinensi. 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederatadtbuchs  vom  •/.  1422,  ScoUutice  virpinii. 


1422.    Feb.  13.  417 

OGCXGIV. 

Ertchj  Herzog  von  Sachsen-Lauenburgy  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeck^  dass  er  ein 
nach  Lubeck  bestimmtes  Fass  Wein  an  sich  genommen  habe,  es  aber  gem 
bezahlen  wolle.     0.  J.  (1422^).    Feb.  13.' 

Erik,  von   Godis  griaden 
hertoge  tho  Sassen  etc. 

Vnssen  guden  gunst  vnde  fruntiiken  grud  vorghescreuen.  Ersamen 
guden  frundes.  Wy  don  iw  tho  wetende,  dat  wy  hebben  affgheset  laten  to 
vnsen  behoue  eyn  vath  wynes,  dat  to  Ertenborch  vppe  vnser  vere  ouerschepede, 
dat  lichte  juw  edder  )uwen  borgheren  thoghehort  etc.  Bidden  fruntiiken,  guden 
frundes,  dat  gy  vns  dat  to  neynem  vnwillen  enkeren,  alse  vns  dat  nu  ghewant 
is,  vnde  dat  gy  vns  dat  toscriuen,  wat  de  wyn  an  juwer  stad  gheid,  dar  wiile 
wy  en  gerne  vore  betalen  mid  reden  penninghen,  vnde  weme  he  hore,  dat  de 
bodeschop  by  vns  hebbe  tho  Louenborch  nu  erst  in  den  vasten,  dar  wille  wy 
em  darvor  sin  rede  ghelt  schikken.  Syd  Gode  beualen.  Screuen  vnder  vnsem 
secret  des  vrydages  vor  Valentini  dage. 

Aufschrift:  Den  ersamen  wysen  borgermesteren  vnde  radmannen  der  stat 
Lubeke,  vnssen  guden  frunden,  ghesscreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Daa  runde^  4  Ctm.  grosse  Secret  ist  abgeeprungen. 

cccxcv. 

t>er  Rath  von  Lubeck  zeigt  dem  Rathe  von  Wismar  an^  dass  die  Abgeordneten  von 
Hamburg^  Luneburg,  Bremen  und  Stade  gemeinsam  mit  denen  von  Lubeck 
zum  Bansetage  in  Wismar,  jedoch  um  einen  Tag  verspatet^  etntreffen 
werden,  und  bittet,  fur  sicheres  Geleite  zu  sorgen.     1422.     Feb.  21. 

Yruntliken  grot  vnde  vires  wij  gudes  vormogen  touorn.  Ersamen  leuen 
vrundes.  De  van  Hamborgh,  Luneborgh,  Bremen  vnde  Staden  hebben  vns  vor- 
screuen,  dat  se  den  dach  vp  Reminiscere  mit  iw  wesende  gerne  willen  besenden. 
Sm  scriuen  ok  de  van  Hamborgh,  wo  de  van  Bremen  vnde  Staden  erst  vp 
den  sondacb  Reminiscere  bij  ene  wesen  willen  to  Hamborgh;  se  bidden  vns 
ok  vorder,  dat  wij  vns  dewijle  vorholden  in  vnser  stad,   dat  de   stede    sament- 

I)  Es  felilt  an  Anhaltsponkten  ffir  die  DatiruDg  dieses  Scbreibens.     Die   Handschrift  weist  auf  die  ersten 
Jabnehende  des  ffinfaebnten  Jabrhanderts  bin. 

.^3 


418  1422.     Feb.  21. 

liken  mil  vns  iiiogen  riden  to  dessem  benomden  dage,  se  vns  noch  vorder 
biddende  jw  to  vorscriuende,  dat  wij  jw  bidden,  dat  gij  desse  wile  bearbeiden 
wilien  bij  juwer  herscopp  vnde  anders,  wor  jw  des  nottrofft  duncket  sin,  dat 
wij,  de  van  Hamborch,  Luneborch,  Bremen,  Staden  vnde  de  mit  vns  ridende 
werden  to  desseai  benomden  dage  in  juwe  stad,  in  velicheit  vnde  geleide 
mogen  vorwared  wesen  vnde  wedder  in  vnse  behold.  Bidde  wij,  leuen  vrundes, 
dat  gij  dem  aizo  don  willen  vnde  vns  alien  in  sodannen  geleide  vnde  velicheit 
vorsorgent,  so  wij  wol  weten,  dat  gij  gerne  don.  Vorder,  leuen  vrondes,  eft 
de  andern  stede  vmme  jw  belegen  vp  Reminiscere  in  juwe  stad  qwemen,  bidde 
wij.  dat  gij  se  gutliken  vpholden  vnde  se  berichten,  wo  wy  vorscreuenen  stede 
samentliken  menen  to  komen.  Wille  wij  gerne  vruntliken  vorscbulden  vnde 
bidden  disses  vorscreuen  juwe  gutlike  beschreuen  antwerde.  Gode  sijd  beuolen. 
Screuen  vnder  vnsen  secrete,  in  vigilia  Cathedra  Petri,  anno  etc.  XXIK 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Den    ersamen    vorsichtigen    wisen    mannen,    heren    borger- 
mesteren  vnde  ratmannen  tor  Wismer,  vnsen  besunderen  leuen  vrunden,  detar. 

Nock  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu   Witmar.     Mit  aufgedrUcktem  wohl  erhcUtenem  Secret. 

CCCXCTl. 

Ei'ne  Anzahl  der  wahrend  des  Aufruhrs  von  1408  aus  Lubeck  vertriebenen  Perscmen, 
resp.  deren  Erben  stellen  Quittung  daruber  avs,  doss  die  von  ihnen  theils 
durch  Sequestirung  ihrer  Outer  theils  in  anderer  Weise  erlittenen  Schadei^ 
vollstdndig  ersetzt  seien.     1422.     Feb.  22.  und  24. 

1. 

Johannes  et  Goswinus  Fratres  dicti  Westhoue   pro  se   et  suis   heredibus 
coram   libro    recognouerunt,    quod   domini    consules    huius    ciuitatis    Lubicensis 
ipsis  satisFecerunt  de  omnibus  dampnis,  wicbelde  et  vitalicii  reddituum,  que  ad 
eos    de   jure    venire    seu    cadere    possent   ex  parte    domini    Hinrici    Westhoues 
bone    memorie,    patris    eorum,    ac    eciam    ex    parte    Lemmekini    Reiger    bone 
memorie.    Eciam  preFati  Johannes  et  Goswinus  recognouerunt,  se  per  prefatos 
dominos  consules  [se]  esse  bene  pagatos  et  persolutos  de  omnibus  aliis  bonis  et 
dampnis,  que  idem  Johannes  et  Goswinus  super  et  ad  dictos  dominos  consules, 
ad  ciuitatem  et  ad  antiques  dominos    consules   Lubicenses   computare  possent, 
interim  quod  antedictus  eorum  pater  extra  ciuitatem  Lubicensem  expulsus  fuit. 


1422.     Feb.  22.  und  24.  419 

Insuper  antedicti  Johannes  et  Goswinus  coram  libro  recognouerunt,  se  ad 
sufficienciam  subleuasse  et  percepisse  omnem  illam  pecuniain,  quam  eorum 
pAter  concesserat  dominis  de  antiquo  consulatu  Lubicensi,  interim  quod  expuisi 
fuerunt,  propter  quod  de  prescriptis  omnibus  Johannes  et  Goswinus  cum  eorum 
beredibus  prefatos  dominos  consules,  ciuitatem  et  presertim  dominos  de  antiquo 
consulatu  Lubicensi  cum  eorum  heredibus  pretextu  iUius  penitus  dimiserunt 
ab   omni  ulteriori  monicione  seu  impeticione  quitos  et  solutos. 

V 

llinricus   Heytdorn    pro    se   et    suis    heredibus    coram    libro    recognouit, 

quod  domini  de  antiquo  consulatu  Lubicensi  sibi  satisfecerunt  de  omnibus  suis 

debitis,  dampnis    et    expensis    et   de    omnibus    aliis    inpeticionibus,    que    idem 

Hinricus    ad    prefatos    dominos    antiquos    consules    habuit    seu    habere    posset 

quouismodo    usque    in    presentem    diem^    propter    quod    idem    Hinricus   extra 

ciuitatem  Lubicensem  fuit,  interim  quod  antedicti  domini  expuisi  fuerunt.    Vnde 

dictus  Hinricus    cum    suis    heredibus    pretactos   dominos    de    antiquo   consulatu 

Lubicensi  cum  eorum  heredibus  pretextu  illius  penitus  dimisit  ab  omni  ulteriori 

monicione  seu  inpeticione  quitos  et  solutos. 

ijruno  Warendorp^  filius  domini  Brunonis  bone  memorie,  pro  se  et  suis 
beredibus  coram  libro  recognouit,  quod  domini  de  antiquo  consulatu  Lubicensi 
nomine  sui  prefati  patris  et  ex  parte  sui  proprii  sibi  satisfecerunt  de  omnibus 
[,    ^orum  dampnis  et  debitis,  presertim  de  illis  pecuniis  concessis,  que  olim  dictus 
8UUS  pater  concesserat  antedictis  dominis  de  antiquo  consulatu  Lubicensi,  interim 
qood  expuisi  fuerunt.   Dictus  eciam  Bruno  recognouit,  quod  dicti  domini  de  antiquo 
<^on8ulatu  Lubicensi    sibi    satisfecerunt  de   omnibus  pecuniis  et  dampnis,  quam 
idem   Bruno    passus    fuit    et    exposuit    pro    liberacione   captiuacionis^    sue    ab 
<lomino  Erico,  duci  Brunswicensi^  quia  omnem  prefatam  pecuniam  debitam  cum 
omnibus  suis  et  sui  patris  dampnis  et  expensis  dictus  Bruno  recognouit  se  ad 
iufficienciam  a  predictis  dominis  de  antiquo  consulatu  subleuasse  et  percepisse, 
propter  quod  idem  Bruno  cum  suis  heredibus  dictos   dominos  de   antiquo  con- 
sulatu Lubicensi  cum  eorum  heredibus  et  similiter  dominos  consules,  ciuitatem 
et  communitatem  Lubicensem  ab  omni   ulteriori   monicione  seu   inpeticione    et 
ab  omnibus  aliis  monicionibus  seu  inpeticionibus.,  que  antedictus  suus  pater  et 


1)  VgL  M  as. 


53* 


420  i4S2.     Feb.  22.  und  24. 

ipse  habuerunt  seu  habere    posseni    quouismodo   usque   in    presentem   diem  ad 
antedictos  dominos  consuies.  penitus  ditnisit  quitos  et  solutos. 

4. 

Johannes  van  Meteler  pro  se  et  suis  heredibus  coram  iibro  recognouit, 
quod  domini  consuies  Lubicenses  et  domini  consuies  de  antiquo  consulatu 
Lubicensi  sibi  satisfecerunt  de  omnibus  suis  debitis^  dampnis  et  expensis  et 
presertim  de  omnibus  pecuniis  et  dampnis  suis^  quas  exposuit  pro  liberatione 
captiuacionis  sue  ab  domino  Erico,  duci  Brunswicensi,  interim  quod  idem 
Johannes  cum  dictis  dominis  de  antiquo  consulatu  Lubicensi  extra  ciuitatem 
Lubicensem  fuit,  propter  quod  dictus  Johannes  van  Meteler  cum  suis  here- 
dibus prefatos  dominos  consuies  Lubicenses,  ciuitatem  et  communitatem  Labi- 
censem,  presertim  antedictos  dominos  consuies  de  antiquo  consulatu  Lubicensi 
cum  eorum  heredibus  pretextu  illius  penitus  dimisit  ab  ulteriori  moniciooe 
seu  inpeticione  quitos  et  solutos. 

5. 

Ludekinus  Ozenbrugge  pro  se  et  suis  heredibus  coram  Iibro  recognouit, 
quod  domini  consuies  ciuitatis  Lubicensis  et  domini  consuies  de  antiquo  consu- 
latu Lubicensi  sibi  penitus  satisfecerunt  de  omnibus  suis  debitis,  dampnis  et 
expensis,  quas  idem  Ludekinus  passus  Tuit,  Fecit  et  exposuit,  interim  quod  cum 
dominis  de  antiquo  consulatu  Lubicensi  idem  Ludekinus  expulsus  fuit,  propter 
quod  dictus  Ludekinus  u.  s.  w.  wie  vorkiru 

(jotschalcus  de  Wickede  pro  se  et  suis  heredibus  coram  Iibro  recog- 
nouit,  quod  domini  consuies  ciuitatis  Lubicensis  et  domini  consuies  de  antiquo 
consulatu  sibi  penitus  satisfecerunt  de  omnibus  suis  debitis,  dampnis  et  expensis^ 
quas  idem  Gotschalcus  passus  fuit,  fecit  et  exposuit,  interim  quod  ipse  cum 
dominis  de  antiquo  consulatu  Lubicensi  extra  ciuitatem  Lubicensem  expulsus 
fuerat,  propter  quod  dictus  Gotschalcus  u.  s.  w.  wie  vorhiru 

Johannes  Lange,  filius  Marquardi  Langen,  pro  se  et  suis  heredibus 
coram  Iibro  recognouit,  quod  domini  consuies  Lubicenses  et  domini  consuies 
de  antiquo  consulatu  Lubicensi  sibi  penitus  satisfecerunt  de  omnibus  suis 
debitis,  dampnis  et  expensis,  quas  idem  Johannes  passus  fuerat^  fecit  et  expo* 


1422.    Feb.  22.  und  24.  421 

suit^  interim  quod  ipse  cum  dominis  de  antique  consulatu  Lubicensi  extra  ciui- 
tateni  Lubicensem  expulsus  fuerat^  propter  quod  dictus  Johannes  ^^., 5.  w,wie  vorhin. 

a 

Johannes   van    Damen.   filius    domini    Marqwardi   bone    memorie,   coram 
concilio  et  hoc  libro  recognouit,  quod  domini  consules  huius  ciuitatis  Lubicensis 
^t   similiter  domini  de  antiquo  consulatu  Lubecensi  sibi  satisfecerunt   de  omni- 
bus pecuniis,  quas  prefatus  dominus  Marqwardus^  pater  suus^  exposuit  et  con- 
cessit dominis  de  antiquo  consulatu,  interim  quod  expulsi  fuerunt  de  hac  civitate. 
Siinili    modo   recognouit,   quod    domini    consules    sibi    satisfecerint   de   omnibus 
sui  patris  et  suis  supercedentibus  seu  non  perceptis  redditibus  wicbelde,   quas 
hsibuerunt  et  habent  in  consulatu  Lubecensi    usque   in   presentem    diem    et  sic 
d^   omnibus  aliis  expensis  aut  dampnis,  quas  iidem  pater  suus  et  ipse  Fecerunt 
et:    passi  fuerunt,  interim  quod  fuerunt  expulsi  de   hac   ciuitate.      Vnde   de   pre- 
fatis  omnibus  antedictus  Johannes  de  Damen  cum  suis   heredibus    u.  s.   w.  me 
voT*hin.    Mil  derselben  Hand  hinzugefiigt:     Jussu  consulum  XXIIP,  Elizabeth. 

9. 

Jtiinricus  Westual  coram  concilio  et  hoc  libro  recognouit,  se  subleuasse 
et  percepisse  a  dominis  consulibus  huius  ciuitatis  Lubicensis  omnes  suos 
siipercedentes  seu  non  perceptos  redditus  wicbelde,  quas  in  consulatu  Lubecensi 
ha  bet  et  que  Conrado  Westuale,  patri  suo,  non  fuerunt  persolute  usque  in  pre- 
sentem diem,  vnde  dictus  Hinricus  Westual  cum  suis  heredibus  prefatos  dominos 
ci^nsules  u.  8.  w.  wte  vorhtn. 

10. 

Marqwardus    vam    Kyle    coram    concilio    et    hoc    libro    recognouit,    se 

subleuasse  et  percepisse  a  dominis  consulibus  huius  ciuitatis  Lubicensis  omnes 

sUos  supercedentes  seu  non  perceptos  redditus  wicbelde,  quas  habet  in  consulatu 

Lubecensi  et  que  sibi  per  dictos  dominos  consules  non  fuerunt  persolute  usque 

in  presentem  diem.     Vnde  dictus  iMarquardus  u.  s,  w.  me  vorhtn. 

IL 

JjLermannus  Tzirenberch  coram  concilio  et  hoc  libro  recognouit  u.  s.  w. 
ijoie  vorhtn.^ 


I)  Die  Insoriptionen  8 — II  stcben  auf  der  ersten  Seite  eines  Blattes  and  es  ist,  entscbieden  gleicbzeitig  und 
ton  deraelben  Hand,  binzugeftigt:  Jussa  consulum  XXIII^,  und  ferner  bei  8:  Elisabetb,  bei  9:  Catbarine,  bei  10: 
Michaelis,  bei  11:  Thome.  Man  wird  annebmen  rodssen,  dass  die  vier  Erklftrungen,  wegen  Abwesenbeit  der  Per- 
tooen,  sp&ter  abgegeben  und  auf  einer  zu  diesem  Zwecke  freigelassenen  Seite  auf  einmal  eingetragen  wurden. 
pies  am  so  mebr,  da  die  vier  Tage  nicbt  einmal  genau  so  aufeinander  folgen,  wie  sie  genannt  sind. 


1422.     Feb.  22.  und  24.  423 

€|i2as  ipsorum  pater  exposuit  et  concessit  dorninis  de  antique  consulatu,  interim 

quod  fuerunt  expulsi.     Eciain  idem  Wilhelmus  recognouit,  quod  prefati   domini 

sibi    satisfecerint    de    omnibus    sui    patris    et    suis    supercedentibus    seu    non 

perceptis  redditibus  wicbelde,  quas  habent  in  consulatu  seu  ciuitate  Lubicensi, 

aut  aliis  dampnis  et  expensis,  quas  ipsorum  pater  et  ipsi  habuerunt  et  Fecerunt, 

interim  quod  fuerunt  expulsi.     Vnde  u.  s.  w.  wie  vorhin. 

15. 

Johannes  de  Lune  ut  plenipotens  Bertoldi,  Arnoldi  et  Hiniici  de  Lune 
iuxta  tenorem  vnius  scripture  in  presenti  libro  de  anno  etc.  CCCCXXIP,  Mathie 
apostoli,  que  incipit  Arnoldus*  Bertoldus  et  Hinricus  etc.,'  coram  concilio  et  hoc 
libro  recognouit,  se  a  dorninis  consulibus  huius  ciuitatis  Lubicensis  omnes 
ipsorum  supercedentes  seu  non  perceptos  redditus  wicbelde,  quas  habent  in 
consulatu  Lubicensi  et  quas  ipsis  non  fuerunt  persolute  usque  in  presentem 
diem,  subleuasse.  Vnde  Johannes  antedictus  nomine  sui  et  ex  parte  antedictorum 
suorum  fratrum  cum  eorum  heredibus  prefatos  dominos  consules,  ciuitatem 
et  communitatem  Lubecensem  pretextu  iHius  penitus  dimisit  ab  omni  ulteriori 
monicione  seu  inpeticione  quitos  et  solutos. 

NtMch  Inscriptionen  des  Niederstadtbuehs  vom  J.  1422,  Cath,  Petri  und  Mathie  apostolic 

€C€XCVII. 

Qiristian  Cubandj  Domherr  in  Ratzehurgy  ersucht  den  Rath  von  Lubecky  der  Ratze- 
burger  Ktrche  die  2000  mgi  zuruckzuzahleny  die  der  verstorbene  Bischof 
Detlev  fur  den  Rath  an  den  Herzog  Albrecht  III.  von  Mecklenburg  wegen 
des  Stecknitzkanals  bezahlt  habe^  empfiehlt  ferner  den  Hermann  Pund. 
1422.    Feb.  24. 

Denst  myt  alleme  vhte  te  voren.    Leuen  heren  vnd  besunderghe  ghdnre« 

AIzo  gy  wol  dencken  der  ansprake,   dee   doo   koningh   Albrecht  saliger   dacht- 

nisse  dede  vnd  hadde  to  juw  vnd  to  juwer  stad  vmme  den  grauen  (vnd)  grauen- 

des  vnd  waters  weghen  der  Deluene,   nach   velen   dedinghen  vnd   daghen,   dee 

ghi  vppe  beyde  sijden  leden  vnd  heelden,  darvmme  bleue  gy  an  beyden  syden 

der  saake  by  mynen  heren,  heren  DetlefT,  doo  bischopp  to  Razeborch  der  suluen 

dachtnisse,  juw  beyde  an   vruntschop^  mynne  edder  rechte  to  sonende,  to  vor- 

lifcende  vnd  to   vorenende,  wo  eme  dat  bequemest  were.    Des  sach   he   an   mit 

juwer  vnd  juwer  stad   vnd   saiicheit   des    menen    landes,    delde    vnd   sprak  juw 

1)  Eioe  solche  Inscription  findet  sich  nicht,  dagegen   eine  Quittirang  des  Johann   von    Lune  wegen  dieser 
^ngelegenheit  Seitens  seiner  Brflder  Arnold  and  Heinrich. 


424  1432.    Feb.  24. 

entweyg  in  der  wjse.  dat  gj  schokleo  gbeuen  deine  suluen  koriirigh  Alberte 
IP  tub.  mark  tor  aiie  anaprake.  dede  be  doo  to  juw  hadde  vmme  des  grauea 
vnd  grauendes  ¥ad  waters  wegben^  vod  rinniermer  juwes  gheniakes  so  louede 
hee.  de^e  IP  mark  deaie  koaingbe  (to)  betalende.'  Darnaa  nycht  langhe  wus 
jawe  an  leyder  de  wedderwille  injt  jawer  stad,  vnd  de  doo  in  juwer  aflPwesingbe 
weren  in  juwer  slede^  wuJden  desse  UF  mark  nycht  betalen^  des  moste  de 
bischop  de  betaleru  alzo  vtwiset  dat  en  qoitebreff.  Worvmme  bydde  ik,  leuen 
heren^  dat  ghy  vmme  Codes  vnd  vruntschop  vnd  likes  willen  juw  myt  mynerne 
heren.  nu  biscbopp  Johan  der  kerken  to  Razeborch,  darvmme  vorghan,  liken 
vnd  enen^  wante  gy  seen  vnd  weten,  dat  myn  here,  dee  biscop^  vnd  dee  kerke 
den  scbaden  nycht  mach  wesen  vnd  lyden.  ok  myn  here  vnd  sine  kerke  myt 
made  vnd  wilie  nycht  sint  hebbende  myt  juw  yengherleije  tweschelinghe  vnd 
delinghe.  Hirvmme  weset  suluen  rychtere  in  rechte,  in  mynne  vnd  in  vrunt* 
schop^  leuer  gy  wan  andere,  wante  juw  ys  de  sake  vnd  dat  sute  vnd  sure 
bekant.)  dee  doo  weren  ogeiik^  do  dee  bischop  dee  sake  to  sik  nam  van  ju^ 
beyde  weghen^  juw  beyde  delende  vnd  schedende  sunder  groter  vnghemak  vnJ 
vordertf  lude  vnd  lande.  Vortmer,  leuen  heren,  ys  juw  dat  beheghelik,  soe 
bidde  yk  juw  vor  her  Hermen  Punde,^  dat  gy  wyilen  ene  lyden  in  juwer  stad 
vnd  nemen  to  gnaden,  wente  he  vnd  magister  Nicolaus  Sachow  vnd  Ludolphus 
hebben  sik  in  vruntschop  vorghan  vppe  de  vicarie  vnd  vppe  de  kerken  to 
DartzoW)  vnd  latet  eme  der  menen  vtsprake,  dede  tuschen  juw  vnd  de  juwen 
wederwesende,  in  deer  syde  hee  doe  was,  neten  myt  den  anderen,  dat  rade 
ik  vnd  hee  wyl  juw  vnd  juwer  stad  alien  truwen  denen  vnd  menen,  wor  be 
mach,  dat  hef}*t  hee  my  louet.  Enes  beekenne  ik,  alzo  yk  juw  heren,  her  Jordan 
vnd  anderen,  dee  nu  doet  sint,  bekant  hebbe  in  velen  stunden  buten  landes, 
wan  dt>  stad  to  Lubeke  wol  steyt,  soe  staen  wol  al  de  lant  dar  vmme  in  velejj 
mylen.  Daervmme  schole  gy  juw  nycht  vorhoghen  vnd  mAdeghen,  mea 
dancken  (iode,  dar  gy  vorwunnen  hebben  vnrecht,  vnd  hoidet  vnd  hebbet  in 
010  alle  ghestolcheyt  vnd  latet  dee  by  erer  vryheyt,  wente  alle  personen  in  der 
uo^lolkm  achte  weren  vor  juw,  loue  ys  vnd  hope,  dat  ghude  personen  sint 
uhoweiten  vnd  sint  noch  in  den  suluen.  Ok  so  merket  suluen,  de  nu  siot 
vndor  luw,  wer  ye  ghfld  vtghant  is  ghehat  in   vpnemende  wedder  de   gheestel- 

_ 

I)  V|fl.  HU.  V  .^t  56—58.  Die  8000 m^L  bildeten  Termuthlich  einen  Theil  der  Anleihe  von  6000  a^l,  wekski 
tUit  Huai  \A\hwk  (loiii  Kt»nig  Albrccht  «u  michen  sich  geD5thigt  sah. 

«)  l>itr  Notnr,  dutiiion  dio  UQrgcrschaft  sich  1408  bei  ihren  Scbrittcn  gegen  deo  Bath  bediente.  Reimar  Kodt 
MDiiiil  iliii  lllnilk  Puulh.  Grautoff,  LUb.  Chr.  2,  660  fg.  Er  selbst  nennt  sich  Hennannos  Viacher  alias  dictw 
l*uia,  oUrlouii  Kalatjburgonsis  diocesis.     Bd.  V  S.  191. 


426  1422.     Marz.  16. 

C€CXC1X. 

Die  Rathe  von  Rostock  und  Wismar  zeigen  dem  Rathe  von  Lubeck  an,  dass  es  thnertai 
zur  Zeit  ntcht  gelegen  seiy    eine   Expedition  gegen   die   Vitaltenhruder  in 
Oldenburg  zu  untemehmen.     0.  J.  (1422f)     Marz  16.^ 

Unsen  vruntliken  grut  myd  begeringe  alles  guden  vorscreuen.  Ersamen 
leuen  vrunde.  Vnse  sendeboden  latest  byrinen  iuwer  stad  by  iw  wesende  hebben 
vns  wol  yngebracht  vnde  berichtet^  dat  gi  vnde  vnse  vrunde  van  Hamborch  be- 
gerende  weren,  dat  wij  vnse  were  vnde  vrunde  to  der  Elue  ward  yn  de  see 
vtuerdigen  wolden  yegen  de  vytallienbrodere  van  Oldenborch  etc.  Dar  hebbe 
wij  wol  an  gesproken  vnde  konen  des  vppe  desse  tijd  nicht  endigen,  vnde 
is  vns  sere  affgelegen.  Were  id  ouer  vns  belegen,  so  wolde  wij  gherne  vnse 
beste  doen  nach  alle  vnsen)  vormogen  vnde  hopen  to  iuwer  leue^  dat  gi  myd 
vnsen  vrunden  van  Hamborch  myd  der  were  to  der  Elue  ward  vttouerdigende 
so  wol  bestellende  werden,  dat  de  mene  copman  van  den  vorscreuenen  vitallien- 
broderen  vnbeschediget  biyue.  Sijd  Gode  beuolen.  Screuen  des  mandages  na^ 
Gregorij,  vnder  der  stad  Wismar  secret,  des  wij  samentliken  hir  to  bruken. 

Radessendeboden  der  stad  Rozstok 
vnde  radmanne  tor  Wismar. 

Aufschri'ft:   Prudentibus    et  honestis  viris,  dominis  proconsulibus  et  oca  — 
sulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original.     Mit  au/gedrUcktem  grosstentheiU  erhaltenem  SiegeL 

CJD. 

Heinrich  7F.,  Adolph  VIII.  und  Gerhard  VIL,  Herzoge  von  Schlesvng  und  Graf  en 
van  Holsteiuj  urkunden  uber  die  Verldngerung  des  mit  dem  Kdnig  Erich 
abgeschlossenen  Frtedensy  in  welchen  sie  auch  den  Ritter  Claus  Lembeks 
einschliessen.     1422.     Marz  18. 

Wij  Hinrik,  Alff  vnde  Gherd,  van  Godes  gnaden  hertogen  to  Sleswijk, 
greuen  to  Holsten ,  Stormaren  vnde  to  Schowenborch.  Bekennen  openbar  vor 
aisweme,  also  de  vrede,  de  nu  latest  twischen  dem  irluchtigen  vnde  hocb- 
gebornen  fursten,  hern  Erijke,  der  rijke  Dennemarken,  Sweden,  Norwegen  vnde 
der  Gotten  koninghe,  vnde  vns  ghedeghedinghed  vnde  begrepen  ward  to  Vlens- 
borch  vnde  vthgande  was  to  sunte  Micheles  dage  neghest  vorleden,  den  suluen 


1)      Vgl.   M  401. 


vmrne  schaden  to  midende.  Vnde  werite,  leuen  vrunde,  aUe  wi  vns  vormode 
ein  recht  van  der  erbenomeden  Johannis  vnde  Godeken  wegen  darurnme  v 
ju  koinende  werd,  bidde  wy,  dat  gi  vmme  des  rechten  wilien  den  steden  vn 
ju  suluen  mede  to  eren  darto  behulpen  sin,  dat  her  Tideman  erbenomed  d 
erbenomeden  Godeken  woldad  vnde  horsames  nicht  entgelde,  wente,  alse 
vornemen,  de  erbenomede  Godeken  overbodich  was,  na  der  stede  vorbod^ 
wolde  erne  Johan  erbenomed  besegeld  was  geieuert  hebben  vor  dat  honnicl: 
dat  he  erne  vorkoft  hadde,  he  wolde  erne  sinen  kop  gerne  geholden  bebbeMi 
des  doch  nicht  geschen  en  mochte.  Hirumme,  leuen  vrunde,  bewiset  ju  hijrbi 
alse  gi  truwelikest  mogen  vnde  sik  darto  behored,  also  dat  des  erbenom^ 
den  hern  Tidemans  gud  van  Johannis  besate  van  Brakele  kummerlos  werde. 
Dat  wille  wy  vmme  juwer  leue  gerne  vorschulden,  wor  wy  mogen.  Ok  bewijse 
gi  den  steden  dar  wilien  ane.  Sijd  Gode  bevolen.  Screuen  vnder  vnsem 
secrete,  des  mandages  na  Quasimodogeniti,  anno  XXII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus   et   circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
Revaliensibus,  amicis  nostris  dilectis,  detur. 

N<Mck  einem  dem  Original  im  Revaler  Rathsarchiv  entnommenen  Ahdruck  im  Liv.-  E^th,-  und  Curi.  Urk,*Bmck 

Ed.   V  No.  2591, 

Der   Rath   von   Lubeck  macht  dem  Rathe  von  Wismar  Vorschldge  hinstchtlich  d^ 
weiteren  Verhandlungen  mit  dem  Konige  Erich.     1422.     Apr.  22. 

V  nsen  vruntliken   grut  vnde  wes  wij   gudes  vormogen  touoren.     Ersadi^ 
besunderen  leuen  vrunde.     Wy  nemen  to  herten,  dat  sik  de  besendinge  bij  deo 
heren  konig  van    Denemarken    tomale   sere  vortogerd,  dar  wij  vmme  bezorged 
sin  varende,  dat  id  schedelik  sin  wille,  wente  iw  de  ersame  her  Johan  Bantze- 
kowe   lichte    wol    berichted   heft,    wat    breues    de    here  koning  vorscreuen  hijr 
gesand  heft  vnde  wo  vns  ok    de  van   Hamborch  gescreuen  hebben,  des  wij  iw 
nu  vtscrifft  senden  in  vnsem  breue  besloten.    Vnde  wente  wij  sumnisse  in  dea 
dingen  nicht  nutte  en    kennen ,    so    screue  wij    nu    den  vamme    Sunde    in  deifi 
latesten  breue,  den  gij  en  ouerschikeden,  dat  vns  her  Marqward  vamme  Home 
gesecht  hadde,  dat  de  here  koning  in  Palmedage  nyest  vorgan  were  to  Coldinge 
vnde  wolde  vord  na  Flensborch,  vnde  dat  vns  nutte  duchte,  dat  se  ere  vrunde 
mit  den  juwen  vnde  den  van  Rozstoke  to  perde   here   sanden,    mit   den   vnsen 


i 


1422.     April  22.  433 

vort  to  rydende   na    den  heren  koninge,   vppe   dat   men    de   er   by  sine  gnade 

koinen  mochte,  er  enich  togrepe  schege,  edder,    eft  se  eyn  beter  kanden,  dat 

se   vns  dat  sunder  zutnend  benaieden^  deme  volgeden  gij  vnde  wij  gerne,  vnde 

dar  enhebbe   wij    noch    nyn    antworde   van.  Ok,  leuen    vrunde,  bede  wij  hern 

Johan  Bantzekowen    latest,    bij    iw  to  bringende,   dat  gij  gesand  hadden  tegen 

de  van  Rozstoke  vmme  der  vorscreuenen  zake  willen,  se  alles  dondes  to  vnder- 

richtende  vnde   ok    mit  en  to  sprekende  van  der  were  in  de  zee  to  lecgende. 

Dar  enhebbe  wy    ok    noch    nyn    antworde  van.    Vnde  wente  gi),  leuen  vrunde, 

woi  kennen,  dat  togeringe  in  dessen  dingen  sere  schedelik  is,    so    duchte    vns 

nulte,    dat    gij    vmme    des    besten  willen    de    vamme    Sunde    vorbodeden,    to 

Rozstoke  tegen  iw  to  komende  vnde  mit  en  vnde  den  van  Rozstoke  ouerwoghen, 

datmen  dit  werk  to  ende  bringen  mochte,*  vnde  vorhoren,  eft  de  vamme  Sunde 

icht  niede  here  rijden  willen,  wente  vns  in  desser  stunde  warliken  gesecht  is, 

dat  de  here  koning  sij  to  Flensborch,  vnde  wij,   eft  God  wil,  wol  gud  geleyde 

l^rijgen  willen  dor  dat  land  to  Holsten.    Vnde  eft  se  des  yo  nicht  don  enkonden 

vnde    se    ok   nicht   vorkuntscoppet    en    hadden,   wormen    den    heren   koning  to 

latere  ward   soken  mochte,  dat  se  to  donde  annameden,  dat  gij  denne  de  van 

Rozstoke  darto  vnderwijsen,  dat  se  de  eren  mit  den  juwen  to  perde  here  senden, 

D^it  den  vnsen  to  rijdende  na  den  heren   koninge,   vppe    datmen    schaden ,   de 

geoged    is,    mit    der    hulpe    Godes    vorekomen    moghe.     Vnde  wes    iw    hijrvan 

wedderuared,    benaled   vns  vnuortogerd.     Sijt    Gode  beuolen.     Vns  desses  eyn 

gudlik  antword  wedder  to  scriuende.     Screuen  vnder  vnsem  secrete,  des  mid- 

^ekens  na  Quasimodogeniti,  anno  XXII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Commendabilibus  et  circumspectis  viris^  dominis  proconsuli- 
bus  et  consulibus  Wysmariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Sack  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu   Wiamar.     Mit  unbedeutenden  Resten  des  au/gedriickten  Secrets, 

CI»IX. 

Der  Rath  (von  Hamburg)  benachrtchtigt  den  Okko^   dass  die  Bevollmdchtigten  bereit 
seieUj  abzureisen.     0.  J.     (1422).     Apr.  23. 

Deme  ersamen  juncher  Ocken  to  Broke  etc. 

Vnsen  vruntliken  grut  etc.  Ersame  besundere  gude  vrund.  Alzo  wij 
juw  vnlanghes  screuen ,  wo  de  ersamen  van  Lubeke  vnde  wij  vnse  vrunde  bij 
iuw   hebben  wolden,   vnde   scholden  rede  wesen  to  segelende  vppe  Palmedach, 

55 


434  1422.     April  23. 

dat  doch  vmme  sunderghes  anvailes  vnde  zake  wiilen,  de  vns  to  quemen,  nicbt 
en  schagh,  welke  zake  vnse  vrunde  iuw,  wilt  God,  wol  berichtende  werden, 
went  se  bij  iuw  koinen.  Des  beghere  wij  iuw  to  wetende,  dat  aizo  dallinge 
vppe  sunte  Georgij  dach  vnse  vrunde  rede  sind  to  segelende  to  iuw  to  komende, 
also  ze  ersten  moghen.  Hirvmme  bidde  wij  vruntliken  vnde  begheren,  dat  gij 
iuw  mit  iuwen  vrunden  willen  darna  saten  vnde  willen  mede  verdich  wesen, 
aIzo  wij  iuw  in  vortiden  gescreuen  hebben.  Dat  vorschulde  wi  gerne,  wor  wi 
moghen  etc. 

Unter  dem  Schreiben  steht:  Sirnili  modo  consulibus  in  Groninghe  mutatis 
mutandis. 

N<ich  einer  Abschri/t  auf  Papier.     Otdruckt  bei  Friedlaender  a,  a.  0.  No.  306. 

CDX. 

Der  Rath  von  Wismar  sendet  dem  Rathe  von  Lubeck  Brief e  aus  Rostock  und  Strd- 
sund  und  erbietet  sich  zu  einer  etwa  gewunschten  Mitvnrkung.  1422. 
Apr.  23. 

V runtlike  grute  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  vorscreuen.  Ersamen 
leuen  vrunde.  Juwen  breff  vmme  de  besendinge  to  dem  heren  koninge  etc. 
hebbe  wij  wol  vornomen  vnde  begeren  iuw  weten ,  dat  an  dersuluen  stunde, 
alse  vns  iuwe  vorgherorde  breif  antwerded  was,  so  worden  vns  ok  geantwerdet 
desse  bibundene  breue,  de  vnse  vrunde  van  dem  Stralessunde  vthesand  hebben 
vnde  wij  doch  nicht  enweten,  wat  se  inneholden,  vnde  de  van  Rozstok  beden 
vns  an  erme  breue^  dat  wij  iuw  der  Sundeschen  breue  vort  benalen  wolden. 
Scheie  wij  bouen  desse  vorgherorde  breue  vurder  wes  vorarbeyden,  alse  gij 
roren  an  iuweme  breue,  dat  moge  gij  vns  vorscriuen.  Sijt  Gode  beuolen. 
Screuen   vnder  vnsem    secrete,    ipso    die    beati   Georgii,    de  sero  hora  orlogii 

octaua.  anno  XXIP. 

Consules  Wismarienses. 

Aufschrift:  Prudentibus  et  honestis  viris,    dominis    proconsulibus  et  con- 
sulibus ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original.     Mit  au/gedrdcktem,  gum  grosseren  TheiU  erhaltenem  Siegel, 


436  1422.     April  25. 

scriuende  were  vnde  dat  men  nicht  togeuen  kan,  vnde  ok  dat  de  iude  v< 
den  ene  nacht  to  Haniborch,  dat  se  so  spade  quemen^  dat  wy  ze  des  au< 
nicht  to  schepe  bringen  konden,  so  iw  Hunolt  wol  berichten  mach,  vndt 
vor  enen  mant  zolt.  Vnde  dar  wii  vaste  dat  ghelt  mede  togaen,  so  d; 
scharsche  beholden  schult  van  al  den  ghelde,  dat  wy  hir  van  iuwer  v 
hebben,  HIP  mark,  vnde  des  duncket  vns,  dat  wy  dar  clene  ghenoci 
hebben  to  der  zewort  to  den  volke,  dat  wy  hir  van  iuwer  wegen  hebben. 
ouer  dat  gy  de  LXXX  mark,  de  wy  van  den  rade  entfangen  hebben,  so 
screuen  is.  io  hebben  wilt,  dat  scriuet  vns,  so  wil  wy  ze  gerne  laten  oft 
dat  gy  wilt,  vnde  so  beholde  wy  den  ^o  vele  myn  by  vns.  Hirenbouen  si 
den  noch  hir  schuldich  Wichman  van  ynden  C  mark  van  dem  rogghen 
van  andren  dingen,  vnde  dar  hebbe  wy  myt  em  vmme  sproken,  so  dat  h< 
noch  beyden  wyl  III  weken  oft  IIII,  vnde  wes  gy  den  van  den  bereschul 
sint.  Dat  is,  dat  wy  weten  noch  ter  tid,  vnde  dar  gy  dat  beer  betalen  myl 
ersten^  so  handele  gi  iw  suluen  wol.  Vorder  en  wete  wy  iw  nicht  to  sc 
vp  desse  tyd,  den  wy  bevele  iw  Gode  sunt  vnde  salich  to  langher  tijd. 
screuen  vp  sunte  Markus  daghe. 

Tydeman  Sten, 
Lodich  Crul. 

Aufschrift:     Den    vorsichtighen    wisen    heren    borgermestren   vnde 
rade  to  Lubeke  kome  desse  breF. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  au/gedruckte  Siegel  \$t  gdnzlich  abgesprungen. 


Eine   Schuld   des  Herzogs  Johann   von   Mecklenburg   an   den  Lubecldschen  B 
Conrad  Vridach.     1422.     Apr.  26. 

(jonradus  Vridach  pro  se  et  suis  heredibus  coram  libro  recognouit 
ad  sufficienciam  subleuasse  et  percepisse  a  Conrado  Hoghen,  goltsleger,  LXS 
florenos  rinenses,  que  dominus  Johannes,  dux  Magnipolensis,  dicto  Coi 
Hoghen  alias  nomine  et  ex  parte  prefati  Conradi  Vridach  amicabiiiter  p( 
uisset,  propter  quod  Conradus  Vridach  cum  snis  heredibus  dictum  Conn 
Hoghen  et  suos  heredes  pretextu  illius  penitus  dimisit  quitum  et  solutum. 

Nach  einer  Imcription  des  Niederstadthuchs  vom  J.  1422,  Miseric. 


1422.     April  28.  437 

cmoLV. 

D%^  Aelterleute  der  Hanse  in  Brugge  geben  den  in  LUbeck  versammelten  Hansestddten 
Nachricht  von  einer  Streitigkeit  zwischea  Heinrich  Greverade  und  Qenossen 
einer setts,  und  Eler  Lamsyde  andererseits ,  wegen  einer  Partei  von  den 
Sparnem  genommenen  Weines.     1422.     Apr.  28.^ 

Vor  jw  ersamen,  wijsen  vnde  vorsenigen  niannen,  heren  radessendeboden 
d^ir  gemeynen  henzestede  bynnen  der  stad  Lubeke  ter  dachuard,  vnde  sunder- 
lin^es  heren  borgermesteren  vnde    radmannen    der  vorscreuenen    stad    Lubeke, 
vnsen  leyuen  vrenden,  alderlude  vnde  de  gemeyne^  copman  van  de.r  Dudeschen 
benze  nu  to  Brucge  in  Vlanderen  wesende  doen  kentlik  mit  bereydicheyd  vnses 
denstes  in  dessen  breyue   apenbarlijke   tugende,  alse    Hinrik    Greuerode,   Hans 
Bodenwerder,  Johan  de  V«ss,  borger  to  Brucge,    vnde  ere  geseiscop,    an  eyne 
zijde,  samentlijke,  eyne  wyle    tydes   Eyier   Larasyde  vnde   sine  gesellen,  an  de 
anderen  syden,  vor  vns  mit  rechte  voruolged  hadden  vmme  sodane  wyne,  alse 
to     Rossele    van    den    Spanierdes   genomen    weddergekoflt   weren    vnde   dar   in 
Berndes    schip    van    Monster    geladen,    darvmme    dat   de     vorscreuene    partye 
mannichwerue  gewyset  worden,  en  dnrvan  vrentlijke  to  uereffene,  vp  dat  se  hedden 
niogen,  so  geuelt,  dat  de  vorscreuene  Hinrik  Greuerode  dar  enbynnen  vte  Vlan- 
deren toech  ostward,  makende  vulmechtich  Aleff  Greuerode,    sinen    neuen,    in 
dessen    saken    van    siner   wegen    to    donde    vnde    to   latende  al,  dat  he  suhien 
byrynne  solde  mogen  gedan  hebben,  vnde  alse  Ertmar  Zwarte  darna  to  Brucge 
S^komen  was,  so  deden  de  vorscreuenen  Aleff  Greverode  van  Hinrik  Greveroden 
^^gen,  Johans  Bodenwerder,  Johan  de  Voss  vnde  ere  geselscop  den  vorscreuenen 
^J^tmar,    EyIer  vnde    ere   geselscop   vpten  XIX  dach  in  Aprille  int  jar  XXI  vor 
^^s  komen,  se  dar  vmme  de  vorscreuene  zake  anclagende  in  aller  manere,  alse 
Hinrik  vorscreuen    suluen    mit   siner  vorscreuenen    geselscop  den  vorscreuenen 
^yler  vnde  sine  geselscop  touoren  angesproken   hadde,   hyrvan  hoechliken  be- 
S^rende  recht  to  hebben.     Des    wy   anzeende,  dat  Hinrik    Greuerode  irst  vnde 
Aleff  na  van  siner  wegen,  Johans  Bodenwerder  desse  vorscreuene  zake  mit  den 
Vlamyngen    alse  Johanne    de   Voss  vnde   ere   gesellen    zamentlyke   voruolgeden 
vnde  se  ok  den  waterrechte  anrorende  weren,  darvmme  wy  se  van  dem  water- 
rechte  mit  lyke  niet  vorscheden  en    mochten ,    so  wysede  wy  hyrvp  mit  guder 
vorsenicheyd  vnde  wolberadenen  mode  vor  recht,  dat  de  vorscreuene  Aleff  vyten 
jiaemen  Hinrikes  Greveroden,  sines  neuen,  Johan  Bodenwerder,  Johan   de  Voss 

1)  Ygl.  M  199.  294.  339.  858. 


438  1422.     April  28. 

vnde  ere  geselscop    solden   de  vorscreuenen  Ertmar,    Eyier  vnde  ere  ge&elscop 
bynnen  den  naesten  achte  dagen  to  den  Damme  vor  dat  waterrecht  anspreken 
vnde     dar    vor     dat     recht    van   en    scheden;     vnde    wert    dat     se     des    nicht 
endeden,     so     solden     de     vorscreuenen     Ertmar^     Eyler    vnde    ere    geselscop 
vnde  ere  borgen  gantzliken   vnde    al    qwyt,    leddich    vnde    los    wesen    van  also* 
daner    ansprake^    alse    de  vorscreuenen  Hinrik^  Aleff,  Johans  vnde  Johan  vnde 
ere  geselscop  van    dessen  vorscreuenen    zaken    to    en   gehad  hadden.     De  vor- 
screuenen achte  dage  vmme  gekomen  wesende  vnde  de  vorscreuene  Aleff  vnde 
Johans  se  to  den  Damme  nicht  angesproken  en  hadden  vnde  se  ok  nicht  qwyt 
schelden  en  wolden^  so  segede  wy  Ertmar  vnde    Eyler,  dat  wy  en  hyrvan  ken- 
nesse  wolden  geiien,  alse  en  des  van  noden  were,  in  wat  mate  dat  se  hyr  aff, 
alse  vorscreuen  is,  qwyt  geschulden  weren  vnde  gescheden.    Hyrenbouen  badde 
de  vorscreuene    Hinrik  Greuerode   van   den  vorscreuenen  Ertmar  vmme  desser 
suluen  zake  willen  wedder  vp   dat    nye    dan    arresteren    vnde    clagede  ene  an, 
alse  he  in  vortyden  angeclaged  was,  desulue  Hinrik  vns  ok  toghende  vnde  leseo 
duende  enighe  opene  breue  van  vidimus  em  gegeuen  van  somigen  breyuen  vao 
der  stad  Brucge,  van  den  copmanne  to   Londen'  vnde  van  vns   in  vortyden  an 


i)  liln  Aultorlouto  in  Br(lgg«  ersuohten  die  Aelterleute  in  London,  iiber  das  ganze  Sachverh&ltniss,  ini- 
hritomitirn  Obnr  Umi  Aunhauen  der  Marken,  ErmittelimgeD  anstellen  zu  lassen,  und  empfingen  in  Folge  dieses  & 
nmiUt'Un  *\tiU  folgeiidtiii,  in  uinoiu  Vidimus  des  Bisohofs  Johann  von   Ratzeburg  vom  8.  Oetbr.  14S1  noch  YorfaaDde- 

ttnn  UttrUiUi'. 

iJftfi  uraaiitigtiii  wy^un  vnde  btMohedenen  manneu,  aldcrluden  vnde  dem  gemenen  copmanne  van  der  Dadeschei 
^#»f»/^.  lo  llriHtgii  in  Vlttiideruii  woaende,  vuaen  gueden  vrenden,  by  den  aldermanne  vnde  dem  gemeynen  copmao  na 
4hr  lhii\tiiiv,hr.n  luiiixo  nil  to  Londen  in  Engeland  wesende. 

VftihiUkti  griiulu  vudu  wus  wy  gudos  vormogen  touoren.   Sunderlinges  gueden  vriende.     Juwen  breff  an  mi 
HMntful,  dft   |/i>a»M:uuii   wait   vpton   Xll^**  dacb  van  Octobris,  bebbe  wij  wol  vorsUnden,  dar  gij  inne  rorende  went 
*|4A  vftft    lUr    orditiantsiun    der  gemeynen   benzestodo,  dat  nymand  van   der  sulucn  henze  roeflfgued,  zedrifiticli  efti 
HK^4*i*.h  humI  liopcn  Mttl  bij  liue  vnde  guede.   Vurdermer,  alse  gij  begerendc  sint  van  vns,  kenlicbeyd  ouertoscriuei 
¥hf\  tw  Uitui  Ui  diitinde,  wu   dat   de   zake   gevallen  sint  als  van  demme  wine,  de  bijr  gekomen  is  in  Bemdes  schepe 
¥itf  Mtthnitir*'^   Wttt    vnH   dar  aflf  witHk   sy,   des  wotet,  sunderlinges  gueden   vrende,  dat  vor  vns    qwam   Lodowiek 
¥f  h/ltttiiUiiin-it  li<:gi:nindo  van  Ertmar  Zwarten  sodane  wine  van  Greueradens  merke,  de  vte  demme  schepe  gekomei 
wkfHtt ,  U*nmmUtr*itt  no  HoulUe    Loduwicb   vor   vns,   dat  be   gefunden    bedde   in    dren   kelleren   XVI  vate   wines  Tin 
hfKH^fhilt.fi  uititUn  vnde  dat  dar  nocb  vurdcr  two  kelre  weren,  dar  be  gemc  ingewesen  bedde  to  besiene,  efl  be  mer  wine 
/^f,  h*t.m%thiU'.u  ific.rki:  iiiouhtu  vindun,  des  erne  nicbt  geschon  enmocbte.  Uyr  vp  so  antworde  £rtmar  Zwarte  secgende, 
/t<*f  )tt.  uii\ti  in  'l<>  kr.lni  kdiiiun  Molde,  do  wine  borden  on  to,  se  bcdden  en  wol  betalet.     Vurdermer  so  was  Lodowick 
hfsyfKfrttfiH  vnri    Kriiiiar  vor«(;reucn,  dat  de  mcrko  van  demme  wine  nicht  vorandert  eflVe  vytgehowen  worden,  wenia 
I,/,  u*i/\t\t>  v/»rii(iiiiMi,  ilul  ijyn  deel  van  don  merken  vp  de  tijd  vtgebowen  weren,  so  dat  vele  woerde  to  beden  syde* 
*KiiAu,  lUf  wij  filc.tii  111  vntlidlden  liobben  efte  iw  gescriucn  konen,  sunderlinge  Ertmar  sechte,  erne  were  lot,  dat  al 
/lA  t4*^fUH  riu'.hf  lAiigi}  vtgebowen  weren,  were  des  nicbt  gescbcyn,  dat  soldc  nocb  gescben.    Vurdermer  so  is  Lod»- 
ff,/^t,  WfMihi(htin*u  vur  vnH  gtikomen  vnde  heuct  mit  gestanoden  eden  to  den  bilgen  gesworen  vnde  wargemaket,  dat 
>^  /J*  ZV/  ¥tttii  wiii»-.H  vim    (ireuerodons    merkc   in   den   dren   kelren   vorscreuen  gefunden  beuet      Vordermer  so  is 
#.//^i#   fof  vrm  g«'.koffi<:ii  de  Hiihie  Lodowich  Wodingbusen  vnde  Heyneman  Hakenberch,  gestanedes  edes  to  den  bilgen 
A^K$Kui\f.  v»id«i  bf'.tiigeiide,  dat  su  van  erome  scriuerc,  de  den  wijn  vnde  merke  screff,  so  als  se  in  den  scbepc  wordeQ 
f^KUitt^n,  ut  rynii  vtMCriiH  gaff  van  den  merken  van  den  wine,  dar  XX  vate  van  Greuerodens  merke  mede  weren,  de 


1422.    April  28.  439 

iw  heren  gescreuen  vnde  noch  eynen  openen  breyff  van  iw  heren  borger- 
mesteren  vnde  radmannen  der  stad  Lubeke  em  gegeuen ,  des  wy  dern  vor- 
screuenen  Hinrike  vnde  Ertmare  init  wolberadenen  mode  vpten  XXII  dach  in 
Aprille  in  dit  jegenwardige  jar  XXII  segeden  aldus:  alse  se  in  vortyden  van 
desser  vorscreuenen  zake  mit  rechte  gescheden  weren.  dat  se  sik  darna  mochten 
richten.  Vnde  darvp  so  was  en  dat  recht,  alse  vorscreuen  is,  gelesen,  so  dat 
Ertniar  vorscreuen  vntslagen  wart  van  sodanen  rostemente^  darvmme  dat  Hin- 
rik  vorscreuen  ene  van  desser  vorscreuenen  zake  wegen  arrestiert  hadde,  men 
Ertmar  vorscreuen  moste  vns  belouen,  wanner  dat  recht  to  den  Damme 
lusschen  Johanne  den  Voss  vorscreuen  vnde  eme  gewyset  were,  dat  he  dan 
vns  solde  vorborgen ,  eft  gij  heren  van  der  gemeynen  henzestede  wegen  van 
desser  zake  vp  em  icht  mochten  to  secgende  hebben.  In  kennessen  der  war- 
heyd  van  dessen  vorscreuenen  dingen  so  hebbe  wy  alderlude  vorscreuen  vnse 
'ngesegele  bynnen  vp  dessen  breyff  gedrucked  int  jar  vnses  Heren  dusent  ver- 
hundert  twevndetwintich,  vp  den  XXVIIP*"  dach   in  Aprille. 

Nach  einem   Vidimus  des  Bischo/s  Johann  Scheie  von  LUbeck  vom  10.  Febr.  1424  mit  anhangendem  Siegel^ 

beschrieben  zu  No.  304.^ 


^^    'V'eirtijden  solden  rpgekomcn  sin.     Vurdermer  so  is  noch  vor  vns  gekomen  Lodewioh  Wodinghiisen,  Hinrik  van 

Minden  gestancden    edcs  to   den  hilgen  zwerende  vnde  betugendc,  wo  dat  se  gehoret  hebben  van  Herman  Oaertun, 

^®    ere  knecht  was  in  deme  schepe,  secgende,   wu    dat  dar  tortein  merke  in  demme  schepe  vtgehowen  worden,   dar 

^yler  Lamzijden  merk  vnde    anderer  lude   merke    mede  wedder  voer  wart  gesat  vnd  dat  punt  horde  so  wol  Hans 

I^udcrstat  alse  ze.    Vurdermer,  als  gij  hebben  screuen  van  eynen  Vlarayngo  gehcyten  Dydorich  Cunzelyn,  de  wolde 

^^8   wol  bekand  wezen,  dat  he  de    merke   vtgehowen   hcddc:    dar  vp   wetet,   dat   van   vns   gekomen    is    Ludowich 

^c^dioghnseDiHeyneman  Hakenberch  vnde  Johan  Stralc  met  gestaneden  ede  to  den  hilgen  zwerende  vnde  betugende, 

^^t  se  hijr  openbaro  gehoret  hebben   in   des   copmans  houe  van  eme  gesellen  geheyten  Dyderich  Cnnzelyn,  vnde  is 

S^boreo  van  Swcrte  vnde  is  bij  den  boenatkers  to  deme  Damme,  secgende :  dat  de  merke  vtgehowen  weren,  dat  were 

iQit  endracht  alle  der  gezellen,  de  an  demme  wine  deelden,  vnde  dat  he  ok  nicht  mer  vp  sik  nemen  wolde,  dan  sin 

P^it  to  komen  mochte,  vnde  ok  so  enheddo  he  des  nicht  alleyne  gedan,  vnde  we  anders  vp  em  secgen  wolde,  de  solde 

^cs   nicht  warmaken  konnen.     Leuen  vrunde,  aldus    sind  hijr  de   zaken  gehantiret  vnde  vallen,  dar  wij  van  weten 

*^der8  nicht    God  vnse  leue  here  etc.    Gescreuen  vpten  XVIII**°  dach  van  Januarius  etc. 

1)  Die  Beglanbignng  lautet:  Wy  Johan,  van  Godes  vnde  des  peuestliken  stoles  gnaden  biscop  der  kerken 
^  Lubeke.  Bekennen  vnde  bctugen  openbare  in  desser  scrifft,  dat  wy  gezen  unde  merklyken  hebben  lesen  gehored 
^V^^n  openen  Dudeschen  bre£f  bezegeld  mit  der  alderlude  des  copmans  in  Bnioge  in  Vlanderen  bynnenvpgedrnckeden 
i^Sosegelen,  welken  breff  wy  gantzen ,  gerechten  vnde  vnuorsereden  an  scrifilten ,  permynte  vnde  ingesegelen  vnde 
sUchtes  aller   vordechtnisse    vnde    arghes    wanes    anich    bevunden    hebben   van   wordo  to  worde  ladende,  alse  hyr 

BMcrenen  steyt. Vnde  dat  wy   biscop  Johan   vorbenomed    dessen  vorscreuenen   breff  in  aller  wyse,  alse 

tOTBcrenen  is,  bevunden  hebben,  so  hebbe  wy  des  to  merer  witlicheyd  vnse  ingesegel  h  engen  heten  vor  desse  scrifit 
pAtom  anno  Domini  MCCCCXXIIIP,  ipso  die  beate  Scolastice  virginis. 


440  1422.     Mai  16. 


CDXV. 


Der  Rath  von  Lubeck  macht  dem  Rathe  von  Wismar  Mittheilungen  uber  die  Plane 
und  Rustungen  der  Vitah'enbrudery  sendet  zv^leich  einen  kurzen  Bericht  des 
Odbert  Ludersdorf.     1422.    Mai  16. 

Vruntliken  grut  vnde  wes  wy  ghudes  vormoghen.  Ersarnen  leueo 
vrundes.  De  ersame  her  Odberd  Luderstorp^  )uwe  leue  mederadeskumpan, 
hadde  vns  gbescreuen  enen  brefi,  des  auescrifft  wy  ju  senden  hirinne  ver- 
sloten  etc'  Na  sodannem  sinern  scriuen  vnde  begheringhe  so  dede  wy  van 
stuiid  vnse  bodescop  tor  Nygenstad  vnde  torn  Kyle,  to  iruarende  handelynghe 
vnde  willen  der  vytallienbrodere  darsulues,  welke  vnse  bodescop  vns  wedder 
inghebracht  heFt,  dat  noch  tor  tijd  tor  Nygenstad  nyne  vitallien  noch  schepe 
en  syn  vns  to  schaden,  jodoch  torn  Kyle  bereden  syk  de  vitallienbrodere  vnde 
nienen  syk  van  stund  in  de  see  to  legghen  mit  XVI  efte  XVIII  snykken  vnde 
init  eneme  kregere  van  LXX  lesten,  darto  menen  se  noch  twe  grote  schepe  to 
verdigende,  ouer  de  en  konen  noch  so  drade  nicht  rede  werden.  Desse  be- 
nomden  vitallienbrodere  hadden  wol  vorluden  [luden]  laten,  wo  juwe  vrundes  in 
der  see  ene  kortliken  smaheit  erboden,  der  ghelik  menden  see  weddervmme 
to  donde  vnde  wolden  juwer^  vnser,  der  stede  efte  nemandes  schonen.  Leueo 
vrundes ,  hir  wesed  op  verseen  to  dem  besten^  vnde  juwen  vrunden  in  der  see 
desset  witlik  to  donde,  wente  wy  on  desser  ghelik  ok  vorscriuen^  vnde  ervare 
gi  vorder  ychtes,  dat  dod  vns  witlik,  der  ghelik  wille  wy  juw  gherne  wedder- 
vmme don.  Sijd  Gode  beuolen.  Screuen  vnder  vnsen  secrete,  des  sonauendes 
vor  Vocem  jocunditatis,  CCCCXXII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus   ac  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
et  consulibus  Wysmariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Ncu:h  dem  Original  im  Rathaarchiv  zu   Wismar.     Mit  Reaten  des  attfgedruckten  Secrets. 


1 )  Das  angeschlossene  Schreiben  des  Odbert  Ludersdorf  lautet :  Consulibus  Lubicensibus*  Post  salutacioneia 
Ersameu  heren.  Wetet,  alse  ik  ju  enbodeu  hadde  by  Johan  van  der  Heydc  to  ervarende  van  schepen  vnde  yitaliei 
Yttoredende,  item  des  wille  juwe  leue  weteu,  dat  ik  wille  Yotstandes  in  de  zee  segeln;  des  bidde  ik  ja,  dat  gi  dM 
willet  benalen  vnsem  rade  to  der  Wismer.  Item  de  Rostker  sind  by  my  mit  twen  snyoken.  Hirmede  syd  Goii 
beuolen. 

Odbert  Ludentorp. 


1422.     Mai  16.  441 

Der  Rath  von  Lubeck  giebt  dem  Odbert  Ludersdorf,  Rathmann  in  Wismar  und  der^ 
zeitigen  Fuhrer  eines  Wismarschen  Kriegsscliiffs  Nachricht  uber  den  Auf^ 
enthalt  und  die  Rustungen  der  Vitalienbruder.     1422.    Mat  16. 

Vruritliken  grut  vnde  wes  wy  gluides  vormoghen  tovorn.  £rsame  be- 
suiidere  ghude  vrund.  Willet  weten,  dat  wy  vnse  bodescop  ghedan  hebben  to 
der  Nigenstad  vnde  torn  Kyle,  to  ervareride  vnime  de  vitallienbrodere,  also  gi 
YDS  to  enboderi  hadden  by  Johanne  van  der  Heyde,  vnsem  medeborghere  etc. 
Des  hebben  vns  vnse  boden  wedder  inghebracht,  wo  dat  to  der  Nigenstad  nu 
to  der  tijd  nene  schepe  noch  vitallien  en  sint,  jodoch  to  dem  Kyle  dar  willen 
se  vtlegghen  in  de  see  vnvortogherd  niit  XVI  efte  init  XVIII  snikken  vnde  mit 
enerne  euere  van  souentich  lesten,  darto  bereden  so  noch  II  kreyere,  ouer  de 
en  konen  so  drade  nicht  rede  werden.  De  suluen  vitah'enbrodere  hebben  ok 
ghesecht,  gi  hadden  one  kortliken  in  der  see  ene  smaheit  erboden,  der  ghelik 
willen  se  weddervmme  don  vnde  en  willen  juwer,  vnser,  der  stede  efte  nemandes 
schonen.  Hirvmrne^  leue  vrund,  so  weset  hirop  vorseen  niit  juwen  vrunden  van 
der  Wismer  to  dem  besten ,  den  wy  ok  hirvmme  vorscreuen ,  vnde  ervare  gi 
ychtes,  dat  latet  vns  weten,  der  ghelik  wille  wy  ju  gherne  weddervmme  don. 
Sijd  Gode  beualen.  Screuen  vnder  vnsem  secrete,  des  sonauendes  vor  Vocem 
I     jocunditatis,  CCCCXXII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:  Dem  ersamen  hern  Otberte  Luderstorpe,  radman  tor  Wismer, 
nu  tor  tijt  op  der  Wismerschen  schepe  wesende,  vnsem  besunderen  ghuden 
vrunde,  detur. 

Noch  dem  Original  im  Kathsarchic  zu   IVinmar.    Mit  Resien  des  av/gedrSckt  pewesenen  SeereU. 

CDXVII. 

Der  Rath  von  Lubeck  ersucht  den  Rath  von  Wismar,  in  Verbindung  mit  Rostock 
und  Stralsund  eine  stdrkere  hewaffnete  Macht  gegen  die  Vitalienbruder 
duszurHsten.    1422.     Mai  19. 

Vruntliken  grut  vnde  wes  wij  ghudes  vormoghen  tovorq.  Ersamen 
leuen  vrundes.  Alse  ghisterne  juwe  vrundes  by  den  vnsen  syn  ghewesen  to 
Dartzowe,  ouerweghende  vmme  wedderstand  den  vitalienbrodern  in  der  see  to 
donde,  vnde  vorder  van  vns  begherende  weren,  vmme  enen  kogghen  mit  vnser 

56 


1422.     Jun.  2.  445 


Eine  Anzahl  ostfriesischer  Hduptlinge  verpjiichtet  sich  gegen  Abgeordnete  von  Lubeck 
und  Hamburgy  die  Vitalienhruder,  sowie  auch  andere  Seerduber,  nicht  mehr 
zu  unterstutzen.     1422.    Juni  2. 

VVy  Hespel  van    der  Ghest^   Sydze  van  der  Ghost,  Ywe  van  der  Ghest, 
Sy^^ard  Wyarde,  Onno  Wyarde,    Poppepe  Syrentsim,  Alteke  Browesma,  Douwe 
Suesma,  Ficke  Fryxma^  Rewert   Onnoma,  Sippe   Nyttingh'.     Maken  kund  alien 
luden  nnit  dessem  openen  breue,  dat  wy  hebben  gheloued,  ghesekerd,  ghesworen 
mit  liiriiken  vinghern  in  den  hilghen  vor  vns  vnde  vnse  eruen,  gheboren  vnde 
vnghoboren,    den    erbaren   sendeboden,    also    her   Tydemann    Steen  vnde  hern 
Lodewighe    Crulle    van    Lubeke    vnde    her  Hinrik   Papendorpe  vnde  her  Merten 
Swartekoppe  van  Hamborch  to  behoff  erer  twyger  stede  vorscreuen,  dar  ze  nu 
to  der  tiid  vore  hir  synt  in  der  reyse,  vnde  den  menen  hensesteden,  dat  wy  na 
desserne  daghe  na  datum  desses  breues  to  nenen  tyden  entholden  schuUen  noch 
laien  entholden  in  vnsen  hoiien,  husen  vnde  sloten  edder  ghebede  de  vyltallyen- 
broders  noch  andere  rouers,    de   den  copman  beschedighen.     Vnde  ok  so  loue 
wy  vorscreuenen ,   de  vytlallyenbroders    noch    andere    rouere  nicht  to  bescher- 
^ende  noch  to  vordeghedinghende,  men  se  to  voruolgende,  alse  men  sodanne 
'^^isdeders    schuldich    ys    to    do/ide,    se    to    vorderuende    vnde    vte    dem    lande 
^nuende  na  alle  vnser    macht.     Vnde    louen    mede    an  desserne  breue,  dat  wy 
^lle  coplude  sullen  vordern  vnde  vordeghedinghen  na  alle  vnser  macht,  sunder 
alle  arghelist.     Hiir  hebben  an  vnde    ouer  wesen    deghedinghesiude  Vockuke*, 
hoftlingh  van  Lere,  Wybet  van  Steghesdorpe,  Dytmer  Reyners,  Hinrik  Beyers, 
OHe  Caland,  borghermesler  vnde  radman  van  Grftnynghe,  vnde  Ocke  van  Lod- 
werde.     Des    to   orkunde   so    hebbe  wy  Hespel    van    der   Ghest,  Sydze  van  der 
Ghest,  Iwe  van  der  Ghest,  Syward  Wyarde,  Onno  Wyard,  Poppeke  Tzyrensim, 
Aiteke  Brouwesma,    Douwe    Suesma,  Sycke   Fryxma ,   Rewerd   Onnoma,  Sippe 
IVittyngh  alle  mit  willen  vnse    rechten  yngheseghele    ghehenghed  laten  nedden 
an     dessen    breff,    int    dat    jare    vnses    Heren    dusent    veerhundert    in    deme 
twe    vnde    twintighesten  jare,  des  dinxedages  in  den  Pinxten,  to  Dockem  ghe- 
screuen. 

Nach  einer  gleichzeitigen  Abschri/t,     VgL  die  Angaben  zu  No.  420. 


1)  Ygl.  den  Abdruck  der  Urkunde  in  Raumer,  historischcs  Taschenbuch,  Jahrg.  1841.  S.  137, 
S)  statt  Focka  Ykana,  vgl.  M  4S0. 


1422.     Jun.  11.  447 

modam  potestatein  Siffrido  de  Vekkin^hnsen  ^  quod  dictiis  Siifridus  nomine  et 
ex  parte  Johannis  Lammesheim  in  Wismaria  a  doininis  vini  celarii  ibidem 
subleuare  debebit  CC  marcas  Inb.  den.  in  ininoracionem  antedicte  summe.  Sin 
autem  doniinus  Siffridus  ibidem  nichil  subleuasset^  extunc  Johannes  Lammes- 
heim totam  prefatam  sumrnam  in  Francfurdia  persolnere  debebit,  ut  supra. 

Snch  etner  Inscription  des  Sifderatadtbuchs  vom  J.  1422 ,  Corp.  Clir. 

CDXXIV. 

Die  Stddte  Rostock  und  Wismar  erkldren,  dass  ihre  Zwistigkeit  mit  Vicko  Stralendorpy 
Vicko  von  Vitzen,  Wulf  Lembeke,  Heinrich  Tarnewitz^  Jasper  Stralendorp 
und  Genossen  freundschafilich  beigelegt  sei.     1422.    Juni  25. 

Yor  alien  guden  ludm,  de  dessen  bref  zeen  edder  horen  lesen,  betuge 
wy  borgermeslere  vnde  radmanne  der  stede  Rozstok  vnde  Wysmer  vor  vns  vnde 
vnse  nakoinelinge.  dat  de  sake,  maninge  vnde  tosprake,  de  wy  hadden  to  den 
duchtigen  knapen  Vjkken  van  Stralendorpe  to  Kriuitze,  Vicken  van  Vitzen, 
Wulff  Lembeken ,  Hinrik  Tarneuittzen ,  Jaspar  Stralendorpe  vnde  eren  mede- 
huiperen  vmme  des  willen,  dat  se  vnde  ere  medehulpere  etiiken  Russen  ge* 
vangen  hadden^,  vruntliken  vorlecht  vnde  to  enen  gantzen  ende  endiget  vnde 
vruntliken  vorscheden  is,  also  dat  wy  vnde  vnse  nakomelinge  dar  nummer  vp 
saken  scholen  vnde  willen  an  tokornenden  tyden.  To  tuge  desser  vorscreuenen 
dink  so  hebbe  wi  vnse  ingesegele  henget  vor  dessen  bref  na  der  bort  vnses 
heren  Cristi  verteynhundert  jar  darna  in  deme  twevndetwijntigesten  jare, 
des  negesten  dages  na  sunte  Johans  Baptisten  dage  syner  bort. 

Au8  dem  Liber  arbitriorum  ritiitatis  Rozstok  foL  89.     Vorhergeht:   Witlik  sy ,    dat  dc  hensestede  eendrachtliken 
^  to   Lubek    Torgadert   beleuet  rndf   tclbordet  hebben    dtn  ran  Rozstok   vnde   iVismer  dessen  bref,  aise  desse 

auescri/t  iudet,  to  besfgelende,     Mitgetheilt  von  Dr,  Koppmann. 

Dir  Rath  von  Luheck  ersucht  den  Rath  von  Revalj  ihm  fur  das  ruckstdndige  P/wid- 
geld  Wachs  zu  senden.     1422.     Juni  29. 

Yrundiiken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vormogen  tovorn.  Ersamen  leuen 
rrundes.  De  ersamen  juwes  rades  sendeboden,  de  in  vorjaren  mit  vns  in  vnse 
stad  to  dage  gesand  weren,  mogen  juwer  leue  to  der  tijd  wol  ingebracht  hebben, 

1)     Vgl.  At  309,  326,  338,  340. 


1422.    Jul.  12.  449 

CDXXVll. 

J^er  Rath  von  Lubeck  legt  dem  Rathe  von  Wismar  die  Umstdnde  dar,  die  ihn  bisher 
verhindert  haben,  eine  Atcs/ertigung  des  letzten  Recesses  zu  senden.  1422. 
Jul  12. 

Vrundliken  grud  mit   begheringe  alles    guden    touoren.     Ersamen    leuen 

vrunde.     Juwen    breff   van    des    recessus    wegen    nv    kortliken    van   den   steden 

vorramed  etc.  hebbe  wij  wol  vornornen,  vnde,  alse  wij  anders  nicht  en  weten,  so 

hebbe   gij    den    recessum    nfl    wol,    wente    inester  Pawel  sande  ene  ouer  nacht 

deni    ersamen    hern  Johanne    Bantzkoiiwen   by  vnsem  eghenen   boden,  vnde  dat 

he   juw  nicht  er  geworden  en  is,  dat  enheft  noch  vns  noch  mester  Pawele  nyn 

vnwiile    benoinen,    wente    dar  van    des  punttollen  wegen,   dar  wij  vnse  vrunde 

vmine  gehat  hebben  to  Hamborch,  wat  angevalien  is  vnde  ok  van  anderer  rede- 

liker  zake  wegen,  also  )w  in  kort  wol   to  wetende  wert,  vnde  jw  enwere,    leue 

vrunde,    nen   behoff  geweset,    dat  gij  vns  so  speliken  scriuen,  dat  jw  vorwun- 

dere,  dat  wij  de  dedinghe  so  larige  by  vns  allene  beholden  to  wetende,  wente 

wij  er  allene  nicht  en   begeren  to  wetende  vnde  ok  allene  nicht  en  weten.    Ok 

endunket  vns  nicht  vnredelijk,  dat  de  Prutzeschen,  LijflFlandeschen  vnde  andere 

verne  afgesetenen  stede,  den   men  dat  alle  dage  nicht  benalen  en  kan,  dar  erst 

niede  gevordert  worden.     Ok  wetegij,    leuen  vrunde,  wol,    dat  men  juw  gerne 

willen    bewijset^    wor   men    mach.     Wij    beuelen   juw  Gode.     Screuen   vp  sante 

Margareten  auende,  vnder  vnsem  secrete,  anno  etc.  XXII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus  ac  circumspectis  etc.  wie  No.  426. 

Nach  dem  Original  im  Rathaarchiv  zu   Wismar.     Mit  Resien  des  aufgedriickten  Secrets. 

CI>JLX¥1I1. 

Verkauf  von  Diamantringen.     1422.    Jul  15. 

Johannes  de  Reyde,    ciuis  Coloniensis,    pro  se  et  suis  heredibus  coram 

Jibro  recognouit,  se  teneri  Petro  Huek  et  suis  heredibus  in  C  coronis  aureis  et 

LXXX   coronis,    quamlibet   coronam    pro    XIX  solidis  den.  lub.  conputandam  et 

persoluendam,  nativitatis  sancti  Johannis  Baptiste  proxime  atfuture  amicabiliter 

persoluendis.     Prefatus  Petrus   vendidit    dicto  Johanni   de   Reyden  duos  annulos 

aureos  cum  deamantibus  pro  summa  antedicta,  et  dictus  Petrus  stabat  quartara 

partem  super  lucro  et  dampno. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1422,  Dirts,  apost, 

S7 


450  1422.     Jul.  18. 


Der  Rath  von  Lubeck  zetgt  dem  Rathe  von  Wismar  any  dass  die  Lubtschen  Abgear^- 
neten  am  Abend  des  ndchsten  Tages  in  Wismar  eintreffen  werden.  i^?-2. 
Jul.  18. 

Yrundliken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vormogen  tovorn.  Ersamen  leue  mi 
vrundes.  So  gi  wol  weten ,  dat  wy  auendiangk  by  juw  in  juwer  stad  scholde  ai 
syn,  des  sin  vns  drapelke  saken  angeualien^  also  dat  vnse  voghed  mit  alle 
vnsen  denren  in  vnser  stad  nicht  en  ys  ^  vnde  vormoden  vns,  dat  se  vmm  ^ 
vespertyd  yo  wedder  yn  vnse  stad  komen.  Hirvmine,  leuen  vrundes,  so  begberc 
wy,  dat  gi  vnser  beyden,  went  wy  vnde  vnse  vrunde  van  Luneborgh  morgen 
en  auend  by  iuw  in  juwer  stad  jo  willen  wezen  vnde  yn  mandaghe  rechte  vro 
mit  iuw  vorder  to  ridende  na  Rostokke.  Wy  scriuen  desser  ghelik  ok  den 
sendeboden  vnde  den  van  Rostok  etc.,  vnde  bidden,  leuen  vrunde,  dat  gi  ene 
by  eneme  juweine  ridende  boden  sunder  sumend  vnsen  breff  willent  benalen. 
Sijd  Gode  beuolen.  Screuen  vnder  vnsem  secret,  des  sonauendes  na  Diuisionis 
apostolorum,  anno  etc.  CCCCXXIL 

Consuies  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus  ac  circumspectis  etc.,  wie  No.  426. 

Nack  dem  Original  im  Rathaarchiv  zu   Wismar,     Mit  Resten  dea  au/gedruckten  Secrets, 


Ueberlasstmg  eines  Sitzplatzes  in  der  Marien  Kirche.     1422.     Jul  28. 

Aerstina  Jerniers    pro   se    et   suis  heredibus  coram  libro  recognouit,  se 
amicabiliter  concessisse  vnam  suam  sedem  in  parrochiali  ecclesia  beate  Virginia 
ante    altare  vicarie    domini  Johannis  Luchowen  Tybbeken ,  vxori  legitime  Hart* 
wici  Brekewoldes,  in  qua  sede  dicta  Tybbeke  tempore  vite  Kerstine  stare  debe- 
bit  absque  cuiuscunque  contradictione,  et  istam   concessionem  promisit  preFata 
Kerstina  inviolabiiiter  obseruare  et  firmiter  tenere. 

Nach  einer  Inscription  dea  Siederatadtbucha  vom  J,  1422,  Pcmtaleonis, 


Verkauf  von  Renten  aus  dem  Dorfe  Malzow  an  eine  Vicarie  in  der  Marien  Kirche* 
1422.    Jul.  28.  . 

llinricus  Niendorp  et  Hinricus  de  Drontheim,  pincerna  dominorQin  con* 
sulum,   coram    libro    pro  se  et  suis  heredibus  recognouit,    se   coniuncta  maoa 


452  1422.     Aug.  5. 

(Jnde  up  eyn  vorsokend  so  niogen  de  erbenorneden  stede  des  vorscreven  hol^  n 
geldes  slaii  laten,  alse  de  van  Lubecke  UF  gewegene  marke  unde  riicht  iner;  de  va  m 
Hamborch,  Luneborch  unde  Wysmer  eyne  jewelke  II  hundert  gewegene  marke  unai« 
nicht  uier.  Unde  de  inunter  gesellen  in  dessen  vorscreven  steden  scholen  vor  er^  in 
raden  edder  den,  de  dre  rade  dar  to  schickon,  to  den  hilgen  zweren,  dat  se  cl« 
scrodinge  des  vorscreven  holen  geldes  truweliken  don  unde  holden  wyllen,  aisc 
hiirvore  gherored  steyd. 

Item  qweme  ok  na  dessen  dage  in  weike  der  vorscreven  stede  yenicii 
nye  geslagen  geld  van  buten  ^  anders  danne  nu  tor  tyd  ghenge  is,  dat  schal 
men  den  van  Lubeke  vorkundigen  unde  de  scholen  dat  setten  gheidende  na 
sinem  werde,  na  dem  vorscrevenen  witten   penninge. 

Nach  einem  Abdruck  in  G  ran  to//,  Histor.  Schr.   Th.  3  S.  211. 


Der  Knappe  Hans  Danneveld  bekennt  sich  wegen  seiner  Gefangenschaft  zu  einer 
Schuld  von  200  rn^  an  den  Rath  von  Lubeck  und  verspricht,  ste  in  ztv^ 
Terminen  zu  bezahlen.     1422.     Aug.  10.^ 

Ik  Hans  Danneueld,  knape.     Bekenne  vnde  betughe  openbar  an  dessein 
breue  vor  alsweme,  dat  ik  vnde  myne  eruen  den  erbaren  heren,  borghermester^ 
vnde  radmannen  der  stad  Lubeke,  rechter  witliker  schuld  van  myner  vengniss^ 
vnde  schattinghe  weghen,  alze  ik  ere  vanghene  was,  schuldich  sin  twehundert 
mark    lubesch    der    suluen     munte.    welker    twyerhundert    mark    ik  vnde  myn^ 
eruen   den   vorscreuenen   heren   borghermestern  vnde   radcnannen  de  helfte,  als^ 
hundert  mark  lubesch,  na   erem  willen   vnde  noghe  betalen  scholen  vnde  will^'' 
bynnen  der  stad   Lubeke  op  dat  fest  to  Wynachten  erst  tokomende  vmbeworr€»n 
vnde    an    pennynghen .    alse    vorgerored    is,    vnde    vp    vnse  eghenen  kost  vnd^ 
euenture,  vnde  des  ghelikes  schole  wy  en  de  anderen  helfte,  alse  hundert  mark? 
betalen  oppe  dat  fest  Paschen  erst  tokomende    sunder    alle    list    vnde    insagb^^ 
Vnde  wy  Johann  Scharpenberch,  wonaftich  to  Kneze,  Luder  Blucher,  wonafticb 
to  Korchowe,  Clawes  Bralstorp,  wonaftich  to  Tessin,  Hennyngh  Glauatze^  won- 
aftich to  Haghenowe,    vnde  Johan  Weltzowe,    wonaftich  to  Weltzowe,   knapen^ 
louen  in  cratft  desses  breues  vor  vns  vnde  vnse  eruen  mit  ener  sameden  hand) 
vnde  vnser  yslik  vor  al,    den    erbaren    heren   borghermestern  vnde  radmannen 
der    stad    Lubeke,    dat    en    de    erbenomede    Hans   Danneueld  de  vorscreuenen 


1)  Ueber   die  Veranlassung   za  dieser  Schuld verscbreibung,    so   wie  zu  den  folgenden 
buogen  and  Urfehden   ygl    Grautoff,   Liib.  Chroniken  2,  30      Detmar   irrt  binsiohtlich  del  Jabres.     T^ 
Wigger,  Geschichte  der  Familie  von  Biacber  Bd.  1  B.  294  fgg.  ^ 


1422.     Aug.  10.  453 

twehundeit    mark    wol    to    danko    betalen    sciial    in  aller  wise,  alse  hirvor  ghe- 

screuen  steit.     Scheghet  ok,  dat  God  afkere,  dat  de  erbenoinede  Hans  Danne- 

ueld  de  vorscreuene  betalinglie  also  nicht  endede,    alse  hir  vore  vtghedrukked 

ys,  so  scholen  vnde  willen  wy  erbenoinede    Johan,    Luder,    Clawes ,    Hennyngh 

vnd  Johan  alle  vnde  vnser  ysliken    besundern    bynnen    den  ersten  achtedaghen 

na    ysliken  der  vorscreuenen  terniinen  vnghenianed  to  Lubeke  inryden,  den  vor- 

screuenen    heren    borgherrnestern    vnde    radrnannen    dar    en    willik   inlegher  to 

holdende,    vnde   dar    nicht  vtscheden,    yt    en    sy  mit  erem  willen.     Alle  desse 

vorscreuenen    stukke    sanientliken    vnde    ein    yslik    besunderen    loue    wy    Hans 

Danneueld,  houedinan,  Johann,  Luder,  Clawes ,  Heningh   vnde  Johan,   borghen, 

vor    vns    vnde    vnse    eruen    niit    ener    sarneden    hand    den    vorscreuenen    heren 

borgherrnestern  vnde  radrnannen  der  stad  Lubeke  by  louen   vnde  Iruwen  stede 

vnde   vast    to    holdende    sunder  ynsaghe,    vnde    hebben  des  to  merer  tuchnisse 

der  warheit  vnse  ingheseghele  mit  vnsen  guden  willen   ghehenghed  vor  dessen 

breff.    Datum  anno  Domini  millesimo  quadringentesimo  vicesimo  secundo,  ipso 

die  beati  Laurentii  martiris  gloriosi. 

Sack  dem  Original.  Mit  den  seeks  anhangenden  Siegeln,  Hans  Dann^veld:  Siegel  rundj  2^ /to  Ctm.  Auf 
stehendem  Sckild  die  vordere  Hdlfte  eines  nach  rechts  schreitenden  Schaf bocks,  Umschrift  zwischen  starken 
Perlenkreisen:    S'hTIIlRGS    <£,     DHURCVGL^    ^  Johann    Snharpeuherg :    Siegtfl    rund, 

2^/io   Ctm,     Anf  einem  Schitde  liegt   ein   Strahl   mit    der    Spitze    nach    der  rechten    Oherecke  gekehrt.      Urn- 
schtift:      8'     lOKHR     %    SCHRP6IlBeK((::K)  Luder   TUQcher:   Siegel   rund,  2%,  Ctm. 

Vollig  undeutlichf   dock  erkennt  man  die  SchlQssel  des  Blucherschen    Wappens.  Clans  liralstorp: 

Siegel  rund,  2**/,o  Ctm.     Auf  stehfndem  Schilde  ein  rechtsschreitender  Schwan.      Umschrift:    JS'    CLHW6S 
BRHLS'CORP  Henning  Glaratz:  Siegel  rund,  2'/io  Ctm.     Auf  stehendem  Schilde  tin  breites 

Beil  mit  kttrzem  Stiel.     Umschrift  zmischen  starken  Perlenkreisen:  S'  %  KGIIIRK  ^  GLHVH'^^ZG  l^^f 
Johann    Welzow:    Siegfl   rundy    S  Ctm.     Auf  stehendem  Schilde  liegt  rechts  ein   linksgek&hrter 
Widderkopf  und   davor    ohne    Theilnngslinie   eine  funfzinkige    Hirschstange.       Umschrift:    +  S  K2IRR6S 

wGLzowe. 


Yertrag   der  Rathe   von    Lubeck   und   Hamburg   uber  die   Verwaltung  der  Schlosser 
Bergedorf  und  Riepenburg.     1422,     Aug.  18. 

Wytlyk  zy,   dat  desse  nabenomeden   heren,  alse  van  Lubeke  her  Hinrik 

flapesuluer,    borgermester,    her    Clawes    van    Stiten    vnde    her    Tideman  Steen, 

radmanne  to  Lubeke,  af  ene  syd,  her  Hinrik  Hoyer,  borgermester,  her  Johan 

Cletze  vnde  her  Erik  van  Tzeuen,  radmanne  to  Hamborch,  van  des  rades  vnde 

der  stad  wegen  van  Hamborch,  afif  ander  syd^    hebben  vnder  ander  vordragen 

vmme  de    slote    Bergerdorpe    vnde   Ribenborgh    in    nascreuener  wyse,  also  dat 

de  van  Lubeke  der  vorbenomeden  slote  een,  vnde  de  van  Hamborg  dat  andere 


456  1422.     Aug.  22. 

schepes  vnghehindert  gheantwordet  vnde  volgheri    rrioghe.     Dat    vorschulde  wy 
vmine  iuwe  ieue  alle  tiid  gherrie,  wor  wy   ri^oghen.     To    merer    betuchnisse  ys 
vnser    stad    secret    rugghelinghes    ghedrukket    an    dessen    breff.     Datum    anno 
Domini    millesimo    quadringenlesimo    vicesimo    secundo^  in  octaua  die  Assump- 
tionis  beate  virginis  Marie. 

Nacfi  dcm  Original^.     Das  aufgedriickte  Secret  ist  zwar  verleist,  dock  noeh  erkennbar, 

CDXXXVll. 

Der  Rath  von  Reval  zeigt  dem  Rathe  von  Lubeck  an^  dass  die  zuruckgesandten 
Russen  nach  Narwa  weiter  heforderi  seien ,  und  schreibt  femer  uber  das 
noch  in  Wismar  bejindliche  Wachs  und  uber  andere  mit  der  Berauhwtig 
zusammenhdngende  Gegenstdnde.     1422.     Aug.  23.^ 

iirwerdige  grote  tn'ii  aller  beheglicheit  thovorne  gescreuen  vnd  wat  wV 
gfldes  vurin6gen.     Erzanien   leflen   heren   vnde   besnnderge  gflde  vrflnde.     Jflwpr 
erzamheit    beghere   wy    to   wetende,    dat   wi)    nach    inholde   der   erbaren  berefi 
radessendeboden  der  henzestede  mit  iw  tho  Lubeke    latest   to  dage  vorgaddert 
vnd  juwer  brefle  vnd  recesse  darsulues  tho  Lubeke  vorramet  den  erzamen  her 
Vrolik  Engelen,  ratman  tho  Darbte,  vnd  den  erbaren    hern  Johanne  Palmedagp-, 
vnses    rades    medecumpane,    vnd    Alberd  Stoppezacke,  vnsen  medeborger,  ti\it 
den  Rilssen^  de  gij   vnd  de  erbaren  radessendeboden  an  dfisse  bynnenlandesch^ 
stede  ouersanten,  vort  thor  Narwe  sanden ,    vmme    de  suluen  Russen  dar  oreo 
broderen  ouerthoantw6rnde   nach  juwem   begherle,    alse    se    ok  deden  des  vry^ 
dages  vor  Laurencii  negest  vorleden.    Vnd  alse  se  vnsen  vorgerorden  bdden  to 
sprake  qwemen,    synd    dar   vfiste    worde    vnde    clage    gefiallen  van  deme  gA<ie<9 
dat  den  Russen  genomen  wart,  vnde  sunderlikes  van  den  XIIII  schippund  wasse^ 
vnd   Vlll    lispunt,    de    tho    der   Wysmar   ingekomen    syn.,    alse    dat  de  van  de^ 
Wysmar  vor   den    steden    in  jegenwdrdicheit    der  Russen  bekand  hadden.     De^ 
weren  de  Russen  begerende,  zere  begerende.^  datme  de  XIIII  schippunt  vnd  VILI 
lyspunt  wasses  reyde  ouerantworde,    nademe    dattet  in  de  stede  der  hense  g^*^ 
komen  were,  edder  dat  se  ene   enckede   tijt  vnd    stede  bendmden,  wanner  vnd 
war  se  en  dat  was  ofierlefiereren  wolden.     Vnd  dat  andere   gendmene  gAd  dai 
soldeme  zdken  by  der  crucekflssynge;  konde  men  id  hebben  in  macht  der  hente) 
so  soldeme  dar  recht  ouer  geuen  by  der  crucekussynge,  konde  men  ouer  nycbt, 

1)  Ks  sclicint,  dass  der  vollstftndig  aasgvfcrtigte  Brief  liegen  geblicben  und  nicht  expedirt  i«t. 

2)  Vgl.  ^  809,  326,  338,  340,  484. 


i 


1422.     Aug.  23.  457 

so  soldet  Stan  vppe  God  vnd  vppe  de  cnicekussynge  bit  tor  tijt,  dat  de  oldesten 
eens  dages  vorrarneden,  vmine  de  zake  vflrder  to  sprekende.  Darvp  dey  vnsen 
de  hant  van  den  Rfissen  geesschet  hadden,  dat  de  copman  enen  veligen  wech 
solde  hebben,  thor  tijt  to  komende  vnde  tho  varende  vppe  de  crucekussynge, 
dat  de  Rflssen  vorlegeden  vnd  spreken,  dat  se  des  nycht  mechtich  en  weren, 
wantet  en  nycht  van  eren  oldesten  were  inedegedan,  jodoch  were  dat  bekande 
gfld  vor  6ghen,  so  stunde  dar  so  vele  destobet  by  tho  komende.  Hijrvmme, 
erzamen  leuen  heren  vnd  besundergen  guden  vrunde,  bidde  wy  iuwe  vorzich- 
tige  wysheit  mit  gantzeme  vlijte  begerende,  de  van  der  Wysmar  so  tho  vnder- 
wisende,  dat  se  vele  gudes  hijr  ouer  schicken,  edder  beuelen  id  jemande^  de 
zijck  myd  den  Russen  in  den  zaken  van  erer  wegen  voreffene,  so  inogen  dusse 
bynnenlandesschen  stede  dar  des  besten  vort  by  ramen,  vnd  wy  vormoden  vns, 
wan  en  dat  bekande  gfld  wedder  werd,  dat  se  id  denne  by  der  crucekflssyoge 
wol  werden  henne  gan  laten.  Hijrmede  beuele  wy  iw  dem  almechtigen  Gode 
in  zuntheit  vnd  wolmacht  tho  langen  saligen  tijden.  Gescreuen  vnder  vnsein 
secrete,  an  sunte  Bartholomeus  auende  etc.^  anno  XXIR 

Borgermeistere  vnd 

radmanne  tho  Reuaie. 

Aufschrift:  Den  erzamen  vorzichtigen  vnd  niannychtioldigen  wijsen  mannen, 
heren  borgermesteren  vnd  radmannen  der  stat  Lflbeke,  kome  dflsse  breff  mit 
themeliker  werdicheit. 

Nach  dem  Original  auf  Papier  im  Rathsarchiv  zu   Wismar,    Das  if  en  Brief  schliessende  Secret  ist  zicar  noch 

erhalten^  aher  gam  verifruckt, 

Urfehde  des  Knappen  Hans  Danneveldj  geleistet  dem  Herzoge  Erich  V,  von  Sachsen- 
Lauenburg  und  dessen  Brudern  Bernkard  und  OttOj  so  wie  audi  den  Rdthen 
von  Liibeckj  Hamburg  und  Liineburg  unter  Burgschaft  der  Knappen  Claus 
Bralstorp,  Henning  Glavatz  und  Johann   Weltzow.     1422.     Aug.  29. 

Ik  Hans  Daneueld  ^    knape.     Bekenne  vnde    betuge    openbare   in  dessem 

i)reue  vor  alsweme,  dat  ik  dem  hochgebornen  vorsten  vnde  heren,  heren  Erike, 

Aertogen  to  Sassen,  Engeren  vnde  Westphalen,  sinen  broderen  hertogen  Bernde 

vnde  hertogen  Otten  ^  eren  landen,  luden  vnde  vndersaten,    vnde  den  erbaren 

Jieren,    borgermesteren    vnde    radmannen    der   stede    Lubeke,   Hamborch  vnde 

Xuneborch,  eren    medeborgeren ,    inwonren,  denren  vnde  alle  den  eren,  de  se 

58 


1422.     Aug.  29.  459 

breues  mit  eyner  zarnenden  hand^  .dat  de  erbenomede  Hans  den  vorscreuenen 
heren    vnde    steden     aUe    vorscreuenen    stucke    zamentliken    vnde    besunderen 
truweliken  vnde  vnuorbroken  holden  schal.     Scheged  auer,   dar   God    vore  syn 
mote,  dat  desse  vorscreuene  orueyde  jergen  ane  gebroken  worde,  dar  wy  erbe- 
nomede ClaweSn  Henning    vnde  Johan    zamentliken    edder    besunderen  van  den 
vorscreuenen  heren  edder  steden  vnime  gemanet  worden   niit  eren   boden   edder 
breuen ,    so   schole    wy    vnde  willen    by    truwen  vnde    eren    bynnen    den  ersten 
achte    dagen    na    deme    dage,    alse  vns  de  rnaninge  geschen  is,  zunder  inzage 
vnde    alle    behelpinge    in    de    stad  to   Lubeke  ryden,  dar  eyn  witlik  inleger  to 
holdende  vnde  dar  nicht  vtscheden,  wy  en  hebben  vns   mit   den  heren   borger- 
mesteren    vnde    radmannen    der  stad    Lubeke    to    erer    vnde    der  ergenomeden 
heren    vnde    der    stede    Hamborch    vnde   Luneborch     behofF    gudliken   vorghan 
vmme  allent,  des   se    vns   van   alsodaner    oriieyde    broke  totosecgende  hebben. 
Vnde  desses  to  merer  tnchnisse  der  warheyd  hebbe  ik  Hans  erbenomed,  houet- 
man,  vnde  wy  Clawes,  Henning  vnde  Johan,  borgen,  alle  vnde  besunderen,  vnse 
ingezegele  myt  guden  vryen  willen   hengen  helen  vor  dessen  breff.    Datum  anno 
Domini  MCCCCXXIP,  ipso  die  Decollanionis  sancli  Johannis  Baptiste. 

Nach  dem  Original.  Mit  den  anhangenden  Siegeln.  Hans  Danneveld:  Sieg^i  rttnd,  2®/,o  Ctm,  Auf  stehcndem 
Schiide  die  vordere  Hdlfte  eines  nach  rechts  gehendcn  Scha/bockes,  Umschrift  zwischen  nach  innen  gcperlten^ 
nach  aussen  geachnQrten  Kreisen :    x  S'  I1HRR6S  ><  DKURGVeL*^  Ciatm  Braistorp:  Siegei 

rundf  2®/,o  Ctm,     Auf  stehendem  Snhilde  ein  nach  rechts  schreitender  Schwan.      Umschrift:    S*   CLHW6S 
O    BRHLS^ORP    <«-  Henning    Glavatz:   Siegei  rund,   2«,o  Ctm.      Auf  stehendem 

Schiide  ein  knrzstieltges  Schlachterbeil.      Umtfchri/t    zicischen    stark  geptrlten   Kreisen:    S*    K6RIRK     ^ 
©LKVKTZG    jl€^^  Jnhann    Wtltzow:  Siegei  rund,  3  Ctm.    Auf  gelehutem  Schiide  stehtvorn 

der  Profilkopf  eines  Schaf bocks,  hinten  die  Hirachstange  eines  Zehnenders.     Umschrift:      x  S'   hURRGS 

\VeLZ0W6. 

CDXXXVUr 

Urfehde  der  Knappen  Hans  und  Henning  Danneveld^  geleistet  den  Rathen  von  Liibeck, 

Hamburg   und  Liineburg,   unier  Biirgschaft  der  Knappen  Claus  Braistorp^ 

Henning  Glavatz  und  Johann    Weltzow.     1422.     Aug.  29. 

Wy  Hans  vnde  Henning  vedderen  gheheten  Danneueld,  knapen.    Bekennen 

vnde   betugen    openbare    in    dessern    breue    vor    alsweme,    dat  wy  den  erbaren 

heren    borgermesteren    vnde     radmannen     der    stad     Lubeke,    Hamborch    vnde 

Luneborch darvmme  dat  ik  Hans  Darmeueld  erbenomed  ere  ge- 

i^angene  man  vnde  in  eren  sloten  vnde  vengnisse  vorwaret  was,  u.  s.  w.  (im 
Inhalt  ganz  ubereinstimmend  mit  No.  43  7 j  nur  dass  die  Herzoge  von  Lauenburg 
auch  im  weitern   Verlauf  nicht  erwdhnt  werden). 

Originai  auf  der    Trese.     Mit   den  anhangenden  fftnf  Siegeln.    Henning    Danneveld:   Siegei  rundy  2'^jiQ  Ctm. 
Wappen   wie  bei  Hans  Danneveld.     Umschrift:     S    ^    hGRRICh    <•     DKRReVGL'S^.     Die  Hbrigen 

Sieqel  sind  wie  bei  No.  4*37.  • 


460  1422.     Sept.  5. 


Der  Knappe  Boldemin  van  dem  Kroge  bekennt  sich  zu  einer  Schuld  von  200  f^ 
gegen   den   Rath   von  Lubeck^  wegen  seiner  Loslassung  aus  der  Gefangen- 
schaft  und  verspricht^  die  Hdlfte  ndchste  Weihnacht,  die  Hdlfte  Ostem  zu 
bezahlen.     1422.     Sept.  5. 

Ik  Boldewin  van   deme  Cioghe,  knape.     Bekenne  vnde  betuge  openbare 
in    dessem    breue    vor  alsweine,    dat    ik    vnde    myne  eruen  den  erbaren  heren, 
borgerniesteren  vnde  radmannen  der   stad    Lubeke^  rechter  witliken  schuld  van 
inyner  vengnisse  vnde  schattinge  wegen,   alse  ik  ere  gevangen  was,  schuldich 
bin    twehnndert    marke  lubesch  der  suluen  munte,  welker  twyerhundert  marke 
ik  vnde  myne  eruen  den  vorscreuenen   heren  borgermesteren  vnde  radmannen, 
de  helfifte  alse  hundert  marke  lubesch^  na  eren  willen  vnde  noghe  betalen  schal 
vnde  wil  bynnen  der  stad   Lubeke  vppe  dat  fest   to  Wynachten  erst  to  komende 
vmbeworen    vnde    an    penningen,    alse  vorgerored  is,    vnde  vppe  myne  egene 
koste  vnde  euenture.     Vnde  des  gelykes  schal  ik  em  de   anderen    helffte,  alse 
hundert  mark,    betalen  vppe    dat    fest  Paschen    darna  volgende  sunder  alle  list 
vnde  inzage.     Vnde  wy  Wypert  Lutzowe,  Helmold  Lutzowe,  wonatftich  to  Gra- 
bowe,  Henneke  van  Pentze,  wonafFtich  to  deme  Redemyne,  Kersten  Haluerstad, 
vaged  to  Boytzenborch,  Hans  van  Pentze,  wonafftich  to  deme  Redemyne,  vnd^ 
Wedige  van  Tzule,  wonafFtich  to  der  Vi^alsmolen,  knapen,  louen  in  crafft  desses 
breues  u.  s.  w.  (wortlich^  nur  mit  verdnderten  Namen^  vne  No.  433).     Geuen  io 
den  jaren  vnses  Heren  dusent  verhundert  twevndetwintich ,   des    negesten  son- 
auendes  vor  vnser  Vrowen  dage  natiuitatis. ' 

Sack  dem  Original.     Mit  sieben  anhangenden  Siegeln.     Boldewin  van  dem  Kroge:  Siegel  rvndj  2^Iiq  Ctm-  i*v 
dem  Schild  ein  nach  recht»  gehendes  Einhorn,  mit  langen  uber  dem  RQcken  vor  und  zuruckgebogenen  Love^" 

schwam.      Umschri/t:     S*   BOLDeWIR   VHRfflG   CROGhe.  ^^ipert  und  Heimold  Uts9^ 

8.  Siegel  dt8  M.-A,  He/t  7  p.  174,  12  b,  175,  12  d.  Henneke    r.  Pentt:    Man    trkennt,  nuf  de^ 

nach   rechts  schreitenden   Lowen  der  Familie  von  Pentz,   alles    Uebriye  itt  uudeutlich.  Ke^itt^ 

Halverstad:  Siegel  rund,  2®/,o  Ctm.  Auf  gelehntem  Schilde  liegt  eine  Mondaichel,  daruber  stekt  tin  Btl^ 
mit  spdrlicher  Decke,  axif  tcelchem  die  Mondsichel,  wie  auf  dem  Schilde,  ruht,  doeh  mit  den  SpiUen  u^j^ 
eine  kleine  Lilienblume  endigt.     Umschrift:     $  Rarjleit   T^^9i(>^   ^afofrllaf-  Han$  von  PenUf 

Siegel  rund,  27io  ^'"i*  -^w/  atehendem  Schilde  der  nach  rechtn  gehende  Lowe  der  Familie  Pentz.  Umtckiift 
zwischen    sehr  krdftigen   Perlenkreisen:     s'   ^ans  CO  DflU  ^g^  pfttfef  i^SJft  Wtde^e  v.  Tnkf 

#.  Siegel  des  M,-A,  Heft  6  p,  134, 


1)  Im  Archiv  befindet  sich  auch  eine  an  demselben  Tnge  von  Boldewin  van  dem  Kroge  outer  Bflrgeduft 
der  Knappen  Wipert  Ltitzow,  Helmold  Lfltzow  zu  Grabow  und  Wedige  von  ZQle  zu  Walsmolen  ansgestaUte  U^ 
febde  mit  vier  Siegeln,  glcichlautcnd  mit  •^if  437. 


1422.     Sept.  5.  461 

Erich  r.,  Herzog  von  Sachsen-Lauenhurg,  ersucht  deyi  Rath  von  Lilbeck,  die  Hanse- 
stddte  baldigst  zxt  versammelnj  darnit  er  sich  eines  ihm  vom  Konig  Sigis- 
mund  gegebenen  Auftrags  an  dieselben  entledigen  konne.     1422.     Sept.  5. 

i^ryc,  van  Codes  gnaderi  hertoghe  to  Sassen,  Engheren  vnde  Westphalen, 
des  hillighen  Roinschen  rykes   ertzeinarschalk. 

Unsen  frunlliken  grut  vnde  wes  \vy  gudes  vornrioghen  tovorn.  Ersanien 
guden  vrundes.  VVy  begheren  juw  weten,  dat  wy  ghewest  sint  by  vnsem  aller- 
gnedighesten  heren,  hern  Sigismunde,  Romschen  koninghe  etc.,  vnde  de  sulue 
viise  allergnedigheste  here  vns  werff  an  juw  vnde  de  gheinenen  Dudeschen 
henzestede  bevolen  heft  antredende  vnde  dar  grot  macht  ane  licht  dem  hilghen 
Romschen  rike  vnde  deme  Cristen  ghelouen.  Bidden  wy,  besundern  guden 
vrundes,  dat  gi  by  juw  vorboden  etweike  vte  den  suluen  steden,  alse  gi  aller- 
erst  nioghen,  vnde  scriuen  vns  des  enen  beleghelken  dach,  dar  wille  wij  denne 
leghen  juw  konien.  Vnde  wes  juw  hijrane  to  willen  ys,  dat  ended,  alse  gi 
korlest  inoghen,  wen  wy  ok  vtnine  anders  drepelkes  werues  weghen  des  suluen 
vnses  allergnedighesten  heren  nicht  langhe  to  hus  bliuen  moghen.  Wes  gi 
hijrane  don  willen,  begheren  wy  juwe  frundlike  bescreuen  antworde.  Screuen 
to  Louenborch,  des  sonauendes  vor  Natiuitatis  Marie,  vnde  vnsem  yngheseghel. 

Den  ersainen  wisen  borsrerinesteren  vnde  rade  der  stad  Lubeke.  vnsen 
guden  besundern  frunden. 

Sach  einer  dem  /olf/enden  Brief e  beiyelegten  Ahschrlft  aiif  Papier  im  Rnthaarchic  zu    Wismar. 

CJDXLI. 

-Der  Rath  von  Liibeck  sendet  dem  Rathe  von  Wismar  den  vorhergehenden  Brief  mit 
del'  Bitte^  sich  dariiber  zu  dussern.     1422.     Sept.   7. 

Vrundliken  grud  vnd  wes  wij  gudes  vormoghen  tovoren.    Ersamen  leuen 

vrundes.     De  hochgheborne  fursle  vnde  here,  hertoghe  Eryk  van  Sassen,  hefft 

vns  ghesand  enen   breff,  des  auescrifl't  wij  juwer  leue  hyrynne  senden  vorsloten 

etc,    Leuen  vrundes,  wille  gi  nu  darvmme  teghen  dessen  erbenomeden  fursten 

van  Sassen  sunder  sumend  oppe   leghelike  stede   senden  edder  wes  juwe  wille 

liirynne  sy,  vns  des    juwe    nneninghe    willen    vorscriuen,   dat   wille    wij    dessenn 

erbenomeden    fursten   gherne    wedder    benalen.     Sijd  Gode  bevolen.     Scriptum 

in  profesto  Natiuitatis  Marie,  nostro  sub  secreto,  anno  etc.  XXII. 

Consules  Lubicenses. 


462  1422.     Sept.  7. 

Auf  einem  angehefteten  Papierstre'ifen:  Leuen  vrundes,  wy  bidden  juw  mi 
aller  vrundliken  begheringhe  vnde  vlite,  dat  gi  vmnie  vnsen  willeri  juwer  denr« 
enen  mit  dessen  breuen  in  disser  nacht  voider  willent  senden  to  Rostoke,  dc^ 
se  den  anderen  steden  werden  vnde  sunderken  hern  Jorden  vnde  hern  Dithme^ 
van  Tunen  ere  breff  werde,  dar  den  steden  ghemenliken  vnde  vns  mach 
ane  vs. 

Nach  dem  Original  im  Rathaarchiv  zu    Winmar, 

COXLU. 

Vollmachtshestellung  von  Seiten  des  j)dpstlichen  Subdiacons  Conrad  von  Soest   1422. 
Sept  8. 

JNotandum^  quod  venerabilis  vir,  dominus  Conradus  de  Susato,  sacre 
theologie  professor,  domini  nostri  pape  subdiaconus.  coram  consulatii  Lubicensi 
constituit,  fecit  et  ordinauit  suos  veros  et  legitimos  procuratores,  citra  tamen 
reuocacionem  aliorum  alibi  constitutorunj.  videlicet  honorabiles  viros,  dominund 
Jordanum  Plescowen,  proconsulem  Lubicensem,  et  Johanneni  Heymesod,  ciuem 
ibidem,  ad  emonendum,  recipiendum  et  subleuandum  a  Conrado  van  dem  Borne 
in  terminis  statutis,  videlicet  per  quindenam  ante  festum  Penthcostes  proxime 
futurum  IX^  marcas  den.  vinconensiuuj  et  in  sequenti  anno  eodem  tempore 
totidem,  et  in  tercio  anno  iterum  tot  n)arcas  similium  denariorum,  et  de  suble- 
uatis  quitanciam  dandun)  eidem.  Adiecit  tamen,  ad  premissa  faciendum  se 
eciam  alios  constituisse  procuralores,  videlicet  in  aiitiquo  Stetin  dominuni 
Johannem  de  Affeln,  Conradum  de  Hassende  et  Alberlum  de  Bocken,  consules 
Stetinenses,  ac  Laurencium  van  dem  Berge,  magistrurn  monete  ibidem,  necnon 
magistrum  Hinricum  Bernhagen ,  canonicum  sancte  Marie  Stettinensis.  Item 
constituit  eciam  ad  premissa  suos  procuratores  in  Sundis  dominum  Conraduin 
Bisscop^  magistrum  ciuium  ibidem,  et  Johannem  Langeneyk,  ac  Hermannurn 
Badysern .  consules  Sundenses,  anno  Domini  millesimo  CCCCXXII,  Margarete'- 

Sach  einer  Inscription  des  N iederstadthvchs  vom  J.  1422,  Nativ.  Mar, 

1)  1423,  Timothei  (Aug.  22.)  bekennt,  Jacob  Bramstede,  von  Jord.  Pleskow,  Joh.  Heymesod  mid  Geilu  ▼• 
Boeris  als  Procuratoren  des  Joh.  t.  Soest  (bier  sacre  theologie  doctor  in  Heidelberge  genannt),  293  rhein.  Goto 
empfangen  za  haben,  um  sie  demselben  auf  der  Frankfurter  Mcsse  zn  bezahlen  uud  Qnittung  darQber  beiinbriiigCB. 

1424,  Matthaei  (Sept.  21.),  bekcnnt  Jac.  Bramstede  abcrmals,  von  Jord.  Pleskow  und  Joh.  Heymesod  (hiei 
consul  genannt)  als  Procuratoren  des  Conr.  v.  Soest  (sacre  theol.  doctor)  321  rheinische  Gulden  empfangen  ii 
haben,  um  sie  demselben  in  Frankfurt  auszuzahlen  und  Quittung  beizubringen. 

1425,  Matthaei,  abermalige  Quittung  des  Jac.  Bramstede  iiber  334  rhein.  Gulden,  empfangen  Ton  Jor^ 
Plescow,  Herm.  von  Hagen  und  Joh.  Heymesod  (bier  wieder  BQrger),  um  sie  an  Conr.  r.  Soest  oder  denen  B< 
ToUmftchtigten  in  Frankfurt  a.  M.  auszuzahlen. 


1422.     Sept.  11.  463 

cjd:kliii. 

Qziittung  des  Herzogs  Alhrecht  von  Sachsen  und  Luneburg  iiber  die  am  verjlossenen 
Maria  Geburt  Tage  fdllig  gexoesene  Stadtstener.     1422.     Sept.  IL^ 

VVir  Albrecht,  von  Gotis   gnaden  zcu  Sachsen  vnd  Luneniborg    hertzog, 

pfalzgraue  zcu  Sachsen^  graue  zcu  Biene^  burggraue   zcu    [Magdeburg  vnd  des 

heiligen  Romischen   rychs  ertzmarschalk.     Bekennen    offentlichen  vnd  tun  kunt 

mit  dissem  briefe  alien  den,  die  in  sehn  oder  horen  lesen,  daz  die  erbarn  vnd 

wiesen   burgermeistere  vnd  radnianne  der  stadt  Lubeck,  vnser  lieben  besundern 

frunde,  soliche  Jerliche  sture,  die  sie  derne  heiligen   ryche  pflichtig  sin,  vns  von 

des  rijchs  wegen,  als  vns  dieselbe  sture  vom  ryche  virschreben  ist,  von  dissem 

jare  fulkonilich  vnd  wol   beczalt  haben,  vnd  darvmb  so  sagen  wir  vnd  lassen  die 

ergenanten  burgermeystere,  radrnanne  vnd  die  gancze  genieyne  der  sladt  Lubeck 

der  vorgeschreben    sture    von    dissem    jare    genzlich  qwyt,  ledig  vnd  los.     Mit 

vrkunde    disses   briefes  virsigelt  mit  vnsem  angehangen  ingeseghel.    Geben  zcur 

Swynitz,  nach  Gotis  gebort  virczenhundert  iar   im   czweyvndtzwerizigesten   iare, 

am  frytage  nach   vnser  Frauwen   tage  natiuitatis. 

Nach  dem  Original  mit  anhangendem  Siegel.  Es  ist  rund,  S^jio  Ctm,  In  einem  rundbogigen  Vierpasa  steht  in 
der  Mitte  gelehnt  ein  Schild  mit  dem  Rautenkram ^  umgeben  von  tier  kleineren  Schilden;  oben  ;wei  ge- 
kreuzte  Schvoerter,   unten    drei   Schruterhorner^    rechts  ein   aufsteigender  Luwe^    links  ein  rechts  gewandter 

Adler.    Umschrift:  J  5  I  offierti  ^  *ri  2  9^^  o  ^uci^  ^  faxoni^  Ul  I 


CJDXLIV. 

Zuversichtsbrief  des  Raths  von   Lubeck  an  den   Rath   von    Kiel     1422.     Sept.  17. 

Domini    consules    dederunt  litteram  suam  respectiualetn  Hinrico  Bennyn 

^^  Johanni  Vromen    ad    consules    Kylonenses  pro    assequendis  quibusdam   bonis 

per  raptores  in  mari  spoliatis  et  ibidem  deductis,  videlicet  VIII  quartalia  stores, 

duas  pecias    vlackuissches    et  VIII  pecias  viomuisches  videlicet  bresmen.    Vnde 

dictus   Hinricus   et   Johannes   coniuncta    manu    promiserunt,    dominos    consules 

^retextu  illius  penitus  indempnes  preseruare. 

Nach  einer  Inscription  des  S iederstadtbuchs  vom  J,  (422,  Lamberti, 


1)     Vgl.  M  368,  378. 


464  1422.     Sept.  20. 

Erich   v.,  Herzog  von  Sachsen-Lauenhurgy  bekennf,  von  der  Stadt  Liibeck  300  i 
aiigeliehen   zu   haben^    die   von   seinem  Antheil  an   der  Beute  von  den 
fangenen  Reimar  von  Plesse  und  Boldewin  van   dem   Kroge   zuruckgeza 
werden  sollen.     1422.     Sept.  20. 

VV  y  Erik,  van  Godes  gnaden  hertoge  to  Sassen,  Engeren  vnde  We 
phalen.  Bekennen  vnde  betugen  openbare  in  dessem  breue  vor  alsweme,  ( 
vns  de  ersanien  inanne^  heren  borgeiinestere  vnde  radrnanne  der  stad  Label 
vmme  vnser  .sundergen  bede  vnde  leue  willen  vppe  vnse  part  vnde  andeel,  al 
vns  geboren  niach,  van  schatlinge  vnde  haue  der  gevangenen,  alse  Reyme 
van  Plesse,  Boldewynes  vamine  Croglie,  erer  gezellen  vnde  erer  denre  wege 
de  vvy  en  vnde  denie  rade  van  Hamborch  in  dessem  jare  van  vnseme  slo 
Louenborch  ouergeuen  vnde  volgen  laten,  vruntliken  gelened  hebben  drehunde 
rnarke  lubesch  der  suluen  inunle,  de  \vy  van  en  to  vnsen  willen  vnde  nogi 
wol  to  danke  entfangen  hebben,  welke  drehundert  niarke  lubesch  se  van  vnsen 
parte  vnde  andele,  alse  vns  van  schattinge  vnde  haue  der  vorscreuenen  g 
vangenen  boren  mach,  touoren  an  wedder  vpboren  vnde  entfangen  scholen  vn( 
mogen.  Vnde  weret  ok  dat  vns  van  der  vorscreuenen  gevangenen  schatlinj 
vnde  haue,  wanne  de  rekenscop  togelecht  werd,  also  vele  nicht  geboren  ei 
mochte,  alse  drehundert  marke  lubesch,  so  schole  wy  vnde  willen  en,  wes  v 
vurder,  den  vns  darvan  geboren  mach,  vpgebored  hebben,  gudliken  wedde 
gheuen  vmbeworen  vnde  zunder  inzage.  Vnde  to  merer  tuchnisse  der  warhe) 
alle  desser  vorscreuenen  stucke  hebbe  wy  vnse  ingezegel  willichliken  henge 
heten  vor  dessen  breflF.  Geuen  in  den  jaren  vnses  Heren  dusent  verhunde 
vnde  twevndetwintich,  vp  sunte  Rlathei  auende  des  werden  apostoli. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  hleinen  Siegel  des  Hersogs. 

CDXLVI. 

Urfehde  des  Knappen  Beem  Rode  geleistet  dem  Herzoge  Erich  V.  von  Sachse 
Lauenburg  und  seinen  BrUdern  Bernhard  und  OtiOy  so  wie  auch  i 
Rdthen  von  Lubeck^  Hamburg  und  Luneburg,  unter  Biirgschaft  der  Knapi 
Gottschalk  von  Kleinovo  und  Hans  Nygenkerke  Z7i  Neustadt.  1422.    Sept. 

(Der  Wortlaut  ist  mut.  mut.  ubereinstimmend  mit  No.  437.)  Datum  ai 
Domini  W  CCCCXXII%  ipso  die  beati  Mathei  apostoli  et  ewangeliste. 


1422.     Aug.  21.  465 

Original  auf  der  Treae.  Mit  drei  anhangenden  Siegeln.  Beem  Rode:  Siegel  rund,  ^'xo  Ctm.  Auf  geUkntem 
Sehilde  ein  Helm  mit  drei  Federn  beatecktf  die  beiden  neitlichen  Hberhdngendy  tie  reichen  in  die  linke  Ober' 
ecke.     Umschrift:    +  S'  B6ffl6  ••-  R0D6  +  QotUehalk  vonKleinow:  Siegel  rund,  3*Uo  Ctm. 

Auf  BteKendem  Sehilde  zwei  Vogelklauen  gegen  einander  gekekrt,     Omschrift:    +  S'  GODSCSLCI  -  D6  - 
KL6VH0W  Hana   Nygenkerke:  Siegel  rund,  ^'/lo  Ctm'     -^Hf  9tehendem  geapcUtenem  Sehilde 

rechts  eine  Blumenranke,  links  eine  halbe  heraldische  Lilie.     Umschri/t:   4-  $  -f  §011$  4.  ntafifnScrftf 


CDXLVII. 

jy^T  Knappe  Beem  Rode  bekennt  sich  zu  einer  Schuld  von  30  rri^  g^g^n  den  Rath 
von  Luheck  wegen  seiner  Loslassung  aus  der  Gefangenschaft  und  verspricht 
unter  Burgschaft  des  Wipert  Lutzow  und  des  Helmich  Liltzow  zu  Grabow, 
sie  ndchste   Weihnacht  zu  hezahlen.     1422.     Sept.  21. 

(Der  Inhalt  ist  mut   mut.   ubereinstimmend  mit  No.   437.)     Datum    anno 
Domini  MCCCCXXII^  ipso  die  Mathei  apostoli. 

Original  auf  der  Treae  mit  drei  anhangenden  Siegeln.     Wipert  und  Helmich  LUtzow  a.  Siegel  dea  M.-A, 

Heft  7  p.  174.  175,  12  b  und  c. 


CDXIiVIll^ 

UlTich  Zenger,  oberster  Marschall  des  Deutschen  Ordens,  ersucht  den  Rath  von  Lubeckj 
es  zu  bemrken,  dass  die  Liibeckischen  Bernsteindreher  de7i  von  ihnen  ge- 
kaufien  Bernstein  schleum'gst  bezahlen.     1422.     Sept.  29. 

VVillige    behegiichkeit    mit   fruntlicher    dirbitunge    czuuor.      Ersame    be- 

sundere  lieben  frunde  vnd  gonner.    Wir  seyn  wol  von  vnserm  grosscheffer  von 

Koningsberg  muntlich  underrichtet,  wy    das    euwere    ampte    dy    beczalinge   von 

deme  bernsteyn  noch  irer  vorschreibunge  nicht  haben  gethon  vnd  haben  in  bis 

"^u  her  ofiFgeczogen,  doch    mit    synem    grossen    schaden.     Wir  bitten   euch  vnd 

ii'tnanen  mit  fruntlicher  begeringe^    das    ir    dy    ampte  wellet  dorzu  holden   vnd 

gutlich  vnderwisen^  das  sy  beczalinge  thuen^  nach  deme  alz  sy  haben  vorheisen 

^nd    vorschreben,    oif   das    in    czu    andern    geczeiten  semeliche  guettethe  ouch 

"loge  wederfaren.     Wir  getruwen  euwer  ersamen  weisheit^  ir  werdet  euch  vmb 

vnser  bethe  willen  hirby  so  getrulich  arbeiten,    das   dy    beczalinge  ane   hinder- 

iiisse  durch  weniger  mdhe  vnd  arbeith  wol  wirt  gefallen ,   das   wir  kegen  euch 

alien    mit    vnvordrossem    willen    hoffen    czu    vorscholden.     Geschege    dorboben 

/order  vorczog,  vnser  grosscheffer    wurde    doruff  gedenken^    wy  her  beczahlet 

wurde  und  wo  her  den  steyn  wurde  lassen,  das  her  synes  geldes  vnd  beczalinge 

59 


468  1422.     Octbr.  5. 

Konig  Stgtsmund  zeigt  dem  Rathe  von  Lubeck  an,  dass  die  Reichsacht  uber  i€^ 
Graf  en  Volrady  Gebhard  und  Bosse  von  Mans/eld^  uber  Albrecht  Helnv^ 
Schmidt  und  Ludwtg  von  Wandsleben  und  uber  die  Stddte  Amsterdam  unc^ 
Leyden  ausgesprochen  set.     1422.     Octbr.  5. 

Wir  Sigmund,  von  Gotts  gnaden  Romischer  kuiig,  zu  alien  tzijten  merer" 
des  richs,  vnd  zu  Vngern^  zu  Beheim,  Dalniacien,  Croacien  etc.  kung.   Embieten 
den  burgenneistern  ^    ratmannen    vnd    burgern    gemeinlich    der  stat  zu  Lubeke. 
vnsern  vnd  des    richs  lieben  getruen  ^    vnser    gnade  vnd  alles  gut  vnd  tun   uch 
kunt    mit    disem    brief,  das  Tyle  vnd  Bete   Lose',  gebrudere,  bnrgere  zu  Magd- 
burg,  vnsere  vnd  des  richs  lieben  getruen,    vfF  die  edeln  Vollrat,  Gebhart  vnd 
Bossen,  grauen  zu  Mannsfelt,  Albrechten  Helmsrnydt,  bergvogt  des  von  Manns- 
feit,  vnd  Ludwigen  von  Wantsleuen  vnd  auch   uF  die  burgermeistere,  ratmanne 
vnd  burgere  gemeinlich  der  stete  Amsteredam  vnd  Leyden  an  vnserm  vnd  des 
beiligen  Romischen  richs  hoFgerichte  souerr  geclagt  vnd  auch  mit  rechte  vrteii 
erlanngt  haben,  daz  sy  in  vnsere  vnd  desselben    richs    acht   geurteilt   sind,  als 
des  itzgenannten  hofgerichts  recht  is,  vnd   daz  wir  dorumb  dieselben  Vollraten, 
Gebharten  vnd  Bossen,    Albrechten,    Ludwigen  vnd  auch   burgermeistere,    rat- 
manne und   burgere  gemeinlich,  mannsgeslechte  vnd  uber   virczehen    jare   alte, 
derselben  stete  Amsteredamme  vnd  Leyden,   in   soliche  acht  getan   vnd  gekun- 
det  haben,   als   das  soliche  achtbrieue  doruber  gegeberi   eigentlicher  vszwijseri. 
Dorumb  yon    Romischer    kunglicher    maht    vnd    gewalt    gebieten    wir    uch    bi| 
vnseren  vnd   des  richs  rechten  vnd   gehorsamkeit   ernstlich    und    vestiglich   mit 
disem  brief,  daz    ir    die  vorgenanten  vnsere    vnd    des    richs   offembare  echtere 
furbassmer  weder  huset    noch    houet,   etzot   not   trencket    noch   dheinerley  ge- 
meinschaft  mit  in  habet,  noch  die  ewern   haben    lasset   in    dhein  wi)se,  sunder 
den  obgenannten  Tylen   vnd  Beten  vnd  alien  den  iren   uf  dieselben  echtere  g?' 
meinlich  vnd  sunderlich    nach    lute    der  vorgenanten    achtbrieue   getrulich    vnd 
ernstlich   beholfFen  sin  sollet,    alsuil    vnd    alslang  bis  das  sy  in  vnsere  vnd  des 
richs  gnade  und  gehorsame   wider  komen    sind,    als    recht    is.     Wann  wer  des 
nicht  tut,  der  wirt  in  soliche  acht  vnd  pene  verfallen  glicherwijse^  als  die  vor- 
genanten   echtere    verfallen  sind,    man  wurd   ouch   zu   im  dorumb  richten,  als 
des  vorgenanten  hofgerichts  recht  ist.     Geben  zu  Regenspurg,   vnder  desselben 
hofgerichts  vfgedrucktem  insigel,    nach    Cristi    geburt  virczehenhundert  jar  vnd 

1)     Vgl.  J^  228. 


1422.     Octhr.  5.  469 

I  dem  czweyundczwenczigisten  jare,  des  nechsten  rnontags  vor  sand  Dyonisij- 
ig,  vnser  riche  des  Vngerischen  etc.  in  dem  sechsunddriszigisten,  des  Rorni- 
chen  in  dem  drijczehenden  vnd  des  Behemischen  in  dem  dritten  jaren. 

Petriis  Wacker. 

^ach  dem   Original.     A/it  in  gelbem   Wachs  au/gedrucktem  ^   theilweise  erhaltenen  Siegel  des  konigliehen  Ho/gerichta, 

CDIill. 

er  Rath  von  Luheck  erkldrt  sich  gegen  den  Rath  von  Wismar  bereit,  em  Fur- 
schreiben  hinsichtlich  einer  Partei  Wachs  an  den  Rath  von  Dorpat  zu 
richten.     1422.     Octbr.  IS. 

Vrundliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormoghen  tovorn.  Ersamen  leuen 
Lirides.  Juwen  brefT  an  vns  ghesand,  darynne  gi  vns  scriuen  biddende,  dat 
f  den  van  Darpten  vorscriuen  willen.  se  vorder  biddende^  dat  se  de  Russen 
?  XIIII  schippund  vnde  VIII  lijspund  wasses'  willen  vornoghen,  vnder  mer 
forden,  hebbe  wy  wol  vornomen.  Vnde  wij  willen,  ieuen  vrundes,  vns  hijrane 
nmie  juwer  leue  willen  gerne  bewisen^  den  van  Darpte  hijrvmme  to  vorscri- 
lende^  so  wy  vrundlikest  moghen.  Sijd  Gode  bevolen.  Scriptum  in  proFesto 
^eati  Calixti,  nostro  sub  secreto^  anno  etc.  XXII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:  Commendabilibus  ac  circumspectis  viris,  dominis  proconsuli- 
us  et  consulibus  Wysmariensibus^  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Nach.  dem  Original  im  Rathaarchiv  zu   Winmar.     Mit  Resten  de/t  aufgedriickten  Secrets. 

)er  Rath  von  Lubeck  rath  dem  Rathe  von  Wismar  vorsichtige  Behandlung  sowohl 
der  den  Vitah'enbrudem  genommenen^  dahin  gebrachten  Outer  ah  auch 
anderer  Waaren^  welche  daselbst  von  Hamburger  Kaufleuten  zur  Fer- 
schiffung  nach  holsteinischen  Hdfen  bestimmt  seien.     1422.     Octbr.  17. 

Vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormoghen  tovorn.  Ersamen 
lien  vrundes.  Wij  vorscreuen  juw  torn  neghesten^  wo  vns  van  den  van 
irpten  vnde  Reuele  auer  breue  komen  weren  van  des  wasses  weghen  van 
ver  weghen  den  Russen  to  vornoghende,  welker  breue  wij  juwer  leuen  enen 

I)     Vgl.  M  436  nnd  die  dort  angegebenen  friiheren  Urkunden. 


470  1422.     Octbr.  17. 

bijrynne  senden   besloteii^  trundliken    hiddende^    dat    gi    vns    juwen  willeri  vnde 
meninghe    willent   vorscriiien    der    betalinghe.   wente   vorseenlik    is^    de  Russen 
ivillen  sodanes  wasses  vornoghed  sin   na  erer  wichte,  de  sik  vaste  hogher  dra- 
ped,   den    de    wichte    hijr    mid   vns.'     Voider,    louen   vrundes,    van    des    gudes 
\veghen,  dat  juwe  vrunde  kortiiken   van  der  see  in  )uwe  stad  ghebracht  hebben 
etc.,  beghere  wij   mit  alieni  fiite  to    bestellende,   dat    sodanne    gud   by  enander 
verwared  werde  vnde  vnvorrukked  biyue,  wente  vaste  gud  darniede  is^  dat  dem 
vnuorschulden  copinan  tobehord  in  der  henze  vnde  ediiken  vnsen  medeborghe- 
ren,  darvore  wy  antworden  nioten,  sunderken    dat  tor  Landeskronen  ghenotneo 
ward.     Vnde  wes  den  vitalienbrodern  ghenotnen  ward,  dat  yd  dergheliken  vor- 
wared  werde  so  langhe,  dat  erne  ysliken  dele  darvan  werde,  alse    buterecht  is. 
Ok,  leuen   vrundes,  so  hebbe  wij   wol    ervaren  van   vrunden,    wo   de    van  Hain- 
borch  hemelken   bestellet  hebben  waghenschot,  bodekholt,  delen   vnde  hoppen 
etc.  in  iuwe  hauene  to  komende    vnde    vt  juwer    hauen    vnde    stad    vorbot  ge- 
sclieped  schole  werden  tor  Migenstad,   torn   Kyle  vnde   dar  vmmelangh  in  Hol- 
stensijden,  ene  vorbat  ouer  land  to  komende.     Worvmme,    leuen   vrundes,  wij 
hochliken   vnde  Frundliken   bidden,  darvore  to  wesende  vnde  yd  so  to  bestellende) 
dat  des  vt  juwer  hauene  nicht  beschee,    wen  wij  vns  vormoden ,    dat  dar  vele 
gudes  van  komen  moghe,    vnde    wes  gi  van   hoppen   vtgheuen  willen    to  water- 
ward,  dat  gi  dat  wol  verwaren,    dat   yd  in   de  dre  rike  nichten   kome,  noch  to 
Hamborch,  sunder  allene  yn   de  henzestede  by  der  zee  beleghen.    Leuen  vrun- 
des, juw  willich  hijrynne  to  bewisende,  dat  vorschulde  wij  alle  tijd  gherne.  vor 
wij   n)oghen,  vnde   bidden  alles  vorscreuen  juwe  gudlike  bescreuen  antwoide  by 
dessem   boden.     Sunderken   beghere  wij,  vnse  breue  vorder    an    de    van  Rostok 
vnde  Stralessunde  to  bestellende,  wente  wy  ene  dergheliken    ok  hijrvmme  vor- 
scriuen.     Sijd  Gode  bevolen.      Scriptum    in   profesto    Luce    ewangeliste,    noslro 
sub  secreto,  anno  etc.  XXIL 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:   Commendabilibus    et  circumspectis  viris,   dominis    proconsuli- 
bus  et  consulibus  Wysmariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Nnch  dem  Original  im  Rathsarchiv  zv    Wismar.     Das  aitfgedrUckt  pewesene  Si^gel  iat  ahgespruttgen. 


1)     Vgl.  .V  436. 


1422.     Octbr.  18.  471 

Urfehde  des  Heinrich  Gommin  geleistet  dem  Herzoge  Erich  V.  von  Sachsen^Lauenburg 
und  seinen  Brudern  Bernhard  und  Otto,  so  wte  auch  den  Rdthen  von 
Lubeck,  Hamburg  und  Luneburg,  unter  Burgschaft  des  Knappen  Boldewin 
van  de7n  Kroge.     1422.     Octbr.  18. 

(Der   Wortlaut  ist  Hbereinsttmrnend  mtt   No.  437.)      Datum    anno    Domini 
M   CCCCXXU%  ipso  die   beati  Luce  ewangeliste. 

Original  auf  der  Trese.     Mit  beiden  anhangenden    Siegein.     Heinr.  Gommin:   Siegel  rund,  ^Vj  Otm.     Anf  d^^m 
Schilde  iiegt  ein  Jagdhurn  mit  eincr  Schnur.     Umschrift:   $  ^inrtS  ^  gtllMinfal  ^  0$SS^^^  Boldewin 

van  dem  Kroge  wie  bei  No.  439. 


CDIiV. 

Janeke  bekennt  sich  zu  einer  Schuld  von  12  m^  gegen  den  Rath  von  Lubeck  wegen 
seiner  Loslassung  aus  der  Gefangenschaft  und  versprichtj  sie  ndchste  Ostem 
zu  bezahlen.     1422.     Octbr.  21. 

Ik  Janeke.     Bekenne    vnde    betuge    openbare    in    dessem    breue  vor  als- 
weme,  dat  ik  vnde  myne  eruen  den  erbaren   heren,  borgermeisteren  vnde  rad- 
niannen    der    stad    Lubeke,    rechter  witliker   scult    van    myner    vengnisse    vnde 
schattinge  wegen,  also  ik  ere  gevangen  was,  schuldich  bin  twelff  lubesche  mark 
^er  suluen  munte,  welkere  twelff  mark  ik  vnde   myne   eruen  den  vorscreuenen 
h^ren    borgermesteren  vnde  ratmannen   na  eren  willen  vnde  noge  betalen  seal 
Vnde  wil  binnen   der  stad  Lubeke  vppe  dat  Test  to  Pasclien  negest  to  komende 
vmbeworen  vnde  an   penningen,   also  vor  geroret    is,  vnde    vppe  myne    eygene 
l^oste  vnde  euenture    sunder   alle    list    vnde    insaghe.     Vnde   ik  Glauatz  loue  in 
Craft  desses  breues  vor  my  vnde  vor  myne    eruen   den  erbaren   heren,  borger- 
^^eisteren  vnde  radmannen  der  stad  Lubeke,   dat  en  de  erbenomede  Janeke  de 
Vorscreuenen    twelf  mark    wol    to  dancke  betalen    seal  in  aller  wyse,  alse  vor- 
5creuen  steit.     Scheget    ok    (folgt   die   Verpfiichtung   zum   Einlager).     Alle    desse 
Vorscreuenen  stucke  samentliken  vnde  en  islik  besunderen   loue   ik  Janeke  vor- 
ienomet,  houetman,  vnde  ik  Glauatz,  borge,  vor  vns  vnde  vnse  eruen  den  vor- 
screuenen heren,    borgermesteren  vnde    ratmannen    der    stad  Lubeke,  [to  erer] 
vnde  to  erer  truwen    bant   Helmiges  van   Plesse  vnde  Hinrikes  van  Dranten  by 
ouen    vnde  by  truwen  stede  vnde  vast  to  holdende  sunder  insage,  vnde  hebben 


472  1422.     Octbi.  21. 

des  to  merer  tuchnisse  der  warheit  vnse  ingesegele  henget  laten  tnit  vnseo 
guden  willen  vor  dessen  brelf.  Datum  anno  Domini  MCCCCXXII,  ipso  die 
Vndecim  milium  virginis  (sic).^ 

Nach  dem  Original.     Mil    beiden   anhangenden    Siegeln.     Janeke:  Siegel  rund,   2^iio  Ctm.     Auf  dem  Si^elfali 
geht  ein  Ziegenbock  nach  rechta.     Umschri/t:  s'  :  tflnffif  ;  uon  :  0f  .  .  .  25ffNl{^^ 
Oiavatz  8.  No.  4?Vi  uud  4S7. 


ClaiLS  Karstede  bekennt  sich  zu  einer  Schuld  von  40  rri^  gegen  den  Rath  von  Libeck 
wegen  seiner  Loslassung  aus  der  Oefangenschaft  und  versprtchtj  sie  zur 
Hdlfte  ndchste  Weihnacht,  zur  Hdlfte  ndchste  Ostem  zu  bezahlen.  142i 
Octbr.  22. 

ik  Clawes  Karstede.  Bekenne  vnde  betuge  openbare  in  dessem  breue 
vor  alsweme,  dat  ik  vnde  myne  eruen  den  erbaren  heren,  borgermeisteren  vnde 
ratmannen  der  stad  Lubeke,  rechter  witiiker  scult  von  myner  vengnisse  vnde 
schattinghe  wegen,  also  ik  ere  gevangen  was,  sculdich  bin  vertich  mark  lubesch 
der  suluen  munte,  welker  vertich  mark  ik  vnde  myne  eruen  den  vorscreuenen 
heren  borgermeisteren  vnde  ratmannen  de  helfte,  also  twintich  mark  lubesch, 
na  eren  willen  vnde  noge  betalen  seal  vnde  wil  binnen  der  stad  Lubeke  vppe 
dat  Test  to  Winachten  irst  to  komende  vmbeworen  vnde  an  penningen,  also 
vore  geroret  is,  vnde  vppe  myne  eygene  koste  vnde  euenture.  Vnde  des  ge- 
likes  seal  ik  em  de  anderen  helfte,  also  twintich  mark,  betalen  vppe  dat  fest 
to  Paschen  darna  voigende  sunder  alle  list  vnde  insage.  Vnde  wy  Hans  van 
Pentze,  Rauen  van  Pentze  vnde  Gotscalk  van  Kleinouwe  louen  in  craFt  desses 
breues  (u.  s.  w.  die  gewohnliche  Verpjlichtung  zum  Einlager  und  der  Schluss)* 
Datum  anno  Domini  M  CCCCXXII%  secundo  die  post  Vndecim  milium  virginuum.' 

Nach  dem  Original.  Mil  den  vier  anhangenden  Siegeln,  Claus  Karstede :  Siegel  rund^  2^Iiq  Ctm.  Auf  ftrhi^ii- 
dem  Schildc  drei  EisenhUte  (oder  aind  es  MUtzen  mit  au/geschlagenem  RandfJ  2, 1.  Umschri/t:  s  H  cfaDfS  << 
.  .  Cr(lf5e  <<r"«  Hans  von  Pentz:  Siegel  rundy   2*/,o  Ctm.     Auf  dem  SchUde  steht  ein  Lowe 

tnit    laugpm    Schwanz.        Umechri/t:     s'    jjans   ^^feg^   t^flll    f^^    P^nj^f    ^^  Raven   ran  Pent;: 

Siegel  rund^  ^'no  (^tm.     Schild  wie  bei  dem  vorigen  Siegel.      Umschri/t:    4-  $'  -|-  rOOftl  +  Vdtl  •¥  pfllSf    'Ic^ 
GottHchalk  von  Kleinow  s.  No.  440,  S.  403. 


1)  Vgl.  .V  467. 

2)  Im    Archiv    von    Liibcck   bcflndet   sich    auch    cine    von   Glaus  Karstede  unter  Bfirgschaft  seines  Braden 
lIciDricb  am   18.  Novbr.  (vp  suntu  Elizabetben  aacnt)  ausgcstellte  Urfebde  mit  den  beiden  anhangenden  Siegelo. 


1422.     Oct.  27.  473 

CDI^VII. 

Der  Rath  von  Liib&ck  ersucht  den   Rath  von  Revaly   den  Russen  die  nach   Wismar 
gekommenen  14  Sch%  8  L%    Wachs  zu  vergtiten.     1422.     Oct.  27.^ 

Yruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  tovorn.      Ersamen  leuen 

vrundes.     Juwen   bref  an  vns    gesand    inhoidende    van    XIIII    schippunt    wasses 

vnde  VIII   lispunt    de  Wismerschen    den    Russen    to  vornogende    etc.  hebbe    wy 

gutliken   entfangen  vnde  wol  vornomen   vnde   bidden   juwe  leue  mit  allem  flite^ 

da  I  gi  sodane  XIIII  schippunt  vnde  VIII  iispunt  wasses  vnser  Lubeschen  wichte 

den  Russen  wiilen  vornogen^    vppe    dat    alle    dond   destebet  mit  den  Russen  to 

guder  sate  nioge  komen,  wente  de  Wismerschen  nicht  mer  entfangen  hebben, 

dan  alse  vorscreuen   is,  vnser  Lubeschen  wichte,  sekeren  Jouen    vnde   en  ganz 

touorsicht  to  vns  hebbende^  wen  vns  juwe  breue  komen,  deme  gi  sodane  geld 

vor  dessen  erbenomeden  was  mit  vns  hebben  wiilen  to  geuende,  dem  wille  wy 

dat  sunder  sumend    in    gutlicheit    wol    laten    entrichten.     Leuen  vrunde,  vmme 

des  menen   besten  wiilen   vns  wiilen   hirinne    to    bewisende,    dat  vorschulde  wy 

vriime  juwe  leue  vnde  de  juwen  in  dem  geliken  efte  in  groteren  alle  tijd  gerne, 

wor  wy  mogen,    vnde    begeren    desses    juwes    gutliken   bescreuenen  antwordes. 

Sijd  Gode  bevolen.     Scriptum    in    vigilia    Simonis  et  Jude,  nostro  sub  secrete, 

anno  etc.  XXII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:    Den    ersamen    vorsichtigen    heren    borgermesteren  vnde  rad- 
mannen  to  Revele,  vnsern   besundern  leuen  vrunden. 

iVocA  einem  dem  Original  im  Revaler  Rathsarchio  entnnmmenen  Abdruck  im  Liv.-Esth,-  und  Curl.   Urk,-  Buck 

Ed.   V  i\o.  2631. 

CDLVllI. 

Urfehde  des  Knappen  Reimar  von  Plesse,  geleistet  dem  Herzoge  Erich  von  Sachsen-Lauen- 
hurg  und  seinen  Brudern  Beimhard  und  OttOy  so  me  auch  den  Rdthen  von 
Lubeckj  Hamburg  und  Liineburgj  unter  Burgschaft  des  Ritters  Helmich  von 
Plesse  zu  Lubz^  des  Ritters  Heinrich  Stralendorp  zu  CrivitZj  der  Knappen 
Henneke  von  Plesse  zu  Mvsselmow^  Vicko  Stralendorp  zu  CrivitZj  Helmold 
von  Plesse   zu  Neuhof  und  Frtedrich  Moltke  zu  Utsee.     1422.     Oct.  28. 

Ik  Reimer  von  Plesse,  knape.  Bekenne  vnde  betuge  apenbare  in  dessem 
"^eue  (u.  s.  w.  ubereinstimmend  mit  No.  437  his)  sunder  alle  list  vnde 
^Jisage.     Vnde  wy  her  Helmich  van  Plesse,    ridder,  to  Lubecz,  her  Hinrik  van 

1)  VgL  .M  436.  452. 

60 


474  1422.     Oct.  28. 

Stralendorp^  ridder,  wonarticli  to  Kryuetz,  Henneke  van  Plesse  to  iMusselmonwe, 
Vicke  Stralendorp  to  Kriuetze,    Helmolt    van    Plesse    to   deme  Nygenhoiie  vnde 
Vrederik  Moltke  to  Vtsee,    knapen^    bckennen    vnde   betugen  openbare  (u,  $,  w. 
muL  mut  ganz    wie    No.  437).     Datum    anno    Domini  M  CCCC  XXII,    ipso   die 
Simonis  et  Jude. 

Original  auf  der  Treae,     Mit  den  sieben    anhangenden  Siegein.     Reimar  von  Plesse:  Siegtl  rund^  3  Ctm.    Ih" 
Schild    mit   dem    Plessenschen    Stier    stpJit    in    ein^m    Dr*'ij}ass    run  Rundbogen ,  die  von  kleinen  SpiUen  mit 
Lilienhlumen  unterhrochen  sind.      Von  der  Umsohrtft  tat  nur  das    Wort  .  .  ,  Pf ^6886  lesbar. 
Helmirh     von     Plesse:     Siegel   rund ,    *^!io    Ctm.       Auf   d^'m    Schilde    der    Plessensche    Stier,      Um»ckrifU 
8'  hGLfflOLDI  -  DG  -  PLGSSG  (QILITI8  H^inrich  Stralendorp:  Siegel  rund,  3  Ctm.  Ikr 

gespaltene  Schild  vorne  mit  drei    nvhrdgrevhts   if^riehtpf^n  Pfeihn^    hinten  mit  einem  halben  Muhlrad  Mf^t, 
wird  von  einem  Dreipass  umsvhlossen.     Umschri/t :  g  j  flinrict  X  jlraffn^Orp  »  miftftS  X  RmntU 

von  Plesse:  Siegel  rund,  ^/,o  Ctm^    Auf  dem  Schilde  der  Plesifensche  Stitrr.      Cmschrift:  ^  S*  hCRUGHiG 
OVKR  O  I^LJaSSG  ^'ic^o  Stralendorp:  Siegel  rnnd,  2»  ,o  Ctm.    Auf  dem  Schilde  dai  Wa^ 

wie  bei  Heinrich.      Umschrift  zwischen   zwei  Perlenkrfisen  ^   di*'  beide  nach  inntn  von  einer  fein*'n  Liuir  Ir- 

gleitet  tcerdvn:     S    VIKK6  +  VKR  +  8TK7ILGn Helmold  von    Plesse:    Si-prl  rU 

2^lio  Ctm.     Auf  dem  Schilde  der  gewUhnliche  Plessensche  Stier.     Umschrift  ztcischen  dcuflichen  Perhnkr-ir»: 

X  -  S  -  h€f^fflOLT  Vnn  PLe88e  t  Frlednch  Moltke:  Siegel  rund,  2Vt  Ctm.    Auf  M^n- 

dem  Schilde  drei  Huhuer  2,  1.     Umschrift  zwitfchen  fnnen  glatten  Kreiien:    +  s*   vr(6^frici   O   mcflffini^ 

Urfehde  der  Bruder  Henneke  und  Clans  Bolte^  geleistet  dem  Herzoge  Erich  von 
Sachsen-Laiienburg  und  seinen  Briidern  Bernhard  und  Otto^  so  ine  den 
Rdtlien  von  Lubecky  Hamburg  und  Liineburg.     1422.     Oct.  30. 

(Der   Worilaut  ist  gleich  dem   Wortlant  von  No.  437).    Datum  anno  Domini 
M  CCCC  XXIl^  feria  sexta   post  Simonis  et  Jude. 

Original  auf  der  Tr"iie.     Mit  ^w^-i  Siegeln,     Henneke  Bolte:     Siegel    rund^    2^'iq    Ctm.     Auf  dem  Schilde  tt'ht 
ein  befiederter  Bolzen  aufrecht.      Umschri/t:    -f-$]|  ^fnnfKf  <-«  Boflf -<«<  Claus  Bolte:  nur  \» 

der   Umschrift  verschiedcn,  xcelche  lautet:  $  [j  cCatOfS  <«  BoHf  <1<C<« 

CSVLIL. 

Der  Knappe  Bran  Schoneveld  iirhindet  uher   ein  unter  Btlrgscha/t  des  Claus  Par- 

kentin  und  Ruckbilrgschafl  des    Tiinnies  Berner  und  des  Hermann  Bernt- 

storp    gegen     diesen    von    den     Vicaren  der    Marten    Kirche    in     Lubeck 
empfangenes  Darlehn.     1422.     Oct.  31. 

Ik  Brun  Schoneueld,  knape  wanafticli  to  Tzanckowe.  Bekenne  vnde  be- 
tughe  openbare  in  desseip.e  jeghenwardighen  openen  bieue  vor  al  den  jennen^ 
de  ene  sen  efte  horen  lesen,  dat  ik  vnde  myne  erven  hebben  vorsettet  vnde 
louen  heten  den  duchteghen   man,    Clawes  Parkpntyne,    vor    twe  hundert  mark 


478  1422.     Nov.  18. 

CJDLX1%\ 

Urfehde  des  Clans  Karstede.  unter  Burgschaft  seines  Bruders  Heinrich  geleistet  dm 
Herzoge  Erich  von  Sachsen-Lauenburg  und  seinen  Brudern  Bernhard  mi 
OUOy  so  wie  audi  den  Ratlien  von  Liibecky  Hamburg  und  Luneburg.  142% 
Nov.  18. 

(Der  Wortlaut  stimmt  mit  No.  437  genau  iiberein.)  Gegeuen  vrule  screuen 
na  der  bort  Chrisli  dusent  veerhundert  Iwe  vnde  twintich,  vp  surile  Elizabelhen 
^uent. 

Original  atif  der  Trese.  Mit  ihn  cirei  auhdngeuden  Si*fffeln.  Daa  dts  Claus  Karsteth  ist  svhr  hfttthii'I'^t 
Heiurivh  KarsteJe:  Siegel  rund ,  2^  jq  Ctm.  At//  stt/ttndem  Sc/iiide  dr^i  HUtty  2,  /.  UmH-hrift  zv'atiM 
glatten  Kreisen:    +  S'  heiRRIC  -  KnR8T6D6  - 

Urfehde   des   Knappen  Henning  QuitzoiL\  geleistet  dem  Herzoge  Erich  von  Sadism- 
Lauenburg  und  seinen  BrCidern  Bernhard  und  Otto.^  sowie  auch  den  Rathen  m  .] 
Liibecky    Hamburg   und  Luneburg^   unter   Biirgschaft   der  Knappen  Chus 
Quitzow  und  Claus  Capelle.     1422.     Nov.  26. 

(Mit  Ausnahme  der  Namen  wortlich  iibereinstimmend  viit  No.  4ol.) 
Vnde  des  to  merer  tuchnisse  der  waiheit  so  hebbe  ik  Henning  vorbenoinet, 
houetinan,  vnde  (wy)  Clawes  Quitzow  vnde  Clawes  Cappelle,  borgen  vorscreuen, 
vnse  ingesegele  mit  guden  vrygen  willen  hengen  laten  vor  dessen  breff.  Datum 
anno  Domini   M  CCCC  XXIP,  secundo  die   post  Katherine  virginis. 

*Vac7»  dem  Original.     Mit  den  drei  anhangenden  SieQetn.     Henning   Quitzovc:  Siegel  rttnd,  5'',o  Ctm.    D'^rSchiid 
ist  ichrdgrechts  durch  einen  Hchmalen  Balken  gttheiltj  vorne  und  hinten  tin  Hevhssirahliger  Stern.    Umu'hrift: 
■h   S'   hG'RIGh   :   KVICCOV.  Clavs    Quitzow:    Siegel   rand.    ^.",0   Cfm.       Der    Srhild  iii 

ftchrdglinks    durch    einen  schmalen  Balken  getheilt,    vorne    und  hinten  cin  aechs^tnihliger  Stern.       Umsclirift  I 
ztcischen    Kreisen ,   von    denen    der  innere  besonders  ver^iert  ist:    +      S*    X    QL1IW6S     X    QVISZOW 
Claus  Capelle:  Siegel  rund.  2^/^  Ctm.     Auf  dem  Schilde  steht   eine  F rduenbuste  mit  ttitlirhem 
Haarputc.      Urn^chri/ti  +    S'    (ILTIWGS   +  aHPGLLG. 

Der  Knappe  Henning  Quitzow  bekenni  sich  zu  einer  Schuld  von  60  m^  g^gen  den 
Rath  von  Liibeck  und  versprichty  sie  ndchste  Pfingsten  zu  bezahleii.  1422. 
Nov.  26. 

ik  Henningh  Quitzow^  knape.  Bekenne  vnde  betuge  apenbare  in  dessem 
breue  vor  alsweme,  dat  ik  vnde  myne  eruen  den  erbaren  heren,  borgerrnesteren 
vnde  ratmannen  der  stad  Lubeke^    rechter    witliker  scult  van  myner  vengnisse 


1422.     Nov.  26.  479 

vnde  schattinge  wegen,  also  ik  ere  gevangen  was,  sculdich  bin  sostich  mark 
I  lubescb  der  sulnen  inunte,  welkere  sostich  mark  ik  vnde  myne  enien  den  vor- 
j  screuenen  heren  borgerrnesleren  vnde  radmannen  na  eren  willen  vnde  noghe 
betalen  seal  vnde  wil  binnen  der  stad  Lubeke  vppe  dat  Test  Pinghesten  irst 
tokomende  vmbeworren  vnde  an  perminghen,  alse  vore  gerort  is,  iippe  myne 
eygene  koste  vnde  euenture  sunder  alle  list  vnde  insage.  Wnde  wy  Wippert 
Lutzow  vnde  Helmet  Lutzow,  wanaftich  to  Grabowe,  knapen,  louen  in  craft 
desses  breues  vor  vns  vnde  vor  vnse  eruen  mit  ener  sainenden  hant  vnde 
vnser  islik  vor  al  den  erebaren  heren  borgermesteren  vnde  ratmannen  der 
stad  Lubeke,  dot  en  de  erbenomede  Henning  de  vorscreuenen  sostich  marke 
wol  to  danke  betalen  seal  in  aller  wyse,  aize  vorscreuen  steit.  Seheghet 
ok,  (u.  s,  w.  Fohjt  die  gewohnliche  Verpflichtting  zum  Einlager  unci  der  Schhtss). 
Screuen  in  den  jaren  vnses  Heren  dusent  v^rhundert  twe  vnde  twintich,  des 
anderen   dages  na  suntte  Katherinen  der  hilgen  junevrowen. 

Scwh    clem    Original.     Sur  das  Siegel  des  Henning  Qtdfzoio    hdngt  an    der   Urkiindey    tcelche    ubrigens   durch- 
schnitten  t«ty  zum  Zeichen,  dass  die  Schuid  be:ahlt  ist. 

CDLXVIl. 

Urfehde  des  Janeke,  geleistet  den  Herzogen  Ertch^  Bernhard  und  Otto  von  Sachsen^ 
Lauenburg  itnd  den  Rdthen  von  Lubeck,  Hamburg  und  Luneburg.  1422. 
Nov.  26. 

(Der  Wortlaut  ist  ilhereinstmmend  mit  No.  437.)  Gegeuen  vnde  screuen 
na  der  bord  Cristi  dusent  veerhundert  twevndetwintich,  des  anderen  dages  na 
sunte  Katherinen  der  hilgen  junevrouwen. 

Original  uiif  der  Trese.     Mit  anhangendem  Siegel  (wie  :u  So.  463), 

CDLXVIU. 

Urfehde  des  Knappen  Henning  Melberg,  geleistet  dem  Herzoge  Erich  \'on  Sachsen- 
Lauenburg  und  seinen  Bn'idern  Bernhard  und  Otto,  so  wie  auch  den  Rdthen  von 
Liibeckj  Hamburg  und  Luneburg,  tenter  Btirgschaft  des  Claus  Quitzow  und 
Claus  Capelle.     1422.     Nov.  27. 

Ik  Henning  Melbereh,  knape.  Bekenne  vnde  betuge  openbare  in  dessem 
breiie  (u.  s.  w.  tibereinstimmend  mit  No.  437).  Datum  anno  Domini  M  CCCCXXI1% 
feria  sexta  post  Festum  sanete  Katherine  virginis. 

Naeh    dem    Original.     Mit   den    drei   anhangenden    Siegeln.     Henning    Melberg  wie  bei  No,  469, 
Claus  Qnitzow  wie  bei  No.  466,  Claus  Capelle  ebend. 


480  1422.     Nov.  27. 

Der  Kiiappe  Henning  Melberg  bekennt  sich  zu  einer  Schuld  vo7i  20  nifi  gegen  d^a 
Rath  von  Liibeck  wegen  seiner  Loslassung  aus  der  Gefangenschoft  u-^^nd 
verspi'icht,  sie  nachste  Ostern  zu  bezahlen.     1422.     Nov.  27. 

Ik  Henning  Melbercli,  knape.    Bekenne  vnde  betughe  apenbare  in  desse/« 
breue  vor  alsweme^  dat  ik  vnde  niyne  eruen  [den]  den   erbaren  heren,  borger- 
rneisteren  vnde  radniannen    der   slad  Lubeke,  rechter  williker  scult  van  myiier 
vengnisse    vnde    schattinge    wegen,    alse    ik    ere    gevangen   was,    sculdich    b/n 
twintich    niarke   lubesch    der    suluen    inunte,    welkere    twintich    niarke   ik  vnde 
inyne  eruen  den  vorscreuenen  heren   borgernieisteren  vnde  radmannen  na  eren 
willen  vnde  noge  betalen  seal   vnde  wil  binnen   der  stad  Lubeke  vppe    dat  Test 
to  Pasclien  irst   to  koniende   vmbeworen  vnde  an   penningen^  also  vore  geroret 
is,  vnde   vppe  niyne   eyghene  kosle  vnde.euenture,  sunder  alle  list  vnde  insage. 
Vnde  wy  Wedege    van    Tzule    vnde    Volrat  van    Tzule,    wonaftich  to  der  Wals- 
inolen,  knapen,  louen  in  craft  desses  breues  vor  vns  vnde  vor  vnse  eruen  init 
eyner  saniend^en  hant  vnde  vnser  islik  vor  al  den  erbaren  heren,  borgermeiste- 
ren  vnde  radmannen  der  stad  Lubeke^   dat  en  de  erbenomede  Henning  de  vor- 
screuenen twintich  marke  wol    to  dancke  betalen    seal  in   aller  wyse,  alse  vor- 
screuen    steit.      Scheget    ok,   dat    Got    afkere.,  dat  de  erbenomede  Henning  dc 
vorscreuene  betalinge  also  nicht  en  dede,    also  vore  vtgedrucket  is,  so  scolen 
vnde  willen  wy  Wedege  vnde  Volrat  vorbenomet   alle  vnde  vnser   islike  besun- 
deren   binnen  den  ersten    achtedagen    na    den  vorscreuenen    termyn   vngenianet    i 
to  Lubeke  inryden,  den  vorscreuenen    heren    borgernieisteren   vnde  radniannen    ' 
dar  ein  witlik  inleger  to  holdende  vnde   dar  nicht  vte  scheyden,  it  ene  sy  nut 
eren  willen.    Alle  desse  vorscreuenen  stucke  samentiiken  vnde  eyn  islik  besun- 
deren   loue  ik  Henning  vorbenomet,   houetman,    vnde  wy  Wedege  vnde  Volrat. 
borgen    vorbenomet,    vor    vns    vnde    vnse  eruen   mit  ener  samenden   hant  den 
vorscreuenen  heren,  borgermeisteren  vnde  radmannen  der  stad  Lubeke,   by  louen 
vnde  by  truwen  stede  vnde  vast  to  holdende  sunder   insage,    vnde  hebben    des 
to  merer  tuchnisse  der  warheit  vnse  ingesegele  henget  laten    mit  vnsen  guden 
willen   vor    dessen    brefF,  gescreuen  in  den  jaren  vnses  Heren  dusent  veerhun- 
dert  twevndetwintich,  des  ersten  vridages  na  sunte  Katherinen   der  hilgen  junc- 
vrouwen. 

N<ich  Jem  Original,  Mit  drei  anhangenden  Sifigein.  Henning  Melberg:  Siegel  rund,  2^iio  Ctm,  Au/  dem 
Schilde  steht  ein  nach  links  gctcandter  Ziegenbock,  Cmttchri/t  swischen  Pcrlcnkreisen:  -f-  S  k6Iimit6l 
+    fflGLLaB8R(*)  Wedege  ttnd  Volrad  von  Zule  s.  Siegel  des  M.-A.  Heft7p.l34.  No,2tiu.3:. 


1422.     Nov.  27.  481 

ynig  Sigismund  uberweist  die  jdhrliche  Reichssteuer  der  Stadt  Liibeck  dem  Albrecht 
Schenk  von  Landsberg  auf  so  lange  Zeit^  als  er  in  seinen  Diensten  bleiben 
werde.     1422.    Nov.  27. 

Wir  Sigrnund  etc.  Bekennen  etc.,  das  wir  haben  angesehen  getrue  vnd 
uerdrossene  dienste^  die  vns  der  edel  Albrecht  Schenk  von  Landsberg,  vnser 
t  vnd  lieber  getruer,  oft  vnd  dick  getan  hat,  tegh'ch  tut  vnd   Furbasz  tun  sol 

kunftigen  zeiten,  vnd  haben  im  doruinb  init  wolbedachtem  mute,  gutem 
te  und  rechtem  wissen,  derworten  das  er  vns  desterbasz  als  vnser  hofgesinde 
Igen  vnd  dienen  mag,  vnser  stewr  vnd  renten ,  die  vns  vnd  dem  riche  die 
rgermeistere,  rate  vnd  burgere  der  stat  zu  Lubeck,  vnser  vnd  des  richs  liebe 
truen,  jerlich  pflichtig  sint  zu  geben,  benumet  vnd  verweiset,  benumen  vnd 
rwisen  im  die  von  Romischer  kayserlicher  macht  in  craft  disz  briefs,  aile 
:-  von  denselben   burgern  von  Lubeck  vfczuheben  vnd  inczunemen,  alslang  vnd 

von  vns  nicht  vrloub  nympt,  von  allermenniclich  vngehindert,  vnd  gebieten 
rumb  den  egenanten  burgermeister,  rat  vnd  burgern  der  stat  zu  Lubek  ernst- 
h  vnd  vesticlich  mit  diesem  brief,  das  sy  dem  egenanten  Albrechten  oder 
ler  gewissen  bottschaft  die  egenante  stewr  vnd  rente  jerlich  beczalen  vnd 
zrichten,  wann  so  oft  sy  das  getan  haben,  so  sagen  wir  sy  derselben  stewr 
d  rente  quidt,  ledig  vnd  losz  mit  diesem  briefe.  Mit  vrkund  etc.  Geben  zu 
espurg,  nach  Cristi  etc.  XXII,  am   fritag  vor  sant  Andrestag. 

Aus  Konig  Sigismunds  Reichsregistratvrbuch  Bd.  G.  Foi.  67a,  mit  der  Ueberachri/t:  Quod  Albertus  Schenk 
habeat  ateuram  in  Lubek^  in  dem  K.  u.  K.  Haua-f  Ho/-  vnd  Siaataarchiv  zu  ]Vien.  Mitgetheilt  von  dem 
Director  deaaelben^  Ritter  von  Arneth. 

rr  Rath  von  Liibeck  macht  den  Rath  von  Wismar  darauf  aufmerksaniy  dass  es 
nach  dem  Beschlusse  der  Stddte  nicht  zuldssig  sei,  ein  Schiff  nach  Bergen 
zu  schicken.^     1422.     Nov.  29. 

Vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormoghen  touoren.  Ersamen  leuen 
sunderen  vrundes.  Juwen  breff  an  vns  gesand,  darinne  gij  vns  scriuen  van 
r  Bergervarer  wogen,  ene  eyn  schip  to  erlouende,  dat  myt  vitalien  to  Bergen 
>chte  segelen,  vnde  ok  vmme  tydinghe  willen  dem  copman  to  Bergen  to 
nalende  etc.,  leuen  vrundes,  gij  weten  suluen  wol,  wo  na  inholde  des  reces- 

1)  Die  Fahrt  war  auf  dem  Hansetage  zu  Rostock,  1423,  Juli  28,  untersagt. 

61 


482  1422.     Nov.  29. 

sus  tie  stede  strengeliken  gesloten  hebben^  nymande  to  erlouende.    de  ryke  to 
sukeride  etc.,  jodoch  wij  den  Sundescheri  vnde  Rozstockern  darvmme  %'orscreuen 
hadden^  de  vns  wedder  liebben  geschreuen,    dat    ene    na    inhoide    des   sulupn 
recessus  gud   duncke  wesen,  dat  men   id   vorholde  vnde  vngeopent  biyue,  vode 
8e  ok   nyne  wijs    en  willen ,    dat    men    id   anders  holde,    dan    alse  de  stede  ge- 
sloten   hebben    etc.     Hijrvmme,    leuen  vrundes,    is  vnse  wille  vnde  meynlnghe 
ok,  dat  desset  aldus  vorholden  werde  vnde  dat  men  id  na  inhoide  des  recessus 
holde,  so  de  stede    besloten    hebben    vnde    darvan   gescheden    sin,  dat  duncket 
vns  nutte  vnde  gud  wesen.     Sijd  Gode  beuolen.    Screuen  vnder  vnsem  secrete, 
in  sunte  Andreas  auende  anno  etc.  XXIP. 

Consoles  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis    proconsulibus 
et  consulibus  Wismariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Saeh  dem  Oriyinal  im  Jiathsarchiv  zu  Witmar.     Mit  aufgedrucktem  theilweUe  erkaltenem  Secret. 

Paptfl  Martin    V.  fordert   die   deutschen  Fursteriy  den  Adel  und  die  Gemeinden  zur 
Bekamp/ung  der  Hussiten  auf.     1422.     Dec.  1. 

Mnrlinus  episcopus,  seruus  seruorum  dei.    Dilectis  filiis,  magistratibus  et 
cornrnnnilitii    ciuitatis    Lubicensis,    salutem    et    apostolicam    benedictionem.    Si 
H\U\iU%  iMM'eHis  Hurrexisset  in   populo  christiano,  que  in  sola  loquacitate  et  falsi^ 
tki:  liopliiitticiH  argumentis  inniteretur,  sicut  aliquando  patrum  nostrorum  tempo- 
rjbijM    ractum    eHt,    nos    illam    cum    sancta    disciplina    ueritatis    et    remediis  in 
tiCi'\v%\\i  Dei   institutiri  opprimere    et    confundere    curaremus,    sed    hec    furiosa 
hfreMis,    que    regnum    Bohemie  miserabiliter  excecauit,    armata    prodiit  contra    , 
lidi^m  catholicam    et    sese    uiribus    et   potentia    conhrmare   conatur.     Propterea    \ 
necM'HMarium  nobis  est,  ad  hanc  pestem  extinguendam  etiam  fidelium,  principum, 
ni)hilium,  communitatum  ac   populorum  auxilia  conuocare,    et    eorum  precipue,    \ 
qui    Hunt    per    (jormaniam    constituti,    nam    hii    ex    tota    christianitate    propter    ; 
viriiiilalem   mngis  ad  succurrendum  oportuni  sunt  et  debent  Feruentius  animari 
lid   pi'opiri(|uiuB  periculum  depellendum.     Quare,  filii  dilecti,  stricte  requirimus 
et  rogfiiiiiiH    (leuotionem    uestram,    ut  non  deseratis  causam    fidei,    sed    pro  ea 
deleiidenda    contra    Kohemos  hereticos  cum   potentia   uestra  consurgatis  uosque 
ydorieo  tempore   in   hac  sancta  expeditione  promptos  exhibeatis  et   paratos,  ad 
quart!   ueHtrum   deuotum    animum    merito    debet    inflatnmare    principaliter  amor 


I 


1422.     Dec.  i.  483 

hristi,  a  quo  pro  ieui  pugria  recipietis  beatitudinem  sempiternam.  Debet  etiam 
«8  amor  humane  uirtutis  et  glorie  commouere^  ut  nullum  pro  tali  causa 
^ricuium  fugiatis  aut  laborem.  Et  nos  etiam ^  qui  nomina  singulorum  princi- 
wm  et  nobilium..  communitatum  ac  populorum^  qui  in  hoc  exercitu  militabunt 
d  auxilia  ministrabunt,  nobis  fieri  nota  curabimus,  et  Romanam  simul  eccle- 
I  am  ad  uestros  et  uestrum  honores  et  commoda  in  perpetuum  obligabitis. 
2tum  Rome,  apud  Sanctam  Mariam  maiorem,  kal.  Decembris,  pontificatus 
rB  4ustri  anno  sexto. 

Indorse:  Dilectis  (iliis,  magistratibus  et  communitati  ciuitatis  Lubicensis. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangender  Bulie. 

CDLXXIII. 

S^rriram^    Abty    und   Johannes^  Prior    des  Klosters  zu   Reinfeld^  urkunden  uher  die 

Seitens    des    Klosters   geschehene    Ueherlassung    des   Dorfes  Bdlau  an  das 
Kloster  Marienwold.     1422.     Dec.  6.^ 

ijertrammus,    abbas,    Johannes,    prior,   totusque    conuentus    monasterii 

R.oyneueIde  Cisterciensis  ordinis    et    Lubicensis   diocesis.      Vniuersis  et  singulis 

christifidelibus,  presentibus  et  futuris,    et  presertim,   quos  infrascriptum  tangit 

nc^gocium  seu  tangere  poterit   quomodolibet   in    Futurum,    orariones    in    Christo 

6Blutares    et    memoriam     infrascribendorum    habere    sempiternam.       Quia    iile 

c^lestis  agricola ,  Deus  pater,  vnigenitum  filium  suum,  veram  vitam,  plantauit 

i^     vinea  sua,  vnde  sancta  creuit  ecclesia,  que  palmites  suos  extendit  vsque  ad 

n^sire  occeanum,  ad  regnum  Swecie,  ad  locum  Wasteen ,  in  quo  pullulauerunt 

QVe  sancte    Birgitte,    et    propagines    eius  vsque  ad  flumen  Albie  in  principatu 

SaiLonie  prope  opidum  Molne  Razeburgensis   diocesis,    in    quo    creuerunt    botri 

sancte  Birgitte  in  monasterio  Marienwolde,  volentes   igitur  ad  laudem  omnipo- 

t^ntis  Dei  sueque  intemerate  matris  virginis  Marie  et  sancte  Birgitte  in  eodem 

itioriasteriodiuinumcultum  aliquantulum  ampliare,  matura  deliberacione  prehabita, 

de  consensu  omnium  nostrum  nostrorumque  superiorum  et  eciam  aiiorum,  quorum 

consensus  ad  hoc  rite  fuerat  requirendus,    ipsos    fratres    et    sorores    in  eodem 

monasterio  perpetuis  temporibus  degentes  cum  tota  villa  nostra  Belowe,  situata 

per  roodicam  distanciam  a  dicto  opido  Molne,  et  cum  omnibus  suis  attinenciis, 

fructibus^    prouentibus    ceterisque    emolimentis,    prout  ipsa   villa  ad  nos  et  ad 

fnonasterium    nostrum    pleno    jure,    dominio    ac    proprietate    ac    onmi  utilitate 

1)  VgL  Bd.  IV,  AS  1,  2,  M6. 

61* 


484  1422.     Dec.  6. 

hactenus  pertinuit  et  spectabat^  sicud  in  priiiilegiis  illustrium  principum,  ducu 
Saxonie,  nobis  super  hiis  hactenus   datis  lucidius  dinoscitur  apparere.  inFeud 
mus  libere  et    pure    per    presentes.     Sed    ne    huiusmodi   nostra   infeudacio  p^==^r 
successiuneni   ternporis  transeat  in  obliuionem^   trium   marcarum   annuos  redd       i- 
tus  ab  ipsa  villa  Belowe  et  eius  primis  et  promptioribtis  Fructibus  nobis  nostrisqu  ^*ie 
successoribus  per  ipsos  Fratres  et  sorores  in  dicta  Marienwolde  perpetuis  futur^Ss 
temporibus   infra   ciuitatem   Lubicensem  in   moneta   legali  et  datiua  infra  octaua    ^s 
beati  Martini  episcopi   persoluendos  legitime  reseruamus.     Quos  videlicet  triu 
marcarum   annuos  redditus    iidem    fratres  et   sorores  nobis  nostrisque  success 
ribus  sic^  ut  prefertur^  Bdeiiter  persoluendos  sigillatis  litteris  suis  realiter  pr 
miserunt.     Si    autem    predictam    villain    Belowe  cum  singulis  suis  attinenciis 
prefatis  fratribus  et  sororibus  in  Marienwolde^    qui    nunc    sunt,    aut    ab   eoni 
successoribus  quocunque  modo  ad  quorumcunque  aliorum  manus  sen  possessione^s-  & 
in  futurum  peruenire  contingeret,  nichilominus  predicti  trium  marcarum  perpetu      ■& 
annui   redditus  in   villa   Belowe    deberent    nobis    nostrisque    successoribus   atqu 
predicto    monasterio    nostro    Reyneuelde    sine    omni    dolo    et    fraude  permaner 
reseruati  et  per  eosdem   fratres  et  sorores  aut  per  possessores  protunc  eiusderwr'"^^ 
ville  Belowe  suarumque  attinenciarum   nobis  sic,  vt  premissum   est,    in   ciuitat 
Lubicensi   realiter  et  expedite  persolui      Et  quia    predicti    eciam    fratres  et  so 
rores  in  Marienwolde  nobis  humiliter  et  affectuose  notificauerunt,  quod  secundun 
regulam   sancti  Saluatoris,    quam   protitentur,    omnia   eorum   bona  in   inclusion 
ipsorum    tenentur    esse    quita    et    libera    et    nemini    impignerata    seu   infeudata, 
igitur    pro    maiori    deitici    cultus    angmento    eisdern    fratribus   et  sororibus,  qui 
nunc    sunt,    et    eorum    successoribus    fauorabiliter    indulgemus,    vt    adueniente 
huiusmodi      inclnsionis     eorum     termino    possint    nobis    ac    monasterio    nostro 
Reyneuelde  in  aliquo  alio  certo  nobisque  complacenti  loco  alios  trium  marcarunv 
lubicensium   denariorum   perpetuos  annuos   redditus  realiter  et    expedite    eniere, 
tradere   atque   resignare   et    prefatos    trium    marcarum    annuos   redditus  in  dicta 
villa  Belowe  sibi   atque  suo    monasterio   Marienwolde    in    perpetuum   retinere  et 
sine  nostra  (aut)  nostrorum  successorum   contradictione  seu  inpeticione  pacifice 
possidere.     Vt    autem    prefati    fratres    et    sorores    in  Marienwolde  pro  tempore 
existentes    prenarratam    infeudacionem    ipsis    per    nos    factam    libertatesque    ac 
emunitates  predicte  ville  Belowe  suarumque  attinenciarum  eo  melius  ac  clarius^ 
si   necesse   habuerint,  aliegare,  demonstrare  atque  probare  valeant,  presentaui- 
mus    ipsis    eciam    cum    presentibus    litteris    nostris    predicta    priuilegia    ducum 
Saxonie  nobis  super  eisdem  bonis   hactenus  data,  reseruantes  nobis  nostrisque 


\ 


successoribus  do  eisdem  priuilegiis  quoddam  transsumptum  auctenticurn  in 
eorundem  priuilegiorum  memoriam  cerciorein  et  euerituum  futurorurn  cautelarn 
securiorem,  ita  tamen  ut  eiusdein  transsurnpti  occasione  eisdem  Fratribus  et 
fiororibns  aut  eciam  nobis  in  omnibus  premissis  uel  eorum  aliqno  nullum 
preiudicium  generetur  in  futurum.  In  quorum  omnium  ac  singulorum  premis- 
^orum  fidem  et  testimonium  fidele  presentes  litteras  nostras  fecirrms  sigillorum 
fiostrorum  appensione  tideliter  communiri.  DaUim  Reyneuelde,  anno  Domini 
i^iillesimo  quadringentesimo  vicesimo  secundo,  in  die  beati  Nicolai  episcopi  et 
oonfessoris. 

Ncush  dem  Original.  Mit  beiden  anhangenden  Siege/ n,  Aht  Bertram:  Siege  I  eUiptischj  6  Gtm.  hoch.  Unter 
einem  Baldachin  ateht  ein  Geistlicher  mit  eincm  Buchj  einem  Abtstab  und  Tonsur.  Daneben  stehen  zwei 
Gebdude  in  zwei  Stockwerken^  aus  wcic/ien   ;>    zicfi    Engelfignren   oder  sphinxartige  Fignren  hervorschauen. 

Umschri/t:     x  SICILLVffl  ^  B6RtJR7lffll  nShnZlS  1  ReiReUGLDG  +  Das 

Siegel  des  Kloaters  ist  rund,  t5*/io  Ctm.  Auf  einer  Itieiten  Thronbank  aitzt  die  gekronte,  mit  einem  Nimbus 
veraehene  Maria,  in  der  reohten  Hand  einen  Blumenstab  mit  einemVogel  haltendj  neben  ihr  ateht  daa  Chriatkind 
mit  einem  Kreuznimbua,  Am  duaaeraten  llande  dar  Bank  atehen  zwei  Heiligenfiguren  mit  Heilig^narhcin, 
fechta  St.  Laurentiua,  linka  St.  Andreas.     Umachrift:      S\    aORVGttTVS  -  III  -  ReYRGVeLDG  O 

Verpfdndung  von  Hopfengdrten  in  Krempelsdorf.     1422.     Dec.  6. 

Aibertus  Morkerke  coram  consilio  et  hoc  libro  recognouit,  se  teneri 
G^^rrardo  Salmenstene^  fiiio  Gerrardi  Salmenstene  pie  memorie,  in  L  marcis 
ii^  b.  den.,  pro  quibus  sibi  duas  pecias  orti  humulorum,  sitas  extra  valuain 
Holizacie  in  Cren^pelstorpe ,  coram  consilio  impignorauit.  Tamen  prescriptus 
Aibertus  obtinuit  sibi  et  suis  heredibus  reempcionem  a  Gerrardo  et  suis  here- 
dibus,  quando  ipse  uel  ipsi  Gerrardo  antedicto  aut  heredibus  suis  per  medium 
di^num  ante  predixerint.  Insuper  ista  inpignoracio  fuit  prius  facta  de  anno 
Domini  etc.  CCCCIX^^  natiuitatis  IVIarie,  sed  ex  mandato  et  iussu  consilii  dicta 
ii^pignoracio  fuit  cancellata   et  de  nouo  per  presens  hie   inscripta^  ut  supra. 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederatadtbucha  vom  J.  1422,  Nicolai. 

Dietrich  Capelle  bekennt  sich  zu  einer  Schuld  von  80  m^  g^g^^  den  Rath  von 
Lubeck  wegen  seiner  Loslassung  aus  der  Gefangenschaft  und  versprichty 
die  Hdlfte  ndchste  Osternj  die  Hdlfte  ndchsten  Johannis  zu  hezahlen,  1422. 
Dec.  10. 

Ik  Dyderik  Cappelle.      Bekenne  vnde   betuge  apenbare  in  dessem   breue 
vor  alsweme,  dat  ik  vnde  myne  eruen  den   erbaren  heren,  borgermesleren  vnde 


486  1422.     Dec.  10. 

radinannen  der  stad  Lubeke.  lechtcr  witliker  schult  van  inyner  vengnisse  vn 
schattinge  wegen,  also  ik  ere  gevangen  was^  sculdich  bin  achtentich  mar 
lubesch  der  siilnen  nuinte,  welkere  achtentich  mark  ik  vnde  myne  eriien  de 
vorscreuenen  heren  borgermesteren  vnde  radmannen  de  helfte,  also  vertic 
mark  lubesch^  na  eren  wiilen  vnde  noge  betalen  seal  vnde  wil  binnen  d 
stad  Lubeke  vppe  dat  Test  to  Pasohen  irst  to  komende  vmbeworen  vnde  a 
penningen,  also  vore  geroret  is,  vnde  vppe  myne  eygene  koste  vnde  enenlure.  Vnd 
des  gelykes  seal  ik  em  de  anderen  helFte,  also  vertich  mark^  betalen  vppe  de 
dach  Johannis  darna  volgende  sunder  alle  lyst  vnde  insage.  Vnde  wy  Hinri 
Splijt,  Clavi^es  van  Ortzen^  Reimer  Barnecouwe^  Wedege  van  Tzule  vnde  Gla 
uatze  louen  in  craft  desses  breues  (u.  s.  w.  wie  gewohnlich^  mit  der  Verpjlichtun 
zum  Einlager).  (iescreuen  in  den  jaren  vnses  Heren  dusent  veerhundert  twe- 
vndetwintich ,    des  donredages  na   Concepcionis  beate  Marie  virginis. 

Narh  dem  Original.     Mit  d^n  futtf  anhangeuden  Siegeln.     Dietrich    Capelle:    Siegel  rund,  2*1  iq  Ctm.     Auf  di 
Schildc  eine  FrauenhSste  mit  reichem  Hriarpufz.     Umschrift:  $   6t6crtR  o  fia*-(--  jl^^^  Ciaitt   r 

Oertz*fn:  Siegel  mnd^  2^1^^  Ctm.     Auf  einem  SchUde  halten  zwei  Arme  einen  Ring  in  die  Hohe,    Um$ckrift 
+  S   CLKVeS  :  VKtt  O   ORTSG  :  Reimar  Bamekow:  Siegel  rund,  2«/,o  Ctm,     Auf  <f( 

Svhilde     die     Horner     vnd     Ohren     eines    Stiers^     darunter     ein     Gefieder.       Umsckrift:      S'   •    lOk' 
.   BHRIieKOWG  .  iVedege  von  Zaie  vnd  Glavatz  a.  No.  439  u.  437, 


Heinrich   Waghel  bekennt  sich    zu    einer    Schuld   von  40  mfl  gegen  den  Rath  voi 
Liibeck  wegen   seiner  Auslosung   aus    der    Gefangenschaft  und  verspridi 
die  Hdljte  ndchste  Ostern^  die  andere  Hdlfte  ndchsten  Michaelis  zu  hezahlen. 
1422.     Dec.  10. 

Ik  Hinrik  Waghel.    Bekenne  vnde  betflge  openbare  in  dessem  breue  vor 
allesweme^  dat  ik  vnde  myne  eruen  den  erbaren  heren,  borghermesteren  vnde 
radmannen  der  stad  Lubeke,  rechter  witliker  schuld  van  myner  vengnisse  vnde 
schattinghen  wegen,    also    ik  ere  gevangen   was,    schuldich    bin  vertich  marck 
lubesch    der    suluen    munte,   welkere    vertich  marcke  ik  vnde  myne  eruen  den 
vorscreuenen    heren    borgermeisteren   vnde    ratmannen  de  helfte,    also  twintich 
marck    lubesch,  na  eren  willen  vnde  noghe  betalen  schal  vnde  wil  binnen  der 
stad    Lubeke    vppe    dat     fest    Paschen     irst     tokomende    vmbeworen    vnde    an 
peninghen,  also  vore  gheroret  is,  vnde  vppe  myne  egene  koste  vnde  euenture. 
Vnde  des  ghelikes  schal  ik  em  de  anderen  helfte,  also  twintich  marck,  betalen 
vp  den  dach  Johannis  to  myddensomer  darna  volghende  sunder  alle  lijst  vnde 


1422.     Dec.  10.  487 

insaglie.  Vnde  wij  Ludeke  Blucher,  Hans  Blucher  viide  Werner  Weltsoiiwe 
Jouen  (u.  s.  w.  Es  folgt  die  gewohnliche  Verpflichtung  zum  Einlager  und  der  Schluss). 
Cjiescreuen  in  den  jaren  vnses  Keren  dusend  veerhunderd  twevndetwinchtich, 
cJes  donredaghes  na   Concepcionis  beate  Marie  virginis. 

Nach  dem  OriginaL     Mit   vier  anhangemlen  Siegeln.     Heinrich    Waghel:   Siegel  rundj  2*',o  Ctm.     Auf  atehen- 
dem    Schilde    ein    Kram.      Umschrift:     S' JinriK  X^^  WajOff  IJ^^J"^'^  Lud eke  Blucher:    Siegel 

rundj  2^lio  Ctm.     Auf  dem    Schilde    zwei   Schlussel   nach   oben    und  auswdrta   gekrhrt  mit  dem  Bart,     Die 
Umachri/t  tat  undeutlirh.  Hana   BlUcher:    Siegel   rund,    ^Vjo  ^^'w*      Daa    Bild   aehr   verdrUckt* 

Umachrift:    S'  D  hTlHQGS  .  BLV  .  .  .  Werner    IVeltzow:  Siegel  rund,  2'' \o  Ctm,     An/  einem 

Si'hilde  ateht  vorne  ein  linkagekehrter  Widderkopf  und  hint^n   eine  Hirachatange  einea  Zehnendera ,  ohne  be- 
atimmt  getrennt  zu  aein.     Umachri/t  zwischen  gearhnOrten  Kreisen:   S'.  WGRHGR   ^   V'6LS0W6   ^^B^ 

CJDLJ^XVII. 

J^4srtrag  der  Eigenthiimer  einer  Papiermuhle  uber  ihre  Betheiligung  an  dem  Ertrage 

derselben.     1422.     Dec.  23. 

Anielius  Luchawe  et  Steuen   Hone,  instilor  morans  super  foro  Lubicensi, 

c«rani   libro  recognouerunt,  se  esse  in  societate,  rnolendino  pappiri  torn  Schonen- 

kainpe  situate  prope  ciuitatem   Lubicensem,  cum  Tydekino  Soling^  habens  Kliain 

Hinrici  Honrejeger  in   uxorern  suam,    et    symili    modo  cum   alijs   duobus  8oling 

diuisum   et  separatum   iuxta   tenorem  vnius    scripture    in   presenti  libro  de   anno 

etc.  CCCCXXI,  Diuisionis  apostolorum,  que  incipit  Hmricus  Soling.*   Prefati  eciam 

Arnelius  et  Steuen   coram   libro  recognouerunt,  quod  antedictus  Tydekinus  Soling 

^t    alij  Solinge  habent  medietatem  in  dicti  pappiri  molendino,  et  quod  eciam  Tyde- 

l^inus  Soling  antedictus  de  suis  propriis  pecuniis  ad  dictum  moiendinum  exposuisset 

Itt^  marcas  lub.   den.   plus,  quam  Arnelius  et  Steuen,  quam  pecuniam  dictus  Tyde- 

kinus  ant  sui  heredes  de   diclo  rnolendino  ab   omnibus   prouentibus  seu  redditi- 

bus  pappiri  subleuare    debebunt.    tam    din    donee  eis  prefata  sumrna,  videlicet 

Ilf^  marce,  plenarie  sit  persoluta.    Si  eciam  dictus  Tydekinus  interim   plus  expo- 

neret  ad  dictum   moiendinum,  hoc  simili   modo  subleuare  debebit  absque  contra- 

dictione  cuiuscunque.    Et  dictus  Tydekinus  Soling  ad  suam  sufficienciam  debet 

subleuare   meliorem  pappirum^  rysum   pappiri   pro  XI  solidis  den.,  et  si  cum  isto 

pappiro  aliquod  esset  non   tantum   valoris,  sicut  supra  scriptum  est,  istud  debet 

minorari    et    inter    ipsos    stare    sub   bona  fide,  propter  quod  Arnelius  et  Steuen 

cuo)  eorum  heredibus  promiserunt,  Tydekinum  antedictum  cum  suis  heredibus 

de  medietate  dicte  solucionis  indempnes  preseruare.     Insuper  Steuen  antedictus 

ultra   suam    quartam    partem    ad    dictum  moiendinum  de  suis  proprijs  exposuit 

1)    Vgl.  M  341. 


488  1422. 

\\  rnarcas  lub.  den.,  qiias  ipse  post  soluciunem  rlicti  Tydekini  subleuare  debebil 
ei  noil  alias,  Anielius  autein  exposuit  XV  inarcas  lub.  minus  in  sua  quarta 
parte.  Et  prescripti  Ameiius  et  Steuen  cum  eoruni  heredibus  promise- 
runt,  hoc  constanter  et  tirniiter  tenere. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtburht  torn  J.  1422,   Vigitia  vigil. 


CJDIiXXVIII. 

Clnua  Dene  schliigt  dem   Rathe  von  Lubeck  Burgen  fur  seine  Urfehde  vor.    0,  J. 
(1422y 

Jlinen    vnderdanyghen    wiileghen    denst  vnde    wes  ik   gudes  vonnach  to 
alien   tyden.    Willet  weten,  gy  ersamen  vorsichtighen  wysen  manne  vnde  hereo 
borglierntestere    vnde    radinanne  der  stad  Lubik,  dat  ik,  Ciawes  Dene,  gheroe 
holden  wil  alle  sake   vnde  stucke,  alse  wy  vns    ghescheden    hebben,  alse  ik  iw 
gheloued  hebbe,  alse  de  breil*  vthwyset,  den  my  iuwe  vorsichticheyt  ghescreueo 
heft;    men   de    borghen^    de    in    deme  breue   benomet  synt,  de  kan  ik  iw  nicbt  , 
setten ,    se    synt    eyn    del    vorstoruen,   de  leue  God  sy  en  gnedich.     Worvmioe 
bidde    ik    andachtliken    iuwe    erbaren  vorsichticheyt,  dat  gy  darane  betrachten 
inyne  nod,  vnde  nemen  desse  dre   bederuen  lude  to  borglien,  de  hirna  screuen 
Stan,  de  to  Godebuctz  wonaftich  synt,  vnde  synt  erfsetenen  lude  hart  by  Godebutx^ 
vnde  synt  louenwerdighe,  bederve  lude,  alse  Hermen  Bechchel,  Henneke  KalfiFvnde   ! 
Ilinrik  Bokholt.   Leuen  erbaren  heren,  vppe  desse  dre  bederuen  lude  hir  vorbeno- 
med  latet  den  orueydebreif  wedder  schriuen;  ik  wil  alle  sake  truwelken  huldeo, 
alMe   de  brelT  lut,  vnde  vorderet  my  darmede.    Ik  hebbe  den  penningh  breffalbe* 
»»eghelt  vppe  de  viftich  mark  vnde  wen   desse  breff  gescreuen  is,  so  wil  ik  se  iw 
bi'ydif  kortliken  beseghelt  scheppen,  vnde  nemet  dat  vor  nynen  vnwillen,  dat  ik 
niiliii'n  vmme  (lit  werff  nicht  vor  iw  kome;  ik  stortede  leyder  mit  mynen  perde,  do 
ili  liih'Ht  vllie  liubeke  red,  bynnen  der  Herneborgh,  alse  de  moller  darsulues  wol 
HHt'.U^  dat  ik  vppt;  desse  tyd  nicht  wol  wanken  kan,  des  moghe  gy  my   gansliker 
glieli'uwen.     (iescreuen  to  (iodebutz,  vnder  mynen  ingesegel. 

Ciawes  Dene. 

Aufschrtft:    Den  erwerdighen  heren   vnde  vorsichtigen  mannen,   borgher 
mesteren  vnde  radrnannen   der  stad  Lubik,  kome  desse   breff. 

Nach  <if/n  Original  au/  Papifr.     Das  aufgedruckte  Siegel  ist  grosstentheils  abgesprungen. 
\)  Dcs  InhaltM  wegcn  hior  ungcHchlossen,  cine  Urfohde  des  Claas  Dene  ist  nicht  vorhanden. 


1423.     Jan.  2.  489 


Die  Bruder  Bemhard  und  Hans  Rohr  bekennen  sich  zu  einer  Schuld  von  200  rri^ 
gegen  den  Rath  von  Luheck  wegen  ihrer  Loslassung  atcs  der  Gefangenschaft 
und  versprechenj  die  Hdlfte  zu  Pfingsten,  die  Halfte  zu  Jacohi  zu  bezahlen. 
1423.    Jan.  2. 

Wy  Bernd   Rdr  vnde    Hans  R6r    brodere  wonaftich    to  dem  Nygenhuse, 

kriapen.     Bekennen  vnde  betugen  openbare  in  dessem  breue  vor  alsweme^  dat 

wy  vnde  vnse  eruen   den  erbaren  heren,  borgermeisteren  vnde  radmannen  der 

Btad  Lubeke,  rechter  witliker  scult  van  vnser  vengnisse  vnde  schattinge  ivegen, 

dlse  wy   ere    gevangene   weren,    sculdich    sint    twehundert    marke  lubesch  der- 

^uluen  munte,  welker  twyerhundert  mark  wy  vnde  vnse  eruen  den  vorscreuenen 

heren  borgermesteren  vnde  radmannen    de   helFte^  also  hundert  mark  Inbesch, 

f^Sk  eren  willen  vnde  noge  betalen  scoien  vnde  willen  binnen   der   stad    F^ubeke 

V'ppe  dat  fest  to  Pinxsten  irst  to  komende  vmbeworen  vnde  an  penningen,   also 

vc^re  geroret    is,    vnde  vppe    vnse    egene   koste   vnde    euenture.     Vnde  des  ge- 

lylces  scole  wy  em  de  anderen  helfte,  also  hundert  mark,  betalen  vp  den  dach 

Jacobi  darna  volgende  sunder  alle  list  vnde  insage.    Vnde  wy  her  Helmold  van 

Plesse,  Hinrik  van  Plesse,  brodere,  Johan  van   Plesse,  der  vedder,  wonaftich  fo 

Lubese,     Reimer     Barnecouwe     vnde     Marquard     Barnecouwe,     wonaftich     to 

Ghusteuele,    louen    in    craft    desses    breues    vor   vns    vnde  vor    vnse  eruen  mit 

eyner  sameden   hant  vnde  vnser  islik  vor  al  den  erbaren  heren,  borgermeisteren 

vnde  radmannen  der  stad  Lubeke,  dat    en    de    erbenomeden   Bernd    vnde  Hans 

4e    vorscreuenen  twehundert  marke  wol  to  dancke  betalen  scoien  in  aller  wyse, 

also  vorscreuen  steit.     Scheget  ok,  (es  folgen  die  gewohnliche   Verpfiichtung  zum 

Einlager  und  der  Schluss).     Gescreuen   in    den    jaren  vnses   Heren  dusent  veer- 

hundert  drevndetwintich,  des  negesten  sonnauendes  na  deme  Nygeniare. 

Naeh  dem  Original  mit  sieben  anhangenden  Siegein.     Hans  Rohr:  Siegel  rvnd,  2^j^  Cim.    Au/ stehendem  Schiide 
vier    au/liegende   querrechte    Spitzen.     Umschrift:      +  S'   hKIlS  *  ROR  Bernd  Rohr:  Siegel 

rund,  2^1^  Ctm.    Auf  stehendem  Schiide  vier  au/liegende  querlinke  Spitzen.     Umschri/t  unleserlich. 
Die  Britder  von  Plessen  haben  dasselbe  Siegel  gebraucht.     Eh  ist  rund,  3  Cim.     Auf  stehendem  Schiide  ein 
nach  rechts  schreitender  SHer:  Umachri/t:    +  iSIGILLVffl  ♦  haLfflOLDI  +  DB  +  PLeSSaU  4- 
Johann  von  Plessen:  Siegel  rund,  2®/io  Ctm.     Auf  stehendem  Schiide  der  nach  rechts  schreitende 
Stier,     Umschri/t:  .  . .  ®  VM  ^  pfc|]V  ^*^  Siegel  der  beiden  Barnekow  sind  undeuttich. 


62 


1423.     Jan.  6.  491 

)erdes  coram  concilio  et  hoc  libro  recognouerunt,  se  coniuncta  inanu  ad 
cienciam  subleuasse  et  recepisse  a  Johanne  Olrikes  XL  mrc.  lub.  den.  in 
factionem  seu  emendam  interfectionis  sen  occisionis  dicti  Hennekini  Lubber- 
Vnde  prefati  Marquardus,  Hennekinus,  Nicolaus,  Hinricus,  Nicolaus,  Det- 
s,  Hinricus,  Tydekinus^  Nicolaus  et  Marquardus  Schotze*  cum  eorum  here- 
s  seu  nomine  et  ex  parte  omnium  aliorum  heredum  et  amicorum,  natorum 
nascendorum,  dicti  Hennekini  Lubberdes  dimiserunt  antedictum  Johannem 
les  cum  suis  heredibus  et  amicis  de  dicta  interfectione  penitus  ab  omni 
*iori  monicione  seu  inpeticione  quitum  et  solutum. 

Insuper  prefati  (vne  oben  bis)  Schotze  coram  concilio  et  hoc  h'bro  recog- 
^runt,  ipsis  veraciter  constare  sub  eorum  juramento  et  esse  notum,  quod 
dictus  Johannes  Olrikes  non  interfecerit  Petrum  Lubberdes  et  quod  dictus 
nnes  penitus  sit  cause  interfectionis  dicti  Petri  Lubberdes  innocens, 
iter  quod  prefati  omnes  cum  eorum  heredibus  seu  amicis  dicti  Petri  dictum 
nnem  Olrikes  cum  suis  heredibus  et  amicis  pretextu  illius  penitus  dimise- 
ab  ulterior!  monicione  seu  inpeticione  quitum  et  solutum. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederatadtbuehs  vom  J.  1423,  Epiph,  Dom. 

"mrfe  zu  Mahnbriefen  des  Raths  an  mehrere  Adelige  wegen  versprochenen  Ein- 
lagers,     0.  J.     (1423).    Jan.  9. 

Secunda  vice  Henningo  Haluerstad  to  Camin, 
Hinrico  van  Bulowe  to  Pluscowe  ex  parte  Henneken 
Bolten^^  Henningo  Glauatzen  to  Haghenowe  ex  parte 
Janeken,^  Wiperto  et  Helmoldo  Lutzowen  cuilibet 
vnam  litteram  in  Grabowe  ex  parte  Bern  Rode,* 
Wedegen  van  Tzule  vnde  Vulrado  van  Tzule  in  Wals- 
molen  ex  parte  Henniugi  Melberghes.^ 

Vruutliken  grot  tovorn.  Henning,  gude  vrunt.  Wy  begeren  ju  weten, 
vns  Henneke  Boite  vorsatich  werdet  XX  mark  lubescher  penninge  to  beta- 
e  noch  van  siner  vengnisse    wegen ,    darvore    gi  mit  Hinrik  van  Bulowe  to 

I)  et  Marquardus  Sohotze  ist  hier  nnd  vorber  dnrobBtriohen  mit  der  Bemerkung  amRande:  annoXLV 

Johannis   Olrikes   Marquardus   Schotze  est  deletus.    Jacob!   apostoli.     Das  dritte    Mai   ist  der  Name  nioht 

strichen. 
8)  JW  450.  3)  M  455.  4)  ^W  447.  5)  M  469. 

62* 


492  1425.    Jan.  9. 

Pluscowe  vns  pentliken  en  witiik  integer  bynnen  vnser  stat  to  holdende  geioLxet 
vnde  versegelt  hebben,  so  de  breff  darouer  gemaket  clarliken  inneholdet  viE^e 
utwiset  etc.  Hirvmnie  so  essche  wy  vnde  manen  ju  mit  crafft  disses  vn»  ^& 
breues,  dat  gi  sunder  verholdinge  komen  in  vnse  stat  na  innebolde  juwes  erlm^  e- 
nomeden  lofftes  vns  en  integer  to  holdende  ^  so  lange  bet  dat  Wy  der  vc^  r- 
screiienen  XX  mark  nnit  der  orueyde  van  Henneken  Bolten  verwaret  vnde  ve^  r- 
ndghet  werden,  wente,  wor  gi  desses  nicht  en  don,  so  mote  wy  vnde  will^^o 
ju  vorder  hirvmme  manen,  alse  sik  dat  geboret  vnde  des  behoff  werd^?st, 
solange  dat  vns  redeiicheit  van  der  wegen  van  juw  weddervaren  mogh.  -e* 
Des  wy  begeren  juwes  antwerdes.  Scriptum  etc.  sabbato  post  festu  vn 
Trium  regum.' 

Nach  dem  Entwurf  av/  Papier. 

CDLXXXIII. 

Urfehde  des  Heinrich   Waghel,  geleistet  dem  Herzoge  Erich   V.  von  Sachsen-Lane 
burg^  seinen  Brudem  Bemhard  und   Otto,    so  toie  audi  den  Rdthen 
Liibecky    Hamburg   und    Luneburg    unter   Burgschaft   des    Heyno    Waglm>-^^ 
und  Dietrich   Waghel     1423.    Jan.  12. 

Ik  Hinrik  Wagcl.     Bekenne  vnde  betuge  (u.  s.  w.  gletchlautend  mit  No.  4^ 
bis)  weruen  vnde  don  wor  ik    kan  vnde    mach.     Vnde  ik    wil    dar   nummermi 
mede  sin  in  rade  edder  dade  heiinelijken  edder  openbare,  dar  se  edder  de  ere** 
edder  ere  gud  ofte   de  gemeyne  copm.-tn,  de  ere  lande,  stede  vnde  gebede  voi 
socht,    to   vnde    aff  jenige    wijs    beschediget   werden,    wente   se  an  my  andei 
nicht    dan    gudlicheit    gunst    vnde    danck    began    en    hebben.     Alle  desse  voi 
screuenen    stucke    samentlyken    vnde    en    islik    besunderen    loue   vnde  swere  i1 
erbenomede  Hinrik  mit  vtstreckeden  armen  vnde  vpgerichteden  vingeren  stauede^   * 
eedes  to  den  hilgen  vppe  dessen  breif  mit  vrygen  wilien  vngedwungen  sundei 

1)  Auf  cinem  lose  anliegenden  Dlatte  ist  bemerkt: 

Beme  Rode  de  is  schnldich  yppe  Wynachten  XXX  mark.  De  louer  sint  Wypert  Lusowe,  Helmolt  Lnsowe 
wonachtich  to  Grabowe. 

Hans  Dalevclt  de  is  schaldich  C  mrc.  vppe  Wynachten.  De  loaer  sint  Johan  Soharpenberob  wonaehtig  to 
Knese,  Luder  Blucber  wonacbtich  to  Korcbowe,  Klawes  Dralstorp  wonacbticb  to  Tessin,  Hennink  GlaTatma  wonack- 
ticb  to  Hagbenowe,  Jobann  Welsowe  wonacbticb  to  Welsowe. 

Henneke  Bolte  de  is  sobuldicb  XX  mrc.  yppe  Winacbten.  De  loner  sint  Hennink  Halneratad  wonaohtfeb  la* 
Kamyn,  Hinrik  van  Bulowe  wonacbticb  to  Plotzekowe. 

Boldewin  van  den  Krogbe  do  is  scbuldicb  vppe  Wynacbten  C  mrc.  De  loner  sint  Wipart  Lvsowa  Tiida 
Helmolt  Lnsowe  wonacbticb  to  Qrabowe,  Henneke  yan  Pentse  wonacbticb  to  deme  Kedemine,  Keraten  Halnantad 
wonacbticb  to  Boysenborcb,  Hans  van  Pentze  wonacbticb  to  deme  Redemine,  Wedege  yan  Sole  wonaohtieli  to  dar 


496  1423.     Jan.     15. 

CI»LXXXVI. 

Der  Rath  von  Lunebtirg  ersucht  den  Rath  von  Lubeck,  dem    Godeke  von  Rostrum 
das  Ausstehen  mit   Waaren  zu  gestatten.     1423.    Jan.  15. 

Ynsen  vruritlikeri  (ienst  touorri.  Ersamen  heren,  besunderen  leuen 
vrunde.  Disse  yegenwardighe  brefwysei,  Godeke  van  Rostrum,  denket  myt 
sirier  kopenscop  in  juwer  stad  to  tnarkede  to  stande,  vnd  bidden  vruntliken,  dat 
gi  des  ghunnen  willen  vnd  laten  erne  des  geneten,  dat  he  vnse  rnedesetene 
borger  is.  Gode  syt  beualen.  Screuen  des  fridages  negest  na  Felicis  in 
pincis,  vnder  vnseni  secret,  anno  etc.  XXIIK 

Consules  Luneborgenses. 

Aufschrift:  Commendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsuli- 
bus  et  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  dilectis. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  aufgcdrucktem  wohlerhaitenem  Secret. 


CI»IiXXXVII. 

Ermiederung  des  Herzogs  Erich  von  Sachsen  -  Lauenburg  auf  das  Schreiben  der 
Rathe  von  Lubeck  und  Hamburg  in  Hetreff  des  Heinrich  Bodonis.  0. 1 
(1423).    Jan.  17. 

Erik,  van  Godes  gnaden 
hertoge  to  Sassen   etc. 

Ynsen   fruntliken    grud    vorscreuen.      Ersamen    guden    Frundes.     Alse  gi 
vns  ghescreuen  mit   klaghe   hebben    ouer   mester    Hinrik   Bodonis    etc.,  do  wij 
iuw  weten,  dat  wij  erne  an  sinen   huse  iuwen  brefl'  vorstan  iaten  hebben.  Wes 
he  darvp  antwerdet  in  der  scrift,  sende  wij  iuw  hirane  besloten,  vnde  mocbte    ' 
wij  dar  noch  wes  gudes  to  don  twisschen  iuw  vnde  erne  to  fruntliker  slitynghe, 
dat  dede  wij    gerne,   wente    he    secht,   wij    vnde    alle    vromen    lude   scholen  io 
siner  vuhnechtich  sin  to  aller  redeh'gheit  ieghen  iuw.    Ok   alse  gi  scriuen,  dat 
he  lit  vsem  slote  sodane  scriFt  vnde  klaghe  jeghen  iuw  nicht    en    do    etc.,  vfij 
en  hebben  ene  hir  to  lande  nicht  vorboden,  vnde  so  wij  ene  vornemen,  so  en 
licht    he    hir    niclit    vmme   vns,    wente    wij    ene    jeghen    iuw    vnde    recht    nicht 
enholden   willen   vnde  sines  leghers  hir  nicht  enghert,  so  vns  duncket.    Vurder, 
alse  gi  scriuen,  dat  de  veyde  twysschen  vns  siner  sake  vp  vns  irhuff,  der  werke 
wete  wij   bi  enie  nicht  vnde   nienen,    dat    wij    in    den    rechten    siner    solden   to 


1423.     Jan.  17.  4»7 

^odanen  veyden  nicht  entghelden.  Vnde  were  iuw  hir  wes  to  willen  ane,  80 
vorscreuen  is,  to  guden  vleghe  twyschen  iuw^  dat  wij  vns  darmede  beweren 
scholden,  dat  dede  wij  gerne.  Bidde  wij  des  iuwe  gutlike  antwerde.  Siid  Gode 
beualen.     Screuen  to  Louenborg,  an  sunte  Anthonii  dage,  vnder  vsen  secrete.' 

Aufschrift:  Den  ersarnen  wijsen  borgermesteren  vnde  radmannen  der 
3tede  Lubek  vnde  Hamborg,  vnsen  ghuden  Frunden,  ghescreuen. 

^cuih  dem  Original  auf  Papier,     Das  aufgedruckte  Siegel  isi  abgeeptungen. 

Siihne  wegen  Todtschlags.     1423.    Jan.  17. 

(jerekinus  Rendesborch  cum  suis  propinquioribus  consangwineis  et 
ft  micis,  videlicet  cum  Nicolao  et  Johanne  Rendesborch,  coram  consilio  inpetebat 
^inricum  Buman,  villicum  in  Wenttorpen  situato  in  parrochia  Sansekeneuen, 
^:k*o  interfectione  seu  occisione  Petri  de  Rendesborch  bone  memorie  et  quondam 
»^tris  dicti  Gerekini.    Tamen  per  amicabiles  tractatores  utriusque  partis  dictus 

1)  Das  erwttbnte  Scbreiben  des  Heinrich  Bodonis  an  den  Herzog  lautet  folgendermassen : 

Dem  hocbgeboren  fursten,  bern  Erik,  bertoge  to  8a8seii,  minen  wilgen  denst.    Gnedigbe  bere.    Ik  badde  den 

r  *^»  erdigen    beren    vnde    vader    in    Gode,    bisscoppe    vnde    cappittel   to    Ratzeborg,    gbescreuen,    otbmodicbliken 

^^l)edeD,  alse  my  dat  in  dem  recbten  gbebort  vnde  en,  dat  ze   my  bilcbliken  belpen   scolden   myt  reobte    tyegen 

^s^    groten  iammer  vnde  vnrecbt,  alse   an  Qode,  an   der  bilgen   kerken  vnde  an  my  to  Dergerdorpe  gbescben  is, 

'^^•^  de  rede  vtb  den  steden  Hamborg  vnde  Lubeke  myt  eren   bulperen   vullenbracbt  ban,  alse  de   openbare   daet 

r<^%tlik  is  vnde  myt  der  vnscbaldigen   merteler  blode   macb    scrygen   in   den  bemmel  etc.     Vnde   darvp   scrinet 

^^^V'^n  farstllken  gnaden  de  ersamen  rate  van  Lubeke  ene  lange   qnackelyge  vnde   vnnatte   wort,  der  se  nummer 

^     ^^wisen  konen,  wente  ik  ni  anders  nicbt  van   em  begberet  bebbe,  men  gotlikes   recbten   vnde  vruntscop,  also 

^^^     86  de  sulnen  kerken,   de   se  vpstot,  berouet  vnde    beuocbten  bebben,   wedder  maken   vnde  wygen  laten,   vor 

"'^^'^^en  scbaden  vnde  gewalt  lik  dun.     Darvmme  leten  myk  de   ersamen  wisen,    myne   leuen  beren,   de  rad  to 

^^i^eborcb,  beer  vorboden  vtb  vromeden  landen,  alse  ik  iuwen  gnaden  ere  brene  wisede.     Sodder  der  tiid  bebbe 

^    ^arvp  wardet  vnde  wolde  dat  gerne  gbenomen  bebben,  vnde  se  bebbet  my  gbebolden   myt  worden  snnder  ende 

^^^   natticbeyt,  vnde  ik  byn  darmede  vorsamet  vnde  vortogbert  an  mjrnen  recbte.     Vnde  ik  danke  jawen  gnaden, 

^^^    gy  my  so  lange  berbergbet  bebben,  vnde  gy  scbnllet  myner  alle  tiid  in  den  saken    mecbticb  syn   to  eren,  to 

Tcol^te  vnde  vruntscop,  alse  vele  my  des  andrept     Vnde  bidde  juw  vmme  Godes  willen,  dat  gy  dar  vor  my  beden, 

iv^Dte  gy  wol  weten,  dat  ze  my  vnrecbt  dun,  vnde  de  allemecbtige  God  dat  ok    also  wol  erkent   vnde  se  suluen 

^^I  weten,  eft  ae  sodane  vnnutte  breue   dicbten  efte  rede   screuen    vinden  etc.     Gnedige  leue   bere,  scholde  ik 

j^Wen  gnaden  vppe  alle  ere  wort,  dar  se   ere   vurer  inne   numen  tyegen  my  armen  prester,  antwert  scriuen,  des 

were  nen  not,  wante  so  ere  eygbene  sammitticbeyt  darane  straffende  wert,  vnde  se  muten  my  darvore  antwerden 

for  dem  strengen  ricbte  Godes,  iffte  se  syk  anders   nicbt  recbtferdigen   willen  in  den   saken.     Bidde  ik  jw,  leue 

jfnedige  bere,  alse  ik  jw  vor  beden  bebbe,  vnde  dat  mote  jw  God  ewycbliken  vorgbelden.    Gbescreuen   in  sunte 

^tonius  dage,  vppe  der  Hundeborcb  in  mynen  bus. 

Hinricus  Bodonis, 
juwer  gnaden  arme  cappellan. 

63 


Hinricus  Buman  probauit  et  obtinuit,  se  esse  innocentem  interfectionis  s^  < 
occisionis  prefati  Petri.  Dictus  tameri  Hinricus  Buman  propter  amiciciam  ^ 
bonam  concordiam  dedit  Gerekino  Rendesborch  VII  marcas  iub.  den.,  qu?^ 
dictus  Gerekinus  recognouit,  se  ad  sufficienciam  subleuasse  et  percepiss^ 
propter  quod  Gerekinus  Rendesborch  cum  suis  heredibus  et  amicis  prefatuiri 
Hinricum  Buwman  et  suos  heredes  causa  dicte  interfectionis  Petri  Rendesborc  J 
penitus  dimisit  ab  omni  ulteriori  monicione  seu  inpeticione  quitum  et  solutun  n 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederatadtbuchs  vom  J.  1423,'  Antonii, 


Der  Rath  von  Lubeck  bittet  den  Rath  von   Wismar,  dem  Hans  Hertesherg  das  i 
gehortg€y  den  Vitalienhrudem  abgenommene  dort  an   der  Kdmmerei  aufbi 
wahrte  Qeld  zu  uberliefem.     1423.    Jan.  24. 

Yruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  touoren.    Ersamen  leue 
vrundes.       Ju  mach  wol  vordencken,  dat  wij  ju  vormals  eer  gescreuen  bebbe 
uor  vnses    borgers   sone    Hanse    Hertesberge,    alse    van    sines    gheldes    wegen 
hundert  vnde  XXVI  mark  an  Engeleschem  ghelde,  dat  uor    tiden   den   vitalie 
broderen  in  dem  Norssunde   wedder  genomen  wart,  welk  ghelt   noch   in   gude 
vorwaringe  is  bij  den  ersamen  hern  Johanne   Vresen   vnde   her  Hinrik  DargeK^ 
sowen,  iuwer  stat  kemereren.     Ok  desse  sulue   Hans  Hertesberch   vns  vortide^v 
gude  bewisinge  bracht  heft  van   dem    rade    van  Wisbi%    dat    disset    vorscreue^v 
ghelt  sine  is  vnde  nemendes  anders  etc.    Hirvmme,  leuen  vrundes,  na  auesche 
dingen  vnde  endracht  der   stede  negest    bynnen    vnser   stat   wesende,   also   da 
men  dem  copmanne  sodane  sine   gudere    weddergheuen   scholde,  zo   bidde  wi_^ 
iuwe    leuen    fruntliken    myt  alleme   vlite^    dat    gi    desseme  Hanse  Hertesbergen^ 
syn    ghelt   dergeliken    weddergheuen    latent    geh'k    anderen    copluden    vnde    na  ^ 
inholdinge    des    recessus,    vorwaringe    van  eme    nement,    vnde    he    vnser    bede 
hirynne  genete.     Vorschulde  wij    alle    tijd    gerne,    wor   wij    mogen.     Syd    Gode 
beuolen.      Screuen    in    sunte    Thimotei    dage,    vnder    vnseme    secrete,     anno 
etc.  XXIIP. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:  Commendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
et  consulibus  ciuitatis  Wismariensis,  amicis  nostris   sincere  preamandis,    detur. 

Nach  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu   Wiamar.     Mit  Resten  des  au/gedruckten  Secrets, 


1423.    Jan.  30.  489 

Der  Knappe  Wipert  Wensin  gestattet  dem  Rathe  von  Luheck^  sich  elf  der  hesten 
Eichbdume  aus  seiner  Waldung  am  Wensiner  See  gegen  Zahlung  von 
10  m^  auszuwdhlen.     J 423.    Jan.  30. 

a 

Ik  Wypert  Wenzine,  Detleues  sone,  knape.    Bekenne  vnde  betuge  open- 
bare  in  dessem  breue  vor  alsweme,  dat  ik  den  erbaren  heren,  borghermesteren 
vnde  radrnannen  der  stad  Lubeke,  mit  vulborde    alle    der   yennen,    der    ik  ere 
vulbord  van  rechtes  wegen  darto  behoefF  hadde,    rekliken    vnde  redeliken  vor- 
kofTt  bebbe    vnde  vorlate  en  in  crafft  desses  breues  eluene  de  besten   ekenen 
borne,  de  se  vte  mynen  holtingen  belegen  vppe  desse  syde  des  Wenziner  sees 
mogen  vtkezen  laten,  vor  welke  eluen  borne,  de  de  vorscreuenen  heren  mogen 
hoM^en  vnde  wechiioren  laten,  wanne  id  en  beqweme  wert,  bynnen  viff  jaren,  se  my 
to    myner  noge  gudliken    beret   vnde    betalet    hebben  teyn    marke    lubesph    der 
suluen  munte,  de  ik  vort  in  myne  vnde  myner  eruen  nodtrofftige   nut  gekeret 
hebbe.      Ok   schal  ik    vnde    wil    den  vorscreuenen    heren  van  Lubeke  der  vor- 
screuenen eluen  bome  waren  vor  alle  de   yenne,    de   vor   recht  komen  willen, 
mit  vryem  bomvalle,  weden  vry,  wege  vri,  weyde  vry  vnde  hude   vry.     Slogen 
sik  ok   edder  wundeden   sik    de    yenne,    de    darto   arbeydeden,    wanne    de  vor- 
screuenen heren  de  vorgerorden  eluen  bome  howen  vnde  wechuoren  laten,  dat 
scholen  de  suluen  heren  richten  vnde  ik  nicht.    Alle  desse  vorscreuenen  stucke 
Kamentliken    vnde    eyn    islik    besunderen    loue    ik    Wypert    erbenomed    vor    my 
vnde    myne    eruen    den    vakevorscreuenen    heren,    borgermesteren    vnde    rad- 
niannen  der  stad  Lubeke,    in  guden   truwen  stede,    vast   vnde    vnuorbroken    to 
holdende    sunder    inzage,    vnde    hebbe    des    to    merer   tuchnisse   der  warheyd 
n^>n   ingesegel  willichliken  hengen  heten  vor  dessen  breff.    Geuen  in  den  jaren 
vnses  Heren  verteynhundert  vnde  drevndetwintich,    des   sonauendes   vor  Licht- 
i^issen. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  SiegeL     Vgl.  Siegel  des  M,'A.  Heft  6  p,  136, 

€]>X€I« 

J^er  Rath  von  Lubeck  mahnt  die  Burgen  des  Hans  Danneveldy  sich  zu  dem  ver- 
sprochenen  Einlager  zu  stellen.     1423.    Feb.  4. 

Den    vromen    knapen    Johanne     Scharpenberge,    wonafftich     to    Kneze, 
tudere    Bluchere,   wonafftich    to   Korchowe,    Clawes   Bralstorpe,   wonafftich    to 

63* 


fiOO  1423.     Feb.  4. 

Tessin,  Johan  Welssowen,    wonafftich    to  Welssowen,    vnde    Henning    Glauatze, 
wonafftich  to  Haghenowe^  vrisen  guden  vrunden.     Wy  borgermestere  vnde  rat- 
manne  der  stat  Lubeke  don    iw   witlik   openbar   betogende   niit  disseme   brene, 
dat  Hans  Dannevelt  vppe    dissen    verledenen   wynachten    vns    nicht    betalet  en 
heuet  hundert  mark  lubesche  penninge,  alse  van  siner  vengnisse  wegen,  darvore 
gi  vns  pentliken  en  integer  bynnen  vnser  stat   to  holdende    geiouet    vnde  ver 
segelt  hebben,  so  de  breff  darouer  gemaket   clarliken    inneholdet   vnde   vtwiset 
etc.   Hirvmme,  leuen  vrundes,  so  essche  vnde  mane  wy  ju  samentliken  vnde  enen 
iszliken   besundern    mit  crafft  disses  breues,  dat  gy  vns  bynnen  unser  stat  na 
inholde    sodanes    juwes    erbenomeden    besegelden     breues    vnuersumeliken  en 
integer   holdent,    vppe   dat   vns    mit   ju    nyner    vorder    maninge    efiFte    arbeides 
birvmme    n6d   dorffe    wesen.      Versculde   wy    alle   tid   gerne,    wor   wy    mogen. 
Desses  to  merer  betuchnisse  is  vnser  stat  secret  ruggelinges  gedrukt  an  dessen 
breffe.     Screuen   na    Codes    bord   dusend   veerhundert  iar    vnde    in    dem  XXIII 
iaren,  des  donredages  negest  na  sunte  Blasii  dage. 

Ncich  dem  Entwvrf  au/  Papier, 

€I»X€11. 

Erwiederung  der  von  Zule  auf  die  Mahnung  des  Raths  von  Lubeck.    0.  J,  (1423). 
Nach  Feb.  4. 

Vnsen  dynst.  Erwerdeghen  borghermester  vnde  ratmanne.  Wy  hebben 
jwen  bryff  lyflyken  vornomen,  zo  gy  scriuen  vnde  vns  swarlyken  manen  etc. 
Des  willet  weten,  dat  Wedeghe  was  ghereden  to  dem  IN'yenhus  to  synen 
bruder,  aize  he  eyne  darvor  ghesettet  heft^  vnde  kunde  em  dat  ghelt  nicht 
afghemanen.  Bydde  wy  jwe  erwerdicheyt,  dat  gy  id  noch  eyne  wyle  laten  stan, 
wy  hopen  des,  dat  id  vns  vnse  broder  wol  benemen  wil.  Weret  dat  he  des 
nichten  dede,  zo  mute  wy  syen,  dat  wy  dar  suluen  weghe  to  vinden,  dat  wy 
dat  ghelt  vtgheuen.  Weret  dat  gy  nicht  lenk  vmme  vnses  dynstes  willen 
beyden  wolden  vnde  kunden^  zo  wil  wy  jw  gherne  holden,  alze  wy  jw  vorseghelt 
hebben.     Gheuen  to  dem  Nyenhus,  vnder  Bernd  Rores  ingesegel. 

Wedeghe  und  Volrad 
bruder  heyten  de  van  Tzulen. 

Aufschrift:     Den    erwerdeghen   heren    borghermesteren    vnde   ratmannen 
der  stad  Lubeke,  vnsen  etc. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  aufgedrUckte  Siegel  iat  rund,  2Vj  Ctm.  und  zeigt  im  stehenden  Schilde 

vier  quer  rechta  gelegte  Spitzen,     Umschri/t;    +  •  5  :  vtttl  ....  QXt : 


502  (1423).    Feb.  6. 

leuen  h^ren,   se    hebben    my    ok    stolen    mynen    armen    man,  den  suluen^   den 
Reyneke    Mitstede   nocht   heft   sittende    an   sinen   stokken    vnde    blokken,    vnde 
entholt  ene  my  mit  sodannen  eren,  aize  se  ene  my  afghegrepen  bebben,  vnde 
denket  nicht  an  de  handelinghe^  de   he   my   louede,    sede   vnd   swr,   do   he  hit 
vanglien  lag.      Leuen   heren,   ik   reyt   tho  em    in   iwe   stat  vnde  schenkede  em 
vnde  den  sinen  win.  mede  vnde  ber,  vnde  gaf  em   myne  gawe,   vnde   dor  was 
ouer  Reymer  van  Plesse,  Boldewin  van  Kroghe  vnde  Hans  Dannenwelt,  de  vns 
de  handelinghe   wol   hulpen    bedrinken.      Warvmme  bidde   ik   iw,  ieuen    heren^ 
dat    gy    Reyneken    vnderrichten    vnde   vnderwisen,   dat  he   mynen    armen   man 
wedder  geue  vnde  dat  sine  ok  wedder  werde.     Leuen  heren,   dat  wil  ik  arro® 
kranke  man    alle   weghe    ieghen   iw   vorden(en),  wor   ik   kan    vnde    mach,   tho 
alien  tiden.     Leuen  heren,  iwe  erwerdicheyt  bewale   ik  dem   almechtigen  Go^^ 
tho   langhen   tiden,    vnde    bedet    ouer    my,    alzo    ouer    iwen    armen    cappel^n* 
Screuen  an  sunte  Doretheen  daghe  der  hilghen  yunchfrowen,  vnder  mynen  secret.^ 

By  my  Schacke,  prior  tho  Razeborch, 
iwe  arme  cappelan  vnde  frunt. 

Aufschrift:  An  den  erbaren  vnde  erwerdichghen  heren  borghermester^n 
vnde  radmannen  der  stad  tho  Lubeke,  mynen  leuen  heren  vnde  frund^n, 
screuen  desse  breflF. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  aufgedruckte  Siegel  ist  gdnslich  abgesprungen. 

€I»XCV. 

Der  Rath  von  Luneburg  antwortet  dem  Rathe  von  Lubeck  auf  eine  Beschwerde  uE^^ 
etne  von  einem  Beamten  des  Herzogs  von  Braunschweig  verfugte  Anhalhe^^Q 
Liiheckischer  Outer.     1423.     Feb.  25. 

Vnsen    vruntliken    denst    touorn.       Ersamen    heren,    besunderen    leu^^ 
vrunde.     Juwen    bref  latest  an  vns  gesand  inholdende,    wu  gi    irfaren    hedde^^ 
dat  de  hochgeborne  furste  hertoge  Bernd,    vnse    here,   sinem    voghede   to  d^r 
Nyenstad  vmme  enes  willen,  de  syk  heet  Ghereke  van  Lubeke,  orloued  hedde, 
de  iuwe  to  touende^  vnd  de  ok   lichte,    alse   gi    irforen,   alrede    ichtesweike  io 
den  namen,   dat  se    van  Lubeke   sin    scholden,    angeuerdighed  hebbe   etc.,  ntit 
furderem  ynholde  hebbe  wy  wol  vornomen  vnd  begeren  iuwe  ersamheit  weten^ 
dat    wy    darvmiiie   gescreuen    hebben    an    vnsen    gnedigen    heren    vorbenomed, 
vnd  mit  demsuluen  vnsem  breue  sande  wy  na  iuwem  begere   to   sinen   gnaden 
vnsen  papen  Lippoldum  iegenwardich,  dede  ok  muntliken  to  em  weruen  scholde, 


1423.     Feb.  25.  503 

Ise  wij  iiiwe  meninge  best  vornomen  hadden.  Des  heft  vnse  here  erbenomet 
ns  eyn  aritwerde  gescreuen,  ludende  else  de  cedule  hyr  ynne  besloten.'  Wes 
k  Lippoldus  vorscreuen  geworuen  vnd  Qrne  vor  antwerde  vnse  here  gegeuen 
eft,  dat  he  iw  des  suluen  muntliken  berichten  schole,  darumme  sende  wij 
ne  to  iw  niit  dessem  vnseni  breue  vnde  beualen  iw  Gode  salich  to  iangen 
ijden.  Screuen  des  donredages  vor  Reminiscerp.  vnder  vnsem  secrete,  anno 
tc.  XXIII. 

Consules  Luneborgenses. 

Aufschrtft:  Cominendabilibus    et  circunispectis  viris,   dominis  proconsuli- 
us  et  consulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Nach  dem  Original  au/  Papier.     Das  au/gedriickte  Siegel  ist  abgesprungen. 

Hausmiethe  und  T ermine  fur  die  Zahlung  derselben.     1423.     Feb.  28. 

Johannes  Monik  coram  libro  recognouit,  se  acceptasse  et  recepisse  a 
>lianne  Luneborge  quendain  dornum  in  piatea  Mengonis,  in  qua  inhabitabat 
i  nricus  Holste,^  prope  domum  Petri  H6n  in  hurani  ad  quinque  integros  annos 
■  per  festo  Pasce  proxime  affuturo  incipiendo  et  pro  quolib^t  anno  dictus 
^liannes  Monik  uel  sui  heredes  dabunt  Johanni  Luneborge  aut  suis  heredibus 
*o   censu    seu    hura    dicte    doinus    singulis    annis    XXIII  mrc.    lub.   den.,  super 


1)  Das  Scbreibcn  des  Herzogs  laatet: 

Berud,  to  Brunswik 
Ynde  Luneborg  bertoge. 

Ynscn  gnnst  vnde  guden  willen  touorn.  Lcacn  getrawen.  So  gi  vns  gesoreuen  hebben  vnd  one  vtscrift 
^  l)reues,  den  gik  de  rad  to  Lubcko  gesorencn  heft,  darmede  gesand  etc.,  dar  se  ynne  scriuen,  dat  se  vnde  ere 
''g^ere  gehindert  vnde  getouet  werden  van  den  vnsen  vppe  vnsen  sloten  vnd  steden  by  namen  to  der  Nyenstad 
'•»  lenen  getruwen,  begere  wy  gik  wcten,  dat  vns  dat  genslikcn  vnwitlik  is  vnd  de  van  Lnbeke  node  ierghen 
^^den  hinderen  cddcr  toaen  laten  van  den  vnsen,  wor  vns  dat  witlik  were  vnde  wur  wy  ercr  mechtich  weren  to 
^^te.  Hyrvmme  endorued  se  syk  in  vnsen  landen,  sloten  vnd  steden  vnd  vppe  vnser  stratcn  nicbt  frochten, 
^tite  eruore  wy  iemande  van  den  vnsen,  de  se  edder  de  ere  in  schulden  beddcn,  zege  wy  geme,  dat  men  dem 
^^e,  wes  men  em  plicbtich  were.  Konde  wy  anders  dem  rade  to  Lubeke  yergen  mode  to  willen  wesen,  dat 
lede  wy  geme.     Gesoreuen  to  Wulfelbuttel,  des  ersten  mandages  in  der  vasten  (Feb.  22.),  vnder  vnsem  secret. 

Den  vorsicbtigen  wisen  borgermesteren  vnde  radmannen  to  Luneborg,  vnsen  leuen  getruwen. 

2)  Heinr.  Holste  war,  wie  aus  der  folgenden  Inscription  hervorgcht,  der  Schwager  des  Job.  Liinebnrg  und 
18  Haus  lag  an  der  Ecke  der  Mcngstrasse,  geh5rte  also  zu  den  grosseren  der  Stadt. 

1428,  Catharine,   miethete  der  Knpferschmied  Albert  Ozenbrugge   von   dem   Kaufmann  Albert  Kint,  rait  dem 
auch  sonst  in  Gescb&ftsverhUltnissen  stand,  das  Kupferschmiedehaus  in  der  Fischergrnbe  fQr  12ii^  jllhrlich,  zur 
ftlfte  Ostem,  zur  Hftlfto  Michaelis  zu  bezahlen,  und  mit  gcgenseitiger  halbjfthrlichei*  Kfindigungsbefugniss. 


504  1423.     Feb.  28. 

quolibet  Testo  Pasce  medietatem  et  fsuper  quolibet  Festo  Michahelis  subsequens 
aliam  medietatem  expedite  persoluendo.  Dictus  tamen  Johannes  Lunebor^ 
cum  8uis  heredibus  promisit^  se  velle  et  debere  Johanni  Monike  et  suis  here- 
dibus  domum  dicte  hure  pro  censu  antedicto  per  preFatos  annos  firmiter  et 
inviolabiliter  tenere  et  quod  interim  vendicio  dicte  domus  nee  quidquam 
Johanni  Monik  aut  suis  heredibus  in  isto  nocebit. 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederstadtbuchs  vom  J.  1423,  Reminiscere, 

CDXCVU. 

Der  Hitter  Otto  Poggemsch  bevollmdchtigt  den  Jordan  Pleskow,  Eintragungen  in 
das  Niederstadtbuch,  welche  Verpflichtungen  gegen  seine  Schwester  Margo," 
rethe  enthalten,  nach  Erledigung  der  Sache  tilgen  zu  lassen.    1423.    Mdrz  2*  * 

Witlik   vnde    openbar  sy    alle    den,  de    dessen    brefF  seen    edder   boren 
lezen,   make   ik  Otte  Pogwissche,  ritter,   mechtich  hern  Jorden  Plescawen,  dat 

1)  Die  Inscriptionen,  aaf  welche  die  obigo  VoUmacbt  sich  bezieht,  sind  die  folgenden: 

1421.     Jul.  2.  (Visit.  Mar.). 

DomiDus  Jordanns  Plesoaw,  proconsul,  domiDas  Tidericus   Morkerken,  consul,  et   Hil((enis  Schonewadder 
coram  libro  rccognouerunt,  quod  eis  veraciter  constaret,  videbant  et  presentes  fuorunt,  quod  honesta  domina  Mette, 
relicta  Marquardi   Rennawen,  in   domo  Wilhelmi  Schonewedders  deposuerat  ad  vnam  ciatam  pro    bona  cnstodi* 
mille  marcas  et  LXIII  marcas  lub.  den.     Bed  tamen  dicta  Metto  per  se  clausit  dictam  oistam  cum  tribns  claoibotf 
et  dictas  cUues  penes  se  retinuit  pro  ulteriori  securitate. 

1421.     Oct.  9.  (Dionysii). 

Otto  Pogwissclie  pro  se  et  suis  heredibus  coram  libro   recognouit,   so   ad  sufficienciara  subleuasse  et  p0<*" 
cepissc  a  Wilbelmo  Schonewcder  mille  et  LXXX  marcas  lub.  den.,  quam  summam  pecuniarum  nouiter  diotaMetta» 
relicta    Marquardi    Rennawen,   deposuerat  ad  vnam   cistam   in  domo    dicti   Wilhelmi,   sed  tamen  olaaes   apad  9» 
retinuerat,  ut  supra  de  hoc  de  anno  Domini  millesiroo  CCCCXXI,  Visitacionis  Marie,  in  presenti  libro  yna  tcriptoF* 
clarius  continet,  que  incipit:    dominus  Jordanus  Plescawo   etc.,  sed  tamen  postea  deleta  est     Sed   dictas  clan— 
Otto  prcfatus  sccum  portauit  ad  dictam  cistam  ad  aperiendum  et  dictam  summam  pecuniarum  ad  ae  meipieBdov^ 
propter  quod  dictus  Otto  Pogwisscbo  cum   suis   heredibus  et  nomine   antedicte  Metten   Wilhelmnm   SohoneweddT 
cum  suis  heredibus  pretextu  illius  penitus  dimisit  ab  omni  ulteriori  monicione  seu  inpeticione  quitam  et  ■oliitaSi' 
Insuper  presentes  crant  dominus  Jordanus  Plescawe,  proconsul,  Albertus  Lippe  et  Johannes  Gerwer  Junior. 

Albertus  Lyppo  pro  se  et  suis  heredibus  coram  libro  recognouit,  se  tencri  Wilhelmo  Scboneweddere  et  i>i> 
heredibus  in  Vl^^  marcis  et  LXXVIII  marcis  lub.  den.  Michahelis  proximo  affuturi  ultra  ad  annum,  uel  qoiaio 
pars  parti  per  quartale  vnius  anni  ante  predixerit,  amicabiliter  et  expedite  persoluendis ,  pro  quibna  profM 
Albertus  pro  ulteriori  securitate  deposuit  ad  vnam  cistam  apud  dictum  Wilhelmum  clenodia  argentcA  et  deamttat 
que  se  extendunt  in  libra  ad  LXXXXI  marcas  ponderis  argenti  puri  et  vnum  lod.  Et  Albertus  Lyppe  olanem  li 
antedictam  cistam  penes  se  retinuerat.  Ilic  presentes  fuorunt  dominus  Jordanus  Plescowe,  proconsul,  et  JobaiuNl 
Gerwer  junior. 

Wilhelmus  Schonewcdi-r  pro  se  ct  suis  heredibus  coram  libro  recognouit,  quod  antcdicta  pecaniamm  8iuuaa» 
videlicet  VI^  marce  ct  LXXXVII  marco  lub.  den.,  cum  prefata  cista  et  clenodiis  non  sunt  sui  nee  iiuoraip  heradutt, 
sed  sunt  sibi  ad  fidclc8  manus  asscripti   prefati   Ottonis   Pogwissche    et  suorum  herednm,  et  hio  presentea 
dominus  Jordanus  Plescowe  vt  Johannes  Gerwer  junior. 


1423.     IVlarz  2.  505 

vte  der  stat  boke  to  scriuende  to  latende,  alse  vmme  de  pande  vnde  vmme 
de  husinge,  de  my  screuen  stan,  alse  der  stat  bock  vtwiset.,  by  alsodannem 
beschede,  wen  myn  suster  iMette  hern  Jordene  tosecht  vor  deme  rade  to 
Lubeke  vnde  dat  ere  noghe  geschen  is  vor  de  pande  vnde  pennige,  also  des 
stades  bok  utwiset,  so  bidde  ik  Otte  vorbenomed  hern  Jordene,  dat  he  dat 
late  utdon  na  deme  synne^  alse  vorscreuen  steit,  dat  is  myn  wille.  To  ener 
nnerer  tuchnisse  so  hebbe  ik  Otto  Pogewissche  mynes  broder  ingesegel  to- 
rugge  vppe  dissen  breff  gedrucket,  wente  ik  myn  egen  ingesegel  to  disser  tijt 
nicht  by  my  en  hadde.  Gescreuen  in  deme  jare  vnses  Heren  IIIF  jar  in  dem 
KKIII  jare,  des  dinxedages  na  sunte  Mathias  dage. 

fJcxh  einer  Inscription  dea  Niederstadtbucha  vom  J.  1421^  Di/onisii. 

CBXCVIII. 

Tertrag  des  insolvenien  Dietrich  Grybe  mit  seinen  Gldvhigern.     1423.     Mdrz  7. 

lydericus  Grybe  coram  libro  recognouit,  se  et  suos  heredes  teneri  suis 

eT*editoribus  in  Lubeke,  videlicet  Jacobo  Jerichawe   et   suis   heredibus  11^  mrc. 

et    LXXXXII     nirc.     lub.     den.^    Tidemanno     Brekeluelde     et     suis     heredibus 

It  mrc.  et  X   mrc.  lub.    den.,  Rolauo    Cumhar   et   suis    heredibus   XLVIII  mrc. 

lub.  den.,    Gerwino  Vmmenberghe   et   suis    heredibus    XXXVIII   mrc.    lub.    den., 

Brandano    Hoyman     et    suis     heredibus    XLI    mrc.    lub.    den.,    Hinrico    Golden- 

steden    et    suis   heredibus   XXX    mrc.    lub.   den.,    Bodoni    de    Stockem    et    suis 

heredibus   C   mrc.   cum  VI  sol.  lub.    den.    et  C   mrc.   lub.  in   moneta   sundensi, 

Hinrico    Honnekesbuttele,    Johanni     Somerhoue     et     Hinrico    Honnekesbuttele 

juniori    et    eorum    heredibus    IF    mrc.    lub.    et    XLVIII    mrc.    lub.    in    moneta 


WilhelmuB  Schoneweder  pro  se  et  suis  beredibns  coram  libro  recognouit,  penes  se  babere  pignora  et 
cletiodia  de  anro  etc.,  que  stant  Ottoni  Pogwiscbe  I^  marcas  et  VIII  marcas  lub.  den.,  et  habet  dicta  clenodia  in 
s°*  CQstodia  ad  fideles  man  us  dicti  Ottonis  Pogwissobe  et  pro  ulteriori  securitate  idem  Wilbelmos  et  Marquardns 
^incke  promiserunt  Ottoni  Pogwisscbe  pro  omni  defectu  dictorum  clenodiornm  indempnem  preseruare,  et  Marqnar- 
dos  Vincke  promisit  ulterius,  Wilbelmum  cum  suis  heredibus  pretextu  illius  indempnes  preseruare  pro  omni 
^fectu.    Sed  tamen  ista  pignora  et  clenodia  pertinent  et  sunt  Taleken  Langen. 

Wilbelmns  Scboneweder  pro  se  et  suis  bcredibus  coram  libro  recognouit,  quod  Otto  Pogwisscbe  apud  earn 
deposuit  C  mrc.  et  XL  mrc.  lub.  den.,  que  idem  Wilhelmus  nomine  dicti  Ottonis  et  suorum  beredum  ezponere 
icbet  super  censum,  yidelicet  sub  C  marcis  VIII  marcas  de  censu  iuxta  ratam  tocius  prefate  summe,  et  istam 
peeaoiam  Wilbelmns  habet  ad  fideles  manus  dicti  Ottonis  et 'suorum  beredum. 

Das  spttter  Hinzugefiigte  lautct: 

Domina   Metta,   relicta    Marquardi  Rennowen   et  soror  prefati    Ottonis,   tamquam   plenipotens  cum    domino 
Jordane  Pleacowen  fecit  deleri  dictam  scripturam  iuxta  literam  et  mandatum  dicti  Ottonis,  que  litera  erat  coram 


?_ 1 ? 


S06  1423.     Marz  7. 

sundensi,  Hinrico  Wantzeberge  et  suis  heredibus  XXI  mrc.  lub.  den.^  et  Hilde- 
brando  Veckinghusen  et  suis  heredibus  XVIII  mrc.  lub.  den.  super  festo  Pasce 
proxime  afFuturo  incipiendo  in  decern  annis  sequentibus^  quolibet  anno  super 
singulis  Testis  Pasce  cuilibet  dictis  suis  creditoribus  decimum  denarium  amica- 
biliter  et  expedite  persoluendo.^  et  quod  sic  prefata  sumrna  in  predictis  terminis 
solucionis  integre  et  plenarie  sit  persoluta.  Insuper  dictus  Tydericus  Gryben 
arbitratus  est  et  promisit,  si  et  in  quantum^  quod  Deus  auertat^  ipse  in  prinio 
termino  solucionis  prirnam  solucionein  non  faceret^  quod  extunc  totus  tractatus 
seu  contractus  debet  esse  nullius  etficacie  et  invalidus. 

Nnch  finrr  Inftcn'pfion  des  Niederstadthuchs  torn  J.  142S,  Oculi. 


CDXCIJK. 

Heinrich  Bodonis  schreibt  an  den  Protonotar  Paul  Oldenburg  in  Betreff  seines 
Zwistes  mil  den  Rdthen  von  Liibeck  und  Hamburg  wegen  der  ihm  zuge- 
f tig  ten  Beschddigungen.     0.  J.  (1423).     Mdrz   7.* 

Jursame  here  vnde  leue  vrunt.  God  mote  jfl  danken  vor  juwen  guden 
vlit  vnde  arbeit,  also  gij  don  in  inynen  saken  bij  myncn  leuen  heren,  disseiii^ 
rade  vnde  deme  rade  tho  Hamborch^  vnde  dat  gij  jv  darmede  bearbeiden  vmm^ 
Godes  willen,  dat  ik  der  sake  einen  gutliken  ende  moge  hebben,  dat  wel  ik 
alle  tijt  gerne  vmint»  jv  vordinen,  here  vnde  leue  vrunt.  Also  gij  vorschreben 
hebbet,  si  willen  irvaren  vmme  den  schaden,  de  my  moge  schen  sin/den  ik 
vorludet  hebbe  laten  etc.,  leue  vrunt,  de  schade  is  nymande  so  witliken,  also 
my  vnde  mynen  vrunden.  Woilden  sij  nfl  init  nemande  spreken,  dem  de  sak^ 
nicht  witliken  were,  effte  mynen  leven  heren  der  warheit  nicht  seggen  woilde7 
vnde  worvmme  he  dat  lete,  vnde  sij  woilden  sic  tho  goder  mate  darnacli 
richten,  elite  he  spreke,  my  were*  nein  elite  Inttich  schade  geschen.  so  schege 
my  vngutliken  darmede,  wente  ik  woilde  juwer  wijsheit  in  der  warheit  wol 
vnderwisen  mit  den  dingen,  do  my  dij  schade  an  geschen  is,  dat  he  groter 
vnde  mer  is,  wan  also  ik  vorluden  hebbe  laten,  warite  ik  daraf  myner  neringe 
bin  bistir  geworden  vnde  myner  kerken  tinse  vormynriert,  des  ik  doch  also 
nicht  denke  vptonernen,  sint  ik  alle  myne  sake  in  sodaner  vruntlicheit  bij  sij 
gesat  hebbe.     Worvmme  willet  sij  irmanen,  dat  my  der  sake   ein   ende  werde, 


1)   Dicscr   Brief   und    der    folgendc   (»>1   501)    kunncn    muglicher   W^eise   auch    in    das  Jahr    1424    gcsetxt 
wcrdcn  nnd  wiirden  dann  MUrz  26.  und  April  2.  zu  datiren  sein. 


1423.     Marz  7.  507 

wil  ik  gerne  vordenen,  wor  ik  kan.    Disses  bidde  ik  jv  vruntlike  antworde 
le  beuele  jv  Gode.     Screuen  mit  miner   hant^    dominica    Oculi    mei    semper 
Dominum. 

Henricus  Bodonis, 
vobis  semper  ad  vota. 

Aufschrift:     Deme  ersamen  hern,  mester   Paule,  der   stadt   schriuer   tho 
jecke,  sinen  hoilden  vrunde,  gescreben. 

Nach  dem  Original  avf  Papier.     Daa  als  Preesel  au/gedrUckte  Siegel  ist  erhalten,  dock  unkenntlich. 


r  Rath  von  Lubeck  ersucht  den  Rath  von  Wismar  um  Theilnahme  an  einer 
Zusammenkunft  in  Lubeck  am  nachsten  Sonniag  Laetare  und  bittet  um 
bestimmte  Erkldrung  daruber.     1423.     Mdrz  10. 

Vrundliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  tovorn.  £rsamen  leuen 
jndes,  wij  hadden  yu  negest  vorscreuen,  dat  gi  yuwe  sendeboden  yn  vnser 
d  b^bben  wolden  alse  nu  yn  sondaglie  Letare  erst  komende  des  auendes 
der  herberghe  to  wezende  etc.,  darvan  gy  vns  noch  nyn  antworde  weddere 
nalet  en  hebben.  Nu  scriuen  vns  de  van  Hamborch,  dat  wij  en  enkede 
iiien,  efft  gi  komen  willen,  so  willen  ze  dessen  benomden  dach  myt  eren 
inden  ok  gherne  besenden.  Also,  leuen  vrundes,  beghere  wij,  dat  gi  dessen 
jherore  (sic)  dach  vp  Letare  bynnen  vnse  stad  myt  yuwen  vrunden  mede 
senden  willen,  wente  des  grot  van  noden  ys  vmme  veler  anligghender  sake 
ghen  to  sprekende,  der  wij  yuw  alle  nicht  vorscriuen  en  konen,  vnde,  leuen 
indes,  desses  nicht  to  vorlegghende.  Vorsculde  wij  alle  tijd  gherne,  wor 
mogen.  Des  wij  begheren  yuwes  vnvortogheden  antwordes  by  desseme 
seine  boden.  Sijt  Gode  bevolen.  Screuen  vnder  vnseme  secret,  des  mid- 
kens   vor  Letare,  anno   etc.   XXIIL 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus  ac  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
consulibus  Wysmariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Nach  dem  Original  im  Hathsarchiv  zu  Wii^mar.     Mit  au/gedrucktem  theilweise  erhaltenem  Secret 


64* 


m. 

Beinrich   Bodonis    hittet  den  Rath  von  Lvbecky   seme   Angelegenheii  zu    heendiffei 
0.  J.  (1423).    Mdrz  14. 

Minen  i;villigen  dinst  vnd  wat  ik  gudes  vormach  thouorn.    Leuen  hoildeji 
heren.     Nach  denie  dage,   also   ik  in   iegenwerdicheit  miner  leuen   heren,   her 
Jordanis  Pleskowe  vnde  hern  Roland,   borgermester   vnde    radhern    to    Lubeke, 
tho  Roseborch  was,  schref  my  de  ersame  here  mester  Pawel,  juwe  schriver,  gij 
vnde  de  erwerdige  rad  tho  Hamborch  hedden  myne  sake  tho  jv  genomen  vnde 
wdldet  in   gotlikeme    rechte   efte   in    vruntschop   tegen  my   darvp   vordacbt  sin. 
Weit   ik    doch    nicht,    welke   tijt    my    iv    wijsheit   des    einen    ende    geven   wille- 
nademe  also  de  sake  lange  gewert  hefft,  vnde  darmede    ben  ik  beswaret  vnde 
alle    tijt    beschedigel.      Worvmme    bidde    ik    jv,    leuen    hoilden    heren,   dat  gij 
vmme  Codes  willen   jv  in    den    saken    gutliken    vinden   laten    vnde    tho   eineme 
guden    ende    brengen,    vnde    nemit  dat  Ion    von    Code,   wante  ik  hir  svarliken 
darup    warde,    dat    is    Gode    witlik,    vnde    bedenket,    dat  ik    my    gerne    na  )v 
richten  wil  vnde   getruweliken    denen,    wor   gij    des    van    my   begeren.     Disses 
biddc  ik  juwer  vruntliken  antworte,  wante,  scholde  ik  lenger  hirna  barren,  dat 
were  my  grod  hinder  vnde  bekummernisse.    Scriptum  manu  propria,  dominica 
Letare  Jerusalem,  vnder  myn  ingesegel. 

Henricus  Bodonis, 
jv  andechtige  capplan. 

Aujschrift:    Den  ersamen  wijsen  borgermestern  vnde  radehern  tho  Lubeke. 
mynen  leuen  heren,  gescreuen. 

Nach  dem  Original  au/  Papier.     Mit  Reaten  des  SiegeU, 

mi. 

Notariatsinsirument  iiber  die  Resignation  des  Gerhard  Fuel  auf  seine  Vicarxe  t^ 
der  Marten  Kirche  und  iiber  die  Besitzergreifung  derselben  durch  d0 
Decan.     1423.     Mdrz  23. 

In  nomine    Domini    amen.     Anno    a    natiuitate    eiusdem    millesimo   qua- 
dringentesimo    vicesimo    tercio,    indictione    prima,    die    vero    Martis    vicesima 
tercia  mensis  Marcii,    hora    terciarum    uel    quasi,    pontiticatu(s)   sanctissimi  id 
Christo  patris  et  domini  nostri,  domini  Martini,  diuina  providencia  pape  quinti, 
anno    sexto,   coram    venerabilibus    et    circumspectis    viris,    dominis    decano   et 


510  1423.     Marz  23. 

Lubicensis^  et  pluribus  aliis  Hdedij^nis    testibus    ad  preniissa    vocatis    specialiter 
et  rogatis. 

Et  ego  Heyso  de  Dransuelde,  clericus  Maguntinensis  diocesis.  pnblicus 
imperiali  auctoritate  notarius^  quia  huiusinodi  resignacioni,  cessioni,  admission!, 
juramenti  prestacioni,  possessionis  apprehensioni  omnibusque  aiiis  etc.  interfui  etc. 

Sack  Jem  negistrum  quartum  CapituU  So.  LXI. 

mwi. 

Aufzeichnu7}gen  iiher  die  Schlichtung  ernes  Streits  des  Albert  von  Affelen  und  seiner 
Genossen  mil  dem  Rathe  von  Kiel     1423.     Apr.  4. 

Albertus  de  Affelen  pro  se  et  suis  heredibus  coram  consulatu  Lubicensi 
regraciabatur  nomine  sui  et  nomine  tocius  societalis  sue  judicibus  sacri  Romani 
imperii  et  sitnili  modo  regraciabatur  consulatui  liubicensi,  quod  sibi  fideliter 
assisterunt  et  juuauerunt  in  jure  suo  contra  consules  et  communitateni  Kylo- 
nenses  in  causa,  quam  dictus  Albertus  contra  et  ad  ipsos  i(n)tendebat  habuissp. 

Albertus  de  Aifelen  coram  consulatu  Lubicensi  regraciabatur  prefato 
consulatui  et  communitati  Kylonensi,  recognoscens,  quod  ipsi  sacri  Romani 
imperii  judicio  fuerunt  obedientes  et  quod  sibi  eciam  satisfecissent  in  omnibus 
suis  causis,  que  ipse  nomine  sui  et  ex  parte  societatis  sue  contra  ipsos  con- 
sules et  communitatem  Kylonenses  habuit  juxta  tenorem  litteraruu)^  videlicet 
achtebreue,  que  ipse  super  hoc  cum  sentenciis  judicii  imperialis  obtinuisset^ 
propter  quod  dictus  Albertus  ex  parte  sui  et  tocius  societatis  sue  coram  con- 
silio  Lubicensi  antedictos  consules  et  communitatem  Kylonensem  pretextu 
illius  penitus  dimisit  ab    ulteriori   monicione    sen    inpeticione   quitos    et   solutos. 

Insuper  prefatus  Albertus    de    AfTelen    coram    consilio  Lubicensi    nunciis 
consulatus    Kylonensis    libere    et    voluntarie    presentauit    litteras  suas.  videlicet 
achtebreue.     Eciam   pro   maiori   cautela  et  securitate  arbitratus   est  et  promisit 
sub   sua   bona   fide.,  se   amplius    nun(|nnm    vel(l)e    nee    debere    seu    aliquis    alius 
nonnne    sui    futuris    temporibus    dictos  consules    et  communitatem  Kylonensem 
molestare,  inpetere  uel  inquietare  pretextu  illius  quouismodo   uel  quibuscunque 
aliis  causis  seu  causa. 

Sack  Inscriptiontn  ihR  iSU'dtfrstailthuchs  vom  J.   1423,  Patfcc. 


4423.     Apr.,  7.  5H 

XIirJeh.de  von  Otto  Rohr,   Arnd  Pyst  und  Hans  Dene,  geleistet  dem  Herzoge  Erich 

von  Sachsen-Lauenburg,  seinen  Brudern  Bemhard  und  Otto  und  den 
Rdthen  von  Lubeck,  Hamburg  tend  Luneburg  unter  Burgschaft  des  Knappen 
Reimar  von  Plesse.     1423.     Apr.   7.' 

VVij  Otlo  Roer,  Arnd  Pyst  vnde  Hans  Dene.  Bekennen  vnde  betugen 
openbare  (u.  s.  w.  me  No.  437).  Gegeuen  vnde  screuen  na  der  bort  Christi 
dusent  veerhundert  dre  vnde  twintich   iar,  des  inidwekens  in  den   Paschen. 

Nach  dem    Original   mit  vier   anhangfnden    Sieydn.      Otto   Rohr:     Siegel  rundy   2^I^q  Ctm.      Man   erkennt  die 
quergelegten  Spitzen,    Hbrigens  sind  Bild  und    Umschrift   undeutUch.  Arnd    Pyst:     Siegel  rund, 

2^f^Q  Ctm.     Auf  der  Siegelfldchc  tin    befiederter  Bohen.      Umschrift:     S  :  arfltf :  piejl  Clnus  Dene: 

Siegel  rund,  l?«/io  Ctm.    Auf  der  Siegelflache  eine  Hausmarke.     Umschrift:     S  '  fjanS  :  t>ai1  :  Wtitnfm 
Aiff  dem  Siegel  des  Reimar  von  Plesse  erkennt  man  den  Stier,  doch  sind  Bild  und  Umschrift  undeutUch. 


1)  Im  Stadtnrchiv  zn  Hamburg  befinden  sicb  folgende  bieber  gcborige  Urfebdcn  und  Verpflichtungen : 

1.  Urfehde  dos  Bernhard  Rohr  und  des  Claus  Rohr,  Vettern,  unter   Burgschaft  des  alten   Claus 

Rohr,  des  jungen  Claus  Rohr  und  des  Hans  Rohr.  Feb.  2.  (des  dinxedaghes  vnser 
leuen  Vrouwen  Lychtmisscn). 

2.  Verpflichtun^  derselhen  fiir  sich  und  ihre   Knechte  Hans  Lobcke  ffpnannt  Winterveld,  Ernst 

Mund,  Vritze  Trebbow,  Arnd  Mollendorp,  Hermann  Cremon,  Henninp:  Wyndewand, 
Gereke  Herbrocht,  Hans  Vasta,  Honneke  Hulsebekc  unter  Burgschaft  des  Ritters  Hehnold 
von  Plesse  und  der  Knappen  (jlodeword  von  Plesse,  Henneke  Plesse,  Werner  von  der 
Schulenborir  zu  eiiiom  Losegolde  von  400  n?/'  unter  gleicher  Biirgschaft.  Feb.  2.  (des 
dinxeda^rhes  an  vnser  Icuen  Vrouwen   Lychtmissen). 

3.  Urfelide  des  Knappen  Kone  von  Redestorp  unter  Burgschaft  des  Hans  von  Redestorp  genannt 

Monck  von  Redestorp,  Hans  von  Redestorp  und  Heinrich  von  Redestorp.  Feb.  2.  (des 
dinxedaghes  vnser  Ivuen  Vroweii  Lichtnivssen). 

4.  Urfehde  des  Knappen  Hans  Hesselstorp  unter   Burgschaft  des    Achyin  Hesselstorp,    Friedrich 

Hesselstorp  und  Vritze  Hesselstorp.    Feb.  2.  (des  dinxedaghes  vnser  leuen  Vrowen  Licht- 

niysen). 
&•    Verpflichtung   desselben   fiir   sich    und   seine    Knechte    Vicko  Sniylow    und    Claus   Preen    zu 

eineni  Losegeld  voa  100  mil  unter  Burgschaft   des   Claus    von    Reystorp,    Albrecht  War- 

denberg  und  Eler  Mollendorp.     Feb.  2.  (des  dinxedaghes  an  vnser  leuen  Vrouwen  daghe 

Lychtmissen. 
6.    Verpflichtung  des  Knappen  Johann    von    Hitzacker   zu    einem    Losegelde   von    60  w//   unter 

Burgschaft  des  Ritters  Werner  von  dem  Berge   und   der  Knappen  Hartwich    von   BOlow 

und  Hans  von   dem  Knesbeke.     Feb.    4.    (am   donredage   na   vnser   leuen    Frowen  dage 

Lichtmissen). 
7.    Urfehde  des  Hans  von  Hitzacker  des  jiingeren  unter  Burgschaft  des  Hans  von  Hitzacker  und 

des   Albert  von   Hitzacker.      Feb.   4.    (am    donredaghe    na    vnser    leuen    Vrowen    daghe 

Lichtmessen). 
g.     Urfehde    des   Knappen   Kersten  Wardenberg   unter  BQrgschaft  des  Hans   Wardenberg    und 

Albert  Wardenberg.     Feb.  4.  (des  dunredaghes  na  vnser  leuen  Vrowen  Lichtmissen). 


512  1423.     Apr.  11. 


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,7 


Der  Ritter  Engelbrecht  von  Tisenhusen  macht  den  Ritter  Benedict  Poggewisch  :u 
seinem  Bevollmdchtigten  hinsichtlich  des  Gutes  Stockelsdorf  und  Zubehor, 
1423.     Apr.  11. 

Ik  Engelbrecht  van  Tyzenhusen,  ritter,  wnnsche  alien  cristenlouigbeo 
luden,  to  den  desse  brefF  komende  werd,  seen,  horen  efte  lesen,  besundern 
den  erbaren  wisen  borgermeisteren  vnde  ratmannen  der  stad  Lubeke,  ewyghen 
heyl  in  Gode,  bekennende  vnde  betughende  openbare  in  dessenn  breue,  wo  ik 
was  vor  den  vorsichtigen  erbaren  borgermeisteren  der  stad  to  Righe  vnde 
mechtighede  den  erbaren  strengen  ritter,  hern  Benedictus  Poggewisch,  van 
miner  weghen  to  donde  vnde  to  latende,  oifte  ik  dar  jeghenwardich  were,  also 
van  des  gudes  wegen,  dat  vor  Luheke  beleghen  is,  dat  der  Vorradesschen 
seliger  dechtnisse  togehoret  heift  vnde  my  angestoruen  is  van  erfiTliken  recbtes 
wegen.  (Des  weygerden  sik  de)  borgermestere  to  Righe  vnde  seden,  dat  were 
der  stad  Lubeke  enkeghen  vnde  wolden  (my  nenewis  geuen  enen  bref),  den 
men  nomet  ene  touersicht.  Worvmme,  do  dat  nicht  schen  kunde,  so  mechtige 
ik  Engelbrecht  van  Tyzenhuzen,  ritter  vorbenomed,  vnde  make  mechtich  in 
dessem  breue  mit  wolbedachtem  vorberaden  mode  den  vorbenomeden  strengen 


9.  Urfehde  der  Knechte  und  Diener  des  Kerstcn  Wardenberg,  Claus  van  Verbisse  und  Gerete 
Louwesikke,  und  der  Knechte  und  Diener  des  Kone  von  Redestorp,  Henneke  to  Holte. 
Dietrich  Muring,  Jacob  Wiprecht,  Laurencius  Schroder  und  Claus  Oltghert.  Die  beideo 
genannten  Knappen  leisten  nicht  BOrgschaft,  sondern  bezeugen  nur,  dass  die  Urfebde 
beschworen  ist.     Apr.  8.  (des  dunredaghes  na  Paschen). 

10.  Urfehde   der  Diener   und  Knechte   des   Hans  Qesselstorp,  Vicko  Smylow   und   Claus  Preeo, 

unter  Biirgschaft  des  genannten  Knappen.     Apr.  8.  (des  donredaghes  na  Paschen). 

11.  Urfehde  der  Knechte  und   Diener  der  Knappen  Bernhard  und   Claus   Rohr,  Hans  Lob^^ 

genannt  Wynterveld,  Ernst  Mund,  Vritze  Trebbow,  Arnd  Mollendorp,  Hermann  CrcfflOBi 
Henning  Wyndewand,  Ghereke  Herbrecht^  Hans  Vasta  und  Henneke  Hulsebeke,  und 
des  Knechies  und  Dieners  des  Knappen  Otto  Grevenitz.  Die  genannten  Knappen 
bezeugen,  dass  die  Urfehde  beschworen  ist.     Apr.  8.  (des  donredaghes  na  Paschen). 

12.  Der  Knappe  Kersten  Wardenberg  verpflichtet  sich  gegen  den  Rath   von  Hamburg  zu  einem 

Kriegsdienst   mit  drei   Reisigen   anstatt  des  Losegeldes  unter  naher  angegebenen  Bedin- 
gungen.     Apr.  18.  (dos  anderen  sondaghs  na  Paschen  genant  Misericordia  Domini). 

13.  Verpflichtung  des  Knappen  Kone  Rastorp  (Redestorp),  mit  sechs   Reisigen,   guten  Knappen, 

zu    dienen.      Apr.     18.    (des    anderen    sondaghes    na    Paschen    genomet    Misericordia 
Domini). 

14.  Verpflichtung  der  Knappen  Bernhard  und  Claus  Rohr,  mit  zehn  Reisigen  zu  dienen.    Apr.  18* 

(des  anderen  sondaghes  na  Paschen  genomet  Misericordia  Domini). 


.  -*' 


1423.    Apr.  ii.  513 

ridder,  hern  Benedictus  Poggewisch,  van  des  suluen  gudes  weghen,  darby  to 
donde  vnde  to  latende  like  my  suluen.  Vnde  wan  de  vorscreuene  her  Bene- 
dictus van  des  suluen  gudes  wegen  vornoget  is,  so  loue  ik  vort,  dat  de  stad 
to  Lubeke  van  mi  van  des  gudes  weghen  nene  maninge  liden  scholle  to 
3wighen  tiden.  Des  to  ener  beuestinge  vnde  vul^enkomener  tuchnisse  so  hebbe 
ik  Engelbrecht)  ritter  vorbenomed^  myn  ingesegel  vnder  an  dessen  breff  ge- 
[langen.  Gheuen  int  jar  vnses  Heren  dusend  verhundert  in  dem  XXIII  jare, 
acbte  daghe  na  Passchen. 

^ocA  einer  Ab$chrift  auf  einem  durchiocherten  Blatte  Papier,  demselben,  welches  auch  die  Urkunden  Bd,   V  No,  345 

und  368  enthdlt     Die  eingeklammerten  Stellen  sind  ergdmt, 

Urfehde  des  langen  Jacob.     1423.     Apr.  13. 

Ik  lange  Jacob.  Bekenne  vnde  betuge  openbare  in  desseme  breue  vor 
^Jlesweme,  dat  ik  den  erebaren  heren  borgermesteren  vnde  radmannen  der 
»tad  Lubeke,  eren  borgeren,  denren  vnde  nakomelingen  eyne  rechte  orueyde 
nuet  vnde  sworen  hebbe,  loue  vnde  swere  in  desseme  breue  vor  my,  vor 
nyne  mage  vnde  vrunt,  geboren  vnde  vnneboren,  geistiik  ofte  werltlik,  vnde 
or  alle  de  jenne,  de  vmme  mynen  willen  don  vnde  laten  willen,  sunder 
^nigerieye  argelist  to  ewijgen  tijden  to  holdende,  darvore  dat  ik  in  eren 
l.oten  vnde  torne  sad,  vnde  loue  in  guden  truwen  vnde  swere  sunder  allerleye 
r'gelist,  dat  ik  der  suluen  heren,  erer  borgere,  denre  vnde  der  eren  vorbe- 
omed  nummermer  vyant  werden  en  wil,  noch  nemand  van  myner  wegen,  vnde 
^<.  ere  gud  vnde  ere  stad  Lubeke  nummermer  beschedegen  wil,  heymeliken 
'dder  openbare,  noch  in  rade  ofte  dade  wesen,  dat  se  jenigerleye  wijs  besche- 
^eget  werden.  To  ener  merer  tuchnisse  der  warheit  so  hebbe  ik  lange  Jacob 
<^orbenomed  myn  ingesegel  mit  mynen  guden  willen  hengen  heiten  vor  dessen 
V^reff.  Gegeuen  na  der  bort  Christi  dusent  veerhundert  drevndetwintich,  des 
^inxstedages  vor  Misericordias  Domini. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  unkenntlichem  Siegel. 


6ft 

\ 


514  1423.     Apr.  14. 

Urfehde  des  Kuno  Planter  geleistet  dem  Herzog  Erich  von  Sachsen-Lauenburg  und  seinm 
Brudem  Bernhard  und  Otto,  so  wie  auch  den  Rdthen  von  Libeck, 
Hamburg  und  Luneburg  unter  Burgschaft  des  Hans  Marschalk.  U2l 
Apr.  14. 

Ik  Kune  Plante.  Bekenne  vnde  betuge  (u.  s.  w.  gleichlautend  mit  No.437), 
Gegeuen  vnde  screuen  in  den  iaren  vnses  Heren  dusent  veerhundert  drevnde- 
twintich  jar,  des  middewekens  na  Quasiinodogeniti. 

Naeh    dem    Original.     Mit    zwei   anhangenden   Siegeln.     Kuno   Plante:    Siegel  rundy  2^lio    Ctm.     Auf  fi»m 
stehenden  Schilde  ein  schrdg  links  gelpgter  Blumenzweig,     Umschri/t:      +   Ruilf   Jj^  ptdltit  ^%^ 
Hans  Marschalk:     Siegel  mnd,  2*/,o    Ctm,     Auf  stehendem   Srhilde   ein   au/gerichttter   Lowe.     Umtekrifi: 

s*  xo^mnts  marc 

Iȴ1U. 

Der  Propst  Bertold,  der  Decan  Johannes  und  das  Domcapitel  zu  Lubeck  bestimmen 
uber  die  Verwendung  der  Zinsen  einer  von  dem  verstorbenen  Domherm 
Nicolaus  Vordis  zu  Almosen  bestimmten  Summe.     1423.     Apr.  16. 

Jtiertoldus,   prepositus,  Johannes,   decanus,   et  capitulurn   ecclesie  Lubi- 
censis.     Presentibus  cupimus   fore   notum,    quod    Felicis   recordationis   doininus 
Nicolaus  Vordis,  oliin  canonicus  noster,  sacri  palacii  apostolici  causarum  auditor, 
in    vltima    sua    voluntate    legauit    et    donauit   tricentas    marcas   lubicenses  ad 
emendum  redditus  pro  elemosinis   hie   in   ecclesia   nostra   inter   pauperes  men* 
dicantes   distribuendos^    cum    quibus   tricentis    marcis   eminius    viginti    quatuor 
marcarum  annuos  redditus  inter  alios  redditus  per  nos  in   villa  to  der  Meetze, 
sita    in    parochia    Gadebusch    Ratzeburgensis    diocesis,    emptos,    quos   quidem 
redditus    XXIIII    marcarum,     postquam     per    nos    subleuati    Fuerunt,    expensis 
tamen    pro    extorsione    ipsorum    reddituum     pro     tempore    factis    iuxta    ratam 
defalcatis,  domino   Nicolao   Brake,   perpetuo   vicario    in   ecclesia   sancti  Nicolai 
Hamborgensi,    assignabimus    hie    in    ciuitate    Lubicensi    ad    tempora    vite  sue 
duntaxat    iuxta    voluntatem     dicti    domini    auditoris,    sic    quod    idem    dominus 
Nicolaus    Brake    per    se    vel    per   alium    fidelem    presbiterum    hie    in    ecclesia 
Lubicensi  singulis  diebus  duodecim  et  sextis   feriis    triginta    obulos    pauperibus 
mendicantibus  sine  fraude  diuidendo  ministrabit  et,    quitquit   superfuerit,   idem 
dominus  Nicolaus  Brake  vsibus  suis  applicabit.    Ipso  autem  de  hac  luce  sublato 
prepositus,    decanus    et   scholasticus    huius    ecclesie   nostre    vel    saltern    maior 


1423.     Apr.  16. 


516 


p£^rs  eorurn  et,  si  absentes  fuerint,  extunc  seniores  canonici  de  capitulo^  vnus 
vol  duo,  loco  absentis  vel  absentium  huiusrnodi  distribucionem,  vt  premittitur, 
alicui  deuoto  et  fideli  presbitero  hie  in  ecclesia  residenti  coinmittere  debebunt, 
sio,  quod  residuum  fuerit  vltra  predictam  distribucionem,  idem  commissarius, 
qtai  pro  tempore  fuerit,  pro  laboribus  suis  obtinebit,  legendo  tamen  singulis 
septimanis  semel  vigilias  pro  animabus  omnium  fidelium  defunctorum,  orando 
eciam  pro  anima  dicti  domini  auditoris.  Datum  Lubeke,  anno  Domini 
M  CCCC  XXIII,  feria  sexta  post  dominicam  Quasimodogeniti.  Et  in  testimonium 
omnium  premissorum  sigillum  capituli  nostri  ad  negotia  presentibus  est 
appensum. 

^Z49  dem  im  Beaitz  der  OeaelUehaft  fur  Schiesw,- Hoist- Lauenb,  Geschichte  befindlichen  Diplomatarium  Lubeeense. 


Lubeckischer  Verkehr  mit  Mitteldeuischland.     1423.     Apr.  18. 

Mermannus  Gutman  portanslitteram  plenirespectus  a  consilio  deNorthusen 
pro   assequendo   a  Petro   de  Getelden  quibusdam  bona,    videlicet   Hessesche   et 
Narthusensche   lakene,   copperrok   vnde    stal,    per    mortem  Johannis  Vust    aput 
prefatum    Petrum    derelicta.     Idem   tamen  Hermannus  Gudman    coram   consilio 
et    hoc  libro  recognouit,  se  dicta   bona    a  Petro    de    Getelden    ad    sufficienciam 
subleuasse  et  percepisse,  propter  quod  cum  suis  heredibus  et  nomine  Johannis 
M^ssersmyd  de  Northusen,  cuius  plenipotens  procurator    erat,   constitutus    pre- 
fatum Petrum  de   Getelden   cum   heredibus  suis   pretextu   illius   penitus   dimisit 
ab     omni    ulteriori    monicione    seu    inpeticione    quitum    et    solutum.     Promisit 
eciam    dictus   Hermannus    Gudman,    se    velle    et    debere    Petrum    de    Getelde 
releuare  et  stare  pro  ulteriori  defectu,  si  quis  contingeret  in  premissis. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1423,  MUeric,  Dom. 


Heinrich  FZ,  Konig  von  England,  verleiht  den  Hansischen  Kaufleuten  auf  em  Jahr 
Schutz  und  Sicherheit  fur  thre  Personen  und  ihr  Eigenthum  in  seinen 
Landen.     0.  J.  (1423).    Apr.  23.' 

Henricus,    Dei    gracia    rex    Anglie    et    Francie    et    dominus    Hibernie. 
Vniuersis  et  singulis  justiciariis,  vicecomitibus,  maioribus,  constabulariis,  balliuis, 


1)  Heinrioh  V.  starb  den  31.  August  1428. 


65* 


M6  (1423).     Apr.  ii3. 

mimstris  et  aliis  fidelibus  suis  tarn  infra  libertates  qnam    extta,   ad   quos  pr^* 
sentes  littere  peruenerint,  salutem.    Sciatis,  quod,  cum  tarn  omnes  mercatores 
de  societate  de  hansa  Alemannie    in    villa    de    sancto    Bothulfo   iam   existentes, 
quam    alii    de    societate   predicta    in    regnum    nostrum    Anglie   venire   volentes 
metuant,  tam  sibi  quam   marinariis    hominibus    et   seruientibus   suis   dampnom 
de  corporibus  suis  ac  iactnram  de  nauibus,    bonis,   mercandisis  et   rebus  suis 
per    quosdam    emulos    suos    et    eorum    complices   et  factores    de    facili    posse 
euenire,  nos  volentes  securitati  ipsorum  mercatorum  ac  marinariorum  bominum 
et  seruientium  suorum  predictorum  in  hac  parte  prouidere  et  ipsos   ab  buius- 
modi    dampnis    et   iacturis,    quantum    possumus,    preseruare,    suscepimus  tam 
ipsos  mercatores  iam    in   regno   nostro   predicto   existentes    quam    omnes   alios 
mercatores  de  societate  predicta  in  regnum  nostrum  predictum  venire  volentes 
et    eorum    quemlibet   ac   marinarios    homines    et    seruientes    suos    in    regnum 
nostrum  predictum  veniendo,  ibidem  morando  et  exinde  ad    propria  redeundo, 
necnon  naues,  bona,mercandisas  et  res  sua  quecumque  in  protectionem^tuicionem, 
saluam  gardiam  et  dePensionem   nostras    speciales.      Et    ideo    vobis    et   cuilibet 
vestrum  mandamus,  quod  ipsos  mercatores  ac  marinarios  homines  et  seruientes 
suos    et    eorum    quemlibet    in    regnum    nostrum    predictum    veniendo,    ibidem    i 
morando   et   exinde    ad    propria    redeundo,    necnon    naues,    bona,    mercandisas 
et   res    sua    quecumque  manuteneatis,  protegatis  et   defendatis,    non    inFerentes 
eis  vel  eorum  alicui  seu,   quantum   in   vobis    est,    ab    aliis    inferri    permittente^ 
iniuriam,  molestiam,  dampnum,  violentiam^  impedimentum  aliquod  seu  grauamen, 
et  si   quid    eis    vel    eorum    alicui    forisfactum    vel    iniuriatum    fuerit,    id-  eis  et 
eorum    cuilibet  sine  dilacione  corrigi  facientes    et  debite    reformari,  dumtamen 
iidem    mercatores,    marinarii   homines    et  seruientes  sui   predicti   aliqua    nobis 
seu  regno  nostro  Anglie    preiudicialia   non    faciant   nee    facere    vel    attemptar^  ; 
presumant  quouis  modo.     In   cuius    rei    testimonium    has    litteras    nostras   fieri 
fecimus    patentes    per   vnum    annum    duraturas.      Teste    me   ipso,    apud    West- 
monasterium,  XXIII  die  Aprilis,  anno  regni  nostri  primo.  ^ 

Thoralby. 

Nach  dem  Original,     Von  dem  Siegel  ist  nur  noch  ein  Rest  ubrig. 


1)  Aof  der  Rfickseite  ist,   oflenbar  in  Ltlbeok  geschrieben,  von  anscheinend  gleiohseitiger  Hand  bemeiktft 
Littera  safgardie  9e  anno  primo  regni  domini  Henrioi  sezti. 


1423.     Apr.  25.  517 

JDJLl. 

Nachweis  eines  Gasthofs  in  Lubeck.     1423.    Apr.  25. 

Johannes  Cruze,  hospes  ad  aureain  coronam^  coram  consilio  et  hoc 
)  recognouit,  se  et  suos  heredes  teneri  Johanni  Pusteken  et  suis  heredibus 
!  mrc.  lub.  den.,  quando  pars  parti  per  medium  annum  ante  predixerit, 
)abiiiter  et  expedite  persoluendis,  pro  quibus  sibi  proprietatem  domus  sue 
aureani  coronam^  in  qua  inhabitat,  prope  maceilum,  sicut  jacet,  coram 
iilio  inpignorauit. ' 

Nach  einer  Inscription  des  Niedergtadtbuchs  vom  J,  1423,  Jubilate. 

Rath  von  Reval  bekenntj  dass  es  eine  Gefdlligkeit  des  Raths  von  Lubeck  set]  ihm 
uber  den  Ausgang  der  Revaler  Rechtsstreitigkeiteny  in  denen  er  als 
Appellationsinstanz  gesprochen  habe,  Nachricht  zu  geben,  und  erkldrt 
zugleichj  dass  er  seine  Burger  nicht  hindem  wolle,  ihre  Sachen  schon  in 
erster  Instanz  an  den  Rath  von  LUbeck  zu  bringen.     1425.     Apr.  25. 

VVy  borgermestere  vnde  radrnanne  der  stad  Reuale.  Bekennen  vnde 
gen  openbare  in  desseme  breue  vor  allesweme,  dat,  alse  vns  de  erbaren 
n,  borgermestere  vnde  radrnanne  der  stad  Lubeke,  vmme  vnser  vlitigen 
'  vnde  leue  willen  de  gunst  bewysen,  wanne  twe  vthe  vnser  stad  eyn  ordel 
ore  erbarheyde  schelden,  dat  se  vns  denne  na  vorlope  des  rechtes  vor 
gebandelt  wedder  scriuen,  dat  de  yenne,  de  dat  ordei  van  vns  vor  ore 
rheyde  geschulden  heuot,  dat  ordel  gewunnen  ofte  vorlaren  hebbe,  dat 
lat  van  en  van  sumerger  gunst  hebben  vnde  dat  ock  nicht  lenger  duren 
arflF,  denne  yd  oren  erbarheyden  behechlick  vnde  beqweme  is,  vnde  wanne 
me  in  vnser  stad  sint,  de  eendrachtliken  ere  recht  vor  de  erbaren  heren, 
rad  der  stad  Lubeke,  zoken  willen,  dar   en   schole    wij    noch    en  willen  se 

ane  hindem.  Vnde  desses  to  merher  tuchnisse  is  vnser  stad  secret 
nget  vor  dussen  breff,  (de)  gegeuen  vnde  gescreuen  is  na  der  bord  vnses 
1  dusent   verhundert  vnde    darna  in   deme   drevndetwintigesten    jare,   vppe 

Marcus  dach  des  hilligen  ewangelisten. 

N<ich  einer  Abachrift  im  Niederadchsischen  Copiariua  fol,  324. 

)  Ein  anderer  Gasthof  wird  1424,  Jabilate  (Mai  14),  erwihnt  Conradns  Woltebeke,  bospes  ad  Teoatorem, 
let  dies  sein  Eigentbam.  Ferner  findet  sich  1425,  Priace  (Jao.  18.),  Godekions  Tan  dem  Bergbe,  boipea 
tenperde,  1425,  Lucie  (Deo.  13),  torn  Jegere. 


M8  1423.     Apr.  26. 

DXIII. 

Urfehde  des  Heinrich  Winter/eld,  geleistei  dem  Herzog  Erich  V.  von  Sachsen-Lauenbttry 
und  dessen  Brudern  Bernhard   und  Otto,   so  wie   auch  den  Rddien  von 
Lubeck,  Hamburg  und  Liineburg  unter  Burgschaft  des  Joachim  Winterfdd. 
1423.    Apr.  26. 

Ik   Hinrik    Winteruelt    (der    Wortlaut    ist   wie  No.   437).     Datum   anno 
Domini  MCCCCXXIIP,  secunda  die  post  Georgii. 

Original  auf  der  Trese.     Mit   beiden  anhangenden  Siegeln.     Sic  sind  ntnd,   ^'/lo    Chn.     Auf  ttehendem  SAildt 
ein  nach    der    iinken    Oberecke    aufauigendes    Thier    mit  gebogen    hertibhdngendem   Schwani.      Uwuekrifii 
+   +  $   acg^tm  <►   mintttVtn.      Beide  AussteUer  haben  dasselbe  Siegel  gebraucht  ! 


Urfehde  des  Claus  Bentveld,  unter  Burgschaft  des  Henneke  Sparke  zu  Projensdor^ 
und  des  Claus   Welige,  Burgers  in  Liibeck.     1423.     Apr.  27. 

Ik  Clawes  Bentueld  (der  gewohnliche  Inhalt  der  Urfehden).  Vnde  wij 
Henneke  Sparke^  wonafticb  to  Prodenstorpe^  vnde  Clawes  Welige,  borger  to 
Lubeke^  bekennen  vnde  betugen  openbare  in  dessen  breue,  dat  de  erbenomedo 
Clawes  den  vorscreuenen  heren  borgermesteren  vnde  radmannen  alle  vor* 
screuenen  stucke  gelouet  vnde  gesworen  heft,  also  hiir  vore  geroret  is,  vnde 
wij  suluen  Henneke  vnde  Clawes  loiien  in  guden  truwen  in  craft  desses  soluen 
breues  mit  eyner  samenden  bant,  dat  de  erbenomede  Clawes  Bentuelt  den 
vorscreuenen  heren  alle  vorscreuenen  stucke  sanientlijken  vnde  vnuorbroken 
holden  seal,  sunder  argelist  vnde  jenigerleye  insage.  Vnde  desses  to  merer 
tucbnisse  der  warheit  hebbe  ik  Clawes  Bentueld  erbenomed,  houetman,  vnde 
wij  Henneke  Sparke  vnde  Clawes  Welige,  borgen,  alle  vnde  besunderen  vnse 
ingesegele  mit  guden  vrygen  willen  hengen  heten  vor  dessen  breff.  DatQ0> 
anno  Domini  MCCCCXXIIP,  tertia  die  post  Marci  ewangeliste. 

Nach  dem  Original,  Mit  den  drei  anhangenden  Siegeln.  Claus  Bentveld :  Siegel  rund^  ^lio  CJtJii.  Arf  ^ 
Siegelfldche  ein  langer\P/riemen  (Dolchf),  dessen  Spitze  den  unteren  Rand  berHhrty  wahrend  der  g€$ptdtesiQ^ 
an  den  oberen  Rand  reicht.     Umschri/t:     4>   S   (kxOfS   o   6niuM    S^  Henneke  Sporke^t  S^ 

hat  gleiche  Grosse  und  gleiches  Bild,   wie  das  vorige.     Umschri/t:     $*   9fnilffe  O   $p<irftf   /C^ 
Claus    iVelige:     Hausmarke  mit  der  Umschri/t:     S'   cfoufS   O    Wffidjf. 


1423.     Mai  1.  519 


mLv 


Komg  Sigismund  befiehlt  dem  Rathe  von  Lubeck,   die  im  Jahre  1423  fdllige  StadU 
steuer  an  den  Albrecht  Schenk  von  Landsberg  zu  bezahlen.    1423.    Mai  1. 

VVir    Sigmund^    von    Gotes   gnaden    Romischer  kunig,   zu    alien    czeiten 

merer  des  richs,  vnd  zu  Hungern^  zu  Beheim,  Dalnnacien^  Croacien  etc.  kunig. 

Embieten   den  ersamen,    burgermeistern,    ratnnannen    vnd    burgern    der   stat   zu 

Lubeck^  vnsern  vnd  des  richs  lieben  getruen,  vnser  gnad  vnd  alles  gut.    Lieben 

getruen^  soliche  gewonliche  statsteure^  als  ir  vns  von  des  richs   wegen   jeriich 

zu    geben    pflichtig    seyt    vnd    die    vns    vf   vnser   lieben    Frawen    tag   natiuitatis 

neclistkunftig    geuallen    vnd    erschinen    wirt,     heissen    vnd    gebieten    wir    euch 

ernstlich   vnd    vesticlich    mit  disem   brieue^    das    ir   dieselben    steure   dem   edein 

Albrechten    Schenken    von    Landsberg,    vnsenn    rat    vnd    lieben    getruen,    oder 

siner   gewissen  botschaft  von   vnsern  wegen  vnd  an   vnser   stat    reichen,   geben 

vnd     beczalen  sollet.     Wann  so  ir  das  getan   habt,  so    sagen    wir   euch    vnd  die 

egenante  stat  Lubeck  solicher  vorgenanten  steure,  die  vns  vfden  n(echstkun)ftigen 

vnser  lieben  Frawen  tag  natiuitatis  erschinen  wirt,  gentzlich    quidt,   ledig  (vnd 

los    mit)'   disem   brieue,  der  geben  is  zu  Caschaw,  versigelt  mit  vnserm   kunig* 

lichen  anh(angenden   insig)el,    nach   Crisis  geburt  vierczehen   hundert  jare  vnd 

dornach  in   dem  XXIII  ja(r)  an  sant  Philipps)^  vnd  sant  Jacobs  tag,  vnser  riche, 

des  Hungrischen  etc.  in   dem  XXXVII.   d(es  Romischen    in    dem)*   XIII   vnd   des 

Behemischtpn  in  dem  dritten  jaren.^ 

Ad  mandatum  domini  regis  Franciscus,  praepositus  Strigoniensis. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  Siegei,  Roemer-BUchner  No.  71. 

Konig  Sigismund  beglaubigt  bei  dem  Rathe   von   Lubeck   den   Ritter  Hetnrich  Oln 
und  seinen  Kaplan  Lorenz  Hezlicht.     1423.     Mai  1. 

Sigmund,  van  Gotes  gnaden  Romischer  kunig,  zu  alien  czeiten 
merer  des  reichs,  vnd  zu  Vngern,  zu  Bohem  etc.  kunig. 

Juieben  getruen.     Wie  wir    mit   vnserm    lieben    bruder.,    dem  kunig   von 
Polan,    vnd    herczog    Witolden    verricht    sein    vnd  wie   wir  den  czug  wider   die 

1)  Die  emgeklammerten  Worte  sind  ergftoit,  in  der  Urkande  ist  ein  Looh. 

S)  In  einer  andern  an  demselben  Tage  ausgestellten  and  besiegelten  Urknnde  wird  ,y8aiid  Miohels  oder  sand 
^•rtiiit  tag**  als  der  Tannin  ffir  die  F&Uigkeit  der  Steuer  geninnt 


520  1423.     Mai  1. 

ketzer  zu  Bohem  fur  vns  genomen  hnben    vnd    andere  sache,   haben    wir  dem 
strengen  Henrichen  Oln^  ritter,  vnserm  rate,  vnd  deni  ersamen  Laurencio  Hex- 
iicht,  vnserm  capplan  vnd  lieben  getriien^  beuolben,  an    euch   zu   bringen   vnd 
des  euch  eigentlich    zu    vnderweisen^    vnd    begern    von    euch    mit   fleisse,   was 
euch    die    egenanten    Heinrich    vnd   Lorencz    von    vnsern    wegen    also    erczelen 
werden,    das   wollet    in    als   vns    selber   genczlich    glauben  vnd    getrawen,  vnd 
woUet   sy    ouch    niit   geleyte    versehen,    ob    sy    des    von   euch    begern    werdeo. 
Geben  czu  Casschaw,  am  sant  Philippi  vnd   sant  Jacobi    tag,   vnser   ricbe,  des 
Hungerschen  etc.  in  dem  XXXVII,   des   Romischen    in    dem    XIII    und    des  Be- 
heiinschen  im  dritten  jaren. 

Ad  mandatum  domini  regis 
Michael,  prepositus  Boleslauiensis. 

'  Aufschrift:     Den  burgermeistern  vnd  reten  der  stete  Lubecke   vnd  ailer 

andern  stete,  die  zu  der  hennze  gehoren,  vnsern  vnd  des  richs  lieben  getrewen. 

Sack  dem  Original  auf  Papier.     Mit  aU  Presael  aufgedrUcktem  kleinen  kaiterlichen  SiegeL 

Urfehde  des   Hans  van  der  Herberge  unter  Burgschaft  seiner  Bruder  Gherd  uni 
Borchard  van  der  Herberge.     1423.     Mai  9. 

Ik  Hans  van  der  Herberge  (u.  s.  w.  der  gewohnliche  Inhalt  der  Urfehden). 
Datum  anno  Domini  MCCCCXXIII*^,  dominica  die  proxima  ante  festum  Ascen- 
sionis  Domini. 

Nach  dem  Original.  Mit  drei  anhangendtn  Siegeln,  Das  Biid,  in  alien  drei  Siegeln  dasaelbe,  vtt  ein  emtbtosster 
FlUgelknochenj  an  dem  nur  die  dussersten  Schtoung/edern  sichtbar  sind;  die  Fedem  unten  quer  iiegemd, 
Umschri/t  undeutlicK, 

mavm. 

Suhne  wegen  Todtschlags.     1423.     Mat  9. 

llintzo  Perlin  et  Lambertus,  eius  Hlius,  inpetebant  Langenhansen  et 
Marquardum  Knope  pro  interfectione  Michahelis  Perlin,  (ilius  antedicti  Hintsen, 
tamen  per  amicabiles  compositores  utriusque  partis,  videlicet  Hinricuni  Swanxe, 
Gerrardum  Palmedach,  Wilhelmum  Top  et  Johannem  Cron,  dicte  partes 
amicabiliter  concordati  sunt,  ita  quod  prefati  Hintzo  Perlin  et  Lambertus,  eios 
filius,  coram  libro  recognouerunt,  se  esse  penitus  satisfactum  de  predicta  iDter- 


522  1423.     Mai  23. 

fioluende.  Tamen  prefati  prouisores  et  pueri  Joliannis  Langen  obtinuerunt 
sibi  reempcionem  antecTictorum  reddituum  pro  summa  antedicta,  quando  eis 
placuerit^  absque  contradictione  Johannis  Luneborch  suorumqne  heredum  seo 
alterius  cuiuscunque. 

Nach  einer  Inscription  de»  Niecteritadthuchs  vom  J.  1423,  Pentec, 


Kleines  Hetligen-Geisi  Haus.     1423.     Mai  26. 

Domini  Hiriricns  Rapesuluer,  proconsul,  et  Johannes  de  Heruerde, 
consul  huius  ciuitatis  Lubicensis^  tamquam  prouisores  parui  Sancti  Spiritos, 
coram  consilio  et  hoc  libro  recognouerunt,  se  habere  XL  mrc.  reddituum  per- 
petuorum  in  consih'o  Luneburgensi  prefato  paruo  Sancto  Spiritui  appertinencia 
juxta  tenorem  vnius  aperte  littere  per  consules  Luneburgenses  super  hoc 
sigillate.  Tamen  Eghardus  Rode  et  Gezeke^  vxor  eius  legitima,  debent  dictos 
redditus  XL  marcarum  a  consulatu  Luneburgensi  singulis  annis  vti  et  subleuare 
ad  tempus  vite  eoruni  et  interim  quod  ambo  viuunt.  Ad  hoc  prefati  proui- 
sores dederunt  suum  consensum  et  voluntatem^  defuncto  tamen  preratoruro 
amborum  Eghardi  et  Gezeken  dicte  XL  marce  reddituum  apud  domum  parui 
Sancti  Spiritus  manebunt  in   perpetuum. 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederatadtbuchs  vom  J.  t423,  IV  p.  Pent 


Urfehde  des  Ludeke  Scharpenberg  unte?*  Burgschaft  des  Gerd  von  Crumesse  und  d(s 
Volquin  Gronow.     1423.     Mai  30. 

Ik  Ludeke  Scarpenberch  (der  gewohnliche  Inhalt   der  Urfehden).    Datum 
anno  Domini  MCCCCXXIIP,  prima  die  dominica  post  Festum  Penthecostes. 

Nach  dem  Original.     Alit  drei  anhangenden  Siegein.     Vgl.  Siegel  des  M.^A.  He/t  6.  p.  115.  p.  120,    Heft  5  p.  'O* 

DXXIII. 

Vertrag  des  Konigs  Erich  von  Ddnemark  mtt  den  Stddten  Lubeckj  Rostock^  StraV 
sund,  Wismarj  Lunehurg,  Greifswald  und  Anklam  uber  eine  eventueU,  zu 
leistende  gegenseitige  Hiil/e.     1423.    Jun.  15. 

In  den  namen  der  hilgen  dreualdicheyd  amen.     To  ewigher    dechtnisse 
der  nascreuenen  stucke,  to  werdicheyd,  to    endracht  vnde   to   ewigen   bestande 


1423.     Jun.  15.  523 

der  rijke  Denemarken,  Sweden,  Norwegen  vnde  der  eriiken  stede,  alse  Lubeke, 
Rozstok,  Stralessund,  Wysmer,  Luneborch,  Grypeswold  vnde  Anclem    vnde   der 
gemeynen  henze  vnde    henzestede  mit   nialk    andere    so    bekennen    mit  dessem 
jegenwardigen   breue  vor  alsweme  wij  Erik,  van  Godes  gnaden  der  ryke  Oene- 
inarken,  Sweden,  Norwegen,  der  Wende  vnde  der  Ghoten  koning  vnde  hertoge 
to  Pomeren,  vor  vns  vnde  vnse  nakomelinge,  koninge,  vnde  rijke  vorgescreuen 
vnse  vndersaten  vnde  ynwoners  der  suluen  ryke,  dede  nu  sint  vnde  tokomende 
•werden,    an   de  eyne   syde,  vnde  wij   borgermestere  vnde  radmannen  der  stede 
Lubeke,  Rozstok,  Stralessund,  Wysmer,   Luneborch,    Grypeswold    vnde    Anclem 
vnde  vurder  de   gemeynen  henzestede,    de    wij    vorbenorneden   stede    hir    mede 
inthende  werden,  alse  vele  alse  erer  darane   wesen  willen,   vor   vns    vnde  vnse 
borghere,  in^oners  vnde  menheyde,  dede  nu  sint  vnde  tokomende  werden,  an 
de  anderen  syden,  dat  wij  vns  mit  malkanderen   mit  gantzer  endracht  vp  eyne 
vruntlike^  truwe,  stede,  vaste    vnde   ewige    tozate   vormiddest   crafft   vnde   tuch- 
nisse  desses  jegenwardigen   breues  vorbunden  hebben  vnde  vorbinden  to  ewigen 
tyden  in  sodaner  wijse,  alse  hyr  nauolged  vnde  vtgedrucked  steyd,  sunder  alle 
voruank,    de    vns    an    beyden    syden   an    dessem   jegenwardigen    vorbunde   vnde 
tozate  mochte   to  schaden    edder   to   hinder   komen    an   yenigerleije    wijs,    doch 
so  dat  eyne  jewelke    stad   do    eren    heren,   wes   se   eme   van   ere    vnde    rechtes 
wegen  plichtich  is  to    donde  to  sin»e  rechte.     Were  ok  dat  jenich  here,  de  de 
erbenomeden    rijke    wedder    recht    beschedigen    edder    oueruallen    wolde   edder 
den    koningen    der    ryke    nicht    rechtes   plegen    enwolde,    deme   heren    scholen 
vnde  willen  wij  vorbenorneden  stede  in  sulken  zaken   nynerleye    bijstand    edder 
hulpe  don    wedder   den    koninge    edder    rijke    vorgescreuen.      Vnde    yodoch    so 
Scholen  de  anderen  stede,  de  vnder  den  heren  nicht  beseten  ensint,   den    vor- 
^creuenen  ryken  den  tal  van  volke,  alse  hijr  nascreuen  vnde  vtgedrucked  steyt, 
^an  des    behoff  is    vnde    gheessched    werd    na    vtwijsinge    desser  tozate^    nicht 
^^rmynren.    To  deme  ersten  male,  geuille  dat  to  welker  tijd,  dat  yenich  vorste, 
"^re,   ridder   efFte    knecht,    land,   stede,   lude    edder   menheyde   yemanden    van 
^*^s    an    beyden    sijden    vorgescreuen    na    desser    tijd    vorwalden,   vorvnrechten, 
'^^schedigen   edder   wedderstal   don    wolden    edder    deden,   so   schole    wij    Erik, 
*^^ning    vnde    hertoge    erbenomet,    edder    vnse    nakomelinge,    koninge    vorge- 
screuen,   eft   de   wald,   vnrecht,    schade    edder  wedderstal    schege   an    vns,    an 
^^^Sen  nakomelingen,  rijken,  landen  edder  luden   vorgescreuen,  dat  vorkundigen 
^'^de    witlik    don    vormyddest    vnsen     erlyken    sendeboden     edder    breuen    den 
^'^'yken  steden  vorbenomed  to  der  stede,  welk  dar  vns  dat  denne  best  belegen 


524  1423.     Jun.  15. 

werd.     Werel  ok  so  dat  de  vorscreuen  wald,  vnrecht,  schade  edder  wedderstal 
schege  edder  kered  worde  an  weike  van  vns  steden,   borgeren,  inwoners,  men- 
heyde  vorgescreuen  edder  an  de  vnse,  so  schal   dat    de   zulue   stad   witlik    don 
vnde    toscriuen    den    steden    Lubeke,    Rozstok,    Stralessund    vnde    Wysmer,    so 
scholen  denne  de  IIII  stede  vorgescreuen   edder  dre  van  en  darouer  tozamende 
komen  vnde  ouerwegen,  eft  de  anstande  zake   sulk    sy,    dat   dar    denstes    vnde 
hulpe  der  vorscreuen  rijke  to  behoff  sy,  vnde  dunked  en  denne  des  nod  wesen, 
so  scholen  se    dat    denne   vormyddest   eren    erlyken    sendeboden    edder    breuen 
kundigen    vnde    witlik    don    deme    alderdorchluchtigesten    vorsten   vnde    heren, 
deme   koninge    edder   sinen   nakomelingen  vorgescreuen,  wor  se   emo  edder  en 
denne  dar  bynnen  den  vorscreuen  rijken   best  vnde  negest  benalen  konen.    So 
schole  wij  Erik,  koriing  vnde  hertoge  erbenomed,  vnde  vnse  nakomelinge    vor- 
gescreuen vp  vnse  eghenen  koste,  alse  dat  hyrna   clarlyker  vtgedrucked  steyd, 
den  erliken  steden  vorbenoined,  wen  se  vns  der  vorscreuenen  hulpe  ansynnende 
werden,  vnde  wij  stede  vorgescreuen  des  suluen  ghelyk  deme  alderdorchluchti- 
gesten   vorsten   vnde   heren,   denie    koninghe    vnde   sinen    nakomelingen    vorge- 
screuen, eft  ere  gnade  vns  hulpe  ansynnende  werd,  bynnen  dren  manten  dprna 
schicken    eynen    tal   volkes    van   dusent   werafftigen    mit    harnsche   vnde   to  der 
were  wol  vnde  temelyken  vtgeredet,  id  were  denne  so  dat  de  yenne,  deme  de 
vorscreuen   hulpe  schen  scholde,  eyn   mynre  getal  van  volke  esschende  worde. 
Weret  ok  so  dat  de  anstande  zake  edder  nod,  dar  de  hulpe  to  denen  scholde, 
sodanich  were,  dat  dar  eynes  groteren   talles  to  hehoff  were,  so  schal  de  yenne 
van  vns  an   beyden  syden,  de  de  vorscreuen  hulpe  edder  denst  esschende  werd, 
dat  denne  vorkundigen    vnde    vorscriuen    der    anderen    syden,   vnde   so   scholen 
wy   an    beyden    syden    vnuortogerd    darvp    tohope    schicken    in    eyner    legelyken 
stede  vnde  eynem   vtgeslickeden  dage  vnse  erliken  sendeboden  vte  vnsem  rade, 
vmme  to    ramende  vnde  eynes    to   werdende  mit  malk   anderen   eynes   groteren 
talles  van   volke  na  legenheyd   der  anstanden  zake  vnde  nod  vorgescreuen,  vnde 
na  der  suluen  legenheyd  zake  vnde   nod    schal    denne   de    eyne   deme   anderen 
van    vns    an    beyden    syden    vorgescreuen    vurder    bijstendich    vnde    behulpen 
wesen,    alsemen   denne    prouen    kan,    dat    des   vorscreuen  denstes   edder   hulpe 
darto  behoff  werd,  ane  yenigerleye  hulperede   dar  tegen  to  kerende,  id  enwere 
denne  also,  dat  de  yenne  van  vns    an    beyden    syden   vorgescreuen,   de   to  der 
vorscreuen  hulpe  essched  worde,  des  yennen    edder   der  yennen,   dar   de  vor- 
screuen hulpe  vp  ghan  scholde,  to  eren  vnde  to  rechte  mechtich  weren.    Vnde 
de  sulue  van  vns  an  beyden  syden  vorgescreuen,  de  sik  eynes  anderen  na  der 


1423.     Jun.  15.  525 

Tvijse  vorscreuen  tnechtigende  werd,  de  schal  de  suluen  vnderhorich  inakeii 
deni  rechten  bynnen  sos  rnanten  darna,  alse  he  to  der  vorscreuen  hulpe 
geessched  werd,  edder  he  dene  to  der  hulpe.  alse  vorgerored  is.  Vnde 
yodoch  in  wat  wijse  de  vorscreuen  vnrecht.,  wait,  schade,  wedderstal  edder 
anval  schege,  de  vnser  yenigem  van  beyden  syden  aniicgende  worde,  so  scholen 
vnde  willen  wij  doch  vns  an  beijden  syden  [vns]  bewijsen  niit  malkandere 
mit  gantzen  truwen,  doch  so  dat  de  eyne  syde,  de  der  anderen  volgende  werd 
mil  dusent  werafFtigen  edder  dar  embouen.  de  schal  sik  suluen  spijsen  veer 
weken  lang  na  der  tijd,  dat  se  in  des  anderen  hauene  edder  gebede  kumpt, 
vnde  na  den  ver  weken  schal  se  spijsen  de  yenne,  deme  de  hulpe  dan  werd, 
eft  he  de  hulpe  lenger  wil  hebben.  Wered  ok  dat  welk  syde  der  anderen 
volgende  worde  mit  vift'  hunderden  edder  myn,  de  schal  sik  suluen  spijsen  na 
der  tijd,  dat  se  in  des  anderen  hauenen  edder  gebede  kutnpt,  XVI  weken  lang, 
vnde  na  den  sosteyn  weken  schal  se  de  yenne  spisen,  deme  de  hulpe  gedan 
werd.  Vnde  weret  ok  also  dat  de  yenne,  deme  de  hulpe  schege,  lenger  hulpe 
bedrofl'te,  so  schalmen  eme  laten  twehundert  weraftich  also  lange,  alse  erne 
des  to  der  vorscreuen  sake  behoff  werd.  vnde  de  suluen  schal  spijsen  de  yenne, 
de  se  vtgesand  heft.  Vnde  geville  sik  dat  also,  dat  de  yenne  van  vns  an 
beyden  sijden  vorgescreuen,  de  sik  vormyddest  der  vorscreuen  hulpe  edder 
denste  an  yemende  richtende  worde  vnde  darouer  bekrechtede  land,  stede, 
slote  edder  lude,  den  vromen  schal  de  yenne  beholden,  deme  de  vorscreuene 
hulpe  edder  denst  gedan  werd,  doch  andere  stucke,  alse  vangene,  rofF  vnde 
andere  reysege  haue,  de  schalmen  buten  na  kryges  vnde  orliges  wijse.  Vurder 
mer^  eft  id  so  geuille,  dat  yemand  van  vns  an  beyden  syden  vorscreuen  mit 
yemende  vmme  des  anderen  willen  to  vnwillen  edder  to  kryge  qweme,  so 
schal  doch  de  eyne  syde  sik  nicht  affzonen  ane  der  anderen  willen,  vnde  eft 
in  dem  vorbenomeden  denste  edder  hulpe  yemand  an  beyden  syden  vorge- 
screuen schaden  neme,  den  schal  yewelik  syde  suluen  dregen.  Vorlmer,  so 
scholen  alle  vndersaten  vnde  ynwonere  der  rijke  vorgescreuen  vnde  alle  des 
erbenomeden  konynges,  siner  nakomelinge  edder  der  cronen  denre  vnde 
alle,  de  se  mit  rechte  vordegedingen  mogen,  in  den  vorbenomeden  steden  vnde 
in  alien  henzesteden,  de  in  desse  tozate  komende  werden,  vnde  in  eren  hauenen 
vnde  gebeden  to  lande  vnde  to  watere  vnde  dar  wedder  vt  vor  vns  stede  vor- 
gescreuen vnde  de  vhsen  vnde  alle,  de  vmme  vnsen  willen  don  vnde  laten 
willen  vnde  scholen,  mit  eren  liue  vnde  guderen  geleydet  vnde  gheueliged 
wesen    vor    alle    wald    vnde    vnrecht.      Vnde    des    gelykes    scholen    ok    geleydet 


526  1423.     Jun.  15. 

vnde  geueliget  wesen  alie  borgere  vnde  inwonere  der  stede  vorgescreuen  viide 
alle  de  yenne^  de  se  init  rochte  vordegedingen  rnogen,  bynnen  den  rijken  vor- 
gescreuen to  M^atere  vnde  to  lande  vnde  dar  wedder  vt  mit  erein  liue  vode 
guderen  vor  alle  de  yenne^  de  in  den  suluen  rijken  beseten  sint  edder  de  der 
vorscreuenen  cronen  horsani  plichtich  sint^  doch  so  dat  eyn  yewelik  to  der 
stede,  dar  he  edder  sin  gud  komende  werd,  do,  wes  he  dar  van  recbtes 
wegen  pliclitich  is  to  donde.  Vortmer,  vppe  dat  desse  vorscreuen  erlijkevnde 
vruntlikr  tozate  vnde  vorbund  Gode  to  ioue  vnde  vns  an  beyden  sijden  to 
nutte  vnde  to  vrornen  deste  vaster  geholden  werde  vnde  bij  vuller  macht 
bliue,  so  scholen  vnde  willen  wij  an  beyden  sijden  vorgescreuen  alle  jare  in 
tokomenden  tijden  vp  vnser  leuen  Vrowen  dage  erer  bord  vnse  vulmechtigeo 
bodescop  vt  vnseni  rade  tozamende  hebben  to  Copenhauen,  vnde  scholen  dar 
laten  ouerwegen  vnde  vortsetten  vnde  vulthen  de  stucke,  dede  denen  mogen 
to  bestantnisse  desses  vorscreuenen  vorbundes  vnde  vrunthker  tozate.  Vnde 
vfes  dar  denne  mit  endracht  an  beyden  syden  gehandeld  vnde  gesloten  werd, 
dat  schal  by  vuller  macht  bliuen.  Vnde  geville  sik  dat  also  to  welker  tijd 
vppe  deme  suluen  dage  to  Copenhauene  dorch  yenigerleye  anvalles  willen,  de 
denne  vpgestan  were,  dat  yeinand  van  vns  an  beyden  syden  vorgescreuen  deme 
anderen  hulpe  ansynnende  were,  darane  schal  sik  de  zyde,  de  to  der  buipe 
denne  essched  vnde  vorsocht  werd,  bewysen  lykerwys,  eft  de  sulue  witlicbeyd 
gekundiged  vnde  gedan  were  to  der  stede,  alse  dat  hyrvore  steyd  vtgedrucked. 
Weret  ok  dat  yemend  van  den  vndersaten  edder  inwoneren  der  rijke  vorge- 
screuenen  van  den  erbenomeden  steden  edder  van  eren  borgeren  edder  inwo- 
neren, edder  ok  de  borgere  der  stede,  ere  inwonere  edder  de  eren  vorge- 
screuen van  den  vorscreuenen  rijken  edder  der  rijke  vndersaten  edder  inwoneren 
bynnen  desser  vorscreuenen  tozate  vnde  verbunde  beschediged  were  wedder 
recht,  dat  bewijslik  were,  dat  schal  eyne  yeweike  side  van  vns  beyden  deme 
beschedigeden  vprichten  vppe  deme  vorscreuen  daghe  to  Copenhauen  edder 
ok  to  danke  daraff  vornogen.  Vortmer,  scheged  dat  de  allerdorchluchtigeste 
vorstynne  vnde  vrowe,  vrowe  Philippa,  konigynne  der  rijke  Denemarken,  Sweden, 
INorwegen,  der  Wende  vnde  der  Ghoten  vnde  hertogynne  to  Pomeren,  vnse  leue 
gnedige  vrowe,  dem  erbenomeden  vnsem  gnedigem  heren  koning  Erike  vor- 
leuede,  vnde  se  denne  yemend  an  erem  lifl'gedinge,  alse  er  de  erbenoinede 
vnse  gnedige  here,  de  koning,  mede  beghaued  hadde  vnde  er  nalatende  worde, 
vorwaldede  edder  vorvnrechtede,  so  scholen  vnde  willen  wij  erbenomeden 
stede   vnde    vnse    nakomelinge    er    to    eren    rechte    behulplik    vnde     bijstendich 


1423.     Jun.  15.  527 

"wesen,    alse    wij    Iruwelikest    mogen.      Vortmer,    werot    dat    jenige   henzestode 

bouen    de,    de    hijr   beuoren    genomed   slan,    in    desser    vorscreuen    vruntliken 

tozate  wesen  wolden^  de  scholden  dat  esschen  bynnen   iare  vnde  dage  na  giPte 

desses  breues  negest    volgende,   vnde   so   scholden    se   vns    beyden    vorscreuen 

syden  dar  ere  breue  vp   bezegelen  vnde  gheuen,  dar  wij    ane   vorwared  weren, 

vnde  wij  scholden   en   ok   weddervniine    breue    gheuen,   dar    wij    ane    bekanden, 

dat  wij    se  in   de   vorscreuen    vruntliken    tozate    entfangen    hadden.      Alle  desse 

vorscreuenen  stucke  vnde  artikele  samentlyken   vnde  eyn   islik  besunderen  loue 

wij  Erik,  koning  vnde  hertoge    vorbenonied,    vor    vns    vnde    vnse    nakonielinge, 

koninghe,  na  rade  vnde  vulborde  vnses  erlyken   rades^  an    de    eyne    syde,    alse 

hyr  nascreuen   steyd,   bij    vnser  koniglyken    warheyd,    vnde   wij    borgermestere 

vnde  radmanne  der  stede    Lubeke,   Rozstok,  Stralessund,    Wysmer,    Luneborch, 

Grypeswold    vnde    Ancleni     vor    vns     vnde    vnse    nakomelinge^     vnse     borgere, 

iuwonere  vnde  menheyde,  an  de  anderen  syden,   bij   guden   truwen   vnde  louen 

stede,   vast  vnde  vnuorbroken    to    holdende    to    ewijgen    tyden    sunder    argelist. 

Vnde    desse    vorscreuen    vruntlike   tozate    vnde    vorbund    enscholen     nynerleye 

breuen   edder  priuilegien,  de  vnser  eyne  vorscreuen   syde  der   anderen   touoren 

besegeld  heft,  to  uoruange  edder  to  schaden  sin.    Desses  to  tuchnisse  so  hebbe 

wij    Erik,  konig    vnde    hertoge    vorbenonied,    vor    vns    vnde    vnse    nakomelinge, 

koninge,  rijke  vnde  vndersaten  vorgescreuen,  an  de  eyne  sijde,  vnse  maiestaten 

''Jgesegel,  vnde  wij    borgermestere    vnde    radmanne    erbenomed    vor    vns    vnde 

^nse    nakomelinge,    borgere,    inwonere    vnde    menheyde,    an    de    andere    syde, 

^'^ser  stede  ingeseghele  mit  vnsen  willen  vnde  rechter   wetenheyd    vor   dessen 

"''efF  laten    hengen,    de   ghegeuen    is   to    Copenhauen,    na  Codes   bord    verteyn- 

"Underd    vnde    dar    na    in    dem    drevndetwintigesten    iare,    vppe    den    dach    der 

"'Igen  mertelere  Viti    et  Modesti.      Vnde    vmme    merer   zekerheyd   vnde   vaster 

^orwaringe  willen  aller  vorscreuenen  stucke  vnde  vppe  dat  se  alle  zamentlyken 

^'ide  besunderen   deste    truwelyker   gheholden    werden    vnde    bestentlik   bliuen, 

^^     bekennen    vnde    betugen    in    dessem    suluen    breue    wij    Petrus    Lucke    vnde 

^^hannes     Haqwini,     van     Codes     vnde     des     peuestliken     stoles     gnaden      to 

^^inden    vnde   to  Vpsale    ertzebischope,    Johannes    to   Roskilde,    des    rijkes    to 

^enemarken  ouerste    kentzeler,    Kanutus   to    Linkoping,    Boetius    to    Arehusen, 

^5iffno    to   Odenzee,    Cristiernus    to    Rijpe,    Lago    to    Wiborch,    Brunolphus    to 

Schare,     Arnoldus    to    Strengnisse,    Johannes    to    Anslo,    Antbernus    to    Hamer 

vnde  Thomas    to    Orkenoy    bisschope,    vnde    wij    greue   Hans    van    Nougarden, 

Aouedman  to  Crypesholm,  Andres  Jepson,  houemester,  houetman  to  Traneker, 


528  1423.     Jun.  15. 

vnde  to  Rauensborcl^  Prydbern  van  Pudbusch,  Algud  Magniisson  to  Nycopinge 
in  Zweden,  Erik  Crurnmendyk  to  Aleholm,  Axel  Petersson  to  Wartberch,  Swen 
Slure  to  Suiidholin^  Byorn  Olauesson  van  Esschenberch,  Erik  Nielsson  to  Rype, 
Trut  Hasse  to  Gotlande,  Yons  Grym   to  Linthohn,  Nicless  Godstaffson,  la[u]gman 
in    Vplande,  Nicies  Ernglisson,  ld[u]gman   in    Zudermanneland.,    Knut    Odessoo, 
Godstaff  Magnusson.  la[u]gman  in   Westergodlande^  Godschalk  Bentsson,  Bene- 
dictus     Pocgewisch     to     Alande,     Hinrik     Knuttesson     to     Hildersleff,    IMerteo 
Jonsson    to    Flensborch,    Anders    Niclesson    to    Copenhauen.    Eler   Ronnowe  to 
Lundenes,  Peter  Magnusson  to  Calflfo    houetlude,  Oleff  Stichsson,    Otto  vainme 
Knope,  Jons  Zwarte.    Schoning,  Sture  Algudsson.,  Erik  Petersson  van  Agbarden, 
rittere,  Ywen  Vos,    des  rijkes    to    Denemarken    zakerichter,    Hans   Cropelin  to 
dem    Stokholme,    Steen    Basse   to    Nuborch,    Henneke   Bekeman   tho   Axewold, 
Erik  Erikesson   to  Alborch,    Jons  Laurensson   to  Lal^zekoping,  Clawes  Jonsson 
to  Coldinge,  Peter  Lucke  to  Thordorp,  Tymme  Yonsson    to   Akersshus,  Albert 
Budelsbach    to   Bahusen,    Jacob  Brunimele  to  Werdingborcb,    (Johan)    Rutbeck 
to  Helsingborch,    Gherd  Bruseke    to   Nuecoping  in   Valster^   Bent  Konigxiiiarke 
to  Calnieren    houedlude,    vnde  Karl    Bunde,^    riddere   vnde   manne  vnses   erbe- 
nomeden    gnedigen    heren    koning    Erikes,     dat    alle    desse    vorscreuen    stucke 
vnde  articule  zarnentliken  vnde  eyn  islik  besunderen  in  alter  wijse,   alse  se  in 
dessein    breue   hijrvore   vtgedrucked    stan^   niit    vnsser  aller  vnde    eynes  isiikes 
willen  vnde  vulborde  vnde  na  vnseni  rade  vnde  hete  schen    sint^   vnde   hebben 
des  to  merer   tnchnisse   der  warheyd   vnse   ingesegel    init   wolbedachtein   mode 
gudMrillichlyken  vnde  mit  rechter  wetenheyd  heten  hengen  vor  dessen  breff,  an 
der  stede,  iare  vnde  dage,  alse  hijr  vorscreuen  steyd. 

Nach  einer  unhtglauhigten  gleichzeitigen  Abschrift. 


Albrecht  V.,  Uerzog  von  Mecklenburg,  verwendet  sich   bei  dem  Rathe  von  Libeck 
fur  den  zahlungsunfdhigen  Ernst  von  Ditten.     1423.     Jul  id. 

Albertus^  Dei  gracia  Swecie  et  Norwegie  regnoruin 
verus  heres  et  dux  Magnopolensis,  comes  Zwerinensis. 

Vnse  gunst  vnd  allent  wes  wy  gudes  vormoghen  tovorn.    Leuen  bo^gbe^ 
mestere    vnde    raetman.      Wy    bidden    mit    gantzeme    flyte    Fruntliken,   dat  gj 

1)  Die  Zeugenreiho  cnthftlt  sowobl  in  der  hier  zum  Grunde  gelegten  Abschrift  als  aach  in  dtta  Abdrtok 
bei  Hvitfeld  vielc  Irrthflmer.  8ie  ist  durch  eine  gefftllige  Mittbeilung  des  Herm  Confereosrath  Wegeaer  ia 
CopeDhagon  ricbtig  gestellt. 


1423.    Jul.  14.  529 

Ernste  van  Dytten  enen  ende  wolden  vore  setten^)  den  he  aflanghen  kunde. 
Weret  dat  he  nyns  ende  mif  iw  ramen  kunde,  dat  gy  em  denne  vmine  vnser 
bede  willen  eyn  ^swyghent  wolden  gheuen^  alse  gy  alderlenghest  konen,  wente 
he  nicbt  gheuen  kan,  zo  gy  suluen  iijchte  wol  iruaren  hebben.  Leuen  borger- 
mestere  vnde  ratmanne,  bewyset  vns  hir  willen  ane,  dat  wille  wy  teghen 
iw  wedder  vorsculden  an  deme  ghelyke  edder  an  enerne  groteren.  Sijt 
Gode  beualen.  Screuen  to  Rene,  des  anderen  daghes  na  sunte  Margareten 
daghe,  vnder  vnseme  secrete,  M®  CCCC  XXIIR 

Aufschrifti     Den     ersamen     borgermestern     vnde     ratmannen     der    stad 
Lubeke,  vnsen  leuen  besunderghen,  gescreuen.  , 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  au/gedrUckte  Siegel  ist  grosatentheila  abgesprungen. 


Suhne  wegen  Todtschlags.     1423.     Jul  15. 

s 

r etrus  Soueken  impetebat  Marquardum  Brande,  pistorem  in  den  VifiF- 
husen,  pro  interfectione  Johannis  Soueken,  patris  prefati  Petri.  Tamen  per 
dominos  Conradum  Brekewolt  et  Hinricum  Rapesuluer  dicte  partes  amicabiliter 
concordati  sunt,  ita  quod  dictus  Petrus  erat  contentus,  vnde  dictus  Petrus 
nomine  sui  et  omnium  aliorum  heredum  causa  dicte  interfectionis  Johannis 
Soueken  piefatum  Marquardum  Brande  cum  suis  heredibus  pretextu  illius 
penitus  dimisit  ab  omni  ulteriori   monicione  seu  inpeticione  quitum  et  solutum. ' 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbtichs  vom  J,  1423,  Div,  Apost 


Die  in  Lubeck  versammelten  Sendehoien  der  Hansestddte  benachrichtigen  den  Rath 
von  Stralsundy  dass  in  London  Hansische  Kaufleute  gefangen  gesetzt  seierij 
und  ersuchen  ihn^  soweit  sein  Einjluss  reiche,  englische  Kaufleute  ins 
Gefdngniss  zu  bringen  und  ihre  Outer  mit  Beschlag  zu  belegen.  1423. 
Jul.  22. 

Vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vurmogen  touoren.    Ersamen  leuen 
vrundes.    De  copman  uan  Brugge  in   Vlanderen  wesende  hebben  vns  gescreuen 

I)  Die  Sache  ist  nachher  noch  einmal  zur  Verhandlung  gekommen.  Nach  einer  Inscription  Tom  8,  Decbr. 
{Cone.  Mar.)  1423  griff  Peter  Soveken  den  Marqaard  Brand  wegen  der  Tttdtang  seines  Vaters  nochmals  an,  gab 
indessen  auf  Znreden  der  beiden  Bfirgeimeister  Brekewolt  and  Rapesolver  nochmals  die  Erklftrung  ab,  dass  er 
beiriedigt  sei. 

67 


530  1425.     Jul.  22. 

in  ererii  breue,  wo  dat  de  heren  uan  des  koninges  rade  van  Engelant  eyn 
merklik  erlik  deel  van  dem  gemenen  copmanne  uan  der  Dutschen  henze  to 
Lunden  in  Engeland  wesende  van  den  ouersten  hebben  d5n  in  vengknisse 
leggen,  vmme  dat  de  copman  dar  nicht  en  wil  vtgeuen  sodanne  vnwontlike 
custume,  alse,de  vorscreuen  heren  uan  en  boiien  ere  priuilegien  vnde  ?rig- 
heiden  begherende  syn  to  hebbende,  vnde  de  copman  des  nicht  mene  to  doode 
sunder  todond  vnde  vulbort  der  stede,  so  gi  dat  in  auescriften  des  copmaos 
uan  Brugge  breue  hirinne  versloten  clarliken  wol  vornemende  werden,  ok 
bringer  desses  breues  vth  Engeland  komende  iuwer  leuen  vterliker  darvao 
wol  berichten  vnd  vnderwisen  mach  etc.  Vnde  wante  nu,  leuen  vrundes,  wij 
desse  zaken  ouerwegen  vnde  enes  gedragen  hebben,  dat  vns  duncket  wol  van 
noden  syn,  dat  men  den  copman  vth  Engeland  myt  eren  guderen  bynnen  iuwer 
Stat  wesende  vnde  dar  vmmelangk  der  geliken  wedder  vpholde^  [vnd]  hir 
vmme  is  vnse  meninge  vnd  begheren  myt  vlite  to  bestellende^  dat  myt  iii 
bynnen  iuwer  stat  vnde  anders,  wor  gi  dat  vormogen,  de  Engelsche  copmaD 
in  vengknisse  gebracht  werde  vnde  sunderliken  ere  gudere  in  rostement  vnde 
vorwaringe  komen,  zo  lange  dat  men  gewar  werden  moghe^  wo  se  yd  in 
Engeland  myt  vnsem  copmanne  vnde  eren  guderen  holden  willen.  Vorder, 
leuen  vrundes,  zo  serine  wij  desser  geliken  ok  an  den  heren  homeister  io 
Prutzen,  de  uan  Dantzke  vnd  den  getnenen  steden  des  landes  to  Prutzen,  le 
vruntliken  biddende,  dat  ze  yd  myt  den  Engelschen  copluden  vnde  erea 
guderen  bestellen  vnde  holden  willen,  so  vorscreuen  is.  Leuen  vrundes,  iow 
willich  hirynne  to  bewisende,  vorschulde  wij  alle  tijd  gerne,  wor  wij  niogen, 
vnde  des  wij  begeren  iuwes  vnvortogerden  antwerdes.  Gode  almechtich  sijd 
beuolen.  Screuen  in  sunte  Marien  Magdalenen  daghe,  vnder  der  lian  Lubeke 
secret,  des  wij  radessendeboden  me.de  brukende  syn  to  desser  tijd,  anno 
etc.  XXXIIP. 

Radessendeboden  der  gemenen  stede 
uan  der  .  Duetschen  henze  nu  byn- 
nen Lubeke  to  dage  vergaddert  vnde 
de  rat  to  Lubeke. 

Aufschrift:     Honorabilibus    et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
et  consulibus  Stralessundensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Nach  dem  Original  im  Rathaarchiv  zu  StraUund, 


i 


1423.    Jul.  25.  531 

DXXTIl. 

Mm  geraubtes,  von  dem  Eigenthumer  loiedererworbenes  Schiff.    1423.    Jul.  25. 

JSicolaus  Olauesson  de  Abo^  nauta,  coram  libro  recognouit,  se  dimisisse 
Jobannern  Brand,  nautam,  ex  parte  inpeticionis  quedam  nauis  dicto  Nicolao 
appertinens  per  raptores  in  marispoliata  et  ad  Kylonem  deducta^  quern  nauem 
tannen  dictus  Johannes  Brand  ab  ipsis  spoliatoribus  e  conuerso  emebat.  Vnde 
dictus  Nicolaus  cum  suis  heredibus  prefatum  Johannem  Brand  et  suos  heredes 
pretextu  illius  ab  omni  alia  monicione  seu  inpeticione  dimisit  penitus  quitum 
et     solutum. 

Nach  einer  Inscription  des  Siederstadthuchs  vom  •/.  1423y  Jacobi. 

V&ryfandung  von   Renten   aus    den   Dor  fern    Torriesdorf   und  Prohnstorf.     1423. 
Aug.  10. 

1. 

Dominus  Jordanus  Plescawe^   proconsul   ciuitatis   Lubicensis^    pro    se    et 

suis  heredibus  coram  libro    recognouit,    se   vendidisse   communibus   vicariis    in 

p^i"rochiali  ecclesia  beate  virginis   Marie    in    ciuitate  Lubicensi    XVI    marcarum 

lub.  den.  redditus  perpetuos  in  et  de  villa    sua  Vi(c)toriestorpe   juxta    tenorem 

vnius  apperte    littere    super  hoc   sigillate,    quam    dicti    domini    vicarii    habent. 

'I'siiTien  prefatus  dominus  Jordanus  et  sui  heredes  obtinuerunt  sibi  reenipcionem 

dictorum  reddituum  pro  tali  summa,  sicut  in  prefata  littera  sigillata  continetur; 

^d    hoc  dicti  domini    vicarii   coram   libro    adhibuerunt    et    dederunt   suum    con- 

^^nsum  et  voluntatem.     Insuper  antedicti  domini   vicarii    recognouerunt:    si   in 

^icto   libro    plures    scripture    reperiuntur    super    prefatis    redditibus   et    litteris, 

^^les  aut  talis  debent«cancellari   et  nullius  esse  et  invalide. 

Durchstiichen  mit  der  Bemerkung:  Jussu  domini  Johannis  Swager  et 
^ortiini  Hermanni  Louenberch  ex  parte  communium  vicariorum  prefatorum 
^^'etum  anno  XXVI,  Cecilie. 

2. 

Dominus  Jordanus  Plescawe,  proconsul  ciuitatis  Lubicensis,  coram  libro 

^^Cognouit,  se  et  suos  heredes  teneri  Gerrardo  Salmenstene  et   suis  heredibus 

^^^   IF  marcis  lub.    den.,    pro    quibus   dominus    Jordanus   aut   sui    heredes    dicto 

^^Prardo   dare    debebunt    perpetuos    redditus,   singulis  annis   XVI   marcas   lub. 


532  1423.    Aug.  10. 

den.  de  prompcioribus  ipsorum  bonis  et  redditibus  in  et  de  villa  Pronstorpe, 
super  quolibet  festo  natiuitatis  Christi  rnedietatem  et  super  quolibet  Festo 
natiuitatis  sancti  Johannis  Baptiste  subsequens  arnicabiliter  et  expedite  per- 
soluendas.  Tamen  dicti  dominus  Jordanus  et  sui  heredes  obtinuerunt  sibi 
reenipcionein  prefatorum  reddituum  pro  sunnrna  antedicta^  quando  hoc  dicto 
Gerrardo  aut  suis  heredibus  per  quartale  vnius  anni  ante  predixerint. 

Nach  ztoei  Inscriptionen  des  Niederstadtbucha  vom  J.  1423,  Laurentii. 


Werth  verschiedener  Goldmunzen.     1423.     Aug.  10. 

lidemannus  Kuken  coram  libro  recognouit^  se  vendidisse    Wilheimo   et 
Hilgero  fratribus  dictis  de  Schonewedere  VI^  marcas  swedesch  den.  abawcensium, 
quas  subleuare  debebunt  a  Nicolao  Ludekens^    aduocato   in   Abo^    et    post    per- 
cepcioneni  dictarurn  VI^  inarcaruni    swedensiuni    per   quartale   vnius   anni    sub- 
sequens Wilhelrnus  et  Hilgerus    aut   eorum    heredos    persoluere   debebunt   pre- 
scripto  Tidemanno  Kuken,  Angneti,   sue   sorori,   et   eorum   heredibus   III^  mrc. 
et  XLII  mrc.  lub.  cum  XIII  sol.  lub.  den.  cum   tali  pagimento,  sicut  exnunc  in 
ciuitate  Lubicensi  transeat,  videlicet  florenus  lubicensis  pro  XX  solidis,  florenus 
renensis   pro  XVI  solidis/   florenus  arnemiensis  signatus   pro   XIIU  solidis  lub. 
den.      PreFati     Wilheimus     et    Hilgerus     cum     eorum     heredibus     promiserunt 
coniuncta  manu,  dictam   solucionem    Tydemanno    Kuken,    Angneti,    sorori   sue, 
et    eorum    heredibus   amicabiliter    in    termino    antedicto    firmiter    obseruare  et 
Facere    absque   dilacione   ulteriori. 

Durchstrichen  als  Zeicheriy  dass  die  Zahlung  geleistet  ist. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbucha  vom  J,  1423,  Laurentii. 


Heinrich  Sevenmark  in  Cordshagen  gieht  seine  Eimvilligung  dazuj  dass  seine 
Schwester  Adelheid  ihr  und  sein  games  Vermogen  mit  Ausnahme  wm 
10  m^  fUr  ihr  Seelenheil  oder  zu  andern  Zwecken  verwende.  1423. 
Aug.  22. 

Hinricus    Seuenmark,    villicus   in    Cordeshagen,   coram    consilio    et  hoc 
libro  recognouit,   quod   esset   de   sua    bona   voluntate,   quod  Taleke,   sorer  sua    i 

1)  U22,  Corp.  Chr.  (Jan.  11.),  wird  fttr  eine   aaf  der    Frankfurter  Messe   sn  leUtende  Zahlung  der  Weitb 
des  rheinisohen  Quldens  auf  15  Schill.  bestimmt. 


1423.     Aug.  22.  535 

legitima,  omnia  eorum  bona  potest  dare  pro  sua  anima^  suisque  amicis  et 
prouisoribus  aut  aliis  quibuscunque  absque  sui  suorumque  heredurn  contra- 
dictione,  hoc  velit  antedictus  Hinricus  et  sui  heredes  debent  inviolabiliter 
seruare  et  tenere,  exceptis  tamen  X  marcis  lub.  den.,  que  prouisores  dicte 
Taleken  Hinrico  antedicto  dare  debebunt. 

Eine  hinzuge/ugte  Bemerkung  giebt  an,  dass  Heinr.    Sevenmark  diese  iO  m^ 
erhalten  habe. 

Nixch  einer  Inscription  dea  Niedersiadtltuchs  vom  J,  1423,  Timothei. 


Der  Rath  von  Luneburg  druckt  dem  Rathe  von  Lubeck  seine  Zweifel  aus,  ob  sein 
Ausspruch  m  einer  getstlichen  ISache  rechtliche  Wirkung  haben  werde^  und 
schreibt  zugleich  liber  Miinzverhaltnisse.     1423.     Aug.  23. 

Vnsen  vruntliken  denst  touorn.  Ersamen  heren,  besunderen  leuen 
vrunde.  Alse  gi  vns  scriuen,  wu  mester  Hinric  Bodonis  ansprake  to  iw  vnde 
den  van  Hamborg  niene  to  hebbende,  begerende,  dat  wij  iuwer  vnde  der  van 
Haniborg  tegen  den  erbenonieden  rnester  Hinrik  na  clage  vnde  antvi^erde 
willen  mechtich  sin  to  eren,  to  rechte  etc.,  dat  hebbe  wij  wol  vornomen. 
Vnde.  leuen  vrunde,  wor  wij  iuwer  ersainheid  ienewijs  to  willen  wesen  mochten, 
dat  dede  wij  gerne  mit  gantzeni  flite,  men  alse  wij  van  der  materien  desser 
zake  hern  Hinrich  Bodonis  eer  gehored  hebben  vnde  de  vornemen,  so  ist  se 
geistlik,  vnde  wan  wij  erne  ichles  in  rechte  toseden,  dat  em  nicht  behagede, 
edder  wo  dat  denne  geuelle,  so  vruchte  wij,  dat  he  des  nicht  en  helde  noch 
hoiden  dorfte,  id  en  were  sin  gude  wille,  vnde  beuaren,  eft  wol  her  Bodonis 
des  ok  by  vns  bieue,  alse  wij  nicht  en  weten,  wat  he  don  wil,  dat  id  gik 
vmme  vorgerorder  sake  willen  vnbehulplik  were.  Ok  so  wete  gi  wol,  dat  wij 
vns  er  darmede  beworen  hebben  vnde  enkonden  ene  nicht  to  degedingen 
bringen,  noch  siner  wiser  werden,  wat  he  don  efte  laten  wolde.  Doch  wille 
wy  vmme  iuwer  leue  willen,  gerne  bodeschop  an  ene  don,  eft  wy  ene  wor 
vorvreschen  konnen,  vnde  willen  dat  ok  gerne  van  iuwer  wegen  nasecgen,  wo 
gi  jw  desses  vorbeden  vnde  vorboden  hebben.  Vortmer^  alse  gi  scriuen  in 
der  ingeslotenen  cedulen  iuwes  breues,  wan  wij  willen  anheuen  to  slande 
sodaner  penninge,  der  gi  vns  nelkest  twe  in  iuwem  breue  sanden^  darvp 
begere  wij  iw  weten,  dat  vnse  munter  sodane  penninge  nicht  slan  wil,  vnd 
nvan   he  de  slan  S(  holde,  so  sloge  he  sine  vorlust,  vnd    ok    dat   me    dat  suluer 


na  sodanem  slage  viiune  VI}  mark  kopen  scholde  etc  .,  wete  gi,  leuen  vrunde, 
woi^  dat  me  dat  suluer  durer  koFt^  alse  gi  dat  dagelikes  wol  irfared.  Gode 
sijt  beualen.  Screuen  vnder  vnsem  secrete.  Screuen  des  auendes  sunte  Bar- 
tholomei,  anno  etc.  XXIII. 

Consules  Luneborgenses. 

Aufschrift:  Coniinendabilibus    et  circunispectis  viris,   dominis  proconsuli- 
bus  et  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Daa  avfgedruckt  yevoesene  Siegel  iat  gdmlich  abgeapr  ungen. 


Burgen-  und  Dachding  auftragen  einer   Wittwe.     1423.     Axig.  24.^ 

Aatherina^  relicta  Johannis  Luneborges  bone  memorie,  coram  consilio 
mediante  suo  corporali  juramento  sibi  a  consilio  adiudicato  probando  docuit^ 
quod  nichil  aliud  haberet,  quam  vestes,  in  quibus  presens  consuiatui  comparuit. 
de  bonis  premortui  sui  mariti  Johannis.  Vnde  domini  consules  decreuerunt^ 
earn  ab  impetitione  creditorum  dicti  sui  mariti   penitus  esse  quitam  et  solutam  . 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederatadtbucha  vom  J.  1423,  BarthoL 


Der  Rath  von  Luneburg  ersucht  den  Rath  von  Liibeck  um  dessen  Hulfe  in  seinerw^ 
Irrungen  mit  den  Burgmannen  von  Horneburg.     1423.     Sept   6. 

\  nsen  vruntliken  denst  touorn.  Ersamen  heren,  besunderen  leuei 
vrunde.  Wij  clagen  jw  swarliken  ouer  de  borchmanne  to  Horneborg^  dat  si 
vnde  ere  hulpere  vns  vnde  de  vnse  gebrand,  geroued,  de  vnse  geuangen  vndi 
en  ere  haue  genomen  hebbet  vnuorwared  erer  ere  vnd  alse  wij  mit  en  mer  ^ 
alle  gud  vnde  gude  handelinge  wisten.  dar  wij  en  suluen  vmme  gescreuer^'"'^ 
hebbet^  dat  wij  vns  des  gerne  mit  en  in  rechte  wolden  irscheden  laten^i  wei 
se  vns  dat  mit  eren  mochten  gedan  hebben  edder  nicht,  dar  schole  ere  eghen( 
here,  vnse  gnedige  here  van  Bremen,  vnd  andere  vnse  heren  vnd  vrundt 
vnser  wol  mechtich  to  wesen,  dat  vns  nicht  helpen  mach  vnde  wij  en  konnei 
des    nicht    van    en    vorvragen,    wer    se    vns    darvmme   to    den    eren    antwordetf 

1)  Vgl.  Hd    V  .^9  346.     Kiiio  glciche  Erkl&rung  findet  sick  1428,  Oct   9.  (Dioiiysii),  aufgexoichnet  als  abge-^ 
gobco  von  Wobbcko,  Ehcfrau  des  lluinrich  Brand. 


1423.     Sept.  6.  535 

iilen.  Bidde  wij  iw,  besunderen  leuen  vrunde,  dat  gi  vns  vnde  de  vnse 
y^^em  de  vorbenomeden  borchmanne  vorbidden  willen,  dat  se  vns  don  vnd 
rm  «nien  van  vns  wedder,  des  vnser  eyn  denri  andern  van  ere  vnd  rechtes  wegen 
f>ftichtich  sij^  vnde  willet  vns  hirane  vorb'eden,  alse  wij  des  sunderge  touorsicht 
t^:m  iw  hebben.  Dat  wille  wij  alle  tijd  gerne  vordenen.  Wes  wij  iuwer  ok 
Im  M  ]t  ane  geneten  mogen^  des  bidde  wij  iuwe  bescreuen  antwerde,  alse  vns  dat 
e  jKf^sten  werden  mach.  Gode  sijt  beualen.  Scriptum  ipso  die  beati  Magni 
arm  artiris^  nostro  sub  secreto,  anno  etc.   XXIII. 

Consules  Luneborgenses. 

Aufschrtft:    Commendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
e^     consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.      Das  aufyedruckte  Siegel  ist  grosstentheils  erkalten. 


Verabfolgung  etner  Erbschaft  in  das  Herzogthum  Berg.     1423.     Sept  14. 

Johannes  van  dem  Bokele,  tamquam   procurator  omnium   heredum  Hin- 

ri  c^i  van  der  Bruggen^  portans  litteram   respectivalem  a  consulibus  de  Roden  vor 

d^m  wolde  in  ducatu   Montensi   situato   modice    valoris,    tamen    p^r   caucionem 

^t:      fideiussionem    Tidemanni    Brekeluelde    et    SifFridi    Veckinghusen    super    hoc 

d*^  minis    consulibus    facte,    sicut    in    presenti    libro    de    anno    etc.    CCCCXXI1I% 

^^censionis  Domini,^   clarius   continetur   vna   scriptura,    que   incipit:    Johannes 

^^  ri  dem    Bokele    etc.,    pro    assequendo    herescindii    bona    per    mortem    prefati 

H^nrici    van    der    Bruggen    derelicta.      Vnde   dictus   Johannes   van    dem  Bokele 

^^ram  consilio  et  hoc   libro  recognouit,    se   esse  de    prefatis    herescindii    bonis 

^^  tisfacturum    per    Hinricum    vam    Orde,    Tydemannum    Brekeluelde,   Hinricum 

^^ti    der    Beke    et    Hildebrandum    Veckinghusen,    prouisores    antedicti    Hinrici 

^^  n  der  Bruggen,  propter  quod  idem  Johannes  van  dem  Bokel  cum  suis  here- 


K 


1)  Die  iDscbrift  lautet :    Johannes  van  dem  Bokel,  portans  litteram  respectivalem   a  oonsilio   van  Rode  vor 

^^^  wolde  in  ducatu  Montensi  situato  pro  assequendis  quibusdam  derelicta  bona  herescindii   per  mortem  Hinrici 

^^    der  Bruggen,  que  littera  tamen   non   fuit  sufBciens.      Dictus   tamen   Johannes   van   dem   Bokel  per   dominos 

^^^oles   md  possessionem  prefatorum   derelictorum  herescindii  bouorum    antedicti   Hinrici   van    der   Bruggen   fuit 

^^^^issus,  que  ipse  eciam   integraliter  subleuabit  in    domibus,  utencilijs,  clenodiis  et  alijs   rebus.     Vnde  Siffridus 

^^^^nghnsen   et   Tidemannus  Brekeluelde  cum   eorum  heredlbus   coniuncta  manu   promiserunt,  dominos  consules 

P^^t«xta  illius  penitus  ab  omni  defectu  indempnes  preseruare. 

Insuper  Johannes  van  dem   Bokel  cum  suis  heredlbus  ulterius  promisit,   se  velle  et   debere  Siffridnm 
^^ckinghusen,   Tidemannum  Brekeluelde  cum   eorum  heredlbus  preteztu  prefate  fideiussionifl  ab  alteriorl   defectu 


5^  1423.     Sept.  14. 

dibus  et  procuratorio  nomine,  ut  supra,  omnium  aliorum  heredum  Hinrici  van 
der  Bruggen  prefatos  prouisores  cum  eorum  heredibus  pretextu  illius  penittts 
dimisit  ab  omni  ulteriori   monicione  seu   inpeticione  quitum  et  sotutum. 

Insuper  dictus  Johannes  van  dem  Bokel  cum  suis  heredibus  proroisit, 
se  velle  et  debere  antedictos  prouisores  et  eorom  heredes  stare  pro  ulteriori 
defectu  et  ipsos  pretextu  illius  indempnes  preseruare. 

Nach  einer  Inscription  des  Niciltratadtbuchs  vom  J,  1^3,  B^alL  cnteis. 


Henning  Stafhorst  bekennt,  wegen  seiner  Anspruche  an  die  bet  der  Gefangennehrmnj 
des  Reymar  von  Plesse  gemachte  Beute  von  dem  Lubeckischen  VojU 
befriedigt  zu  sein.     1423.     Sept.  18. 

Ik  Heimyngk  Stafhorst.  Bekenne  vnd  betughe  openbaer  an  desseiD 
breue,  dat  ik  hebbe  vorlaten  vnd  vorlate  de  eerzamen  heren,  borghermestere 
vnd  raettnanne  der  stede  Lubeke  vnd  Hamborch,  vnd  all  de  eren  van  maninge 
vnd  tosprake,  de  ik  hadde  vnd  hebben  mochte  van  der  schicht  weghen^  do 
Reymer  van  Plesse  vnd  de  Rere  vnd  de  van  dem  Crughe  mit  eren  hulperen 
grepen  worden,  dar  ik  do  mit  mynen  hulperen  mede  was,  vnd  des  anualles 
mynes  vnd  der  mynen  deles,  des  daraf  b'&ren  mochte,  heft  mi  Helmolt  van 
Plesse,  voghet  to  Lubeke,  van  erer  aller  weghen  ene  vullekomen  nugbe  vmme 
dan  vnd  maket  [heft]  to  danke^  dar  ik  see  quyd  vnd  loos  aue  late.  Oes  to 
tuchnisse  so  hebbe  ik  myn  ingheseghel  mit  witscop  an  dessen  breff  hengeo 
laten  na  der  bort  Cristi  veerteynhundert  jare  an  dem  dre  vnd  twintigesten 
jare,  darna  des  sonauendes  an  der  Qu^^^^'^^'^P^re  negest  vor  sunte  Michele. 

Nach  dem  Original,  Das  Siegel  ist  vom  Siegelhande  gelost,  lifgt  indesfen  wohlerhalten  bei  der  Vrknk' 
Ea  ist  rundy  2*/jo  Ctm.  Ein  stehender  Schiid  mit  einem  schrdgrechten  Querbalken  idsst  die  drei  danij- 
liegenden  Oegerstdnde  nicht  mehr  deutlich  erkennen.    Von  der  Umschri/t  ist  deutiich:  .S'        S^HFIlOBS^' 


Erich  v.,  Herzog  von  Sachsen-Lauenburg ,  bestdtigt  den  Verkauf  einer  Rente  von 
48  m^  aus  den  Dorfern  Abbendorf  (Juliusburg)^  Thamen  und  Kruhpa 
fur  600  in^  abseiten  des  Hariwich  Schacke  an  die  Vicar e  der  Mari^^ 
Kirche  unter  Vorbehalt  des  RUckkaufs  sowohl  fur  sich  und  seine  Erhdfi 
als  auch  fur  Hariwich  Schacke  und  dessen  Erben.     1423.     SepL  28. 

in   Godes  namen    amen.      Wij    Erik,    van    dessuluen    gnaden    hertoge  to 
Sassen,  to  Engheren  vnde  Westualen,  vnde  des  Romeschen  rikes  ertzemarschalk 


1423.     Sept.  28.  S37 

Doen  wytlik  in    desme    breue    openbai^e    betugende    vor    alle    den    ghennen^    de 

enne  seen  edder  horen  lesen.    dat   vor    vns    vnde    vnseme    rade    wesende    vnse 

leue  getruwe  Hartwich  Scbacke  vnde  heft  openbaret,   wo  he   vnde    syne   eruen 

redeliken    vnde    rechtliken    vorkoft    hebben    vnde  vpgelaten    den    erliken    heren, 

ghemenen  vicariesen    in    vnser  Vrowen   kerken    to    Lubek,  vnde   eren    nakome- 

lingen    achlevndevertich     mark     ewigher    jarliker    renthe    lubescher    pennynge 

vor   seshundert  mark  lub.,  de   se  em  to  syner  noghe  wol  ghetellet  vnde  betalet 

hc^bben    by    em    entfanghen,  alse  he   vor   vns   bekande^    tho   betalende   alle   yar 

deiisuluen    heren    vnde    eren    nakomelingen    de    vorescreuen    achtevndevertich 

mark  renthe  in  ener  sunimen  vppe  sunte  Martijns  des   hilgen  bisschopes  dach 

stiiider  vortogheringe    bynnen  der  stad   Lubek  wol  to  danke  vnde   vmbeworren, 

touoren  vor  aller  renthe,  in  vnde  vth  den  gantzen  dren  dorperen  vnde  guderen 

to    Abbendorpe,   to   Thomen    vnde    to    Krukowe,    belegen    in    deme    kerspele    to 

Guizowe  des  stichtes  to  Razeborgh^  mit   alien   dersuluen   gudere   tobehoringen, 

alse  se  in    eren    enden    vnde    landscheden    begrepen     synd,    id    sy    beweghelik 

offte    vmbeweghelik,     ghebuwet     offte     vngebuwet,     droghe    edder    nat,    vnde 

slichtes  myt   alleme  rechte    vnde  richte,   genete   vnde   vrygheid,   alse  de    opene 

besegelde  brefF,    den   Hartwich    Schacke    vorbenomed    myt   sijnen    medeloueren 

<l^n  vorescreuenen  heren  vppe  den   koep  gegeuen  hefft,  clarliken  vtwyset  vnde 

b^tuget.    Hijrvmme  wille  wy  hertoge  Erik  erbenomed  vor  vns,  vnse  eruen  vnde 

vor  vnse  nakomelinge  dessen  koep   vnde  alle  artikele  des  breues,  den  Hartwich 

Scliacke    vorgenomed    mit    synen     borgen    vnde    medeloueren    darvp    besegeld 

hebben,  vmme  syner  leue    willen    by    vuller    macht    holden    vnde    vnghebroken 

hebben,    vnde    wy    vulborden,    vestigen,    mechtigen,    stedigen,    beegenen   vnde 

vplaten  se  den  vorescreuenen  heren  gemenen  vicaryesen  vnde  eren  nakomelingen 

to    ewiger  vrigheyd  in  kraft  desser  scrift^  vns,  vnsen  eruen  vnde  nakomelingen 

n^it  alle    nicht   eghens   darane   to   beholdende,    behaluen    mene   landwere    vnde 

^es  dat  mene  land  deyt,  jodoch  deme  suluen  Hartwighe  vnde  synen  eruen  vnde 

vns,  vnsen  eruen  vnde  nakomelingen,  ifftet  tho  vns  queme,  den  wedderkoep  in 

clensuluen  guderen   na  hide  des  houetbreues  van  gnaden  beholden.    To  groterer 

betuchnisse  desser  vorescreuen  vnser  vulbord  vnde  bestedeghinge  is  vnse  grote 

ingeseghel    myt    vnseme    ganzen   willen,    hete    vnde   witschop    an    dessen  breff 

gebangen.      Geuen    na    Codes    bord    verteynhundert   yar   in    dem    drevndetwyn- 

ligesten  jare,  vp  sunte  Michaelis  auend  des  ertzeengeles. 

Nach  dem  Original  mit  angehdngtem  Reitersiegel  im  Koniglichen  Staatsarchiv  zu  Schieswig, 


Hans   Danneveld  ersucht  den  Rath  von  Luheckj  ihn  mit   einer  Zahlung  noch  z 
hefristm.     0.  J.  (1423?).     Vor  Sept  29. 

Mynen  willeghen  dinst  myd  vruntlikern  grute  touoren.  Leuen  gunstige 
heren  vnde  vrundes.  Alze  gij  my  hadden  manen  laten  vmme  XI  mark  pennin;^ 
myn  IIII  schilling,  des  so  hebbe  ijk  jw  ghesand  V  mark  penninge,  vnde  V"  J 
mark  myn  IIII  s.  de  schole  gij  noch  van  my  hebben.  Vnde  ik  vnde  myn^ 
borghen  bidden  juwe  vorsichticheid  myd  dinstliker  andacht,  alze  wij,  Lude^ 
Blucher,  Clawes  Braistorpe,  Hans  Weltzow  vnde  yk  Henningh  Glauatze,  dat  gi  j 
der  beyden  willen  bette  nv  to  sunte  Micheies  daghe,  so  scholen  de  wol  bereC 
werden  in  gutlicheid^  wente^  leuen  heren^  id  en  ys  myn  arghe  wille  nicht,  dm  t 
yk  se  iw  tomale  nicht  en  sende,  vnde  ik  wil  dat  alzo  gherne  holden  vnd^ 
maken,  dat  yk  yo  neen  vnrecht  jeghen  juwe  leue  vnde  vruntscop  hebben  en 
wil.  Vnde  gheuet  my  juwen  willen  vnde  eyn  swygent  bette  sunte  Michele^ 
daghe.  De  leue  God  de  mote  juw  sund  vnde  salich  bewaren  to  langhen  tijderm. 
Screuen  vnder  mynen  inghezegel. 

^    Hans  Danneuelt  to  Gharlyn, 
juwe  odmodighe  knecht. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vorsichtighen  heren  vnde  mannen,  borge«"- 
mesteren  vnde  radheren  der  stad  Lubeke,  synen  gunstigen  holden  heren 7 
gescreuen. 

Naeh  dem  Origincd  avf  Papier.     Das  aufgedruckte  Siegel  ist  gdmlich  abgesprungen, 

Heinrich  Grevensten  bekennt  sich  zu  einer  Schuld  von  30  m^  gegen  den  Rath  w>^ 
Liibeck  wegen  seiner  Loslassung  axis  der  Gefangenschaft  und  verspricM 
sie  ndchste  Ostern  zu  bezahlen,  unter  Bilrgschaft  des  Hans  Wardenberff* 
1423.     Oct.  6. 

(Der  Wortlaut  ist  mut.  mut.  wie  No.  479.)  Gegeuen  vnde  gescreueo  i*^ 
den  jaren  vnses  Heren  dusent  veerhundert  drevndetvvintich,  des  middeweker»* 
vor  Dyonisii. 

Nach  dem  Original  mit  twei  anhangenden  Siegein,  Heinrich  Grevensten:  Siegel  ntnd,  S^Jiq  dm.  ^^ 
gelehntem  Schilde  eine  au/recht  stehende  Fflame  mit  kolbenformiger  BlUthe  und  seitliehen  abkoMpi^^^ 
Bldttem.     Umschri/t:     5   ^iltrtCt  O   grwenflw  Hans    Wardenberg:    Siegel  rundy  2^Uo  Of^   ^^ 

schrdg  getheilter  Sc/iiUy  dessen  hintere  Hdlfte  gerautet  ist.     Umschri/t  undeutlich. 


1423.     Oct.  6.  539 


hde  des  Heinrich  Grevensten,  geleistet  dem  Herzoge  Erich  von  Sachsen- 
Lauenburg  und  seinen  Brudeni  Bernhard  und  Otto,  so  wie  auch  den 
Rdthen  von  Lubecky  Hamburg  und  Luneburg,  unter  Burgschaft  der  Bruder 
Bernhard  und  Helmold  Rohr.     1423.     Oct  6. 

Ik  Hinrik  Grevenseen  (der  Wortlaut  ist  wie  No.  437).  Gi'geuen  vnde 
Tuen  in  den  jaren  vnses  Heren  dusent  verhundert  dreVndetwintich,  des 
ewekens  vor  Dyonisii. 

final  auf  der  Trese.     Mit  drei  anhangenden  Siegeln.    Heinrich  Grevemten   wie  No,  538.     Bernd  Rohr  wie 
No,  479,    Helmold  Rohr:     Die  vier  Spitzen  sind  querlinks  gelegU^    Umschrift:     o  ^rfmott  oo  ratf  ooa 


hde  des  Henning  Tepelink  unter  Burgschaft   des   Bitters  Heinrich  Stralendorp 
und  seines  Bruclers   Vicko.    1423.     Octbr.  6. 

Ik  Hening  Tepelink  (der  Wortlaut  ist  wie  No.  437).  Gegeuen  vnde 
Jen  na  der  bort  Christi  dusent  verhundert  drevndetwintich  jar,  des  midde- 
»ns  vor  Dyonisii. 

Original  auf  der  Trcse.  Mit  drei  anhangenden  Sittgeln,  Henning.  Tepelink:  Sicgel  nind,  ^'/lo  ^^»  -^w/ 
stehendem  Schilde  zwei  Querbalken.  Vmschrift:  +  s'  5eittf5  6  ffpffinft.  Die  beiden  andern  Siegel  sind 
nehr  vndeutlich.  .  *    •  ' 

Hopfeiibau  bei  dem  Dorfe  Herrenburg.     1423.     Oct.  28. 

jLLernjannus  Witvot,  villicus  in  Herneborch,  coram,  libro  recognouit,  se 
iia  possessione  habuisse  vnani  peciani  seu  Frustum  humOlorum  prope  villam 
leborch  sitau).  Dictus  tamen  Hermannus  cum  suis  heredibus  coram  libro 
gnouit.  se  dictam  peciain  seu  frustum  humulorum  cum  suis  hoppenstaken 
sisse  et  dimisit  Hermanno  Vromen  et  suis  heredibus,  promisitque  eciam 
atus  Hermannus  Witvot  cum  suis  heredibus,  se  velie  neque  debere 
:uris  temporibus  super  hoc  nullam  impeticionem  facere  neque  debere 
lismodo. 

Nach  einer  Inscription  dea  Nieder9tadtbueh»  vom  J,  1423,  Sim.  et  Jude, 

* 

68* 


540  1423.     Oct.  30. 

Marquardj  Prior,  Albert,  Lesemeister,  Johannes,  Subprior,  und  der  game  Convent  des 
Dominikaner   Klosters   zur  Burg   urkunden   uber   die  Bedingungen,  unter 
welchen  sie  die  Ermegard  Pinnekes  in   das  Kloster  aufgenommen  haben 
1423.     Oct.  30. 

VVy  brodere  Marquardus,  prior^  Albertus,  lesemester,  Johannes,  supprior, 
vnde  alle  wy  anderen  brodere  des  ghemenen  klosters  to  der  Borgh  to  Lubeke 
prediker  ordens.     Bekennen   openbare  vnde  belughen   an  desseme    breue,  dat 
wy  vorpiicbtet  vnde   vorbunden   bebben   vns   vnde    vnse    nakomelinghe,  dat  wy 
willen  der  erbaren    vrouwen    Erniegarde    Pinnekes,   de    wy    vntFanghen    hebbeo 
vnde    vntFanghen    jeghenwardichliken    vermiddelst    kraFt   desser   scrift   an  vnse 
bescherminghe  vnde  broderschop,  alle  daghe,  dewile  dat  se    leuet,   gheuen  vte 
vnser  koken  alsodane  prouene,   also   wy    daghelikes    pleghen    to   gheuende  der 
Marthen  vnses  klosters,  vnde  scholen  vnde  willen  dersuluen  personen  Erinegharde 
gheuen  alle  wekene  dre   conuentes    brod,   also    vnse    brodere   daghelikes  eten, 
vnde  eyne  halue  tunnen  conuentes  alse  vaken,  alse  wy  bruwen.     Quenie  id  ok 
so  van  redeliker  brukinghe  der  personen  Ermeghardes  vorbenomet,  dat  de  vo^ 
screuene  halue  tunne   conuentes   eer  vt  queme,   eer  wy  bruweden,  so   schole 
wy  vnde  willen  er  to  erer  personliken  notroft  conuentes  pleghen  went  to  deme 
neghesten  bruwende,  vnde  wy  scholen  vnde  willen  de  sulue  Ermegarde  besorgben 
myt  eyner  ghedeliken  woninghe,   der   se  brukende  schal  wesen  ere  leuedaghe. 
Vppe    dat    nu    desse    vorbenotnede    eerlike    vrouwe    Ermegard    Pinnekes  nicht 
vndancknamich  en  were  alsodaner  ghunst  vnde  woldat,  so  heft  se  in  dat  erste 
gegheuen  vnseme  vorscreuenen  klostere  in  eyne  milde  almissen  dortich  lubesche 
marck,  de   wy    rede    vpgeboret   hebben    vnde   an   vnses  klosters   nut  ghckeret. 
Vortmer  so  heft  de  vorbenotnede  Ermegard   darto    vns   gegheuen   vnde  vpgbe- 
laten  twelf  mark  gheldes  jarlikes  vptoborende,   dewyle   dat  se  leuet.     Vortmer 
so  heft  de  vorbenornede  Ermegard  sik  suluen  myd  alle  deme,  dat  se  heft  buten 
desse  vorscreuenen   summen    penninghe,   gheoffert    vnseme   klostere   vor  eyne 
suster  vnde  denerinnen,  dewyle    dat  se   leuet,    myd   sodaner   vnderschedinghe, 
dat  se  to  neneme  sunderghen  denste  schal  vorpiicbtet  wesen  vnde  dat  se  schal 
vnde  mach  brukende  wesen  alles,  dat  se  heft,  de   tyd    eres    leuendesj    wan  se 
ouer  dot  is,  so  schal  vnserm  vorscreuen  kloster  tobehoren  alle,   dat   se    nalet, 
beweghelik  offte  vnbeweghelik,  sunder  ansprake   ofte    hindernisse  erer    eruen, 
also    dat    instrument    vtwiset,    dat    ouer   desse    vorbenomede    ofiferinghe    vnde 


1423.     Oct.  30.  641 

geuinghe  van  eyme  notario  gheniaket  is.  Vnde  hirumine  schal  de  sulue  Ermeghard 
brukende  wesen  aller  gnade  vnd  vryheit,  darmyd  vnse  orden  vor  sodane  personen 
van  den  pawesen  beghauet  is.  To  eyner  merer  bekantnisse  vnde  beweringhe 
alie  desser  vorscreuenen  stiicke  so  is  mid  vnser  alier  wiscbup  vnses  klosters 
ingheseghel  vor  dessen  bref  gehenghet,  de  gescreuen  vnde  gheuen  is  na  Gho- 
des  bort  M  CCCC  in  deme  drevndetwintighesten  jare,  des  sonnauendes  vor 
Alle  Codes  hilghen  daghe. 

Au8  dem  Copiariua  des  Burgkloaters  Fol.  13  b. 

DXIilll. 

Eine  Schuld  an  die  Leichnamsbruderschaft  zum  HeiL-  Geist.     1423.     Nov.  1. 

Albertus  Lauwe  coram  consilio  et  hoc  iibro  recognouit,  se  et  suos  heredes 
teneri  fraternitati  corporis  Cristi  ad  Sanctum  Spiritum  ad  luminaria  ibidem 
in  dem  glazevate  ardencia  et  suis  pronisoribus  ad  fideles  manus  in  XXV  mrc. 
lub.  den.,  qnando  pars  parti  per  medium  annum  predixerit,  amicabiliter  et 
expedite  persoluendis.  pro  quibus  sibi  proprietatem  domus  in  den  Engenkram- 
boden  prope  domum  Kerstiani  Hazen^  in  qua  inhabitat,  sicut  jacet,  coram  con- 
silio impignorauit. 

2^ctch  finer  Inscription  des  Niederstadtbvcks  vom  J,  1423,  Omn.  Sanct. 

Quittung  des  Alhrecht  Schenic  von  Landsberg^  liber  die  im  Jahre  1423  fallige  Retchs- 
steuer  der  Stadt  Ltibeck.     1423.     Nov.  10. 

VVir  Albrecht  Schenke  von  Landesberg  vnd  herre  zcu  Sydow,  der  eider. 
Bekennen  oftentlich  mit  dissem  bryefe  alien  den,  die  on  sehen  adir  horen  lesen: 
als  der  allerdurchluchtigester  ffurste  vnde  herre,  her  Sigemund,  Romisscher 
konyng,  zcu  Vngern,  Dalmacien,  Croacien  vnd  zcu  Behem  konyng,  vnser  gnedi- 
gester  lieber  herre^  die  jerh'che  sture  zcu  Lubik,  die  sie  dem  heyligen  riche 
jerlich  pflichtig  syen,  dye  dye  hochgeboren  fursten  vnd  herren,  herczogen  zcu 
Sachsen,  vnser  gnedige  lieben  hern  seiigen,  gehad  haben,  nach  lute  syner 
briefe  vns  verschreben  hat,  vnd  M^en  die  erbarn  vnd  wysen  burgermeister  vnd 
ratherren  der  egenannten  stad  Lubik,  vnser  lieben  herren  vnd  gute  frunde,  dem 
e(rs)^amen  ern  Humbrechte,  pFarrer  zcu  Prettyn  ordens  sancti  Anthonij,  czegere 

1)  Die  eiogeklammerten  Stellen  sind  ergKnzt,  in  der  Urkunde  ist  ein  Loch. 


542  1423.     Nov.  10. 

dicz  briefes,  von  vnsern  wegen  d(ie  pflichtig)e  stur  von  dissem  jare  gencziicheD 
haben  beczalt,  so  sagen  wir  den  egenannten  burgermeistern  vnd  ra(theiTen  der 
egenann)ten  stad  Lubik  die  selbe  sture  von  dissem  jare  quiet^  ledig  vnd  lobes. 
Des  zcu  bekenntnisse  hab(en  wir  vnse  in)gesegel  an  dissen  brieff  lassin  hengen. 
Gegeben  zcu  Sydow,  nach  Gatis  gebort  virczehenhundert  j(ar  darna  in)  dein 
dryvndczwentzigesten  jare^  am  mittewochen  vor  Martini. 

Nach  dem  Original.    Mit  anhangendem  Siegei.     Es  ist  rund,  27io  ^^'w*    -^w/  atehendem  Schilde  ein  nach  reck  :^ 
au/ateigetider  LOwe.     Umachri/t:  $  +  ofBrfd)!  +  S(§fllfif  +  VOn  +  (on(  2  6f  .  . 

Siihne  wegen  Todtschlags.    1423.     Nov.  11. 

lymmekf  Olrikes,  Reyniarus  Rynian  et  Nicolaus  Ryman  tamquam  pro- 
uisores  heredum  Olrici,  filius  Marquardi  Olrikes,  pro  se  et  suis  heredibus  coraiKi 
libro  recognouerunt,  se  esse  satisfactum  de  interfectione  antedicti  Olrici,  con* 
sangwinei  eorum,  qui  interfectus  erat  in  villa  Bodendorpe  per  Johannem  d^ 
Vemeren  et  Hennokinuin  Ricquerdes.  Vnde  prefati  Tymmeko^  Reymarus  elt 
Nicolaus  recognouerunt,  se  coniuncta  iiianu  ad  suHicienciam  subleuasse  et 
percepisse  XL  mrc.  lub.  den.  a  prefato  Johanni  de  Vemeren  et  Hennekinc^ 
Ricquerdes,  propter  quod  dicti  Tymmeke,  Reymarus  et  Nicolaus  cum  eorurrE 
heredibus  et  nomine  omnium  aliorum  heredum  Olrici  interfecti  dictos  Johan- 
nem de  Vemeren  et  Hennekinum  Ricquerdes  cum  eurum  heredibus  pretextu 
illius  penitus  dimiserunt  ab  omni  ulteriori  monicione  seu  inpeticione  quit(^s 
et  soiutos.  Insuper  prefati  Tymmeke,  Reymarus  et  Nicolaus  cum  eorum  her&* 
dibus  coniuncta  manu  promiserunt,  se  velle  et  debere  stare  pro  ulterioK"! 
defectu^  si  quis  contingeret  in  premissis,  et  dictos  Johannem  de  Vemeren  ^t 
Hennekinum  Ricquerdes  cum  eorum  heredibus  hac  de  causa  penitus  indeuipn^s 
preseruare. 

Nach  einer  Inacription  dea  N iedemtadtbucha  vom  J,  1423,  Mart. 

Vorhehalt  des  Baths  bei   dein   Vei^kauf  eines  an  das  Franziskanerkhster  angren$e^^ 
den  Haicses.     1423.    Nov.  11. 

Jl  etrus  Hdk  emit  a  Hinriku  Bukholt  domum  quandam  sitam  in  plat^^ 
Regis,  sicud  jacet  immediate  apud  fratres  minores,  quam  sibi  coram  consili^ 
resignauit.     Notandum,    quod    eadem    domus  non  debet  nee  poterit  in  toto  Q^' 


1423.     Nov.  il.  543 

rte  aliqua  dictis  fratribus  aut  ipsorum  conuentiii  aliquo  modo  appropriari 
le    consensu    consuiaius    et    eciam    eadein    domiis    portabit   onera  ciuitatis^ 
hucusque  fecit.     Jussu  consiilatus.  * 

Nctck  einer  Inscription  des  Oberatadtbuchs  vom  J.  1423,  Martini. 

DXIiVll. 

Eine  Schuld  an  die  Marientiden  in  der  Domkirche  1423.     Nov.  22. 

Johannes    Gerwer    junior    et    filius  HinrJci  Gerwers  senioris  coram  con- 

et    hoc    libro    recognouit,    se    et    suos    heredes    teneri    domino    Tyderico 

pensteden,  canonico  in   maiori   ecclesia  Lubicensi  in  IF  mrc.  hjb.  den  ,  pro 

IS  sibi  vendidit  XII  mrc.  lub.  den.   reddituum    perpetuorum    in    et  de  curia 

n   inferiori  villa  Butzowe  sifa,  super  quolibet  festo    sancti   Martini   singulis 

amicabiliter  et  expedite  persoluendas.  Dictus  tamen  Johannes  obtinuit 
et  suis  heredibus  reempcionem  prefalorum  reddituum  pro  summa  ante- 
,  videlicet  IF  inrc.  lub.  den.,  quando  eis  placuerit.  Insuper  antedictus 
nus  Tydericus  Schepensleden  coram  libro  recognouit,  quod  prefata  summa 
riiarum  cum  predictis  redditibus  non  sunt  sui,  sed  de  jur^e  pertinebunt 
oras  beate  Vjrginis  in  maiori  ecclesia  Lubecensi-  celebrandas  et  quod  sunt 
solummodo  ad  fideles  manus  asscripte. 

Nach  einer  Inscription  des  Nicderstadtbuchs  vom  J,  i42Sy  Cecilie. 

DXIiVlll. 

mai^d,  Prior,  Albert^  Lesemeister,  Johannes y  Stibprior  und  die  iibrigen  Bruder 
des  Biirgklosters  nehmen  die  Frazi  Gertrud  Kole  als  Schwester  und  Dienerin 
any  tvogegen  sie  ihneyi  den  Besitz  ihres  gesammten  Eigenthiims  anf  den 
Todesfall  ziisicherU     1423.     Nov.  24. 

VVi  brodere  iVIarquardus,  prior,  Alberlus,  lesemester,  Johannes,  supprior, 

alle  wy  anderen   brodere  des  ghemenen  klosters  to  der  Borgh  to  Lubeke 

?kers  orden.     Bekennen   openbare  an    desseme    breue,    dat    wi   vorplichtet 

en  vns  vnde  vnse  nakomelinghe,   dat   wi  scholen  vnde  willen  der  erbaren 


1)  Ein  'glcicher   Vorbchalt   findet   sich   auch   bci   dem   zunftchst  vorhergehenden  Verkanfe  des  Hauses  1421, 
36  (Feb.  6),  dagegen  nicht  bei  friiheren  YerkHufen  1419,  Mauricii  (Sept.  22),  UDd  1373,  Jacob!  (Jul.  25). 
l)  Die  Horen  sind  1420  gcstiftet      Eine    ausfiihrliche    Urkundo    dariiber,    die    Obrigens  mehr  Bestimmungen 
e  Verwaltung  der  ausgesetzten  Legate,  als  iibei*  litnrgiscbe  Einrichtangen    cnthftlt,  ist  abgedrnckt  bei  Lanig, 
eccl.  Pars  II  pag.  380  fgg. 


544  1423.     Nov.  24. 

vrowen    Gherdrude    Kolen,    de    wi    vntfanghen    ieghenwardichiiken  vormiddelst 
kraFt  desser  scrift  an  vnse  beschermingbe  vnde  broderschop,  alle  daghe,  dewile 
dat    se    leuet,    gheuen  vt  vnser  kokenen  alsodane  prouene,   also  wi  dagheikes 
pleghen    to    gheuende    eynie    brodere   an    vnseine    reuentere,  vnde  scholen  der 
suluen  vorbenomeden   personen  gheuen  alle  wekene  dre    conuentes    brod^  also 
vnse  brodere    dagheikes    eten^    vnde   eyne    halue    tunne  conuentes  also  vakene, 
also    wy    bruwen.     Queme    id    ok    so    van    redeliker    brukinghe    der    personen 
Ghertrudes    vorbenonied,    dat    de    voiscreuene   halue    tunne    conuentes   eer  vl 
quefne,  eer  wi   bruweden,  so  schole  wy  ei   to  erer  personeliken  notrofl  conuen- 
tes   pleghen    went   to    deme    neghesten    bruwende.     Vnde  wi  scholen  dersuluen 
vorbenomeden    Ghertrude    besorghen    niyt    eyner   ghedeliken    woninghe,  der  se 
brukende  schal  wesen  so  langhe^    went    dat    en  persone  steruet  der  twiger,  de 
nu    bewonende   sind    de    kanieren    des    vorhuses^    oft  se  dat  afleuet,  edder  efle 
vnse    Marlhe    afghinghe    vor    ereme    dode,  so  schal  de  vorbenomede  Ghertrud 
rumen    de    woninghe    sunder    weddersprake    vnde    varen    an    der    vorstoruenen 
personen    kameren    vnde     bliuen    darinne    ere    leuedaghe.     Vppe   dat   nu  desse 
vorbennmede    erlike    vrowe    Ghertrud    nicht  vndanknamich    en  were    alsodaner 
ghunst  vnde  woldat,  so  heft  se  in  dat  eiste  gheuen  vnsem  vorscreuen  klostere 
in    eyne    milde    almissen    den    eghendom  eres    buses,  dar  se  aldus  langhe  inne 
ghewonet  heft^  dat  beleghen  is    in  der  klokgheter  straten^  vnde  darto  twintich 
lub.   mark    reder    penninghe,   de    wi    rede    vpgheboret    hebben  vnde  an  vnsers 
klosters    nut    ghekeret.     Vortmer    so    heft    de    vorbenomede    Gertrud    darto  vns 
ghegheuen  vnde  vpghelaten    sik    suluen    mit    alle  deme,   dat  se  heft  buten  der 
vorbescreuen  summen   penninghe,  vnde  sik  gheoffert  vnseme  klostere  vor  eyne 
suster  vnde  denerinnen,  dewile  dat  se  leuet,  mid  sodaner  vnderschedinghe,  dat 
se  neme  sunderghen    denste    schal    vorplichtet   wesen,  vnde    dat  se  schal  vnde 
mach  brukende  wesen  alles,  des  se  heft,  de  tid  eres  leuendes.     Wan  se  ouert 
dot    is,     so    schal    vnseme    vorscreuen    klostere    tohoren    allent,    dat   se    nalel, 
weghelik  vnde  vnbeweghelik,  sunder  ansprake  vnde  hindernisse  erer  eruen^  also 
dat  instrument  vtwiset,  dat  ouer  desse  vorscreuen   offeringhe  vnde  gheuinge  van 
eyme  notario  ghemaket   is,    vnde  hirvmme  schal  de    sulue  Ghertrud    brukende 
wesen  aller  gnade  vnde  vrigheyt,  dar  vnse  orde  vor  sodane  personen  van  den  ' 
pewesen  beghauet  is.  To  eyner  groter  betuchnisse  alle  desser  vorbescreuen  stukke 
so  is  mit  vnser  aller  wischop  vnses  klosters  ingheseghel  vor  dessen   bref  ghe- 
henghet,  de  ghescreuen  is  na  Godes  bord  M  CCCC  in  deme  drevndotwintighesten 
jare,  in  sunte  Katherinen  auende. 

Au8  dem  Copiariua  des  Burgklosters  foL  14  a, 


Der  Convent  der  Dominikaner  zur  Burg  verkauft  der  Fran  Adelheid  Ezehemes  fur 
30  rri^  eine  Leibrente  von  2  mgl  8  Schill  jdhrlich.     1423.    Nov.  24. 

Witlik  sy  alle  den  ghennen,  de  dessen  bref  seen  edder  horen  lesen^  dat 
wy  brodere  Marquardus,  prior,  Albertus,  lesemester,  Johannes,  supprior,  vnde 
wy  anderen  brodere  des  closters  van  der  Borch  to  Lubeke  predekers  orden 
bekennen  openbar  an  desseme  breue^  dat  wy  vntfanghen  hebben  vnde  vpghe- 
boret  van  der  erbaren  vrouwen  Talen  Ezebernes  XXX  lub.  mark  redder  pen- 
*ninghe,  de  wy  an  vnses  closters  notroft  ghekeret  hebben,  vor  weike  vorbeno- 
niede  summen  penninghe  wy  vns  vnde  vnse  nakornelingbe  vorpiichtet  an  kraft 
desser  scrift,  der  vorscreuen  Talen  Ezebernes  jarlikes  to  gheuende  drudde- 
balue  mark  lubescher  penninghe  ghenghe  vnde  gheue  to  ereme  lyue  vnde  de- 
wyle  dat  se  leuet,  also  to  Paschen  XX  schillinghe  vnde  to  sunte  Michahelis 
daghe  XX  schillinghe.  Tho  eyner  sekerer  betughinghe  desser  vorplichtinghe 
80  hebbe  wy  myt  vnser  aller  witlicheyt  vnses  closters  seghel  vor  dessen  bref 
gbehenghet,  de  ghescreuen  is  na  Codes  bort  M^  CCCC®  in  deme  XXIII  jare,  in 
sunte  Katherinen  auende. 

Au8  dem  Copiaritis  des  Burykloaters  foL  13b, 

K(h^ig    Sigismund   zeigt    dem   Rathe    von   Lubeck   an,   dass   er  zur  Schlichtung  des 

Stretts  zwischen  Konig  Erich  und  den  Holsteinischen  Herren  einen  Rechts- 
tag  in  Of  en  halten  wolle,  und  for  der  t  ihn  auf  den  beiden  Parteien  die 
Ladung  uberbringenden  Koniglichen  Boten  durch  zwei  Rathmdnner  begleiten 
zu  lassen.     1423.     Dec.  17. 

VV  ir    Sigmund,    von    Gotes    gnaden    Romischer    kunig,  zu  alien   czeiten 

in^^er  des  reichs,  vnd  zu  Vngern ,  zu  Behem,  Dalmacien,   Croacien   etc.  kung. 

^t^bieten  den  ersamen   burgermeistern,    rate   vnd   burgern  der  stat  zu  Lubeck, 

vnsern    vnd    des    richs   lieben    getruen,    vnser  gnad  vnd  alles  gut.     Lieben  ge- 

truen,    wir    tun    euch    zu    wissen,    daz   wir    von  wegen  solicher  zweitracht  vnd 

I     krieg    wegen,    so    zwischen    dem    durchluchtigisten    fursten,    herrn    Eriken,    zu 

Denmarck,  Sweden  vnd  Norwegen  etc.  kunig,  vnserm  lieben  bruder,  an  einem, 

vnd  den  hochgeboren  Henrichen,  Adolffen  vnd  Gerharden  gebrudern,  herczogen 

zu  Slesswig  vnd  grauen  zu  Holsten,  Stormarn  vnd  Schauwenburg,  vnsern  lieben 

69 


546  1423.     Dec.  17. 

obetnien    und   ffursten^    an    dem  andern  teil,  lanngczeit   gewert   haben,    beiden 
parteinen    einen    rechttag    gen    Ofen    bescheiden    vnd    rnit    vnsern    kuniglichen 
briefen  in  by  dem  ersamen  maister  Niclas  Czeiselmeister,  probst  zu  Tyn,  lerer 
in  geistlichen   rechten,  vnserni  lieben  andechtigen,  doselbshin  fur  vns  zu  komen 
geheischet   vnd  geuordert   haben.     Heruinb    von    Romischer   kuniglicher  macht 
gebieten  wir  euch  ernstlich  vnd  vesticlich,    daz   ir  zwen  ewers  rates  dem  ege — 
nanten    maister   Niclas    Czeiselmeister  zu  schaffet^  mit  im  zu  reiten  vnd  dabe^p 
zu  sein,  so  er  vnser  kuniglich  brief  beiden  parteien  anntwurt.     Doran  beweis*^  t 
ir  vns  vnd  dem  heiligen  reich  besunder  gefallen  vnd  beheglichkeit.     Geben  z^ 
Totans,  am  freitag  nach  sant  Lucie  tag,  vnser  riche  des  Vngrischen  etc.  in  dei 
XXXVII,  des  Romischen  in  dem  XIIII  vnd  des  Behemischen  in  dem  vierden  jasr 

Ad  mandatum  domini  regis 
Franciscus  prepositus  Strigoniensis. 

Nach  dem  Original  au/  Papier.     Mit  au/gedrUcktem  theilweise  erhaltenem  Secret,     VgL  Roemer-Buechner  71. 

Konig  Sigismund  fordert  den  Rath  von  Luheck  auf^  zic  ndchsten  PJingsten  KriegS" 
volk  wider  die  Ketzer  nach  Bohmen  zu  senden^  legt  auch  ein  Schreihe^^ 
gleichen  Inhalts  an  die  Hansestddte  hei,  mit  dem  Auftrage^  es  den  einzelne^ 
Stddten  zuzusenden.     1423,     Dec.  17. 

Sigmund,  von  Gotes  gnaden  Romischer  kunig,  zu  allen- 
czeiten  merer  des  richs,  vnd  zu  Vngern,  zu  Behem  etc.  kunig. 

Jirsamen    lieben    getruen.     Wir    begeren    von    euch  mit  gantzem  ernst^ 
vnd  fleisse,  das  ir  euch  zubereiten  wollet  also,  dass  ir  vff  die  nechsten  Pfin^' 
sten  mit  ewerm  volk,  so  ir  erlichst  moget,  mit  vns  vnd  andern  vnsern  vnd  d^^ 
richs  fursten  und  stetten  zu  Behem    in  dem  feld  seyn  wollet  wider  die  ketzefy 
Got  zu  lobe,  der  Christenheit   zu    hilff  vnd  zu  trust  vnd  vns  vnd  dem  heilige'' 
riche  zu  eren.    Doran  tut  ir  vns  sunderliche  dienste  vnd  beheglichkeit^  der  wir 
euch  in  gut  allezeit  gnediclich  gedenken  wollen.     Geben  zu  Tottans,  am  nech- 
sten   fritag    vor    sand    Thomas    tag,    vnser   riche    des  Vngerschen  etc.  in  dew 
XXXVII,  des    Romischen    in   dem  XIIII  vnd  des  Beheimschen  im  vierden  jaren. 
Ouch  begeren  wir  von  euch,   das  ir  vnsern  offenen  brieff,  der  euch  oiit  disem 
briefF  sol    geantwort   werden,  den  wir  den  hensesteten  schriben  ouch  von  der 


1423.     Dec.  17.  647 

vorgenanten  sacben  wegen,    denselben    steten  schickon  wollet  vnd  eyn  antwort 
von    in    doru£P  von    vnsern  wegen  vordern  vnd  vns  die  wider  schriben.    Geben 

ut  8upra. 

Ad  mandatum  domini  regis 
Franciscus  propositus  Strigoniensis. 

Aufschrift:     Den    ersamen    burgermeistern,    ratmannen    vnd   burgern  der 
stad  zu  Lubeck^  vnsern  vnd  des  richs  lieben  getruen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  geringen  Resten  des  aufgedrOckten  SiegeU, 


Dlill. 

mig    Sigismund  for  der  t    die  Hansestddte  auf  am  ndchsten  Pfingsttage  Kriegsvolk 
zur  Hulfe  gegen  die  Ketzer  nach  Bohmen  zu  sen  den.     1423.     Dec,  il. 

Wir  Sigmund,  von  Gotes  gnaden  Romischer  kunig,  zu  alien  czeiten 
n^orer  des  ricbs,  vnd  zu  Vngern,  zu  Behem,  Dalmacien,  Croacien  etc.  kunig. 
Krnbieten  den  ersamen  burgermeistern^  ratmannen  vnd  burgern  gemeinlich  der 
stete  der  Deutschen  hense.  vnsern  vnd  des  richs  lieben  getruen,  vnser  gnad 
vv^d  alles  gut.  Ersamen  lieben  getruen.  Wir  begeren  von  euch  mit  ganczem 
^x^tiste  vnd  fleisse,  das  ir  euch  zubereiten  wollet.  also  das  ir  vff  die  nechsten 
Pfingsten  mit  ewerm  volk,  so  ir  eriichst  moget,  mit  vns  vnd  andern  vnsern 
^>^ci  des  richs  fursten  vnd  stetten  zu  Behem  in  dem  feld  seyn  wollet  wider  die 
keizere,  Got  zu  lobe,  der  cristenheit  zu  hiiff  vnd  zu  trost  vnd  vns  vnd  dem 
heiligen  riche  zu  eren.  Doran  tut  ir  vns  sunderliche  dienste  vnd  beheglich- 
t^^it,  der  wir  euch  in  gut  allezeit  gnediclich  gedenken  wollen.  Geben  zu  Tot- 
^*ri8,  am  nechsten  fritag  vor  sand  Thomas  tag,  vnser  riche  des  Vngerschen  etc. 
ii^     dem  XXXVII,  des  Romischen  in  dem  XIIII  vnd  des  Beheimschen  im  vierden 

Ad  mandatum  domini  regis 
Franciscus  propositus  Strigoniensis. 

Nach  dem  Original.     Ohne  Aufschrift.     Mit  Resten  des  aufgedritckten  Siegels. 


548  1423.     Dec.  20. 


Milll. 


Der  Rath  von  Hamhirg  entscheidet  als  Schiedsrichter  in  einer  Zwistigkeit  zmdm 
dem  Rathe  von  Liibeck  und  dem  Herzog  Adolph  von  Schleswig,  Graf  en  m 
Holstein,  wegen  der  von  Letzterem  aus  zwei  verungluckten  Schiffen  je- 
nommenen  G titer.     1423.     Dec.  20. 

Schedinghe  des  rades  van  Hamborgh  twischen  hertighen 
Alffe  vnde  deme  rade  vnde  borgheren  van   Lubeke  etc. 

De  ersarnen  heren  borgermestere  vnde  ratmanne  der  stad  Lubeke  clagen, 
dat  de  hochgeborne  Furste  unde  here,  her  AlflF ,  hertege  to  Sleswick^  greue  to 
Holsten,  to  Stormeren  unde  Schowenborgh^  vnse  here,  eren  borgheren  ?ndc 
anderen  copluden  haringh  vnde  andere  ghud  genonien  laten  hebbe  uth  twen 
schepen,  welker  schepe  dat  ene  van  vngerake  in  der  Trauene  in  de  grund 
ginck,  vnde  dat  andere  schip,  dat  van  stornies  vveghen  to  dem  Grotenbrode  Id 
dat  land  dreff,  vnde  dit  hebbe  de  ergenante  hertige  Alf,  vnse  here,  wedder 
recht  vnde  siner  uoruaren   bezegelde  priuilegia  gedan  laten  etc. 

Dar  de  ergenante  hertege  Alf,  vnse  here,  to  antwerdet,  dat  dat  ene 
schip  were  to  grunde  ghan  vnde  dat  andere  were  in  dat  land  gedreuen,  also 
ok  de  uan  Lubeke  seggen,  vnde  darvmme  weren  schepe  vnde  gudere  vao 
sines  landes  rechte  vnde  wonheit  siner  herlicheit  uorbord  vnde  rnit  rechtevor- 
uallen  etc. 

Damp    segge    wij   borgermestere  vnde  ratmanne  der  stad  Hamborgh.  in 
desser  sake  van   beyden   partyen  gekorne  schedeslude,  uor  recht   aldus:   Is  dat 
witlik,  edder  konnen   de  van  Lubeke  bewisen,  efte  steyt  hertige  Alf,  vnse  here, 
des  tho,  dat  den  van  Lubeke  edder  anderen  guden  copluden  dat  gud  tobehoret, 
so  schal  de  ergenante    hertige    Alf,    vnse    here,    den   borgeren  to  Lubeke  vnde 
deme  copmanne  den    heringh    vnde    gud    weddergheuen,    edder    de    werde  dar- 
van,  dat  he  en   uth  den  schepen  genomen   efte  genomen  laten  heft,  wente  wor 
des  copmans  schepe  unde  gud  van  ungerake,  alse  uan  vnwedere,  storme  edder 
windes  nod  to  grunde  gheit  efte  in  dat  land  drift,  dar  en  is  des  copmans  schep 
edder   gut    nicht    mede    uorwracht  edder  uorloren  van  rechte,  wente  dat  is  int 
erste    weder    Codes    recht,    dat  en   mynsche  deme  anderen  sin  gud  also  nynipt 
edder  nemen   let,  dem   he  na  kristenen  gelouen  vnde  van  Codes   rechte  an  so- 
dannen   vnde  anderen  noden  helpen  scolde,  wente  en  mynsche  seal  den  anderen 
lef  hebben,  alse  zik   suluen,    alse   gescreuen    steyt  in   decreto  de  pe.  di  ij  can 


1423.     Dec.  20.  549 

tasy^  di.  L  ponderet^   vnde    velen    anderen    steden.      Ok    is    dat    wedder    naturlik 

recht,    dat    de    ergenante    hertige  Alf,  vnse  here,  den   van  Lubeke  vnde  deme 

copmanne  sin  gud  also  genomen  efte  genornen  laten  heft,  wente  uan  naturlikern 

rechte  so  en  seal  en  mynsche  deme  anderen   nicht  don    nrier,   also  he  uan  em 

liebben    wil,   alse    gescreuen    steit    di  j.  Humanum  genus^,  vnde    des   ghelick  in 

^elen  anderen  steden.     Id   is  ok  wedder  gestlik  recht,  dat  me  kristenen  luden, 

de  vmme  kopenscop  edder  in  anderen  erliken  weruen  to  watere  varen,  efte  de 

sctiipbroke  liden,  vanghe  edder  ere  gud  neme,    wente    me    mach    se  darvmme 

van  gestlikes  rechtes  wegen   bannen  laten,    alse   gescreuen   steit  de  Rap.  c.  ex- 

ccnTimunicacioni*  cum  similibus.     Ok  is    dat    wedder    keyserrecht,   dat  me  deme 

copmanne  sin  gud    in   sodanne   noden    nympt,  also  vterliken  gescreuen  steit  in 

aTecten,  de.naufra.  c.  nauigia.^     Ok  en  schal  nemendes  trezel  riken    mid    armer 

lude  drofnisse,  den  ere  gud   in    sodarinen   noden   uorblift,  c.  rfe  r^a^^/7'a.  /. /*,  vnde 

wo  dem  kopmanne    sin    gud    also    nympt,  de  schal  erne  dat  bynnen  enem  jare 

veervold  weddergheuen.      C.  de  fiirtis  In  eum.'' 

Vnde  nadem  dat  dat  wedder  Godes  recht,  naturlik  recht,  ghestlik  recht 
vnde  keyserrecht  is,  dat  hertige  Alf,  vnse  here,  den  uan  Lubeke  vnde  dem 
kopmann  sin  gud  also  genomen  edder  genomen  laten  heft,  de  ergenante  hertige 
Alf,  vnse  here,  seal  durch  recht  den  van  Lubeke  vnde  dem  kopmann  ere  gud 
w odder  gheuen   efte  de  werde  daruan. 

Alse  ok  de  ergenante  hertighe  Alf,  vnse  here,  an  sinem  antwerde  secht, 
i^t,  eme  dat  gud   uorboret  vnde  voruallen   sij  na  sines  landes  wonheit  etc.: 

Dar  up  segge  wij  uor  recht  aldus,  dat  dat  en  qwat  wonheit  is,  de  wedder 
Godes   recht,    naturlik    recht,    ghestlik    recht    vnde    keyserrecht    is;     darvmme 
d     doch(t)    de    wonheit    nicht,   wente    dat    is    en   vnredelik  wonheit.     Schal  en 
v^Ofiheit    macht    hebben,  so    mut  se  redelik  sin,  also  gescreuen  steit  de  consue. 
c.   zlIL  Cum  tanto.^     Seal    ok    en    wonheit   dogen,    so    mach    de    nicht  tegen  ge- 
screuen   recht  wesen,    alse    gescreuen    steit    de   offi.  ar.  Cum  satis,^  de.  re.  judL 


1)  C/'S  dist  2.  dc  poeiiit.  (Cansa  33  qu.  3). 

2)  c.  U  dist.  50 

3)  c.  1  dist.  1. 

4)  c.  3  X  de  raptoribns  5,  17. 

5)  Anth.  de  naafragio  ad  legem  18  Cod.  de  furtis  et  serro  corrupto  6,  2. 

6)  1-  1  Cod.  de  naafragiis  11,  5. 

7)  1.  18.  Cod.  de  furtis  6,  2. 

8)  c  IIX  de  consuet.  1,  4. 

9)  c.  4  X  de  off.  archidiac.  1,  23. 


550  1423.      Dec.  20. 

Cum  caustty^  de  consue.  Ad  nostram.  §  Nos  igitur.^  Vnde  welk  wonbeit  tegen 
Godes  recht^  naturiik  recht,  ghestlik  recht  vnde  keyserrecbt,  de  is  witlikeo 
tegen  gescreuen  recht,  darvmme  en  doch(t)  de  wonbeit  nicht,  dar  de  ergenante 
hertige  Alf,  vnse  here,  up  Ihud,  vnde   mach  eine  ok  mid  rechte  nicht  helpen. 

Ok  mach  me  mid  des  allerdurchliicbtigesten  Fursten  vnde  heren,  hero 
Sigmundes,  Romisches  konninges  etc.,  vnses  gnedigesten  leuen  heren,  sunder- 
gem  priuilegio  bewisen,  dat  he  dem  gemenen  kopmanne  van  der  Dutscheo 
hense  gnedigen  gegeuen  heft  bouen  keyserlik  gerecht,  dat  alrede  gescreuen 
steit,  dat  me  uan  schipbrokigem  gude,  edder  wo  dat  anders  in  waters  nodeo 
were,  nicht  esscben  eder  nemen  seal  bij  den  penen,  in  dem  keyserliken  recbte 
uthgedrucket,  vnde  sunderliken  bij  den  penen,  in  dessem  nascreuen  des  erg^ 
nanten  vnses  gnedigesten  heren,  des  Romischen  konningbes,  priuilegio  benomed. 
(Fohjt  die  Urkunde  Bd.   V  No.  520.) 

Vnde  nadem  dat  de  ergenante  vnse  gnedigeste  here,  de  Romiscbe 
konningh,  en  furste  vnde  here  der  werld  vnde  bouen  alle  konninge  vnde  we^ 
like  heren  is,  alse  gescreuen  steit  in  decreto  vij.  q.j.  In  apihus^y  Ixiij.  di  Adm- 
nuSy*  ff.  ad.  I.  Rodiam  de  iactu  Deprecacio^  et  in  c.  Venerahilem.  de  efec'dar 
vmme  mochte  de  here  Romiscbe  konningh  sodanne  priuilegium  wol  gheuen, 
vnde  alie  fursten  vnde  heren  sint  plichtig,  dat  priuilegium  to  holdende  by  des 
rikes  bannen,  alse  dat  priuilegium  innebold. 

Hedden  ok  de  uan  Lubeke  sunderge  priuilegia  van  des  ergenanten  her 
tigen  Alfes  uoruaren,    also    de   van  Lubeke  segghen,  der  scollen  se  tovoren  io 

geneten. 

Hirvmme,  wes  de  van  Lubeke  bewisen  mogen,  dat  de  ergenante  hertige 
Alf,  vnse  here,  en  edder  dem  copmanne  uth  den  schepen  van  heringe  edder 
anderen  gude  genomen  edder  genomen  laten  heft,  dat  seal  he  den  borgheren 
vnde  dem  copmanne  weddergheuen  efte  de  werde  daruan.  Were  ok  van  dem 
heringe  edder  gude  wes  genomen,  uorthert  edder  uorbisterd  na  der  tijd,  dat 
de  ergenante  hertige  Alf,  vnse  here,  zik  des  gudes  mid  vnrechte  vnderwaiid, 
dat  seal  de  sulue  hertige  Alf,  vnse  here,  den  borgeren  to  Lubeke  vnde  dem 
copmanne  betalen,  nadem  dat  de  sulue  hertige  Alf,  vnse  here,  dat  gut  tegen 
der    uan    Lubeke    vnde    des    copmans    willen    an    sine   were  gebracht  heft  mid 

1)  c.  8  X  de  sent.  2,  27. 

2)  c.  3  X  do  consuct.  1,  4. 

3)  C.  41    Causa  7   qu    1. 

4)  c.  22  dist.  63. 

5)  1.  9  D.  ad  leg.  Rhod.   14,  2. 

6)  c  34  X  de  clcctiono  1,  6. 


1423.     Dec.  20.  561 

vnrechle  vnde  an  syner  were  also  uorerghert,  uortherd  vnde  uorbisterd  is^  dat 
anders  den  uan  Lubeke  vnde  deme  coprnanne  wol  vnuorbisterd  gebleuen  hedde. 

De  borgere  to  Lubeke  vnde  de  kopman,  den  dat  gut  tohord,  mogen  mit 
erem  ede  vorrichten  vnde  holden  efte  niid  eren  vrunden,  de  in  den  schepen 
weren,  de  vmberuchtede  bedderne  lude  sin,  wo  vele  dat  des  gudes  were,  dal 
en  de  ergenante  hertige  Alf,  vnse  here,  uth  den  schepen  genomen  edder 
nomen  laten  heft,  vnde  wo  de  borgere  to  Lubeke  vnde  de  copman,  den  dat 
gud  horde,  edder  ere  vrunde,  de  in  den  schepen  weren,  also  uorrichted  in  den 
hitgen,  dat  seal  de  ergenante  hertige  Air,  vnse  here,  vmrne  der  sulfwald  willen,  de 
he  darane  ghedan  heft,  den  suluen  borgeren  to  Lubeke  vnde  deme  copnianne 
gelden  na  sinen  werde. 

Hedde  auer  de  ergenante  hertige  Alf,  vnse  here,  efte  de  zine  van  dem 
gude  wes  geberghed  edder  bergen  laten  vmine  bede  willen  der  borgher  to 
Lubeke  efte  des  kopnians,  den  dat  gud  tohorde,  dar  scollen  de  borgere  to 
Lubeke  vnde  de  kopman,  den  dat  gud  tohored,  erne  efte  den  zinen  redelik 
arbeydes  Ion  van  gheuen,  vorder  en  sind  de  borgere  to  Lubeke  vnde  de  cop- 
man  deme  ergenanten  hertigen  Alfe,  vnsem  heren,  edder  den  sinen  van  erem 
schipbrokigen  gude  van   rechte  nichtes  plichtich. 

Vnde  went  wij  borgermestere  vnde  ratmanne  to  Hamborgh,  in  desser 
wke  van  beyden  partien  korne  schedeslude,  rechters  nicht  enweten  noch 
l^furaghen  konnen,  so  hebbe  wij  vnse  secrete  witliken  vnde  mid  gudem  willen 
neddene  an  desse  suluen  scrift  gedrucket  laten.  Gheuen  to  Hamborgh,  na  Codes 
bord  dusend  verhundert  darna  in  deme  dreundetwintigesten  jare,  des  man- 
Jages  vor  Winachten. 

Nach  dem  Original.      Das  aufgedruckte  Siegel  ist  abgespfungen. 

^^e  Schuld   an    die    Metsterin   im    Beginen    Convent   bei    St.    Catharinen.     1423. 
Dec.  21. 

Johannes  Bramstede    coram  libro   recognouit,  se  et  suos  heredes  teneri 

^'figulis  annis  dare  redditus  vitalicii  tres  mrc.  lub.  den.  Katherinam  Douendigen, 

''^dgistram    domus    begginarum    aput    sanctam    Katherinam,    medietatem    super 

9^olibet  festo  Pasce  et  aliam  medietatem  super   quolibet  festo  Michahelis  sub- 

^^quens    singulis    annis  amicabiliter  et  expedite  absque  ulteriori  dilacione  per- 

^^Juendas.     Defuncta  tamen  Katherina  prefate  vitalicii  erunt  quite  et  solute. 

Nach  einer  Inscription  des  Siederstadtbuchs  vom  J.  1423y   Thome. 


^•' 


662  1423. 


DliV 


Volquin  und  Detlev  von  Gronow  urkunden  uber  die   Gerechtsame  des  Siechenhaum 
zu  Kletri"  Gronau.     1423. 

Na  Gades  geborth  verteyrihundertt  jar  in  deme 
dre  vnde  thuintichstenn  jare  werth  dith  geschreuen. 

In  deme  nainenn  vnses  heren  Jhesu  Christi.  Wytlick  sy  al  den  gennen, 
de  desse  schrift  seen  edder  horenn  lesen,  dath  wy  Volquin  vnde  Detlef  van 
Grounow,  knapenn  vnd  rechte  eruenn  der  Gronowenn,  gunnen,  geuenn  vnde 
vorlatenn  dusse  nha  geschreuenn  rrie[d]e  waenheit  vnde  recht,  alse  hebben 
gehatt  de  armen  elenden  lude  tho  sunte  Jurghenn  vor  Grounow  bi  herVolmers 
thidenn  van  Grounow^  den\e  Ghodt  genedich  sij^  vnd  vor  syner  tidtt  vnd  by 
syner  kinder  tydenn^  Detleues  vnd  Hinrikes  van  Grounow.  Tbo  deme  erstenn, 
so  hebbenn  se  quitt^  los,  frig  vnd  leddich  anderhalue  houe  landes  mith  holte, 
wische  vnde  weyde,  als  dath  gelegen  is  inn  siner  schede^  dath  se  dath  inogen 
brucken  tho  erer  noth,  vtgenomenn  eckenn  vnd  bockenn  hoitt,  anne  dath  vor 
ermne  haue  steit  vnd  in  erenn  thunenn  vnd  vp  erenn  koplenn.  dath  horett  enn 
fry,  quidt,  leddich  vnd  los.  Ok  brucken  de  armen  lude  fedriftt  vnd  weyde, 
gelick  denn  burenn  vnd  mhogen  holden  enen  suenn  edder  scheprenn  allenetbo 
erer  behoff,  vnd  mhogen  reinigen  vnd  rhadenn  ere  wische  vnd  eren  acker  van 
allem  holte  sunder  hinder  vnd  brocke.  Gift  Godtt  syne  ghaue  an  mast,  der 
sinth  de  armen  lude  brucklick  vp  dem  erenn  vnd  wente  tho  deme  dorpe^  g^ 
lick  de  herschop,  vnd  sinth  ock  bruckende  tomes*  vp  deme  lutkenn  more  nha 
erer  nothtroftt.  Ock  mogen  de  armen  lude  kesenn  enenn  formunder  edder 
tuee,  gestlick  edder  wertlick,  de  se  forwesenn,  vnd  de  mogen  alle  brocke  vnde 
twedrachtt  richtenn  twischenn  denn  armen  ludenn  vnd  erenn  badenn,  behaluen 
hals  vnd  handtt  vnd  dath  hogeste  recht,  dath  rorett  de  herschop  ann.  Ok 
sinth  de  armen  lude  vrygett  vnde  bewedemett  mith  allem  rechte,  dath  anne 
elende  lude  vnd  spitteler  hebben  van  der  hilgen  karckenn  vnd  van  dergeinenen 
kristenheitt,  vnde  se  mach  nemanth  vordriuen  van  denn  erenn,  wente  se  dar 
gewanett  hebben  woll  auer  hundertt  jarenn.  Were  ouer,  datt  [datt]  Gott  vor- 
hode,  dath  dar  nene  arme  elende  lude  weren  edder  waneden,  so  schall  dath 
gudtt    vnd    hoi)'    n)ith    aller    nuth    vnd    thobehoringe    horen    den    armen  fertich 


1)  Im  Ms  :  thowers. 


1423.  653 

elenden  zekenn  luden    vor   Lubic  vnd    nicht   des    haues^    men   de  fertich  zeken 
scholenn  des  haues  vnd  ackers  bruclik  wesen  nha  erer  luste  vnd  nothtroftt. 

*Vormunder  damals  gewesen 

her  Johan   Dasszow 

her  Johan   Gherwer 

Frederick  Kortsack 

Hynrick  Gherwer  de  olde. 

Nach  lifter  in  das  Niederatadthuch  zvm  Jahre  1423  eingelegten  unbeglaubigten  Abschrift  auf  Papier, 

]»Ii¥l. 

A(/nes,  Wittwe  des  Herzogs  Albrecht  III.  von  Mecklenburg^  Konigs  von  Schwedeny 
antwortet  dem  Rathe  von  Lubeck  auf  eine  Beschwerde  uber  Hetnrich  von 
Bulow.     0.  J.  (1417-1423y 

V  nsen    friintliken    grud    n)yt    aller    gunst   vnde  wes  wy    alwege    iuw    to 

vyllen  glides  vormogen  vorgescreuen.     Leuen   besundergen   Frunde  vnde  gunre. 

Wy  hebben  iuwen   breff  gutliken   entfangen   vnd   woi  vornomen,  als  gi  vns  scri- 

uen,  wo  dat  Goswyn  Westhoff,  iuwe  medeborger,   scholde   synes  werwes  riden, 

des  quarn  "fim  Hinrik  van  Bulow  myt  synen    medekumpanen   vnder   6gen  wynt- 

liker  wyse  vnde  wolde    en    dat    ere  genomen  bebben  vnde  dar  Hinrik  ouer  dot 

Weuen    ys,    dat    iuw    doch   truwelken  led  ys  etc.,  vnde  dar  vnsen  sone  vakene 

VQime    gescreuen    hebben    vnde    yo    nen    antwarde    geworden    ys,   vnde   gi  vns 

frundliken  scriuen^  dat  wy  wolden   vnsen  sone  vnderrichten  vnde  vormogen,  dat 

wy  iuw  en  antwarde  scriuen.    Des  do  wy  iuw  wytlik,  dat  wy  darvmme  to  vnssen 

y    sone   gescreuen   vnde  vnsen  voget    darsuluen    muntliken  vmme    to   vnssen  sone 

gesant    hadden.      Des    heft    he  vns    en    antwarde    gescreuen,    dat  sende  wy  iuw 

\.     "esloten  an  dessen   breue,  vnde  konde  wy   iuw  vele   mer   to  wyllen   vnde  frunt- 

L,    schop  d6n,  dat  dede  wy  wyllichliken  gerne,  vnde  dat  vnse  sone  vnde  gi  vnwyllen 

\  V)  Andere  Handschrift.     Beide   genannte    RathmRnner    wurden    1416  nach  der  Ruckkehr  des  alten  Raths  ge* 

r      ^Ult.    Die    Urkunde    ist    bei   den  Verhandlungen    fiber   die    s.  g.  Mdllnischen  Pertinenzien  zwiscben  Liibeck  and 
f.      HioQOTer,  die  dnrch  den  Vertrag  vom  4.  Februar  1747  beendigt  warden,  obgleich  sebon  damals  nar  in  Absobriften 
Torbanden,  als  ftebt  and  die  Verbftltnisse  bestimmend    producirt    and   von    den    Commissarien    der  Hannoyerscben    * 
fiegierang  als  solcbe  anerkannt. 

2)  Agnes,  Tocbter  des  Herzogs  Magnus  II.  von  Braaascbweig ,   war  nacb  dem  Tode  ibres  Oemabls  Landes- 

regentin  von  1412  bis  1417.     Der  Inbalt  des  Briefes  zeigt,  dass  sie  es  nicbt  mebr  war,  als  sie  ibn  scbrieb,  l&sst  aber 

AO^ererseits  aacb  erkennen,  dass  der  Ratb  von  ibrem  Einfluss  anf  ibren  Sobn  Albrecbt  V.  and  aaf  die  Regierangs- 

fe«cb&fte  sicb  nocb  Erfolg  verspracb.     Da  fiberdies  Albrecbt  V.  vor  December  1423  starb,    darfte    der    Brief  bier 

eiiigefflgt  werden. 

70 


554  1417—1423. 

to  hope  hadden^  als  wy  yo  nycht  enhopen.  dat  were  vns  truwelken  led.  Vor- 
dermer,  als  gi  scriuen^  were  dat  gi  dar  enbouene  yo  van  den  Bulowen  besche- 
deget  worden  etc.  viide  gi  dar  wat  wedder  vmme  dedpn^  gi  Sn  wolden  vnser 
gnade,  gunst  vnd  Fruntschop  de  vorder  nycht  wesen  etc.,  des  wetet,  dat  wj 
sitten  vp  vnsser  liffgedinge  vnd  beweren  vns  nergen  mede  vnd  hopen  vnd  ?or- 
moden  vns  des  gans  vnd  begeren  andachliken,  wol  vns  yumrnent  vnser  land 
vnd  vogedige  angripen  efte  bescheddeghen,  dat  gi  vns  dat  yo  niyt  truweri  helpeo 
afkeren,  als  wy  gerne  iuw  d6n  wyllen  desgeiik^  vnde  wes  wy  iuw  konen  to 
wyllen  vnd  fruntschop  d6n,  dat  do  wy  willichliken  gerne.  God  sy  myt  iuw. 
Scriptum    Godebusch,    dominica    die  qua   cantatur  Quasimodogeniti,  nostro  sub 

secreto. 

Agnes  Dei  gracia 

o  i-.  .  regina. 

oweorum  (jotorumque         ^ 

Aufschrift:  Den  ersanien  borgerrneistern  vnd  radmannen  der  stad  Lubeke, 
vnsen  leuen  besundergen,  gescreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,     Das  aufgedrUvkte  Siegel  iat  grositentheils  abgesprungen. 

DliVll. 

Verpachtung  eines  Hopfengartens  bei  Krernpelsdorf.     1424.     Jan.  20. 

JNicoiaus  Beltulet  et  Bernardus  Thyas  coram  libro  recognouerunt,  se 
coniuncta  (inanu)  a  Hinrico  de  Caluen  et  suis  heredibus  conduxisse  XF  foueas 
humulorum  in  hurain,  sitas  prope  viliam  Crempelstorpe,  per  quinque  inlegros 
annos  subsequentes,  super  Festo  Purificacionis  Marie  proxime  afluturo  incipiendo, 
pro  hura  IX  marcas  lub.  den.  et  X  solidos  den.  lub.  antedicto  Hinrico  de 
Caluen  aut  suis  heredibus  super  quolibet  festo  sancti  Martini  amicabiliter  et 
expedite   absque  ulteriori  dilacione   persoluendas. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1424^  Fab.  et  Seb. 

DliVIll. 

Urf elide  des  Dietrich  Wardenbergy  geleistet  dem  Herzoge  Erich  von  Sachsen-La\u^ 
burg  und  seinen  Brudern  Bemhard  und  Otto,  sowie  auch  den  Rdtlieti  vofi 
Lubeck,  Hamburg  und  Luneburg  unter  Biirgschaft  des  Johann  Wardfif^ 
berg  und  des  Ebel  Molendorp.     1424.     Jan.  20. 

Ik  Dyderik  Wardenberch  (u.  s.  w.  wie  No.  437).     Vnde  wij  Johan  Wa^ 
denberch ,  wonaftich  to  Busen ,  vnde   Ebel   Molendorp,   wonaftich  to  Cramvoer, 


1424.     Jan.  20.  555 

belcennen  vnde  betugen  openbare  in  desseme  breue  (ti.  s.  w.  me  gewohnlich  mit 
der  Verpfiichtung  zum  Einlager).  Gescreuen  in  den  jaren  vnses  Heren  dusent 
verhundert  veervndetwintich,  des  dages  Fabiani  vnde  Sebastiani. 

Sack   dem   Original  mit   drei   anhangenden   Siegeln.      Dietrich    Wardenberg:    Siegel  rund,   ^'/lo    ^^"^       ^''» 
nchrdgrechta   getheilter   Schildf    hinten   gerautet.  Johann  Wardenberg:  Siegel  rund,  2^/iq    Ctm., 

iibrigens  dasselbe   Wappen.  Ebel  Molendorp :    Siegel  rund,   2^1 1^^  Ctm,      Auf  stehendem  Schilde  ein 

zweiarmiger  Leuchter  mit  einer  Spitze  in  der  Mitte.     Die  Umschriften  sind  uberall  undeutlich. 

Enoiederung  der  Bruder  Helmold  und  Heinrich  und  des  Johann  von  Plesse  auf  ein 
Schreiben  des  Raths  von  Lubeck  in  Betreff  der  von  ihnen  fur  Bemhard 
und  Hans  Rohr  geleisteten  Burgschaft.     0.  J.     (1424).    Jan.  25. 

Vnsen  vruntlyken  grut  vnde  wes  wi  gudes  voirmoghen  touoren  screuen. 

Leue  borghermesteren  vnde  ratmanne.     Wy  dut  iw  wytlyk,  dat  wy  iuwen  breflF 

wol  vornamen   hebben,  aizo  gy  scryuen   vmme  de  pennynghe  van  Berndes  vnde 

Hans    Rores    vnde    Reyneken    Mynstede    venghenysse    weghen^    des   mende  wy, 

ieuen  vrundes,  dat  gy  de  al  rede  scolden  hat  hebben.    Hyrvmme  hope  wy,  dat 

wy  iw  drade  wyllen  to  worden  komen,  vnde  wyllen  vruntliken   van  iuw  scheden 

vnde   wyilent    gherne    na    iuwme    rade    holden    vnde    bydden    iuw,    dat    gy  alzo 

langhe  wyllen  bestan  laten.    Screuen  yn  sunte  Pauwels  daghe  syner  bekerynghe, 

vnder  vnsme  ingesegel. 

Her  Helmold,  Hynrick  brodere, 

Henneke  heten  de  Plessen. 

Aufschrift:  Den  erwerdyghen  borghermesteren  vnde  ratmanne  to  Lubeke 
ghescreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  einem  Reste  des  aufgedrUckten  SiegeU, 

Urfehde  des  Jakob  Kerkhoff.     1424.     Jan.  26. 

Ik  Jacob  KerkhofF.  Bekenne  vnde  betuge  (wt'e  gewohnlich  bis)  sunder 
^^'geiist,  van  der  zake  wegen,  dat  my  de  erbenomeden  heren  van  guder  vor- 
s^chticheit  wegen  vnde  tokomendes  argen  leten  wedder  in  ere  stad  voren, 
^Cnte  ik  mit  vnmynne  vnde  drouweworden  eres  borghers  vte  erer  stad  gereden 
^as,  dar  ik  my  doch  vruntliken  vmme  vorgan  hebbe  mit  em^  vnde  vorlate  se 
^es  (u.  s.  w.  me  gewohnlich).  Gegeuen  na  Godes  bort  dusent  verhundert  ver- 
vndetwintich,  des  anderen  dages  na  sunte  Paweie  siner  bekeringe. 

Nach  dem    Original   mit   anhangendem  Siegel,      Ea    iat    rund,   2^/xo  Ctm.,  und  zeigt   eine  Hausmarke  mit  der 
Umschrift:    $'   iacop  jl^^^  fetd^pf. 

70* 


Prior,  Lesemeister,  Subprior  und  die  ubrigen  Bruder  des  Klosters  zur  Burg  neh\ 

den  Johann  Meyer  und  dessen  Ehefrau  Margarethe  in  ihren  DiensL    i#  -2 
Feb.  14. 

Wy    brodere    Marquardus,    prior,    Albertus^    lesemester,  Johannes,  s  «jf 
prior,  vnde   alle    wy    anderen    brodere    des  ghemenen   klosters  to  der  Borch     I 
Lubeke  predekers  orden.     Bekennen  openbare   an   desseme  breue,  dat  wy  %^cr 
plichtet  hebben  vns  vnde  vnse  nakonmelinghe,  dat  wy  scholen    vnde  willen  den 
erbaren  luden  Johanne  Meyer  vnde  Margareten,  siner    husvrowen,    de  wy  vnt- 
fangben    leghenwardichliken    vormiddelst    craft    desser    scrift   an  vnse  bescher- 
minghe    vnde    broderschop,    alle    daghe,    dewyle  dat  se  leuen,  gheuen  vt  vnser 
koken  erne  iewelken  alsodane  prouene^  alse  wy  daghelkes  pleghen  to  gheuende 
enie  broder  an  vnseme   reuenter,  vnde  scholen  den  suiuen  vorscreuen  personen 
gheuen    to   hope    alle    wekene  dre    wetene    conuentes  brod  vnde  ver  rogghene 
brod  vnde  eyne  tunne    couentes    so    vakene  alse  wy  bruwen.     Queme  id  ok  so 
van  redeliker  brukinghe  desser  vorbenonieden  personen  Johannes  vnde  Marga- 
rete,   dat   de    vorscreuen    tunne    couentes    eer    vtqueme,    eer  wy  bruw^den,  so 
schole    wy    en    to    erer    personeliker    notroft    couentes    pleghen    went    to  deme 
neghesten   bruwende.     Wan  ouert  en  steruet  van  dessen  twen   vorscreuen  per- 
sonen,   so    sint    wy    deme    anderen  nicht    iner  plichtich  to  synie  liue  wen  ene 
halue    tunne    couentes    to    islikeme    bruwete  vnde  dre  conuentes  wetene  brode. 
Vortmer  schole  wy  desse  vorscreuen  personen  besorghen  myd  ener  ghedeliker 
woninghe,  der  se  bruken  scholen  wesen  ere  leuedaghe.    Vppe  dat  desse  dikke- 
nomeden  erbaren  lude   Johan  vnde   Margarete  nicht  vndanknamich  weren  alsQ^ 
daner  ghunst  vnde  woldat,  so  hebben  se  in  dat  erste  gheuen  vnseme  vorscreuen 
clostere    in    ene    milde    almisse    hundert    lubesche    mark    reder    pennighe  vode 
willen   to    deme    neghesten    tokoniende    Paschen    gheuen    deme   suiuen  klostere 
anderhaluen  hundert   mark    lubesch^  vnde  vort  bynnen  dessem  jare  ok  gheuen 
deme  suiuen  klostere  viftich  lubesche    mark,   also  dat  de  summe  der  vorbeno- 
meden  almissen    schal    wesen    drehundert   lubesche  mark.      Vortmer  so  hebbeo 
de  vorbescreuen  personen  darto  sik  ghegheuen    vnde   gheoftert  deme  vorbeno- 
meden  klostere  vor  enen  dener  vnde  denerynne,  dewile  dat  se  leuen,  mit  ail^ 
deme   gude,    weghelik    vnde    vmbeweghelik,    dat    se   myt  sik  in  de  vorscreuene 
woninghe  bringhen,  dar  wy  se  an  wysen,  mit  sodaner  vnderschedingbe,  dat  se 
to  neme    sunderghen    denste  scholen    vorplichtet    wesen    vnde   dat   se   moghea 


1424.     Feb.  14.  557 

ukende  wesen  alles,  des  se  hebberi^  de  tyd  eres  leuendes.  Wan  se  ouert 
jyde  dot  synt,  so  schal  tohoren  vnseme  vorschreuen  klostere  allent,  dat  se 
ilaten  in  erer  woninghe,  sunder  hinder  vnde  ansprake  erer  eruen,  also  dat 
strunient  vtwyset,  dat  oner  desse  vorscreuen  offeringhe  vnde  gheuinglie  van 
ne  notare  gheniaket  is,  vnde  darvmme  scholen  desse  suluen  erbaren  perso- 
»n,  Johan  vnde  Margarete,  syn  husvrouwe,  bnikende  wesen  aller  gnade  vnde 
•yheyt,  dar  vnse  orden  vor  sodane  personen  van  den  pewesen  niede  beghauet 
.  To  ener  merer  betuchnisse  alle  desser  vorscreuenen  stukke  so  is  niid  vnser 
ischop  vnses  klosters  ingheseghel  vor  dessen  bref  ghelienghet,  de  ghescreuen 
na  Godes  bort  M  CCCC  in  denie  vervndetwintighesten  jare,  in  sunte  Valen- 
nes  daghe. 

Auft  dem  Copiarius  des  Burgklosters  fol.   14  h. 

)eT  Burgermeister  Curd  Brekewold  und  der  Rathmann  Johann  Bere  entscheidim 
ehieii  Streit  zwtschen  Heinrich  Wolder  und  dem  Kloster  in  Reinfeld,  1424. 
Feb.  24. 

liinricus  Wolder  alias  inpetebat  abbatem  et  claustrum  in  Reineuelde  ex 
Hrte  cuiusdani  danipni  et  pecunie  IX  marcas  lub.,  que  Marquardus  Wolder, 
uunculus  antedicti  Hinrici.,  propter  excessuin  et  demerita  sua  dedit  prePato 
lauslro  in  Reineuelde.  Sed  tainen  per  dominos  Conradum  Brekewolt,  procon- 
uiem,  et  Johannein  Beren,  consulern.  per  dominos  consilii  ad  hoc  deputatos, 
icte  partes  amicabiliter  concordati  sunt  ita,  quod  Hinricus  Wolder  antedictub 
scognouit.,    se    esse   satisfactum   et    ad    surBcienciam    subleuasse  et  percepisse 

fratre  Martino  Bruzehauern,  woldmestere  prefati  claustri,  V  marcas  lub.  den. 
nde  dictus  Hinricus  Wolder  cum  suis  heredibus  prefatum  dominum  abbatem 
uuinque  claustrum  in  Reineuelde,  omnes  subditos  dicti  claustri,  spirituales  quam 
^culares,  pretextu  illius  ab  ornni  ulteriori  monicione  seu  ab  omnibus  aliis 
^onicionibus  uel  inpeticionibus.,  quas  dictus  Hinricus  habuit  uel  habere  potuisset 
d  prefatum  dominum  abbatem  suumque  claustrum  et  subditos  et  precipue  ad 
ntedictum  fratrem  Martinum  Brusehauern  quouismodo  usque  in  presentem 
iem,  penitus  dimisit  quitum  et  solutum.  Insuper  antedictus  Hinricus  Wolder 
romisit  et  arbitratus  est,  si  et  in  quantum  ipsum  affuturis  tetnporibus  aliquas 
peticiones  uel  moniciones  ad   prefatum  dominum  abbatem  suumque  claustrum 

subditos  contingeret  habere,  quod  de  dictis  omnibus  vellet  et  debet  stare 
i  coram  dominis  consilii   Lubicensis  et  coram  nulli  alteri. 

Nctch  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1424,  Matth,  Ap, 


1424.     Vor  Marz  17.  5S9 

Der  Rath  von  Bremen  heklagt  sich  gegen  den  Rath  von  Lubeck  iiber  das  Verfahren 
des  Raths  von  Groningen  und  bittet  um  Beistand  gegen  denselben.  0.  J. 
(1424.     Vor  Marz  17.)' 

Vnsen  vruntlikeri  grut  vnde  wes  wi  gudes  vormogen  louorn.      Ersamen 
heren,  bisundern  guden  vrunde.     So  gi  vns    gescreuen    hebben,  dat  wij  ichtes- 
welke  houetinanne  der  vitallienbrodere  bi  vns  hebben  ghehat  vnde  en  inyt  erer 
zeltschopp    geleyde    gheuen    vnde    menden,    de    to    wedersdagen    to    waterwert 
uttomakende  vp    de   van    Groningen    etc.^    begeren    wi    juw   welen,   dat  de  van 
Groningen  in  vortijden  in  lefliker  handelinge  vnvorwaret  erer  ere  an  vns  vnse 
borghere    geuanghen^    ere    schepe  vnde  glide  genomen  vnde  bynnen  erer  stad 
geschattet  hebben,  dar  wy  vmme  vnse  medeborgherinester  vnde  stadscriuer  an 
ze  in  Groningen  ghesand    hadden    weruende    vnde   vruntliken    biddende^  dat  ze 
vnse    borghere    quid    vnde    en    dat    ere,    dat    ze    en  genomen  hadden,  wedder- 
gheuen,  went  wij  men  leff  vnde  gud  mit  en  enwisten,  edder  dat  ze  vns  darumme 
tekenden  legheiike  dage,  vpp  den  ze  vns  darumme  deden,  wes  ze  vns  van  ere 
vnde  rechts  wegene  plichtich    weren,   des  ze  vns  vtginghen  vnde  van  en  nicht 
wedderfaren   konde.     Vurder,    so   gi  vns  scriuen   vmme  artikel  na  lude  des  re- 
cesses, dat  wi  dat  by  nenen  hensesteden  vorsocht  vnde  voruolghet  hebben  etc., 
des  willet  weten,    dat  wij    na  den  tiden,  alze  wi  aldus  vnse  sendeboden  an  de 
van   Groningen    gehat    hadden,    vnse    bodeschopp    vnde    breue  to  tween  tijden 
zenden    an    den    bischop    van   Vtrecht  kortliken  vorschenen,  dein  Ghod  gnedich 
sij,  de  stede  Vtrechf,  Deuenter,  Campen,  Amesfort  vnde  Swolle,  ze  vruntliken 
biddende,    dat    ze    de  vorscreuen    van    Groninge  berichten,  vnderwisen  vnde  so 
uormoghen  wolden,  dat  ze  vnse  borghere   noch    quid  vnde  en  dat  ere  wedder- 
gheuen,  edder  legheiike    dage  vns    darvmme  tekenden,  vpp  den  ze  vns  deden, 
des  ze  vns  van  ere  vnde  rechts  wegene  plichtich  weren.    Des  gelijk  darna  vnse 
gnedige  here  van  Bremen  an   de  vorscreuen   bischopp,  heren  vnde  stede  screff 
van  vnser  wegene,  so  wi  dat  myt  den   breuen,  de  vnsem  gnedighen  heren  van 
Bremen  vnde  vns  van  den   vorfaenomeden  bischoppe,  heren  vnde  steden  wedder- 
ghesant  zint,  wol  willen   bewisen,  dat  vns  allent  nicht  helpen  mochte.     Konden 
auer,  leuen  vrunde,  gij  edder  anders    jement    de  vorscreuen  van    Groninge  be- 
richten, dat  ze  vnsen   borgeren  noch  ere  schattinge,  schepe  vnde  gud  wedder- 


])  und  nach  dem  9.  October  1423,  an  welchem  Tage  Friedrich  III    von  Blankenheim,  Biaohof  von  Utrecht, 
itarb. 


560 


1424.     Maiz  17.   / 


gheupn    vride    schaden    wedderrichleden    in    korten    tiden^    dat    wolde    wij  noc^/ 
gernp  van  en   nemen,  vnde  dar  scholde  gij  vnser  mechtich  to  wesen.    Were  olr 
dat  des  nicht  en    scheg(>,    so    bidden    wij   juw  vruntliken^  dat  gi  de  uorscreuen 
van  Groninge  vnde  de  ere  in   juwen  steden   vor  vns  vnde  vnse    borghere   nicht 
heghen  edder  leyden,  went  vns   nicht  steit  to  lydene^    dat  wy  an  dem  schaden 
willen    besitten,  vnde  willen    den    soken   vnde  vorinanen  ^    wor  vnde    rnit  wenie 
wij  konen  vnde  moghen.     Screuen  vnder  vnser  stad  secret. 

Consules  ciuitatis  Bremensis. 

Aufschrift:    Den    ersainen    vorsichtighen    wisen    heren,    borghermeistprn 
vnde   radmannen   to  Lubeke^  vnsern  sundergen  guden   vrunden,  gescreuen. 

Sack  dem  Original.     Da%  aufgedruckte  Siegel  iat  gdntUch  ahgesprungen. 


I»IiX¥I. 

Der  Rath  von  Groningen  beschwert  sich  gegen  den  Rath  von  Ltibeck  uber  GewaJli' 
thdtt'gkeiten  des  Erzbischofs  von  Bremen  und  entschuldigt  das  AtisbleAen 
eines  Gesandten  auf  dem  nachsten  Hansetage  mit  der  Unsicherheit  der 
Retse.    1424.     Mdrz  17. 

V  rentlike  gruete  init  gunsten   voirghescreuen.     Eersaaien  guede  vrende. 
Juwen  brieff  mit  der  copij   daerinne   besloten   nu   nylinxt  an  ons   ghesant  onder 
andern    woirden    sprekende,    woe    de    henzestede    des    derden    zonendages  na 
Paeschen  eerst  comende  thoesatnen   in  juwe  stad  zullen  comen,  des  gij  eysscben 
ende  bea:heren   in   name  der  stede  van  ons  omme  sodane  onwille.  als  tusschen 
de   van    Bremen    ende    ons  is,    dat  wy    onse   vulmechtighe    sendeboden  vp  deo 
voirscreuen  dach   by  juw  toe  Lubick  willen   senden,  welke  in   der  zake  wal  ende 
nuchalftigen  gheinformyert  zy(n)  etc.,    mit    meerren  woirden   begrepen,  hebben 
wy  lieflliken  ontfangen   ende  verstaen.     Ende,  heue  vrende,  als  gij  mede  roeren, 
weret  dat  wy    dit  vorleden    ende    de  ontschuldighe  coepman   van  onser  weghen 
beschedig^^  worde^    daer    entiegen  worden   de  steden  doende,  als  zich   dat  be- 
hoert,  des  laten  wy  juw  vientliken  weten,  dat  wy  by  der  ghenade  Godes  hopen 
vnde    wyllent    so    besorghen,    dat    de    ontschuldighe    coepman    vermits    onsen 
schulden   ende  van   onser  weghen    nyet   en    sal  werden   beschediget,  die   in  den 
stichte  van  Bremen   nyet  gheseten   en    is.      Voirt,  eersame    vrende,    daervp    dat 
die  van  Bremen    voirghenant    juw    hebben    ghescreuen,    woe  wy  in  voirtiden  in 
lieffliker    handelinghe    onverwaert    onser    ere    an    em   ore   borghere  gheuaiigen, 
ore  scepe  ende  guede  ghenomen    solden    hebben  ende  bynnen  onser  stad  ghe- 


1424.     Marz  17.  561 

chattet,    mit    meerren    anderen    zwaren  clegheliken  woirden   begrepen,  als  wy 

vt  der  voirscreuen  copij  in  juwen    breue    besloten  hebben  verstaen^  gheuoeghe 

uwer   eerbarbeyt    mede    the    weten,    ende    clagen    juw  des  zwaerliken,  woe  in 

den  voirleden  somer  die  eerwerdighe  vader  in  Gode,  biscop  van  Bremen,  XIIII 

onser  inwoenres  ende  ondersaten  vp  den  weghe  ten  hilligen  bloede  on  onentseghet 

ende  onverhaelt  van  ons  in  den  voirscreuen  zinen  stichte  heefft  laten  vangen, 

stocken  ende  schatten  al  eer  der  tijt,  dat  wy  enigbe  toetastinghe  hadden  laten 

doen,  des  wy  ons  van  zijnre  eerwerdicheyt  in  geenre  wijs  vermoet  en  hadden, 

want  wy  mit  em  nyet    dan    lieue  ende  guet  en  wysten^  omme  welken  schaden 

ende  onrecht  the  verhalen  ende  wedertbestaen  hebben  wy  lude  wt  den  voirscreuen 

stichte    weder    laten    vangen    ende    gheschat,    waeromme    de    van    Bremen   ons 

quelliken  ouerschriuen,  want  doch  de  eerwerdighe  vader  voirscreuen  een  beer 

is   des    ghestichtes    voirghescreuen.     Ende    hebben    to    dezer    tijt  in  den  wylle 

gheweest,  onsen  voirscreuen    schaden    ende    homoet  voirt  the  verhalen  vp  den 

^erwerdigen  heren  voirscreuen  ende  vp  de  ghene^  die  onder  em  gheseten  zijn, 

waer  wy  hadden  kunnen  ende  moghen,  men^  guede  vrende,  omme  juwer  liefFte 

^illen  ende  omme  meerre  quaet  tho  schuwen  hebben  wy  ons  so  besproken^  dat 

^y  juw  te  lieue  onsen  voirscreuen  schaden  ende  verdriet  vergheten  willen  ende 

^ergheuen,  in  deen  dat  ons  van  onsen  wederpart  voirscreuen  des  ghelikes  mach 

^edervaren,    ende    begheren    hijrvp,    lieue    vrende,    dat    gijt  ons  in  gheen  ouel 

Allien    keren,    dat   wij    onse    sendeboden    vp    den  seluen  dach  voirbenomed  by 

)^w  nyet  en  schicken,  want  wy  dat  vermits    anxte    ons    lyues  ende  gudes  nyet 

^oen    en    doren,    men  wes  juwe  voirsichticheyt  toe  des  menen  coepmans  beste 

'^^grypet    ende    de    vytaliers   the    krencken.    dat  willen  wy  helpen  the  vorderen 

^nde,    als   redelick    is,    mede    beuestigen^    des  gij  ons  gansliken  mogen  toe  be- 

ti'uwen.    Juwe  lieffte  wyll  God  sparen  in  ghesondtheyt  tot  langen  seligen  tiden. 

Ciescreuen    in    sente  Ghertruden    daghe,   onder  onser  stad  secret,  anno  XXIIIP. 

Borgermeystere  ^ 

,  ,  in  Gronyngen. 

ende  raed  "^    ^ 

Aufschrift:  Den  eersamen  voirsichtighen  vromen  heren,  borgermeysteren 
pfide  raedmannen  der  stad  van  Lubick,  onsen  ghemynden  lieuen  vrenden^ 
ruetliken  ghescreuen. 

N<ich  dem  Original  auf  Papier,    Mit  Resten  dea  aufgedruckten  SiepeU, 


71 


562  1424.     Marz  18. 

I»LX¥11. 

Entwurf  zu  einem  eimeuerten  Mahnbriefe  des  Raths  von  Lubeck  an  mehrere  Adelige, 
sich  zum  Einlager  zu  stellen.     1424.     Mdrz  18. 

Tercia  vice. 

xost  salutacionem.     Gude    vrund.     Ju    mach  wol    indechtich    wesen,  da^ 
wij  iuw  to  twen  tiden  gescreuen   hebben,  wo  dat  N.  vns  vorsatich  werdet  eneir 
summen  penninge  van  siner  vengknisse  wegen    in  vnsen    erbenonieden    breuen 
vtgedrucked,  darvore  gi  vns  vorsegeld  vnde  geloued  hebben  eyn  inleger  bynnen 
vnser  stad  to  holdende  etc.     Hirvrnnie    zo    esche    wij  vnd    inanen   iuw    in  crafl 
desses  breues  to  dem  drudden  male,  dat  gi  sunder  vorboldinge  komen  in  vnse 
stad    na    inholde    iuwes    loftes  vnd    iuwer    breue,  vns  eyn  integer  to  holdende^.^ 
wanne,  wor  gi    des    nicht   en    don,    zo    mote  wij  vnd  willen  dat  vorder  van  iu 
scriuen  vnd  clagen  alien  vromen  luden,  wo  vnd  in  welker  mathe  gi  vns  iuw^s 
loFtes    vnd    bezegelden    breue    vorsatliken   vnhorich  werdent,   so   lange   dat  vns 
redelicheit  hirvmme  van  iw  wedderuaren  moghe,  vnd  begheren  des  noch  iuwps 
antwerdes    by   dessem  vnsem    boden.     Datum    sabbato    ante   Reminiscere,  ann^' 
etc.  XXIIir. 

Consules  Lubicenses. 

Nach  dem  Entwurf  auf  Papier. 


DliXVlII. 

Helmoldy  Heinrich  und  Henneke  von  Plesse  schreiben  dem  Rathe  von  Lubecky  sie 
seien  der  Meinung  gewesen,  dass  die  Schatzung  fur  die  Rohr  bezahlt  set, 
ubrigens  bereity  ihre  Verpjlichtungen  als  Biirgen  zu  erfullen.  0.  J.  (1424. 
Nach  Mdrz  18.) 

VVetet,  gi  borgermestere  vnde  rat,  dat  wy  juwen  breflF  hebben  wol  vor- 
nomen,  in  deme  gy  scriuen  vmme  maninge  van  der  Rore  wegen  erer  schat- 
tynghe  erer  vengnisse,  aize  hundert  mark  XXIII  mark  myn  XXVI  penninge^ 
dar  wy  schollen  hebben  vor  louet  etc.  Des  wetet,  dat  wy  vns  des  vormodet 
hadden,  dat  dat  ouer  menghen  tyden  bered  were^  wes  juw  dar  vorder  ane 
scbelt,  des  wille  wy  theghen  juw  riden  vp  eyne  beleghelike  stede  vnde  willen 
vnse  houetlude  dar  mede  hebben,  wes  juw  an  der  beschattynghe  nicht  bered  is^ 


1424.     Nach  Maiz  18.  563 

dat  wille  wy    juw    holden,    aize  wy    juw   louet   hebben.     Screuen  vnder  Hinrik 

van  Plessen  ingesegel. 

her  Helmolt,  Hinrik,  Henneke, 

vedderen,  de  Plessen  hetten. 

Aufschrifti    Den    erwerdighen    borghermesteren    vnde    rade    to    Lubeke 
gescreuen. 

iVaoA  dem  Original  auf  Papier.     Mit  aufgedrUcktem  theilweise  erhaltenem  Siegel, 

Der  Rath  von  Wismar  erwiedert  dem  Rathe  von  Lubeck,  dass  er,  wenn  die  Stddte 
eine  Sendung  nach  Bohmen  beschllessen  sollten,  sich  nicht  ausschliessen 
werde.     1424.     Mdrz  23. 

Unse  vruntlike  grute  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  vorscreuen.  Ersamen 
heren  vnde  besundergen  leuen  vrunde.  Juwen  bre£F  nriit  der  inneslotenen  aue- 
schriftt  enes  breues  vnses  allergnedigisten  heren^  des  Romischen  konings,  an 
de  menen  hensestede,  vmme  siner  herlicheyt  an  Bemen  to  uolgende,  gescreuen, 
hebbe  wij  tuchtliken  vntfangen  vnde  wol  vornomen,  vnde  willen  gerne  gutliken 
darup  vordacht  wesen,  vnde  wes  de  glienienen  henseslede  darane  vortsetlen 
vrillen,  dar  wille  wij  vns  ok  gerne  gudwillych  ane  bewysen  na  vnser  mogelcheyt. 

Gode  beuolen.    Screuen  des  dunnerdages  vor  Oculi,  vnder  vnsem  secrete,  anno 

XXIIIP. 

Consuies  Wisrnarienses. 

Aufschrift:  Prudentibus    et  honorabilibus  viris,   dominis  proconsulibus  et 
coosulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

jVocA  dem  Original.     Das  aufgedruckte  Secret  ist  zum  geringeren  Theil  erhalten. 


Erwiederung  des  Helmold  Liitzow  auf  einen  Mahnbrief  des  Raths  von  Lubeck  wegen 
seiner  fur  den  Knappen  Beem  Rode  geleisteten  Biirgschaft.    1424.    Mdrz  26. 

Mynen  vrunteiken  denst  mit  tlyte.  Ersarnen  leuen  heren  vnde  vrundes. 
Juwen  breff  an  my  ghescreuen  hebbe  ik  wol  vornomen,  dar  gy  ane  scriuen 
vnde  my  van  Berne  Roden  weghen  manen  vmme  enen  tzummen  peninnghe  der 
schattinghe   syner  venghenitze   etc.     Des    willet   weten,   dat  yt    my  vter  maten 

71» 


£64  1424.     Marz  26. 

led  ys,  dat  gy  dar  suike  maninghe  scholeii  vmme  don,  vnde  ik  ok  anders  nicht 
hebbe  ghewust.  men  de  pennighe  weren  gantzeiken  to  der  nfighe  betalet  vnde 
wol  bered,  anders  wolde  ik  yt  yo  so  hebben  ghevdghet^  dat  jw  der  maninghe 
nyn  behuff  schulde  hebben  gheweset.  Bidde  denstelken,  dat  gy  yd  sunder 
maninghe  an  willen  vnde  vruntschap  laten  bestan  bette  to  Paschen,  ik  wil  yt 
vnder  der  tyd  so  voghen,  dat  gy  van  der  weghen  nyne  maninghe  bedaruen  to 
my,  vnde  keret  my  dat  yo  nicht  to  varen,  dat  ik  nicht  vort  by  iw  byn  to 
Lubeke,  alse  gy  scriuen.  Dat  wil  ik  alle  weghe  jeghen  jw  vordenen,  wor 
ik  kan  vnde  mach.  Screuen  in  deme  Sundage  to  Ocuh\  vnder  mynen  inge- 
segel,  anno  Domini  MCCCCXXIIII. 

Helmold  Lutzow. 

Aufschrift:    Den    ersamen   wisen  heren  burgermesteren  vnde  radmannen 
to  Lubeke,  synen  ghflnstigen  heren  vrunden. 

I^aeh  dem  Original  auf  Papier  mit  unbedevtenden  Resten  des  aufgedruckten  SiegeU* 


Der  Rath  von  Grabow  versichert  dem  Rathe  von  Luheck,  er  werde  darauf  halUnt 
dass  die  Bewohner  der  Stadt  hei  ihrem  Handelsverkehr  von  den  gewohnUn 
Strassen  nicht  abweichen.     1424.     Marz  26. 

Vlyteghen    denst    mit   vorscreuener    vrdntliker    grfite.      Ersamen    leuen 
heren.     Jwen    breff  an  vns   ghescreuen    hebbe  wy  wol  vornomen,  dar  gy  ynne 
scriuen,  dat  wij  de  vnsen  scholen  warnen,    de   dar  pleghen  edder  wilieii  sukeo 
jwe    stad   Lnbeke    edder   de   stede  Hamborch  edder  Luneborgh  mit  kopenschak 
edder  anderen  gheverte,  dat  de  nyne  nyge  straten  edder  weghe  en  suken,  men  ' 
holden  dat  na  older  wonheit,  alse  yt  oldinghes  ys  gheweset  etc.  Begheren  jw, 
leuen  ghdnsteghen  he^en,  to  weten,  dat  wy  den  ynwoneren  vnser  stad  de  yn- 
holdinghe  jwes  breues  gherne  willen  gheuen  to  vorstande  vnde  sy  vorder  vnder- 
wisen  yn    den    saken,    dat  wy   mit    em  dat  jo  so  gherne  willen  holden,  alse  yt 
oldinghes  ys  gheweset,  vnde  wy  dat  vnde  vnser  welk,  de  de  erghenanten  stede 
sdken,    dat   vterlekest    weten    to    holdende,    vnde   danken  jw  denstliken,  dat  gy 
vns   warnen,    dar   vns    edder    den    vnsen    mochte    schade    aff  koniende  wesen. 
Bidden  odmfideghen,  dat    gy    vns   vnde    de  vnsen  jo  be  older  rechtecheit  vnde 
wonhdjt  beholden,  dar  wy  aldus  langhe  by  gheweset  syn,  vnde  vns  bescheroien, 


1424.     Marz  26.  565 

4)ar  yt  syk  jw  temet,  des  wy  gans  to  jw  hopen,  vnde  willeri  jw  vnde  den  jwen 
dar  gberne  vmme  denen,  wor  wy  konen  vnde  mogben.  God  sy  mit  jw.  Screuen 
vnder  vnser  stad  secret,  des  sdndages  to  Oculi,  anno  Domini  MCCCCXXIIII. 

Radmanne  to  Grabow. 

Aufsehrift:  Den  ersarnen  wysen  beren,  borgermesteren  vnde  radberen  to 
Lubeke,  eren  gbunsteghen  beren  etc. 

Nach  dem  OrigintU  auf  Papier,    Das  aufyedruekte  Siegei  ut  groastentheils  abgesprungen. 


DliXXII. 

Der  Rath  von  Hamburg  schreibt  dern  Rathe  von  Lubeck  hinstchtlich  des  Pfundzolls 
in  Flandem  tmd  des  Verhdltnisses  zmschen  Groningen  und  Bremen,  1424. 
Mdrz  26. 

Yrundliken    grut    touorn    vnde    wes    wij    gbudes    vormogben.     Ersarnen 

leuen   besunderen  vrunde.     So    gij  vns    toscriuen,    dat   wij    wol    weten,  wo  juw 

vnde  vns  de  erliken  stede  in  dessem  nyestuorleden  zomere  uorscbeden,  daruan 

gM  Vnde  wij  malk  en  recess  hebben,  myd  mer  worden,  hebbe  wij  dergbelijken 

van    vnses  radescumpanen,    de    bij  juw  gewest  sind,  wol  vornornen  vnde  wiilen 

luwer  leue  dar  vnse  antwerde,  wilt  God,  kortliken   bij  vnsem  egenen  boden  up 

weten  laten.     Vorder  bebben  vns  vorstan    laten  vnses  radescurnpane,  de  latest 

'^^i  iw  weren^juwe  guddunkent,  vnirne  den  punttolien  in  Flandem  to  entFangende, 

^^^  id  wol  gud  were,  alse  gij  do  gberanied   hadden,  sik  darmede  to  uorboldende, 

^f  rnen  dar  wene  to  scbickede,   so  lange  dat  men  wiste  en  antwerde  van  den 

uan  Groningbe  vnde   Bremen,  dar  wij  vnse    boden    myd  juwen   breuen  den  van 

^roninge  vnde  ok  nu  anderwerf  an  de  van  Bremen   uan  stund    an  sanden,  der 

n^ch  nen  wedderkomen  is,    dar  vns  ok  na  vorlanget,    nademe  de  tijd,  alse  gij 

scriuen,  sik  kortet.     Dat    erste    dat    der    boden    welk    bij  vns  kumpt,    wille  wij 

iuwer    leue    de    bodescop    sunder    sument    uort    benalen.      Ok,    leuen    vrunde, 

dunket  juwer  wisbeid  radsam  wesen,  dat  gij  dar  wene  uth  juwem  rade  to  uogen 

wiilen,  de  berede  sin  moge,  wan  de  bode  van  den  van  Groninge  wedderkumpt, 

ih  des  denne  bebof  sij ,   dar  tbo    sendende ,    der  gbelijken  wille  wij  ok  dartbo 

vogen,   de    myd    eme   darsulues    rijde,  wan    de  juwe  an  vnse  stad  kumpt.     Sijt 


566 


1424.     Maiz  Sfi6. 


Gode  beualen.     Screut^ii   vnder  vnsen    secrete,    des  sondagbes  Ocuii,  aorio  etc. 

XXIIIP. 

Consules  Uarnburgenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus    et   circumspectis  viris,   dominis    proconsulibus 
et  consulibus  ciuitatis  Lubicensi.s,  amicis  nostris  predilectis. 

ScMch  dem  Original.     Mit  liesten  dea  aufyedruckten  Secrets, 


Der  Rath  von  Krakau  ersucht  den  Rath  von  Liiheck  und  die  Hansestddte  um  hh 
kunft  uher  den  Pfundzoll  in  Danzig  und  bittet,  ihn  in  seinen  Bemiihungm 
um  Abschaffung  desselben  zu  unterstutzen.     1424.     Mdrz  26\ 

V  nsern  fruritlichin  grus  czuvor.  Ersaiiie  weyzen  iiben  heren.  Also  alx 
ewer  stat  dy  eldeste  vnd  daz  haupt  ist  in  der  hensse,  aus  der  wir  ouch  nye 
gescheyden  sirit,  vnd  dy  sache  tut  euch  also  wol  an  als  vns,  so  tu  wir  ewir 
ersanikeit  czu  wissen  als  von  des  pfuntczolls  wegen  in  Prvssen,  den  man  vor- 
czeyten  do  nam  vnd  gab  durch  befredunge  wille  der  zee,  das  sy  den  noch  fur- 
dern  vnd  nenien  von  dern  kauffmann  vnd  wellen  den  gancz  ofbrengin  czu  ewigeo 
tagen,  so  vns  doch  wol  wissintlich  ist  vnd  den  kauffman  noch  gedenkt,  das 
man  den  nicht  gegeben  hot,  sundir  das  man  en  anhub  czu  geben  durch  der 
obgenanten  sache  wille.  Vnd  das  ding  babe  wir  brocht  an  vnsern  heren,  deD 
konig,  vnd  der  hot  vns  doroff  eynen  notnelichen  tag  vnd  stat  geleget  vnd  b^ 
scheiden,  als  nu  off  vnsers  Heren  hemilFart  ken  Welun,  dohen  denne  beyde, 
Prvssen  vnd  Eyftlender,  ouch  komen  werden.  Vnd  hirvmme  so  bete  wir  ewir 
ersamkeit,  als  wir  denne  wol  getruwen  ewir  gunstekeit,  vns  vor  der  czeyt  cxo 
vorschreiben,  wy  is  mit  demselbin  pfuntczolle  von  alders  her  gewest  ist,  ap 
n)an  den  gegeben  habe  adir  nicht^  das  wir  ewirs  geczeugnis  oF  den  obgenan- 
ten tag  vor  vnserem  heren,  dem  konige^  gebrauchin  mogen,  adir  dach  wissen, 
wy  wir  vns  dorynne  halden  sullin,  vnd  beten  ouch  ewir  erbarkeit^  das  ir  of 
denselbin   tag  dohen    ouch    sendit    aus    den    ewirn   vnd    sam    dy   heubtleute  der 


1)  Eine  vorlUufige  Vereinbarung  zwischcn  einigcn  Ost-  und  Westfricsischcn  Il&upllingcn  sammt  der  Suit 
Groningen  und  der  Stadt  Bremen  ist,  nach  ciner  gleichzeitigen,  im  hiesigen  Archiv  bcfindlichcn  Abschrift,  gedrud* 
bei  Friedlaendcr,  Ostfriesisches  Urkundcnbuch  Bd.  1,  .M  321. 

2)  Der  Pfundzoll  in  L)anzig  beruhtc  theils  auf  Bestimmungen  der   UanscstUdte,  tbeils  auf  Bcstimmungeo  del 
Ordcnsmeisters.     Vgl.  Voigt,  Gescb.  Proussens  Bd.  7,  S.  338. 


1424.     Marz  26.  S67 

Inensse  vns  helffit  wedersteen  vnd  dirworen,  das  sulcbe  newe  beswerunge  of 
den  kauffman  nichten  kome,  wen  wir  do  wedir  sin  wellin  mit  alle  vnserm 
vormogen.  Tut  ir  ouch  dorczu  ewir  hulfPe,  das  bete  wir  ewir  ersanikeit  nriit- 
saiTipt  dein  gemeynen  kautlman.  Gegebin  czu  Cracow,  ani  sontage  Oculi  in 
der   vasten,  in  dem  virczinhundirstin  vnd  XXIIII  iar. 

Ratnianne  der 
slat  Cracow. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vnd  weysen  mannen,  burgermeistern  vnd  rat- 
mannen  der  stat  Leubig  vnd  Hamburg  vnd  den  andern  gemeynen  henssesleden, 
vnsern  gunstigen   liben   frunden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  als  Pressel  aufgedrucktetn  gross tentheils  erhaltenem  Siegfl. 

Ein  auf  den  Pfundzoll  in  Danzig  beziiyliches  Schreiben  ohne  Aufschrift  und  Unter- 
schrift.     0.  J.     (1424.     Nach  Mdrz  26.) 

Lieber  vetler.  Ich  habe  vornomen,  wi  das  der  rad  van  Crakaw  eynen 
briff  gesand  hat  deme  ersamen  rate  czu  Lubeke,  also  van  des  pfundczols  wegen, 
dpn  vnsere  heren  czu  Danczke  van  ydermanne  nemen,  vnd  si  begeren  uwes 
rates  vnd  uwer  guddunken,  wi  si  mochten  den  pfundczoll  abebrengen  mit 
hulffe  eris  heren  koniges  van  Palen,  went  vnsere  heren  habpn  deme  koninge 
S^saget,  is  si  eyn  alder  czoll  vnd  daz  si  en  vor  langen  cziten  gehat  haben. 
Mich  dunkt^  di  Cracawer  begeren  uwer  wissenschaft,  wi  der  czoll  czu  ersten 
Ken  Prvssen  komen  si  vnd  wer  yn  gesaczt  habe,  also  das  ouch  wol  hir  ym 
'3nde  vil  luthen  wissentlich  ist,  sunder  si  begeren  uwer  geczugnis,  das  si 
'^ogen  bewisen  mit  uwerm  briue,  van  wanne  der  pfundczoll  czum   ersten  komen 

• 

's^t,  went  vnsere  heren  werden  eynen  tag  halden  mit  deme  koninge  van  Palen 
'^nd  mit  herczoge  Witolt  czu  Welun  vff  vnsers  Heren  hymmeluart  tage.  Thut 
woI,  liber  vetter,  vnd  helfiFet  daz  beste  reden  dorczu  vnd  daz  in  io  e  ne  briff- 
Hche  antwort  becziten  vor  deme  tage  weder  ken  Danczke  komen  mol^hte.  Man 
Diochte  den  briff  senden  an  her  Hinrich  Koning,  der  sal  en  wol  vordan  schicken. 
Werdet  ir  ernstlichen  dorvmme  schriben,  so  hoffe  ich,  der  here  koning  van 
Palen  wirt  en  wol  abebrengen,  went  eyn  lant  deme  andern  vorsegilt  hat,  keyne 
DQwe  czoUe  nicht  czu  machen,  sunder  waz  czolle  man  van  aldirs  gehat  hat, 
di  mag  yderman  behalden.     Wi    nv  vnsere    heren    den    czoll   gehat  haben,  das 


568  1424.     Nach  IVlarz  26. 

weis  man  wol.  Vnsere  heren  thiin  vns  arinen  luten  grosse  vngutte,  si  nomen 
czuuorn  mit  gewalt  von  dein  $S  gr.  I  schill^  nv  nemen  si  von  deme  S  gr. 
nil  schil.  Wir  mogen  leider  nicht  dorweder,  wiwol  wir  haben  in  vnzern  hant- 
vesten  vnd  preweleyen^  daz  si  keynerlei  czollgetwang  vff  vns  seczen  suin  czu 
ewigen  cziten,  wir  siilden  vry  sin,  sunder  man  wil  vns  dorbi  nicht  lassen,  Got 
bessers.     Hirbi  heltl'et  das  beste  prouen  etc. 

N<ich  einer  Abnchri/t  auf  Papier. 


mjJLJLV. 

Der  Rath  von  Wittenburg  schreibt  dem  Rathe  von  Lubecky  class  es  darauf  halten 
werdcy  dass  die  Bewohner  der  Stadt  bet  ihrem  Handelsverkehr  vm  dm 
gewohnien  Str assert  nicht  abweichen.     0.  J.     (1424.)     Mdrz  27 J 

Vqsen  willeghen  dinst  myd  gantzer  stedicheid  vnde  myd  alle  derne^^wes 
vfi]  gudes  vormoghen,  myd  vruntliker  grAte  vorscreuen.  Ersamen  leuen  vrundes 
vnde  heren.  Jfiwen  brelf  an  vns  ghesand,  den  hebbe  wij  andachtliken  myd 
guden  wiilen  gantz  wol  vornomen,  aize  jdwe  erbarcheyd  screuen  heffU  aize  de 
straton  to  varende  vnde  to  theende  na  older  wonheid  etc.  Des  hebbe  wij  den 
vnsen  berychtet,  dat  ze  de  oiden  h^rstraten  then,  zdken  vnde  varen  scholen 
na  Lubeke,  Hamborg  vnde  Luneborg,  aize  van  oldinges  wonlik  is  gewesen. 
Vnde,  leuen  heren,  is  de  herstrate  to  dessen  vorbenomeden  steden  wor  be- 
kummerd  vnde  thohowen,  dar  bidde  wij  iw  dinstliken  vmme,  dat  gij  dar  ]fo 
mede  behulpelik  vnde  trostelik  vns  mede  syn  vnd  weset  vns  behulpen,  worgij 
konen  vnde  mogen.  Leuen  heren  vnde  vrundes,  sijd  Gode  beuolen.  Screueo 
vnder  vnsem  inghezegel,  des  mandages  na   Oculi. 

Consules  Wittenborch. 

Aufschrtft:  Den  ersamen  vorsichtigen  wisen  heren,  borgermesteren  vnde 
radheren  to  Lubeke,  vnsen   besunderen  leuen  vrunden,  gescreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  au/gedrfickte  Sieget  iat  gdmlich  abgesprungen. 


1)  Vgl.  ./V  571.     Des  glcichon  InhalU  und  des  gleichen  Tages  wegen  ist  die  UrkuDde  hierher  gestellt 


1424.    Marz  27.  569 

Rath  von  Hamburg  sendet  dem  Rathe  von  Luheck  ein  Schreiben  des  Raths  von 
Bremen  mit  der  Bemerkung^  dass  er  selbst  ein  gleichlautendes  empfangen 
habe,  verspricht  auch,  die  tdgltch  erwartete  Antwort  aus  Groningen  so- 
gleich  zu  schicken.     1424.    Marz  27.^ 

Vruntliken  grut  touoren  vnde  (wes)  wy  gudes  vormogen.  Ersamen  heren, 

leuen    besunderen  vrunde.     Vnse   bode,    den  wy  rnyd  juwem  breue  to  Bremen 

ghesand    hadden ,     is   wedder    by    vns    ghekomen    myd   twen    breuen    der    van 

Bremen,    de    ene    an    juw  vnde   de    ander  an  vns  sprekende,  daruan  wy  iuwen 

bref,  alse  gy  vns  latest  screuen,  vpghebroken  vnde  lezen  hebben,  de  beyde  an 

juw  vnde  vns   ghesand    uan    enen    lude    sind,    alse    gy  an    iuwem    breue  hirane 

vorwaret    vornemen    moghen.     Wes    iuwer    leue    hirane   best  ghedaen  duncket, 

sette  wy  to  juwer  wisheid.    Wan  vns  ok,  leuen  vrunde,  der  uan  Groninge  ant- 

werde  kumpt,  des  wy  daghelikes  vorbeydende  sind,  wille  wy  juw  sunder  sumend 

ouersenden.    Syt  Gode  beualen.    Screuen  des  ersten  mandages  na  Oculi,  vnder 

vnser  stad  secret,  anno  etc.  XXIIIR 

Consules  Hamburgenses. 

Auf  der  RUckseite:  Honorabilibus   et   circumspectis  viris,  dominis  procon- 
sulibus  et  consulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris  predilectis. 

Ncu:h  dem  Original.     Mit  Resten  des  aufgedruckten  Siegels. 

DliXXVll. 

D^  Rath  von  Rostock  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeck^  dass  er  hinsichtlich  eines 
Feldzicges  gegen  die  Ketzer  sich  nach  dem  Landesherrn  richten  musse. 
1424.     Marz  29. 

Vnsen  vruntliken  grot  myt  begeringe  ailes  guden  touoren.  Leuen  er* 
samen  vrunde.  Juwen  bref  myt  der  auescrift  des  breues  vnses  gnedigen  heren, 
des  Romeschen  koninges,  an  de  hensestede  gescreuen,  an  deme  suluen  iuwen 
breue  besloten,  dar  gi  vnse  antwarde  van  begeren  etc.,  hebbe  wy  wol  vornomen 
vnde  werdichliken  vntfangen.  Hirvmme,  leuen  vrunde,  willet  weten,  dat,  so 
iuwe  wisheit  wol  irkennet,  wy  vnder  der  herscop  van  Mekelenborch  beseten 
syntj  wes  de  donde  werth  iegen  de  kettere,  dar  wille  wy  gerne   Gode   to   loue 

1)  In  einem  zweiten  kurzen  Schreiben  von  demselben  Tage  zeigt  der  Rath  von  Hamburg  an,  dass  anch  der 
Bote  Ton  GrOningen  zuruckgekommen  sei,  und  sendet  den  vorher  von  ihm  gedfiheteu  und  gelesenen  Brief  JM  566. 

72 


570  1424.     Marz  29. 

vnde  der  hilgen  cristenheit  to  bestentnisse  vnsen  wech  to  don  des  besten  wy 
mogen,  vnde  vnseine  gnedigesten  heren,  deme  Roinischen  koninge,  to  willen^ 
wor  w^'  konen  vnde  mogen.  Sijt  Gode  beuolen.  Screiien  vnder  vnsem  secret, 
des  rniddewekens  negest  na  deme  sondage  Oculi,  anno  e^c.  XXIIIL 

Consules  Rozstokenses. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vorsichtigen  mannen  (u.  s.  w.) 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  au/gedriickte  Secret  iat  zum  Theil  erkcUteiu 

DLXJlVIII. 

Der  Rath  von  Lubeck  berichtet  dem  Konig  Stgismund,  dass  die  Ladung  zum  Ge- 
richtstage  in  Of  en  dem  Herzog  Heinrich  von  Schleswig  ubergeben  seL  1424^ 
Marz  29.' 

Iw  alierdorchluchtighesten  hochgebornen  fursten  vnde  aller(ni)actrikester^ 
heren,  hern  Sigisinunde,    Roniischen  koninge,    allewege  merer  des  rikes,   vnd^ 
to  Vngeren,  to  Behemen,  Dalmacien,  Crpacien  etc.  koninge,  vnseme  allergn^— 
digesten  leuen   heren,  don  wy  borgermester  vnde  radmanne  juwer  gnaden,  des 
hilgen  rikes  stad  Lubeke,    juwer    koningliken   gnade    odmodige   vnde  schuldi^e 
denre,  witlik  openbar  betugende    in    dessem    breue,   dat  vor  vns  sint  gbeweset 
Albrecht  Prist  vnde  Ziuerd  Rantzow,  vnse  denre  vnde  ghetruwen,  de  wy  juwer 
koningliken    hochwerdicheit    to    eren,  '  also    bilh'ch    was,    deme    erbaren  beren*) 
meister  Nicolaus  Czeiselmeister,  prouest  to  Tyn,  lerere  in  gestlichem  rechte  etc--, 
na    siner    begheringhe    medegedan    hebben    to    rydende    by    den    hochgebornen 
fursten  vnde  heren  Hinrike,  hertoghen  to  Sleswyk  etc.,  vnde    hebben   vns  wa«*- 
liken  vnde  eendrechtigiiken  berichted,  dat  se  darby  weren,  horeden  vnde  zegheo? 
dat  de  erbenomede  here,  meyster  Nicolaus,  deme  ergenomeden  hereo  berlogen 
Hinrike  vppe    syner    herlicheyd    huse   to  Gottorpe  des  vrydages  vor  deme  son* 
dage  Oculi   nygest  vorleden  erst  antwerdede  juwer  koningliken  gnaden  gheloue* 
bref  vnde    tohant    darna    eynen    anderen    juwer   gnaden    brefT,    darmede  jawe 
koninglike  gnade  den  suiuen  heren  hertogen  Hinrike  vnde  sine  brodere  escbede 
to  komende  to  deme  rechtdage,  den  juwe  gnade  den  dorchluchtigesten  vorstett 
vnde  grodmechtigen  heren,  hern  Erike,  koninge  to  Dennemarken,  Sweden  vnde 
Norwegen  etc.,  vnsen  gnedigen  heren,  vnde  deme  erbenomeden  heren  hertogen 
Hinrike  vnde  synen  broderen  besteden  gen  Ofen,  vnde  dat  de  sulue  here  he^ 
toge   Hinrike    juwer    koningliken    gnaden    vorgerorede   breue  mit  rechter  tacht 

1)     Vgl.  M  550. 


1424.     Marz  29.  571 

werdicheyt  entfange,  alse  sik  temede  vnde  wol  gheborede.  Viide  mochte 
juwer  koningliken  hochwerdicheyt  jerghen  ane  to  denste  willen  vnde  be- 
elich  syn^  dar  were  wy,  also  billik  is,  alle  tyd  gerne  berede  to  na  alle 
?n  vormoghe.  Vnde  desses  to  merer  tuchnisse  der  warheyd  ys  juwer  ko- 
^liken  gnaden  vnde  des  hilgen  rikes  stad  Lubeke  ingheseghel  mit  vnser 
iten  wytschop  ghehenget  vor  dessen  bref.  Datum  anno  Domini  MCCCCXXIIII, 
a  quarta  post  dominicam  Oculi. 

Nach  einem  (sehr  fehlerhaften)  Ahdruck  in  Langebek,  Scriptores  rerum  Danicarum  T.    VIJ,  p.  393. 


Rath  von  Bremen  verspricht  dem  Rathe  von  Liibecky  von  Massregeln  gegen 
Groningen  vorlaufig  noch  Ahstand  nehmen  zu  wollen,  und  nennt  einige 
Frieserij  welche  dem  Bremer  Handel  Schaden  zugefugt  haben.  0.  J.  (1424). 
Vor  April  9.^ 

Vnsen  uruntliken  grut  vnde  wes  wij  to  iuwer  ersamheit  gudes  uor- 
fhen.  Ersamen  heren,  sunderghen  guden  vrunde.  So  gi  vns  wedderge- 
!uen  hebben  van  den  van  Groningen,  dat  wi  vns  darmede  willen  entholden, 
ange  dat  gi  vns  benalen,  wes  iu  van  en  wedderfaret  etc.,  des  begheren  wi 

weten,  dat  wy  dat  vmme  juwer  leue  willen  gerne  wente  des  sondags  Judica 
en  laten   bestan,    wol    dat  vns    dat  vneuen  kumpt,  dat  gi  vns  vnderdes  dar- 

eyn  antworde,  dar  wy  vns  na  richten  moghen^  scriuen.  Ok  so  gi  scriuen: 
e  wi  juw  vnde  den  van  Hamborg  noch  scriuen,  we  de  Vrezen  zint,   de  vns 

ouerual  vnde  schaden  doen,  gi  willen  dar  gerne  to  doen  dat  beste,  dat  gi 

>hen,    des    gheleue    juw    to   weten,    dat    dat  zint  juncher  Ocken  vndersaten, 

)  nameliken  ichteswelke  van  Enieden,  Haye  van  Westerwolde  vnde  sine  hul- 

e,  Sibet,  sine   hulpere  vnde  vndersaten.     Konden  gi,  leuen  frunde,  ze  noch 

moghen,    dat   ze    vns    bet   to    desser  vorscreuenen   tijd  dat  vnse  vnde  vnsen 

aden  weddergheuen  vnde  vororsaten  wolden,  dat  wolde  wij    noch  gerne  van 

nemen  vnde  vruntliken  mit  ju   uorschulden.      Sijd  Gode  beuolen.      Screuen 

er  vnser  stad   secret. 

Consules  ciuitatis  Bremensis. 

Aufschrift:  Den  ersamen  uorsichiighen  wisen  heren,  borghermesteren 
B  rade  to  Lubeke,  vnsen  sunderghen  guden  vrunden  gescreuen. 

Nach  dem  Original,     Mit  Resten  des  aufgedrUckten  Secrets, 

1)  Die  Jahreszahl  ergiebt  sioh  ans  M  566  und  576;  au8  dem  Briefe  geht  hervor,  dass  er  vor  dem  Sonntag 
i  geschrieben  ist 


Eine  Schuld  des   Lemmeke  von  Buchwald  an   die   Testamentarien  des  Johann  vc^^ 
Zale.    1424.    Apr.  9. 

.Jjemmekinus    de    Bokwolde  in  Hemmingestorpe  coram  libro  recognouK    ^ 
se  et  suos  heredes  teneri  testamentariis  domini  Johannis  vani  Zale  in  XL  mai 
cis  lub.  den.,  medietatem  XX  marcarum  super   Festo  natiuitatis  sancti  Johanni 
Baptiste  proxime    affuturo    et   alias    XX  marcas    super   festo  sancti  Jacobi  sul 
sequens  persoluendis  expedite.     Insuper'  et  Marquardus  Tyme  coniunct  <s3 

manu  promiserunt  ut  fideiussores,  antedictos  testamentarios  pro  Lemmekin  ^m 
antedicto,  et  dictus  Lemmekinus  cum  suis  heredibus  promisit,  se  velle  et  deber  ^ 
dictos  suos  fideiussores  pretextu  dicte  iideiussionis  penitus  indempnes  presei 
uare.  Eciam  Hennekinus  Zul  et  Radekinus  Dytmers  cum  eorum  beredibi 
promiserunt  coniuncta  manu,  Marquardum  Tymen  et  suos  heredes  pretextu  ant< 
dicte  iideiussionis  ulterius  indempnes  preseruare. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  •/.  1424,  Judica, 


Der  Knappe  Ctaus  von  Quitzow  schliesst  mit  dem  Rathe  von  Liibeck  einen  Freum^  ^' 
schaftsvertrag.     1424.     Apr.  10. 

Ik    Clawes    van    Quitzowe^    knape,    wonaffticb    to  Stauenowe.     Bekensi^ 
vnde    betughe    openbare    in    dessem    breue   vor   alsweme,   dat   ik   my  mit  deo 
ersamen    mannen,    heren    borgermesteren    vnde    radmannen    der    stad  Lubek^^ 
vruntlijken  vorened  vnde  zatet  hebbe,  vorene  vnde  zate  in  cra£Pt  desses  breues, 
also  dat  ik  vnde  alle  de  yennen,  de  vmme  mynen  willen  don  vnde  laten  scho- 
len  vnde  willen,  vnde  slichtes  alle  de,  der  ik  mechtich  bijn,  ere,  erer  borghere, 
denere,  ynwonere  vnde  alle  der,  de  se  mit  rechte   vordegedingen  mogen,  beste 
weten,  weruen  vnde  don  scholen  vnde  willen  in  guden  truwen,  wor  wij   konen 
unde  moghen.     Vnde    desse    muntlike    zate    vnde  vorenynge   sclial  angan   vppe 
don  dach  der  giffte    desses    breues  vnde  waren    sunder  alle  list  bette  to  sunte 
Michels  daghe  des  ertzeengels  erst  tokomende.     Vnde  wanne    my   darna   nicht 
beqweme  en  is,  de  vorscreuenen  vruntliken  zate  to  holdende,   so   schal   ik  en 
dat    verteyn    daghe    touorne    vorkundigen    mit  mynen    bezegelden    breue,    dtr 
se   sik    mogen   weten    na    to    richtende.     Vnde   desses   to  merer  tuchnisse  der 

1)  Im  Text  eine  Lficke. 


S74  1424.     Apr.  i2. 


Der  Rath  von  Liinehurg  ersucht  den  Rath  von  Lubecky  dem  Heinrich  Blanke  zit  ge* 
statteUy  in  Lilbeck  zehn  Ochsen  zu  kaufen.     1424.     April  12. 

U risen  vruntliken  denst  touorn.  Ersamen  heren^  besunderen  leuen 
vrunde.  Desse  jegenwardighe  breflSvisei  Hinrik  Blanke^  vnse  borger  vnd  knoken- 
houwer  in  vnser  stad,  heift  wilien,  in  iuwer  stad  to  kopende  to  vnser  vnd  vnser 
borgere  behufiF  jegen  desse  tokomenden  Paschen  teyn  ossen,  efFt  he  der  be- 
konien  kan.  Bidde  wij  iw,  leuen  Frunde^  denstliken  niit  flite^  weret  dat  he  de 
erbenomeden  ossen  kofte,  vnd  iw  nenen  hinder  enwere,  dat  ^i  enie  de  denne 
woiden  vte  iuwer  stad  gheuen  vnd  driuen  laten.  Dat  wilie  wij  vmme  iw  gerne 
vorschulden,  wor  wij  niogen.  Gode  sijt  salich  vnd  sund  beualen.  Gheuen  am 
midweken  vor  Palrnen,  vnder  vnsem  secret,  anno  etc.  XXIIII. 

Consules  Luneburgenses. 

Aufschrtft:  Connnendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus 
et  consulibus  Lubicensibus,  amicis  nostris   sincere  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  aufgedrUckte  Siegel  ist  abgesprungen. 


Bernhardt  Herzog  von  Sachsen-Lauenburg^  schreibt  dem  Rathe  von  Lilbeck,  doss  eim 
Beschwerde  Hber  den  Holzzoll  zu  Pogetz  an  ihn  und  seinen  Bruder  Erich 
zugleich  gerichtet  werden  mUsse      0.  J.     (1424.     Apr.  15J)^ 

Bernd,  van  Godes  gnaden 
hertoge  to  Sasse  etc. 

Vnse  ghunste  tovoren.  Leuen  vrundes.  Juwen  breef  vns  gezand  scri- 
uende,  wo  gy  vns  vnde  vsenie  vbgede  to  Razeborgh  to  twen,  to  dren  oRe 
nner  tijden  gescreuen  hebben  van  welker  pramen  wegen  hoites,  de  vse  vog^ 
ivwen  borgeren  to  Pogetze  ghethoued  schole  hebben  vmme  tollens  willen,  d^* 
gy  vnde  de  ivwen  an  dem  ende  nicht  ph'chtich  en  sin  to  geuene  na  lude  vnde 
inneholde    ivwer    bewisinge,    de    gy   darauer   hebben  etc.,  des  willet  weten.  dit 


1)  Die  £i*wfthnung,  dass  der  Herzog  Erich  im  Lande  sei,  lAsst  auf  eine  Iftngere  vorhergegangene  AbwitCB* 
heit  schliessen.  1423  im  FriihliDg  war  er  seiner  Ansprdche  auf  die  Kurwfirde  wegen  bei  K5nig  Sigismiuid.  I^ 
Mai  1,  bat  er  eine  Urkunde  fiber  den  Verkauf  des  Dorfes  Bergrade  an  das  Kloster  Marienwcld  aoagestoOt  ^ 
sp&ter  kann  der  Brief  der  Handscbrift  nacb  nicbt  geschrieben  sein. 


1424.     Apr.  15.  576 

bole  to  lande  is,  aize  gy  lichte  wol  weten^  vnde  gy  scriuen  vs  alleynen  to. 
ider  wille  gy  vseme  bolen  vnde  vs  darvan  scriuen  vnde  zenden  to  Louen- 
ge,  zo  wille  wij  dar  gerne  vmme  spreken  vnde  iv  dar  weder  vp  scriuen  vse 
Idunckend^  vnde  hopen,  wes  vs  tobored ,  dat  gy  vs  dar  nicht  ane  hinderen 
en,  aIze  wij  iv  endeked.  Sijd  Gode  beuolen.  Screuen  to  Razeborgh^  in 
meauende,  vnder  vnseni  ingesegele. 

Aufschrift:    Den    eriiken    vorsichtigen    luden,  borgermesteren    vnde    rad- 
nnen  der  stad  Lubike,  erwerdigen  thoscreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  au/gedrUckte  Siegel  ist  gdmlich  abgespt  ungen. 


einbarung  des  Amies  der    Paternoster  maker    mit  vier  Kaufleuten  iiher  Lieferung 
von  Bernsteinarbeit.     1424.     Apr.  16. 

VVitlik  sy,  dat  na  der  bord  Cristi,  do  men  screff  dusent  verhundert  jar 
na  in  dein  veervndtwintigesten  jare  vppe  den  hilgen  sondach  to  Palmen,  de 
chedenen  inanne  Syuert  Veckinghusen,  Hinrik  Gripeshorn,  Gerrardus  de 
le  vnde  Hildebrant  Hoyeman,  vp  de  enen  syden,  Godeke  Zedorp,  Hans 
enberch,  olderlude,  Hinrik  Schoneuelt,  Hans  Wyngarde,  Hans  Bolte,  Hermen 
;eberch,  Willem  Sul,  Hinrik  Villan,  Hartich  Reder,  Hinrik  Srnyd,  Merten  van 

Rige  vnde  Hans  Wulff,  van  erer  egenen  vnde  van  des  gantzen  amptes 
;en  des  bernstenes  palernostermakere,  alle  borgere  to  Lubeke,  vppe  de 
ern  syden,  bekennen  openbare    in    disser    jegenwordigen  scrifft,  dat  wy  vns 

enander  fruntliken  vereniget  vnde  verdraghen   hebben  in  nascreuener  wise: 

erste  hebbe  wy  erbenomede  Syuert  Veckinghusen,  Hinrik  Grypeshorn^  Ger- 

ius  de  Wale  vnde  Hildebrant  Hoyeman  affgekofft    dem    erbenomeden  ampte 

paternostermakere  alle  de  paternostere,  de  zee  in  twen  navolgenden  jaren 
k^n  konen  vnde  scholen,  aldus  to  verstande,  dat  en  jewelk  mesterman  des 
enomeden  aniptes  alle  jarlikes  maken  schal  LXXX  punt  werkes  vnde  nicht 
enbouen;  is  dar  myn,  dar  en  schal  vns  nicht  ane  schelen.  Vnde  de  leuere- 
ghe  seal  wesen  in  desser  wise,  dat  de  vorscreuene  mesterman  vnde  dat  ampt 

desset  leuereren  scholen  veer  wekene  vor  Passchen  edder  veer  wekene  na 
ischen  vnbegrepen,  vnde  veer  wekene  vor  sunte  Michahelis  daghe  edder  veer 
(ene  na  sunte  Michahelis  daghe  ok  vnbegrepen.  Enkonen  ze  auer  vns  des  alle 
ht  leuereren  vppe  Passchen,  darane  en  schal  vns  ok  nicht  schelen.  Unde  ze  scho- 


576  1424.     Apt.  16. 

i 

len  maken  gut  sortenwerk  vnde  wol  gedreyget^  alse   van  oldinges  en  wonheit       / 
gewesen,  vnde  scholen  dat  wol  belezen^  dat   dar  nyn   kopnians  werk  mede   en    s  ir. 
Se  sciiolen  dat  ok  snoren   tosamende,  dat  beste  dar  nicht  vttotheende,  by  nyn^n 
dingen,  vnde  were  yd  zake,    dat  wy  vppe   en    sorten  werkes    qwemen,   dar  vn« 
ane  misseduchte^  dat  nicht  also  gut  en  were,  alse  yd  van  rechte  wesen  schold^, 
so  schole  wy  Syuert^  Hinrik,  Gerrardus  vnde  Hildebrant  sarnentliken   eifte  bo- 
sunder    den    vorscreuenen    olderluden    toseggen,    dat    se   twey  personen  to  sik 
nenien    vte    ererne    ainpte;    en    is  denne    sodanne   sortewerk   nicht  so  gut,    alse 
yd   van   rechte  wesen  scholde  na  older  wonheit,  so  scholen  vns  dat  amptdarane 
vellefi,    alse    redelik    is.     Vnde  were  ok  dat  een  verlop  worde  van  deme  slenc 
bouen   de  erbenomede  LXXX  punt,  dar  rnoghen  de  paternosterniakere  ere  beste 
inede    prouen,    wo    dat   de    steen    to    Venedige,    noch    to    Nurenberge,    noch  to 
Franckenuort,  noch   to  Koine  nicht  enkorne  vns  to  vorvange.    Vortmer  so  schole 
wy  betalen  dat  punt  werkes  vor  XXXIIII  scillinge    lub.   penninghe.,  vnde  de  b^- 
talinge  schal  wesen  aldus:  wanner  dat  vorscreuene  anipt  elfte  en  islik  persor^  ^ 
des  amptes  vns  leuereren  vppe  Paschen  ene  sorten  werkes,  so  scholen  wy  ene^ 
jesliken    personen    gheuen    XXX  mark  lubescher    penninghe    berede,  vnde  XX^ 
ofiark  lubisch  vppe  sunte  Michahelis  dach  darnegest  komende,  vnde  dat  ander^ 
vulle  gelt  vppe  Paschen  auer  darnegest  volgende.     Vorliner,   wat   se  vns  leue»- 
reren  vppe  sunte  Michahelis   dach    negest  komende^    so  schole  wy  erne  isliken 
auer  geuen  XXX  mark  lubescher  penninghe,  vnde  dergeliken  XXX  mark  lubiscb 
vppe  Paschen  darnegest  volgende,  vnde    dat    vulle    gelt    vppe   sunte  Michahelis 
dach  auer  darnegest  komende.     Vortmer    to    dem    anderen    jare,    so    schal  d^ 
leuereringe  vnde  de  betalinge  toghan  geliker  wyse   alse    in    dem   vorscreuenen 
Jare,  vtgenomen    wat    se  vns    to    dem    anderen  jare  to  Paschen  leuereren,  dar- 
vore  scholen  se  vppe  jewelken  sorten  hebben  XXX  mark  lubescher  penningh^-i 
de  vorscreuenen  XXX  mark  schole  wy  ene  darna  entrichten  vppe  Pinxsten,  vnd^ 
dat  andere,  alse  vorscreuen    is.      Vnde  wy    erbenomede    Godeke    Zedorp,   HanS 
Rozenberch,    olderlude,    Hinrik  Schoneuelt,    Hans  Wyngarde,    Hans  Bolte,  Hei"- 
men  Segeberch,  Willem  Sul,  Hinrik  Villan,  Hartich  Reder,  Hinrik  Smyd,  Merten 
van  der  Rige  vnde  Hans  Wultf  bekennen  vor  vns  vnde  van   des  gantzen  ainptP^ 
wegen    der    paternostermakere    vorbenomed,    dat    wy    alle    ergerorden    stucke. 
punte  vnde  artikele  gededinget    vnde    gehandelet    hebben,    vnde    louen^  de  alle 
van    vnses    amptes   wegen    den    vorscreuenen    Syuerde    Veckinghusen ,    Hinrike 
Gripeshorne,  Gerrarde  dem  Walen  vnde  Hildebrande  Hoyeman.,  myt  ener  sameden 
hant  vnde  en  islik  vor  sik  besunder  stede,  vast  vnde  vnuerbroken   to  holdende 


1424.     Apr.  16.  577 

under  argelist.  Der  geliken  lone  wy  vorscreuene  Syuert,  Hinrik,  Gerrarde 
nde  Hildebrant,  alle  desse  vorscreuenen  stucke  vnde  artikele  mit  saineder  hant 
nde  en  islik  besunder  den  vorscreuenen  personen  samentliken  vnde  besunder 
nde  dem  gantzen  ampte  der  paternosterinakere  ok  stede,  vast  vnde  vnuerbroken 
;o  holdende  sunder  argelist.  Des  wy  alle  vorbenomed  beyden  dele  to  mererer 
writlicheyt  vnde  to  tuchnisse  desser  scriffte  twey  hebben  laten  maken,  ene  vte 
der  andern  gesneden^  van  eneme  lude,  vnde  van  deme  suluen  lude  ene  scrifite 
hebben  don  scriuen  in  der  stat  nederste  bok   to  Lubeke. ' 

Nach  einer  Inscription  des  Siederstadtbuchs  vom  J.  i424f  Palm. 


(fr/ehde  des '  Marquard  Stenhagen,  geleistet  den  Rdthen  von  Lubeck  und  Wismar, 
unter  Biirgschaft  seines  Vaters  Johann  und  seines  Bruders  Heinrich.  1424. 
Apr.  19. 

Ik  Marquard  Stenhagen.  Bekenne  vnde  betuge  openbare  in  dessem 
l^r^ue  vor  alsweme,  dat  ik  den  ersamen  vnde  wijsen  niannen^  heren  borger- 
inc^isteren  vnde  radmannen  der  steede  Lubeke  vnde  Wisrner,  eren  niedeborgeren, 
d^nren  vnde  alien  den  eren  vnde  slichtes  al  den,  de  se  mit  rechte  vordege- 
dingen  niogen,  gelouet  vnde  gesworen  hebbe  eyne  gantze  ware,  vullenkomene 
vnde  vmbreklike  orueyde  vor  my  vnde  al  myne  eruen,  vrunde  vnde  mage, 
geboren  vnde  vngeboren,  vnde  vort  vor  alle  de  genne,  de  vmme  mynen  willen 
^^ri  vnde  laten  willen,  mogen  vnde  scolen,  to  ewijgen  tijden  to  holdende  sun- 
der argelist,  van  der  sake  wegen,  dat  ik  in  der  vorbenomeden  heren  van 
Lubeke  slole  vnde  vengnisse  vorwart  vnde  gesat  was  vnde  der  heren  lansten 
vao  der  Wismer,  besunderen  hern  Hinrik  Darwesouwen  schaden  vnde  ergeringe 
scolde  gedan  hebben,  vnde  vorlate  se  (u.  s.  w.  me  gewohnltch  his)  vnde  dancke 
^n  alles  gudes.  Vnde  wij  Johan  Stenhagen,  des  vorbenomeden  Marqwardes 
vader,  vnde  Hinrik  Stenhagen,  des  suluen  ergenomeden  Marqwardes  broder, 
bekennen  vnde  betugen  openbare  in  dessem  breue,  dat  de  erbenomede  Mar- 
coward  den  vorscreuenen  heren  borgermesteren  vnde  ratmannen  der  stede 
Lubeke  vnde  Wismer    alle    vorscreuenen    stucke   zamentliken    vnde    besunderen 


1)  Die    Eintragnng    ist    folgendermassen    eingeleitet:    Notandum,    qaod    Siffridas   VeckinghaseD ,    Hinricns 

GiTpesboro,  Gerrardns  de  Wale  et  Hildebrandns  Hoyeman,  ex  ma,  Godekinus  Zedorp,  Johann  Rozenberch,  alder- 

nKoni,  Hinricns  Scboneuelt,  Johannes  Wyngarde,  Johannes  Bolte,  Hermannus  Segeberch  et  Johannes  Walff,  parte 

ex  altera  et  nomine  totius  officii  der  bernstene  patemostermakere   inter  se  concordauemnt  in  modam   sequentem, 

jCQIUS  tenor  incipit  in  vulgari  et  est  talis:  Witlik  etc. 

73 


578  1424.     Apr.  19. 

gelouet  vnde  gesworen  heft,    alzo    hijr  vore  geroret  is,  vnde  wij  siiluen  Johai} 
vnde  Hinrik    louen    in    guden    tniwen    in    craft    desses    suluen    breues  mit  en^r 
samenden    hant,    dat    de    erbenomede    Marqward    den    vorscreuenen  heren  afie 
desse  vorbenorneden  stucke  zanientliken  vnde  vnuorbroken  holden  seal  sunder 
argelist  vnde  jenigerleye  insage.     Vnde  desses   to  tuchnisse  der  warheit  hebbe 
ik  Marqward  erbenomed  ^  houetman^  vnde  wij  Johan  vnde  Hinrik,  borgen,  afJe 
vnde  besunderen  vnse    ingesegele    niit   gudn    vrygen    willen    hengen    heiten  vor 
dessen   breflF.     Gegeuen  vnde    screuen    na    der  bord   Christi  dusent  veerhunderl 
veervndetwintich,  des  guden   midwekens  vor  Paschen. 

Nach  dem  Original  mit  drei  anhangenden  Siegeln  (Hausmarken), 

DliXXXVlll. 

•  Johann  Scheie^  Bischof  von  Lubeck,  stiftet  in  der  Domkirche  einen  Kelchy  in  weldie"^ 

eine    mit    der   heiligen   Lanze    durchbohrte  goldene   Milnze   eingelolhet  tk^- 
1424.    Apr.  19. 

Johannes,  Dei  et  apostolicae  sedis  gratia  episcopus  Lubicensis,  universi^ 
et   singulis    Christi    fideiibus    praesentes    literas    inspecturis  salutem  in  Domin  <:> 
sempiternam.     Inter  omnia  opera   naturae^  quae  ab  initio  impensa  sunt  mort»' 
lium,  nihil  est  mirabilius  nihilque  subiimius,    quam    quod    pro    mundo  Christo^ 
est  cruciBxus  et  lancea  transfixus,  dirae  passionis  calice  saturatus.    Etsi  tanta^ 
reliquiae  sanctorum  digne  revereantur  et  frequententur  a  Christi  fideiibus,  ilia^ 
tamen   majori  veneratione  ac  devotione   convf»nit    honorari,    in    quibus    salvat«>** 
noster.  dominus  Jesus  Christus,  de  hoste  humani  generis  triumphavit    et,  quoS 
ille  sua   fraude  abduxit,  dignatus  est  redimere  in  calice  suae  passionis  dominical 
praeclaro,  per  quern  antiquae  praevaricationis  pactum  estdeletum  et  inibi  totadia^ 
bolicae  damnationis  contrita  est  adversitas  et  peracta  sunt  mysteria  infirmitati^ 
humanae.    Ad  altitudinem  itaque  spei   in   Domino  non  segniter  neque  cum  coc" 
pore  currendum  est,  sed  prudenter  et  fideliter  cogitandum  de  quasi  captivitat^ 
et  quam  misera  servitute  per    hunc  calicem  et  virtutem  sanguinis  et  aquae  e^ 
corde  et  latere  Christi  lancea  vulneratis  emanantium  est  humanum  genus  libe^ 
ratum.     Hoc    pie    recolentes    in    corpore    nostro    glorificemus  Deum,  ut  in  eJQ^ 
sancta  resurrectione  praemium  vitae  et  immortalitatis  coronam  percipere  merea- 
mur.     Sane    in    regno   Hungariae    nuper   cum    essemus,  a  cunctis  intelieximus, 
quod  ibidem    quamplures   intirmitatibus    febrium    vexati,    postquara   de  potu,  in 
quo  annulus  vel  denarius,  quem  ferrum  sacratissimum  dictae  lanceae  tetigerit^ 


580  1424.     Apr.  19. 

beatorum  Petri  et  Pauli  apostuloruin  ejus  auctoritate  confisi  de  injunctis  sibi 
poenitenticiis  miscricorditer  in  Domino  relaxamus.  Datum  Lubecae.  anno  Dofflini 
IVl  CCCC  XXIV^  indictione  secunda^  die  Mercurii  decima  nona  mensis  Aprilis, 
nostro  sub  sigillo  praesentibus  appenso. 

N<ich  dem  Abdruck  in  Lunig  Spic'Uegium  eccleaiaaticum  Th,  II,  S,  333, 


Prior  J  Lesemeisterj  Supprior  und  die  iibrigen  Bruder  des  Klosters  zur  Burg  vet' 
pjlichten  sich  zii  Memorien  fur  Hans  Meteler  und  dessert  Angehorige  vd 
Erben.     1424.     April  19. 

Wy  broder  Marquardus,  prior,  Albcrtus^  lesemester,  Johannes,  supprior, 
vnde  alle  wy    anderen    broder   des  ghemenen  closters  to  der  Borgh  to  Lubeke 
predekeres  orden.    Bekennen  openbare  an  dessem  breue,  dat  wij  vmme  innigher 
begheringhe  willen  der  erbaren  lude,  her  Gherd  Stubben,  ratman,  Heluiichvao 
der    Heyde,    Clawes   Roberstorpes    vnde    Albert  Vent,    borgher    to    der  Wismer, 
hebben  vns  vnde  vnse  (na)komelinghe  to  ewighen  tyden  darto  vorbunden,  dat 
wi  alle  daghe  scholen  laten  lesen  enen  missen  an  vnser  kerken  to  der  hilgheo 
driger  koninghe  altare  to  hulpe  vnde  to  troste  Hanses  Metelers  sele,  deme  God 
gnedich  sy,  vnde  her  Hinrik  Metelers  vnde    Katherinen    siner   suster  vnde  erer 
eruen,  vortmer  dat  men   erer  denken  schal  vt  vnseme  dodenboke  des  vrydagbes 
vnde  des  sundaghes,  wan  men  der  selen   plecht  to  denkende,  to  ewighen  tyden, 
vnde    des    jares    ens    beghan    mid    vigilien   vnde    mit   selemissen.     Vppe  dat  de 
erbaren  her  Ghert,    Hehnich,    Clawes  vnde  Albert  vorgescreuen  nicht  vndank- 
namich  en  weren  vnseme  guden  willen  vnde  also  groter    vorbindinghe    to  ewi- 
hen  tyden,  so  hebben  se  vnseme  clostere  ghegheuen  vmme  Hans  Metelers  sele 
willen    vnde    siner   eruen    druttich    mark    vnde    hundert  lubesch  to  danke  vnde 
wol  betalet.     To  ener  wisser  betuchnisse  der    vorscreuenen    vorbindinghe  so  is 
vnses  closters  ingheseghel  vor  dessen   bref  ghehenghet  mit  vnser  aller  wischop 
vnde  vulbord,  de  ghescreuen  is  na   Godes  bord  dusent  verhundert  in  deme  ver- 
vndetvvintigheslen  jare,  des  midwekens  to  Paschen. 

Aus  dem  Copiarius  des  Burgklosters  foL  15  a. 


1424.     Apr.  25.  581 

mLC. 

)er  Convent  der   Dominikanei'  zur  Burg  verpfiichtet  sich  zu  Memorien  fur  Agathe 
Lebode.     1424.     Apr.  25. 

Wy  brodere  Marquardus,  prior,  Albertus,  lesemester,  Johannes,  supprior, 
/nde  alle  wy  anderen  brodere  des  closters  to  der  Borgh  to  Luboke  predekers 
^rden.  Bekennen  openbare  vnde  betughen  an  desseiue  breue,  dat  wy  vmrne 
ynnigher  begheringhe  willen  vnde  vorgande  woldat  der  erbaren  juncvrouwen 
Aghaten  Leboden  vns  vnde  vnse  nakomelinghe  vorplichteghet  hebben  vnde  vor- 
bunden,  to  ewighen  tyden  lalen  to  lesende  ene  ewighe  missen  to  denie  altare 
vnser  leuen  Vrouwen  an  vnser  kerken  to  troste,  huipe  vnde  selicheit  erer  vnde 
erer  vrunden  sele,  dar  se  des  vor  begheret^  vnde  scholen  vnde  willen  na  der 
vorbenomeden  eriiken  personen  dode  erer  sele  denken  laten  van  vnserne  pre- 
dikstoie  rnit  den  anderen  selen,  dede  ewighe  dechtnisse  niit  vns  hebben.  Vort- 
mer  so  wille  wi  vnde  scholen  vnde  vnse  nakomelinghe  to  ewighen  tyden  se 
jariikes  began  tnit  vigilie  vnde  selernissen,  also  wi  plegheliken  de  anderen, 
dede  bi  vns  ewighe  dechtnisse  vnde  beghenknisse  hebben.  Vppe  dat  nu  desse 
vorscreuene  erbare  juncvrouwe  nicht  vndanknamich  en  were  sodaner  gunst 
vnde  gheystlikes  gudes,  so  heft  se  vnsenie  vorscreuen  klostere  ghegheuen  an 
ene  milde  almissen  sostik  lubesche  mark,  de  se  vns  to  der  nughe  betalet  heft 
vnde  de  wy  an  vnses  closters  nut  ghekeret  hebben.  To  ener  wisser  betuch- 
nisse  desser  vorscreuen  stukke  so  is  vnses  closters  ingheseghel  vor  dessen 
breff  ghehenghet  mit  vnser  aller  wischop  vnde  vulbord,  de  ghescreuen  is  na 
Codes  bord  M  CCCC  in  deme  XXIllI  jare,  in  sunte  Marcus  daghe  des  hilghen 
ewangelisten. 

Au8  dem  Copiarius  des  Burykloaters  fol.  Ida. 

^olquin  Gronowy  Detlevs  Sohn,  verkauft  fiir  3000  m^  und  unter  Vorbehalt  des 
Ruckkaufsrechts  nach  den  ndchsten  dreissig  Jahren  den  Hof  und  das 
Dorf  Behlendorfy  das  Dorf  Giesensdorf  den  Hof  Klein-Anker^  die  Dorfer 
Hermannsdorf  (Harmsdorf)  und  Albertesfelde  (Albsfelde)  und  alle  anderen 
fruheren  Lehnguter  des  Detlev  Parkentin  mit  Ausnahme  des  Dorfes  Ber- 
kenthtn  an  den  Rath  von  Liibeck.     1424,     Apr.  30. 

Ik    Volken    Gronowe,    Detleues    sone,    knape.       Bekenne    vnde    betuge 
penbare    in   dessem    breue    vor    alsweme,    dat    ik    myt   wyllen    vnde    vulborde 


inyner  eruen,  besunderen    niit  willen  Volkiners  Gronowen^  Volkmers  zone,  rnyne^ 
vedderen,  vnde  sliclites   init   vulborde   alle  der  yenneri,  der  ere  vulbord  dar  va^r 
rechtes  weghen  to    to    esschende    vnde    behotf  was,  den  erlyken   heren   borger-^ 
inesteren  vnde  radmannen   der  stad  Lubeke  vor  dre   dusend   n)arke  lubesch   de'  u 
zuluen   rnunte^  alse    nu    bynnen    Lubeke    genge    vnde   gheue  sint,  de  ik  van  evj 
to  inynen  willen   in   reden  gheteileden    guden    iubeschen  guldenen   vnde  zuluer— 
rien    penningen    nuchatttigen    entfangen    vnde  vort    in    myne  vnde  niyner  eruen 
nottrofftige  nut  gekered   hebbe,  reklyken   vnde  redelyken  vorkoflf't  vnde  vorlaten 
hebbe  vnde  vorlate    en    ok    in    crafft    desses  breues  desse  nascreuenen  gudere, 
alse  Belendorpe,  hoff  vnde  dorp,  dat  dorp  to  Ghyzeniestorpe,  den  hoff  to  dem 
lutleken  Mankere,    de  dorpe  Hernienstorpe    vnde   Alberdesuelde  vnde  vord  alle 
gudere,  de  oldinges  hern  Detleue  Parkentyne,  riddere,  tobehoreden,  vtgenonien 
dat  dorp  Parkentyn    niit    siner   tobehoringe.     Desser    erbenomeden    gudere  init 
alien  eren   tobehoringen,  alse  se  in  eren   enden   vnde  scheden,  droghe  vnde  nat, 
belegen    vnde    begrepen    sint,    vorlate    ik    vnde    gheue   se    vor    my  vnde  mync 
eruen   in  de  hande,  were  vnde  ware  rechte    besittinge    der  vorscreuenen  heren 
borgerniestere  vnde  radnianne  also  vry  init  allem  rechticheyde,  rechte,  vryheyde, 
eghendonie  vnde  aller  nut,  de  darvan  komen  mach  vnde  women  de  nomenvnd^ 
irdenken   kan,  alse  niyn   erbenomede  zaiige  vader  de  koffte  van  hertogen  Erik^^ 
van  Sassen,  deine  God  gnedich  sy,  na  ;  nneholde  vnde  vtwijsinge   siner  gnad^^^ 
openen   bezegelden   breue,    de    he    enie    darvp    bezegeld    gatf'  vnde  de  ik  vmn»  ^ 
merer    vorwaringe    willen    den    vorscreuenen    heren    borgermesteren    vnde    ra(^  '^ 
niannen    willichliken    ouergegheuen    hebbe.'     Vtgenomen  wes    dat    cappittel  t^^ 
Lubeke    darane    heft't,    dat    niogen    de  vorscreuenen    heren,  de    rad   to    Lubeke<^ 
wan  en  des  lusted^  wedderkopen   na  ynneholde  des  cappittels  breues  to  Lubeke 
darvp  bezegheld,  vnde  ane  dat,  dat  dat  vorscreuene  cappittel  in  den  vorscreuenea 
guderen   heft,  willen  vnde  scholen  ik  vnde  myne  eruen   den  vorscreuenen   heren, 
dem  rade  to   Lubeke,  der  zuluen   gudere   mit  alien   eren  tobehoringen  vry  wareii 
van    aller    ansprake     eynes    jewelken,    de    vor    recht    komen    vnde   recht  nenien 
vnde    gheuen    wil.      Doch    so    hebben    my  vnde    mynen    eruen  de  vorscreuenen 
heren,  de  rad  to  Lubeke,    de    gnade    gheuen,    dat    wij    de  vorscreuenen   gudere 
mit    eren    tobehoringen    vor    de    vorscreuenen    dre    dusend    niarke  van    en   vnde 
eren   nakomelingen    wedderkopen    moghen,    auer    des    enschole  wij    byiinen   den 
erst    tokomenden    dortich    jaren   vppe  giffte  desses  breues  an  to  rekende  nicbt 


1 )  Die  I'rkundu  iibcr  den  Verkauf  von  Albsfcldc  ist  abgcdruckt  Bd.  IV  .V  404,  die  Urkundo  ilber  den  Ver- 
kauf  der  iibrigcn  Giiter  cbciid.  M  553. 


1424.     Apr.  30.  583 

don.     Vnde  wanne    ik  vnde    inyne  eruen  na   den  vorscreuenen  dortich  jaren  de 
erbenomeden  gudere  wedderkopen  willen,  so  schole  wij  en  dat  eyn  jar  touorne 
vorkundigen  bynnen  der  stad  Lubeke,  vnde  wanne  den  dat  jar  vmme  gekonien 
is,    so  schole  wij  en  de  vorscreuenen  dre   dusend  inarke  an  eyner  sumirien  vnde 
bynnen  der  stad  Lubeke  nuchafftigen  vrvle  na   eren  willen   bereden  vnde  dank- 
lijken   betalen  zunder  insaghe  vnde   behelpinge  jeniges  rechten.     Vnde  to  merer 
tuchnisse  der  warheyd  alle  desser  vorscreuenen    stucke    hebbe   ik  Volken  erbe- 
noined  myn   ingezegel  vor  my  vnde  myne   eruen  willichliken   hengen  heten   vor 
dessen    breff.     Vnde    ik   Volkmer  Gronowe,   Volkmers    sone    erbenomed,    knape, 
bekenne  vnde    betuge    openbare    in    dessem    zuiuen    breue.,    dat    alle  desse  vor- 
screuenen stucke,   vorkop,    vorlatinge    vnde    ouergheuynge    der    vorbenomeden 
gndere  in   aller  wijse,  alse   hijr  vorgerored    is,  mit    mynem  guden   vryen   willen 
vnde    gantzem   vulborde   vnde    na    mynem    rade    gesrhen   sint,  vnde  scholen   n\y 
vnde  myrjen    eruen    ok    ewichlijken    alse    wol    behaghen    zunder    insaghe,    vnde 
hebbe   des  vmme    merer  vorwaringe  willen    myn    ingesegel    mit    mynes  erbeno- 
meden vedderen   Volkens  ingesegele  willichliken   hengen  heten  vor  dessen  brefF. 
Gheuen   in  den   jaren   vnses  Heren  dusend   verhunderd   vnde  vervndetwintich,  vp 
^feri     sondach,  alsemen   in  der  hilgen   kerken  singed  Quasimodogeniti. 

Nach  dem  Original.  Mit  den  beiden  anhangenden  Siegeln.  Volquin  Gronoxo^  Detlevs  Sohn:  Siegel  rund, 
2^J2  Ctm.  Der  atehende  Sckild  ist  schrdg  qnadrirt,  in  jedem  Felde  eine  stehende  Lilie.  Vmschrift: 
S'   OOCRftl   9r9ttOt)t0f   <>  ^  Volkmer    GronoWy    Volkmers    Sohn:    Siegel  rund,    2^Iiq  Ctm.      Ueher 

geneigtem  Schilde  mit  den  vier  Lilien  auf  den  schrdg  getrennten  Feldem  ein  Stechhelm  mit  zwei  hoch- 
aufstehenden  geraden  Federn  und  einer  federartigen  Helmdecke  innerhalb  einer  elliptisch  runden  Umgebung. 
Umschrift:  $*  VOfRut^r  ^  ^rOltOtt)^  +  Uebrigens  ist  fUr  die  Siegel  der  Gronow  zu  vergleichen  Siegel  des 
M.-A.  Heft  J,  p.  70.  71. 


^fich  V.J  Bernhard  und  Otto,  Herzoge  von  Sachsen-Lauenburg^  urkunden  ilber  den 
Seitens  des  Lubeckischen  Burgers  Vromold  Warendorp  geschehenen  Verkauf 
des  Dorfes  Bergrade  an  das  Kloster  Marienwold.     1424.  Mai  i.' 

In  Godes  namen  amen.  Wy  Erik,  Bernd  vnde  Otte,  hertoghen  to  Sassen, 
to  Engheren  vnde  Westfalen.  Dfln  witlik,  bekennen  vnde  betughen  openbar  al 
den  ghennen,  de  dessen  brefF  zeen  edder  horen  lezen,  dat  vor  vns  is  ghewezet 
de  beschedene  man  Vromold  Warendorp,  borgher  to  Lubeke,  vnde  heuet  bekant 


1)     Vgl.  J^  67.   125.   134.  202. 


clarliken.  dat  hee  rnvd   volborde    zvner  neghesteri    eruen    vndp  der  ere  vulbor^d 
darto  to  eschende  was,  heft  vppedreghen,  vorlaten   vnde  vorkoft,  vpdrecht,  vo.^- 
ledt  vnde  vorkoft  reddelken   vnde  rechtliken   den  erzanien,  ghestliken   persoiie  mi 
vader   Johan,    inuder   Enghele    vnde    den    gantzen    bruderen    vnde    sAsteren  de^  ^ 
klosters  to  Marienwoldo  orden    sunte    ^irgitten  des  hillighen  salichmakers  ghe^  — 
nomet,  in   deme  sticlite  to  Ratzeborgh   in   vnser   herschap    beleghen^  dat  gantz. 
dorp  vnde  gud,    dat   gheheten    is  Berkrod,  in   denie  kerspele  to  Nfllze  in  dem 
vorscreuenen  stichte  vnde   vnser  herschap   na  hide,  inholdinghe  vnde  vtwizingh* 
syner  breue,  de  erne  van  vnseme  vedderen,  hertoghen  Erik  de  eldere  ghehetei 
zeligher    dechtnisse.  vnde    vnsein    truwen    manne    Otte    van  Ritzerowe   darvpp 
gheuen   vnde    bezeghelt    zint,    ciarliken    vtwyzen,    niyd    aller    tobehoringhe,  my 
rechte,    richte,    denst,    herschop  vnde    vryheit  vor  veerhundert    mark  lubeschp* 
penninghe,  de  de  sulue  Vroniold    in    reden    telleden   pennighen  van  den  vorb 
nomeden  gestliken  personen  to  der  nughe  entfanghen  vnde  vpgeboret  heft  vnd  ^ 
wol   betalet  zynt,  de  hee  vort  in  zyne  nfid  vnde  zyner  eruen  gantzliken  gheker^  t 
heft.      Worvmme    dorch    sundergher  bede  vnde  gfinst  willen   Vromoldes  Warer»- 
dorpes  vorscreuen  vnde  zyner  eruen    so    stedighe  wy,  vulborden,  beleuen  vnJ  ^ 
vestighen  desse  vpdreghinghe,  vorlatinghe  vnde  kopp  desses  vorscreuenen  dorpes 
vnde  gudes  to  Berkrod  niyd   alien    articulen^  stucken  vnde  puncten,  alze  vnsex* 
vedderen  hertoghe  Erik  de  elder  gheheten  zeligher  dechtnisse  vnde  Otten  van 
Ritzerowe,  knapen,  gans  degher  vnde  alle  vtwyzen*  breue  van  worden  to  worden^ 
nichtes  vtenomen  ofte    buten    bescheden,  men  stede  vnde  vast  vnuorbroken  zo 
to  bliuende.     To  merer   ewigher   tuchnisse  vnde  zekerheyt  alie  desser  vorscre- 
uenen dynk  zo  hebbe  wy  vorghenanten  hertoghen  Erik,    Bernd   vnde    Otte  vor 
vns  vnde  vnse  nakomelinghe  vnses  landes  erflike    inghezegel    witliken    ghehen- 
ghet  laten  vor  dAssen  breff,  de  gheuen  is  na  Godes  bord   veerteynhunder(t)  iar 
in    deme    veervndetwintichsten  iare,    in    deme    daghe    Philippi  vnde  Jacobi  der 
hillighen  apostele. 

Nach  Jem  Original.  Mit  anhangendem  Siegel  vnd  RucksiegeL  Daa  grosae  Siegei,  ursprunglith  das  dea  Eef 
zoga  Erich  11.,  mit  den  4  Stcrnen  im  Orunde,  s.  Bd.  V,  No,  69.  Das  liUcksieget  ist  rund^  ^/lo  CtwL  /• 
einer  rundlich  ovalen  Umgebung  steht  tiher  einem  gelehnten  Schilde  mit  dem  sdchsisehen  /favteukram  ei* 
Heim  mit  rcicher  Helmzitr  und  Decke.     Die   Umschri/t  iautet:  s*   (^   fxici   (T}    bvCiS   ^5    fflXOIlif 


1)  Das  Wort  vtwyzen  stcht  unrichtig,  cs  mfisste  nach  von  worden  to  worden  stehen. 


586  1424.     Mai  13. 

Aufschrift:    Honorabili    viro,   domino    ac    magistro    Paulo^    prothonoU 
dominorum  consilium  et  civitatis  Lubicensis^  domino  suo  dilecto. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,     Das  als  Pressel  aufyednickte  Siegel  ist  unkenntiich. 

Beihulfe  zu  den  Kosten  der  Anstellung  als   Vicar.     1424.     Mai  14.^ 

Johannes  de  Lengerke  coram  libro  recognouit,  se  et  suos  heredes  adi 
teneri  filio  suo  Johanni  de  Lengerke^  clerico^  in  X  mrc.  lub.  den.,  que  sibi  adI 
restant  de  suo  materno  herescindio,  amicabiliter  et  expedite  persoiuendis. 
super  idem  Johannes  de  Lengerke  recognouit,  se  adhuc  habere  aput  se  vn 
monile  de  argento  et  deauratum,  vnum  cingulum  de  serico  cum  argento  del 
ratum,  antedicto  Johanni  de  Lengerken,  filio  suo,  appertinens.  Quando  effice 
tur  in  presbiterum,  extunc  parabitur  vnus  calix  de  dicto  argento,  quern  calic 
extunc  presentare  debet  dicto  Johanni,  suo  (ilio,  absque  contradictione. 

Ncuih  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1424,  Jubilate. 

DXCVI. 

Glaus  Parkeiitin  zeigt  dem  Rathe  von  Lubeck  an^  dass  er  ube?'  eine  demselben  w 
berichtete  Angelegenheit  am  folgenden  Tage  mundlich  Auskunfi  erthm 
wolle.    1424.    Mai  18. 

Mynen    wilghen    denst    vnde    wes    ik    ghudes    vormach    to    alien  tyd 
Leuen  heren,  sunderghen  vrundes.     Jwen  breff  an  Eggherde,  Detlefie  vnde 
ghescreuen  van  sake  weghen  des  biscopes  van  Ratzeborgh ,    vns  enen  dach 
vrigdaghe    myt   em    to    holdende    etc.     Leuen    heren,    sunderghen  gunners, 
fructe  wol,    de  sake    nicht   rechferdigen    vor   jwe    vorsichticheit    ghekomen 
Hirvmme  jwe  ersamheit  wille  weten,    dat   Eggherd  vnde  Detleff  nene  scbolt 
den    saken    hebben,    wente   se    in    lefliheit  vnde  vruntschop   myt  my  ghered 
weren   vor    my  to    louende,    mynen    knecht    to  borghende,  de  my  aflpghegrep 
vnde  vanghen  was,  de  my  nicht  to  borghe  werden   konde    etc.     Wes    hirvmi 
is    gheschen,    dat    hebbe    ik   ghedan    myt   den    mynen  vnde  se  nicht.     Ik  vn 
Eggherd  willen  morne  vro  by  jw  in  jwer  stat  wesen,  jw  to  zegghende  vnde 
bekennende    ghefien,   wo  it  vmme  desse  vorscreuen  stucke  is,   vnde  wy  den 


1)  Anordnangen ,  duroh   welohe  BeihOlfen    fSr  die  Erwfthliing  des  geistliohen  Benifli  oder  lllr  ^  Mm 
weihe  und  crate  ADstelliiDg  in  Aossioht  gestellt  werden,  kommen,  namentlioh  in  Testameateii,  hiiifig  Tor. 


1424.     Mai  18.  587 

gherne  nach  jwer  vorsichticheit  willen   ranien  wilt.    Item  alse  gi  scriuen  vmme 

de    vanghen    vngheschulden    vnde    mant'  laten  to  blyuende,  also  langhe  bet  ik 

by    jvf   hebbe   gheweset,    des   wil    ik    jwer  vorsichticheit   gherne   ontwiden,  also 

vernc  se  dat  to  nenen  hulpereden  nemen  wilt  etc.    Screueii  vnder  mynie  inghe- 

spg^l,  anno  Domini  M''  CCCC  XXIIII^  des  donredaghes  na  Jubilate  etc. 

Clawes  Parkentin  etc. 

Aufschrift:    Den   vorsichtigen  ersamen  heren  borghermesteren  vnde  rat- 
man  nen  tho  Lubeke^  synen  ghuden  vrunden,  kome  desse  bref  etc. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Das  aufgedrUckte  Siegel  jetst  unkenntlich. 


-^^r  Rath  von  Lubeck   ersucht   den  Bath  von  Wismar,  seine  Abgeordneten  in  thun- 
lichster  Beschleunigung  nach  Liibeck  zu  senden.     1424.     Mai  24. 

Vruntliken    grut  vnd   wes  wy  gudes  vurmogen  touoren.     Ersamen  leuen 
^''^tjndes.      Wy    hebben    iu    torn    negesten    gescreuen    vnd    beden    tor    dachuart 
^^^der  sumen  in  vnse  stat  to  komende  etc.     Des  willet^  leuen  vrundes^  weten, 
"^  %  dei    van  Hamborg,  Bremen,  Groningen,  juncher  Ocken  van  dem  Broke  vnd 
)^  Richer  Sybeten,    houetlingk    to   Rustrungen,   sendeboden    nA   in  vnser  stat  zijn 
^•^  ^  wol    s6s    dage    myt  vns   geweset    hebben,  sik  vaste  vorwunderende,  dat  gi 
"^^^esten  stede  vmme  vns  belegen    der   geliken  nicht  en  komen,    wente  yd  vns 
^^^^1  alien  henzesteden   nynen    geiymp    noch    vromen  enbringet,  aldusdanne  vor- 
tex ^eringe  to  donde,  darvmme  desse  vorscreuen  sendeboden  gemenliken  vnwillich 
z>j«)  vnd  wolden  ane  ende  wedder  hinder  sik  riden.     Wes  den  steden  vnd  dem 
CO  ptnan  vromen  efte  schaden  darvan  komen  mochte,  dat  moghe  gi  suluen  woi 
et^lcennen.    Jodoch  zo  hebbe  wij  myt  grotem  swarem  arbeide  desse  sendeboden 
b^den  vnd  gutliken  vnderwiset,    dat  ze  noch  ene  korte  wile  beiden  willen  etc. 
Bivvmme,  leuen  vrundes,  wij  auer  bidden,  zo  wij  jummer  bidden   moghen,  dat 
g^     van    stunden    an    iuwe    bodeschop    in    vnse  stat  willent  zenden  vnd   der  van 
^^stoke,  Stralessund,    noch  anderer  stede  sendeboden  nicht  to  beidende  vmme 
Vpholdinge  willen  der  vorscreuenen    sendeboden  vnd    in   desser  nacht  vnse  an- 
deren    breue    den    van    Rostocke    vorder   willent    benalen.     Leuen    vrundes,    iu 


1)  Das  vnghe  Id  tmghesehulden  ist  als  zu  mant  ebenfalls  gehdrig  sa  deuken. 

74* 


vnuorsumeliken  hirynne  to  bewisende^  vorschulde  wij  alle  tijd  gerne,  wor  wij  | 
tnogen.  Sijd  Gode  benalen.  Screuen  des  mydwekens  na  Cantate,  vnder  vnsem  m 
secreto,  anno  etc.  XXIIII*. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrtft:  Coinmendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus  ^ 
et  consulibus  ciuitatis  Wismaiiensis,  aniicis  nostris   sincere  dilectis,  detur. 

Nach  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu    Wismar.     Daa  auJgedrUckte  Secret  ist  zum  grCssten  Theil  abgesprungeu. 


»XC¥11I. 

Hetnrich  Bodonis  gieht  dem  Protonotar  Paul   Oldenburg   die   Versicherung ,   doss 

mit  Allenij  was  der  Rath  von  Liiheck  ihm  zugestehen  wolle^  zufrieden  set: 
werde.     0.  J.     (1424).     Mai  27. 

Ijeue  mester  Paulc,  hoilde  here  vnde   gude  vrunt.     Ik  hebbe  hern  He 
rike   jeienwordic  ein  procuratorium  gegeven,  jodoch  des  nein   behoff  sin  dorfti 
wente  wat  gij  effte  hee  inynen  hern,  desseni    rade,   seggen  von  myner  wege- 
in  den  saken ,    also    )v  witliken    ist,    dat  wel    ik    also   holden   rnit  guden  wille 
Darvmme    bidde    ik    jv,    gude    hoilde    vrunt,  dat  gij  mynen  leuen  hern  seggers, 
nademe  also  sij  eren  guden  willen  vnde  gunste    tho    my   keren,  dat  ik  on  all^ 
myne  leuedage  wel  tho  willen  vnde  tho  denste  sin,  wor  ik  kan  efte  mach,  vnd  ^ 
bidde  jv,  leue  hoilde  here  vnde  vrunt,   dat  gij  my  besorgen,  also  my  noth  i^^ 
wante  ik  des  deger  vnde  alle  myn  leuen  tho  jv  gesat  hebbe,  also  ik  alle  myn^ 
sake  in  gantzeme  guden  geloven  bij  mynen  leuen  heren,   dissen    rad,  vnde  bij 
den    rad    tho   Hamborch  gesat    hebbe.     Darvmme  is  vorder  nein  noth,  dat  her 
Henrik,  myn  om,  mit  en  jergen  vmme  degedinge,  sunder  wat  on  God  anwiset, 
dat  sij  my  in  vruntschop  thokeren  willen,    schal   hee  warden,   vnde  si)  wedder 
von  my  hebben  willen,  dat  wel  ik  gerne  don.    Dartho  begere  ik  alle  tijt  juwer 
leue  vnde   vruntschop   vnde    bidde    disses  jv  vruntlike    antwerde.     Screuen   to 
Louenborg,  des  sonauendes  na  sunte  Urbanus  dage,  vnder  myn  ingesegel,  manu 
propria. 

Henricus  Bodonis, 
vobis  semper  ad  vota. 

Aufschrift:  Honorabili  ac  multum  circumspecto  viro,  domino  ac  magistro 
Paulo  Oldenborg,  prothonotario  ciuitatis  Lubicensis,  domino  sue  dilecto. 

iVocA  dem  Original  auf  Papier.    Mit  aU  Preaael  aufgedrucktem  Siegel. 


1424.     Jun.  2.  589 

'Enrich  Bodonisy  Kirchherr  in  Bergedorf,  entsagt  alien  Anspruchen  an  die  Bathe 
von  Lubeck  und  Hamburg  und  dankt  zugleich  fiir  em  von  ihnen  empfange- 
nes  Geschenk  von  100  Gulden.     14  Jun.  2. 

Ik   Hinricus    Bodonis,    kerkhere    to    Bergerdorpe.     Bekenne  vnde  betuge 

op^enbare  in  dessem   breue  vor  alsweme,  dat  sik  de  eriijken  heren  borgermestere 

v»^de  radmanne  der  slede  Lubeke    vnde    Hamborch   niit  my  vruntlijken  vnde  to 

es'ftde    na    nnynenn    willen    vnde    noghe    vorghan    hebben  vmme  alle  vnde  islijke 

arB  sprake  vnde  schuldinge^  de  ik  bctte   in   dessen  dach   to  en  zanientlijken  vnde 

b^sunderen  hadde,  edder  yenigewijs  to  en   niochte    gehad    hebben,  efte  yemend 

v^  *i  myner  weghen,    also  dat   ik  en   vruntlijken   danke   vnde   vorlate  se  zatnent- 

li  j  Icen    vnde    besunderen    vnde    alle    de    eren,    de    se   mit   rechte   vordegedingen 

iim  C3gen,  in   crafft  desses  breues  vor  my  vnde    alle    myne  geborne  vnde  ok  vro- 

111  ^^de    vrunde    qwijt,  leddich   vnde  los  van   aller    ansprake.      Vnde  wente  se   my 

VI nine  gunst  vnde  eren  guden  willen   vnde  vmme    leiie    willen    mynes    gnedigen 

h^  ren  hertogen  Erikes  van  Sassen   etc.    myldichlijken  geschenked  vnde  gheuen 

hebben    hunderd    gude    arnamsche    guldene,    de    myn     maech    her    Hinrik    van 

Gheysmer,  kerkhere    to    der    Boken,    to    myner  behotT  van  en  entfeng  vnde  de 

h&     my  nuchaff'tigen  vord   ouergetelled  vnde  handreked  heft,  so  wil  ik  en  zament- 

lijken   vnde    besunderen   gerne   to  willen   vnde  behegelik  sijn,  wor  ik  kan  vnde 

m^ch.     Vnde  desses  to  merer  tuchnisse    der  warheyd   hebbe   ik    myn  ingesegel 

wi  llichlijken   vnde  mit  wetenheyde  hern  Hinrikes  van  Gheysmer,  mynes  erbeno- 

m^den    maghes,    hengen    heten  vor   dessen    breff.     Gheuen    in  den  jaren  vnses 

H^ren    veerteynhunderd    vnde   veervndetwintich,    des   vrijdages  na    vnses  Heren 

b^inmeluardes  daghe.     Vnde    vmme    merer   zekerheyd  willen    desser    vorscreue- 

n^n    dinge    hebbe    ik  Hinricus  van    Gheysmer   erbenomed   myn  ingesegel  mede 

banged  vor  dessen  zuluen   breflF  vppe  den  vorbenomeden  dach. 

Nach  dem  Original.     Mit  zwei  ankdngenden  Siegeln. 

Konig  Sigismund  for  der  t  die  Hansestddte ,  insbesondere  Liibeck,  Hamburg^  Wismar^ 
Stralsund  und  Bostock  zu  einer  Hiilfeleistung  gegen  die  Ketzer  und  zur 
Absendung  eines  Bevollmdchtigten  an  ihn  auf.     1424.     Jun.  2. 

Sigmund,  van  Gotes  gnaden  Romischer  kunig,  zu  allenczeiten 
merer  des  richs,  vnd  zu  Vngern,  zu  Behem  etc.  kunig. 

juieben  getruen.     Wir  lassen  euch  wissen,  das  aller  vnser  lieben  neuen 
und  ohemen,  der  kurFursten,  botschafft  by  vns  gewest  is,  mit  namen  vss  iglichs 


590  1424.     Jun.  2.  . 

kurfursten   rate  eyner  soyner  Frunde  vnd   iiiit  in   die  erwirdigen  Johan,  zu  Wirb- 
burg,  vnd  Raban,  zu   Spire  bischoue^  vnse  fursten  vnd  lieben  andechtigen,  vnd 
haben   vns    durch    dieselbe    botschaft    lassen    fragen   vnd   vnder  andern  stucken 
an   vns  erfaren,  ob  wir  ichts  dorczu   tun  wollen^  daniit    die  ketzerey  zu  Behem 
getilget  vnd  aussgerrut  werde.     DoruH'  wir   in  geantwort  haben^  wie  wir  vnser 
leib  vnd  gut  doran   niclit  gespart  haben,  nemlich   das  wir  init  vnserm  leibe  vnd 
ailem  vnserm  vermugen   dorczu   getan   vnd  vil  fromer  erber  vnd   bederber  lute 
van  Deutschen^  Behem,  V^ngern,  Merhern  vnd   alien  andern  vnsen  landen  doromb 
verloren   haben,    der    dorumb   leider  manicher  gestorben  vnd  gefangen  ist,  vnd 
haben   vns  dorumb  so    sere  verkost  vnd  grosse  scheden  empfangen,  das  es  vn— 
seglich    ist.     Dorczu    haben    wir    alles    vnser    veterlich    erbe    verkummert  vnd 
hingegeben,  vnd   mer  so  haben  wir  vnser  kunigrich  zu  Vngern  so  sere  dorumb 
an  leuten   vnd   an  gud   emplost  vnd  so    gar  we  getan,  das  es  zu  gross  ist,  vnd 
das  wir  die  sache   von  vnserm  kunigriche  zu  Vngern   nicht  alie  mogen  vssriclm- 
ten.     Vnd   uber  das  alles  haben    wir    den    kurFursten    lassen  sagen,  wiewol  wir 
mit  den  Turken,  mit  den   Bosnischen   ketzern  genant  Paterini,  vnd    mit  vil  an- 
dern vnglaubigen  teglichen  kriegen  vnd  grosse  zu  schaffen  haben  vnd  doruff  grosse 
kosten  legen   nmssen,  dennoch  wollen  wir  von  den    Behemischen    ketzern  nicht 
ablasseri   vnd  haben   mit  dem  hochgebornen  Albrechten,  hertzogen  zu  Osterrich 
vnd  marggrauen  zu  Merhern,    vnserm    lieben    sun    vnd    Fursten   angeslagen  vnd 
beslossen,  eyn    Felt    auff    sand    Johans    tag    nechstkuniFtig    mit  der  hilffe  Gotps 
wider  die  egenanten  ketzer  zu   haben  vnd  dann,  so  wir  das  Feld  rawmen  mussen 
von   Frost  vnd  vngewiter  wegen,  teglichen  krieg    mit  in  zu  triben,  so  lange  vud 
so  Ferr  als  wir  ymmer  mogen,  vnd  haben   dieselben  kurFursten  lassen  erinanen, 
sintdenmal    sie    nu    vnsere    meynung    in    den    sachen    vernemen,    das   sie  oucb 
darczu  tun   vnd  vns  helffen,  die  vorgenanten   ketzer  entlich  zu   tilgen.    Wiewol 
wir  in  das,  nachdem  als  wir  mit  dem  kunig  von  Polan,  vnserm  lieben  bruder, 
verricht   waren,    czeitlich    by    den    edeln    grafF  AdollTen    von   Nassaw  vnd  gran 
Micheln    von    Wertheim,    vnd    dornach    vmb    sand    Martins    tag    by    den  edeln 
Albrechten    von    Hohenloch    vnd    Conraten    von    Winsperg,    erbcamrer,   vnserii 
reten   vnd    lieben    getruen,  emboten    haben,  des  wir  aber  bissher  keyn  antworl  . 
von   in   haben   mochten,  was  sie  dorczu  tun   wolten,   nu   meynen  wir,  sie  werden 
euch   vnd  andere  vnsere  vnd   des   richs  stete   besenden,  vnd  hofTen,  sie  werden 
vns  wider    die  vorgenanten    ketzer    nu    helfiFen,    dorumb    begeren  wir  von  euch 
vnd   ermanen   euch  aller  eyde  vnd   trewe,  der  ir  vns  von  des  heiligen  Romischen 
richs  wegen  vnd  der  kristenheit  pflichtig  seyt^  das  ir  euch  mit  ewer  macht  vnd 


592  1424.     Jun.  2. 

saken  vnde  van  lotTte^  also  de  stede  tho  Ijfl'lande  eiiie  tho  Nowerden  sullen 
gedan  hebben^  vnde  vortnier,  wo  he  viis  niyt  gestliken  rechte  vp  de  suluen 
loffte  in  schaden  dectite  tho  bringende,  dar  gij  ene  ingesproken  hebben,  so 
dat  he  de  dink  noch  bestan  lete  etc.  Ersanien  leuen  vrdnde,  wy  bopen,  dat 
gij  dat  recesz  darvan  gelesen  edder  to  den  rnynsten  wol  geh6ret  hebben,  dat 
de  boden  vnser  stede  do  tor  tijd  tho  Nowerden  vorramet  hebben^  do  de  reyse 
geopent  wart^  in  deine  jare  XXUI  vp  Agneten,  aldus  myt  korte  ludende,  dat 
de  stede^  de  dar  do  weren,  vnde  de  gerneyne  copinan  in  ener  gemeynen  steuene 
vorgaddert  beden  Arnd  Lubbekens,  dat  he  de  dink  bestan  lete  myt  den  Russen, 
wente  v^ij  anders  vppe  dat  gud,  dat  en  genomen  was  van  den  zeroders  vnde 
to  der  Wisiner  inquam,  also  de  Russen  zeden,  nenen  vrede  noch  ende  bedege- 
dingen  hedden  inocht,  he  ene  hedde  et  vp  sodane  vdrw6rde  ofiergeuen:  mocbte 
man  wes  mer  vinden  van  deme  gude,  dat  erne  entforet  was^  so  solde  men 
eme  dat  sine  wedder  gheuen.  Des  geiikens  zegeden  vnse  boden  van  der  ge- 
meynen hense  stede  wegen  den  Russen^  vnde  hirvp  so  ene  zegede  wij  erne 
anders  gene  Idftte,  mer  dat  wij  et  iw  heren  vnde  den  gemeynen  hensesteden 
tho  kennende  wolden  geuen^  dat  gij  et  so  vogeden^  dat  eme  sin  schade  mocbte 
belecht  werden,  vnde  dijt  hebbe  wij  iw  heren  gescreuen  an  vnsem  breue,  vnde 
dartho  myt  vnsem  boden,  de  tho  iare  tho  dage  by  iw  weren,  laten  weruen, 
wente  ok  iwe  recesz  darsulues  by  iw  geordineret  darvan  aldus  ludet:  ,,dat 
warff  van  Arnd  Lubbekens  saken  sail  stande  bliuen,  wente  dat  de  stede  aller- 
negest  dar  by  iw  vorgadderende  werden ,  denne  darvmme  tho  sprekende.^ 
INu  serine  gij  vns  van  loffte,  dar  wij  nicht  van  ene  weten,  wij  ene  hebben  eme 
ok  anders  nicht  gelouet,  wen  an  iw  tho  samende,  vnde  dat  sin  ok  der  gemey- 
nen h'ensestede  sake.  Hirvmrne  so  sijt  hirvp  vorsen  des  besten,  dat  gij 
darvp  trachten,  wormede  gij  den  knecht  willen  atfleggen,  wente  id  vinmers 
war  is,  dat  he  vmme  der  gemeynen  stede  willen  vele  ouergaff*,  des  wij  vrunt- 
liken  bidden  van  siner  wegen,  also  wij  ok  er  gebeden  hebben,  dat  gij  iw  der 
sake  vruntliken  van  eme  scheiden,  also  dat  he  van  der  wegen  vppe  de  stede 
nene  sake  ene  hebte.  Vnde  wes  iwe  ersame  vorsichticheit  hirby  doet,  vns 
darvan  iwe  vnvortogerde  antworde  willen  wedder  scriuen.  Gode  allemechtigen 
si)  iwe  ersamheit  beuolen  tho  alien  tijden.  Gescreuen  des  vridages  na  vnses 
Heren  hemeluart,  in  den  iaren  na  siner  gebort  XIIIF  jar  darna  an  deme  XXIlll"* 
jare,    vnder    den    secret  der  stad  Rige,   des  wij  samentliken  hirto  nfi  gebruken. 

Bdrgermeistere  vnde  rede 
der  stede  in  Lifllande. 


1424.     Jun.  2.  593 

Aufschrift:  Den  ersarnen  vnde  vorsichligen  wisen  rnannen,  heren  borger- 
fiieisteren  vnde  ratrnannen  der  stad  Lubeke,  myt  werdicheit. 

Niich  dem  Original  auf  Papier.     Von  dem  Siegel  sind  nur  unbedeutende  Reste  iibrig, 

I»C1I. 

Verpfandung  von  Pfeffer.     1424.     Jun.  4. 

\  rowynus  de  Ledda  coram  libro  recognouit^  se  et  suos  heredes  teneri 
Hartwico  Brekewolde  et  suis  heredibus  in  C  mrc.  et  XII  mrc.  minus  duobus  sol. 
ItJ  I),  den.  octaua  die  sancti  Jacobi  apostoli  proxime  affutura  amicabiliter  et 
escpedite  persoluendis,  pro  quibus  idem  Vrowinus  dicto  Hartwico  IIP  libras 
pi  peris  coram  libro  inipignorauit.  promisitque  Vrowinus  cum  suis  heredibus,  se 
v^lle  et  debere  dicto  Hartwico  aut  suis  heredibus  stare  pro  omni  ulteriori  de- 
f^c^tu,  si  quis  contingeret  in   premissis. ' 

Nach  einer  Inscription  des  Siederstadtbuchs  vom  J.  1424,  dom.  p.  Asc.  Dom, 

DCllI. 

JSine   Verordnung  des  Raths  hinsichtlich  der   Verjahrungsfrist.     1424.     Jun,  9. 

V\  itlik    si,    dat   desse    heren,    de    rad    der    stad  Lubeke,  vmme  mydinge 

vvillen  vele    areghes    vnde  vmbeqweinicheyde,    de    vakene    vnde  mennich  werue 

g^schen  sind   vnde  schen    mochten  vmme   schuldinge  vnde    manynge  willen    na 

doder  hand,  gesat  hebben  Gode  to  loue,  eren  gemeynen  ynwoneren  vnde  eynen 

y^welken,  de  eres  Lubeschen  rechtes  behoued,  to  vromen    vnde    beqwemicheyt 

dit  nascreuene  stucke,  dat  se  na  dessem  dage  willen  vor    ere    Lubesche    recht 

delen  vnde  geholden  hebben  van   eynen  yewelken: 

Were  dat  vormflndere  eynes  doden  schuldiged  worden  vmme  gud,  dat 
iie  dode  schuldich  sin  scholde,  vnde  enkanme  der  schuld  nicht  bewijsen,  vnde 
mogen  de  vormflndere  dat  bewisen,  dat  de,  de  den  doden  schuldiged,  iar  vnde 
dach  mit  deme  doden  in  der  stad  gewesen  heft,  er  he  starflF,  vnde  enheft  he 
der  schuld  nicht  gheessched  bynnen  dem  iare  vnde  dage,  alse  he  starfF,  vnde 
ok  nicht  in  sinen  dodbedde,  de  wile  he  vornunft  vnde  redelicheyd  hadde,  de 
vormflndere  en  doruen   dar  nicht  to  antworden. 

Statutum  anno  Domini  MCCCCXXIIIP,  feria  sexta  ante  festum  Penthecostes. 

Nach  einer  Au/zeichnung  im  Tidemann  Guatrow'achen  Codex  des  LQbeckiachen  Rcchts, 

1)  Nach  einer  ferneren  Inscription  vom  30.  November  (Andree)   hat  Vrowinus  de   Ledda  die  250  %  Pfeffer 
wieder  erhalten. 


tj%^*m  «.'s^*s.       «i  u  1 1  • 


]>€I¥. 

Der  Rath  von  Lutjenburg  ersucht  den  Rath  von  Lubeck  und  das  Amt  der  Schuh^ 
macher  daselbst,  den  Schuster  Marquard  von  der  Uorst  und  seme  Ehefrai^ 
Hille  zum  Biirgerrecht  und  Amte  zuzulassen.     1424.     Jun,  14.^ 

Deri  erebaren  wysen  mannen  vnde  heren,  borghermeysteren  vnde  ra*^ 
rnannen  der  stat  Lubeke,  vnde  den  erlyken  olderluden  vnde  deme  ghans 
ampte  der  schumaker  darzulues,  vnsen  ghunsteghen  vrunden,  borghermeyst 
vnde  ratcnanne  to  Lntekenborch  yn  der  herscop  to  Holsten  beleghen  na  vrurif 
lijker  grote  dfin  iuw  wyllik  openbar  to  betilghende  yn  dessem  breue,  dat  voi 
vns  konien  zynt  de  olderlude  Hinrik  Wiser  vnde  Hinrik  van  deme  Sunde  des 
zuluen  ainptes,  ok  werkmeyster  der  schumaker,  vnse  medeborgher,  louefi- 
werdighe  bedderue  manne  myt  vteslreckeden  armen  vnde  opperychtederm 
vynghern  stauedes  eedes  to  den  liylghen  vorrichlende,  dat  Marquard  van  der 
Horst,  wyser  desses  breues,  ere  schuniaker  ampt  myt  en  hadde  bezeten  alz 
eyn  bedderue  man  myt  Hyllen,  syner  erlyken  liusvrouwen,  vnde  schededen  va 
en  mit  eren  vnde  myt  redelicheyt,  dat  ze  vnde  dat  ghanse  ampt  en  dankede 
erer  ere  vnde  redelicheyt,  der  ze  en  ploghen  hadden,  vnde  eft  erne  recht  vnd 
ghedelyk  lengher  hadde  wezen,  ere  ampt  vnde  ghylde  to  besyttende  vnde  zy 
eghene  darane  to  ouende,  dat  ze  ene  gherne  vor  eren  medebruder  wolde 
beholden  hebben  vnde  wolden  eme  gherne  darane  ghunstych  vnde  vordelf 
wezen,  vor  se  mochten.  Alzo  vns  dat  zulue  ok  wol  wytlyk  is,  so  hebbe 
vorder  ok  van  deme  suluen  Marquarde  van  der  Horst  alzodane  eriyke  ghodi 
hannelynghe  vnde  erebar  ruchte  vorvaren  vnde  ghehort  yn  warheyt,  weret  dJil 
eme  noch  recht  vr»de  ghedelyk  were,  myt  vns  ampte,  ghylde  efte  werke  t0 
besyttende,  wy  wolden  ene  dar  to  vruntlyken  vnde  gherne  wedder  entrangbe%; 
worvmme  wy  desse  waraftyghe  tuchnysse  iuw  ouersenden,  juwer  aller  lei 
vnde  vruntscop  sere  vlyteghen  bydderule,  dat  gy  dessen  vorbenomeden  M 
quarde  van  der  Horst  vnmie  vnse  vruntlyken  bede  vnde  woldat  syner  bedd 
uecheyt  vordelyk  ghunstych  vnde  ghutliken  behulpen  zyn,  myt  iuw  ampte 
iuwer  stad  to  besyttende,  dat  eme  bequemelyk  vnde  ghedelyk  is  to  entfa 
vnde  vorder  yn  alien  temelken  zaken  ene  to  vordende.  Dat  wylle  wy 
weghe  gherne  vorschulden,  wor  wy  moghen.  In  tuchnysse  der  warheyt 
desser    vorscreuenen    stucke    so    hebbe    wy    borghermeislere  vnde  ratmaune 


Q 


1)  Derartige  Gesaohe  and  Leumandszeagnisse  kommen  in  der  Mitte  nnd  der  zweiten  H&lfle  des  Jakihi 
httnfig  Tor.     Das  bier  mitgetheilte  ist  das  ttlteste,  das  sich  bier  findet. 


1424.     Jun.  14.  595 

Lutekenborch  vorscreuen  vnses  stades  ynghezeghel  henghet  vor  dessen  bref^  de 
gheuen  vnde  screuen  is  na  Godes  bort  veerteynhundert  iar  dar  na  yn  deme 
veervndetwynteghesten  iare,  des  neghesten  myddwekens  vor  sunte  Vitus  daghe 
des    hylghen  mertelers. 

Nach  dem  Original.     Das  anhangende  Siegel  ist  sehr  beschddigt. 

Der  Ritter  Detlev  von  Ahlefeld  beschwert  sich  gegen  den  Rath  von  Liibeck  daruber^ 
dass  der  Rath  von  Stralsund  seinem  Vater  ein  Schiff  mil  einer  Merige 
verschiedener  Outer  genommen  habe.     0.  J.     (1424).    Jun.  24.  * 

V runtlike    grute    touoren    vnde  wes    ik    gudes   vormagh.     Wetet,  erliken 

borghermestere  vnde  radmanne  der  stad   Lubeke^  dat  ik  yu  opembare  do  vnde 

c'aghe,  alze  niyne  vorvarne  vnde  ik  vakene  dan   hebben  vor  forsten  vnde  heren 

^nde  steden  in  vorkonieneh  tyden   vnde    noch    alze    do,  dat  de  van  dem  Sunde 

^■^s  dat  vnse  noinen  hebben  vnvorwared  vnde  vnentseght,  dar  my  vnde  mynen 

^oruaren    nft    ere    eder    recht    iruaren    konde    etc.     To    dem   ersten   nemen  se 

"^ynen  vadere  eyn  schip  myd    mele  vnde   myd  niolte,  myd  specke  vnde  bussen 

vricle    bussencrflde  vnde    armborste  vnde  pile,    botteren,    hopen  vnde   solt    vnde 

st^l  vnde  osemund  vnde  ock   rede  gheld.    Dit  vorscreuen  gud  nemen  se  mynen 

vadere  vppe  der  see  vnde  myn  vader  wolde  dat  ghesand  hebben  to  Hakenschow 

vricle  tho  Gremestorpe  vppe  sine  slote,  vnde  wolde   sine  slote  dar  mede  spised 

vride    bewered    hebben,    des    doch  do  nycht  enschflde  ^mme  des  willen,  dat  se 

dat    vorscreuen    gud    mynen    vadere    nomen    hadden,    vnde    schadeden    mynen 

vadere    vnde   mynen    voruaren    wal   twintigh    dusent    mark    mede,    vnde    vorlos 

.^    dar    sine     slote     mede.      Vnde    den    houedsummen,     den    se    nemen,    de    lep 

,X-^^I  vppe    twelue    eder    verteynhundert    mark.      Guden  vrundes,  konde  ik  iuwer 

ri    "Bricbtinge    daran    enneten,    dat   se    my  vor    mynen    vorderfliken    schaden    also 

.if    vele    don    wolden,    alze    lik    vnde    moghelik    were,    so    schole   gy   vnde   de  van 

i*^   Hamborgh  myner  to   aller   redelicheyt  vnde  moghelicheyd  wal  mechtich  wesen, 

1^   ^tide    bidde    yu    ^mme    mynes    denstes    willen,    dat    gy  se  dar  vnderwisen,  dat 

-'7  ^^  my  vor  den  vorderfliken    schaden    aizo  vele    don,   alze    vorscreuen    is.      Dar 

^       '^ede    bliued    Gode    beualen.     Screuen    to    Plone,    to    sunte   Johannes  dage  to 


596  1424.     Jun.  24. 

Aufschrift:  An  de  eriiken   wisen  man,  borgherrnestere  vnde  radderstad 
to  Lubeke,  mynen  guden  vrunden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  an/gedrticktem  theiiweine  erhaltenem  Siegei 

DCVI. 

Vertrag  zwischen  Volquth  GronoWy  Detlevs  Sohrij  und  Volquin  Gronowy  Vohjvm 
SohUy  geschlossen  unter  Vermittelung  des  Ritters  Lorenz  Heesty  der  Burger- 
meister  Jordan  Pleskow  und  Cord  Brekewold  und  des  Lubeckischen  Yogis 
Helmold  von  Plesse.     1424.     Jun.  29. 

VVitlik  sij,  dat  de  gestrenge  ritter.,  her  Laurencius  Heest,  vnde  de  heren 
Jorden    Pleskouwe,    her    Cord    Brekewold,    borgermestere,    vnde    Hehnold  van 
Plesse,  voget  to  Lubeke,  van    des    rades  wegen    to   Lubeke  darto  gevoget,  ene 
fruntlike  eninghe  vnde  vordracht   gededinget    vnde    gemaket    hebben   twisscben 
den    vromen    knapen    Volquine    Gron6wen    Detleues    sone,    vp    ene   lyde,  vnde 
Volqwine  Gronowen  Voiqwines  sone,  vedderen,  vp  de  anderen  syden,  in  nascre- 
uener  wyse.     Interste  so  schal  Volqwin  Detleues   sone   betalen  alle  vnde  islike 
schulde ,    de    se    bevde   schuldich    zyn    gewesen    bet  vppe  giflPte  desser  scriffte^ 
de  sulue  Volqwin  Detleues  sone  heft  hirto  ghegheuen  Volqwine  Voiqwines  sone 
twehundert    mark  vnde  XII{    mark    lubescher    penninge.     Ok    so   schal  Volqwin 
Voiqwines  sone  hebben  alle  vnde  islike  varendehaue,  welkerleye  de  sin,  de  sin 
moder  vp  den   hof  vnde  in  de  were  to  Belendorpe  gebracht  heft.     Des  gelykes 
schal  Volqwin   Detleues  sone  ok  hebben  sodanne  varendehaue,  alse  zin  moder 
vp  den   erbenomeden   hoff  vnde  in   de  were  gebracht  heft.    Vnde  wes  darna  is 
van  korne^  varendehaue,  buwerke  vnd   welkerleye   id    sy  vp  dem   erbenomeden 
houe,  dat  scholen  de    erbenomeden   Volqwine    beyde    samentliken    myt  enander 
delen,  vnde    wes    ock    desse  Volqwine    beyde  zamentliken    efte  besunder  manen 
konen  van   eren  guderen,  schulden,    dotslagen,    efte  worane    id  zy,  dat  scholen 
se  ok  mitenander  delen,  vtgenomen   de  gudere,  de  se  deme  rade  vnde  der  stad  ! 
Lubeke  vorkoflt  hebben,  dar  en  scholen  se  nynerleye  maninge  vp    don.     Were 
ok  dat  erer  welk  jenigerleye  koste  vnde  teringhe  vorder  dede,   den  de  andere, 
vmme  maninghe  willen    desser  vorscreuenen    gudere,    dat   schal  de  tovoren  vt- 
nemen  van  deme  houetsummen,  de  sodane  koste  vnde  teringhe  dede.    Alle  desse 
vorscreuene    fruntliken    vordracht   vnde  voreninghe    loue  wy  Volqwin  vnde  Vol- 
qwin   vedderen    in    guden    truwen    vnser    eyn    deme    anderen    stede,  vast  vnde 
vnuorbroken    to    holdende    sunder    argelist  vnde    hebben  des  to  merer  betuch- 


1424.     Jun.  29.  597 

nisse  vnde  witlicheid  desser  scriffte  dre  laten  scryuen  ene  vthe  der  anderen 
g^sneden,  der  wy  malk  ene  beholden  vnde  de  drudden  scriflFte  rnyt  vnser 
b^  jder  willen  to  merer  witlicheid  hebben  geantwordet  den  ersamen  heren,  deme 
ra^cJe  der  stad  Lubeke.  Datum  anno  Domini  millesimo  CCCC  XXIIIP,  in  Festo 
b^dtorum  Petri  et  Pauli  apostolorum.' 

Nock  der  dem  Rathe  ubergebenen  Auafertigung  des   Vertrages. 

DCVII. 

l/^r^fehde  des  Hennmg  Mintstede  des  Jungsten^   des  Claus  Smit  und  des  Joharm  von 

Soltwedely  geleistet  dem  Herzog  Erich  vo7i  Sachsen  -  Lauenburg  und  seinen 
Brudern  Bemhard  und  Otto,  some  audi  den  Rdthen  von  Lubeck,  Hamburg 
und  Liineburg.     1424.     Jul  1. 

VVy  Henningh  Minkstede  de  iungeste,  Clawes  Smit  vnde  Johan  van  Solt- 
w^  del.  Bekennen  vnde  betugen  (u.  s.  w.  wie  No.  437),  Vnde  desses  to  merer 
b^t.uchnisse  der  warheit  so  hebbe  wy  Hennyngh,  Clawes  vnde  Johan  erbenomed 
all  ^  vnde  besunderen  vnse  ingesegele  mit  guden^  vrijgen  willen  henget  heten 
vo  E^  dessen  breff.  Gescreuen  in  den  iaren  vnses  Heren  dusent  veerhnndert 
ve  ^^rvndetwiqtich,  des  auendes  Visitacionis  Marie. 

Ncich  dem  Oiiginal.     Mit  drei  anhangenden  Siegeln.     Henning  Mintstede  z    Siegel  wie  zu  No.  683, 

Claus  Smit:   Siegel  rund,   2®/,o  Ctm.     Die  Siegeljldche  zeigt  eine  vom   unteren  liande  ausgehende  Blumen- 
statide.     Umschri/t:    4.    $'   chVDtS  »>•  Stltif  Johann  von  Soltwedel:  Siegel  rund,  2*/io   Ctm.    Auf 

stehendem  Schilde  ein  eingefasstcr  mit  drei  Rosen  helegter  rechter  Schrdgbalken.      Umschrift:    +     $*   fiotlS   I 

DCVIII. 

^^->92tg  Sigismund  befiehlt  dem  Rathe  von  Liibecky  die  am   ndchsten   Maria    Geburt- 

Tage  fdllige  Stadtsteuer  an  Albrecht  Schenk  von  Landsberg  zu  bezahlen. 
1424.     Jul.  11. 

(Gleichlautend  mit  No.  515  bis)  mit  disem  briefe,  der  geben  ist  zu  Ofen, 

aii^   dinstag  vor  sant  Margarethe  tag,   versigelt   mit   vnserm  kuniglichen  anhan- 

[     g^nden  insigel,  nach  Cristi  Geburt  viertzehenhundert   jar   vnd  dornach  in  dem 

t      viervndtzwemczigesten  jare,  vnserer  riche  des  Vngrischen  etc.  in  dem  achtvnd- 

&      dteissigisten,    des   Romischen    in    dem    viertzehenden  vnd  des    Behemischen  im 

'       funfften  jaren. 

I  Ad  mandatum   domini  regis 

Franciscus  prepositus  Strigoniensis. 

Nach  dem  Original,     Mit  anhangendem  Siegel, 


1)     Vgl.  M  591. 


JNotandunK  quod  per  doininos  Conradum  Brekewolt  et  Hinricum  Rape 
suluer^  proconsules,  placitatum  est  inter  Johannetn  Bornehoueden  et  Eghardu 
Storm,  viilicum  in  Erweterode,  pro  inlerfectione  Hinrici  Bornehouedes,  fill 
prefati  Johannis  Bornehouedes,  ita  videlicet  quod  Eghardus  Storm,  qui  alias  Hin 
ricum  Bornehoueden  interfecit,  pro  interfectione  ista  dicto  Johanni  Bornehouede 
dare  debebit  XXXII  mrc.  lub.  den.,  super  festo  Natiuitatis  Cbristi  proxim 
affuturo  incipiendo  et  per  annum  integrum  subsequens  super  istis  termini 
siout  inter  se  concordarunt,  amicabiliter  et  expedite  persoluendas.  Cum  Isim  i 
antedicti  Johannes  Bornehouede  et  Eghardus  Storm  aniicabiiiter  sunt  concordats  j^ 
vnde  Johannes  Bornehouede  cum  suis  heredibus,  eciam  natis  uel  adhuc  nas(^  1- 
turis,  preFatum  Eghardum  Storm  cum  suis  heredibus,  eciam  natis  et  nast^^i- 
turis,  et  omnes  alios,  qui  in  hoc  suspecti  sunt,  de  dicta  interfectione  penit  «js 
dimisit  ab  omni   ulteriori  ntonicione  seu  inpeticione  quitos  et  solutos^ 

Nach  einer  Inscription  des  Nicderstadtbuchs  vom  J,  1424j  Amutfi, 

Der  Roth  von  Wismar  zeigt  dem  Rathe  von  Liibeck  any  dass  eine  Gelegenheity  ^Be* 
schwerden  gegen  Hans  von  Bulow  geltend  zu  macheny  eben  jetzt  vorhanden 
sei.     1424.    Jul.  25. 

\  nsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vorniogen  vorscreuen.  £r- 
samen  heren  vnde  leuen  vrunde.  De  dach,  dar  wij  iw  at}*  gescreuen  hebben, 
den  vnse  gnedige  vrowe  van  Mekelenborch  holden  wil  to  Bucowe  ieghen  Hans 
van  Bulowen,  de  schal  wesen  n&  yn  sondage  negest  tekomende,  also  hefft  vns 
daUingk  toscreuen  vnse  vrowe  vorbenomed.  Hirumme,  hebbe  gi  wane  van  den 
juwen,  de  wes  to  doende  hefft  ieghen  Hanse  van  Bulowen  van  des  wegen,  M 
he  beschediget  is  van  D6mptze  edder  van  der  Hermensmolen,  den  willet  by  p^t 
vns  schicken  nfi  yn  sonnauende  erst  tokomende,  deme  wille  wij  gerne  helpefl 
des  besten,  dat  wij  konen.  Leuen  heren  vnde  vrunde.  Dit  willet  vort  vorscrioei  Bli 
vnsen  vrunden  van  Hamborgh,  alse  gi  erst  moghen.  Sijd  Gode  beuolen.  Scrip-  1^  1 
turn  ipso  die  sancti  Jacobi  apostoli,  nostro  sub  secreto,  anno  XXIIII^  m-i^ 

Consules  Wismarienses.  Bb  < 


u 


1)  Fiir  die  richtige  Zahlung  der  versprochenen  32  m^  haben  sich  fiinf  Eingesessene  in  MtlkoDdorf 
und  8ie  ist,  wie  hinzugcfagte  Bcmerkungcn  bezeugen,  in  vier  Termincn  mit  jodesmal  8  H^^f  Kuletit  am  SO.  Itofhik  | 
1435  gelcistet  worden. 


600  *    1424.     Aug.  9. 

to  bewisende^  vorschulde  wij  alle  tijd  gerne,  wor  wij  inogen.    Sijd  Gode  beuole 
Screuen  vnder  vnsein  secrete,    in    sunte  Laurencius   aueride^  anno  etc.   XXIIU 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:  Coininendabilibus   et   circurnspectis  viris,   doininis  proconsul 
bus  et  consulibus  Wismariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

Scu:h  dem  Oriyinal  im  Rathsarchiv  zu    Wismar.     Das  aufgedruckte  Secret  ist  abgeaprungen, 

DCXIU. 

Der  Rath  von  Rostock  schreibt  dem  Rathe  von  Wismar  uber  Verhandlungen  mit  d( 
Koniffin  Philippa  und  uber  eine  demndchstige  Zusammenkunft  der  Stddi 
1424.     Sept.  1. 

Vnsen  vruntliken  grud  vnde  wes  wi  ghudes  vorinoghen  touoren.  Ers 
men  leuen  vrunde.  Juwen  breif  an  vns  gesand  nn't  der  van  Lubeke  breue  d 
inghesloten  hebbe  wi  wol  vornonien  etc.  Hirvmme  begere  wi  iuwer  leue 
wetende^  dat  wi  juwe,  ere  vnde  der  van  Luneborch  ineninghe^  bede  vm 
begher  darane  gherne  willen  vortzetten  by  den  sendeboden  der  vrouwi 
koningynne  van  Denneniarken  vnde  den  sendeboden  der  stede  Straiessur 
etc.,  so  wy  best  konen  vnde  moghen,  vnde  is  vns.  leuen  vrunde,  wol  I 
willen,  wor  de  vorscreuen  sendeboden  den  dach  holden  willen,  mit  jw  in  iuuve 
stad  edder  Bukowe  effte  mid  vns.  We  willen  de  vnsen  dar  gherne  to  sendei 
to  welker  vorscreuen  stede  de  dach  besant  vnde  holden  wert,  vnde  were  vi 
sere  to  vnwillen,  dat  he  toslagen  vnde  nicht  gheholden  worde.  Siit  Gode  b 
uolen.     Scriptuin  in  die  beati  Egidii,  nostro  sub  secreto,  anno  etc.  XX1III^ 

Consules  Rozstokcenses. 

Aufschrift:  Honorabilibus  et  circurnspectis  viris,  dominis  proconsulib 
ac  consulibus  Wysmariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

A'ocA  dt'm  Original  au/  Papier.     Mit  Rett  ten  dea  au/gedrUckten  Secrett, 

Der  Rath  von  Wismar  seridet  dem  Rathe  von  Liibeck  den  vorhergehenden  Bn 
1424.     Sept.  1. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  vorscreuen.  1 
samen  heren  vnde  leuen  vrunde.  Also  gij  begherende  weren,  vns  to  vorarbc 
dende  to  den  van    Rozstok  vmme    de    besendinge    des    daghes  tegen  de  senc 


1424.     Sept.  1.  601 

fooden  der  vrowen  koningynnen  etc.,  deme  hebbe  wy  also  gerne  dan.  Darup 
hebben  vns  de  van  Rozstok  ere  antwerde  gescreuen,  dat  wij  iw  hirynne  senden 
besloten,  vnde  de  sendeboden  der  vrowen  koningynnen  vorscreuen  weren 
hiidenemorgen  to  Rozstok  noch  nicht  gekomen ,  alse  wij  irvaren  hebben. 
Sijd  Gode  beuolen.  Screuen  an  sunte  Egidii  daghe,  vnder  vnsem  secrete, 
anno  XXIII^. 

Consoles  Wisniarienses. 

Aufschrift:  Connnendabilibus  et  prehonorandis  viris,  dominis  proconsulibus 
ac   consulibus  ciuitatis  Lubicensis,  amicis  nostris   sinceris,  detur. 

Nach  dem  Originat.     Mit  Reaten  dea  aufgedruckten  SiegeU. 

Der  Bitter  Detlev  von  Ahlefeld  uhertrdgt  die  Ausgleichung  seines  Streits  mit  dem 
Rathe  von  Stralsund  dem  Rathe  von  Lubeck.     J424.     Sept.  4. 

Wes  ik  gudes  vormach  mit  vrundlikein  grute.    Ersamen  leuen  besunde- 

ren  vrunde.     Juwe    dener    niester    Pawel  warf  latest  to  Segheberghe  vor  vnsen 

heren  van    iuwer  weghen  vinnie    de    zake,    de    twischen    den  van    dem    Sunde 

vnde  my  is,  dat  ik  de  wolde  setten   by  iuw  etc.     Wetet,  dat  ik  myn  recht  van 

der  weghen    gherne  wil    by    iuw    setten  vnde    by    myne  vrund,  alse  verne   alse 

n)y  recht  wedderuaren  moghe    twischen    desser   tyd  vnde  sunte    Michels  daghe 

neghest  volghende  edder  vrundschop.    Wes  my  hirane    beschen   moghe^  beghere 

ik  iuwes  vrundliken  antwordes.    Screuen  vnder  mynen  ingezegele,  des  mandages 

na  Egidij,  anno  etc.  XXIIII. 

Detlef  van  Aleuelde,  ridder. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vorsichteghen    heren,  borgermesteren  vnde  rad- 
mannen  to  Lubeke,  mynen   besunderen  vrunden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  Resten  des  aufgedruckten  SiegeU. 

Der  Rath  von  Lubeck  zeigt  dem  Rathe  von  Wismar  an^  dass  auf  dessert  Wunsch 
eine  Besprechung  mit  dem  Herzog  Otto  von  Sachsen  im  Interesse  der  Her^ 
zogin  (Agnes?)  von  Mecklenburg  stattgefunden  habe.     1424.     Sept.  10. 

Vruntliken  grut  vnde    wes  wij  gudes  vormogen  touorn.     Ersamen  leuen 
besunderen  vrundes.     Alse    gij    den    ersamen    hern   Johan    Bantzkouwen,   juwer 

76 


602  1424.     Sept.  10. 

stad   borgennester^  by  vns    gesand    liadden    niit    etliken   weruen  van  wegen  der 
hochgeboriien    furstinnen,    yuwer  frouwen  van  Mekeletnborch,  vnde  yuwer  etc., 
sodannes  vnses  antwoides  inach   he  der  sulueii   iuwer  rnrstinnen  vnde  ok  yuwer 
leue  wol  vterliken  vnderwiisen   vnde  berichten.     Vorder.    leuen    vrundes.  so  sin 
ychtesweike    vnser    mederadeskutnpane    dalingh    to    daghe  geweset  yeghen  den 
hochgebornen  fursten.,  hertogen  Otten  van  Sassen,  alse  wij  des  her  Bantzkouwen 
berichteden.    Wes  en  darsulues  wedderuaren  is,  dat  liebbe  wy  yuwer  erbenome- 
den   frouwen   van   Mekeleniborch   vorscreuen   by  vnsem  egenen  boden.    SijtGode 
beuolen.     Screuen    vnder    vnsem    secrete,    des    sondages    na  Natiuitatis  Marie,   | 
anno  etc.   XXIIII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:    Corninendabilibus   et   circuinspectis  viris,  dominis  proconsuli- 
bus  et  consulibus  Wisniariensibus,  aniicis  nostris  preaniandis,  detur. 

Sack  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu    Wismar.     Mit  Resten  dea  aufgedrUckten  Secrets. 

I»€XV11. 

Lohn  fiir  eine    Wallfahrt  nach  St.  Jago  di  Compostella.     1424.     Sept.  2V 

Johannes  Stange,  filius  Eleri  Stange  bone  meniorie,  coram  libro  recog- 
nouit,  se  et  suos  heredes  teneri  Petro  Hope,  filio  Werneri  Hopes  bone  memo- 
rie,  in  IF  mrc.  et  XX  mrc.  lub.  den  ,  quando  dictus  Petrus  Hop  reuersus  est 
de  reysa  sancti  Jacobi,  extunc  super  proximo  festo  Passce  affuturo  amicabiliter 
et  expedite  persoluendis.  Insuper  si  dictus  Petrus  Hop  in  prefata  reysa  sancti 
Jacobi  uel  ex  nunc  ante  complecionem  dicte  reise  moriebatur,  extunc  dicte 
ducente  marce  et  XX  marce  lub.  erunt  quite  et  solute  et  Johannes  Stange  aul 
sui  heredes  de  istis  nemini  ulterius  tenebuntur  respondere.  Insuper  si  et  io 
quantutn  prefatus  Johannes  Stange  uel  sui  heredes  credere  non  vellent,  quod 
Petrus  antedictus  prefatam  reysam  sancti  Jacobi  compleuisset,  extunc  Petrus 
Hop  medio  suo  juramento  obtinere  potest,  se  dictam  reysam  fecisse  et  con»- 
pleuisse  et  ex  hoc  nullam   aliam  probacionem  uel  testimonium   Facere  debet. 

Nach  einer  Inscription  des  Nicderstadtbuchs  vom  J.  1424y  Mathei. 


1)  Vgl.  Bd.  V,  S.  670.  Es  ist  nicht  zu  bezweifein,  dass  die  Aufzeichnung  mit  der  im  J.  1416  in  Kopenbagea 
von  Eler  Stange  und  den  drei  anderu  Gesandten  des  neuen  Raths  ilbernommenen  Verpflichtung  in  Yerbindimg 
stebt,  wenn  gleicb  dort  Maritt  Einsicdeln  als  Ziel  der  Wallfahrt  genannt  wird.  Letzterwtthnte  drei  haben  1417  £c 
Reise  zu  K.  Sigismund  und  alao  wabrscheinlicb  unmittclbar  darauf  die  versprocbene  Wallfabrt  in  AosfObning  g» 
bracbt     Eler  SUnge  war  damals  krank.     Vgl.  oben  M  1,  auob  M  640. 


1424.     Sept.  24.  603 

DCXVlll. 

Der  Rath  von  Lubeck  zeigt  dem  Rathe  von  Wismar  an,  dass  er  an  Detlev  von 
Ahlefeld  sogletch  schreiben  und  von  der  Antwort  nach  Wismar  oder  StraU 
sund  Nachricht  geben  wolle.     1424.     Sept.  24. 

Vnsen  vruntliken  gnit  rnit  begheringe  alles  gudes  touoren.  Ersainen 
leuen  heren  vnde  vrunde.  Juwen  vnde  der  radessendeboden  van  Rozstoke 
breflF  van  weghen  vnser  vrunde  vanime  Stralessunde  vnde  hern  Detleues  van 
Aneuelde  etc.  hebbe  wij  woi  vornornen^  vnde  wes  wij  in  der  zake  vnsen  vrunden 
varnine  Stralessunde  to  ieue  bette  herto  gudes  don  konden^  dede  wij  gantz 
gerne  vnde  willen  denu*  ok  vortan  also  gerne  don.  Vnde  wes  vns  van  dem 
erbenomeden  hern  Detleue,  wanne  wij  eni  darvnune  gescreuen  hebben,  alse 
mj  van  stund  an  don  willen^  wedderkunipt  vor  antworde^  wille  wij  iw  edder 
vnsen  vrunden  van  dem  Stralessunde  gerne  vord  benalen.  Wij  beuelen  jw 
Code.  Screuen  vnder  vnsem  secrete,  des  sondages  na  sunte  Mauricii  daghe, 
anno  XXIIII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:  Honorabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus  et 
consulibus  Wysmariensibus.,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

t  Nach  dem  Original  im  Hathaarchiv  zu  IVismar.    Das  au/gedruckte  Secret  ist  abgeaprungen. 

\ 

I    Munzvertrag  der  Konigin  Philippa  von  Ddnemark  und  der  Stddie  Liibeck,  Hamburg, 

Luneburg  und  Wismar.     1424.     Oct.  8. 

VVy  Phylippa,  van  Godes  gnaden  to  Dennemarken,  Sweden,  Norweghen, 
^enden  unde  der  Ghoten  konynghinne  unde  hertoghinne  to  Pomeren,  unde 
^1  borgermestere  unde  radmanne  der  stede  Lubeke,  Hamborch,  Luneborch 
'^nde  Wismer.  Bekennen  in  desser  jeghenwardyghen  scrift,  dat  wy  koninghinne 
Phylippa  erbenomed  van  sodaner  macht  unde  bevelynghe  weghen,  alse  uns 
^nse  alderleveste  gnedige  here  in  sinem  affwesende  de  ryke  unde  land  bevolen 
I  heft,  unde  na  rade  unde  vulborde  der  redere  unser  ryke,  van  des  sulven  unses 
^edjgen  heren,  unser  unde  der  rike  redere  unde  manschop  weghen,  vppe  de 
enen  zyde,  unde  wy  borgermestere  unde  radmanne  der  stede  vorgescreven, 
t  fan  unser  stede,  unser  unde  unser  menheyde  weghen,  uppe  de  anderen  zyde, 
^     in  gantzer  endracht,  umme  des  menen  besten  willen    to  beyden  siden  ens  ge- 


t 


\ 


604  1424.     Oct.  8. 

worden  sint,  uinine  enen  pennygh  unde  niiinte  to  hope  to  slande  unde  to  hoi- 
dende^  de  ghenge  unde  geve  wesen  schal  beyde  in  den  ryken,  alse  verne  alse 
de  dar  vorkundyghet  wert,  unde  ok  in  den  steden  vorgescreven  in  alle  de  wyse, 
alse  hir  nascreven  steit. 

Desse  niunt  unde  penning  schal  heten  en  sosling,  unde  de  schal  gelden 
der  lutteken  penninge  sosse^  de  me  nu  slande  wert^  unde  de  wegen  mark  der 
soslinge  seal  holden  elven  loet  unde  en  quentyn  an  sulvere^  unde  dar  schal 
men  up  scroden  twe  unde  vertegheste  halven  worp,  er  it  wit  wert,  unde  alse 
it  wit  is,  so  schal  it  holden  twe  unde  vertygh  worpe.  Desse  schal  wesen  IfU 
soslinge  vor  den  worp  unde  dessen  penningh  schal  men  ghelik  orden  unde 
scroden,  unde  de  munter  schal  hebben  to  remedie  III  grenen,  under  oFte  boven, 
doch  der  mit  willen  nicht  to  brukende^  also  seal  id  de  munter  slaen  unde 
holden  up  den  ketel. 

Item  so  wille  wy  hirby  slaen  laten  enen  halen  lubeschen  penning  to  der 
noet,  umme  behoves  willen  unde  schedynghe  der  lude  unde  menheyde,  unde 
vorder  nycht.  De  penning  seal  holden  soven  loet  unde  I  quentyn,  to  remedie 
III  grenen,  under  oFte  boven,  doch  mit  willen  des  nicht  to  brukende,  alse  vor* 
screven  steit.  Dessen  penning  schal  me  scroden  uppe  de  mark  gheweghen 
verde  halve  mark  lubesch,  unde  wan  id  wit  is,  so  schal  id  holden  verde  haken 
mark  unde  twe  schillynghe.  Dessen  vorscreven  penning  schal  de  munter  ok 
slan   uppe  den  ketel. 

Item  de  pennynghe,  de  alrede  gheslaghen  synt  in  deme  rike  to  Denne- 
marken,  de  to  ver  penninghen  vorkundighet  sint^  der  schal  dat  stucke  gelden 
der  holen  penninghe  twe,  de  nocht  slaghen  scholen  werden,  unde  de  aboschen 
des  ghelik. 

Item  de  holen  penninghe,  de  nu  in  Dennemarken  synt,  dar  de  kron^ 
uppe  steit,  der  scholt  gaen   unde  gelden  twe  vor  enen. 

Item  de  gotenschen,  also  de  me  nocht  to  der  tiid  sleit  unde  se  nu  gaen^ 
de  scholen  gelden  ghelik  dren  halen   penning,  dar  de  krone  uppe  steit. 

Item  de  witten  penninghe,  de  in  den  vorscrevenen  steden  gheslageo 
synt,  de  scholen  gelden  vordan  to  ver  lubeschen,  alse  aldus  langhe  dan  hebben. 

Desser  vorscreven  munte  unde  penninghe  schal  de  lodighe  mark  sulvers 
gelden  soven  lubesche  mark,  ene  sware  engelsche  nobele  twe  unde  verticb 
schillinghe,  de  krone,  de  ere  wicht  heft,  twyntich  schillinghe,  de  krone,  de  to 
licht  is,  negenteygen  schillinge,    rins    golt    ene  lubesche  mark,  arnammes  golt 


1424.     Oc|.  8.  605 

verteygende  haiven  schilling,  bisscoppes  gulden  drutteygen  schilling,  darna  alle 
ander  gold  en  )ewelk  na  sinen  werde. 

Item  desse  vorscrevene  munte  unde  penning,  sulver  unde  gold,  schal 
genghe  unde  gheve  wesen,  enentie  jewelken  denie  anderen  mede  vul  to  donde 
na  denfie,  also  vorscreven  is,  in  deme  like  to  Dennenriarken  unde  darto  in 
Zv^eden  unde  in  Norwegen,  also  verne  alse  de  vorbenomede  unser  gnedighe 
here,  wi  koninginne  Philippa  edder  unse  nakomelinge  dat  vorkundighen  werden^ 
men  to  Berghen,  dat  steit  uppe  en  berad,  alse  uppe  der  stede  wedderbedent 
tusschen  dat  unde  sunte  Nycolawes  daghe  neghestkomende,  unde  in  den  vor- 
schrevenen  steden  unde  eren  ghebeden   des  ghelik. 

Item  desse  nyge  penning  unde  munte,  de  men  nu  slande  wert  in  Denne- 
marken,  alse  vorscreven  is,  des  schal  de  sosling  hebben  to  teken  dre  lebaren 
uppe  der  enen  syde,  unde  en  cruse  unde  en  er'  uppe  der  anderen  syde,  mit 
iiamen,  alse  darto  hort,  unde  de   holen   penning  enen   lebaren. 

Item  der  stede  ene  jewelke  blive  by  ereme  teken,  dat  se  aldus  lange 
ghehad  heft. 

Item,    dat    nummend   van    uns  to  beyden  syden   macht  en   hebben,  desse 

'Hunle  unde    penninge    to    vorergerende    offte    to  voranderende,  id  en  sche  mit 

©ndracht,  sunder  alle  weghe  to  vorbeterende,  wo  men  deme  doen   mach,  unde 

"^t  de  vorbeterynghe  unde  voranderinghe  alle  weghe  sta  by  unseme  gnedighen 

'^^ren,  uns  Philippa,  koninginne  vorbenomet,  unde  by    den    rederen    to    beident 

^'^en,  de  da   alle  jar  werden    komende  to  Kopenhavene  na   utwisinghe  des  vor- 

'^^tides    unde    der    tosate.     Uppe    desse    vorscrevene    artikele    unde  stucke  sint 

^^bbelde  scrift  gemaket,  beide  van  enen  lude,  de  ene  ute  der  anderen  ghesneden, 

^^  wy  to  beyden  syden  mit  openen  besegelden  breven  vulteen  scholen  unde  willen 

'^^     deme,    alse    vorscreven    is.     Unde    des    to    tughnisse  so  hebbe  wi  Philippa 

^^benomet    van    vnses    gnedighen    heren,    unser   vnde   des    rikes    weghen    unse 

secret,  unde  wi  Tideman  Steen   unde    Hiniik  van    Haren,  sendeboden  der  stede 

l^vibeke  unde  Wismer,  van  der  sulven  vorscrevenen   stede   unde    unser    weghen 

^nse    inghesegel    uppe    beyde    scrift   ghedrucket.     Ghescreven  to  Kopenhaven, 

na  Godes  bort  dusent  verhundert  in   deme  verundetwintighesten  jare,  des  sun- 

daghes  vor  sunte  Dionysius  daghe  des  hilligen  mertelers. 

Nach  einem  Abdruck  in  Luxdorph,   Anledning  og  veiviianing  til  myntena  udregning  her  %  landene  i  det  fior- 
tefide  aar-hundrede,    Kopenhagen  1765  S.91;  auch  gedruckt  in  Grauto/f,  Histor.  Schriften  Th.3,  S,213fgg 


1)  Yermathlich  eine  Cbiffre  zur  BezeichnuDg  des  K5Digs  Erich. 


>or.  i 


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'^m     .:>rtrntw^r    zu    Mforiendal,    die    Kloster 
ii    .Ian'*njcr^n    ir*    >traUund  personiich  zu  risi- 
r-i     -HIV    »fmr    ituonuiu     1424^    Oct  22. 


-••"'—  '       -zi'^s*^      ...     riiPT   'irrtaiTo.  cuntVssori  j^nerali  et  priori 

TLfTa-:--         ?r,r-    -  :  .        r  nn::?    -.   ^^^AiraiorTS    lie^aiiensis   ^liucesis.   frater  L'Ipho, 


'— «a^«a  "C^A*  •»  J 


•  i.  ^ 


.-  :ijr*:--       'T'iictirTiin   ^larraft^  virzinis*  et  Birgittae  in  M'az- 
-  .^-j^^TT      TT^r:::?     ;^  «-• -tK:*    ..A^L"Jot^&t&.  Tsaiutefii  in  e«),  qui   voluntarie  pro 
n;^     :,ir..*2    — :      rz^iisj^        Miuniam    -^x:   matiune    et   facna    comniuni 
Ui^*-?i ...      issr>f!:»uQuiii    r{    tis^ordiAraiii  brigasi  nuper  exortas 


V r-«-r-  *:. 


.i:r  -  im  it* 


^1  I  ..  1*      I  rinis      tiaCTT     noaascprrunun.    videlicet  Marienwold 


-'        .      .-:.  .    r-*:  ;: 


I^^-^!Lr.ne      uua   ^naisutuk    fiuuiatomin    et    constructorum, 
i.twii..      ac::*    jnnict)    luc  iie^iuter  p roc urante^  in  personarum 
'  II      luuicuiii    lecnuKHitiuri   ec  peniicieni  animaruin  ac 
M  ;n    '..I..:-        .  ./•    :    r':;:i .       u::'      zs"^      '-»n:jiai,     iicta    iocn    et    monasteria  a  luo 
:..:;:  i-tr-r:.-     lizTr*  jji    -tiac     niji:>iii^  !4siii:!H:$6e    u-fonern   per  institationem  vitae 
^      J*--'-   :.::.if-     *^iui.ji'5.     jcirvj    rniernuaii  '.uae  in  ainceritiite  sanctae  obedien- 
i.k»-       .   -  :.    —1  1^-    nr^iiii*-.  luaiixiu^  ^u  .*ra«^aca  uuna^ena  visitationis  et  correclio- 
I..-      -     :  i       -;-5vi:j«;wc4*     ii.•J:^^a&     .*>&^iue^    nura  •*€  >t][1icultatibus  quibuscunque^ 
fi;  .    -       -  ■^-  ...i-     !:.:.!;*:;     :: .  r'ja-ir-^  rortin?    _»t-«-   viain   otjiicurdiae*  absque  strepitu 
»'    :^::.i     .:ir:.  ;:.     rti     ;ii;::.it-n      -    :-ii\;:i    rac^n  •**   :iiutUiun  in  Cbristo  dileclioneiB 
^.    !fr*  -...      —iiu  .•:,:,...      £.     ii      iijLjLMT     ^tutorrraie    *^ulirians    in    praemissis^   oimie 
I. J  -•    .  r:.  iii>    ^^.^r-:[iiiiii.     ruvi    le^    un*-     oininuni   vel   uniine  sea  privilegio  spe- 
•jiii     -..in    ^^-,^''  ,2..',x    j,»>a^xin.    It     Uinn     n^Mt^'e'-tj   je!*^ununi  duntaxat  ista   vice,  ut 
'^'ifuMiTi    ii>t:i:.im  ^'  -*ii'uui-im   ii2^':uiiiiuin  lur-^^cendi  et  refiiruiandi,  destituendi 
^'     M^».r.i*^M.ii     ii:     uiuii;;    iii;4.    nuit*    Hr    vrj^^iuduuis   ^aeralis  spectant  officiun^ 
*Vr»  • ',*-iit!.    ^^;»:ii    ii    1. 1     ilii    j»*Hr!**Ma;i    s»j***:!ait*    uitiaduturii    exigalur,   plenariam 
ifV><;    't  "1  r.i-^ii       li.uiii    W  i,£K^ijSw  Mina   i><iinini    142-LiJdie  Octobris^  sub 


-i«vw'»'i  "J    ^:  -t-^i'iK    cr-f t  ir    *»     '^jm'mf''   #f«/r    -  u«r.    ^ittLtturm  p  2lX2 f.   ex  cod,  wu. 


1424.     Oct.  25.  607 


Der  Rath  von  Groningen  zeigt  dem  Rathe  von  Liibeck  an^  class  er  den  auf  den 
13.  November  angesetzten  Hansetag  in  Stade  besenden  werde.  0.  J.  (1424). 
Oct.  25. 

V rentlike  grute  tovoren  ghescreven  rnit  ?ilre  gunste.  Sunderlinghe  lieue 
vrende.  Wy  hebben  ivori  brief  orilfanglien  ende  guedliken  vorstaen,  daer  ghy 
oris  inne  scriuen  van  enen  anderen  daghe,  den  ghy  begrepen  hebben  to  holden 
to  Stade  vp  sente  Brictius  dach  naest  koniende,  ende  beghereri,  van  onzen 
rade  luede  daer  bi  iv  vp  den  vorscreuenen  dach  to  senden,  vin  de  partyen 
ende  ander  saken  de  bed  to  vlyen.  Waervan,  lieue  vrende,  wy  iv  weder  scri- 
uen, dat  wy  van  onsen  rade  luede  by  iv  senden  wilien  vp  den  vorscreuenen 
dach,  in  dyen  dat  wy  daer  velich  koinen  nioghen  vor  onze  vyande  ende  van 
weders  noet.  God  zij  met  iv  altoes.  (ihescreuen  onder  onser  stad  secreet,  vp 
senle  Crispinus   ende   Crispinianus  dach. 

Borghernieslere   ende   raet 
in   (ironinghen. 

Aufschrift:  An  de  erbaren  wyzen  lieren,  de  borghermestere  ende  raet 
der  slad  van  Lubic,  onsen  sunderlinglien  lieuen  ende  wal  glierninden  vrenden, 
detur. 

Nctch  dem  Original  avf  Papier.     Mit  einptn  uubedeutendem  Reate  des  aufgedrUckten  SecTets. 

DCXXII. 

^ctrquard  Wise^  Prior  des  Dominikanerklosters  zur  Burg,  versprichty  den  Rath 
gegen  Anspruche  der  Erben  des  Heyne  Barensteker  an  10%  ^>  welche 
die  Testamentsvollstrecker  den  Kdmmer ether r en  hdtten  uberliefern  sollen, 
schadlos  zu  halten.     1424.     Oct.  28. 

Ik    broder    Marquardus  Wijse,  prior  des  conuentus  der  predekerbrodere 

ter  Borch   bynnen    Lubeke^    loue    den   erbaren   niannen,  heren   borgermeysteren 

vnde  radmannen   der  stad  Lubeke,  eft  in   tokomenden    tijden    yemend    van    den 

eruen  Heynen  Barenstekers    guder    dechtnisse    qweme    vnde  dede  nnaninge  van 

der  elfTtehalue  marke  wegene   lubesch,    de    bouen    betalinge    der  schuld,  de  de 

erbenomede  Heyne  nalet  vornnyddest  sinen   dode,  vnde    bouen    entrichtinge    der 

^haue,  de  de  sulue  Heyne  in  sinem    testamente    vorgheuen  hadde,  ouerbleuen, 

vnde  de  de   vormundere    des    vorgerorden    testamentes    bij  de  heren  kemerere 


608  1424.     Oct.  28. 

des  rades  to  Lubeke  scholden  gelecht  liebben^  dat  ik  vride  myne  nakomelinge, 
priore  des  vorscreuen  closters,  sodaner  inaninge  den  vorscreuenen  heren,  dem 
rade,  vnde  ok  den  vorscreuenen  vorniunderen  gentzlijken  benemen  vnde  se 
darvan  schadelos  holden  scholen  vnde  willen.  Vnde  hebbe  desses  to  merer 
tuchnisse  dat  ingesegel  des  prioratus  ainmetes  vnses  vorscreuenen  closters  mit 
guden  wilien  gehenged  vor  dessen  brefT.  Datum  anno  Domini  MCCCCXXIIII*, 
ipso  die  beatorum  apostolorum  Symonis  et  Jude. 

Navh  dem  Original.     Mit  anhangendem  SiegeL 

Quitticng     des    Albrecht     Schenk  von    Landsherg    uber    die    am   verflossenen    Maria 
Geburt-Tage  fdllig  gewesene  Stadtsteuer.     1424.     Oct.  28.^ 

W  y  Albrecht  Schenke  van  Landesberch  vnde  here  to  Sydowe.  Be- 
kennen  vnde  betugen  openbare  in  dessem  breue  vor  alsweme,  dat  de  ersamen 
manne,  heren  borgermeystere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke,  zodanne  sture, 
alse  se  vnde  de  stad  Lubeke  dem  hilgen  Romischen  ri)ke  jarlik  sint  plichticb,  i 
vnde  de  vnsem  aldergnedigesten  heren,  heren  Sygemunde,  Romischen,  Vnger- 
schen^  Bemischen  etc.  koninge,  vppe  vnser  leuen  Vrowen  dage  erer  bord  nyest 
vorleden  irschenen  vnde  voruallen,  vnde  an  vns  van  sinen  koninglijken  gnaden 
na  inneholde  sines  koningliken  bezegelden  breues  vorwijset  was,  den  ersamen 
hern  Humbrechte,  pharrer  zcu  Prettin  ordens  sancti  Anthonij,  van  vnser  wegen 
gentzlijken  vnde  to  vnser  noghe  vnde  wol  to  danke  bered  vnd  betaled  hebben. 
Vnde  hijrvmme  late  wij  de  vorscreuenen  borgermeystere  vnde  radmanne  vnde 
de  erbenomede  stad  Lubeke  van  der  vorscreuenen  sture  wegen  qwijt,  leddich  | 
vnde  loz  van  aller  maninge.  Vnde  desses  to  nierer  tuchnisse  der  warheyd  is 
vnse  ingesegel  mit  vnsen  willen  vnde  van  vnses  hetes  wegen  gehenged  vor 
dessen  bretT,  de  screuen  vnde  gheuen  is  na  der  bord  Cristi  dusent  verhunderd 
jar  vnde  darna  in  dem  vervndetwintigesten  jare,  vp  sunte  Symonis  vnde  Jude 
dage   der  werden   apostoli. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhaugendem  Siegel. 


1)  Aiissor  dieser  Quittung  bcfindet  sich  im  Archiv  noch  ein  ausfulirliches  Notariatsinstriiment  vom  31.  Octo- 
ber 1424,  durch  welches  beiirkundct  wird,  dass  Gumpertus  de  Busello,  canonicus,  vom  Orden  des  heil.  Antooiu, 
Pfarrer  iu  Prettin,  von  den  Kiiinmerciherren  Albert  von  der  Briigge  und  Ucrmann  Westfal  die  Reichssteaer  voa 
750  r/2^  in  Goldgiildcn  empfangen  babe. 


rnit  sinem  krarne  in  juwer    stad  vte    stan    vnde  sine  copenschop    ouen.      Bidde 
wy  iw,  leuen  frunde,  denstliken    mit    alleni    flite,  dat  gi  erne  des  ghunnen  vnd 
staden    willen    gelyk    anderen    vnsen    niedeborgeren.     D;it    vville    wy    in    getiken 
saken  vmme  iw  gerne  vorschulden,  wor  wy  mogen.     Syt  Gode  beualen.     Ghe- 
geuen  na  Godes  bord  veerteynhundert  jar  darna  in  deme  veervndetwintigesten  « 
jare,  des  negesten  nu'dwekens  vor   sunte    Merlins    dage    des    hilgen   bisscoppes^. 
vnder  vnser  stad  secrete  to  tuge  desser  vorscreuenen  ding  ruggeiinges  gedruckel^ 
vppe  dessen  brefF. 

Ncuih  dem  Original.     Mit  aufgedrucktem  wohlerhaitenem  Secret, 

Wilhelmy  Herzog  von  Braunschweig  nnd  Luneburg^  bekennt^  von  der  Geseke,  Witt 
des   Rathmanns  in  Luneburg  Dietrich  Springmtgut y  900  rn^  Luneburg 
Pfenninge   empfangen   zu   habeuy   und  Hberweist  thr   dafiir   eine  von  de  ^- 
Rathe  zu  Luneburg  zu  zahlende  jdhrliche  Rente  von  60  m^.  1424,   Nov.  ^^ 

Wij  Wilhelm,    van  Godes  gnaden  hertoge    to    Brunswig   vnd    Lunebor*^. 
Bekennen  openbare  vor  vns,  vnse  eruen    vnd  nakomelinge,  hertogen  to  Brun5. 
wig  vnd  Luneborg,    vor  allesweme,  dat  wij   mit  wolbedachtem  guden  willen  vor 
negenhundert  mark  penninghe  lu(ne)borger  weringe,  de  vns  rede  betalet  vnd  vorrf 
in  vnse  vnd  vnser  vorbenomeden  herschuppe  nutte  witliken  gekomen  sind,  vorkoffl 
hebben   vnd  vorkopen  mit  crafFt  desses  breues  der  erbaren  frouwen  Gheseken, 
wedewen  heren  Diderik  Springintgudes^  ichteswanne  radmans  to  Luneborg^  eddir 
dem  hebbere  desses  breues  mit  erem  willen  sestich  mark  geldes  jarliker  rentlie 
der    vorbenomeden    weringe    in    den    vervndeachtentich    marken    renthen    vnd 
tynses^  de  wij  to  vnsem  dele  alle  jar  bij   vnd   mit  dem  rade  to  Luneborg,  vnseo 
leuen  getruwen^  hebben.     De    suluen    sestich    mark    renthe  schal  vnd  mach  de 
genante  Gheseke  eddir  de  hebber    desses    breues    mit   erem   willen    alle  yar  to 
sodannen  tiden,  als  twisschen  sunte  Michaelis  vnd  sunte  IVlertins  dagen,  nemen 
vnd  entfangen,  als  wij  de    suslange  van  dem  vorscreuen   rade  to  Luneborg  ge- 
hauen  vnd  vpgeboret  hebben  laten.    Vnd  wij  heten  vnd  irlouen  dem  ergenanten 
rade  to  Luneborg  in  crafft  desses  breues,  dat  se  de  sestich  mark    geldes  vthe 
vnd  van  dem  vorgerorden  vnsem  jariikes  tynse  der  suluen  Gheseken  eddir  dem 
hebbere    desses    breues    mit    erem  willen  alle  jar  fruntliken  betalen   vnd  geueo 
schullen,  de  wile  wij,  vnse  eruen  vnd  nakomelinge,  hertoghen  to  Brunswig  vnd 
Luneborg,    de    erbenomeden    sestich    mark   geldes   nicht  weddergekofTfc  hebben. 


1424.     Nov.  11.  611 

Vnd  wanne  wij,  vnse  eruen  vnd  nakomelinghe  de  vorscreuenen  sestich  mark 
geldes  weddirkopen  wolden ,  des  wij  vns  in  dessem  breue  vullemacht  be- 
holden  ,  so  schulle  wij  eddir  vnse  nakomelinge  alle  jar  in  sunte  Johannis 
Baptisten  daghe  to  middensomere  ene  den  wedderkdp  touoren  vorkundigen, 
vnd  darna  to  dem  negesten  sunte  Mertins  dage  Gheseken  eddir  dem  hebbere 
desses  breues  mit  erem  willen  de  vorscreuenen  negenhundert  mark  penninge 
luneborger  weringe  in  eyner  summen  entrichten  vnd  betalen  binnen  der  stad 
to  Luneborg^  vnbehindert  vnd  vnbekuinmert  vor  allesweme,  sunder  alien  hinder 
vnde  weddirsprake.  Desses  to  vorder  bekantnisse  hebbe  wij  vnse  ingesegil 
witliken  gehenget  beten  an  dessen  breff.  Ghegeuen  na  Godis  bord  dusent 
verhundert  in  dem  verevndetwintigesten  jare.  in  sunte  Mertins  daghe  des  hilgen 
bisscoppes. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  SiegeL, 

]>CXXVII. 

Der  Rath   von   Lubeck  schreibt   dem  Rathe  von    Wismar  in  Betreff  zweier  von  der 
Konigin  von  Ddnemark  gesandten  Briefe.     1424,     Nov.  14. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vurmogen  touoren.  Ersamen 
besunderen  leuen  vrunde.  Juwen  breflp  ynneholdende,  wo  der  vrowen  koningynnen 
van  Deneinarken  sendebode  iw  getoget  hebbe  twe  opene  breue,  alse  eynen  der 
suluen  vrowen  koningynnen  vnde  den  anderen  der  dryer  rijke  rade  etc:^  hebbe 
^ij  wol  vornomen,  vnde  de  sulue  sendebode  heft  hijr  ok  gewefeet  vnde  vns 
sodane  breue  getoged,  darvp  wij  der  vrowen  koningynnen  eyn  antworde  ge- 
spreuen  hebben  na  lude  der  cedulen  hijrane  besloten.  Vnde  des  geiijk  mutatis 
Mutandis  hebbe  wij  der  dryer  rijke  rade  vppe  eren  breff  ok  gescreuen.  Vurder, 
'^Oen  vrunde,  warff  to  vns  de  vorscreuene  sendebode,  wo  he  in  beuele  mede 
l^adde,  dat  he  sodane  breue  edder  ere  auescriffte  vppe  de  kerkdore  bynnen 
^t)8er  stad  cleuen  edder  negelen  scholde,  darwijemeto  antwordeden,  id  enwere 
nicht  wontlik  mit  vns,  doch  wolde  he  deme  also  yo  don,  so  en  scholde  vns  dar 
(licht  ane  schelen,  men  he  mochte  wol  besynnen,  weret  dat  he  id  dede  vnde  de 
We  van  Holsten  ok  dergelijk  breue  also  vppe  vnse  kerkdore  wolde  cleuen  edder 
negelen  laten,  dat  wij  em  denne  des  ok  nicht  weygeren  enmochten.  Sijt  Gode 
i>euolen.     Screuen  vnder  vnsen  secrete,  des  dinxedages  na  Martini,  anno  XXIIII. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:     Honorabilibus   et  circumsp.  etc. 

Nach  dem  Original  im  Rathaarchiv  zu   Wismar,     Das  aufgedruckte  Secret  ist  abgesprungen. 


612  1424.     Nov.  16. 

DCJLXVIII. 

Der  Knappe  Gerd  von  Crummesse  verkauft  fur  25  m^  dem  Johann  Swager,   Vica- 

rvus  an  der  Marten  Kirchey  und  dem  Johann  Warendorp,  Vicarius  an  der 

*  Jacobt  Kirche    2  mjL  Rente  aus  dem  Dorfe  Bliestorf  und  uberlasst  ihnen 

zugleich  das  ganze  Dorf    in  welchem  sie  schon  14  7nJ[  Rente  besitzen,  bis 

zur  Ablosung  derselben.     1424.     Nov.  16. 

Ik  Gherd  van  Krummesse,  knape^  wonaftich  to  deme  Ankere  des  stichtes 
to  Razeborgh.     Bekenne  vnde  betughe  openbare    in   desme  breue  vor  alle  deo 
ghennen,  de    ene    zeen  edder  horen    lesen,  dat  ik  vnde  myne  eruen  vries  wol- 
beradenen  willen    myt   vulborde    alie    der  ghennen,  de  dat  to  rechte  vulborden 
scholden,    redeliken    vnde    rechtiiken    hebben  vorkoFt  vnde  vppelaten   in   krafl 
desser  scrift    den    erliken    mannen,    hern  Johanne  Swaghere,    vicario  in  vnser 
leuen  Vrowen  kerken,  vnde  hern  Johanne  Warendorp,  vicario  in  sunte  Jacobes 
kerken    tho   Lubeke,   twe    mark    ewigher   iarliker    rente    lubescher    pennynghe 
vnde    alle   recht   vnde    richte^    ouerst,    myddelst   vnde    sydest,    in    hals  vnde  in 
hand,  vnde  alien  denst,    bede,    nut   vnde    nutticheijd  vnde  alle  eueringhe  vnde 
vorbeteringhe    vnde    alle    dat,    des  myne  vorvaren  vnde  ik  wente  herto  ghehat 
vnde  bruket  hebben    in    deme    dorpe  vnde  gude  to  Blijstorpe,  dar  ze  rede  ver- 
teyn  mark  iarliker  rente  ane  hebben,  na  lude  erer  besegelden   breue  en  darvp 
gegheuen,    vor   vijfvndetwintich  mark   lubescher    pennynghe,    de  ze  my  nogaf- 
tighen  getellet  vnde  betalet  hebben  vnde  ik  vort  van    en    entfanghen,  in  myne 
vnde    myner    eruen    notroftighe    nut    hebbe  ghekeret  vnde  vteghenen,  alzo  be- 
schedeliken  dat  ik  edder  myne  eruen  noch  iemand  anders   van  vnser  weghene 
vns   myt   deme    vorscreuenen    dorpe    vnde    gude  vnde    alle    syner  tobehoringbe 
nenerleye  wijs  mer  beweren  scholen^  ichtes  wes  darane  to  sokende,  to  netende, 
darvth  to  esschende,    to   vordernde  ofte   to  brukende,  dat  sy  welkerleye  id  sr, 
men  her  Johan  Swagher  vnde  her  Johan  Warendorp  vorbenomet  vnde  de  ghennen, 
de  dessen  bref  hebben  myt  eren  willen,  scholent  hebben  vnde  besitten  in  richte, 
denste  vnde  in  aller  nut  vnde  bequemicheyt  myt  der  tobehoringbe,  alse  vore- 
screuen  is,  vredesameliken  vnde  rouweliken  to  brukende,  sunder  myne,  myner 
eruen  vnde  enes  yewelken  bekummeringhe,  hinder  ofte  bewernisse,  vnde  doen 
darmede,   alset   en    behaghet.     Also    hebbe    ik  ze  vor  my  vnde  myne  eruen  in 
rowelike  were,  besittinghe  vnde  brukinghe  des  vorsprokenen  gudes  to  BIystorpe 
vnde  syner  gantzen  tobehoringbe,   alse  vorscreuen  is,  myt  kraft  desses  breues 
vnde  myt  der  daet  witliken   ghevoret,   ghewiset    vnde   ghesat,    my  vnde  mynen 


1424.     Nov.  16.  613 

^ruen  nicht  eghens  rner  darane  to  beholdende.  Doch  hebberi  ze  my  der  vrunt- 
schop  gegund,  dat  ik  vnde  myne  eruen  desse  twe  mark  geldes  ^  dat  recht, 
ienst  vnde  eueringhe  in  deme  vorscreuenen  gude  alle  iar  in  den  achte  dagben 
lunte  Mertens,  wan  vns  dat  euene  kumpt,  wedderkopen  moghen,  alse  wy  dat 
;ehat  hebben^  vor  vifvndetwintich  mark  lubescher  pennynghe^  densuluen  heren 
nde  den  holderen  desses  breues  vruntliken  to  betalende  myt  der  plichtighen 
ente  bynnen  der  stad  Lubeke  in  ener  summen  vmbewurren  myt  guden  reden 
lennynghen,  alse  dar  denne  ghenghe  vnde  gheue  synt,  ane  dat  hole  geld.  Vnde 
rer  verteyn  mark  geldes  scholen  ze  denne  vort  broken  in  deme  suluen  gude 
a  lude  vnde  vorwaringhe  erer  ersten  breue  vppe  de  suluen  rente  sprekende. 
Llle  desse  vorscreuenen  stucke  loue  ik  Gherd  van  Krummesse  vorbenomet  vor 
ly  vnd  myne  eruen  myt  mynen  nascreuenen  medeloueren,  alze  wy  Otto 
an  Krummesse  vnde  Ludeke  Scharpenbergh,  knapen,  louen  vnde  segghen  myt 
leme  suluen  Gherde  van  Krummesse  vnde  synen  eruen  vor  vns  vnde  vnse  eruen 
righescheden  myt  samender  hand  vnde  islik  vor  alle  den  vakenomeden  hern 
lohanne  Swagher  vnde  hern  Johanne  Warendorp  vnde  den  ghennen,  de  dessen 
Jref  hebbet  myt  erer  beyder  willen,  se  syn  gheystlik  edder  werlik,  desse  vor- 
screuenen stucke  in  guden  truwen  stede,  vast  vnde  vnbrekelik  to  holdende 
sunder  alle  arghelist  vnde  degher  ane  alle  behelpinghe  gheystlikes  vnde  wer- 
likes  rechtes.  Des  to  groterer  bekantnisse  vnde  bewaringhe  hebbe  ik  vorkoper 
vnde  wy  medelouere  vorbenomet  vnse  ingesegele  eendrachtliken  vnde  wetende 
henghet  an  dessen  bref.  Gheuen  na  Godes  bord  verteynhundert  iar  in  deme 
verundetwintigesten  iarCp  des  donredages  vor  sunte  Elizabeth  daghe  der  hilgen 
^edewen. 

Nach  dem  Original.     Mit  den  drei  anhangenden  Siegeln.     Vergl.  Siegcl  des  M.-A,  Heft  6  p.  115.  120. 


I^er  Rath  von  Liiheck  verweist  den  Rath  von  Wismar  hinsichtlich  des  Verhdltnisses 
der  Herren  von  Holstein  zu  der  Kontgin  von  Ddnemark  auf  den  Bericht 
der  binnen  Kurzem  nach  Wismar  kommenden  Gesandten.     1424.  Nov.  19. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  touoren.  Ersamen 
leuen,  besunderen  guden  vrunde.  Alse  gij  in  juwem  breue  begheren  iw  to 
scriuende,  wo  wij  den  heren  van  Holsten  scriuen  willen  van  der  vrowen  konin- 
;ynnen  to  Denemarken  vnde  erer  rijke  rade  wegen  etc.,  leuen  vrunde,  des 
cholen  iw  vnse  vrunde,  de    kortlijken  bij  iw  komende  warden,    muntlijken  wol 


614  1424.     Nov.  19. 

Herinhten.  Wij  hebben  ok  van  stund  an  den  van  Hamborg  vnde  Luneborcb, 
vnsen  vrunden,  gescreuen  van  dem  dage^  de  dallinge  ouer  achte  dagen  hynnen 
juwer  stad  schal  geholden  werden.  Sijt  Gode  beuolen.  Screuen  vnder  vnsem 
secret,  vp  sunte  Elizabeth  dage,  anno  XXIIir. 

Consules  Lubicenses. 
Au/schrift:    Honorabilibus   et   circumspectis  viris,    dominis  proconsulibus 
et  consulibus  Wysmariensibus,  ainicis  nostris  sincere  dilectis. 

N<»ch  (iem  Original  im  Bathsatrhir  :u    JVismar.     Dun  Siegel  ist  abgesprungen. 


Vicko  von   Vitzen   quittirt   den  Rath   von  Lubeck   fiber  den  Empfang  van  147  am- 
hetmischen  Gulden.     1424.  Nov.  22. 

\  or  alswene,  de  dessen  (bref)  zeen  edder  horen  lezen,  bekenne  ik  Vicke 
van  Vitzen,,  her  Clawes  zone  van  Vitzen,  dat  ik  inechtych  make  niynen  knecht 
Hartighe  van  der  iMolen  ^  von  niyner  weghene  vpthoborende  hundert  guldene 
arneniiuesch  vnde  souene  vnde  \^rtych  arnemniessche  guldene  van  deine  ee^ 
werdyghen  rade  to  Lubke.  Wen  desse  hundert  vnde  souene  vnde  vertycfc 
arneniessche  guldene  desseme  vorbenonieden  Hartighe  van  der  Molen  to  df^ 
noghe  hetalet  synt,  zo  late  ik  Vicke  vorbenomet  den  erwerdyghen  rad  to  Lubbi 
quyt^  leddyoh  vnde  los  vor  nanianynghe  der  vorscreuen  hundert  vnde  sooei 
vnde  vertych  arnemesschen  guldenen.  Des  to  tughe  vnde  mer  vorwaryngl 
hebbe  ik  Vicke  vorscreuen  nivn  in^hese^hel  neddene  drucket  vor  dessen  bi 
do  sorouen  is  na  Gades  bord  dusent  jar  vere  hundert  jar  in  deme  vere 
twyntvghesten  jare«  in  deme  daghe  sunte  Cecilien  der  hilghen  juncurowen. 


.V*iii:4  i^<'M  Ori^mtM!  an/  /\tpi>r.     J/i7  Mmt^rgf\iriickt'^m  m-ick   *iewUich  erkaliemem  Si^tL     Et  i*z  r&«.x  <3* 
Ml  W^OU 


>• 


Der  Liibfirtische  Vopt  Helmold  f\>n  Pl^ssf  fordert  den  Knappen  Jasper  X^siad, 
in  Schuruan^  auf\  sich  der  Feindseligkf^ien  gegen  den  Bischof  von  Ri 
zu  ^nthalien.  trW/  dtirunter  auch  Liibecker  Burger  leiden.    0.  J.    'Sj 
1424.    Xor.  JS.;' 

\  rontlyken    grud    tovoren.     Leue    besundere    gude    irond.     Alse   ik 
myt  dy  begrepen  hebbe^  dat  du  nichten  welles  darmede  wesen*  dat  mjae 

l>  :^|>&Kf  ko«m  UdMoM  FWak  uckt  mhr  aIs  LabeekisclMr  Togi  tot. 


1424.     Nov.  28.  615 

3re  borghere  edder  inwonere  beschedighet  werden,  alse  ick  dy  ock  des  vullen- 
(omelyke  beloue,  so  alse  ick  rnynen  hereri  ghesecht  hebbe,  des  is  my  to  wetende 
vorden,  wo  du  vmme  der  van  Bulowen  willen  vyent  jdes  bisschopes  van  Rasseborg 
lyst  glieworden,  vnde  wanne  du  deme  vnde  syner  kerken  ouele  schaden  kanst, 
lu  enschadest  mynen  heren  edder  eren  borgheren,  so  bidde  ick  dy  vrontlyken, 
lat  du  dick  niyt  den  dynen  wellest  enthalden,  so  dat  de  bisscop  vnde  syne  kerke 
lyner  nenen  schaden  nemen.  Vorder,  leue  vrond,  so  hebbe  ick  wol  ervaren, 
^0  sick  de  vorbenonipte  bisschop  hochlyken  to  rechle  bede  vor  synen  ghichti- 
;lien  lantheren,  alse  vor  deme  hertoghen  van  Sassen<)  de  syner  to  eren  vnde 
echte  mechtich  schole  wesen,  vnde  wanne  dat  also  were,  so  wolde  ick,  dat 
u  dick  der  vede  entsloghest,  edder  doch  vppe  synen  schaden  weres,  alse  du 
lynnest  kundest.  Daran  bydde  ick,  dat  du  dick  vrontlyk  bewisest.  Dat  wel 
k  gerne  verschulden.  Wes  Gode  bevolen,  bedende  ouer  my.  Screuen  vnder 
ynen  ingheseghele,  des  dinxedaghes  na  Katherine  virginis.  Vnde  desses  en 
'ontlyk   antwerde   by  dessen   boden. 

Helmych  van   Plesse. 

Aufschrift:     Deme  duchtighen  knapen  Jasper  Nyestad,  vag'hede  to  Swane, 
ynen   besundern  vrunde. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.      Die  fur  den  Schluss   dea  Brief es   gemachten   Einschnitte    sind  sichtbar,    von 
einem  Siegel  dagegen  ist  Niehts  zu  erkennen. 


homas  Kerkring  uberldsst  einem  Ehepaar  em  Grundstiick  mil  Wohnung  in  seinem 
Gute  Krempelsdorf  zu  lebensldnglicher  Benutzung.     1424.     Dec.  4. 

i  ihomas  Kerkring,  filius  domini  Bertoldi  Kerkring  bone  memorie, 
bsens  concilio  et  apud  hunc  librum  recognouit,  se  vendidisse,  et  vendidit 
immeken  Holsten  et  Katherinam,  eius  uxorem  legitimam,  ad  eorum  vitam 
\  et  sub  curia  sua  Crempestorpe  prope  curiam  der  Morkerkesschen  vnam 
(teden,  super  quam  dictus  Thomas  ipsis  edificare  debebit  quandam  domum 
luatuor  vaken,  quingente  fouee  terre  humulorum  scite  versus  ciuitatem 
ficensem  et  due  pecie  seu  Frusta  terre,  unam  scitam  prope  stratam  dictam 
ech  et  aliud  retro  Houemans  k6ten.  Si  eciam  contingeret,  quod  vnus 
irn  moriebatur,  Tymmeke  aut  Katherina,  alter  superviuens  per  suam 
manebit  in  possessione  prefatorum  bonorum;  tamen  mortuo  dictorum  am- 
[fn,  Tymmeken  et  Katherine,  antedicte  kotstede,  fouee  humulorum  cum  peciis 


i 


616  1424.     Dec.  4. 

seu    Frustis    terre    dicto  Thome  Kerkririge    aut    suis    heredibus    erunt    quite  et 
solute.    Dicte  eciam  Tynimeke  et  Katherina  recognouerunt,  se  velie  nee  debere 
antedictain  kotsteden.    Fouee  humulorum  cum  frustis  terre  interim  aiicui  alteri 
vendere,    locare  seu  inpignorare  quouismodo  absque  scitu^    consensu  et  volun- 
tate  Thome   Kerkrins;  et  suoruni   heredum.' 

Scurh  finer  Inscription  des  Siederatadibuchs  vom  J.  1423,  Bar  bare. 


Luheck  in  Geschaftsverhindung  mit  Venedig.     1424.     Dec.   6. 

vornelius  Veckinghusen^  filius  Syffridi  Veckinghusen,  coram  libro  recog- 
nouit,  quod  oinnes  inpeticiones^  moniciones  et  computationes  inter  dictum  suum 
patrein  Sitfridum  et  ipsum  habite  usque  in  presentem  diem  essent  et  sunt 
penitus  sopite  et  terminate.  Dictus  eciam  Cornelius  recognouit,  se  velle 
et  debere  prefatum  suum  patrem  SiiTridum  et  suos  heredes  ab  omnibus 
debitis^  que  idem  Cornelius  in  omnibus  seu  quibuscunque  terris,  locis  aut 
ciuitatibus  et  precipue  in  Veneciis  parasset  aut  fecisset,  penitus  mdempnem 
releuare  et  quod  ipse  Cornelius  dicta  debita  solus  debet  et  wult  persoluere  et 
non  pater  suus,  quia  dicta  debita  venient  ad  dictum  Cornelium  solum  et  noo 
ad  suum  patrem,  sicut  istud  inveniebat  se  in  bonis  computacionibus.  Et  hoc 
placitatum  est  per  Tidemannum  Brekeluelde  et  Martinum  Castorppen,  ciuibus 
Lubicensibus 

Sack  einer  Inscription  des  Siederstadtbuchs  vom  J.  1424,  Nicolai. 


Bertram^  Abt  von  Reinfeldy  erkldrU  doss  es  zur  Entscheidung  des  Raths  vonLiibeck 
stehen  solle^  ob  Luder  Heest  Anspruch  an  die  den  Bauern  von  Woldehorm 
gegebene  Belohnung  Jur  die  Wiedererlangung  geraubter  Outer  habe.  oder 
nicht.     1424.     Dec.  7. 

Alse  lesten  vor  den  erwerdighen  rad  to  Lubeke  komen  was,  wo  vnse 
hovemester  to  Woldehorne  den  drudden  penningh  wolde  beholden  van  deme 
gfide,    dat  vnse   bure    darsulues  van  den    roveren    ghereddet    hadden^    vnde   wy 

1)  Die  beiden  Leutc  hnbcn  in  ihrcin  Hiluschen  lange  gcwohnt  Nach  einer  am  23.  Dec.  (II  a.  nat.  Dom.) 
1443  binziigcfiigten  Bemcrkung  setzto  Thomas  Kerkring  damals  den  Tydeke  MoUcr  hineln  mit  der 
Verpflicbtungy  der  Catbarina  jttbrlicb  8  mJL  za  geben,  uud  verspracb  zagleich,  das  etwa  Fehlende  selbat 
binzuzufiigen. 


618  1424.     Dec.  20. 

Wilhelm,  in  sinein  openen  besegelden  breue  vor  negenhundert  mark  luneborger 
penninge    heft    vorkoft   vnd    in    were    gelaten    der    erliken    vrouwen    Ghesekeri) 
wedewen  hern  Dyderic  Springintgudes,  ichteswanne  radmans  to  Luiieborg,  edder 
dem  hebbere  sines  vorscreuenen    breues    mit  erem  willen  sestich  mark  geldes 
iarliker  renthe    in   vnd  vth    den   veervndachtentich    marken    renthe  vnd   tynses, 
de  erne  to  sinem  dele  alle  jar  bij  vnd  mit  dem  rade  to  Luneborg,  vnsen  leuen 
getruwen,    twisschen   sunte  Michaelis  vnd    sunte  Mertens    dagen    to    bedagende 
vnd  de  suluen  vnse   leuen  getruwen,   de  rad  to  Luneborg,    eme    suluen   edder 
weme  he  de    hebben  wil,   to   geuende    plegen,    doch    also,    dat    he    edder  sine 
eruen    vnd    nakomelinge,    hertogen    to  Brunswic   vnd    to  Luneborg,    de   vorbe- 
nomeden  sestich  mark  renthe  alle  jar  wedderkopen    mogen  upp  sunte  Mertens 
dach  vor  negenhundert  mark  der  vorscreuenen  penninge,  dest  se  den  wedder- 
kopp  bynnen  den  negesten  achte  dagen  sunte  Johannis  to  middensomere,  aize 
he    geboren    ward,    touoren    vorknndigen    vnd   witlijk    don    der    vorbenomedeo 
Gheseken    edder   dem    hebbere    des    breues,    alse   vorgescreuen    steit.      Dissen 
vorscreuen  kopp  vnd  betalinge  der  sestich  mark  geldes,    den  wedderkopp  vnd 
alle    artikele,    de  darupp    spreken,    de    de    vorbenomede    vnses  leuen  vedderen 
besegelde    bref  ynneheft,    vulborde   wij   Bernd,    van  Codes    gnaden    hertoge  to 
Brunswic  vnd  to  Luneborg,  vorbenomed   vor  vns,  vnse  eruen  vnd  nakomelinge 
mit  wolberadenem    mode  vnd  gudem  willen  vnd    heten    vnsen    leuen    getruwen, 
dem  rade  to  Luneborg,  dat  se  der  vorbenomeden  Gheseken  edder  dem  hebbere 
des    vorscreuenen    vnses    vedderen    breues    mit    erem    willen    de    vorscreuenen 
renthe  betalen  vnd  darby   beholden    to    erem    rechte,    dat    schal    deger   sunder 
vnse    wite    wesen.     Disses    to  vurderer    bekantnisse    hebbe  wy  vnse    ingesegel 
witliken  gehenged  heten  an  dessen  bref.    Gheuen  na  Godes  bort  verteynhundert 
jar,    darna    in    denie    vervndtwintigesten    iare,     in     sunte  Thomas    auende  des 
hilgen  apostels. 

Sack  dem  Original,     Mit  anhangendem  Siegel. 


Suhne  wegen  Todtschlags,     1424.     Dec.  25. 

Nicolaus  Nacke  cum  suis  heredibus  coram  conciiio  et  hoc  libro  recog- 
nouit,  se  dimisisse,  et  dimisit  Tancquardum  Kalen  et  Tancquardum,  eius  filium, 
villicos  in  Lutken  Porin  ex  parte  interfectionis  Nicolai  Nacken ,  sui  patris, 
penitus  quitos  et  solutos,  et  quod  ipse  Nicolaus  Nacke  nee  sui  heredes  affuturis 


1424.     Dec.  25.  619 

;eniporibu8  nuUam  inpeticionem  aut  monicionem  in  et  ad  Tancquardiitn  Kalen, 
rancquardum^  eius  filium,  et  eoruiri  heredes  propter  hoc  facere  volunt  nee 
debebunt  quouismodo.  Jussu  consilii  annotatum.  Istud  placitatutn  est  per 
dominos  Conradum  Brekewolt^  Hinricuin  Rapesuluer  et  Dytmarum  de  Thunen, 
proconsules  huius  ciuitatis. 

Nach  einer  Inscription  det  Niederstadtbuchs  vom  J.  1426,  Nat.  Chr. 

Tyle  Lose   und  Bethemann  Lose  senden   dem  Rathe  von  Lubeck  einen  Brief  (ein 
Edictf)  des  Koniys  Sigismund^     1424.     s.  d. 

Ynsin  willigin  dinst  to  allin  tydin.  Liuen  heren  vnde  frunde.  Wy  senden 
ifl  eynen  breyff  van  vnsiin  gnedigin  heren ^  dem  konynghe^  aize  gy  woi  sende 
werdin,  vnde  bydden  ifl^  dat  gy  den  vorkundigin  derne  gemeynen  koppmanne 
vnde  prfiuen  vnse  beste  darin  vmine  des  gemeynen  koppmans  willen  vnde  efft 
<ie8  nod  deyde  des  breyues  to  hebbin,  dat  gy  den  denne  heddin,  wente  wy 
willen  dat  nA  vort  vt  arbeydin,  eifte  God  wil,  nfi  dat  alze  verne  komen  is^^ 
^nde  wy  bidden  vmme  iuwe  beschreuen  antwerde.  Dat  wille  wy  kegin  iA  to 
^Hin  tidin  gerne  vordeynen.  Geschreuen  in  deme  XXIIIl  jare,  vnder  Bethemans 
Login  ingesegel^  des  ik  Tyle  Lose  hir  mede  ane  brukende  bin. 

Tyle  Lose  vnd  Betheman 
Lose  formauerunt  hec. 

Aufschrift:     Den   ersamen   und  wisin    heren,    burgermeisteren    vnde  rat- 
annen  der  stad  to  Lubeke,  vnsin  besundern  gunstigen  heren  vnde  frundes,  detur. 

Nach  dem  OrigincU^     Mit  aU  Pr easel  aufgedrucktem,  svoar  erhaltenem  dock  unkenntlichem  Siegel. 

]»€JLXXVI1I. 

der  jungerey  Herzog  von  Braunschweig  ^   dankt  dem  Rathe  von  Lubeck  fur  die 
dem  Heinrtch  von  Merkeshusen  bewiesene  Freundlichkeit.    0.  J.  ( Vcyr  1425.) " 

Von  Godes  gnaden  Otte  de  jungere, 
hertoge  to  Brunswik. 
Ynse  ghunst  vnde  guden    willen    tovorn.     Ersamen    wisen    beschedenen 
ratmester  vnde  rat  to  Lubeke,  gude  vrunde.     Vns  heft  wol  berichtet  her 

Ygl.  M  2S8,  451. 

Jobann  tod  Hameln  und  Jordan  Pleskow  starben  beide  im  Jabre  14S5,  Eniterer  am  S8.  Septbr.,  Letsterer 

un  S3.  October. 

78» 


620  Vor  1425. 

Hiiirik  von  Merkeshusen,  anders  ghebeten  Syueken,  vnse  leue  betruwe,  dat  gj 
ome  ghunstich  vnde  vordelicb  syn  gbewest  yn  der  lid,  als  sunte  Johans  dacb 
inyddensomer  was,  gy  vnde  juwe  vrunt,  vppe  juwen  rathusen,  in  juwen  husen 
vnde  vp  alle  juwen  lustlyken  steden,  dacb  vnde  nacbt,  by  namen  ber  Jorden 
von  Plesko,  ber  K6rt  Brekewolt,  ber  Joban  von  Hamelen,  ber  Albrecht  von 
der  Bruge,  mester  Herrnen  von  demeHagben,  juwe  scriuei\  Herman  van  Oldendorpe 
vnde  gy  alle  gbenieynliken.  Der  gbunst  vnde  guden  bandeiinge  danke  wy  ju 
vruntiyken  vnde  [vnde]  willen  dat  vmme  juwe  erbarcbeyt  vorscbulden.  Des 
acbole  gy  to  vns  gbansen  gbelouen  vnde  tovorsycbtycbeyt  bebben.  Gescreueo 
to  Euibeke,  vnder  vnseni  ingesegele. 

Au/schri/t:     Den  vorsycbtigen  wisen  bescbeden  luden,  ratmesteren  vnde 
rade  to  Lubeke,  vnsen  guden  vrunden,  gescreuen. 

Sock  dem  Ori^iitai  on/  Papier,    Mit  aufyedrUcktem  Siegel  (PresBeL) 


Wrhaihdlungen  wegetk  eines  in  der  Gefangenschaft  Gestorbenen.    1425.   Jan.  6. 

llinricus  Scbiring,  piscator  dominorum  consuium,  alias  coram  concilio 
in|M*U'bnt  Jobannem  vam  Damme  in  Glasaw  ex  parte  patrui  sui  Hermanni 
Mcbirinfi^  qui  alias  in  captiuacione  dicti  Jobannis  vam  Damme  mortuus  erat, 
v%  nuibuH  tamtMi  prefate  partes  per  dominos  consules,  videlicet  Tydemannum 
T%«Mrriitiii  rt  BtMloldum  Roland,  amicabiliter  compositi  et  concordati  sunt. 
VihIo  IliiiriouH  Scbiring  nomine  sui  aut  ex  parte  antedicti  sui  patrui  Hermanni 
Sriiiring  hvw  rorum  btMedum,  natos  aut  adbuc  nascituros,  pretextu  illius  Johannem 
vfim  huiiiiiu'  hUOH(|m'  beredes  et  omnes  alios,  ad  quos  dicta  causa  tanget  sen 
liuiHiMi*  puHHot,  prnitUA  dimisit  ab  ulteriori  monicione  sou  inpeticione  quitum 
lU  HolMhiin.  wSinnIi  modo  prefatus  Jobannes  vam  Damme  cum  suis  beredibus 
Hfilrdirhim  llinricum  Scbiringe  et  suos  beredes  pretextu  illius  dimisit  penitus 
quilon  v\  HoluloH.  Vltra  boc  preFate  partes  coram  concilio  promiserunt  ore 
111  iiihiiii  prtJplor  proTatam  causam,  se  velle  et  debere  amplius  et  firmiter  pacem 
liMiiiK'  «um  (»iniii  srruritate.  ita  videlicet  quod  vnus  pro  alio  seu  amicorum 
Auoiiim   HllnliiriH   U»inporibus  securus  esse  debebit  absque  dolo  et  fraude. 

Snatt'r  hinctujt'ftiyt:  Insuper  anno  etc.  CCCCXXVI,  Jobannis  et  Pauli, 
iinliHliciiiH  IliiiriruH  Scbirinji;;  coram  concilio  et  hoc  libro  recognouit,  se  ob  pre- 
hitJiiii  rau»«m  mortis  antedicli  Hermanni  Schiring  subleuasse  et  recepisse 
XXXV  mrc.   hib.  den.    et    quod    cum    isto    dicta    causa    plenarie   et    totaliter   sit 


1425.     Jan.  6.  621 

a    et    terminata,    vnde    dimisit    prefaturn  Johannem    vam  Damme   et    suos 
des  quitos  et  solutos. 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederatadtbucha  vom  J.  1423,  Epiph.  Dotn. 

rre  Verhandlung  uber  eine  Wallfahrt  nach  S.  J  ago  dt  Composiella,  1425.  Jan.  20.  * 

Johannes  Stange,  filius  Eieri  Stange  bone  memorie,  coram  libro  recog- 
,  se  et  suos  heredes  teneri  Petro  Hope,  filio  Werneri  Hopes  bone  memorie, 
[|^  mrc.  lub.  den.,  quando  dictus  Petrus  Hop  reuersus  est  de  reysa  sancti 
)i,  extnnc  super  proximum  festum  Pasce  affuturum  prefatus  Johannes  Stange 
;ui  heredes  soluere  debebunt  dicto  Petro  Hope  prefatas  IIIF  mrc.  lub.  den. 
abiliter  et  expedite.  Sin  eciam  contingeret,  dictum  Petrum  Hope  in  prefata 
I  sancti  Jacobi  uel  exnunc  ante  complecionem  dicte  reyse  tnori,  extunc 
ta  summa  videlicet  Illf^  mrc.  erunt  quite  et  solute,  et  Johannes  Stange 
>ui  heredes  ex  hoc  nemini  amplius  tenebuntur  respondere.  Si  eciam  Jo- 
es Stange  aut  sui  heredes  fidem  adhibere  nollent,  quod  Petrus  Hop  antedictam 
im  sancti  Jacobi  non  Fecisset  uel  compleuisset,  extunc  Petrus  Hop  medio 
;orporali  juramento  probare  et  obtinere  potest,  se  dictam  reysam  sufficienter 
?ne  compleuisse,  et  nullam  aliam  probacionem  aut  testimonium  super  hoc 
e  debebit  quouismodo.  Insuper  si  Petrus  Hop  antedictus  Johanni  Stangen 
refata  summa  porsolucionem  credere  non  veliet,  extunc  Johannes  Stange 
mi  heredes  dicto  Petro  securitatem  facere  debebunt,  in  quibus  Petrus  Hop 
bene  contentus.  Eciam  dictus  Petrus  Hop  preTatam  reysam  facere  aut 
)lere  potest,  quandocunque  sibi  placuerit,  absque  contradictione  cuiuscunque. 

Durchstrichen  ohne  Angabe  eines  Datums  mit  der  Bemerkung:  Deletum 
Petri  Hop  antedicti. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1423,    Fab.  et  Sebast. 

Rathe  von  Stralsund  und  Greifswald  bitten  den  Rath  von  Lubeck  um  Schutz 
fur  Heinrich  Greverade  in  einem  FalUy  in  welchem  auf  Betrieb  der  Aelier- 
leute  in  BrUgge  das  Seegericht  in  Damme  ein  ihm  nicht  beikommendes 
Urtheil  gesprochen  habe.     1425.     Jan.  24.^ 

Vnsen  vruntliken  grot  mid  begheringhe  alles  ghuden  thovoren.  Ersamen 
)    vnde    ghuden    vrunde.     Yuwer  erbarheit  mach  wol    vordenken,    wo    dat 

)  Vgl.  J^  617. 
0     Vgl.  M  389.  358.  414. 


Hinrik  Greuerade  vnde  Albrecht  Klippink  schelinge  to  hope  hadden  van  wegb 
zeerouedes  ghudes,    dat  vorkoft  was  etc.,    vmme  welkerer  schelinge    willen  cS 
erbaren    radessendeboden    binnen    vnser  stad,   do    se  vthe  Prusen    quemen,   cl< 
beiden  part  in  vriintschop  vnde  mid  rechte  vorschededen,    also  dat  recess  vsin 
deme  jare,  tho  der  tijd  gemaket,  lutterh'ken  vthwiset.    Vnde  wente,  leuen  vrunde, 
Hinrik  Greuerade    vniine    der   suluen    sake  willen    nadens  van  deme    kopmanne 
in  Vlanderen   gewhiset  wart  tho  deme  Damme  vor    dat    waterrecht^    dar  do  de 
erbaren  radessendeboden   binnen  yuwer  stat  tho  daghe  vorghaddert  deme  kop- 
manne vmme  gutliken  vorschreuen  mid  lefliker  vnderwisinge,    also   dat  recess, 
dat   in   deme   xxij   jare   vmme   Pinghesten    vthen    bynnen    yuwer  stat  gemaket 
wart,  clarliken  vthwiset,  dar  do  deme  kopmanne  vorscreuen  wart,  dat  alsodane 
sake  echliken  vnde  van   reddelicheit  wegen    den   steden    tho   vorschedende  woi 
thobehorde,  so  verne  se  en    tholastich  geworden  were,  wente  de  stede  na  eren 
ordinancien  meenliken  vorboden  in  alien  buwerspraken   by  liue  vnde  bi  gbude, 
seerouet  ghud    nicht   tho    kopende,    welk    ordinancien    se  van    horsames  wegen 
plichtich  sint  tho  holdende,  vnde  dat  waterrecht  nicht  an  enroren,  vnde  wereo 
den    kopman    vorder    vruntliken    biddende,    n^ideme    dat  de   stede  Hinrike  vnde 
sinen  vrunden  thorichtet  hadden,  dat  he  vnde  sine  vrunt  mit  rechte  sik  holdeo 
mochten  an  de  jenen,  de  ere  sSroueden  ghudere  gekoFt  hadden,  vnde  ok  an  de 
suluen  ghudere,  wor  se  de  anquemen,  dat  se  en  dar  vmme  des  recbtes  willen 
behulplik  tho  weren,  wAr  Hinrike  vnde  sinen  vrunden  des   noet  were,    vnde  se 
dar  nemende    ane    hinderen  leten,    vppe  dat  der  stede  ordinancie  by  en  nicht 
vorsumet  worde,   wente   scheghe   Hinrike   wederstal   edder  hinder  darane,  dir 
id  in  ereme  sturende    vnde    kerende    were,    so    mosten   de   stede  Hinrike  vnde 
sinen  vrunden    vmme   rechtes  willen   ghunnen,    dat   se  sik    mid    rechte   boldei 
mochten  an  de  yenen,    de   se   iegen   der  stede   ghutlike   vorscriuent  vnde  bod 
vorwiset  hebben  etc.     Des  is  nv,  leuen  vrunde,  vor  vns  gewesen  Hinrik  Greoe- 
rade  vns  klegheliken  tho  vorstande  ghegeuen,  wo  em  van  deme  kopmanne  nicht 
weddervaren    moghe    vnde    bescheen,    des    gi     em    vnde    wi    alle    togberichtei 
hebben,   dat  vns  doch  ghancz   wunderlik  vnde   sere   vnvochlik  dunket  sin,  dat 
sik  de  kopman  also  wreuelachtigen  iegen  der  stede  africhtent  vnde  recbticbeit 
settet,    van   vns   vorbat  andachtliken    begherende   vnde    biddende,    erne  in  dd 
vorscreuenen  saken  to  helpende.    Worvmme,  ersamen  heren  vnde  leuen  vrondCf 
bidde  wi  yuwe  erwerdicheit  mid  ghanczer  vlitliker    begheringhe^   een    mid  61^ 
nademe  dat  gi  vnser  aller  macht  dar  wol  ane  hebben,    eme  sodane  breoo 
geuende  vnder  yuwen  seghele   in   vnser  aller  namen,   isset  dat  id   iw  gd 


1425.    Jan.  24.  623 

le  sik  mede  moghe  holden  an   de  ienen    vnde   ere    ghiidere,    de    ene   vnde 

vrunt  tegen  der  stede  gutlike  vorscriuent  vnde  bot  vorwyset  hebben.,  vppe 

ler  stede  africhtent  vnde  rechticheit  vormiddelst  en  nicht  gheswaket  vnde 

nnert  werde.     Yw  ersamen  heren  vnde  leiien  vrunde^  sik  gudwil]ich  vnde 

liken  hirane    to  bewisende,    vorschulde    wi  vmme  yuwer  leuen  willen  atie 

;erne,   wor  wi    konen    vnde    moghen.      Ghode    almechtich    syt    beuolen    to 

n  salicheiden,  ouer  vns  alle  tid  bedende.     Screuen  in  sunte  Pauii   auende 

bekeringe^    vnder  der  vamrne  Sunde  secreto,   des   wy    nv   tho   desser   tijd 

ntliken   brukende  sint,  anno  etc.  XXVto. 

Raetmanne  der  stede  Stralessunt  vnde 
Gripeswold. 

Aufschrift:  Honorabilibus  et  circumspectis  viris,  doininis  proconsulibus  et 
ulibus  ciuitatis  Lubicensis^  amicis  nostris  sincere  dilectis^  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,      Das  Siegel  ist  ahgesprungen. 

DCXIill. 

Rath  V071  Stralsund  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeck,  dass  er  verhmdert  set, 
einen  Abgeordneten  nach  Lubeck  zu  dem  vorgeschlagenen  Tage  in  Miinz- 
angelegenhetten  zu  senden,  jedoch  nebst  anderen  Stddten  den  Abgeordneten 
von  Rostock  bevollmdchtigen  wolle.     1425.     Jan.  24. 

Ynse  vruntlike  grute  init  begheringe  alles  guden.  Ersamen  leuen  vrunde. 
n  bref  hebbe  wi  vntFangen  vnde  wol  vurnomen,  dar  gi  ane  scriuen  mank 
rn  worden,  wo  alse  vnse  vrunde,  de  van  der  Wisiner,  juwe  scriuer  mester 
I  init  vnser  vrunde  der  van  Roslok^  der  van  dem  Gripeswolde  vnde  vnsen 
^boden  bynnen  Rosteke  handeleden  van  enes  dages  wegen  van  der  munte 
n  vnde  der  settinge  wegen  der  penninge  to  Rosteke  to  holdende,  dat  gi 
Drne  mit  den  andern  steden  enesghedreghen  vnde  handeit  hebben,  also 
p  vnde  se  nene  daghe  darvmme  bynnen  Rosteke  to  desser  tyd  vnde  des 
der  munte  wegen  nicht  voranderen  konen,  den  alse  men  mit  der  vruwen 
iginnen  vnde  ereme  rade  vorramet  hefft,  vnde  dat  de  van  Rosteke,  van 
'  Gripeswolde  vnde  wi  vnse  sendeboden  mit  vnsen  muntemestern  tusschen 
nde  sunte  Peters  daghe  Cathedre  to  iw  in  senden  wolden,  de  ouer  der 
ighe  wesen  mochten  etc.  Leuen  vrunde,  des  beghere  wi  iw  weten,  dat  wi 
rleye  wys  vmme  veyde  willen,  de  wi  hebben,  darvmme  to  iw  in  iuwe  stad 
sendeboden  senden  konen,  vnde  hebben  mit  vnsen  vrunden,  den  van  dem 


Gripeswolde  vnde  den  andern  steden  sproken,  de  dat  ok  nicht  don  konen,  vn< 

vns  vorwundert,  dat  gi  den  dach  to  Rosteke  nicht  holden  willen,    alse   me  d; 

afgescheden    is.      Men    doch    de    vorbenorneden    vnse    vrunde,    de    van  Rostel^  ^ 

werden  to  iw  bodeschop  sendede,  den  vnse  vorbenorneden  vrunde,  de  van  det^-i^ 

Gripeswolde  vnde  de  anderen  stede  vnde  wi  in  dessen  vorbenorneden  zaken  va^e 

weruen  vnse  werue  vnde  meninghe  hirane  niede  bevalen  hebben,    de  bidde    ^ 

gutliken    to    horende    vnde    vns    willen    darane    to    bewisende,    wes    se    vor    iw 

vnde  den  anderen  steden  vortsetten  van  vnser  weghen,  de  werden  iw  vnde  den 

anderen    steden,    offt    God    wil,    vnse    werf    vnde     meninghe   wol    berichtende. 

Syt  Gode    bedolen.      Screuen   in   sunte  Pawels   auende,   vnder   vnseme  secrete, 

anno  etc.  XXV. 

Radmanne  to  deme  Stralessunde. 

Aufschrift:     Den   ersamen    vorsichligen    mannen,    heren    borgermest^  reo 
vnde  radmannen  der  stad  Lubeke,  vnsen  leuen  sundergen  vrunden,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  geringen  Reaten  des  aufgedruckten  Siegels, 

DCXIilll. 

Hans  Karlow  specificirt  den  ihm  von  dem  Ritter  Bernd  von  Plesse  zugefugten  Schaden, 
1425.    Jan.  25. 

rirsamen  leuen  heren^  borgermestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubek-^ 
Beghere  ik  Hans  Cartlouwe  juwer  ersamicheid  weten  de  tosprake  vnde  schad^^^ 
de  ik  van  her  Bernde  van  Plesse  genomen  hebbe.  Int  erste  ys  dit.  Ik  ?o^* 
myn  husfrouwe  vorloren  XXV  melke  koye,  de  so  gud  weren  alse  veflich  mi 
lubesch.  Item  XXII  houede  gustes  qwekes  so  gud  alse  XLV  mark.  Ite 
VI  schap  vnde  VII  stighe  so  gud  alse  LXXIIII  mark  lubesch.  Item  II  088^'^ 
so  gud  alse  XII  mark.  Item  IIII  styghe  swine  vnde  XII  swin,  dar  weren  nie^^^ 
XXXII  swin  van  dren  yaren,  de  weren  tosamende  so  gud  alse  C  mark  lubeicfc^' 
Item  XXXII  tzeghen,  so  gud  alse  XII  mark  lub.  Item  des  nam  myn  husFroaw^ 
vnde  ere  dochter  schaden  an  klederen  so  gut  alse  XXX  mark  lubesch.  Item  10 
anderen  klederen  II  hoiken  so  gud  alse  XIX  mark.  Item  II  peltze  so  gud  A^ 
IIII  mark.  Item  II  vnderrokke  so  gud  alse  IX  mark.  Item  der  jungfrowen  cranb 
so  gud  alse  XXXIIII  mark.  Item  I  windelsnor  van  parlen  gemaket  vnde  een  guMflM 
span  to  hope  so  gud  alse  XII  mark.  Item  enen  windelsnor  van  spangghensogudaltt 
III  mark.  Item  XXVI  elen  parlen  so  gud  alse  XX  mark.  Item  een  guldene  8paDli 
gud  alse  XVI  mark.       Item  II  gulden  ringge  so  gud  alse  VI  mark.       Item  XlVDI 


1425.     Jan.  25.  625 

Buluerne  knope  vnde  X  styge  smydes  vnde  ene  suluerne  bressen^  dat  smyde  was 
80  gud  to  hope  alse  XXXVIII  mark.       Item  XI  par   blekeder  taken  ^    dat   taken 
yo  van  IIII  scroden.    so  gud  alse  XXXIX  mark.       Item  VIII  par  knechte   taken 
60  gud  atse  V  mark.        Item  X  tarellaiien   so  gud  atse  XXII  mark.        Item  VIII 
lianddwelen  so  gud  alse  X  mark.       Item  vlas  so  gud  atse  X  mark.       Item  XIII 
stolkussen    vnde  XII  houedkussen    so    gud    alse  VIII  mark.        Item  IIII    dekene 
also  gud  atse  XVI  mark.       Item  een  par  sydener  taken  so  gud   atse  XII  mark. 
Item  ene  sydene  buren  to  eneme  liouetpote  so  gud  atse  VII  mark.       Item  ene 
deckede    so   gud    atse   XVIII  mark.        Item    XII    bedde    so    gud    alse    LII  mark. 
Item  VIII  houedpole  so  gud  alse  XIIII  mark.       Item  XXII  pund  viessens   garns 
80  gud  atse  VI  mark.       Item  VIII  pund  blekedes  twerns  so  gud  alse  XXIIII  schil- 
iinge.        Item  XII  gropen    so  gud   alse  XVI   mark.        Item    enen    ketel    van  IIII 
tunnen  waters  so  gud  alse  IX  mark.        Itenj    enen  ketel  so  gud  alse  III  mark. 
Item  II  tynnen  karmen  so  gud  atse  XIX  schil.       Item  XVIII  ackerperde  so  gud 
alse  LX  mark.       Item  III  ride  perde  myt  sadele  vnde  myt   tome    so    gud    atse 
LXXX  mark.       Item  min  harnscti  so  gud  alse  L  mark,  darmede  was  een  stalen 
pantzer,  een  stalen  hud,  een  stalen  borst.      Item  een   pantzer,  dat  Hinrike  van 
Tdnen    horede,    so    gud  alse  X  mark.        Item    neghen    armborste    so    gud    alse 
XXVII  mark.       Item  ene  bussen  also  gud  alse  II  pund.       Item  VIII  styge   pyte 
80  gud    atse  II  mark.        Item    missewede,    een    keliek,    alterstene,    alterlaken, 
wynvlaschen,  apullen,  waslicht,  clocken,  to  hope  so  gud  alse  XX  mark.       Item 
^<?n  missal  so  gud  alse  XVI  mark.      Item  dre  verwede  kisten  so  gud  atse  IX  mark. 
Item  sctiappe   so  gud  atse  VIII  mark.        Item    laden    so    gud    alse    enen   mark. 
Item  IIII    cogelen,    de    se    miner    husfrouwen    vnde    eren    dochteren    van    eren 
boueden  spteten,  so  gud  alse  X  mark.         Item  enen  veddercrantz  so  gud  alse 
HI  mark.        Item   XVIII   lakendoke    so    gud    atse    IIII  mark.        Item    XII   syden 
spekkes  vnde  X  smer,  to  hope  so  gud  alse  XXII  mark.       Item  III  tunnen  bot- 
teren  so    gud    alse  XVIII  mark.        Item  {  tunnen    smoltes    so   gud   als  II  mark. 
Item  II  vate  beres  so  gud  alse  XII  mark.       Item  V  dromt  mottes    so   gud  alse 
iX  mark.      Item  van  twen  ossen  vlesch  so  gud  alse  neghen  mark.      Item  ^r  vnde 
stockuisch  so  gud  alse  IIII  mark.       Item  tallich  vnde  licht  so  gud  alse  III  mark. 
Item  een   becken  vnde  een   handuat  so  gud  alse  II  mark.       Item  II  bodene  so 
gud   atse  IIII  mark.        Item  VI    reepande    vnde  IIII  haspande    vnde  IIII   schock 
resele   to  hope  zo   gud    alse  XXIIII  mark.        Item  XII  par    nette,    twe    sthdcke 
fiette,   XVI   garnekorue   vnde    ene    nige    wade,   to    hope  so  gud  alse  XX -mark. 
Item  miner  husFrowen  vnde  erer  dochtere  tydeboke  vnde  andere  Dudesche  boke 


626  1425.     Jan.  25. 

80  gud  alse  X  mark,  vnde  andere  mennygerleye  klenode,  des  ik  hiir  by  namen 
nicht  inscriuen  kan,  des  ik  vmme  XXX  mark  nicht  enberen  wolde.       Item  deo 
schaden,  den  ik  nomen  hebbe  in  myner  wyntersad  vnde  somersad,  dat  de  akker 
vntomaket  blef,  vnde  an   miner  vischryge  vnde  ndtzamycheid  mynes  haues,  dat 
my  schadet  heft  IIIF  mark,  vnde  IF  mark,    de  ik  vmme  myner  nod  willen  an 
reden    penningen  verterd    hebbe,    sunddemmale    dat  ik  van  dem    mynen  wykeo 
m6ste.      Item  mine  borch  vnde  myn  bus  vnde  alle  tymmer,  dat  my  do  vorbrant 
word,    den  schaden    darane    ik    node    vmme  IF  mark    wolde    angegan    hebben. 
Leuen  heren.     Desset,  alse  hiir  uorscreuen  steyd,  is  my  altomale  scheen  siner 
ere  vnvorwared    vnde  vnensecht,    aise    wij  Cartlowen    myt  den  Plessen    in  eoer 
guden  ewigen  wissenden  handsone  seten,  alse  se  sloghen  mynen  groten  vader, 
dar  desse  sone  vmme  scheen  is^  vnde  erlike  bederue  lude,  de  noch  leuen,  dar 
an  vnde  ouer  weren,    vnde   myn    vedder  Reymer,    de   noch    leuet,    de   de  sone 
entfengh,    des    yd  sin  vadder  was,    de  dar   slagen    ward,    de  her  Bernd  an  my 
gebroken  heft.     Alle  desse  vorscreuen  stukke  samendliken  vnde  besunder  biyue 
ik  Hans  Carlowe  erbenomed  bij  juw  ersamen    heren,    dem  rade  to  Lubeke,  to 
vorschedende    myt  vuller    macht    alles    rechten,    alse   gij   dat   to    jw    genomen 
hebben,    vnde  hebbe  desses  to  merer  witlicheid  vnde  tAchnisse   myn   ingesegel 
witliken   vnde   mit   gudem    willen    benedden    ghedrucket    an    dessen    breef,  de 
screuen  vnde  geuen  is  na  der   bord   vnses  Heren    verteynhundert   yar  darna  in 
deme  viffvndetwintigesten  jare,  in  suntte  Pawels  daghe  siner  bekeringge. 

Auf  einem  beiliegenden  Streifen  Papier: 

Karlowen  schade,    de    summe    is  II™  mark  VI  mark    vnde    dre    schilinge 
lub.   penninge. 

De  Plessen   rekenen  eren  schaden  bouen  II™  mark  lub. 

Nach  dem  Original.     Mit  untergedrucktem  Siegel,  an  welchem  das  Bild,  ein  nach  reckta  aufsteigender  Bar^  mA 
tiemlich  kenntlich,    die  UvMchrift  dagegen  grosstentheila  zerstort  ist 


Erich  F.,  Herzog  von  Sachsen-Lauenburgj  urkundet  uber  die  Aussage  seiner  SchwesUTj 
der  Herzogin  Catharina  von  Mecklenburg  ^  doss  sie  die  Feindseligkeit  dts 
Bernd  von  Plesse  gegen  Hans  Karlow  nicht  veranlasst  habe.   1425.  Jan.  30. 

\\  y  Erik,  van  Codes  gnaden  hertoge  to  Sassen,  des  hilghen  Romisschen 
rykes  ertsemarschalk  etc.  Don  witlik  vnde  bekennen  vor  alsweme,  dat  de 
hochgheboren  furstynne  vor  Katheryna,  hertoghynne  to  Mekelenborg  etc.^  vnsse 


1425.     Jan.  30.  627 

l^xie  zuster,  vnde  wij  weren  sarnentliken  vp  deine  closterhoue  to  Rene  des 
sondages  na  sunte  Fabiani  vnde  Sebastiani  daghe  nu  lest  vorghanghen  %'nde 
se  dar  witliken  bekande  vnde  mit  wolberadenem  mude  openbar  utsede  vor  vns 
vnde  vnssen  truwen  rade,  alse  Vicke  Schacke  vnde  Vicke  Velehuuen,  dat  se 
hern  Bernde  van  Plesse  nicht  gheheten  hadde,  dat  he  Hansse  Karlouwen  rouen 
edder  bernen  scholde;  wes  he  des  ghedan  heft,  dat  zy  mit  erer  vulbort  nicht. 
Dat  dit  war  is,  so  vorscreuen  steit,  betughe  wij  mit  vnssen  inghesegheien, 
Erik,  Vicke  vnde  Vicke  vorghenant,   hir    nedden    angedrucket.     Na  Codes  bort 

gheuen  vnde  screuen  verteynhundert  jar  darna   in  dem  vyff  vnde  twintighesten 

jare,  des  dinxsedaghes  vor  Purificacionis  Marie. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,  Von  den  drei  untergedruckten  Siegein  sind  ztoei  toegen  eines  schon  bei  der 
Siegelung  darHber  gelegten  Blaites  Papier  unkenntlichy  da8  drittCf  das  des  Vicke  Velchove  ^  ist  das 
xu  Bd.   Vf  No,  469  beschriebene, 

Erich  V.J  Herzog  von  Sachsen-Lauenburg ,  bekenntj  von  der  Schatzung  der  von  den 
Lubeckern  gefangen  genommenen  Marker  und  Priegnitzer  seinen  Antheil 
erhalten  zu  haben.    1425.     Febr.  1. 

Wy  Eric,  van  Gades  gnaden  des  hilghen  Romesghen   rykes  erfmarschalk 

^^de    hertoghe   to   Sassen.      Bekennen    vnde    betughen    openbare    an    desseme 

*^''^ue,  dat  wy  an  reden  telden   penninghen  tor  noghe  entfanghen  vnde  vpgebaret 

'^^bben  hundert  marc  pennynghe,    alse  to  Lubeke  vnde  to  Hamborch  ghenghe 

^nde    gheue    synd,    van  den    ersanien    heren    borgermestern,    radmanncn    vnde 

^^de  to  Hamborg   van    der    schattunge,    biite    vnd    haue    der    vanghene    vt    der 

^arke  vnd  Prigghenisse,    dede   grepen   vnde    vanghen    hadden    de  ersamen  van 

*^ubeke    vnde    Hamborch    vormiddelst    eren    vrunden    vnde   denren.      To    merer 

^^chnisse  alle  desser  vorschreuen  stuke  so  hebbe  wy  Eric,  hertoghe  to  Sassen 

^rgenant,    vnse    ingheseghei    myd    willen    vnde    wolberadene    mode    vor    dessen 

Wef  ghehenghet  laten.     Screuen  na  Codes  bord  duzend  veerhundert  jar  darna 

an    deme    vif   vnde    twintighesten    jare,    an    vnser    leuen    Vrouwen    auende    to 

jLichtmissen. 

Naek  dem  tm  Hamburger  Stadtarehiv  befindlichen  Original.    Auch   gedruckt  in  Riedel,   Cod.  dipL  Brandenb. 
B.  Ill  No.  1447. 


79* 


628  1425.     Febr.  2. 

I»€1LLV1. 

Suhne  wegen  Todtschlays  und  Blutrache.     1425.     Febr.  2. 

xiinricus  Vreze  et  Johannes  Egkappel  coram  libro  recognouerunt,  seper 
amicabiles  tractatores  utriusque  partis  esse  ainicabiliter  compositi  et  concordati 
ex  parte  Henneken  Vrezen^  fratris  Hinrici  antedicti,  qui  alias  cum  bailistis 
interfecit  Kyneken  Slopes,  sororem  Johannis  Eckappels  et  Radekini  Egkappels, 
propter  quod  e  contra  Johannes  et  Radeke  Egkappele  interfecerunt  Hartwicum 
et  Henneken  Vrezen,  fratres  Hinrici  Vrezen  antedicti.  Vnde  tamen  Hinricus 
Vreze  et  Johannes  Egkappei  cum  eorum  heredibus  pretextu  illius  se  routuo  et 
vnus  alterum  penitus  dimisit  ab  omni  ulteriori  monicione  seu  inpeticione  quituin 
et  solutum. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1423,  Purif.  Mar, 

DGJLIiVlI. 

Konig  Sigismund  fordert  eine  Anzahl  von  Fursten  und  Stddten^  darunter  die  Stadi 
Lubecky  aufy  in  dem  Streite  zwischen  den  Graf  en  Heinrichj  Adolph  und 
Gerhard  von  Holsiein  mit  dem  Konig  Erich  von  Ddnemark  uber  das 
Herzogthum  Schleswig  dem  Letzeren,  zu  dessen  Gunsten  das  Recht  eni- 
schieden  habe,  Beistand  zu  leisten.     1425.     Mdrz  11. 

VVir  Sigmund  etc.      Embieten    den    erwirdigen,    dem  .  .  erczbischoff  w 
Bremen   vnd   dem  .  .   bischolf  zu  Hildesem,    vnsern    fursten  vnd   h'eben    andech- 
tigen^  vnd  den  hochgebornen  Bernhart,  Wilhelmen,  Bernhart,  Otten  vnd  Erichen, 
herczogen  zu  Brunswig,  Erichen  vnd  sinen   brudern,  herczogen  zu  Sachsen,  vnd 
den  herczogen  von  Mekelbnrg  vnd  Otten,  Casimir  vnd  Wartislaw,  herczogen  ifl 
Stetin,  vnsern  lieben  oheimen   vnd   fursten,  vnd  den  erwirdigen  Paul,  h6meister 
Deutsches  ordens  zu  Prussen,  vnd  dem  meisler  in  Liefland  desselben  ordens,  vnsem 
lieben  andechtigen,  vnd  furbasz  alien   herren,  fursten,  grauen,  frien  vnd  edein, 
vnsern  vnd  des  richs  lieben  getruen,    vnd    ouch  den    ersamen    burgermeistern, 
reten  vnd  burgorn  gemeinlich  der  stete  Lubeck,  Bremen,  Brunswig,   Lunenburg, 
Wismar,  Rostock,  Sunden,  Grifewalt,   Hamburg,    Staden    vnd    andern    gemeinen 
steten  von  Prussen  vnd  von  Liefland  vnd  den  inwonern   des  landes  zu  Detmarsch 
vnd  alien   andern    steten,    merkten   vnd    d6rffern   vnd  iren  inwonern,    wo  die  io 
dem  heiligen  rich  gelegen  sind,  vnsern  vnd  des  richs  lieben  getruen  vnd  vnder- 
tanen,  vnser  gnad  etc.     Wir  haben  vernommen,  wie  die  hochgebornen  Heinricb, 


1425.     Marz  11.  629 

/Vdoir   vnd    Gerhart,   grauen    zu    Holsten,    vnsere    lieben    oheimen    vnd    Fursten, 

mit  freuel  sich  seczen  wider  solichen  arilass,  den  sy  an  vns  als  einen  obristen 

richter  vnd  entscheider  mit  iren  versigelten   briePen  getan  vnd  gegangen  haben, 

von  solicher  zweilracht  wegen,  die  zwischen  dem  durchluchtigisten  fursten^  hern 

Eriken,  zu  Dennemarken^  Sweden,  INorwegen  etc.  kunig,  vnserin  lieben   binder^ 

ail  einem,  vnd  sy,  an  dern  andern  teile,  nenilich  vmb  Sunderiutland   vnd  andere 

landdarczu  gehorende  gewest  sind,  vnd  dorunib  die  sache  an  das  geistlich  gericht, 

das  nicht  czimlich  ist,  vnd  sy  ouch  mit  recht  nicht  tun   m6gen,  geczogen   haben, 

dauon  dem  heiligen   rich  vnd   ouch  vns  als  irem   rechten  vnd    ordenlichen    vnd 

erwelten    richter  gross  vnrecht  vnd    zu    kurcz    geschicht,    sunderlich    ouch    das 

wider  iren  geswornen   eide  vnd   verschreibung  ist,  die  do  clerlieh  lauten  wider 

vnsern   vssspruch   vnd   vrteil,    das    wir  tun   wurden   vnd   nii  geton    haben,    nicht 

zii  tun,  sunder  das  zu  haiden  vnd  dem  nachzugeen,  on  alie  infelle  vnd  irrung,  daniit 

wir  vnd  das  heilig  rich  an  vnsern  eren  geleidigt,   besericht  vnd  groblich  gesniahet 

werden,    vnd  wann   wir  von   rechts    wegen    vnd  als  wir  des   ouch    schuldig    sin, 

2u   behaltnuss  vnserr  vnd  des  richs  eren  gen  den   egenanten  Heinrichen,  Adolffen 

vnd  Gerharten  zufaren,  als  gen  den,  die  das  laster  der  geleidigten  vnd  beserigter 

^aiestat  begangen  haben,    es  were  dann  das  sy  solich    freuelich    widerseczung 

vnd   vnczimlich   vorczug  abteten,  ablassen  vnd  widerruften  vnd  in  vnsern  kunig- 

'ichen  houe  vnd  fur  vns  qwemen,    das  recht  zu  suchen  vnd  furzubringen,    was 

gebrechens  sy  doran   haben,    do  in  vnd  alien   vnsern   vnd  des   richs  vndertanen 

'^^chtes  genug*'widerfarpn   vnd   nicht  gebrechen    sol,    als  wir  in   dann   in   vnsern 

'^''iefen  vollichcher  dorumb  schriben,  vnd  sintdermal  wir  ouch   ein  gut  getruen 

^^^    euch    haben  als  zu  den,   die  wir    liebhaber  vnd    beschirmer  vnserr  vnd  des 

'^^chs  eren   erkennen,    dorumb   begeren  wir  vnd  gebieten   euch  ouch  von  Romi- 

^^her    kuniglicher    macht    in    craft    disz    briefs,    wenn    euch  der   egenant  vnser 

^leber  bruder  zu  uolfurung  sines  rechtens,  das  im  durch  vnser  vrteil  zugesprochen 

^orden  ist,  eruordern   vnd  vmb  hilf  vnd   beystand  anruffen  wirt,  das  ir  im  dann 

^*der    die    egenant    von    Holsten    vnd    alle    ire    helfere    vnd    beylegere    vnd    ire 

S^ter  nach  allem  ewerm  vermfigen  hilflich  vnd   beystendig  seyt,  bisz  sy  vnsern 

^^teiln  gehorsam  vnd  gewertig  sein  vnd  den  nachgeen,  als  biilich  ist,  demselben 

^^Serm  vssprjjch    ouch  kein    commissio    oder    beuelhnuss,    die    villicht    in    dem 

"^Fe  zu  Rome  dawider  gescheen  oder  sust    vsgangen  were,    von    rechts    wegen 

i^ein  irrung  noch  schaden  bringen  mag,  vnd  bewist  euch  darynne,  als  wir  euch 

^^s  sunderlich  wol  glauben  vnd  getrawen,  doran  vber  die  gerechtikeit  vnd  ge- 

horsamkeit,    die  ir    doran    erfullet,    so   verdient   ir    von    vns  vnd    dem    heiligen 


riche  grosse  dankneinkeit  vnd  wir  wollen  das  gen   euch  in   alien  gut  gnediclicL 
gedenken.     Geben  zu  Tottes,    versigelt    etc.   maiest.,    nach  Grists  etc.  XXV,  a: 
dem  sunntag,  als  man  in  der  heiligen  kirchen  singet  Oculi. 

Ad   niandatum   doniini   regis 
Johannes^  episcopus  Zagrabiensis,  cancellarius. 


Au8  dem  Reichs - Regintratur  -  Buche  Konig  Sigismuuds;  Band  H;  fol.  77,  mit  der  Ueberschri/t :  Repre$t 
contra  comites  de  HoUteinj  in  dem  K*  und  K.  Haus-,  Hof-  nnd  Staatsarchiv  in  Wien.  MiigetkeUt 
dem  Director  desselben.  Bitter  von   Arneth, 

DCXIiVIIl. 

Die  Vorsteher    der  Clemens   Kirche    verkaufen    ein    derselhen  gehoriges   Hatis 
Peter  Brand  auf  dessen  Lebenszeit     1425.     Mdrz  25. 

Johannes  Alstecker^  Hinricus  Faike  et  Johannes  Bollik^  prouisores  eccles  i 
sancti  dementis,  coram  concilio  et  hoc  libro  recognouerunt,  se  vendidisse,  c 
vendiderunt  Petro  Brande  ad  suam  vitam  quendam  domum  sitam  prope  ecclesia  m 
sancti  dementis  pro  LXX  mrc.  lub.  den.,  quas  dicti  prouisores  recognoueruni, 
se  a  dicto  Petro  subleuasse  et  percepisse  ad  usum  preFate  ecclesie  sanoti 
dementis.  Dictusque  Petrus  recognouit,  quod  post  suum  obitum  prouisores 
sui  testamenti  aut  sui  heredes  ultra  prefatas  LXX  marcas  de  dereiictis  siiis 
bonis  debent  dare  XXX  mrc.  lub.  den.  prouisoribus  antedictis  ad  usum  sepedicte 
ecclesie  sancti  dementis. 

Dte  Inscription  ist  143 9 y    Fehr.  14  (Valentini),   durchstrichen  mit  dem 
merken^  dass  es  nach  dem   Willen  der   Vorsteher  geschehen  sei 

Nach  einer  Inscription  dea  Siederstadtbuchs  vom  J,  1425,  Judica. 

I»CXIilX. 

Der  Rath  von  Luneburg  verpjlichtet  sichj  auf  Geheiss  der  Herzoge  Bemhard  ud 
Wilhelmy  die  dem  Letzteren  schuldige  Rente  von  60  mjl.  an  die  WilM 
des  Rathmanns  Dietrich  Springintgut  zu  bezahlen.     1425.     Mdrz  27 ^ 

Wij  radmanne  der  stad  Luneborg.  Bekennet  openbare  in  dessem  br^oe 
vor  vns  vnd  vnse  nakomelinge,  radmanne  darsulues,  dat  vns  de  hochgebornea 
fursten,  her  Bernd  vnd  her  Wilhelm,  hertogen  to  Brunswig  vnde  to  Luneborg^ 
vnse  leuen  gnedigen  heren,   geheten    hebben  in  eren  openen  breuen  mit-eren 


1)  VgL  M  626. 


1425.     Matz  27.  631 

^nhangenden    ingesegelen,    dat    wij    der    erbaren    frouwen    Gheseken,    wedewen 
beren  Dyderik  Springintgndes,    ichteswanne  vnses  radeskurnpans  seiiger  decht- 
nisse,   effte  deme  hebbere  vnses  vorgenanten  heren   hertogen  Wilhelins  breues 
mil  der   suluen  Gheseken    willen^   gheuen    vnd    betalen    schullen    sestich   mark 
geldes  luneborger  weringe,  alle  jar  twischen  sunte  Miohaelis  vnde  sunte  Mertins 
dagen,    van    den    vere  vnde    achtentich   mark    geldes,    de  wij  deni   vorgerorden 
vnsem  heren,    hertogen  Wilhelme,    to    sinein  dele  jarlikes  plegen  to  gheuende, 
alle  de  wile  dat   he,    sine    eruen    effie   nakomeiinge    de    ergescreuenen    sestich 
mark  geldes  nicht  wedderloset  hebben.     Des  vorplichte  wij  vns  der   vorgenan- 
ten Gheseken  edder   deme    hebbere   desses  vnd  der    vorgenanten  vnser  fursten 
breue  mit  erem  willen,    dat  wij  en  de  vorbenanten    sestich  mark    geldes,    alse 
vorscreuen  is,    betalen  willet  vnd  schullet,    alle  de  wile  vnse  vorbenante  here 
bertoge  Wilhelm,  sine  eruen   effte  nakomeiinge  der  van   en   nicht  weddergeloset 
hebben,  vnd  louet,  dat  in  guden  truwen,  stede-'vnd  vast  to  holdende  sunder  alle 
list.     Des    to    bekantnisse    is  vnser    stad    secretum    gehenget    an   dessen   breff, 
de  gegeuen  is  na  Godes  bord    verteynhundert  jar,  darna  in  deme  viffvndetwin- 
tigesten  jare,    des    negesten    dinxedages    na   dem    sondaghe,    alse    men    in    der 
hilgen  kerken  singet  Judica  etc. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  SiegeL 

»Cl4. 

^^  Knappe  Detlev  von  Stove  verkauft  dem  Vicar  am  Altar  zum  Heiligen  Kreuze 
in  der  Kirche  zu  Molln  fur  200  m^  eine  jdhrliche  Rente  von  16  m^ 
aus  dem  Dorfe  Kittlitz.     1425.    Mdrz  30. 

Ik  Detleff  van  Stoue,  knape,  wonafftich   in  dem  kerspeldorpe  to  Mustijn. 

^^kenne  vnde  betughe  openbare  in  dessen  breve  vor  alle  den  ghennen,  de  en 

*^^n  edder   horen    lesen,    dat  ik  vryes  wolberadenen    modes   myt   willen    vnde 

a    VQlborde  mynes  gnedighen  heren,    hern  Erikes,   hertogen  to  Sassen,  Engheren 

I    ^nde  Westualen  vnde  des  Romschen  rikes  ertzemarschalkes,  vnde  mit  vulborde 

m     '^yner   neghesten    eruen  vnde    alle  der    ghennen,    de  dat  to    rechte    vulborden 

■     beholden,    redeliken    vnde    rechtliken    hebbe   vorkofft   vnde    vppelaten,    vorkope 

I     ^nde  vplate  in  crafft  desser  scrifft  den  erliken    mannen,    borgermesteren  vnde 

I     l^dmannen  to  Molne,  alse  leenheren,  vor  twehundert  mark  lubescher  penninghe, 

^    de  se  my  nochafftighen  ghetellet,    betalet  vnde  beret  hebben,    vnde  ik  vort  in 

myne    vnde    myner   eruen    nodtrofftighe   nut   ghekeret    hebbe    vnde   vtegheuen, 


^v 


632  1425.     Marz  30. 

sosteyn   mark  ewigher  jarliker  renthe  lubescher  penninghe  to  der  vicarie  behoff, 
de  her  Egghert  Stako^  nu  tor  tijd  vicariiis  in  der  kerken  to  Molne  to  des  bilgen 
cruces  altare,  besit.     Desse    sosteyn    mark    rente  scholen  vnde    wiiicn    ik   vnde 
myne  eruen  vrundliken   betalen  den   vorsprokenen   vicario  vnde  synen    nakome- 
lingen,    der  vicarie    besitteren.    alle    jar  in    den    achte    daghen    sunte  Michaelis 
^under  vortogheringe   bynnen   der  stad   Molne  in    ener    summen^    ghantz   vmbe- 
wurren,  vp  myne  vnde  myner  eruen  eghene  koste,    arbeyd    vnde    euenture,  in 
vnde  vth  myneme  gantzen  dorpe  vnde  ghude  to  Kijtiiste  vnde  in  deme  zee  vnde 
aller  visscherie  darto  behorende^  belegen  in  dem  kerspele  to  Mustijn  des  sticbtes 
to  Razeborch^    vnde  in    aller    dessuluen    dorpes    tobehoringe^    bewegelik  vnde 
vmbewegelik^  droghe  vnde  nat^  alset  in  sinen  enden  vnde  scheden   begrepen  is, 
myt  aller  nut  vnde  beqwemicheit  vnde  siichtes  myt  aller  vrijheid,  bede,  denste, 
vnde  myt  alleme  rechte  vnde  richte,  ouersten,  myddelsten,  sydesten  vnde  myn* 
nesten.  in   hals  vnde  in  hand,  nicht  myt  alle  vth  ghenomen,  dat  darto  benomelik 
is,  also  vrig  vnde  vrnbewurren,    alse    myne    vorwaren    vnde    ik   dat    aldervryest 
ghehat  vnde  beseten  hebben,  my  vnde  mynen  eruen  nicht  darane  to   beholdende; 
men   van  gnaden,    alle  de  wile    dat  desser   vorscreuenen    rente  betalinghe  also 
vmbewurren    schud,    so    ghunnen  de  vorscreuene    vicarius   vnde    leenheren  vor 
sik  vnde  ere  nakomelinghe  my  vnde  niynen  eruen,  richtes  vnde  denstes,  vnde 
wes  jarlikes  to  voroueringhe  vnde   beteringhe  werd  bouen   desse  renthe  in  dem 
vorscreuenen    dorpe,    to  brukende.     Weret  auer  dat  de   betalinghe  so  nicht  en 
schege,  dat  God  vorbede,    so    scholen  vnde  willen  ik    vnde    myne    eruen   edder 
jemand  van   vnser  weghene  vns  myt  deme  suluen   dorpe,  zee  vnde  ghude,  vnde 
m   t  alle  siner  tobehoringe  myt  alle  nicht  beweren,   men  de  erbenomede  vicarius 
vnde  syne   nakomelinge    scholen    dat    hebben    vnde    besitten    myt  aller  vrijheid, 
myt    alleme    rechte,    rente    vnde    nut,    alse  vorscreuen    is,    vredesarneliken  to 
brukende  to  also  langer  tijd,    went  se  ere    vorsetene    renthe    myt  alien  kosten 
vnde  theringhen,    de   se  denne   darvmme  ghenomen   vnde  dan   hebben   ofte  don, 
gantzliken   darvlh   entfangen    hebben    sunder    eren    schaden,    dat  en   noghe.    Ik 
vnde  myne  eruen   scholen   vnde  willen  ok   densuluen   vicario   vnde    synen    nako- 
melinghen   vnde  den   leenheren   vnde  eren   nakomelinghen   desses    ergenomeden 
dorpes   vnde   rente   rechte   waren,  vrig,  vnuorset  vnde   vnuorkofft  vnde   bescher- 
men    vor    alle    ansprake    enes  jewelken   ieghenwardighen   vnde   tokonienden^  w( 
vakene  des   nod  vnde    behoff   werd,    vnde   ok    nyne    renthe  mer    darane   to  vor 
kopende,    id  en   schee  myt  erer  vulbord   vnde  willen.     Also    hebbe    ik  se  vnd* 
ere    nakomelinge    in   de  were    vnde    rouwelike    besittinge    vnde    brukinghe    de 


1425.     Marz  30.  633 

vorscreuenen  dorpes  vnde  gudes  to  Kijtieste  vnde  siner  tobehoringe^  myt  krafft 
desses  breues  vnde  myt  der  daet  witliken  ghevoret  vnde  gesat^  dat  se  hebben 
scbolen  vrye  vnde  vuUe  inacht,  ere  vorscreiiene  renthe  dar  jewelkes  jares  vth- 
topandende,  vormyddelst  weme  se  willen,  vnde  bringhen  de  pande,  vnuorvolget, 
worid  en  behaget,  darmede  to  donde,  alset  en  beqweme  is^  sunder  alien  broke, 
bekummeringhe  vnde  hinder  efte  bescheddinghe  enes  iewelken.  Jodoch  hebben 
se  my  der  gnade  gheghund,  dat  ik  vnde  myne  eruen^  dewile  wij  leuen  vnde 
waren,  vnde  na  vnser  aller  dode  inyne  gnedigen  heren  van  Sassen  de  vorscre- 
uene  sosteyn  mark  ewigher  rente  wedderkopen  inoghen  vor  twehundert  mark 
lubescher  penninghe  alle  jar  in  den  achte  daghen  sunte  Michaelis  den  vorge- 
nomeden  vicario  vnde  leenheren  vnde  eren  nakomelinghen  to  betalende  myt  der 
plichtigen  renthe  vnde  myt  alien  schulden  bynnen  der  stad  Molne  in  ener 
sumnien  gantz  vmbewurren  sunder  eren  schaden  mit  ghuden  penninghen,  alse 
dar  denne  ghenge  vnde  gheue  sind,  ane  dat  hole  gheld^  en  ok  den  wedderkop 
eyn  halff  jar  touoren  totoseggende.  Alle  desse  vorscreuenen  stucke  loue  ik 
Detleff  van  Stoue  vorgenomed  vor  my  vnde  myne  eruen  myt  vnsen  nascreuenen 
Diedeloueren,  alse  wij  Detleff  Scharpenberch  to  Seedorpe  vnde  Henneke  Wacker- 
bard  to  Kowalie,  knapen^  louen  vnde  reden  vor  vns  vnde  vnse  eruen  myt 
Detleue  van  Stoue  vorbenomed  vnde  sinen  eruen  myt  ener  sameden  hand, 
«en  vor  vns  alle  vnde  vngescheden,  alle  vorscreuenen  stucke  den  vakenomeden 
vicario  vnde  sinen  nakomelingen  vnde  den  vorgenomeden  leenheren  vnde  eren 
Dakomelingen  in  guden  truwen  stede  vnde  vast  to  holdende,  sunder  alle  argelist 
vnde  ane  alle  insaghe  efte  behelpinge  gheystlikes  vnde  werlikes  rechtes.  Des 
*o  groterer  bekantnisse  vnde  bewaringhe  hebbe  ik  Detleff  van  Stove,  houet- 
wian,  vnde  wij  medelouere  vorgenomed  vnse  ingesegele  eendrachtliken  henget 
^n  dessen  breff,  gheuen  na  Cristi  bord  veerteynhundert  jar  darna  in  deme 
^ijffvndetwintigesten  jare,  vppe  den  vridach  vor  Palmen. 

Nach  einer  unbeglaubigten  gleichzeitigen  Abschrift  auf  Papier. 

]>CIil. 

^rijch  F.,  Herzog  von  Sachsen-Lauenhurg,  bestdtigt  den  Verkauf  von  16  jh^  Renten 
atis  dem  Dorfe  Kittlitz  Seitens  des  Detlev  von  Stove  an  eine  Vicarie  am 
Altar  zum  Heiligen  Kreuz  in  der  Kirche  zu  Molln.     1425.     April  7. 

in  Codes,  namen    amen.     Wij  Erik,    van    dessuluen    gnaden    hertoge  to 
Sassen^  to  Engheren  vnde  Westualen  vnde  des  Romischen  rikes  ertzemarschalk. 

80 


634  1425.     Apr.  7. 

Don  witlik  in  dessem  breue  openbare  betughende  vor  alle  den  ghennen,  de 
seen  edder  horen  lesen,  dat  vor  vns  vnde  vnseme  rade  wesende  vnse  leue  getru 
Detle£F  van  Stoue,  wonaiftich  in  dem  kerspeldorpe  to  Mustyn,  heft  openbai 
wo  he  vnde  syne  eruen  redeliken  vnde  rechtliken  vorkofft  hebben  vnde  vp 
laten  den  eriiken  mannen,  borgermesteren  vnde  radmannen  to  Molne,  a 
leenheren  vor  twehundert  mark  lubescher  penninghe,  de  se  em  to  siner  nog 
wol  getellet  vnde  betalet  hebben^  by  em  entfanghen,  alse  he  vor  vns  bekan< 
sosteyn  mark  ewigher  jarliker  renthe  lubescher  penninghe  to  der  vicarie  beho< 
de  her  Eggherd  Stake,  nu  tor  tijd  vicarius  in  der  kerken  to  Molne  to  c 
hilgen  cruces  altare,  besit,  to  betalende  em  vnde  sinen  nakomelingen  c 
vicarie  besitteren  alle  jar  in  den  achte  daghen  sunte  Michaelis  sunder  vortogi 
ringe  bynnen  der  stad  Molne  wol  to  dancke  vnde  vmbewurren  vppe  des  sulu 
Detieues  vnde  siner  eruen  eghenen  koste,  arbeyd  vnde  euenture  in  vnde  ^ 
dem  gantzen  dorpe  to  Kijtliste  vnde  in  dem  zee  vnde  alter  visscherie  dai 
behorende,  beleghen  in  dem  kerspele  to  Mustyn  des  stichtes  to  Rasseborc 
myt  alien  dessuluen  dorpes  tobehoringen,  alse  id  in  sinen  enden  vnde  lar 
scheden  begrepen  is,  id  sy  bewegelik  oFte  vmbewegelik,  gebuwet  ofte  vngh 
buwet,  droghe  edder  nat,  vnde  slichtes  myt  aller  vrijheid,  bede,  denste  vm 
myt  alleme  rechte  vnde  richte,  nicht  myt  alle  vthghenomen,  dat  darto  benomeli 
is,  alse  de  opene  besegelde  breff,  den  Detletf  van  Stoue  vorbenomed  myt  sine 
medeloueren  den  vorscreuenen  leenheren  vnde  vicario  vppe  den  kop  ghegheue 
heft,  in  sinen  articulen  clarliken  vtwijset  vnde  betughet.  Hirvmme  wille  w 
hertoge  Erik  erbenomet  vor  vns  vnde  vnse  eruen  vnde  vor  vnse  nakomelin^ 
dessen  kop  vnde  articule  des  breues,  den  DetleflF  van  Stoue  vorgenomed  mj 
sinen  borgen  vnde  medeloueren  darvp  besegelt  heft,  vmme  siner  leue  wille 
by  vuller  macht  holden  vnde  vnghebroken  hebben,  vnde  wij  vulborden,  vestighei 
mechtigen,  stedeghen,  beeghenen  vnde  vplaten  se  den  vorscreuenen  vicari 
vnde  leenheren  vnde  erer  aller  nakomelingen  to  ewigher  vrijheid  in  crafft  dessc 
scrifTt,  vns,  vnsen  eruen  vnde  nakomelingen  nicht  myt  alle  eghens  darane  I 
beholdende,  behaluen  mene  landwere  vnde  wes  dat  mene  land  deyt.  Doc 
dorch  sunderghe  vrundschop  hebben  se  Detleue  van  Stoue  ergenomed  gheghun 
vnde  togelaten,  dat  he  vnde  sine  eruen,  dewile  dat  se  leuet  vnde  waren,  vn( 
na  erer  aller  dode  wij,  vnse  eruen  vnde  nakomelinge  de  vorscreuenen  renti 
alle  jar  in  den  achte  daghen  sunte  Michaelis  wedderkopen  moghen  vor  tw 
hundert  mark  lubesch  den  vakenomeden  vicario  vnde  leenheren  vnde  er 
nakomelinghen  to  betalende  na  hide  des    houetbreues   vnde  en  den    wedderk 


1425.     Apr.  7.  635 

in  der    hocbtijd    to  Paschen    touoren    totosegghende.     To    groterer   betuchnisse 
desser    vorscreuen  vnser  vulbord  vnde    bestedeghinge    is  vnse    grote    ingesegel 

ixiyt  vnseme  gantzen  wiilen,    bete  vnde  witschop    an    dessen    breff  ghehangen. 

Gbegbeuen  na  der  bord  Cristi    verteynhundert   jar  darna  in  dem  vyffvndetwin- 

tigesten  jare,  vppe  den  auend  der  hochtid  to  Paschen. 

N<ich  einer  unheglauhigten  gleichzeitigen  Abschri/t  auf  Papier, 

Kmig  Sigismund  hefiehlt  dem  Rathe  von  Luheck,  die  am  ndchsten  Maria -Gehurt 
Tage  fdllige  Stadtsteuer  an  Albrecht  Schenk  von  Landsberg  zu  bezahlen. 
1425.    April  18. 

Wir  Sigrnund.)  (gleichlautend  mit  Nr.  515  bis)  rnit  disern  brieue,  der 
geben  ist  zu  Weissemburg  in  Vngern^  versigelt  rnit  vnser  kuniglichen  maiestat 
insigel,  nach  Grists  geburt  vierczehenhundert  jarvnd  dornach  in  dem  funffvnd- 
czweinczigisten  jare,  am  nechsten  mitwochen  vor  sant  Jorgen  tag,  vn3err  riche 
des  Vngrischen  etc.  in  dem  XXXIX,  des  Roinischen  in  dem  funffczehenden  vnd 
des  Behemischen  in  dem  Funfften  jaren. 

Ncu:h  dem  Original.     Mit  anhangendem  Siegel. 

Der  Rath  von  Lubeck   warnt  den  Rath  von   Wismar  vor  den  zur  Zeit  mit  einer 
Reise  nach  Novgorod  verbundenen  Ge/ahren.     1425.     April  21. 

Yruntliken    grut    vnde    wes    wij     gudes    vormogen    touoren.      Ersamen 
l^esunderen  leuen  vrundes.     De  rede  der  Lijflandeschen  stede    hebben  vns  vor- 
screuen,   wo  dat  de  copmanne  to  Nougarden  van  den  Russen  gerostered  vnde 
somer  geuanggen  sin,  vnde  sy  to  beuruchtende,  dat  se  de  sullen  setten  yn  de 
yseren  vmme  des  gudes  willen,  dat  den  Russen  nu  to  voryaren  negest  uorleden 
gpnomen  is.     Vnder  meer  worden  scriuen  vns  de  suluen  Lyftlandeschen  stede, 
medebegerende,    dat  wij  den  copman  allvmme  warnen,   dat  de  Nfl  nymend  mit 
sinen  guderen  en  soke    bette   so    langge,    dat    vns  de    suluen    stede    anderswes 
Forscriuen,    wente  ze  ere  bodescop  darvmme  menen  in  kort  to  den  Russen  to 
donde  etc.     Desset,  leuen  vrundes,    moghe  gij  juweme  copmanne  to  kennende 
geuen,  vppe  dat  sik  eyn  islik  vor  schaden  beware.    Sijt  Gode  beuolen.    Screuen 
vnder  vnsem  secrete,  des  sonauendes   vor  Misericordias  Domini,  anno  etc.  XXV. 

80* 


636  1425.     Apr.  2i. 

Ok,  leuen  vrundes,  scriue  wij  den  van  Stralessunde  dessesgeiijken  vnde  begeren 
frundliken,  dat  gij  en  vnsen  breff  vorder  wiilent  benalen,  aise  gij  ersten  moghen. 

Consuies  Lubicenses. 

Aufschrift:    Comnnendabilibus  et  circumspectis  viris,  doininis  procoosuli- 
bus  et  consulibus  Wysmariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis,  detur. 

N(Mch  dem  Original  im  Rathsarchiv  ru  Wismar,     Das  aufgedriickte  Secret  i$t  gdnzlieh  abgetprungen. 

I»CIiIV. 

Die  Erhen  des  Johann  Schepenstede  entsagen  alien  Anspruchen  an  den  Rath  tm 
Luneburg  wegen  fruher  von  dem  Erblasser  demselben  gemachter  ArdeiJm 
und  geben  die  Schuldbriefe  zuriick.     1425.     April  29.^ 

VVitlik  sy,    dat  Margarete,    hern  Reiners  van  Caluen  seliger  dechtnisse 
wedewe  vnde  en  eelike  dochter  hern  Johans  Schepensteden  seliger  dechtnisse, 
vormiddeist  vulbort  erer  vormundere,    init    namen  Vritzen  Grawerdes,  Godeken 
Plescowen    vnde  Hinrikes    van  Caluen,    vnde  Wilhelm  van  Caluen,    der  erbeno- 
meden    Margarete    sone^    alse    de    negesten     eruen    des    suluen    hern    Johaos 
Schepensteden,  ok  van  wegen  Benedictus  van  Caluen,  des  vorscreuenen  Wilbelms 
broder,  vnde  slichtes  van  weghen  aller  eruen   hern  Johan  Schepensteden  erbe- 
nomed  vor  sik  vnde  vor  ere  eruen   vor  dem  rade  jegenwordich  vor  deme  boke 
hebben  bekant,  dat  wy  alle  vnde  een  jewelk  to  der  noghe  vpgeboret  vndeent- 
fangen    hebben    van    den    ersamen    heren    borgeimestern    vnde    ratmannen  to 
Luneborch  allent,  wes  vns  vnde  der  wy  eruen  vnde  nakomelinge  sind,  vanvor- 
breueden  houetstole  boren  mochte,  welke  houetstol  vnde  houetsumme  sundergen 
in  den  breuen,  de  wy  van  en  darvp  hadden,  genomet  stan.    Der  suluen  bouet- 
sumnien  vnde  breue,    de    vor   disseme    daghe    van    dem    erbenomeden    rade  to 
Luneborch,  van  eren  radeskumpanen  vnde  borgern  sind  gegeuen,  vnde  vortiner 
der    maninge    vnde    der   schuldinge,    des  wy  belte  herto  van  der   erbenomeden 
breue    wegen    to    ene    hebben    gedan    edder    noch    don    mochten    vmnie  vnse  } 
nastendigen    versetenen    renthe    vnde    allent,    de    se  vns,    vnsen    eruen,    vnsen 
nakomelingen    vnde   den  ghennen,    der  wy  in  dissen    zaken    eruen    sind,   wente 
an  dissen  dach  plichtich  mochten  syn  gewesen,  do  wy  ene  gantze  vorticht  vnde 
laten  des  den  vorscreuenen  rat  to  Luneborch,  eres  radeskumpane  vnde  borgere 
qwijt  vnde  los,    nynerleye  wijs  darvp  to  zakende  edder    darvmnie    to    manende 


1)  Vgl.  M  371. 


638  1425.     Mai  7. 

copien  dessuluen  breiies  ^esand  vnd  se  vinrne  er  gu^dunken  gebeden  vris  wedder 

to  uorschriuen,  vnd  hebben  iuwen  brefT  opembar  vor  vnsen   borgeren  vnd  deme 

gemenen  kopmanne  laten  lezen   vnd   eynen    itzliken    laten    warnen^    dat  he  sik 

daruor   ware,    dat  he   neen    gut  vpp   de  Russen    vore,    vnd  wat  vns    vordan  de 

stede    desses    landes    vor   eyn    antwort   vnd    er   gutdunken    wedder    vorschryueo 

warden,    dat    wille   wy    iuw    vordan    wedder    mit  den    ersten   vorkundigen.    Sijt 

Gode  befoien.    Gescreuen  to  Dantzik,  vnder  vnsem  secrete,  am  mandage  nades 

hilgen  cruces  dage,  im  XXV  iare. 

Radmanne 

Dantzik. 

Aujschrift:     Den    ersamen  wolwisen    rnannen,    heren    borgermeister  vnd 
radmannen  der  stad   Lubek,  vnsen   bezunderen  ffrunden. 

Nfich  dem  Original  auf  Papier,     Mit  au/gedruektem  theilweise  erhattenem  Siegel, 

IM^IiVll. 

Konig  Sigismund  befiehlt  einer  Anzahl  von  Fursten  und  Stddteriy  darunter  LiheAi 
zur  Vollziehung  eines  Uriheils  des  Reichsgerichts  dafur  zu  sorgen^  doss  (fe 
aus  Halberstadt  Vertriebenen  in  den  Besitz  ihrer  Hduser  und  Guter  wieiff 
eingesetzt  werden.     1425.     Mai  16. 

Wir  Sigismund  etc.  Embieten  den  erwirdigen  Magno,  zu  Hildensem,  vnd 
Johan,  zu  Halberstat  bischouen,  vnd  den  hochgebornen  Bernharten,  Wilhelmen, 
Otten  vnd  Fridrichen,  herczogen  zu  Brunswik  vnd  zu  Lunenborg,  vnsern  liebeo 
oheimen  vnd  fursten,  vnd  den  edeln  Heinrichen,  grefen  zu  Weringerote,  Vlrichen, 
greuen  zu  Reynstein,  vnd  alien  andern  fryen  herren,  rittern,  knechten  vnd 
ratmannen,  burgermeistern,  reten  vnd  gemeinden  vnserr  vnd  des  richs  stele 
Lubeke,  Lunenborg,  Brunswik,  Magdeborg,  Halle,  Gosslar,  Hildensem,  Effort, 
Mulhusen,  Nortliusen,  Lipczk,  Q^^dlinborg,  Aschirslebin^  Weringerote,  Blanken- 
borg,  Dorneborg,  Helmestede,  Schdynigen,  Stendal,  Tangermunde,  Gotlinge, 
Duderstad  vnd  alien  andern  vnsern  vnd  des  richs  vndertanen  vnd  getruen  viiser 
gnad  etc.  Ir  habt  wol  vernomen  vnd  geh6rt,  so  sein  wir  des  von  euch  ettlichen 
zu  gutter  masse  erynnert,  wie  die  gemeinde  von  Halberstad  an  ireni  rale 
daselbs,  an  iren  Frunden  vnd  ettlichen  andern  mitburgern  daselbs  gefaren,  vnd 
ettliche  ermordt,  vnd  die  andern  mit  weib  vnd  kindern  vertriben  baben,  das 
vns  zu  lang  wer  zu  schriben,  vnd  die  vertrieben  burgere  vnd  die  solich  sach  an- 
langet,  haben  sich  solichs  gewalts  vnd  vnrechts  gen  der  gemeinschaft  zu  Halberstat 


1425.     Mai  16.  639 

vor  vns  beclaget^  doruF  wir  dieselben  gemeinschaft  fur  vnser  kuniglich  person 
geheischet  vnd  geladen  haben.     Vnd  als  wir  nechst  zu  Wienn  waren,    qwamen 
Fur  vns  Hermannus  Hullingerod   vnd  Johannes  Ammendorff^   der  vertrieben  vnd 
ermorten  ratlute  vnd  irer  Frunde  vnd  anderr,  die  solich  sache  anianget,  mech- 
iige  procuratores^  mit  den  Ludolff  Velstidde^  der  gemeinschaft  zu  Halberstaden 
mechtiger  procurator,  ouch  fur  vns  qwame,  vnd  beyden   partijen   besaczten  wir 
vnser  vnd  des  richs  gericht  mit  vnserr  kuniglichen   person  vnd   tnit  vil  fursten, 
greuen.  herren  vnd  edeln,    vnd   horten  ir  machtbrieue    beydenthalben,    die  mit 
gerrcht  gancz  vnd  volkomen  geurteilt  vnd  gePunden  wart.     Dornach  liessen  wir 
sy  durch  ire  fursprechen    clage  vnd    antwort  vorgeben    im    rechten ,    als    recht 
ist,  vnd  liessen  LudolF  Velstidde  fragen,    ob  er  sich  in    das    recht    geben    wolt. 
Do  antwort  er  durch  sinen  fursprechen:  ya,  vnd  er  hett  des  voile  macht,  sich 
in  das  recht  zu  geben.     Dornach    liessen    der  vorgenanlen  vcrtriebenn  vnd  er- 
morten   procuratores  durch  iren  fursprechen  fragen,    sintderinal    sich  ir  wider- 
partij  [sich]  in  das  recht  gegeben   hett,  ob  sy  nicht  billich  solten   in  gewer  irer 
guter  zu  Halberstat  buszen  vsz,  vnd  in  der  stat  Halberstaden  gelassen,    vnd  in 
ire  hewsere  mit  weiben  vnd  kindern  gesaczt  vnd    gelassen    werden.     Doruf  wir 
an  gericht  fragen  liessen,  was  dorinne  recht  werj  do  wart  mit  gerichte  geurteilt, 
sintdermal    sich    beyde    partije  mit  rechter  wulkure    vnd  wiliiclich    in  das    recht 
gegeben    haben    vnd    dorin    getreten    sein,    so  wart  fur  recht  geurteilt  vnd  ge- 
sprochen,    das    die    vortriben    rate,    ire   frunde,    vnd    andere,   die    solich    sache 
F      anlanget,  mit  weibern  vnd  kindern  in  gewer  irer  hewser  vnd  guter  zu  Halberstat 
ynwendig    vnd    vszwendig    der    stat   wider    solten    gesaczt    werden.     Vnd    doruf 
schriben  wir,  als  recht  ist,    dem    erwirdigen  Johan,    bischoue    zu  Halberstaden, 
'^nserm  fursten  vnd  lieben  andechtigen,  die  vorgenanten   vertriben  von  Halber- 
^t^t  2u  schaffen  wider  inzuseczen  in  gewer  irer  guter  vnd  hewsere  zu  Halberstat, 
^i^d  die  gemeinschaft  zu  Halberstat  dorzu  zu  wisen  vnd  zu  halden,  als  das  mit 
^echt  erfunden  vnd  geurteilt  was,  vnd  das  sij  dann   beydenthalben  ires  rechten 
*^S2warten,  als  recht  ist.     INu  haben  wir  vernommen,  wie  der  vorgenant  bischoff 
^on  Halberstat  vnserm  gebott  vnd   schriben    gehorsam    gewest   seij,    vnd    habe 
die  gemeinschaft   zu    Halberstat    ermanet,    die    vertriben    vnd    ire    kindere   vnd 
Weibe  wider  zu  iren  hewsern  vnd  gutern  zu    seczen    vnd    vnserm    rechten    vnd 
Ffteil  nachzugeen,    das  sy  alles  verslagen,   vnd  mit  freuel  vnd   vngehorsamkeit 
Dicht  getan  haben,  als  vns  das  die  vortriben  von  newes  geclaget  haben,  doran 
sy  groszlich  wider  vns  vnd  vnser  vnd  des  richs  gericht  vberfaren  vnd  gefreuelt 
jiaben.     Dorumb  begern  wir  an  euch  alien    vnd    ewer    iglichem    vnd    gebieten 


640  1425.     iMai  16. 

euch    von    Rornischer    kuriiglicher    inacht    ernstlich    vnd    vesticlich    mil    disem 

brieue,    das   ir    die    vorgenant    geineinschart    vnd    statgesworen    zu    Halberstat 

dorczu  wiset  vnd  haldet^  das  sy  die  vorgenant  vnd  andere  burgere  vnd  die  mit 

in  die  sache  anlanget,  wie  die  geheissen   sein^  die  sy  vertriben  haben,  mit  iren 

weibern  vnd    kindern^    zu  hant^    so  sy  des  von  euch  ernianet    werden,    zu  iren 

hewsern    vnd    gutern    vszwendig  vnd    in    der    statt    zu   Haiberstat  wider  komen 

lassen  vnd  in  ire  gutere  wider  geben  vnd  dem   rechten    nachgeen,    als  sy  sicb 

in  das  recht  gegeben   haben,  wann  teten  sy  des  nicht^  so  geben  wir  euch  voile 

inacht  mit  disem  briefe,    das  ir  aile  czinse,  rente*  gulte,  korn,  kouFmanscbaft, 

schult  vnd  gutere,  wo  die  gemeinschaft  vnd  ein  icziicher  burger  zu  Halberstaden, 

sainpt    oder    besunder,    die    bey    euch    vnd    in    ewren    ianden,    steten,    slossen, 

greniczen  vnd  gebieten   haben,    zum  rechten    ufhalden,    bekummern,    verhafteo 

vnd  nideriegen  vnd  die  also  vnuerrucket  halden  soilet,  so  lange  bisz  die  sache 

zwischen   beyden   partijen   mit  dem  rechten    entscheidet   vnd    geendet    wirt  vnd 

bisz    mit    recht  vor  vns    vszgetragen    vnd    erkant    wirt,    wem    mit    recht   solich 

vfgehalden  czinse,  rente,  guide,  korn,  koufmannschaft,  schult  vnd  gutere  zugeteilt 

vnd    zugesprochen    werde.     Vnd    dorinne    soil    die    vorgenant    gemeinschaft  von 

Halberstat  keynerley   buntnusse  helfen,  mit  wem  sy  die  angegangen  vnd  gemaibt 

hetten,    in    dheinweis,    vnd    tut    dorinne    nicht    anders  vns  vnd   dem    riche  vnd 

vnserm  vnd  des  richs  gericht  vnd  der  gerechtikeit  zu  lieb  vnd  zii  eren,  als  lieb 

euch  sey,  vnser  vnd  des  richs  swere  vngnade  zu  uermyden,  vnd  bey  einer  pene 

XX  mark  lotiges  goldes,    die  ein   iglicher,    der  Freuelich    dawider  tete,    halb  in 

vnser  vnd  des  richs  camer  vnd  halb  den  vorgenanten   clegern,  vortriben  burgern 

von  Halberstat,  die  solich  sach  anlanget,  verfallen  were,  vnleszlich  zu  beczalen. 

Mit  vrkund  etc.    Geben  zu  Totas,  nach  Cristi  etc.  XXV.,  an  dem  heiligen  auffari 

abend,    vnserr   riche  des  Hungrischen  in  dem  XXXIX,    des  Romischen    in   dem 

XV.  vnd  des  Behemischen  in   dem   funften  jaren. 

Rex. 

Michael. 

Aus  dem  Reichs •  Hegistratur - Buche  Konig  Sigismunds,    Bd.  G.,  fol.  17 lb.     im  K.  und  K.  Haus-,   Hof-uiA 
Staatsarchiv  in    Wien.     Miigetheilt  von  dem  Director  desselben.  Bitter  von  Arneth. 

DCIiVlII. 

Dei'  Rath  von  Liibeck  giebt  dem  Ritter  Peter  Tisenhusen  die  Verstcherung^  dass  die 
fdlligen  Renten  in  Zukunft  prompt  entrichtet  werden  sollen.    1425.    Mai  20. 

Petro  Tysenhusen,  militi. 
Vruntliken  grut  vnde  wes  wy  gudes   vermogen   touoren.     Gestrenge   be- 
sunders  gude  vrunt.    Juwen   breft*  an  vns  gesand,  darinne  gi  vns  scriuen   vnder 


1425.     Mai  20.  641 

mer  worden  van  wegen  welker  nastanden  renthe  etc.,  hebbe  wy  wol  vernomen 
vnde  begeren  iuwer  ieuen  weten,  dat  wy  iu  gutiiker  darvmme  gedan  hebben, 
iwan  ienyghen  andern  eifte  ienigem  van  vnsen  medeborgeren  bescheen  is  etc., 
vnde  wy  willen  nu  vorbatmer  iuwe  renthe  iw  iariikes  entrichten  vnde  wol  ver- 
nogben  laten^  vnde  begeren  Fruntliken,  dat  also  gutliken  van  vns  vptonemende. 
Verscbulde  wy  gerne,  wor  wy  moghen.  Gode  almechtich  syt  beuolen.  Screuen 
etc.   dominica  post  Ascensionis  Domini,  XXV^. ' 

Nach  dem  Concept  auf  Papier, 

IH)IilX. 

Die  in  LHheck  anwesenden  Rathssendeboten  und  der  Rath  von  Luheck  ersuchen  die 

Liejldndischen  Stddte^   das  Verbot  des  Handels  nach  Russland  strenge  zur 
DurchfUhrung  zu  bringen.     1425.     Mai  21. 

Darpte  Rige  Reuele  mut.  rnut. 
x  ost  salutacionem.  Ersamen  Ieuen  vrundes.  Alse  iuwer  Lyfflandeschen 
stede  sendeboden  vns  negest  vorscreuen  hebben  van  wegen  der  besate,  de  dem 
copmanne  van  den  Russen,  Gode  entfarmet,  to  Naugarden  negest  bescheen 
vnde  weddervaren  is  vnde  gi  vorder  van  vns  begerende  weren,  deme  copman 
to  Brugge  vnde  den  vam  Stralessunde  dat  to  verscriuende,  alse  dat  de  Nu 
nymant  ensochte  vnde  sik  en  islik  vor  schaden  bewarede  etc.,  Ieuen  vrundes, 
dat  hebbe  wy  verscreuen  dem  copmanne  to  Brugge  vnde  anderswor,  dar  vns 
des  duchte  nottrofft  vnde  behoff  wesen,  doch  hebbe  wy  ervaren,  wo  dat  ichtes* 
weike  in  juwen  steden  vnde  darvmme  sik  darna  saten,  mit  eren  kopenschoppes 
vppe  den  Russen  to  sokende,  dat  doch  tigen  de  ordinancien  der  stede  vnde  de 
schra  grofdiken  were.  Begere  wy,  Ieuen  vrundes,  darvore  to  wesende  vnde 
warschuwinge  alvmme  to  donde,  dat  nymant  by  der  ere  mit  sinen  guderen 
de  Nu,  Wiborch,  Abawe  vnde  ander  iegenode  en  soke,  dar  de  Russen  van  ge- 
trostet  edder  gestercket  moghen  werden,  wente  we  hir  wedder  dede,  dat  menen 
de  stede  to  richtende  vnde  des  nyne  wys  to  latende.  Des  wy  begeren  iuwes 
bescreuen  antwerdes.  Screuen  am  Pinxstauende,  vnder  der  heren  des  rades  to 
Lubeke  secret,  des  wy  sendeboden  medebrukende  sin  to  disser  tijt,  anno  etc.  XXV. 

Radessendeboden  der  gemenen  stede  van 
der  Dutschen  hense,  nu  bynnen  Lubeke  to 
dage  vergaddert,  vnde  de  rad  to  Lubeke. 

Ncush  dem  Entwurf  auf  Papier, 

1)  In  einer  von  dem  Rathe  von  Oorpat  am  5.  Mllrz  1436  aasgestellten  Urkande  erkl&ren  die  sUmmtlichen 
Kinder  des  versturbenen  Ritters  Peter  Tisenhnsen,  besw.  dnroh  ihre  Yormfinder,  dasB  die  ih'rem  Vater  znst&ndig 
^eweaene  Rente  von  112  m^  von  dem  Rathe  von  LUbeck  dnroh  Zahlnng  dea  Kapitala  abgelOat  worden  sei. 

81 


642  1425.     Mai  26. 

Schreiben  derselben  an  den  Rath  von  Wishy  wegen  einer  Tonne  Pelzwerk.  1425. 
Mai  26. 

Wisbu  Gotland. 
Jiost  salutacionem.  Ersainen  leuen  vrundes.  Vns  is  woi  vorkomen,  wo 
dat  Gotschalk  Hanenpol  jw  borgen  gesettet  hebbe,  vmme  ene  tunnen  werkes 
to  vrigende,  de  in  der  geslotenen  Naugardesschen  reyse  gekofft  vnde  gepacket 
solde  wesen  etc.  Des  sin  wy  nu  vnderwiset  worden,  wo  dat  sodanne  werk  in 
enem  openbaren  niarkede  to  Darpten  vor  dem  bode  gekofft  solle  wesen  etc., 
doch  wo  deme  sy,  so  begere  wy,  dat  gi  de  borgen  van  der  wegen  vngemanet 
latent  bliuen  bet  to  der  negesten  dachuart,  dar  de'stede  sik  ersten  wor  vor- 
gadderende  werden,  vorder  darvmme  sprekende,  vnde  hadde  gi  ok  wes  geldes 
van  den  borghen  darvan  vpgeboret,  dat  gi  ene  dat  wedder  antwerden  bette 
to  sodaniger  dachuart,  so  vorscreuen  is.     Dat  is  vns  sunderlix  to   willen.    Syt 

Gode  beuolen.     Screuen  ut  supra. 

Radessendeboden  etc. 

Nach  dem  Entwurf  au/  Papier. 

Der  Rath  von  Luheck  erkldrt  dem  Wtpert  Lutzow  seine  BereitmlUgkeit,  die  Ztmsdgkeit 
desselhen  mit  dem  Bischof  und  Domcapitel  von  Ratzeburg  ausz^igleichen, 
0.  J.  (1425).    Jun.  1.' 

Wypert  Lutzawe. 
Vruntliken  grut  touoren.  Wypert,  gude  vrunt.  Also  gi  ju  negest  vp 
dem  dage  tor  Herneborch  beclagende  weren  van  welken  tosaghen,  de  gi 
menen  to  hebbende  to  den  erwerdigen  heren,  proueste  vnde  cappittele  to 
Razeborch,  vnde  gi  jw  vorder  vorbedende  weren,  wy  scholde  juwer  darane 
mechtich  wesen  etc.,  des  willent  weten,  dat  de  erbenomede  beren  prouest  vnde 
capittele  de  eren  darvmme  to  vns  gesand  hebben,  de  sik  der  geliken  vorbedende 
sin,  wy  scolen  erer  ok  mechtich  wesen  etc.  Hirvmme  wy  begheren,  dat  gi 
van  der  wegen  alie  donde  mit  dissen  vorscreuen  heren  prouest,  capittele  vnde 


1)  Die  Jahressabl  ergiebt  sich  ans  den  fibrigen  aof  demselben  Bogen  Papier  geschriebenen  Concepten  tod 
Briefen.  Unmittelbar  vor  diesem  Briefe  stebt  anf  demselben  Bogen  das  Concept  eines  Scbreibens  an  die  Loneburger 
Ratbmftnner  Albert  van  der  Molen  und  Nicolaos  Gr5nbagen,  zur  Mittheilung  eines  versiegelten  Scbreibens,  tod 
welcbem  Abschrift  beigelegt  ist,  an  K5nig  Sig^smond  in  Angelegenheiten  der  vertriebenen  Halberstftdter ,  nnd  mit 
der  Bitte,  es  durob  Vermittlung  des  Ratbs  Ton  Braunschweig  an  den  K5nig  su  bef^rdem.  Sigismunds  Scbreibea 
in  derselben  Angelegenbeit  iM  657)  wird  dabei  nicht  erwftbnt,  war  also  yermuthlioh  noch  nicht  angekommen. 


(i425).     Jun.  1.  643 

<len  eren  in  gude  bestan  latent^  bet  so  lange  dat  wy  ersten  muntliken  mit  jw 
darvmrne  to  worden  komen.  So  mene  wy  vns  gerne  darmede  to  bewerende, 
dat  gi  an  beident  siden  darvmme  in  gutlicheit  gevlegen  vnde  entwey  gesettet 
Merden,  vnde  begeren  desses  juwer  bescreuen  antwerde  by  dessem  boden. 
Screuen  etc.  sexta  post  Penthecostes. 

Nctch  dem  Concept  auf  Papier, 

DCIiXII. 

Johann  Scheie^  Bischof  von  Lubecky  hestdtigt  die  in  Qemdssheit  des  Concordats  vom 
Id.Juni  1416  geschehene  Stiftung  etner  mit  einer  jdhrlichen  Einnahme  aus 
den  Einkunften  der  Stadt  ausgestatteten  Vicarie  in  der  Marien-Kapelle 
auf  dem  Kirchhofe  der  Marien  Kirche.     1425.    Juni  3. 

Johannes,  Dei  et  apostolice  sedis  gracia  episcopus  Lubicensis.    Ad  per- 

petuam    rei    memoriam.     Ad   salutis    cumulum    votiue    credimus    cedere,    si    de 

nostre    villicacionis    inopia    bumileni   Domino    racionein    referentes   ad   celestis 

curie  horreum  frugem  deuoti  ministerii  offerenciurn  vota  salubriter  intendainus. 

Hinc  est,  quod,  dum  nuper  conflante  satore  zizanie  commune  eiuitatis  Lubicensis 

contra    tunc   proconsules    et  consuies    eiusdem    eiuitatis  Lubicensis    se    captatis 

hincinde  occasionibus  opponeret  in  tantum,  quod  iidem  proconsules  et  consuies 

suas  consulares  sedes  nietu,  vt  asseritur,  prefati  communis  reliquissent  et  cum 

sibi  adherentibus  sua  bona  relinquentes  ipsam  Lubicensem  ciuitatem,  vt  eciam 

asseritur,  metu  eodem  exiuissent  ac  tandem,  eorum  exitorum  iusticia  per  ipsos 

plurium  annorum  curriculis  coram  diuis  quondam  Ruperto  et  Sigismundo  moderno 

Romanorum  regibus  sub  dirorum  expectacione  euentum    prosecuta    et   obtenta, 

omnes    et    singuli    proconsules    et    consuies    huiusmodi    vocati    communiter    et 

appellati  de  antique  consulatu  tunc  superstites  mediante  execucione  dicte  iusticie 

consulares  suas  sedes  pristinas  ciuitatisque  pretacte  introilum  ac   bonorum  de- 

perditorum    restitucionem    cum    sibi    adherentibus    salubriter    recuperarent,    in 

recuperacione  huiusmodi  per  dictum  commune  ac  placitantes  cum  eis,  videlicet 

serenissimi  principis  et  domini,  domini  Sigismundi,  Romanorum  etc.  regis  pre- 

dicti,    ambasiatores    et  ciuitates   finitimas    inter    cetera    est   consensum,    vt   ad 

indiuidue  trinitatis  virginisque  matris  Dei  Marie  et  sancti  Paul!  gloriam  capella 

noua  in  ciuitate  Lubicensi  sepedicta  de  fisco  eiusdem  eiuitatis  construeretur  et 

in  ea  vna  vicaria  perpetua  de  eodem  fisco  Fundaretur  quasi  loco  eniende  et  in 

memoriam    perpetuam    regressus    antedicti,    prout   in   scripturis    super    eadem 

Concordia   repositis,^  in    quibus   eciam    nomina   et   cognomina'  proconsulum    et 

1)  Vgl.  Bd.  V,  8.  646.  81» 


1425.     Jun.  8.  647 

wo  he  sik  grofliken  beclaged  vor  iuw,  wo    dat    em  van    synen    vedderen  Luder 

Blucbere  iiicht  geholden  werde,  alse  dat  aueschedent  to  Godebusse  tuschen  ene 

sy  gewesen  etc.^  hebbe  wij  wol  vernomen  vnde  begiieren  iuw  to  wetende^  wo  de 

vorscreuene  Luder  Blucher  vns  vnderwised    heft^    wo  yd  an  etn  ny  gebrok  ge- 

worden  is^  dat  yd  zo  nicht   geholden    is^    wente  Hans  Blucher  vns  vnde  Luder 

Blucher  sund  der  tijd^  dat  de  dach  to  Godebusse  was^    beroued  vnde  dat  vnse 

nornen  heft.     Vnde  vns  duchte  wol  billik  gewesen  hebben^  dat  iuwe  marschaik 

vns  er  geclaget  hadde,  er  he  vns  synen  broder  Hanse  hadde  rouen  vnde  bernen 

laten,  dat  vns  doch  gescheen  is  dor  dat  iuwe^  aise  vns  dat  ok  wol  er  gescheen 

is  van  den  iuwen,  dat  vns  Ludke,  iuwe  marschaik,  tovoged  vnde  toschicket  heFl, 

als  wij  iuw  ok  wol  er   gescreuen  hebben.     Vnde    syn   broder  Hans  heft  vns  nu 

hindenena  entzecht,  nu  he  vns  vnde  de  vnsen  wol  twe  jar  geroued   vnde  brand 

heft.     Hirvmme,    konde    gi  vns  des  vnsen  wedder    behelpen,    dat  vns  genomen 

is,    vnde  ok  moghelken  vor  den    ouervank    scheghe,    vnde    dat    vns    vnde    den 

vnsen  dat  nicht  mer  en    schege,   dat    wolde  wij  gerne    tegen    iuw    vorschulden, 

vnde  so  scholde  gij  mid  vnsem  rade  vnses  vnde  ok    vnses    mannes  Luder  vor- 

screuen    to    like    vnde    to    rechte    wol    mechtich    wesen.      Sijt    Gode    beuolen. 

Screuen  des  vridages  vor  sunte  Vitus  dage,  vnder  vnsem  secrete. 

Aufschrift:      Den   ersamen    borgermesteren    vnde    radmannen    to   Lubke, 
^nsen  besunderen  guden  vrunden,  gescreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Von  dem  au/gedrUckten  Siegel  sind  nur  noch  Reste  vorhanden. 

"^o^dan  Pleskow  meldet  dem  Rathe  von  Lubeck  seine  Ankunft  in  Brugge  und  den 

Empfang,  den  er  gefunden^  berichtet  den  Untergang  ernes  Schiffes  und  ver- 
sichert^  dass  er  bestens  bemuht  sein  werde,  den  ihm  gewordenen  Auftrag 
auszufuhren.     0.  J.     (1425).    Jun.  14.^ 

Mynen  denst  touoren  vnde  wes  ik  gudes  vormach.    Leuen  heren.    Juwe 

^^iBheyd  wille  weten,  dat  wij  ghystern,  vmme  trent  alze  de  klocke  teyne  sluch, 

^^^tnyddelst  den  olderlude  vnde  dem  kftpmanne  vns  enteghen    reden,    herlyken 

^    Brucghe   in    quemen,    vnde  alze  wij  dar  quemen,    voresschede    wij,    dat  en 


1)  Der  Brief  ist  tod  Jordan  Pleskow  eigenhlndig  gesohrieben,  nnr  die  Aufoolirift  ist  Ton  anderer  Hand. 
*^*ft  anfgedriiokte  Siegel  ist  zwar  theilweiee  nooh  exhalten,  dooh  g&niliob  ankenntlioh.  Er  war  14S5  in  Brilgge, 
^t  ihm  Bitter  Hinrioh  Hardeyast  yon  K91n  nnd  Mag.  Hinrioli  Vnmd,  Pastor  an  8t  Martin  daselbit  Die  Verliand- 
lUBgen  fiuiden  im  Jnni  nnd  Jnli  statt,    Es  war  Jordan  Platkom  teteta  Bdae. 


1425.    Jun.  24.  649 

%^nde  begherte  darvmme  hebben  gescreuen  an  de  van  Dantzike^  Stralessunde, 
dem  copmanne  to  Brugge  in  Vlandern  vnde  alvmme,  dar  vns  des  nottrofft 
duchte  wesen,  warschuwinge  to  donde,  dat  nyinant  by  der  ere  guder  voren 
edder  bringen  en  solde  to  Wyborch,  to  Abo  effte  in  de  Nu.  darmede  de 
Russen  gesterket  mochten  werden,  alse  wy  ok  juwer  leue^  den  van  der  Rige 
vnde  Darpten  dat  negest  clarliken  hebben  verschreuen  by  Gereken  Bramsteden 
in  schipher  Molenvelde,  vnde  verrnoden  vns,  dat  vnse  breue  ju  van  der  wegen 
jo  geantwordet  sin  worden,  vnde  hebben  ok  de  van  Dantzke  wedder  gescreuen, 
dat  se  vnses  breues  auescriffte  den  steden  des  landes  to  Prutzen  gesand  hebben 
vnde  dat  ze  ok  den  suluen  vnsen  breff  openbar  vor  eren  borgeren  vnde  dem 
gemenen  copmanne  hebben  laten  lezen  vnde  einen  jeweiken  don  warnen,  dat 
he  sik  darvore  ware,  dat  he  nyn  gud  vppe  de  Russen  en  vore  etc.  Hirvmme, 
leuen  vrundes,  begere  wy  vnde  gebeden  ju  ok  van  wegen  der  gemenen  stede 
van  der  Dutschen  henze,  dat  gi  vormyddelst  juwer  macht  darto  donde  vnde 
darvore  wesent,  dat  nymant  mit  schepen  vnde  gude  de  Nu  en  soke,  darmede 
do  Russen  getrostet  vnde  gesterket  moghen  werden,  vnde  efft  dat  iement  dede, 
sodanne  schepe  vnde  gudere  schole  gi  vpholden,  in  juwer  stat  to  verwarende 
bette  vor  de  stede  vp  en  recht.  Wes  denne  de  stede  darvmme  erkennende 
vnde  donde  werden,  dat  yd  darby  bliue  vnde  wes  jw,  leuen  vrundes,  vorder 
hirinne  weddervarende  werdet,  begere  wy,  vns  dat  wedder  to  verscriuende 
iTiit  den  ersten.     Syt  Gode  beuolen.     Screuen  etc.,  Johannis  Baptisten  XXV. 

Nach  dem  Concept  auf  Papier. 

»CIi3iL%'lI. 

Z)er  Rath  von  Liibeck  schreibt  an  den  Rath  von  Kiel  wegen  etnes  von  Letzterem  mit 
den  BrUdern  Otto^  Heinrich  und  Henneke  von  Rantzau  einzugehenden 
Frtedens.     1425.     Jun.  28. 

Vruntliken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vormogen  tovorn.  Ersamen  leuen 
vrunde.  luwen  breF  an  vns  gesant  van  wegen  des  vredes,  den  gi  mit  den 
Rantzowen  vnde  eren  helperen  gerne  iiden  wiilen  bette  to  sunte  Jacobes  daghe 
vorkomende  den  dach  al  vth,  alse  wy  dat  mit  dem  begrepen  hebben.  Leuen 
vrunde,  welken  juwen  bref  hebben  wy  Otten  Rantzowen  laten  lesen  vnde  desulue 
Otte,  Hinrich  vnde  Henneke  Rantzowen  brodere  hebben  vns  mundliken  togesecht 
mit  eren  knechten,  den  erbenomeden  vrede  dergeliken  mit  juw  to  lidende  vnde 
to  holdende.    Ock  so  hebben  se  sick  g0fl%eebti||liel  van  Seedorpes  weghen,  dat 


650  1425.     Jun.  28. 

Seedorp  densuluen  vrede  mit  juw  iiden  vride  holderi  seal  bette  to  sunte  Jacobes 
daghe,  alse  vorscreuen  is,  den  dagh  al  uth  sunder  argelist.  Beghere  wy,  leuen 
vrunde,  tnit  den  juwen  to  bestellende  vnde  darvore  to  wesende,  dat  van  juwer 
weghen  dergeliken  sunder  arghelist  de  vrede  geholden  werde.  Screuen  in  sunte 
Petri  vnde  Pauli  auende,  vnder  vnsern  secrete,  anno  MCCCCXXV. 

Nach   einem  der  Kteler  Stadtchronik   entnommenen   Abdt-uck  im   Neuen  Staatshurgerlichen  Magazin  Bd,   Vlly  S,  103. 

»Cl4XVIIl. 

Suhne  wegen  Todtsclilags.  1425.  Jul.  15. 
Aersten  Stacies,  stekenitzeuarer,  coram  concilio  et  hoc  libro  recognouit, 
se  velle  et  debere  pro  emenda  et  satisfactione  interfectionis  Gesen,  vxorem 
legitimam  Nicolai  Hollanders,  dicto  INicolao  dare  X  mrc.  lub.  den.  in  tribus 
annis  sequentibus  sibi  arnicabililer  et  expedite  persoluendis  et  cum  hoc  tres 
reysas  facere  debet,  vnam  in  Aquisgrani,  secundam  ad  beatam  Virginem  in 
Golmis,  terciarn  in  Wilsnacke,  in  salutem  anime  prePate  Gesen,  et  cum  hoc 
Kersten  Stacies  et  Nicolaus  Hollander  amicabiliter  pacificati  et  concordati 
sunt.  Vnde  dictus  Nicolaus  Hollander  cum  suis  heredibus  ex  parte  prefate 
interfectionis  Gesen,  vxoris  sue  bone  memorie,  antedictum  Kersten  Stacies 
et  suos  heredes  pretextu  illius  penitus  dimisit  ab  omni  ulteriori  monicione  seu 
inpeticione  quitum  et  solutum.  Jussu  consulum  hoc  placitatum  est  inter  pre* 
fatas  partes  per  Dytmarum  Predeker,  Michaelem,  consules,  et  Marquardum  Stale, 
aduocatum   in  Molne. 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederatadtbuchs   vom  J,  1426,  Divis.  Apoat. 

Erichy  Konig  von  Ddnemarky  giebt  eine  Entscheidung  in  einem  Streite  der  Hanse- 
stddte  mit  dem  Vogt  auf  Gottland,  Truth  Basse,  hetreffend  die  Ladung 
eines  bei  Gottland  gestrandeten  Schiffes.     1425.    Jul.  17. 

Im  jare  XIIIF  vnde  XXV,  XIIII  daghe  na  sunte  Johans  Baptisten  dach 
midsomer,  weren  vorgaddert  to  Koppenhauen  de  eersamen  radessendeboden  van 
den  steden,  van  Lubeke  her  Hinrich  Rapesuluer  vnde  her  Tideman  Steen,  van 
Rostoke  her  Johan  Maeck  vnde  her  Godeke  Lancghe,  van  deme  Sunde  her 
Symon  van  Oerden,  her  Diderick  Brunswijck  vnde  her  Euert  Drolshaghen,  van 
der  Wysmar  her  Johan  Vreese  vnde  her  Hinrich  van  Haren,  van  Gripeawolda 
her  Gosschalk  van  Lubeke  vnde  her  Johan  Velghast,   van  Gotlande   her  Johan 


652 


1425.     Jul.  21. 


Hermann  Butenschone  und  Richard  Lange  verpjlichten  sich  gegen  die  Rathmdmer 
Heinrich  Rapesulver,  Johann  Maecky  Simon  von  Urden  und  Johann  Vrese 
zur  Erstattung  von  1250  rri^y  falls  thnen  die  Tucker  aus  dem  Schiffe  des 
Glaus  Nielopj  welche  der  Konig  von  Ddnemark  ihnen  auf  Verwendung  der 
genannten  Rathsherren  einstweilen  zugesprochen^  nicht  sollten  gelasseii  werderu 
1425.    Jul  21. 

VVy  Herman  Butenschone  vnde  Richard  Lancghe.  Bekennen  in  dessenrt 
breyue,  dat  de  eersamen  heren,  her  Hinrich  Rapesuiver,  her  Johann  Maeck-, 
her  Syrnon  van  Oerden,  her  Johan  Vreese,  vmme  vnser  bede  willen  hebben 
verborghet  van  vnsenie  ghenedigen  heren,  deme  konninghe,  van  erer  sted^ 
wegen  van  dem  gude,  dat  in  schipper  Clawes  Nielope  vpp  Gotlande  gebleue 
was,  XXVI  ipersche,  XLIX  thomasche,  X  kumesche,  VII  popersche,  II  hel 
popersche  slachdoke  vnde  II  halue  popersche  slachdoke  vor  Xllt^  mark  lubesch  ^ 
so  beschedeliken,  wanner  de  stede  bi  vnses  heren  genade  werden  komende  t 
dem  daghe,  de  verramet  is  vpp  Pinxsten  neghest  to  komende^  vnde  de  dome 
van  Gotlande  daer  bi  komen  mid  eren  priuilegien,  vnde  de  stede  mit  ere 
priuilegien,  weret  danne  sake  dat  vnszes  herren  genade  vns  de  Xllt^  marc 
atFspreke  vnde  se  van  den  vorscreuenen  heren  gheeschet  worden,  des  wy  nich 
en  hopen,  so  loue  wy  Herman  vnde  Richard  vorbenomed  van  vnser  sted 
weghen,  den  eersamen  heren  vorscreuen  daer  gued  voer  to  wesen,  vnde  wille 
se  daervan  schadeloes  holden.  Tor  tuechnisse  vnde  to  merer  vorwaringe  s 
hebben  wy  Herman  Butenschone  vnde  Richard  Lancge  vorscreven  vnse  ingezegl 
an  dissen  breyff  gehancgen,  de  gegheuen  vnde  geschreuen  is  in  demejarevn^ 
Heren  XIIIF  vnde  XXV,  an  sente  Marien  Magdaienen  auende. 

Nach  dem  Original.     Mit  beiden   anhangenden  Siegeln.     Hermann  Butenschone:     Siegel  mnd,  2^Iiq  Ctm.    ^■'•x 
der  Siegclfldche  eine  Hausmarke.     Umschri/f,  zwischen  stark  geperlten  Kreisen:      S*  ^ftllKlll   H  Ottffllfl^Wf 

Richard  Lange:  Siegel  rund,  2^Iiq  Ctm.  Ueber  einem  Schilde,  dessen  schrdgrechter  Balken  mit  df'^^ 
sechsstrahligen  Sternen  belegt  ist,  steht  ein  Helm,  der  mit  zwei  Flugeln  besteckt  ist.  Schild  und  Helm  totrd^^ 
von  einer  nackten  zottigen  Frau  gehalten.    Die  Umschrift  auf  einem  fliegenden  Bande  lautet:  s'  rtC^ttH  fWJ9^ 


1425.     Jul.  22.  653 

Knappe  Helmold  von  Plesse  verkatift  clem  Rathe  von  Lubeck  zum  Behuf  einer 
neugestifteten  Messe  in  Schlutup  fiir  200  m^  eine  jdhrliche  Rente  von 
16  m^  aus  seinem  Hofe  Parin  und  seinem  Antheil  an  dem  Doa^fe  Rolofs^ 
hagen  unter   Vorbehalt  des   Wiederkaufs.     M2/),     Jul,  22. 

Ik  HeIino(l)t  van  Plesse,  wonhafftich   to  Porrin   in  derne  kerspele  to  dem 

Dammeshagen^    knape.     Bekenne  vnde   beluge    openbare  in    dessein    breue    vor 

alle    den  jennen,    de  en  zeen    edder   horen    lesen,    dat    yk    vryes    wolberadenen 

modes  niyt  willen    vnde    vulborde   myner  negesten   eruen   vnde  alle  der  jennen, 

dt?    dat  to  rechte  vulborden  scholden,    redeliken  vnde  rechtliken   hebbe  vorkofft 

vnde  vppelathen   in    crafft    desses    breues    den    ersainen    wisen    niannen,    heren 

borgerniesteren    vnde    radmannen    der  stad  liubeke,    vnde    dem  eriiken   manne, 

heren  Benedictus  Wittenborge,  vycario  vppe  P61e,  sosteyn   mark  jarliker  ewyger 

renthe  lubescher  pennynge  tho  der  nyen   almissen   vnde  ewygen   myssen  beh6tf, 

de    zee  to  Sluckup  in  de  nyen  cappellen  gemaket  hebben,  vor  tweehundert  mark, 

de    zee  my  tho  willen   nuchliafftigen  getellet,  betalet  vnde   bereth   hebben,  vnde 

de     ik  vort  in   myne  vnde   myner  eruen  vromen    vnde    nut    gekeret    hebbe   vnde 

vth  <:*gheuen,  vnde  sundergen  tho  mynem  andele  des  dorpes  to  dem  Roleueshagen 

tho     vryende.      Desse    sosteyn   mark    renthe    scholen    vnde   willen  yk  vnde  myne 

^>"u^n   fruntliken  betalen  vnde  gheuen  heren  Benedictus  Wittenborge  vorbenomed, 

^^se    der  vorscieuenon   ewygen   myssen    ersten    besittere,    vnde  na   syneme  dode 

Hinrico,    Otten    van  Gartzen    sone,    eft'te  he  bevellich    is,    prester  to  werdende, 

^<^cler  efft  he  denne  prester  is,  vnde  na  den  beyden  alle  den,  de  der  vorscreuenen 

"^yssen   besittere  zint,  alle  jar  vpp  sunte  Mertens  dach  des  hilligen   bisschoppes 

sunder   vortogheringe    bynnen    der    stad   Lubeke    tonoren    vor    aller    renthe  ane 

alien  hinder  gantz  vnbeworen    in,    vth  vnde  van   mynen    vorscreuenen    houe  to 

Porrin  vnde  an   niynen  gantzen   andele    des    vorscreuenen    dorpes  Roleueshagen 

■^^legen   in  deme  carspele  to  dem  Dammeshagen  des  stichtes  to  Razeborch  vnde 

^'h    alien   des  suluen   houes  vnde    der    ghudere    tobehoringe,    alse    zee    in    eren 

^■^den  vnde  scheden  begrepen  zint,    id  sy  bewegelik    effte    vnbewegelik,   droge 

^dder  nat,  vnde  slichtes  mit  aller  vryheid,  mit  aller  nut  vnde   mit  allem  rechte 

^■^de  richte,    alse    myne    voruaren    vnde  yk  der  suluen    ghudere  wente  heertho 

ye    vryest  gebruket,    genoten    vnde  beseten    hebben,    nicht  myt  alle  vth   to  be- 

s^hedende,   also  beschedeliken,  effte  in  dessen  soystein  marken  jarliker  renthe 

"^talinge  jenige  togeringhe,  gebreck  effte  hinder  schege,  dat  God   vorbede,    so 

*^^bbet   de   vorsprokene    ersame    rad    tho    Lubeke   vnde   der  nyen    vorscreuenen 


654  1425.     Jul.  22. 

inissen   besittere  vrye  vnde  vulle  macht^  des  vorscreuenen   hones  to  Porrin  vnde 
inynes  gantzen  arideles  an  dem  Roleueshagen  ergenant  mil  gantzer  tobehoringe 
vnde  vryheid  vredesameliken  to  brukende  vnde  to  netende  to  der  suluen  missen 
besten  vnde    vroinen    sunder    bewernisse,    hinder    effte   bysprake  enes  jewelken 
to  also  langer  tijd^  wente  dat  zee  ere  vorsethenen  renthe  vnde  alie  koste  vnde 
teringe,  offt  dar  welke  vnirne  daen  worden,  nuchafftigen  darvth  wedder  nomei% 
vnde  vpgeboret  hebben  sunder  eren  schaden.    Auer  weret  dat  en  dar  ok  hinder^ 
gebreck  effte   bewernisse   ane    schege,    dat  God    nicht    en    wille,    so  bin  ykmit 
mynen  eruen  schuldich  vnde  vorplichtet^    en  alie    gebreck    vnde    hinder   upptc^- 
richtende  vnde  zee  des  alles  schaden  deger  to  benemende  vnde  to  enthenend  ^ 
vngeweygert.     Ok  scholen   vnde  willen  yk  vnde  rnyne  eruen  dem  ersamen  raJ  ^ 
vorbonorned  vnde  der  vorscreuenen    rnissen    besitteren    des    vorgenanten  gudf^^ 
mil  syner  tobehoringe  vnde  darane  desser  sosteyn   mark  ewyger  jarliker  rentlE  « 
rechte  waren  vry.  vnuorkofft  vnde  vnuorsath^  vnde  beschermen  vnde  enlwere  ^i 
vor  alie  ansprake  enes  jewelken  jegenwardigen  vnde  tokomenden,  de  to  recht^ 
antworden  wille,  vnde  ok  nene   renthe  mer  darane  to  vorkopende  efiFte  to  vok*- 
latende   sunder   des  rades   to  Lubeke   vnde    der   missen    besittere    vulbord  vnd  ^ 
willen.     Ok  en  schall  yk  vnde  myne  eruen  vnde  nakomelinge  noch  yemand  va  mi 
vnser  weghene  nenes  dinges  neten  ofl'te  bruken,  id  sy  schelinge,  veyde,  kryct'B  , 
orlege,    ordel,    bod,    vorbedent,    ban    edder    achte,    vnde   wat   men   des   anden^ 
dencken   efl'te    vthspreken    mach,    darvan   vnde    darmede  de    vorscreuene   miss^ 
vnde  ere  besittere  jenigerleye  wijs  mochten  hindert  effte  beschediget  werden  i  «^ 
belalinge  vnde  in   entfanginge  der  vorscreuenen  renthe  sosteyn  mark  vnde  ere?^ 
vorbenomeden   houetstoles.     Ok  en  scholen    zee  der    suluen    renthe    vnde  ere  «i 
houetstoll  nergen   mede   vorbreken  effte  vorwerken,  van  wat  saken   vnde  anvall  ^ 
dat  scheyn  muchte  na  gheystlikes  vnde  wertlikes  rechtes  esschinge.    Aldus  hebb  ^ 
yk  den   vorsprokenen    ersamen   rad    to    Lubeke    vnde    heren  Benedictus  Wittert- 
borge,  alse  des  suluen  lenes  besittere,  vor  zee  vnde  ere  nakomelinge  in  rouwelilc^ 
were  vnde  besittinge  der    vorscreuenen    renthe  mit   crafft    desses    breues  vnJ^ 
myt  der  daat  wijtliken  gewijset  vnde  voret,  vredesameliken   to   brukende  vnde  t^ 
netende,    bij    alsodanem    beschede    vnde    vorworden,    wanner    myne    heren  van 
Mekelenborch,  de  noch   vnmundich  sint,   mundich  vnde  mechtich  werden.  sodane 
ghudere  to  lenende  vnde  to  vorsegelende,  dat  yk  vnde  myne  eruen   denne  van 
stund  an,  alse  wij  van  deme  rade  to  Lubeke  esschet  werden,  bearbeyden  scholen 
vnuorsumet    vnde    vnuortoghert,    de    vulbord    der    heren    vppe    dessen    k6pp  to 
weruende     bebreuet    vnde     besegelt    vnde    den     suluen     vulbordesbreff    dessen 


1425.     Jul.  22.  655 

koperen  in  ere  were  vnde  beholt  vngeseriget  to  antwordende,  dat  en  darwol  an 

noge.    Doch  hebbet  zee  my  der  gnade  geghund,  dat  yk  vnde  myne  eruen,  dewile 

ivij    leuen  vnde   waren,    de   vorscreiienen    sosteyn   mark  ewijger  renthe  wedder- 

kopen  moghen  alle    jar  in   sunte  Mertens  dage  vor    twehundert  mark  lubescher 

pennyngbe,  den  vorsprokenen  rade  to  Lubeke  vnde  heren  Benedictus  Wittenborge 

vnde  eren  nakomelingen  to  der  vorscreuenen   missen   behoff  to  betalende^  mit  der 

plichtigen   renthe  vnde  mit  alien  schulden   in   ener  summen   vmbeworen   bynnen 

der   stad  Lubeke  mit  ghuden    pennyngen,    alse    dar    denne    ghenge    vnd    gheue 

sint,    ane  dat  hole  gelt,    vnde  en  ok  jo  den  wedderkopp  eyn   halff  jar  thovoren 

ihotoseggende.     Vnde  in  der    vorscreuenen    wijse    moghen    na   vnser    aller  dode 

vnse  heren  van  Mekelenborch   de  vorscreuenen  sosteyn   mark  geldes  ok  wedder- 

kopen.    Alle  desse  vorscreuenen  stucke  loue  yk  Helmold  van   Plesse   tho  Porrin 

vorbenomed  vor  my  vnde  myne  eruen   mit  mynen    nascreuenen    truwen    mede- 

loueren,  alse  wij   Bernd   van  Plesse,  ridder,   wonafftich  tho  denje  Erpeshagen   in 

deiiie  carspele  tho  deme  Clulze,  Helmold  van  Pentze  to  der  Tarnevitze  in  derne 

suluen    kerspele,  Berlold  Hoykendorp    to  dem   Broke  des  kerspels  to  der  Kalk- 

horst,  Marquard  Tarnevitze  to  der  Tarnevitze  an   dem   kerspele  tho  dem  Klutze, 

Woldemar  Schotze    to    dem  Nyenhagen    des    karspels    to    der   Kalkhorst,    Luder 

Storm  tho  Torstorpe  in  dem  kerspele  to  Bartzouwe,  Thonyes  Berner  to  Ghutouwe 

^^s     kerspels    to    den)  Dammeshagen,    vnde    Detleff  van    Bockwolde    tho  Johan- 

storppe  in  dem  kerspele  tho  Dartzouwe,  knapen,  louen  vnde  seggen  mitHelmolde 

van    Plesse  vorgenomed   vnde  mit    zinen    eruen   vor  vns  vnde   vnse  eruen   vnge- 

s^heden   mit  eyneV  sameden   hand  vnde  eyn  jewelk   besunderen  vor  vns  alle,  dem 

^^'Samen   rade  tho  Lubeke  jegenwardich  vnde  tokomende  vnde  heren  Benedictus 

erbenomed   vnde  synen  nakomelingen,  der  vorscreuenen   missen   besitteren,  alle 

^^sse  vorscreuenen   stucke  truweliken,  stede,  vast  vnde  vnbrokelik  to  holdende 

sunder  alle  argelist  vnd  insegent  vnde  degher  ane  alle    behelpinge    shevstlikes 

^nde    wertlikes    rechtes,    der  wij  iegen  dessen    kopp   offte    desse    vorscreuenen 

drticule  samentliken  vnde  besunderen   nethen  etfte  bruken  mochten  jenigerleye 

wijs  tho  ewygen  tijden.     Des  to  groter  bekantnisse  vnde  bewaringp  hebben  yk 

Helmold  van  Plesse,    houedman,    vnde  wij    medelouere,    alse    Bernd,    Helmold, 

fiertold,  Marqward,  Woldemar,  Luder,  Tonyes  vnde  Detleff,  alle  vorbenomed, 

vnse  ingesegele    eyndrachtliken  myt  vryeme  ghuden  willen    vor    vns   vnde  vnse 

eruen  gehenget  vor  dessen  brefF.     Datum  anno  Domini  M^CCCC^XXV®,  ipso  die 

beate  Marie  Magdalene. 

Nach  einer  Abschri/t  im  Nieder$deh8%$eken  Copianm§,    Hb.  V,  fol,  XLL 


656  1425.     Jul.  22. 

DCIiXXll. 

Der  Rath  von  Wishy  ersucht  den  Rath  von  Lubeck^  sich  die  strenge  Durchfuhrung 
des  Verbots  des  Handels  mit  Russland  angelegen  sein  zu  lassen.  0.  J- 
(1425.)   Jul.  22. ' 

ilLeilsanie  grole  rnit  begheringhe  alles  gudes  touorne.  Ersamen  hereii^ 
sunderghen  guden  vrunde.  Vns  is  wgl  to  wetende  gheworden,  wo  etlike  schepe 
gheladen  mit  ghesackeden  solte  vt  Pnitzen  van  Dantzike  synt  ghezeghelt  in  de 
Nu  vp  de  Russen  vnde  etlike  gheladene  schepe  mit  heringe  to  Wyborgh,  also 
de  koepman  ^  so  wy  vornomen  hebben,  darvan  in  de  hense  horet^  dat  vns 
nicht  nutte  dunket^  nademe  also  de  koepman  swaerliken  van  den  Russen 
ghevangen  vnde  ghehindert  is,  also  gy  wol  weten.  Seghen  wy  gherne  mit 
ganlzer  begheringe,  juwer  vorsighligen  wisheiden  guden  raed  dar  vttodenkende, 
des  koepmannes  nut  vnde  beste  to  besorghende  vnde  vns  wedder  scryuende^ 
wo  men  dat  beleden  mochte,  dat  des  nicht  en  scheghe^  so  langhe  went  dat 
anders  velle.  Juwe  ersamen  wysheide  syn  Gode  beuolen  to  langhen  tyden,  to 
vns  bedende.     Screuen   octaua  Apostolorum,  vnder  vnser  stad  secret. 

Consules 
Wisbucensis  Ciuitatis. 

Aufschrift:   Den  ersamen  vorsightighen  heren   borghermestern   vnde  raed- 
heren  der  stad  Lubeke,  vnsen  sunderghen  guden  vrunden,  mit  fTlite  gescreuen. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  au/gedrucktem  theilweise  erhaltenem  dock  unkenntlieh  gewordenem  Siegti 

DCIiXXlII. 

Der  Rath  von  Lubeck  sendet  dem  Rathe  von  Wisby  mehrere  das  Verbot  des  Handel^ 
nach  Russland  betreffende  Brief e  und  ersucht  ihn,  auf  die  Befolgung  i^^ 
Verbots  auch  seinerseits  zu  achten.     0.  J.     (1425.)     Jul.  22. 

Consulibus  Wisbu  Gotlandie. 

Vruntliken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vermogen  touorne.  Ersamen  be- 
sunderen  leuen  vrundes.  Juwen  breff  an  vns  gesand  inholdende  mangk  mef 
worden,  wo  dat  etlike  schepe  geladen  mit  gesackedem  solte  ut  Prutzen  van 
Dantzk  gesegelt  in   de  Nu   vppe  de  Russen,  vnde  etlike  geladen   mit  heringe  to 


1)  Die  Jahreszabl    dieses  und  des  folgcnden  Schreibens    crgiebt   sicb  aus  M  663  und  666,    die  Uebereio' 
stimmung  des  Datums  Iftsst  verschiedene  Erkl&rungen  zu. 


nm  u^    .'li 


>f^    j/Jii'-f^     \l     K**M1%*^t'M%  1  " '^VtU*J&^t       ---=11' •  •'t,    —  - 

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friAk'4  lifrbl/^    iiiwwi    *-*/#jc*;*'i<:^   t'>  j:'^4*r.    it*-!!^   l>ub«-iii:M   irreut    tai   a*« 

(iodi*  liiMjoh'fi  niifjd  vnd**  hkU^:U.  ^'AtUk^u  an  fujr  to  M*oci»f-  ai=»*  «i»^'  ^ 
(•KhrrM'ti  cH|H'llarr  iiU^^Kr^'M^M  to  d^iii^r  8chon#»riber£Le.  :it.  sum*  -sa^taf!?  & 
vnder  iiiyrMMiiif  in^lM'n^t^^'K 

AufscJivift:      l)iMiM*    ifmumfn    voiHichti^heri    hern,    berx    iircai   -»-^ 


borgluM'inoHler  to  LuIm'Ik'.  hyin«  hi'r<*ii   vnd<*  ^liunner.  kome   bess^':  i?"^ 

Eine  Schuld  an  dt'.n  Hulk  von   Lunchurg.     1425.     Au^^  i- 

DoininusTydfmHnmiHShM'ii,  coiihiiI,  i*l  iiiaKisler  PaulusOIdenbor:i-:- 
notarius  consulum   luiiuH  (^iuiliiliH   LiihirrnMiH,  coram  libro   recognouereru 
5U05    heredes    ooniuncla    inaini    tiMioii  cotiHiilatni  liUneburgensi  in  ^''  c^^- 
den.,  cum  ipsi  per  liUtMam  dirti  cMUiHulalUH  monebuntur,  expedite  persolc 

Durchstrtchen  mit  iler  lit'infrkumj:  llinririis  vnm  llaghen,  ciuis  Lubic 
e\  pdite  oonsulatus  lainobiirj^rn^is  jussit  doltM'i  diotam  scripturam  tan 
p!eii!poten:>   procurator. 


660  1425.     Aug.  29. 


Ankauf  von  Schiefer  fur  die  Petri  Ktrche.     1425.     Aug.  29. 

1/omini  Conradus  Brekewolt^  Tydemannus  Tzerrentin,  prouisores,  etBer- 
nardus  de  Greuen,  operarius  parrochialis  ecclesie  sancti  Petri,  coram  libro 
recognouerurit,  se  ad  usuin  dicte  ecclesie  emisse  a  Hinrico  Heghenynge  iapides, 
vulgariter  scheuerstene,  pro  Illli^  mrc.  lub.  den.  super  Festo  natiuitatis  sancti 
Johannis  Baptiste  proxime  future  IF  mrc,  super  dicto  festo  natiuitatis  sancti 
Johannis  Baptiste  ultra  ad  annum  li^  mrc,  et  super  dicto  festo  natiuitatis  santi 
Johannis  Baptiste  iterum  ad  annum  subsequens  11^  mrc.  lub.  den.  prefata  sunima 
persolui  debet  ex  parte  predicte  ecclesie  sancti  Petri.  Et  (si)  in  ultimo  termina 
dicta  solucio  non  fieret,  extunc  super  dicto  festo  sancti  Johannis  ultra  ad  annunn 
dicta  persolucio  facere  potest. 

Hinzugefugte  Bemerkungen  ergeberij  dass  die  Zahlung  1426,  1427  und  1429 
geschehen  ist. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstctdtbuehs  vom  J.  1426,     DeeolL  Joh. 


Pacht  eines  Hopfenlandes  in  Grummesse.     1425.     Sept  8. 

Johannes  Lange  etBenekinus  van  Byleuelde  coram  libro  recognouerunt, se 
coniuncta  manu  a  domino  Johanni  Dartzawen  ad  tres  annos  conduxisse  in  huram 
vnum  ortum  humulorum  situm  in  antiquo  pomerario  in  villa  Crummesse,  pro  quibus 
ipsi  dicto  domino  Johanni  Dartzawen  quolibet  anno  dabunt  octo  mrc  lub.  den. 
pro  hura,  et  quando  duo  anni  elapsi  sunt,  si  extunc  antedictus  Johannes  et 
Benekinus  dictum  ortum  humulorum  pro  precio  sen  hura  prefata  habere  noiunt 
uel  si  dictus  Johannes  eos  super  dicta  curia  habere  non  vellet,  hoc  cuilibet 
alteri  per  vnum  annum  ante  predicere  debebit.  Prefati  Johannes  et  Benekinus 
promiserunt,  se  velle  et  debere  omnes  rubeos  hoppenrancken  ut  to  hauwende 
vnde  witte  rancken  dar  wedder  in  to  leggende,  et  in  eorum  recessu  debent 
super  prefata  curia  mittere  LXVIIF  stipites  humulorum.  Et  si  plures  erunt, 
ex  hoc  antedictus  dominus  Johannes  cum  ipsis  debet  se  amicabiliter  concordare 
iuxta  dictamen  amicorum  ambarum  partium.  Jnsuper  antedicti  Johannes  ^^ 
Benekinus  coram  libro  recognouerunt,  se  et  suos  heredes  coniuncta  manu  teneri 
domino  Johanni  Dartzawen  et  suis  heredibus  in  octo  mrc.  lub.  den.  ex  parte 
antiquo  censu  infra  tribus  annis  sequentibus  amicabiliter  et  expedite  persoluendiS' 

Ntich  einer  Inscription  dea  Niederstadtbuchs   vom  J.  1426,  Nativ.  Mar, 


1425.     Sept.  8.  661 


Insolvenz  und  Urfehde.     1425.     Sept  8. 

xetrus  Hintceman,  quondam  villicus  super  curia  Hinrici  Crumuotes  in 
Padeluche,  coram  concilio  et  hoc  libro  recognouit,  se  et  suos  heredes  teneri 
Hiririco  Crumuote  et  suis  heredibus  in  LXXX  marcis  lub.  den.,  pro  quibus  sibi 
oninia  sua  bona  et  varendehaue.  quaiiacunque  sint  et  quas  habet  super  prefata 
curia,  dicto  Hinrico  Crummuote  libere  coram  concilio  et  hoc  libro  dimisit,  ita 
quod  Hinricus  Crumuot  cum  istis  bonis  potest  se  persoluere  profatam  summam 
et  omnia  alia  circa  hoc  faciendi  seu  dimittendi,  quicquid  sibi  placuerit,  absque 
contradictione  preFati  Petri  suorumque  heredum  seu  alterius  cuiuscunque.  In- 
super  Petrus  Hintzeman  antedictus  pro  se  et  suis  heredibus  coram  concilio 
nfiedio  suo  corporali  juramento  jurauit  seu  fecit  orueydam  antedicto  Hinrico 
Crumuote  et  suis  heredibus  cum  prouisione,  se  nunquam  veile  nee  debere  ob 
prefatam  causam  ipsis  inimicare  aut  aliquod  malum  uel  dampnum  affuturis  tem- 
poribus  facere  aut  permittere  Faciendi  sub  bona  fide  absque  dolo  et  fraude 
9^ouismodo. 

Nach  einer  Inscription  des  NiederataMuchs  vom  J.  1426,  Nativ.  Mar. 

DCLXXXII. 

^^beretnkunft,  geschlossen   von   dem   obersten  Marschall  des  Deutschen  Ordens  und 

den  Stddten  Lubecky  Rostock  ^  Stralsund  und  Wismar  mit  Bevollmdchtig' 
ten  des  Konigs  Erich  und  dem  Herzog  Heinrich  von  Schleswig  uber  das 
zur  Schlichtung  der  Streitigkeit  zwischen  dem  Konig  und  dem  Herzog  ein- 
zuschlagende   Verfahren.     J 42 5.     Sept.  10. 

Witlik  sy,  dat  de  erwerdige  here,  her  Walrauen  van  Hunesbach,  ouerste 

^arschalk  Dudeschen  ordens,  vnde  de  ersamen  rede  der  stede  Lubeck,  Rozstock, 

Stralessund  vnde  Wismer,  Ghode  to  loue   vnde    to    nutticheid    vnde    to    vromen 

des  gemeynen  gudes,    wente  en  sodane    mishegelicheid    vnde    schelinghe,    alse 

dar  sint  twischen  deme  iriuchtigesten  vorsten  vnde  heren,  hern  Erike,  koninge 

to  Denemarken    etc.,    vnde    sinen    rijken,    van    eyner,    vnde   den  hochgebornen 

vorsten,  heren  Hinrike,  heren  Alue  vnde  heren  Gherde,  hertogen  to  Sleswik  etc., 

van  der  anderen  zijden^  alse  van  rechtes  vnde  ordels  wegen,  alse  de  ergenomede 

here    koningh    menet,    dat  he   gewunnen    hebbe    vor    vnseme    allergnedigesten 


662  1425.     Sept.  10. 

heren ,    heien  Sigrnunde,   Rornsrhen,  Vngrischen  etc.  koninghe,    vppe   dat  Iut- 
tichdoiDe  to  Sleswijk  vnde  sine  tobehoringhe,  gentzliken  let  vnde  enteghen  sint^ 
sik  gudliken   darane   vorarbeidet  hebben,    vppe  dat  vormyddest  rnedewerkinghe 
vnde  gotliker  huipe,  des  gheiiers  ailes  guden,  sodane  schelingc  vnde  myshege- 
licheid  to  gutiikem  vleghe  vnde  eyneni  saligen  ende  komen    inoghen  in  desser 
v(ri)se.     Interste    hebben    se  vorramet    twisschen    den    strengen    vnde    duchtigeo 
ritteren    hern  Erike  Cruinmedijke    vnde    hern  Steen  Bassen,    des    erbenomeden 
heren    koninghes    Erikes    vuiineclitigen    sendebodon^     so    se    zeden^    alse   van 
des     suluen     heren     koninghes    wegen,     vnde    dem     erbenomeden     heren    her- 
togen    Hinrike  van    siner    eghenen    vnde    siner    brodere    weghen    also:    dat  de 
ergenomede    here     koningh    Erik    vnirne    der     uorscreuen    mishegelicheid   vnde 
schelinge  willen   vppe  sunte  Jacobs  daghe  des  apostels  erst  tokomende  niit  sik 
hebben  schal  bynnen  Flensborch  veer  vorsten   edder  heren,    alse    twe   geisllike 
vnde  twe  werlike^    de  in  der  vorscreuen    sake    siner    gnaden    schedesheren  sin 
scholen,  vnd   des  gelikos  schal  de  ergenomede    here    hertoge  Hinrik    van  siner 
vnde  siner  ergenomeden   brodere   wegen   vppe  de  uorscreuen  stede  vnde  tijd  ok 
myt  sik  hebben   veer  vorsten   edder  heren,  alse  twe  gheistlike  vnde  twe  werlike, 
de  in  der  uorscreuen  sake  ere  schedesheren  sin;  vnde  de  suluen  achte  vorsten 
edder  heren   van   beyden  siden  scholen   dar  uorsoken,    wer  se  de  erbenoineden 
heren,  alse  den  heren   koningh  Erik  vnde  hertogen   Hinrike  van  siner  eghenen 
vnde  siner  brodere  wegen  vmme  de  uorgerorden    schelinge  icht  in   vrundschop 
nach   erer  beyder  willen   vligen  vnde  vorenen   moghen;  vnde  weret,  dat  se  erer 
in   vrundschop    nicht  vlien    noch    voreynen    en    konden,    so    scholen    de   zulueri 
achte  vorsten  edder  heren  vornemen    beyder    uorscreuen  dele    schriffte,    breue 
vnde  inuntlike  insaghe,  der  eyn   islik  deel  meynet  vmme  der  vorgerorden  sake 
willen   in  dem  rechten  to  netende,    vnde    de    lutterliken    ouerweghen,   alse  wer 
dat  uorscreuen   recht  vnde  ordel  schole  mechtich  sin   edder  nicht,    vnde  darup 
denne    beyde    uorscreuen    deele    myt    rechte    eyndrechtliken    to    vorschedende. 
Weret  auer,  dat  de  uorscreuen  achte  vorsten  edder  heren  sodaner  rechtschedingc 
nicht  eyndreghen  en   konden,  so  scholen   uppe  de   uorscreuen  tiid  vnde  stede  de 
erwerdighe   vnde    grotmechtige    here    homeister    van    Prutzen,    edder    wene  sin 
herlichoid  darlo  sohicket,  vnde  de  rede  der  erbenomeden  stede  Lubek,  Rozslock, 
Stralessund  vnd(»   Wismer,    edder  de  se  van   en   vte  eren   raden   darto  Schickel, 
de  beide    uorscreuen    deele,    de  se  vor  ere    ouerschedeslude  in  der  uorscreuen 
sake  eyndrechtliken  gekoren  hebben,  se  nach  eren  scrifften,  breuen,   bewisingen 
vnde  muntliken   insagh^n   na   erer  hogesten    mogelicheid    vnde  vlite   myt    rechte 


1425.     Sept.   10.  663 

vorschedenj  vnde  dat  ok  de  vorscreuen  prwerdige   here,  de  homeister,  de  vor- 

gerorden  sake  der    entschedinge    anname,    dar    scholen    siner    herlicheid   beyde 

uorscreuen  dele  vormyddest  eren   breuen   vrundiiken  vmme  bidden.    Vnde  desse 

uorscreuenen    stucke    hebben  de    ergenornede    here    hertoge  Hinrik    van    siner 

eghenen    vnde    siner    ergenonieden    brodere    weghen    vnde    de  erbenomede  her 

Erik  vnde  her  Steen   van  wegen  des    ergenomeden    heren  koninghes  Erikes  an 

beyden  sijden  so  angenaniet.     Doch  de  zuluen   her  Erik  vnde  her  Sten  hebben 

dar  buten  bescheden    de    lande  Tzilt    vnde  Fe^re,    wente    se    zijk    der    nenewijs 

mechtighen  en  wolden;  auer  de  ergenornede  here  marschalk  vnde  de  uorscreuen 

stede  willen  deme  ergenomeden   heren   koninge  Erike  dar  gerne  gudliken  vniine 

scryuen  vnde  bidden^  dat  id  sine  gnade  myt  den  landen  Tzilt  vnde  F'^re  bet  to 

dern  vorgerorden  daghe  gnedichliken   bestan  late,  alse  id  nu  steyt.     Vnde  desses 

to     merer    tuchnisse    sint    desser    scriffle    dre,    der    de  eyne  vte    der    anderen 

gesneden,  eynes  luden^    vnde  der  hebben  de    ergenornede  here  hertoge  Hinrik 

eyne,    de    ergenornede    her  Erik    vnde    her  Slen    de    anderen.,    vnde    de    erbe- 

^omeden  stede  de   dorden.     Datum  Lubeck,    anno  Domini  M*^CCCC*XXV<^,    feria 

s^cunda   infra  octauam   Natiuitatis  Marie  virginis  gloriosissime. 

-A^'arA  einem  dem  Original  im  Geheimen  Archiv  zu  Kopenhagcn  cntnommenen  Abdruck  in  Sejdelin  ^  Diplomatarium 
Flensborgense  Bd.  1.  S.  375. 

DCIiJILlll. 

^^     in  Lubeck  versammelten  Hansestddte  verlangen  von  dem  Rathe  von  Bremen^  dass 

er  den  Burgermeister  Herbord  Duckel  in  sein  Amt  wieder  etnsetze  und  ihm 
die  ihm  abgenommenen  200  V)^  zuriickgebej  auch  wegen  des  erltttenen  Un^ 
rechts  Genugthuung  leiste.     1425,     Sept  13. 

Consulibus     Bremensibus. 

ijjrsamen  guden  vrundes.    Wy  begeren  ju  weten,  dat  de  beschedene  man 

V)^neldey  Duckel,    des    ersamen   hern  Herbordes  Duckels  sone,  vns    vorebracht 

Vv^Uet  van  wedderwillen    vnde    schaden ,    de  dem    erbenomeden    hern    Herborde 

f^rt  ju  weddervaren    vnde    bescheen    sy  van  jw  vnde   van   welken   juwen    mede- 

borgern,  alse  van  Johan  Rythusen,  Johanne  Glazemakere  vnde  anderen  ampten 

vnde  copluden,    indeme  dat  gi  dem    erbenomeden   hern  Herberte    affgeschattet 

f     jiebben  twehundert  mark  lub.  penninge  wedder  recht  vnde  alle  redelicheit  vnde 

?     ok  wedder    sodanne    besegelden    breue    vnde    bewisinge  des  gantzen  landes  to 


664  1425.     Sept.  13. 

Rustringen  vnde  der  ratgheuen  des  landes  buten  Jade,  in  weiketi  breuen  wy 
doch  vornemen  vnde  nicht  anders  erkennen,  dan  datsodanne  breue  vnde  bewisinge 
gut  genoch  vnde  her  Herborde  in  den  tichten  vnde  zaken,  aize  eme  mit  jw 
togelecht  is  worden^  vnsculdich  sy  vnde  he  vmme  sodanner  gewalt,  dranges 
vnde  not  willen  juwen  rad  ouergeuen  moste.  Vnde  nademe  nu  de  erbenoinede 
Doneldey  sik  hochliken  vorbedet  van  sines  erbenonieden  vaders  wegen,  wy 
stede  scholden  sines  erbenonieden  vaders  rnechtich  wesen  to  ere,  to  rechte 
vnde  to  aller  redeJicheit  etc.,  so  begere  wy  van  ju,  dat  gi  den  vorscreuenen 
hern  Herborden  wedder  settent  in  syne  stat  vnde  herh'cheit,  dar  he  vor  inne 
wesen  heuet,  vorniiddelst  vornoghinge  vnde  betalinge  der  vorscreuenen  twe- 
hundert  mark,  vnde  eme  ok  vmme  sodanne  smaheit,  gewalt  vnde  schaden  genoch 
vnde  redelicheit  weddervaren  vnde  bescheen  moghe  twisschen  desset  vnde  alle 
Codes  hilgen  dage  erst  komende.  Wenne  wen  des  nicht  en  bescheghe,  so  wille 
wy  stede  vorder  darvp  verseen  wesen,  dat  sodanne  gewalt  vngepyneghet  vnde 
vngestraffet  jo  nicht  en  blyue,  dar  alsodenne  ju,  juwer  stat  vnde  den  juwen 
mer  vnbequemicheit  van  enstunde^  en  seghe  wy  nicht  gerne  vnde  begeren 
desses  juwe  bescreuene  antword  by  desseme  vnsem  boden.  Screuen  des  donre- 
dages  na  Natiuitatis  iMarie,  vnder  der  heren  des  rades  van  Lubeke  secrete,  des 
wy  radessendeboden   mede  brukende  sin  to  desser  tijd,  anno  etc.  XXV®. 

Radessendeboden   der  genienen  stede  etc. 

Nach  clem   Concept  auf  Papier. 

« 

Der  Rath  von  Bremen  erwiedert  dem  Rathe  von  Liibecky  dass  er  sich  eine  definit^^^ 
Erkldrung   in    der   Angelegenheit   des   Herbord  Duckel  vorbehalten  mus^^'i 
bis   die  zur  Zeit  abwesenden  Rathsmitglieder    zuruckgekehrt  seien.    U2^* 
(Nach  Sept.  13.) 

Vnsen  fruntligen  grut  vnde  wes  wy  gudes  vormogen.  Ersamen  here^? 
sundergen  guden  frunde.  So  gij  vns  gescreuen  hebt  vmme  hern  Harbort^ 
Duckele  etc.,  begeren  wij  frunth'gen  juwer  ersamheit  weten,  dat  wij  van  groter 
vnledicheit  wegene  vnses  stichtes  lande  vnde  lude,  alse  de  hertogen  van  Bruns- 
wig vnde  Liuieborg  vnses  gnedigen  heren  van  Bremen  vnde  vnse  vyande  mil 
weiken  andern  sint  geworden,  juw  nu  tor  tijd  nen  endlik  antworde  konen  scriuen, 
went  en   deil  vnser  mederadheren    nicht  to  hus    en    sint,    dede    iigghen    vppem 


666  1425.     Sept.  18. 

tuni,   decretum  et   ordinatum    apud    dictam    ecclesiam  Lubicensem    in    estuario 
curie    episcopalis,    sub    anno  a    natiuitate    Domini    millesimo    quadringentesimo 
vicesimo  quinto,  indictione  tercia,  die  Martis  decima  octaua   mensis  Septembris, 
hora  terciarum  uel  quasi,    pontificatus    sanctissimi  in  Cbristo  patris  et  domini 
nostri,  domini  Martini  diuina  prouidencia   pape  quinti,  anno  octauo,  presentibus 
ibidem    honorabilibus    viris,    domino    Johanne  Dagewaken,    rectore    parocbialis 
ecclesie    in   Renneberghe  Mindensis    diocesis,    et  Johanne  Offensen,    camerario 
capituli  Lubicensis  predicti,  testibus  ad  premissa  vocatis  pariter  et  rogatis. 

Nach  dem  Registmm  quartum  episcopi    LXVIIII, 


Der  Rath  von  Bremen  schretbt  den  in  Lubeck  versammelten  Stadten,  dass  ste  fals(A 
berichtet  seien,  setzt  ihnen  den  wahren  Sachverhalt  auseinander  und  erklari 
sich  schliesslich  bereit^  auf  eine  Klage  des  Herbord  Duckel  nach  Gebuhr  zu 
Recht  zu  stehen.     1425.     Sept.  25. 

Vnsen  vruntligen  grut  vnde  wes  wy  lieues  vnde  gudes  uormogen  touorn. 
Ersamen  heren,    guden  sundergen  Frunde.     So  gi  vns    gescreuen    hebben.  dat 
Doneldey  Duckell,    des    ersamen    hern    Harbort  Duckeln    sone^    iuw  vorebracht 
heuet  van  wedderwillen  vnde  schaden,    de    sineni    vadere    ergenonipd    van  vns 
wedderfaren  sy,  indeme  dat  wy  dem  vorbenomeden  her  Harborte  IF  lub.  mark 
afgeschattet    schollen    hebben  wedder  recht  vnde  alle  redelicheit  etc.,    begeren 
wi  iuw  weten,  dat  wi  des  sint  vnschuldich  vnde  dem  vorscreuenen  hern  Harborte 
nen  gelt  afgeschattet    hebben,  so  gi  scriuen,    vnde  wij  dat  node  wolden  gedan 
hebben.     Ok  heft  iuw  Doneldey  vorscreuen   de  sake    vnrechte    berichtet,  went 
dat  anders  geschen  is  vnde  geleghen,  dan  alse  he  iuw  vorebracht  hefPt,  went 
in  den  tijden  Doneldey  nicht  was  to  hus,  darumme  en  wet  he  der  sake  suluen 
nicht  enkede,  alse  dat  den  ergenanten  her  Harborte  suluen,  wan  he  dat  segghen 
will,    vnde    mannigen    manne    woU    witlik    is,    dat  sick  de    sake    anders   heuet. 
Vurder,  so  gi  scriuet,  vmme  sodanner  wait,  dranghes  vnde  not  willen  her  Harbert 
vorbenomed  vnsen   rad  ouergheuen   moste  etc.,    begeren  wi  juw  weten,    dat  wy 
den  ergenanten  her  Harberte    dar  nicht  to    genodighet    ofte    drunghen    hebben, 
dat  he  vnsen  rad  ouergeuen  scholde  vnde  moste,  men  na  sines  eghenen  vryen 
willen  vnde  rade  siner  frunde  quam  he  vor  den   rad   vnde    danckede    vns  vnde 
gaff  up  den  rad,    so  in  vnser  stad    sedelik    is,    weme    vordrutt    des    rades,  de 


1425.    Oct.  1.  669 

Duckel  vnde  heft  vns  klegheliken  berichteti,  wo  erne  in  der  stad  to  Bremen  grot 
ghewald,  hoen  vnde  vnrecht  ghescheen  sy.  Bidde  wij  iuwe  ersamicheit  denst- 
liken  mit  allem  viite^  dat  ghij  hern  Harberde  vorghenomed  ghunstich  wesen 
willen  vnde  behuipen,  dat  alsodane  schicht,  der  hee  vns  berichtet  heft,  vnghe- 
straffet  nicht  enbliue,  uppe  dat  in  andern  ghuden  steden  des  ock  nicht  enschee. 

Dat  vordene  wij  gherne    vmme    iuwe    ersamicheit   gudliken^    wor   wij    moghen. 

Gode  bliuet  beuolen.    Ghescreuen  in  sunte  Remigii  daghe,  vnder  vnsem  secrete, 

in  deni  MCCCCXXV  yare  nach  der  bord  vnses  Heren. 

Consules  Stadenses. 

Aufschrift:    Den  ersamen  wisen  heren  vnde  radmannen  der  stad  Lubeke, 
vnsen  leuen  vrunden. 

Nach  dem  Original.     Das  aufgedruckte  Siegel  ist  erhcUten. 


Urfeh.de  des  Knappen  Heinrich  von  Buchwaldy  Ludeke^s  Sohuy  geleistet  dem  Bischof 
und  Kapitel  von  Ratzehurg  und  dem  Rathe  von  Lubeckj  und  den  Knappen 
Claus  Parkentin  und  Detlev  und  Johann  Scharpenberg  unter  Burgschaft 
der  Knappen  Volmar  Breide  und  Detlev  von  Buchwald  zu  Sierhagen. 
1425.     Octbr.  4. 

Ik  Hinrik  van  Bukwolde,  Ludekens  sone,  knape.  Bekenne  vnde  betughe 
^P^nbare  in  desseni  breue  vor  alsweme,  dat  ik  den  erwerdigen  in  Got  vader, 
'^ischoppe  Johanne  to  Raczeborch,  proueste  darsulues,  vnde  deme  gantzen 
sticlite  vnde  den  ersamen  wijsen  mannen,  heren  borgermesteren  vnde  rat- 
"^^i^inen  der  stad  Lubeke,  eren  medeborgeren,  denren  vnde  al  den  eren  vnde 
siichtes  alle  den,  de  se  mit  rechte  vordegedingen  mogen,  vnde  den  duchtegen 
knapen  Clawes  Parkentine,  Detleue  vnde  Johanne  brodere  geheiten  de  Scharpen- 
^^Se,  vnde  eren  vndersaten  vnde  slichtes  al  den,  den  desse  orueyde  anrorende 

■ 

'^')  gelouet  vnde  gesworen  hebbe  ene  gantze,  ware,  vuUenkomene  vnde  vmbreklike 
orueyde  vor  my  vnde  alle  myne  eruen,  mage  vnde  vrunde,  geboren  vnde 
^^geboren,  vnde  vort  vor  alle  de  genne,  de  vmme  mynen  willen  don  vnde 
'^^en  willen,  mogen  vnde  scolen,  to  ewijgen  tijden  to  holdende  sunder  argelist, 
^^t)  der  sake  wegen,  dat  ik  in  der  vorbenomeden  heren  van  Lubeke  slote  vnde 
^^tignissen  vorwart  vnde  gesat  was  vmme  zake  willen,  de  se  strengeliken  vnde 
^^  my  to  sware  mit  rechte  mochten  gerichtet  hebben,  hadden  se  myne  vrunde 


vnde  myne  bede  nicht  gnedichliken  angeseen.  Vnde  vorlato  se  des  alle  vnde 
besunderen  bij  truwen  vnde  bij  eren  vnde  bij  myme  eede  vor  my  vnde  vor 
myne  eruen  vnde  alle  myne  heren  vnde  vrnnde,  geistlike  vnde  werltlike,  van 
alier  maninge,  wrake  vnde  tosprake,  besunderen  ailer  haue  vnde  gudes.  dar 
my  de  vorbenomeden  heren  van  Lubeke  leten  mede  vpgripen^  vnde  loue  vnde 
swere  vp  dessen  suluen  brefF  mit  vtgestreckeden  armen  vnde  vpgerichteden 
vingeren  vmbedwungen  mit  vrijgen  willen  vnde  ane  jenigerleie  vruchte  edder 
vare  sunder  argelist  stauedes  eedes  to  den  hilgen,  dat  ik  der  suluen  vorbeno- 
meden  heren  bischope,  proueste  vnde  eren  vndersaten,  heren  borgermeisteren, 
ratmannen,  ere  borgere,  meynheit^  ere  nakomeiinge,  ere  denre,  vnde  Clawese, 
Detleue  vnde  Johanne  vorbenomed,  vnde  eren  vndersaten  van  der  vorscreuenen 
sake  numniermer  vyent  werden  wil  noch  en  seal,  noch  nemant  van  myner 
wegen,  sunder  ik  wil  ere  beste  weten,  weruen  vnde  don,  wor  ik  kan  vnde  mach; 
ik  wil  dar  ok  nummer  mede  sin  in  rade  edder  dade,  heimeliken  edder  open- 
bare,  dar  se  e^der  ere  gud  beschedeget  werden,  vnde  dancke  em  alles  gudes. 
Vnde  wij  Wolmar  Breide  vnde  DetlefT  van  Bokwolde  tor  Syrauen,  knapen,  be* 
kennen  vnde  betugen  openbare  in  dessem  breue,  dat  de  erbenomede  Hinrik  van 
Bukwolde,  Ludekens  sone,  den  vorscreuenen  heren  bischope,  proueste  vnde 
eren  vndersaten,  heren  borgermeisteren  vnde  ratmannen  der  stad  Lubeke  vnde 
al  den  eren,  Clawese,  Detleue  vnde  Johanne  erbenomed  vnde  eren  vndersate 
alle  vorscreuenen  stucke  gelouet  vnde  gesworen  heft,  also  hir  vor  geroret  is 
Vnde  wij  suluen  Wolmar  vnde  Detleff,  (u,  s.  w.  wie  gewohnlich).  Datum  ann 
Domini  IV1°CCCC**XXV%  ipso  die  Francisci   martiris. 

Nach  dem    Original.      Mit  drei  anhangenden   Siegein.      Vergi,  Siegei  des  M.-A,  Heft  3,  p*  13  No,  36  und 
Heft  5,  p.  41  vnd  42. 

nciLC. 

Urfehde   des  Hans  Mertens,    geleisiei  dem  Bischof  und  Kapitel  von  Ratzeburg^  der^ 
Rathe  von   Lubeck   und   den   Knappen  Claus   Parkentin   und   Deilev  un^ 
Johann  Scharpenberg ,  unter  Biirgschaft  der  Knappen  Lemmeke  von  Buck-^ 
wald  zu  Ekelsdorf  und  Eggert  Hake.     1425.     Oct.  4. 

Ik  Hans  Merteris.  (Der  Wortlaut  ist  mut.  mut.  ubereinstimmend  mit  Nr.  689.) 
Datum  anno  Domini  MCCCC^XX^V,  ipso  die  Francisci   martyri. 

Original  auf  der  Trese.  Mit  drei  anhangenden  Siegein.  Das  erste  ist  gam  wie  das  des  Hans  Witte  (M  6$1) 
tin  aufrechter  Pjricmen  mit  gespaltenem  Griff.  Statt  Lemmeke  v.  Buchtoalds  Siegei  ist  das  des  Heimridi 
angehdngt.     Siegei  des  M.-A.  Heft  3  p.  13.  Eggert  Hake  ebend.  p.  28. 


1425.     Oct.  4.  671 

Urfehde  des  Hans  Witte^  geleistet  dent  Bischof  und  Kapitel  zti  Ratzehurgy  dem  Rathe 
von  Lubeck  und  den  Knappen  Glaus  Parkeniin  und  Detlev  und  Johann 
Scharpenberg,  unter  Burgschaft  des  Lemmeke  von  Buchmald  zu  Hemmingstorp 
und  des  Knappen  Detlev  von  Buchwaldy  Siverts  Sohn.     1425,     Oct  4. 

Ik  Hans  Witte.  (Der  Inhalt  ist  mut.  mut.  ubereinstimmend  mit  Nr.  689.) 
Datum  anno  Domini  MCCCCXXV%  ipso  die  Francisci  martiris. 

Original  auf  der  Tre$e,  Mit  drei  anhdngenden  Siegeln.  Hans  Witte:  wie  Hans  Mertens  (M  690)^  nur  mit  ver- 
schiedener  Omschri/t,     VergL  Siegel  des  M.-A,  Heft  3,  p.  13  und  14,  Nr.  37,  38. 

Schlichtung  etnes  Streits  zwischen  dem  Vogt  in  Travemunde  und  dem  Rathsschenken 
uber  die  von  Letzterem  den  Gutern  des  Ersteren  zugefugten  Beschddtgungen 
1425.     Oct.  9. 

lydekinus  Oldedorp,  aduocatus  in  Trauenemunde,  alias  coram  concilio 
inpetebat  Hinricum  de  Drantbem,  pincernam  dominoium  consulum,  ex  parte 
quibusdam  spoliacionis  seu  dampnis  sibi  in  et  sub  curia  in  Lokwisch  factas. 
Tamen  dicte  partes  ex  hoc  per  dominos  consules  amicabiliter  sunt  planati  et 
concordati,  vnde  Tidekinus  antedictus  cum  suis  heredibus  prefatum  Hinricum 
de  Dranthem  et  suos  heredes  pretextu  illius  ab  omni  ulteriori  monicione  et  ab 
<>n)nibus  aliis  monicionibus  seu  inpeticionibus^  quas  ad  ipsum  habuit  uel  habere 
potuit  quouismodo  usque  in  presentem  diem^  penitus  dimisit  quitum  et  solutum. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadthuchs  vom  J.  1423,  Dionysii. 

DCXCIII. 

Suhne  wegen  Todtschlags.     1425.     Oct.  9. 

Johannes  Hanenpol^    ciuis    Lubicensis^    tamquam    plenipotens  procurator 

filiorum  Godekini  Schomakers  bone  memorie,  per  Johannem  Mekelenborch  alias 

in  villa   Vrezenborch    interfecti  presens  concilio  et  hoc  libro    recognouit^    quod 

Johannes  Mekelenborch^    Hlius    antedicti    Johannis  Mekelenborch^    sibi    et   filiis 

prefati  Godekini  Schomakers  satisfecisset  ex  parte  interfectionis  dicti  Godekini 

jSchomakers.    Vnde  Johannes  Hanenpol  antedictus  nomine  sui  suorumque  here- 

duni  seu  ex  parte  prefatorum  filiorum  Godekini  Schomakers  aut  eorum  heredum 


672  1425.     Oct.  9. 

nascituris  aut  nascendis  antedictum  Johannem  Mekelenborch  et  suos  heredes 
et  amicos  pretextu  illius  penitus  dimisit  ab  ornni  uiteriori  monicione  seu  im- 
peticione  quituni  et  soluturn. 

Nach  einer  Inscription  dett  Niederstadtbuchs  vom  J.  1423,  Dionysii, 

I»€XGI¥. 

Lippold  BodeckeVy  Kapellan  des  Raths  von  Lunehurg^  bekennty  von  den  Kdmmerei" 
herren  in  Lubeck  360  mfi  zur  Ablosung  einer  von  dem  Lubecker  Burger 
Hetnrich  von  Hachede  dem  Liineburger  Burger  Dietrich  Grabow  uber- 
vnesenen  Weichbildsrente  nebst  10  m^  fdlliger  Rente  in  des  Letzteren  Auf- 
trag  in  Empfang  genomrhen  zu  haben.     1425.     Oct.  10. 

Ik  her  Lyppold  Bodeker,  cappelian  der  ersamen  heren,  des  rades  to 
Luneborch.  Bekenne  vnde  betughe  openbare  myt  desserne  breiie  vor  allesweme, 
alse  ik  des  gheinechtiget  byn  van  Dyderke  Grabouwen,  borgere  to  Luneborch, 
na  inneholde  enes  machtbreues  van  dem  ersamen  rade  to  Luneborch  vorsegelt, 
dat  ik  to  der  ndghe  vpgeboret  vnde  entfangen  hebbe  van  den  ersamen  heren, 
dem  rade  der  stad  Lubeke  vnde  van  eren  kemereren,  drehundert  mark  sestich  mark 
vnde  darto  teyn  mark  lubescher  penninghe  bedagheder  renthe,  alse  van  weghen 
vnde  to  behoeff  Dyderikes  Grabouwen  erbenomed,  vor  vtlosinghe  der  twintich 
nriarke  wicbelde  renthe,  de  Hinrik  van  Hachede,  borger  to  Lubeke,  Dyderke 
Grabouwen  vorscreuen  in  der  stad  Lubeke  ouersten  boke  bewijset  hadde.  So- 
daner  vorscreuen  drehundert  mark  sestich  mark  vnde  teyn  marke  lubesch  be- 
daghe(de)r  renthe  vorlate  ik  her  Lyppold  vorbenomed  van  wegen  des  vorscreuenen 
Dyderkes  Grabouwen  de  heren^  den  rad  der  stad  Lubeke  vnde  ere  kemerere, 
van  vorder  maninghe  vnde  tosaghe  gentzliken  qwijt,  leddich  vnde  loes,  vnde 
hebbe  des  to  merer  witlicheid  des  vorscreuen  Dyderkes  Grabouwen  ingesegel 
witliken  vnde  myt  guden  willen  gehenget  an  dessen  breff,  de  screuen  is  na 
der  bord  Cristi  verteynhundert  jaer  darna  in  dem  viffVndetwintigesten  jare,  des 
midwekens  na  sunte  Dyonisii  daghe. 

Nach  dem  Original.  Mit  anhangendtm  Siegel.  Es  ist  rund,  2^1^  Ctm.  Ein  Schild  zeigt  einen  krtuxwtiie 
schraffirten  Querbalkeny  daruber  zwei^  darunter  einen  (sehr  verdrtickten,  dock  toie  es  scheint  zweifeUosen) 
FngeUkopf.      Umschrift:      DIDeRIK    <.    eRTCBOWG. 


674  (1425).     Oct.  41. 

erbenomed  na  inholde  des  recessus  an  vorjaren  van  den  steden  verramet  be- 
uolen  hebben  den  ersamen  vnsen  leiien  vrundes^  den  van  Hamborch  vnde 
Luneborch,  vnde  begeren  andachtliken,  wanner  jw  de  van  Hamborch  vnde 
Luueborch  darvnime  verscriuen,  dat  gi  denne  de  juwe  vulinecbtich  by  se  senden, 
wente  wy  den  suluen  vnsen  vrundes  van  Hamborch  vnde  Luneborch  vnse  macht 
darinne  geuen  hebben,  ju  vnde  den  erbenomeden  hern  Herberte  in  guthcheit 
to  verschedende;  vnde  dat  gy  ene  des  ok  nicht  enthoren,  dat  duncket  vns  hoch- 
geraden  sin,  wente  wy  anders  de  zaken  vngepyniget  vnde  vngerechtuerdiget 
nicht  laten  en  mochten.     Screuen  vnder  der  heren  van  Lubeke  secrete  etc. 

Radessendeboden  etc. 

Ncich  dem  Concept  auf  Papier,  demselben  Blatte,  au/  weichem  auch  der  vorhergehende  Brief  gesckriehen  %»t. 

DCXCVll. 

Der  Rath  von  Liibeck  zeigt  dem  Rathe  von  Bremen  an^  dass  die  Stddte  Hamburgj 
Luneburgy  Stade  und  Buxtehude  von  den  Hansestddten  beauftragt  seien, 
den  Zuoist  mit  Herbord  Duckel  freundschaftlich  auszugleichen  ^  und  dass, 
wenn  dies  nicht  gelinge,  die  Sache  auf  dem  ndchsten  Hansetage  zur  Ent- 
scheidung  kommen  musse.     0.  J.     (1425)      Oct.  13. 

Prudentibus    et    circumspectis    viris^    dominis    proconsulibus    et    consulibus 
ciuitatis  Bremensis,  amicis  nostris  dilectis. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vormogen  touorn.      Ersamen 
guden  vrunde.    Alse  gij  den  eriiken  radessendeboden  der  gemeynen   henzestede, 
de  latest  bynnen  vnser  stad  to  dage    vorgaddert   weren,    vnde  vns  van  des  er- 
samen hern  Herbordes  Duckels  vnde  Doneldeyes,  sines  sones,  wegen   vnder  mer 
worden  gescreuen  hebben,  mogen  de  suluen  her  Herbord  vnde  sin  sone  edder 
sine  vrund   iw  clage   nicht  vorlaten,    gij  willen  en  alletijd    don,    des    gi  en  van 
ere    vnde    rechtes  wegen    plichtich    sint    to    donde.,    dar  sik  dat    ymme   rechten 
borel,  dar  de  stede  vnde  wij  iuwer  to  scholen   mechtich  wesen  etc.,   hebbe  wij 
wol  vornomen  vnde    in    den    namen    der    gemeynen    stede    vnde    van    beuolener 
macht  wegen,  de  wij  van  en   hebben,  vnde  vppe  ordinancie,  der  se  in   vortijden 
eyndrechtliken   vmme  bestentnisse  willen   des  gemeynen    gudes    vorsichtichliken 
vorramed  hebben,    rade  wij   vnde  essche  iw,    dat  gij  vmme  vredes    vnde  guder 
eyndracht  willen  van  clage  wegen,  de  de  ergenante  her  Herbord  vnde   sin  sone 
edder  sine  vrund  to  iw  hebben,  iuwe  vulmechtigen  sendeboden  schicken   bi  de 


676  (1425.     INach  Oct.  13.) 

so  dat  he  den  rad  ouergheueri  moste,  darvmme  g\]  in  enen  andern  breue  dem 
vorbenomeden  rade  geraden  vnde  se  gheesschet  hebben  na  welker  ordinancien 
vor  de  veer  stede  scriphliken  genompt  Hamborg,  Luneborg,  Stade  vnde  Buxste- 
hude  etc.     Begeren  wij  iuw  weten,   dat  vns  kendlik  is  vnde  wij  enkede  irfaren 
hebben,   dat  iuw  sodanne    sake   vnrechte  is    vorebracht,   went  sick  de  sake  so 
nicht  en  hefft,    vnde  se  her  Harborte  nen  gelt  aFgeschattet   vnde  ok  vth  sinen 
state  vnde    herlicheit   nicht   hebben    gesatt   noch   gedrungen,    so  gi    gescreaen 
hebben  ^    men  de  ergenante  her  Harbort  mit  sinen  frunden    quam    vor  den  ra( 
vnde    danckede    dem    rade.     Mochte    de    vorbenomede    her  Harbort   de    sul 
borgermestere  vnde  rade  hir  enbouen,  dat  se  sick  des  ok  vnschuldich  segghen-. 
jerghen  vmme  schuldigen,  se  willen  eme  don  so  vele,  alse  wy  segghen^  des  s( 
en  van  ere  vnde  van  rechtes  wegene  plichtich  sint,  alse  her  Harborte  dat  voi 
vns  ok  wol  boret  vnde  themet  to  nemende,  nachten  he  vnses  stichtes  beleendi 
man  is.     Worumme   bidden  wy   iuw   fruntligen,    dat  gi  den    vorbenomeden    her 
Harborte  berichten  vnde  so  beleeren,  dat  he  den  vorbenomeden  rade  to  Bremei 
vnsen  leuen    andechtigen,    claghe    vorlate    ofiFt  ere   vnde   recht  vor  vns  van  ei 
neme  vnde  dat  he  noch  gij  ze  vp  nene  kost,    arbeit  vnde    belastinge    bringei 
Dat  willen  wij  fruntligen  vmme    iuw   gerne    vorschulden.     Wes   se    vnser   beck 
vnde  iuwer  berichtinge  geneten  mogen,  begeren  wij  iuwe  bescreuene  antwon 
by  dessem  boden.    Gegeuen  vp  vnsem  slote  Delmenhorst,  vnder  vnsem  secret 

Aufschrift:     Den    ersamen  vorsichtigen  wisen    borgermesteren    vnde  ra      <jl- 
mannen  to  Lubeke,  vnsen  guden  frunden. 

Sack  dem  Original  auf  Papier.     Mil  aufgedrttcktem  theilweise  erhaltenem  Secret 

Der  Rath  von  Lubeck  giebt  den  Rdthen  von  Wismar,  Rostock  und  Stralsund  KenntUr 
von  einein  Furschreiben   des  Konigs  Erich  von  Ddnemark  fur  zwet  we^ 
Uebertretung   des   Verbots   des  Handels  mit  Russland  in  LUbeck  gefan^ 
gesetzte   Ddnen^  und  bittety   den  gleichfalls  angelegten  Entwurf  einer  (M 
lehnenden  Antwort  zu  genehmigen.     0.  J.     (J 425).     Oct  14.^ 

Wismariensibus,  Rostockcensibus  et  Stralessundensibus. 

Vnsen    vrundliken    grot    mit    wunsche    alles    guden    touoren.      Ersame^ 
leuen  vrunde.     Id  schach  kortliken,  dat  wij  dre  gesellen,    de  Nouwerden  tege0 


1)  Der  Brief  ist  auf  demselben  filatte  Papier  gcschrieben,  wie  JV  697,  daher  die  Datlrta^L  ''* 


(1425).     Oct.  14.  677 

der  stede  ordinancien.  also  de  reyse  heft  gesloten  wesen^  mit  gude,  dar  se  de 

Russen  mede  sterkeden,   versocht  hadden,  in  vnser  slad  mit  gude,   alse  wasse 

vnde  werke,  dat  se  van  den  Russen  wedder  koft  hadden,  beslagen  hebben,  vnde 

hebben  de  suluen  gesellen  in  vnse  slote  setten  vnde  dat   gud    arresteren    vnde 

vorwaren    iaten.     Vnde    wente    nu    de    irliichtigeste    vorste    vnde    grotmechtige 

here,    here  Eric,    koning  to  Denenriarken  etc.,  vns  vor  de   suluen    gesellen    ge- 

screuen  heft  na  lude  eyner  auescrift   siner    herlicheid    breues    hirane   besloten, 

so   mene  wy,  sinen  gnaden,  so  verne  id  iuwer  wisheit  behaged,  van  vnser  aller 

wegen    dar    wedder  vp  to   scriuende  na  lude  eynes  rames  hir  ok  ane  besloten. 

Vnde  wes  iuwe  meninge  vnde  wille  hirane  to  donde  is,    begere  wij  vns  vnvor- 

togerd  to  scriuende  bi  dessen  boden.     Vnde  bouen  alle  dunked  vns  nutte  vnde 

noed  sin,  datmen  desse  zake  in   dwange  vnde  strengicheit  holde,  so  men  vter- 

likest  kan  vnde  mach.     Sijt  Gode  beuolen.     Screuen  vnder  vnsem  secret,  vppe 

sunte  Calixti   dage. 

Entwurf  eines  Schreibens  an  Konig  Erich. 

Otmodige  irbedinge  williges  densles  tuchtliken  vorgescreuon.    Irluchtigeste 

hochgeborne  vnde  clare   vorste,    gnedige  letie  here.     Iuwer    koningliken    gnade 

breff  an  den  erliken  rad  der  stad  Lubeke  gescreuen,  ynneholdende,  wo  Hermen 

v^aiiime  Kroghe,   Jacob  Glashagens  knecht,    Joste,    iuwer  gnndeu  knecht,    vnde 

^ndere  iuwer  gnaden   vndersaten,  de  vte  Russlande  mit  eren  guderen,  de  se  van 

^^ti  Russen  gekoft  hadden,  in  ere  stad  gekomen  sint,  in  ere  torne  gelecht  vnde 

^^     cJe  suluen  gudere    genomen    scholen    hebben,    vnde    dat    iuwe    gnade    sik  io 

^^rtnodet  hadde,  dat  iuwer  gnaden   vndersaten   mit  den   eren  velich  to  vnde  aflF 

kon^en  scholden  in   ere  stad  in  eren   redeliken   weruen   etc.,  hebbe  wij  werdich- 

likon^    so    sik    wol    temede,    entfangen    vnde    gutliken    vornomen.       Vnde    iuwe 

■^^ninglike  gnade  mach  vns  getruweliken  wol  gelouen,  dat  vns  alien  iuwer  gnaden 

vndersaten  in   redeliken  weruen  allewege  mit  den   eren  wilkomen  sint,  vnde  wij 

^^en  en  gerne  vmme  iuwer  gnaden  leue  willen   dat    beste,    dat   wij    vormogen, 

v>*de  stededen  ok  vngerne,  dar  wij   id  wisten,  dat  en   jenich   vnwille  schege  mit 

^^rden  edder  mit  werken.    Auer  dat  de   ergenanten  Herman  vnde  Jost  etc.   mit 

d^n   guderen,    de  se   hir  gebracht  hebben,    getoued  sint  vppe   recht  bet  to  der 

Slede    vorgadderinge,    dat   en   is,    leue    gnedige    here,    vnse    zake  allene  nicht, 

sunder  der  gemeynen  stede  vnde  copmannes  der  Dudeschen    henze,    alse  iuwe 

koninglike   gnade    des,    eft  God    wil,    wanne    de    stede    bi    iuwe    gnade    komen, 

grnodiiken  wol  mach  vnderwiset  werden.    Vnde  wy  hopen,  wan  iuwe  koninglike 


678  (1425).     Oct.  14. 

gnade  also  gudliken  vnderwiset  is,  iuwe  angeborne  gude  vnde  koniriglike  hoch' 

werdicheit  wille  sodane  vnlymplik  vnde,  alse  vns  dunked,  vnredelik  werft',  alse 

de    ergenanten  Herman  vnde  Jost  etc.    gehandelt   hebben,    strafen    vnde   recht- 

uerdigen    helpen.     Vnde   wanne    sik    ok  Jacob    Glashagen    kennen    vnde   suluen 

richten  wolde,   so  wet  he  wol,    wer  he  sinen  erbenomeden  knecht  in  rechtuer- 

digen  edder  vnrechtuerdigen  weruen  to  desser  tijd    vtgesand    hebbe,    vnde  wij 

bidden  deniotichliken,  juwe  gnade  vns  desse  touynge  der  erbenomeden  Hermens 

vnde  Jost  etc.  to  nynen  vnhulden  enkere,  wente  iuwe  gnade,  eft  God  wil^  vin- 

dende  werd,    dat  se  vmme    rechtuerdicheid    des   gemeynen  besten  vnde  erlikes 

redeh'kes  dwanges  willen  geschen   is.     Iuwe   koninglike    maiestat  vnde  vorstlike 

hochwerdicheid  beware  de    almechtige  God  to   langen    saligen    tijden^   allewege 

ouer  vns  bedende.    Screuen  vnder  der  stad  Lubeke  ingesegel,  des  wij  sanient^ 

liken   bruken. 

luwer  koningliken   maiestat  odmodige  borger- 

meistere    vnde    radnianne    der    stede    Lubeke^ 

Rozsteke,  Sirallessunde  vnde  Wismer  van  erer 

egenen    vnde    der   gemenen    stede   wegen    van 

der  Dudesschen  henze. 

Nach  dem  Concept  avf  Papier. 

Die  Knappen  Ludeke  Blucher  und  Glaus  Bralsiorp  erkldren,  dass  sie  wegen  der  Zer- 
storung  ihrei*  Hofe  und  Outer  durch  die  Diener  des  Raths  von  Luhd 
keine  Anspruche  mehr  an  denselben  haben.     1425.     Oct.  27. 

Wy  Ludeke  Blucher  vnde  Clawes  Braalstorp,  knapen.  Bekennen  vnJe 
belugen  opembare  in  desseme  breue  vor  allesweme,  dat  wij  de  erbaren  heren, 
borgermeistere  vnde  radmanne  der  slad  Lubeke,  ere  borgere,  inwonere,  denere 
vnde  alle  de  eren,  de  ene  myt  rechte  boren  to  vordedingende,  gensh'ken  vndf 
all  vor  vns  vnde  vnse  eruen  vnde  alle  de  yenne,  de  vmme  vnsen  vnde  viiser 
eruen  willen  don  vnde  laten  scholen,  willen  vnde  rnoghen,  vorlaten  hebben  qwi|ti 
leddich  vnde  los  vnde  vorlaten  se  ok  in  craHt  desses  van  aller  ansprake,  i^ 
wy  yenigewijs  to  en  uiochton  gehat  hebben  bett  in  dessen  dach  edder  iegfO' 
wordich  to  ene  hebben  mochten^  vnde  besunderen  darvmme,  dat  ze  vns  y* 
vnde  vnder  opembarer  veyde  vnde  vorwaringge  vnse  houe,  vesten  vnde  gudere 
affbernen  vnde  dat  vnze    nemen    leten.     Vnde    noch    wij    noch    vnze    eruen  60 


680  1425.     Oct.  28. 

niangnus  caldarius  cupri  ponderis  duas  libras  naualibus  et  quatuor  lyspunt  cum 
ipsorum  afferrameritis  permurata  Detleuo  Erpen  appertinere.     Et  idem  Albertus 
recognouit,    se    preFatam    sartaginem  et  caldarium  a  dicto  Detleuo  Erpen   con- 
duxisse  in  huram,    pro   quibus    sibi    annuatim    dabit    due    marce    lub.   den.   pro 
hura,  et  quando  dictus  Albertus  hoc  Facere  ulterius  noluit  uel  quando  Detleuus 
sibi  dictain  sartaginem  et  caldarium  ulterius  permittere  non  vult,    hoc  cuilibet 
alteri  per  medium  annum    ante    preintimare    debebit   et   extunc  Albertus    ante- 
dictus  dicto  Detleuo  preFatum    pondus    sartaginis  et    caidarii    libere  e  conuersc^ 
restituere  et  presentare  debebit  absque  contradictione  cuiuscunque. ' 

iVocA  einer  Inscription  des  Siederatadtbuckt  vom  J.  1426,  Sim,  et  Jude. 

DCCIIl. 

Heinrich,  Prior  des  Karthduserklosters  Marienehe  bet  Rostock  ^  beglauhigt  bet  d^r-  m 
Rathe  von  Lubeck  den  Klosterbruder  Marquard  Quakenbriigge  ah  bevo  -^• 
mdchtigt,  um  Namens  des  Hermann  Schipmann^  ebenfalls  Klosterbrude^^s^ 
eine  diesem  zustdndige  Leibrente  von  20  m^  in  dem  Haicse  des  Hcc  -tis 
Holthusen  am  Klingenberg  tilgen  zu  lassen.     1425.     Nov.  15. 

Jw    ersamen    vnde    wijsen    mannen,    hern    borghermeysteren    vnde   v^m^A- 
mannen  der  stad  Lubeke^  vnsen  leuen  heren  vnde  ghdnstighen  vrunden,  don  ^^y 
broder  Hinrik,  prior,  vnde  dat  ghantze  conuent  des  buses  vnde  Carthuser  clusters 
Marienee   by  Rozsteke  witlik    openbare    betughende    in    dessen    breue^    dat   vm 
berichtet  heflt  broder  Hermen  Schypman,    vnse    medebroder,    wo    dat  he  be//e 
herto  in  Hanses  Holthusen  huse,  juwes  medeborgers  vnde  syner  suster  mannes,      . 
beleghen  by  deme  Clingenberghe,  ghehad   hebbe  twintich   marke  lijffrenthe  jar- 
likes,    vnde  dat  syk  nu  de  ergenomede  Hans^    syn    swagher^    so    gudliken   mid 
eme  darvmme  vorghan  hebbe,  dat  id  syn  wille  wol  sy,  dat  men  de  vorscreuenen 
XX  mark  lijffrenthe    cancellere  vnde  vte  juwer  stad  boke  delghe,    so    verne  id 
vnse- wille  sy,    also  dat  dat  vorscreuene  hus  van  der  vorgeroreden    renthe  vry 
werde.    Vnde  wenle  id,  leuen  heren  vnde  vrunde,  vnse  wille  wol  is,  dat  mende 
vorgeroreden  lijffrenthe  vppe  sodane  vruntlike  eyndracht,  also  de  erghenooiede 
Hans  myt  deme  erbenomeden   broder  Hermen   vorramed  hefft,  delghe,    so  heft 
de  sulue  broder  Hermen   mit  vnsen  willen  vnde   vulborde  in   der    besten   wijse) 


1)  Vcrroietbungcn  und  VerpfUDdungcD  von  BraupfaDncn,   als  besondere  Kechtflgesoh&fte ,  oboe  BinaefclMi  te 
Hftuser,  in  dcnen  sic  standcn,  kamcn  roebrfacb  vor. 


1425.    Nov.  IS.  681 

SO  he  van  rechtes  wegen  scholde  vnde  niochte^  vulmechtich  gcmaket  broder 
Marquard  Quakenbrugge,  vnsen  medebrodei.,  yeghenwardich  wijser  desses  breues^ 
also  dat  de  sulue  broder  Marqnard  de  vorscreuenen  XX  inarke  lijffrenthe  nioghe 
delghen  vnde  cancelleren  laten  in  vnde  vt  juwer  stad  boke.  Vnde  wes  de  er- 
genomede  broder  Marquard  darbi  deyt  vnde  let,  dat  wille  he  vnde  wij  van  siner 
wegen  stede  vnde  vast  holden  to  evvighen  tijden.  Vnde  desser  vorscreuenen 
dinge  to  mer  tuchnisse  so  hebbe  wy  mit  willen  vnde  witschop  vnses  conuentes 
inghesegel  ghehenghen  laten  vor  dessen  breff,  de  ghegheuen  vnde  ghescreuen 
in  vnsenie  vorscreuenen  huse  Marienee,  na  Codes  bort  veerteinhundert  yar 
in  derne  vijflVndetwintigesten  yare,  des  neghesten  donredaghes  na  den  feste 
3unte  Mertens  des  hiliigen  biscoppes. 

Sack  (km  Original.  Mit  auhangendem  Siegel  in  (jriinem  Wachs,  Es  ist  elliptisch^  6'Vio  Ctm.  /loch.  Unter 
:wei  aher  einander  yethHrmten  Haldachincn  ateht  links  eine  Maria,  rechts  vor  ihr  ein  Engel;  avf  einem 
Bande,  welches  der  Engel  in  der  Hand  halt,  der  Gruss:    are  Maria.      Umschri/f,  durch  die  Spitzen  der 

heiden  Baldachine  getrennt:    sigiffum  6omus  sQitcfe  marie  orMnts  carf^uctmctum. 


DCCIV. 

J^er  Rath  von  Lubeck  mahnt  den  Rath  von  Bremen  um  eine  Antwort  auf  das  friihere 

Schreihen  in  der  Angelegenheit  des  Herbord  Dnckel    0.  J.   (1425.)  Nov.  15. 

Prudentibus  et  discretis  viris,  doniinis  proconsulibus  et  consulibus  ciuitatis 

Brernensis,  amicis  nostris  dilectis. 

\  nsen    vrundliken    grut  vnde   wes  wy    gudes  vormogen  touoren.     Leuen 

besunderen    vrunde.     Alse  gi  wol    weten,    dat  iw  de    stede,    de    latest    bynnen 

vnser  stad  to  dage  vorgaddert  weren,  screuen  van  des  ersarnen  hern  Herbordes 

Duckels  wegen,  iuwes    rades  borgermeysters^    des  gi  vns  iuwe  antword  darvan 

ouerlang  wol  mochten  wedder  benaled  hebben,  vppe  dat  wy  dat  den  vorscreuenen 

steden    vort    niochlen    geschicked    hebben,    also    hebben    vns   de   vorscreuenen 

stede  dar  nu  vnmie  gescreuen,  sik  sere  wunderende,    dat  en  van  iuwer  wegen 

in  der  vorgeroreden  zake  noch  nyn  antword  geworden  en  is,  vnde  menen  lichte 

etlike,    dat  wy  iw  den  breff  an  iw  van  en  darvan    gescreuen    vormyddest   vor- 

sumenisse  nicht  gesand  en  hebben.    Worumme,  guden  vrunde,  wy  noch  begeren, 

dat  gi  vns  des  bi  dessen  boden  iuwe  vnvortogerde  antworde  scriuen,  vppe  dat 

V9i]   dat  den   steden,    de    dat    mede   anrored,    vort   benalen   mogen.     Ok,    gude 

vrunde,  hadde  vns  wol  redelik  vnde  lympelik  ducht  sin,  vnde  ok  io  des  werdes 

86 


682  1425.     iNov.  15. 

wol^  dat  gi  de  stede  so  lange  nicht  en  hadden  sunder  antword  gelaten.  Sijt 
Gode  benolen.  Screuen  vnder  vnser  stad  secret,  des  donredages  vor  sunte 
Elisabeth  dage,  anno  XXV^ 

Consoles  Lubicenses. 

Nach  dem  Concept  au/  Papier. 

Der  Rath  von  Bremen  bittet  den  Rath  von  Lubeck  abermalsy  es  zu  entschuldigen, 
dass  er  bet  fortdauernder  Abwesenheit  rnehrerer  Rathsmitglieder  eine  Er- 
kldrung  hinsichtlich  der  Angelegenheit  des  Herbord  Ducket  nicht  geben  konne. 
1425.  s.  d.     (Nach  Nov.  15). 

Vnsen  fruntligen  grut  vnde  wes  wy  gudes  vormogen  touoren.    Ersaineri 
sundergen  frunde.    So  gi  vns  gescreuen  hebt,  dat  juw  vnde  den  steden,  den  dat 
inede  anrorende  is,  alse  gi  vns  van  hern  Harbortes  wegene  Duckeln  gescreuen 
hadden,  zeer  vorwundernde  was,  dat  wy  iuw  nen  antworde  screuen  etc.,  mach 
iuwer  leue  wol   vordencken,    dat  wy  van  der   suluen    sake   wegene,    do   gi  vns 
ersten  darunnme  toscreuen,    iuw  eyn  antworde   wedderscreuen   vnde  nv  nelkest 
ton  andern  male  weten  leten,  vnser  mederadheren  van  des  kryges  wegene,  dat 
de  hertogen  van  Brunswyk  vnde  Luneborg  vnses  heren  van  Bremen  vnde  vnse 
vigende  sint  geworden',  nicht  by  der  hant  weren,  men  so  vro  de  to  hus  quemen, 
wy  iuw  eyn  antworde  wolden    laten  weten  by  vnses  sulues   boden  etc.     Des  so 
is  de  ergenante  vnse  here  van  werues  wegene  vnde  besten  sines  stichtes  buten 
landes,  vnde  weike  vnser  mederadheren  sint  nicht  to  hus,  de  wy  darby. hebben 
wolden,  iuw  vnde  den  steden  eyn  antworde  to  scriuene,  de  wy  doch   menen  in 
korten  tijden  to  hus  to  komene,    so  willen  wij  iuw,    int  ersto  dat  wij    mogen^ 
eyn  antworde  by  vnsen  eghenen  boden  weten  laten,  vnde  dat  iuw  desset  aldus- 
lange  is  vorlettet,  is  vorbleuen  vnde  gescheen  vmme  sake  willen,  alse  vorscreuen 
is,  darumme  enwillet  dat  vor    nenen  vnwilllen    nemen    vnde    entschuldigen    vns 
desses  antworde  vorbliuenge  sunder  vnse  vnschult  to  den  steden  ergenant.    Dat 
willen  wij  vmme  iuw   gerne   vorschulden.     Sijd  Gode  beualen.  « Screuen    vnder 
vnser  stad  secret,  anno  etc.  XXVto. 

Borgermeistere  vnde  radman 
der  stad  Bremen. 

1)  Vgl.  Duntze,  Gesch.  d.  SUdt  Bremen  Bd.  2.  8.  319. 


684  1425.     Dec.  7. 


»€€V1I. 


Der  Rath  von  Bremen  bezeugt  ahermals,  doss  er  gegen  Herbord  Duckel  kein  Unrech 
begangen  habe,  lehnt  es  abj  den  Schiedsspruch  der  Stddte  Hamburg,  Lune- 
burg,  Stade  und  Buxtehude  anzuerkennen ,  erbietet  sich  dagegen^  vor  dm 
Erzbischof  von  Bremen  zu  Recht  zu  stehen.     1425,     Dec.    7. 

Vnsen  vruntlikeri  grut  vnde  wes  wij  gudes  verrnogen   touoren.    Ersamen 
heren  vnde  guden  frunde.     So  gi  vns  in  vortijden    screueru    dat  iuw  Doneldey 
Duckel    geclaget    hadde  van  wegene    sines   vaders  her  Harbortes  Duckeln^  dat 
wij  erne  afgeschattet  hadden  IF  lubessche  mark  wedder  recht  vnde  alle  redeh'cheit 
vnde  darto  ghedrunghen  vnde  genoediget.  dat  he  den  rad  moste  ouergeuen,  dar 
'wy  iuw  do  vp  screuen,    dat  wij   des  vnschuldich  weren  vnde  enie  nichtes  afge- 
schattet hadden   vnde  en  ok  vth  sinen  state  vnde  herlicheide  nicht  ghedrunghen 
noch  gesatt,  vnde  wolden  darvmme  don  so  vele,  alse  wij  van  ere  vnde  rechtes 
wegene    plichtich    weren,    dar    sick    dat    geboerde,    dar   gi    vnser    to    scholden 
mechtich  wesen  etc.     Des  vns  iuwe  leue  auer  screff  vnde  gi  vns  radden  vnde 
esscheden  vor  de  veer  stede,  alse  Hamborgh,  Luneborg,  Stade  vnde  Buxstehude 
na  hide  der  ordinaneien    vnse    vultiiechtigen    sendeboden    dar    to    hebbene,  de 
vns  an  frundlicheit    mochten    voreenen    etc.     Begeren  wij  iuw   weten,   dat  iuw 
vnde  vns  wol  is  witlik,    dat  wij  na  lude  der  ordinaneien   nicht  en  doruen  noch 
plichtich  syn,    vor  de  stede  darvmme    to    komene    vnde    to    antwornde,    nadeni 
dat  wij  vnschuldich   weren   des,    alse  iuw    geclaget  is,    vnde    noch    vnschuldich 
sint,  so  wi  iuw  er  gescreuen  hebbet.    Leuen  frunde.    Mach  vns  hirenbouen  de 
vorbenomede  her  Harbert  off  sin  sone  clage  nicht  vorlaten,    wij  willen  en  don 
so  vele,   alse  vnse  gnedige    here  van  Bremen    secht,    des  wij  en  van  ere  vnde 
rechtes    wegene    plichtich    sint.     Mogen    se  ok    vnser    borgere    weike    beclagen, 
der  willen  wij  mechtich  wesen  to  rechte.     Bidden    wij    iuw    denstliken.,    dat  gi 
den  vorbenomeden  hern  Harborte  vnde  sinen  sone    berichten    vnde    vnderwisen 
willen,  dat  se  vns  clage   vorlaten   oft  ere  vnde  recht  van  vns  nemen,  alse  vor- 
screuen  is,  dat  gij  edder  see  vns  vpp  nene  kost,  arbeit  vnde  belastinge  bringen, 
dat  willen  wij  flitligen  vmme  iuw  gerne  vorschulden.    Wes  wij  iuwer  berichtinge 
mogen    geneten,    begeren    wij    juwe    bescreuene    anlworde    by    dessen     boden. 
Screuen    vnder    vnser    stad    secret,    anno    etc.  XXVto,    in    vigilia  Concepcionis 
beate  Marie. 

Borgermestere  vnde  radmanne 
der  stad  Bremen. 


686  1425.     Dec.  14. 

dergerneynen  slede  wegen  der  Dudeschen  henze,  de  de  zake  anrored  na  geleghen- 
heid,  also  se  de  zake  voinomen  vnde  iruaren  hebben.  Vnde  wanne  id  de  van 
Bremen.,  vnse  vrunde,  vornernen  vnde  vor  dat  beste  hebben  wolden,  so  is  en  also- 
dane  vrundlik  vnde  scriftlik  vnderwijsinge,  alse  an  se  van  der  stede  wegen 
gekoinen  is^  grnndliken  to  gude  geschen,  des  inach  vns  iuwe  herlicheid  war- 
liken  betruwen.  Dorh  dat  erste,  dat  de  stede  sik  vorgadderen^  alset  kortlik 
vallen  inach,  wille  wij  en  iuwer  herlicheid  breflF  vorgerored  gerne  tor  kennisse 
bringen^  vnde  de  erliken  stede^  wente  sc  de  zake  eghentlik  anrored  na  der 
gemeynen  stede  olden  vnde  loueliken  ordinancien,  de  den  van  Bremen  nicht 
vmbekand  en  is  vnde  ok  bilhken  nicht  vmbekand  sin  enschal.^  wente  se  de 
suluen  mede  hebben  ordineren  helpen  vmme  bestentnisse  wilien  des  gemeynen 
gudes^  werden  iuwer  herlicheid  des  denne  wol  eyn  lymplik  antword  scriuende. 
Vnde  dat  ok  de  van  Bremen  redeliker  dinge,  dan  se  noch  don.  alse  \vy  menen^ 
inwendigen  vrede  vnde  bestentlicheid  des  gemeynen  besten  vorsatten.,  darniede 
de  stad  vnde  ere  inwonre  in  zate^  vrede^  leue  vnde  guder  eyndracht  bleuen, 
zeghe  wij  gerne,  wente  God  kend  id,  dat  vns  ere  vorderflF  led  were,  vnde  des 
en  kone  wij  iuwer  herlicheid  nu  tor  tijd  so  vterliken  nicht  vorscriuen,  alse  des 
lichte  wol  behofif  were  vor  ze.  Vnde  mochte  wij,  leue  here,  icht  don,  dal 
iuwer  herlicheid  behegelik  were,  dat  dede  wij  gerne  mit  guden  wilien.  iuwe 
erwerdige  herlicheid  beware  God  to  langen  saligen  tijden.  Screuen  vnder  vnsen 
secrete,  des  vrydages  na  sunte   Lucien   dage,  anno  XXV^to. 

Consules  Lubicenses. 

Nac/4  (hm   Concept  aiif  Papier. 

Der  Rath  von  Liibeck  schreibt  clem  Rathe  von  Bremen^  dass  den  Stadten  eine  Ev^ 
mischnng  in  die  Angelegenheit  des  Herbord  Duckel  nach  Recht  zukomni^^ 
und  dass  der  Rath,  ivenn  er  sie  ablehne^  die  Folgen  erwarten  musse.  0.1 
(1425.)     Dec.  14, 

Prudentibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibus  et  consulibus 

ciuitatis  Bremensis,  anncis  nostris  dilectis. 

>  rundliken  grut  vnde  wes  wij  gndes  uormoghen  touoren.  Ersam^^^ 
besundern  vrunde.  luwen  breff  van  her  Herbordes  Duckels  weghene  etc.,  ynne- 
holdende  vnder  mer   worden,   dat  gi  vnde  wij  wol    weten,   dat  gi  na    lude  der 


1425.     Dec.  14.  687 

ordinancien  nicht  en  dorueii  noch  plicliticli  sin,  vor  de  stede  vmrrie  der  zake 
willen  to  komende  etc.,  hebbe  wij  wol  vornocnen,  vnde  wes  iuvv  van  der  stede 
^^egene  in  der  zake  gescreuen  is,  dat  is  iw  gerne  to  gude  vnde  to  leue  geschen. 
Vnde  de  stede  vnde  wij  menen,  nadenie  gi  vnde  de  iuwe  sik  init  dern  erbeno- 
rrieden  hern  Herborde  nicht  vorghan  enwillen  an  vrundscop,  dat  id  sik  gebore 
Tisk  der  ordinancien  der  goineynen  stede,  dat  gi  darvinrne  koinen  niogen  vor  de 
stede,  wanne  sik  de  vorgadderen;  badde  gi  id  ok  willen  holden,  alse  iw  gescreuen 
vnde  raden  ward,  vor  de  ver  stede  to  komende,  lichte  hadden  iw  de  mit  rede- 
licheid  vnde  vrundscop  wol  gevlegen,  wente  her  Herbord  dar  gerne  wolde 
gekomen  hebben.  Vnde  nu  des  nicht  gheschen  en  is,  wille  wij  den  steden  iuwe 
antword  vorstan  laten,  vnde  wo  id  dar  denne  vort  vmme  ghande  werd,  werde 
gi  wol  vornemende,  doch  neniet  id  to  gude,  dat  iw  lofliken  gescreuen  vnde 
vrundlik  raed  vnde  warninge  geschen  is.  Ok  kenne  wij  noch,  dat  iw  redelicheid, 
vnwendich  vrede  vnde  evndraoht  best  were,  vnde  dat  were  vns  ok  also  van 
herten  leflF,  van  iw  vnde   den  iuwen   to  horende.     Screuen  vnder  etc.  ut  supra. 

Nach  dem  Concept  auf  demselhen  Blatle  Papier ,   auf  welchem  der  vorstekende  Brief   an    den  Erzhischof  ge- 
schrieben  imt;    daher  die  Datirung. 

-Oer  Rath   zu  Hamburg  sendet  dem  Rathe  zu  Lubeck   ein  Schreiben   der  Hauptleute 
des  Landes  Hadeln  in  Betreff  des  Bergelohns.     1425.     Dec.  17. 

Vnsen  vruntliken  grod  mit  vormoghe  alles  ghuden  touorn.  Ersamen 
"^ren,  besunderen  leuen  vrunde.  Alse  gi  vnde  wy  gheschreuen  hadden  in  dat 
*^nd  to  Hadelen,  dar  hebben  se  vns  vp  gheschreuen,  des  breues  wy  iw  de  vth- 
^^hrift  senden  van  worden   to  worden   hir  ane  besloten.*    Wes  )w  hir  ane  nutte 


1)  Die  angelegte  Abschrlft  laute.t: 

Yosen  ynderdanighen  wiilighen  denst  mit  aller  behcgbclicheid  touorn.     Holden  hcren  vnde   ghuden   vrunde. 

^^f  heren  breeff  van  Lubeke  vnde  juwen  an  vns  gbesand  inholdene  van  vnwonliken  berchlone  hebbe  wy  wol  vor* 

8tku  mde  begberen  jw  weten,  dat  de  van  Lubeke  ny  er  desser  tyd  hebben  vnse  land  geschuldighet  edder  beclaghet, 

d*^  vns  witlik  ay,  vode  wy  enweten  nicht,  wene  se  schuldighen  edder  beclaghen.    Hirvmme,  leue  heren,  bidden  wy 

H^^  gaotzer  begherioghe,  dat  gi  sprek^n  mit  den  van  Lubeke.  dat  se  eren  kopmau  senden  in  vnse  lant,  de  an  vnse 

l#&t  hebben  to  schaldighen.    Gi  hebben  dar  juwes  rades  borghermester  vnde  greuen,  de  vnser  van  juwer  wegheue 

t^  wi^he   scholen    mechtich    wcsen.     Wcset  sund    vnde   salich  Gode    beualen    vnde    bedet    ouer  vns.     Schrenen 

vsder  TDses  landes  ingbesegcl. 

De  houetlude 

des  landes  to  Hadelen. 

Den  ersamen  yorsichtighen  wisen  hcren,  borghcrmesteren    vnde  radmannen  der  stad  Hamburch,   vnsen  leuen 
ftereOf  kome  desse  breff. 


688  1425.     Dec.  17. 

dunket^  dat  setten  wy  to  juwer  wijsheyt.  Sijd  den  almechtigen  Gode  beualen. 
Screuen  vnder  vnsem  secrete^  des  neghesten  inandaghes  na  sunte  Lucie  der 
hilghen  jungvrowen   vnde  mertelerschen,  anno  etc.  vicesimo  quinto. 

Consules  Hamburgenses. 

Aufschrift:  Honorabilibus  et  circuinspectis  viris,  dominis  proconsulibus  et 
consulibus  Lubecensibus^  amicis  nostiis  predilectis. 

Sack  dem  Original.     Mit  aufgedrucktem  theilweise  erhalfenem  Siegel. 

DCCJLII. 

Z)^r  Bath  von  Liibeck   sendet  dem  Rathe  von  Hamburg  Ahschriften  von  Briefen  in 
der  Angelegenheit  des  Herbord  Ditckel     1425.     Dec.  21. 

Hanibnrgonsibus. 

X  ost  sal.  Ersanien  besunderen  leuen  vrundes.  Wy  vormoden  vns,  dat 
de  ersainen  heren,  juwes  radessendeboden,  de  neghest  bynnen  vnser  stat  mil 
mer  stede  sendeboden  vorgaddert  weren,  juwer  leuen  wol  ingebracht  moghen 
hebben,  alse  van  wegen  Doneldey  Duckels^  de  to  der  tijd  vor  de  stede  brachte 
van  welden  vnde  schaden.  de  dem  ersamen  hern  Herborte  Duckele,  syme 
vadere,  bescheen  were  van  den  van  Bremen  vnde  darvmme  de  sulue  Doneldey 
trost  vnde  hulpe  vormiddelst  scriften  van  den  steden  begerende  was  to  donde 
an  de  vorscreuenen  van  Brenien.  Also,  leuen  vrundes,  hebben  de  stede  vnde 
wy  dergeliken  van  der  stede  wegen  de  zaken  vormiddelst  scriften  an  de  van 
Bremen,  vnde  de  van  Bremen  dorch  ere  scriiTtliken  antwerde  weddervmme 
gehandelt,  so  gi  vernemen  moghen  in  auescrifften  hirane  besloten.  Vnde  konde 
wij  dar  vorder  wes  gudes  to  gedan  hebben  mit  scriuende  van  der  stede 
wegen,  dat  hadde  wy  gerrie  dan,  vnde  duchte  juk,  dat  wy  dar  wes  vorder  to 
don  schoiden,  dat  wolde  wy  gerne  don  in  dem  namen  der  stede.  Mogbe  gi 
ok  vorder  dar  wes  ane  don  vmme  des  menen  besten  willen,  wete  wy  wol,  dat 
gi  dat  gerne  don,  doch  duncket  vns,  wanne  de  stede  by  een  komen,  dat  des 
nod  sy,  dat  se  dar  vorder  vp  verdacht  sin,  wo  men  yd  vmme  de  vorgerorde 
zake  holdende  werde  to  nutticheid  vnde  bestentnisse  des  gemenen  gudos.  Sijt 
Gode  beuolen.    Screuen  etc.,  Thome  aposloli. 

Consules  Lubicenses. 

Nach  dem  Concept  av/  Papier. 


690  1425.     Dec.  4.  u.  23. 

tenuit,  dicto  procuratorio  nomine  possessionem  perpetuae  vicariae,  per  liberam 
resignationem  nomine  Johannis  Lichtenowen  supradicti  libere  factam,  ut  prae- 
mittitur^  vacantis  praefatoque  reverendo  patri,  domino  Johanni,  episcopo,  et 
suae  mensae  episcopali  auctoritate  apostolica^  ut  ex  eisdem  litteris  apostoiicis 
apparuit,  luculenter  incorporatae  per  tactum  cornu  altaris  cum  assignatione 
officiacionis  ac  ornamentorum  ad  ipsam  vicariam  pertinentium  cuidam  domino 
Andreae,  presbytero,  cognominato  Krogher,  ibidem  praesenti  et  audienti  per 
prius  oFficianti  ejusdem  vicariae  nomine  ipsius  domini  Johannis,  episcopi  Lube- 
censis  Facta  apprehendit  et  reoepit.  Super  quibus  omnibus  et  singulis  dictus 
dominus  Matthaeus,  procurator,  procuratorio  nomine,  quo  supra,  me  notarium 
publicum  inFrascriptum  requisivit,  ut  sibi  super  his  unum  vel  plura,  publicum 
seu  publica  conficerem  instrumentum  vel  instrumenta.  Acta  Fuerunt  haec  sub 
anno«  indictione  et  aliis,  quibus  supra,  praesentibus  ibidem  discretis  viris 
Johanne  Stormer  et  Theodorico  Pukerdes,  Hildensemenis  et  Mindensis  dioecesis 
clericis,  testibus  ad  praemissa  vocatis  pariter  et  rogatis. 

Et  ego  Heyso  de  DransFelde,  clericus  Moguntinensis  dioecesis,  publicus 
imperial!  auctoritate  notarius,  quia  huiusmodi  cessioni,  possessionis  receptioni, 
omnibusque  aliis  et  singulis  praemissis,  dum  sic,  ut  praemittitur,  fierent  et 
agerentur,  una  cum  praenominatis  testibus  praesens  interFui  eaque  sic  fieri  vidi 
et  audivi,  ideoque  praesens  publicum  instrumentum  exinde  conFeci,  subscripsi 
et  publicavi  signoque  et  nomine  meo  solitis  et  consuetis  signavi  rogatus  in 
fidem  et  testimonium  omnium  et  singulorum  praemissorum. 

Nach  dem  Abdruck  in  Lunig  Spicilegium  eccleaiasticum  Th.  II,  S.  404.  Es  /olgen  daaelbst  noch  ganz  dhnlicke 
Urkunden  torn  7.  u,  9.  December  uber  die  Resignation  zweier  Vicare  in  der  Domkirehe  itnd  der  Petri 
Kirche  und  die  Beftitzergreifung  derselben  durch  den  Bischof  am  15,  u.  16,  December  desaelhen  Jakrti. 

DCCXIV. 

Handel  des  Klosters  in   Westerwik  mit  Heringen.     1425.    Dec.  25. 

Dominus  NicolausThuonis,  prepositus  canonicorum  regularium  in  Westerwik 
in  Nordjudland  sito  coram  libro  recognouit,  se  subleuasse  et  percepisse  a  domino 
Marqwardo  Bonhorste,  consuli  huius  ciuitatis  Lubicensis,  XIII  mrc.  lub.  den.  et  XVI 
albos  lub.  den.  ad  usum  sui  monasterii  in  Westerwigis,  quod  alias  predecessor  suos 
Johannes  Petri,  prepositus  Wester^vicensis  bone  memorie,  dicto  domino  Marquardo 
misit  allecia  ad  vendendum.  Vnde  dictus  dominus  Nicolaus  Tuonis,  prepositus, 
nomine  sui  suorumque  predecessorum,  prepositorum  et  monasterii  in  Westerwik, 


1425.     Dec.  25.  691 

prefatum  dominum  Marquardum  Bonhorst  cum  suis  heredibus  pretextu  illius  peni- 
tus  dimisit  ab  omni  alia  monicione  seu  inpeticione  quituiri  et  solutum.  Insuper 
Hinricus  Stapel,  ciuis  Lubicensis^  cum  suis  heredibus  coram  libro  promisit,  se 
velle  et  debere  antedictum  dominum  Marquardum  cum  suis  heredibus  stare  pro 
omni  ulterior!  defectu^  si  quis  contingeret  in  premissis.  Prefatus  eciam  dominus 
Nicolaus  Tuonis,  prepositus,  et  scippher  Kelle  coniuncta  manu  promiserunt,  se 
velle  Hinricum  Stapele  cum  suis  heredibus  pretextu  illius  indempnes    releuare. 

Nctch  einer  Inscription  des  Niederatadtbucha  vom  J.  1426^  Nativ.  Chr. 

Versprechen^  den  Johannes  Roneke   lehendig   oder   todt  in   die  Hdnde   des  Baths  zu 
liefern,     1426.    Jan.  18. 

JJetleuus  Erp^  Sanderus  Koning,  Ludekinus  Holthusen,  Conradus  Visscher, 
Johannes  Roneken,  Euerhardus  Ylhorn  et  Hinricus  Hardewech  coniuncta  manu 
promiserunt^  se  velle  et  debere  dominis  de  consulatu  Lubicensi  Johannem  Roneken 
seniorem^  viuum  aut  mortuum^  captiuum  representare,  quando  prefati  domini 
consules  hoc  habere  vellent  aut  ab  ipsis  postularent,  absque  contradictione  seu 
ulteriori  dilacione. 

Nach  einer  Inscription  dea  Niederatadtbucha  vom  J.  1426,  Prisce. 

Der  Convent  der  Dominikaner  zur  Burg  gestattet  dem  Prior  Marquard  Wise  den 
lehensldnglichen  Niesshrauch  der  14  m^  Bente^  welche  bis  dahin  Marquard 
Vrese  bezogen  haty  gegen  Zahlung  von  200  rn^.     1426.     Jan.  18. 

JNos  fratres  Robertus,  sacre  theologie  professor  et  prouincialis  Saxonie, 
Hermannus  Korner  et  Theobaldus,  seniores,  Henricus,  lector,  Johannes,  supprior, 
ceterique  fratres  conuentus  Lubicensis  ordinis  predicatorum  publice  recognoscimus 
et  protestamur  in  hiis  scriptis,  quod,  quantum  in  nobis  est  et  quantum  possumus, 
concessimus  et  per  presentes  concedimus  reuerendo  patri,  fratri  Marquardo 
Wysen,  priori  dicti  nostri  conuentus,  ad  vitam  suam  duntaxat  facultatem  tollendi 
et  subleuandi  redditus  perpetuos  XIIII  marcarum  lubicensis  monete,  quos  pre- 
fatus noster  conuentus  post  decessum  fratris  Marquardi  Vresen  pie  memorie  sua 
ex  parte  annuatim  subleuare  coiisuevit,  et  eos  libere  conuertendi  in  vsus  suos 
beneplacitos    et    proficuos,    ita   tamen,  quod  ipse   prelibatus   frater  Marquardus 

87» 


692  1426.     Jan.  18. 

dictos  redditus  nemini  valeat  vendere  uel  pignorare  aut  quouismodo  a  nostro 
sepedicto  conuentu  alienare.  Pro  quorum  quidem  reddituum  vsu  et  subleua- 
cione  sibi  per  nos  concessis,  ut  premittitur^  ipse  prenominatus  frater  Marquardus 
Wyse  soluit  nostro  antedicto  conuentui  CC  rnarcas  lubiccnsis  monete  Integra- 
liter  et  plene.  In  cuius  concessionis  euidens  testimonium  sigillum  predicti 
nostri  conuentus  de  omni  nostrorum  assensu  et  beneplacito  presentibus  estappen- 
sum.  Datum  Lubeke,  anno  Domini  M*CCCC*XXVP,  ipso  die  beate  Prisce  ?ir- 
ginis  et  martiris. 

Au8  dem  Copariua  des  Burgklosters  fol.  lib, 

ih:c;xvii. 

Die  Liejtdndischen  Stddte  schreiben  an  den  Rath  von  Lubeck  uber  die  Schritte,  die 
erforderlich  seien,  um  die  Freigebung  der  in  Novgorod  mit  Beschlag  belegten 
Gtiter  zu  bewirken,  und  uber  das  hinsichtlich  der  Hollander  von  ihnm 
beobachtete   Verfahren.     1426.    Jan,  19. 

Vruntliken    grot  vnde  wes  wij  gudes    vormdgen    alle  tijd  tovoren  bereyt. 

Erbaren  leuen    heren    vnde    besundergen    vrunde.     Also  wij  nu  sin    thosamende 

in  dage  vnde  giffte  desses  breues^    so  hebbe  wij  ouertrachtet    vnde    gesproken 

van  gebreken  des  copmans  vnde  besunderges  van  deme  state,    also  et  nu  inyt 

deme  copmanne  tho  Nowerden  gewand  is,  wo  de  suluen  Nowerders  den  copman 

hebben  vtgelaten,  de  varen  kunden  vnde  mochten,  van  den  welken  vele  kranck 

bleuen,  sunder  de  dar  van  swarer  pestilencien  sin  vorstoruen,  vnde  dat  gud  is 

all  dar  gantz  vnde  mest  stande   bleuen.     Erbaren   leuen  heren,  nu   hebbo  ivij[t] 

dijt  gekoren  in  dat  beste    vp  demede,  dat  wij   dat  gud  her  utkrigen    mogen,  is 

dat  de  Nowerders  van  vns  de  hand   begeren,  dat  ze  in  vnse  stede  komen  willeo 

vppe  de  olde  krutzekussinge.  de  alrede  swack  genoch  is,  vnde  dat  de  vnse  dar 

velich  wedder  varen  mogen,  vmme  dat  gud  herut  tho  schickende,  effte  ze  den 

iungen  luden  nicht  gelouen  ene  willen,    de  de    heren    van   Darbte    vnde  Reuele 

dar    alrede    gesant    hebben.     Erbaren    leuen    heren,    dijt  is  in  dat  beste  gedan, 

wente,  wor  wij  en  icht  vnwillen   bewiseden  edder  vns  aflfkerden,  dat  wij  en  nicht 

de  hand  deden  noch    in    sodaner    bijvruntschop    vns    tegen    ze    icht    bewiseden^ 

dat  ze  ere  olde  nucke  hervdre  solden  then  vnde    beholden   noch    des    copmans 

gud^  des  dar  leyder  nicht  en  luttik  is  gebleuen,  auer  nene  beslutinge  myt  en  to 

makende  noch  boden  tho  en  to  sendende  sunder  bespreke  jwer  erbarheit  vnde 

der  gemeynen  stede  wij  vns  hebben  vormeten.     Hirvmme,  erbaren  leuen  heren, 


1426.     Jan.  19.  693 

0  is  hir  wol  gar  vorsenliken  vp  tho  tracbtendei)  wo  men  myl  en  gedenke  tho 
arende^  nademe  ze  den  coprnanne  sunder  sine  schulde  so  vake  anlagen. 
;em,  leuen  heren,  wente  wy  vorvaren  hebben,  dat  der  gemeynen  henszestede 
ach  begrepen  is  by  iw  tho  werdende  vppe  Johannis  Baptiste  komende  aller- 
egest  tho  myddensomer,  bidde  wij,  iwe  vorsonege  leue  vns  dat  vorkundengen 
illen  sunder  sumen,  off  de  dach  ok  so  vor  sik  gaa  sunder  vorleggen  ane  vpp- 
^hutten^  dat  wij  vns  darna  richten  mogen^  vnde  des  gelikens  ok  van  deme 
age  des  heren  koninges  van  Denemarken^  de  vppe  pinxten  begrepen  is  tho 
openhauen.  Item,  leuen  heren,  also  dar  tho  Brugge  geordineret  is  gewesen 
ij  den  steden  vnde  copmanne,  dat  wij  de  Hollanders  etc.  myt  vns  noch  lossen 
och  laden  enesolden,  dat  doch   her  Johan  Brothagen  van  vnser  aller  wegene 

>  der  suluen  tyd,  also  he  vns  inbringende  is,  hefft  openbarliken  an  vns  tho 
igge  theende  wedderropen ,  so  hebbe  wij  sunderges  vor  ogen  gehad,  dat  in 
ide  is,  dat  de  Hollander  allike  wol  myt  vns  de  lande  willen  soken  vnde  wij 
IS  denne  an  ze  nicht  ene  kerden,  also  vore  begrepen  is,  dat  ze  andere  lude 
leclitich  in  dessen  landen  de  suluen  Hollanders  lossen  vnde  laden  solden,  vnde 
at  in  ene  wonheit  queme  tho  groten  vnde  drepeliken  schaden  des  gemeynen 
:>pmans,  also  wij  iwer  erbarheit  des  wol  hir  negest  vterliker  willen  vnderwisen. 
ride  hirvmme  so  hebbe  wij  gegund,  isset  dat  de  suluen  vorgescreuen  Hollander 
:c.  komen  in  vnse  hauene  myt  erer  kopenschopp,  lossen  vnde  laden  mogen, 
Lier  gene  stede   bynnen  landes  to  sokende  noch   iemand   van  erer    wegen,    byt 

>  lange  dat  wij  myt  iwer  vorsenicheit  vnde  den  gemeynen  steden  vorder  darvmme 
ebben  gesproken.     Codes  allemechticheit  vorhege  iwe  erbaren   vorsichticheide 

1  geluckegen  state  tho  alien  tijden.  Gescreuen  des  sunnauendes  na  Anthonij 
[)nressoris,  anno  Domini  etc.  XXVI,  vnder  der  heren  van  Rige  secret,  des  wy 
)mentliken   nu  tor  tijd  gebruken. 

Radessendebaden  der  Lifdandesschen  stede 
nu  tor  tijd  vp  dem  Walke  to  dage. 

Aufschrift:  Den  erbaren  vnde  vorsichtigen  wisen  mannen,  heren  borger- 
lesteren  vnde  radmannen  der  stad  tho  Lubeke,  myt  gantszer  werdicheit. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.    Mil  Renten  des  aufyedruckten  Siegels. 


694  1426.     Jan.  25. 

DCCXVlll. 

Die  Briider  Detlev   und  Hermann  Scharpenberg  verkaufen   dem  Rathe  von  Lubeck 
fur  28  m}/.  2  ft  hundert  binnen  den  ndchsten  vier  Jahren  aus  ihren  WaU 
dungen  beliebig  auszuwdhlende  Eichbdume.     1426.    Jan.  25. 

VVy  Detlef  vnde  Herrnen   brodere  geheten  Scharpemberge.  wonafticb  to 
Sedorpe.    Bekennen  vnde  betugen  opembare  in  desseine  breue  vor  allpsweine,  dat 
wij  mytwillen  vnde  vulborde  alle  der  gennen,  der  ere  vulbord  dar  van  rechtes  wegene 
to  behoff  was^  redeliken  vnde  rechtliken  vorkofft  vnde  upgelaten  hebben  %*nde  up- 
laten  in  craft  desses  breues  den  ersamen  heren,  borgerineisteren  vnde  radmannen 
der  stad  Lubeke  hundert  ekene  koorbome,  de  de  vorscreuen  heren,  de  rad  to  Lubeke^ 
dorch  mester  Wentslaue,  erenie  grauemeystere,  eren  bunmeister  vnde  anderen  eren 
deneren  yn  veer  navolgeden  yaren  vie  vnsen  holteren  to  Wendeschen  Holenibeke 
vnde  vte  alien  anderen  vnsen  holten  vnde  veltmarken,  wor  de  belegen  syn,  kezen, 
houwen  vnde  voren  soholen  vnde  moghen  laten  na  ereme  willen  vnde  behegelicheid 
vor  achte  vnde  twyntich  mark  vnde  twe  schiliinge  lubescher  penninge  der  suluen 
mQnte,  de  wij  van  den  vorscreuen  heren,  deme  rade  to  Lubeke,  an  reden  getelle- 
den   pennyngen  na  vnseme  willen   nochaftigen   entfangen  vnde  in  vnse  nud,  dar 
vns  des  zundergen  to  behof  was,    gekeret  hebben.     Vnde    desser    vorscreuenen 
hundert    korbome    rnoghen    se  vte  alien    vnsen    holteren    brukende    wesen    veer 
yare  vmme,  zo  vorscreuen  is,  in  alien  eren  enden  vnde  schedingen,  alse  wij  vnde 
vnze  vorvaren  des  ye  vryest  gebruket  hebben  edder  mochten  gebrukel  hebben. 
Vnde  ze   mogen  yd  houwen  vnde  voren  laten  desse  vorscreuen  tijd  all  vt,  waneer 
vnde  wor  ze  willen,  vnde  wy  scholen   ene  schicken  wede  vry,  wege  vry,  weyde 
vry,    bomval    vry  vnde    hude   vry,    in   vnde    vth,    zo  verne  vnde    vakene    en  de& 
behoff   werdet.     Vnde  wy  vnde  vnse    eruen  .  scholen    ok  den    vorscreuen    hereri.^ 
den)   rade    to   Lubeke,    alle    desses    vorscreuen    holies    waren,    vryen    van    aller 
ansprake.    Ok  en  scholen  wy  sundergen  nyn  holt  vte  den  holteren  to  Wendeschen 
Holenibeke   noch   vte  den   vellnierken   vorkopen   bynneri    dessen    vorscreuen  veer 
yaren   vnde  eer  de  lyd,   dat  de   erbenoineden   heren   de  vorscreuen   hundert  kor- 
bome to  erer  noghe  gehowen   vnde  in  ere  beholt  gevoret  vnde  gebracht  hebben 
laten.      Vnd    bynnen     desser    vorscreuen     tyd    schole    wy    vnde    vnse    eruen    der 
erbenomeden   heren  denere,  peerde,  waghene,  (owe  vnde  redscoppe  beschennen 
ghelijk  vnseme   eghenen  gude.     Breke  ok  yemend  in  den   erbenomeden  holteren 
bynnen  der  vorscreuen   tyd  an  dufliker    howynge  der   korbome^    de  wy    darouer 
beherdeden,  de   hel(rjte  des  brokes  scholde  vns  tokomen  vnde  de  andere  helfte 


1426.     Jan.  25.  695 

den   vorscreuenen   heren,    dern   rade.     Beherdeden  ok  de    vorscreuen   heren,    de 

rad,  edder  de  eren  yemende  an    dufliker    howynge,    de  broke  schal    ene    allene 

tokomen  vnde  nicht  vns.    Kyueden  ok  do  waghendriuer  vnde  arbeydeslude  vnder 

syk   efte  yeinend  anders  myt  ene,  also  dat  dar  we  seriget,  gewundet  edder  dod 

bleue,  de  beteringe  vnde  alle  recht  darane  vnde  darvan  scholen  de  vorscreuen 

tier^n    hebben    de    erbenomede    tyd  al  vth,    alse  wy  dat  recht  dar  hogest  vnde 

sydest  ye  vryest  ane  gehat  hebben.     Alle  desse  vorscreuen  stucke  samendliken 

vnde    besunder    loue    wij  Detleff  vnde  Hermen    erbenomed    vor    vns    vnde   vnse 

^ruen  den  vorscreuen   heren  borgermeisteren  vnde  rade  der  stad  Lubeke  stede 

vnde   vaste  to  holdende    sunder    argeh'st  vnde  alle    insage    vnde    hebben    des  to 

merer  tuchnisse  vnse  ingesegele  vor  vns  vnde  vnse  eruen    willichliken    hengen 

i^eten   vor  dessen   breeff.     Datum  anno  Domini  millesinio  quadringentesiino  vice* 

^inio  sexto,  ipso  (die)  Conuersionis  beati  Pauli. 

Nach  dem  OriginaL     Mit   anhangendem  Siegei  des  Detlev  Scharpenberg,   das  des  Hermann  ist  vom  Siegelbande 
abgesprungen, 

JMichael  Juncfruwe  fordert  von  dem  Rathe  von  Luheck  Genuythuung  wegen  der  Ge- 

fangenschaft,  die  er  um  zweier  Luhecker  Burger  willen  von  Tunne  Ronnow 
erlitten  habe,     1426.     Jan.  26. 

Mynen    vnderdanighen    oetmodighen    denst  in  alien  juwen    geboden  vor- 

^escreuen.    Alderwerdigesten  heren.    luwen   breff  my  gesant  ick  dreffliken  vor- 

rioinen  hebbe,  wente  he  ludende  is,  wo  dat  gy  mynen  breff  juw  ergesant  hebben 

gewiset   Greueroden    vnde    Stenbeken,    en    to    vorklarende    des    suluen    breues 

inholdinge,    alse  mynen    schaden    der   venknisse,    den    ick    geleden    hebbe    van 

heren  Tunne  Rennowen  vmme   eren  willen,    to  welkem    mynen   breue,    alse  gy 

schryuen,  se  antworden,  wo  dat  myn  vader  seliger  dechtnisse  vnde  ick  mit  em 

88   vaken  vor  dem  rade  vmme  de  sake   schuldigeden    vnde  int  leste  se    darvon 

schededen  mid  rechte,  also  dat  se  my  vnde  mynen  vader  van  der  sake  wegen 

nichtesnicht  plichtich  en  weren.     Hijrvmme,    myne    acbaren  vnde  leuen    heren, 

alse  ick  van  rechte  sail,  rope  juw  an  vnde  tovordest  bydde  vmme  Godes  vnde 

rechtes    willen,    my    hulpelick    to  sinde  to  mynen    rechte  vnde  to  merkende  in 

juwem    my    geschreuenen    breue    Greuerodes    vnde    Stenbekes     rede    ludende, 

wo  de  sake  geendiget  sy  vor  deme  rade,  offt  se  my  mit  sodanighen  eren  slichten 

worden  entgan  sullen,  sint  der  tyd  juwe  breff  nicht  juwe  hochwerdige  tuchnisse 


696  1426.     Jan.  26. 

noch  witlicheid  en  rore,  de  doch  vor  alien  reden  antosende  vnde  to  merkende 
is,  vnde  ok  sint   der  tijd  dat  de  genanten  Greueroden   vnde  Stenbeken  in  eren 
eghenen  bekanden  saken  sik  suluen  to  vromen  vnde  my  to  schaden  nicht  thughen 
en  moghen  noch   mit   sodanighen    slichten    hiilpereden    van   scheden    en   soien, 
wente    bouen    alle    vnde    in    rechter   warbeit   de    sake   to    enem    vuUenkomenen 
ende  ny  geendiget  is,  vnde  ick  io  ny  personliken  n)it  den  ergenanten  Greueroden 
vnde  Stenbeken  vor  dein  rade  gewesen  bin,  des  ik  genslik  to  Gode  hope  juwer 
aller  werdicheit  wol  to  vordenkende,  des  ick  vuUenkomen  wyll  vnde  darto  ddn, 
alse  ick  van  rechte  sail.     Darvmnie    ok  ick    beghere   der    erbaren    heren,  alse 
her  Hinrik  Rapesuluers,  borghermesters,  vnde  hern  Tydeman  Morkerken  seliger 
dechtnisse  vnde  hern  Tidenian  Sten,  ratmanne,  witlicheit  vor  juw  to  vortellende, 
de  se  van  hern  Tunnen  Rennowen    horden    buten  Flensborch    vppe    dein   dage, 
dar  he  se  sunderliken  bat,    dat    se    my    behulpelick    weren    to    mynen    rechten, 
wente  ick  den  schaden  van  nemande   hedde,  den  van  den  vorgescreuenen  Greue- 
roden vnde  Stenbeken.     Alse  gy,    ersamighen    heren,   ok    vorder   schryuen  be- 
gherende  my  van  den  gesechten  juwen    borgheren    by  juw  to  rechte  to  gande, 
hirvpp  willet  gutlik   vorstan,    do  ick  latest  van  Lubec    schedede,    so    sande  ick 
twe  erbarer  juwer  borghere  to  den    vakenomeden  Greueroden    vnde  Stenbeken 
in  vnser  Vrowen  kerken,  van  en  to  begherende    ichteswelkes  lykes  vor   mynen 
schaden,  dar  se  vpp  antworden,  wolde  ick  se  vor  den  rad  laden,  se  wolden  my 
wol  setten,    dar  my  noch    sunne    noch   mane  beschynen    solde,    des  ik  doch  jo 
hope,  ny  vordenet  en  hebbe.    INv  vmme  sodanigher  vnzekericheit  myner  vnschult 
vnde  ok  vmme  denstes  willen  der  ersamen   heren  Dutsches  ordens  kan  ik  nener- 
leyewys  to  juwem  richte  komen  vnde  hope  ok  to  Gode  vnde  juw,  my  des  nene 
schult  to  gheuende,    wente  ick  id    vorrichtet    hebbe^    alse  ick  van    rechte   sail, 
vur  iuwem  ersamen   rade,    alse  gy  in  juwer  rullen  woll  vinden   vnde   derkennen 
mogen.     Hijrvan    mit    gantzem    vlite    beghere  ick  noch  eyn  antworde  in  Hinrik 
Schimmelpenninges    hus  to  Rige,    wente    sodanige    vortogeringe    my    swarlik  is 
to  lydende.    Ick  beuele  juwe  werdicheit  vnde  gesuntheit  in  de  hant  des  almech- 
tighen  Godes.     Gescreuen   to  Rositen,    am  dage  Policarpi    episcopi   et  martiris, 

in  XXVIlo. 

Mychell  Juncfrouwe. 

Aujschrift:    Den   erwerdighen  vnde  vorsichtighen  heren,  borghermestereE 
vnde   ratluden   der  stad   Lubec,   inyt  aller  werdicheit  detur. 

A'rtcA  dem  Original  auf  Papier.     Mit  vnkenntliehen  Siegelresten, 


1426.     Jan.  29.  697 

^er  Burgermeister  von  Bremen  Herbord  Duckel  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeckj  da$$ 
er  nur  mit  dessen  Zicstimmung  Ersatz  der  ihm  abgedrungenen  Schatzung 
annehmen  werde.     0.  J.     (1426.)    Jan.  29. 

Vruntliken  derist  vnde  wes  ik  gudes  vonnach  touoren.  Ersamen  leuen 
eren.  Juwen  bref  an  my  ghescreuen  hebbe  ick  gutliken  entfanghen  vnde  wol 
3rnomen  mit  ener  ingeslotenen  uthscriPl  des  ersamen  rades  van  Bremen  breues 
nneholdende,  dat  zee  hebben  iruaren^  wo  myne  vrunde  sick  darmede  beweren, 
e  zake  vruntliken  aftozettendc  etc.  Damp  begere  ik  iuwer  ersamicheit  lefliken 
eten,  dat  myne  vrunde  hadden  enen  to  my  gesand  mit  enem  breue  bezegelt 
lit  veer  ingezegelen,  ynneholdende,  dat  myne  vrunde  vorscreuen  my  wolden 
eddergeuen  myn  geld,  dat  my  afgedrunghen  were,  vnde  vormodeden  zik,  dat 
e  rad  van  Bremen  en  dat  wol  weddergheuende  worde,  dar  ik  en  up  enbod 
or  en  antwarde,  myne  vrunde  hedden  my  nyn  geld  afgedrunghen,  darvmme 
roften  zee  my  nyn  geld  weddergeuen,  men  wolde  de  rad  van  Bremen  vnder 
ren  segelen  my  scriuen,  weddertogheuende  myn  geld  vorscreuen,  zo  wolde  ik 
lit  mynen  vrunden  my  darup  beraden  vnde  en  gutliken  darto  antwarden,  vnde 
lene,  ersamen  leuen  heren,  desse  zake  vruntliken  aftozettende  nicht  annamen, 
L  en  do  dat  na  iuwem  rade,  wente  gij  schoiet  myner  mechtich  wesen  to  rechte, 
)  eren,  to  vruntschoppen  vnde  to  alien  dynghen,  yd  gha  tho  gude,  to  lyue 
fte  to  eren,  vnde  danke  iw,  alze  ik  denstlikest  mach,  dat  gij  denket  to  mynen 
esten,  dat  ik  gerne  wille  vordenen  lefliken,  wor  ik  mach.  Gode  biiuet  beuolen 
alich  vnde  zund  to  langen  tiden.  Screuen  des  dinxedages  vor  vn^er  leuen 
'rouwen  dage  PuriBcacionis,  vnder  mynen  ingesegel. 

Herbord   Duckel. 

Aufschrtft:  Den  ersamen  wisen  heren,  borgermeisteren  vnde  radmannen 
er  stad  Lubeke,  mynen   besundern  leuen  vrunden. 

Nach  dem  Original,     Das  aufgedrUckte  Siegel  ist  abgesprvngen. 


88 


e9B  1426.     (Urn  Jan.  29.) 

Docxxr 

Der  Rath  von  Bremen  spricht  mederholt  den  Hansestddten  das  Recht  ah,  sich  in   die 
Angelegenheit  des  Herbord  Duckel  einzumischenj   erkldrt  sich  jedoch  hereiiy 
die  ndchste  Versammlung  zu  besenden,  wenn  ihm  Zeit  und  Ort  angezetgt 
werde  und  es  ohne  Gefahr  geschehen  konne.    1426.     (Um  Jan.  29. y 

Vnsen  vriintliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  uorrnogen  touorn.  Ersamen 
bisundern  vrunde.  So  gi  vns  auer  ge^creuen  hebbet  van  her  Harbord  Duckein 
wegene  vnde  wes  vns  in  der  sake  gescreuen  is^  dat  is  vns  gerne  to  gude  vnde 
to  leue  geschen  etc.,  wes  gi  vns  daraf  gescreuen  hebben,  neme  wy  gerne  vor 
leif  vnde  gud.  Vnde  so  gi  vort  scriuen,  dat  de  stede  vnde  gij  menen,  nademe 
dat  wij  vnde  de  vnse  sick  mit  den  ergenompten  hern  Harborte  nicht  vorghaan 
enwillen  an  vruntscopen^  dat  id  sik  gebore  na  der  ordinancien  der  ghemenen 
stede,  dat  wy  darumme  koinen  moten  vor  de  stede,  wanner  sick  de  vorgaddern 
etc.,  hopen  wy  vnde  nienen,  wanner  wy  mit  vnser  borgere  welke  wes  to  donde 
vnde  vttostande  hebben,  alse  wy  iuw  doch  de  sake  mit  her  Harborte  Dackeln 
er  in  scriphten  clarh'ken  hebben  gesand,  wo  wy  des  vnschuldich  sint,  also  iuw 
voregebracht  is,  dat  wy  na  lude  der  ordinancien  nicht  plichtich  sint,  noch 
doruen  antworden  darumme  vor  den  steden.  Doch  dat  wy  des  nicht  plichtich 
sint,  wanner  wy  weten  de  vorgadderinge  der  eriiken  hensestede,  tijd  vnde  de 
stede,  dar  wy  van  vnuelicheit  wegene  komen  mogen,  went  de  hogebornen 
fursten  hertogen  van  Brunswig  vnde  Luneborg  vnses  gnedigen  heren  van  Bremen 
vnde  vnse,  vnde  de  hogeborne  furste  her  Bernd,  hertoge  to  Sassen,  vnde  de  ^ 
stad  to  Luneborg  vnses  heren  van  Bremen  vnde  der  siner  vigende  sint  ge- 
worden,  so  willen  wij  by  de  stede  gome  komen;  sint  wy  ymme  rechten  wes 
plichtich  her  Herberte  to  donde,  meenen  wy  nicht  vthtogaende.  Sijd  Gode  be- 
uolen.     Screuen  vnder  vnser  stad  secret,  anno  etc.  XXVlto. 

Borgermestere  vnde  radmanne 
der  stad  Bremen. 

Auf  einem  eingelegten  Zettel  von  Papier:     Ok,   leuen  heren,   so  hebbe  wij 
irfaren,  wo  her  Harbertes  Duckein  frunde  sick  darmede  beweren,  de  sake  Trunt- 


1)  Die  in  dem  Schreiben  angedcutete  Versammlung  der  Hansestftdte  fand  za  Johannis  statt,  die  Febde  mil 
den  Herzogen  von  Braunschweig  daucrte  bis  in  den  Herbst  Der  auf  dem  eingelegten  Zettel  erw&bnte,  tod  Frean- 
den  ausgegangene  Versuch,  den  Streit  zu  Yermitteln,  Ittsst  annehmen,  dass  das  Schreiben  um  dieselbe  Zeit,  wie  da» 
Torhergehende  abgefasst  ist. 


^tWen  afftosettene:    wes  wy  dar  gudes  to  don  konen,    dat  do  wy  mit  allem  flite 
me  vmme  iuwer  leue  willen. 


Aufschrift:    Den  ersarnen  vorsichtigen  wisen  heren,  borgermesteren  vnde 
I'admannen  to  Lubeke,  vnsen  guden  sundiM'gen  Trunden^  gescreuen. 

Nach  dem  OriginaL     Mit  aufgedrucktem  iheilwcise  erhaltenem  Secret, 

D€CXX1I. 

Oeleitshrief  der  Herzogin  Katharina  von  Mecklenburg  fur  Luheckische  Rathmdnner. 
1426.    Feb.  1. 

Wy  Katherina,  van  Godes  gnaden  hertoghinne  to  Meklenborch  vnde 
^reuynne  to  Zweriji  etc.  Bekennen  vnde  betdgen  openbar  an  desserne  breue, 
dat  wy  de  ersamen  borgertnestere  vnde  ratmanne  der  stat  Lubeke  edder  eres 
rades  sendeboden,  de  se  to  desser  tijt  sendende  werden  to  deme  dage  to  der 
Wisnner,  mit  den  eren  dorch  vnse  vnde  vnser  kindere  lant  to  vnde  aff  velighet 
vnde  leidet  hebben^  velighen  vnde  leiden  mit  craift  desses  breues  vor  alle  de 
jenen,  de  vmme  vnsen  vnde  vnser  kindere  willen  ddn  vncje  laten  willen,  vnde 
hebben  des  to  bekantnisse  vnse  ingeseghei  mit  witscop  drfikken  laten  vppe 
dessen  brefif.  Geuen  in  den  jaren  Cristi  dfisent  veerhundert  vnde  in  deme  s6s 
vnde   twintigesten   jaren,    an  deme  auende  vnser  leuen  Vrowen  to  Lichtmissen. 

Nach  dem  OriginaL     Mit  aU  Pressel  aufgedrticktemj  undeuttichem  Siegel. 

Johann  (Scheie)^  Bischof  von  Lubeck,  bestdtigt  die  durch  die  Testamentsvollstrecker 
des  Johann  Hertze  geschehene  Stiftung  einer  mit  einer  Rente  von  24  iriff. 
aus  dem  Dorfe  Meinsdorf  dotirten  Vicarie  an  dem  Mdgdebach  bei  Lubeck. 
1426.    Feb.  5.' 

Johannes,  Dei  ac  apostolicae  seriis  gratia  episcopus  Lnbecensis^  ad  per- 
petuam  rei  memoriam.  Injunctum  nobis  pastoralis  officii  onus  nos  sollicitat, 
ut  ilia,  quae  divini  cultus  augmontuin   respiciunt,  quantum  cum  Deo  possumus, 


1)  Der  Mftgdebach  (Medebeke)  sammelt  sich  im  Lauerholz,  durchfliesst  eincn  Tbeil  desselben  und  nimmt 
dann  seinen  Laaf  in  die  Trave.  Der  Ort,  an  welcbera  die  Kapclle  lag,  in  der  die  Vicarie  gestiftet  wnrde,  ist  nicht 
mit  Beatimmtbeit  nacbzuweisen.  Sie  hat  bis  zur  Zeit  der  Reformation  bestanden.  In  einem  Verzeicbnisa  der  Einkflnfte 
des  Biacbofs  vom  J.  1524  (Urk.-Bucb  d.  Bisth.  Lubeck  S.  245  Anm.)  wird  aie  nucb   genannt. 

88* 


700  1426.     Feb.  5. 

favorabiliter  admittamus.    Sane  venerabiles  et  circumspect!  viri,  doraini  Bertoldus 
Dives^    Lubecensis,    et  Nicoiaus  Sachow,    Sieswicensis    ecclesiarum    praepositi, 
bonae  memoriae  quondam  Johannis  Hertze,    canonici    sancti  Petri  extra   muros 
Maguntinenses,  testamentarii  sive  ultimae  voluntatis  illius  executores^  cupientes 
ejusdem     quondam     Johannis     ultimam     voluntatem     (ad)     debitum     producere 
(effectum),  viginti  quatuor  marcarum  monetae  lubicensis  annuos  redditus  de  villa 
Meynerstorpe  in  parochia  oppidi  Plone  noslrae  Lubecensis  dioecesis  provenientes 
inibi    a    validis    armigeris    Joachimo    et    Benedicto    fratribus    dictis    Kuren  pro 
trecentis  marcis  similibus,  prout  in  litteris  desuper  conTectis  plenius  conlinetur^ 
emptos  una  cum  quinquaginta  marcis  dictae    monetae   in    prompta    pecunia  ad 
infrascriptam  vicariam   fundandam  Deo  et  nobis  et  nostrae  ecclesiae  Lubecensi 
sponte  et  libere  obtulerunt,  supplicantes  humiliter^  quatenus  redditus  et  pecu- 
niam    hujusmodi    in    protectionem    ecclesiasticae    libertatis    recipere    et   ex  eis 
unam  novam  perpetuam  vicariam  in  honorem  et  sub  vocabulo  gloriosae  virginis 
Mariae    et    sanctarum    Katharinae    et    Barbarae    juxta    dicti    quondam    Johannis 
ultimam    voluntatem    erigere,    fundare,    instaurare  et  dotare    dignaremur.    Mos 
igitur  hujusmodi  ultimam  voluntatem  in  Domino  commendantes  praedictorumqae 
testamentariorum  supplicationibus  inclinati,  de  consensu  venerabilis  capituli  nostri 
Lubecensis  viginti  quatuor  marcarum  redditus  et  pecuniam  supradictos  in  pro- 
tectionem ecclesiasticae  libertatis  atque  nostram  recepimus  et  ex  eisdem  unam 
novam    perpetuam  vicariam,    non    tamen  in  ciuitate    Lubecensi^    prout   petitum 
extitit,    cum    inibi    copia    beneficiorum    habeatur,    sed    intuitu    fabricae    dictae 
ecclesiae  nostrae  Lubecensis  in    capella    sanctae    crucis  in  Meghedebeke   extra 
muros,    in   parochia    ecclesiae  Lubecensis,  ad  honorem  et  sub  vocabulo   supra- 
dictum  et  supradicto  tenore  praesentium  auctoritate  nostra  ordinaria  fundamus, 
erigimus,  instauramus  et  dotamus,  sine  praedictarum  viginti  quatuor  marcarum 
redditus  annuos  ad  perpetuam  vicariam   huiusmodi  pro  sua  dotacione  applicamiiS) 
sic  quod   vicarius  eiusdem  pro   tempore    existens   eosdem    viginti    quatuor  mar- 
carum redditus  singulis  annis  percipere  et  in  suos  et  dictae  vicariae  usus  con- 
vertere  possit  et  debeat,    ut  est  moris.     Volu[i]mus    autem  et   statuimus,  quoti 
vicarii  hujusmodi  pro    tempore    existentes    se  de    oblationibus    in    dicta    capeH* 
quomodolibet  provenientibus  nullatenus  intromittant,   sed  hae  omnes  et  singula^ 
prout    consueturn    est,    fabricae    cedant    nostrae    ecclesiae  Lubecensis.     Si  q"'^ 
vero    sibi  vicario    ad    manum    ratione    missarum    in    dicta    capella    dictarum  vel 
dicendarum   forsan  exhibeatur,  illius  unam  medietatem  sibi  libere  retinens,  aliani 
ad  truncum  in   capella  hujusmodi  existentem  teneatur  medio  suo  corporali  jura- 


1426.     Feb.  5.  701 

ento  super  hoc  ab  eo  a  dominis  canonicis  structuariis  dictae  nostrae  ecclesiae, 
lotiens  illis  visum  fuerit^  exigendo  et  recipiendo,    vel  ipsis  dominis    canonicis 
it    cui    ipsi    voluerint,    fideliter    praesentare.       Caeterum    ordinamus    et   dicta 
ctoritate  nostra  ordinaria  statuimus,    quod  vicarius  dictae   perpetuae   vicariae 
o  tempore    existens    in    qualibet    septimana    perpetuis    futuris    temporibus    ad 
inus  tres  missas,  unam  in  die  dominica  de  patronis  hujusmodi  vicariae  praedictae, 
lam    vero    die  Martis    sive    feria    tertia    (pro)    praedicti    quondam   Johannis    et 
inium    fidelium    salute    dicere,    tertiam    in    die    Veneris    sive    feria    sexta    de 
ncta   cruce  cum  suffragiis  de    patronis    antedictis    cantare  in  dicta    capella  et 
ris    primarum    per    se    vel    per    alium    teneatur,    magnis    festivitatibus    salvis, 
ibus  de  illarum  officio    poterit    celebrare^    et  eundem  ad  haec    faciendum    ad 
;tantiam  dominorum  canonicorum  structuariorum  nostrae  ecclesiae  Lubecensis 
f)edictorum   per  nos  vel  successores  nostros  vel   officiaiem    curiae  Lubecensis 
0    tempore    existentem    volumus    coerceri.      De    antedictis    vero    quinquaginta 
ircis  in   prompta    pecunia,    ut   praemittitur^    oblatis    decernimus  per  dominos 
aepositos  supradictos  dictae  perpetuae  vicariae  de  calice,  libro  missali  et  para- 
mtis  ad   celebrandum  apud   capellam  ac  perpetuam  vicariam  supradictas  per- 
tuo  mansuris  honeste  debere  provideri.    Demum  perpetuam  vicariam  hujusmodi 
idam  Hinrico  Kiuuer^    clerico  dictae  Lubecensis  dioecesis,    primo    conferri  et 
inceps,  quotiens  earn   perpetuis  futuris  temporibus  vacare  contigerit,  alium  in 
la  vicaria  ad  praesentationem  advocati  domus  in  Uthin^  proprie  des  husvoghedes, 
:tae  nostrae  dioecesis  et  ad  quem  jus  praesentahdi  ad  eandem  vicariam^  quotiens 
am  vacare  contigerit^  in  perpetuum  pertinebit,  de  consilio  dictorum  canoni- 
rum  per  episcopum  Lubecensem  pro  tempore  existentem  institui  debere  eciam 
[^ernimus  et  ordinamus.     Porro,    si  quando  supradictos    viginti    quatuor    mar- 
:'um  annuos  redditus  de  villa  praedicta  ex  gratia  dictis  venditoribus  in  emptione 
Idituum  eorundem  forsan   Facta  redimi  contingat^    volumus  et   ordinamus^    ut 
c    casu    capitalis    ilia    summa,    quae    mediante    redemptione    fiat    hujusmodi^ 
lefatis   dominis    canonicis    structuariis  et  non  pro    tempore  vicario    praedicto 
solvatur^  quodque  nihilominus  ipse  vicarius  suis  laboribus  et  expensis  capitalem 
Timam  hujusmodi   in  similes  vel  saltern    alios    perpetuos    annuos    redditus    de 
nsilio  et  assensu   praedictorum  canonicorum    structuariorum    quantocies    con- 
rtere    teneatur.      In    quorum    omnium    et    singulorum    fidem    et    testimonium 
lemissorum  praesentes  litteras  fieri  et  sigilli  nostri  majoris  jussimus  appensione 
Timuniri.    Datum  apud  dictam  ecclesiam  Lubicensem,  anno  a  nativitate  Domini 
XCCXXVI,  die  Martis  quinta  mensis  Februarii,  praesentibus  ibidem  discretis 


702  1426.     Feb.  5. 

viris  Heysone  de  Dransfelde  et  Johanne  Kleneinester.  clericis  Maguntinensis        ^t 
Monasteriensis  dioecesium,  testibus  ad  praemissa  vocatis  specialiter  et  rogatn^is. 

Nach  einem  Abdruck  in  Lunig  Spicilegium  ecclesicuiticum  Th.  II,  S.  408. 


IK 


Der  Convent  der  Dominikaner  zur  Burg  erneuert  und  hestdtigt  die  am  17.  Mcer  rz 
1420  fur  das  Seelenheil  des  Henning  von  Rentelen  und  seiner  FamT^ie 
gemachten  Stiftungen.     1426.     Feb.  24.^ 

VVy  brodere  Robertus,  prouincial  van  Sassen,  Hinricus,  prior,  Hennannui  ^, 
leseiiiester^  JohanneSi)    supprior..    vnde  alle  wy  anderen    ghemenen    brodere  d^s 
klosters  to  der  Borg  to  Lubeke    predekers    orden.     Bekennen    vnde    bethughcfr-n 
openbare  an  desseine    breue,    dat  wy  vns  vnde  vnse  nakomelynghe    vorplicht  ct 
hebben  vnde  vorbunden^  vorplychten   vnde  vorbynden  an   desser  schrifFt  to  en  «?r 
ewyghen  missen ,    de  wy  vnde  vnse    nakoinelinghe    scholen    vnde  wyllen  hold^o 
vnde   lesen    laten    to    troste    vnde    to    selycheit    der    selen    her  Henninghes    vsMn 
Rentelen  vnde  siner  vrowen  vor  Telzen  guder  dechtnisse,    erer    beyder    oldern, 
erer  kindere  vnde  erer    eriien.     Uesse    vorscreuenen    ewighen    missen    schaliiie 
lesen  to  sunte  Katherinen  altare,  dat  beleghen  is  bouen  an  vnseme  nyen  kore 
an  deme  sudosten  vinme  desse  willen,  wente  dy  vorbenornede  man,  her  Hennigb 
van  Rentelen  guder   dechtnisse    hetf't    dat    vorbenornede    altar   ghestichtet   vnde 
bewedemet  laten  beyde  by  syme  leuende  vnde  na  syme  dode  mit  alier  tobehoringbe, 
alze  mit  gerweten,    mit    eme    keike  vnde    misseboke,    dat  alle  denen   schal  be- 
sunderghes  to  deme  suluen  altare,  vortmer  mit  vyff  belden,  de  uppe  dem  altare 
stan^  alse  vnser  leuen  Vrowen  belde,  sunte  Philippi  vnde  Jacobi,  sunte  Katherinen 
vnde  sunte  Dorotheen   belde.     Ok    so    hetl't    he    bekostighet    dat    vinster    bouen 
dem  altare.     Vortmer    bekenne    wy   des,    dat    dy    kindere    her  Henninghes  vor- 
benomed,    ere  eruen  vnde  ere  nakomelinghe    moghen   ere   begrafl't    hebben  vor 
deme  vorschreuen  altare  an   vnde   by  der  stede,  dar  ere  moder  licht  begrauen, 
vnde  wy  hebben  ene  gheorlouet  vnde  orlouen  vorntyddelst  kratlt  desses  breues 
vor  vns  vnde   vnse   nakomelinghe,  dat  se  vnde  ere  eruen  vnde  ere  nakomelinghe 
moghen    vredesameliken    vnde    roweliken    bruken    der    stede    twyschen    beyden 
pylern   bie  deme  altare  to  erer  begrafft  vnde    moghen   desse  stede  der  begrafft 
rzyren    myt    wonliken    lykstenen    na    ereme    willen.      Vortmer    schole    wy    vnde 
vnse  nakomelinghe  vnde  wyllen  an  sunte  Katherinen    auende  mit  vigilien    vnde 

1)  Vgl.  M    179. 


1426.     Feb.  24.  705 

des  morghens  init  selmissen  tho  kore  beghan  den  vorbenomeden  erbaren  man, 
her  Henningh  van  Rentelen,  sine  vrowen  vnde  erer  beyder  olderen  vnde  ere 
kinder  na  erenie  dode,  ere  eruen  vnde  nakomelinghe  to  ewighen  tiden  vnde  ok 
in  deme  suluen  feste  sunte  Katberinen  vnde  in  den  festen  der  hilghen  apostele 
Philippi  vnde  Jacobi  vnde  der  hilghen  iuncvrowen  sunte  Dorothea  schole  wy 
vnde  vnse  nakomelinghe  de  homissen  laten  singhen  to  kore  tho  deme  vorbe- 
nomeden altare  vnde  beyde,  de  missen  vnde  de  vesper,  vppe  vnseme  groten 
werke  alle  jar  to  ewyghen  tiden.  Vppe  dat  nu  van  vns  vnde  vnsen  nakome- 
linghen  alle  desse  vorscreuene  stncke  vnde  articule  vnghebroken  vnde  vnvor- 
sumeliken  gheholden  werden,  so  hefft  vns  de  vorbenomede  her  Henningh  van 
Rentelen  an  syme  testamente  ghegeuen  XX  lubesche  mark  ewiger  rente,  der 
wy  nicht  moghen  noch  en  scholen  vorkopen  edder  ingherleye  wis  vntverdighen 
van  vnseme  klostere,  noch  vnse  nakomelinghe  to  ewighen  tiden,  to  brukende  an 
sodaner  wyse,  dat  wy  vnde  vnse  nakomelinge  ses  mark  darvan  keren  scholen  an 
ene  koste  myt  wyne  den  ghemenen  broderen  up  sunte  Katherinen  dach  to  donde, 
wan  wy  beghan  de  dechtnisse  her  Henninghes  vnde  der  sinen  vorbenomet,  vnde 
dar  scholen  ieghenwardich  wesen  mede  der  negheslen  eruen  vnde  vrunde  vyue 
edder  sesse,  vnde  dat  ouerghelt  schole  wy  vnde  vnse  nakomelinghe  keren  to 
vnses  klosters  behuf,  wor  wy  des  bedoruen.  Desse  vorschrenen  XX  mark  renthe 
makede  de  vorbenomede  her  Henningh  bi  deme  rade  to  Luheke  vor  dry 
hundert  mark,  sunder  na  korten  jaren  losede  se  de  sulue  rat  wedder  vt,  vnde  do 
Bvorden  de  vorbenomeden  drehundert  mark  mit  rade,  vulborde  vnde  medewetinghe 
der  kindere  des  dikkenomeden  her  Henninghes,  erer  vormundere,  vnde  erer 
eruen  wedder  anghelecht  in  den  lutken  hotf'  geleghen  twischen  Darsowe  vnde 
Pryzedendorpe  vppe  der  Stopnisse  vor  XXI  mark  ewygher  rente.  Queme  it 
ouert  also,  datt  ok  an  der  stede  desse  vorscreuen  XXI  mark  echt  worden 
utgheloset,  so  en  scholde  wy  noch  vnse  nakomelinghe  de  suluen  drehundert 
mark  nerghen  aniegghen  sunder  wysscop  vnde  volbort  der  vorbenomeden  kindere 
her  Henninghes  vnde  erer  eruen,  wo  dikke  ok  dat  schude.  Dyt  loue  wy  vor 
vns  vnde  vnse  nakomelinghe  stede  vnde  vast  tho  holdende. sunder  alle  arghelist 
vnde  hulperede  werltlikes  ofte  geistlikes  rechtes.  Des  tho  ener  wissen  tuchnisse 
so  hebbe  wy  mit  wol  berademe  mode  vnde  withlicheit  vnses  klosters  inghesiggil 
bie  dat  inghesegel  vnses  prouinciales  vorbenomet   ghehenget   an    dessen    brefF, 


1)  Damals,  wie  man  sieht,  eine  Pertineni  in  Dassow,  Jetst  ein  selbstindigei  Lehngut  LQtgenhof. 


704  1426.     Feb.  24. 

de  ghescreueti  is  na  Godes  bort  dusent  vyer   hundert    in   derae    ses  vnde  t^ir    ~in- 
teghesten  jare^  des  anderen  sondaghes  an  der  vasten,  aize  men  singhet  Reminisce       re* 

Au8  dem  Copiariua  des  Burgkloatera  fol.  15  6. 

Saline  in  Oldesloe.     1426.    Mdrz  3. 

rLinricus  Kolsten,  uiagister  ciuium  in  Odeslo,  Johannes  et  Ludekinus  \^^^ 
der  Heyden,  fratres^  clues  Lubicenses,  coram  libro  recognouerunt  coniunctr  ^ 
habere  duas  salinarias  sartagines  in  et  sub  salina  Odeslo,  dictusque  Hinric^^^s 
Kulsten  recognouit,  quidquid  Johannes  et  Ludekinus  van  der  Heyden  ad  dicta    -^ 

• 

salinain  exposuerunt^  hoc  preantea  subleuare  debebunt  absque  contradictione  dic^^b 
Hinrici  Kolsten  aut  suorum  heredum.    Insuper  Hinricus  Kolsten  recognouit  cora^vn 
libro,    si  prefati  Johannes  et  Ludekinus   salinam  van  der    baye    portare  faciun^B-t) 
hoc  debet  esse  super  dictorum  trium  lucrum  et  dampnum,  pro  quibus  omnibL.:=3S 
prescriptis  antedictus  Hinricus  Kolsten  omnia  sua   bona,    mobilia  et   immobili^-^a, 
et  presertim  sua  varende  haue  dictis  Johanni  et  Ludekino    coram    libro    inpigj^- 
nerauit.      Eciam   idem  Hinricus    recognouit,    si  ipse    interim    moriebatur,    que — \A 
Deus  auertat,  et  tunc  sui  heredes  eorum  partem  in  prefata  salina  vendere  veller^f, 
extunc  antedicti  Johannes  et  Ludekinus  dicte  empcioni  propinquiores  esse  debe  mil 
cum  eorum  heredibus,  et  equaliter  Hinricus  Kolsten  aut  sui  heredes  debent  es^e 
propinquiores,    si  et  in  quantum  Johannes  et  Ludekinus  partes  eorum  wende^re 
vellent. 

Durchstrichen  1429^   Vttiy  mit  Zustimmung  der  Genannten. 

Sack  einer  Inscription  des  Siederstadtbuchs  vom  J,  1426^  Octili, 

Der  Knappe  Tideke  von  Quitzowy  genannt  der  Schwarze,   ah   Vormund  der  Kinder 
des  verstorbenen  Glaus  Quitzow,   stellt  die  Burg  Stavenow   dem  Rathe  Wi 
Liiheck  auf  drei  Jahre  zur  Benutzung  freiy  verspricht  auchy  doss  toahreni 
der  Zeit  von  der  Burg  aus  keine  Fetndseligkeiten  gegen  die  Stadt  und  ikrt 
BUrger  verubt  werden  sollen.     1426.     Mdrz  12. 

Ik  Tydeke  geheten  de  swarte  van  Quitzawe,  knape.  Bekenne  vnde 
betughe  openbare  in  desseme  breue  vor  alsweme  alse  eyn  vormunder  mynes 
broders  Claweses  von  Qwitzawe    seliger   dechtnisse   kindere,    wonaftich    vp  der 


1426.     Mars  12.  705 

Stauenouwe,  dat  ik  my  van  inyner  eghenen  vnde  van  wegen  der  vorscreuenen 
kindere  frundliken  voreynet  vnde  gesatet  hebbe,  voreyne  vnde  zate  my  in  craft 
desses  breues  mit  den  ersamen  heren  borgermesteren  vnde  radmannen  der 
stad  Lubeke  in  nascreuener  wijse,  also  dat  dat  vorscreuene  slot  to  der  Stauenowe 
der  erbaren  heren  borgermestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke  opene  slot 
to  alien  eren  noden  schai  wesen  dree  jar  langh  vmme  na  giffte  vnde  datum 
desses  breues  warende,  wanner  se  edder  de  eren  des  van  vns  esschende  vnde 
begherende  sin,  so  schole  wij  se  inlaten  vnde  des  nynewijs  weygeren  noch 
vorlegghen,  vnde  dat  ok  bynnen  dessen  vorscreuenen  dren  jaren  de  suluen 
heren  borgermestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke,  de  eren,  ere  straten 
vnde  de  gemene  copman  van  deni  vorscreuen  slote  Stauenowe  vnde  dar  wedder 
vp  nynerleye  wise  berouet^  beschindet  vnde  beschediget  schoien  werden,  sunder 
ik  vnde  de  erbenomeden  mynes  broder  kindere  schoien  vnde  willen  der  heren, 
des  rades  der  stad  Lubeke,  vnde  der  eren  beste  truweliken  don  vnde  weten, 
eren  schaden  vnde  ere  ergeste  wenden  vnde  keren  na  alle  vnser  macht,  sunder 
alle  argeliste.  Dat  loue  ik  Tideke  de  swarte  van  Quitzawe  vor  my  vnde  van 
wegen  mynes  erbenomeden  broder  kindere  den  vorgerorden  heren  borgermesteren, 
radmannen  vnde  gemeynheiden  der  stad  Lubeke  vnde  den  eren  in  guden  truwen 
stede,  vast  vnde  vnuorbroken  to  holdende,  vtbescheden  alle  argeliste,  vnde  he^be 
des  to  merer  tuchnisse  vnde  witlicheid  myn  ingesegel  vor  my  vnde  mynes 
vorscreuen  broders  kindere  witliken  gehenget  heten  an  dessen  breff,  de  gegheuen 
vnde  screuen  is  na  der  bord  Cristi  verteynhundert  darna  in  dem  soesvndetwin- 
tigesten  jare,  vppe  sunte  Gregorius  dagbe. 

Nach  dem  Original.    Mit  anhangendem  SiegeL    Das  Quitxow^sche  Wappen,  beichrieben  zu  Nr,  465,  iat  erkennbar, 
die  Umschri/t  undeutlich. 


lift 


Der  Knappe  Tideke  von  Quitzow  bekennty  keine  Forderung  mehr  an  den  Rath  von 
Luheck  zu  hahen.     i426.     Mdrz  12. 

ik  Tydeke  de  swarte  van  Quitzouwe,  knape,  vor  my  vnde  vor  myne 
eruen.  Bekenne  vnde  betuge  openbare  myt  desseme  breue  vor  alsweme,  dat 
my  de  ersamen  heren  borgermestere  vnde  radmanne  der  stad  Lubeke  vor  roynen 
denst,  alien  schaden,  koste,  teringhe  vnde  tosaghe,  de  ik  to  ene  hadde  edder 
hat  mochte  hebben,  id  si  van  wegen  Crusen  Hennynges  schattinge,  perde, 
harnsch,  vorlust  edder  worvan  vnde  welkerleye  dat  ay,  des  gentziiken,  degher 


706  1426.     Marz  12. 

vnde  al  wol  vornoghet  vnde  betalet  bin  worden  bette  vppe  dessen  jegenwardighen 
dach,  alse  her  Herman  varn  Hagen,  der  voiscreuen  heren  des  rades  to  Lubeke 
scriuer,  des  mit  my  vnde  ik  mit  erne  eyns  gheworden  weren,  Darvnime  ik 
Tydeke  de  swaite  van  Quitzawe  erbenomed  vor  my  vnde  vor  myne  eruen  vorlate 
de  vorscreuenen  heren,  den  rad.  meinheit  der  stad  Lubeke  vnde  de  eren  vnde 
sundergen  den  vorscreuenen  hern  Herman,  eren  scriuer,  van  der  v\regeii  van 
vorder  namaninghe  vnde  tosaghe  qwijt,  ieddich  vnde  loes,  nummermer  darvp 
to  zakende,  vnde  hebbe  des  to  merer  tuchnisse  vnde  witlicheit  myn  ingesegel 
gehenget  an  dessen  bref,  de  ghescreuen  vnde  gegheuen  is  na  der  bord  Cristi 
veerteynhundert  jar  darna  in  dem  soesvndetwintigesten  jare,  vppe  sunle 
Gregorius  dach. 

Nach  dem  Original.      Mit  anhangendem  Siegely  wie  AV.  726. 

DCCXXVIll. 

Bestimmungen   uber  die   Verwendung   der  am  Altar  der   WoUenweher   in  der  Kirck 
des  St.  Johannis  Klosters  dargebrachten  Opfer.     1426.     Mdrz  15. 

Vniuersis  et  singulis  presencia  visuris  seu  audituris  Bertoldus,  prepositus, 
Johannes,    decanus,    totumque    capitulum    ecclesie  Lubicensis.     In    hiis   scriptis 
notum  facimus  publice  protestantes.    Quia    discreti  viri,  (magistri)  ac  seruitores 
officii  laniKcum  ciuitatis  Lubicensis,  ad   monasterium  beati  Johannis  Ewangeliste 
specialem    gerentes    deuocionem,    desiderantes  in  diuini   cultus  augmentum  suo- 
rumque    remissionem    peccaminum    ad  altare    sanctorum    angelorum    in    eodem 
monasterio  per  discretum  et  ydoneum  sacerdotem  per  ipsos  nominandum  missas 
tempori   congruentes  hora    predictis    magistris    et    seruitoribus    competenti  sine 
tamen    preiudicio    domine    abbatisse  et    conuentus    celebrari    ipsique    presbitero 
de  salario    ac  stipendio  racionabiliter  prouidere  (voluerunt).  nos  vero,   ipsoruin 
magistrorum  et  seruitorum  deuocionis   solicitudinem  in  Domino    commendantes 
necnon    consideracionem    religiose    ac    venerabilis    domine,    domine    Ghertrudis, 
abbatisse,  tociusque  conuentus  dicti  monasterii  sancti  Johannis  super  hoc  affectuose 
supplicancium,    tenore  presencium  nostrum  ad  premissa   consensum    adhibemus 
pariter  et  assensum,  volentes  tamen  et  de  consensu  predicte  domine  abbatisse 
et    conuentus    ordinantes,    ut    presbiter    ad    huiusmodi    missam    nominandus  a 
decano    ecclesie    nostre   Lubicensis    accessum    altaris    recipiat    duasque    partes 
oblacionum    ad    altare    predictum    quomodolibet    proueniencium    distributoribus 
nostris    et   terciam    partem    pro  usu    monasterii    et   altarium    sacrificio    fideliter 


preseritet  et  exhibeat.  super  quo  suam  conscienciaiii  oneramus.  Et  in  euidens 
prennssoruin  testimonium  sigillum  nostrum,  quo  ad  causas  utimur^  vnacum  sigillo 
antedicte  domine  abbatisse  presentibus  est  appensum.  Et  nos  Ghertrudis, 
abbatissa  prefati  monasterii^  quia  premissis  omnibus  et  singulis  consensimus, 
ideoque  sigillum  nostrum  vnacum  sigilio  predictorum  venerabilium  dominorum 
decani  et  capituli  ecclesie  Lubicensis  est  appensum.  Datum  Lubek,  anno  a 
natiuitate  Domini  millesimo  quadringentesimo  uicesimo  sexto^  feria  sexta  ante 
dominicam^  qua   cantabitur  Judica. 

Nach  einer  Ahschrift  im  [iegistum  quartum  Episcopi  LXXVIIL 

Beschlagnahme  von  Feirjen  und  Rosinen,     1426.     Mdrz  17. 

Johannes  Dyckhott'  et  Nicolaus  Hop  cum  eorum  heredibus  coniuncta 
manu  fideiubendo  promiserunt  dominis  de  consulatu  Lubicensi  ex  parte  Wilhelmi 
Holthusen^  ciuis  Hamburgensis,  de  XXXVI  sportis  fycorum  et  octo  sportis  rosynis^ 
quas  idem  Wilhelmus  apportauit  ad  dictam  ciuitatem  Lubicensem  ante  et  contra 
pronunciacionem  et  mandatum  ciuitatum  de  hanza  Teutonica,  et  quicquid  de 
hoc  in  proxima  congregacione  ciuitates  decreuerint  seu  pronunciauerint,  hoc 
prefatus  Wilhelmus  velit  et  debet  stare  omni  juri. 

Nach  einer  Inscription  den  Niederstadtbuchs  vom  J.  1426,  Judica. 


Konig  Sigismund  befiehlt  dem  Rathe  von  Lubeck^  die  am  ndchsten  Maria- Geburt 
Tage  fdllige  Stadtsteuer  an  den  Albrecht  Schenk  von  Landsberg  zu  bezahlen. 
1426.    Mdrz  18. 

Wir  Sigmund,  (gleichlautend  mit  Nr.  515  bis)  mit  disem  brieff,  der  geben 
ist  zn  Wyenn,  versigelt  mit  vnser  kuniglichen  maiestat  insigel,  nach  Crists 
geburt  viertzehenhundert  jar  vnd  dornach  in  dem  sechsvndtzweinczigisten  jare, 
am  montag  nach  dem  suntag  Judica  in  der  vasten,  vnserr  riche  des  Hungrischen 
etc.  in  dem  newnvnddreissigisten.  des  Romischen  in  dem  sechsczehenden  vnd 
des  Behemischen  in  dem  sechsten  jaren. 

Auf  der  Falte:    Ad  mandatum  domini  regis  Franciscus. 

Ncich  dem  Original.    Mit  anhangendem  Siepet. 

89* 


708  1426.     Marz  20. 


Der  Rath  von  Wtsmar  schreibt  an  den  Rath  von  Lubeck  wegen  des  von  dem  Km  ^^^ 
Erich  erlassenen  Ausfuhrverbots.     1426.     Marz  20. 

Ynsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  vorscreuen.    Ersam^n 
leuen  vrunde.     Juwen  breff  ynneholdende,    dat  vnse  vrunde  van  deme  Stralefi- 
sunde  iw  gescreuen  hebben,  wo  se  enkede  iruoren  hebben,  dat  de  here  koning^k 
to  Dennemarken  yn  alle  synen  dren  rijken  hebbe  vorbeden  laten,  by  lyue  vncie 
gude  nicht  vthtouorende  etc.,  hebbe  wij  wol  vornomen,  vnde  alse  gi  en  wedder 
gescreuen  hebben  vinme  den  dach  to  Rozstok  to  holdende,  deme  wille  wij  also 
gerne  ddn.     Vnde  wente  de   ersamen   van   dem  Stralessunde    vns  des  gelijk  ok 
gescreuen    hebben,    wo  de  here   koningk  dat   vorgerorde  verbdt  ghedan  hebbe, 
hirvmme  hebbe  wij  vnsen  medeborgeren  dat  vorkundiget  vnde  hebben  se  warnet, 
dat  eyn  iewelik  darup    vorseen   sy,    dat  he  also    zegele  vnde  syn  gud  also  van 
sik  sende,    dat  he  darouer    nynen  schaden    neme    vnde   dat  he   wedder   to  hus 
komen  moge.     Duncket  iw  ouer  nutte  vnde   behuff  syn,    dat    men    dat   vterker 
vorbede,   dat  wille  wij  gerne  holden  na  juweme  rade,   wan  gi  der  van  Rozstok 
vnde  Stralessund  andacht  darane  iruoren  hebben.    Sijd  Gode  beuolen.    Screueo 
vnder  vnsem  secret,  des  midwekens  na  Judica  an  deme  XXVP  jar. 

Radmanne  tor  Wismar. 

Aufschrtft:      Ersamen    wisen    mannen,    heren    borgermesteren   vnde   rad- 
niannen  der  stad  Lubeke,  vnsen  besundergen  leuen  vrunden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mil  aufgedrucktem  theilweUe  erhaltenem  SiegeL 


Johannes  Snorling,  Geisth'cher  der  Bremer  Diocese^  entsagt  aller  gertchtlichen  Klag^ 
die  er  wegen  Todtung  seines  Vaters  Heinrich  durch  den  Lubeckischen  Yo0^ 
Heinrich  Schroder  erhoben  hatte.    1426.     Marz  21. 

In  nomine  Domini  amen.    Anno  a  natiuitate   eiusdem  millesimo  quadrirv^ 
gentesimo    uicesimo    sexto,    indictione    quarta,    die  uero  Jouis  vicesima    prim^ 
mensis   Marcii,   hora    terciarum    uel    quasi,    pontificatus   sanctissimi    in  Christ^^ 
patris  et  domini    nostri,    domini  Martini,   diuina  prouidentia  pape  quinti,    ann^^ 
nono,  coram  honorabili  viro  domino  Johanne  Wunstorp,  baccalaureo  in  decretia^? 
officiali  generali  curie  Lubicensis,  in  mei  notarii  publici  ac  testium   infrascrip^ 
torum    presencia    constitutus    personaliter    discretus    vir    Johannes    Snorlingb^ 


1426.     Marz  21.  709 

lus  Bremensis  diocesis,  non  vi,  dolo,  nietu,  fraude  aut  aliqua  machinacione 
,  ut  asseruit,  seductus,  sed  sponte  et  libere  ac  ex  certa  eius  sciencia  et 
tate  omnibus  melioribus  modo,  via,  iure,  causa  et  Forma,  quibus  potuit 
m  rancorem  et  iniuriani,  quam  hucusque  occasione  liomieidii  siue  inter- 
nis  quondam  Hinrici  Snorlingh,  patris  ipsius  carnalis  et  legitimi,  contra 
:unque  de  ciuitate  Lubicensi  et  presertim  contra  circumspectos  et  honestos 
,  dominos  proconsules  et  consules  ciuitatis  eiusdem,  preteritos,  presentes 
ituros,  necnon  Hinricum  Scroder,  olim  tempore  dicte  interfectionis 
;atum,  et  Familiares  dicte  ciuitatis  Lubicensis  ac  ipsorum  et  cuiuslibet 
n  successores  qualitercunque  habuisset  seu  haberet,  quos  Forsan  culpabiles 
homicidii  Facti  tenuisset  et  reputasset  ac  teneret  seu  reputaret,  in  toto 
rie  remisit  ideoque  omni  actioni,  liti,  si  que  sit  coram  quocunque  siue 
scunque  judice  seu  judicibus,  delegatis  aut  ordinariis,  ecclesiasticis  uel 
aribus  quomodocunque  introducta,  necnon  juri  et  cause  idem  Johannes  pro 
heredibus  suis,  presentibus  et  Futuris,  quoad  preFatos  dominos  proconsules 
isules,  Hinricum  Scroder,  Familiares  omnesque  alios  et  singulos  de  ciuitate 
ensi  existentes  illorumque  heredes  et  successores,  presentes  et  Futuros, 
^e  et  expresse  cessit  et  renunciauit  cessionemque  et  renunciacionem  huius- 
per  preFatum  honorabilem  dominum  Johannem,  oFficialem,  tamquam  judicem 
arium,  admitti  peciit  et  postulauit.  Renunciauit  preterea  omnibus  litteris 
ercunqup  sigillatis  et  instrumentis  et  presertim  cuidam  littere  aperte, 
to  ciuitatis  Lubicensis  antedicte  ad  tergum  impresso  sigillate,  cuius  quidem 
>  tenor  inFerius  describitur  et  de  uerbo  ad  uerbum  annotatur,  necnon 
)us  exceptionibus  doli  mali,  rei  sic  non  geste,  que  contra  vigorem  et  effectum 

publici  instrumenti  sub  quacunque  uerborum  Forma  dari,  allegari  seu 
}  posset,  expresse  renunciauit  pro  se  et  heredibus  predictis.  Et  insuper 
aiorem  firmitatem  et  cautelam  omnium  premissorum  idem  Johannes  tactis 
uris  sacris  ad  sancta  Dei  euangelia  corporaliter  iurauit  in  manibus  domini 
ilis  antedicti,  se  premissa  seu  aliquid  premissorum  nullo  modo  seu  aliquo 
uelle  reuocare^  nee.  aliqua  ingratitudinis  causa  contrauenire  uerbo  uel 
per  se  uel  submissam  personam  contraFacere.  Quas  quidem  remissionem, 
iciacionem  et  iuramenti  prestacionem  idem  dominus  Johannes  oFficialis  de 

Johannis  Snorlingh  expresso  consensu  admittendum  duxit  et  admisit, 
tum  suum  ordinarium  rite  interponendum  sigillique  sui  ofliciolatus  curie 
ensis  muninime  et  impensione  duxit  roborandum.  Tenor  uero  littere,  de 
supra   fit    mencio,   de   uerbo   ad  uerbum   sequitur   et   est  talis.     (Folgt  die 


710  1426.     Marz  21. 

Urkunde  Bd.  V,  Nr.  497.)     Post  cuius  quidein  litlere  lectionem  et  exhibicioni 
eciain  idem  Johannes  Snorlingh  ultra   premissa  istius  comodo  et  utilitati    pie-  r- 
renunciauit.    De  et  super  quibus  omnibus  et  singulis  prernissis  honorabiles  yi  m^^ 
magister  Tidericus  Georgii^    scriptor    judicii  Lubicensis^    et  Johannes  Snorlin^i 
antedictus    pro   se  ac  Tidericus    nomine    consulatus  Lubicensis,  Hinrici  Scrodej 
aliorumque  predictorum  hincinde  sibi  a  me^  notario  infrascripto^  unum  uel  plura 
conKci    pecierunt   instrumenta.     Acta   fuerunt  hec  Lubic,    in    domo    habitacionis 
domini    ofHcialis    predicti^    anno^    indictione,    die^  mense  et  pontiHcatu    ac   aliis, 
quibus    supra^    presentibus    honorabilibus    viris^   dominis  Borchardo  Wittorp,  in 
cathedrali  Lubicensi^  magistro  Johanne  Rickersen,  in  beate  Marie  Hamburgensi 
Bremensis    diocesis    ecclesiis    perpetuis    vicariis,    Matheo  Been,    presbytero,  et 
Johanne  de  Dassele^  clerieo  Maguntinensis  diocesis^  testibus  ad  premissa  vocatis 
specialiter  et  rogatis. 

(Notariatszeichen.)  Et  ego  Hinricus  Kaluerwisch,  clericus  Verdensis  diocesis, 
publicus  imperiali  auctoritate  notarius,  quia  supradictis  remissioni,  renunciacioni, 
iuramenti  prestacioni^  littere  exhibicioni  et  auschultacioni^  renunciacionis  ad- 
niissioni  etdecreti  interposicioni  aliisque  omnibus  et  singulis^  dum,  ut  premittitur., 
coram  prefato  domino  officiali  et  per  eum  agerentur  et  fierent,  vna  cum  pre- 
nominatis  testibus  presens  Fui  eaque  sic  fieri  vidi  et  audiui,  ideoque  presens 
publicum  instrumentum  exinde  confeci  et  in  banc  publicam  instruinenti  formam 
redegi  signoque  et  nomine  meis  solitis  et  consuetis  vna  cum  dicti  domim 
ofiicialis  sigilli  appensione  signaui  in  testimonium  premissorum  rogatus  et  requisitus. 

Sack  dem  Original. 

DCCXXXIII. 

DU  Aebtissin  und  der  Convent  des  St.  Johannis  Klosters  verkaufen  dem  Amte  der 
Wollenweher  einen  Altar  m  ihrer  Kir  die  zur  Stiftuncj  einer  emgen  il/e^se, 
mit  der  Befugniss,  die  Kapelle,  in  welcher  der  Altar  sich  hefindet^  amzu- 
bauen.     1426.     Marz  23. 

VVytlyck  sy  al  den  gennen,  de  dessen  brefl'  seen  edder  horen  lesen,  dat 
wy  Wernetrudis,    ebbedissche,   Beata,    priorisse,    vnde    dat   gantze    conuent   deft 
Frouwen  clusters  sunte  Johannis  Ewangelisten  bynnen  der  stadt  Lubeke  bekeruien 
apenbar    yn    dessem    breue    vnde    betugen,    dat  wy  myt  eyndrachtycbeit    vnde 
myt  vulborde  vnser  leuen  vormunder,  hern  Corde  Brekewoldes,   borgermesters, 
vnde  hern  Hermen  Westuales,  radtman  tho  Lubeke,  redelyken  vnde  rechtlyken 


1426.     Marz  23.  7H 

Viebben  vorkotft  den  beschedenen   rnannen  Hans  Perleberge  vnde  Peter  Bockholte, 
worckmesteren  der  wullenweuere,  vnde  Hennynge  Helmsteden,  l^ydeken,  synem 
broder,    Johan   Zoeste,    Berndt  Blocke,    suluesheren,    vnde   Lodewyghe  Becker, 
Wyneken  Bakhuse,  Clawes  Rolen.  Hans  Doringhe,  Bertolt  Beteken   vnde  Clawes 
Dobelyne,  knapen,  vnde  eren  nhakomelyngen  yn  derne  suluen   ample  tho  evvygen 
tyden   ene   stede    vnde   eyn    altar  yn   vnser  kerken,    dat  gheheten   ys  der   engele 
altar,  vor  bundert  niarck  lubesscher  pennynge,  de  se  vns  wol   tho  dancke   vor- 
noget    vnde    betalet    hebben    vnde    de  wy  vort  yn    vnses    gadeshuses     nut    vnde 
nottroflt  vthegeuen   vnde  gekeret  hebben,    also  beschedelyken,    dat    se    rnoghen 
de     capellen  buwen,    dar  dat  altar   ynne  lycht,    enen   voth  yn   de  kercken  wente 
tho   deme   neddersten   altare  darnegest  vnde   furder  nycht^  vnde   veer  vote  vnder 
derne    swybogen    in    vnsen    garden    vththosettende,    vnder    erer    e^genen    kosten, 
vricle  de   vorschreuen  niestere   vnde  knapen   vnde  ere   nakoinelynghe   inogen   tho 
detiie  vorbenomeden   altare   hebben   eyne   ewyge   rnyssen   tho   ewyghen   tyden  tho 
les^iide,  wen   dat  stylmisse  gedaen  ys  tho  vnser  ersten   niyssen,   wan   Godt  dern 
prester  de  gnade  gyftt,    de  tho  der  tydt  ys,    de  de  myssen   holden  schal,    vnde 
^^     prester,    de   de    myssen    hefft,    de    schal    nene    myssen    syngen,    ydt  sy  myt 
^'^Sem  wyllen,  vnde  wanner  he   myssen   lesen  wyl,  so  schole  wy   em,  vnde  vnse 
^akomelynge,    geuen  wyn   vnde   broth  tho  der  myssen   tho  ewyghen   tyden   vnde 
^^s    nycht    weygeren.      Vortmer,    desse  vorbenomeden    mysse    moghe    wy    vnde 
s<iholen   tho  deme  ersten  male  vorienen   enem   bedderuen   manne,  de  en   prester 
ys   edder  bynnen  dem  jare  moge  prester    werden.      Wan  de   prester   vorstoruen 
ys,    so  mogen   vnde  scholen   de    vorbenomeden    mester    vnde    knapen   des    vor- 
schreuen  amptes    der    wullenweuer  hyr  tho  Lubeke,    de  thor  tydt  synt,    eneme 
"^dderuen    manne,    dede    prester   ys    edder    bynnen    deme    jare    moge    prester 
V^erden,  vorienen  de  vorschreuen  myssen,  else  dat  de  ebbedissche  desses  klosters 
tho  sunte  Johannis,    de  tho  der  tydt  ys,    tho  der  enen  tydt,    vnde    de    mestere 
Vnde  knapen  des  vorbenomeden  amptes  der  wullenweuere,  de  tho  der  tydt  synth, 
wan  de  vorscreuen    mysse  los  wert,    tho  der  andern  tydt  vorienen    scholen  tho 
ewygen    tyden    na  der   wyse,    alse    hyr  vorscreuen    steyt,    sunder    yenigherleye 
weddersprake  edder  hulperede.    Tho  merer  betuchnisse  vnde  bewarynghe  desser 
vorscreuen  stucke  so  hebbe  wy  Wernetrudis,  ebbedyssche,  Beata,  priorisse,  myt 
wytschop  vnde  eyndrachticheyt  al  der  gennen,  de  dar  vulbort  tho  scholen  geuen, 
vor  vns  vnde  vnse  nakomelynge  vnses    conuentes    ingesegel    hengen   laten    vor 
dessen  breff,    de    gegeuen  vnde   schreuen  ys  yn  den  yaren  vnses  Hern   dusent 
verhundert  yn  deme  sossvndetwyntygesten    yare,    des  sonnauendes  vor  Palmen. 

Nach  einer  Abschri/t  in  von  Me  He  Lubeea  relig%09a  p,  364. 


712  1426.     Marz  23. 

I»CCJLXX1V. 

Bernhardt  Herzog  von  Braunschweig  und  Luneburgy  versprtcht  unter  Verpflicktc^^ru^ 
zum  EinlageVy  Lubecldschen  Kaufieuten  die  ihnen  fur  genommene  Glutei 
achuldige  Summe  bis  ndchste  PJingsten  zu  bezaJden.     1426.     Mdrz  23. 

VVij    Bernd,    von    Godis    gnaden    to    Brunszwig    vnd    Luneborg    herto^e. 
Bekennen  in  dessem  breue  vor  allesweme,    dat  wij  twiscben    disser   tijd,    gi  f^e 
desses  brenes^  vnd  Pingsten  erstkomende  inriden  willen  to  Luneborg  odir  vnseo 
truwen    rad  vnser    vuhnechtig    dar    insenden    willen^  (willen)  to    makende    des 
rades  tho  Lubeke  vnd  erer  koplude  na  rade  vnser  leuen    getruen  des  rades  to 
Luneborg  vmme  sodan  surnmen  geldes  des  behinderden  gudes,  also  se  mid  vns 
tor  Nienstad    berekent   hebben,    by  namen  vmnne  seuenteynhundert  arnemsclie 
gulden  vnd  seuenvndeseuentich  teyn    gulden    myn.     Desses    to   tuge   hebbe  wij 
vnse  secret  druckt  heten  an  dessen  breff  na  Godis  bord  dusend  veerhundert  in 
dem  sosvndtwintigesten  jare,  an  denfi  hilgen  Palinenauende. 

Auf  einem  anliegenden  Blatte  Papier:  De  summe  des  gudes,  de  vns  genomeD 
vnd  to  der  Nigenstad  gebracht  is,  an  buntwerke.,  bernstenpaternoster,  lampuei, 
smaschen,  hosen  van  semeschen  leder,  hanschen,  rinsche  velle,  als  vns  witlick 
is,  dat  achte  wij  vppe  werde  XIX^  mrc.  lub.  vnd  XV  mrc. 

Vortmer  de  summa  des  reden  geldes  an  golde  vnd  an  suluer,  an  alreleye 
golde  vnd  an  suluergelde  dat  achte  wij  vppe  XXIIIF  rinsche  gulden,  vnd  off 
hir  wes  meer  were,  dat  anderlude  tobehorde,  des  wij  nicht  en  weten,  dat  dar 
malk  vnuorsumet  an  sy. 

Auf  einem  andem   ebenfalls  anliegenden  Zettel  steht  dasselbe,  von  der  Hand 
eines  SchreiberSy  noch  einmal  und  darunter^  von  anderer  Hand,  folgende  Quithmg: 

EntFangen  IIIF  arnemsche  gulden  myn  1  gulden.  Item  entFangen  CXVIIl 
lubesche  gulden.  Item  entfangen  LVII  cronen.  Item  entfangen  XI  nobelen. 
Item  XL  gulden  rinsch  an  bemeschen  gr.  Item  entfangen  ene  thene  geldes  van 
XX  rinschen  gulden.  Item  entfangen  V  lodige  mark  suluers.  Item  entfangen  an 
lubischen  gulden,  an  rinschen  gulden  vnd  nobelen  vppe  C  vnd  XIII  arnempsche 
gulden.  Item  entfangen  an  V  guldenen  boghen  vpp  IX  arnempschen  gulden. 
Summa  hirvan  VF  vnd  LVI  mark  lubesch.  Aldus  bliue  wij  noch  to  achter  an 
redem  golde  XVIl^  vnd  LXVII  arnempsche  gulden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier  im  Stadtarchiv  zu  Luneburg.     Mit  vnkenntlichem  Pre9»elm 


llermannus  Specht,  frater  Godekini  Spechtes,  coram  concilio  et  hoc 
libro  recognouit,  se  subleuasse  et  percepisse  a  Hinrico  Swochele  XXVIII  mrc. 
lub.  den.  ex  illo,  quod  alias  Marquardus  Swochele,  frater  Hinrici  antedicti, 
interfecit  Godekinum  Specht  preFatum,  vnde  dictus  Hermannus  Specht  cum  suis 
heredibus  dictos  Marquardum  et  Hinricurn  Swochein  cum  eorum  heredibus 
pretextu  illius  penitus  dimisit  ab  omni  alia  monicione  seu  inpeticione  quitos 
et  solutos. 

Naeh  einer  Inscription  des  Niederatadtbuchs  vom  J.  1426,  Palmarvm. 

ih:!€Xxs:¥i. 

Ein   Wettlauf  zwischen  Roseburg  und  Poterau.     1426.     Mcirz  24. 

Johannes  Kuleweyde  alias  impetebat  Conradum  Odbrechte  pro  quadraginta 
florenis  renensibus  ex  eo,  quod  dicti  Johannes  et  Conradus  currere  voluerunt 
de  villa  Rosborch  usque  in  viliani  Poterawe',  vnde  tauien  antedictus  Johannes 
Kuleweyde  cum  suis  heredibus  prefatum  Conradum  Odbrecht  et  suos  heredes 
pretextu  illius  coram  libro  penitus  dimisit  ab  omni  alia  monicione  seu  impeticione 
quitum  et  solutum. 

Nach  einer  Inscription  dea  Siederstadtbuchs  vom  J,  1426,  Palmarum. 

»€€JLXXV1I. 

Der  Rath  von  Stralsund  zeigt  dem  Rathe  von  Lubeck  an^  dass  er  semen  Burgern 
erlaubt  habe,  auf  ihre  Gefahr  Schiffahrt  zu  treiben,  nur  nicht  nach  den 
dem  Konige  von  Ddnemark  untergebenen  Lander n.    1426.     Mdrz  29. 

Vnse  vruntlike  grute  myt  begheringe  alles  gudes  tovoren.  Ersamen 
heren  vnde  leuen  guden  vrunde.  luwen  breeff  an  vns  ghesant,  dar  gi  ane 
begheren,  juw  clarliken  to  vorscriuende  van  der  arrasteringhe  weghen  der 
Echepe,  eFte  wi  de  schepe  ok  seghelen  laten,  de  in  de  ryke  nicht  en  willen, 
alse  de  in  Prutzen  effte  in  Lifllande  zeghelen  willen  etc.,  hebbe  wi  wol  vor- 
jiomen.  Des  willet,  leuen  heren,  weten,  dat  wi  de  arresteringhe  oueral  ghedan 
hadden,  vtghenomen  de  in  de  ryke  to  hus  behorden,  alse  wi  dat  juwer  erbarheyt 


I)  Die  Entferaang  zwlBchen  beiden  Orten  betrilgt  (Or  einen  goten  Fussg&nger  wenig   mehr  aU  eine  Stunde. 

90 


714  1426.     Marz  29. 

vorscreuen    hebben.      Yodoch  so  vorbode   wi    nadens    vnsen    copman    vor    v 
vnde  vorkundigheden  en,  wo  wi  enkede  voruaren  hadden,    dat    vytalienbrode 
in  der  zee  weren,    vnde  ok  de  here    koningh    alle  de   yenen  touede,    de  in 
ryke  zeghelende  quemen,  vnde  nicht  wedder  vt  stedede,  vnde  warnden  se,  d 
se  nerghene  zegheleden,  vp  dat  se  nenen  schaden  nernen,   dar  se  an   sprekc 
vnde  beden  vns,  dat  wi  en  wolden  ghunnen,    dat  en  yewelik  zeghelen  moch 
vp  syn  euentur^    wor   yd    em   euen    querne,    ane  in  de  ryke.     Des  synt  wi  e 
leuen  heren,  volghaftich  gheworden  vnde  hebben  en  des  gheghunt.    Ok,  leu^  «i 
heren,  van  juw  to  vns  vnde  van  vns  to  juw  to  zegelende,  also  yd  van  oidingh^s 
ghewesen  heFt,  dunket  vns  nener  vare  wert  zyn.     Vnde   also  gi    vurder,   leu^n 
heren,    scriiien  van  juwer  smede  brene,   wo  gi  ene  an  vnseme  breue  nicht  en 
vunden,   dat  is,   leuen   heren,    van  nenie  quaden    willen    toghekomen,    men  van 
vorsumenisse  weghen,  dat  yd  vorgheten  wart,  dat  wi,  leuen  heren,   bidden  vor 
gen  arich  to    nemende^   men  wy    senden  ene  juw  nu  tor  tijd    hijrane    besloten. 
Ok,  leuen  vrunde,  so  wille  wi  yd  myt  den  Stetynschen  gherne  bestan  laten  bet 
to  der  dachuart  to  Rozstok  neghest  to  komende,    dar  wi  se  to  bidden  hebben 
laten  to  twen  tijden  vormyddelst  vnser  bodeschop.    Sijt  Gode  beuolen.    Screuen 
in  gnden  vrygdage,  vnder  vnser  stad  secret,  anno  etc.  XXVlto. 

Radmanne  tome  Stralessund. 

Aufschrift:      Den   ersamen    vorsichtigen    wisen    mannen,    heren    borger- 
meysteren  vnde  radmannen  tho  Lubeke,  vnsen  zunderghen  guden  vrunden,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  aufyfdrUcktem  iheilweise  erhaitenem  Secret 

iM?cxxx:viii. 

Der  Convent  der  Dominikaner  zur  Burg  gestattet  dem  Georg  Rentzow  gegen  Zahlung 
von  100  rri^  die  lehensldngliche  Erhehung  etner  dem  Kloster  znstdndigen 
Emnahme  von  8  rri^  aus  der  Luneburger  Saline.     1426.     Apr.  3. 

jNos  fratres  Hinricus,  prior,  Hermannus,  lector,  Johannes,  supprior, 
Marquardus  et  Theobaldus,  seniores,  ceterique  fratres  conuentus  Lubicensis 
ordinis  predicatorum.  Publice  recognoscimus  et  protestamur  in  hiis  scriptis, 
quod  concessimus  et  per  presentes  concedimus  fratri  Georgio  Rentzowe,  filio 
nostri  conuentus  preFati,  ad  vitam  suam  duntaxat  facultatem  toliendi  et  suble* 
uandi  redditus  annuos  VIII  markarum  lubicensis  monete  de  redditibus  nostri 
conuentus  salinaribus  de  dimidio   choro,   ita  quod  nee  prior   pro   tempore   nee 


eerbaren  wijzen  onderinans  ende  weerdeyns  der  goeder  stat  van  Lubick,  onsen 
goeden    vrienden,    hoe  dat  wi    verstaen    hebben  van  Heinric  de  Vreze,    onzen 
medeborgher,  ais  dat  hi  vergulden  ringh^^  in  uwer  stat  van  Lubick  voirscreuen 
ghebrocht  heeft,  die  ghi  hem  ofghekoert  zout  hebben,  ouermits  dat  si  na  dero 
koer  van  uwer  stat  nyet    ghewrocht  en  ziin,    dat  wi  wel  verstaen  hebben,  dat 
hi  dat  zonder  vordel  of  argheiist    ghecoft  heeft.     Ende  hij  seyt    mede^    ist  dat 
hi  v  van  den  seluen  goede,  dat  dier  gheliic  ghewrocht  is,   mit  enen  waerach- 
tigen  betoen  van  Vtrecht   brengt,    dat  dies    gheliken    goets  onder  de  ghemeen 
coepman  tUtrecht    ghecoft    ende    vercoft    wert,    ghij  zelt  hem  ziin  goet  weder 
geuen  ende  hi  zel  des  zonder    scade    wezen.      Ende    want    hi    ons  deze    voer- 
screuen  zake  aldus  bighebrocht  heeft,  so  hebben  wi  om  siinre  beden  wille  mi 
heni  ghegaen  ende  hebben  des  gheliken  goets,  zo  hi  seyt,  dat  siin  ringhe  ziin  ^ 
die  ghij  hem    ofghekoert  hebt,    van   enen    fatsoen    ghecoft    onder  der    gaerderv 
tUtrecht  tot  tween  steden,   die  wie  v  in  eenre  dozen   mede    zenden    mit   onsev^ 
zeghellen  toe  beseghelt  tot  enen  stal,  te  verstaen,  ist  dat  siin  ringhe  zult  ziirm^ 
die  ghi  hem  ofghekoert  hebt,    dat  die  ghemeen    coepman    die  coept  ende  ver*- 
coept  oueral  in  onsen  lande  ende  daermede  volstaen  zonder  argheh'st^  hier  om 
biddende  ende    begherende    uwer    eerbaerheyt,    ist  dat  dese    zake,    die  hi  ons 
bighebracht    heeft,    aldus  gheschiet  is^    gheliic  hier  voer  bescreuen    staet,   dat 
ghi  hem  siin  goet  weder  geuen  ende  vorderlic  wesen  wilt,  als  wi  uwen   borgeren, 
wan'  des  wij  vermuchten^    tot  alien  tyden    guetelic    ende  geern  doen    zouden, 
want  wi  den  seluen  Henric  nyet  en  kennen    dan    voir    een    goet   ghetru    recht- 
uardich  coepman.    In  oirkonde  der  waerheyt  hierof  zo  hebben  wi  onze  zegellen 
aen  desen    brief   gedaen  hier  beneden    wtghehangen.     Ghegeuen    int    iaer   ons 
Heren    dusent    vierhondert   zes  ende  twintich,    opten    zesse  ende    twiintichsten 
dach  in  Aprille. 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangenden  Siegelstrei/en^  von  denen  die  Siegel  abgesprungen  sind. 

Verkauf  eines  Ackers  mit  Vorhehalt  des  Ruckkaufs  nach  fiinf  Jahren.    1426.    Mai  30. 

Jtiernardus  Bisscopp  coram  libro  recognouit^  se  emisse  a  Johanni  de 
Mynden  vnum  ortum  seu  pomerium  situm  prope  sanctum  Georgium  pro  XL  mrc. 
lub.  den.,  quam  ortum  habere  et  uti  debebit  super  festum  sancti  Martini  proxime 
affuturum    incipiendo    ultra    ad    quinque  annos  integros  subsequentes.     Extunc 

1)  Im  Original:  van. 


■r-  i 

It*:! 

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1426.     Mai  30.  .  717 

diotus  Johannes  de  Minden  aut  sui  heredes  habebunt  reeinpcionem  curie  antedicte 
pc*o  XL  inrc.  lub.  den.  Si  autem  dictus  Johannes  de  Minden  aut  sui  heredes 
pc-cfatam  curiam  super  termino  antedicto  non  reemerent,  extunc  Bernardus 
Bysscop  ejt  sui  heredes  retinebunt  dictam  curiam  pro  suo  vendito  empto  excepto 
c^sisu  ciuitatis  in  eadem  curia  reseruato. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederttadtbuchs  vom  J,  1420,  Corp.  Chr. 

DCCXIill. 

D^T  Eid  ezn  Beweismittely   auch  wenn  er  von  dem  Gegner   nicht   angenommen  wird. 

1426.     Mai  30. 

(jerrardus  Bruggeman  coram  concilio  alias  inpetebat  Hinricum  Wesebom^ 
ciuem  Wismariensem,  de  quibusdam  debitis,  de  quibus  tamen  dictus  Hinricus 
Wesebom  paratus  erat,  mediis  suis  juramentis  jurasse^  quod  ipse  dicto  Gerrardo 
^x  dictis  debitis  in  nichilo  tenetur  obh'gatus^  quam  tamen  juramentum  Gerrardus 
Bruggeman  recusa'uit  et  habere  noluit.  Vnde  consilium  decreuit,  antedictum 
Hinricum   Wesebome  de  inpeticione  predicta  esse  quitum  et  solutum. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbucks  vom  J.  1426,  Corj).  Chr. 

DCCXIilll. 

Verpachtung  eines  Hopfenlandes  in  Krempelsdorf.     1426,     Jun.  5. 

Ihomas  Kerkringk,  iilius  domini  Bertoldi  Kerkringes  bone  memorie, 
coram  libro  recognouit,  se  locasse  in  huram  Hinrico  Vingere  vnam  curiam 
humulorum  in  Crempestorpe  cum  suis  foueis  et  idem  Hinricus  Vinger  pro 
quohbet  C  foueis  dabit  annuatim  dicto  Thome  pro  hura  uel  sensu  X  sol.  lub. 
den.,  et  stipites  dictarum  fouearum  pertinent  et  sunt  antedicti  Hinrici  Vingers. 
Insuper  dictus  Hinricus  Vinger  prefatam  curiam  possidere  et  habere  debebit 
per  septem  annos  integros  immediate  subsequentes,  videlicet  in  presenti  termino 
incipiendo.' 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuehs  vom  J.  1426,  Bonifacii, 


1)  Nach  einer  Inscription  Tom  24.  Jnni  1486  Terpfftndet  Eler  Bnnser  dem  Dietrich   Ton  Nodelen   fQr  81  m^ 
die  Hopfenstangen  nehst  dem  Hopfen  aaf  swei  StGcken  Hopfenland  bei  Krempelsdorf. 


11426.     Jun.  10.  719 

inynsten^  zu  dem  obgenanten  teglicheri  kriege  schiken  vnd  senden 'sollent 
den  sontag  nach  vnser  Frawen  tag  Assumpcionis  nehstkunfftig  gen  Freyburg 
leyhssen,  so  erfordern  vnd  ermanen  wir  euch  solicher  treuwe^  so  ir  dem 
chtigen  Got,  deni  cristenlichen  glauben  vnd  auch  vnss  vnd  dem  heiligen 
I  schuldig  vnd  pflichtig  sijt,  vnd  bey  vnsern  kdniglichen  hulden  heissen, 
ir  an  alle  widersprechen  vnd  verzihen  dem  almechtigen  Got,  seiner  lieben 
T  vnd  alien  heiligen  zu  lobe,  der  heiligen  cristenheit  zu  trost,  dem  heiligen 
sen  zu  sterkunge,  vnss  vnd  dem  heiligen  rijch  zu  eren  vnd  den  obgenanten 
osten  vnd  verdampten  keczern  zu  vertilgung  vnd  ussrutung  soliche  obge- 
e  siiben  vnd  dreyssig  spiess  vnd  wolmugender  lute  mit  pferden  vnd  harnasch 
erzeugt  aufT  den  obgenanten  sontag  nach  vnser  Frauwen  tag  Assump- 
s  gen  Freyburg  in  Meyhssen  zu  andern,  die  dahin  geschickt  werden  zu 
n  tegiichen  kriege,  da  zu  sin  vnd  zu  ligen,  vnuerzogenlichen  schicken 
^nt  vnd  sie  also  vssrichten,  den  selben  kriege  usszuwarten  vnd  dem  haubtman 
lbs  gehorsam  zu  sein  vnd  nit  von  dannen  zu  scheiden  ane  des  haubtmans 
\  wissen  vnd  willen,  vnd  daz  darin  kein  ander  gebreche  oder  in  soliche 
s  vnd  der  gemeynen  cristenheit  sachen  ewernthalben  kein  saumenuss  oder 
g  sey.  Daran  verdienet  ir  lone  von  Got,  lob  von  den  leuten  vnd  wir 
n  daz  gen  euch  in  allem  guten  gnediclichen  bedencken.  Vnd  wo  daz  queme, 
r  hierinne  sumig  oder  lessig  wurdent  vnd  die  obgenanten  anzale  euch 
slagen  nit  vollenbrechtent,  daz  wir  uch  nit  getruwen,  so  mochte  meniclich 
versten  vnd  mercken,  was  andacht  vnd  innikeit  ir  zu  Got  vnd  seinen 
?nlichen  glauben,  vnd  was  truwe  ir  zu  vns  vnd  den)  heiligen  reich  trugent 
hettend,  vnd  wir  mochten  nit  gelassen,  wir  musten  vnd  wolten  daz  mit 
vnser  vnd  des  reichs  kurFursten,  fursten,  herren  vnd  stetten  an  euch  so 
en,  als  sich  daz  geburt.  Vnd  wan  vnss  sunderlich  vnser  koniglich  gemute 
get  vnd  bedacht  haben,  daz  eyn  zumal  grosse  notdurfft  wer  in  disen 
m,  daz  alle  kriege^  zwytrecht  vnd  vnwillen,  die  zwischen  vnsern  vnd  des 
5  kurfursten^  fursten,  herren  vnd  steten  erstanden  sin  vnd  vorhanden 
1,  gancz  hingelegt  oder  aulfgeschoben  werden,  als  wir  daz  auch  alien 
lanten  den  vnsern  vnd  des  reichs  fursten,  herren  vnd  steten  zu  tun  ge- 
n  haben,  vnd  des  gleich  so  gebieten  wir  euch  ernstlich  vnd  vesticlichen 
h'esem  briflP  von  der  obgenanten  koniglicher  macht  wegen,  das  ir  alle 
echt,  ob  ir  die  zu  ymand  hettent,  hienlegent  oder  euch  mit  den  selben 
len  gemeinen  Fryden  vnd  stellung  zu  gleichen  dingen  seczent  vnd  uch 
Tley   veientschafft   noch    Fehe   zuzihent  oder  euch  eins   gleichen    billichen 


720  1426.     Jun.  10. 

rechten  benugen  lasset.     Vnd  autf  daz  iv  in  diesen  sweren  vnd  notlicben  sache  ^ 

die  heilig  cristenheit   antreffendo    vnsern  innigen  ernst  gancz  versteen  niugen.  t 

vnd  wir  euch  auch  solliciichen  ersuchen  vnd  darinnen  ermanen,  so  haben  wf  j* 

vnser  koniglich  maiestat  ingesigel  zurucke  uff  diesen  briff  tun  drucken,    Geben 

zu  Nuremberg,  am  inontag  vor  sent  Vits  tag,  vnser  reich  dez  Vngerischen  eto. 

im  vierczigistem,   des  Romischen   im    sechzehendem    vnd    des    Behemiscben  in 

den  sechsten  jaren. 

Ad  mandatum   domini    regis  Johannes, 

episcopus  Zagrabiensis,  canceliarius. 
Ohne  Aufschrift. 

Nach  dem  Original  au/  Papier,     Mit  als  Pressel  au/gedriicktem  groaaem  Kaiserlichem  SiegeL 

Verkauf  von  Hdusern  in  Bergen.    1426.    Jun.  29. 

iJernardus  Croppelin,  ciuis  Wismariensis,  coram  libro  recognouit,  ^  ^ 
vendidisse  et  libere  vendidit  suos  duos  domus^  quas  habet  Bergis  Norwegi  ^ 
vulgariter  en  par  knuppeder  husere  in  den  auden  garden  de  zebus  in  der  ^ 
suder  syden  Hinrico  Grambeken,  mercatori  Bergis  Norwegie,  dictusque  Bernards  ^ 
recognouit,  quod  prefate  domus  sibi  per  Hinricum  Grambeken  plenarie  etben^ 
sunt  persolute,  sic  quod  idem  Hinricus  cum  dictis  domibus  facere  possit,  quicqui^f 
sibi  placuerit,  absque  contradictione  antedicti  Bernardi  seu  alterius  cuiuscunque. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1426,  Petri  et  Pauli, 

I»C€JLIi¥l. 

Der  Rath  von  Bremen  erkldrt  den  in  Lubeck  versammelten  Stddten,  dass  die  fcri- 
dauernden  Fehden  es  ihm  unmoglich  macheriy  ihre  Versammhmg  zu  besenden, 
erkldrt  sich  ubrigens  bereit.,  dem  Herbord  Duckel  Dasjentge  zu  leisten^  um 
der  Erzbischof  von  Bremen  erkennen  loerde.     1426.     (Um  Jun.  24.y 

Vnsen  vruntliken  grut  vndeweswij  lieues  vnde  gudes  vormogen.  Ersamen 
heren,  sundergen  guden  Frunde.     So  gi  vns    vnlangs  auereyns   screuen    bebben 

1)  Die  HansesUidte  warcn  Jobannis  1426  in  Lubeck  versammclt.  In  dem  Recess  kommt  fiber  die  Angelegeabeit 
Folgendes  vor:  Item  vmme  den  vnwillen  twischcn  den  van  Bremen  mde  born  Herborte  Dockel  weaende  ftc 
bebben  de  stede  beuolen  den  ersamen  van  Luneborcb  vndo  Hamborcb,  dat  se  de  van  Bremen  vnde  kern  Hfltboito 
erbenomed  scholen  uorscriucn  eync  stede  vnde  tijd  vor  ze  to  komende,  vnde  de  vorscreuen  beyden  dolea  it 
gudlikbeit  to  bericbtende.  Darvmme  ok  de  stede  drapliken  bebben  gescreuen  an  de  van  Bremen,  dat  ne  don  Ylft 
Hamborob  vnde  Luneborcb  des  nicbt  enthoren^  anders  en  willen  se  des  nicbt  vngericbtet  Todn  Tngeptntgtt 


1426.     (Urn  Jun.  24.)  721 

rne  de  dachfard  riu  to  F^ubeke  wesende,  dat  iuw  nutte  duchte  wesen,  dat 
de  noch  besenden  etc..  begeren  wij  iuwer  ersameheit  weteii,  vmme  iuwer 
e  vnde  des  ghemenen  copmans  beste  vnde  gudes  willen  wolde  wij  niit 
itzen  beghere  dar  gerne  gekomen  vnde  de  dachuard  mit  vnsen  vulmechtigen 
and  hebben,  wan  wij  dat  van  vares  vnde  vnvelicheit  willen  gedan  hebben 
iden^  so  gi  wol  weten,  dat  wij  in  swarer  veide  niit  mannichfolden  fursten 
le  heren  begrepen  sint,  des  wij  van  der  veide  weghene  nenewijs  velich  to 
e  af  komen  konet.  Darumme,  leuen  frunde,  en  willet  dat  vor  nenen 
nllen  nemen^  dat  is  vns  yo  van  iuw  to  willen.  Vurder,  so  gi  scriuen  van 
Harborte  Duckein  etc.,  begeren  wy  iuw  weten,  mach  vns  de  vorbenomede 
Harbord  clage  nicht  vorlaten,  so  wij  iuw  er  gescreuen  hebben,  dat  wij 
[^huldich  sint,  so  juw  van  siner  wegene  is  voregebracht,  vnde  wij  erne  nen 
aFgeschattet  vnde  ok  vt  sinen  state  vnde  herlicheide  nicht  gesatt  noch  ge- 
rigen  hebben,  wij  willet  em  don  so  vele,  alse  vnse  gnedige  here  van  Bremen 
iit,  dat  wy  em  van  rechts  wegene  plichtich  sind.  Will  he  ok  vnser  borger 
ke  beschuldigen,  de  willen  wy  em  bestellen  to  rechte  vnde  rechtes  dar 
r  helpen.  Bidden  wij  iuw  denstliken,  dat  gij  den  vorbenomeden  her 
borte  berichten,  dat  he  dat  wille  nemen  vnde  dat  gi  vns  in  nene  vurder 
t,  albeit  vnde  belast  bringen.  Dat  willen  (wy)  vmme  iuw  gerne  denstliken 
schulden,  wor  wij  mogen.  Sijd  Gode  beualen.  Screuen  vnder  vnser  stad 
ret,  anno  etc.  XXVIto. 

Consules  ciuitatis  Bremensis. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vorsichtigen  wisen  heren,  radessendeboden  der 
menen  stede  van  der  Dutschen  hense  nu  tor  tijd  to  Lubeke  vorgaddert, 
2;ermesteren  vnde  radmannen  to  Lubeke,  vn&en  guden  sundergen  Frunden, 
creuen. 

N(ich  dem  Original,    Mit  theiiweise  erhaltenem  aufyedrSektem  Secret, 


III 


Siihne  wegen  Todtschlags.     1426.    Jun.  29. 

Johannes,  Marqwardus,  Andreas  et  Reinekinus  dicti  Mollere  et  filii 
Iree  MoUers  bone  memorie  coram  libro  recognouerunt,  se  subleuasse  et 
?pisse  a  domino  Conrado  Brekewolde,  ciuium  magistro  huius  ciuitatis, 
/  mrc.  lub.  den.  de  illo,  quod  Ludekinus  Scharpenberg  alias  prefatum  Andream 

91 


722  1426.     Jun.  29. 

Mollere,    eorum    patrem,    interfecit.      Vnde    antedicti    Johannes,    Marqwardus  _. 
Andreas  et  Reynekinus  cum  eorum  heredibus  nascendis  seu  nascituris  prefatui 

Ludekinum  Scharpenberge  suosque    heredes    seu  omnes  alios    de  eadem  inter 

fectione     suspectos     et     presertim     dominum    Conradum    Brekewolde     penitu^ 
dimiserunt  pretextu  illius  ab  omni  alia  monicione  seu  inpeticione  quitos  et  solutos^ 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1426,  Petri  et  Pauli, 

Der  Rath  von  Lubeck  und  die  in  Lubeck  anwesenden  Hansestddte  legen  dem  Kmf^ 
Erich  die  Grunde  dar^  aus  welchen  sie  sich  nicht  verpjltchtet  glavherm^ 
ihm  vertragsmdssig  bewaffnete  Hulfe  gegen  Holstein  zu  leisten.   142  6.  Jun.  29 • 

Irluchtigeste  vorste,    gnedige  here.     Juwer    koningliken    gnaden  breeflf*-) 
darane  juwe  gnade  vns  eschet  vnde  manet    mit  truwen  vnde  vnser  ingesegel€^  -» 
dat  wij  eyn  islik  stad  van  vnsen  steden,  iuwen  gnaden  schicken  myt  den  erste 
V^  gewapend,  to  iuwer  hulpe   to  bliuende   wedder  de   heren  van  Holsten  etc^ 
hebbe  wij  wol  uornomen  vnde    dar    uterliker  vmme  gesproken,    also,    dat  vn 
alien  zere  vorwundert,    dat  juwe  gnade  vns    zo  zwaarliken  eschet  vnde  manetr 
by  vnsen  truwen,   eren  vnde  zegelen,  wente  van  Godes  gnaden  vnzer  neen  e 
is,  de  dar  entegen  gedan  en  hebbe,  vnde  willen  ok,  oft  God  wil  vnde  myt  syne 
hulpe,  anders  nicht  don,  dan  wij  myt  eren  vnde  myt  redelicheyd  moghen  bekan 
wezen.     Ok  enkone  wy  nicht  erkennen  efte    besynnen,    dat  yd   darto  gekome 
sy,  dat  vns  iuwe  gnade  van  vorbundes  efte  tozate  wegen  zo  zwaarliken  esche 
vnde  manen    dorue    efte    moge,    iuwen    gnaden    de    uorscreuen    gewapeden  t 
schickende  wedder   de  Holsten,    alse    iuwen    gnaden    vnser   stede    sendebode 
latest    to  Werdingborch    des    clarliken    vnderwiseden,    vnde    wan  yd    darto   ge  — 
komen  were,    edder  darto  qweme,  dat  wij   kenden  konden,  dat  vns  iiiwe  gnad 
van  vorbundes  vnde  tozate  wegen  esschen  mochte,  zo  uorgeroret  is,  zo  woldc 
wy  vngerne  anders  don,  dan  vns  van  eren  vnde  redelicheid  wegen  geborde  to 
dondej    vnde  wij  entwiuelen  ok  nicht,  wanne  yd  yuwen  gnaden  were   to  synne 
vnde  behegelich  geweset   to  holdende    alsodane,    alse  vns  duncket    nutte  vnde^ 
lymplike,  eyndracht  vnde  vorraminge,  alse  in  uortijden  twischen  iuwen  gnaden, 
uormiddest  iuwen  vulmechtigen  sendeboden,  den  erbaren  vnde  strengen  rittereo 
hern  Erike  Crummedyke  vnde  hern  Steene  Bassen  vnde  den  heren  van  Holsten, 
bynnen  Lubeke  by  guder  vrundliker  iAsprake  des  ouersten  marschalkes  Dadesches 
ordens  vnde  der  stede  begrepen  ward,  alle  vnwille  twischen  juwen  gnaden  vnde 


ie»n  heren  van  Holsten  hadde  uormiddest  rnedewerkinge  vnde  gnade  des  geueres 
a  lies  guden  vnde  eiwerdigen  heren  vnde  vorsten  vnde  anderer  bederuer  lude, 
lo  darby  konien  hadden,  gudliker  vnde  eriiker  insprake  to  eyneme  redeliken 
?nde  komen.  vnde  schege  liclite  noch  wol  also,  wanne  iuwen  gnaden  sodane 
Jc^gedinge  to  holdende  beqweme  were.  God  de  kend  id  ok,  wor  wij  iuwen 
Loningliken  gnaden  deenst  vnde  behegclicheid  bewisen  mochten  myt  redelicheyd, 
I  Sit  wij  dar  yo  gerne  gudwillich  to  weren  vnde  berede.  Juwe  koninglike  gnade 
^e^ware  God  to  iangen  saligen  tijden.  Screuen  vnder  der  heren  des  rades  to 
beke  ingesegele,  das  wij  saniendliken  hyrto  bruken,  uppe  sunte  Peter  vnde 
uli  dage  der  weerden  apostole,  anno  etc.  XXVIto. 

Radessendeboden  der  stede  van  der 
Dudeschen  henze  bynnen  Lubeke  to 
dage  vorgaddert  vnde  de  raad  to  Lubeke. 

Nach  einer  in  den  Recesis  der   Versammlung  aufgenommenen  Abschrift. 

»C€XIiIX. 

Rath  von  Riga  schreibt  abermals  an  den  Rath  von  Lubeck  in  Angelegenheiten 
der  Kinder  des  verstorbenen  Rtgaer  Rathmanns  Albrecht  Stockmann. 
1426.    Jun.  29. 

Den    erbaren    vnde  vorsichtigen  wisen    mannen,    heren    borgermesteren 

^e  radmannen   der  stad  Lubek,    wille  wy    borgermestere  vnde    rad    der  stad 

^e  myt  vruntliker  grote  witlik  syn,  wo  dat  an  vns  getuget  hefft  de  erwerdige 

re,  her  Arnd  van  dem  Brinke,  in  der  stede  des  doinprouestes  tho  Rige,  wo 

^%  vor  erne  gekomen  sin  dre  tuchwerdige  eriike  manne,  dar  he  richters  vnde 

^c^htes  stede  besat,  also  her  Didrik  vnde  herAlff,  beyde  genomet  Stockmanne, 

pv^stere    vnde    vicarii     der    vorgescreuenen    domkerken,     vnde    mester   Johan 

K^^rtsebrdk,  des  erwerdigen  heren  mesters  van  Lifllande  arste,  de  alle  dre  myt 

g^liker  stemme  vpgelecht  ere  lifflike  vingere  vppe  dat  hilge  ewangelium  vtge- 

sproken  hebben,   dat    et  en  clarliken  wol  witlik    is,    dat   sodane   gud,    also  de 

vader  Hermen  Klenipowen  dar  in  jwer  stad  besat  hefft,   de  by  heren  Albrecht 

Stockmanne  was,  vnses  rades  medebrodere,  deme  God  gnedich  sy,  van  wegen 

heren  Albrechtes  rechten  eruen,  dat  dat  sulue  gud  gantsz  vnde  alle  den  suluen 

heren  Albrechtes  rechten  eruen  allene  thobehoret,  vnde  dat  Hermen  Klempowe 

Torgenant  noch  geselschop  noch  del  dar  nicht  an  en  hadde  noch  en  hefft,  dat 

en  80  Got   hulpe  vnde   dat   hilge   ewangelium.     Des   gelikens   so   hebben  Gert 

91» 


724  1426.     Jun.  29. 

Stockman  n,  saligen  heren  Albrechtes  s6ne,  vnde  Cord  Landesbergb,  vnser  st^d 
inedebdrger,  dat  vor  vns  myt  eren  vpgerichteden  liffliken  vingeren  gestauedes 
edes  to  den  hilgen  gesworen,    dat  an  sodanen  gude,    also  de  vader  des  Herme/i 
Kiempowen  vorgendnnet  dar  myt  iw  besat  hefFt  van  siner  wegene,  Gerdes  vor- 
genant,  vnde  siner  sustere  vnde  br6ders^  dat  de  sulue  Hermen  Klempowe  nocli 
eilingh  noch  scherff  in  gezelschop   edder   anders    ienich    part    offte  del,   kleyn 
edder  gr6t,    dar  ny    an  en  hadde,    ok  nicht  an  en   hefft  etc.     So  sin  noch  vor 
vns     gekomen     de     tuchwerdigen     eriiken     manne     nagescreuen,     her    Johain 
Brdthagen,  vnses  rades  stolbroder,  Hinrik  Ouerdijk,  Hinrik  Buddingb,  Hermen 
Dackholt,  Hinrik  Weke,  vnser  stad  medebdrgere,  de  dat  myt  eren  vpgerichtedevi 
liffliken  vingeren  gestauedes  edes  tho  den  hilgen  swerende  vor  vns  endrecbtige  in 
getuget  hebben,  dat  ze  daroiier  vnde  an  weren,  dat  de  vrowe  Odele,  de  here  r* 
Albrecht  Stockmans    zaliger    dechtnisse  vppe  de    tijd  wedde  was,    van  Herme^^ 
Klempowen  in  vnser  stad  reckenschop  vnde  bescheit    esschede  van  deme^  d^  ^ 
er    vnde    eren    kinderen    van    rechte    van    erne    geb6ren    solde,     dar    Herme  ^* 
Klempowen  vorgescreuen    to    antwerdede,    he  ene  kunde  er    nene  reckenschop 
d6n,  wente  he  en  hedde  dat  sine  nicht  thozamende,  dat  stunde  hen  vnde  here^^ 
vnde  bat,  dat  men  es  eme  stundede,  wen  he  dat  syne  thozamende  krege,  he  wold 
gude  reckenschop  ddn.   Ok  so  hefft  Hermen  Klempowe  ene  scrifft  in  synem  lateste 
bescriuen    laten,    de  vnder  vnsen    rad    gelecht   is,    dar  aldusdanige  wort  ynn 
Stan  van  lude   nagescreuen^    ,,Vortmer    so    hebbe    jk    Hermen    Klempowe   he 
Albrecht  Stockmans    wedderlegginge,    deme  God    gnedich  sy,    also    hoch    aUi 
hundert  vnde    seuenvndenegentich    mark;    van    desser   vorgescreuener  wedder- 
legginge b6rt  my  de  verde  pennyngh,  vnde  myt  dessem  vorgescreuenem  geldi 
so    hebbe    ik    selschop    myt  Cord  Landesberghe    vnde  myt    Hinrik  Sldren;  d< 
selschop    is    noch  vngeschichtet    vnde    vngescheiden  vnde   ok  vnser    eyn   demi 
anderen  noch  gen    bescheit   gedan    hefft;    hirvmme    so    vindet    man    vortan  ii 
mynen  b6ken  vnde    in    mynen    breuen,    wo    myn  dink    steit,    wes  ik  entfangei 
hebbe  vnde  wes  ik  wedder  van  my  gesant  hebbe,  dat  vindet  men  vterliken  i0 
myner    scrifft    tho  Lubeke    by    mynen    vrunden.^^     Erbaren    leuen    heren  vnde 
vrunde,    tho    iare    do    screue  wij  iw  vnsen  vruntliken    breff  also  van    des  vor- 
gescreuenen  gudes  wegen,    dat  et  den    kinderen  volgen  mochte  vnbekummerl;    fffrj 
wente  wij    nicht  vusten,    wo   de    anclage  were  Hermen  Klempowen  vaders  dar    1*^ 
myt  iw  tho  der   kinder   gude,    vnde    ok   do    noch   nene    anclage  geschen  wasf    Ik 
wente  wij    nu  van  Tideke  Stockmanne  hirvan  vnderwiset  sin,   de  en  procurator    |?t 
deshaluen  dar  bij  iw  gesant  was,  so  begere  wij  van  jwer  erbarheit,  dat  sodane    |t< 


726  1426.     Jun.  29. 

na    Johannis     et    Pauli     der    hilgen     tnertelere,     anno     Domini     miliesimo  qua- 
dringentesimo  vicesirno  sexto. 

N<ich  dem  Original,     Mit  anhangendem  nur  wenig  beschddigtem  SiegeL 

Der  Erzhischof  von  Bremen  schreibt  den  in  Liiheck  versammelten  StddteUy   doss  die 

fortdauernden  Fehden  es  dem  Rathe  von  Bremen  unmoglich  macheuy  thre 

Versammlung    zu   besendeny    dass    ubrigens    nur    ihrny    nicht   den  Stddten 

yebuhrey    in   der  Angelegenheit  des  Herbord  Duckel  zu  erkennen.     1426. 

Jul    7. 

iNicolaus^  Dei  gracia  sancte 
Bremensis  ecclesie  archiepiscopus. 

IJirsamen    guden    frunde.     Wij    begeren  juwer    leue  weten,    dat  vor  vn 
sind  gewesen  de  ersamen  vnse  leuen  andechtigen^  borgermeistere  vnde  rad  t 
Bremen,    mid    scrifften   vnde    breuen    en  van  juw    gesand   vnde   sundergen  mi 
welliken  en  vnlangs  gesand  van  juw,    darynne    gi  van    en  begerende  sind,   d 
daghuard,    de  nv  to  Lubeke  wesen  schall,    mid    eren  vulmecbtigen  dar  to  be^  — 
sendende  etc.     Des,  leuen  frunde,  so  gi  lichte  wol  erffaren  hebt,  dat  wy,  vns^ 
stichte  vnde  de  vorscreuen  van  Bremen  in  veide   begrepen  sind  mid  mannich- 
fulden  fursten  vnde  heren,  so  dat  se  nicht  Felich  vtli  ofiTte  to  bus  komen  konerm 
vnde  van  der  veide  wegen  nenewijs  vth  van    der    hand    mogen  wesen,    des  eiB 
willet  en    nicht  vorkeren  vnde  van   en  vor    nenen  vnwillen    nemen,    dat  is  vn^ 
frundligen  van  juw  to  wiilen.     Desuluen  juwe  vthgesanden    breue   mederorend^ 
sind  van  zake  vnde  clage  her  Harbord  Dukkels  etc.     Begere  wij  juw  weten,  sc» 
wij  juw  eer  gescreuen  hebben,  dat  vns  wol  kendlik  is  vnde  ok  enckede  erfarerB 
hebben,  dat  sik  de  sake  so  nicht  en  heift  vnde  so  nicht  gehandelt  is,  alse  ju^ 
is  vorgebracht,  vnde  nen  geld  de  rad  to  Bremen  affgeschatted  hefFt  deme  vor— 
benomeden  iiern  Herborde  vnde  one  ok  vthe  sinen  state  vnde  herlicheide  nicli^ 
gedrunghen.     Bidde  wij   frundhgen    mid    gandser    begeringhe,    dat   gi  den  vor" 
screuenen    hern  Harborde    so    vnderrichten    vnde  vnderwisen,    mach    he  dern^ 
vorscreuenen  rade  to  Bremen  clage  nicht  vorlaten,  dat  he  denne  van  en  nem^ 
so  vele^  alse  wij  segghen,    dat  recht  sy,  went  wij  des  vorbenomeden  rades  to 
rechte    mechtich    sind^    aise    her  Harborde   dat    ok  vor  vns  wol   themed  vnde 
gebord  to  nemende  vnde  to  donde,  nadem   he  vnses  stichtes  beleende  man  es. 
HefiPt  her  Herbord  ok  welliken  van  vnsen    borgeren   to  Bremen   totosegghende^ 


1426.     Jul.  7.  727 

de  wil  en  de  vorscreuene  rad  bestellen  to  rechte.  Hirvmme  willet  darvor  sin, 
louen  frunde,  dat  gi  de  vorbenomeden  van  Bremen  an  nene  last,  kost  vnde 
sirbeid  bringhen.  Wor  dat  ok  hir  enbouen  geschege,  moste  wy  den  van  Bremen 
3lse  vnsen  truwen  vndersaten,  de  vns  mid  rechte  to  vorbiddende  vnde  vor- 
degedinghende  geboren,  bistendich  wesen.  Screuen  to  Delmenhorst,  des  son- 
dag;es  na  Visitacionis  Marie,  vnder  vnssem  ingesegel,  anno  etc.  XXVfto. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vorsichtigen  wisen  luden ,  radessendeboden 
der  gemeynen  stede  der  Dutschen  hense  nu  tor  tijd  to  Lubeke  vorgaddert, 
borgermeisteren  vnde  radmannen  to  Lubeke,  vnssen  guden  Frunden ,  ge- 
screuen.     Detur. 

Nach  dem  Original  au/  Papier.     Mit  als  Pressel  au/gedrUcktem  wohlerhaltenem  SiegeL 

IKCIil. 

Konig  Erich  fordert  die  Ritter  Otto  Sestede  und  Johann  Stake  und  den  Knappen 
Detlev  von  Ahlefeld  aufj  stch  wegen  ihres  Verhdltnisses  zu  den  Graf  en  von 
Holstein  vor  ihm  zu  rechtferttgen.    0.  J.    (1426.    Vor  Jul  10). 

Wetet,    her  Otte  Zestede,    her  Johan  Stake  vnde  Detleff  van  Aleuelde, 

s'se   ju  wol  witlich    is^    dat    gij  vns    gelouet   hebben    vor   enen    vtsproke    enes 

I'^ohtes    tuschen    vnsen    oemen    van    Holzsten    vnde    vns    mit    etliken     anderen 

^^deloueren,    der    ere    namen  wol    bekant    sin  vnde    den    gij    id   wol    to   vor* 

kundigende  hebben,  were  dat  de  vtsproke  des  rechtes  vor  vns  vnde  jegen  vnse 

o^e  van  Holzsten  scheghe,  dat  gij  en  denne  jeghen  vns  nicht  byliggen  scholden 

vnde  wolden  mit  rade    edder  dade,    vfte    se    vns    nichten    helden,    dat  dar  vor 

^^^ht  vtgesproken  wurde,    alse   jwe    besegelden    breue    dat  vtuiset.     Des  is  iw 

^c>l  witlich,   dat  de  vtsproke  jegen  vnse  oeme  vnde  vor  vns  geschen  is,    vnde 

vn^e  oeme  vns    nicht   geholden    hebben    noch    tor    tijd,    alse    de  vtsproke  des 

^^olites  inne  holt  vnde  vtuiset.     Vnde  dar  bouen    hebbe  gij  en  doch  jegen  vns 

by^tendich  geweset    mit    rade    vnde  dade  vnde   noch    bystendich  sint,    alse  wy 

^<>riiomen  hebben,    dat   gij  vns   doch  wedder    ere  vnde   recht  don.     Hiirumme 

^&che  wy  jw,  dat  gij  vns  des  van  stunden  an  to  erne  vnvortogerden  dage  kommen, 

juwer  ere  rechtes  to  plegende.     Is  dat  gij  des  nichten  don,  so  moge  gij  vorwar 

louen,  dat  wij  jw  vorclaghen  vnde  vorscriuen  willen  an  heren  vnde  stede  vnde 

voruolghen,   alse  man  erlose  lude  plecht,   de   erer  ere  nicht  recht  don  willen. 

Nach  einer,  wie  et  sehetntf  dem  /olgenden  Sehreiben  (No.  762)  heigeUgten  Abtehri/t  au/  Papier, 


728  1426.     Jul.  10. 


DCCLIl. 

Konig  Erich  hittet  die  in  Liibeck  versammelten  Stddte  um  eine  Erkldmng  auf  m 
letztes  Schretberiy  versichert  sie  seiner  Geneigtheit  zum  Frieden  und  bitUt 
siey  behiiljlich  zu  seiny  dass  die  holsteintschen  Ritter  und  Knappen  der  gegen 
t'hn  uberni/mmenen   V erpjlichtung  Genuge  leisten.     1426.     Jul  10. 

Ericus^  Dei  gracia  Dacie^  Swecie,  Norwagie, 
Sclauorum  Gothoruinque  rex  et  dux  Porneranie. 

V  nse  vruntlike  grute  touoren.  Leuen  vrundes.  Wy  schreuen  nv  latest 
den  ersamen  redereri  der  stede  Lubek^  Rostok^  Stralessund  vnd  Wisrnar  vmme 
etlike  zake,  alse  gij  lichtc  wol  vornoinen  hebben,  dar  se  vns  nv  nuiiken  wedder 
vpp  schreuen,  dat  der  stede  sendeboden  kortliken  to  Lubeke  tosamende  wurden 
kotnende,  vnde  wen  se  tosamende  weren,  dat  vns  denne  wol  to  wetende  wurde, 
wo  se  dar  alle  ens  vmme  wurden.  Des,  leuen  vrundes,  is  vns  nv  to  wetende 
worden,  wo  gij  nv  to  Lubeke  tosamende  vorgaddert  sint;  hijrumme  bidde  wj 
jw,  dat  gi)  vns  vppe  dat  vorgerorde  werff  nv  vnvortoghert  en  antwerde  schriuen, 
dar  wy  vns  na  mogen  weten  to  richtende.  Vnde,  leuen  vrundes,  wol  dat  wy 
hijr  nv  sint,  so  sint  wy  hijr  doch  also  nicht  gekomen,  dat  wy  jenigen  vnwilleo 
menen  antoheuende,  so  verne  vns  volgen  moghe,  dat  vns  togerichtet  is,  alse 
wy  vnsen  oemen  van  Holsten  ok  nv  echter  odmodichliken  geschreuen  vnde 
beden  hebben,  vns  dat  vnse,  dat  vns  togerichtet  is,  volgen  to  latende.  Vortmeer, 
leuen  vrundes,  dar  synt  etlike  riddere  vnde  knechte  in  deme  lande  to  Holsten, 
de  vns  gelouet  hebben  v6r  den  vtsproke  des  rechtes  tusschen  vnsen  oetneo 
van  Holsten  vnde  vns  gescheen,  vnde  den  screue  wy  nv  in  sodaner  mate  to, 
alse  desse  schrift  hijrinne  besloten  vtwiset,  dar  vns  doch  noch  nen  antwerde 
vp  van  en  gekomen  is.  Darvmme  bidde  wy  jw,  dat  gij  se  ok  vnderwiseD 
willen,  wor  dat  to  jw  kumpt,  dat  se  vns  erer  eere  rechtes  plegen,  alse  wy 
se  in  vnsem  breue  nv  esschet  hebben,  edder  dat  gij  se  ok  vor  sodane  lude 
bolden,  alse  den  bfirt  to  wesende,  de  ere  breue  nichten  holden  vnde  erer 
eere  nicht  willen  rechtes  plegen.  Scriptum  VIenseborgh,  ipso  die  Septem 
fratrum  martyrum,  nostro  sub  secreto,  anno  XXVP. 

Aufschrift:     Den    ersamen    vorsichtigen    radessendeboden    der  stede,  nv 
to  Lubeke  vorgaddert,  vnsen  leuen  vrunden,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  Res  ten  des  aufgedruekten  Siegels. 


1426.    Jul.  iO.  729 


IT* 


ililll. 

^^nrichj  Herzog  von  Schlesvng^  btttet  den  Rath  von  Luheck,  es  zu  verhindern^  dass 

Konig  Erich  sich   etnzelner  Theile  seines  Landes  bemdchtige  und  von  den 
Bewohnem  Huldigung  f  order e.     0.  J,     (1426).    Jul  10. 

Hinrieus,  Dei  gracia  dux  Sleswicensis, 
comes  Holtsacie,  Stormarie  etc. 

Vnsen  vruntiiken  grud  vnde  wes  wy  gudes  vornioghen  tovorn.     Erliken 

borghermestere  vnde  radmanne  der  menen  hense.    Wy  begheren  jw  to  wetende, 

vro  de  weldighe  koningh  van  Denneinarken  vns  nympt   land  vnde  lude  vnde  al 

vnse  herde,    dede  liggben  vnde   iewerle    leghen    hebben  to  vnsen  sloten^    also 

dat  ze  by  erer  ere  scholen  by  em  biyuen,  erne  to  voighende,  truwe  vnde  holt 

to  wesende  also  eren  rechten  heren^    vnde  entweldighet  zik  der  vnsen  bynnen 

ener  velighen  zone,    dar  wy  myd  em  ane  zitten,  vnde  heft  vns  nenerleye  vor- 

waringhe  dan.   Wes  beghere  wy  vnde  bidden  jw  vruntiiken,  dat  gy  den  mechtighen 

heren  koninghe  willen  vnderrichten,  dat  he  vns  nerghen  ane  vorvnrechte,  vnde 

iate  vns  by  den  vnsen,  dat  wille  wy  gherne  alleweghe  vruntiiken  myd  jw  alien 

vorschulden.     Screuen  des  mydwekens  vor  Margarete,  vnder  vnsen  ingesegele. 

Aufschrtft:  Den  erliken  wisen  borgherniesteren  vnde  radmannen  der 
menen  hensestede,  de  nu  vorgaddert  zint  to  Lubeke  etc.,  vnsen  guden  vrunden, 
?hescreuen. 

Nach  dem  OrigincU  auf  Papier,     Mil  Retten  des  au/gedruckten  Siegels. 


ITK 


^^  Rath   von  Liibeck   schreibt   dem  Rathe   von   Wismar   uber    eine  Untemehmung 
gegen  die  Vitalienbriider.     1426.    Jul.  15. 

Vnsen  trundliken  grod  vnd  wes  wij  gudes  vormogen  touoren.    Ersamen 

en  heren.    Alse    de   ersame  her  Dytmar  van  Thunen  ghisterne  van  den  iuwen 

cheden   is  van  wegen   der  vitalienbrodere   etc.,    des  willet  weten,    dat  vnse 

e  dalingh  is  komen  van  der  Hilgenhauenen,  den  wy  dar  gesand  hadden,  to 

rende  vmme  de  vorscreuen  vitalienbrodere  etc.,  de  vns  warliken  berichtet 

dat   de  vitalienbrodere    morgentlanck  vt  Holsten   sijden  vtgelecht  hebben 

sin  in  der  zee  mit  viff  snycken,  de  scholen  ligghen  vor  juweme  vnd  vnsen 

\  dar  vmmelangh  in  der  zee,   den  copman    to    beschedigende.     So   sin  de 

wedderkomen,    de  wij  in  der  zee  hadden,  vnde  hebben  en  schip  wedder- 

9S 


730  1426.     Jul.  IS. 

bracht^  dat  de  vitalienbrodere  genomen  hadden,  vnde  darto  den  erbenomeden 
vitalienbroderen  twe  schepe  vorbrand.  Doch,  leuen  vrurides.  so  scholen  de 
vnsen  morgen  vulleti  vro  wedder  in  de  zee  leggben  vnde  wij  begereri  frund- 
liken,  dat  de  juwe  der  geliken  ok  also  morgen  vro  in  der  zee  sin  vnde  dat  se 
sarnentliken  dat  beste  don,  dat  se  mogen,  vnde  des  iiiwe  antwerde.  Screuen 
vnder  vnsern  secrete,    ipso  die  Diuisionis  apostolorum,   anno  etc.  XXVI. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:   Commendabilibus  et  circumspectis  viris,  dominis  proconsulibu^ 
et  consulibus  ciuitatis  Wismariensis,  ainjcis  nostris  dilectis,  detur. 

Sack  dem  Original  im  Rathsarchiv  tu    IVismar.     Mit  Resten  des  aufyedrUckten  Secrets. 

Ein  Schuldverhdltniss  zmischen  dem  verstorbenen  Lubecker  Rathmann  Reyner  vipn 
Calven  und  dem  Lnneburger  Rathmann  Johann  Semmelbecker.  142  &• 
Jul  25.' 

Domini  Hinricus  Rapesuluer,  proconsul^  et  Nicolaus  de  Stiten,  consul 
huius  ciuitatis  Lubicensis,  coram  libro  recognouerunt,  se  constare  et  esse  notunri', 
quod  dominus  Johannes  Semelbecker,  consul  Luneburgensis,  habetvnam  appertain 
litteram  srgillatam  tenoris,  quod  dominus  Reinerus  de  Caluen  bone  memori^ 
Fatebatur.  se  esse  antedicto  domino  Johanni  Semelbecker  obligatum  C  inrc. 
lub.  den.,  que  tamen  dicto  domino  Johanni  per  dominum  Hinricum  Rapesuluer 
ex  parte  prefati  domini  Reineri  bene  sunt  persolute.  Sed  de  redditibus  super 
dictas  C  marcas  prefate  partes  arbitrauerunt,  videlicet  dominus  Reynerus  in  domi* 
nos  Hinricum  Rapesuluer  et  Nicolaum  de  Stiten,  dominus  Johannes  Semelbecker  in 
dominos  Albertum  de  Molendino,  proconsulem,  et  Johannem  Schellepeper,  consulem 
Luneburgenses;  quicquid  dicti  domini  super  hoc  pronunciauerint,  in  hoc  vellent^ 
esse  contenti.  Et  super  hoc  tunc  temporis  prefatus  dominus  Johannes  Semel- 
becker promisit,  se  velle  et  debere  antedictam  litteram  sigillatam  et  omnes  alias^ 
litteras,  quas  habuit  a  domino  Reinero  de  Caluen,  restituere  et  mittere  dicto 
domino  Reinero  ad  ciuitatem  Lubicensem,  quod  tamen  dictus  dominus  Johannes 
hucusque   non  fecit. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1426 ^  Jacobi, 


1)  Kcyner  von  Calven  starb  1421.     Die  Anleihe  war  vermuthlicli  wfthrend  des  Ezils  des  alten  Baths  gemadit 


1426.     Jul.  30.  731 

JDCCIiVl. 

g  Erich  fordert  von  den  Stddten  Ltibeck,  Rostock^  Stralsund  und  Wismar  twi 
neuem  die  ihm  zugesagte  Hiilfe  von  500  Gewaffneten,  erkldrt  ubrigensj 
dass  es  ihm  lieb  sein  werde,  wenn  ste  ihm  in  friedlicher  Weise  zu  dem  ihm 
von  dem  Romischen  Konig  zugesprochenen  Rechte  verhelfen  konnten.  1426. 
Jul  30. 

Ericus,  Dei  gracia  Dacie,  Swecie,  Norwegie, 
Sclavorum  Gothorumque  rex  et  dux  Pomeranie. 

V  lisen  vruntliken,  gunstigen  grut  touuren.  Ersamen  leuen  besundergen 
des.  Juwen  breff  vns  by  vnsenie  lopere  nv  gesant  myt  den  twen  inge- 
nen  aueschrifften  hebbe  wy  entfangen  vnde  vornorneri.  Des  wetet^  dat 
de  bretl.,  dar  de  schrift  aff  sprekt,  noch  nicht  gekoinen  is,  men  alse  gij 
^rsuluen  schritl't  ruren  vuime  de  vijffhundert  gewapende,  dar  wy  jw  alien 
^rtijden  vinme  schreuen  vnde  esschet  hebben^  vns  wedder  de  heren  van 
ten   mede    to  hulpe    to    koniende  to  vnseme    rechte,    des    se  vns  vdrsatich 

wo  gij  sodanen  vnsen  brefl  wot  vornomen  hebben  vnde  dar  vterliken 
le  sproken^  also  dat  jw  alien  sere  vorwundert,  dat  wy  jw  vmme  de  zuluen 
e  zo  swarliken  esschen  vnde  manen,  nach  deme  gij  enk6nen  nicht  irkennen 
besynrien,  dat  id  darto  gekomen  sy,  dat  wy  jw  van  vorbundes  vfte  tozate 
m  also  swarliken  inanen  vtVte  esschen  d6ruen  noch  rnoghen,  mank  vuste 
r  worden,  de  gij  dar  vurder  vpp  schriuet  etc.  Guden  vrundes,  jw  hijr 
ken  vpp  to  antwerdende,  niene  wy,  wy  hebben  jw  van  der  wegen  all  rechte 
schet  vnde  rnanet,  so  wy  noch  don,  vnde  weten  ok  anders  nicht  edder  vor- 
en,  id  sy  so  verne  komen,  dat  wy  )w  so  nianen  vnde  esschen  myt  gelijke 

rechte  wol  moghen.  Gy  mogen  irkennen  vffte  besynnen,  wes  gij  willen, 
:e  vnse  oeme  van  Holsten  vns  vorsatich  sint  vnde  willen  vns  noch  eere 
I  rechtes  nicht  plegen,  noch  ere  beseghelden  openen  breue  vnde  vorstlike 
e  vnde  louen  nicht  holden,  dat  wy  Gode  vnde  jw  vnde  alien  bedderuen 
ti  clegheliken  vorkundigen.  Item,  alse  gij  in  dem  breue  nach  meer  worden 
iuen,  scholde  gij  noch  wes  gudes  tusschen  vns  vnde  vnsen  oemen  erbenomed 
yden  vnde  denen  ^  dat  sik  to  vrede,  vruntlicheyd  vnde  to  guder  eendracht 
en  mochte,  dat  gij  dat  myt  vlite  gerne  deden  etc.,  leuen  vrundes,  des 
ike  wy  jw  vruntliken  vnde  belouen  jw  des  wol  vnde  annament  ok  gerne 
jw  myt  begere,  dat  gij  deme  also  don  willen,  so  dat  gij  de  suluen  vnse  oeme 
e  rechte    vnderhorich    maken,    ze    to    vormogende,    dat   ze   vns    eere   vnde 

92* 


732  1426.     Jill.  30. 

rechtes  plegen  vnde  vns  dat  vnse,  dat  ze  vns  jegen  Got,  eere  vnde  re 
weelde  vdreentholden.    voigen   laten.     Item^    van  der   andereti   aueschri 
vnse  oem   greue  Hinric  jw   schole   schreuen    hebben,    dat  wy  em  nemei 
vnde   lude  vnde    alle  syne   herede,    dede   liggen  vnde  yewerlde  leghen 
to  synen  sloten,  alse  he  scriuet  etc.,  leuen  vrundes,   myt  wat  warheyt 
schrift,    dat  hebbe   gij  vnde   alle   man  wol    to   merkende,   wente    id   der 
werld  sundergen  vormiddelst  vtsproke  vnde    ordele    des   Romisschen    ko 
vnser  beyder  vorwillekorden  richteres,    kunt  vnde  openbar  is,  dat  beydi 
herede  vnde  land,  dar  he  van  schrift,  h6ret  Gode  vnde  vns  vnde  vnser 
to  Dennemarken,    vnde  erne  alteshicht.     Hijrumme  merket,  wo  war  dat 
sin,    alse   he   schrifft,    dat  wy   ene  vorvnrechten,    indeme   dat   wy  to    d< 
uolghinge    vnses   rechtes   dat  vnse    antasten.     Hijrumme,    ieuen    vrundes 
wol    vnde   keret  iuwe    dancken    myt   ernstlikem  vh'te   darto   vnde   weset 
vnseme  rechte  truweliken   behulpelik  myt  schuldiger  vnderwisinge  an  de 
van  Holsten,    dat   vns   dat  vnse   volgen    moghe,    vnde   latet   vns   dat   alli 
jegen  jw  gudwillichliken  vorschulden.    Screuen  vppe  vnseme  slote  Awunt: 
des  neghesten  dingxstedaghes  vdr  sunte  Peters  daghe  ad  vincula,  vnder 
secrete,  anno  Domini  etc.  XXVP. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vorsichtigen  borgermesteren  vnde  radr 
der  steede  Lubeke,  Rostok,  Straiessund  vnde  Wysmar,  vnsen  besundergei 
vrunden,  kome  desse  breflF. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Von  dem  aufgedruckten  Siegel  ist  nur  wenig  erkalten. 

DCCLVII. 

Verpfdndung  etnes  Schiffes.     1426.    Aug.  10. 

Xiernardus  Wend,  nauta,  coram  libro  recognouit,  se  vendidisse,  et 
vendidit  medietatem  sue  nauis,  wigariter  en  kreyer,  Marqwardo  Rusi 
LXXXX  marcis  lub.  den.,  quas  idem  Bernardus  recognouit,  se  a  dicto  Marc 
Ruste  ad  sufBcienciam  subleuasse  et  percepisse.  Vnde  Bernardus  ( 
dictum  Marquardum  ab  omni  alia  monicione  penitus  quiturn  et  solutum.  Ii 
Bernardus  Wend  antedictus  coram  libro  recognouit,  se  et  suos  heredes 
prefato  Marqwardo  Ruste  et  suis  heredibus  in  LXXXX  marcis  lub.  den. 
festo  Pasce  proxime  afFuturo  expedite  persoluendis,  dictusque  Bernardus  a 
tus  est,  si  in  termino  antedicto  ipse  dictam  persolucionem  non  faceret,  < 
Marquardus  Rust  dictam   nauem  debet  retinere  pro  suo  empto  proprio. 

Sack  einer  Inscription  dea  Niederstadtbucks  vom  J,  1426,  Laurencii. 


1426.     Aug.  10.  733 

DCCLVIll. 

Suhne  wegen  Todtschlags.     1426.     Aug.  10. 

Johannes,  Benekinus  et  Luderus  Wedeghen  fratres  coram  libro  recog- 
noi:icrunt,  se  ad  sufficienciam  subleuasse  et  percepisse  a  Hermanno  Nedinge 
XL  mrc.  lub.  den.  ex  illo,  quod  olim  dictus  Hermannus  Neding  interfecit 
Luderurn  Wedegen,  patrem  prefatorurn  fratrum.  Vnde  antedicti  Johannes, 
Benekinus  et  Luderus  Wedeghe  cum  eorum  heredibus,  nascendis  seu  nascituris, 
de  preFata  interfectione  eorum  patris  dictum  Hermannum  Nedinge  et  suos  here- 
des  pretextu  illius  penitus  dimiserunt  ab  omni  alia  monicione  seu  inpeticione 
quit  OS  et  solutos. 

Sack  einer  Inscription  des  Niederatadtbuchs  vom  J.  1426,  Laurencii. 

JDCCLIX. 

Eine   Wallfahrt  nach  Jerusalem.     1426.     Aug.  15. 

Jtlermannus  Klynd,  ciuis  Reualiensis,  coram  libro  recognouit,  se  ad 
sufficienciam  subleuasse  et  percepisse  a  Kerstiano  Eykhoue  LVIII  marcas  lub. 
den.,  quas  olim  dominus  Wynoldus  Klint,  presbiter,  frater  carnalis  antedicti 
Hermanni,  apud  Kerstianum  Eykhoff  deposuit,  quando  iturus  erat  apud  sanctum 
s^pulcrum.  Vnde  prefatus  Hermannus  Klynd  cum  suis  heredibus  antedictum 
Kerstianum  Eghoue  et  suos  heredes  pretextu  illius  penitus  dimisit  ab  omni 
<^'ia  monicione  seu  inpeticione  quiturn  et  solutum,  dictusque  Hermannus  cum 
^uis  heredibus  promisit,  se  velle  stare  pro  omni  ulteriori  defectu,  si  quis  con- 
tingeret  in  premissis,  et  preFatum  Kerstianum  et  suos  heredes  indempnes  releuare. 

Nach  einer  Inscription  des  NiederstadtbucKs  vom  J,  1426,  Assumpt,  Mar, 

Koritg  Erich   schreibt   dem  Rathe    von  Lubeck,    doss   er  Gesandte  nach    einem  den 

Stddten  bequem  gelegenen  Orte  schicken  wolle^  dasSy  falls  erforderlich^ 
auch  fur  eine  personh'che  Zusammenkunft  em  bequemer  Ort  sich  werde 
ermitteln  lassen,  versichert,  dass  die  Stddteboten  sicher  werden  reisen  konnen, 
und  bittet  um  sicher es  Geleite  fUr  seine  Gesandten.    1426.    Aug.  17. 

Ericus^  Dei  gracia  Dacie,  Swecie,  Norwagie  regnorum, 
Sclauorum  Gothorumque  rex  et  dux  Pomeranie. 

Vnse    vruntlike    vnde    gunstige    grute  touoren.     Leuen   vrundes.     Juwen 
breff  vns  nv  gesant,  dar  gij  inne  schriuen^  wo  der  menen  stede  sendeboden  in 


734  1426.     Aug.  17. 

juwe  stad  koinende  werden,  vnde  de  juwen  inyt  en  vort  by  vns  vmme  dei 
menen  besten  willen  inenen  to  komende.,  vnde  begheren^  den  suluen  sende 
boden  geleyde  vnde  velicheit  to  gbeuende  vor  vns  vnde  de  vnsen,  vnde  jw  ined< 
totoschriuende.^  wor  de  suluen  sendeboden  int  negheste  by  vns  rnochten  kornen 
alse  gij  dat  schriuen^  hebbe  wi  wol  vornomen.  Des,  leuen  vrunde^  weten  alh 
de  vnsen  wol,  dat  gij  vnde  se  vnderenander  in  leue  vnde  vruntschopp  to  hopi 
sitten^  vnde  daruuime  were  den  jwen  nenes  leydes  behoft*  edder  der  anderer 
stede^  vnde  wen  se  by  vns  konien,  so  sint  se  vns  willekome.  Uoch,  leuer 
vrundes,  alse  gij  suluen  wol  pr6uen  nioghen,  dat  id  hijr  in  desser  jeghen,  dai 
wi  nv  sint^  gantz  wundeiliken  is  geschapen  vnde  hijr  nicht  altewol  beqweme- 
liken  steit  vort  to  koinende^  darunime,  leuen  vrundes,  hebben  juwe  vnde  dei 
anderen  stede  sendeboden  werff  to  vns,  so  wille  wi  gerne  vnsen  rad  jeghec 
s>e  schicken  by  Hadebo  vppe  yenne  side  denie  Slye^  edder  ok  in  den  Moessund 
welke  stede  en  darane  beqweniest  is,  de  suluen  werue  dar  van  en  to  vorborende 
Duncket  en  vnde  den  vnsen  denne,  dat  de  werue  sodane  sint^  dat  vnsei 
eghenen  jegenwardicheit,  darunune  myt  en  to  sprekende,  behoff  is,  vnde  si 
vns  jo  suluen  to  worden  willen,  so  werden  de  suluen  vnse  redere  mit  en  wo 
ens  werdende,  dar  id  vns  vnde  en  beqweme  is  to  hope  to  komende  na  dei 
leghenheit,  alse  id  nv  gelegen  is.  Vnde,  leuen  vrundes,  nademe  dat  gi 
velicheit  vnde  leyde  begeren,  so  scholen  se  geleydet  vnde  velighet  wesen  voi 
vns  vnde.alle  de  vnsen,  de  vtnme  vnsen  willen  don  vnde  laten  willen  vnde 
scholen,  erst  vft  se  nv  jegen  vnse  redere  werden  komende,  vnde  vort  wen  se 
myt  endracht  vnses  rades,  alse  v6rgeroret  is,  to  vns  komen.  Vnde,  leuer 
vrundes,  dat  gij  dat  so  bestellen,  dat  vnse  redere  vnde  de  eren,  de  to  Hadebc 
edder  in  den  Moessund  jegen  de  vorbenomeden  sendeboden  werden  komende 
ok  in  velicheit  vorwart  wesen,  welkeren  vnsen  rederen  wi  ok  nv  beuolen  hebben 
den  vorgerorden  juwen  vnde  der  anderen  stede  sendeboden  vnse  leghenheit  Ic 
berichtende,  dar  wy  se  ane  van  en  begheren  to  horende  vnde  en  dar  vulkonie 
liken  ane  to  Iduende.  Scriptum  Flensborgh,  sabbato  infra  octauas  Assumpcioni : 
beate  Marie  virginis,  nostro  sub  secreto,  anno  XXVI. 

Aitfschrift:     Den   ersamen  vorsichtigen    borgermesteren  vnde   radmanne  i 
der  stad  Lubeke,  vnsen   leuen  vrunden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  au/gedrUcktem,  stark  verletztem  Siegel. 


1426.     Ende  August  oder  Anfang  September.  755 

Ber^cht    tiber    eine    mundliche   Verhandlung    der    siddtischen  Abgeordneten    mit    den 

Rdthen  des  Konigs  Erich  und  dem  Konige  selbst  in  Haddebye  und  Flensburg. 
1426.     Ende  August  oder  Anfang  September. 

Diss  ist  de  haiidelunge^  dy  vorlouFen  ist  tzwischen  niynes  lieren  koninges 
zu     Denemarken   etc.  griaten   vride  den  steten. 

Prirno.     Zum   ersten  qwemen  sie  myt  des  koninges  rethen  zuzamende  zu 

Hadebo  vnde  weren    begerende,    daz    zie    myt  dem    heren    koninge    zu  worten 

mochten  komen,  vnde  sprochen^  daz  die  Holsten  heren  een  zugesecht  hadden, 

sye    solden    irer    mechtich    sien    zu    rechte.     Do  vrageten  des   heren    koninges 

relhe  weder,  ob  sye  die   heren   van  Moisten   vnderhorich  gemacht  hetten   edder 

noch   vnderhorich  machen  wolden    zu    rechte    nach    der  vorscribunge  vnde  vor- 

bundes    irer    briefe    van    beyden    parten.      Responsuni^    daz    en    daz    uff  die   zi)d 

nicht  methe  weer  gegeben,  sunder  also  obinge  stet,  des  zie  gehort  hetten  van 

den    Holsten   heren,    daz    zie    erer    zu    rechte  solden  mechtich  zin   an   allerleye 

ansprake,  is  were  scrifte,  briefe  eder  anderley.    Otf  dye  word  wurden  dye  rethe 

der   stete   bracht  zum  heren   koninge.     Do  sye  qwemen  zum    heren   koninge  zu 

l^'lensborch,  do  was  daz  ire  werbung:    gnediger  here,  thut  durch  God  vnde  zeet 

an    menniges  armeii   mynschen  vorterb,  daz  gescheen  were  vnde  noch  gescheen 

nriach,  vnde  lazet  de  heren  van  Holsten   by  dem  eren   bliben,  daz  zie  meenthen, 

daz    en  entweldiget  were,  vnde  daz  zie  hilden   vor  ir  recht  vaterlich   erbe,  vnde 

'^eitie(t)  ouch   darvmme  der  heren   van  Holsten  dynst  vnde  auch   der  stete. 

Doruf  antwurte  de  here  koninge  daz  her  en  ires  vaterlichen  erbes  wol 
S^nde,  wen  Sunder  Jutland  des  enstunde  her  en  nicht  zu,  daz  is  ire  vaterliche 
erbe  were,  sunder  is  horte  Gote  vnde  em  vnde  zu  der  cronen  vnde  richen  zu 
'^^nemarken,  vnde  ires  vater  erbe  ny  geweset  were;  ouch  zo  hetten  zie  sich 
^^n  beyten  teylen  vorwilkord,  vorscreben  vnde  ingezegeld  an  eynen  heren  vnde 
^^hedesman,  alse  an  den  heren  Romischen  koningh,  vmb  der  schelinge  willen 
®"inge,  vnde  van  dem  wer  ys  dem  koninge  von  Denmarken  zugesprochen,  des 
^^g  her  zich  an  synen  ansproch  vnde  brive  darobir,  vnde  zyne  wort  weren 
^^ir  also:  wes  her  den  heren  van  Holsten  entwichen  edder  obirgeben  zolde, 
^^s  her  doch  an  zyner  were  vnde  gewalt  nicht  en  hette,  wenne  hervorneme  ire 
"^the  also,  ob  her  zie  irer  bethe  nicht  getzwigen  wolde,  zie  wolden  ys  gliche 
^^1  beholden,   die  Holsten   heren. 

Item,  dorobir  hat  der  her  koning  sich  bey  den  steten  irboten,  daz  her 
^yne  briefFe  vnde    beweysing  wolde  vorbrengen  vor  heren,    Fursten  vnde  stete, 


LI  . 


736  1426.     Eride  August  oder  AnFang  September. 

kunde  en  jemend  vnderweysen    inyt  redelicheid,    ys  wer  jung    oder   aid,    weer 
ys  wer.  daz  ir  yegen  vnrecht  daran  were,  he  wolde  do  van  loszen. 

Item,  dorobir  hot  der  her  koningh  den  steten  vnde  sprach:  wir  habeii 
eyne  vorscreybung  vnder  vns  vnde  zusatze  vnde  vorsegilte  briefe,  bethen  wir 
euch  vnde  manen,  haldet  vns  ewir  briefe  vnde.  thut  den  genuch,  wir  wellen 
des  gelichen  gerne  thun  vnsen   briefen  vnde  genug  thun. 

Item  bot  der  her  koning  der  stethen:  alle  daz  her  myt  eren  vnde 
redelicheid  zu  en  gen  mochte,  daz  mochte,  des  wolde  her  by  en  bliben. 

Item,  wenne  daz  obinges  gescheen  vnde  geendet  were,  hetten  dan  de 
Holsten  heren  icht  zu  dem  heren  koninge  zu  zachen.  daz  solden  dye  stete  des 
heren  koninges  mechtich  zyn  zu  allem  rechte. 

Daz    nomen    die    vier    stete    uflT  vnde    scheyden    von    Flensborch,    vnde 
meyneten,  zie  wolden  zu  den  Holsten  heren  vnde  irfaren,  wes  sye  zu  en  setzen 
woiden,  vnde  denn  vortan  zu  den   steten  vnde   en  disz   obinge  imbringen,    wes^ 
sich  die    stete  des  von   beyden   teylen    annemen    wolden^    daz  wolden   sie  den^ 
heren  koninge  eyn  antword  scriben  vor  dem  nehesten  sunte  Michaelis  dage. 

Item  dor  nehest  hat  der  her  koning  gescreben  den  veer  steten,  ir^ 
eyneme  lude,  alsz  die  copie  desz  brieffs  vszwiset. 

Nach  einer  Aufzeichnung  auf  Papier,  ohne  Beglauhigung. 

I»CCIiXll« 

Heinrich  ViscuUj  Otto  Garlop^  Heinrich  Bere  und  Johann  Schellepepery  Rathmdnnef 
in  Lunehurg^  schreiben  an  den  Bath  von  Ltibeck  wegen  einer  Verhandlun^ 
mit  dem  Herzoge  von  Braunschweig.     1426.     Sept.  3. 

Ynsen  fruntliken  denst  touorn.    Ersamen  heren,  besunderen  leuen  frunde^ 
Wy  dancken    iuwer    ersamheit    mit  flite  vor  de    bodeschop,    de   gi  vns  gedani* 
hebben  vormiddest  iuwen  breue  vnd  den  auescrifiten  darinne  besloten,  vnd  al» 
gi  scriuen,  dat  wy  vnsen  gnedigen  heren  van  Luneborg  in  gudem  wane  holdei^ 
scholen  etc.,  beghere  wy  iuwer  wisheit  weten,  dat  wy  iw  van  der  wegene  vns^ 
antwerde    alrede   gescreuen    hebben.      Desgelik    hebbe   wy   den   van    Hambor^ 
muntliken   gesecht,    wo   dat  wy    mit  vnsem    heren    to   desser   tyd    aflgescreuecv 
hebben  vmme    koste   vnd   theringe  willen,    de    darup   komen    wolde   vnd    lichte 
alrede  up    gekomen   is,    er   denne    dem   suluen  vnsem  heren  vnse  breff  quam, 
vnd   efi't   iuwer   wisheit    dat    to    synne   queme^    dat    men   dar  wes   ane  to  ende 
handelen  scholde  mit  vnsem   heren  vp  dat  nye,    dar  wille  wy  mit  iw  vnd  den 


1426.     Sept.  3.  737 

van  Hamborg  na  vnsern  vormoghe  gerne  to  denen  des  besten,  dat  wy  mogen. 
Gode  syt  beualen.  Screuen  am  dinxdage  negest  na  Egidii,  vnder  myrien  Hinrik 
Viscule  ingesegele^  anno  etc.   XXVI**. 

Hinrik  Viscule^  Otto  Garlopp, 

Hinrik  Bere  vnde   Johan  Schellepeper. 

Aufschrift:    Commendabilibus   ac   circunrispectis   viris^    dominis  proconsu- 
iibus  et  consuiibus  Lubicensibus,  anncis  nostris  sincere  dilectis. 

Scwh  dem  Original  auf  Papier.     Mit  vnkenntlichen  Reaten  des  aufyedrUckten  Siegels. 

iKx;iiXiii. 

r 

Ein  Legat  an  das  Kloster  in  Cismar.     1426.     Sept  8. 

Dotninus  Marquardus  vani  Holine^  procurator  plenipotens  domini  abbatis 
et  conuentus  in  Czismer,  coram  concilio  et  hoc  libro  cum  littera  respectiuali 
prefati  abbatis  et  conuentus  recognouit,  se  ad  sufficienciam  subleuasse  et  perce- 
pisse  a  Hinrico  Holsten,  Johanni  Slawestorppe  et  Johauni  Honnekesbuttele, 
prouisoribus  Vickonis  et  Alheidis  Schonenberges^  omnia  ilia  bona  in  domibus 
uel  ex  aliis  bonis,  que  Vicko  et  Alheidis  Schoneberg  antedicto  abbati  et 
<^onuentui  in  Tzismer  in  ipsorum  testamento  legauerunt  et  dederunt.  Vnde 
P^'efatus  dominus  Marqwardus  tamquam  plenipotens  procurator,  ut  supra,  ante- 
^'otos  testamentarios  et  testamentum  preFatorum  Vickonis  et  Alheidis  pretextu 
'"itis  penitus  dimisit  ab  omni  alia  monicione  seu  impeticione  quitum  et  solutum. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1426,  Nativ,  Mar. 

I»CCIiXlV. 

^^^t  Stadte  Lubecky  Hamburgj  Rostock^   Wtsmarj  Stralsund  und  Luneburg  urkunden 

uber   die  fur    den  Krieg  mit  Ddnemark    theils   sofort,   theils  eventuell  tm 
ndchsten  Jahre  von  zhnen  zu  stellende  Mannschaft.     1426.     Sept  22. 

Wij  borgermestere  vnde  radmanne  der  stede  Lubeke,  Hamborch,  Rozstok, 

^'^^^alessund,  Wismer  vnde  Luneborch.     Bekennen  vnde   betughen    openbare  in 

^^^seme  breue  vor  allesweme,  dat  wij  to  dem  krighe,  den  wij  myt  dem  heren 

■^^  tiinghe  van  Denemarken  etc.  vnde  synen  helperen  voren  vnde  holden  moten, 

^^^  stund  an  vtverdighen  scholen  vnde  willen    to  der  Osterzee  ward,    alse  wij 

^^H    Lubeke,     Hamborch     vnde    Stralessund,     eyne    jewelike    stad    viffhundert 

^^rafFtighe,    de    van    Rozstoke,    Wismer    vnde    Luneborch     malk    drehundert 

93 


738  1426.     Sept.  22. 

werafftighe.  Vnde  worde  des  ok  nod,  dat  wij  to  somere  erst  to  komende 
vorscreuenen  krich  vurder  holden  mosteri^  so  schole  wij,  eyne  jewelike  der 
erbenomeden  stede  de  vorgerorden  were  dubbelt  maken  viide  de  to  rechten 
tijden  rede  vnde  verdich  hebben,  alse  wij  des  eyndreghende  werden.  Vnde 
desses  to  merer  tuchnisse  hebbe  wij  erbenomeden  stede  vnse  ingesegeie  bengen 
heten  vor  dessen  breff.  Datum  anno  Domini  MCCCCXXVI%  ipso  die  Mauricii  et 
suorum  sociorum  martirum. 

Nach  dem  Original*  Mit  den  anhangenden  Siegein  von  Lubeck ,  Hamburg  und  StraUund.  Die  drei  anien 
Siegel  sind  abhanden  gekommen,  fur  das  von  Wismar  ist  notih  ein  Theil  des  Siegelbandes  Hbrigj  fir  die 
Siegel  der  beiden  andern  Stddte  sieht  man  nur  die  Einschnitte, 

I»CCIilLV. 

Der  Stadt  Stralsund  wird  von  den  uhrigen  verbundeten  Stddten  gestattety  die  Ai- 
sendung  der  Kriegserkldrung  an  Konig  Erich  bis  zum  ndchsten  Cdixtui 
Tage  (October  14)  zu  verschieben.     1426.     Sept.  22. 

Wy  borghermeystere,  ratmanne  vnde  menheyde  der  stede  Lubeke, 
Hamborch,  Rostok,  Stralessund,  Wismer  vnde  Lunenborch.  Bekennen  vnde 
betughen  openbare  an  desser  schrift  vor  allesweme,  dat  wy  vns  malkander 
vorplichtet  vnde  vorbunden  hebben,  vorplichten  vnde  vorbinden  vns  ok  in  krafi 
desser  suluen  schrift,  dat  wy  den  krich,  den  wy  myt  deme  heren  konynghe 
Erike  to  Dennemarken  vnde  sinen  helpern  vmme  vnser  aller  n6d  voren  molen 
vnde  willen,  van  stunde  an  vnde  to  ende  vth  tosamede  bliuen  scholen  vnde 
willen,  vnde  vnser  ene  stad  schal  der  anderen  darane  myt  ghantzen  truwen 
bystendich  vnde  behulpen  wezen  myt  ghantzer  macht^  to  watere  vnde  to  lande, 
vnde  vnser  nen  schal  bynnen  deme  vorschreuen  krighe  myt  deme  erbenomeden 
heren  koningh  vnde  synen  helperen,  samentliken  edder  besunderen,  jeneghe 
vrede,  vieghe  edder  bestand  maken  edder  anghan  sunder  vnser  aller  ghutliken 
endracht.  Jodoch  vmme  bede  willen  des  rades  van  deme  Stralessunde,  vnde 
vmme  n6d  willen  erer  vnde  erer  borghere,  de  se  vns  anderen  steden  eerbe- 
nomet  vortelleden,  hebben  wy  en  ghutliken  eriouet  vnde  gheghund,  dat  ze  Heme 
erbenomeden  heren  konynghe  vnde  sinen  helperen  nene  veyde  vorkundighen 
doruen  vor  sunte  Calixti  daghe  orst  to  komende,  ouer  an  deme  suluen  sunte 
Calixti  daghe  edder  eer,  oft  se  moghen,  vnde  den  vorschreuenen  krich  al  vth, 
scholen  de  van  deme  Stralessunde  myt  vns  anderen  steden  erbenomet  so  depe 
in  der  veyde  wesen  vnde  bliuen,  aizo  wij,  vnde  denne  scholen  se  sunder  vortoch 
ok  ere  were  vnde  hulpe  verdich  hebben,    aize  des  denne  beh6f  is,    ghelik  vns 


1426     Sept.  22.  739 

anderen  steden  erbenornet.  vmme  dartho  tho  denende,  dar  se  vnde  wy  kennen^ 

dat    it  nuttest  is  vor  vns    alien.      Vnde    scheghe  dat  ok,    dat  vns  steden  eerbe- 

nomet,  alle  edder  weike  besunderghen,   jennich  here  edder  vorste /vmaie  sake 

willen,    de  van  dessenrie  krige  entstunde,    veyden  wolde  vnde  veydede,    darane 

sohal  vnser  ene  de   anderen    edder  den    anderen,    so  vere  wy  anderen  der,   de 

beveydet    were,     tho     rechte    moghen    inechtich     syn,     nrjyt    ghantzen    truwen 

bystendich  vnde    behulpen    syn    to    ende  vth.     Alle    desse  vorschreuen    stucke, 

aJle  samentliken  vnde    besunderen^    loue  wy  borghermeystere,    ratmanne  vnde 

rnenheyde  der  stede  eerbenomet  by  truwen   vnde    louen    malkander  stede  vnde 

vast  to  holdende.  sunder  alle  lyst,    vnde  desses  to   merer  tuchnisse  sint  desser 

scliriFte  twe,    der    de  ene  vth  der  anderen  ghesneden  likludich  sint,    vnde  der 

hebben  de  rad  van  deme  Stralessunde  ene  vnde  wy  anderen  erbenomeden  stede 

de    anderen.     Datum  anno  Domini  M^CCCC^XXVI,  ipso  die  beatorum  martirum 

Mauricii  et  sociorum  eius. 

Sack  einer  Ausfertigung  ohne  Siegel.  Man  sieht  abcr  an  dem  unteren  Rande  des  Pergaments  die  ohere  Hdlfte 
von  drei  Schrdgkrettzen  neben  einander.  Die  untere  Hdlfte  toird  am  oberen  Rande  der  tweiten  Aut' 
fertigung  gestanden  haben,  toelche  die  Stadt  Stralsund  an  aich  getwmmen  hat. 

^er  Rath  von  Lubeck  schreibt  dem  Rathe  von  Wismar  uber  eine  unmittelbar  bevor- 

m 

stehende  Ausrustung  von  Kriegsschiffen.     1426.     Sept  27. 

Vnsen  vrundliken  grut  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  touoren.    Ersamen 

heren,  besunderen  leuen  vrunde.     Juwen  bretf  an  vns  gesand,  rorende  van  den 

schepen,  de  de  here  koningh  to  Copenhauen  vtredet,  vnde  ok  van  weghen,  dat 

wij  vns  vnde  de  anderen  stede  vor  yuweme  depe  vorgadderen  scholden  etc.,  hebbe 

wij  wol  vornomen  vnde  begeren  jw  weten,  dat  der  van  Hamborch,  Luneborch 

vnde  de  vnse    alse  nu  en    somiage    erst   komende  vort  ouer  veerteynnacht  vor 

iuweme   depe  yo  wesen    scholen,    vnde    bidden    iuwe    ieue  vrundliken,    dat  gij 

desses  vnsen  vrunden  van  Rostok  van    stunden    an    vorkunden  vnde  witlik  don, 

also  dat  se  de    eren  vppe  de  vorscreuen    tijd    dergeiijken  ok  vor  juweme  depe 

hebben.,    wente  solde  lenger  vortrek  darane  scheen,    dat  mochte  vele  schaden 

bringen.     Ok,    leuen  vrunde,    weret  dat  gij   des  koggen,    de  yn  juweme  depe 

licht,  nicht  en  bedorften,  zo  bidde  wij,  dat  gij  vns  den  suluen  kogghen  willen 

ouergeuen  vnde  bestellen,   dat  de  schipper  darvan    by  vns  kome.     Wij  hopen, 

dat  wy  vns   myt    erne  gudliken    darvmme  vordregen  willen,    vnde    begeren  des 

as* 


740  1426.     Sept.  27. 

iuwes  vnuortogerden  bescreuen  antwordes.     Sijt  Gode  beuolen.    Screuen  under 
vnsem  secrete,  in  suntte  Cosnie  vnde  Dainyani  dage,  anno  etc.  XXVIto. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:   Commendabilibus   et  circuinspectis  viris,  dominis  proconsuli- 
bus  et  consulibus  Wismariensibus,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

Sack  dem  Original  im  Rathsarchiv  zu    Wiitmar.     Mit  Reaten  des  avfyedrSckten  Secrets* 

Bundnissvertrag  zwischen  den  Graf  en  Heinrich  /F,  Adolph   VIII  und  Gerhard  VI 
von    Holstetnj    einerseits,    und   den    Stddten    Lubecky    Hamburg ^    Rostock^, 
Stralsundy   W^ismar  und  Luneburg,  andererseits.     1426.     Sept  27. 

Wij  Hinrik,    Altf  vnd  Gherd,    van  Godes  gnaden  hertogen  to  Sleswijck^ 
greuen    to    Holsten^    Stormeren   vnd    Schowenborch.      Bekennen    vnd    betugen 
openbare    in   dessem    breue    vor    alleswenie,    dat   wij    vns   vmrne    mennigerley^ 
gude  vnd  woldaet  willen,  de  vns  de  erliken  stede  Lubeke,  Hamborcb,  Rostock^ 
Straiessund,  Wisrner  vnd  Luneborch  mennichwerue  bewiset  hebben  vnd  sunderke^ 
darvmnie,   dat  ze  sik,    vppe  dat  wi)  by  vnsen  landen  vnd  luden   bliuen  vnd  d^ 
mit  der  hulpe  Godes  vnd  erer  beholden  mogen,  des  wy  doch  anders  nenewij^ 
en  konden  ghedaen  hebben,    in  vnsen  krych,   den  wy  hebben  mit  deme  heren 
koninge  Erike  van  Dennemarken  etc.  vnd  synen   helperen,  gesteken  hebben  vnd 
tegen    den    suluen    heren    koninck  vnde    syne    hulpere    to  vnser    hulpe  biyuen 
wilien,    to  den  erscreuenen  steden  vorplichtet    hebben  vnd  vorph'chten  vns  na 
wilien  vnd  mit  vulbort  vnser  getruwen   radgeuen  vnd  mannen  to  en  samptliken 
vnd  bisundern  in    nascreuener  wijse.     Interste^    dat  wij   den  vorgerorden   krich 
all  vt  vns  teghen  den   ergenanten    heren  koninck  vnd  syne  helpere   weren  vnd 
den   erbenomeden  steden  daranne  truweliken   helpen  wilien   vnd  scholen   mit  all 
vnsen    mannen    vnd   vndersaten,    to  watere  vnd    to    lande,    wo  vns  vnd  en  dat 
noet  vnd    behoeft*  werd,    na    alle  vnser    macht,    vnd    en    jewelck   vnser    manne* 
schal  vns  darto  denen  na  syner  macht,  dar  he  is  begheret.    Vorder  schole  wi| 
vns  noch  en  wilien   mit  vnsen   mannen   nenewijs,  dewyle  desse  krich  waret,  mifc 
deme  erbenomeden  heren   koninge  vnd  synen  helpern  sonen,  vreden  effte  vlygert 
noch    jenich   bestand  mid    en   maken    sunder   der    ergenanten    stede  wilien  vnd 
vulbord.     Weret  ok    dat    de    ergenanten    stede  vmme    desser    troestliken  hulpe 
wilien,    de  ze    nu    by  vns  doen,    jement  veyden  wolde    edder  veydede    efte  en 
anders  vnwillen  vnd  vngunst  bewisede,  in  wat  wijse  dat  geschege,  dat  scholen 


1426.     Sept.  27.  741 

-vnd    willen  wy  vnde  vnse   manne    en    helpen  weren  vnd  keren    sunder  insaghe. 

"Werel  ok  dat  wij  vnd    de    ergenanten    stede    in    dessenie    kryge    jenige  lande, 

slede,    slote   eti'te  veste    sarnptliken    edder    besundern  wonnen,    de  scholen  wij 

in   beydentscjden  hebben  vnd   beholden,  id  en  were  dat  wij  der  ergenanten  stede 

willen    darumme    makeden,    dat    ze    bij  vns  vnd  vnsen    nakomelingen    bleuen. 

Hijr  scholen  ok  vthgenomen  wesen  sodanne  lande.  stede,  slote  vnd  veste,  alse 

vnsen  elderen  vnd  vns  touorn  tobehoret  hebben,  beholden  doch  den  erbenonien- 

dei)  steden  vnd    den    eren  sampt  vnd    bisundern    an    sodanen    landen,    steden, 

sloten  vnd   vesten  des,    dat  ze  mit  breuen   edder  anders  bewisen   moghen,    dat 

se    daranne    hebben    gehatt  vnd    hebben.     Neme  wij  ok    satnptliken  vromen   in 

v«ingenen,  dignissen  effte  in  namen,    wes  des  worde,    dat  schal  men  delen   na 

anthale  der  werhafftigen    lude,    de    den  vromen  vorweruen.     Vortmer,    dat  wij 

i^r\  ergenanten  steden  vor  de  woldaet,  de  ze  vns  nii  in   vnsen  vnd  vnser  lande 

gi'oten  noeden   mildichlik   bewisen,    forstlike   gude,    zo    ze  wol    eghen,    wedder 

bewisen,    so  vorplichte  wij  vns  vnde  vnse    nakomelinge    to  en  in   krafft  desses 

bfeues  rnyt  wolberadenem  vrigem    mode    na    eendrachtlikem    rade,    willen  vnd 

vulborde  vnser  radgeuen  vnd  manne  also:  weret  dat  ze  samptliken  vnd  bisundern 

nsi    desseme   dage   jemend  veyden,    en  vnghemakes    nicht  vordregen,    noch    an 

r^chte,  dar  wij  erer  mechtich  to  weren,  nicht  en  wolde  noghen  laten,  so  schole 

^ij   en,  isset  dat  ze  to  krighe  komen,  wanne  ze  dat  van  vns  essched,  to  ereme 

l^'^ighe  senden  hundert  gewapent,    de  wol  vthgeferdiget   syn    myt  harnsche  vnd 

perden,  vnd  de  scholen  den  krich  all  vth  truweliken   by  orer  hulpe  blyuen  vppe 

^^^    koste  vnd  voder  vnd  vppe  vnse    tzolt  vnd    schaden,    vnd    oflFt  ok    in    deme 

^'^yghe,    dar  de  vnsen  also   gesand  vnd    mede  weren,    vrome  ghenomen  worde 

^^     vanghenen,  dingnissen  edder  namen,    dar  schai  yd  vmme  ghaen,  alse  hijr- 

^^i*  geroret  is.     Vortmer,    efFt  yd  schege,  dat  God   afkere,  dat  wij  wanne  van 

^^3sem  dage  myt    den    ergenanten    steden    samptliken    edder  bisundern  to  vn- 

^'ilen  qwemen  edder  ze  myt  vns,  des  scholen  wij  vns  vormiddelst  vnser  beyder 

''^t:*en  vnd  vrunde  gudiiken  beseggen  laten  in  fruntschoppe  edder  rechte.    Jodoch 

^^      €n  schole  wij  noch  enwillen    ere  vygende    nicht  werden,    wij  en  hebben  en 

^''^ten  alle  koste  vnd  schaden,  de  ze  in  desseme  krighe  vmme  vnsen  vnd  vnser 

l^^^fie  willen    doen  vnde    nemen,    genssliken   vnd    all  vorboth  vnd  wedderlecht. 

^i]  en  scholen  ok  noch  en  willen  der  ergenanten  stede  vigende  noch  straten- 

TOuere  noch  zeerouere  sunder  eren  willen  nicht  husen  effte  houen  noch  jeniger- 

\^ye  gunst    bewisen,    sunder  wij    scholen  vnd  willen    ere  vnd    der    eren    beste 

V^^ten,    weruen  vnd    doen,    woer  wij    konen  vnd  mogen.     Vortmer,    schege  yd 


742  1426.     Sept.  27. 

wanrie,  dat  de  ergenanten  stede  mit  jemende  to  veyde  qwemen.,  dar  ze  vnse 
manne  to  behoeff  hadden,  daer  en  schole  wij  vnser  tnanne^  de  en  behulplik 
wesen  willen,  nicht  ane  hinderen^  so  verne  yd  tegen  vns  suluen  nicht  ensy. 
Wij  scholen  ok  der  ergenanten  stede  borgere  vnd  inwonere  in  vnsen  landen 
vnd  gebeden  in  eren  rechtuerdigen  saken  truweliken  beschutten  vnd  beschermen 
vnd  nicht  steden^  dar  wij  dat  weten^  dat  ze  an  lyue  edder  haue  beschediget 
werden.  Wij  en  scholen  ok  de  jenne,  de  ere  stede  mit  qweke  edder  anderen 
gudern  vorzoken  vnd  de  vnse  vygende  nicht  ensyn^  bouen  eren  rechten  tollen 
nicht  thouen  edder  beschedigen,  noch  steden,  dar  wy  yd  weten.^  dat  yd  schee. 
Scheghet  ok,  wanne  desse  krich  to  ende  vleghen  were^  dat  de  erbenomede 
here  koninck  edder  syne  nakonielinge  edder  ere  vndersaten  den  erbennroedeo 
steden  sampt  edder  bisundern  veiden  wolden  edder  veydeden^  so  schole  wij 
vnde  vnse  nakonielinge  myt  vn.  en  vndersaten  en  to  hulpe  konien  vnde  bij  erer 
hulpe  truweliken  bliuen  to  ende  vth  mit  alle  vnser  macht,  so  verne  wij  eres 
rechtes  inogen  mechtich  wesen,  vnd  sodenne  den  krich  vth  scholen  en  ok  vnse 
stede  vnde  slote  open  wesen  to  eren  nuden  vnd  noeden,  alzo  dat  ze  sik  darvth, 
d6r  vnd  wedder  in  weren  vnd  behelpen  moghen.  Alle  desse  vorscreueneo 
stucke  samptliken  vnd  bisundern  lone  wij  Hinrick,  Alti'  vnd  Gherd^  hertogeo 
vnd  greuen  erbenomed,  vor  vns  vnd  vnse  nakomelinge  den  borgermeistern, 
radmannen  vnd  meenheiden  der  ergenanten  stede  in  guden  truwen  vnd  louen 
stede,  vast  vnd  vnuorbroken  to  holdende  sunder  insaghe.  Vnd  hijr  bebbet 
mede  an  vnd  ouer  wesen  vnse  leuen  getruwen  radgheuenen  vnd  manne  Herdingb 
Stake ^  Schacke  Rantzowe,  Otte  Zeestede  vnd  Detleff  van  Aleuelde,  fitter, 
Henneke  Raetlow,  Marqward  van  Siggem  vnd  Hinrick  van  Boeckwolde,  her 
Nicolawes  sone,  knapen,  Nicolaus  Junge,  vnse,  hertogen  Hinrikes,  vnd  Otte 
Sluter.)  vnse,  hertogen  Alues,  scriuer,  vnd  ok  vnser  radgheuene  vnd  manne 
meer,  de  desse  vorscreuenen  stucke  hebben  gedegedinget  helpen.  Vnd  desses 
to  merer  tuchnisse  der  warheyt  hebbe  wy  Hinrik,  Alff  vnd  Gherd^  hertogen 
vnd  greuen  erbenomed,  vnse  ingesegele  myd  guden,  vrigen  vnd  wolbedachten 
willen  vnd  moede  henghen  heten  vor  dessen  breff,  de  gheuen  vnd  screuen  is 
bynnen  Lubeke,  in  dem  jare  Cristi  vnses  Heren  alse  men  scrifft  veerteynhun- 
dert  vnd  sesvndelwintich,  vppe  sunte  Cosme  vnd  Damiani  dage  der  werden 
mertelere. 

Nach  einer  gleichzeitigfn  unbeglaubigten  Abschrift  auf  Papier  im  Stadtarchiv  zu  Lunehurg.  Eine  dhnlkht  « 
l)re>fer  Diplomatarium  Hanseatico-Lubecense.  Auch  nach  einer  alten  Pergamentabschrift  im  Stadtarckve 
zu  Hamburg  gedruckt  in  den   Urkunden  fiber  den   Transitverkehr  No.  32. 


1426.     Sept.  28.  745 

DCCIiXVlIl. 

einrtch  Rapesulver  und  Tidemann  Cernttn  schreiben  an  Johann  Banzkow  wegen  der 
zu  stellenden  MannschafL     1426.     Sept  28. 

Vrundliken  denst  touoren.  Erbare  here,  besundere  vrund.  Alse  gi 
criuen,  dat  iw  nfllte  dflnke  sin,  dal  wy  stede,  de  nfl  tosaineride  weren,  eyne 
ewelke  eren  tal  der  weraftigen  lude  vul  vtbringe  bouen  de  schiplude  etc. 
ieue  vrfind,  des  weren  de  van  Hamborch,  Luneborch  vnde  wij  alrede  eynes 
nde  vnse  rad  heft  darvmrne  gescreuen  an  de  van  Rozstocke,  begerende,  dat 
?  id  ok  also  holden,  vnde  bestelledet  also,  dat  id  iuwe  rad  ok  also  holde. 
^ij  beuelen  iw  Gode.  Screuen  vnder  mynen  Hinrik  Rapesuluers  ingesegel,  an 
nle  Michels  auende,  anno  XXVI. 

Leue   vrund,  schicked  den   breff  io  na  Rozstocke  init  den   ersten. 

Hinrik  Rapesuluer. 
Tidernan  Tzerntin. 

Aufschrift:     Dem   erbaren  vnde  wijsen   manne,  hern  Johan    Bantzekowen, 
f^germeyster  to  der  Wismer,  vnsen   leuen  vrunde,  detur. 

Nach    dem  Original  auf  Papier   im  Rathsarchiv  zu   IVismar.     Das    in  rothem   Wachs   aufgedruckte  Siegel  des 
Heinr.  Rapesulver^  ein  ovales  Ringsiegel,  enthdlt  eine  Hausmarke,  einem  R  dhnlicky  ohne  Umschrift. 

JDCCLXIX. 

^  Rath  von  Lubeck  schretbt  an  den  Rath  von  Hamburg  hinsichtlich  des  mil  der 
Verwaltuny  der  Schlosser  Bergedorf  und  Riepenburg  vorzunehmenden 
Wechsels.     0.  J.     (1426.     Vor  Sept.  29.)' 

Hamburgensibus. 

llirsamen    besunderen    leuen  vrunde.     Juwen    brefi,    darane    gij  scriuen, 

iw  dunke  nod  vnde  behoff  sin,  dat  gij  vnde  wij  vmrne  vmmesettinge  wilien 

'    slote  Bergerdorpe  vnde    Rijbenborch    tosamende  qwemen,    begerende,    dat 

vnses  rades  cumpane  tegen  de  iuwen  darvmrne  senden  wilien  to  der  Lynowe 

•  ,  hebbe  wij  wol  vernornen,    begerende  iuwe  ersamheyde  weten,   dat  wij  nu 

tijd   vmine    sunderges    anualles  wilien  vns  witliken    darane    hinderende    de 

^en  tegen  de    iuwen    nicht    senden    en    konen,    auer  dat  aldererste,    dat  wij 

^  enden    konen,    wille  wij   vnse  vrunde  vrnme    der  vorscreuenen    zake  wilien 


1)  Ein    Vertrag   uber  die  Verwaltung   der  beiden  SchlOsser  wurde   am  22.  August   1422  geschlossen  und  in 
i^elben  bestimmt,  dass  allemal  nacb  vier  Jahren  zu  Micbaelis  ein  Wechsel  eintreten  solle.     Vgl.  JW  434. 


gerne  senden   tegen  de  iuwen  to  Sanskeneuene  vnde  willen  iw  dat  ok  so  tiat;^ 
touoren  vorkundigen^  dat  iuwe  vrunde  de  ersamen  heren  Johan  Cietxe  vnde  h 
Nicoiawese  van  Stiten   mit  sich   bringen   niogen.     Wij   beuelen  iw  Gode. 

Nach  dcm  Concept  auf  Papier, 

iM:c;iiXX. 

Auslodung  aus  der  Gefangenschaft     1426.     Sept  29. 

JJoininus  Hinricus  Rapesuluer  proconsul  sigiilauit  vnam  appertam  littera 
in  qua  fatetur,  se  teneri  domino  Gerrardo^  duci  Sleswicensi.  Gnobelen,  aduocafc 
suo  in  Sunderborch^  et  Wultf  Rixstorpe  XL  rnrc.   lub.  den.   pro  liberacione  J 
hannis  Bullen,  qui  captus  erat  in  Sunderborch.     Vnde  Willekinus  van  der  Mol^ 
cum  suis  heredibus  promisit.    se  velle   el    debere  prefatuni  dominuni  Hinrieu 
Rapesuluer  et  suos  heredes    pretextu    illius   penitus  indempnes  preseruare.    I 
super  Johannes   Smedebeke^    ciuis   Rostockcensis,    cum    suis    heredibus    corai 
libro  promisit^    se  velle    et  debere  Willekinum  van  der  Molen    ulterius  et  suo^ 
heredes  pretextu   iilius  indempnes  releuare. 

Nach  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J,  1426,   Michaetis. 

I»CCIiXXl. 

Otto  von  RitzeraUj  Otto's  Sohuy  verkauft  semen  Schwestem,  den  Klosterfungfrauen 
Ahele  in  Lune  und  Adelheid  und  Sophie  in  Eldena  eine  jahrlxche  Rente 
von  6  rnjl,  aus  dem  Dorfe  Woltersdorf  oder  andem  Gulem  unter  Var* 
hehalt  des  RUckkaufs.     1426.     Oct.  2. 

Ik  Otte  van  Ritserowe,  Otten  van  Ritserouwen  zone,  deme  God  gnedich 
sy,  knape.    Bekenne  vnde  betuge  openbare  an  desseme  breue  vor  al  don  gennen, 
de  ene  zeen  edder  horen  lesen^  dat  ik  inyd  willen  vnde  wolberaden   mode  vnde 
myd  willen  vnde  vulborde  myner  gnedigen   heren  van  Sassen  vnde  ok  inyd  vul- 
borde  myner  rechten   eruen  vnde  al  der  gennen,    de  dat  van  rechte  viilborden 
scholden,  reddeliken  vnde  rechtliken  liebbe  vorkofiFt  vnde  vppelaten  mynon  leuen 
zusteren,  klosterjuncvrouwen^  alse  vor  Abelen  van  Ritserowe  to  Lune^  vor  AU 
heyde  vnde  vor  Soffygen  van  Ritserowe  to  der  Eldena,    vor  vyuevndezouentich 
mark  lubesscher  pennynge^  de  se  my  nogafftigen  in  ener  summen  air^de  gheuen 
vnde  telled  hebben,    vnde   ik  vort  an   myne  vnde  an  myner  eruen  nut  gekered 
hebbe,  zos  niark  ewiger  jarliker  rente  lubesscher  pennynge.    Desse  vorsci'eueDe 


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1426.     Oct.  2.  745 

2.0S    mark    rente    schal    ik  Otte  erbenomed  Vnde  wil  edder    myne  eruen   mynen 

xusteren  ergesecht  vrundliken  vnde  to  dancke    betalen  vor  de  vyiie  vnde  zouen- 

tich   mark  lubesscher  pennynge  Srscreuen  alle  jar  yn  sunte  Mertens  daghe  des 

hilgen    bisscopes    bynnen    der  stad  IVIolne    an    ghuden    rSden    pennyngen,    also 

bynnen  Lubeke  ghenge  vnde  ghSue  sint^  an  ener  summen  ghans  vmbeworen  vte 

myneme  dorpe  Wolterstorpe  vnde  vte  syneme   rSdesten  ghude,  belegen  an  deme 

kerspel  to  Bredenuelde,  vteghenoinen  achte  mark  jarliker  rente,  de  de  vicarii 

to    vnser    leuen  Vrouwen  kerken    bynnen   Lubeke    alle    yar    vor    hundert  mark 

pennynghe  van  myner  weghen  dar  eer  ane  hebben.     Vnde  weret  dat  id  iegende, 

dat   God  afTkere,    dat  dat  vorscreuene  dorp  van  orleges  wegen,  van   roue  efTte 

van    brande,    edder  wo    dat  anders  van    schaden   to  queme,    vorwusted  worde, 

also  dat  mynen  zusteren  vorbenomed  de  vorscreuenen  zos  mark  rente  vte  deme 

suluen  dorpe  vnde  ghude    alle  yar    nicht    enworde    vp    de  vorscreuene  tyd,    zo 

scholen    ze    de    suluen  zos    mark  rente    alle  yar   hebben  yn  vnde  vte  myneme 

vnde  myner  eruen  redesten  ghude,  wor  wy  dat  hebben.    Jodoch  so  hebben  ze 

n^^  der   gnade    ghund,    dat    ik    vnde    myne    eruen    de  vorscreuenen    zos    mark 

^M?iger  rente  wedderkopen    moghen    vor  vyue  vnde    zouentich    mark  lubescher 

Pennynge  alle  yar  in  sunte  Mertens  daghe,  wanner  ik  edder  luyne  eruen  des  to 

^^dewerden.     Dat  schal  ik  edder  myne  eruen  en  een  halffyar  touoren  wetende 

^6n,  alse  an  der  hochtyd  to  Pinxsten,  denne  des  negesten  sunte  Mertens  daghe 

4es  hilgen   bisscopes  schal  ik  Otte  ergenomed  vnde  wil  edder  myne  eruen  mynen 

2usteren  klosterjuncvrouwen    betalen  zds   mark  jarliker   ewige    rente  vnde  vyue 

vnde  zouentich  mark  lub.   pen.  in    ener  summen    gans  vmbeworen  bynnen  der 

stad  Molne  zuhder  eren  schaden  myd  ghuden  pennyngen,  alse  dar  denne  bynnen 

Lubeke    ghenge   vnde    gheue   sint.     Vortiner,    wan   welk   van    mynen    zusteren 

klosterjuncvrouwen  erghesecht  van  der  schikkinge  Codes  affgheghan  is,  alse  wy 

alle  dfidlijk  sint,  so  scholen  de  zos  mark   rente  vorscreuen  denne  bliuen  vnde 

«ruen  tosamende  an  de  anderen,  de  denne  noch  leuen.     Wand  ze  ok  alle  dre 

affgeghan  vnde  vorstoruen    sint,    zo    scholen    de  vorscreuenen    zos  mark  rente 

^wedder  komen  to  my  vnde    to    mynen    eruen.     Alle  desse  vorscreuenen  stucke 

^nde   articule   loue  vnde    segge    ik  Otte  van  Ritserowe    dicke    erbenomed    myd 

mynen  eruen  vnde  myd  mynen  truwen  medeloueren,  de  nascreuen  stan,  slide 

vnde  vast  to  holdende  mynen  zusteren  klosterjuncvrouwen    erbenomed  vnde  to 

truwer  hand  den  duchtigen  knapen  Luder  Schacken,  wonafftich  to  der  Barsthorst, 

vnde  Hartman   Scarpenberge,  wonafiTtich    to    Nigendorpe,  vnde    al  den  gennen, 

.de  dessen  br^flT  hebben  myd  eren  willen,  ze  zin  ghestlik  edder  werlik,  zunder 

94 


746  1426.     Oct.  2. 

alle  hulperede,  nygevunde  vnde  argelist.  Vnde  wy  Hans  van  Ritserow,  Ollen 
broder,  houednian  desses  breues  erscreuen^  Albert  Wulff^  wonafftich  to  der 
Lancke,  vnde  Volred  van  Tzule,  der  heren  van  Sassen  marsschalk,  wonafftich 
to  Gudow^  knapen^  louen  vnde  seggen  an  ghuden  truwen  vor  vns  vnde  vor 
vnse  eruen  vnghescheden  myd  saniender  hand  alle  vorbenomede  stucke  ?ode 
articule  stede  vnde  vast  vnde  vnibrekelken  to  holdende  vor  Abelen,  vorAlbeyde 
vnde  vor  Soffygen  geheten  van  Ritserow,  klosterjuncvrouwen  dicke  erbenomed, 
vnde  al  den  gennen,  de  dessen  brSft*  hebben  ntyd  eren  willen,  ze  zin  gestiik 
edder  werlik^  alse  vorscreuen  steyt^  zunder  alle  hulpeword^  nygevunde  vnde 
argelist.  Des  to  orkunde^  to  tuge  vnde  to  groter  bewisinge  hebbe  wy  Otte, 
Hans,  Albert  vnde  Volred  ergenorned  myd  ganser  endracht  vnse  ingesegheic 
witlik  vor  dessen  br^ff  henged  laten.  Gheuen  vnde  screuen  na  der  b6rd  Cristi 
vSrteynhundert  jar  darna  an  deine  sesse  vnde  twintigesten  jare,  des  negeslen 
niyddewekens  na  sunte  Michaelis  daghe. 

Nach  dem  Original.     Mit  den  vier   anhangenden  Siegeln,     Otto  und  Hans  von  Ritzerau  vgL  Siegel  det  M.'L 
Heft  6  p.  104,  105.  Albert  Wulf:  Siegel  rund,  2^/io  Ctm.     Auf  atehendem  SchUde  ein  getekackier 

Strahl  mit   der  Spitze   nach   der  rechten  Oherecke  gekehrU       Omschri/t  undeutlich.  Volnd  tm 

Zule:    Siegel  rundj    2*/io    Ctm.     Auf  atehendem  Schilde   ein  Strahl  nach   der  rechten  Oberecke  yekehi 
Umschri/t  undeutlich. 

DCCIiXXll. 

Dei'  Rath  von  Liibeck  schreibt   dem  Rathe    von   Wismar  wegen    der    an  den  Kmj 
Erich  zu  sendenden  Fehdebriefe.     1426.     Oct  2. 

\  rundliken  grot  vnde  wes  wij  gudes  vorniogen  touoren.    Ersarnen  heren, 

leuen  vrundes.     Wy  senden  juwer  leue  eyne  auescrifft  hyrane  besloten,  women 

deme  heren    koninghe    sohal    entsegghen,    vnde    begheren    frundliken^   dat  gij 

juwen  veydebreff   myt    juweme    boden    nfl    en    mandage    en    auend    erst  komet 

bynnen  vnser   stad    hebben  willent,    wente  wij    inyt   deme   heren  hertogen  van 

Sleswijck  vnde  den   steden  Hamborch  vnde   Luneborch  des  also   eyns  gewordeD 

sin,  dat  juwe,    der  van   Rozstoke,  Luneborch   vnd  vnse  veydebreue  vnde  boden 

vppe  dessen  vorscreuen   mandach  en  auent  bynnen  vnser  stad   jo  wesen  scholen. 

Ok   beghere  wij   fruntliken^  dat  gi  vnse  anderen   breue  an  de  van  Rozstok  vorder 

willent  benalen,  den  wij   desser  gelijken  vorscriuen,  vnde  nyn  sumenisse  hijrane 

en   beschee.     Dat   duncket  vns   nutte  vnde  geraden  sin,  vnde  des  )uwe  antwerde. 

Sijt  Gode  beuolen.     Screuen   vnder  vnsem   secrete,  des  midwekens   na  Remigii^ 

anno  etc.  XXVP. 

Consoles   Lubicenses. 

Aufschrift:    Commendabilibus   et   circunispectis  etc. 

Nach  dem  Original  im  Rathaarchiv  zu   Wismar.     Mit  Resten  des  au/gedrQckten  Secrets, 


1426.     Oct.  12.  747 

nccijiLiLm. 

Quittung  des  Albrecht  Schenk   von  Landsberg    liber    den  Empfang    der    am  letzten 
Marid-Geburt  Tage  fdlh'g  geioesenen  Stadtsteuer.     1426.     Oct  12. 

Wij  Albert  Schencke  van    Landesberge   vnde    here  to  Sydow.     (wie  No. 

623  bis)    vorwiset  was,    deiri    beschedenen  inanne  Donet  Grybo,    vnseme  leuen 

getruen    denere  vnde    knechte  van  vnser  wegen    (u.  s.  w.  mie  No.   623  bis)    de 

gegeuen  vnde  gescreuen  ys  na  der  bord  Christ)  dusent  veerhundert  yaar  darnaa 

an  dein   sesvndetwyntigesten   yare,    des    sonauendes  vor    suntte  Gaili  dage  des 

werden  bichtegers. ' 

Nach  dem  Original.     Mit  anhangendem  Siegel. 

I»CCLXJL1V. 

Notariatsinstrument  uber  die  Absendung  einer  Kriegserkldrung  des  Raths  von  Lubeck 

an  den  Konig  Erich  von  Ddnemark.     1426.     Oct.  17. 

in  nomine  Domini  amen.  Anno  natiuitatis  eiusdem  millesimo  quadrin- 
g^ntesimo  vicesimo  sexto,  indictione  quarta,  die  Jouis  decima  septima 
inensis  Octobris,  hora  vesperorum  vel  quasi,  pontificatus  sanctissimi  in  Christo 
patris  et  domini  nostri,  domini  Martini,  diuina  prouidencia  pape  quinti,  anno 
none,  in  mei  notarii  publici  inFrascripti  testiumque  infrascriptorum  ad  hoc 
vocatorum  specialiter  et  rogatorum  presencia  honorabiles  viri  et  domini  Hin- 
ric^us  Rapesiiluer,  Conradus  Brekewolt,  Detmarus  van  Tflnen,  proconsules,  Hin- 
ricus  Meteler,  Johannes  Crispin,  Albertus  van  der  Brugge,  Marquardus  Bone- 
iiorst,  Nicolaus  van  Stiten  et  Hermannus  Westfael,  consules  ciuitatis  Lubicensis, 
^c  alii  consules  eiusdem  ciuitatis  Lubicensis,  consulatum  representantes,  iuxta 
''^orem  et  consuetudinem  dicte  ciuitatis  Lubicensis  conuocati,  ad  inTrascripta 
P^ragendum  congregati,  personaliter  constituti,  pro  se  ac  dicta  sua  ciuitate, 
<^iuibus  ac  habitantibus  in  eadem^  honorabilis  vir,  dominus  Conradus  Brekewolt, 
Pi*ocon8ui  antedictus,   quandam  litteram  in  pergameno  conscriptam,    sanam  et 

• 

^'^tegram,    non    canceliatam,    non  viciatam,    non   rasam,    non   abolitam  nee  in 

Biiqiia  sui  parte  suspectam,  vt  apparuit,   sed  prorsus  omni  vicio  et  suspicione 

^^i*entem  in  manibus  suis  tenuit  et  produxit  ac  magistro  Hermanno  de  Indagine, 

P^othonotario  dicte  ciuitatis  Lubicensis,    tradidit    et    presentauit  ac  per  ipsum 


1)  Aach  fiber  diese  Zahlong  ist,  wie  bei  J^  62Sf  am  folgeDden  Tage,  Oot  18,  ein  aoafflbrliches  Notariata- 
i^^stroment  ansgestellt.  Donet  Gribo  wird  daria  familiaria  nobilia  domini  Alberti  Schenkonis  de  Ltandesberghe  ge- 
fltant    KAmmereikerren  waren  wiederum  Albert  Ton  der  Brfigge  nnd  Hermann  Weatfal. 

94* 


748  1426.     Oct.  17. 

niagistrum  Hermarinum  eandem  litteram   legi  mandauit  et    Fecit,    cuius  quidem 
littere  prenarrate  tenor  de  verbo  ad  verbuin   sequitur  et   est   talis:     Wetet^  ir- 
luchtigheste,    hochgeborne  furste  vnde   here,    her  Erik,    der  rike  Denemarken, 
Sweden,    Norwegen,    der   Wende    vnde    der    Goten    konink    vnde    hertoghe  to 
Ponneren,    dat  wy  borghermestere,    raadmanne,  ghemeende  vnde  inwonere  der 
staad  Lubeke  vnde  vnse  helpere,  de  wy  darto  teen  konen,  wo  men  de  nomen 
mach,  juwe,  juwer  rike,  lande,  vndersaten,  inwonere  vnde  helpere,  wo  man  de 
ok  benomen  mach,    vyende  willen  wesen  vmine    menegherleyge   vele    ghewald, 
vnrecht,  schaden  vnde  ghebreke  willen,  alse  vns,  vnsen  borgheren   vnde  deme 
ghemenen    copmanne  van  jw,    juwen  vndersaten    vnde    den    juwen  gheschen  is 
tegen   vnse  priuilegia  vnde  vrigheyde,    de  vns  van   juwen  voruaren    ghegbeoen 
vnde  besegheld  vnde  van  jw  confirmeret  vnde  bestedighet  syn.    Vnde  juwe  be- 
seghelde  gheleyde  vns  vnde  den  vnsen  van  jw  vnde  den  juwen  nicht  gheholden 
en  is,    des  wy  vnde    de  vnsen  vnuorwinliken  groten  schaden  vnde  hinder  ghe- 
nomen  vnde  gheleden  hebben,  vnde  willen  des  vnse  ere  an  jw  alien  vorscreuen 
wol  vorwaret  hebben.     Desses  to  merer  witlicheyt  hebbe  wy  vnser  stad  inghe- 
seghel  ghedrukket  heten  neddene  vppe  dessen  bref,  de  ghescreuen  vnde  gheueo 
is  na  Cristi   ghebord  verteynhundert  vnde    in    deme    sosvndetwintighesten  jare, 
des  neghesten    sondaghes    na    sunte  Remigius    daghe  des    hilghen    bisschoppes. 
Qua  littera  sic,  vt  prefertur,    perlecta   honorabilis  vir  dominus  Conradus,  pro- 
consul antedictus,  prefatam  litteram  michi  Johanni,  notario  subscripto,  ac  testi- 
bus  subscriptis  jussit   presentari  ad    recognoscendum    sigillum  dicta   littere  ioi- 
pressum,  et  per  nos  ea[n]dem  littera[m]  diligenter  inspecta[m]  reperimus  mag- 
num   dicte    ciuitatis  Lubicensis  sigillum  sub  scriptura    eiusdem    littere    sanum, 
integrum  atque  illesum  fideliter    impressum.     Deinde    prelibatus   dominus  Con- 
radus  Brekewolt   sepedictam    litteram    reassumpsit    et   eandem  Arnoldo   Quast, 
dicte  ciuitatis  Lubicensis  nuncio    iurato    ibidem    presente,    eandem   presentaait 
sibique  mandauit,  vt  mediante  juramento  suo  consulatui  Lubicensi   prestitopre- 
fatam    litteram    ad    proximum    illustrissimi    principis,    domini   Erici,    regnoraio 
Dacie,  Swecie  et  Norwegie  regis,  castrum  seu  edificium  fideliter  deportaret  ac 
capitanio  eiusdem   castri  seu  ediBcii  eandem    presentaret,    vt    eadem  littera  ad 
noticiam    dicti     domini     regis    presumeretur    peruenire.      Quam    litteram   ipse 
Arnoldus  Quast  antedictus  ad   se    recepit  et    mandatum    sibi    de   huiusmodi  lit- 
tera, vt  prefertur,  commissum  atque  factum   promisit  diligenter  adimplere.   De 
et  super   quibus  omnibus    et    singulis    premissis    sepedictus  dominus  Conradus 
Brekewolt  nomine  sui  et  tocius  consulatus  Lubicensis  ac  nomine  ciuium  atque 


1426.     Oct.  17.  749 

habitancium  in  eadeni  me  Johannem,  notariuin  publicum  infrascriptum,  requi- 
sjuit,  vt  sibi  vnum  vel  plura,  publicum  seu  publica  conficerem  instrumentum 
seu  instrumenta.  Acta  sunt  hec  in  protorio  ciuitatis  Lubicensis^  anno,  in- 
dictione,  mense,  die,  hora,  pontificatu  et  aliis,  quibus  supra,  presentibus  ibi- 
dem honorabilibus  ac  robustis  viris  Elero  Ratlowe,  Hinrico  Scroder,  Helmoldo 
de  Plesse,  Ludero  Blucher  et  Volrado  de  Tzule,  liubicensis,  Zwerinensis  et 
Razeburgensis  diocesiuin,  testibus  ad  premissa  vocatis  specialiter  et  rogatis. 

Notariatszeichen.     Et  ego  Johannes  Tzeuer,   clericus  Lubicensis,  publicus 

imperiali  auctoritate  notarius,    huiusmodi    littere    productioni,    lectioni,  siggilli 

recognicioni  eiusdernque  littere  dicto  nuncio  jurato  presentacioni,  promissioni  et 

requisicioni  omnibusque    aliis    et   singulis    premissis,    dum    sic,    vt  premittitur, 

fierent  et  agerentur,  vna  cum  prenominatis  presens  interfui  eaque  cum  eisdem 

sic    fieri  vidi  et  audiui  et  in   banc  publicam  formam  redigendo  conscripsi  signo- 

que   et  nomine  meis  solitis  ac  consuetis  signaui  rogatus  et  requisitus  in  fidem  et 

testimonium  omnium  et  singulorum   premissorum. 

Nach  dem  Original. 

Siihne  wegen  Todtschlags,     1426.     Oct.  21. 

Arnoldus  Ouerenkerken  et  Elizabeth,  vxor  eius  legitima,  propinquiores 
'^^redes  Ludekini  Eggerdes,  coram  libro  recognouerunt,  se  subleuasse  et  perce- 
P'sse  a  Laurencio  Vicken,  Hermanno  Ryckmans,  Cruzen  Nicolao  et  Hinrico 
'^^nen,  fideiussoribus,  XII  mrc.  lub.  den.  ex  parte  interfectionis  Ludekini 
^SS^^^^s  per  Bernardum  Kersseborch,  alias  tor  oueren  sluze  interPectus.  Vnde 
^ntedicti  Arnoldus  et  Elisabeth,  filia  Ludekini  interFecti,  cum  eorum  heredibus, 
^^tos  seu  nascendos,  prefatos  fideiussores  et  presertim  Bernardum  Kersseborge 
^Unri  eorum  heredibus  pretextu  illius  ponitus  dimiserunt  ab  omni  alia  monicione 
^^u  inpeticione  quitum  et  solutum.  Insuper  Arnoldus  Ouerenkerken  et  Elisabeth, 
vxor  eius  legitima,  cum  eorum  heredibus  coniuncta  manu  promiserunt,  se  velle 
^t  debere  fideiussores  antedictos  et  Bernardum  Kersseborge  de  interfectione 
prefata  ab  omnibus  monicionibus  aut  inpeticionibus  cuiuscunque  penitus  in- 
^^nripnes  releuare. 

Ncxh  einer  Inscription  des  Niederstadtbuchs  vom  J.  1426,  Vnd.  mii.  virg. 


I 

\ 


Johannes  Glynhorst,  ciuis  iMindensis^   plenipotens  procurator  strenuorurn 
famulorum  Johannis    de    Barkhusen^    Hinrici    et  Theoderici,    filiorum    suorum, 
coram  libro  recognouit,  se  Conraduni  Ketelhode  suosque  heredes  et  prouisores 
ex   illo,    quod  Conradus  Ketelhod    prefatoruin    famulorum   fuit  latus  uel  eghen^ 
dimisisse  et   liberuni  dimisit    penitus    ab    omni    alia    monicione  seu  inpeticione 
quitum  et  solutum,  et  placitatum  Fuit  per   dominum  Hinricum  Rapesuluer,  pro- 
consulem,  Ludekinum  Lammeshouede  et  Johannem  de  Staden,  ciues  Lubecenses. 
Propterquod  iidem  Johannes  Glyndenhorst  coram  libro  recognouit,  se  a  Johanni 
Bradheringe,    ciui  Lubicensi.,    subleuasse    et    percepisse    XX  mrc.  lub.  den.  sici 
usum  prefatorum  Famulorum. 

Nach  einer  Inscription  des  Siederaladtbucht  vom  J.  1426,  Omn,  Sonet 

DCGIiXXVlI. 

Offenes  Schreiben  der  Stddte  Lubecky  Hamburg j  Rostock,  Stralsund,   Wismar^ 

burg  an  die  Holldndischen  Stddte  zur  Benachrichtigung  derselben  von 
erfolgten  Kriegserkldrung  gegen   den  Konig  Erich  von  Ddnemark.     14^  ^• 

Nov.  19. 

Jursaeme  heren,    besonder   lieue  vriende.     Vmme    manigherleye  gewal^? 
hinders,  onrechtes  ende  schaden  willen,   alse  de  dorluchtige  vurste  ende  herd's 
her  Erick,  koninck  to  Denemarken,  Sweden,  Norwegen  etc.,  ende  zijne  ondpT" 
saten  ons  ende  dem  gemenen  coopmanne  ende  schipheren  van  der  Duetsch^^ 
hanze  van  langhen  tijden    heerwart    teghen  God,    recht,    redelicheit  ende  onB^ 
priuilegien    ende    vryhede,    den    steden    van     der    hanze    van    zynen    vorder^? 
koninghen  ende  koniginnen  der  voirscreuen  rijke,  gegeuen  ende  bezegelt  end^ 
na  van  erne  confirmirt,    gedaen  hadden,    ende    want    na    der  tijt,    dat  sick  d^ 
stede,  so  gij  wol  moeghen  weten,  met  eme,  zijnen  rijken  ende  ondersaten  ver* 
bonden  ende  eens  worden,  meer  ende  meer  gedaen  hebben,  daromme  vele  vpr- 
uolges  gedaen  es  gewesen,  bede  met  brieuen  ende  besendinghe,  dat  docb  ni^t 
helpen  en  konde,  dat  alsodaen  gewald  ende  onrecht  mochten  gebetert  sijn  g^ 
worden:    so  zij  wy  van    dem  vorgenanten    heren    koninghe    ende  zijnen  onder* 
saten  darto  gebracht  ende   gedronghen,    dat  wy  van    merkelike    noed  wegbent 
warnynghe  an  se  doen  ende  ere  vyande  werden  moesten,  want  dat  God  irkeot, 
dat  wy   dat    ongherne    gedaen    hedden,    wanner  wy    des   vmmeghank    nnochtea 


1426.     Nov.  19.  751 

hebben  gehat.     Waromme,  heren  ende  bisonder  gudon  vriende.,  wy  van  V  zeer 

gudlike   begheren^  dat  gij   de  uwe  ^varnen.  also  dat  se  de  voirscreuen  rijke  ende 

ere  strorne  niet  en  souken   ende  ock    haer   goed  op  onser  vyande   bodeme  niet 

en  schepen  ende  ock  ghene  handelinge    met  den  vt  den  voirscreuen  rijken  en 

bebben^    op  dat  se  des  ghenen  schaden    en   nemen^    want  vns   haer  scade  van 

giiden  herte  zeer  leet  were,  ende  neinen  se  des  schaden,  dar  wolde  wy  onghe- 

mant  onime  wesen.     Sijt  Gode  beuolen,  ons  deser  voirscreuen  stucke  een  vrient- 

h'ck  antworde    to    scriuen    by  desen    boden.     Gescreuen    onder    der    heren  des 

raedes  der  stad   Lubeke    secrett,    des  wy  alle  samentliken  hijrto  gebruken,    op 

sunte  Elizabeth  daghe,  anno  etc.  XXVI. 

Borgermestere  ende  raedmanne  der 
stede  Lubeke,  Hamborgh,  Rozstok, 
Stralessunde,  Wisrnar.  Lunenborgh. 

N(ich  einer  Abachri/tf  toelche  gemacht  zu  sein  acheintj  um  hier  t^iruckbehalten  und  aufbewahrt  tu  toerden.     Sie 

ist  nemlich  ungetoohnlicher  Weise  auf  Pergament  geschrieben  und  tragi  die  von  deraelben  Hand  gemachte 

Ueberachri/t:    copia.     Fine  Reihe   von  Antworten  HoUdndischer  Stddte  aus  dem  Jahre   1427    liegt  ror, 

auch  eine  Antwort  au8  Dortmund  ala  Bewein^   d<U8    das  Sckreiben  oder  ein  dknliches  auch  an  Deutsche 

Stddte  gesaudt  ist. 

DCCIiXJLVIll. 

Konig  Erich  giebt  (dem  Rathe  von  Kolnf)  Nachricht  von  der  Kriegserkldrung  der 
Stddte  Liibeck,  Rostock^  WismaVj  Stralsund  und  Lunehurg  und  betheuerty 
dass  er  nichts  gegen  sie  verschuldet  habe.     1426.     Dec.  8. 

Ericus,  Dei  gracia   Dacie,  Swecie,  Norwegie, 
Sclauorum  Gothorumque  rex  et  dux  Pomeranie. 

Ynsen  gunstighen  vruntliken  grut  vorschreuen.     Erbaren  leuen  vrundes. 

^Ki  don  jw  witlik  sodane   grote  vnredeiicheit,    vnreicht  vnde  wait,    als  vns  de 

st^jp  van  der  Dudesschen   hense,  Lubeke,  Rostock,  Wisrner,  Stralessund  vnde 

'^'^tienborch  don,    in  deme    dat    se    tegen  God,    ere  vnde    recht    bynnen  guden 

'^^en  vnd  vrunlliker  betzegelder  tozade,  in   der  se  sik  to   vns,  vnsen  riken  ind 

'^•iden  verplichtet  vnd   verbunden  hebben,    vnse,    vnser  rijke,    lande  vnd    lude 

^Peobare  entzechte  vyande  geworden  synt,    vnuervolgt  ind  sunder  jennigerleye 

^^^e  redeike  schult  vnd  broke,  dat  Gode  bekant  is.     Hijrumme,  leuen  vrundes, 

^^ret  sake,  dat  se  edder  jemand  van  yrer  wegene  jw  hijrvan  wes  inbrachten, 

^^  dat  des  die  schuldt  vnse  wesen  sculde  edder  van  vnser  wegene  zakede,   so 

Wddewy  jw,  des  neynerleye  wijs  to  louende,  wente  gy  vorware  weten  vnd  louen 


752  1426.     Dec.  8. 

inogen,  dat  dat  vnse  scholt  nycht  en  is,  alse  wy  des  to  reclite  jegen  sij  woll 
voerkoineii  mogen  ind  willen  vor  vorsten,  heren  vnd  vrunden,  wor  vns  dat 
temelick  is,  vnde  alsuick  scbade  vnd  voeruanck  vnd  verdriet,  die  darvan  manigem 
kopmanne,  alse  wy  vns  bevruchten,  vele  ind  genuch  entstain  will.  Dat  wij  vns 
erer  weldeliken  hochuarth  weren  nioten,  is  vns  van  herten  leit.  In  Chrislo 
valete.  Scriptum  Hafnie,  die  Concepcionis  beate  Marie  virginis,  mostro  sub 
secreto,  anno  etc.  XXVI**. 

Nach    einer      verrnvt/ilich     einem    Brie/e     dea    Hatha    von    Koln    torn    28.    Mdrz    1427    beigelegten  AUckrifi 
at//  Papier. 


Verpachtung  eines  Grundstucks  in  PadeWgge.     1426.     Dec.  21. 

JbLinricus  Hanneman,  villicus  in  Padeluche,  coram  libro  recognouit.  se 
a  Johanni  Boteuure  curiam  dicti  Jobannis  in  Padeluche  cum  suis  agris,  pascuis, 
pratis.  siluis  et  aliis  appe:  tinenciis  conduxisse  in  buram  per  vnum  annum  sub- 
sequentem,  pro  quibus  dabit  sibi  pro  hura  VII  mrc.  lub.  et  quartam  garuam. 
Dictusque  Hinricus  recognouit,  quod  medietas  omnium  vaccarum*,  equorum, 
vitulorum  et  quartus  porcus  sub  prefata  curia  appertineat  antedicto  Johanni 
Boteuure  et  suis  heredibus.  Insuper  Hinricus  Hanneman  cum  suis  heredibus 
coram  libro  promisit,  se  nunquam  velle  nee  debere  recedere  n^c  aliqua  bona 
de  prefata  curia  apportare  aut  alienare^  quin  sit  de  consenssu  et  voluntate 
Jobannis  Boteuur  et  suorum  heredum. 

Hinricus  Hanneman  coram  libro  recognouit,  se  et  suos  heredes  teneri 
Jobanni  Botefure  et  suis  heredibus  in  LXII  marcis  lub.  den.  amicabiliter  et 
expedite  persoluendis,  pro  quibus  sibi  omnia  sua  bona,  mobilia  et  imrnobilia 
et  varendehaue,  quas  habet  in  et  sub  prefata  curia  Padeluche,  coram  libro 
impignorauit. 

Hinricus  Hanneman  antedictus  coratn  libro  recognouit,  se  et  suos  heredes 
teneri  Jobanni  Boteuure  et  suis  heredibus  in  VII  marcis  lub.  den.  amicabiliter 
et  expedite  persoluendis. 

Nach  drei  axif  einandcr  folgenden  Inscriptionen  des  Niederatadtbucht  vom  «/.  1423,  Thome. 

Eiii  Giiterraub  zwischen   Winsen  und  Hannover.     1426.     Dec.  25. 

Domini  consules  dederunt  litteram  suam  quitancialem  domino  Bernardo 
Brunswicensi   pro  non  subsequenda   ulteriori   monicione  ex  parte  bonorum  inU^ 

1)    Im  N.  St.  B:   facarum. 


1426.     Dec.  25.  753 

Winsen  et  Honouere  spoliatoruin  et  per  Albertum  Beckere,  aduocatum  ante- 
dicti  ducis  Bernardi,  ad  castrum  Nienstat  abductorum.  Vnde  dorninus  Johannes 
Segeberch  nomine  sui  et  ex  parte  Rotgeri  de  Bentzem,  Hinricus  Vrunt  nomine 
sui  et  ex  parte  Hermanni  Bokhoit  de  Hamborch,  Johannes  van  Staden  nomine 
sui  et  ex  parte  Woiteri  de  Leyde,  Johannes  Schenckenberch,  institor,  Ludo- 
wicus  Lozeking^  Tidericus  Rennyng^  Johannes  Reze^  Hermannus  de  Bentzheim, 
Tidericus  Wedeghe  et  Jacobus  van  dem  Bryle  cum  eorum  heredibus  coniuncta 
manu  promiserunt,  dominos  consules  pretextu  illius  penitus  indempnes  releuare. 

Nach  einer  Inscription  det  Niederatadtbuchs  vom  J.  1427,  Nat.  Chr. 

i»cciijLx:xi. 

Der    Rath    von   Parchim    beglauhigt    bei    dem   Rathe   von  Lubeck   seinen  Schreiber 

Hermann  Below,    s.  d.  1426. 

Den  ersamen  vorsychtighen  heren  borghermesteren  vnde  radmannen  der 
stad  Lubek.  Wy  borghermestere  vnde  radmanne  der  stad  Parchem  scriuen 
vnsen  wilghen  dinst  myt  aller  behechlicheyt  touoren.  Leuen  heren.  Wy  senden 
juw  vnsen  papen  her  Hermen  Belowe^  dessen  yeghenwardighen  breffWiser,  vnde 
^at  he  nfl  tor  tijd  to  juw  weruet  [des]  van  vnser  weghene,  des  truwet  vnde  louet 
^tn  gantzh'ken  likerwijs,  yffte  wy  suluen  myt  juw  spreken  mfinliken.  Des  to 
^ughe  vnde  bekantnisse  hebbe  wy  vnser  stad  secret  vnder  ghedrucken  laten 
^ppe  dessen  breff,  anno  XXVI. 

Sack  dem  Original  auf  Papier.     Mit  ttntergedrucktem,  tvm  groaseren  Theiie  erhaltenem  Siegei. 

DCCLXJLXII. 

^in   Ungenannter  macht  dem  Rathe  von  Lubeck   Vorwurfe  wegen  seines  Verfahrens 

in  Miinzsachen  und  rath  ihm^  die  Munze  ntcht  zu  verschlechtern^  ge- 
munztes  Geld  nicht  umzuprdgen  und  sich  nicht  auf  den  Rath  der  Munzer 
und  Wechsler  zu  verlassen.     0.  J.     (Nach  i424.)^ 

Wytlik  zy  iw,  leuen  vrunde,  dat  ik  my  zere  vorwundere  der  groten  dor- 
'^^yi  vnde  dwelinge,  de  gy  an  iw  hebben  in  quader  vorsichticheit^  yn  deme  dat 

1)  Auf  der  Rilckseite  stebt:   desse  breff  yan   der  munte  to  slande  wart   geyunden  Id  der  cappellen.    Uoter 

^^  ^apelle  kann  keine  andere  yerstanden  werden,   als  diejenige   in  der  Marien-Kircbe,   in  welcber  der  Ratb  sicb 

^^'^mitimelte,  nm  yon  da  in  Procession  ins  Ratbbaus  zu  geben.   Dort  musste  der  Brief,  wenn  er  dabin  gelegt  wurde» 

•ioh^f  an  seine  Adresse  kommen.     Ueber  die  Zeit   der  Abfassung  ist  aus  dem  Inbalte  wenig  sa  entoebmen.    Eine 

Munnm^Q]^^  Verscblecbterung  der  Mflnze  bat  immer  stattgefunden,  eine  so  rasobe,  als  bier  angenommen  wird,  niemals. 

^*  Hrwftbnang  der  Secbslinge  weist  auf  den  Recess  yon  14S4  bin,  die  Handscbrift  l&sst  es  lu,  anzunebmen,  dass 

^  ^^«ld  darauf  gescbrieben  ist,  wQrde  aber  aupb  nicbt  bindern,  ibn  etwas  spAter  zu  setzen. 


754  (Nach  1424.) 

gy  iw  suluen  vnde   iwen  vndersaten,    geystlik  vnde  werltlik,    hebben   entbrocht 
dat  druddendel  des  vasten  inkomenden  ewygen  gudes,  myt  deme  dat  gy  hebben 
gelt  van  gelde   maken    laten,    vnde    de    lubesche    mark    gemynret   hebben  dat 
druddendel,    alzo  it  bewislik  is  jegenwardich,    dat  in  korten  tyden  gescben  is. 
Vnde  ik  bekenne  dat  wol,  dat  gy  dat  van  vnwetenheyt  gedan  hebben:  de  zake 
is  dit,    gy    hebben  iw  suluen    schaden  dan    alzo  wol,    alzo    iwen  vnde(r)zaten, 
hadde  gi  dat  van  vorsichticheit  gedan,  so  were  gy  schuldich  van  Godes  rechte, 
enen  yeweliken  synen  schaden  to  vorbotende.    Item  wetet,  dat  gy  an  iw  hebben 
ene  dwelinge,  de  iw  bybrocht  is  van  quaden  ratgeueren,  de  dar  socht  hebben 
ere  beste  vnde  dat  gemene  ergeste,  vnde  hebben  iw  vrot  gemaket,  wo  dat  de 
kopman  iuwen  pennynk  vorede  vp  andere  munte,    dar  he  vmmeslagen  worde. 
Dat  en  is  alzo  nicht;    de  iw  dat  heft  vorbrocht  ofte  brynget,    dat  sint  logener 
vnde  velschener,    alzo   gy  suluen  wol    bekennen    mogen.     Alle    de  tyd,    dat  gy 
suluen  iuwen  pennynk  vppe  deme  stempel  nicht  vorergeren,  so  en  is  nen  kop- 
man,   de  iwen   pennynk  myt  bate   kan  wech  voren  vnde  vmmesmelten;   wolde 
de  kopman  myttal  vt  iwen  steden  voren  vp  ander  munte,  so  hadde  he  vordel 
an  lodegen  golde  vnde  an  lodegen  suluer,    wen   an  iwen  slagen  pennynge,  de 
dar  arbeit  vnde  insettent  gekostet  heft.     Ok  wetet,  dat  gy  nene  goltberge  ofle 
suluerberge  en  hebben,    alle  golt  vnde    suluer,    des    gy  behof  hebben  to  iwer 
munte,    dat  brynget  iw  de    kopman  vt  vromeden    landen.     Item  wetet,    dat  de 
kopman,    de  sine  ware  brynget  in  iwe  stede,  vnde  gyfl  de  vor  iwe  pennynge, 
ze  sin  gut  efte  quad,    de  mach  sine  pennynge  laten,    wor  dat  he  wyl,  des  en 
kan  em  nemant  weren  myt  rechte^    wil  he  ze  in  de  erde  grauen,    ofte  in  dat 
water  zenken,    ofte  in  dat  vur  leggen,    al  is  he  des  mechtich,    dar  en  is  nen 
rad   en  jegen,  de  dar  rad  en  jegen  soken,  dat  sin  doren.     Item  wetet,  wan  gy 
gelt  van  gelde    maken    laten,    vnde    alle  gelt,    dat  gy  er   hebben   maken  laten, 
wert    vmmebrant,    vnde    wen    iuwe    munter   gyft   XVIf    schilling    vor   de   mark, 
dar  he  XXIIII    schill.    wedder    af    maket,    so    d^r  de    kopman  wol  XVIII  schili- 
geuen,    wen  he  wynnen   mach,    aldus    so  wert  alle  gelt  vmmesmolten,    dat  gy 
hebben  slan  laten  vor  disseme  vnde  ok  iwe  vorvaren,  dat  doch  geschen  is  van 
quader  anfaryngyngo  der  genen,    de    ere    bate    darane    zocht    hebben  vnde  dat 
gemene  ergeste.     Worvmme   bidde  ik  iw,    leuen   vrunde,    dat  gy   bidden  vnsen 
leuen   heren  Got,    dat  he  iw   geue  wisheit  vnde  vorsichticheit,    dat  alsulk  arch 
nycht  mer  en  sche,    alzo  geschen  is,    vnde  ik  rade  iw,    dat   gy  na   disser  tyJ 
nen  gelt  van  gelde  mer  maken  laten,  vnde  en  latet  ok  nenen  pennynk  na  disser 
tijd  erger  maken   vp  iuweme  stempel,  latet  den  penning  noch   blyuen,  alzo  he 


(Nach  1424.)  7S6 

is.    Legget  dat  vp  enen  bant  myt  iwes  sulues  hant,  de  nurniner  gelozet  werde, 

vp  dat  nen  schade  mer  na  volge.     Ok   en  latet  nene  vromede  munte  gan  myt 

iuw  bouen  ere  werde^    dat  sy  golt  ofte  suluer  gelt;  alle  vromede  munte,  de  in 

i^en  steden  begenge  is,  de  latet  proiien  vp  den  twelften  grat,  dar  vynde  gy  alle 

vnderschedinge,  wente  I  lot  lodeges  goldes  is  so  gut  alze  XII  lot  suluers.     Ok 

latet  juwen  inwoners  darto  zen  by  eren    eden,    oft  jennych  kopman  myt  en  to 

hus  wesende  nyne  vromede    munte    brochte    in  iwe    stede  vt    to    geuende,    by 

sineme  hogesten  nycht  vt  to  geuende,    he  en  wise    dat   synen  werde^    vnde  is 

dat  dem  werde  mysdunket,  so  neme  he  wat  darvan  vnde  late  dat  prouen.    Ok 

welk  man,  de  dem  anderen  schuldich    is,    de  geue  em  tal  vnde  wicht,    so  en 

wert  deme  valschen  wipper  vnde    besnyder    nycht.     Ok    so    en    nemet   gy  van 

dem  penning  vp  dem  stempel  nene  bate,  alle  dat  gewin,  dat  gy  van  der  munte 

nemen,  de  kumet  vt  juwes  sulues  gude.    Ok  so  hebbet  gy  suluen  dat  insettent 

vnde  den  gote.     Ok  so  en  gat  myt  nenen  munteren  vF  wesselers  to  rade,  den 

rad  ^  den  ze  iw  geuen ,    dat  is  ere  beste  vnde  dat  gemene  ergeste.     Ok  so  en 

hebbet  nenen  vruchten  vmme  gebrek  van  suluer,  de  kopman  is  wol  so  hende, 

al   ^were  dat  sulupr  in  der  heydenschop,  he  kan  dat  dar  wol  vt  halen,  wen  he 

^jrinen  mach.     Item,  leuen  vrunde,  were  dat  zake,  dat  gy  iw  disses  vorscreuen 

groten  schaden  ichtes  wes  vorhalen  wolden,  so  rade  ik  iw  to  der  haluen  wicht, 

^it^  vnde  drelinge,  XII  witte  vp  dat  lot,    tor  wicht  VIII  schilling  lodich,  vnde 

de     lodege  mark  to  kopende  vor  VIU  mark,  so  beholde  gy  VIII  schilling  to  lone^ 

vnde  dat  gelt  vnde  golt,    dat  geslagen  is,    dat  latet  gan  na  sinem  werde,    den 

schiilling  X  penning,    den   sosling  V  penning    vnde  V    clene    penning    vor   den 

^itt^n,  so  blyft  dat  vnvorbrant,  vnde  dat  golt  na  syme  grade.     Ok  welk  man, 

de     rente  gelt  vtedan   heft    in    disser    munte,    de    neme   sodanich   gelt  vor  vul, 

alzo   he  vtedan  heFt,    oFte   he    do  vorboet  den    sosten    penning.     Vnde  isset  gy 

^l<los  don,    so  vorhoge    gy  iuwe  mark  den    sosten    penning,    dar   gy  doch  den 

drudden    penning    gevalien    hebben,    dar   gy    suluen    den    meisten    schade  van 

hebben  in  iwer    rente,    dar    gy   in   vortiden    hebben    suluer    pennynge  vtedan, 

^^^     bore  gy  koppergelt  wedder  vp,    aldus   so  vordeue    gy  iw  vnde  iwe  vnder* 

^^^en.i    geistlik  vnde    weltlik,    de    myt  vele    geldes    moten    luttik  gudes  kopenj 

^^t    maket  de    archeit.     Were    dat    gelt    gut,    so    geue    men    luttik   geldes  vor 

vele  gudes,    vnde  wat  stede  oFte  lant,   dar  gut  gelt  genge  is,    dar  wil  de  kop- 

(Han    gerne   wesen    myt    syme    gude,    vnde  wor    gut    gelt    is  vnde  vele    gudes 

vnde  vorkerynge.1    dar    is    bergynge  vnde    rykedum,    rechticheit  vnde   vrede  is 

S^t  in    alien    steden.     Leuen    vrundes,    al  wo   gy  don,    so    en  vorgetet  jo  des 


756  (Nach  1424.) 

bandes  nycht.     Got  sterke  iwe  suntheit  myt   der  wisheit,    also   dat  gy  myt  em 
ewich  werden  vro. 

Iwe  truwe  vrunt. 

Aufschrift:  Den  erwerdeghen  vorsichtighen  beren  borgbermeisteren  vnde 
rad  der  stat  Lubeck  kome  desse  bref  myt  heyle  etc.,  mynen  leuen  vrundem  - 

Ncuih  dem  Original  auf  Papier.     Ohne  Siegel, 

Die  dlteste  Bursprake.     0.  J.     (Vor  i421.y 
De  bursprake  to  sunte  Jacobes  daghe. 

Wefite,  gbelouet  si  Got,  scone  vrucbt  gheoghet  vppe  deme  velde,  so 
bedet  desse  heren  deme  leddighen  voike,  dat  se  sik  maken  vt  der  stat  vndc 
helpen,  dat  dat  korn  inkome,  wente  vunden  se  alsulker  lude  wat  in  der  stal^ 
se  wulden  se  vtdriuen  laten  mit  den  vronen. 

Vortmer,  wente  grot  scade  schut  vppe  den  garden,  vppe  den  wiscben 
vnde  an  dem  korne  vppe  deme  velde,  so  bedet  desse  heren  vnde  warnet  eno 
iewelken,  dat  he  sik  darvore  beware,  wente  wert  dar  we  mede  begrepen,  d^ 
dar  scaden  doyt,  se  willet  dat  richten  like  dufte  in  sin  hogheste. 

Vortmer,  wente  it  ouele  steit  beyde  to  lande  vnde  to  watere,  so  warned 
desse  heren  enen  iewelken  man,  dat  he  to  se,  wor  he  henne  the,  vnde  dat  b^ 
also  vare,    dat  he    mit  ghemake  vnde  mit  gnaden  moghe  wedder  komen,  vnde 
dat  malk  sin  bus  also  beware    mit    spise  vnde    mit  wapenen,    oft  desse  herers 
dat  besen  laten,  dat  se  dat  also  vinden. 

Spdter  hinzugefiigt:  Vortmer  bedet  desse  heren  bi  liue  vnde  bi  gude,  dak 
nyment  kope  edder  hantere  gerouet  gud   edder  zedriftich  gud. 

Spdter  hinzugefiigt:  Vortmer  bedet  desse  heren  bi  liue  vnde  bi  gude,  dak 
nyment  den  vitallienbroderen  stade  noch  hulpe  don  schal  in  harnsche,  if* 
vitallien,  noch  in  nynerleye  sake. 


1)    Die  Bursprake  ist  in  derjcnigen  schonen  nnd  klaren  Majuskel  geschrieben,  die  Jahrhunderte  Uog  imOe' 
brauch  war,   so    dass   in   diesem  Falle  die  Handscbrifl  keinen    s^chluss   auf   die  Zeit   der  Abfassong   foliast  I^ 
Bpraobe  weist  auf   das  vierzehnte  Jabrbundert   und  wobl   scbon    auf  die  ersten  Decennien   desselben   bin.    Dais' 
dessen  nnter  den  am  Scblusse  in  Randbemerkungen  genannten  Personen  zwei  Mftnner  Torkommeo,  die  14S1  starbeiH 
Reyner  von  Calven  und  Tidemaun  .Tiinge,   so  ist  anzunebmen,  dass  die  bier  mitgetheilte  Aafseicbnang  nicht  Ttd 
frtlber  gemacbt  ist,  wenn  sie  gleicb  ohne  Zweifel  an  ttltere  Abnlicbe  sicb  anscbliesst.   6ie  konnte  daher  nieht  Mbtf 
gegeben  werden.     Die  Bursprake  wird   in   eincm  Scbreiben   der  Stadt  Hamm  an  den  Ratb  von  Liibeck  achon  }Vit 
als  eine  iiblicbe  Einricbtung  erwUhnt.     (Liib.  Urk.-Bucb  Bd.  11  JW  98.) 


(Vor  1421.)  757 

Vortmer,  wente  nii  de  thyt  logheyt,  dat  vnse  borgere  to  Scone  willen 
en  vnde  dar  bedoruet  enes  houetmannes  vnde  enes  voghedes,  so  hebbet  desse 
ren  den  bedderuen  man  N.  dar  sat  to  ereme  voghede  vnde  biddet  vnde  bedet 
e  vnsen  borgheren^  de  dar  komen,  dat  se  erne  horsain  sin  vnde  erne  bistan 
alien  noden.  Were  welk  de  des  nicht  ne  dede^  desse  heren  wulden  dat  also 
hten,  dat  it  en  ander  bewaren  scolde. 

Vortrner  bedet  desse  heren  den  ghenen^  de  herinc  solten  willen,  dat  se 

1   maken   enparich,  alse  vor  beyden   bodemen  vnde  middene  allike  gut,  wente 

des  nicht  ne  dede  vnde  wert  it  bevunden,  se  willet  dat  richten  like  valschem. 

Vortrner  bedet  desse  heren  den  ghenen,  de  gheste  pleghen  to  holdende, 

se  sen,  wene  se  herberghen,  also  dat  de  wert  des  gastes  nicht  vntghelde. 

Vortrner  so  ne  seal  nen  gast  stekemest  noch  wapende  dreghen  vnde  de 

rde  de  warnen  ere  gheste,  dat  se  ere  wapen  in  der  herberghe  laten,  wente 

Ik    gast    se    drecht,    desse    heren  willet    sinen    wert    panden    laten  vor    dre 

rk  sulueres. 

Vortrner,  wente,  louet  si  Got,  gut  thyt  is,  so  bedet  desse  heren  den 
:keren  vnde  den  bruweren,  dat  se  backen  vnde  bruwen  na  der  thyt,  vnde 
I   bertepperschen,  dat  se  vulle  mate  gheuen. 

De  bursprake  to  sunte  Mertines  daghe. 
Desse  heren   bedet  eneme  iewelken    manne,    dat    he    sin    hus  also  spise 
korne  vnde  mit  wapene,  ofte  desse  herren  dat  besen  laten,  dat  se  dat  also 
den,  dat  it  bewaret  were. 

Wente  de  lant  ouele  stat,  so  bedet  desse  heren  enem  iewelken  manne, 
he  se,  wor  he  kere,  ride,  vare  edder  ga,  dat  he  mit  ieue  wedder  to 
kome. 

Desse  heren  bedet  den  werden,  dat  malk  se,  wene  dat  he  herberghe, 
^  dat  de  wert  des  gastes  nicht  vntghelde. 

Desse  heren   bedet  ok  den  werden,  dat  en  iewelk  wert  sine  gheste  warne 
e  en  segge,    dat    se    ere    stekemeste  vnde  wapene  in  der  herberghe  laten ^ 
de  dar  ieman  mede  begrepen,    desse   heren  wulden  den  wert  panden  laten 
dre  mark  sulueres. 

Desse  heren  bedet,  dat.,  we  to  der  wachte  ghevoghet  wert,  dat  he  des 
ndes  bethyden  vppe  de  wachte  ga  vnde  des  morghenes,  wanne  it  dach  is, 
ga;  breke  dat  ieman,  dat  wulden  desse  heren  richten. 

Vortrner  bedet  desse  heren  eme  iewelken,  dat  hir  nement  reyen  ofte 
I  seal  bi  nachte  edder  bi  daghe  mit  vorbedeckedeme  antlate;    we  dat  dede, 


758  (Vor  1421.) 

deme  willet  de  heren  nemen  teyn  mark  sulueres;  hadde  he  des  an  deme  gbelde 
nicht,  he  sculde  dat  beteren  an  deme,  dar  he  it  ane  hadde.  Dar  sint  auer 
de  dre  daghe  to  vastelaiiende  vtghenomen. 

Wente  gi  dat  wol  weten,  dat  wi  in  desseme  iare  in  groter  koat  hebbet 
gheseten  vnde  noch  sitten,  so  sint  desse  heren  des  to  rade  worde(n),  dat  se 
en  scot  setten  willen  vppe  sik  suluen  vnde  vnse  menen  borgheie,  also  dat  en 
iewelk  seal  gheuen  van  der  mark  suluers  .  .  penninge,  vnde  willet  darto 
voghen  ere  ratmanne,  de  dat  scot  vntfan  scolen,  vnde  bidden  vnde  bedet 
eneme  iewelken,  dat  he  dar  willicb  to  si  vnse  sin   scot  bringe  vor  Winachteo. 

Desse  heren  bedet  eme  iewelken,  dat  he  ene  houesche  munt  hebbe  vppe 
heren  vnde  vorsten,  vppe  riddere  vnde  knapen  vnde  papen,  vppe  lant  vnde 
stede.  Worde  dar  ieman  ane  begrepen,  deme  wulden  desse  heren  tein  mark 
sulueres  nemen ^  hadde  des  an  dem  ghelde  nicht,  he  scoldet  darmede  beteren, 
dar  he  it  ane  hadde. 

Wente  vnse  here  Got  redelike  tyt  vorlenet  heft,  so  bedet  desse  beren 
den  beckeren,  dat  se  backen  na  der  thyt,  vnde  den  bruweren,  dat  se  bruwen 
na  der  thyt,  vnde  den  bertepperschen,  dat  se  vulle  mate  gheuen. 

De  bursprake  to  sunte  Thomas  daghe. 

Wente  hyr  nv  en  grot  here  hochtyt  togheyt,  so  bedet  desse  heren 
eneme  iewelken,  dat  he  bi  nachte  vnde  hi  daghe  houesch  vnde  tuchtich  si  in 
kerken,  vppe  deme  markede  vnde  in  den  straten;  wente,  worde  dar  iemao^ 
mede  bevunden,  de  dar  vnstur  dreue,  desse  heren  wulden  dat  also  richten'» 
dat  it  en  andere  sculde  bewaren. 

Vortmer,  desse  heren   bedet  eneme  iewelken,  dat  he  ene  houesche  inun^ 
hebbe  vppe  heren  vnde  vorsten,    vppe  riddere  vnde  knapen  vnde  papen,  vpp^ 
land  vnde  stede.    Worde  dar  iemand  ane  begrepen,  de  dar  tieghen  dede,  dein^ 
wulden  desse  heren  teyn   mark  sulueres  nemen;    hadde    he    is  in  deme  ghelde* 
nicht,  he  sculde  id  darmede  beteren,  dar  he  id  ane  hadde. 

Desse  heren   bedet  den  werden,   dat  malk  se,  wene  he  herberghe,  also^ 
dat  de  werd  des  gastes  nicht  vntghelde. 

Vortmer  so  ne  seal  neman,  burgher  noch  gast,  stekemest  noch  wapeo^ 
dreghen,  vnde  de  werde  de  scolen  warnen  ere  gheste,  dat  se  ere  stekemeste 
vnde  wapene  in  der  herberghe  laten;  wente,  welk  gast  se  drecht,  desse  heren 
willet  sinen  werd   panden  laten  vor  dre  mark  sulueres. 

Desse  heren  bedet  den  ghenen,  de  to  der  wachte  ghevoghet  werdet, 
dat  se  des  auendes    betyden  vppe  de  wachte    gan  vnde    des    morghenes    nicht 


(Vor  1421.)  759 

ne    gari  ^     id    en    si    dach;     breke    dat    iemend,     dat    wulden    desse    heren 
hten. 

Vortmer  so  danket  desse  heren  den    ghenen,    de    alrede  scoten   hebbet, 

le  willet  dor  ghernakes  willen  ere  ratmanne  to  derne  scote   sitten   laten  vor 

r  hochtyt  desse  dre  daghe  al  vt,    vnde  bedet  den  ghenen,    de  noch.  scheten 

)len^  dat  se  ere  scot  brenghen  vor  der  hochtyt^  wente  na  der  hochtyt  willet 

panden  laten. 

Wente  Got,  des  he  ghelouet  si,  gude  tyd  vorlenet  heft,  so  bedet  desse 
ren  den  beckeren  vnde  den  bruweren,  dat  se  backen  vnde  bruwen  na  der 
,  vnde  den   bertepperschen,  dat  se  gheuen  vulle  mate. 

De  hursprake  to  sunte  Peteres  daghe  in  der   Vasten. 

Wente  hir  en  tyd  togheyt,  dat  en  iewelk  sik  reden  wil,  to  seghelende 
der  se,  so  willet  desse  heren  vnde  bedet  enemo  iewelken  nianne,  dat  he 
bus  also  beware  rnit  korne,  spise  vnde  mit  wapene,  ofte  desse  heren  dat 
ien  laten  wulden,  dat  se  dat  bevinden,  dat  id  bewaret  si;  vnde  wente  id 
3le  steyt*  beyde  to  lande  vnde  to  watere,  so  biddet  desse  heren  enen  iewelken 
n,  dat  he  se,  wor  he  kere,  dat  he  mit  leue  wedder  kome. 

Spdter  hinzugefugt:  Vortmer  bedet  desse  heren,  dat  nyment  den  vital- 
*en  stade  noch  hulpe  do  in  vitallien,  in  harnsche  edder  iergen  ane,  bi  Hue 
ie  bi  gude. 

Spdter  hinzugefugt:  Vortmer  bedet  desse  heren.  dat  nyment  bi  liue  vnde 
gude  kope  edder  hantere  geroued  gud  edder  zedriftich  gud. 

Spdter  hinzugefugt:  Vortmer  bedet  desse  heren,  dat  eyn  yewelk  sin 
ot  bringe  vor  Palmen;  we  ok  dat  aicht  en  dede,  de  scholde  dobbeld 
ot  geuen. 

Vortmer  bedet  desse  heren,  dat  malk  se,  wene  (he)  herberghe,  dat  de  werd 
gastes  nicht  vntghelde,  vnde  wente  hir  vele  leddighes  driftighes  volkes  is, 
weme    iemande    misduchte,    den    seal    he    vpholden  vnde    bringen    ene  vor 
se  heren. 

Vortmer  vorbedet  desse  heren,  dat  neman,  noch  borgher  noch  gast'  ne 

I  stekemest  noch  wapene  dreghen  vnde  de  werde  scolen  warnen  ere  gheste, 

se  ere  stekemeste  vnde  wapene  in  der  herberghe  laten.    Worde   dar  ieman 

de  begrepen,  desse  heren  wulden  den  werd  vor  dre  mark  sulueres  panden  laten. 

Vortmer  bedet  desse  heren  eneme  iewelken,  dat  he  enen  houeschen 
nd  hebbe  vppe  heren  vnde  vorsten,  papen,  riddere  vnde  knapen,  vppe  land 

1)  Die  Worte  neman  noch  borgher  noch  sind  spftter  darchstrichen  ond  crsetzt  durch  dts  einEige  nyD« 


760  (Vor  1421.) 

vnde  stede.  Worde  dar  iemend  ane  begrepen,  deme  wulden  desse  heren  teyn 
mark  sulueres  neinen;  hadde  he  des  an  deme  gelde  nicht,  he  sculdet  darinede 
beteren,  dar  he  id  ane  hadde. 

Desse  heren  beden^  we  to  der  wachte  ghevoghet  werden,  dat  se  des 
anendes  betyden  vppe  de  wachte  gan  vnde  des  morghenes  nicht  af  ne  gan, 
id  ne  si  dach;    breke  dat  iemande,  dat  wulden  desse  heren  richten. 

Vortmer  danke  wi  vnsen  borgheren  ghemenliken,  dat  se  vns  horsam 
vnde  beqiieme  ghewesen  hebbet,  vnde  mochten  desse  heren  vele  gudes  ghedaa 
hebben,  dat  vnsen   borgheren  nutte  ghewesen  hadde,  dat  hadden  se  gherne  dan. 

Vnde  wente  id  en  sede  is,  dat  sik  de  rad  nv  plecht  to  vorwandelende^ 
so  willet  iv  desse  heren  nomen,  de  den  rad  besetten  scolen,  else  hern  N,  heri^ 
N,  hern  N. '  vnde  hern  N,  vnde  beden  ereme  iewelken  bi  teyn  marken  sulueres 
noch  tauende  vppe  dat  nedderste  hus  vnde  morghene  vppe  dat  ouerste  bas^ 
vnde  dat  se  den  rad   setten,  alse  id  vnser  stad  nutte  si. 

Wente  vnse  here  Got  redelike  tyd  vorlenet  heft,  so  bedet  desse  herei) 
den  beckeren  etc. 

Nach    dem  Original   auf  seeks  Per</amentbldUern,   welche   in  einen  Umschiag   von   weissem  Pergament  eutft- 
heftet  sind, 

]»€€IiX:XXIV. 

Kaufmanns(yrdnungm 

1. 

(jhi  erbaren  heren  in  dem  rade  ghemeenliken.  Wy  olderlude  bi  der 
Trauene,  dar  ghi  vns  to  ghesat  hebben  van  des  kopmans  weghene,  begberen 
iuwes  wisen  rades,  also  des  meynen  kopmannes  ghebreke  is,  wente  id  vns  vnt* 
wassen  is,  dat  wij  des  nicht  vntrichten  kunnen  sunder  iuwe  hulpe  vnde  iuwes 
wisen  rades,  alse  hirria  ghescreuen  steyt. 

To  deme  ersten  male  so  kdpet  de  ammetlude  like  deme  kopmanne  vnde 
kdpen  mere,  dan  eres  amptes  notroft  is,  vnde  verkopet  dat  weder  like  deme 
copmanne^  des  se  van  oldinghes  nicht  ne   pleghen  to  donde. 


1)  Anstatt  dor  Namensbezcichnuiig  N  sind  auf  der  einen  Seite  des  Blattes  gesohrieben  die  Namen  herYordes 
rieskow  her  7'ideman  Jungc  vnde  her  Albert  tor  Brugge,  also  nur  drei  nicht  vier.  Auch  diese  Namen  siod  daidi' 
strichen  und  an  der  andern  Seito  des  Blattes  am  Kande  stehen  undarchstrichen  die  Namen  her  Cord  Brekewolii' 
her  Reyner  van  Calven  vnde  her  Marquard  Bonhorst  Diese  Namen  und  die  oben  als  spHter  hinzugef&gt  bemei^ 
SUtze  sind  von  einor  und  dcrselbcn  Hand  gesohrieben. 


(Vor  1421.)  761 

Ok  so  kopet  de  hddekere  b6dikholt  vnde  waghenschot  to  der  Ham- 
oher  behoef  vnde   nemed  dar  bate  af. 

Vortmei.)  also  vro  alse  hir  een  schip  konipt  bi   de   mflren  mit  holte,  so 

et  de  Hamborghere  dat  holt^  ere  id  sine  rechten  tijt  gheleghen  heFtj  wanne 

)  en   hir  schult  vmme  ghift,  so  seggen  se,  se  hebben  dat  gAt  ghekoft,  ere 

id   hir    in   den    marked    komen    is;    dat    dunket  vns    een    vorkoop   vnde  der 

^nen   borgher  schade.  vnde   id  en   heft  ny  ere  ghewesen. 

Vortmer,  de  ostervarer,  de  hir  komen  mit  vlasse,  de  tobreket  vate 
e  boghen  vnde  vorkopet  dat  vlas  bi  lijspunden  vnde  bi  haluen  lijspunden, 
>  dat  de   meynen   borghere  darouer  claghen. 

Vortmer,  alse  van  deme  tere  vnde  van  deme  peke  de  handelunghe  plach 
t^esende  bi  deme  kahuse^  de  is  ni^  tusschen  der  Menghenstraten  vnde  der 
nenstraten,  dat  deet  dar  verdrete  deme  kopmanne. 

Vortrner,    wanne  hir    gut  kumpt  van    der  zee,    dat  werdet  decke   bevor- 

det  in   deme  schepe,  ere  men  dat  opschepet.    Des  hebbe  wij  wol  vornomen, 

id  van   oldinghes  eyne   plichtsede  heft  ghewesen,  dat  men  neyn  ghut  bevor- 

*den   en    scholde,    ere    id   to  h'gghene  queme   binnen  de   mfiren.     Desse  vor* 

euene  stucke   is  een  ghebreke   der  meynen   borghere  vnde  des  nieynen  kop- 

nnes.     Des  beghere  wij  iuwes  wisen   rades,  wo  wij   dat  holden  schulien,  dat 

vns   daran   bewaren. 

Vorlmer.  de  dreghere  vork6pet  der  Hamborgher  ghut  vnde  k6pet  en 
ier  ghflet  weder. 

Vortmer    kompt    vns    claghe    ouer    den   weghere  vnde    is    een  openbare 

g,  dat  he  een  koopman   is  van   allerleye  ghude  vnde  wecht  sik  suluen   in  vnde 

vnde   heft  darto  knechte,    de    mit  der    suluen     handelinge  vmmeghat,    vnde 

en  weten  nicht,    wer    se   borghere  sijn  ofte  nicht,    des  gheliken  se   bi  see- 

ande  neynerweghen   don   en  m6ten. 

2. 

lo  merkene  is  dat,  dat  van  der  gnade  Codes  vnde  der  heren,  der  rat- 
n,  di  nu  sin  vnde  ghewesen  sin,  di  meyne  copmanne  des  nabescreuen  rechtes 
le  der  olden  wonheit  hebben  ghebruket,  also  dat  alle  die  bAden  bi  der 
uiene  gheleghen  van  deme  orde  der  Menghenstraten  wante  to  den  stouen 
der  Brunstraten,  sint  gheleghen  tu  der  nut  des  meynen  copmannes,  also  wol 
»te  also  borghere,  de  dar  komen  von  deme  mere  dat  gantze  jar;  also  dat 
^ne,  den  di   boden  tuhoren,  na   der  tid,  dat  si  di   boden   vordan  hebben  vnde 

96 


762 


di  slothele  wech  gheantwort^  nicht  en  moghen  vercopen  ore  gut  in  den  sulu^n 
boden  binnen  der  tid,  dat  der  gut  darinne  si,  di  si  ghewunnen  hebben;  ^o 
wanne  si  ouer  die  buden  vpghesecht  hebben,  so  moghen  di  ghene,  den  ^j 
buden  tuhoret,  darin  vorkopen  ore  gut,  also  siden  vieyssches,  di  dar  hanghe  n, 
bocherlope,  tuey  kap  vlasses  tusamene,  en  tubreken,  dat  andere  gantz,  talch 
an  stuken,  watmal  vnde  nicht  ander  gut,  dat  si  wo  ghedan  dat  si^  wi  tiir 
teghen  deit,  de  weddet  dri  mark  suluers. 

Vortrnere,  eyn  borgher,  di  da  copet  gut  in  den  buden  oder  bi  dor 
Trauene,  di  schal  dat  gut  des  suluen  daghes  laten  dreghen  vt  den  buden  odor 
von  der  Trauene,  vnde  darsuluens  mach  he  dat  nicht  vorcopen,  he  en  maghet 
ok  tu  handes  nicht  anderwerne  iathen  dreghen  in  den  boden  oder  bi  der 
Trauene  to  vercopene,  bi  dren   mark  suluers. 

Vortmere,  welich  borghere  heft  gut  ghebrocht  ouer  di  se,  oder  erne 
dat  ghesendet  is  von  sinen  cumpanen,  di  mach  dat  gut  laten  dreghen  in  die 
boden   oder  bi  der  Trauene,  vnde  dar  vorcopen  na  sinen  willen. 

Vortmere,  welk  borghere  cofthe  copmanne  gut,  oder  sich  bode  tu  denne 
gude  to  copene  buthen  der  mure  der  stad,    di  schal  wedden  dri  mark  suluers. 

Vortmere,    welk    borgher  sich  nelet  tu  der  gesthe   gut,    so  wanne  men 
dat  in   di  stad   dreghet,    also  dat   he  dat    gut  rdret   met  der  hant,    oder  helpet 
dat  gut  aue   boren   von   deme  rucghe,    oder  von   der   boren   der  dreghere,    also 
dat  he  wil    negher  dat  gut  sin    tu  kopene  wan  en    ander,    di  weddet  dri  mark 
suluers. 

Vortmere,  welk  borgher  let  sinen  knapen  oder  eynen  dregher  oder  eynen 
andern  vplosen  eynes  gastes  gut  sunder  sinen  willen  vnde  vfllbort  vnde  hell, 
di  borgher  weddet  dri   mark  suluers. 

Vortmere,  ofte  borghere  deden  gesten  in  den  boden  oder  bi  der 
Trauene  vnghemake,  tu  dringhene  oder  tu  stotene  sik  vmme  dat  gut  tu  kopene. 
der  wedden  eyn   ihewelik  dri   mark  suluers. 

Vortmere,  tuey  borghere  vnde  nicht  mere,  moghen  tusamene  eynen  cop 
kopen,  is  der  ouer  mere,  de  weddet  eyn   ihewelck  der  kopere  dri  mark  suluers. 

Vortmere,  ofte  tuey  borghere  sin  ouereyn  komen,  eynen  kop  tu  kopene, 
dar  si  aue  ghan  vnde  doch  nicht  kopen,  mer  si  Iathen  vnde  setthen  dar 
andere  kopere  bi,  tu  oren  vromen  vnde  nflt  tu  kopene,  dat  is  also  eyn  be* 
kummeringhe  vnde  eyn  hindernisse  des  gudes,  dar  scholen  die  irsten  vnde^ 
lesten  eyn  ihewelik  wedden  dri  mark  suluers. 


763 

(Vortmere,  oft  eyn  niekeler  oder  eyn  dregher  brenghet  eynen  gast  to 
»ynes  gastes  gude,  dat  en  si  also,  dat  dat  gut  si  dar  besin  tu  vorne  dri  daghe 
rnvorkoft,  di  weddet  dri  mark  suluers.)' 

Vortmere.^  neyn  borgher  mach  sik  vnderwinden  tu  vercopene  gut  eynes 
pastes,  di  dar  theihenwordich^  is  vnde  ghesunt,  sunder  sine  vAlbort,  deyt  he 
»uer  dar  bouen,  he  weddet  dri  mark  suluers. 

Vortmere,  neyn  knape,  di  sinen  herren  voighet,  oder  di  erne  sine  cost 
eydet,  mach  kopen  mit  sinen  herren  oder  met  eynen  andern  gut,  dat  bether 
i,  wan  ene  mark  suluers,  bi  der  buthe,  di  vorghescreuen  is. 

Vortmere,  bi  der  Trauene  oder  in  den  boden  schal  man  neyn  want  vor- 
open  noch  cremerlich  gut  bi  der  buthe  vnde  deme  wedde,  also  hir  vor- 
hescreuen  is. 

Vortmere,  neyn  borgher  mach  kopen  hude  oder  vel  ghedroghet,  si  sin 
hesolthen  oder  nicht,  di  he  darna  mach  wek  maken  vnde  anderwerue  drughen, 
an  also  he  si  kopet,  also  schal  he  si  wedder  verkopen;  deyt  he  des  nicht, 
e  weddet  dri  mark  suluers. 

Vortmer,  dat  nen  gast  mach  kopen  nenerleye  gdt  van  gaste,  id  en 
ebbe  leghen  achte  daghe  vnde  si  beseen  achte  daghe  vnvdrkoft,  bi  dren 
darken  syluers. 

Vortmer^  dat  nen  borghere  noch  wert  en  mach  kopen  enes  gastes  gfit 
hA  enes  gastes  behof^  id  en  hebbe  sine  rechten  thyt  vte  gheleghen,  alse  achte 
'aghe,  alse  hirvore  bescreuen  steyt. 

Vortmer,  nene  mekelere  scolen  wesen  bi  der  Trauene  bi  des  stades 
^oninghe.  mer  van  haringhe  vnde  van  korne,  vnde  de  mekelere  seal  neman 
^rthd  setteri,  wenne  de  kemerere,  vnde  wo  se  en  dat  beuelen,  also  scolen  se 
^t  holden,  bi  dren  marken  syluers. 

AUe  desse  vorbescreuenen  stucke  scolen  stan  vnde  bliuen,  also  alse  se 
irvore  bescreuen  stat,  beholden  den  heren^  dat  se  se  vorbeteren^  wenne  id 
<k  g(it  dunket. 

lo  deme  ersten  schal  nen  man  opene  kellere  holden,  he  en  si 
orgher  edder  he  hebbe  borgherghelt,    vnde   dar   nenen  gast  doent  mede  ane 


1)  Dieser  Satz  ist  durchstrichen  and  am  Bande  bemerkt:  vaoat    Daa  acheint  bei  einer  Reriaion  geachehen 
^^  sein,  bei  welcher  die  Utzteo  vier  Sfttse  hinsugeftlgt  warden. 

2)  gegenwftrtig. 

96* 


764 

to  hebbende,  by  broke,  vtghenomen  de  Norenberghere,  de  inoghen  keilere 
holden,  alse  se  van  oldinghes  gheholden   hebben. 

Vortmer,  weik  ghast  hir  gdt  bringhet  in  vnse  stad,  de  gast  schal  dat 
ghut  slan  in  zines  werdes  bus  edder  in  enen  keller,  vnde  den  keller  nicht 
opene  to  holdende,  he  hebbe  koplude  darinne,  vnde  wanne  de  koplude  vtgban, 
so  schal  he  den  keller  wedder  tosluten,  vnde  wat  he  darinne  to  vorkopende 
heft^  dat  inach  he  vorkopen  na  der  stad  rechte,  vnde  wat  ghut  de  ghast  vor- 
koft  van  ghewichte^  dat  schal  he  weghen  laten   vp  der  stad  waghe. 

Vortmer,  were  dat  jenighen  borghere  gheste  gud  zand  worde,  de  borgher 
schal  dat  gud  verkopen  alse  gheste  gud,  vnde  holden  dar  nene  opene  keliere 
mede  anders,  wanne  hirvore  schreuen  steid. 

Vortmer.^  were  dat  jenich  borgher  vorghenclik  gud  hadde,  alse  vighen^ 
rozinen,  mandelen  ofte  des  ghelik,  vnde  dat  vorkopen  wil  anderswor,  wenne 
in  zime  hus  edder  in  syneme  keilere,  de  schal  dat  vorweruen  vor  deme  rade. 

Vortmer,  welk  ghast  hir  vlas  in  vnse  stad  bringhet  ouer  ze,  de  ghast 
schal  dat  also  vorkopen,  alse  he  id  ouer  z§  bringhet,  by  helen  vaten,  it  zi 
groet  efte  klene,  vnde  by  helen  kappen;  vortmer,  were  dat  deme  ghaste  ?Ias 
nat  worde  vp  der  ze,  dat  he  bewizen  mach,  de  mach  dat  vat  openen  vnde 
droghend  vnde  verkopend  by  Vlyspunden  vnde  nicht  myn,  vtghenomen  de  junghen, 
de  moghent  vorkopen,  alse  se  id   ouer  z^  bringhet,  id  si  klene  edder  groet. 

Ock  beghere  wij,  welk  wegher  de  waghe  heft  vp  den  markede  efte  by 
der  Trauene,  dat  de  neyn  gud  van  ghewichte  noch  en  kope  edder  vorkope^  he 
ofte  zine  knechte,  efte  nemend,  dar  he  selschap  mede  hebbe,  ane  alsodane 
gud,  alse  erne  de   rad   dartho  gheorlouet  heft. 

Ok  beghere  wij,  dat  de  wegher  nene  knechte  vppe  der  waghe  en  hebbe 
to  weghende,  ze  en  hebben  eren  eed  dartho  ghedaen,  vnde  en  zin  also  mflndicb, 
dat  men  en   eres  edes  ghelouen   moghe. 

Dorch  nut  vnser  meynen  borghere  so  hebbe  wij  borgermestere  vnde 
radmanne  der  stad  Lubeke  geset  vnde  geramed,  mit  endracht  der  borgere, 
aldus  to  holdende  in  aller  wise,  alse  hirna  screuen  steyt,  also  van  alle  deiue 
gude,  dat  van  der  zee  kumpt,  dat  men  bandelet  to  kopen  vnde  to  vorkopende 
twischen  der  Mengenstrate  vnde  der  Enghelsohen  groue^ 

Int  erste  alle  tunnen  gud,  dat  ouer  zee  kumpt,  dat  en  schal  neman 
kopen   efte  vorkopen,    id  en  zij  gekomen   bynnen  der   stad    muren,    vnde  schal 


765 


r  licgen  to  der  borgere  behuff  dre  dage^  er  dat  jenich  gast  kopen  mach; 
)  hir  enteghen  dede^  de  schal  wedden  III  mark  suluers  vnde  dar  nicht  van 
latende. 

Item  nyman  seal  hering  kopen  edder  vorkopen,  he  en  sij  gekomen 
rnnen  der  stad  muren,  sunder  wen  de  hering  gesand  werd  ouer  zee.  edder 
i  ene  snhien  brachte,  de  mach  wol  b6rt  ouer  b6rt  schepen  to  siner  behoff 
ide  nemend  deme  anderen  to  gude^  sunder  jenigerieye  argelist,  bij  dren 
larken   suluers  vnde  dar  nicht  van   to   iatende. 

Item  so  en  schal  nyman  hering  vorkopen  anders,  den  bij  deme  namen, 
ir  he  gesolten   is,  bij  X   mark  suluers  vnde  dar  nicht  van   to  latende. 

Item  so  enschal  nen  mekeler  hering  noch  ander  gud,  dat  ouer  zee 
Limpt,  entfaen   to  vorkopende   nymande  to  gude,  bij  III  mark  suluers. 

Item  so  enschal  nen  mekeler,  de  gud  vormekelen  wil,  kop  maken,  he 
n  bringe   mund   tegen   mund,   bij  III   mark  suluers. 

Item  so  en  schal  nymand  korne  kopen  in  den  schepen,  dar  dat  mede 
iier  de  zee  kumpt,  men  dat  korne  seal  men  scheten  in  den  praem,  dar  schal 
at  liggen  III  werkeldaghe  to  der  borger  behoff,  er  dat  ienich  gast  kopen 
'hal,  vnde  nen  borger  schal  dat  kopen  bynnen  den  dren  daghen  to  der  geste 
ehoff,  sunder  ienigerleye  argelist,  bij  III  mark  suluers  vnde  dar  nicht  van 
>  latende. 

Item,  des  gelijk  seal  men  dat  holden  mit  deme  mele,  bij  den  suluen 
edde  van   III  mark  suluers. 

Item  alle  bodikholt,  dat  ouer  zee  kumpt,  dat  seal  licgen  dre  dage  to 
•s  ammetes  behoff*,  er  dat  jenich  borger  koft,'  vnde  nen  bodeker  en  seal 
Br  holtes  kopen,  den  he  behoued  to  sines  selues  bile  vnde  to  sines  gesynnes, 
de  nen  gast  enseal  van  gaste  kopen  dat  holt,  id  enhebbe  gelegen  in  dem 
)rkede  VI  dage,  bij  III  mark  suluers  vnde  dar  nicht  van   to  latende. 

Item  alle  ander  holt,  aizo  delen,  knarreholt,  waghensehot,  latten,  seal 
gen  in  dem  prame  dre  dage  to  der  menen  borgere  behoff,  er  dat  ienich 
St  kopen  mach,  vnde  koft  dat  ienich  voerkoper  bynnen  den  dren  dagen,  de 
al  dat  in  dem  prame  laten  licgen  dre  werkeldaghe  to  der  menen  borger  be- 
ff  vmme  den  penning,  dar  he  dat  vmme  gekoft  heft;  ok  so  enschal  dat 
lue  gud  nen  borger  kopen  to  der  geste  behoff  bynnen  den  dren  dagen, 
nder  jenigerieye  argelist,  by  III  mark  suluers  vnde  dar  nicht  van  to  latende. 


1)   Diese  Bcstimmung  ist  1440  in  die  Amtsrolle  der  Bdttcher  aufgenommen  und  sie  dnd  im  Besitz  der  Ge- 
ihtflame  geblieben,  so  langc  das  Amt  bestanden  hat. 


766 

Item  alle  ander  gud,  dat  ouer  zee  kumpt,  dat  ghesten  toh6rd  efle 
borgeren  gesand  werd,  id  sy  ruwar  efte  veetgud  efte  game  efle  welkerleye 
dat  sij,  dat  enseal  nenian  kopen^  er  dat  bynnen  der  stad  muren  kumpt,  sunder 
dat  seal  liegen  III  dage  to  der  rnenen  borgere  behoff,  er  dat  ienich  gast  kopen 
mach,  bij  111  mark  suluers  vnde  dar  nicht  van  to  latende. 

Item  were  jenieh  man,  de  hir  borger  were,  vnde  kopslagede  hir  mit 
anderer  borger  ghelde  van  anderen  steden,  to  vorevanghe  vnser  borger,  de 
seal  dat  wedden  mit  X  mark  suluers,  alzo  vakene  also  he  dat  dede,  vnde  dar 
nicht  van  to  latende. 

Item  so  ensehal  neman  holt  eFte  delen  bij  der  Trauene  stan  laten  to 
vorkopende  bij  der  muren  van  sunte  Jacobes  dage  an  wente  to  winachten, 
bij  III  mark  suluers. 

Dit  schal  stan  vppe  des  rades  vnde  der  borgere  behach. 

No,  2  und  3  nach  dem  dlteaten   Wettebueh,  No.  1  und  4  nttch  Aufzeichnungen    auf  iosen  Bldttemf   So.  1 9MJ 
Papier^  No.  4  auf  Pergament 


NachtrUge. 


I»GCIiXXXV. 

Rath  von  Lubeck  ersucht  den  Burgermeister  Schreye  und  den  Rathmann  Lange 
in  Hamburg^  dahin  zu  wirken,  dass  eine  von  dem  Konige  (Alhrecht  von 
Schweden)  vorgeschlagene  Zusammenkunft  angenommen  werde.  0.  J. 
(1402.)     Aug.   6.' 

Honorabilibus  et  discretis  viris,  donn'rns  Marquardo 
Schreyen,  proconsuli,  et  Hermanno  Langen,  con- 
suli  Hamburgensibus^  arnicis  nostris  dilectis. 

Y  runtlike  grute  touorn.     Leuen  sunderghen  vrunde.    Juwen  bref  an  vns 

and   niit  dem    inbeslotenen    breue    des    koninges    hebbe  wi  wol  vornomen, 

alse  he  scrift  mank  anderen    reden,    wo    he    der   sake  gerne  ende  hadde^ 

wanner  gi   em  vnbeden,    dat    gi    to  Boyseneborg  wesen  willen^    so  wil  he 

schedeslude  dar  gerne  ieghen  iuw  senden  etc.     Des  bidde  wi    iuw,    leuen 

Je,    dat  gi   midenander  darvmme  spreken  vnd  vnbeden,    dat  gi  denne  mit 

I     schedesluden    ramen    beleghelker    stede    vnd    tid^    dar    malk    bibringen 

le,    de  erne  darto   behuiT   sin^    vnd    vns    dunkt,    dat  me  den  dach  lede  to 

lorpe,    dat  were  vns  wol    bequeme    in    beyden   syden,    wente  he  mid  den 

mochte  wesen  vppe    der    enen    siden,    vnd    wi    mit  den  vnsen  vppe  der 

ren  syden    des    landes,    alse    dat    me  to  schepe  twisschen  vns  degedingen 

ite.     Leuen  sundergen  vrunde^    wi  bidden    iuw  vruntliken^    dat  gi  iuw  des 

vordreten  laten  vnd    spreken    mid    den    anderen   vnd    arbeydent   to  enen 

alse  gi  erst  konen,  dat  wille  wi  gerne  vorschulden   und  des  iuwe  vrunt- 

antwerde.     Sijd  Gode   beualen.     Gescreuen  vnder  vnsen    secrete    in  sunte 


dage. 


Consules  ciuitatis  Lubicensis. 

NcKh  dem  Concept  auf  Papier, 


)  Die  Erw&hnung  des  Ortes  Zweedorf  macht  es  sweifellos,  dass  die  Yerhandlung  die  Steoknitz-Angelegenheit 
Aach  hatten  nach  den  Hamburger  K&mmereirechniuigeD»  Bd.  9.  S.  8.  die  Rathm&imer  Marquard  and  Albert 
I  im  J.  1402  eine  Sendung  versus  Boyzeneborg  obyiam  regi  Suecie. 


768  1402.     Oct.  22. 

Der  Rath  v^on  Liibeck  urkundet  iiber  die  von  ihm  gegen  die  Herzoge  von  Meckl^n^ 
burg  Albrecht  III.,  Konig  von  Schweden,  und  Johann  IV.  eingegangerien 
Verpjlichtungen.     1402.     Oct.  22.^ 

Wi    borgermostere   vnde    ratirianne    der    stat    Lubeke.     Bekennen  vnde 
betugen   in    dessem   vnsen    operien    breue,    dat    wi  vns  vruntlikeri   vnde  lefliken 
vordregen   vnde  voreiiiget  hebben  vni  alie  scheiinge^  vnwillen,  schaden,  niariinge 
vnde    tosprake,    de    wi    hat  hebben   bet  in  dessen   dach   niit  den   hochgebornen 
fi'iirsten  vnde  heren,   hern  Alberte,    der  Sweden   vnde  der  Goten  kuning,  vnde 
hern  Johanne,  hertogen   to  Mekelenborch,  greuen   to  Zweryn,  to  Rostoke  vnde 
Stargarde  heren,  van  des  grauen  grauendes  vnde  waters  wegene^  dat  de  Deluene 
geheten    is,    vnde    vort    vrn    alle    andere    sake,    de    wi    iengerleyewijs   hebben 
mochten   to   den    irbenorneden    heren,    vnde    sundergen   vni    der    maninge  vnde 
gheldes  willen,  de  wi   to   vnsen   dele  to   en   hadden   van  des  Stokholmes  wegen; 
welker  schelinge,    sake   vnde    ansprake  wi  an   beyden  siden  gentziiken  to  ende 
bleuen  weren    bi    dern  erwerdigen    in  Gode  vadere  vnde    heren,    hern   Detleue, 
bisscop  to  Ratzeborch,    de    vns    darane  an  mynne  vnde  vruntscop  degher  vor- 
schedet,    vorsonet,    vorliket  vnde  voreenighet    heft,    dat  wi  vor   vns  vnde  vns^ 
nakomelinge    annamet    hebben    in    ailer  wise,    alse    hir    nascreuen  steit.     Tom 
ersten  scullen  de  vorbenonieden  heren^    ere   eruen  vnde    nakonielingen  hebben 
ses  Lubesche    penninghe  van    iewelker    last    zoltes,    de    vp    dem  vorscreuenen 
grauen   voret  wert,    to  ewigen    tiden,    vnde    anders  nicht.     Vnde  wi   vnde  vns^ 
nakomelinge  willen   vnde  scullen  den  grauen  vnde  water  vorscreuen,  lude,  gud 
vnde  schepe,    de  vp   dem  grauen   varet,    beschermen,    vordegedingen  vnde  be-* 
vreden   helpen,  alse  wi   truwelikest  konnen,  sunder  alle   list;  vnde  hir  mede  scha  I 
alle  ansprake  vnde  schuldeginge  van   des  granen  grauendes  vnde  waters  wegen^ 
vorscreuen,  de  se  to  vns  edder  to  anders  allesweme  hat  hebben  edder  hebbei^ 
mochten,    nedderlecht    wesen    to    enen    gantzen    ende,    alse    dat   wi  vnde  vn5« 
nakomelinge  dar    nummermer  vp  saken    scullen,    vnde  wi    scullen    des  graueti 
vry   bruken   to  aller  vnser  nut  vnde    bequemecheit,    alse    dat   steit  tuschen  de** 
herscop  van  Sassen,    eren    eruen    vnde    nakomelingen,    vnde  vns.      Vnde  weri* 
dat  wi  vnde  vnse   nakomelinge  mit  der  herscop  van  Sassen,  dat  God  vorbede? 
to  iennigem    orloge,    veyde  vnde    twedracht    quemen,    dat    enseal    dem   suluen 
grauen,  luden,  gude  vnde  schepen,  de  vp  dem  grauen  sind,  to  nenen  schaden  J>, 
efte    vorvange    komen    edder    wesen    van    vnser    wegen.     Vnde    wi    vnde  vnse 

1)    Vgl.  Bd.   V  M  06— 58. 


:  .1 


1402.     Oct.  22.  769 

« 

omelinge  en  willen  noch  en  sculien  der  herscop  to  Mekelenborch  vnde  der 
1  ergeste  efte  schaden  nenerleyewijs  weruen  efte  weten  noch  ere  vyande 
en  efte  husen  efte  en  gunst  bewisen  efte  in  vnsem  gebede  laten  edder 
len^  wor  wi  dat  weten  vnde  keren  konnen.  Vnde  wi^  de  vnse  vnde  vnse 
omelinge  en  willen  noch  en  sculien  der  vorscreuen  heren,  erer  eruen  vnde 
oinelingen  viande  dor  vnse  landweren  mit  willen  vnde  witscop  nicht  latenj 
e  werit.  dat  vns  to  wetende  worde,  dat  dat  jumnient  dede  vnde  mit  macht 

vnse  landweren  breken,  dat  wille  wi  vnde  sculien  en  enbeden,  alse  wi 
Ikest  konnen.  Vnde  wi  vnde  vnse  nakomelinge  willen  vnde  sculien  der  vor- 
'uen  heren^  erer  eruen  vnde  nakomelingen  vndersaten,  eft  des  not  dede^ 
beschermen  efte  vordegedingen  helpen  lijk  vns  suluen  vnde  vnsen  egenen 
geren,  vnde  de  meene  strate  in  vnsem  gebede  helpen  bevreden,  alse  wi 
t  konnen^  dat  ere  vndersaten  nicht  beschediget  werden.  Vnde  werit^  dat 
lich  herre  edder  gud  man  tosprake  efte  sculdeginge  hadden  to  den  vor- 
^uenen  heren,  eren  eruen  vnde  nakomelingen,  de  sik  nicht  an  rechte  wolden 
en  laten,  vnde  wi  vnde  vnse  nakomelinge  nicht  mechtich  weren  se  to  vor- 
ende,  so  sculle  wi  se  vorbidden,  efte  se  des  van  vns  begerende  weren,  to 

heren,  de  den  heren  beseton  sind.  des  de  gude  lude  ere  manne  sind,  dat 
jen  vorscreuen  heren  vngemakes  vordregen.  Werit  ok,  dat  God  vorbede,  dat 
'orscreuen  heren,  ere  eruen  vnde  nakomelingen,  vnde  wi  vnde  vnse  nakome- 
e  twedrachtich  worden,  so  sculien  se  vnde  wi  vnser  vrunde  darto  bruken 
e  vorsoken,  dat  me  dat  vruntliken  henlecge.     Ok  alle  andere  breue,  de  se 

vns  vnde  vnsen  vorvaren,  vnde  wi  van  en  vnde  eren  vorvaren  hebben, 
len  dessem  jegenwardigen  vnsem  breue  to  nenen  hindere  efte  vorvange 
en,  sunder  se  sculien  mit  dessem  iegenwardigen  breue  bi  erer  vuUer  macht 
en.  Alle  desse  vorscreuen  stucke  vnde  een  iewelk  bisunderen  loue  wi 
^ermestere  vnde  ratmanne  der  stat  Lubeke  den  vorbenomeden  heren,  hern 
?rte,  der  Sweden  vnde  der  Goten  koning,  vnde  hertegen  Johanne,  eren 
&n  vnde  eren  nakomelingen  stede  vnde  vast  truwelken  vnde  vnvorbroken  to 
gen  tiden  to  holdende  sunder  alle  list  vnde  hulperede.  Vnde  des  to  orkunde 
e  vuider  bekantnisse  hebbe  wi  vnse  ingesegel  an  dessen  bref  hangen  laten 

witscop  vnde  wolberadenen  mode.  Gegeuen  to  Lubeke,  na  Godes  bord 
ent  veerhundert  vnde  in  dem  anderen  iare,  des  Bondages  na  der  Eluendusent 
>ede  dage. 

Sctch  dem  wohlerhaltenen  Original  im  GroBMhzgl.  Gek,-  und  Haupt-Arehiv  tu  Sehwerin,  An  einem  Pergament" 
bande  hdngt  das  groaae  Luhische  StadtsiegeL  Daa  LubeekUehe  Arehiv  enthdlt  tine  von  dem  Notar  Peter 
Sadelkow  begiaubigte  Abschrift  aus  dem  Ende  dee /un/gehnten  oder  demAn/ang  dee  eecheehnten  Jahrhunderts. 

97 


770  (1406.     Apr.  7.) 

DCCIiXXXVlI. 

Der  Rath  von  Liineburg    antwortet    dem  Sechziger  -  Ausschuss   in  Lnbeck   auf  etrten 
Mahnbrief  wegen  Bezahlung  von  Schulden.     0.  J.     (1406,    Apr.   l.y 

V  risen   vruntliken   denst    toiioren.      Besunderen    guden    vrunde.      Wetef, 

dat    de    olderlude  vnde    ghildebrodere    sunte  Nicolaweses   ghilde^    sunte  Johans 

ghilde,    sunte  Ghertrude  ghilde  vnd    de   boremestere  vnd   suifmestere  to  Lune- 

borgh  vns  enen  breeti'  geantwerdet  hebbet  an    se    gesand,    des    ghelijk  an  vns 

ok  gekomen  is  een   breff  ynneholdende  vmrne  schulde  etc.,  darvpp  wi  gik  ant- 

werde  en   beden  van   vnser  vnd   erer  wegene.  alse  hijrna  gescreuen   is.     Guden 

vrunde,  id   is  wol  witlik,    dat    in   ichteswelken  tijden  wi  grote  sware  maninghe 

vnd  schaden  leden  vmrne  schulde    van  den  yennen,  de  vns  darvmrne  tosprekeri., 

des  vordroghe    wi    vns    niit    fflrsten,    heren,    prelaten,    landen    vnd    luden  vnd 

anderen  vnsen   naburen,  dat  wy  darouer  to  hope  qwemen,  dar  de  erbaren  rad- 

heren   van   Lubeke    mede  weren   vnd    degedingeden    mid    endrachtiger   vulbord 

alle   der,    de  dar  weren,   enen   vruntliken  ende  vmme  de  vorbenomede  schulde 

to  betalende  na  lude  des  recessus,^  alse    men    dar  aff  gheschedede,    vnd  wes 

wi  do    den  vorbenomeden    radheren    van  Lubeke    schuldich  weren,    dar  hebbe 

wy  on  afl  bered  vnd   vns  vruntliken   mid  on  wol  voi*draghen   na   lude  des  suluen 

r*ecesses,  vnd  willen  on  noch  also  gherne  vordan   d6ri   nach  vnser  moghelicheit^ 

so  wi  vurderst    konnen  vnd    m6ghen,    wes   wi    on    noch    darvan    plichtich  sin- 

Vordmer',  alse  gi   begheret,  dat  wi  vordacht  willen  wesen,  dat  gy  vns  in  vnsen 

noden  willich   weren,  leuen   vrunde,  des  hebbe  wi   to  mennighen  tijden  bedach* 

wesen,    wan    des    de    ergenomeden    radheren  van   Lubeke  van   vns  begherend^? 

weren,    vnd    danken    gik    gutliken    darvore,    vnd   willen  des  io  gherne  bedach* 

wesen,    off  wi   icht  d5n   konden,    dat  gik  to  nuth   vnd  to  gude  komen  mochte'y 

wan   de   raed   to  Lubeke   vorbenorned   des   van   vns   begherende  weren.    Ok  hop^ 

wij,    dat    gik    van    desser  voi'screuenen    stucke  wegen  nener  maninghe  weddef" 

vns  to  dfinde  n6t  en  sy,  went  wi   rechtes  nicht  en  weigheren  to  donde  vnd  to 

nemende.      Sijd    Gode    bevalen.      Screuen    des    mitwekens    na    Palmen,    vnder 

vnsem  secret. 

Consules  Luneborgenses. 

Aufschrift:    Den  wisen    mannen    sestich    borgheren   vnder  ganszen  meyn- 
heid  kome  desse  breeff. 

A^acA  dem  Original  auf  Papier.      Mit  avfgedrucktem  ^   groHStentheils  erhaltenem  SiegeL 

1)  Der  Sechziger-Ausschuss  bildete  sich  Michaelis  1405.     Der  Brief  kaiin  aaoh  im  J.  1407  geschrieben  fei>* 
nicht  wohl  1408  mit  Rficksicht  auf  Bd.  V  M  189. 

2)  Bin  solcher  Vertrag  ist  geschlossen  1401   Apr.  14.  Urk.-Buch  d.  Stadt  LOneburg  Th.  Ill  J^  1517. 


I 


1408.     Mai  12.  771 

IMX^LXJLXVIII. 

alte  Rath  von  Lubeck  legt  den  Preussischen  Stddten  die  Grunde  dar^  die  ihn  bewogen 
haben,  die  Stadt  zu  verlassen,  bittetj  den  neuen  Rath  nicht  anzuerkennen  und 
die   Angelegenheit   mit   den  ubrigen  Stddten  zu  berathen.   i408.     Mai  12. 

(jrute  der  vruntscop  vnde  leue  vorscreuen.  Leuen  vrundes.  Wy  vor- 
eri  vns.  dat  jw  lichte  woi  vorkoinen  is,  wo  viiser  dat  meiste  deel  vnses 
s  to  Lubeke  sint  dar  ut  gethogeri.  Jodoch  up  dat  juwe  leue  enkede  in 
varheit  de  sake  irkennen  moge,  beghere  wy  jw  to  weten^  dat  vnse  borgere 
n  vns  vake  anzinnende  vnde  rneenden  ok  gensliken  mit  drange  van  vns 
ebbende,  dat  wj  se  tolaten  solden  to  deme  kore  vnses  rades  vnde  ok  to 
en  andern  stucken,  welke  stucke  doch  vnwonlik  vnde  vns  vnthernelik  vnde 
ogeiik  weren   to  donde  van  vnser  ede  wegen,  de  wy  dem  hilgen  Romischen 

gesworen  hebben;  also  sint  wy  vnune  horsamrnes  willen  des  hilgen  Romi- 
n  rikes  vnde  vninie  vnser  vorscreuen  borgere  drenge  to  vorniyden  dar  uth 
ogen,  vnde  hebben  y  overbodich  gewesen  vnde  sint  noch  overbodich,  niach 
inland  mit  redelicheid  ergen  vmme  schuldigen,  wy  willen  em  in  des  hilgen 
ischen  rikes  houe  edder  vor  alien  vorsten,  heren,  steden,  ridderen  vnde 
:hten,  wo  sik  dat  geboret^  allewege  gerne  to  eren  vnde  to  rechte  antwerden. 

weren  de  van  Hamborgh  vnde  van  Luneborgh  bynnen  Lubeke  gereden  vnde 
oden  vns  dar  to  rechte,  dar  weygerden  se  vns  rechtes,  vnde  hebben  dar- 
)ven  eenen  nygen  rad  gekoren  vnder  sik  sunder  vulbort  des  rikes.  Worvmme 
e  wy  jw,  leuen  vrunde^  dat  gy  de  gene,  de  aldus  sik  mit  vnrechter  gewalt 
en  rad  gedrungen  hebben,  vor  neenen  rad  holden  willen  vnde  ok  van  eren 
len  nicht  holden  willen,  wente  se  vns  boke  der  stad,  ingesegele  vnde  slotele 
eeldiget  hebben,  bet  dat  wy  mit  rechte  hirouer  sint  vorscheden.  Vnde 
beren  hochliken  van  jw,  dage  mit  den  andern  steden  hirouer  to  hope  to 
'nde,  alse  gy  erst  kunnen,  vmme  enes  grotern  argen,  dat  hirvan  untstan 
hte,  tovormydenj  dat  wille  wy  gerne  jegen  juwe  leue  in  tokomenden  tijden 
bliken  vorschulden.  Leuen  vrunde.  Juwe  leue  bidde  wy  mit  gantzem  vlite, 
gy  dat  vor  vns  scriuen  vnde  beden  willen,  alse  vorscreuen  is,  wente  gy 
ierliken  sullen  vnser  to  eren  vnde  to  rechte  gensliken  mechtich  wesen  in 
n  stucken  vorscreuen.  Gescreuen  vnder  hern  Marquard  van  Damen  vnde 
n  Jorden  Pleskowen  ingesegel,  der  wy  samentliken  hirto  bruken,  int  jar 
CCCVIII,  des  sonnauendes  vor  dem  sondage  Cantate. 

Sach  einem  dem  Damiger  Stadtbuch  unter  der  Uebertekri/t:  Sequitur  littera  antiquorum  eonsuium  civitatU 
Lubicensis  extra  earn  degentium  communibus  civitatibus  ht^us  terre  direeta^  entnommenen  Abdruck  in 
Koppmann,  Hanaereeesse  Bd.  V  No,  49$, 

97* 


772  (i40S).    Jun.  22. 


:» 


Der  alte  Rath  von  Lubeck  beglaubigt  bet  den  in  Calmar  befindlichen  Sendeboten 

Deutschen    Ordens     den    Burgermeister    von    Stralsund     Wulf    Wulflaim, 
0.  J.     (1408).    Jun.  22. 

Den  erwerdighen  vnde  vorzichtighen  heren  bedeghern  vnde 
anderen  heren  Dudesches  orden  des  buses  vnser  Vrowen  tbo 
Jherusalem  up  den  dacb  tbo  Calmeren  vorgbadderd,  vnsen 
zundergben  gbunren,  kome  desse  breefip. 

iJrote  der  vruntscbop  vnde  leue  vnde  wes  wy  gbudes  vormogben 
lutterken  vorscreuen.  Leuen  beren  vnde  vrunde.  Wy  bidden  ju  myt  gbantzem 
vlyte,  wen  de  erbare  man,  ber  Wulf  Wulflam,  borgberrnester  to  dem  Strales- 
sunde^i  jegbenwordigbe  breeffwyser,  van  vnser  wegben  tbo  juwer  erbaren  jeghen- 
wordicbeit  weruende  wert,  zekeren  louen  bebben  willen,  ef  wy  dat  zuluen  munt- 
liken  myt  jv  spreken  in  vnsen  personen.  Zyd  Gode  beuolen.  Ghescreuen  in 
der  Teyn  duzent  rittere  dagbe,  under  bern  Goswin  Clingbenberges  vnde  hern 
Marquard  van  Dame  ingbesegelen,  der  wy  samptliken  birto  bruken. 

Radmanne  der  stad  Lubeke  nu  ter  tyd  buten  wesende. 

Nach  einem  dem  Original  auf  Papier  mit  zwei  Siegeln   im  Staataarckiv  zu  Konigaberg  entnommenen  Abdrve^ 
in  Koppmann,  Hanaerecease  Bd.  V  No,  308, 

Die  in  Hamburg  anwesenden  Mitglieder  des  alten  Raths  machen  dem  Deutschorden^^ 
metster  Ulrich  von  Jungtngen  Mtttheilungen  uber  das  Verfahren  des  neue^^ 
Raths  und  bitten  um  seine  Unterstutzung ,  insbesondere  um  ein  Schreibe^^ 
an  den  neuen  Rath.     1409.    Sept.  2. 

Unsen  otmodigen  willigen  denst  mit  erwerdicbeit  vorscreuen.    Erwerdig^ 
vnde    grotmecbtige    bere.     Als  wii    nelkest   juwer    herlicbeit    screuen,    wo  wi  * 
mit  unser  wedderpartie,    de    sik    nomen  de  nye    rad    to  Lubeke,  vnde  mit  de^ 
menbeit    darsulues  vor    des    allerdorcbiucbtigisten   vorsten  vnde    heren,    bere^^ 
Ruprecbts,  Romiscben  konings,  to  alien  tiden  merers  des  ricbs,  vnses  gnediger^ 
heren,    bofgerichte   gekomen  weren  vnde  vns   dar  togevunden  ward,    dat  vns^ 
wedderpartie  vns  in  vnse  staed,    erue  vnde  gud   rouliken  vnde  vredesameliken^ 
seker  vnses    lyues    vnde    gudes,    wedder    setten    scbolden,    jodoch   badde  vnse 
gnedige    here  vorscreuen    enen  vruntliken    dacb    udgesat    hir   to  Hamborcb  to 
holdende  vp  vnser  Vrouwen  dacb    assumpcionis  negest  geleden,  darto  he  syn^ 


1409.     Sept.  2.  773 

baren  boden  wolde  gesand  hebben^  ok  hadde  he  de  stede  darto  vorbodet^ 
imp  to  vorsokende,  oft  me  vns  noch  in  vruntliken  degedingen  vorenigen 
ochte^  welken  dach  de  Liibesschen  wedderboden  vnsem  gnedigen  heren,  dem 
>ninge^  in  erem  breue,  welkes  breues  copie  vnse  gnedige  here  vns  sande  in 
neni  breue  beslolen^  welker  breue  vnde  copie  udscriffte  wii  jiiwer  herlicheid 
nden  hirynne  besloten,  vnde  also  juwe  gnade  darynne  wol  vindende  werd, 
3  se  vnsern  gnedigen  heren  screuen,  dat  se  vnde  de  borgere  to  Lubeke  dat 
so  holden  wolden,  als  van  syner  gnade  ridderen  geordelt  were,  vns  wedder 
tosettende,  bynnen  der  tiid,  als  wi  vns  vormodet  hadden,  dat  se  deme  so 
Men  gevoJget  hebben,  hebben  se  vns  vnde  vnse  vrunde  mit  vnrechte  vredelos 
'lecht  vnde  vnse  gud  bekummerd  vnde  endels  alrede  genomen  vnde  also  vns 
^r  stad  vnde  vnses  gudes  vorder  unseker  gemaket,  vnde  nademe  alse  vns 
gevunden  was^  dat  se  vns  wedder  insetten  scholden,  als  vorscreuen  is.  Do 
ard  vns  wedder  togevunden  vnnme  schaden  vnde  koste,  darumme  wii  se  an- 
ireken,  wolden  se  dat  to  den  hilgen  sweren,  dat  se  vns  nicht  genomen  vnde 
i  nenen  schaden  gedan  edder  togevoget  hadden,  des  mochten  se  geneten, 
3rvor  se  auer  nicht  sweren  wolden^  dat  scholden  se  vns  wedderlecgen  in  den 
'gesten  twen  manden  na  der  tiid  des  edes.  Des  ward  de  eet  vpgeslagen  up 
n  XXVIII  dach  des  mandes  Augusti  negest  geleden  vmme  des  willen,  eft  de 
untlike  degedinge  gan  hadde,  also  vorscreuen  is.  Des  quemen  hir  de  genne, 
n  togevunden  ward  den  eet  to  donde,  vnde  wolden  den  gedan  hebben,  dar 
i  to  antwordeden^  wii  hopeden,  dat  erst  dem  ordele  vns  intosettende  vul 
hen  scholde,  er  wii  plichtich  weren  de  ede  to  nemende,  vnde  satten  dat 
it  en  vp  recht,  dat  se  vorleden.  Hirane  mach  juwe  herlicheit  merken,  dat 
en  bedrech  is  allend,  darmede  se  jegen  vns  vmmegan.  Darumme  wii  juwe 
rlicheit  denstliken  bidden,  dat  gi  vns  to  vnsen  rechten  saken  gunstich  vnde 
rderlik  sin  vnde  werdich  sin  wilien,  vor  vns  an  se  vruntliken  to  scriuen,  dat 
vns  don,  als  se  van  ere  vnde  rechtes  wegene  plichtich  sind  vnde  en  in 
me  rechten  togevunden  is  to  donde.  Dat  wille  wii  allewege  gherne  vor- 
bulden  tegen  juwe  grotmechtigen  herlicheit,  de  God  almechtich  beware  to 
igen  tiden  ouer  vns  to  bedende.  Screuen  vnder  her  Goswin  Ciingenberges 
de  her  Marquardes  van  Damen  ingesegeien,  des  wii  sament  hiirto  bruken, 
s  negesten  dages  na  Egidii,  int  jar  MCCCCIX. 

Aufschrift:  Eximio  et  magnifico  principi,  domino  Ulrico,  domus  Theu- 
onicorum  sancte  Marie  Jherosolimitanensis  general!  magistro^  domino  et 
itori  nostro  promotiuo  et  beningno,  detur. 

Nach  dem  Original  auf  Papier  im  Staatsarehiv  su  Konigtherg,    Mit  den  Mwei  briefeehlieeeenden  Siegeln,     Ge- 
druckt  in  Koppmann,  Hcmeereeeaee  Bd,  V  No,  603, 


774  1409.     Nov.  2. 

Johann  Crispin  fragt  bei  dem  Rathe  von  Dortmund  an,  oh  er  bereit  set,  eine  ZcmJi 
lungsanweisung  des  Raths  von  Stralsund  zu  Gunsten  des  alten  Raths  vo9 
Lubeck  einzulosen.     J 409.     Nov.  2. 

Den  erbaren  wisen  vorsichtegen   heren,  borgermesteren 
vnde  raet  der  stat  van  Dorpmunde^  come  desse  bref. 

V  runtlike  grute  vnde  mynen  denst  to  alien  tyden  tovoren  an  de  erbaren 
heren,  borgermestere  vnde  raet  der  stat  van  Dortmunde.  Juwer  eerbaricheyt 
vnde  wisheyt  geleuet  to  wetene,  dat  Goschalk  van  Wickede.  borger  to  Lubeke, 
my  brachte  ene  quitancio  van  der  stat  wegen  van  dem  Stralessunde  up  ju 
ludende,  aizo  desse  utscriPt  inheuet  hijrin  besloten  etc.,  wo  gi)  my  geuen  zolien 
dordehalfhundert  rinsche  gulden  vor  dordehalfhundert  mark  sundes  to  des 
olden  rades  behof,  de  nd  ter  tyd  buten  der  stat  Lubeke  is.  Vnde  wan  ik  de 
vntfangen  hebbe,  so  sal  ik  ju  de  quitancio  geuen,  by  weme  gij  my  dat  gelt 
betalt  ofte  heten  geuen.  Worum  ik  ju  nu  odmodeliken  bidde  um  juwer  doget 
willen,  dat  gij  wol  don  vnde  willen  my  hirvan  een  antwort  scriuen,  welk  ant- 
wort  ik  vort  scriuen  mach  den  olden  rade,  de  to  Hamborch  sin,  vnde  des- 
geliken  dem  olden  rade,  de  to  Heylsberge  sin  by  vnsen  heren  des  Romescbeu 
konynges  (houe).  Anders  nicht,  men  dat  God  ju  alien  bewaren  mote  in  zeelen 
vnde  in  liue,  vnde  gebedet  allewege  ouer  my,  also  ouer  juwen  denre.  Ge- 
screuen  upten  anderen  dach  van  Novembre,  int  jar  ons  Heren  also  men  scrifl 
M  CCCC  vnde  negene,  to  Collen. 

Johanni   Crispini  iilii  Johanni  Crispini. 

Nach   einem  dem  Original   auf  Papier   im  Stadtarchiv    zu    Dortmund  entnommenen  Abdruck    in  Koppm^i*^* 
Hanserecesse  Bd,   V  No,  683. 

»CCX€11. 

Johann  Crispin  bittet  den  Rath  von  Dortmund^  eine  Zahlungsanweisung  des  Rd^^ 
von  Stralsund  von  250  rheinischen  Gulden  zu  Gunsten  des  alien  Baths 
von  Liibeck  baldigst  einzulosen.     0.  J.     (1409).    Nov.  16. 

Den  erbaren  wisen  heren,    borgermester  vnde  raet  der 
stat  Dorpmunde,  come  desse   bref. 

V  runtlike    grote    touoren    vnde    mynen    denst    to    alien    tyden.      Leuen 
heren,  borgermestere  vnde  raet    der  stat  Dorpmunde.     Juwe  wisheyt  vnde  er- 


776  1409.     Dec.  21. 

dat  me  en  iieiierleye  gud  to  en  vorde,  nadenne  dat  se  don  kegen  ere  vnde 
recht^  darane  jw  so  gutliken  to  bewysende.  als  wy  juwer  erbarheyt  des  wol  to 
betruwen.  Sijt  Gode  beuolen.  Gescreuen  vnder  her  Jordan  Pleskowen  ingesegel, 
des  wy  sament  hijrto  bruken^  in  sunte  Thomas  dage  des  hilgen  appostels  int 
jar  MCCCCIX. 

Nach  einem  dem  Danziger  Stadtbuch  unter  der  Ueberschrift:  Sequitur  littera  consuiarium  Lubieensium  prvdne 
in  Hamborgh  existentium,  entnommenen  Abdrttck  in  Koppmann,  Hanserecesse  BeL   V,  No,  632» 

Der  Deutschordensmeister  (Ulrich  von  Jungingen)  rath  dem  neuen  Rathe  von  Lubeck, 
sich  mit  dem  alten  Rathe  aitszusdhnen.     0.  J.     (1410).     Mdrz  29. 

Unsern    fruntlichen    grus    tzuuor.     Erbarn    luthe.     Wisset,    das  vor  vns 
und  unser   gebiteger    gekomen    ist    der    erbar   man  Jordan  Pleschkow  und  bat 
vns   gebrocht    etiiche    brill'e    von    dem    genedigen  Romeschen  koninge,    herren 
Ruprecht,  gesant  und  die  vor  vns  gelesin  seynt,  in  den  welchen  briffen  sache 
geruret  wirt  euch  groslich  antretende,  als  von  der  czweitracht  tzwisschen  euch 
f,  und  dem  alden  rathe  nu  bfisen  wesende  gewand,    dovon  eyn  gros  schade  ent* 
steen  mochte,    sintdemmole    das  di    stad  Lubek  von    alders   eyn  houbtstad  des 
gemeynen    kouffmans    bys(herj    gewest   ist.     So    dunket  vns  ratsam    und  nuts^ 
seyn,    das  eyne  sotane  czweitracht  czwisschen  euch  und  dem  alden  rathe  sicb 
nicht  in  das    lengeste  vortzihe^    wen  dovon    grosse  vorterpnisse  des  gemeynen 
kouffmans  ensteen  mochte.     So  fuget  is  und    schicket    is  also,    das  die  czwei- 
tracht hengeleget  werde  und  das  mans  czu  dem   besten  brenge  und  fuge  umb 
des  gemeynen  kouffmans  und  des  gemeyne(n)  besten  willen,  und  ouch  das  nicht 
en  grosser  ungemach  und  schaden  hirnochmoles  dorvan  enstee.     Also  wir  unfi 
vorselien^    so  wils    nicht    fromelich    seyn  cyu    langer    czeith  also    czu  steende. 
Hiruff  moget  ir  vorsehen,  und  des  begere  wir  von  euch  eyn  antwert.    Gegebi« 
am  sonnabende  nehest  vor  Quasimodogeniti. 

Nach  einem  der  HandBchrift  zu  Thorn   Vol.  II  fol  218b  mit  der  Ueberschrift:  Homeiater  Duties  ardent,  ^*'' 
nommenen  Abdruck  in  Koppmann,  Hanserecesse  Bd,   V  No,  699. 

»CCXC¥. 

Die  Preussischen  Stddte  ermahnen  den   neuen  Rath   von  Lubeck,    etne  Aitssohnuf^ 
mit  dem  alien  Rathe  zu  Stande  zu  bringen.     1410.     Apr.  1. 

Vruntliken  grut  mit  begeringe    alles  guden  vorgescreuen.     Ersame  letf^ 
sunderge  vrunde.    Vor  vns  ist  gewesen  der  erbar  man,  her  Jordan  Plescbkoi^' 


1410.     Apr.  1.  777 

vnde  heft  vns  gebracht  etlike    breue  van   dem   allerdurcbluchsten  fursten  vnde 

hern,    hern  Ruprechte^    dem  Romischen    koninge,   de  vor  vns  sint  gelesin,    in 

welken    sake   gerort   werd    jw    grotliken    antredende,    alz    van    der   tweydracht 

tuschen  jw  vnde  dem   alden    rade    gewand    nu    buten  Lubeke  wesende,    darvan 

een  grot  vnvorwintlik  schade  vnde  vorderff  dem  menen  copmanne,  sinddemmale 

dat  de  stad  Lubeke  van  olders    her  ene    houetstad  des    suluen   copmannes  ge- 

wesin  is,    grotliken  vnstaen    muchte,    alz  verne    desse  vorgerorde  unttweyunge 

vnder  jw  vnde  dem  olden    rade  icht   lange   solde  waren.     Hyrvmme  so  dunket 

vns  ratsam  vnde  nutte  syn,  dat  de  tweydracht  tuschen  jw  vnde  dem  olden  rade 

gutliken  muchte  gestillet  vnde  hengelecht  werden,    vppe  dat  de  mene  copman 

vnde  dat  mene  gud  vorscreuen  alzo  gar  swarliken  nicht  vorderuet  werden,  de 

wy  vruchten  tho  sulken  vorderue  tho  komende,  wo  de  vorgerurde  unttweyunge 

vnder  jw  nicht  worde  gestillet,  wen  were  dat  des  nicht  en  schege,  dar  Got  vor 

syn  mute,  so  besorge  wy  vns,  dat  vnse  herre  homeister  vnde  wy  den  ernsten 

breuen  des  hern  koninges  vorscreuen  mosten  gevolgich  syn,  dat  jw  doch  vnde 

vns  tho  grotem  vngemake  vnde  vorfange  komen  mochte,  dat  vns  thomale  leet 

were.    Vnde,  leuen  vrunde,  dyt  bydde  wy  van  jw  tho  untfaende  vor  ene  vrunt- 

like  warnunge,    dar  wy  anders  nicht  wen  juwen  vromen  vnde  dat  mene  beste, 

dat  Got  weet,    inne  menen.     Vnde    des    begere  wy  juwe  gutlike  antwerde  mit 

den  irsten.     Syd  Gode  beuolen.    Gescreuen  am  dingestage  na  Quasimodogeniti, 

int  jar  vnses  Hern  MCCCCX,   under  der  van  Danczike  secrete,  des  wy  samet 

hyrtho  bruken. 

Radessendeboden    der  gemenen  stede  des  landes  tho 

Prusen  tho  dem  Elbinge  tho  dage  vorgaddert. 

Nach  einem  dem  Danziger  Stadtbuch  unter  der  Ueberachri/t:  Sequitur  littera  nvncciorum  eonsularium  ctutto- 
turn  Pruaie  consularibua  et  communitati  Lubieefuis  ciuitatis  directa  etc.,  entnommenen  Abdruck  in  Kopp* 
mannf  Hanaerecesse  Bd,   V  No.  700. 

^€r  neue  Rath  von  Lubeck  bezeuyt  dem  Deutschordensmeister  seine  Freude  uher  den 
Ahschhiss  des  Friedens  mit  Polen,  betheuert  seine  freundschaftlichen  Ge- 
sinnungen  und  bittety  etwaigen  Aeusserungen  des  Jordan  Pleskow  oder 
anderer  Herren  des  alten  Raths  keinen  Glauben  zu  schenken.  0.  J. 
(1411).    Mdrz  21.' 

Vnsen  vrundliken    willen    des    denstes   vnde    aller    behegelicheid  vorge- 
^creuen.     Eddele  here,  sunderge  gunner.    Wy  begheren  juwer  herlicheid  weten, 

1)  Der  Friede  zwischen  dem  Deatschen  Orden  and  Polen  wurde  am  1.  Febmar  1411  geachlossen. 


778  (1411).     MKrz  21. 

dat  vns  van  gantzem  herten  lefF  is^  des  God  geloved  sy,  dat  de  unwiiie^  t«^ 
dracht  vnde  schelinge,  desse  weren  twisschen  deme  heren  koning  van  Polen 
etc.  vnde  deme  orden,  vrundliken  bigelecht  vnde  to  guder  zate  gekomen  sinL 
Wy  hadden  ok  juwer  herlicheid  to  leue  in  tyden  vorleden  gerne  mer  lude  g^ 
sand  na  juwer  begheringe,  dat  vns  doch  hir  in  vnser  jegene  orlege  vnde  vnvrede 
benam,  also  wy  juwer  herlicheid  ok  er  gescreuen  hebben;  men  mochte  wy 
juwer  herlicheid  vnde  juwem  5rden  jergen  ane  to  denste  vnde  wilien  behegelik 
wesen,  dar  wolde  wy  mit  gansem  wilien  vnde  viite  berede  to  wesen.  Hirumme, 
leue  here,  beghere  wy,  eft  her  Jordan  Plescowe  edder  sin  partie,  de  uthe  Lubeke 
entweken  sint  vnde  de  stad,  copman  vnde  borgere  mit  erer  vorsumenitze  in 
groten  drapliken  scaden  gebracht  hebben,  by  juwe  herlicheid  qwemen,  clachte 
ouer  vns  vnde  vnse  b5rgere  to  d5nde,  dat  gy  en  nicht  en  I6ven,  wente  wy  in 
deme  zdmere  vorleden  vnse  bddescop  hadden  by  juwer  herlicheid  saligen  vorvaren, 
de  dar  in  siner  vnde  siner  bedeghere  jegenwardicheid  lesen  leten  vnse  priui- 
legia  vnde  vryheide,  darane  se  alle  wol  vornomen,  dat  her  Jorden  v6rbenoine(l 
vnde  sin  partie  nyn  recht  en  hebben  jegen  vnse  stad,  alse  juwer  erwerdicheid 
de  here  comptor  van  Dantzike  des  wol  berichten  mach.  Juwe  erwerdigen  her- 
licheid beware  God  to  langen  saligen  tyden,  allewege  ouer  vns  bedende. 
Scriptum  sabbato  ante  dominicam  Letare,  nostro  sub  sigillo. 

Consules  ciuitatis  Lubicensis. 

Aufschrift:    Deme    erwerdigen    vnde    eddelen    heren,    heren    homeislere 
Dudesches  6rdens,  vnsem  leuen  heren  vnde  ghunnere,  kome  desse  breff. 

Sack  dem  Original  im  Staatsarchiv  zu  Konxgaberg,     Mit  Spuren  des  briefachiiessenden  Siegels, 

»C€XCVU. 

Konig  Sigismund  befiehlt  dem  neuen  Rathe  zu  Lubecky  die  jdhrliche  Retchssteuer  fl« 
den  Kurfursten  Rudolf  von  Sachsen  zu  entrichten.     1411.     Aug.  3L^ 

Wir  Sigmund,    von  Gotes    gnaden   Romischer   kunig,    zu    alien    zciitw 
merer  des  richs,    vnd    zu  Vngern  etc.    kunig.     Heissen  vnd  gebieten  veh  detn 
burgermeister  vnd  ratluten  des  newen    rates  vnd   vurt   der  ganczen  gemeinbeil 
vnserr  vnd  des  heiligen   richs  stat  Lubeke,  das  jr  solich  gewonlich  steure,  dit 
jr  vns  von  des    reichs  wegen    jerlich    pflichtig    silt    zu    geben    vnd    die  vns  vt 
vnser  lieben  Frowen  tag  natiuitatis  nechst  vergangen  erschinen   ist^  dem  hoch- 


1)  Vgl.   Bd    V  JW  421.  427.  641.  621. 


780  1411—1414. 

houet,    Jacop    Snidewint,    alzo  vntfengen    se  van    den    olden    vormunderen  de 
rekenschop  wedder,  na  segende  des  werkrnesters  up  XF  mark  I  mark. 

Anno  Domini  MCCCCXIII,  yn  sunte  Seuerinus  daghe^  do  weren  de  vor- 
mundere  to  hope,  also  her  Marquard  Scbutte  vnde  her  Euer  Moyleke  vnde  her 
Hinrick  Meelberch  vnde  Ludeke  Lammeshouet  vnde  Johan  Scheie  vnde  Helmicb 
Wulf,  do  was  dat  godeshus  to  sunte  Peter  tovoren  XVIF  mark  myn 
XIX  mark,  an  holt,  an  sparekalke  to  deme  teygelhuze,  an  schult  yn  dpir 
stad  vnde  an  redem  gelde  in  der  kisten,  darto  alle  resschop  vnde  smyde.^ 
dat  in   deme  hus  is,  vrig. 

Anno  Domini  MCCCC^XIIII,  do  weren  vormunder  Euerd  Moyelke  vnd^ 
her  Hinrik  Melberch  to  sunte  Peter  vnde  Ludeke  Lammeshouet  vnde  Steflfen 
Junghe  vnde  Hinrick  vanme  Hagen  vnde  Hans  Langhe,  de  leten  do  beteren 
den  torn  van  der  erden  vp,  wente  dat  id  nv  steyt,  dat  heft  ghekostet  mit 
alien  vngelde  luttik  vnde  grot  XIIII^  mark  vnde  XV  mark  lub.,  do  was  werk- 
mester  Hinrick  Rumpingh. 

Nach  Aufzeichnungen  in  einem  Rechnungahuche  der  St.  Petri -Kirche. 

I>C€XC1X. 

Die  Abgeordneten  des  Rathes  von  Stralsund  berichten  ihrem  Bathe  uber  das  Er- 
hieten  des  Konigs  Erich ,  die  vom  Konig  Stgismund  bestimmte  Summe, 
durch  welche  die  zu  Gunsten  des  neuen  Raths  in  Liibeck  ausgestelli^ 
Urkunden  ungHltig  werden  sollen,  zu  bezahlen.     0.  J.    (1416).    Apr.  i5.' 

Vnse  (vruntlike)   grote   thovore  screuen   (mit)  begher(inge)  alles  gudeS' 
Leuen  heren  vnde  vrunde.     (Willet)  weten,    dat    (na)    der  vesper   vnses   herei> 
koninges  prelaten  vnde    sin    rad  vorboden    de  van  Lubeke  by  dem  dome  vpp^ 
den   kerchoff^    in    ieghenwardicheit    der    stede,    dar  wol  IIP  minschen  iegben^ 
wardich  weren,   sede  vnses  heren  rad,   dat  vnse  here  konink  wolde  losen  de^ 
breff,    den  de  Romische  konink   den  van  Lubeke  to  pande  settet  hadde,  vnd^^ 
stunden  hir  also,    dat  se  mechtich  wolden  wezen,    dat  gelt  vthtogheuende  vo^ 
sunte    Jurigens    daghe,    vor    welk    gelt    de    breff    pandes    stunde.      Hirvp  siK 
Schonenberch  bereth  mit  sinen  vrunden  vnde  quam  weddervnde  antwerde,  b^ 
en  hadde  nen  bevel  van  vptoborende  dat  gelt,  men  wes  se  hadden  myt  erem^ 
gnedighem  heren,    dem  Romischen    koninke,    dat  wolden    se  wol    mit  em  vof 
liken.    Darvp  vnses  heren  rad  do  sede:  leuen  vrunde,  latet  iw  dat  vordenkeo^ 


1)  Vgl.  Bd.  V  M  536  und  568. 


(1416).     Apr.  15.  781 

wy  Stan  vnde  sin  ouerbodich^  dat  gelt  uthtogheuende^  vnde  se  dat  g^elt 
it  nemenwiilen^  so  hopewy  doch^  dat  pant  schole  sik  doch  vrigen.  Darvp 
;hede  vnses  heren  rad  enen  openbaren  scriuer  vnde  let  hirvp  rnaken  in- 
menta,  de  wil  he  van  stunt  an  senden  to  dem  Romischen  konynge.  Item 
3t  weten,  des  mandages  to  Pasche  sanden  vns  (de)  van  Lubeke  boden  vnde 
en,  dat  wy  wolden  borghen  ere  borghere.  Darvp  wy  done  beden  vnses 
?n  konynges  rad,  beydende,  dat  ze  annameden  vmme  vnser  leue  willen, 
dat  wy  hebben  myt  den  van  Lubeke  geleghen  in  deghedinghen  den  mandag 
B  den  dinxedach  vnde  myt  dos  heren  konynges  rade,  vnde  hebben  nu  vor- 
et  weike  stucke,  de  vnses  heren  rad  dallinghe  bringhen  wert  vor  den 
in  konink,  vnde  hopen  nu,  oft  God  wil,  to  dem  besten  to  vallende  aizo 
le,  aizo  wy  dat  vinden,  aizo  wy  dat  laten,  dat  vns  doch  vakene  veylet.' 
lers  nicht  vppe  desse  tijt,  men  sijt  Gode  beuolen  vnde  scriuet  vns  jo  ein 
«rorde  van  dem  breue,  den  wy  iw  sanden  by  den  Pomerschen  steden  vnde 
Hermen  Kronerde.     Gescreuen  des  mydwekens  to  Paschen. 

By  vns   Simon   van   Vrden,  Johan  Burowe  unde  Arnd  Brandeborch. 

Nach  dem  Original  auf  Papier  im  Stadtarchiv  zu  Stralsund. 

ncc€. 

Obere  der  Franziskaner  in  der  Promnz  Sachsen  nimmt  den  Heinrich  Milde 
und  die  Seelen  der  Eltem  und  Verwandten  desselben  in  die  Gemeinschaft 
der  guten  Werke  des  Ordens  der  Franziskaner  und  der  heil  Clara  auf. 
1417.     Mdrz  25. 

in  Christo  Deo  deuoto  Hinrico  Milde  frater  Hermannus,  fratrum  mino- 
1  prouincie  Saxonie  minister  et  seruus  cum  oracionum  suffragio  virtutum 
lium  incrementa.  Deuocionem,  quam  ad  ordinem  nostrum  ob  Dei  reue- 
Mam  et  sancti  patris  nostri  Francisci  amore  vos  habere  didici,  affectu 
ere  caritatis  acceptans  ac  eidem  vestre  deuocioni  vicissitudinem  cupiens 
^ndere  salutarem,  de  singulari  gracia  patris  nostri,  generalis  ministri,  mihi 
:essa  vos  ad  tocius  nostri  ordinis  su£Pragia  tam  in  vita  recipio  quam  in 
te,  plenam  vobis  participacionem  concedens  missarum,  vigiliarum,  oracio- 
I,  ieiuniorum  ac  aliorum  omnium  bonorum,  que  per  fratres  nostros  et 
•res  ordinis  sancte  Clare  in  duobus  milibus  centum  et  octoginta  sex  clau- 
i  operari  dignabitur  clemencia  saluatoris.    Ad  hec,  cum  obitus  vester  nostro 

1)   Vgl.  Bd    y  ^  569.  570. 


782  1417.     Marz  25. 

general!  aut  prouinciaii  capitulo  fuerit  nunctiatus,  pro  vobis  fiet,  quicquid  pro 
fratribus  nostris  defunctis  fuerit  ibidem  ordinatuni.    Insuper  animas  parentum  ac 
propinquoruin  necnon  carorum  vestrorum    in  Christo  defunctoriim  ad  suffragia 
recipio  memorata.    Datum  Lubec.  anno  Domini  M^CCCCXVII%  ipso  die  Annuncia-^ 
^ionis  virginis  gloriose. 

Nach  dem  Original.     Einscknitte  fur  das  Siegelband  aind  vorhanden.     Das  Siegel  ist  abgeristen* 


i:»  ft 


1. 

Der  Knappe  Heiineke  Ratlow  verkauft  dem  Lubecker  Burger  Johann  Gruter  dm 
Hof  Schonkamp  mit  der  Muhle  und  den  Zubehorungen  in  CuraUj  Dakm- 
dorf  und  Cashagen  fur  1400  m^  unter  Vorbehalt  des  Wiederkaufs. 
1418.    Jun.  5. 

Witlick  sy  alle    den  jennen,    de  dessen    breff  seen    edder    horen  lesen, 
beyde  jegenwardigen  unde  thokamenden,    dat  ick  Henneke  Ratlouw  knape^  be- 
seten  in  deme  stichte    tho  Lubeke,    bekenne    unde  betuge  apenbare  in  desser 
schrifft,  dat  ick  mit  willen,  vulborde  unde  wolberadenem  mude  mines  gnedigeo 
heren  Hinrikes,  greven  tho  Holsten^  Stormeren  unde  tbo  Schouwenborch,  unde 
siner  truwen  radgheven,    unde  mines  unde  miner  erven  unde  alle  der  gennen, 
der  ere  vulbord  dartho  tho  esschende  was.  redeliken  unde  rechtliken  hebbevor* 
koFt  unde  uppelaten,    unde  vorkope  unde  uplate  eliken  in  desser  schri£Ft  dem^ 
erbaren    vorsichtigen    manne   Johanni  Gruter,    borger    tho  Lubeke,    unde  den 
jennen,    de  dessen  breff  mit  sinen  wilien  hebben,    geistlick  effte  werlick^  vo^ 
veertheinhundert  mark  lubesscher  penninge,    de  my  desse    sulve  Johan  Grutef 
gantz  unde  vul  bethalet   heft  tho    miner  noghe    mit  reden    telleden  lubesscher^ 
penningen   by  my  entfangen,  und  de  ick  vord  an  myne  unde  miner  erven  not-^ 
trofiPtige  nutte  uthegeven  unde  keret  hebbe,  alle  dat  gudt,  dat  ick  kofft  hebb 
van  deme  strengen  rydder,  her  Peter  van  Tisenhusen^  in  LyfHande  besethenO' 
dat  hirna  benomet  steyt,  unde  my  vrygh  unde  loss  van   mynea  gnedigen  herrD^ 
greven  Hinrike  vorbenomet,  vorlenet  iss,  alse  den  hoff  tho  der  Schonenkainp^ 
mit  der  molen.    unde  wes  dar    belegen    iss    in    den  dorpen    tho  Kurouwe,  tb^ 
Dokenndorpe  unde  in   twen  hoven  unde    enen  verendeel    landes  in  deme  dorp^ 
vnde  veldmarcke  tho  deme  Kerstenhagen,  thosamende  belegen  in  deme  karspel^ 
tho  Kurouwe    unde    stichte    tho  Lubeke    vorgeschreven.     Alle   desses  vorbenc^ 
meden  gudes  schal  desse  vorschrevene  Johan  Gruter,  unde  we  desse  breve  noi^ 
sinem  wilien  heft,  brukende  wesen  unde  doen  darmede  tho  ewigen  tyden,  wes 


1418.     Jun.  5.  785 

ttest  unde  best  evene  komet,  unde  schal  dit  hebben  unde  besitten  mit 
inen  thobehoringen,  alse  mit  hoven  unde  ackere,  buwett  unde  ungebuwett, 
isschen,  weyden^  broke,  more,  torve,  mit  holten,  bussche,  stude,  mit 
^,  waterlope,  waterstouwinge^  viete,  springen,  dyken,  visschen  unde  vis> 
gen,  mit  den  wegen,  inwegen  unde  uthwegen,  mit  den  enden  unde  iandt- 
m,  alse  dat  mit  der  grund  in  synen  veldmarken  unde  schedingen  belegen 
begrepen  ist,  unde  belegen  hefFt  gewesen  van  oldinges;  vortmer  mit 
'  rechte  und  richte,  alse  in  halss  unde  in  hand  unde  sydest,  unde  mit 
richten,  de  dartwisschen  synd;  vorder  mit  allem  egendome,  beyde  rechte 
nutte,  mit  alier  nutticheit  unde  makeh'cheit  unde  siichtes  mit  alle  deme, 
irtho  horet,  deme  mynsten  unde  deme  meysten,  nichtes  uthenomen,  unde 
^liken  mit  der  allerfullenkamesten  vrygheyd  unde  besittinge,  alse  dat  desse 
lomede  her  Tisenhusen    unde    syne    olderen   vor    unde  ick    na   ye  vrygest 

unde   beseten    hebben,    so    dat  ock    desse    sulve  Johan  Gruter    unde    de 

desser  breve  mit  synem  willen,  mogen  dit  vorbenornede  gut  mit  alle 
thobehoringe  gantz  offte  en  deel  vorkopen,  vorgeven,  vorsetten,  vorpanden 
ken  ollte  werliken  personen,  sunder  mynen  ofte  myner  erven  edder  anders 
ides  vulbord  dartho  tho  esschende;  unde  wise  unde  zette  dessen  vor- 
en  Johanni  Gruter    in    die    were    unde    besittinge    desses    vorbenomeden 

unde  alle  siner  thobehoringe  in  desser  schriift.  Ock  schal  ick  unde  wil 
myne  erven  desseme  vorbenomeden  Johanni  Gruter  unde  hebber  desser 
alle  desses  vorschrevenen  gudes  mit  alle  thobehoringe  waren,  vryen  unde 
[*en,  alse  in  deme  lande  tho  Holstein  recht  ist,  van  aller  ansprake  ene& 
en,  de  dar  mit  rechte  up  spreken  wolden  unde  vor  recht  kamen  willen, 
rne  unde  myner  erven  eghene  koste,  schaden  unde  eventure,  alse  ock 
en  unde  uthwisen  mynes  vorschreven  herrn,  greven  Hinrikes,  breve,  de 
ip  dessen  sulven  koep  geschreven  unde  besegelt  synd.  Jodoch  dorch 
rliker  gunst  willen  unde  gnade  hefft  ock  desse  ergenomede  Johann  Gruter 
ck  unde  sine  nakomelinge  in  dessem  gude  mit  gudem  willen  gundt  unde 
leven,  dat  ick  Henneke  Ratlouw,  knape  vorbenomet,  unde  myne  rechten 

mogen  tho  ewigen  tiden  alle  dit  vorschrevene  ghud  mit  alle  synen  tho- 
ngen  wedderkopen,  wan  wy  willen,  vor  veertheinhundert  mark  lubesscher 
ige,  deme  hebber  desser  breve  mit  Johan  Gruters  willen  bynnen  Lubeke 
ethalende  in  eyner  summen  mit  golde  efite  sulverpenningen,  de  den  tho 
e    genge    unde    gheve    synd.     Unde  wan    ick    ofFte    myne    rechten  erven 

wedderkop  don  wolden,  so  schal  ick  effte  myne  erven  den  holder  desser 


784  1418.     Jun.  6. 

breve  up  sunte  Martens  dach  en  gantz  vul  jar  thovoren  thoseggen  unde  de 
wedderkopp  kundigen,  unde  den  dartho  volgen  laten  alle  vorschreven  renth 
unde  hure,  de  van  deme  jare  negest  vorghan  uppe  de  tidt  der  beihaling 
boren  mach,  unde  ock  init  der  broke,  efft  dar  wes  nastunde,  de  mit  recht 
wunnen  were.  Alle  desse  vorschrevenen  stucke  love  ick  Henneke  Ratlouwc 
knape  vorbenomet,  vor  my  unde  niynen  erven  mit  mynen  medeloveren  and 
eren  erven,  alse  Eler  Ratlouwen,  minem  brodere,  Langen  Detleve  Bockwolde 
thor  Syraven,  Hinrike  Broektorpp,  hern  Hinrikes  sone,  Detleffe  Walstorpc 
hern  Detleves  sone,  unde  Lemmeken  van  Boekwolde,  hern  Volrades  soene 
desseme  vorbenomeden  Johanni  Gruter,  unde  deme  holder  desser  breve  mi 
sinem  willen,  in  guden  truwen  unde  loven  stede  unde  vast  the  holdende  sundei 
alle  argeliste  unde  hulperede  jenighes  rechtes.  Unde  wy  Eler  Ratlouwe,  dessec 
vorschreven  Henneken  broder,  Lange  Detleff  van  Boekwolde  the  der  Syrawe 
Hinrik  Broektorp,  hern  Hinrikes  sone,  Detleff  Walslorp,  her  Detleves  sone 
unde  Lemmoke  van  Boekwolde,  hern  Volrades  soene,  knapen,  wente  desse  vor 
schrevene  koepp  uns  witlick  ist  unde  wolbekandt,  so  lave  wy  ock  vor  uns  vod< 
unse  erven  mit  Henneken  Ratlouwen,  knapen  vorbenomet,  unde  synen  erven 
alle  vorschreven  stucke  mit  eyner  samenden  hand,  unde  ein  jewelke  be 
sunderen,  Johanni  Gruter,  borgere  tho  Lubeke  vorschreven,  unde  deme  gennem 
de  desse  breve  mit  synen  willen  hefft,  geistlick  offte  werlick,  slede  unde  vas 
tho  holdende  in  guden  truwen  unde  geloven,  sunder  jennigerleye  argelist  undi 
hulperede  jenighes  rechtes.  Unde  desses  tho  groterer  tuchenisse  unde  ver 
waringhe  hebbe  wy  Henneke,  Eler,  Lange  Detleff,  Hinrick,  Detleff  unde  Leia 
meke,  knapen  vorbenomet^.  vor  uns  unde  unse  erven  urisse  ingesegele  mi 
gudem  willen  unde  witschupp  an  dessen  breff  gehengett,  de  geven  is  tbi 
Lubeke  unde  schreven  na  Gades  bord  veertheinhundert  jaer,  darna  in  demi 
achteinden  jare,  uppe  sunte  Bonifacius  dach  des  hilligen  martelers  Christ 
Jesu.  Thugen  hirtho  synd  de  erbaren  heren  unde  manne,  her  Albert  Rodeo- 
borgh,  domhere,  her  Hinrick  Holthusen^  vicarius  in  der  kercken  tho  Lubeke 
her  Peter  van  Tisenhusen  ridder,  Albert  Lippe  unde  Evert  Nygenborgh,  bor- 
gere tho  Lubeke,  unde  anderer  vele  tuchwerdiger  lude. 

Nach   einem  Ahdruck   im  Diplomatarium    dea  Kloaters  Akrensboeck    (Schlesw.'Holat-Lauenb,   Urk,'8ami»i^ 
Bd.  Ill  Abth,  I)  No.  69, 


1419.    Marz  16.  785 


I  T  ►!• 


Erich  beschwert  sick  gegen   die  Liefiandischen  Stddte  uher  die  von  den  HoU 
steinischen  Herren  ihm  ztigefUgten  Oewattihdtigkeiten.     1419.    Marz  15. 

Ericus,  Dei  gracia  regnoruin  Dacie,  Swecie,  Norwagie, 
Sciauorum  Gothorumque  rex  et  dux  Pomeranie. 

Vnsen  gunstigen  grut  tovoren  gescreuen.  Guden  vrunde.  Alzo  den 
1  woll  vordenken  mach,  de  gij  van  aller  stede  wegen  to  vns  gesant 
?n,  alzo  her  Hinrik  Rapezuluere,  her  Johan  Byrowe  vnde  her  Tydeman 
erken^  de  an  vns  brachten  vnde  to  vns  women  van  der  stede  wegen,  wo 

aller  begher  were,  dat  wij  wolden  enen  vrede  lijden  vnde  hebben  myt 
lolstenheren,  des  wij  en  vntwyden  van  jwer  wegen,  darvmme  dat  wij  jw 
'  to  willen  wesen  wolden,  alze  wij  jw  alle  tijd  gewesen  hebben,  alzo  wij 
n,  vnde  vor  den  suluen  vrede  loueden  vns  de  dre  van  aller  stede  wegen 
)idende  in  aller  wise,  alzo  de  vrede  tovoren  begrepen  was,  vnde  wij 
den  an  beyden  syden  laten  in  der  stede  were,  wes  vns  ghehuldighet  was 
ies  krighes  wegen,  bet  to  der  tijd  des  vredes,  dar  vns  doch  grot  ghebrek 
;heschen  is,  alzo  vns  dunket,  vnde  alle  daghe  schut.  Alzo  dem  ersten  so 
n  vnsen  ghenomen  dre  herede  den  gennen,  den  wij  se  gelenet  hadden, 
se  vns  berichtet  hebben,  de  dar  nicht  to  behoren,  dat  gij  in  der  were 
3n  scholden.  Ok  is  den  Holstenheren  hulpere  wedder  dan,  enem  jwelken 
yne,  dat  em  entweldighet  was  van  deme,  dat  in  der  stede  were  bliuen 
de,  vnde  den  vnsen  is  nicht  wedder  worden,  vnde  alzo  to  dem  ersten 
bisscope  van  Sleswijk,    deme   nymmet  man  de  gantze  vogedie  to  Stubbe, 

Mattias  Goritzen  all  syn  gud,  des  gelikens  Ersche  Tomasscn  vnde  Splijte. 
5  vns  ene  veste  affgewunnen,  Nybole  genomet,  de  wij  her  Tinrime  Ronno- 
gelenet  hadden,  vnde  mennich  ander  stucke,  de  vns  to  vele  to  scriuende 
n,  dat  vns  doch  vnredelik  dunket,  dat  de  eren  dat  ere  scholen  wedder 
en,  vnde  de  vnsen  nicht.  Ok  is  vns  vnse  borgermester  van  Flensborch 
slagen,  vnde  enen  anderen  hende  vnde  vote  affghehowen,  dat  vns  geschen 
de  alle  dage  schut,  vte  Gottorpe  vnde  Sleswijk  vnde  dar  wedder  in,  dat 
n  jwen  weren  hebben  scholden.  Leuen  vrundes,  wo  wij  hijrmede  to 
de  hebben,  dat  hebbe  gij  wol  to  merkende,  alsulkes  hofFardes  vnde  vn- 
;es,  alze  vns  alle  dage  van  en  schut.  Guden  vrunde,  wolde  gij  dar  noch 
^nken  vnde  leten  vns  dat  allewege  vorschulden,  dat  se  vns  noch  wolden 
:  werden  vmme  dat,  dar  vnse  vnwylle  van  ensteyt,  wij  wolden  gerne  lijden, 

99 


wes  vns  to  lidende  stunde  van  deme  hofihrde  vnde  schaden,    de  vns  scheen  ic 
bette  herto,   vppe  dat  dar  nen  ddtslach,   mort  vnde  schade  armen  luden  meex 
aff  enstunde,  dea  doch  vele  meer  gbeschen  is,  wen  hijr  screuen  steyt,  alze  wi| 
jw  woll  er  hebben  witlik  gbedan,  vnde  noch  don  konen,  dat  vns  altomaie  bynnen 
vredes  geschen  is   vnde    bynnen  der   tijd,  dat  gij    jw  vorsecht  hadden^    by  des 
genen  hulpe  to  bliuen,    dar  de  vrede  van  geholden  worde,  dat  vns  doch  nicbl 
gheholden    is    van    jw.     Hijrvmme    begeren    wij    mid    gantzen    vlite  van    jw  to 
wetende,  wes  wij  vns  to  jw  vorseen  inogen  by  vnser  hulpe  to  bh'uende,   edder 
to  helpende,    dat  se  vns  recht  werden^    dat  vns  nener  nianinghe  to  jw  beboff 
en  sy,  edder  ouer  jw  clagen  doruen,    dat  wij  vngerne    deden,    mochte  wij  des 
niyt  redelicheit  vordrach  hebben,  wente  dat  God  woll  wet,  dat  wij  anders  nicht 
begeren  den  recht,    vnde  vns    is  io    so  to  synne,    dat  gij   de  lenghe  des  nicht 
willen  vorwesen,  gij  helpen  vns,  dat  vns  recht  sche.  edder  gij  bliuen  bij  vnser 
hulpe.     Guden  vrunde,    wij  begeren  desser  vorgescreuen    jwe  enkede  antword^ 
bij  desseme  jegenwordighen  boden,    wes  wij  vns  vorseen    mogen   to  jw,    vnde 
dat  wij  hijr  nicht  er  vmme  gescreuen  hebben,  dat  saket  sik  so,  dat  wij  dess^ 
vorscreuen    ^ake   so    enkede    nicht    en    wsten,    alzo    wij    nw  weten.      In  Crist  ci 
valete.       Scriptuni    Callumborch,    Feria    quarta    post  Reminiscere,    nostro   8u%^ 
secreto,    anno  Domini  M  CD  XIX. 

Nach  einer  in  No.  807  aufyenommenen  Absehrift 


1 1 » ». 


!C01. 

Die  Liefldndischen  Stddte  ersuchen  den  Rath  von  Luheck  um  seine  Vermittehmg  w 
einer  Zwistigkeit  mit  der  Stadt  Dortmund,     1419.     Apr.  2." 

Vnsen  vruntliken  gr6t  vnde  wes  wy  gudes  vormogen  to  juwer  bebecb- 
licheit  tovoren.  Ersamen  heren  vnde  sunderlikes  leuen  vrunde.  Juwer  vor- 
senigen  wijsheyt  begere  wy  to  weten,  dat  de  van  Dorpmunde  breue  gesant 
hebben  an  de  stede  dusses  landes,  darinne  se  vns  sere  swarliken  bouen  ge- 
wonheyt  bescreuen  hebben,  alse  gi  in  den  copien  der  suluen  breue,  de  wy 
hyr  bygebunden  besegelt  ouerscriuen,  wol  vinden  mogen.  darvmme  wy  ener 
dachfart  geramet  hebben  to  Woldemer  to  holdende,  dar  wy  nv  to  der  suloen 
dachfart  vorgaderet  den  van  Dorpmunde  wedder  vp  gescreuen  hebben  enen 
breef  van  lude   dusser    ingeslotenen    copien.     Hirvmme,    ersamen  leuen  heren 


1)  Ueber  den  GegensUnd  and  den  Verlauf  des  Streits  vgl.  Liv.-  Esth.-  a.  Carl.  Urk.  Buch  Bd.  V  M  tlSt 
and  eine  llingere  Auseinandersetzang  ebend.  Bd.  VI  S.  Ill  fgg.    Die  in  dem  Sohreiben  erwfthnten  Abtohriften febka* 


1419.     Jun.  16.  789 

Vortiner,    aise  wij    de  van  Hamborg  to   dem  anderen  male  schuidighen^ 
dat  se  vns  vor  der  henzestede   sendeboden   swariijken  vorclagbet    bebberi  etc., 
moghe  vns    dyt  wedderuaren,    riadern    den  van  Hamborg  dat   leed   sy,    dat   de 
daghe  scben  \s^   vnd  doch  so  nicht  gescheen  sy  in  der  andacht,   alse  wij  dat 
genoinen    hebben,    dat  wij    den  van  Hamborg  vmme  vruntscop  willen    dat    to- 
glieuen  vnd    des  vorlaten    moten.     Vurder^    alse  wij  se  schuldeghen  daramme^ 
dat   se  vns    neen  eruegud  vthe    erer   stad    volghen    laten  willen  etc.,    sij  iuwe 
meninge^  alse  wij  na  vnser  stad  rechte  vnde  wonheit  borgheren  van  Hamborg 
eruegud  volghen  laten  vte  vnser  stad,  also  schullen  wedderumme  de  van  Ham- 
borg vnsen  borgeren  vte  erer  stad  na  erer  stad  rechte  vnd  wonheid  ok    erue- 
ghud  volghen  laten.     Vortmer,    alse  wij    se    schuldighen  vmme   dat  kopslagent 
vnser  borghere  in  erer  stad  mit  ghesten  etc.,    sij    iuwe    meninge,    dat  de  van 
Hamborg  dat  ghan  laten  schullen  in   erer   stad   mit  vnsen  borgheren,    alse  wij 
don  in    erer  stad    mit   eren    borgeren.     Doch    secgen    de  van  Hamborg    daryn 
aldus:  ere  borghere,  de  vorecopere  sint,  en  moten  nicht  kopslaghen  mit  ghesten, 
^er  wen  dre  tijde  vorleden  sint,  vnd  in  der  wijse  menen  se,  dat  id  ok  wol  mit 
vnsen  borgheren' mochte  tolaten  werden.     Leuen  vrunde,    mene  wij,   is  id  dat 
de  van  Hamborg  vnsen    borgeren    in    erer    stad    dre    tijde    setten,    er    se    mit 
ghesten  kopslaghen  moten,  dat  denne  ere  borghere  so  lange  desgelijk  in  vnser 
stad  wedder  liggen,  er  se  mit  ghesten  kopslaghen.     Vurder,  alse  wij  se  sohul- 
^iighen  vmme  den  vnwontlijken  toln  etc.,    menen  de  van  Hamborg,    nadem  de 
toln  binnen  Hamborg  der  heren  van  Holsten  eghen  is,  de  enen  eghenen  tolner 
darto  setten,  de  den  toln  vpboret,  vnd  se  nenerley  schickent  darmede  hebben 
^M  se  darumme    ok  nenes  antwerdes   plichtich  syn.     Jodoch  dat  wij  darumme 
^^nden  in  ere  stad,    so  willen  se  gerne  ere    beste  darto  don,    dat  id  mit  dem 
toln  to  nemende  na  older  wonheyt  geholden   werde. 

Int  leste,  alse  wij  se  schuldighen  vmme  den  ouerual  etc.,  dar  secge  gi^ 
^idas  the:  wan  gij  des  ghenslijken  mechtich  sin,  sunder  wedderrede  in  vrunt- 
scop to    uorschedende,    so   wille    gij    de    schedinge  in  vruntscop  vtsecgen  vnd 
don.     Vnd  alse  de  ersamen,  de  rad  van  Hamborg,  van  erer  eghenen  vnd  erer 
borgere  wegen  vns  wedder  anclaghet  vnde  tosprikt  in  erer  scrift  to  dem  ersten 
rmme  VHP   mrc.  XXX    mrc.   XV   schil.   ll-penninge    houetstoles   vnd    VIP  vnd 
L  mrc,  de  se  vorschadet  hebben,  alse  se  in  den  ersten,  II,  III,  IIII,  V,  VI,  VII 
vnd  achten  artikelen  in    erer  scrift  gesat  hebben,    darvan  wij   en  men    allene 
VPXXX  mrc.  VIII  schill.  houetstols  vnd  nenes  schadegheldes  in  vnsen  antwerde 
tostan,    vnd   alse  se  vurder  setten  in  erer  scrift  in  den  negheden,  ^,   XI  vnd 


1419.     Jun.  16.  791 

an  vns  gebracht^  aise  se  de  van  iuwer  vruntlijken  berichtinge  best  beholden 
bebben,  vnd  darup  beghpre  wij  iuwe  ersamheit  weten^  datwy^  vppe  dat  vrunt- 
scop^  leue  vnd  endracht  twisscben  vnsen  vrunden,  den  van  Hamborg,  vnd  vns 
vmine  vorgerorde  ansprake  vnd  schelinge  werden  moghe,  disser  vruntlijken 
vorraminge  aller  arti]kele,  alse  de  vorscreuen  sint,  vtthosprekende  bij  iuwer 
ersamheit  sunder  insaghe  gerne  bliuen  willen^  vnd  gij  schiillen  vnser  dar  wol 
in  vruntscop  sunder  wedderrede  mechtich  to  wesen,  dat  wij  dat  vruntlijke  vt- 
sprekent  vmme  den  ouerual  vnd  van  Rolef  iMunters  wegen  holden  vnd  gijk  des 
nicht  enthoren  willen,  alse  gij  den  vtsprekende  vnd  donde  werden,  und  bidden 
iuwe  ersamheit  Fruntlijken:  is  id  dat  de  van  Harnborg  dissen  vruntlijken  vt- 
sproke  ok  annamen  willen,  dat  gij  gik  dar  denne  mede  beweren,  alse  gi]  ersten 
konen,  dat  id  to  ende  komen  moghe.  Vnd,  leuen  vrunde,  weret  zake  dat  de 
van  Hainborg  disser  vruntlijken  schedinge,  alse  vorscreuen  is,  bij  iuwer  ersanw 
heit  in  alien  vorgerorden  vnser  vnd  erer  ansprake  artikeldn  sarnentliken  to  sche- 
deride  nicht  bliuen  wolden,  dat  gij  vns  denne  disse  vnse  vulbort.  de  wij  in  den  vrunt- 
lijken vtsproke  don.  teghen  de  van  Hainborg,  alse  wij  vns  des  to  iw  wol  vorseen,  to 
gude  holden  willen,  vnd  eft  de  vtsproke  aldus  nicht  enghinge,  so  wille  wij  disse 
vnse  vulbort  in  den  vruntlijken  vtsproke  gedan  machtlos  vnd  vor  vngedan 
hebben.  Sijd  Gode  beualen.  Scriptum  feria  sexta  post  Festuni  Corporis  Cristi, 
nostro  sub  secreto,  anno  XIX**. 

Consules  Luneborgenses. 

Aufschrift:     Commendabilibus  et  circumspectis  etc. 

Ncuih  dem  Original  auf  Papier,     Mit  au/gedrucktem  brief fchliessenden  Preasel. 

IH7CCVI. 

fii€  Liefidndischen  Stddte  schreiben  dem  Christian  (Niclesson)  ^  Ddnischen  Vogte  in 
Wiburg,  wegen  der  von  demselben  in  Anspruch  genommenen  Oerechtsame 
Ddnischer  Unierthanen  in  Novgorod  und  bei  dem  Stdrfang  in  der  Newa. 
0.  J.    (1419.    Vor  Jul  21). 

Yruntliken  grot  vnde  wes  wij  gudes  vormogen  alletijd  tovoren.    Ersame 

Jeoe  her  Kersten,    gude    gunner  vnde    leue    vrunt.     Iwer   ersamen   strenycheit 

wij  yn    aller  vruntscop  annameliken  vnde    in    lefQicheijt   syn   dankende  vor  de 

woldat,    de    gij    bewiseden    mennichvoldigen  vnsen    boden    vnde   sunderlikes  an 

denri  werue,  dar  se  vmme  to  der  dachuart  negest  bij  iw  wesende  gesant  weren, 

dar  gij  iw  vruntliken  vnde  gotliken  an  bewiseden,  vnde  den  suluen  vnsen  boden 


792  (1419.     Vor  Jul  21) 

i¥erue  mede  beuoleri  an  vns  to  bringende,  dar  gij  antworde  van  begereden 
redder  to  hebbende,  alzo  van  des  hochgebornen  heren  koninghes  vndersaten 
to  Denrnarken  des  houes  mede  to  brukende  to  Nowgarden  gelijk  dem  Duschen 
<:opman  van  der  hense,  vnde  ok  van  dein  storuanghe  in  der  Nw,  hebbe  wij 
andachtichliken  woll  vornomen,  vnde  begeren  in  aller  vruntscop  jwer  streny- 
<;heit  to  weten,  dat  wij  jw  darvan  nv  thor  tijd  nen  endich  antworde  scriuen 
konen,  wente  dat  allene  an  vns  nicht  en  licht.  Dijt  wille  jwe  ersamheit  in 
vruntscop  to  syk  nemen,  vns  darane  nicht  to  vordenkende.  Wij  willen  yd 
^erne  mit  vlite  scriuen  den  menen  hensesteden,  wes  vns  de  vor  en  antworde 
darvan  werden  scriuen,  wille  wij  vnbeden  edder  scriuen  jwer  ersamen  streny- 
<:beit  alzo  drade,  alzo  vns  dat  kumpt  etc. 

Nach  einer  dem  Schreiben  No,  807  beigelegten  Abschrift 

Die  Liefidndischen  Stddte  senden  dem  Rathe  von  Lubeck  Abschrift  eines  Schreihens 
des  Konigs  Erich  uber  die  Gewaltthdtigkeiten  der  Holsteinischen  Herren 
und  geben  ihm  Kenntniss  von  einer  Ztotstigkett  mit  dem  Ddnischen  Vogd 
in  Wibnrg.     1419.    Jul  21. 

lieylsamen  vruntliken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vormoghen  alle  tijd  to- 
voren.  Ersamen  heren,  besundergen  leuen  vrunde.  Iwer  ersamen  vorsicb- 
ticheit  gheleue  to  weten,  dat  wij  vntfanghen  hebben  enen  des  allerdorch- 
luchtesten  heren  koninges  van  Denmarken  breif,  inholdende  alzo  hijr  na  g^* 
^creuen  steyt,  vnde  wij  dervaren  hebben,  dat  gij  de  kentnisse  dersuluen 
materien  gruntliker  woll  hebben  geweten  (folgt  die  Urkunde  No  802)^  weike 
breif  to  vns  is  gekomen  in  der  apostel  auende  der  delinghe,  worinne  iwewol 
ersamen  vorsichticheyde  syn  vortrachtende,  vnde  in  alien  vorsichticheiden  an- 
dachtichliken bearbeydende,  dat  de  sake  tuschen  dem  heren  koninghe  vnde  deo 
Holstenheren  in  vruntscop  moge  to  vreden  komen,  vnde  deme  copmanne  nen 
schade  van  vntstan  moghe,  des  hochliken  to  bevruchten  steyt,  is  dat  dar 
anders  wes  in  kome  vnde  in  vruntscop  nicht  gevatet  wert.  Vortnier,  aize  jwen 
vorsichticheiden  woll  vordenken  mach,  dat  her  Kersten,  voget  to  Wiborge, 
schelinghe  hadde  myt  den  van  Reuell,  vnde  de  stede  darsulues  van  latest  myt 
iw  vorgadert  em  enen  breif  screuen,  des  hadde  wij  vp  sunte  Johannes  Bap- 
tisten  dach  latest  vorgangen  myt  eme  enes  daghes  vorramet  to  Wiborch,  alio 
wij  deden,    to  besendende,    dar  van  Codes   gnaden  alle  twidracbt  tusschen  ea 


1419     Jul.  21.  793 


ghesleten  wart    gotliken  vnde  hennelecht;    vnde    de    sulue    her  Kersten    vnsen 
boden  mede  beudll  an  vns  to  bringende,    begerende^    dat  des  heren  koninges 
van  Denmarken   vndersaten    gebruken  inochten    der  Goten    hoff    to  Nowgarden 
gbelijk  dem  Dusschen  copmanne  der  honse^  wente  des  heren  koninghes  vnder- 
saten de  hoff   tobehorde,    darvan  wij  erne  en  antworde  screuen^    ludende  alzo 
de    copie    hyrin    besloten   inholt.     Ok    screuen  wi    an    de    heren  van  Gotlande 
vnde  begeren  myt  gantzer  andacht,  jwe  ersamheide  an  se  dat  ok  to  scriuende, 
dat  vnvorspart   to  vorarbeydende ,    dat   de    coprnan    by  dem  houe  bliue,    vnde 
gpreken  iiiyt  den  domers  darvinme^  de  des  macht  hebben^  dar  vort  geldes  de 
redelicheit  nicht    an    to  vorsparende.     Ok    hadde  de    sulue    her  Kersten  vnsen 
boden  beuolen  an  vns  to    bringende,    dat    de    storuank    in  der  Nw  allene  dem 
heren  koninge  tobehore,    vnde  dar    nemende  scholde  vp  then,    wen  des  heren 
koninges  van  Denmarken  vndersaten,  vnde  he  dar  ok  en  antworde  van  begerde. 
Desse  sake    vorgescreuen    do  wij  jwen    ersamen   vorsichticheyden  witlik,    den 
steden  vorgadert  by  to    bringhende^    wes  gij  darbij    to  donde  myt  iweme  vor- 
sichtighen  rade  enes  werden,  vterliken  willen  scriuen,  des  wij  myt  sunderliker 
andacht  van  jwen  ersamen  vorsichticheiden  syn    begerende,  de  de  allmechtige 
God  sunt  beholde  to  alien  tijden.    Gescreuen  vnder  der  stad  van  Righe  secret, 
des   wij    hirto    samentliken    hebben  gebruket,   anno  etc.  XIX,   in  vigilia  Marie 
Magdalene. 

Borgermester  vnde  rade 
der  Liifllandeschen  stede. 

Aufschrift:  Den  ersamen  vnde  vorsichtighen  wysen  mannen,  heren 
borgermesteren  vnde  radmannen  to  Lubeke,  vnsen  besunderghen  vrunden, 
kome  desse  brefF. 


i. 


Nach  dem  Original  auf  Papier.     Mit  Resten  dea  au/gedruckten  Siegels. 

IM7CGVIII. 

Peter  Karhow  bittet  den  Rath  von  Lubeck   um  sicheres  Geleite  zu  einer  Reise  nach 
Lubeck,  um  dort  seine  Angelegenheiten  zu  ordnen.    0.  J.   (1420).   Feb,  21.^ 

Min  Truntliken  dinst  wist  vor.     Lieben  heren.     Alz  ich  ewch  vor  eynen 

prief  geschriben  hab,  wie  etzlig  ewer  mitpurger  meynen  vettern  selig  in  vank- 

au8  baben  gehabt  vnd  haben  yn  vmb  leib  vnd  gut  pracht,    das  Got  wol  weis, 

4>b  se  recht  haben  getan,  lieben  heren,  nv  sein  ewer  mitpurger  tzwen  by  mir 


gewesen,    mit   nanieii    Herman    Dartzsow  vnd   Klaues  Karbow,    die    haben  vas 
mit  mir  gerett  vnd  vnderweist,    das    ich  die   sach    sol  rychten  lassen.     Liebe^ 
heren,  also  ban  ich  mich  bedacht  vnd  pin  zw  rade  worden,   das  icb  der  sach 
also  zw  eynem  gantzen  end  by  ewch  beleiben  wil,  vnd  trew  ewer  weisheit  woJ, 
ir  bedenkchent  mich    armen  gesellen    fruntlich    in  der   sacbgen,    das  ich  docb 
also  gar  in  den  schaden  nicht  en  beleibe,  wen  ich  das  meyne  by  mynem  vettern 
gehabt    han^    das    ich    also  alz  in  den    sachgen  verloren  ban.     Darvmb  so  pyt 
ich  ewch,  lieben  heren,    das  ir  mich  armen  gesellen  in  den  sachgen  fruntlich 
willen  bedenkhen,    das  wil  ich  sichgerlich  gerne  vmb  ewch  verdynen,    dieweii 
ich  leb,  vnd  auch,    lieben  heren,    das  ich  dan  hinfur  mdg  sichger  gen  Lubicb 
wanderen,    ab  vnd  zw,    alz  vft  mir  des  not  vnd  behuf  ist.     Lieben  beren,  icb 
pyt  ewch  vmb  ein  Fruntlich  antwort,  das  ir  mir  das  lassent  wider  wissen.    Ge- 
schriben  zw  Venedygen,  am  erssten  mitwochgen  in  der  vassten. 

Peter  Karbow. 

Aufschrift:     Den  ersamen  vnd  weissen    heren,    den  purgermaisstern  vnd 
ratmanne  der  stat  Lubich. 

Sack  dem  Original  auf  Papier,    Mit  als  Preasel  aufgedrOcktem  jedoeh  unkenntlichem  SiegeL 


Die  Rathmdnner  Ttdemann  Steen  und  Ttdemann  Cemtin  berichten  dem  Rathe  tw« 
Lubeck  vber  den  Grund  der  Verzogerung  ihrer  Reise  nach  Stade.  0. 1 
(1419).     Marz  21.' 

V  runtlike  grote  myd  begheringe  alles  ghuden.  Ersamen  leuen  heren* 
Willet  weten,  dat  wy  noch  to  Hamborch  sint  vp  sinte  Benedictus  dach*.  vn(k 
hebben  des  gheleydes  vorbeydet  van  deme  biscoppe  van  Bremen,  dat  vns  docb 
noch  nycht  ghekomen  is.  Vnde  is  ok  en  vnsturych  wedder  ghewesed.  dat 
ouel  steit^   ouer  de  Elue  to  komen,^  doch  mene  wy  morghen,  oft  God  wyl,  to 


.'J 


1)  Vgl.  M  86. 

2)  Die  Schwierigkeit  wird   5ftor  Yorgekommcu  sein.     Die  LQneburger  Bathm&nner  Alb.  tod  der  Ifolen  lui 
Joh.  Schellepeper  schreiben  in  einem  zwar  undatirten,  aber  mit  ziemlicber  Sioberbeit  in  das  Jahr  1418  la  setsendea 
Brief  am  16.  December  (des  frigdages  na  Lucie)  an  die  Burgermeister  Pleskow  and  Rapesalrer:  Na  en  konen  wi} 
Tan  y8es  wegene  der  Elue  nicht  ouerkomcn,  dat  hefl  desse  ene  nacht  gemaket,  ynde  bidden  yrontlikeiit  dat  gi  dat 
van  Tns  to  nenem  vnwillen  nemen. 


(1419).     Marz  21.  795 

den    na  Staden    myt   den    van    Hainborcli,    vnde   wyllen    gherne    des    besten 
men^  des  wy  konen,  na  juwen  bevelen.     Sid  Gade  ewich  bevolen. 

Tydeman  Steen. 
Tydeman  Cernlin. 

Aufschrift:     Den    ersamen    vorsichtighen    heren    borghermeysteren    vnde 
attnanne  der  stat  Lubeke. 

Nttch  dem  Original  an  der  Registratur.    Mit  au/gedriicktem,  kleinen,  unkenntlich  gewordenen  Siegel. 


IKK 


Der  Rath  von  Luheck  stellt  fur  Peter  Karhow  atisnahmsweise  einen  Geleitsbrief  aus. 
1420.     Apr.  21. 

Vnsen  fruntliken  grut  touorn.  Peter.  Din  veddere  Clauwes  Karbowe 
heiFt  vns  gescreuen  van  diner  wegen  etc.,  vnde  alse  du  vns  ok  verscriuest 
^nder  mer  worden,  wo  Herman  Dartzowe  vnde  de  sulue  Clawes  Karbow  mit 
^y  geredet  hebben,  dat  du  de  saken  scoldest  laten  richten,  vnde  du  vns  ver- 
scriuest, dat  du  der  saken  to  eme  gantzen  ende  by  vns  wiliest  bliuen,  vnde 
border  biddest,  dat  du  gen  Lubeke  afF  vnde  to  seker  mogest  wandern  vnde 
l^omen  etc.,  hebbe  wy  wol  vernomen  vnde  begeren  dy  fruntliken  weten,  dat 
i^iit  vns  nen  wonheit  is.,  dat  wy  jemende  sunderke  breue  vp  vnse  geleide 
pleghen  to  geuen,  jodoch  vmme  des  besten  wilien,  vp  dat  du  to  guder  sate, 
fruntlicheit  vnde  eindracht  mogest  komen  mit  de  jennen,  de  du  in  clagen 
menest  to  hebben,  so  wille  wy  dy  gerne  leyden  in  vnse  stat  vnde  truwelken 
darto  helpen  raden  vnde  don  na  vnsem  vermoghen,  dat  du  mit  dinen  wedder- 
saten  to  fruntliker  enicheit  mogest  komen,  vnde  du  scholt  velich  wesen  vnde 
€n  vry  geleide  hebben  in  vnse  stat  aff  vnde  to  vor  vns  vnde  vor  al  den  jennen, 
<J^r  wy  niechtich  sin  vnde  de  vmme  vnsen  willen  don  vnde  laten  willen. 
Screuen  vnder   vnsem    secret,    des    sondages    Misericordia    Domini,    miliesimo 

ccccxx^ 

Consules  (Lubicenses). 

Dem  beschedenen  manne  Peter  Karbowen,  vnsem  guden  vrunde,  ge- 
chreuen. 

Nach  dem  Concept  auf  Papier, 


100* 


796  1420.     Dec.  1. 

Der  Rath  von  Reval  schreibt  dem  Rathe  der  Stadt  Lubeck^  doss  er  dem  Konige  v€m 
Danemark  eine  Bethetligung  bet  den  Rdubereten  des  Vicko  von  Vitzen  meht 
zuschreibej  auch  eine^i  derartigen  Verdacht  den  Russen  gegenuber  nichi  ge- 
dussert  habe.     1420.     Dec.  i.* 

Jjjerwerdighe  groete  met  aller  beheghelicheit  vorscreuen  vnde  wes  wij 
gudes  vermoghen.  Eersainen  heren  vnde  bysonder  guden  vrunde.  Wilt  weten, 
dat  wij  der  radessendeboden  der  ghemeynen  stede  nv  latest  in  deiiie  herueste 
by  vnseme  heren  konnincgbe  tho  Dennemarken  tor  dachuard  tho  Koppenhauen 
vergaddert  breyff  vntfancgben  vnde  wol  vernornen  hebben,  geschreuen  vnder 
hern  Tydeman  Moerkerken  ingezegel,  daerinne  se  schriuen,  dat  sick  vnses 
heren^  des  konnincghes,  ghenade  vor  en  hoechiyken  vntschuldighet  hebbe  alse 
van  den  saken^  de  gescheen  sijn  den  Russen  van  Vycken  van  Vitzen  vnde  syner 
meddecompaene  dat  syne  ghenade  raeds  vnde  dades  vntschiildich  sy,  des  wij 
synen  ghenaden  vullenkomeh'jken  vnde  gansslyken  wol  to  belouen  vnde  ywerlde 
wol  to  belouet  hebben.  Vortmeer  so  vntfencghe  wij  ock  bi  deme  seluen  breue 
vnses  vorbenomeden  heren,  des  konnincghes^  breyff,  daer  vns  syne  ghenade 
inne  schriuet,  dat  wij  den  Russen  schreuen  vnde  vorkondighet  schollen  hebben, 
dat  de  vorbenoniede  sake  van  Vycken  van  Vijtsen  vnde  sijner  meddecompaene 
den  Russen  gescheen  met  des  seluen  vnsses  heren,  des  konnincghes,  medde- 
wethene  vnde  willen  gescheen  scholle  wesen,  daer  wij  vns  ane  teghen  sijnen 
ghenaden  met  vnsen  breyuen  vntschuldighet  hebben,  alse  wij  hogeste  konden, 
wanthe  vns  dat  nicht  en  th^met  noch  en  boert  vnde  ock  noede  doen  wolden, 
sijnen  ghenaden  offt  ymande  anders  alsodane  sake  ouerthoschriuende  vnde 
to  vorkondighene,  vnde  wij  alleweghe  daer  also  vele  to  doen  wyllen,  waervns 
dat  toe  boert,  alse  guden  luden  toe  behoert,  dat  wij  sodane  zake  raeds  vnde 
dades  vnschuldich  sijn.  Waervmme,  eersamen  heren  vnde  leuen  vrunde,  bidde 
wij  iuwer  eersamheit  met  alien  vlijte  begherende,  vns  in  den  saken  tho  ^p^ 
heghene  vnde  tho  verandwordene  teghen  vnses  heren  des  konnincghes  ghenade, 
offt  sick  dat  also  teghen  en  gheuallen  offt  teghen  ymande  anders^  dat  wy 
gherne  willen  verschulden  in  geli)ken  saken  offt  in  merren,  waer  des  to  doeoe 
is.     Hijrmedde  syt  deme    almechtighen  Gode    beuolen    in    gesontheit  vnde  wol- 


1)    Vgl.  M  309  8.  338. 


1420.     Dec.  i.  797 

icht  tho  langhen  selighen  tijdeii.     Geschreuen   des  irsten  daghes  Decernbris, 
der  vnser  stad  secret,  anno  XX®. 

Borghernriestere  vnde  raedman 
der  stad  Renall. 

Aufschrift:  Den  eerwerdighen  vorsichtighen  wijsen  nnannen,  heren  bor- 
ermesteren  vnde  radmannen  der  stad  Lubeke,  vnsen  bisonderghen  gonstighen 
runden,  met  werdicheyl. 

Nach  dem  Original  auf  Papier,     Mit  aufgedrUcktem^  grosstentheiis  erhaltenem  Siegel. 

I»CCCX1I. 

D^r  Rath  vmi  Reval  giebt  dem  Rathe  von  Riga  Kenntniss  von  der  Klage  der 
Russischen  Kaufteute  in  Novgorod  uher  die  Mangelhaftigkeit  und  Kurze 
der  eingefUhrten  Tiicher  und  uber  die  in  der  Newa  geschehenen  Be- 
raubungen.     0.  J.     (1421.    Vor  Mdrz  16). 

Honorabilibus  ac  discretis  viris,  proconsulibus  ac  con- 
sulibus  ciuitatis  Rige,  amicis  nostris  sincere  dilectis. 

XJirsanien  heren  vnde  bysundergen  leuen  vrunde.  Iwer  ersamheid  bidde 
^y  to  wetende,  dat  hir  Russche  boden  ghekonien  sin  vnde  brachten  werue  van 
>rote  Nowerden  mank  andern  weruen  van  der  vpgiffte  van  dem  werke  vnde 
an  der  korte  der  lakene  vnde  clageden,  dat  eren  broderen  dar  vele  to  kort 
nschege,  vnde  let  den  vredebreff  lesen,  den  de  boden  der  stede  diisses  landes 
V  latest  vppe  crutzekussinge  ghemaket  hebben  to  Nowerden.  Ok  so  warff 
1^  sulue  bode  van  deme  gude,  dat  en  in  der  Nu  nv  in  deme  zomere  latest 
orghanghen  genomen  wart*,  vnde  segede,  dat  Grote  Nowerden  dat  gud  vnde 
re  lude  van  vns  wolden  wedder  hebben,  dar  wy  mank  velen  worden  to  ant- 
erden,  dattet  vnse  sake  allene  nicht  ene  were,  dat  were  der  gemeynen  stede 
ride  copmannes  sake.  Dar  antwerde  he  wedder  to,  mochte  en  ere  gud  vnde 
fe  brddere  reyde  wedder  werden,  dat  zegen  se  gerne;  schege  des  nicht,  so 
rie  wolde  Nowerden  ere  bridere  nicht  vorworpen  hebben,  vnde  wolden  dat 
edder  an  deme  copmanne  vnde  an  de  stede  soken,  wente  ere  gud  vnde  ere 
rodere  weren  in  de  henzestede  gevoret  vnde  ghekomen,  vnde  se  willen 
?  crutzekussinge  vorwerpen.  Dar  antwerde  wy  erne  wedder  tho,  de  stede 
ide  de  copmanne  wolden  de  crutzekussinge    holden,    deme    copmanne  schege 


1)  Vgl.  M  270. 


798  (1421.     Vor  Marz  16). 

vele  hofiiodes  vnde  vnrechtes  bouen  de  crucekussinge  to  Nowerden,  wolden  se 
de  breken  vnde  nicht  holden,  dat  God  dat  richtede,  vnde  wj  boden  vns  dar- 
to,  dat  wy  dat  cruce  darvp  kussen  wolden,  dat  wij  rades  vnde  dades  vnschui- 
dicb  sin,  dat  en  ere  gud  vnde  brodere  entforet  sin,  vnse  g6dere  vnde  lude  sind 
vns  myt  den  eren  genomen  vnde  entforet.     Also  scbedde  he  van  hir  etc. 

Proconsules  et  consules  ciuitatis  Reualiensis. 

S<ich  eintr  dem  folgeiiden  Schreibfn  (No,  813)  beigelegten  AbBckrift  amf  Pofier, 

im:!ccx:iii. 

Der  Rath  von  Riga  zeigt  dem  Rathe  van  Lubeck  an,  dass  die  Russen  in  Novgortd 
in  Erfahrung  gebracht  haben^  die  ihnen  genommenen  Guter  seien  nebst  dm 
gefangen  genommenen  Leuten  nach  Wismar  gefuhrtj  und  nun  die  Er- 
stattung  der  GUter  und  die  Loslassung  der  Gefangenen  forderny  sendd 
auch  Abschrift  eines  Brief es  des  Raths  zu  RevaL     1421.    Marz  16. 

Vnsen  vruntliken  grut  vnde  wes  wy  vormogen  to  jwer  behechlicheid 
vorgescreuen.  Ersamen  heren  vnde  werdigen  vrunde.  Also  der  stede  boden 
myt  vns  inme  lande  jwer  achbaren  wyssheid  gescreuen  hadden,  dat  de  iNo- 
werders  en  openbare  geruchte  mank  sik  luden  leten,  dat  ere  gnd,  dat  en  in 
der  Nv  latest  genomen  is,  to  der  Wismer  sy  ingevoret  vnde  vpgeschepet,  so 
wiilen  jwe  ersamheid  nv  andachtichliken  vornemen,  dat  nv  in  Palmendage  was 
de  hertoge  van  Grote  Nowerden  by  vns  vppe  vnseme  radhuse  vnde  mank 
anderen  weruen  siner  drepelikesten  werue  en  was  vnde  vns  ansprak  vmme  dal 
gud,  dat  in  der  Nv,  alse  vorscreuen  is,  den  suluen  Nowerdern  is  genomen, 
vnde  sede,  dat  dat  gud  in  de  getneyne  hensestede  gekomen  is  vnde  ere  bro- 
dere noch  darmede  gevangen  vnde  buten  sin,  dat  de  Nouwerders  vppe  nemende, 
men  vppe  de  genieyne  henzestede  vnde  vppe  den  copman  zaken  willen  vnde 
eren  schaden  nahalen,  wor  se  kunnen.  Darto  togede  de  sulue  bode  enen  bren 
di'M  iM^rn  koninges  van  Dennemarken,  de  inholt,  dat  de  konink  en  gescreueo 
lielTt,  dat  dat  vorscreuene  gud  in  de  hen.  eslede  ghekoinen  sy,  also  de  suluc 
\}{u\{*  openbare  vor  vns  bekande.  Ersamen  heren,  hir  moge  gij  ynne  merken, 
dat  He  nicht  et\i^  meynen,  men  eren  schaden  myt  den  Dusschen  copman 
vndif  di'H  <!0[)mans  gud  sik  to  beleggende,  wor  se  dat  bekomen  mdgen.  Item 
was  (l<»  Hi'im*  bode  wesen  by  de  heren  van  Reuel,  vnde  wat  he  dar  woruen 
hefft,  vinde  ^ij   in  ener  copien   hir  mede  ynne  vorwaret. '     Worvmme,  achbaren 

1)      .^i^  812. 


1421,     Marz  16.  799 

en  vnde  leuen  vrunde,  willet  dijt  to  herteri  nernen  vnde  mil  iwer  ersamen 
'sichticheid  hulpe  vnde  rade  vnde  der  gemeynen  stede,  de  gij  darto  gebruken 
gen,  vnde  willet  dijt  also  v6gen  vnde  scbicken,  dat  den  Nowerders  ere  gud 
Jder  werde  edder  betalet,  vnde  ok  de  Russen,  de  darby  weren  vnd  nocb 
'angen  sin,  los  gelaten  werden  nriyt  den  ersten,  dat  gij  m5gen.  Isset  dat  des 
ht  ene  schud,  so  ene  kan  dat  anders  nicht  gevallen^  God  allemechtige  wille 
sunderlikes  vor  sin,  de  stede  vnde  de  copnian  m6ten  darvmine  grote  be- 
ediget  werden,  dat  gij  myt  jwer  vorsichticheid  wol  wandelen  m6gen,  also  wy 
)en,  dat  gij  d6n  willen,  vnde  begeren  des  iwe  bescreuene  antwerde  myt  den 
ten,  wente  wy  denie  suluen  boden  gelouet  hebben,  dat  wy  iw  heren  dyt 
iuen  willen  vnde  jwe  antwerde  en  witlik  to  donde,  dat  erste  wy  mogen. 
rmede  sy  iwe  ersarnheyd  beuolen  Cristo  deine  beren  in  bescherminghe  to 
3r  tijd.     Screuen   in   Palmendage,  anno  etc.   XXI. 

Borgermeystere  vnde  rad  der  stad  Rige. 

Aufschrift:    Den  ersamen  vorsichtigen  vnde  wisen  niannen,  heren  borger- 
ysteren  vnde  radmannen  der  stad  Lnbek,  vnsen  leuen  vrunden. 

Nach  dem  Original  auf  Papier  mit  einem  Theil  des  au/gedrUcktett  SiegeU, 

DCCCXIV. 

r  Rath  von  Stralsund  ersucht  den  Rath  von  Lubeck  und  die  ubrigen  Hansestddtey 
sich  des  Heinrich  Greverade  in  seinem  Streite  mit  Albert  Clipping  wegen 
genommener   Weine  anzunehmen.     0.  J.    (1421).     Marz  29.^ 

Vnsen  vruntliken  denst  vnde  wes  wy  gudes  vormogen  tovorn.  Ersamen 
en  hern  vnde  sunderghen  vrunde.  Hinrik  Greuerade,  desses  breues  wyser, 
leen,  ghenomet  Albert  Clippingh,  hebbet  ene  zake  to  hope  van  wyne  wegen,  de 
inomen  weren  van  den  Hispanigern  in  Bernd  schepe  van  Munster  in  der 
{selschen  viote,  welke  zake  se  vor  vs  ghehandelt  hebben  vnde  Hinrik 
'uerade  sik  beropen  heft,  bewysinghe  to  bringende  van  dem  copman  vth 
ndern,  dat,  do  de  wyne  komen  weren  in  Engheland,  dat  dar  do  mede  was 
vate  wynes,  dede  em  tohorden  vnde  myt  sime  merke  ghemerket  weren, 
e  de  merke  do  vthghehouwen  wurden,  alse  iw  Hinrik  wol  berichten  mach 
ier,  wo  zik  dat  heft.  Worumme,  leuen  heren  vnd  vrunde,  wy  iw  mit  vlile 
len,  dat  gi  Hinrike  vorscreuen  iuwe  vorderlike  breue  an  den  copman  vor- 
uen  geuen  willet,  dat  se  vs  toscriuen,  wes  en  dar  witlik  ane  is  vnde  wes 
larane  vorvaren.    Ok  bidde  wy,  dat  gi    darvp  vordacht  zin,  alse  vmme    den 

1)    Vgl.  ^  414. 


800  (1421).     Marz  29. 

anual  vnde  schichte^  de  desser  jar  Hinrike  ouerghink  in  Vlandern^  wente  nacb 
vnser  vorvarynghe  so  qwam  em  dat  vnreddeliken  by.  Hirvmme,  ofte  id  iw 
behaghe,  dat  gi  dar  also  vp  denken^  dat  gi  id  also  slichtes  nicht  henne  ghao, 
vppe  dat  in  tokomenden  tiden  eneme  anderen  bedderuen  manne  alsulkes  nicht 
gbeboden  werde.  Sijt  Gode  beuolen.  Screuen  sabbato  ante  dominicam  Qoasi- 
inodogeniti^  nostro  sub  secreto. 

Consules  Stralessundenses. 

Aufschrift:  Conirnendabilibus  ac  honorabilibus  magne  sapiencie  viris, 
dominis  proconsulibus  et  consulibus  ciuitalis  Lubicensis.  necnon  nuncciis  cod- 
suiaribus  communiurn  ciuitatuni  hanse  Teutonice,  prout  nunc  in  Lubeke  coo- 
stitntis^  nostris  arnicis  et  fautoribus  preainandis,  cum  decencia  presentetur. 

Sack  dem  Original  auf  Papier.     Mit  Resten  des  als  Pr easel  au/gedruckten  SiegeU. 


wv.w. 


Der  Rath  von  Lubeck  legt  den  Liejldndischen  Stddten  die  Nothwendigkeit  dar,  jtdm 
Handel  mit  Russland  unhedingt  zu  vermeiden  und  zu  unterdrucken,  spridd 
die  Hoffnung  aus,  dass  es  gelingen  werde,  die  Freiheit  der  gefangeiun 
Russen  zu  bevnrken,  und  wiinscht  zu  erfahren,  ob  Novgorod  dam  h- 
friedigt  sein  werde,     0.  J.     (1421.    Vor  Jul.  12).^ 

Jursamen  guden  vrundes.  Juwen  breff^  darane  begrepen  is  des  houes- 
knechtes  brefF  van  INougarden  an  iw  gesand  etc.,  hebbe  wij  beyde  wol  vor- 
nomen.  vnde  vns  vorwundert  sere,  dat  gi  vns  des  breues,  den  wij  iw  in  vor 
tijden  sanden,  sprekende  an  Groten  Nougarden  van  der  gevangenen  Russeo 
wegen,  nyn  antword  van  Groten  Nougarden  geschicked  en  hebben,  vnde  den 
suluen  breff^  nademe  gij  wol  wisten  vormiddelst  ynneholde  der  copien,  de  wi| 
iw  daraf  sanden,  wat  macht  darane  lach.  so  lange  bi  iw  licgende  helden,  vnde 
wanne  id  sijn  mochte,  so  wiste  wij  dar  noch  gerne  eyn  antworde  van,  so  verne 
gi  ene  den  INougardes  na  vnser  begeringe  geschicked  hedden.  Vnde  wente  wij, 
leuen  vrunde,  warliken  iruaren  hebben,  dat  ichtesweike  rouebare  sin,  de  sil 
vte  des  copmans  rechte  gegheuen  hebben  vnde  sunderlike  weghe  zoken,  den 
Russen  gud  tolovorende  vnde  mit  en  to  kopslagende  tegen  ynneholde  der  schra, 
vnde  ok  lichte  wol  eyn  del  sin,  de  des  gelikes  don,  de  noch  borgergeld  hebben 
in  den  steden,  vnde  wente  dit  alie  den  steden  duncket  eyn  grot  vorderffvnde 
vorvang    sin   der    stede   vnde   des    gemeynen   Dudesschen   copmans,    de  Rusland 

1)  Vgl.  M  340. 


(1421     Vor  Jul.  12.)  801 

plecht  to  vorsokende,  so  sint  de  stede  vppe  dessen  dach  hir  bynnen  vnser  stad 
vmme  der  vnde  ander  zake  willen  to  daghe  vorghaddert  endrechtliken  ouereynge- 
koroen  vnde  hebben  gesloten,  hir  openbar  vmme  des  gemenen  besten  willen  in  den 
steden  to  bedende,  dat  nymend  bi  liue,  gnde  vnde  ere  de  Nw  noch  Rusland 
vorzoken  edder  mit  yenigen  Russen  kopslagen  efte  handelinge  hebben  en  schal, 
vnde  de  stede  begeren,  dat  gi  mit  den  ersten  hir  ouerscriuen,  we  de  yenne 
sin,  de  sik  in  vorscreuener  wijse  vte  des  copmans  rechte  gegheuen  vnde  mit 
den  Russen  gekopslaged  hebben,  vnde  ok  we  id  na  desser  tijd  mer  deyt,  vnde 
alse  de  stede  dit  hir  aidus  gesloten  vnde  boden  hebben,  begeren  se,  dat  gij 
id  des  gelikes  mit  iw  ok  beden  vnde  ok  also  strengeliken  vorwaren  vnde  ge- 
sloten holden,  bet  dat  iw  de  stede  darvan  anders  wes  benalen.  Vnde  bedet  ok, 
leuen  vrunde,  bi  der  vorscreuenen  pene,  dat  men  nicht  envorkope  in  also- 
dane  hande,  darvan  to  beuarende  is,  dat  id  vp  de  Russen  moge  gevored  werden, 
vnde  wanme  dit  also  strengeliken  hold,  vormode  wij  vns,  dat  id  mit  den  Russen 
deste  er  to  enen  guden  ende  komen  moge.  Wi|  begeren  ok,  dat  gij  id  bi 
iuwer  herscop  van  dem  orden  gudliken  vorarbeyden,  dat  se  id  also  schicken 
vnde  voghen  vmme  des  gemenen  besten  willen,  dat  id  de  eren  ok  holden, 
also  hir  vorgerored  is.  Vurder,  leuen  vrunde,  alse  vmme  de  gevangenen 
Russen  etc.,  dar  hebbe  wij  mit  groten  kosten  so  hoghe  vmme  gearbeydet,  dat 
wij  hopen,  dat  se  los  werden,  vnde  alse  vro  dat  geschen  is,  wille  wij  iw  dat 
benalen,  auer  vmme  sodane  gud,  alse  en  genamen  is,  enwete  wij  noch  tor  tijd 
Dyne  wijse,  wente  de  yenne,  de  dat  genomen  hebben,  in  der  stede  macht, 
borsam  vnde  gerichte,  als  gij  lichte  wol  weten,  nicht  en  sin.  Ok,  alse  wij 
▼ornomen  hebben,  so  enquam  alsodanes  gudes  in  dat  Wismersche  dep  nicht 
den  XVI  stucke  wasses,  dat  doch  tohand  van  den,  de  dat  genomen  hadden, 
van  dar  wedder  geuored  ward.  Duchte  iw  ok,  leuen  vrunde,  hemeliker  wijse 
to  irvarende:  eft  de  Russen  los  worden,  alse  wij  hopen,  dat  id  schen  schole, 
wer  de  copman,  wanne  de  Russen  los  weren,  darvp  icht  Rusland  velich  mit 
iiue  vnde  gude  zoken  mochte,  vnde  scriuet  vns  des  io  iuwer  antword.  Sijt 
Gode  beuolen. 

Ohne  Unterschrift. 

Dominis    proconsulibus    et    consulibus    ciuitatum   Tarbatensis^    Rigensis, 


Jleualiensis. 


Ncuih  dem  Concept  auf  Papier, 


101 


802  (1421     Sept.  1.) 


l^Lk. 


Der  Rath  von  Lubeck  spricht  stch  wiederholt  gegen  den  Rath  von  Dorpat  dakin  aus, 
dass  es  misshch  sei,  die  gefangenen  Russen  nach  Novgorod  zuruckzusenden, 
bis  man  sicher  seiy  dass  dann  auch  die  dort  gefangenen  Deutschen  wiirdm 
frei  gegeben  werden  und  die  Reise  dahin  gefahrlos  untemommen  werdm 
konne^  bittetj  dartiber  insgeheim  Nachricht  einzuziehen,  und  wamt  audi  wr 
indirecten  Verletzuugen  des  bestehenden  Handelsverbots.   O.J.  (1421.  Sept.  1} 

Darpte,  vp  sunte  Egidii  dage. 

rjrsamen  leuen  vrunde.    Juwen  breff  jnneholdende,   wo  iuw  grote  Now- 
garden  eynen   breff  gescreuen  hebbe,  dararie  gi  vorstan^  dat  de  Nougardescbe* 
reyse  nynerleye  wijs  wil    geopend  werden   vnde    dat    se    nynen  vrede    mit  dei^ 
steden  vnde  copman  holden    enwillen^    id    en  sij    dat    en  ere  broder  vnde  gud 
wedder  werden  etc.,    hebbe  wij    wol  vornomen  vnde  wij    hebben    iw,    den  van 
der  Ryge  vnde  van  Reualle  der    stede    rnenynge  van  der  Russchen   reyze  vnde- 
der  Russen  wegen  hir  to  lande  gebrocht  to  twen  tijden  vterliken  gescreuen ^  vnde 
besunderen  screuen  wij  iw  latest,  dat  wij  id  mit  der  hulpe  Codes  vnder  groten  kosteo 
vorarbeydet  hedden,  dat  de  gevangenen  Russen  los  vnde  in  alsodaner  stede  wereo, 
dar  men  erer  wol  mechtich  si],  auer  se  ouertosendende,  er  datmen  ende  wetet 
wo  id  de  Russen   mit  den  Dudeschen  copmanne  holden  willen,    enduncked  vos^ 
nicht  radsam  sin.     Ok  wete  gi  wol,  dat  de  stede   nyne  macht  en  hebben  ouer 
de  yenne,  de  den  gevangenen  Russen  dat  ere  genomen  hebben,  vnde  wolde  gi| 
nu,    alse  wij    iw    er    gescreuen    hebben^    vorborghener    wijsQ    iruaren    bi  dei» 
Russen,    eFt  se  alsodanen    schaden    icht    ouerseen  wolden.    alse  eren  broderen 
geschen  is  van  den,    der   de    stede    nicht    mechtich    en    syn,    vnde  wesen  des 
tovreden,    dat  men  en  to  leue  ere  brodere  los  vnde  qwijt  ouersende,    dat  vos 
doch  grote  arbeyt  gekostet  heft,  er  id  darto  gekomen  is,  vnde  wer  de  copinas 
darvp  mit  sinen  gude  Nougharden  icht  velich  to  vnde  aff  vorsoken   mochte?ppe 
de  crutzekussinge,  dat  seghe  wij  gerne  vnde  duchte  vns  wol  geraden  sin,  vnde 
hir  hadde  wij  lange  gerne  eyn  antword   van    geweten.     Vurder,    leuen  vrdnde^ 
hebbe  wij  wol  iruaren,  dat  gi,    bouen   dat  iw  vorkundiget  is  geworden,  dat  de 
stede  de  Nougardeschen  wolden  vnde  willen    gesloten    hebben,    bet    dat  se  iw 
anders  wes  vorscriuen,  stedet  hebben  vnde  steden,  dat  de  Pleskowen  mit  gude, 
dat  en   de  Nougarders    gebrocht    hebben   vnde    bringen,    in    iuwe    stad  komen, 
dnr  to  vorkopende,    vnde  wes  se    dar  van    den    in  wen  kopen,    den  Nougarders 

1)   Vgl.  M  870.  809.  340. 


(1421.     Sept.  1.)  803 

wedder  tor  hand  bringen^  des  sik  de  stede  vnde  wij  van  iw  io  nicht  en  be- 
sorgeden,  vnde  begeren  noch,  dat  gij  darvore  sin  vnde  des  vmme  horsam  der 
stede  vnde  des  gerneynen  copmans  besten  willen  nicht  ensteden  vnde,  eft  ok 
yemend  tegen  der  stede  bod  darane  gebroken  hadde,  ernsth'ken  straffen  vnde 
rechtuerdigen,  vppe  dat  den  steden  darvmine  nynes  vnwillen  to  iw  nod  enwerde. 

N<Mch  dem  Concept  auf  Papier. 

I»CCGX¥11. 

Der  Rath  von  Lubeck  beschwert  sich  gegen  die  Vogte  und  Beamten  von  Dittmarscheny 
dass  der  Schiffer  Peter  Steer  bei  der  Strandung  seines  Schiffes  an  der 
Bergung  des  Schiffsgerdths  und  der  Waaren  behindert  set.  0.  J.  (1421. 
Urn  Sept.  l,y 

Wisen  vnde  vorsichtigen  mannen,  vogeden,  radgheueren,  sluteren  vnde 
zworen  des  landes  to  Ditmerschen,  vnsen  besunderen  leuen  vrunden.  Be- 
sunderen  guden  vrunde.  Vns  heft  berichtet  Peter  Steer,  vnse  leue  nnedeborger, 
wijser  desses  breues,  wo  erne  kortliken  sin  schip,  Gode  entfarmet^  bleff  to 
Roden  Merne,  vte  welken  schepe  he  wol  mochte  geberged  hebben  tow  vnde 
'dkel  des  suluen  schepes  vnde  ok  enes  deles  des  gudes  darynne  wesende,  alse 
''ocgen  vnde  holt,  ok  vnsem   borger  tobehorende,  dar  enrie  doch  etiike  van  den 

• 

)uwen  hinder  vnde  wedderstal    ane    deden,    erne  dar    affdriuende  vnde    sik  des 

^f^derwindende,  alse  he  iw  wol    berichtende  werd.    Vnde   besunderen  nennen  se 

^nie  sin  bot  van  den  vorscreuenen  schepe   mit    deme,   dat  darynne  was.     Des 

^>)    vns  van  iw  vnde  den  iuwen  io  nynewijs  besorged    en  hadden,    nademe  wij 

i^it  iw  nicht  enweten,  denne  sunderge  leue  vnde  vrundscop.    Worumme,  guden 

vrunde,  wij  iw  bidden,  dat  gij  id  mit  den  iuwen  also  vogen,  dat  den  vnsen  dat 

€re    en    also    entferdiged  vnvertogerd    gudliken  wedder   werde,    vppe    dat    vns 

nynes  vnwillen  darvmme  mit  iw  nod  en  werde.     Dat  wille  wij  vmme  iuwe  leue 

g^rne  vorschulden,  wor  wij  mogen,  iw  hir  ok  also  vrundliken  bewijsende,  alse 

gij  wolden,  dat  wij  bi  den  iuwen  don  scholden.     Sijt  Gode  beuolen. 

Nach  dem  Concept  auf  Papier, 


1)  DftB  Sohreiben  steht  auf  demselben  Blatte  Papier  wie  M  816. 


lOl* 


804  (1421.     Nacb  Sept  1.) 


I »  I' 


iCXHLII. 

Der  Rath  von  Lubeck  zeigt  mehreren  Stddten  an,  dass  er  in  Gemdssheit  der  Urn 
ubertragenen  Befugniss  alien  Handelsverkehr  mit  Russland  untersagt  Aoie, 
und  bittet,  das  Verbot  in  gehoriger  Weise  zu  verkundigen.  0.  J.  (1421. 
Nach  Sept.  1). 

Wismar,  Rozstok^  Stralessund,  Prutzen,  mercatori  in  Flandria. 

fjrsamen  leuen  vrunde.  Juwes  radesciiinpane^  de  nu  latest  hir  bynrien 
vnser  stad  to  dage  weren^  mogen  iuwer  leue  wol  berichted  hebben,  wo  hir  van 
den  steden  vnder  andern  weruen  gehandelt  ward  van  der  Nougardesschen  reyse 
vnde  wo  de  zake  bi  vns  gesat  ward,  des  besten  darane  to  ramende,  alset  vns 
vor  de  Steele  vnde  copman  Rusland  vorsokende  nuttest  duchte  sin.  Also  bebben 
wij  vns  dar  vterliken  niede  bekummert  vnde  envunden  in  den  dingen  nicht 
nutters  na  erer  leghenheyde  vnde  to  dwanghe  der  Russen,  den  datnien  de  reyse 
ghans  slote,  vnde  hebben  darvp  den  Lijflandeschen  steden  gescreuen  van  der 
stede  wegen^  dat  se  in  eren  steden  strengeliken  beden,  also  dat  nymend  bi 
line,  gude  vnde  ere  de  Nw  noch  Ruslande  envorsoke  noch  mit  yenigen  Russen 
kopslage  noch  handelinge  en  hebbe  vnde  datmen  ok  nyn  gud  envorkope  io 
alsodane  hande,  darvan  to  bevarende  is,  dat  it  vp  de  Russen  moge  gheuured 
werden.  Vnde  wente  wij,  leuen  vrunde,  dat  in  vnser  stad  in  deni  mytwekene 
erst  tokomende  bynnen  vnser  stad  ok  des  gelikes  vtkundigen  vnde  beden  willen, 
so  begere  wij,  dat  gij  id  van  stund  an,  alse  gij  erst  fnogen,  ok  vtkundigen, 
vppe  dat  sik  eyn  islik  darna  wete  to  richtende.  Wij  hebben  ok  den  Lijflande* 
schen  steden  mede  gescreuen,  dat  se  de  vorscreuene  reyse,  alse  vorgerored  is, 
gesloten  holden,  bet  dat  en  de  stede  anders  wes  darvan  benalen.  Sijt  Code 
beuolen. 

Nach  dem  Concept  auf  Papier.     Ohne  Unterschri/t 


Johann  /,  Bischof  von  Ratzeburg,  schreibt  dem  Rathe  von  Lubeck  uber  die  detn 
Kirchherrn  in  Behlendorf  von  einem  Lansten  zugefugte  Gewalty  versprid^ 
auch,  an  den  Herzog  Johann  von  Mecklenburg  in  der  ihm  angegehenen 
Weise  zu  schreiben.     0.  J.     (Spdtestens  1422.    Jan.   7).^ 

Johannes,   Dei   et  apostolice  sedis 
gracia   episcopus  Raceburgensis. 

Vnsen   vruntliken  grut  tovorn  vnde  wes  wy  vorinoghen.    Ersamen  leuen 
heren.     Alz  gy  scriuen  van  juwes  lansten  weghen  in   der  sake  twischen  synem 

1)    Der  in  dem  Schreiben  erwfthnte  Ilerzog  Johann  IV  von  Mecklenburg  starb  am  16.  Oct.  142t. 


(Spatestens  1422,     Jan.  7.)  805 

eghen    kerkheren   van   Belendorpe    etc.,    hebbe    wy    entfangghen   vnde  wol  vor- 
nomen.     Des  beghere  wy  ju  to  wetende,  dat  juwe  lanste  vorscreuen  juwe  ant- 
werde  vnneeschet  syne   verde  ghingh,  er  wy  dat  wysten,  vnda  na  syn  kerkhere 
de  weddersate    syn    recht  yeghen    em    an  was  to  vorderende,    in    des   yeghen- 
mannes  afwesende^  alz  sik  in  dem  rechte  dat  ghebord.     Ok  heft  vns  de  kerk- 
here  to  kennende  gheuen,    dat  he   mit  dessern  suluen  juwent  lansten   ene  zone 
heft  vinme  sodane  wunden,    alz    he,    de    lanste,    an    em  gewracht  heft.     Vnde 
wente  nu  de  sulue  juwe  lanste  dem  kerkheren  ouerlast  ghedan  heft,  godesdenst 
to  vorstorende  in  sunte  Stephens  daghe  neghest  vorghan,  darvmme  dat  he  nene 
losinge  en  hadde  van  dessen  wunden  vnde  ouerghangh,  alz  he  an  dessem  kerk- 
heren beghan  heft,    en   de  kerkhere  in  godesdenste   nicht  lyden  sunder  myden 
nioste  by   eren  vnde   by  syneme    ampte,    so    heft    juwe    lanste  dem  kerkheren, 
vnsem  armen  papen,  gedrowet,  alz  he  ok  noch  deyt,  in  dat  ergheste  etc.    Doch, 
leuen   heren  vnde  vrunde,    alz    gy  vns    bidden,    de    sake  vptolecghende    bet  to 
Lichtmissen,  des  hebben  wy  dat  recht  twyschen  se  beyden  vort  vorsettet  bet  in 
den  ersten   rechtdach  darna   vmn)e    juwer    bede  willen.     Beclaget    syk  ok  vnse 
bedderue   kerkhere  vnde    pape  vorscreuen,    dat    he    nicht    zeker  mach  vor  em 

r 

wesen,  bidde  wy  juw,  dat  zo  to  voghende  mit  juwem  lansten,  dat  he  synem 
Kerkheren  vnde  deme  kerspele  nene  vorstoringhe  do  in  godesdenste  vnde  ok 
dem  kerkheren  nene  wait  mer  do,  wan  he  dan  heft,  vnde  dat  Gode  vnde  vns  vmme 
den  ouerghangh  ok  sche,  alz  redelik  vnde  mowelik  is;  anders  moste  wy  darmede 
varen,  alz  dat  recht  vtwyset.  Ok,  leuen  heren,  wetet,  dat  wy  morghen  vnsen 
boden  senden  willen  an  herteghen  Johanne  vmme  den  sevund,  scriuende  van 
Borden  to  worden,  alz  wy  dat  concept  van  dem  erbaren  heren,  mester  Pawele, 

Juwem  scriuere,    van  juwer  weghene    entfangghen   hebben.    vnde  syn  antwerde 

• 

juwer  leue  gherne  wedder  benalen,  alse  wy  ersten  konen.  Syt  Gode  bevolen. 
Screven  in  castro  nostro  Schonenberch,  feria  quarta  post  Epyphanie,  nostro 
8ub  secreto. 

Aufschrift:    Den  ersamen  vorsichtighen  heren,  borghermesteren  vnde  rat- 
\    niannen  to  Lubeke,  vnsen  sunderghen  ghunren   vnde  vrunden. 

I  iVacA  dem  Original  auf  Papier,     Mit  Spur  en  des  aufgedrUckten  SiegeU. 


^*'*  .  UKL    Im  Apr.) 


^  % 


trr    .Ma      u  ^JJi^cK    f-mmmrt  imn  jSaik§  van  Darpai,  da$$  er  kinsichiHch  der  ge- 
omrFUfHtm    '-cssLtetum  inar  ^rr^  hmmiht  gewesen  sei,  erirmert  dararij  da$$ 
•:d  s  €mmmu   ler  j^fomumam  RuMsen  bewirkt  habe  und  warrU  vor  aUen 
rtftiztauiem     .ds      Vrooi     'trntchm^    Bandels    mii    den    Russen.     0.  I 


"nsimtfii       «iMii   J t>«Huiuer^fi  vrtmde.     .Use  gij  vns   er  vaken  vnde  ok  na 
^if^^i'i'Meu    'tfMut?«^     tuuNNHtiK    laiwtf  liar  tioch  init  gantzer  macht  jo  ernstlikea 
•rtfte    '  »i>^%»M    -.ju     ♦41    ieti   ^oujcitrtirr^  ere  boden  vnde  £ud  sunder    lender  to- 
^ti^T^ni;,**  ^\^u%iff%-  *%rrtie^     tnitie  iU^t  voniret^  vnmot  vnde  vnvorwynliken  schaden 
a%uiMt%xf  tiue      lO- ,      't*a(i«    'Vtt    wtii   vumuineii    vnde  wij    wolden    gerne  weten, 
•vw   _ti     :Ai     tr«iK*a«^u    •iia«i    ti   ^««4.  M^a^  ^  dar  SO  ernslliken  ynne  scholen  vor- 
^i^t*4t   -*u.     v^iut**  M«*u  au«ft«^rt^  ^4e«M^^  vtnlQ'  de  vursuinenisse  by  vns  io  nicht  loge- 
xuuttti^it     u     V,     *t>«     i«i    '¥  eiittiiitt    aiMi#ren  gjeschen  is,    vnde    gij    ok   io  wol 
^vv\tMt^     ;.u    tt*   v^^Mtie.     i#    let*  {{iii&iMMt  dal  ere  u::eflomen  hebben^    in  der  stede 
itactu    uKxM     It   ^iu.      Wot«ii^  ;C*t  *^i^%  ^iuk  tii«^a  de^    dar  de  vorsumenisse  by  ge- 
sctitfn     >.     utivtttiti^    ^^iiu^lMCM^  ^tt%i^    ittiutede  varder,    den  wij    alrede   bi  de 
Wi>s{i:ei^i;t»t*u    ^v^oiAu    i^^oiii^a^     ia4  ^  d^niitf  de   iuwe  fair  ouersenden,    so  wille 
Tir    le    (uut«it*«t   ^;.eue    )<ii'   <»k  ,i5Nrtt«  l>i  vortNiiien^  vtnme  eyntodregende,  wes  dar 
iuices4     M     _fu^u     ^i).      ^^ii    )t^aCi«MA    m  ok    er    gescreuen,    dat  wij    mit  groten 
iusct'M     nue    tti^ftiue    u   ^a   ^#4tt#  45^r<H:hi  tiebben^  dat  de  gevangenen  Russen 
i\    r'ftet    -;riie   ^iit>     tA4     i««a   .4^4   \««^i  utechtrcb  is^     Konde  vnde  wolde  gij  vns 
le    vi!:^e    itr    'u^i>c< tut*«i^    v%^  v%4|     iai    bibrtu^p^i   iiiochten.    dat  en  ere  gudere 
^•Miuer    vortit^it,     ut    \«vid^  v^i   ^iiik^  tH^^leit  ^[jeme  aoe  ramen,    auer  wij  en  sint 
ifp^r    ukum    T!e4*fttrciu    ie    u    ^'m   ^t»4iutii^it  li^iHNi^  vnde  wij  meneden  io,  dat  wij 
t;ir    i:w!K  >4:nutaeii   ui^  vuitteut'i  i^i^t^r^tti^  d4ii4  wii  id  so  hogbe  vorarbeydet  hebbeo, 
i^i    w  zevruiiC^Mt'M   Itu^^'ii    oq^  >*ti  ^«iiui«ivti.     Vurder^  leuen  vrunde,  hebbe  wy 
wol     rr-^r^Mi.    lai   ^tt ,    i>oue4i   viai    %ii  voikttUhlup^  iS'  ge«orden,  dat  de  stede  de 
^o»nrar'i»*<t:ie   *^*v>^*  woiu^'ti   wtue  v%iileu  ^^ottMt   bebben,  bet  dat  se  iw  anders 
was   vors»r»^!i**M  .    >£e*iei     leootu    vtuie  >4t*ueiu    dat  de  Pteskowers   mit  gude,  dat 
^n    'I**  NouiTiii.  1^.^  i«onjciu    leiii^tMi   vitue   t>rtn^ett^  \u   iuwe  stad  komen,  dat  dar 


rn       rrxntnys^^^    \,^^   Jumie  aoch  niuuzuiMr  uxi    (!fr(iu«ib«ft  UtiiLM  I'V**''  iteliea»  w«lck«8  aach  du  Concept  in  ^ 


(1422.     Irn  Apr.)  807 

to  vorkopende,  vnde  wes  se  dar  van  den  iuwen  wedder  kopen^  den  Nougarders 
i^^dder  tor  hand  bringen,  alse  gij  dar  ok  nii  in  iuwen  breue  van  raeden,  des 
sik  de  stede  vnde  wij  nynewijs  van  iw  enbesorgeden,  vnde  begeren  noch,  dat 
gij  darvore  sin  vnde  des  vmme  horsam  der  stede  vnde  des  gemeynen  Dude- 
schen  copmans  besten  willen  nicht  en  steden^  vnde  eft  yennend  tegen  der  stede 
bod  darane  gebroken  hadde^  dat  gij  dat  ernstliken  corrigeren  vnde  rechtuerdigen, 
irente  de  stede  van  stund  an  bestellen  willen  bi  den  coprnanne  to  Brucge,  dat 
[trien]  alle  gud,  dat  sint  der  stede  bode  also  gekoft  is,  gerosteert  werde  also 
lange,  bet  dat  de  stede  dar  vurder  vmine  gesproken  hebben.    Sijt  Gode  beualen. 

Nach  dem  Concept  auf  Papier,     Ohne  Unterschri/t. 

Der  Rath   von  Luheck    schreibt    dem  Rathe  von  Reval^    dass  die  Stddte  gegen   Ver- 

letzungen    ihres   Verbots    des  Handels   mit    den  Russen  Mittel   tourden   zu 

finden  vnssen,  hittet  auchj  denjenigen  Beistand  zu  leisten,  die  um  ihres  Ge- 

horsams  willen  wegen  abgeschlossener  Kdufe  in  Anspruch  genommen  werden. 

0.  J.     (1422.    Im  Apr.) 

Reuale. 

Jirsamen  leuen   vrunde.     Juwen   brefF  ynneholdende^    dat  gij   de  articule 

van  der  Nougardeschen   reyse  in    iuwer   stad    hebben  openbare  gekundiged   na 

d^r  stede  und   vnsen   begherte,    vnde  willen  dat    ok  gerne    strengeliken   holden 

"a   al  iuwen   vormogen  etc.,  hebbe  wij   woi  voruomen  vnde  dancken   iw  leffliken, 

dat  gij  den  steden   horsam  sint,    vnde  alse  gij  scriuen   van   der  hanteringe,    de 

to   Darpte  schut  van  den  Pleskowern   etc.,    dar  werden    de    stede  wol    remedia 

^ntegen     to    vindende,     wente     se    willen    van    stund     an     den     coprnanne    to 

Brucge  scriuen,    dat  [se]  alle  gud,    dat  also  sint  der  stede  bod  gekoft  is,    dar 

S^rosteerd  werde,    bet    also    lange  dat    de    stede    dar  vurder  vmnie    gesproken 

hebben.    Vurder,  leuen  vrunde,  hebbe  wij  wol  vornomen,  wo  ichteswelke  tnetie 

k    coplude,  de  gud  vor  dem  bode  vordinged  hadden,  vmme  der  stede  bodes  willen 

dat  sulue    gud  wedderseden  vnde    enwolden   vmme    horsames  willen    der  stede 

d^s  gudes  nicht  ouerantworden.,  ansprake  darvmme  liden  van   den  yennen,  den 

^^  dat  gesecht  hadden   vnde  de   den    steden  vnhorsam  sin.     Bidde  wij,    dat  gij 

4eD  vromen  luden  erer  woldat  vnde  horsames  io  geneten  laten,  se  to  beschut- 

t^de  vnde  to  vryende  van  alsodaner  ansprake,    alse  dat    redelik   is,   vppe  dat 

Ur  stede   bot  de    strengeliker   geholden  werde.     Dat  wille  wij  gerne  vmme  iw 


I 


(1422.     Im  Apr.) 


▼orschulden,  wor  wij  mogen,  vnde  gij  bewijsen  den  steden  dar  willen  : 
wente  se  ok  nicht  en  willen,  dat  yernend  vmme  sodanes  horsames  vnde  \ 
dat  willen  beschediget  werde. 

Nach  dem  Concept  auf  Papier,     Ohne  UnterBchrifU 


IKK 


Kriegscontingentgesetz,  beschlossen  fur  den  Bohmischen  Feldzug  auf  dem  Reichstag 
Nurnberg.     1422.    August. 

Anslag  des  teglichen  kriegs  zu  Beheim. 


(Schluss.)     Regenspurg 

Lubeck 
Hamburg 
Mulhusen 
Northusen 
Gossier 
Aschirslewe 
Halberstat 
Quedlenburg 


15  gleven  15  schuczen. 

30  gleven  30  schuczen. 

20  gleven  20  schuczen. 

8  gleven  6  schuczen. 


5  gleven  10  schuczen. 
0  gleven  6  schuczen. 
0  gleven        10  schuczen. 


0  gleven        10  schuczen. 


0  gleven        10  schuczen. 


Aua  dem  (binnen  Kuraem  erecheinendem)  aehten   Bande  der  deutachen    Reichstapsakten:  Retekatag  m  ^i 
berg  1492. 

»C€CXXI11. 

Der  Hath  von  Lubeck  ersucht  den  Rath  von  Wismar  um  alsbaldige  Sendung  van  Rai 
initgliedern,  um  mtt  dem  Herzog  (Heinrich)  Rumpold  (von  Schlesien)  in  F 
handlung  zu  treten,  mit  der  Anzetge,  doss  gleiche  Einladung  an  Hamh 
Rostock  und  Stralsund  ergangen  sei,     0.  J.     (1422.)     Oct  20.^ 

Vrundliken  grut  vnde  wes  wy  gudes  vonnoghen  tovorn.    Ersamen  lei 
vrunde.     De  her  hertoghe  Rumpold  heft  vns  ghescreuen  enen  breflF  van  D( 

1)  Vgl'  WAits,  SohleBwig-HoUteius  Gesohiohte  Bd.  I  S.  SSO. 


(1422.)     Oct.  20.  809 

nitze,  darynne  wij  vornemen,  dat  he  aiiendlangk  yn  vnser  stad  wyl  wezen,  den 
dach  yn  vnser  stad  to  holdende,  den  he  vore  den  steden  toscreuen  hadde  yn 
ju^rer  stad  to  holdende  etc.,  de  sulue  here  vns  vorder  byddende,  dat  wy  den 
van  Hamborch,  juw,  Rostok  vnde  Stralessund  vorscriuen  wyllen,  dat  se  ere 
vrunde  sunder  sumend  to  dessem  benomden  heren  yn  vnse  stad  senden,  also 
liebbe  wij  den  van  Hamborch  vorscreuen,  dat  se  ere  vrunde  morghen  auend 
yn  vnser  stad  hebben;  dergheliken  bidde  wij  juw  ok,  de  juwe  morghen  auend 
yn  vnser  stad  to  hebbende,  des  heren  weruenghe  dewyle  to  vornemende,  vnder- 
des  mochten  de  andern  stede  ere  bodescopp  ok  darby  voghen,  vnde  bidden 
sunderken,  dat  gi  desses  vorder  willent  vorscriuen  den  van  Rostoke  vnde 
Straiessunde,  se  biddende  vnde  vormoghende,  dat  se  ere  vrunde  to  dessem  be- 
nomden heren  yn  vnse  stad  ok  senden  wyllen  sunder  sumend.  Hijrane  bewise 
gi  dessem  benomden  heren  besundern  denst  vnde  willen  vnde  dat  wy  ok  gherne 
vorschulden,  wor  wij  moghen,  vnde  desses  juwe  gudlike  antworde.  Sijd  Gode 
beuolen.  Screuen  vnder  vnsem  secret,  in  der  Eluen  dusend  jungfrowen  auende. 
Ok,  leuen  vrundes,  bidde  wij  to  eruarende  yn  her  Peter  Wilden  hus,  eft  desses 
benomden  heren  knecht  mit  namen  Peter  weddervmme  komen  were,  dat  gi 
xlen  morghen  myt  juw  bringhen. 

Consules  Lubicenses. 

Aufschrift:    Commendabilibus  ac  circumspectis  etc. 

Ntich  dem  Original  im  Rathatirchiv  zu   Wi$mar,     D<u  aufyedruckte  Secret  ist  abgesprungetu 


\iv.^. 


KSmg  Sigtsmund  fordert  den  Rath  von  Lubeck  aufj  das  thm  auf  dem  Reichstage 
zu  Numherg  zicgethetTte  Contingent  unverzuglich  nach  Bohmen  zu  senden. 
0.  J.    (1422).    Nov.  19.' 

Sigmund,  von  Gotes  gnaden  Romischer  kunig,  zu 
alien  ziten  merer  des  reichs  vnd  zu  Hungern, 
zu  Behem  etc.  kunig. 

Lieben  getruen.     Als  nechst   zu  Nurenberg  die  erwirdigen  vnd  hochge- 

fcornen  vnsem  vnd  des  reichs  kurfursten  einen  gemeinen  anslag  gemacht  haben, 

^inen  teglichen  krieg  vfiF  ein  gantz  iar  zu  halden  vnd  zu  furen  wider  die  ketzer 

%e  Behem  vnd  ew  angeslagen  sind  dreissig  mit  gleuen  vnd   dreissig    schuczen 


vnd  die  noch  nicht  gen  Behem  komen  sind,  begem  wir  von   euch  mit  sunder- 
lichem    ernst  vnd    fleisse  vnd    ermanen    euch    auch    solicher  notdurfft,    die  der 
kristenheit  anligund  ist,  das  ir  Got  zu  lobe,  dein  heiligen  riche  zu  eren  vnd  der 
gantzen  kristenheit    zu    hilf  vnd    zu    trost    ewer  vorgenanten  antzal  dabin  gan 
Behem    zu  dem  hochgebornen    Fridrichen.    marggrauen    zu   Brandemburg    etc.,^ 
vnserm    lieben    oheimen    vnd  kurFuersten.    hauptman    desselben  kriegs,   vnuer^ 
czogenlich  schikken  wellet,  das  solicher  anslag  an  ew  nicht  g^ebreche.    Daran  tu^ 
irvns  sunderliche  dinst  vnd  beheglikeit.    Geben  zu  Presburg,  an  sand  Elizabet 
tag,  vnser  riche  etc. 

Ad  mandatum  domini  regis 
Franciscus,  propositus  Strigoniensis. 

Aufschrift:     Den    ersamen    burgermeister,    rate  vnd  burgeren  gemeinlic=2b 
der  statt  zu  Lubek^  vnser  vnd  des  richs  lieben  getreuen. 

Ncuih  dem   Original   auf  Papier,     Das  in  rothem    Wacha   aufgedrUckte  kleine  Siegel  K,   Sigitmunds   ist  ^r^mm 
grosseren  Theil  erhalten. 


1 1 K  r 


Geleitsbrtef  des  Raths    von  Luheck  fur  mehrere  zur  Bekdmpfung  der  Ketzer  nat^A 
Bohmen  ziehende  Krieger.     0.  J.     (1422  f) 

Wy  borgerrncv^tere  vnde  radman  der  stad  Lubeke.  Bekennen  vnde  bf- 
tugen  openbare  in  desseni  breue  vor  alsweme,  dat  Ecgerd  Borchardes,  Stacius 
van  Bentorpe,  Pawel  Lambertessone,  Hans  Lepele  vnde  Hinrik  Slange,  wijsere 
desses  breues  in  den  naiiien  vnser  erbenomeden  stad,  wente  wij  se  darto  ge- 
sterket  hebben^  deme  alniechtigen  Gode  to  loue,  deme  hilgen  cristenen  geloueo 
to  sterkinge  vnde  vmine  salicheid  willen  erer  selen  in  dat  koningrijke  to 
Bemen  then  vnde  reysen  willen,  vmriie  to  helpende  to  vorstoringe  der  vor- 
ghiftigen  vnde  vordonieden  ketterye,  de,  Gode  entfarmet,  darsulues  vpgestan 
is,  vnde  bidden  hirumme  alle  vnse  heren  vnde  vrunde  vnde  alle  bedderuen 
cristenlude,  dat  se  de  ergenomeden  Ecgerde,  Stacio,  Pawele,  Hanse  vnde  Hin- 
rike  to  eren  vnses  aldergnedigesten  heren,  dem  Romischen  koninge,  in  also- 
danem  saligem  werue  vnde  gheschefte  mit  rade  vnde  dade  trostlik  vnde  truwe- 
liken  behulpen  sin,  dat  Ion  darvore  nemende  van  dem  almechtigen  Gode.  Ok 
wille  wij  id  vmme  eynen  yewelken  na  gebore  gerne  vorschulden,  wor  wij  koneo 
vnde  mogen.     Vnde  desses  to  tuchnisse  etc. 

Nctch  einem  Entvourf  oder  Concept  auf  Papier. 


(1423.     Anr.  Januar.)  811 


Ik 


I^^T  RaA  von  Lubeck  ladet   den  Rath  von  Bremen   zu    etnem  wegen  der  Vttalien" 
bruder  zu  haltenden  Hansetage  ein.     0.  J.     (1423.    Anf.  Januar). 

Dominis  Bremensibus. 

Jlirsamen  leuen  besunderen  vrunde.  Alse  gij  wol  weten,  dat,  Gode  ent- 
farmet,  grote  scbade  geschen  is  vp  der  zee  van  den  vitallienbroderen^  vnde 
besunderen  in  Vresiande,  dar  gi  nu  mit  den^  de  de  van  Hainborch  vnde  wij  in 
Vresland  gesand  hadden,  ok  word  van  hadden  etc.^  also^  leuen  vrunde,  hebbe 
wij  vmme  des  menen  besten  wiilen,  nadeine  wij  ok  irkennen,  dat  vns  alvmme 
vnde  dem  copnianne  dar  dreplik  nnacht  ane  licht,  vorarbeyden  laten,  dat  de 
stede  Rosteke,  Stralessund,  Wismer,  Grypeswold,  Stetin  vnde  mer  stede  ere 
radessendeboden  hir  hebben  willen  vppe  sunte  Fabiani  daghe  erst  tokoinende 
in  vnser  stad,  vmme  to  handelende,  women  bequemelike  weghe  vnde  wijse 
darto  vinde,  datmen  de  zerouere  vte  der  zee  beholden  moghe.  Vnde  wente 
Wen,  leuen  vrunde,  iuwer  dar  sunderges  behofF  bi  heft,  so  bidde  wij  iw,  dat 
gij  des  nicht  en  vorlecgen,  gij  en  hebben  iuwe  vrunde  hir  vp  de  vorscreuene 
tijd  ok  mit  vuller  macht,  in  den  vorscreuenen  vnde  ok  anderen  merkliken 
saken  to  sprekende  vnde  to  den  besten  to  radende,  anseende,  dat  de  vor- 
screuene zake  wichtich  vnde  van  vns  alien  wol  to  betrachtende  is.  Dat  wille 
wij  vmme  iuwe  ersamheyde  gerne  vorsculden,  wor  wij  mogen.  Sijt  Gode 
beuolen,  vns  desses  eyn  vrundlik  antword  to  scriuende  bi  dessen  boden. 

Ohne  Unterschrift. 

Ncich  dem  Concept  auf  Papier,^ 


ift 


Ofto  (der  Eindugtge)y  Herzog  von  Braunschweig  y  ersucht  die  Burgermeister  Pleskow 
und  RapesulveVj  es  zu  bevoirkeny  dass  Heinrich  Ywan  mit  dem  Amte  der 
Knochenhauer  belehnt  werde.     1424.     Feb.  3. 

Otte,  hertoge  to  Brunszwig, 
hertogen  Otten  seliger  sone. 

Ynsen  gunst  vnd  guden  willen  touoren.  Ersamen  leuen  bisundern. 
Vns  is  vorgebracht,  wu  dat  eyn  gnant  Arnd  Ywan  seligen  in  der  stat  to  Lubeke 
^an  dodes  wegen  vorfallen  sij,  vnd  de  hebbe  eynen  sone  nagelaten  gnant  Hein- 

s 

1)  Aaf  demselben  Blatte  folgt  nnmittelbar  eine  ftholioh  Untende  Einladnng  an  den  Rath  tod  Boxtebode. 


812  1424.     Feb.  3. 

rich  Ywan,  ouk  darsulues  wonende  etc.  Bidden  we  ju  met  gantzen  flite  gi 
liken,  dat  gij  deme  suluen  Heinriche  furderlich  vnd  behulpen  sin  vnd  sin  bet 
getruweliken  don  vmme  vnsen  willen,  dat  on  de  rad  darsulues  to  Lubeke  I: 
iehenen  mit  deme  lede  in  den  fleis^chernen ,  alse  dat  sin  vader  seliger  v 
hadde,  vnd  bewisen  vns  darane  wiMen,  vp  dat  he  vnser  bede  darto  gnete,  w 
sine  voreideren  vnd  frunde  vnsen  eldern  vaste  denstes  gedan  hebben  vnd  no 
don.  Dat  wiilen  we  bisundern  gerne  vorschulden.  Datum  Vszler,  ipso  c 
Blasii,  nostro  sub  secreto,  sub  anno  Domini  etc.  vicesimo  quarto. 

Aufschrift:     Den  ersamen  hern  Jordan  Plesco  vnd  hern  Heinriche  Ra^ 
suluer,  radman  to  Lubeke,  vnsen  leuen  bisundern. 

Ncteh  dem  Original  auf  Papier,     Dan  au/gedrOckt  getoesene  Sitgel  i»t  abgeaprungen. 


815 


I.    Geographisehes  Register. 


bedeuieu  die  Summern  der  Urkunderif  die  Ausntellungsorte  sind  durch  Hinzujugung  einea  Sterns  angedeutet. 


istbuin. 

f. 

lemulig,  ehemuls. 

Bckeii. 


Abktlrzangeii. 

Parst.  =  FtLrstentham. 
Hzgth.  =  Hersogthom. 
Kdf.  =  Kirohdorf. 
Ksp.  =  Kirchspiel. 


Lddr.  =  Landdrostei. 
Prov.  :=  Provinz. 
St.  =  Stadt. 
Sohl.  =  Schloss. 


Aiiuisgrauum,  G6S. 
St.  uiid  Bisth.  ill  Jutland,  523. 
rf,  s.  Juliusburg. 

w',  St.  in  P'innland,  114.  527.  529.  656. 
G. 

Name    flir    einzeliie     IlUuser    bei 


1  <r 


,  434. 

'agrab,  St.  und  Bisth.  in  Croatien,  744. 
)eck,  Arnesboke,  Flck.  u.  A.  in  Holstein, 
I  FUrstenth.  LUbeek  gehorig;  Cartliiiuser- 
laselbst,   180.  217.  218. 

,  Schl.  in  Norwegen,  523. 

isel  bei  Finnlaiid,  523. 

Uboicli,  St.  in  Jutland,  523. 

},  Albertesvelde,  LUb.  Enclave  in  Lauen- 

sp.  Belilendorf,  591. 

Schl.  auf  der  Insel  Laaland,  523. 
I  me,    Oldengamme,  Kdf.    in  den   Vier- 
265.  434. 

I ,  Oldenmolne,  Df.  bei  Miilln,  A.  Ratze- 
3p.  Breitenfelde,  38.  385. 
.Itena,  Meierhof  des  Gutes  OevelglSnne, 
ler  See  in  Ilolstein,  Ksp.  SQsel,  29. 
,  St.  in  Holland,  Prov.  Utrecht,  565. 
im,   197.   198.  451. 
Ankelem,  26.     Anclem,  523. 
f.  und  Hof  in  Laaenburg,  A.  Ratzebnrg, 
hlendorf,  628. 


Anker,  Klein,  Lutteken  Man  kere,  Df.  ebend.  591. 
Antworskow,    Anderscho ,    Johanniterkloster, 

spUter  Kon.  Schl.  bei  Slagelse  in  Jutland,  348. 
Anslo,  8.  Opslo. 
Antwerpen,  292. 
Apenrade,  Oppenra,  St.  an  der  OstkUste  Schles- 

wigs,  121. 
Arnsburg,  Arnsberg,  St.  auf  der  Insel  Oesel,  12.* 
Arfrade,  Erweterode,  Df.  im  FUrstenth.  LUbeck, 

A.  Schwartau,  Ksp.  Curau,  609. 
Arpshagen,  Erpeshagen,    Df.    in    Mecklenburg, 

A.  GrevesmUhlen,  Ksp.  KlUtz,  71.  671. 
Artlenburg,     Ertenborch,    Erteneborch,     Flck., 

ehem.  auch  Schloss  an  der  Elbe,  Prov.  Hannover, 

Lddr.    LUneburg,   Pahre   das.,    394.   809   und 

Anm.  das. 
Aschersleben,    Aschirsleben,    St.   in    Preussen, 

Reg.-Bez.  Magdeburg,  657.  822. 
Aurich,  Awerke,  St.  in  Ostfriesland,  406. 
Awerke,  s.  Aurich. 
Awuntzborg,    jetzt   Aunsberg,    ehem.    ein    be- 

festigter  Hof  in  Jutland,  756.* 
Axe  wo  Id,    Axewal,    Schl.    in    Westgothland    in 

Schweden,  523. 

Baden,  St.,  37.*  40.* 

Badendorf,  Bodendorpe,  Df.  in  Holstein,  A.  Rein- 
feld,  Ksp.  Zarpen,  545. 

103» 


816 


I.     Geographisches  Register. 


Bah  us,  Bahuseii;  St.  in  Norwegen,  523. 
BUlau,  Belowe,  Df.  in  Lauenburg,  A.  Ratzeburg, 

Ksp.  Breitenfelde,  204.  473. 
Balge,  Balye,  Meerenge  bei  Pillau,  384. 
BannesdorfjBammerstorpejKdf.  aufFehmarn,324. 
Bark  an,  Berchowe,  Df.  in  Holstein,  A.   Ahrens- 

boeck,  Ksp.  Gleschendorf,  38  S.  44. 
Bartzouwe,  s.  Borzow. 
Basthorst,   Barsthorst,    add.   Gut   und   Kdf.   in 

Lauenburg,  771. 
Baye,  Bay  von  Bourj;n»nifj  725. 
Bchlendorf,    Belendorpe,   Kdf.    in    Lauenburg, 

Liib.  Enclave,  591.  606.  810. 
Beidendorf,  Beyendorpe,  Df.    im  Liib.    Gebiet, 

Ksp.  rrummesse,  Sec  daselbst,  43.  82.  84. 
Belzig,  Beltitz,  St.  in  Preussen,  Keg.-Bez.  Pots- 
dam, 57.* 
Berchowe,  s.  Barkau. 
Berg,  Herzogthum,  534. 
Bergedorf,  Bergerdorpe,  6.  39.  43.  -244.*  245.* 

249.  251.  265.  266.  267.  271.  295.  313.  434.  485. 

Anna,  zu  487.  675.  769.    Kreuz-Kapelle  das.,  6. 
Bergen,  St.  in  Norwegen,  71.  184.  471.  610.  745. 
Bergrade,  Berkrode,  Df.  in  Lauenburg,  A.  Ratze- 
burg, Ksp.  Nusse,  67.  125.  134.  202.  592. 
Berkenthin,  Parkentin,  Kdf.  in  Lauenburg  an 

der    Stecknitz,    2    M.    von    LUbeck,    162.   591. 

Siechenhaus  das.,  162. 
Berlin,  297.* 
Bienenb-tittel,   Binenbuttele,    Kdf.    in  Preussen, 

Prov.  Hannover,  Lddr.  LUneburg,  244. 
Blankonburg,  St.  am  Harz,  657. 
Blekede,    St.    und    Schl.    an    der    Elbe,    Prov. 

Hannover,  Lddr.  LUneburg,  112.*  805. 
Blekendorf,  Blekendorp,  Kdf.  ira  Gute  Futter- 

kamp  im  Lande  Oldenburg,  in  Holstein,  379. 
Bliestorf,  Blystorpe,  Gut  und  Df.  in  Lauenburg, 

Ksp.  Crumraesse,  628. 
Blind enburg,  s.  Plintenbur;?. 
Bodendorpe,  s.  Badendorf. 
Bohmen,    Bemen,   Behem,    3S;2.    541.    54'2.  569. 

711.  ^U.  s•.^5.     Bohemia    i7'2. 
Boitzenburjr,  Boyseneborg,  St.  in  Mecklenburg, 

an  der  Elbe,    139.    \Cy2.  785. 


Bo  ken,  s.  Biichen. 

Bokholte,  s.  Buchholz. 

Bokhorst,    Df.  an  der  Delvenau   bei  der  Stadt 

Lauenburg,  38  S.  48.  42  S.  64. 
Borstorf,  Borstorpe,  Df.  in  Lauenburg,  A.  Ratz^ 

bnrg,  Ksp.  Breitenfelde,  385. 
BHrzow,    Bartzouwe,    Kdf.  in   Mecklenburg,  A. 

Grevesmlihlen,  071. 
Boston,  St.  Bothulf,  St.  in  England,  510. 
Bo  v en  dor  f,    Bovendorp,    eingegangenes  Df.  in 

Holstein,  Ksp.  Prohnstorf,  336. 
Brandenburg,  die  Mark,  297. 
Brandenburg,  St.  und  ehem.  Bisth.  in  Preussen, 

Reg.-Bez.  Potsdam,  .s:3. 
Braunschweig,  657. 
Bredenvelde,  s.  Breitenfelde. 
Breitenfelde,   Bredenvelde,  Kdf.  in  Lauenburg, 

A.  Ratzeburg,  38.  294.  771. 
Bremen,  Diocese,  7.  41.  313.373.533.566.732. 
Bremen,  Stadt,  21.22.  24.  34.*  44.  68.  69.86. 

96.  97.  98.  99.*   100.*    101.  102.*  103.  132. 

151.    198.    395.    565.*    566.    572.  576.579.* 

597.   683.    684.*    686.*    688.    695.  696.  697. 

698.    704.    705.*    707.*   709.    710.  712.  720. 

721.*  746.*  750.  826. 
Breslau,   165*  und  Anm.  das.   166.*  177.* 
Br  ok.   Broke,    Df.    in    Mecklenburg,  A.  Greves- 

miihlen,  Ksp.  Kalkhorst,  671. 
Brote,  Broke,  in  Ostfriesland.  406. 
Brligge,  in  Flandern,  90.*  93.   111.*  143.* U5. 

191.*   199*  224.*  235.*  284.  286.  299.*  339.* 

359.  414.*  641.  650.  665.  606.  717. 
Briinn,  Brunnc,  St.  in  Mahren,   382. 
Btichen,   Boken,  Kdf.  in  Lauenburg,  A.  Unen- 

burg,  599. 
Buchholz,    Bokholte,  Df.   am   Ratzeburger  ^\ 

A.  Ratzeburg,  Ksp.  St.  Georgsberg,  39  S.  od. 
Buck h age n,  Buchkehave,  adel.  Gut  in  Schleswig, 

bei  Cappeln,  610.  613. 
Bukow.  Neubukow,  St.  in  Mecklenburg,  610.  6li>. 
Bui  or  wig,  8.  Vulerwig. 
Bunsdorf,     Gr.-,     Groten     Bunstorpe,     Dt.   im 

FUrstenth.  Ratzeburg,  Vogtei   und  Ksp.  Sch<>n- 

berg,   109. 


I.     Geographisches  Register. 


817 


1.  auf  der  Insel  Fehmarn,  366. 

I  Ungarn,  707.* 

iien,  665. 

8.  Butzen. 

ugen,   buten   Jade,   Landschaft  in    Ost- 

id,  96.   10-2. 

Busen,    ehem.   Ortschaft   in  der  Prieg- 
58. 

,  inferior,  s.  Niederblissau. 
ide,     Buxstehude,     St.     in     der     Prov. 
ver,  Lddr.  Luneburg,  130.  132.  697.  698. 
Anm.  zu  S26. 

burg,    Callumboroh,    St.    auf  der   Insel 
d.  S0>.* 

,  Calmeren,  St.  in  Schweden,    523.    789. 
Calfto,  Schl.  in  Jutland  in  der  Nahe  von 

^.        t)  f^  O  m 

Diocese,  41.   267.  373. 

s.  Kamniin. 

y,  8.  Kaschau. 

en,    Kerstenhagen,    Df.     im     FUrstenth. 

<,  A.  Schwartau,  Ksp.  Curau,  801. 

Czismer,   Tzismer,   ehem.    Benedictiner- 
•  in  Ilolstein,  703. 
Herzogthuni,  665. 

s.  Kllitz. 
,  s.  Kolding. 

I  gen,   Cordesliagen,  Df.  in  Mecklenburg, 
lina,  Ksp.  Llibsee,  530. 

Df.  in  llolstein,  ira  Gute  Rixdorf,  Ksp. 
le,  204. 

er,  s.  Kraiupfor. 
,  St.  in  Mecklenburg,  424.  458. 
58 se,  Df.  in  Lauenburg,  1  M.  von  Lttbeck, 
^heil  zu  Llibeek  gehorig,  39.  43.  82.  84. 
)80. 

Kurowe,   Df.    im    Fiirst.   Liibeck,   Llib. 
e  in  der  Nahe  der  Stadt,  708.  801. 
in,  s.  Zarrentin. 

orf,     Dokendorpe,     Df.    im    FUrstenth. 
k,  A.  Ahrensboeck,  Ksp.  Curau,  801. 


Damme,  ten  Damme,  St.  in   Westflandern,   339. 

414.  G41. 
Damshagen,   Dammeshagen,   Gut    und   Kdf.    in 

Mecklenburg,  A.  GrevesmUhlen,  71.  671. 
Danzig,  Danczik,  Dantzeke,  Dantzke,   Danczke, 

Danczike,  87.*  384.  526.  574.  656.*  663.  666. 

672.  673.  793.  795.*  790. 
Dassow,    Dartzowe,     Flecken,     ehem.    Kdf.    in 

Mecklenburg,     A.    GrevesmUhlen,     397.     411. 

671.  724. 
Delmenhorst,  St.  und  ehem.  Schloss  im  Gross- 

herzogthum  Oldenburg,  698.*  750.* 
Delvenau,  Delvene,  NebenHuss  der  Elbe,  dnrch 

einen    Graben    (grafft)    mit    dem    Mollner    See 

verbunden  und  so  zur  Wasserverbindung  zwischen 

Elbe  und  Trave  benutzt,  38.  42.  397.   786. 
Demern,  Demeren,  Kdf.  im  FUrstenth.  Ratzeburg, 

Vogtei  Stove,  38  S.  47. 
Deventer,    St.    in   Holland,    Prov.    Ober-Yssel, 

10.*   197.   198.  565. 
Dittmarschen,  terra  Dytmarcie,  359.  647.  817. 
Dokendorpe,  s.  Dakendorf. 
Dokkum,  Dockem,   St.  in  Holland,  Prov.  Fries- 
land,  401.  421.*  422.* 
Domitz,   Domnisse,    St.  in  Mecklenburg,  an  der 

Elbe,  246.     Domptze,  610. 
Dordrecht,  St.  in  Holland,  Prov. SUdholland,  228.* 
Dornburg,  Dorneborg,  jetzt  Df.,  ehem.  Amt  und 

Schloss  in  Anhalt,  657. 
Dorp  at,    Darpte,    Darbte,    26.    270.    309.    340. 

436.  452.  453.  659.  660.  663.  066.  669.  673. 

717.  815.  816.  820.  821. 
Dortmund,   Dorpmunde,    44.    792.    803.     Dort- 
mund, 791. 
Duderstadt,  Duderstad,  St.  in  Preussen,  Lddr. 

Hildesheim,  657. 
Duringen,  s.  ThUringen. 

Ebstorf,  Ebbekestorp,  P'lck.  in  Preussen,  Lddr. 

LlUieburg,  ehem.  Kloster,  42.  112. 
Eckernf<5rde,   Ekerenvorde,   Eclenvorde,  St.   in 

Schleswig,  123.  206.  314.  366.  382. 
Eikhof,  torn   Eckhove,   Df.    in  Mecklenburg,  A, 

Mecklenburg,  Ksp.  Eikelberg,  612. 


818 


I.     Geograpbisches  Register. 


Einbeck^Embekc,  St.  in  Preussen,  Lddr.  Hildes- 

heim,  33.  638.* 
Ekelsdorf,    Df.    in    Holstein,    A.    Ahrensboeck, 

Ksp.  SUsel,  690. 
Elbe,  Fluss,  Elve,   Albia,    38    S.    48.    99.    100. 

252.  399.  473.  809. 
Eldena,  Cistercienser-Nonnenkloster,  bei  Grabow 

in  Mecklenburg,  771. 
Elerstorpe,  ehem.  Df.  in  Holstein,  A.  Rethwisch, 

Ksp.  Oldesloe,  336. 
Ellenbogen,  Elenbogen,  s.  Malmoe. 
Emden,  Emede,  St.  in  Ostfriesland,  406.  579. 
England,  Engeland,  199.  358.  417.  814. 
Erfurt,  402.  657. 
Erpeshagen,  s.  Arpshageu. 
Ertenborg,  Erteneborg,  s.  Ai-tlenburg. 
Erweterode,  s.  Arfrade. 
Esslingen,    Eyslingen,   ehem.   ZollstUtte   an  der 

Elbe    in    den    Vierlanden,    Ksp.    Kirchwarder, 

spiiter   Zollenspiker   genannt,    252.    254.    256. 

265.  266.  271.     Fahre   das.,   266.   271.     ZoU 

das.  266.  271. 
Esnmerzyl,  Esmerszyl,  bei  Dokkum,  Anm.  zu  420. 
Eutin,  Oytin,  St.  im  Fiirstentb.  Llibeck,  Residenz 

des  Bischofs,  353.     Uthin  723. 
Eyffland,  Liefland,  573. 

Feb  mam,   Insel,   Vemeren,  terra  Ymbriae,  105. 

128.   129.  23{<.  314.  324. 
Fehmarsche  Sund,  Vemersund,  350. 
Fitzen,   Vitzen,    Df.    in   Lauenburg,    A.    Lauen- 

burg,  Ksp.  BUchen,  316. 
Flandern,   Vlanderen,   93.  111.  143.  155.  156. 

066.  814.  818. 
Flensburg,  Flensborch,   St.    in   Schleswig    121. 

133.*    206.*    208.*    214.*    215.*    216.*    367. 

386.    408.    523.    682.    719.    760.*    761.   802. 

Flenseborgb,  314.    Vlensborch,  229.  372.  400. 

Vlensborgh,  Vlenseborgh,   368.  369.  370.  376. 

752.* 
Florenz,  Florencia,  170." 
Fohr,  Fore,  DHn.  Insel  an  der  Westkliste  Schles- 

wigs,  682. 
Franeker,  St.  in  Holland,  Prov.  Friesland,  420. 


I  Frankfurt    am    Main,   Franckenford,   17.*  73. 
I        348.  423.  586. 
Frankfurt  an  der  Oder,  Franckenford,  160* 
Fredeburg,   Vredeborch,   jetzt    ein   landesLerr- 

liches  Vorwerk,  ehemals  eine  Warte  am  Land- 

wehrgraben    zwischen    Ratzeburg    und   MoIId, 

A.  Ratzeburg,  Ksp.  St.  Georgsberg,  38.  251. 
Fredeborg,  Vredeborch,  eine  von  der  St.  Bremen 

erbaute,  im  J.  1424  wieder   zerstlirte  Burg  an 

der  Weser,  97. 
Fresenburg,  Vrezenborch,  adel.  Gut  in  Holstein, 

Ksp.  Oldesloe,  693. 
Freiberg,  in  Meissen,  744. 
Friedeburg,  s.  Fredeborg. 
Friesdorf,     Fristorp,     Kdf.    in    der    Grafschaft 

Mansfeld,  58. 
Friesland,  Vresland,  3.  85.  417.  826.  Vresen- 

land,    401.      Vryslant    10.     Ostvresland  106.  . 

Friesen  96.  97. 
Friesland,   terra  Vrisoniae,   an   der  Westkfete 

Schleswigs,  359. 

Gadebusch,  Godebusch,  St.  in  Mecklenburg, 508. 

556.*  664. 
Gallentin,     Kdf.     in     Mecklenburg,     Stiftsamt 

Schwerin,  393. 
Gallisien,  224. 

Gansau,  Ganzau,  in  der  Ostpriegnitz,  250.* 
Gar  1  in,    Gharlyn,    Df.    in    Preussen,  Rcg.Bez. 

Potsdam,  Kr.  Westpriegnitz,  537. 
Geervliet,  St.  auf  der  Insel  Putten  bei  Holland,22S. 
Geesthacht,  Hachede,   Landschaft  und  Kdf.  in 

den  Vierlanden,  434. 
Genin,    Gennyn,    Ghynnyn,    Kdf.    in  der  Liib. 

Landwehr,  friiher  zum  Domcapitel  gehSrig,  76. 

107.  169.  353.* 
Gent,  Ghand,  in  Flandern,  191.  665. 
Giesenstorf,   Ghysemerstorpe,   LUb.  Enclave  in 

Lauenburg,  Ksp.  St.  Georgsberg,  591. 
Glasau,  adel.  Gut  in  Holstein,  Ksp.  Sarau,  039. 
Goldenbeck,    Gholenbeke,  Df.   in   Holstein,  im 

Gute  und  Ksp.  Prohnstorf,  336. 
Golm,  Golmis,  Df.  in  Mecklenburg-Strelitz,  Wall- 

fahrtsort,  068. 


820 


1.     Geographisches  Register. 


Helsingborg,  St.  iu  KSeliweden,  523. 
Herrenburg,    HerrcDborcb,    Herneborch,     Kdf. 

im    Flirstenth.    Ratzeburg,    Vogtei   Rugensdorf, 

135.  311.  478.   541.  661. 
Herzogenwald,  s.  Sachsenwald. 
Helsingborg,  St.  iu  Schweden,  523. 
Hilderslef,    befestigter  Hot*  bei  Thisted  in  Jut- 
land, 523. 
Hildesheim,  Bistli.,  08.  78.  713;  St.,  564.*  657. 
Himmelsdorf,  Henimingestorpe,  Df.  am  Himmels- 

dorfer  See,  im  FOrstenth.   Lilbeck,  bei  Trave- 

mUnde,  580.  691. 
Hobs  tin,    Postyn,  Df.  iu  Ilolstein,  bei  Neustadt, 

Ksp.  Altenkrempe,  677. 
Hoheneck,  Hohennack,  Hoennack,  ehem.  Graf- 

schaft  im   Schwabischeu  Kreis  in  WUrtemberg, 

40.  94. 
Hohen-Schonberg,    Df.    in    Mecklenburg,    A. 

Grevesmtihlen,  Ksp.  Ealkhorst,  173. 
Holland,  68.  69.     Hollandessiden,  401. 
Ho  lien  beck,  Holenbeke,  Lfib.  Enclave  in  Lauen- 

burg,  Ksp.   Behlendorf,   39   S.   56.     43  S.  80. 

Wendeschen  Holembeke,  708. 
Holstcin,  13.  157.  677. 
Honhagen,  s.  Mannhagen. 
Hoptorp,  Hoptrup,  Kdf.  und  Ksp.  in  Schleswig, 

bei  Hadersleben,  123. 
Horborch,  s.  Harburg. 
Horneburg,   llorneborg,   Flck.    in   Hannover  an 

der  Lube,  Lddr.  Stade,  533. 
Horsbuherde,    Ilorsbullharde,    jetzt     Wieding- 

harde,  im  A.  Tondern  in  Scbleswig,  123. 

St.  Jago  di  Compostella,  in  Spanien,  617. 

Jobannsdorf,  Johanstorpe,  adel.  Gut  in  Mecklen- 
burg, A. Grevesmtihlen,  Ksp.Dassow,  71. 375. 671. 

Itzehoe,  Ytzeho,  St.  in  Holstein,  157. 

Juliusburg,  vormals  Abbendorpe,  Df.  in  Lauen- 
burg,  A.  Lauenburg,  Ksp.  Gliltzow,  536. 

Jutland,  Nordjudland,  714. 

Kakol,  Kokole,  Df.  in  Holstein,  bei  LUtjenburg, 
Ksp.  Blekendorf,  149. 


Kalkhorst,    Kdf.   in   Mecklenburg,    A.   Greves- 
mtihlen, 671. 
Kammin,  Kamyn,  Camin,  Kdf.  in  Mecklenburg, 

A.  Wittenburg,   450.  482. 
K amp  en,  St«   in  Holland,  Prov.  Ober-Yssel,  565. 
Kaschau,  Caschaw,  St.  in  Ungarn,  515.*  516* 
Kehrsen,   Kersem,    Pachthof    im    Gute  Gndow 

in  Lauenburg,  Ksp.  Sterley,  316. 
Kerherde,    Karherde    des    Amtes    Tondern  in 

Schleswig,  123. 
Kerstenhagen,  s.  Cashagen. 
Kiel,   de   Kyle,  7.   9.    16.   123.   382.  415.  416. 

418.*  435.  444.  453.  503.  527.  667. 
Kittlitz,  herrschaftliches  Vorwerk  in  Lanenborg, 

A.  Ratzeburg,  Ksp.  Mustin,  650.  651. 
Kleinow,  Df.  in  Mecklenburg,  A.  Grabow,  Ksp. 

Ludwigslust,  593. 
Kltitz,  Clutze,  Kdf.  in  Mecklenburg,  Ksp. Greves- 
mtihlen, 671. 
Kneese,    Kneze,  Gut  und   Df.   in  Mecklenborg; 

A.  Gadebusch,  Ksp.  Roggendorf,  433.    Ana 

zu  482.  491. 
Kegel,  Kowall,   adel.    Gut   in   Lauenburg,  Kip. 

Sterley,  650. 
Kokole,  s.  Kakol. 
Kolding,  Colding,  St.  im  stidlichen  Jtitland,  121. 

368.*  408.  523. 
K61n,  Diocese,  7.     St.,    Collen,   Colne,  44.  i^> 

586.*  778.  791.* 
Kbnigsberg,  Koningsberg,  448.* 
Kopenhagen,  124.*  200.*  201.*  314. 367.*  36iJ. 

523.*  619.*  669.*  717.*  766.  811. 
K  or  chow,   Korchow,   Kdf.   in    Mecklenbarg,  A. 

Wittenburg,  433.     Anm.  zu  482.  491. 
Kostnitz,  Costentz,  Constancia,  1.*  11.*  18.*n<. 
Kowall,  s.  Kegel. 

Krakau,  Cracow,  St.  in  Gallizien,  573.*  574. 
Krampfer,    Cramvoer,   Df.    in  Preusseo,  Reg.- 

Bez.  Potsdam,  Kr.  Priegnitz,  558. 
Krauel,  Krowel,  ein  Theil  der  Landschaft  Kirch- 

warder,  434  S.  454. 
Krempelsdorf,  Crempelstorpe,  Df.  bei  Lttbeck, 

unmittelbar   jenseits    des  Landwehrgabens,  im 

Filrstenth.  Ltibeck,  474.  557.  632.  743. 


I.     Geographisches  Register. 


82i 


^  rukow,  Krukowe,  Df.  in  Lauenburg,  A.  Lauen- 

burg,  Ksp.  Gtiltzow,  536. 
iiddeworde,  Kuddeworde,  Kdf.  in  Lauenburg, 

an  der  Bille,  A.  Schwarzenbeck,  265. 
nmmerow,  Cumerowe,  Kdf.  in  Preussen,  Reg.- 

Bez.  Stettin,  Kr.  Randow,  267. 
urslack,  Kurslake,  Landschaft  und  Kdf.  in  den 

Vierlanden,  434. 


al5zek oping,  St.  in  Ostgothland  in  Schweden, 

523. 

^  findskrona,  Landeskrouen,  St.  in  Schonen,  453. 

Lanken,   Lancke,  adel.  Gut  in  Lauenburg,  771. 

L  auenburg,    Louwenborch,    St.    in    Pommern, 

Reg.-Bez.  Koslin,  384. 
Lauenburg,     Louenburg,    Louenborch,    Loven- 
borch,    St.    im   Herzogth.   Lauenburg,    an    der 
Elbe,    38    S.    48.    198.   267.    394.   485.   487.* 
594.*  598.* 
L*au8itz,  Lussitzer  land,  83  S.   125. 
L-^brade,  Kdf.  zwischen  Preetz  und  Eutin,  204. 
Leipzig,  Lipczk,  657. 

L-emgo,  Lemego,  St.  im  Fiirstenth.  Lippe,  189.* 
L«evenwerde,  s.  Liebenwerde. 
L^yden,    Leyden,   St.    in    Holland,   Prov.    SUd- 

holland,  451. 
*^  ^chtenberg,  Lichtenburg, Df.  in  der  Preuss.  Prov. 
Saehsen,  Reg.-Bez.  Merseburg,  Kr.  Torgau,  57. 
60.  166. 
liebenwerde,   Levenwerde,  Df.  in  der  Preuss. 

Prov.  Sachsen,  Reg.-Bez.  Merseburg,  83. 
l^iefland,  Lyfflande,   384.  407.  601.  647.  653. 

659.  717.  737.  801. 
l^iefiandische    Stadte,   419.   427.    802.    803. 

806.  807.  815.  818. 
I^inau,  Df.  und  ehem.  Schloss  in  Lauenburg,  A. 

Steinhorst,  Ksp.  Sandsneben,  769. 
Lindow,   Df.  im   Fiirstenth.    Ratzeburg,    Vogtei 

und  Ksp.  SchSnberg,  167. 
Linkbping,  Bisth.  in  Ostgothland  in  Schweden,  523. 
Lintholm,  SchL  in  Schonen,  523. 
Lipczk,  s.  Leipzig. 

Lodwerde,  rect.  Locwerde,  nordostlich  von  Emden, 
in  Ostfnesland,  421.  422. 


Lokwisch,  Df.  im  Fiirstenth.  Ratzeburg,  Vogtei 

Rupensdorf,  Ksp.  Schonberg,  692. 
London,  56.*  90.  414  und  Anm.  das.  526. 
Ltibeck.     Nur  diejenigen   Urkunden   sind   ange- 

geben,    in    denen   Lubeke   als   Ausstellungsort 

genannt  ist,   15.    19.  76.  202.  312.  508.  716. 

767.  786.  801. 

Ausberdem  kommen  folgende  Formen  vor: 
Lubek,   12.   138.  240.  309.  363.  656.  728.*  781. 

794.  813. 
Lubeck,     18.    85.    165.     177.    541.    600.    647. 

682.*  822. 
Lubecke,  160.  432. 
Lubec,  620.  719.  738.*  800.* 
Lubic,  52.  621.  732.* 

Lubik,  57.  113.   138.   149.*  208.  304.  312. 
Lubike,  45.  219.  263.  264.  585. 
Lubegke,  293. 
Lubick,  566.  740. 
Lubyk,  563. 
Lubke,  630. 
Leubig,  573. 
Civitas  Lubicensis,  41.* 
Ecclesia  Lubicensis,  662.*  685.*  723.* 
Lubeca,  588.* 

Das    Adjectiv    Lubeccnsis     kommt    vor:     90. 
164.  713. 
Kirchen: 

Marien    Kirche,    71.    125.    134.    141.    167. 
174.  404.  502.  662.  713.  771. 
BUrgermeister-Kapelle,  Anm.  zu  782. 

Petri  Kirche,  7.*  141    148.  152.  153.  169. 
173.   181.  679.  798. 
Thurmbau,  798. 

Jacobi  Kirche,  141.  168.  305. 

Aegidien  Kirche,  141.  144. 

Dom,  547.  588.  662.*  685.*  723.* 

Clemens  Kirche,  648. 

Kirche  St.  Johannes  auf  dem  Sande,  345. 
Kloster: 

Dominikaner-Kloster  zur  Burg,  15.  46. 
146.  179.  272.  311.  322.  332.  335.  392. 
542.  548.  549.  561.  589.  590.  622.  716. 
724.  738. 


822 


I.     Geographisches  Register. 


Franziskaner-Kloster,    546. 

St.  Johannis-Kloster,  149.  728.  733. 
Heil.-Geist  Hospital,  128.   129.   147.  296. 
Kleiues  Heil.-Geist  Haus,  521. 
St.  JUrgen  Haus,  302.  304.  312.  405. 
Begin  en  Convent  bei  St.  Catliarinen,  554. 
Siechenhaus  zu  Kl.  Gronau,  555. 
Thore: 

Holsteinthor,  valva  Holtsaciae,  474. 

HUxtertlior,  Huxerdor,  302. 

Mlihlentlior,  valva  molendinorum,  405. 
Strassen: 

Alfstrasse,  Alvesstrate  75. 

Brunstrate,  Brunenstrate,  784  S.  761. 

Burgstrasse,  Borchstrate,  462. 

DankwUrtsgrube,  fossa  Dankqwardi,  383. 

Engelsche  grove,  784  8.  764. 

Enger  Krambuden,  543. 

Fischergrube,  496  Anna. 

Fischstrasse,  platea  piscium,  148.  185. 

Fleischhauerstrasse,  pi.  carnificum,  147. 

Hiixstrasse,  pi.  hucorum,  148. 

Httxterdamm,  141. 

Klingenberg,  703. 

Konigstrasse,  pi.  regis,  546. 

Mengstrasse,  Menghenstrasse,  pi.  Mengonis, 
449.  496.  784  S.   761. 

Milblenstrasse,  molenstrate,  44.  449. 

Vyffbusen,  525.  662. 
Einzelne   GebXude: 

das  Rathhaus,  domus  consularis,  148,  praetorium 
civitatis,  774.* 

Gastliaus  in  der  MUhlenstrasse,  371. 

Gasthofe  znr  goldenen  Krone,  zum  JXger,  zum 
weissen  Pferde,  511  und  Anm.  das. 

Brunnen  oberhalb  der  Johannisstrasse,  48. 
Grundstllcke  ausserhalb  der  Stadt: 

Kuttekensticli,  302. 

Kerstofferskroch,  302.   312.  405. 

Lauerhof,  torn  Lauwen,  47,  300. 

Olausburg,  302. 

Schwerin,  ein  Geholz,  47. 
LUbz,  Lubetz,  St.  und  Anit  in  Mecklenburg,  458. 

Lubese,  470. 


Jj  lie  how,  Luchowe,  Luchouwe,   St.  in  HannoTer, 

Lddr.  LUneburg,  42.  254.  256.  258.  259. 
Lttdershausen,    Ludershusen,  ehem.  Schloss  in 

Hannover,  Lddr.  Lilneburg,   112. 
Lube,  Lu,  Luw,  Nebenfluss  der  Elbe,  253.  259. 
Lund,  Erzbisth.undSt.inSchonen,182.*183.*523^ 
LundenSs,  Schloss  in  Jutland,  523. 
Liine,  Lune,  Nonnenkloster  bei  LOnebnrg,  771-^ 
LUneburg,    Luneborg,    Lnneborgh,    LonebordL^ 

41.  42.  43.  44.  76.  92.*  98.    112.   198.  220. 

223.   247.*   251.    254.   265.    295.*  334.  343^ 

371.  395.  429.  432.  437.  438.  446.  454.458_ 

459.  464.  465.  467.  468.  480.  483.  484. 485. 

486.*  495.*  507.  513.  523.  531.*  533.*  558. 

571.575.582.583.593.607.611.  613.  619.624.» 

625.*  626.  635.  647.  649.*  654.  657.    Annk^ 

zu  661.  676.  687.  694.  695.   696.  697.  69S. 

707.    721.    734.     Anm.    zu    746.    755.  762.*- 

764.  765.  766.  767.  768.  772.  777.  778.  787. 

788.  805.* 

Lunenborcb,  3.  384. 

Lunembnrg,  66. 

Saline  daselbst,  92.  168.  353. 

Kloster  St.  Michaelis,  112.  152.  373. 

Nicolaus  Gilde,  787. 

Johannes  Gilde,  787. 

Gertrud  Gilde,  787. 
LUtgenhof,  de  lutke  hoff,  adei.  Gut  in  Meekleo- 

burg,  bei  Dassow,  724. 
LUtjenburg,    Lntkenborch,    St.    im    ostlichen 

Holstein,  366.  379.  382.  604.* 
LUttenmark,    Lutkenmarke,    Df.    in    Meekles- 

burg,  A.  Boitzenburg,  Ksp.  Gresse,  346. 

Ma  as.  Mace,  Fluss,  3. 

Magdebach,  Meghedebeke,  Medebeke,  einBidi, 

der  in  der  NUhe  von  LUbeck  durch  das  Liaer- 

holz  in  die  Trave  fliesst,  723. 
Magdeburg,   113.*  138.  269.  451.  657. 
MUhren,  Merren,  382.  600. 
Mainz,  DiiJcese,  353.  502.   713.  732. 
Malmoe,  Elnbogen,  St.  in  Schonen,  319. 
Malzahn,    Moltzahn,    Df.   im    FUrstenth.  Ratze 

burg,  Vogtei  und  Ksp.  Schlagsdorf,  494. 


I.     Geographisches  Register. 


823 


Malzow,  Malsowe,  Df.  im  FUrstenth.  Ratzeburg, 

Vogtei  und  Ksp.  Schonberg,  431. 
Mannhagen,   Honhagen,  Mecklenb. - Strelitzische 

Snclave  in  Lauenburg,  Ksp.  Nusse,  174. 
M  anker,  8.  Anker. 

Mariendal,  Brigittenkloster  bei  Reval,  294.  620. 
Marienee,     Marienee,      KarthUuserkloBter     bei 

Rostock,  703.* 
Marienkron,  Brigittenkloster  bei  Stralsund,  620. 
Marienwold,  Brigittenkloster  bei  Molln,  11.  67. 
134.  246.  294.  385.  389.  390.  473.  592.  620. 
I>ie  Mark  (Brandenburg)  244.  645. 
Marne,  Roden  Merne,  Flck.   und  Ksp.  in  Ditt- 

marschen,  817. 
Marnitz,    Mernitze,    Kdf.    in    Mecklenburg,    A. 

Marnitz,  462. 
Mecklenburg,    Mekelenborgh ,    -borch    13.    71 

S.    113. 
Meezen,   to  der  Meetze,  Df.  in  Mecklenburg,  A. 

und  Ksp.  Gadebusch,  508. 
Meiiisdorf,    Meynerstorpe,    Df.   in   Ilolstein,    A. 

und  Ksp.  Ploen,  723. 
^^ifisen,  Mychsen,  64.     Meysschen,  744. 
^^i.*nitze,  8.  Marnitz. 
"*  ddlesex,  Tlieil  von  London,  56. 
^i  Uden,  Diocese,  353.  685.  713. 
"^^Bsunde,    Moessund,    Df.    an    der    Schlei,    A. 

Gottorf,  760. 
"^ist,    Klein-,   minor   Myste,   Df.   im   FUrstenth. 
Ratzeburg,   Vogtei   Scblagsdorf,    Ksp.    llerren- 
burg,  311. 
'^bckern.    Mocker,    St.   in    Preussen,    Reg.-Bez. 

Magdeburg,  Kr.  Jericho w,  269. 
-^odestorp,  ursprttnglich   Dorf,   dann  Theil  der 
Btadt  Ltineburg,  derjenige,  in  welchem  die  St. 
Johamiis  Kirche  liegt,  353. 
^oessuDd,  8.  Missnnde. 
^01  sling,  Moyslinge,  Gut  und  Df.  an  der  Trave, 

nahe  bei  Lttbeck,  142.  150. 
M5lln,  Moln,  37.     Molne,   25.   28.   39.  42.  43. 
51.    134.    243.*    246.*    262.    268.    294.    473. 
650.  651.  771.     Mulen,  18.     Mollen,  385 
Kapelle  zum  heil.  Kreuz  das.,  650.  651. 
Moltzan,  s.  Malzahn. 


Mtihlhausen,  Mulhusen,  657.  822. 
MUnster,  Monster,  Diocese,  68.  78.  502. 

Stadt,  44.  343.* 

St.  Ludgeri  Kirche,  343. 
Mtisselmow,  Musselmowe,   Df.  in  Mecklenburg, 

A.  Crivitz,  Ksp.  ITolzendorf,  458. 
M  us  tin,  Kdf.  in  Lauenburg,  650.  651. 
Mychsen,  s.  Meissen. 

Narwa,  St.  in  Esthland,  309,  407. 
Neu-Brandenburg,  Nygeubrandenborch,  5. 
Neuengamme,  Nigeghamme,  Kdf.  in  den  Vier- 

landen,  265. 
NcuenJiagen,  Nyenhagen,  Df.  in  Mecklenburg, 

A.  Grevesmllhlen,  Ksp.  Kalkliorst,  671. 
Neuhaus,  Nyenhus,  Landstelle  im  A.   Tondem 

in  Schleswig,   121. 
Neuhausen,  Nygenhus,  ehem.  Schl.  der  Familie 

Rohr  in  der  Priegnitz,  479.  480.  492.* 
Neuhof,    Nigenhove,    Df.    in   Mecklenburg,    A. 

Grevesmllhlen,  Ksp.  Friedrichshagen,  458. 
Neukirchen,  Nygenkerken,  Kdf.  in  Mecklenburg, 

A.  Wittenburg,  462. 
Neustadt,     Nienstad,     Nigenstad,     Nygenstad, 

Nyenstad,   Nova    Crempe,    St.    in    Holstein,    7. 

169.    234.*    236.   237.    285.*   366.    382.   415. 

416.  446.  453. 
Neustadt,    an    der  Elde,   St.    in   Mecklenburg, 

582.  593. 
Neustadt,  am  RUbenberge,  an  der  Leine,  Lddr* 

Hannover,  495  und  Anm.  das.,  734. 
Newa,  Nu,  Fluss,  270.  309.  653.  656.  659.  666. 

672.  073.  806.  807.  812.  813.  815.  818. 
Nicoping,  s.  Nyekiobing. 
Niederbiissau,  Nedderbutzowe,  Df.  bei  Lttbeck, 

ehem.  dera  Domkapitel  gehSrig,  107.  547. 
Niedern  KlUtz,  Neddeni  Klutze,  Df.  in  Mecklen- 
burg, A.  Grevesmllhlen,  Ksp.  KlUtz,  71. 
Niemark,   Nyenmarke,   Df.  in  Lauenburg,  LHb. 

Enclave,  Ksp.  Crummesse,  39.  43.  82.  84. 
Niendorf,  Nigendorpe,  adel.  Gut  in  Lauenburg, 

an  der  Stecknitz,  771. 
Nigeghamme,  s.  Neuengamme. 
Nigenstad,  s.  Neustadt. 

104* 


824 


I.     Geographisches  Register. 


Nordhausen,  Northusen,  509.  657.  822. 
Novgorod,  Nowgarden,  108.    Nou-,  Novgarden, 

340.  653.  659.  666.  806.  807.  816.  820.  822. 

Grote   No-,   Nouwerder,   309.    699.    812.    813. 

Nowerden,    601.    717.    812.      Gr.   Nougarden. 

822.      Nougharden,    816.      Novgarders,    270. 

340. 
Nu,  8.  Newa. 

Ntibel,  Nybole,  im  Herzogth.  Schleswig,  802. 
NUrnberg,  83  S.   126.  85.  586.  744.*  824. 
Nusse,  Nutzee,  Notse,  Kdf.  in  Lauenburg,  Ltib. 

Enclave,  67.  134.  202.  592. 
Nyborg,  Nuborg,  St.  auf  der  Insel  Flinen,  523. 
NyekiSbing,    Nicoping,    St.     auf    der    Insel 

Falster,  523. 
Nyenhus,  8.  Neuhaus. 
Nyenstad,  s.  Neustadt. 
Nygenhu8,  8.  Nenhausen. 
Nygenkerken,  8.  Neukirchen. 
Nykoping,    St.  und  Schl.  in  Slidermannland,  in 

Schweden,  523. 

Oberbtissau,    Oberbutzowe,    Df.   bei   LUbeck, 

ehem.  dem  Domkapitel  gehorig,  107. 
0 dense,   Odensee,   Bistb.   und  St.  auf  der  Insel 

Flinen,  121.  523. 
Oeresund,  Norssund,  489. 
Oettingen,    ebeiu.    Grafschaft   im   SchwUbiscben 

Kreise,  jetzt  St.  in  Baiern  an  der  W(5ruitz,  744. 
Of  en,  St.  in  Ungarn,  550.  578.  600.*  608. 
Oldegamme,  s.  Altengamme. 
Oldenburg,   Landscliaft   im  nordostlichen  Hol- 

stein,  238.  366. 
Oldenburg,    Oldenborch,    St.   im    gleichnamigen 

Gro88berzogthum,  20.  24.  68.  69.  74.  86.*  97.* 

98.  399. 
Olden  Molne,  s.  Alt-Molln. 
Oldesloe,  Odeslo,  198. 

Saline  das.,  678.  725. 
Oltena,  s.  Altona. 
Oppenra,  s.  Apenrade. 

Opslo,  Anslo,  Bisth.  und  St.  in  Norwegen,  523. 
Orkney    Inseln,  Orkenoy,  523. 
Osnabrllck,  Osenbrugge,  44. 


Ostbrokerland,  in  Ostfriesland,  422. 
Osteren  See,  200. 

PadelUgge,   Padeluche,   Landgut  in  der  Feld- 

mark   der    Stadt    LUbeck,   72.   360.  404.  681. 
779. 
Paderborn,  Diocese,  713. 
Parcbim,  Parchem,  St.  in  Mecklenburg,  781.* 
Parin,  Klein-,  Df.  im  FUrstenth.  Ltibeck,  in  der 

Nahe  der  Stadt,  Ksp.  Rensefeld,  636. 
Parkentin,  s.  Berkenthin. 
Peeske,    Peetzeke,    ehem.    Df.    in   Lauenburg^ 

Va  M.  von  Molln,  Ksp.  St.  Georgsberg,  390. 
Perleberg,  St.  in  Preussen,  Prov.  Brandenburg, 

258,  264.  266.*  267.* 
Pernau,  Pernawe,  54. 
Plan,  Plawe,  St.  in  Mecklenburg,  240.* 
Pleskow,  816.  820.  821. 
Plintenburg,  Blindenburg,  ehem.  Konigsburgin 

Ungarn,  bei  Pest,  89 »  94. 
Ploen,  Plone,  St.  in  Holstein,  88.  380.*  400* 

605.*  723. 
PlUschow,    Pluscowe,    Plutzekowe,    Hof  in 

Mecklenburg,  A.  GrevesmtUilen,  Ksp.  Friedrichs- 

hagen,  71.  450.  482. 
Poel,  Pole,  Insel  bei  Wismar,  612.  671. 
Pogetz,    Pogetze,    Df.   in  Lauenburg,  am  Ratze- 

burger  See,  Ksp.  St.  Georgsberg,  585. 
Pol  en,  Kunigreich,  796. 
Postyn,  8.  Hobstin. 
P  S  t  e  r  a  u ,  Potera we,  Kdf.  in  Lauenburg,  A.  Louen. 

burg,  736. 
Prag,  83  S.   125. 

Pressburg,  in  Ungarn,  470.*  824.* 
Prettin,   St.  in  Preussen,  Reg.-Bez.  Mersebflrg, 

Kr.  Torgau,  544.  623. 
Preussen,    Prutzen,   Pruyssen,    110.   224.  357. 

384.     526.     641.    647.    665.    666.    672.  673. 

737.  818. 
Preussische  Stadte,  419.  427. 
Priegnitz,  Prigglienisse,  Land scb aft  iu  der  Prov. 

Brandenburg,  645. 
Prieschendorf,    Pryzekendorpe,    adel.  Got  in 

Mecklenburg,  bei  Dassow,  724. 


I.     Geographisches  Register. 


825 


^fohnstorf,  Pronstorpe,  add.  Gut  und  Kdf.  in 
Holstein,  am  Warder  See,  336.  528. 

^i"ojen8dorf,  Prodenstorpe,  Df.  in  Holstein,  Ksp. 
Eiel,  514. 

I^iittgarden,  Potgarde,  Df,  auf  der  Insel 
Fehmam,  Ksp.  Bannesdorf,  324. 

Qiiedlinburg,  657.  822. 

R  adt   vor   dem   Walde,  Rode  vor  dem  wolde, 

St.  im  Herzogth.  Berg,  534. 
Rakes borg,  im  Herzogth.  Schleswig,  133. 
Ram  bow,  s.  Wendisch  Rambow. 
Randesweyde,    GrnndstUck  in   den  Vierlanden, 
in   den    Landschaften    Altenji^amme   und   Kurs- 
lack,  434. 
Rappenheim,  im  Elsass,  Kr.  Hagenow,  744. 
R  aseborg,    Raesborch,    Schloss     im    sUdlichen 

Finnland,  108. 
R  athenow,    Rathnowe,   St.    in   Preuasen,  Prov. 

Brandenburg,  Reg.-Bez.  Potsdam,  83. 
Ratjensdorf,     Ratmerstorpe ,    Df.    in    Holstein, 

bei  Ploen,  Ksp.  Lebrade,  391. 
R  »tzeburg,  Bisth.  und  St.,  6.*   7.    14.   38.  71. 
134.  153.  159.  202.  243.  251.  262.  385.  389. 
397.    449.    473.    485.      Anm.    zu    487.    536. 
585.*    592.    631.    650.    651.    661.    671.    687. 
689.  690.  691. 
Ratzeburg,  Grafschaft,  39.  43  S.  70. 
Ratzeburger  See,  38  S.  48.  39.  43  S.  80.  149. 
^aTensborg,  Schloss  auf  der  Insel  Laaland,  523. 
^©defin,  Redemyne,  Gut  und  Kdf.  in  Mecklen- 
burg, A.  Hagenow,  439. 
^edewisch,  s.  Rethwisch. 
^egensburg,    58.*    62.*    63.*    64.*    65.*    66.* 

451.*  822. 
^^bna,  St.  in  Mecklenburg,  Kloster  das.,  644. 
^  ^ i  n  b  e  c  k ,   Reinebeke,  ehem.  Nonnenkloster  in 

Holstein,  an  der  Bille,  313. 
^^infeld,     Reynevelde,     ehem.     Cisterzienser- 
Monchskloster  in  Holstein,   2   M.    von  Ltibeck, 
76.  136.*  357.  398.  473.*  562.  634.* 
•*^endsburg,    Rendesborch,    St.    und    Schl.   in 


ii«i«x-.:-. 


1  no 


Ren 8 d or f,    Renstorpe,   Df,    in    Mecklenburg,  A. 

und  Ksp.  Boitzeubnrg,  346. 
Rensefeld,     Reusevelde,    Kdf.    im     FUrstenth. 

LUbeck,  A.  Schwartau,  59. 
Rethwisch,  Redewisch,  Ortschaft,  ehem.  adeliges 

Gut  in  Holstein,  Ksp.  Oldesloe,  375.  739. 
Reval,  Revale,  Revalle,  Revel,  Revelle,  26.  35. 

36.    54.    108.*    110.*    114.*    270.    326.    337. 

340.    342.    356.    407.    425.    436.*    453.    457. 

512.    663.*    666.    669.  673.   717.   807.   811.* 

812.*  813.  815.  816.  821. 
Ribe,  Ripe,  Ripen,   Bisth.    und   St.   in    Jutland^ 

121.  523.     Rypen,  229. 
Ribnitz,    Rybbenitz,    St.    in    Mecklenburg,    55. 
Ribbenitzer  Wik,  289.  291. 
R  i  e p  e  n  b  u  r  g,    Ripenborg,    ehem.    Schloss    bei 

Bergedorf,    245.    249.    251.    252.    265.    266. 

267.  271.  434.   485.  769. 
Riga,  Rige,  Righe,  Ryge,  26.  54.  95.  270.  326. 

340.  384.    505.    601.*   666.    673.    749.»    807. 

812.  813.*  815.  816. 
Ripen,  s.  Ribe. 
la  Rochelle,    Rotsele,    Rossele,    in    Frankreich, 

199.   339.  358.  414.  814. 
Rode  vor  dem  wolde,  s.  Radt. 
Roden  Merne,  s.  Marne. 
Roggclin,  Rogelin,  Pachthof  im  FUrstenth.  liatze- 

burg,  Vogtei  Stove,  39  S.  56.  43  S.  81. 
Rolofshagen,  Roleveshagen,  Df.  in  Mecklenburg, 

A.  Grcvesmtlhlen,  Ksp.  Damshagen,  671. 
Rom,  373.*  381.*  389.*  397.*  472.* 
Rondeshagen,  adel.  Gut  und  Df.  in  Lauenburg, 

Ksp.  Berkenthin,  181. 
Ronnenberg,   Renneberge,   Kdf.   in  Hannover^ 

Lddr.  Hannover,  685.  713. 
Roseburg,    Roseborch,    Df.    in  Lauenburg,   im 

Gute  Wotersen,   Ksp.  Siebeneicheu,   39   S.   56. 

43  S.  81.  501.  736. 
Rosenitze,  s.  RUnz. 

Rosing,  Rose,  Meierhof  im  Gute  Prohnstorf,  336. 
Rositen,  Rositten,  jetzt    Reschiza,   Eisenbahn- 

station  zwischen  Pleskow  und  Dfinaburg,  ehem. 

Ordensvogtei   unter  der    Komthurei  Dttnaburg, 


•71  ft  * 


826 


I.     Geographischps  Register. 


Rostock,  44.  55.95.*  119. 120.*  122.*  125.*  155.* 

156.    175.    198.    286.    291.    364.    370.    372.* 

401.    424.  461.*  577.*  600.    013.*   614.    647. 

699.    703.    744.    752.    707.    772,     777.    778. 

818.  823.  826.     Rostok,  205.  376.  417.  419. 

429.    453.     706.     756.     ;65.    766.      Rostoke, 

441.  519.  597.  660.    Rozstocke,  426.    Rosteke, 

3.  384.  642.    Rostogk,   10.  26.    Rozstoke,  32. 

61.    367.    408.   618.    704.      Ruzstok,    53.    81. 

386.  399.  410.  523.  731.737.    Rozbtock,  105. 

419.  682.     Rostke,  239. 
Rots  el  e,  s.  la  Rochelle. 
Rundhof,    Runtoft,    adel.    (Jut   in   der   Cappeler 

Harde,  119.*  123.  213.*  298.* 
RUnz,    Deutsch-,    Dutschen    Rosenitze,     Df.    im 

Fllrstentli.  Ratzeburg,  Ksp.  Demeni,  449. 
Russland,  340.  815.  818. 
RUstringen,   Rustriiigen,  Landschat't  in  OstlVies- 

land,  349.  359.  406. 

I 

Sachsenwald,  des  liertogen  wold,  eine  ausge- 
dehnte  Waldnng  in  Lauenburg,  die  sich  durch 
den  grossten  Theil  des  Amtes  Schwarzenbeck 
zieht,  266.  271. 

Salzwedel,  Soltwedel,  St.  in  der  Altmark,  Reg.* 
Bez.  Magdeburg,  211.*  212.* 

Sands neben,  Tzanskenevene,  Kdf.  in  Lauen- 
burg, A.  Steinhorst,  38.  39.  42.  43  S.  79. 
S.  83.     Sanskeneve,  98.  488. 

San  tow,  Tzanckowe,  Df.  in  Mecklenburg,  A.  und 
Ksp.  Grevesmtihlen,  460. 

Sarau,  Zarowe,  Df.  in  Lauenburg,  Ksp.  Grdnau, 
42  B.  65.  44. 

Scharnebeck,  Schermbeke,  ehera.  Kloster  in 
Hannover,  Lddr.  Llineburg,  112. 

Schenkenberg,  Gross-,  Gut  und  Df.  in  Lauen- 
burg, Ksp.  Crummesse,  14.  362. 

Schermbeke,  s.  Scharnebeck. 

Schlamcrsdorf,  Kdf.  im  Gute  Seedorf  in  Hol- 
stein,  169. 

Schlei,  Sly,  der  Meerbusen  der  Ostsee,  an 
dessen  westlichem  Ende  die  Stadt  Schleswig 
liegt,  206.  213.  760. 

Schleswig,  Ilerzogthum,  682. 


Schleswig,  Stadt,  Sleswik,  Sleswyk,  Schleswijk, 

Sleswic,    Sleswick,     3.    53.    123.    124.   127.* 

150.   182.  200.  201.  206.  207.  209.  210.213. 

214.  215.   226.  314.  802.     Sleswek,  327. 
Schlutup,   Sluckupy  Sluckuppe,  Kdf.  im  Gebiete 

von  LUbeck,  671.  675. 
Schonberg,    Schonenberge,    St.    im    Fttrstenth. 

Ratzeburg,  675.  819.* 
Schonkamp^    Schonenkampe,   Grundstiick  bei 

Curau,  LUb.   Enclave   in   Holstein,   300.  341. 

403.  708.  801. 
Schwa  an,  Swane,  St.  in  Mecklenburg,  631. 
Sch  wabstedt,  Swavestede,  Zwavestede,  Flck.  ood 

Schl.  an  der  Treene,  in  Schleswig,  206.  31i 
Schwanbcck,   Swanenbeke,  Df.  im  FUrstenth. 

Ratzeburg,  Vogtei  Schonberg,  Ksp.  Selmsdorf  109. 
Schweden,  Zweden,  110. 
Schweinitz,    Swynitz,    St.    an   der  scbwarzeo 

Elster,  443.* 
Schwerin,  Bisth.    und   St.,   Swerin,  Zverin,  41, 

45.  85.  246.  263.*  264.*  393.  493.  674. 
Seedorf,  Seedorpe,  adel.  Gut  und  Kdf.  in  Lanea- 

burg,  am  Schallsee,  650.  718. 
Seedorf,  adel.  Gut  in  Holstein,  im  Preetzer  Giite^ 

district,  169. 
Segeberg,  Segeberghe,  Segheberghe,  St.  in  Hoi- 

stein,  107.  123.  126.  129.  400.  615. 
Siemz,    Gross-,    Df.    im    Ftlrsteoth.    Ratzeborg, 

Vogtei  und  Ksp.  Schonberg,  167. 
Sierhagen,   Syrave,   adel.   Gut   in   Holstein,  io 

Oldenburger    Gtiterdistrict,    Ksp.  Altenkr^pC; 

128.  375.  689.  801. 
Skagen,  Schaghen,  die  nordSstliche  Spitze  voa 

Jtttlaud,  435. 
Skara,  Bisth.  in  Westgothland  in  Schweden,  523. 
Sly,  s.  Schlei. 
Soltwedel,  s.  Salzwedel. 
Sonderburg,  Sunderborch,  Schloss  auf  der  ln«l 

Alsen,  400.  770. 
Spanien,  224.     Spanierdes,  414.,  geheiten  Bu8- 

kayei-s,  199. 
Stade,  Stade,  St.  in  der  Prov.  Hannover,  3S  8. 

48.  42  S.  64.  68.  69.  86.  96.  98.   102.  117.* 

126.  131.*  132.*  140.*   143.    145.    151.  154, 


8SS 


I.     Gpographisches  Register. 


Traneker,    Schl.    im    Norden    der    DUn.    Insel 

Langeland,  523. 
Trave,  Fluss,  li'2,  401.  55:^. 
Travemliude,    St.    am  AusHiiss   der  Travo,  13. 

42  S.  62. 
Trebbow,    Gross-,    Magna    Trebaw,     Kdf.    in 

Mecklenburg,  A.  Schwerin,  07  4. 
Trindeln,  Trendele,  Insel  im  Kattegat,  87, 
TUrken,  600. 
Ttitzen,   Utsee,  Df.  in  M(»cklonburg,  A.  Bukow, 

Ksp.  Passee,  458. 
Twedorf,  s.  Zweedorf. 
Tymmendorpe,  8.  Timmendorf. 
Tyn,  Thienen,  Tirlemont,  in  SUdbrabant,  550.  578. 

Uelzcn,     Ulsscn,    St.    in    Preussen,    Prov.    Han 

nover,  02. 
Ungarn,  83.  85.  588.  600. 
Upland,  Landschaft  in  Schweden,  523. 
Upsala,  Erzbisth.  in  Schweden,  523. 
Utrecht,  St.  in  Holland,  292.  565.  740.* 
Utsee,  8.  Tiltzen. 
Uwe,  Fluss  in  Esthland,  110. 

Venedig,  586.  632.  808.* 

Verden,  Diocese,  41.  353.  373.  657.  732. 

Victoriesdorpe,  s.  Torriesdorf. 

Voder  rode,  s.  Vorrade.  . 

Vorden,  Vorde,   Bremervorde,  St.    in   Hannover, 

Lddr.  Stade,  151.*  210.* 
Vorrade,  Voderrode,  Df.  in  der  LUb.  Landwehr, 

ehem.  dem  Domkapitel  p;ehorig,  107. 
Vredeborg,  s.  Fredeburg. 
Vresland,  s.  Friesland,  de  Vresen,  579. 
Vulerwig,  Kdf  in  der  Landschaft  Eiderstedt,  im 

Herzogthum  Schleswig,  359. 

Wacknitz,  Fluss,  38  S.  4s.  42  S.  61.  42  S.  80. 

141.  302. 
Wadstena,    Wasteen,    Hof    in    Ostgothland    in 

Schweden,  473.     Brigittenkloster,  620.* 
Walk,  St.  in  LieHand,  309.*  717.* 
Walsmlihlen,    Walsmolen,   Df.  in  Mecklenburg, 

A.  Walsmlihlen,  Ksp.  Stralendorf,  439.  469.  482. 


Wartbcrg,   Schl.  in  Halland  in  Schweden,  523. 
Warwisch,   Theil    der   Landschaft  Rirchwirder, 

434  S.  454. 
Was  teen,  s.  Wadstene. 
Welch 8 el,  Wysele,  Fluss,  384. 
Weissenburg,  St.  in  Ungarn,  652.* 
Weltzow,  s.  Wolzow. 
Wendisch  Rambow,  Df.  in  Mecklenburg,  A. 

Mecklenburg,  Ksp.  Gallentin,  393. 
Welun,  jetzt  Wiliona,  Burg  in  Litthauen,  mder 

Memel,  573.  574. 
Wensin,  de  Wenzine,  adel.  Gut  in  Holstein,  im 

Preetzer    GUterdi strict,    331.    490.      Wensincr 

See,  490. 
Wentorf,     Wenttorpe,    Df.    in    Lauenburg,  A. 

Steinhorst,  Ksp.  Sandsneben,  488. 
WentsUsel,  Bisth.  in  Jutland,  87. 
Werlitz,  s.  Worlitz. 

Wernigerode,   VVeringerote,   St  am  Hare,  657. 
Weser,  Wezero,  Fluss,  99.   100. 
Westerau,    Westerawe,    Ltib.  Stifltsdorf  in  Hol- 

stein,  Ksp.  Klein- Wesenberg,  203. 
Westergothland,  Landschaft  in  Schweden,  523. 
Westerwiig,  Westerwik,  Df.  und  ehem.  Kloster 

an  der  Westseitc  des  Liroiiord,  714. 
Westfriesland,     Westvresland,    Wcstfresland, 

99.   100. 
Westminster,  355.*  510.* 
Wiborg,  St.  und  Bisth.  in  Jutland,  523. 
Wiborg,    Wyborch,   St.    in  Finnland,  35.*  110. 

342.  656.  659.  666.  806.  807. 
Wien,  657.  730.* 
Wilsnack,    Wilsnacke,    St.    in   Preussen,    Reg.- 

Bez.  Potsdam,  Kr.  Westpriegnitz,  668. 
Winsen,  Kdf.  an  der  Aller,  in  der   Pmv.   Han- 
nover, bei  Celle,  221.*  780. 
Winsen    an    der    Luhe,    Winsen     upper    Luw, 

St.    in    der   Prov.    Hanniiver,   Ijddr.    LUneburg, 

253.*  254.   2:)8.  259.* 
Wisby,  St.  auf  Gothland,  489.   (i60.  (>72.*  673. 
Wis  mar,    Wismer,    de    Wismer,     Wysmer,    de 

Wysmer,  3.    16.    19.    26.    44.    51.    53.  55!  61. 

77.*    81.    83.    85.    88.    105.     115.    119.    12M. 

122.  143.*  163.  190.*  192.*  196.  198.  206.219.* 


II.    Personen  -  Register. 


Zahlen    bedeuten   in  der   Regel   Vrkunden;    wenn  aie  Seiten    bedeuten,  iat  ein   S.  vorge$etzt. 
bezeichneten   Nummern  aind  von   den  genannten   Personen   ausgestellt,     Hptm,  =  Hauptmann.     K/m.  = 
Rm.  =  Bathinann.     Bgmstr.  =  Burgermeister.     s.  =  siehe. 


Die  mit 
Kau/i 


A. 

Abbenborg,  Conr.,  Archidiaconus  in  Modestorp, 

353. 
Achym^    Job.,    Kleriker    der    Bremer    Diocese, 

267.* 
Adolph    IX.    (VIII.    nach    Waitz),    Herzog   von 

Schleswig,  Graf  von  Holstein,   128.   129.    296. 

400.*  553.  647.  678.  682.  687.  767.* 
Adolpb,  Graf  von  Holstein,  Schauenburger  Linie, 

233.*   321. 
Adolph,  Graf  von  Nassau,  600. 
von  Affelcn,  Alb.,  503. 
von  Affeln,  Job.,  Rm.  in  Stettin,  442. 
Agnes,  Herzogin  von  Mecklenburg,   Wittwe  des 

Herzogs  Albrecht  III.,  556.*  610. 
von  A  hi  ef  eld,  Aneveld. 

—  Detlev,  Ritter,  53.  104.  206.  605.*  615.* 

618.  767. 

—  Detlev,  Knappe,  751. 

—  Ileinrich,  Ritter,  206.   398. 

—  zwei  (ungcnannte)  Brlider,  366. 

von  A  ken,  Gord,  Marschall  des  Raths  von  LUbeck, 
47.  332. 

—  Gerhard,  Bruder  der  Kalandsbrliderschaft 

zum  Ileil.-Geist,  296. 
Albert  (Krummendik),  Bischof  von  Liibeck,  345, 
Albert,  Vicedecan  in  LUbeck,  19. 
Albert,   Lesemeister   im  Burgkloster  in  Ltibeck, 

542.*  548.*  549.*  561.*  589.*  590.* 
Albrecht   III.,  Herzog  von  Mecklenburg,  K(3nig 

von  Schweden,  786.  gest.,  38  S.  49.  397. 


Albrecht   V.,  Herzog  von  Mecklenburg,  4.*  4 
45.  55.  61.   63.    161,    K*   2.    8.    4.*    6.   26£ 
264.*  289.  291.  325.*  463.*  524.*  556. 

Albrecht  V.,   Herzog  von   Sachsen  - Lauenb 
gest.,  39  S.  54. 

Albrecht  (Sohn  Erichs  IV.),  Herzog  von  Sachsei 
Lauenburg,  Domherr  in  Hildesbeim,  266.*  26 

Albrecht,  Herzog  von  Sachsen  und  Ltineba 
Bruder  des  KurfHrsten  Rudolf,  83.  KurfU 
165.   166.*  269.*  293.*  363.*  378.  443.* 

Albrecht,  Herzog  von  Oesterreich,  606. 

Albrecht  (Sohn  Heinrichs  II.),  Graf  von  Holste 
gest.,  107. 

Albrecht  von  Hohenlohe,  600. 

Albrecht  Schenk  von  Landsberg,  s.  Sehe 

Aid  ewer  Id,  Hans,  Knappe,  Anm.  2  zu  273. 

von    Alen,    Conr.,    Bilrger    in    Lttbeck,    g 
396,  12. 
—     Windele,  Wittwe  desselben,  396,  12. 

Algudson,  Sture,  Ritter,  523. 

von  der  Aire,  Heinr.,  Goldschmidt  in  Ltibeck,  2 

Alsteker,  Job.,  BUrger  in  Lttbeck,  649. 

von  Alton,  Pleyneke,  Knappe,  Anm.  2  zu  2^ 

Amendorp,  Dietr.,   der  jUngere,  Knappe,  A 
14  zu  273. 

Ammendorf,  Job.,  in  Halberstadt,  657. 

Andeleff,   Marq.,    Domherr  in   Ratzeburg,  1>3^. 

Antbernus,  Bischof  von  Hamar,  523. 

Arendes,  Curd,  Knappe,  Anm.  9  zu  273. 

Arnd  de  Bever,  Knappe,  Anm.  16  zu  273. 

Am  des,   Theodorich,   Bischof  von  Lttbeck,  345. 


»: 


7. 


3. 


II.     Personen  -  Register. 


83i 


Arnckele,  Hartwich,  133. 

von    Arnem,  Stacius,  Soldner,  276. 
Arnold,  Bischof  von  Strengniis,  523. 
von    Aschen,  Bernd,  5. 

Ebel,  5. 

Hermann,  Bruder  des  Ebel,  5. 

von  Aschwede,  Borch.  Knappe,  Anm.  16  zu  273. 
von  Astorp,  Curd,  Knappe,  Anm.  7  zu  273. 
Attcndorn,    Eberhard ,    Bischof    von    LUbeck, 

gest,  345. 

B. 

Baekhus,  Wyneke,  Wollenwebergeselle,  733. 
Bade,  Herm.,  Soldner  des  Heinrich Tarnewitz,  193. 
Badysern,  Ilerra.,  Km.  in  Stralsund,  442. 
Balduin,  s.  Boldewin. 
Balke,  Arnd,  804. 

- —     Job.,  Blirger  in  LUbeck,  328. 
de   Ballionibus,  Ludw.,  95. 
Balthasar,  Herr  von  Werle,  160.  163. 196.*  240.* 
Ban^kow,  Job.,  Bgmstr.  in  Wismar,  45.*  188. 

195.   196.    263.*    357.    386.*    398.  408.    411. 

427.  432.  616.  768. 
Barensteker,   Heyno,   BUrger   in  LUbeck,  622. 
^on    Barkhusen,    ITeinr.,    Knappe,  Anm.   4   zu 
273.,  8.  Berkhusen. 

— -      Johann,  776. 

—     Heinrich  ^^ 

^,      ,       \  bonne  desselben,   /  /  6. 
— -     Theodor   (  ' 

rnekow,  Marquard,  479.  480. 
—     Keymar,  475.  479.  480. 
rold.  Curd,  162. 
^^n    Bartensleben,  Bertensleve,  GUnzel,  Bitter, 
Lc^hnsmann   des  Herzogs  Heinrich  von  Braun- 
soliweig,  42. 

^^tscherer,  Engelke,  190. 
^  ^  ^se,   Steen,  Ritter,   328.  682.  748,  Hptm.  in 

Vyborg,  523. 
^^tt;,  BUrger  in  MoUn,  38. 

^^ta,  PriSrin  des  Johannis-Klosters  in  LUbeck, 
•^33.* 
k       ^^^hchel,  Herm.,  BUrger  in  Gadebusch,  478. 
I       Be^jj-gy^  ^llj^  y^g^  ^^g  Herzogs  Bemhard  von 

\  Braunschweig-LUneburg,  780. 


B 


B 


Becker,  Ludwig,  Wollenwebergeselle  in  LUbeck, 

733. 
Been,  Matthaeus,  Kapellan  des  Bischofs  Johann 

Scheie,  713.  732. 
van  der  Beke,  Heinr.  BUrger  in  LUbeck,  534. 
Bekemann,  Henneke,  Hptm.  in  Axewal,  523. 
von  dem  Bele,  Heinr.  Knappe,  Anm.  7  zu  273. 
Below,  Herm.,  Schreiber des Raths zu  Parchim,  781. 
von  Bemen,  Lambert,  BUrger  in  LUbeck,  435. 
Beltvlet,  Nicol.,  Eingesessener  in  Krempelsdorf, 

557. 
Benckenhagen,  Otto,  Schiifer  in  LUbeck,  319. 
B en ed ictus,  Bote  des  Markgrafen  Friedrich  von 

Brandenburg,  244. 
Beneke,  Heinr.,  Eingesessener  in  Alt-M511n,  38. 
Bennyn,  Heinr.  BUrger  in  LUbeck,  444. 
Ben  tor  p,  Staciua,  SUlduer,  825. 
Bents  on,  Gottschalk,  523. 
Bentveld,  Clans,  514.* 

de    Bentzem,    Bentzheim,    Heinr.,    BUrger    in 
LUbeck,  780. 

—  Ri)ttger,  BUrger  in  LUbeck,  780. 
Berchmann,  BUrger  in  Molln,  38  S.  41. 
Berchstede,  BUrger  in  Molln,  38  S.  42. 

B  ere  owe,  Lerameke,  BUrger  in  M(5lln,  38  S.  i'^>. 
Be  re,  Olemann,  Knappe,  Anm.  5  zu  273. 

—  Heinrich,  Rm.  in  LUneburg,  42.  92.*  762.* 

—  Johann,  Rm.  in  LUbeck,  141.*  562. 
Berend,  Grote,  Anm.  12  zu  273. 

von  dem  Berge,  Werner,  Ritter,  Anm.  zu  504. 

—  Heinrich,  Bgmstr.  in  Hamburg,  76. 

—  Laurentias,  MUnzmeister  in  Stettin,  442. 

—  Godeke,  Gastwirth  in  LUbeck,  Anm.  zu  511. 
Berkhahn,  Gerd,  346.*  Stecknitzfahrer,  388. 

—  Hille,  Ehefrau  desselben,  388. 

—  Heinrich,  in  LUttenmark,  346. 

—  Heinrich,  in  Renstorp,  346. 
von  Berkhusen,  Dietr.,  S(51dner,  276. 

—  Tidekinus,  359.  s.  Barkhusen. 
Berlin,  Heinr.  BUrger  in  LUbeck,  371. 
Bern  des,  Hans,  BUrger  in  Molln,  38. 

—  Werneke,  Goldschmidt  in  LUbeck,  277. 
Berndesson,  Mattes,  SSldner  des  Heinr.  Tarne- 
witz, 193. 


832 


II.     Personen  -  Register. 


von  dem  Berne,  Rudolf,  Soldner,  283.* 
Berner,  Tonnies,  460,  Knappe,  in  Gudow,  671. 

—  Job.,  Bilrger  in  Perleberg,  267. 
Bernhagen,  Heinr.,  Domherr  in  Stettin,  442. 
Bernhard,   Bernd,   Herzog   von    Sachsen-Lauen- 

burg,  6.*  37.  171.  211.  212.  241. 
242.  266.*  267.  294.  437.  446.  454. 
458.  45S.  464.  465.  467.  468.  507. 
513.  539.  558.  582.  583.  585.*  592. 
593.  607.  721. 

—  Ilerzog  von   Braunschweig -Lttneburg,  495 

und  Anm.,  635.*  647.  649.  657. 
734.*  780. 

—  Schatzmeister  in  Reinfeld,  398. 
Berntstorp,  Herra.,  460. 

Bersouw,   Heinr.,  Goldschmidt  in  Llibeck,  277. 

von  Ber  ten  sieve,  s.  Bartensleben. 

Bertold   (Dives),   Propst   in   LUbeck,    149.  302. 

303.  304.*  312.  353.  405.  508.*  685.  723.  728.* 
Bertram  Cremon,  Bischof  von  LUbeck,  gest.,  345. 
Bertram,    Abt    des    Klosters    in   Reinfeld,    76.* 

136.*  473.*  634.* 
Bertram  mi.  Job.,  Vicar  in  LUbeck,  7. 
Berveld,  Hans,  BUrger  in  LUbeck,  312.  405. 
Beseler,    Godeke,    HandlungsgehUlfe     des  Tid. 

Steen,  407. 
Beteke,  Bertold,  Wollenwebergeselle  in  LUbeck., 

733. 
Beve,  Hartwiob,  Rm.  in  LUneburg,  92.* 

—  Henneke,  Eingesesseiier  in  Breitenfelde,  38. 
de  Bever,  Arnd,  Knappe,  Anm.  10  zu  273. 
Beyer,   Beyers,  Heinr.,  Rm.  in  Groningen,  420. 

421.  422. 
von  Bileveld,  Beneke,  680. 
Birger,  Job.,  BUrger  in  Utrecht,  292. 
Bismark,  Job.,  BUrger  in  Stockholm,  351. 
Bisscop,  Bernh.,  BUrger  in  LUbeck,  741. 

—  Conr.,  Bgmstr.  in  Stralsund,  442. 
Bisse,  Heinr.,  Buldner,  280.* 
Bissowe,  Arnd,  BUrger  in  MiJlln,  38. 

—  Wolter,  BUrger  in  MoUn,  38. 
Blanke,  Heinr.  Sehlachter  in  LUneburg,  584. 
Block,  Bernd,  Wollenweber  in  Lttbeck,  733. 
Blome,  Dietr.,  Amtmann  in  Tondern,  229. 


Blome,  Heinr.,  Knappe,  Anm.  8  zu  273. 
Blomendal,  Heinr.,  Bflrger  in  LQbeck,  379. 
B  16m  en  rod,  Btkrger  in  Lflbeck,  gest,  371. 
Blttcher,  Schack,  Prior  in  Ratzeburg,  494. 

—  Ulrich,  Propst  in  Ratzeburg,  449. 

—  Hans,  476.  664. 

—  Ludeke,  Knappe,  316.  476.  494,  MarsehiD 

des  Raths  von  L&beck,  664.  700.* 

—  Luder,  Knappe,  433.    Anm.  zu  482.  491. 

537.  664.  774. 

—  Vicko,  Knappe,  Bruder  des  Luder,  316. 
Bock,  Friedr.,  Bgmstr.  in  Oldenburg,  20. 

—  Job.,  Bgmstr.  in  Stade,  151.  157. 
Bocke,  Hans,  Bttrger  in  MoUn,  38. 
von  Bojken,  Alb.,  Rm.  in  Stettin,  442. 
Bocken,  Rm.  in  Molln,  38. 

BoQkholt,    Heinr.,   Bischof   von    LQbeek,  gest, 
345.  s.  Bokholt. 

—  Peter,    Aeltermann    der    Wollenweber  in 

Ltlbeck,  733. 
Bodecker,  Lippold,    Kapellan  des   Raths  m 

Lttneburg,  694.* 
von     Bodendik,     Bodendike,    Werner,    Ritter, 

Lehnsmann  des  Ilerzogs   Heinrich   von  Brum- 

schweig,  42. 
Bodendorp,  Marg.,  Btlrger  in  Lttbeck,  296. 
Bodenw order,  Bttrger  in  LUbeck,  gest,  371. 

—  Bernhard,  Bttrger  in  Lttbeck,  318. 

—  Hans,  339.  414. 

Bo  don  is,  Heinrich,  Kapellan  des  Herzogs  Erieb 
V.  von  Sachscn-Lauenburg,  485.  487.  499.* 
501.*  531.  594.*  598.*  599.* 

van  Boecholte,  Robbert,  199  S.  241. 

Boecius,  Bischof  von  Aarhus,  523. 

de  Boeris,  Gerhard,  95. 

Boke,  Bere,  Knappe,  Anm.  9  zu  273. 

van  dem  Bokele,  Job.,  534. 

tor  Boken,  Job.,   Htirger  in  Lttbeck,  49. 

von  Bokhem,  Juh.,  Kleriker,  502. 

Bokholt,  Jlerm.,  Bttrger  in  Hamburg,  780. 

—  Heinr.,     Bttrger    in    Gadebusch,    478.  ». 
Bockholt. 

Boldewin,  Abt  des  Klosters  St.  Midiaelis  in 
Lttneburg,   112. 


834 


II.     Personen  -  Register. 


van  dem  Droke,  Joli.,  Kiiappe,  Anm.  9  zu  273. 
Broker,  Nicol.,  Dominikaner  in  LUbeck,  332. 
Bromes,  Claus,  BUrger  in  Lttbeck,  371. 
Brothagen,  Job.,  Km.  in  Riga,  717.  740. 
Browesma,  Alteke,  friesiscbor  Ilauptling,  421. 
Brucge,  Bernd,  BUrger  in  Molln,  38. 
Brucmann,  BUrger  in  Molln,  *58. 
van    der    Brugge,    de    Ponte,    Albert,   Rm.    in 

LUbeck,    49.      tor    Brucgen,    141.*    638. 

774.    Anm.  zu   « 83.  KHmmereiberr,  Anm. 

zu  623,  zu  701,  zu  7<  3. 
Ileinrich,  BUrger  in  LUbeck,  534. 
BruggcaiKinn,  Gerd,  BUrger  in  LUbeck,  388.  742. 
Brugge wecb,  Knappe,  Anm.   13  zu  273. 
to  Bruggben,  Ileinricb,    i'M), 
Brume nrr,  BUrger  in  Molln,  38. 
Brumnit'le,  Jac,  Hptm.  in  Wordiiigborg,  523. 
Brummi'r,  Claus,  BUrger  in  Molln,  38. 
Brun,   .lob.,    Kapellan   des  llerrn  Baltbasar  von 

Werle,  240. 
Nicol.,  BUrger  in  LUbeck,  3-^8. 

—  bei  einer  Scbleuse  wobnend,  38. 

von  UrunkbauHon,  Oerd,  Knappe,  Anm.  1  zu  273. 

BrunolpbuH,  Iliscbof  von  Skara,  523. 

HrunoniH,  .lob.,  Domberr  in  Eutin,  353. 

Bruiiowc,  KingoseaBener  in  Brcitonfelde,  38. 

BruuM,  llerm.,  BUrger  in  Molln,  38. 

UruuHwicb,  Dietr.,  Rm.  in  Stralaund,  669. 

BruHcliHver,   Martin,  Wtildmeister  des  Klosters 

KciiitVbl,  562. 

BruMcke,  (ierd,  Ilptm.  in  Nyekiobing  auf  Falster, 
',  »>  '* 

—  Iwan,  Kitter,  215. 
Brutfyn,  llUrger  in  MJUln,  38. 

von  dcni   Ilryle,  .lacob,  HUrger  in  LUbeck,  780. 
B  u  b  e  r  d  c  h  ,    Ludcke,    KingeHesscner   in  Wolters- 

dorf,   3Mr). 
v(Mi   Ihicliwald,  l)clb»v,  Snoten  Sobn,  27.  29.* 

—  Detlcv,  Sivcrts  Sojin,  r.91. 

—  DetlcN,   Vollcrls  Sohn,   27.    128. 

—  Dotlcv,  nut*  Sierhagcn,    12s.   680.   SOl. 

—  Langc   DctlcN,  cbcnd.,   375. 

—  Scheie   Detlcv,  auf  Ketliwiflch,   375.   739. 

—  Dctlev,  auf  JoliauuHdorf,  671. 


von  Buchwald,  Heinrich,  Nicolaus  Sohn,  331.* 
767. 

—  Lemmeke,  Snoten  Sobn,  677. 

—  Lemmeke,  Vollerts  Sobn,  Knappe,  27.* 801. 

—  Lemmeke,  auf  Ekelsdorf,  690. 

—  Lemmeke,  auf  Hemmingstorp,  580.  691. 

—  Lemmeke,  28.* 

—  Ludeke,  27.  128.  374.*  375.* 

Sobne  desselben: 
Borcbert,  gest.,  374. 
Detlev,  374.* 
Heinricb,  374.*  689.* 

—  Nicolaus,  Ritter,  53. 

—  Sivert,  auf  Jobannsdorf,  71.  375. 
Buck,  Heinr.,  Bgmstr.  in  Rostock,  120.  122. 
Budden,  Job.,  Meister  des  Siecbenhaoses  zu  St 

JUrgen,  302. 
Budding,  Heinr.,  BUrger  in  Riga,  749. 
Budelsbacb,  Albert,  Hptm.  in  Bahus,  523. 
Buesgbe,  Cord,  Knappe,  Anm.  zu  273. 
Bugenbagen,  Degener,  Marscball,  gest.,  239. 
Bulle,  Job.,  770. 

—  Tideke,    Diener   des    Ratbs    von  Liibeck, 

in  Molln,  38. 
von  BUIow,  die  Familie,  631. 

—  Eccard,  Ritter,  auf  PlUscbow,  71. 

—  Hans,  610. 

—  Heinricb,  Knappe,  450.  482  und  Anm.  556. 
Bumann,  Heinr,  Eingesessener  in  Wentorf,  488. 
Bunde,  Karl,  Ritter,  523. 

—  Tburd,  Ritter,  108. 

von  Bunne,  Job.,  BUrger  in  Koln,  172. 
Bunsel,  Job.,  Vicar  in  Scbwerin,  674. 
Bunser,  Eler,  Anm.  zu  743. 
Buntmaker,  Tile,  BUrger  in  LUbeck,  325. 
Bunts  low,     Nicol.,     Abgesandter    des   Konig* 

Sigismund,  10.* 
Bunzel,  Job.,  Vicar  in  Schwerin,  393. 
Burcbard   (von    Sercken),    Biscbof  von   LUbeck, 

gest.,  149.  345. 
von    Buren,  Herm.,  Domberr  in  Hamburg,  107. 

—  Heinr.,  Burger  in  LUbeck,  402. 

—  Kerstina,  Ehefrau  desselben,  402. 
Bur m ester,    Henneke,    in  Alt-Molln,  38. 


II.     Personen  -  Register. 


835 


~     Bertold,  Aeltennann  der  Backer  in  Ltlbeck, 

280. 
irow,  Job.,  Rin.  in  Stralsund,  799.*  Byrow,  802. 
irremester,  Eingesessener  in  Alt-Mdlln,  38. 
istroy,  Nicol.,  Vicar  in  Lttbeck,  71. 
tenscbone,  Herra.,  Rm.  in  Dorpat,  669;  670.* 
tzow,    Butzouwe,    NicoL,    Kircbberr  in    St. 

Aegidien  in  LUbeck,  141. 

—  Hans,  Knappe,  Anm.  15  zu  273. 

—  Hartwich,  BUrger  in  LUbeck,  328. 
ttehude,   Meynard,    Rm.   in   Hamburg,  805. 
inenvors,  BUrger  in  MoUn,  38. 

C.  s.  K. 

ic-ilie,  Tochter  des  Markgrafen  Friedricb  von 
irandenburg,  Anm.  zu  253. 
and,  Otto,  Rm.  in  Groningen,  421.  422. 
I     Calven,    Heinr.,    BUrger    in    LUbeck,    146. 

557.  654. 
^      Reyner,    Rm.  in  LUbeck,    14.   141.*   348., 

gest.,   362.    396,    14.    654.    755.      Anm. 

zu  783. 

—  Margarethe,  Wittwe  desselben,  362.  654. 

Sobne: 

Benedict,  362.  396,   14.  654. 

Wiibelm,  362.  396,   14.  654. 
ilvorde.  Job.,  Domberr  in  Bchwerin,  393. 
'n  Campe,  Egidius,  Vicar  in  Hamburg,  237. 
>n  Campen,  Hans,  Knappe,  Anm.  8  zu  273. 
impow,    Tideke,    Eingesessener   in    Bucbholz, 
39  S.  55.  43  8.  79. 
my 8,  Job.,  BUrger  in  Kliln,  288. 
peUe,  Glaus,  465.  468.  484. 
~     Dietrich,  475.*  484.* 

—  Hans,  484. 
rlow,  8.  Karlow. 

rnificis,  Enner,  BUrger  in  Molluj  38. 
simir    VL),    Herzog    von    Pommern  -  Stettin, 
44.  267. 

ha  rin  a,  Herzogin  von  Mecklenburg,  Wittwe 
es  Herzogs  Jobann  IV.,  644.  664.*  722.* 

C  ell e ,  Hans,  Diener  des  Raths  von  LUbeck,  1 38. 
ntin,  Cerntyn,  s.  Zerrentin. 
der  Chartow,  Heinr.,  39  8.  51,8.  Oartowe. 


Scibne  desselben,  317. 


Christiern,  Bischof  von  Ripen,  523. 
Christian,  Oraf  von    Oldenburg,    10.   20.*  21. 

22.  23.  24.*  34.  68.*  69.*  70.*  74.  78.*  86.* 

96.  97.*  98.   102. 
Ohuden,   Herm.,    Bgmstr.    in    Salzwedel,    250. 

253.  254.  255. 
Glaus,  Diener  des  Konigs  Erich,  133. 
Clawes,  BUrger  in  MoUn,  38. 
Cleneveld,  ein  Katenbewohner,  38  S.  48. 
Cletze,  Job.,  Rm.  in  Hamburg,  769. 
Gley hurst,  Bertr.,  Kfm.  in  London,  56. 
Gonrad  von  Weinsberg,  Erbkiimmerer,  600. 
Conradus,  Soldner  des  Heinr.  Tarnewitz,  193. 
Cosse,  Hintze,  317. 

—  Heinrich 

—  Heinrich 
Graft,  Reyneke,  BUrger  in  LUbeck,   181. 
Gremon,  Bertram,  Bisch.  von  LUbeck,  345. 

—  Herm.,  Knecht  der  Rohr,  Anm.  2  zu  504. 
Grispin,   Job.,   Rm.   in  LUbeck,  38.  39.  42.  43. 

58.  62.  63.  80.  82.  84.  85.  89.  141.*  774. 

—  Johann,  Sohn  desselben,  791.*  792.* 

—  Segebode,  gest.,  43.  82. 
Gron,  Job.,  518. 

Gropelin,    Hans,    Hptm.    in  Stockholm,    523,  s. 

Kropelin. 
Gross e,.  BUrger  in  M(51ln,  38. 
Growel,  Hans,  BUrger  in  LUbeck,  371. 

—  Johann,  BUrger  in  LUbeck,  47.  371. 
Grugher,  Thomas,  Vicar  in  LUbeck,  7. 
Grummendik,  s.  Krummendik. 
Grummesse,  Eccard,  Ritter,  gest.,  39. 

—  Eccard,  Sohn  desselben,   Ritter,  gest.,  39. 

—  Gerd,  522,  Knappe,  628.* 

—  Heinrich,  39. 

—  Henneke,  39. 

—  Marquard,  gest.,  43  S.  67.  S.  68.  S.  74.  84. 

—  Otto,  39.  294,  Knappe,  628. 

—  Otto,  gest.  390. 
Grumsthoken,  Job.,  BUrger  in  LUbeck,  402. 
Grumvot,    Heinr.,    BUrger    in    LUbeck,    323. 

404.  520. 
Gruse,  Herm.,  Rm.  in  LUneburg,  92.* 

—  Heinr.,  BUrger  in  MOlln,  38. 


836 


II.     Personen  -  Register. 


Crnse,  Henning,  727. 

—  Hem.,  BBrger  in  Lttbeck,  402. 

—  Job.,  Gastwirth  in  LUbecIt,  511. 

—  Nicolaus,  775.  s.  Knise. 

Cuband,  CbriatlaD,  Domhcrr  in  Kalzehurg,  397.* 
Guddeworde,  Levin,  730. 
Cnlebus,  Bttrger  in  MSlln,  :)S  S.  43. 
Cumhar,  Goswin,  Bllrger  in  Lttbeck,  292.  323. 

—  Rudolf,  Rolav,  Bilrger  in  LUbeck,  Mtlnzer 

und  Wechaler,  -laZ,  306.  323.  498. 
Cunzelyn,   Uietr.,   eiri   flandiiscbf^r   Kaufmann, 

Anin.  zii  414, 
Card,  SSldoer  des  HeiDricb  Tamewjtz,  193. 
Curd  de  beste,  Knappe,  Anm.  9  zu  273. 
Cuul,  Job.,  Kfm.,  299. 
GzeiBGlmttis  ter,  s.  ZeiselmeiBter. 

0. 

Daokholt,  Hem.,  BHrger  in  Riga,  749. 
Dagewake,  Job ,  Rector  der  Kirchc  in  Ronnen- 

bei^,  685.  713. 
Daldorp,  Bertold,  6. 
Ton  Dame,  Jacob,  BOi^er  in  Lttbeck,  328. 

—  Jobann,   Sohn   dee   Harquard,   Bttrger   in 

Lttbeck,  32.  396,  8. 

—  Marquard,   BgmBtr.   in  LUbeck,   2,*  geaL, 

396,  8.  788.  789. 
Damerowe,  Bttrger  in  Molln,  38  S.  43. 
Damerowe,  BUiger  in  MSlln,  38  S.  43. 
von  Damme,  .loh.,  in  Glasau,  639. 
Danneke,  Rm.  in  MSlln,  38  S.  43. 
Dannemiinn,  Bttrger  in  Miilln,  38. 
Danneveld,    Hans,  Knappe,   433.*  437.*  438.* 

(Daleveld,  Anm.  zu  482),  491.  494.  537.* 

—  Henning,  438.* 

Dargetzow,  Ileinr.,  Rm.  in  Wiemar,  Kanimerei- 

herr,  489. 
Darsow,  Darwesowe,  Heinr.,  587. 

~     Jobann,   BUrgcr    in    Lttbeck,    9.    19,  Rm., 
141.*   1R7.   371.  555.  680. 

—  PolycarpUB,  Bttrger  in   Lttbeck,  359. 

Siihne  des  Gerhard: 
Bernhard,   167, 
Gerliard,  167. 


Hermann,  167.  808.  610. 

Jobann,  167. 
DaBsel,  Job.,  Kleriker,  733. 

von  Decbercb,  Clam,  Knappe,  Aum.  9  zu  37     ~" 
Dedeke,    Henneke,    Eingeseeaener    in    Breito-u.,^ 

felde,  38. 
Degbener,  SSldner,  Anm.  9  zn  373. 
Dene,  Claus,  478.* 

—  HanB,  504. 

—  Schiffer,  in  LUbeck,  319. 

—  Peter,  BHi^er  in  MBUn,  38. 
Dernegge,  Ulricb,  Knappe,  Anm.  2  zu  273. 
Detlev,  (von  Parkentin),  Bischof  von  Ratzebi^  «- 

397,  gest.  786. 
Detloves,  Hem.,  Schmidt  in  Lttbeck,  318. 

—  Taleke,  Ebefran  deeaelben,  318. 

von  Dettenhusen,  Gerd,  Bgmstr.  io  Bremen,    S« 
Dietrich,  Graf  von  Oldenburg,  10.  20.*  21.     32. 

23.  24.*  34.  68.*  69.*  70.*  74.  78.*  86.*= 
Diedricb    der    Braune,    Dire    de    brun,     -vor- 

maliger  Ziillner  in  Geervliet,  228. 
von  Oincia,  Job.,  Knappe,  Aum.  7  zn  27%. 
DiBnacke,  Rm.  in  MSlln,  38  8.  43. 

—  Albert,  BUi^er  in  MBUn,  38  8.  42. 
Ditmers,  RadekinuB,  580. 

von  Ditten,  EmBt,  524.   582.*  ( 

Divea,  s.  Bert^Id.  / 

DobelbanB,EneohtdesDietr.  von BerkbuBea,376.    / 
Dobelyn,  Claus,  Wollenwebei^eselle  in  LHbeck,    / 

733.  / 

Doeck,  ClauB,  llO.  114.  f 

Doghe,  Arnd,  Aeltermami   der  Goldsciiniiede  ii 

Utrecbt,  740.* 
Dore,   Peter,  Sohn  dew  Bttrgermeisters  in  Bnij, 

366. 
Dorbeker,  Knappe,  Anm.  9  zu  273. 
Doringh,  Hans,  Wollenweber  in  Lflbeck,  733. 
Dorland,  Cbr.,  Vicar  in  LUbeck,  7. 
Dornehope,  Job.,  i   Vettern,   Knappen,  Anm. 

-     Keyneke,       I       zu  273. 
von  Dortmund,  Rottger,  BUrger  in  Ldbeck, 
Dosenrode,  Paul,  133. 
Dovendige,    Cath.,   Melaterin  im    Bcginen 

in  LUbeck,  554. 


II.     Personen -Register. 


837 


eld,  Heyso,  Kleriker  der  Mainzer  Diocese, 

icher  Notar,  353.  713. 

an  ten,   Drenten,    Dranthem,    Drontheim, 

ch,   Schenk   des  Raths  von  LUbeck,   47. 

155.    462.  092. 

e,  Burger  in  Molln,  38  S.  42. 

Heynek,  Bilrger  in  M(511n,  38  S.  43. 
[eyne  Dregers  wiff,  in  MOiln,  38  S.  43. 
,    Heinr.,    Bgmstr.  in  Slade,    151.   154. 
157.   158. 

[einr.,  Diener  des   Raths  von  LUbeck  in 
Molln,  38  S.  44. 
;h,  Job.,  in  Neustadt,  582.  593. 
)chtersen,  Simon,  Rm.  in  Stade,  80. 
igen,  Ebert,  Rm.  in  Stralsund,  669. 

llerbord,  Rm.  in  Bremen,  68   Anm.  69. 
Bgmstr.,  083.  084.  086.  688.  695.  696. 

697.  698.    704.    705.    707.     709.    710. 
71'>.   720.*  7  21.   746.  750. 

oneldey,  Sohn  desselbeu,  683.  666.  697. 

698.  707.  709.  712. 

men.  Holt,  gest.,   194.  204. 
,  Burger  in  Molln,  38. 
r.  Bilrger  in  Molln,  38. 
Heinr.,  Knappe.  Anm.  9  zu  273. 
Hans,  Bilrger  in  Molln,  38. 
esse,  Ritten   108. 

Herm.,  ScLolasticus  in  LUbeck,  41.   141. 
(f.  Job..  729. 
in.  Tid..  .S"»Idner.  275. 


E. 

rd  von  AtteDdorn,  Biftch.  voo  Lfibeek, 

e^,  Ladekioii».  gesL,  775. 
Wilb..  frober  SebatzmeiBter  in  HoUand, 


•el-  Jolu.  hA*j. 

aid^k^.  BrDd«r  desselbeu.  «S46. 

B0iT3h^.  Dootberr  in  L&beek.  141. 

lufeiMj.  Bliz^^r  in  Lobeek.  272.  356.  759. 

bizaredi^.  Muixtr  d«ii«ibea.  272. 

ra.  B«rv.4d.  ?>':4dB*?r-  275. 

tescr..  S71d9«r  d«^  Heinr.  Xamevitx;.  193. 


Eler,  BUrger  in  MiHIn,  3H  rt.  13. 

Elisabeth,    Wittwo  thu  lUtn.  (iirhard  VI.  von 

Schieswig,  176. 
vonElmendorpe,  Wilh.,  Knttpp«,Anm.  9zu273. 
Elver,    Heinr.,    ElngosesHpncr    In  l^m<$bu^K,    '^9 

8.  50.    43    8.  81. 
von  Empsen,  Job.,  Rm.  in  LUneburg,  92,* 
Engel,  Priorin  dcH  KlostiTH  MuricnwobI,  592. 
Engele,  Vrolik,  Rm.  in  Dorpat,  \'M\, 
Engelke,  Knappe,  Anm.  9  zu  273. 
Erich,    KUnig    von    Dttucniark,    Kchwcdon    \mt\ 

Norwegen,    1.    3.   85.    124.*    133.    176.    182.* 

183*   192.   200.*  201.*  206.    209.*  229.    230. 

238.    298.    309.    3M.*    315.    327.    350.    367. 

368.*    369.    370.    372.    376.    377.    3H2.    400. 

408.    523.*    550.     57b.    619.    017.    669.    6H2. 

687.    699.    717.    731.    7iM.    75I.*    752.*    753. 

756.*   760.*    701.    764.    765.    766.    767.    772. 

774.    777.    778.*    799.   H02.*   H06.   H07.    Hll. 

813. 
Erich  IIL,  Herz.  von  HachNcn-Laut^nburg,  grnt., 

6.   39. 
Erich,  IV.,  Herz.  von  Haclwen-Lauouburg,  gont., 

25.  38.  39.  67.  591.  592. 
Erich   v.,    Horz.   von   HachMon- Iwiuonburg,    6,* 

18.   25.    37.    38.    39.*    12.*    43.    44.    51.    5H. 

62.  63.  65.  77.  80.*   H2.*  H3.  H4.*  89.    118.* 

171.    211.    212.    219.    220.    221.    222.    223. 

225.    220.    227.    241.    242.    247.    249.    252. 

254.    266.    257.    258.    259.    260.    205.    206.* 

267.    268.*    271.    273.    275.    278.    281.    294. 

307.  313.  390.*   394.*  487.  440.*  441.  445.* 

446.    454.    458.    459.    404.    405.    407.    468. 

480.    483.    484.    487.*    507.    513.    536.*  539. 

558,    582.    583.    685.    692.*    693.    599.    007. 

644.*  645.*  647.  050.  661.'^ 
Erich,  lh*rtt)tii  von  llrnuuHHiwi'lit  LUntiburgi  33. 

396,  ».  4.    647. 
Erik«;»iion,   Erik,  Hptm.  In  N>bor^,  523, 
Erngljimony    NIcol.,    Lagminin   In    KUdtinnHun 

Und,  523. 
Erp,  Albert,  Km.  In  Lllbm^k.  141,*  Ul\^  MO.* 
Br«p,  202.*  302.  3(U,  Mh 

—    IMtUv,  Htlrgi*!"  In  l.llbtiok.  U\)^,  U.I. 


838 


11.     Pprsonen  -  Register. 


van  der  Este,  Heinr.^  352. 

Everhardi,      Henning,    Viear     in    dcr    Marion 

Kirche,  431. 
Eylenhorst,  BOrger  in  MoUn,  38. 
Eystede,  Rejmar^  Rm.  in  Stade,  69.  132. 
Ezebernes,  Adelheid  (Tale\  549. 

F. 

Faber,  Knappe^  Anni.  14  zn  273. 

Falke,  Heinr.,  Btirger  in  LObeek,  648. 

van  dera  Finesten^  Reyneke^  Biirger  in Liibeck, 

798. 
Fleck esteeuy    Joh.^    Kapellan    des    Raths    von 

Hamburg^  34. 
Folter,  Keyneke,  Btirger  in  Molln,  38  S.  42. 
Franz,    Propst   in   iiran,    515.    550.    551.   552. 

tiOS.  824. 
Friodrich  111.,  Bisehof  von  Utrecht,  565. 
Fritulriih  U.,  Ri)m.  Kaiser,  gest,  373. 
Fritulricli  1.,  Markgraf,  seit  1422  KurfQrst,  von 

Hmulenburg,    83.    85.    160.*    163.    164.   211. 

'i\4^    '^\\K   \^38.   241.    242.    244.   250.*    253. 

•i5H,   25U.  297,  329.*  330.  824. 
F  V 1 0  (I  I'  1 0 h »  I lerz.  von  Braunscbw.-Lttneburg,  657. 
KrhMli'loli,  Markgraf  you  Meissen,  64. 
PiUh^i,    (\>iir.»    BUrger  in  Frankfurt  a.  M.,  73. 

M.   VrUlmli. 
Kryxnui»  VWk{\  friesischer  llSuptling,  421. 
I''urliwkis  \Vonior»  Bguintr.  in  Magdeburg,  113. 

Villi  (iuiuhMiituu,  llonu.,  (Kirchlierr in  MiJlln),  6. 

(htiirt,  (voii   l'utlltz\   ^'l)<. 

(UrlM|i,  (Mtii»  Kiu.  in  I.Uneburg,  762.» 

von  (|ir  (}art«>wr,  llriiu*.,  Knappe,  38    S.  47. 

H.  Chartowo. 
von  <hirt/,  Olto»  t'»"«  I. 

—      Ih'inrirli,  Si»lm  ^lo»^**»UHM»,  671. 
(iJMliioy,  .loll.,  /olhMimoliuuM'  in  London,  56. 
von  (JciHiiMn',  llrhvig,   l)()nnnikaner  in  LUbeck, 

;^22.    H.    (icVSHHM'. 

Gcistniann,    Kint^cHCHsnirr  in  TinuntMidorf,  612. 
Oeorp:,   Hisi'liof  v<ui   l*iirtH«n,    K)').    177. 
Georgii,  Dietr.,  (icriclitHHchreiber  in  LUbeck,  732. 


Gerardus  de  Wale,  586. 

Gerdes,  Nicolaus,  Bilrger  in  LUbeck,  360. 

—  Johannes    | 

—  Johannes    /  Bohne  desselben,  360. 

—  Marquard  ; 
Gereke  van  Lnbeke,  495. 

Gerhard  VI.,    Herz.   von   Schleswig,  Graf  vod 

Holstein,  gest.,  107. 
Gerhard  VII.,   298.  400.*  550.  647.  682.687. 

767.*  770. 
Gerlach,   Beich tiger  im  Kloster  Mariendal,  620. 
Gertrnd,   Aebtissin  des  St.  Johannis-Klosten  in 

LUbeck,  728.   Wemetrudis,  733. 
Gerwers,  Heinr.,  Propst  in  Reinbeck.  313.* 
Gerwer,  Joh.,  Rm.  in  LUbeck,  141.*  371.  555. 
Gerwer,    Heinr.,   BUrger  in  LUbeck,   292.547. 

555. 

—  Joh.,  Sohn  desselben,    109.  292.   Anro.  a 

497.  547.  555. 
Gestorp,  Ludemann,  Soldner,  275. 
von  Getelde,  Peter,  BUrger  in  LUbeck,  509. 
von  Geynsen,  Alb.,  Soldner,  275. 
von    Geysmer,    Heinr.,    Kirchherr   in  BBchen, 

598.  599. 
Ghalsow,  Schiffer,  111. 
Ghelreman,  Wyneke,  ehem.  BUrger  in  LUbeck, 

270. 
van  der  Ghest,  llespel  J  ^^_  ^^^^ 

—  l^^''  linge,  421.* 

—  \we  )  ' 

Gildemester,  Eingesessener  in  Niedem  Kltitt,71' 
Gland,  Rm.  in  Mblln,  38. 
Glasemaker,  Joh.,  BUrger  in  Bremen,  683. 
Glashagen,  Jac,  ein  Dane,  699. 
Glavatz,    Henning,    Knappe,    316  *    433.  437. 
438.  455.   475.  482  und  Anm.  491.  537. 

—  Heinrich,  Bruder  desselben,  316.* 
von  Gledingen,  Heinr.,  S(5ldner,  275. 
Glinsnor,   Gobell,  Kfm.  in  Loudon,  56. 
Glynhorst,  Glyndenhorst,  BUrger  in  Minden,  776. 
Gnarrik,  BUrger  in  Molln,  38. 

Gnobele,    Vogt   des    Herz.  Gerhard   in    Sondei- 

burg,  770. 
Gobele,  BUrger  in  Molln,  38. 


II.     Personen- Register. 


839 


eke,  Knappe,  Anm.  9  zu  273. 
staffson^  NicoL,  Lagmann  in  Upland,  523 
1,  Peter,  in  EckernHJrde,  366. 
1  en  see,  Bernd,  BUrger  in  Llibeck,  449. 
lenstede,  Heinr.,  BUrger  in  Lttbeck,  498. 
Goltern,  Herbord,  SiJidner,  275. 
ismed,    Matth.,   Diener   des   Herz.  Albrecht 
n  Sachsen,  378.* 

smit,  Ulricb,  BUrger  in  MoUn,  38. 
irain,  Heinr.,  454.* 
beke,  BUrger  in  Mblln,  38  S.  42. 
estorff,   Nicol.,   Diener  des  Herz.  Albrecht 
n  Sachsen,  293. 
itz,  Matthias,  802. 

we,  Marq.,  Kanzler  des  Herzogs  von  Schles- 
g,  321. 

Gottingen,  Herm.,  BUrger  in  LUbeck,  798. 
bow,  Dietr.,  BUrger  in  LUneburg,  094. 
mbeke,  Paul,  KarthSusermbnch,  180. 

Heinr.,  Kfm.  in  Bergen,  745. 
nd,  Dietr.,  BUrger  in  Molln,  38  S.  41. 

Eccard,  BUrger  in  Mblln,  38  S.  41. 
per.  Make,  Eingesesseuer  in  Breitenfelde,  385. 
werd,  Arnd,  BUrger  in  LUbeck,  81. 

Vritz,  BUrger  in  LUbeck,  146.  323. 
ben,  Vicko,  BUrger  in  Mblln,  38. 
ssemannsche,  in  Mblln,  38  S.  41. 

Greve,     Bernh.,    WerJcmeister    der    Petri 
irche,  679. 

V  en  itz.  Otto,  Knappe,  Anm.  11  zu  504. 
vensten,  Heinr.,  538.*  539.* 
iverode,  719. 

-  Adolph,  gest.,  351. 

-  Elisabeth,  Tochter  desselben,  351. 
■     Adolph,  414. 

Heinrich,    BUrger  in   LUbeck,    339.    358. 

414.  641.  814. 

Ludwig,  BUrger  in  LUbeck,  87.  351. 

fer,  Knappe,  Anm.  9  zu  273. 

^hold    (Grymolt),  Joh.,    Bisch.  von  LUbeck, 
3. 

^8 horn,    Heinr.,    BUrger   in  LUbeck,    306. 

^     586. 

^*"one,  Bruno,  Sbldner,  275. 


—  Job.,  Knappe,  Anm.  1  zu  273. 
Gronhagen,  Glaus,  Rm.  in  LUneburg,  252.661. 
Grdnow,  Volquin  (Volmer),  Ritter,  gest.,  555. 

—  H  •    •  h    I    ®^^^®  desselben,  gest.,  555. 

—  Detlev,  Knappe,  555.* 

—  Volquin,  Knappe,  555.* 

—  V'olquin  (Volkmer),   Detlevs   Sohn,    344.* 

591.*  606. 

—  Volquin  (Volkmer), Volquins  Sohn,  591.  606. 
Grope,  Heinr.,  Jiiger  des  Herz.  Albrecht  V.  von 

Mecklenburg,  161. 
Groperdorp,  Berend,  Knappe,  Anm.  7  zu  273. 
Grnte,  Alb.,  BUrger  in  LUbeck,  181. 

—  Eccard,  BUrger  in  LUbeck,  13. 

—  Heyne,  BUrger  in  Mblln,  38  S.  42. 
Grove,  Joh.,  BUrger  in  LUbeck,  1. 

Gruter,   de  Gruter,    Heymann,   Aeltermann  der 
Goldschmiede  in  Utrecht,  740.* 

—  Job.,  BUrger  in  Lttbeck,  801. 
Gruwel,  Hans,  Diener  des  Raths  von  Mblln,  38. 
Gruwel,  Peter,  674. 

Grybe,  Dietr.,  BUrger  in  LUbeck,  498. 
Grybo,  Donet,  Diener  des  Albrecht  Schenk  von 

Landsberg,  773. 
Grym,  Jons,  Ritter,  49.  523. 
Grymold,  s.  Grimhold. 
Gude,  Kyneke,  BUrger  in  LUbeck,  279. 

—  Peter,  BUrger  in  Stade,  117.   132. 
Gudermann,  Glaus,  im  Lande  Oldenburg,  3.  66. 

—  Heinrich,  Bruder  desselben,  366. 

von  Gummeren,  Bode,  Knappe,  Anm.  12  zu  273. 
Gumpertus    de    Busello,    Pfarrer    in    Prettin, 

Anm.  zu  623,  zu  701.  s.  liumbrecht. 
Gus,  Herm.,  BUrger  in  Mblln,  38. 
Gutendorp,  Heinrich,  481. 

—  Nicolaus,  481. 
Gutmann,  Herm.,  509. 

Gyse,  Heinr.,  BUrger  in  LUbeck,  185. 

von  Gysenstorp,   Stute,  BUrger  in  Mblln,  38. 

H. 

Habe,  Tideke,  BUrger  in  Mblln,  38  S.  42. 

—  Wolter,  BUrger  in  Mblln,  38  S.  43. 

106* 


840 


il.     Personen  -Register. 


von  Hachede,  Andreas,  HUrger  in  LUbeck,  359. 

—  Heinrich,  Blirger  in  Lttbeck,  694. 
Hachede,  auf  derNiedern  (Donner-)  Schleuse,  38. 
von  Hadelen,  Familie,  203. 

von  Ilademerstorp,  Heinr.,  Sbldner,  283.* 
Hadewerk,  Timmo,  BUrger  in  Lllbeck,  32.  371. 
Ilaenpmos,  Janike,  Hptm.  in  Raseborg,  108. 
Hagelstcin,  Engelkinus,  Btirger  in  Ltibeck,  8. 
von   Hagen,     de   Indagine,    Herra.,    Protonotar 

des  Raths  von  Ltibeck,    83.*    85.*    251.    252. 

658.    727.  774. 
vam  Hagen,  Hans,  Kfm.,  87.  185.,  gest.,  235. 
von  Hagen,  Herm.,  442. 
Haghen,  Herm.,  ein  DSne,  123. 
Hake,  Clirist.,  Bttrger  in  Lttbeck,  323. 

—  Eggert,  690. 

Hakenberch,    Heiuemann,  in  London,  Anna,  zu 

414. 
von  Hallermund,  Otto,  Knappe,  Anna.  1  zu273. 
Hals,  Ilenneke,  Blirger  in  M5lln,  38  S.  42. 
Halverstad,  Henning,  Knappe,   450.   462.  482 
und  Anra. 

—  Kersten,   Vogt  in  Boitzenburg,   439.  462. 
Hamborch,  Ludeke,  BUrger  in  Mblln,  38. 

von  Hameln,   Joh.,   Rm.  in  Liibeck,  75.  141.* 

371.  638. 
von  Hamme,  Joh.,  gen.  Stopel,  Anm.  19  zu  273. 

—  Steneke,  Knappe,  Anm.   10  zu  273. 

—  Bernd,  BUrger  in  Molln,  38. 
Hane,  Andreas,  Priester,  353. 

—  Heinr.,  775. 

Han  en  k  amp,  Eingosessener  in  Alt-Molln,  38. 
Hanenpol,  Gottschalk,  G60. 

—  Job.,  Blirger  in  LUbeck,  693. 
Ilannemann,     Heinr.,    Eingesessener    in    Pade- 

lUgge,  360.  779. 
Hans,  Knecht  des  Wolver  von  Reden,  276. 
Haquini,  Johannes,  Erzbischof  von  Upsala,  523. 
von  Hardenberg,  Hans,   176. 
Hardewech,  Heinrich,  715. 
von  Haren,  Heinr.,  Rni.  in  Wismar,  619.*  669. 
Harneyd,  Propst  in  LUdiow,  42. 
Ilartmann,  Blirger  in  Molln,  38. 
von  llasbergen,  Heinr.,  Bgmstr.  in  Bremen,  86. 


Hase  von  Waldeck,  Wilh.,  KcJn.  Rath,  17. 
Hasse,  Job.,  Priester,  173. 

—  Nicolaus,  Bruder  desaelben,  173. 
Hasse,  Truth,  Vogt  auf  Gottland,  669. 
von  Hassende,  Conr.,  Rm.  in  Stettin,  442. 
Hatenbeten,  Bttrger  in  MOlln,  38  S.  41. 
Havekendal,   Hans,  Aeltermann  der  B&cker  b 

Lttbeck,  280. 
von  Havense,  Peter,  Knappe,  Anm.  17  2ii273. 
Haye    von    Westerwolde,    friesischer  Hilnpt- 

ling,  579. 
Haze,  Christian,  Bttrger  in  LUbeck,  543. 
von  Heddersen,  Tile,  Soldner,  275. 
Heest,  Heesten,  Heysten. 

—  Hartwicb,    Ritter,   Lebnsmann   des  Hen. 

Heinrich  von  Braunschweig,  42. 

—  Laurentius,  Ritter,  128.  206.  606. 

—  Luder,  Knappe,  128.  634. 
Heghenynge,  Heinrich,  679. 
Heilborg,  Peter,  83   S.  125. 

Heinrich  Bockholt,  Bischof  von  Lttbeck,  gest 
345. 

—  HI.  (von  Wangelin),  Bischof  von  Schwerin, 

196. 

—  Prior    des    KarthUuserklosters   Marienehe 

bei  Rostock,  703. 

—  Lector  des  Dominikanerklosters  in  Liibeck, 

716.*  Prior,  724.*  738.* 

—  v.,  Konig  von  England,  56.  355.* 

—  VI.,  Konig  von  England,  510.* 

(—     von  Plauen),  Deutschordensmeister,  796. 

—  Rumpold,  Herzog  von  Schlesien,  823. 
Herzog  von  Braunschweig-LUneburg,  gefit, 

42. 

—  IV.,  Herzog  von  Schleswig,  Graf  vonHol- 

stein,  123*  129.  142.*  150.*  176.  K^'^- 
183.  200,  201.  206.  209.  225.*  227. 
229.*  230.  238.*  239.  298.  376.*  377. 
380.*  382.  400.*  550.  578.  047.  682. 
687.   753.*  756.  767.*  801. 

—  III.,  Graf  von  Holstein,    91.*    107.*  126. 

128.*  129.  226.*  227.   238.* 
Graf  von  Wernigerode,  657. 
Schreiber  des  Raths  von  Rostock,  386. 


842 


II      Personen  -  Register. 


to  Holte,  Henneke,  Diener  des  Kone  von  Rede- 

storp,  Anm.  9  zQ  504. 

Holtgreve,   Heinr.    ^ 

^        ,  Soldner,  2/5. 

—  Reyneke  y 

Holthnsen,  Heinr.,  Vicar  in  LUbeck,  801. 

—  Herm.,  Knappe,  Anm.   1  zu  273. 
--     Joh.,  BUrger  in  Liibeck,  306.  703. 

Ludeke,  715. 

—  Willi.,  Blirger  in  Hamburg,  729. 
Holtmann,    Job.,   Bttrgcr  in  LUbeck,    Anm.   zu 

701. 
Holtorp,  BUrger  in  M(5lln,  38. 

—  Everd,  Knappc,  Anm.  7  zu  273. 
Horaut,  Gottfr.,  BUrger  in  LUbeck,  1. 
Hon,  Poter,  BUrger  in  LUbeck,  496. 
Hone,  Stepban,  KrUmer  in  LUbeck,  477. 
Honerjeger,  Heinr.,  BUrger  in  LUbeck,  477. 
Honhorst,   Herbord   j   ^  ^.. 

—  Hermann  i 
Honnekesbuttele,  Job.,  BUrger  in  LUbeck,  763. 

—  Heinricb,  498. 
Honorius  UL,  Papst,  gest.,  373. 
Honwide,  Rnappe,  Anm.  13  zu  273. 

Hoop,  Hope,  Werner,  BUrger  in  LUbeck,  gest., 
617.   640. 

—  Peter,  Sohn  desselben,  617.   640. 
Hop,  Nicol.,  BUrger  in  LUbeck,  729. 
Hoppener,  Herm.,  BUrger  in  LUbeck,  323. 
vamme  Home,  Marq.,  Ritter,  408. 
Horneborg,  Ludeke,  S<5ldner  des  Heinr.  Tarne- 

witz,  193. 
Horst,  Hans,  52.* 

von  der  Horst,   Marquard,  Schuster  in  LUtjen- 
burg,  604. 

—  Hille,  Ehefrau  desselben,  604. 
Hove,  Stephan,  BUrger  in  LUbeck,  708. 
Hovemann,  Job.,  BUrger  in  LUbeck,  159.  348. 

—  Eingesessener  in  Krempelsdorf,  632. 

—  Job.,  Eingesessener  in   Wcndiscb-Rambow, 

393. 

—  Heinricb    i 

—  Hermann   >   Sohne  desselben,  393. 

—  Johann      I 

Howscbilt,  Hermann,  BUrger  in  Kiel,  123. 


BrUder,  Knappen,  An 
4  zu  273. 


n 


von  der  Hoy  a,  Graf  Erich,  68.  78. 
Hoyer,    Heinr.,    Rm.    in    Hamburg^    252.    43 

Bgrostr.,   434. 
Hoyke,  Henning,  Priester  in  LUbeck,  2. 

—  Elsabe,  Sch wester  desselben,  2. 
Hoykendorp,   Bertold,  Knappe,  zu  Brok,  67 
Hoymann,  Brand,  BUrger  in  LUbeck,  306.  49 

Hildebrand,  586. 
Hozeringe,  Werner,  BUrger  in  LUbeck,  356. 
Hubberkragen,  Curd 

—  Hermann 

—  Richard 
von  der  Hude,  Detwerd,  Bgmstr.  in  Bremen, 
Huek,  Peter,  Bflrger  in  LObeck,  15.  322.  428.  5 
Hullingerod,  Herm.,  in  Halberstadt,  657. 
Hulsebeke,    Henneke,    Knecht  der  Rohr, 

2  und   11  zu  504. 
HullevuUe,  BOrger  in  Molln,  38  S.  43. 
Humbrecht,     Pfarrer    in    Pretlin,     544.    623 

Anm.  zu  701.  s.  Gumpertus. 
Hum  fried,  Herzog  von  Gloucester,  355. 
Hummer  8  butt  el,    Adelheid,     Priorin    in    Rein- 
beck,  313.* 

—  Johann,  Knappe,  27. 
Hundebeke,  Heinr.,  Hifentlicher  Notar,  149. 
Hundertmark,  Herm.,  S<)lduer,  Anm.  6  zu  273. 
von  Hunesbach,  Walrav, MarschalldesDeutscheo 

Ordens,  682. 
Hunger,  Drewes,  Btirger  in  Molln,  38  8.  43. 

—  Hermann,  BOrger  in  Molln,  38  S.  43. 
Hunold,    Diener   des   Raths   von   LUbeck,  33*2. 

412.    Schatfer,  47.    Marschall  (vermuthlich  nur 

aus  Unkunde  so  genannt),  285. 
Husmann,  Btirger  in  M()lln,  38. 
Huxer,  Hans,  Soldner,  307. 

~      Heinricb  Volquin,   139. 
Hymteke,  Hans,  332. 
Hynghest,  Eingesessener  in  Alt-Molln,  3S. 
Hyntzen,   Meynert,   Soldner   des    Heinr.   Tarne- 

witz,  193. 

J. 

mester  Jacob,  in  Molln,  38  S.   41. 
Jacob,KapellandesRittersErichKrammendik,'2nS. 


844 


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Kiiv*^»¥.tM.   }i*-juf..  JcLi*-'  4^»5*-  ':i- 

—  H»-ixri»*i-  ••vit    >:<-**'? v^-  *,•:'. 
K  a  A  u  t .  Uie^-ii-y  ^  '.•!  ]-»-!:«:•  •;«iir-   '  -  -  - 

Karl  IV^  fcjfltit-nb*'.'  Kju-**-^'.  ;.•'_  '-   ':»T  :'. 

—  H^rm-.  as/  d«:  K.<V  hp«*r..jL.  ;:-rt:,,    /? 

Karuw,  LKeiHrr  de^  KatL-  v^-b  LHJM^k.  25o. 
Karsf^d-r,  CUu-v   4vo.*   4*4* 
Kas^t'Tp,  Martiii,  Etr^r  in  LftU^.k,  '/:^>. 
Kavser.    IHtmar,  Dieii*T  •!**  LMats^b*^n  ^nd^ak^ 

•27M. 
Kedin«*k,  Keymar,  Prie^ier,  T. 
von  Kelrv,  Ludeke,  B?m»tr.  in  Magd*:bur;£,  Hi. 
Kemer»:n,  Eingrese^frener  in  Alt-MoUn,  '^h, 
Kener,  Peter,  Bfirger  in  Lfibeck,  Anm.  zu   «0i. 
Kerkhoft\  Jac,  o60.» 
Kerkriug:,  Bert.,  ge-t. 


_      Oerd  /   in  Mun-Ur,    M^. 


I 


f 


—  Lambert 

-  •''^"^^  ^^'*'"^'^'    }    d.>  Bertold,  34:s. 

-  Uudnlf,    ^olin    » 

.-      Ik-rtold,  Km.  in  Liibeck,  ^est.,  743. 
--     Thomjis,    Solm  dessflben,    3i.    349.    632. 
70^.   74:J. 
Kernem,  Hans,  Biirj^er  in  Miilln,  3?^    S.   42. 

—  Hans,  BUr;r<'r  in  Miilln,   38  B.  42. 


£*''r-rl-.4:       -i.^l..       ATT 


—  •VvCiw'iialt-  de:    itn.-^r.      -_- 
Kl*:if-   •z*'ri*^rL  KiuAiu*-..   .ithl     -  Z:  . 
K»*:Tz*-  J.-L-.  lliL-  ii    fiamirtTnr    '  •■  "■=. 

—  B^rrtraiiL  Btorrtr  u.  l-nif^i.   -.^ 

—  Ha;ir,  h^r^tj  il  Lnt»friL  rt>- 

—  Ilan^,  Bfir^er  it  Liiinr<!t.     ~. 
J'^L.,  Xeif*-  d*rh  Lertratn^  Lit 

Kiintt,  Klyod«  H^rm.,  liiirre:  u  L'^  l. 

—  Wynold,  Priesier.  Lrndf^   ar-e-r' 
Klipiiin^.  Alb^  Kfm.,  t.4].   ^1^ 
Kluv#rr,  Heiiir.,  Kleriker,  7L:. 

von  dem  Kne*beke.  Kan-.  Alil.  r*. 
K  ni^;:#:.  DiHruh     » 
-      Hajui 

—  Heinrich 

—  Ludolf 
Knake,  Heinrich,  0. 

K  n  o  k  e  n  h  a  u  w  e  r ,  Herm.,  Bar^rt-r  il  ^V";2 
\  a  n  d  e  m  K  n  u  ji  e .    vamm<.'  Kn«  »p*j .   «  k 
2i:i.  5>;5. 

Knntson,    Knutteson,    Heinr.,    Riuor,  . 

in  Hilderhlotr,  r,2:i. 
Kok,     [leinr.,    Kapelian    des    Herzo^s 

von  Lauenbur;;,  44. 
Kogel<*,ndaI,  BUrfjjer  in  LtibcM^k,   79i. 


I 


S"'Idner,  J7' 


II.     Personen  -  Register. 


845 


Lojegher,  Henneke,  Btirger  in  Kiel,  123. 
Loking,  Joh.,  Knappe,  Anm.  13  zu  273. 
L  ole,  Gertrud,  548. 

Lolle,  Bernd,  Priester  in  Mttnster,  343. 
.^olmann,  Joh.,  Bflrger  in  Lttbeck,  387. 
ELolsten,  Heinr.,  Bgmstr.  in  Oldesloe,  725. 
Kone,  Heinr.,  Goldschmidt  in  Lttbeck,  277. 
Kbnigsmark,    Bernd,    Hptm.  in  Calmar,  523. 
Koning,  Herm.,  Priester  in  Lttbeck,  174. 

—  Heinr.,  Rm.  in  Danzig,  574. 

—  Glaus,  in  Travemttnde,  13.* 

—  Sander,  715. 

K  0  p  k  e  n ,  Paul,  Diener  des  Ratlis  von  Lttbeck  in 

MoUn,  38  8.  44. 
Korner,    Conr.,    Lttbeckischer    Procurator    am 
Kon.  Hofgericht,  58. 

—  Herm.,   Monch  im  Dominikaner-Kloster  in 

Lttbeck,  716,*  s.  Hermann. 
Kortemake,  Heyne  >     Eingesesseue 

~     Henneke,  Sohn  desselben  '  in  Borstorf,  385. 

—  Heyne,  Eingesessener  in  Breitenfelde,  38. 
Kortsack,  Friedr.,  555. 

K^oselow,  Gerd,  077. 

^  On  Kotelberg,   Gerd,    Vogt  in  Eckernforde, 

366. 
K^ovolt,  Job.,  Kfm.,  299.* 
^Tacht,  Reyneke,  Bttrger  in  LUbeck,  50. 
'^on  Kramme,  Aschwin,  Soldner,  275.*  281.* 

—  Hans,  Soldner,  275. 

^Ide  Krege,  BUrger  in  MoUn,  38  S.  43. 
*^Temer,  Hans,  5. 

—  Herm.,  74.* 

^rempin,  Heinr.,  Soldner,  277.* 

Krevet,  Soldner,  275. 

Kreye,  Herm.,  BUrger  in  Molln,  38  S.  43. 

van  dem  Kroge,  de  Kroge,  Boldewin,  Knappe, 

439.*  445.  454.  Anm.  zu  482.  494.  535. 
vamme  Kroge,   Herm.,  Knecht   des  Jac.  Glas- 

iiagen,  699. 
iroger,  Andreas,  Priester,  713. 

—  Rm.  in  M(5Un,  38  S.  43. 

—  Joh.,  BUrger  in  Rostock,  319. 

—  Ludeke,  Eingesessener  in  Alt-Molln,  38. 
;roinhof,  Heinr.,  Soldner,  275. 


Kronerd,  Herm.,  799. 

Kropelin,   Benih.,    Btirger    in  Wismar,    745.  s. 

Cropelin. 
Krull,    Ludw.,    Rm.  in  LUbeck,    76.    141.  194. 

302.    304.    305.    371.    383.    402.    412.*   420. 

421. 
Krummendik,  Albert,  Bischof  von  Lttbeck,  345. 

—  Erich,  Ritter,  121.  123.  133.*  200.  206.* 

207.*  208.*  213.*  214.*  215.*  216.* 
368.  369.  376.  682.  748.  Hptm.  in 
Alholm,    523. 

—  Herbord,  298.* 

Krumvot,   Heinr.,  BUrger  in  LUbeck,  279.  681. 
Kruse,  Hans,  im  Lande  Oldenburg,  366.  s.  Cruse. 
Krusing,  BUrger  in  MoUn,  38. 
Krusinge,  Eingesessener  in  Gorgenbeke,  38. 
Krutzemann,  Joh.,  Kirchherrin  Breitenfelde,  385. 
K  u  ch  m  e  i  8 1  e  r ,   Michael ,   Deutschordensmeister, 

384. 
Kudenworde,    Heinrich,   Aeltermann   der   Loh- 

gerber  in  LUbeck,  282. 
Kukemann,  Herm.,  Soldner,  275. 
Kuken,  Tidemann,  529. 

—  Agnes,  Schwester  desselben,  529. 
Kule,  Heinr.,  Knappe,  128. 

de  Kulen,  Ludeke,  BUrger  in  MoUn,  38. 
Kuleweyde,  Joh.,  736. 
Kunemann,  Heinr.,  oilentlicher  Notar,  7. 
Kuren,  Benedict,  723. 

—  Joachim,   Bruder  desselben,    Knappe,   27. 

128.  723. 
Kutel,  Henneke,  Bttrger  in  MoUn,  38  S.  42. 
Kutele,  Heyne,  BUrger  in  MoUn,  38  S.  42. 
Kuter,   HejTieke,  Soldner  des  Heinr.  Tarnewitz, 

193. 
Kuter,  Otto,  BUrger  in  MoUn,  38  S.  41. 
Kyff,  Joh.,  Soldner,  278. 

vom  Kyle,  Marquard,  BUrger  in  Lttbeck,  396,  10. 
Kyritz,  Simon,  Vicar  in  LUbeck,  7. 
Kystenbuk,  Cord,  BUrger  in  Lttbeck,  120.  122. 

L. 

Lago,  Bischof  in  Wiborg,  523. 

Lam,  Joh.y  Burger  in  Lttbeck,  Anm.  zu  701. 

107 


846 


II.     Personen  -  Register. 


Lambertessone,  Paul,  Sbldner,  825. 
Lammers,  Ileniieke,  Eingesessener  in  Crummesse, 

674. 
Lammeslieim,  Job.,  BUrger  in  Frankfurt  a.  M., 

423. 
Lammesbovet,  Lucas,  BUrger  in  LUbeck,  95. 

—  Ludekinus,    BUrger  in  Llibeck,  776.  798. 
Lamsyde,  Eler,  Kfm.,  339.  414. 
Lancowe,  BUrger  in  McJlln,  38. 

Lander,  Siegfried,  LieflSndiscber  Ordensmeister, 

384. 
Landesberg,  Cord,  BUrger  in  Riga,  749. 
Lange,  Bertold,  BUrger  in  LUbeck,  359. 

—  Godeke,  Rm.  in  Rostock,  669. 

—  Hans,  BUrger  in  LUbeck,  798. 

—  Heinr.,  Aelterniann  de**  Heil.-Kreuz  BrUder- 

schaft  zum  Heil.-Geist,  30  L 

—  Hermann,  Rm.  in  Reval,  785. 

—  Job.,  Bttrger  in  LUbeck,   109.  680. 

—  Job.,  BUrger  in  LUbeck,  gest.,  520. 

—  Wedege,  Sobn  desselben,  520. 

—  Marquard,  BUrger  in  LUbeck,  gest.,  371. 

396,  7. 

—  Hans,  Sobn  desselben,  371.  396,  7. 

—  Ricbard,  Rm.  in  Reval,  669.  670.* 

—  Taleke,  Anm.  zu  497. 
Langeboyke,  Glaus,  52.* 
Langeneyck,  Job.,  Rm.  in  Stralsund,  442. 
Langerbans,  518. 

Langemake,  BUrger  in  Millln,  38. 

—  Marquard,  BUrger  in  Kiel,  123. 
Langetop,    Herm.,    Soldner   des    Heinr.   Tarne- 

witz,  193. 
Langewilken,  BUrger  in  Molln,  38. 
Lappenscap,    Heinr.,  Soldner,  Anm.   7  zu  273. 
Lauenburg,  Herzoge  von,  s.  Sachsen. 
Laurensson,  Jons.,  Ilptm.  in  Lalozekoping,  523. 
Laurentius,  Soldner  des  Heinr.  Tarnewitz,   193. 
Lauwe,  Alb.,  Burger  in  LUbeck,  513.  s.  Louwe. 
Lebode,  Agatbe,  589. 

de  Ledda,  Vrowinus,  Burger  in  LUbeck,  602. 
Lembeke,  Limbeck,  Glaus,  Ritter,  176.*  377.  400. 

—  Wulf,  424. 

Lemezik,  Arnold,  BUrger  in  LUbeck,  328. 


von  Lengede,  Ludeke,  Knappe,  Anm.  1zti273. 
von  Lengerke,  Job.,  Bruder der KalandsbrMer- 
scbaft  zum  Heil.-Geist,  296,  595. 

—  Job.,  Sobn  desselben,  Kleriker,  595. 

Lennenkamp,   Hans,  Knappe,  Anm.  1  zu  273, 

von  Leuten,   Brand  i    ^  ,, 

'  }   Soldner,  275. 

—  Hans  I  ' 

Lepele,  Hans,  Soldner,  825. 

von  der  Letze,    Martin,    Kaplan    des  Albrecht 

Scbenk,  138. 
Letzscb,  Gerlacb,  Bruder  des  Johanniterordens, 

348. 
von  Leyden,  Walter,  BUrger  in  LUbeck,  780. 
Licbtenow,  Alb.,  BUrger  in  LUbeck,  702. 

—  Job.,  Vicar  in  der  Marien  Kirche,  713. 
von  der  Linden,  Heinr.,  Bttrger  in  LUbeck,  359. 

—  Jobann,  BUrger  in  Likbeck,  359. 

—  Peter,  dom.,  351. 

Lippe,    Lyppe,    Alb.,    Bttrger  in  LUbeck,  203. 
312.  405.    Anm.  zu  497.  801. 

—  Hans,  Anm.   15  zu  273.  275. 

von  der  Lippe,  Job.,  Knappe,  Anm.  14zii273. 
Lippold,    Scbreiber   des    Ratbs   von    Lttneburgy 

495. 
von  Loen,  Friedr.,  Knappe,  Anm.  7  zo  273. 
Lomau,  Heinr.,  Eingesessener  in  Postyn,  677. 
Lore,  Rm.  in  Molln,  38. 

—  Bernd,  Bttrger  in  M(51ln,  38. 

—  Heinekc,  BUrger  in  Molln,  38. 

—  Herm.,  BUrger  in  Molln,  38. 

—  Tideke,  BUrger  in  MSlbi,  38. 

Lor  esse,  bei  einer  Scbleuse  wohnend,  38  SJ^' 
Lose,  Betemann,  228.  451.  637.* 

—  Tile,  Bruder  desselben,  228.  451.  637.' 
Loseking,  Ludw.,  BUrger  in  Lttbeck,  780. 
Louwe,  Peter,  Soldner,  283.*  s.  Lauwe. 
Louwesikke,     Gereke,     Diener     des    Rersten 

Wardenberg,    Anm.    zu    504. 
Lovenbercb,  Herm.,  V'icar  in  LUbeck,  528. 
Lowentkoper,    Job.,    Domberr    in   LUbeck,  U. 

141.     Bisthumsvcrweser ,     167.*     168.*    160.* 

173.*  174.*   181.*  204.* 
Lubbeken,  Arnd,  601. 
Lubber d,  Knappe,  Anm.   13  zu  273. 


II.     Personen  -  Register. 


847 


I 


BrUder,  81.* 


xrbberdes,  Henneke,  gest.,  481. 

Peter,  gest.,  481. 

X^iibcke,    Hans,    gen.    Winterveld,    Kneclit   der 

Kohr,  Aiim.  zu  504. 
^-  on  Lubeke,  Gottschalk,  Rm.  in  Greifswald,  669. 
X^ii<5bow,  Joli.,  Priester  in  LUbeck,  430. 

Araelius,  BUrgcr  in  LUbeck,  47.  300.  403. 

477.  708. 
X-tx^^^j  Peter,  Erzbiscbof  von  Lund,  523. 

-  Peter,  Hptm.  in  Tbordorp,  523. 

x-on  Luctersen,  Curd,  Knappe,  Anm.  3  zu  273. 
I^udeke,  PastetenbUcker  in  LUbeck,  48. 

—  Telse,  Ehefrau  desselben,  48. 

—  auf  der  Fredeborg,  38. 
Xiudekens,  Nicol.,  Vogt  in  Abo,  529. 
Ludemann,  die  Familie,  55.  61. 

—  Gottschalk  \ 

—  lleinrich       \ 
"^       Ludeke 
"^       Peter 

^ade  T- ,  Henning,  5. 

^a<?ei-od,  Heinr.,  BUrger  in  LUbeck,  gest.,  371. 
lUem-  edorf,  Odbert,  Km.  in  Wismar,  415  und 

Anuria  416. 
Ludflr  i  fj^  Graf  von  Oettingen,  744. 
Ludol   j)h,  Kleriker,  397. 
de  Lii  ^e,  Arnold 

/  BrUder,  390,   15. 
—         Jleinricb        [ 

"-        Johannes      J 

de  LixTiescbe,  Wittwe  in  LUbeck,  278. 

Lunefcorg,    -borch,   Hans,  Johannes,  BUrger  in 

LUbeck,    356.   371.   396,   12.    496.   520. 

gest.,  532. 

^       Catharina,  Wittwe  desselben,  532. 

^"ttne borch,  Eingesessener  in  Breitenfelde,  38. 

^npfen,  Johann,  Graf  von,  Kon.  Hofricliter,  40.* 
85.    04. 

^ttpow,  Hilmer,  Rm.  in  Hamburg,  42. 
Latowe,  BUrger  in  MSlln,  38. 
fatten,  Dietr.,  Knappe,  Anm.  7  zu  273. 
Lfltzow,  Helmold,  Helmich,  Helmet,   439.    447. 
466.  482  und  Anm.  570.*  582. 
"^      "Wipert,  439.  447.  406.  482  und  Anm.  661. 


M. 

Maeck,  Joh.,  Rm.  in  Rostock,  669.  670. 
Magnus,  Herzog  von  Sachsen-Lauenburg,  Bruder 

Erichs  V.,  Bischof  von  Camin,  266.*  267. 
Magnusson,  Algud,  Hptm.  in  Nykiiping,  523. 

—  Gustav,  Lagmann  in  Westgothland ,  523. 

—  Peter,  Hptm.  in  CalviJ,  523. 

von  Mandeslo,  Johann,  Bertolds  Sohn,  Knappe, 
Anm.   13  zu   273. 

—  Johann,  der  Hltere,  Anm.   11  zu  273. 

—  Johann,  der  jUngere,  Anm.   11  zu  273. 

—  Manslo,  Johann,  Knappe,  Anm.  8  zu  273. 
Mankemos,  Dietr. 

—  Gerhard  >  BrUder,  5. 

—  lleinrich 

von  Mansfeld,  Grafen. 

—  Bosse,  451. 

—  Gebhard,  451. 

—  Volrad,  451. 

Map il ton.  Job.,  englischer  Kleriker,  355. 
Marktvoged,     Hans,    Diener    des    Raths    von 

LUbeck,   85. 
Marquard  (Wise),  Prior  des  Dominikanerklosters 

in  LUbeck,   15.*  40.*  272.*  322.*  332.*  335.* 

392.*    542.*   548.*    549.*    561.*    589.*   590.* 

622.*  716.    Senior,  738.* 
Marquard,  im  Lande  Oldenburg,  366. 
Marschalk,  Hans,  245.  249.  507. 
Martin  V.,  Papst,  7.  41.   170.*   177.   178.  209. 

353.  373.*  381.*  389.*  461.  472.*  502.  687.* 

713.  732.  774. 
Martin,  Gobelinus,  Kleriker,  299. 
Marts  en,  Brun,  BUrger  in  Molln,  38. 
Matte,  Dctlev,  BUrger  in  LUbeck,  39  S.  55.  43 

S.  80. 
Mecklenburg,  Herzoge  von,  (Schweriner  Linie). 

8.  Albrecht  III.,  Albrecht  V.,  Johann  IV.,  Agnes 

Catliarina,  (Stargarder  Linie),   Johann  III. 
von  Meghen,  Eberh.,  Kfra.,  299.* 
Meinerstorp,  Heinr.,  Knappe,   169. 
Meister,  Wilh.,  in  Mcickern,  269. 
Mekelenborch,  Job.,  693. 

—  Job.,  Sohn  desselben,  693. 
Melberg,  Henning,  Knappe,  468.*  469.*  482. 

107* 


848 


II.     Personen  -  Register. 


—  Heinr.,  Biirger  in  LUbeck,  50;  Rm.,  neuer 

Rath,  798. 
von  Mentze,  Joh.,  Biirger  in  Ltibeck,  172. 
von  Merkeshusen,  Heinr.,  gen.  Syveke,  638. 
Merlaw,  Rich.,  Mayor  von  London,  56. 
von  Merle,  Hinze,  Biirger  in  Frankfurt,  17. 
Mertens,  Claus,  in  Eckernfc^rde,  366. 
--     Curd,  121.* 

—  Hans,  690.* 

Messersmyd,  Joh.,  in  Nordhausen,  509. 
Meteler,  Hans,  gest.,  589. 

—  Heinr.,   Rm.   in   LUbeck,    32.    141.*  589. 

774. 

—  Catharina,  Schwester  desselben,  589. 

—  Joh.,  Bttrger  in  LUbeck,  396,  4. 
von  Meyenberg,  Curd,  Anna.  I  zu  273, 
Meyer,  Detlev,  Aeltermann  der  BRcker  in  Lilbeck, 

280. 

—  Hermann,  im  Dienst  des  Konigs  Erich  von 

DUnemark,  229. 

—  Johann,  561. 

—  Margarethe,  Ehefrau  desselben,  561. 

—  Lemmeke,  Biirger  in  MQlln,  38. 
Meylau,  Heinr.,  139.* 

Michael,  Propst  in  Bunzlau,  516.  600. 
Michael,  Graf  von  Werthheim,  600. 
Michael,  BUrger  in  Molln,  38;  Rm.,  668. 
Milde,  Heinr.,  in  LUbeek,  800. 
von  Mind  en,  Gerard,  BUrger  in  LUbeck,  352. 

—  Ileinrich,  Anm.  zu  414. 

—  Job.,  BUrger  in  LUbeck,  300.  741. 

—  Geseke,  Ehefrau  desselben,  300. 

—  Wichmann,  412. 

Mintstede,  Myndstede,  Minkstede,  Henning,  583. 

—  Henning,  der  jUngerc,  607. 

—  Kersten,  583. 

—  Reyneke,  494.  559.  563.  583. 
Mistorp,  Peter,  BUrger  in  LUbeck,  359. 
van  der  Mo  I  en,  do  Molondin(». 

—  Albert,  Kleriker  der  Vcrdener  Diocese,  353. 

—  Albert,   Hitter,  Bgmstr.  in  Llineburg,    41. 

42.  70.*  4:^2.    Anra.  zu    6G1.   75o.  805. 
Sodmcister,  252. 

—  llartwirh,  Rm.  in   LUneburg,  92. 


—  Johann,  Rm.  in  LUneburg,  92. 

—  Hartig,  Knecht  des  Vicko  von  Vitzen,  630. 

—  Willekinus,  770. 
Molenveld,  Schiffer,  666. 

de  Mollen,   Henning,  BUrger  in  LUbeck,  gut., 

318. 
MoUendorp,    Amd,   Knecht  der  Rohr,  Anm.  2 
zu  504. 

—  Eler,  Anm.  zu  504.  558. 
Moller,  Andreas,  gest.,  747. 

—  Andreas       \ 

—  Johannes      1    ^,..,        ,       ,,        ^.^ 

,     }  Sohne  desselben,  74/. 

—  Marquard     | 

—  Reynekinus  J 

—  Heyne,  Knappe,  Anm.   1  zu  273. 

—  Tideke,    Eingesessener    in    KrempeWorf, 

Anm.  zu  632. 
MoUers,  Beke,  BUrgerin  in  Molln,  38. 
Molner,  Heinr.,  BUrger  in  LUbeck,  76. 
Molteke,  Friedr.,  458. 

—  Woldemar,  462. 

Monik,  Job.,  BUrger  in  LUbeck,  496. 
von  Monnighusen,  Monnickhusen. 

—  Dietrich    I    BrUder,  Knappen,  Anm.  6  zu 

—  Johann     J        273. 

—  Stacies,  Knappe,  Anm.  13  zu  273. 

de  Monte,  Heinr.,  Bgmstr.  in  Hamburg,  41. 
Mo  ring,  Nicol.,  Kapellau  des  Erzbischofs  Johann 

von  Riga,  95. 
Morkerke,  Alb.,   BUrger  in  LUbeck,  474.520. 
Morkerke,  Tidem.,  Rm.  in  LUbeck,    48.  HI* 

168.   244.*   252.   327.*   328.   367.  368. 

377.   380.  382.  Anm.  zu  497.  802.  811. 

gest.,  719. 

—  die  Wittwe  desselben,  632. 
Mornewech,   Bertram,  BUrger  in  LUbeck,  gesU 

149. 
Hennann,  Sohn  desselben,  Bgmstr. inLiibeck, 
gest.,  149. 

—  BUrger  in  LUbeck,    39    S.   55.     43  S.  7\». 

S.  so. 

—  Hans,   137,*   149. 
Murssel ,  lleinr.,  481. 

—  Tydeke,  481. 


II.     Personen- Register. 


849 


IVIoyelke,    Ebert,    Aeltenuann   der  Paternoster- 

macher  in  LUbeck,  283.  798. 
Mund,  Ernst,  Knecht  der  Rohr^  Anm.  zu  504. 
MuDder^  Heinr.,  BUrger  in  LUbeck,  352. 
von  Mnningerode^Hans,  Knappe,  Anm.  1  zu273. 
von    Munater,    Bernh.,    Efm.,    339.    414    and 
Anm.  814. 
—     Eler,  Rm.  in  Bremen,  34. 
Miinter,  Rolav,  815  S.  790.  S.  791. 
Muring,  Dietr.,  Diener  des  Kone  von  Redestorp, 

Anm.  zu  504. 
Mynden,  s.  Minden. 

N. 

Nacke,  Nicol.,  636. 

Naffnu,  Bischof  von  Odense,  523. 

Neding,  Herm.,  758. 

Ne^endank,  Gerd,  287. 

Nering,  Heinr.,  S<31dner,  278. 

Nesemann,  Claus,  90    191. 

von  Neteliugen,  Heinr.,  Soldner,  275. 

Von  der  Netze,  Friedr.,  gest.,  92. 

—  Mechtildis,  Wittwe  desselben,  92. 
Neveling,   Hans,  Soldner,  Anm.  4  zu  273. 
Neyt,  Heyneke,  BUrger  in  Molln,  38. 
Niclesson,  Andreas,  Hptm.  zu  Kopenbagen,  523. 

—  Christian,  Kersten,  Ritter,  Vogt  in  Wiborg, 

35  *  36.  342.  806.  807. 
Nicolaus,    (Graf  von   Delmenborst),    Erzbischof 
von  Bremen,  533.  566.  687.  698.*  709. 
750. 
"-     Vicar   (des   Provinzials)    der   Dominikaner 

in  Lttbeck,  272.* 
"~-     Glaus,  Graf  von  Holstein,  gest.,  107. 
^J^lop^  Claus,  Scbiffer,  669.  670. 
^'Jelsson,  Erich,  Ritter,  215.  Hptm.  in  Ripen,  523. 
^''eadorp,  Heinr.,  BUrger  in  LUbeck,  431. 
^''^nstade,  Ludeke,  BUrger  in  LUbeck,  360. 
Ulrich,  BUrger  in  LUbeck,  gest.,  371. 
'  en  Stat,  Heinrich,  BUrger  in  LUbeck,  387. 
Ltidekinus,  387. 

t/Irich,   BUrger  in  LUbeck,  gest.,  305.    s. 
^yestat. 
oemann,  Hans,  Zimmermann,  52. 


Ni 


-Ni- 


Nigenkerke,  s.  Nygenkerke. 

Nitert,  Geistlicher  in  Franecker,  420. 

von  Nodelen,  Dietrich,  Anm.  zu  743. 

von  Northeim,  Job.,  BUrger  in  LUbeck,  49.  50. 

von  Nougarden,  Graf  Hans,  523. 

Nusse,  Job.,  Rm.  in  Wisby,  669. 

Nyenkerke,   Job.,   BUrger  in  LUbeck,    323.    s. 

Nygenkerke. 
Nyestad,  Hans,  BUrger  in  Bergen,  184.* 

—  Jaspar,  Vogt  in  Schwerin,  631. 

—  Ludeke,  BUrger  in  LUbeck,  72. 

—  Ludeke,    Sohn    desselben,    72.    169.     s. 

Nienstat. 
Nygenborch,  Ebert,  BUrger  in  LUbeck,  801. 
Nygenkerke,  Godeke,  593. 

—  Hans,  in  Neustadt,  446.   s.  Nyenkerke. 
Nyp,  Heinr.,  Einwohner  in  der  Parochie  LUtjen- 

burg,  379. 
Nytting,  Sippe,  friesischer  HUuptling,  421. 

0. 

Odbrecht,  Conrad,  736. 

Odesson,  Knut,  523. 

de  Oerle,  Ludekinus,  BUrger  in  LUbeck,  319. 

von  Oertzen,  Claus,  475. 

Of  fen  sen,   Joh.,  Camerarius  des  Domcapitels  in 

Lttbeck,  686. 
Offermann,  Goswin,  BUrger  in  LUbeck,  323.  678. 
Okko  ten  Broke,    friesischer  HRuptling,   406.* 

409.  579.  597. 
Okko  von  Locwerde,  421.  422. 
Olavesson,  Bjorn  von  Eschenburg,  523. 
Olavesson,  Nicol.,  in  Abo,  527. 
Oldedorp,  Tideke,  Vogt  in  TravemUnde,  692. 
Oldenburg,  Graf  en  von,  102.  112.  805  S.  790. 

s.  Chnstian.  Dietrich. 
Oldenburg,    Paul,  Schreiber,  spUter  Protonotar 

des  Raths  von  LUbeck,   2.    44.    50.    95.    237. 

251.      320.      347.      427.      499.      501.      594. 

598.      615.      642.      675.      676.      819.     Vicar 

in    Lttbeck,    149. 
von   Oldendorp,    Herm.,   in    Lttbeck,   638. 
Oldendorp,    Heinr.,    Dominikaner    in    Lttbeck 
311. 


850 


II.      Personen  -  Register. 


BrUder,   311. 


—  Revmanis 

ft 

—  Tvdekiiius 

—  Wiggerus 
Oldepollene,  Biiiger  in  Mollii;   38  S.  43. 
von    OldersIiJiusen,    -huRon,    Bertold,    Ritter, 

Lehnsraann    dos    Ilerzoj^s    Heinricli  von  Braun- 
schweig^, 42. 

de  OUensen,  .loli.,  Km.  in   Liineburi^,  92.* 

Oln,  Heinrich,  Hitter,  f)10. 

Olrikes,  Joh.,  481. 

—  Marciuard,  545. 

—  Tvrameke,  545. 

von  01  thru  wen,  Ileyne,  Silldner,  275. 
Oltghert,  Clans,  Diener  des  Konc  von  Redestorp, 

Anm.  zu  504. 
Onnoma,  Rewert,  triesisclier  Ilauptling,  421. 
von  Oppum,  Hans,  Goldschmidt  in  Llibeck,  277. 
vam  Orde,  Iloinr.,  Biirp:er  in  Liibeck,  75.   534. 
Osenbrugge,    Alb.,    Kupterschniidt   in   Liibeck, 
40G. 

—  Bernli.,  BUrgor  in  Ltibeck,  278. 

—  Gerd,  Knecht  des  Glaus  Hesteberg,  273.* 

—  Ludekinus,  BUrger  in  Ltibeck,  396,  5. 
Osing,  ileinr.,  Soldner,  276. 

von  Osselssem,  Hans,  Soldner,  276. 
van  der  Osten,   Herra.,  BUrger  in  Stade,    117. 
132. 

—  Henneke,  Ehefrau,  in  Alt-MoUn,  38. 
Osterliolt,  Knappe,  Anm.  9  zu  273. 

(Otto,  Graf  von  Hoya),  Biscliof  von  Mlinster,  220. 
(Otto   II.),    Herzog    von    Pomnacrn- Stettin,    244. 
047. 

—  der  jiingere  (von  der  Haide),   Herzog  von 

Braunschweig-Lttneburg,  Bernhards  Sohn, 
638.*  647.  657. 

—  der  EinSngige,  Herzog  von  Hraunschweig- 

LUneburg,  827.* 

—  Herzog  von  Sachsen-Lanenburg,  266.*  267. 

437.  446.  454.  458.  459.  464.  465. 
467.  46^.  507.  513.  539.  558.  582. 
583.     592.     5113.     607.    616. 

—  Soldner  dos  Heiiir.  Tarnewitz,  193. 
Ovendorp,  .Joli.,  Biirger  in  Lubeck,  387. 
Overdyk,  Heinr.,   Burger  in  Riga,   749. 


Overenkerken,  Arnold,  775. 

—  Elisabeth,  Ehefrau  desselben,  775. 
Overkamp,  Joh.,  Bftrger  in  Liibeck,  340. 
Overtun,  Herm ,  Schiffsknecht,  Anm.  zu  414. 
Ovink,  Hans,  Soldner,  275. 

von  Oyenhusen,    Curd  I    Soldner,    Anm.  H  za 

—  Frederik  |        273. 

P. 

Pallingcbrugge,  Soldner,  276. 
Palmedach,  Gerd,  BUrger  in  Ltibeck,  76.  518. 

—  Johann,  Rra.  in  Dorpat,  436. 
Pamperin,    Diener   des  Raths  von  LUbeck,  39 

S.  56.    43  S.  81. 
Pamperinsche,  in  Molln,  38  S.  42. 
Panssenhagen,  BUrger  in  Molln,  38  S.  42. 
Pantemannsche,  in  Molln,  38  S.  42. 
Pape,  Johann,  BUrger  in  Ltibeck,  348.  387. 
Papendorp,  Heinr.,  Rm.  in  Hamburg,  420.421. 
Parke,   Hans,  Soldner,  275. 

—  Marquard,  Btirger  in  Ltibeck,  328. 
Parkentin,  Glaus,  357.  460.  596.  689. 

-     Detlev,  Ritter,  gest.,  591. 

—  Detlev,  596. 
"     Eccard,  596. 

Pattense,  BUrger  in  Molln,  38. 

Paul  Russdorf,  Deutschordensmeister,  647. 

Paw  el,  Rm.  in  Molln,  38. 

von  P a  w o  r  n ,  Bruno,  BUrger  in  LUbeck,  gest.,  T. 

Peltzer,  Hans,  Soldner  des  Heinr.  Tarnewitz,  H'3. 

von  Pentz,  Hans,  Knappe,  439.  456. 

—  Helmold,  auf  Tarnewitz,  Knappe,  71.  671. 

—  Henneke,    auf    Redemin,     Knappe,    43'). 

Anm.  zu  482. 

—  Raven,  456. 

Pe per  sack,  gest.,  371. 

Perleberg,  Hans,  Aeltermann  der  Wollenweber 

in  Ltibeck,  733. 
Perlin,  Hintze,  518. 

—  Lambert 

—  Michael,  gest. 
Persek,  Bernh.,  Rra.  in  Hildesheim,  564. 
Perssig,  Volkmar,  Srddner,  275. 
Pertzeval,  gest.,  371. 


Sohne  desselben,  MS 


852 


II.     Personen  -  Register. 


Prop  ken,  Plonius,  BUrger  in  Danzig,  87. 
Prutze,  Hans,  BUrger  in  Molln,  38  S.  43. 
Puel,   Gerh.,  Vicar  in  der  Marien  Kirche,  381. 

502. 
de  Pulcrafago,  Juh.,  Domberr  in  Ltibcek,  1 11. 
Pukerdes,  Theod.,  Kleriker,  713. 
Pund,  Herni.,  Kleriker  und  Notar,  397. 

—  Peter,  BOrger  in  Miilln,  38  S.  41. 
Pusteke,  Job.,  Blirgor  in  LUbeck,  511. 
von  Putbus,  Pridbeni,  523. 

(von  Putlitz),  Gans,  297. 
Pyst,  Arnd,  504. 

Quake nbrligge,    Manjiiard ,    Klosterbrnder  in 

Rostock,  703. 
Quast,  Arnold,  Bote  des  Kaths  von  LUbeck,  774. 
Questenberg,  Tidemann,  Kim.  in  London,  oO. 
Quitzow,   Glaus,    465.  408.    581.*   <;e^t,    720. 
727. 

—  Heinricb,.  347.  357. 

—  Henning,  465.*  466.* 

—  Tideke,  Bruder  des  Glaus,   726.*  727.* 

R. 

RabanuK,  Bischof  von  Speier,  GO^L 
Rabodeseni  niel  c,  Knappe,  Anm.  8  zu  273. 
R  a  boys  en,  Adolpb,  Diener  des  Grafen  Adolph 

von  llolstein,  233. 
Rantzau,  Breide,  366. 

—  Heinricb,  667. 

i   Brtider  des  Heinricb,  6r)7. 

—  Otto 

—  Scback,  Ritter,   104.   128.   206.  707. 

—  Sivert,  Diener  des  Ratbs  von  Ltibeck,  578. 

—  Wulfard,    Domberr    in  LUbeck,    146.    Bis- 

tbumsverweser,  107.*  168.*  169.*  173.* 
174.*  LSI.*  204.* 
Rapesulver,  Heinr.,  Bgmstr.  in  LUbeck,  17. 
59.  76.  121.  141.*  150.  207.  214.  215.  210. 
217.  218.  240.  311.  317.  323.  327.*  367. 
368.  371.  377.  380.  382.  386.  402.  434. 
521.    525.    609.    630.    069.     070.    719.    755. 


768.*    770.    774.    776.    803.    804.     Anm. 

809.  827. 
Rapbohn,  Dietr.,  BUrger  in  LUbeck,  198.  2: 
Rasmann,  Job.,  BQrger  in  Lfibeck,  148. 

—  Jodocus,  Bruder  desselben,  148. 

Rasscbe,   Hans    ^ 

,_.,  ■    Soldner,  276. 

—  ridemann     y  ' 

Rastorp,  s.  Redestorp. 
Ratlow,  Eler,  Glaus  Sobn,  Knappe,  128. 
-     Eler,  Knappe,  27.  30.*  107.  774.  801. 

—  Henneke,     Bruder    desselben,     107.    1     szt 

767.    801. 
Rede,  Heinr.,  Zolleinnehmer  in  l^ndon,  56. 
Red  eke,  Ludemann,  Knappe,  Anm.   14  zu  ^  T" 
von  Reden,  Ernst,  Soldner,  275.  281. 

—  Wolver,  Soldner,  276. 

Reder,    Ilarticb,    Paternostermaker   in   LttUeelt 
586. 

—  .Job.,  Burger  in  Ltibeck,  109.   186. 
von  Redestorp,  liaus,  Anm.  3  zu  504. 

—  Hans,  gen.  Monck,  Anm.  3  zu  504. 

—  Heinricb,  Anm.  3  zu  504. 

—  Kone,    Anm.  3  und  13  (Rastorp)  zu  504. 

s.  Reystorp. 
Reiger,   Lemmekinus,  BUrger  in  Ltibeck,  gest, 

396,   1. 
Rein  bard,  s.  Porseti. 
von  Rekelingbusen,  Peter,  Knappe,  Anm. 3 

und   16  zu  273. 
von  Re  ken,  Heinr.,  Soldner,  275. 
Rendal,    liudolf,    Kleriker  der  Diocese  Verdei 

353. 
Reme,  Burger  in  Mi'»lln,  38. 
Rendesborcb,  Gereke,  488. 

—  Joliann,  4'S,s. 

—  Nicolaus,  4f<8. 

Peter,  Vater  des  Gereke,  488. 
Kene,     Henning,     gen.    Stonebaver,    Btii*; 
Ltibeck,   102. 

—  Taleke,  Ebefrau  desselben,   162. 
von  Rene,  Herm.,  Scbmidt  in  LUbeck,   '^ 
R  e  n  n  o  w ,  s.  R5nnow. 

Rennyng,  Dietr.,  BUrger  in  LUbeck,  7- 
von  R  e  n  t  e  1  e  n ,  Bertram,  gest.,  371. 


II.     Personen  -  Register. 


853 


I   Brttder,  371. 


Christian 

-  Hans  i 

-  Henning,  Bgmstr.  in  LUbeck,  gest.,  179.  724. 
Elisabeth,  Telse,  Ehefrau  desselben,  gest., 

179.  724. 

Tidekinus,  Btirger  in  LUbeck,  318. 
tzel,  Gerh.,  Btirger  in  Ltibeck,  147. 

Elisabeth,  Ehefrau  desselben,  147. 
tzow,  Georg,  Dominikaner  in  Ltibeck,  738. 
werdes,     Peter,     Steuermann     im    Lande 
denbnrg,  366. 

e,  Joh.,  Rm.  in  Ltineburg,  92.*  s.  Reze. 
en  t  low,     Nicol. ,     Kanzler     des     Herzogs 
brecht  V.  von  Mecklenburg,  45.  263. 
leyde,  Joh.,  Btirger  in  K6ln,  428. 
mer,  im  Lande  Oldenburg,  366. 
mers,  Berend,  Knappe,  Anna.  9  zu  273. 

Tideke,  Btirger  in  MOlln,  38  S.  41. 
nek,  Peter,  Btirger  in  M6lln,  38  S.  43. 
nek  en,  Hans,  Knappe,  Anro.  1  zu  273. 
ners,   Detmar,   friesischer  HSuptling,    420. 
tL  422. 

Reystorp    (Redestorp ?) ,    Claus,   Anm.    5 
I  504. 

fzege,  Eingesessener  in  Alt-M5lln,  38  S.  45, 
Be,  Joh.,  Btirger  in  Ltibeck,  780.  s.  Rese. 
'herdes,  Wilh.,   Btirger  in  Ltibeck,    172.  s. 
icquerdes. 

Jhters,   Frederik,  Knappe,  Anm.  3  zu  273. 
'kersen,  Joh.,  Vicar  in  Hamburg,  732. 
querdes,  Richerdes,  Henneke,  545.  708. 
^  der   Rige,    Martin,    Paternostermaker  in 
Bbeck,  586. 
e,  Rm.  in  MOlln,  38. 

^Dow,    Heinr.,    Kleriker    der    Paderborner 
Ocese,  713. 

^ »  Diener  des  Raths  von  Ltibeck  in  Mdlln,  38. 
'^cz,  Hans,  Rm.  in  Magdeburg,  113. 
liitzerau.  Otto,  gest.,  771. 

Otto,  Sohn  desselben,  67.  592.  771.* 

Abele 


Adelheid 
Sophie 
Bertold,  344.* 


Sch western  des  Otto,  771. 


Rixtorp,  Detlev,  Ritter,  128. 

—  Wulf,  770. 

Rob  el  e,  Nicol.,  Btirger  in  LUbeck,  109.  186. 
Roberstorp,  Claus,  Rm.  in  Wismar,  589. 
Robert,  Provinzial  der  Dominikaner- KlOster  in 

Sachsen,  15.*  46.*  392.* 
Rode,    Beem,   Knappe,   446.*   447.*   482   und 
Anm.  570. 

—  Eccard,  Btirger  in  Ltibeck,  521. 

—  Geseke,  Ehefrau  desselben,  521. 

—  Hermann,  Goldschmidt  in  Ltibeck,  277. 
Rodenborch,  Alb.,    Domherr  in  Ltibeck,  141. 

Vicardecan,   202.*  801. 

—  Heinrich,  Sdldner,  275. 

Rodevut,  Hans,  Knecht  des  Dietrich  von  Berk- 

husen,  276. 
Rodewold,  Godeke,  Knappe,  31.* 

—  SOldner  des  Heinr.  Tarnewitz,  193. 
Rohr,  535.  568. 

—  Bernhard,   479.*   480.*   492.   Anm.  1    zu 

504.  539.  559.  563. 

—  Claus,  Anm.  1  zu  504. 

—  Claus,  der  aitere,  Anm.  1  zu  504. 

—  Claus,  der  jtingere,  Anm.  1  zu  504. 

—  Hans,  Bruder  des  Bernhard,   479.*  480.* 

Anm.   1  zu  504.  559. 

—  Helmold,  539.  563. 

—  Otto,  504.* 

—  Peter,  Soldner,  280  * 
Rokeler,  Curd,  Sbldner,  275. 

Roland,   Bertold,   Rm.  in  Ltibeck,    141.*    356. 
Bgmstr.  501.  639.  (hier  consul  genannt.) 

—  Tideke,  Bruder  desselben,  356. 
Role,  Claus,  WoUenwebergeselle,  733. 
Roneke,  Johann,  715. 

—  Johann,  der  Ultere,  715. 
Rbnnow,  Rennow. 

~     Eler,  Ritter,  215.  368.   Vogt  in  LundenXg, 
523. 

—  Marquard,  gest.,  497  und  Anm. 

—  Margarethe    (Mette),     Witt  we    desselben, 

Sch  wester  des  Otto  Poggewisch,  497  und 
Anm. 

—  Timmo,  Tunne,  719.  802. 

108 


854 


II.     Personen  -  Register. 


Ropeke,  s.  Rusche,  van  dem  Wede. 
Roper,  Cord,  BUrger  in  MiJlln,  38   S.  42. 
Rose,  Gerh.,  109. 

Rosenberg,   Hans,  Aelterraann  der  Paternoster- 
maker  in  Lflbeck,  586. 
Rosenborch,  Gellich,  BOrger  in  MoUn,  38  S.  42. 
Rostok,  Job.,  Domherr  in  Lflbeck,  141. 
von  Rostrum,  Godeke,  Rm.  in  Lflneburg,  486. 
Roth,  Jost,  Domherr  in  Basel,  1. 
Royte,  Giseke,  Soldner,  276. 
Rub  enow,  Heinr.,  Bgmstr.  in  Greifswald,  41. 
Rudolf,  Herzog  von  Sachsen,  Kurfllrst,  57.*  60. 

83.   Anm.  zu  165.  797. 
Rughemarkert,  Soldner,  283.* 
Rulowe,  Rm.  in  Molln,  38. 
Rumping,    Heinr.,    Werkmeister    an   der   Petri 

Kirche,  798. 
Runeland,   Marq.,   Einwohner   in   der  Parochie 

Blekendorf,  379. 
Runemann,  Heinr.,  Priester  in  LUbeck,  152. 
Runge,  Dietr.,  Vicar  in  Ltibeck,  7. 
Rupelo,  Heinr.,  aus  Stralsund,  106.* 
Rupenstorp,  Diener  des  Henn.  von  Hagen,  83. 
Ruprecht,  Romischer  K(5nig,  gest.,  43  S.  72.  S. 

73.  662.  790.  793.  794.  795. 
Rusche,  Ropeke,  Knappe,  Anm.  16  zu  273. 
Rust,  Albrecht,  Schaflfer  des  Raths  von  Ltibeck, 
46.  317.  332. 

—  Marquard,  757. 

Rutbeck,  Joh.,  Hptm.  zu  Wordingborg,  523. 
Ruting,  Ludckinus,  Burger  in  Ltibeck,  359. 
Rutschindorp,  Soldner,  Anm.  5  zu  273. 
von  Rutzingen,  Arnd   ,   ^  ^^^ 

—  Lippold  \ 
Ryckmann,  Herm.,  775. 
Ryman,  Nicolaus,  545. 

—  Reymar,  545. 
Rynkrode,  Ebert,  Kaufmann,  87. 
Rythusen,  Joh.,  Bttrger  in  Bremen,  683. 

S. 

Sabensse,  Ludeke,   BUrger  in  Molln,  38  S.  43. 

—  Nicol.,  Bttrger  in  Molln,  38  S.  42. 


8a chow,  Nicol.,  mag,  397.  Domherr  in  Lflbeck, 
170.  353.  Propst  in  Schleswig,  713.  723. 

Sachsen-Lauenburg,  Herzoge  von,  s.  Albrecht 
V.  Erich  HI.  Erich  IV.  Erich  V.  Albrecht 
Magnus.   Bernhard.    Otto. 

Saldenberg,   Joh.,   Diener  des  Joh.  Dareow,  9. 

von  Salem,  Reymar,  Bttrger  in  Lttbeck,  352. 

Salmensten,  Gerh.,  Bttrger  in  Lttbeck,  gest, 474. 

—  Gerhard,  Sohn  desselben,  474.  528. 
Samyt,    Sammyd,    Herm.,    Domherr  in  Liibeck, 

141.  393. 
vam  Sande,  Marquard,  481. 
Satow,  Bttrger  in  Molln,  38  S.  43. 
Satowe,  BUrger  in  Molln,  38  S.  41. 
Saudel,   Burchard,  Bruder  des  Klosters  Marien- 

dal  bei  Reval,  294. 
Scappe,  Radeke,  Bttrger  in  MOlln,  38. 
Schabbe,    Joh.,    Kleriker   der   Diocese  LBbect 

und  offentlicher  Notar,  7.  149. 
Schacke,  Scacke. 

—  Bertold,  294. 

—  Detlev,  6. 

—  Hartwig,  536. 

—  Heinrich,  6.  38.  39. 

—  Hermann,  42  S.  61. 

—  Johann,  39. 

—  Ludeke,  Bruder  des  Marquard,  gest.,  294- 

—  Ludeke,  39. 

—  Luder,  in  Basthorst,  771. 

—  Marquard,  Volrads  Sohn,  294.* 

—  Vicke,  644. 

von  Schaghen,  Friedr.,  Knappe,  Anm.  7  zu 273. 

Scharpenberg. 

—  Detlev,  Knappe,  Bruder  des  Johann,  6^0. 

689.  690.  691. 

—  Detlev,  Bruder  des  Hermann,  in  Seedorf, 

718.* 

—  Hartmann,  Knappe,  in  Niendorf,  771. 

—  Hermann,  in  Seedorf,  38  S.  48.  42  S.64. 

718.* 

—  Johann,  Knappe,  433.  Anm.  zu  482.  491 

689.  690.  691. 

—  Ludeke,  Knappe,  522.*  628.  747. 
Scheie,  Herm.,  Priester,  7. 


856 


II.     Personen  -  Register. 


—  Bertold,  gest,  798. 

—  HermanD,  Patemostermaker  in  Liibeck,  586. 
Segeberch,  Job.,  dom.,  780. 

Selby,  Richard,  Kleriker  in  England,  355. 
Seligbe,  Tideke,  Btlrger  in  Ltlbeck,  435. 
Seliges,  Matth.,  BadstlJver  in  Lttbeck,  383. 
Semmelbecker,   Job.,   Rm.   in  Lttneburg,    92.* 

755. 
Sestede,  Otto,  Ritter,  105.*  206.  751.  767. 
van  deme  Sete,  Job.,  S<5ldner  des  Heinr.  Tarne- 

witz,  193. 
Sevenmark,    Heinr.,    Eingesessener  in   Cordes- 
bagen,  530. 

—  Taleke,  Scbwester  desselben,  530. 
Sibetb,  Sybid,  HUuptling  in  Rustringen,  20.  21. 

96.*  97.   98.   99.    100.   101.    102.    340.    359. 

406.  579.  597. 
Sidenbecker,  CJonr.,  Bllrger  in  Ltibeck,  186. 
von  Siggem,  Heinr.,  Knappe,  282.* 

—  Marquard,  Knappe,   27.  366.  767.    Owen 

Sobn,  128. 
Sigismund,  RSmiscber  Konig,  1.*  11.*  17.  18.* 

37.*  58.  62.*  63.*  64.*  65.*  77.  80.  83.  85. 

89.*    94.    102.    165.*    177.*   178.    223.    258. 

267.    288.    297.    299.    367.    382,    440.    451.* 

470.*    515.*    516.*    544.    550.*    551.*    552.* 

553.    569.    577.    578.    588.    600.*   608.*   623. 

637.   647.*   652.*   657.*    Anm.   zu   661.    662. 

682.  730.*  744.*  761.  797.*  799.  824.* 
Skondelef,  Schindeleb. 

—  Jobann,  Biscbof  von  Scbleswig,  gest.,  402. 

—  Hermann,  Binder  desselben,  402. 
Slange,  Heinr.,  Soldner,  825. 
Slawestorp,  Job.,  BUrger  in  Ltibeck,  352.  763. 
Slecbter,  Heinr.,  BUrger  in  Danzig,  87. 
Sletzenrode,  Job.,  Priester,  402. 

Slore,  Heinricb,  749. 

Slukop,  Siegfried,  BUrger  in  Ltibeck,  159. 

Sluter,  Otto,  Kapellan  des  Grafen  Heinricb  III. 

von  Holstein,  107;  Schreiberdes  Herzogs  Adolph 

von  Scbleswig,  767. 
Sluter,  Eingesessener  in  Breitenfelde,  38. 
Smacbtbagen,  Beneke,  357.  398. 
Smedebeke,  Job.,  BUrger  in  Rostock,  770. 


Smering,   Peter,  Soldner  des  Heinr.  Tamewitj, 

193. 

8mit,  aaus,  607.* 
Smyd,   Henneke,   S51dner  des  Heinr.  Tamewit&y 

193. 
Smyd,  Heinr.,  Patemostermaker  in  Ltibeck,  5S6. 
Smylow,  Vicko,   Knecht  des  Hans  Hesselstorp, 

Anm.  10  zu  504. 
Smyt,  Hans,  Knappe,  Anm.  3  zu  273. 
Smytbagen,    Hans,     Eingesessener    in    StdUi- 

bagen,  71. 
Snelle,  Henneke,  Eingesessener  in  Borstorf,  38&« 

—  Hennekinus,  Einwobnei^  der  Parocbie  BlekexE- 

dorf,  379. 
Snide wint,  Jacob,  Werkmeister  der  Petri Kirdi^ 

798. 
Sn  or  ling,  Heinricb,  gest.,  732. 

—  Jobann,  Sobn  desselben,  Kleriker,  732. 
von  dem  Sode,  Zode,  Jobann,  Bttrger in LfibeelE, 

798. 

—  Amd,  Bruder  desselben,  798. 

von  Soest,  Conrad,  pUpstlicber  Subdiacon,  442 

und  Anm.   s.  Zoest. 
Soling,  Heinricb,  BUrger  in  Ltibeck,  477. 

—  Heinricb,  der  aitere,  Bttrger  in  Ltibeck,  34J. 

—  Tideke,  Btirger  in  Ltibeck,  477.  708. 

—  Tidekinus,  der  iQtere,  Btirger  in  Ltibeck,  341. 

—  Tidekinus,  der  jtingere,  Btirger  in  Ltibeck, 

341. 

—  Tidemann,  349. 
Soltau,    Herm.,    Diener    des    Herzogs   Wilhdm 

von  Braunscbweig,  248.  249. 
Soltraann,  Nicol.,  Btirger  in  Ltibeck,  449. 
Soltwedel,  Georg,  Vicar  in  Hamburg,  251. 
von  Soltwedel,  Jobann,  607.* 
Somerbove,  Job.,  Btirger  in  Ltibeck,  498. 
Sorge,  Werneke,  Eingesessener  in  Alt-Miilln,  38. 
Soveke,  Job.,  gest.,  525. 

—  Peter,  Sobn  desselben,  525. 
Sovenbom,   Conrad,  Einwobner  in  Stockelsdorf, 

144. 
von  Spanbeim,  Siegfried  Lander,  Deutscbordens- 

meistcr  in  Liefland,  804.* 
Spanier,  Spaniardes,  191.  Hispanger,  814. 


858 


II.     Personen  -Register. 


Stralendorp,  die,  190. 
--     Heinrich,  Ritter,  458. 
--     Jaspar,  424. 

—  Vicko,   190.  270.  424.  458.  612. 

—  junger  Vicko,  612. 

Strike,  Heinrich,  ein  Vitalianer,  197. 
Strokerke,  Joh.,  Domlierr  in  LUbeck,  502. 
Struk,  BUrger  in  Molln,  38  S.  42. 
Stub  be,  Gerd,  Rm.  in  Wisraar,  589. 
Stubbe,  Si  vert,  BUrger  in  Molln,  38  S.  42. 
Stur,  Heinrich,  BUrger  in  LUbeck,  278. 
Sture,  Swen,  Hptm.  in  Bundholm,  523. 
Sturemann,    Heinr.,    Soldner  des  Ueinr.  Tarne- 

witz,  193. 
Stuve,Vikke,Eingese8senerinBreitenfelde,38S.45. 
Sudeniann's  Kinder,  in  Alt-MSlln,  38  S.  45. 
Sudermann,  Hildebr.,  Kfm.,   299.* 
Suesma,  Douwe,  friesischer  Hauptling,  421. 
Sul,  Wilh.,  Patemostennaker  in  Lubeck,  586. 
von  demSunde,  Heinr.,  Aeltcrinann  der  Schuster 

in  Ltttjenburg,  604. 
von  Sunnerik,  Werner,  Knappe,  Anm.  3  zu  273. 
Swage r,  Joh.,  Vicar  in  LUbeck,  528.  628. 
Swarte,  Jons,  Schoning,  Ritter,  523. 
Swarte,  Laurencius,  LUbeckischer  Zollner  in  Alt- 

MoUn,  38  S.  45. 
Swarte,  Armare,  Kfm.,  339.   Ertmar,  414. 
Swartekop,  Dctlev,  481. 

Swartekop,  Martin,  Rm.  in  Hamburg,  420.  421. 
Swartowe,  BUrger  in  Molln,  38  S.  43. 
Swerting,  Simon,  Rm.  in  LUbeck,  gest.,  371. 
Swochel,  Heinr.,  735. 

—  Marquard,  Bruder  desselben,  735. 
Syarda,  Sicko,  friesischer  Hiiuptling,  421.* 
Syole,  Glaus,  BUrger  in  LUbeck,  371. 
Syrentsim,  Poppeke,  friesischer  Hauptling,  421. 

T. 

Take,  mester  Heinrich,  in  Rostock,  401. 

Tammeke,  Job.,  Burger  in  Rostock,  319. 

Tanteland,  Eylert  » 

>  Soldnor,  27.i. 

—  Ludemann       ' 

Tarnewitz,  Heinrich,  119.   124.   127.   133.  187. 
188.   190.   192.   193.  195.  287.*  424. 


—  Marquard,  Knappe,  zu  Tarnewitz,  671. 
Templyn,  BUrger  in  Molln,  38  S.  43. 
Tepelink,  Henning,  540.* 

Theobald,    Senior  der  Dominikaner  im  Kloster 

zu  LUbeck,  716.*  738.* 
Theodorich  (Arndes),  Bischof  von  Ltibeck,  345. 
Thomas,  Bischof  der  Orkney  Inseln,  523. 
von  Thunen,  Detmar,  Rm.  in  LUbeck,  23.*  69. 
74.  141.*  387.  441.  636.  674.  754.774. 

—  Heinrich,  643. 

Thuonis,  Nicol.,  Propst  in  Westerwik,  714. 
Thuus,  Job.,  Knappe,  Anm.  3  zu  273. 
Thy  as,  Bernh.,  Eingesessener  inKrempelsdorf,  557. 
Tidemann,  Soldner,  Anm.  9  zu  273. 
Timmermann,  Gevehard,  BUrger  in  Lubeck, 278. 
von  Tisenhusen,  Engelbrecht,  Ritter,  505.* 

—  Peter,  Ritter,  658  und  Anm.  801. 
Tobe,  Heinr.,  BUrger  in  LUbeck,  38  S.  48.  42S.64. 
Tobing,  Ludolf,  Rm.  in  LUneburg,  92.* 
Tomasson,  Ersche,  802. 

Top,  Wilhelm,  518. 

von  Tossem,  Ilerm.,  Soldner,  275. 

T ravel raann,  Bernhard,  79. 

Trebbow,    Vritze,   Knecht  der  Rohr,  Anm.  11 

zu  504. 
von    Treutlingen,    Wiroch,    Ritter,   Rath  des 

Markgrafen  von  Brandenburg,  83.  297.* 
von  Treyden,  Heinr.,   110. 
Trulle,    Ritter,    Abgesandter   des  Konigs  MgJS- 

mund,  85. 
Tuke,  LUbeckischer  Schiffer,  435. 
Turlut,  Burger  in  Molln,  38  S.  42. 
Tuscow,  BUrger  in  Molln,  38  S.  43. 
von  Tyla,  Gottfried,  159.   232. 

—  Alheydis,  Ehefrau  desselben,  159. 
Tyme,  Marquard,  BUrger  in  LUbeck,  580. 
Tymme,  Marquard,  23. 

U. 

U k  e n  a ,  Focko,  friesischer  Hiiuptling,  420.  Vockuke, 

421.  422. 
Ulf,  Beichtiger  iu  Wadstena,  620.* 
Ulrich,  Propst  in  Ratzeburg,   135. 

~      Graf  von  Regenstein,  657. 


860 


II.     Personen  -  Register. 


Voyzansche,  in  Molln,  38  S.  41. 
von  Vreden,  s.  von  Velen. 
Vrese,  Marquard,  M5nch  im  Dominikanerkloster 
in  LQbeck,  gest.,  716. 

—  Alerd,  Soldner  des  Heinr.  Tarnewitz,  193. 

—  Boye,  Aeltermann  der  Heil.-Kreuz  Brtlder- 

schaft  zu  St.  Oatharincn,  301. 

—  Heinrich    I   BrOder,  646. 

—  Henneke    ) 

de  Vrese,  Heinr.,  Kfm.  in  Utrecht,  740. 
Vrese,  Jacob,  Goldschmidt  in  LUbeck,  277. 

—  Joh.,  Rm.  in  Wismar,  196.432.  KHmmerei- 

herr,  489.  669.  670. 

—  Ludeke,  Knappe,  Anm.  11  und  13  zu  273. 

—  Wilken,  Knappe,  Anm.  15  zu  273. 
Vrestorp,  Rm.  in  MSlln,  38  S.  43. 
Vridach,    Conr.,    Blirger   in   Lttbeck,   50.    413. 

B.  Fritag. 

—  Cord,  Btirger  in  Frankfurt,  17. 
Vroling,  Lambert,  Blirger  in  LUbeck,  146. 

—  Nicolaus,  Blirger  in  Ltlbeck,  323. 
Vrome,  Glaus,  Knappe,  Anm.  1  zu  273. 

—  Herm.,  541. 

—  Joh.,  Blirger  in  Lttbeck,  444. 
Vrouwenschutte,  Knappe,  Anm.  15  zu  273. 
Vrunt,  Heinr.,  Rm.  in  Kbln,  665. 

—  Heinr.,  Blirger  in  LUbeck,  780. 
Vrythoff,  Herm.,  Soldner,  283.* 

von  VuUe,  Dietr.,  Soldner,  Anm.  4  zu  273. 
Vund,  Herm.,  Rm.  in  Wisby,  669. 
Vunstorp,  Btirger  in  Molln,  38  S.  42. 
Vur,  Gereke,  Eingesessener  in  Alt-Mblln,  38  S.  45. 

—  Heinrich,  BUrger  in  Molln,  38  S.  43. 

—  Tideke,  Bttrger  in  Molln,  38  S.  41. 
Vurschutte,  Otto,  Knappe,  Anm.  1  zu  273. 
Vuzune,  Bttrger  in  Molln,  38  S.  42. 

W. 

W acker,    Peter,   Schreiber  des  Kbn.  Sigismund, 

1.  37.  58.  62.  65.  89.  451. 
Wackerbart,  Heinr.,  Soldner,  280.* 

—  Henneke,  Knappe,  650. 


Waghel,  Dietrich,  483. 

—  Heinrich,  476.*  483.* 

—  Heyne,  483. 

Waker,  Bttrger  in  Mblln,  38  S.  43. 
Wale,   Heinrich,  Propst  im  Kloster  Ebstorf, 

112. 
Walstorf,  Detlev,  Detlevs  Sohn,  801. 
Waltvossche,  BUrgerin  in  MQlln,  38  S.  42. 
von  Wandsleben,  Ludwig,  451. 
Wangelow,  Rm.  in  Mblln,  38  S.  43. 
Wantzenberg,  Heinr.,  Btirger  in  Lttbeck,  4 
Ward^nberg,  Albert,  Anm.  8  zu  504. 

—  Dietrich,  558.* 

—  Hans,  Anm.  8  zu  504.  538. 

—  Johann,  558. 

—  Kersten,  Knappe,  Anm.  8  und  12  zu' 
Warendorp,    Bruno,   Bgmstr.  in  Lttbeck,  g 

396,  3. 
~     Bruno,  Sohn  desselben,  396,  3. 

—  Brunold,  168. 

—  Gottschalk,  Domherr  in  Lttbeck,  141. 

—  Hermann,   Vater  des  Vromold,   Bttrge 

LUbeck,  gest.,  134. 

—  Johann,  gest.,  371. 

—  Johann,  Vicar  in  Lttbeck,  628. 

—  Vromold,   Sohn   des  Hermann,    BUrgei 

Lttbeck,  67.*  72.  125.  134.*  180.  g 
202. 

—  Johann,  Sohn  desselben,  202. 

—  Vromold,  294.  371.  592. 
Wartislav  IX.,  Herzog  von  Pommern-Wolg 

647. 
Waterhusen,  Joh.,  Btirger  in  Lttbeck,  75. 
von  Wechgeld,  Joh.,  Knappe,  Anm.  7  zu  ! 
Wedderhoved,  Btii-ger  in  Molln,  38  S.  42. 
van  dem  Wede,  Johann,  Knappe,  Anm.  9  zu 
Werner,  Glaus,  Dienstknecht  des  Lemmeke 

Buchwald,  28. 
Wedege,  Conr.,  Dominikaner  in  Lttbeck,  3^ 

-'     Dietrich,  780. 

-•     Luder,  gest.,  758. 

—  Benekinus  j 

—  Johannes     >  Sohne  desselben,  758. 

—  Luderus      I 


862 


II.     Personen  -  Register. 


Wittekop,  Soldner,  270. 

Wittenberg,  Benedict,  Kirchh err  in  Rensefeld,  59. 

Wittenberg,  Heinr.,  Domini kaner  in L&beck,  311. 

—  Benedict,  Vicar  auf  Poel,  671. 
Wittenborch,  Willekin,  Bttrger  in  LUbeck,  352. 
Witter p,   Bnrchard,   Vicar  im  Dom  in  LQbeck, 

732. 
Witvot,    Henn.,    Eingesessener    in    Herrenburg, 

541. 
(Wladislaus),  Konig  von  Polen,  600. 
Wodynghusen,   Lndw.,   Kfm.   in   London,   56. 

Anm.  zu  414. 
Welder,  38  S.  46. 

—  Heinrich,  562. 

—  Marquard,  Oheim  desselben,  562. 
Woltebeke,  Conrad,  Gastwirth  in  LUbeck,  Anm. 

en  511. 
Welters,  Beneke,  Knappe,  Anm.  17  zu  273. 

—  Job.,  Btirger  in  Lfibeck,  318. 
Womate,  Herm.,  BUrger  in  Bremen,  34. 
Wostenhagen,  Btirger  in  Ltkbeck,  274. 
Wriver,  Tile,  SOldner,  281. 

Wulf,  Albert,  in  Lanken,  771. 

Wulff,  Eler,  Soldner,  280.* 

Wulf,  Emeke,  Aeltermann  der  Ueil.-Kreuz  Brllder- 

schaft  zu  St.  Catharinen,  301. 
Wulff,  Hans,  Paternostermaker  in  LQbeck,  586. 
Wulf,  Helmicb,  Bttrger  in  LUbeck,  798. 

—  Job.,  Km.  in  Hamburg,  20.   21.*   22.   23. 
Wulff,  Nicolaus,  481. 

Wulf,   Tarns,   im  Dienst   des   Konigs  Erich  von 

DUnemark,  229. 
Wulflam,  Wulf,  Bgmstr.  in  Stralsund,  789. 
Wulser,    Heinr.,    Aeltermann    der    Schuster    in 

Lfltjenburg,  604. 
Wulverod,  Bttrger  in  McJlln,  38  S.  43. 
Wummeken,  Edo,  friesischer  HSuptling,  97. 
Wunder,  Wedekind,  S()ldner,  Anm.  4  zu  273. 
Wunstorp,   Job.,    Official   des   Bischofs   Johann 

Scheie,  732. 
Wur,  ClauB,  BUrger  in  MoUn,  38  S.  42. 

'  i  friesische  HUuptlinge,  421. 

Wychmann,  Soldner  des  Heinr.  Tarnewitz,  193. 


Wyge,  8.  Wighe. 

Wyndewand,  Henning,  Knecbt  der  Rohr, 

1  zu  504. 
Wyngarde,   Hans,  Paternostermaker  in  Lttb 

586. 


¥. 

von  Yber,  Tile,  Knappe,  Anm.   1  zu  273. 

Yerchow,  s.  Jerchow. 

Yonsson,   Tymme,   Hptm.  in  Akershus,  523.      i 

Jonsson. 
Ywan,  Arnd,   Scblachter  in  Lttbeck,  gest.,  S27, 

—  Heinrich,  Sobn  desselben,  827. 

Z. 

vam  Zale,   dom.    (Vicar   in   der  Marien  Kircb^ 

cf.  Bd.  V.  JiS  21),  580. 
Zeddingbe,  Heinrich,  Knappe,  Anm.  1  zu  273- 
von  Zedlitz,  Jacob,  Ritter,  1. 
Zedorp,  Glaus,  BUrger  in  Mmin,  38  S.  41. 

—  Godeke,  BUrger  in  Molln,  38  S.  41. 

—  Godeke,  Aeltermann  der  Patemostermtker 

in  Lttbeck,  586. 
Zeiselmeister,   Czeiselmeister,  Propst  in  Tirle- 

mont,  550.  578. 
Zenger,  Ulrich,  Marschall  des  Deutschen  Ordens, 

448.* 
Zerrentin,  Tidemann,  Rm.  in  LUbeck,  21.*  22, 

23.  74.   86.    141.*   336.    349.   371.   639.  679. 

768.*  809.* 
Zettrest,  Herm.,  BUrger  in  Riga,  749. 
Zoest,   Job.,  Wollenweber   in   LUbeck,   733.  8. 

Soest. 
Zovenbom,  s.  Sovenbom. 
Zul,  Hennekinus,  BUrger  in  Lttbeck,  580. 
von  ZUle,  Tzulc. 

—  Heyneke,  0.  262. 

—  Volrad,    Bruder    des    Wedege,    in    Wab- 

molen,  Knappe,  469.  482.  492.*  774. 

—  Volrad,  Marschall  der  Herren  von  Sachsen, 

in  Gudow,  771. 

—  Wedege,  Knappe,  in  Walsmolen,  439.469, 

475.  482  und  Anm.  492.* 


n.     Personen- Register. 


863 


Zwarte,  s.  Swarte. 

Zymere,  Eingesessener  in  Gk)rgenbeke,  38  S.  45. 
voD  Tzerben,     Aeltermann     der     Paternoster- 
maker  in  Lflbeck,  2d  3. 
Tzerntin,  Tzemtyn,  s.  Zerrentin. 


Tzerstede,  Gottfr.,  Km.  in  Ltineburg,  92.* 
von  Tzeven,  Erich,  Km.  in  Hamburg,  70.*  86. 

434. 
Tzever,  Job.,  Priester,  345,offentlicherNotar,  774. 
Tzirenberch,  Hermann,  BUrgerinLiibeck,  396, 1 1. 


III.  Wort-  und  Sachregister. 


A. 

Afengen,  mit  Gewalt  abzwangen,  43  S.  83. 
iflecged,  en  aflecged  unde  en  loes  fundament,  ein 

unhaltbarer  Grund,  23. 
afhouwen,  mit  Gewalt  abpreasen,  43  S.  h3. 
«l8e  -=  alse  se,  42  S.  04. 
*n  -  ohne,  39  S.  56. 

uibohren  der  BUume,  um  8ie  zu  untersuclien,  331. 
udediDgen,  Anspriiche  an  Jemanden  erheben,  75. 
^helen,  eine  englische  Goldmiinze,  123. 
Antwerpen,  der  Jabrmarkt  daselbst  wird  zu  einer 

2ahlung    an    einen    Kaufmann   in   Utrecht    be- 

nutzt,  292. 
*nnarittm,    Sakristei,    als  Aufbewahrungsort    fUr 

Wunden,  202. 
Aaflassung  eines  Grundstticks  vor  den  Kirchspielsge- 

fichworenen  (in Lauenburg),  385.  cf.Bd.IV.\i521. 
Aoslosang  aus  der  Gefangenschaft,  46.  328. 

B. 

fiidewanne,    eingemauerte ,    als    Pertinenz    eines 

Hauses,  383.  vgl.  Braupfanne. 
Bank  in   Llibeck,   die  acceplirte  Anweisung  auf 

dieselbe  befreit  ungeachtet  ihrer  demnSchst  ein- 

getretenen  Insolvenz   den   KHufer  von  weiterer 

Zablungspflichtigkeit,  306. 
Bannerfiihrung,  Sold  dafUr,  295. 
Banner,  ronre  banre,   kieines  Keiterbanner,   295 

S.  325. 
Baysalz,  aus  der  Bay  von  Bourgneuf,  725. 
bede-ande,  engl.  hoih-and^  sowohl-als  auch,  187. 


Bcihlilfe    zu    den    Kosten    der    Anstellung    eines 

Vicars,  595. 
bekoren,   bereden,    96   8.   lU.    102  S.   148.    cf. 

Doornkaat-Koohnan,  Ostfries.  Worterbuch. 
belde,  Bilder,  Heiligenbilder  aus  Holz  geschnitzt, 

auf  den  AltSren,   179  S.  223.  724. 
Bergelohn;  Entscheidung  des  Konigs  Erich  darOber, 

669;  Beschwerde  Uber  Ilohe  desselben  in  Hadeln, 

711. 
Bergenfahrer  in  Llibeck,  71. 
bermut,  Pergament,  40. 

Bernsteinarboit  und  Bernsteinhandel  in  Lttbeck,  586. 
Bernsteindreher,  Paternostermaker,  in  LUbeck,  448. 
Bernstein,  vom Deutschen  Orden  verkauft,  279.  448. 
berowen,  beruhen,  in  Ruhe  bleiben,  39  S.  55. 
beweldiget,  gewaltig,  .39  S.  54. 
Blutrache,  646. 

bodeni,  eine  Sclieibe  Wachs,  87. 
bodenstulpen,  494. 
bormester     -  borgermester,  139. 
Braupfanne    als   besonderer  Gegenstand  der  Ver- 

pfandung,  702. 
Brief beforderung  bei  Nacht,  441. 
Brieferbrechung,  gewaltsame,  163.  164. 
BrQcke    bei  Ratzeburg   als  Gerichtsstiitte,    39.   s. 

Gerichtsstatte. 
Brliderschaften  in  LUbeck, 

Leichnams  Briiderschaft  zur  Burg,  146. 

Leichnams  Briiderschaft  auf  dem  Mlihlendamm, 
zum  Dom,  232. 

Leichnams  Briiderschaft  zum  Ileil.-Geist,  543. 

109* 


864 


III.    Wort-  und  Sachregister. 


Ealands  BrUderschaft  zum  Heil.-Geist,  296. 

Heil.-Kreuz    Briiderschaft    in    der    Catbarinen 
Kirche,  301. 
BUrgen-  nnd  Dachding  auftragen,  532  und  Anm. 
Bnrsprake  in  Hamburg,    126,    in  Lllbeck,    132; 

Text  der  aitesten  Lttbeckiscben  Bursprake,  783. 
buBsen  und  bussencrud,  605. 
byvaren,  befUrchten,  262. 

C. 

Concurs  des  Milnzmeisters  und  Wechslers  Rudolf 

Cumhar,  323,  des  Dietrieb  Grybe,  498. 
Conversen  im  Kloster  Reinfeld,  136. 

D. 

Dachhochtiden ,  im  Gegensatz  zu  den  einfacheren 

und  weniger  kostbaren  Abendhoehzeiten,  49. 
deferratus,  595. 
Denkbriefe,    denckbreve,    haben    die    Bedeutung 

eines  Contracts,  75. 
Deutscher  Orden,  789.  790. 
Diamantringe,  428. 
Diener   des   Raths    von    LUbeck,   Vogt,    Schenk, 

Marschall,  47. 
dore,  Pres.  Conj.  von  dor  en,  dorven,  dilrfen,  engl. 

to  dare^   161,  4. 
Drachenorden    des  Kunigs  Sigismund   dem  Konig 

Erich  verliehen,  85.  s.  lyntworm. 

E. 

Echtzeugniss ,  zum  Beliuf  der  Aufnahme  in  eine 
Handwerkergilde  in  betrligerischer  Weise  aus- 
gestellt,  52. 

Eid  als  Beweismittel ,  auch  wenn  er  vom  Gegner 
nicht  angenommen  wird,  742. 

Eidesleistung  geschah  in  verschiedener  Weise  von 
Geistlichen  und  von  Weltlichen,  749. 

Einlager,  VerpHichtung  dazu,  5.   129.  734. 

Erbgut,  an  auswiirtige  Erben  fallendes,  in  Ham- 
burg,  112  S.   161.  805  S.  789. 

esse,  in  esse  conservare,  im  Stande  erhalteu,  48. 

expenditor  dominorum  consulum,  Scbaffer,  317. 


F. 

Fehdebriefe  der  Stftdte  Liibeck  und  Hamburg  an 

die  Herzoge  von  Lauenburg,  241.  242. 
Fehmarn,    Verwftstung    der    Insel   durch  KDnig 

Erich,  238. 
Feigen  und  Rosinen,  729. 
Fenster,  gemalte,  im  Dominikanerkloster  in  Lfibeek, 

179.  724. 
floreni  episcopales,  320. 
fluele,  Sammt,  50. 
forum   =    nundinae,    die  Messe,    frz.  five,  engL 

fair^  8. 
Frankfurter  Messe,  423.  Anm.  zu  442. 
Franziskanerkloster ,     unter    HinzurechnuDg  der 

Kloster  des  Ordens  der  heil.  Clara,  bestandea 

2186,  800. 
Friedhof  als  Gerichtsstfitte  des  Kon.  Hofgerichts,  37. 

G. 

Gasthofe  in  LUbeck,  511. 

Geistliche    Beneficien   sollen    in    Liibeck   nttr  ge- 

grlindet    werden,    wenn    eine    Einnahme  von 

5  Mark  Silber  nachgewiesen  ist,  685. 
Geistliche  Gerichte  diirfen   in  Schuldsachen  nicht 

angerufen  werden,  32. 
Genin,   Incorporation   der  Geniner  Pfarre  in  eine 

Praebende  des  Domcapitels,  170.  353. 
Geraubtes,  von  dem  Eigentbiimer  wiedererworbenes 

Schiff,  527. 
Gericht,  das  von  dem  Herzog  Erich  von  Sacbsen- 

Lauenburg   auf  der  Brilcke  bei  Ratzeburg  ge- 

halten  wurde,  wird  von  dem  Rathe  von  Liibeck 

als  ungesetzlich  bezeichnet,  43  S.  71. 
Gerichtsstlitte,  s.  Friedhof.  Briicke  bei  Ratzeburg. 
geselle  =  Handlungsgehiilfe,  407. 
gespalden  vot,   haufig  auch  eteve  genannt,  Rind- 

vieh,  384  S.  409. 
Gewicht,  Verschiedenheit  desselben  in  Liibeck  nnd 

in  Russland,  453. 
Gewohnheit    eines  Landes   gilt  wie   geschriebenes 

Recht,  43  8.  74. 
ghedogen,  erlauben,  235  S.  271. 
glasevate,  in  welchem  ein  Licht  vor  einem  Heiligen- 

bilde  brannte,  543. 


866 


III.    Wort-  und  Sachregister. 


Kriegscontin^ent    Ltibecks    und    anderer    Stiidte 

nach  der  Hostimmunj?  des  Reichstages  zu  NlJrn- 

berg,  822. 
Kriegscontrebande,  300. 
Kriegsrecht  zur  See.    Der  (irmulsatz:  frei  Schiff, 

frei  (Tilt,  wini  von  den  Stiidteii  nicht  anerkannt, 

777. 
Kronen,  tranzosischo,  619  S.  (>01. 
KurfUrstliche    WUrde;     Streit    darliber    zwischen 

Sachsen-Lauenburg  und  .Saclisen- Wittenberg,  83 


S.   1^4. 


L. 


Lebnware,    geistliche,    die    Befugniss,    geistliche 

Beneficien  zu  vergeben,  6. 
Loskaut'  au8  der  Horigkeit,  770. 
Lttbeck  als  Uberhof,  512. 
Liibeck  als  Zahlungsplatz,  348. 
Lttbecks   Wohl    eine    Bedingun;?    (l«*s    Wohls    der 

umliegenden  Lander,  397  S    124. 
lynnen,    Linien   Ziehen,    genau   sich  richten,    224 

S.  262. 
lyntworm  yn  gold  undo  edelstente  vormaket,    85 

S.  128.  8.  Drachenorden. 

M. 

Malz,  ein  Einfuhrartikel  in  Kussland,  75. 
maninge,  rechtlicher  Anspruch,  in  maninge  satet, 

68. 
Marientiden  in  der  Domkirche,  547. 
Maftkeraden,     mit    vorbedeckedeni    antlate    gan, 

waren  zu  Fastnacht  erlaubt,  783  S.  758. 
Memorie,    GedSohtniss    Verstorbener ,    Seelmesse, 

147;  allgemeiner  Ausdruck  fUr  Gottesdienst,  798. 
raisselke,  miRBlich,  235   S.  270. 
Mundschenk  des  Kaths  von  LUbeck,  47.  431. 
MUnzsachen,    782;     Verhaitniss    des    Goldes    zu 

Silber,    ebend.  S.  755;    Beschwerde    ftber  eine 

Ausmttnzung  in  Rostock,  706. 
Mttnzrecesse,  432.  611».  624. 

N, 

Naehtwache,   eine  BUrgerpHi<*ht,    783  S.  758.    S. 
760. 


naken,   boll,  naecken,  Kil.,  erreichen,  235  S.  270. 

Nobeln,  englische  Goldnailnze,  619  S.  604. 

nu  ^  jetzt,  647  S.  629. 

nu  -=•  niemal8,  605;   in  beiden  Bedeutuogen  iin- 

mittelbar  auf  einander  folgend,    39  S.  51. 
Niirnberger,  Berechtigungen  derselben  in  Liibeck, 

784  S.  764. 

0. 

Ochsen,  Ersatz  fUr  geraubte,  105;  Bitte  des  Raths 
von  LUneburg  an  den  Rath  von  Liibeck,  die 
Ausfuhr  von  zehn  Ochsen  zu  gestatten,  584. 

orbor,  ({rundrente,  wird  die  Abgabe  von  800  n^ 
genannt,  welche  die  Insel  Fehraarn  jiihrlich 
den  LandesfUrsten  entrichtet,  129  S.   177. 

Orgel  in  der  Dominikanerkirche  in  LUbeck,  479. 

Ostern,  eine  Zeit  des  Friedens,  102  S.  148. 

Overbode  in  ilolstein,  128  S.   176. 

P. 

Pacht  eines  Ackerlandes,  360,  eines  Grundstflck^ 

in  Padeltigge,  779. 
Pachtgut-Recht  in  Holstein,  76. 
padhuchen,  plttndern,    123. 
PapiermUhle   bei  LUbeck,    300.    341.    403.  47r. 

708. 
pSpstliche  Bulle  zum  Schutz  geistlicber  Giiter,  373. 
Pastetenbiicker  in  Lttbeck,  40. 
pastor,  Bezeichnung  eines  Pfarrers,  58. 
Paterini,  Bosnische  Ketzer,  600. 
Patronatrecht,  137.   149. 
personer,  engl.  parson^  Geistlieher,  420. 
Pest  in  Liefland,  300  S.  330. 
Pfundzoll  in  Flandern,   00.  111.   143.  145.  155, 

156.    175.    101.   284.   28r,.    572;    in  PrcuBwn, 

573.    574;    in   Reval,    54;    in  Russland,  342. 

425.  8.  ZoU. 
Predigten    am  Dienstag   in  der  Domkirche,   167. 

173. 
Preis  des  Uopi'ens,   186. 

*  des  Papiera,  477. 

*  des  Rheinweins  (1  Stttbcben  =  4  Flascfaen), 

180. 
0      des  Schwedischen  Eisenerzes,  185. 


I 


III.    Wort-  und  Sachregister. 


867 


Protoiiotar  als  Tlieilliaber  eiiier  Ilaiidelsgenossen- 
scliaft,  320. 

R. 

Raugelake,  eine  Art  Lack,  50. 
RathmUnner  bekrSftigen  ihre  AuBsage  nicht  durcli 
Eid,  sondern  gebeii  sie  by  eren  waren  worden, 

low. 

Rathssetzung,  783  S.  760. 

Raachhulin,  ruekhon,  als  Zeichen  der  UuterthHnig- 

keit,  wird  der  Obrigkeit  gegebeii,  294. 
recambiare^  8. 
Reiclisaeht  liber  Lllbeck  ausgesprochen,  62,  wieder- 

autgehoben,  89. 
Reiclissteuer,  stadtische,  165.  166.  269.  293.  363. 

378.    443.    470.     515.     544.    608. 
623.   701.  730.  773.  797. 
Berechnuug   der   Gulden    dabei,   83  S.  125. 
reepande,  Rehschlingeii,  643  S.  625. 
resele,  Rehseile,  643  S.  625. 
ronre  banner,  Kennerbanner,  kleines  Reiterbanner, 

295. 
RUckkaufsrecIit  nacli  dreissig  Jahren,  591. 
RusRland,  Verbot  des  Handels  dahin,  337. 

s. 

Sachsenspiegel  und  Glosse  dazu,  43  S.  67. 
Salme  in  Oldesloe,  678.  725. 
Bcbarsche,  engl.  scarce^  wenig,  412. 
Schedeklot,  Ricbtsteig  Landrechts,  43  S.  67.  S.  69. 
scheten,  fugere,  Kil.,   eyn  recht  schcten,  235  S. 

270. 
Sdiiefer,  Ankauf  desselben   fUr  die  Petri  Kirche, 

679. 
Schiffbruch,  schiffbrUcliige  OUter,  289.  290.  291. 

553. 
schildblirtig,  to  den  wapen  geboren,  295. 
Bchinden  =  schinneden,  43  S.  81. 
Schleuse  in  Bokhorst,  38  S.  48.  42  S.  64. 
Schoss  von  geistlichen  GUtern,  179.  305.  479. 
SchosB  wurde  audi  von  den  Rathmannern  bezahlt, 

783.  S.  758. 
Schreibschulen  in  LUbeck,  41. 


Scbweine  auf  den  Strassen  in  Liibeck,  205.   vgl. 

Zeitsclirift  des  Verein8|fUr[1.0b.Ge8chiehte,  3, 190. 
Sechsling,    gosling,   im  J.  1424    zum   ersten  Mai 

geprJCgt,  619. 
Sechziger-Ausschuss  in  Lllbeck,  787. 
Seefund,  819. 
Seeraub,   106. 

Seidentaft,  tafta  de  serico,  50. 
Siechenhaus  in  Berkenthin,  162. 
Signet  der  Stadt  Wismar,  333. 
Sitzplatz  in  der  Marien  Kirche,  430. 
smalcatus  et  inauratus,  588. 
Stade,  Ausschluss  der  Stadt  aus  der  Hanse,  117. 

126.   130.   131.   132.   140.  143.  145.  151.  154. 

157.   158.  210. 
Steeknitzfahrer,  388  und  Anui.  das. 
Storfang  in  der  Newa,  806.  807. 
Strandung,  817. 
Strassenraub,  139. 

SUbne  wegen  Todtscblags,  317.  352.  379.  481. 
488.  518.  525.  545.  609.  636.  646.  668. 
693.  735.  747.  758.  775. 

wegen  eines  in  der  GefangenschaftGestorbenen, 
639. 
SUhukapelle  in  Lllbeck,   zur  SUhne  fUr  den  Auf- 

stand  erbaut,  662. 
sulvesheren,  bei  Ilandwerkern,  Amtsmeister,  733. 
swigent,  teinpus  tacendi^   ein  Moratorium  fUr  Zah- 

lungsunfdhige,  524.  537.    cf.  Bd.  V. 
swine jeger,    Schweinejiiger  des   Herzogs  Albrecht 

V.  von  Mecklenburg,   161. 

T. 

Thene,  ene  tliene  goldes,  ein  Goldbarren,  734. 

Thurmbau  an  der  Petri  Kirche,  798. 

ThUrring,  circulus  ferreus,  Anschlagen  mit  demselben 

als  synibolische  Handlung  zum  Zeichen  der  Be- 

sitzergreifung,  353  S.  374. 
Todtenbuch    des    Dominikanerklosters,     15;    der 

Heil.-Kreuz  BrUderschaft,  301. 
torta,  eine  Torte,  49. 
trossen,  zusammengetlochteue  Reisbiindel,  dat  slot 

is  tomale  vaste    ghetrosset   unde  verbolwerket^ 

^244  S.  281. 


868 


III.     Wort-  und  Sachregister. 


Tlicher,  Klage  iiber  die  KUrze  derselben,  812. 
twisselinge,  Zwietracht,  107. 

U. 

Ueberlassung  des  Verraogeus  eines  Stiefsohns  an 

den    Stiefvater    zur    Benutzung    wahrend    der 

Minderjahrigkeit,  318. 
Universitat  in  Rostock,  461. 
Urfehde  mit  Angabe  des  V'crgeheus,    5.    13.    27. 

52.   106.   139.  344.  346.   374.  437.  438.  Anm. 

zu   439.    446.    454.  458.    459.  464.  465.  467. 

468.    480.    483.    484.    507.    513.    539.    540. 

558.  560.  582.  583.  587.  593.  607. 
Urfehde  ohne  Angabe  des  Vergehens,    184.    375. 

506.  514.  517.  689.  G90.  691. 
Urfehde,    ob  von   dem  Aussteller  ullein   oder  zu- 

gleich  flir  die  Seinigen  geleistet,   108. 
Urfehde    und    V^erweisung    aus    dem    Stadtgebiet, 

52. 
Urfehde  und  Insolvenz,  681. 
ntepughen,  utpuchen,  ausplundern,  494. 

V. 

Vantze,   engl.  fancy ^   allerlei  verschiedene  Gegen- 

stande,  412. 
veddercrantz,  613  S.  625. 
Verjahrung,  43  S.  67  ff.  603. 
Verkauf  eines  GrundstQcks   an   ein    Kloster  wird 

verboten,  526. 
Verpackung    und    Bezeichnung    der    Waaren    ge- 

andert,  um  die  rechtmassigen  Besitzer  unkennt- 

lich  zu  raachen,  87. 
Verpfandung  von  Pfeffer,  602,  eines  Schiffes,  757, 

eines  Stecknitzschiffes,  388  und  Anm. 
Versenkung  von  Schiffen  in  der  Schlei,  206. 
Vicare,   Pflicht  derselben,    die  Kapelle  zu  unter- 

halten,  Anm.  zu   174. 
Vicarien,    Erfordernisse    fiir    die    Belehnung    mit 

einer  Vicarie,   167.    16S.    169.    173.   174.   354. 

391. 
Vicarien,  eine  Resignation,  502. 
Vicarien: 

in  der  Marien  Kirche,  71.   107.   174.  354.  381. 
502.   662.  713. 


in  der  Jacobi  Kirche,   168.  202. 

in  der  Petri  Kirche,   152.   153.    169.    173.  181. 

in  der  Aegidien  Kirche,  194.   204. 

im  Dom,  391. 

in    der    Kirche    des    Johannis    Klosters ,     19. 
137. 

in  Schlutup,  671. 

am  Magdebach,  723. 
vicecomes,  in  London,  Zolleinnehmer,   56. 
Vienkenogen,  denarii  vinconenses,  eine  von  Pom- 

merschen  StSdten  geschlagenc  Mttuze,  442.  vgl. 

Grautoff,  Hist.  Schr.,  3,  153. 
vil  na  —  beinahe,  43  S.  82. 
VitalienbrUder,  3.  9.    16.  54.    86.    99.    100.   121. 

197.     198.    234.    236.    237.     251.     382.    399. 

406.    415.    416.    417.    418.     420.     421.    423. 

453.    489.    737.    754.    783    S.    756.    S.    759. 

826. 
vlackvisch,  444. 

vlomvisch,  videlicet  bresmen,  444. 
Vogt  in  Schonen,  783. 
vorder,   entfemter;    gi  en  wolden    unse  gunst  de 

vorder  uicht  wesen,  556. 
Vorkauf  wird  verboten,  784. 
vorlutteren,  erlautern,  43  S.  82. 
vormunder,  Testamentsvollstrecker,  798. 
vurer,  lat.  furor^  Wuth,  Anm.  zu  487. 

« 

Waarenmarken,  Streit  iiber  da8  Aushauen  der- 
selben an  Weinfassern,  414  und  Anm.  814. 

Wallfahrt  nach  St.  Jago  di  Ck>npo8tella,  617, 
640;  nach  Aachen,  Golnis  und  Wilsnack,  668, 
nach  Jerusalem,  759. 

wapensgenoss  als  Bote  des  Koniglichen  Hofgerichts, 
37;  als  Zeuge,  58. 

Wasserleitung  durch  die  Strassen  LU becks  ver- 
mittelst  eines  Rades,   141. 

Wasserrecht  in  Damme  in  lloliandy   339.   414. 

weddeschat,  Verpfandung,  43  S.   74.  S.  7S, 

Wedemen  bei  den  Kirchen,  141. 

Weinherren  in  LUbeck,  306,  in  Wismar,  423. 

wekengare,  Mistweichung,  76. 


870 


IV.     Verzeictiniss  der  Siegelbeschreibungen. 


Huxer,  Heinrich,  139. 
Janeke,  455. 
Karstede,  Claus,  45G. 

—  Heinrich,  464. 
Kerkhoff,  Jacob,  560. 

von  Kleinow,  Gottschalk,  446. 

—  Gottschalk,  der  jtingere,  593. 
Enake,  Heinrich,  5. 

von  Kramme,  Aschwin,  275.  281. 

—  Hans,  275. 
Kremer,  Hans,  5. 
Krempin,  Heinrich,  277. 

von  dem  Kroge,  Boldewin,  439. 
Lange,  Richard,  276. 
Mankemos,  Dietrich,  5. 

—  Gereke,  5. 

—  Heinrich,  5. 
Marschalk,  Hans,  507. 
Melberch,  Heinrich,  469. 
Mertens,  Hans,  690. 
Meylan,  Heinrich,  139. 
Mintstede,  Henning,  588. 

—  Kersten,  588. 

—  Keyneke,  588. 
Molendorp,  Ebel,  558. 
Molteke,  Woldemar,  462. 
Negendank,  Gerd,  287. 
Nygeukerke,  Godeke,  503. 

—  Hans,  446. 

von  Oertzen,  Glaus,  475. 
von  Pentz,  Hans,  439.  456. 

—  Henneke,  439. 

—  Haven,  456. 
Plante,  Kuno,  507. 

von  Plesse,  Helniich,  458. 

—  Helmold,  458.  479. 

—  Henneke,  458. 

—  Johann,  479. 

—  Reimar,  458.  462. 
Plote,  Johann,  582. 
Pyst,  Arnd,  504. 

von  Quitzow,  Glaus,  465. 

—  Henning,  465. 
Rode,  Beem,  440. 


Rohr,  Bemhard,  479. 

—  Hans,  479. 

—  Helmold,  539. 

—  Otto,   504. 

—  Peter,  280. 

von  Rotzingen,  Arnd,  275. 
Sachsen-Lauenburg. 

Herzog  Albrecht,  266. 

Herzog  Bemhard,  266. 

Herzog  Erich,  592. 

Herzog  Magnus,  266. 

Herzog  Otto,  266. 
Schacke,  Bertold,  294. 
Scharpenberg,  Johann,  433. 

Schenk  von  Landsberg,  Albrecht,   94.  138.  544. 
Schotze,  Hartwich,  287. 
Siggem,  Heinrich,  282. 
Sparke,  Henneke,  514. 
Steen,  Arnd,  344. 
Stralendorp,  Heinrich,  458. 
Tamewitz,  Heinrich,  287. 
Tepelink,  Henning,  540. 
Veereggede,  Otto,  462. 
von  Vitzen,  Vicko,  630. 
Waghel,  Heinrich,  476. 
Warden  berg,  Dietrich,  558. 

—  Hans,  538. 

—  Johann,  558. 
Warendorp,  Vromold,  67.  134.  294. 
Welige,  Glaus,  514. 

Welzow,  Johann,  433.  437. 

—  Werner,  476. 
Werle,  Herren  von. 

—  Balthasar,  196. 

—  Wilhelin,  196. 
Winterfeld,  Heinrich,  513. 
Witte,  Hans,  691. 

Wulf,  Albert,  771. 
von  Ztlle,  492. 

—  Volrad,  771. 

Mayor  und  Aelterleute  der  Stadt  London,  56. 

Die  Stadt  Dordrecht,  228. 

Die  Stadt  Brtigge,  339.  • 


V.     Zusatze  und  Berichtigungen. 


871 


V.    Zusatze  nnd  Berichtigungen. 


S.     8   Z.  1  V.  u.  anstatt  Kuvemaini  zu  lesen  Kune- 

mann. 
S.     14  Z.  2  V.  0.  anstatt  Arnsberg  zu  lesen  Arns- 

burg. 
S.     176  Z.   1   V.  u.  anstatt  dat  desse  zu  lesen  dat, 

alse.    Auch  ist  die  Ueberschrift  zu  verbessern. 

Die  Beliorden  der  Insel  Fehmarn  versprechen, 

von  den   800  rr^,   welcbe   die  Einnahme  des 

Grafen  Ueinrich   bilden,    100  mjll  auf  desseu 

Weisung  dem  Kathe  von  Ltibeck  zu  geben. 
S.     300  in  der  Siegelbeschreibung  Z.  3  v.  o.  an- 

ftatt  Herzog  Magnus  zu  lesen  Herzog  Albrecht. 
S.     301     Z.    8    V.    u.    anstatt    Bulerwig    zu    lesen 

Vulerwig. 
S-    352    die    im    Text    auf    Anmerkuugen    ver- 

weisenden   Zahlen    1.    1.  2.   zu   verbessern  in 

1.  2.  3. 
S.     435    Z.    1    V.    u.    anstatt  bernebolde    zu   lesen 

berneholte. 
S.    430  Z.  11  V.  o.  zu  lesen  Wichman  van  Mynden. 
S.     438    und    439.     In    der  Anm.    1    ist    dreimal 

anstatt  gestaneden  zu  lesen  gestaueden. 
S.    454  Z.  18  und  19  v.  o.  anstatt  See,  kluft  zu 

lesen  seekluft. 


S.  455  Z.  4  v.  0.  Aus  einer  vor  kurzem  aufge- 
fundenen  unbeglaubigten  Ausfertigung  des 
Vertrags  wird  ersichtlich,  dass  in  dem  Ab- 
druck  bei  Willebrand  nach  dem  Worte  vlicken 
ausgelassen  sind  die  Worte:  olesches  vnde  II 
wispel  moltes,  Gheuellet  ok  Das  des  Sinnes 
wegen  eiugesetztc^  Wort  weret  ist  demnach  zu 
tilgen. 

S.    456  anstatt  CDXXXVII  zu  lesen  CDXXXVI. 

S.  465  in  der  Siegelbeschreibung  Z.  5  anstatt 
Klevnow  zu  lesen  Kleynow. 

S.  511  in  der  Siegelbeschreibung  anstatt  Claus 
Dene  zu  lesen  Hans  Dene. 

S.    528  Z.   10  V.  o.     Das  Punktum  nach  Zwarte 
in    ein  Komma   zu  verwandeln;    Schoning  be 
deutet  ein  Mann  aus  Schonen. 

S.    649  Z.  5  V.  u.  anstatt  dem  zu  lesen  em. 

S.    663   anstatt  DCLXIII  zu  lesen  DCLXXXIII. 

S.  689  Z.  12  V.  u.  anstatt  Nicolao  Bachow  zu 
lesen  Nicolao  Sachow. 

S.  824  Sp.  2  addatur:  Pariu,  Porrin,  in  Mecklen- 
burg, A.  Grevismtihlen,  Esp.  Damshagen, 
671.